Atotech Deutschland GmbHLiquidiert

10553 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 51451
Eingetragen
27.7.2004
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und Chemikalien
Gegenstand
Die Herstellung, die Entwicklung und der Vertrieb von Chemikalien und Anlagen jeder Art für die Galvanotechnik. Die technische und sonstige Beratung für den Einsatz der Galvanotechnik wie auch die Erbringung jeglicher sonstiger Dienstleistungen.

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
KUNZ GmbHAufgelöst
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Atotech Deutschland GmbH

Berlin

Janresabschluss 2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen, Markenrechte und Patente 13.410.660,00 16.408.798,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Entwicklung 2.040.633,98 15.451.293,98 445.060,36 16.853.858,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 29.931.052,78 31.183.560,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.251.871,23 20.535.067,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.496.241,75 14.917.902,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.019.019,48 61.698.185,24 895.632,69 67.532.163,13
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.501.725,00 0,00
2. Beteiligungen 114.814,53 112.722,68
3. Sonstige Ausleihungen 111.029,94 12.727.569,47 111.029,94 223.752,62
89.877.048,69 84.609.774,11
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.493.306,27 14.987.679,68
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 40.465.292,36 30.583.256,94
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.293.813,59 6.721.951,12
4. Geleistete Anzahlungen 1.743.656,38 67.996.068,60 5.165.286,07 57.458.173,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.798.322,91 6.997.605,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 74.769.874,48 138.868.448,02
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.272.004,97 89.840.202,36 2.745.800,51 148.611.854,06
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.612.662,26 36.889.732,83
184.448.933,22 242.959.760,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.219.482,63 1.514.587,77
276.545.464,54 329.084.122,58

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.882.550,00 10.882.550,00
II. Kapitalrücklage 28.499.951,17 164.683.888,17
III. Verlustvortrag -28.499.951,17 -60.443.172,38
IV. Jahresüberschuss 27.003.269,58 31.943.221,19
37.885.819,58 147.066.486,98
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 143.726,00
C. Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen
1. Investitionszulagen 461.108,00 540.071,00
2. Investitionszuschüsse 791.041,00 837.405,00
1.252.149,00 1.377.476,00
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 91.804.096,45 84.453.701,03
2. Steuerrückstellungen 1.771.287,37 1.972.836,70
3. Sonstige Rückstellungen 41.473.512,74 43.763.190,71
135.048.896,56 130.189.728,44
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.512.001,52 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.192.543,30 23.808.136,80
- davon von verbundenen Unternehmen EUR 11.286451,20 (i. Vj. EUR 7.530.187,80) -
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.082.887,35 14.001.044,98
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.041.211,79 8.059.784,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.529.955,44 4.437.739,38
- davon aus Steuern EUR 1.491.892,86 (i. Vj. EUR 1.282.713,65) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 3.804,50) -
102.358.599,40 50.306.705,16
276.545.464,54 329.084.122,58

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 2018
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 355.617.381,79 380.323.257,65
2. Erhöhung/(-)Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 13.059.437,62 -1.692.178,74
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.175.479,43 507.620,59
4. Sonstige betriebliche Erträge 39.427.284,68 35.806.908,44
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 4.141.013,06 (i. Vj. EUR 2.448.582,85) - 370.852.298,84 0,00 379.138.699,50
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 138.907.997,73 138.307.685,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 29.583.183,73 168.491.181,46 34.523.210,54 172.830.895,82
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 81.569.138,87 77.693.881,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 19.531.400,06 101.100.538,93 18.254.287,02 95.948.168,18
- davon für Altersversorgung EUR 6.725.636,14 (i. Vj. EUR 5.638.642,33) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.266.574,55 16.176.591,57
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 96.575.171,98 97.777.831,70
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 4.362.67128 (i. Vj. EUR 2.257.412,91) -
9. Erträge aus Beteiligungen 47.611,09 4.526,84
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.823.183,17 2.729.052,58
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 5.643.857,84 (i. Vj. EUR 2.433.570,54) -
- davon aus der Abzinsung EUR 120.112,93 (i. Vj. EUR 213.150,30) -
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.289.921,32 3.383.745,81
- davon an verbundene Unternehmen EUR 79.444,44 (i. Vj. EUR 0,00) -
- davon aus der Aufzinsung EUR 3.195.448,18 (i. Vj. EUR 3.383.194,21) -
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Aufwand; i. Vj. Ertrag) 4.347.063,43 -474.685,29
13. Ergebnis nach Steuern 27.079.926,11 32.036.639,57
14. Sonstige Steuern 76.656,53 93.418,38
15. Jahresüberschuss 27.003.269,58 31.943.221,19

