Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 7059
Vorher
Bejo-Samen GmbH
Eingetragen
5.11.1999
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit Blumen und PflanzenGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Gegenstand
der Groß- und Einzelhandel in Saat-Pflanzgut sowie allen anderen Bedarfsartikeln für die Land- und Gartenwirtschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bejo Finance B.V.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bejo Finance B.V.
Germany
260.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bejo Samen GmbH

Sonsbeck

Verkürzter Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Grundlagen der Gesellschaft

Seit der Gründung im Jahr 1985 (damals Bejo Samen Vertriebs GmbH, Solingen) bietet die Gesellschaft Gemüsesaatgut der Marke Bejo auf dem deutschen Markt an. Die Bejo Unternehmensgruppe mit Sitz in Warmenhuizen, Niederlande, ist ein niederländischer Konzern, der von den Familien Beemsterboer und Jong vor mehr als hundert Jahren gegründet wurde. Über die Jahre wurden die internationalen Vertriebsaktivitäten des niederländischen Konzerns beständig ausgeweitet und Mitte der 90er Jahre über eine eigene Vertriebsgesellschaft in Deutschland abgewickelt.

Zu den Kunden der Bejo Samen GmbH gehören vor allem Landwirte, Jungpflanzenbetrieb und Samenfachhändler in Deutschland und seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 auch in Österreich.

Neben dem Bejo-Saatgut gehören noch Steckzwiebeln der Firma Broer B.V. sowie Gemüsesaatgut der Firma Elsons Seeds, Ltd. UK, zum Sortiment.

Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Bejo Finance B.V., Warmenhuizen, Niederlande.

2. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Bundesrepublik Deutschland den Berechnungen der deutschen Bundesbank zufolge gegenüber dem Vorjahr mit - 0,3 % rückläufig. Auch im ersten Quartal des Jahres 2024 schrumpfte die Wirtschaftsleistung um - 0,8 %, gefolgt von einer leichten Belebung mit 0,3 % im zweiten Quartal.

Deutschland liegt damit weiterhin hinter den anderen Ländern des Euroraums, die im Jahr 2023 eine leicht positive Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,4 % und in den ersten Quartalen des Jahres 2024 eine konstante Steigerung von 0,5 % (1. Quartal) bzw. 0,6 % (2. Quartal) ausmachen.

Die Binnen- sowie die Auslandsnachfrage nach deutschen Erzeugnissen bleibt weiterhin schwach. In den Sektoren Industrie und Bau sank die Produktion, Investitionen bleiben wegen der hohen Finanzierungskosten und der unklaren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aus. Probleme mit der Wettbewerbsfähigkeit lässt die Nachfrage nach deutschen Gütern aus dem Ausland auf einem niedrigen Niveau.

Der private Konsum ist eher verhalten, Privathaushalte sind verunsichert, haben Sorgen über die zukünftige konjunkturelle Entwicklung und erhöhen die Sparquote. Trotz gestiegener real verfügbarer Einkommen, war auch im Dritten Quartal des Jahres 2024 kein großer Schub vom privaten Konsum zu verzeichnen.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der von der Bejo Samen GmbH betreute Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist stabil. Auf alle 3 Länder bezogen wächst die Anbaufläche seit vielen Jahren stetig. Innerhalb der Gemüsearten gibt es Schwankungen in der Produktionsfläche, da die Gemüseproduzenten auf veränderte Nachfrage reagieren.

Die Anzahl der Gemüsebaubetriebe ist rückläufig, verbleibende Betriebe übernehmen oftmals freiwerdende Produktionskapazitäten. Das von den in unseren Verkaufsgebieten ansässigen Gemüsebaubetrieben eingesetzte Saatgut wird größtenteils aus Deutschland geliefert. In einigen Kulturen dominiert jedoch ein Jungpflanzenimport aus den Niederlanden. Im Besonderen sind hier Spargel-, Porree-, Sellerie-, Salat- und Kohlpflanzen zu nennen.

2.3. Geschäftsverlauf

Die Bejo Samen GmbH beendet das Geschäftsjahr 2023/2024 mit Umsatzerlösen, die knapp 18 % über dem Vorjahreswert liegen. In der Vorjahresprognose wurde eine Steigerung von 10 % antizipiert. Gesteigerte Absatzmengen, insbesondere im Bereich der Zwiebeln, sowie Preiserhöhungen von durchschnittlich 4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, haben zu diesem positiven Effekt geführt. Das Rohergebnis verbesserte sich um 11 % gegenüber 4 % lt. Prognose. Trotz des leicht höheren Personalaufwands und der erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern um 13,7 % im Vorjahresvergleich. Prognostiziert war lediglich eine Steigerung um 4 %. Aufgrund des im Februar 2024 eingerichteten Cash Pools mit der Bejo Treasury B.V., Warmenhuizen, Niederlande, wurden erstmalig Zinserträge daraus realisiert.

Die Auftragslage war im gesamten Berichtsjahr sehr positiv gegenüber dem Vorjahr. Bereits im Herbst 2023 zeichnete sich ab, dass landwirtschaftlich genutzte Anbauflächen, die sonst anderweitig, z.B. für Getreide, genutzt worden wären, für den Anbau von Gemüse frei werden würden. Aufgrund der Witterung mit vielen Niederschlägen konnte in vielen Bundesländern Wintergetreide nicht in dem gewünschten Ausmaß angebaut werden. Dies führte dazu, dass Betriebe Flächen für den Anbau von Gemüse verwenden konnten und aufgrund der Nachfrage Kulturen wie z.B. Zwiebeln und Spitzkohl im Anbau forciert wurden. Die üblichen Schwankungen im Saisongeschäft mit Gemüsesaatgut haben sich in der Auftragslage widergespiegelt. Der beschriebene Ausbau des Zwiebelanbaus führte zur Gewinnung neuer Kunden und damit verbunden zur Erhöhung der Absatzzahlen.

Die im Vorjahr ausgeweiteten Lagerkapazitäten am Standort Sonsbeck kamen der Gesellschaft im Berichtsjahr zugute. Die hinzugewonnenen Palettenstellplätze für größere Verpackungseinheiten führten zu einem reibungsloseren Lagerverkehr und besseren logistischen Möglichkeiten beim Entladen und Einlagern des Saatguts. Die erweiterten Kühlflächen ermöglichten eine effizientere Lagerung des hochwertigeren Präzisionssaatguts, so dass die Keimfähigkeiten über einen noch längeren Zeitraum garantiert werden können.

Die zentrale Initiative für nachhaltiges Wachstum im Bejo-Konzern, die Strategie "Focus 2030", ist weiterhin fester Bestandteil der Organisation bei Bejo. Ein stetiges Wachstum von mehr als 5 % pro Jahr ist das Ziel, woraus ein Zwei-Drittel-Wachstum des Konzernumsatzes über eine Zehnjahresperiode resultiert. Die sieben Eckpfeiler der Initiative sind: Sortiment, Innovation, Organisation, Mitarbeiter, Positionierung, Nachhaltigkeit und Familienunternehmen.

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss 2023/2024 unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht aus dem Vertrieb des Saatguts des Mutterkonzerns Bejo. Bejo ist weltweit für Qualitätssaatgut bekannt, in vielen Ländern tätig und im Markt sehr gut positioniert. Auch die Geschäftslage in Deutschland gibt Anlass dazu, dass Umsatz und Jahresüberschuss zukünftig weiter gesteigert werden können. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als positiv.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Gesellschaft bezieht das Bejo-Saatgut von der niederländischen Konzerngesellschaft Bejo Zaden B.V., Warmenhuizen. Die Verkaufspreise von der Bejo Zaden B.V. an die Bejo Samen GmbH werden so festgelegt, dass ein fester Prozentsatz vom empfohlenen Verkaufspreis der Bejo Samen GmbH abgezogen wird.