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019

A. Gesetzliche Grundlagen

Die Atotech Deutschland GmbH (kurz "Atotech" oder "die Gesellschaft") hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (kurz "HGB") für große Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Atotech Deutschland GmbH, Berlin, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und ist im Handelsregister Berlin (Amtsgericht Charlottenburg) unter der Nummer HRB 51451 B eingetragen. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB verwendet. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Geschäftsjahre entsprechen den Kalenderjahren.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener planmäßiger linearer Abschreibungen aktiviert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordnungsfähigen Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit abnutzbar vermindert um aufgelaufene planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt anhand der Kalkulation zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich Aufschlägen für Material- und Fertigungsgemeinkosten und angemessener Teile der Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen sowie anteiliger Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die Abschreibungsbeträge werden beginnend mit dem Zugangsmonat pro rata temporis ermittelt.

Die voraussichtlichen Nutzungsdauern der entgeltlich erworbenen Software, Lizenzen, Markenrechte und Patente sowie der Sachanlagen wurden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern ermittelt, die nicht wesentlich von den steuerrechtlich anerkannten Abschreibungshöchstsätzen abweichen.

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2007 innerhalb eines Geschäftsjahres angeschafft oder hergestellt werden und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250 (bis 2017 EUR 150) netto aber maximal EUR 1.000 netto betragen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst. Dieser Sammelposten wird jahrgangsbezogen einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben (§ 6 Abs. 2a EStG).

Die Beteiligungen und die sonstigen Ausleihungen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Ist den Gegenständen des Anlagevermögens am Bilanzstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen, werden in Höhe der Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Soweit der Grund für die Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Wertaufholung, maximal auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Die Vorräte sind nach den Vorschriften des § 255 Abs. 1 bzw. 2 HGB und § 253 Abs. 4 HGB bilanziert worden. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem gewogenen Mittel der Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Es werden entweder die Anschaffungs- oder die niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt.

Die fertigen und die unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt anhand der Kalkulation zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich Aufschlägen für Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen bezüglich des Anlagenbaus sowie anteiliger Kosten der allgemeinen Verwaltung, die aus der Kostenrechnung ermittelt und über ein pauschaliertes Verfahren auf die Produkte verteilt werden. Die Bestände werden verlustfrei bewertet.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlichen Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für erkennbare Risiken im Forderungsbestand werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Für Zinsverluste, Einbringungskosten und das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Forderungen in fremder Währung sind mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. unter Beachtung der Regelung des § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.

Im Rahmen eines im Berichtsjahr abgeschlossenen Factoringrahmenvertrages verpflichtet sich Atotech, sämtliche Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen aus der Sparte Chemie für bestimmte vertragliche Debitoren dem Factor, hier die FactorBank AG, Wien, anzubieten. Unter der aufschiebenden Bedingung, dass der Factor die jeweiligen Einzelforderungen ankauft, werden sämtliche Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen an den Factor verkauft. Es handelt sich um echtes Factoring, bei dem der Factor die Delkrederefunktion übernimmt.

Mit dem Verkauf der Forderungen an die FactorBank AG werden die Forderungen aus Lieferung und Leistungen ausgebucht. Die Forderung gegenüber der FactorBank AG wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Bestände in ausländischer Währung sind zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Mit erstmaligem Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2018 zur Errichtung des steuerlichen Organschaftsverhältnisses werden nun die latenten Steuerpositionen auf Ebene des Organträgers ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet.

Der Sonderposten mit Rücklagenanteil gemäß § 281 HGB a.F. enthält die noch nicht durch die aktivisch abgesetzten handelsrechtlichen Abschreibungen ersetzten bzw. aufgrund von Abgängen aufgelösten Restwerte der bei der Anschaffung vorgenommenen steuerlichen Sonderabschreibungen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz. Der Sonderposten wird in Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten.