3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. August 2024 beläuft sich auf TEUR 6.863 gegenüber TEUR 6.539 im Vorjahr. Eine Minderung ergab sich bei den finanziellen Mitteln in Höhe von TEUR - 2.065, da im Berichtsjahr ein Cashpoolvertrag mit der Bejo Treasury B.V. abgeschlossen wurde, welcher unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wird. Dementsprechend sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.413 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 232 aufgrund des höheren Umsatzes.

Der Anteil des Anlagevermögens (TEUR 340, Vj.: TEUR 400) am Gesamtvermögen liegt bei 4,9 % gegenüber 6,1 % im Vorjahr. Wesentliche Posten des Sachanlagevermögens sind die eingebauten Lagerbühnen (TEUR 70) und die Kühlanlagen (TEUR 67), die im Vorjahr angeschafft wurden.

Die Passivseite ist im Wesentlichen durch die Erhöhung des Jahresüberschusses um TEUR 486 und der sonstigen Rückstellungen um TEUR 83 sowie die Verringerung der Steuerrückstellungen um TEUR 292 geprägt. Die Verringerung der Steuerrückstellungen resultiert aus erhöhten Steuervorauszahlungen im Geschäftsjahr.

Zum 31. August 2024 betragen die sonstigen Rückstellungen TEUR 464. Sie beinhalten mit TEUR 364 überwiegend Personalrückstellungen (Tantieme, Urlaub) und Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Steuerberatung (TEUR 73).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind geringer als im Vorjahr (TEUR 32, Vj.: TEUR 71). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich durch eine höhere Gewerbesteuerzahllast von TEUR 205 auf TEUR 238 im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

3.2. Finanzlage

Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt durch die liquiden Mittel bzw. das Cash Pool Guthaben (TEUR 2.465), im Vorjahr Bankguthaben mit TEUR 2.075. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 32 (Vj.: TEUR 71).

Das Eigenkapital ist um TEUR 537 gegenüber dem Vorjahr gestiegen, bezogen auf die erhöhte Bilanzsumme liegt die Eigenkapital-Quote im Berichtsjahr bei 84,5 % (Vj.: 80,5 %).

Im Geschäftsjahr war die Liquidität der Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt gesichert. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Notwendige Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow bezahlt.

3.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr um 17,7 % im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 32.895 (Vj.: TEUR 27.947). Der Rohertrag betrug TEUR 8.862 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.986) um 11,0 % gestiegen. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse stieg um 1,5 % von 71,8 % im Vorjahr auf 73,3 % im Berichtsjahr. Die Personalaufwandsquote verminderte sich um 0,7 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 10,6 % im Vorjahresvergleich auf TEUR 1.053 (Vj.: TEUR 953). Hier sind die höheren Fahrzeugkosten und die Wertberichtigungen zu Forderungen die wesentlichen Werttreiber.

Das Finanzergebnis liegt bei TEUR 106 (Vj.: TEUR 1). Das im Geschäftsjahr eingeführte Cashpooling mit der Bejo Treasury B.V. führte zu Zinseinnahmen in Höhe von TEUR 105.

Das Ergebnis vor Steuern ist auf TEUR 5.836 gestiegen (Vj.: TEUR 5.069).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich aufgrund des höheren Ergebnisses vor Steuern um TEUR 282 erhöht und betragen TEUR 1.798 (Vj.: TEUR 1.516).

Somit ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.037 im Berichtsjahr gegenüber TEUR 3.552 im Vorjahr.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Prognosebericht

Die Produkte, die von der Bejo Samen GmbH im Saatgutgeschäft Gemüse vertrieben werden, zeigen im Vergleich über die Jahre einen stabilen jährlichen Bedarf. Schwankungen sind möglich und werden in der Regel durch Anpassungen der Anbaufläche verursacht. Neue Trends beeinflussen in Bezug auf verändertes Konsumverhalten unser Geschäft. Wir schätzen den Gemüse Saatgutbedarf über die verschiedenen Kulturen mittel- und langfristig als stabil ein.