Der wirtschaftlich eingetretenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenminderung der Sachanlagen durch erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen wird durch Passivierung eines entsprechend bezeichneten Sonderpostens für Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen Rechnung getragen. Die Auflösung wird nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und analog der Abschreibungsmethode der begünstigten Anlagegegenstände vorgenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden wie im Vorjahr nur für unmittelbare Versorgungszusagen angesetzt. Rückstellungen für unmittelbare Pensionen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sie ist nach der Projected Unit Credit-Methode gebildet worden. Hierbei wurden ein Diskontierungszins gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB von jährlich 2,71 % (im Vorjahr 3,21 %), eine Gehaltssteigerung von jährlich 2,75 % (im Vorjahr 2,75 %), eine Rentenerhöhung von 1,60 % (im Vorjahr 1,60 %) und die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Gemäß der aktuellen Fassung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde der Diskontierungszins mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren gebildet. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC Methode ist definiert als versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformeln und Unverfallbarkeitsregelungen aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist.

Für die unmittelbaren Pensionszusagen besteht kein Deckungsvermögen. Nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird eine pauschale Restlaufzeit der Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Für den Differenzbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 11.424, der sich aus der Ermittlung der Pensionsrückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10-Jahres Durchschnittszinssatz ergibt, besteht eine Ausschüttungs- aber keine Abführungssperre im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger geschätzter Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Übrige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB berechnet.

Effekte aus Zinssatzänderungen bei der Abzinsung werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. unter Beachtung der Regelung des § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.

Erhaltene und geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. Erhaltene Anzahlungen in ausländischer Währung sind mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. zu Stichtagskursen unter Berücksichtigung der Regelung des § 256a HGB bewertet.

C. Angaben zur Bilanz

I. Aktiva

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Sachanlagen

Es wurden in 2019 keine außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr 0,00 Euro).

Beteiligungen

Anteile werden an folgenden Gesellschaften gehalten:

Name der Gesellschaft Höhe der Beteiligung
in %
Buchwerte
in TEUR
Jahresergebnis der Gesellschaft im Jahr 2018
in TEUR
Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2018
in TEUR
Atotech de México S.A. de C.V., Ciudad de Mexico, Mexiko 0,01 29 4.773 10.340
Atotech do Brasil Galvanotecnica Ltda., Sao Paulo, Brasilien 0,01 0 136 4.990
Atotech Istanbul Ltd, Istanbul, Türkei 0,74 54 1.555 5.437
Atotech Chemeta LLC., Moskau, Russland 5,00 30 1.537 1.753
PT Atotech Indonesia Chemicals, Indonesien * 1,00 2
115

* Die Gesellschaft wurde am 01.01.2019 gegründet und hat im Geschäftsjahr 2019 noch kein operatives Geschäft ausgeübt

2. Vorräte

Die Vorräte in Höhe von TEUR 67.997 (im Vorjahr: TEUR 57.458) setzen sich im Wesentlichen aus Unfertigen Erzeugnissen mit T€ 40.465, fertigen Erzeugnissen mit TEUR 9.294 sowie Roh-, Hilfs- und Betriebssoffen mit TEUR 16.493 zusammen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände bestehen mit folgenden Restlaufzeiten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen Sonstige Vermögensgegenstände
31.12.19
TEUR
31.12.18
TEUR
31.12.19
TEUR
31.12.18
TEUR
31.12.19
TEUR
31.12.18
TEUR
bis zu einem Jahr 6.145 6.664 73.548 138.868 7.165 2.639
zwischen einem und fünf Jahren 1.331 0 1.191 0 107 107
7.798 6.998 74.769 138.868 7.272 2.746

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 71.379 (im Vorjahr TEUR 65.053), davon im Wesentlichen aus der Konzernumlagevereinbarung von TEUR 53.743 (im Vorjahr TEUR 47.278) enthalten sowie sonstige Forderungen aus Darlehensverträgen in Höhe von TEUR 3.390 (im Vorjahr TEUR 73.815). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafter von TEUR 401 (im Vorjahr TEUR 30.000), davon aus Darlehen TEUR 401 (im Vorjahr TEUR 30.000).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen an das Finanzamt in Höhe von TEUR 5.033 (im Vorjahr TEUR 1.952), Forderungen gegenüber einer Factoringbank im Zusammenhang mit verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 930 (im Vorjahr TEUR 225) sowie Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von TEUR 84 (im Vorjahr TEUR 234).