Im Trend liegt der Absatz von regional produziertem Gemüse und diese Nachfrage hilft unseren Kunden den Absatz des eigenen heimisch produzierten Gemüses sicherzustellen. Die Pandemiejahre haben gezeigt, dass die Gemüse produzierende Branche schnell und gut an die vorherrschenden und veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden kann. Aktuell zeigt sich allerdings auch, dass sich der Markt beruhigt und sich das Niveau wie vor der Pandemie Zeit einpendelt.

Der stetig steigende Mindestlohn, der in unserer Branche für einige, für uns wichtige, Kulturen wie z.B. Spargel, einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit nimmt, steht dem oben beschrieben Trend gegenüber. Der niedrige Grad der Mechanisierung u.a. im Bereich der Erntearbeiten herrscht immer noch vor und Lösungen sind hier kurzfristig nicht zu erwarten.

Vor großen Herausforderungen stehen unsere Kunden durch Verschärfungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen wie z.B. Pflanzenschutz und Düngemitteleinsatz. Gut aufgestellte und innovative Betriebe und Unternehmen werden diese Herausforderungen meistern und auch zukünftig erfolgreich am Markt agieren.

Dadurch, dass wir im Außendienst gut und breit aufgestellt sind, erwarten wir für Bejo Samen durch die gute und enge Zusammenarbeit mit gerade diesen modernen Betrieben eine marktorientierte Produktentwicklung mit unseren Sorten.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir eine Umsatzsteigerung in Höhe von rund 7 % bei einer Preiserhöhung von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerhöhung führt zu einem verbesserten Rohergebnis in Höhe von rund 9 %. Bei einem höheren Personalaufwand, aber sinkenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen rechnen wir mit einem um rund 13 % höheren Ergebnis nach Steuern.

Die erweiterten Lagermöglichkeiten und die Erhöhung der Lagerqualität durch das verbesserte und ausgeweitete Klimatisierungskonzept ermöglichen weitere Umsatzsteigerungen in den nächsten Jahren, so dass die Ziele der Initiative "Focus 2030" übertroffen werden können.

4.2. Chancenbericht

Intensive Forschung und Züchtung bei Bejo Zaden in den Niederlanden sowie bei unserem Partner Elsoms und Broer wird uns, wie in der Vergangenheit, auch zukünftig helfen, mit neuen und innovativen Produkten am Markt konkurrenzfähig aufzutreten. In unseren Verkaufsgebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehen gute Möglichkeiten, mit genetisch verbesserten Sorten und sehr guter technischer Saatgutqualität weitere Marktanteile zu erlangen. Gemüse besitzt ein gutes Image. Der Gemüsekonsum liegt im Trend. Mit dem steigenden Konsum erhöht sich auch die Nachfrage nach hochwertigen und resistenten Gemüsesorten. Besonders im biologischen Anbau und in der Entwicklung widerstandsfähiger, resistenter Sorten, die den veränderten klimatischen Bedingungen gerecht werden, sehen wir gute Chancen für ein weiteres Wachstum unserer Produkte.

Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen Kapazitätsprobleme aufgekommen sind, sehen wir uns durch die Investition am Standort in Sonsbeck hinsichtlich des Lagerumbaus und der damit verbundenen höheren Kapazität und Lagerqualität besser vorbereitet, unsere Kunden in Deutschland und Österreich schnell und zuverlässig beliefern zu können.

Auch können wir dem Kundenwunsch nach verbesserter Saatgutqualität und der Nachfrage nach vorgekeimtem (geprimten) Saatgut durch die Investition in Kühlmöglichkeiten ebenfalls gerecht werden, was eine wesentliche Verbesserung gegenüber den Vorjahren darstellt.

Höhere Kundenzufriedenheit könnten wir zudem noch durch neue Zustellmöglichkeiten für Österreich erschließen.

4.3. Risikobericht

Liquiditäts- und Ausfallrisiko

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über Eigenkapital. Forderungs- und Verbindlichkeiten-Management werden zur Steuerung der Finanzen genutzt. Dabei sind Forderungsausfälle die Ausnahme. Die langjährige und direkte Zusammenarbeit mit einem großen Teil unserer Kunden ermöglicht einen guten Informationsstand. Ausfall- und Bonitätsrisiken werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Das Liquiditäts- und Ausfallrisiko wird als niedrig eingeschätzt.

Personalspezifisches Risiko

Durch Social Recruiting soll dem Risiko anstehender Pensionierungen und fehlender Fachkräfte im Gartenbau zukünftig entgegengewirkt werden. Maßnahmen dazu werden vorangetrieben, um junge Menschen auf uns aufmerksam zu machen. Das Personalrisiko wird noch als niedrig angesehen, da wir zu besetzende Stellen in der Vergangenheit immer zeitnah besetzen konnten und unsere Recruiting Maßnahmen ausgebaut werden.

Regulatorisches Risiko

Durch verschärfte Auflagen hinsichtlich der Saatgutbehandlung stehen wir als Lieferant unter Druck und müssen immer öfter kurzfristig reagieren, um den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden. Bejo wird nach und nach nicht chemisch behandeltes Saatgut als Standardsaatgut an unsere Kunden vertreiben. Wir sehen das Rechtsrisiko als gering an, da die Bejo Zaden B.V. rechtliche Vorgaben in der EU permanent prüft und wir die erforderlichen nationalen Zertifizierungsprozesse jährlich ohne Beanstandungen erfüllen.

4.4. Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Unsere Risikoeinschätzung aus dem Geschäftsjahr 2023/2024 gilt, mit Ausnahme der gesamtwirtschaftlichen Risiken, unverändert auch für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025.

Es sind bis zum heutigen Tage keine weiteren Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann.

Bejo verfügt über ein sehr breites und qualitativ hochwertiges Produktsortiment. Insbesondere das Angebot an biologischem Saatgut, dessen Bedeutung immer mehr zugenommen hat und weiterhin zunehmen wird, ist vielfältig. Bejo sieht sich strategisch gut aufgestellt, die sich bietenden Chancen erfolgreich zu nutzen. Den bekannten Risiken kann aufgrund der engen Kundenbeziehungen und des effizienten Managements nachhaltig entgegengesteuert werden.

 

Sonsbeck, 24.01.2025

Markus Saphörster, Geschäftsführer

Martin van der Voort, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. August 2024

Aktiva

31.08.2024
31.08.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36,50 36,50
36,50 36,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 188.940,98 209.608,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.940,78 189.872,11
339.881,76 399.480,71
339.918,26 399.517,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.299,74 2.739,74
2. Waren 2.106.615,02 2.298.932,78
2.109.914,76 2.301.672,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.564.668,59 1.332.959,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.801.334,51 388.144,85
3. Sonstige Vermögensgegenstände 31.221,00 33.104,78
4.397.224,10 1.754.209,23
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.570,08 2.074.772,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.375,00 8.457,00
6.863.002,20 6.538.628,95

Passiva

31.08.2024
31.08.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnvortrag 1.503.894,39 1.452.343,44
III. Jahresüberschuss 4.037.184,41 3.551.550,95
5.801.078,80 5.263.894,39
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellung 322.636,14 614.852,37
2. Sonstige Rückstellungen 464.264,95 381.060,00
786.901,09 995.912,37
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.657,09 1.637,08
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.073,37 71.244,49
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 104,36 544,04
4. Sonstige Verbindlichkeiten 238.187,49 205.396,58
(davon aus Steuern € 230.200,35; Vj.: € 198.946,97)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 7.987,14; Vj.: € 6.449,61)
275.022,31 278.822,19
6.863.002,20 6.538.628,95