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Bilanzposition setzt sich zum 31. Dezember 2019 aus TEUR 26.610 (im Vorjahr TEUR 36.887) Guthaben bei Kreditinstituten und TEUR 3 (im Vorjahr TEUR 3) Kassenbestand zusammen.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten in Höhe von TEUR 2.219 (im Vorjahr TEUR 1.515) beinhaltet im Wesentlichen im Voraus geleistete Ausgaben zur arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge für Januar bis November 2020.

II. Passiva

1. Eigenkapital

Der Rückgang des Eigenkapitals auf TEUR 37.886 (im Vorjahr TEUR 147.066) ist auf die im Dezember 2019 erfolgte Kapitalausschüttung an die Gesellschafter von TEUR 136.184, davon TEUR 128.013 an die Mehrheitsgesellschafterin Atotech Beteiligungs und Management GmbH & Co. KG und TEUR 8.171 an die Atotech B.V., zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 27.003 erzielt.

2. Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes in Höhe von TEUR 11.424 unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungs- aber keine Abführungssperre.

3. Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil enthält Rücklagen gemäß § 281 HGB i. V. m. § 4 Fördergebietsgesetz in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 144) und wurde in 2019 letztmalig ergebniswirksam aufgelöst.

4. Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Investitionszulagen betrifft Anlagenzugänge aus Vorjahren sowohl in Neuruppin als auch in Berlin. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde in Zusammenhang mit Investitionsvorhaben in Werder bei Neuruppin gebildet.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Versorgungszusagen basieren auf einer Gesamtbetriebsvereinbarung der Schering AG, die zuletzt am 9. Dezember 1992 geändert wurde. Es bestehen unmittelbare und mittelbare Pensionszusagen.

Die mittelbaren Verpflichtungen werden gemäß dem Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht passiviert. Zur Ermittlung eines etwaigen Fehlbetrages wurden die mittelbaren Verpflichtungen nach den gleichen Bewertungsverfahren wie die unmittelbaren Pensionen bewertet (TEUR 21.656) und dem von dem Pensionsfonds gemeldeten zugehörigen Vermögen gegenübergestellt. Danach ergab sich zum 31. Dezember 2019 kein Angabe pflichtiger Fehlbetrag.

Die Rückstellung für die unmittelbaren Verpflichtungen zum 31. Dezember 2019 betragen TEUR 91.804 (im Vorjahr TEUR 84.454).

Der Zinsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung aus der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 2.711 (im Vorjahr TEUR 2.889). Pensionszahlungen und -zuführungen werden unter dem Personalaufwand ausgewiesen.

6. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.771 (im Vorjahr TEUR 1.973) betreffen im Wesentlichen ausländische Quellensteuern.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme. Sie umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Gratifikationen in Höhe von TEUR 6.918 (im Vorjahr TEUR 7.804), für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 11.840 (im Vorjahr TEUR 6.840), für Betriebsjubiläen in Höhe von TEUR 5.386 (Vorjahr TEUR 5.604), für ausstehende Rechnungen für Produktionskosten in Höhe von TEUR 1.099 (im Vorjahr TEUR 4.649), für übrige ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 3.381 (im Vorjahr TEUR 2.806), für Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 2.294 (im Vorjahr TEUR 2.605), für Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.367 (im Vorjahr TEUR 2.573) sowie für Langzeitkonten aus Zeitguthaben in Höhe von TEUR 2.236 (im Vorjahr TEUR 2.345).