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2023 bis 31. August 2024

2023/2024
2022/2023
1. Rohergebnis 8.862.402,65 7.985.772,59
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.610.550,45 1.513.681,82
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 403.229,34 385.461,43
- davon für Altersversorgung € 58.945,83 (VJ.: € 60.552,35)
2.013.779,79 1.899.143,25
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 64.989,70 65.637,29
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.053.439,51 952.655,16
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106.716,94 1.021,08
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 531,80 19,31
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.798.313,69 1.515.968,63
8. Ergebnis nach Steuern 4.038.065,10 3.553.370,03
9. sonstige Steuern 880,69 1.819,08
10. Jahresüberschuss 4.037.184,41 3.551.550,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

I. Allgemeine Daten zum Unternehmen, Gliederung, Vorjahresbeträge

Die Bejo Samen GmbH (Amtsgericht Kleve, HRB 7059) ist im Geschäftsjahr 2023/2024 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und des GmbHG unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Teilen in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Sämtliche Vorjahreszahlen sind uneingeschränkt vergleichbar. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagegüter wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände über drei bzw. vier Jahre linear vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von 3 bis 25 Jahre linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 800 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

(2) Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten unter Anwendung des FIFO-Verfahrens sowie der Beachtung des Niederstwertprinzips.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Nach dem Niederstwertprinzip wurden zweifelhafte Forderungen wertberichtigt. Für einzelne zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen und für das allgemeine Ausfallrisiko eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

(4) Flüssige Mittel

Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand werden ebenfalls zum Nennbetrag bilanziert.

(5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand nach diesem Tag darstellen, entsprechend § 250 HGB gebildet.

(6) Eigenkapital

Im Eigenkapital wurde das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft, der aus den Vorjahren stammende Gewinnvortrag sowie der Jahresüberschuss des Berichtsjahres zum Nennwert ausgewiesen.

(7) Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag.

(8) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzerläuterungen

(1) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist Anlage 1 zum Anhang zu entnehmen. Die Abschreibungen sind in voller Höhe planmäßig entstanden.

(2) Vorräte

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich vornehmlich um Verpackungsmaterialien. Die Waren umfassen Bejo-Saatgut und einen geringen Bestand an Fremdwaren.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Vom Gesamtbetrag der Forderungen entfallen T€ 1.565 (Vorjahr: T€ 1.333) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Bejo Zaden B.V. in Höhe von T€ 346 (Vorjahr: T€ 388) sowie aus der Begründung eines Cash Pool Vertrags im Laufe des Geschäftsjahres auf die Bejo Treasury B.V in Höhe von T€ 2.456 (Vorjahr: T€ 0).

(4) Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf T€ 10 (Vorjahr: T€ 2.075). Der Rückgang ist mit dem Cash Pool mit der Bejo Treasury B.V. begründet, der unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wird.

(5) Eigenkapital

Im Laufe des Geschäftsjahres wurde eine Dividende in Höhe von T€ 3.500 in zwei Tranchen an die Muttergesellschaft Bejo Finance B.V. gezahlt.

(6) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Personalkosten (T€ 364) sowie Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten (T€ 73).

(7) Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon Beträge mit einer Restlaufzeit von Gesicherte Beträge
EUR bis zu 1 Jahr
EUR
1-5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
EUR
I. Gegenüber Kreditinstituten 4.657,09 4.657,09 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 1.637,08 1.637,08 0,00 0,00 0,00
II. Aus Lieferungen und Leistungen 32.073,37 32.073,37 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 71.244,49 71.244,49 0,00 0,00 0,00
III. Gegenüber verbundenen Untern. 104,36 104,36 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 544,04 544,04 0,00 0,00 0,00
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 238.187,49 238.187,49 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 205.396,58 205.396,58 0,00 0,00 0,00
davon aus Steuern 230.200,35 230.200,35 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 198.946,97 198.946,97 0,00 0,00 0,00
davon im Rahmen der soz. Sicherheit 7.987,14 7.987,14 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 6.449,61 6.449,61 0,00 0,00 0,00
Summe 275.022,31 275.022,31 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 278.822,19 278.822,19 0,00 0,00 0,00

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfiel auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Bejo Zaden B.V.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse und Rohergebnis

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 32.895 (Vorjahr: T€ 27.947). Die Steigerung ist auf größere Absatzmengen und eine Preiserhöhung von 4 % im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Das Rohergebnis beläuft sich auf T€ 8.862 (Vorjahr: 7.986).

(2) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Fahrzeugkosten mit T€ 234 (Vorjahr: T€ 202), Werbe- und Reisekosten mit T€ 215 (Vorjahr: T€ 237), verschiedene betriebliche Kosten mit T€ 198 (Vorjahr: T€ 209) sowie T€ 183 für die Kosten der Warenabgabe (Vorjahr: T€ 182) machen den größten Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Hinzu kommen T€ 80 für Versicherungen, Beiträge und Abgaben (Vorjahr: T€ 56).

Das in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigte Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 49.

(3) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis in Höhe von T€ 106 betrifft im Wesentlichen das im Geschäftsjahr eingeführte Cashpooling mit der Bejo Treasury B.V. Im Vorjahr ergab sich das Zinsergebnis aus Zinsen von Kunden für nach der Fälligkeit gezahlte Rechnungen (Vorjahr: T€ 1).

III. Sonstige Angaben

(1) Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB betrug 21 (Vorjahr: 22). Hiervon waren 13 Arbeitnehmer im Außendienst zur Beratung und zum Verkauf deutschlandweit tätig. Sechs Arbeitnehmer waren im Innendienst in der Hauptverwaltung für Verkauf, Marketing und Buchhaltung zuständig. Zwei weitere Arbeitnehmer verantworteten die Lagertätigkeiten in unserem Lager.

(2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Leasingverträgen für bewegliches Anlagevermögen.

Gesamt Restlaufzeiten
≤ 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre
- aus Leasingverträgen 184.080,21 98.362,91 85.717,30 0,00
Vorjahr 161.341,42 79.780,02 81.561,40 0,00

(3) Geschäftsführer

Herr Markus Saphörster (Dipl. Ing. Agrarwissenschaften), Lasbeck

Herr Martinus Petrus Adrianus van der Voort (Kaufmann), Heiloo (Niederlande)

(4) Geschäftsführerbezüge

Auf Angaben in Bezug auf die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(5) Ergebnisverwendung

Wir schlagen der Gesellschafterversammlung eine Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 4.000 vor. Der übersteigende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

(6) Konzernabschluss

Die Bejo Samen GmbH wird in den Konzernabschluss der Bejo Finance B.V., Warmenhuizen, Niederlande, einbezogen.

(7) Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Sonsbeck, 24.01.2025

Markus Saphörster, Geschäftsführer

Martin van der Voort, Geschäftsführ

Anlagenspiegel

Bruttobuchwerte
Stand am 1.9.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.8.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.205,25 81.205,25
81.205,25 0,00 0,00 0,00 81.205,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.033.751,77 14.545,38 1.048.297,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 553.832,28 9.889,37 -76.362,95 487.358,70
1.587.584,05 24.434,75 0,00 -76.362,95 1.535.655,85
1.668.789,30 24.434,75 0,00 -76.362,95 1.616.861,10
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.9.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.08.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -81.168,75 -81.168,75
-81.168,75 0,00 0,00 -81.168,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -824.143,17 -35.213,00 0,00 -859.356,17
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -363.960,17 -29.776,70 57.318,95 -336.417,92
-1.188.103,34 -64.989,70 57.318,95 -1.195.774,09
-1.269.272,09 -64.989,70 57.318,95 -1.276.942,84
Nettobuchwerte
Stand am 31.8.2024
EUR
Stand am 31.08.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36,50 36,50
36,50 36,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 188.940,98 209.608,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.940,78 189.872,11
339.881,76 399.480,71
339.918,26 399.517,21

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss - bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung und verkürztem Anhang - wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir mit Datum vom 30. August 2024 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bejo Samen GmbH, Sonsbeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bejo Samen GmbH, Sonsbeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bejo Samen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 24. Januar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herting, Wirtschaftsprüfer

ppa. Rieke Marie Schwab-van Geldern, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.08.2024 wurde am 10.04.2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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