Im Vorjahr gebildete Rückstellungen wurden bestimmungsgemäß verbraucht bzw. aufgelöst, sofern die Risiken oder Verpflichtungen nicht mehr bestanden.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 38.041 (im Vorjahr TEUR 8.060), davon resultieren aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.612 (im Vorjahr TEUR 2.173) sowie TEUR 36.429 (im Vorjahr: TEUR: 5.887) aus Darlehensverbindlichkeiten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 4.749 (im Vorjahr. TEUR 5.069) gegenüber der Gesellschafterin Atotech Beteiligungs und Management GmbH & Co. KG enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute in Höhe von TEUR 1.512 (im Vorjahr TEUR 0) resultieren aus der Bewertung der freistehenden derivativen Sicherungsinstrumente.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.492 (im Vorjahr TEUR 1.282) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 4).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum Stichtag sind keine Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse, unterteilt nach Geschäftsbereichen, gliedern sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt:

2019
TEUR
2018
TEUR
Geschäftsbereich GMF 1 98.900 104.341
Geschäftsbereich EL 2 104.396 121.870
203.296 226.211
Konzernumlagen aus erbrachten Leistungen 150.409 152.422
Umsatzerlöse aus sonstigen Produkten und Services 1.608 1.291
Übrige 304 399
355.617 380.323

Die Umsatzerlöse je Geschäftsbereich zeigen sich nach Produkten gegliedert wie folgt:

2019
TEUR
2018
TEUR
Geschäftsbereich EL 104.396 121.870
Davon aus Anlagenbau 48.553 74.013
Davon aus Chemie 55.843 47.857
Geschäftsbereich GMF 98.900 104.341
Davon aus Anlagenbau 30.846 39.325
Davon aus Chemie 68.054 65.016
203.296 226.211

In den Umsätzen werden Umsätze mit verbundenen Unternehmen von TEUR 258.410 (im Vorjahr TEUR 276.894) ausgewiesen.

1 GMF = General Metal Finishing
2 EL = Electronics

Die Umsatzerlöse, aufgeteilt in geographische Regionen, gliedern sich wie folgt:

2019
TEUR
2018
TEUR
Inland 75.079 47.922
Ausland 128.217 178.289
davon
Asien und Ozeanien 88.934 117.283
Übriges Europa 29.767 29.830
Amerika 9.223 30.940
übrige 293 213
203.296 226.211

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 39.427 (im Vorjahr TEUR 35.807) enthalten insbesondere Erlöse aus weiterverrechneten Konzernumlagen in Höhe von TEUR 27.643 (im Vorjahr TEUR 27.932), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 6.425; im Vorjahr TEUR 4.259) sowie Kursgewinne aus der Fremdwährungsbewertung (TEUR 4.141; im Vorjahr TEUR 2.449).

Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 6.977 (im Vorjahr TEUR 4.508), im Wesentlichen bedingt aus der Auflösung von Rückstellungen.

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2019
TEUR
2018
TEUR
Löhne und Gehälter 81.569 77.694
Soziale Abgaben 11.267 11.298
Altersversorgung 6.726 5.639
Unterstützung 1.539 1.317
101.101 95.948

4. Materialaufwand

Bei nahezu unveränderten Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für bezogene Waren in Höhe von TEUR 138.908 (im Vorjahr TEUR 138.308) sind sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen um TEUR 4.940 auf TEUR 29.583 verringert.

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 15.267 (Im Vorjahr TEUR 16.177) setzen sich aus Abschreibungen für Sachanlagen mit TEUR 10.403 und Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 4.864 zusammen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 96.575 (im Vorjahr TEUR 97.778) beinhalten im Wesentlichen Konzernumlagen (TEUR 50.692; im Vorjahr TEUR 47.640), Reisekosten (TEUR 3.864; im Vorjahr TEUR 6.471), Aufwendungen für Mieten und Pachten (TEUR 5.907; im Vorjahr TEUR 8.874), IT-Kosten (TEUR 5.979; im Vorjahr: TEUR 4.520), Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 3.366; im Vorjahr TEUR 4.234), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 4.666; im Vorjahr TEUR 8.614), Ausgangsfrachten (TEUR 2.500; im Vorjahr TEUR 2.580), Wertberichtungen und Ausbuchungen von Forderungen (TEUR 1.706; im Vorjahr TEUR 1.561) sowie Kursverlusten aus der Fremdwährungs- und Devisentermingeschäftsbewertung (TEUR 4.362; im Vorjahr TEUR 2.257).

Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 1.931 (im Vorjahr TEUR 3.409).

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge aus Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.644 (im Vorjahr TEUR 2.434), Zinserträge aus Bank- und Festgeldguthaben von TEUR 59 (im Vorjahr TEUR 82) und Erträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen von TEUR 118 (im Vorjahr TEUR 213).

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind hauptsächlich Zinsaufwendungen für die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 2.711; im Vorjahr TEUR 2.889) sowie aus der Aufzinsung der übrigen langfristigen Rückstellungen (TEUR 476; im Vorjahr TEUR 494) enthalten.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Wesentlichen aus ausländischen Quellensteuern von TEUR 2.504 (im Vorjahr TEUR 1.992) und Nachzahlungen inländischer Ertragssteuer für vergangene Jahre in Höhe von TEUR 1.910 resultierend, zeigt die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr einen Aufwand bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 4.347 (im Vorjahr Steuerertrag TEUR 475).

10. Jahresüberschuss unter Berücksichtigung des EAV

Unter Berücksichtigung des § 301 AktG (analog) besteht die Verpflichtung, die vororganschaftlichen Verlustvorträge mit Gewinnen innerhalb der Organgesellschaft auszugleichen. Infolgedessen wird trotz bestehendem Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Atotech Deutschland GmbH und der Atotech Beteiligungs und Management GmbH & Co. KG der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 27.003 nicht an die Organträgerin abgeführt.

E. Ergänzende Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Am 31. Januar 2017 wurde von den beiden Atotech Konzerngesellschaften ALPHA 3 B.V. und ALPHA US BIDCO, INC. ein Konsortialkreditvertrag i.H.v. USD 1.400 Mio. abgeschlossen sowie Anleihen (Senior Notes) i.H.v. USD 425 Mio. ausgegeben.

Ende Mai 2018 wurde der Konsortialkreditvertrag im Rahmen einer Rekapitalisierung um USD 200 Mio. erhöht. Darüber hinaus wurden in diesem Kontext weitere Anleihen (PIK Toggle Notes) i.H.v. USD 300 Mio. von der Atotech Konzerngesellschaft Alpha 2 B.V. herausgegeben.

Die folgende Übersicht zeigt die Finanzierungsinstrumente der Holdinggesellschaften sowie der Atotech Deutschland GmbH per 31. Dezember 2019:

Finanzierungsinstrument Nominal [in USD] Valuta per Dez '19 [in USD] Tilgung Laufzeit Haftungsverhältnis Atotech Deutschland GmbH
Konsortialkredit 1,600 Mio. 1,440 Mio. c. 1% p.a. + Schlussrate 31.01.2024 Garantiegeber 1
Senior Notes 425 Mio. 425 Mio. endfällig 31.01.2025 Garantiegeber 1
PIK Notes 300 Mio. 299 Mio. endfällig 01.06.2023 Kein direktes Haftungsverhältnis
Revolvierende Kreditlinie (RCF) 2 232,5 Mio. 0 Mio. n/a 31.01.2022 Kreditnehmer
RCF Nebenkreditlinie 2 2 12,5 Mio. 0 Mio. n/a 31.01.2022 Kreditnehmer

1 Atotech Deutschland GmbH haftet zusammen mit mehr als 20 weiteren Gruppengesellschaften selbstständig und unabhängig gegenüber den Finanzierungsparteien unwiderruflich und unbedingt für die Zahlung aller von den Darlehensnehmern geschuldeten Beträge, sofern diese nicht rechtzeitig oder nicht in voller Höhe beglichen werden.
2 Atotech Deutschland GmbH hat als Kreditnehmer auf Basis der revolvieren Kreditlinie, die im Zusammenhang mit dem Konsortialkreditvertrag verhandelt wurde, eine Avallinie, i.H.v. USD 12,5 Mio. vereinbart (sog. Nebenkreditlinien), welche den Gesamtrahmen des RCF auf USD 232,5 Mio. reduzieren. Aus der revolvierenden Kreditlinie sind noch USD 232,5 Mio. frei verfügbar.

Es existieren darüber hinaus die folgenden Verpfändungen und Sicherheitenstellungen für den Konsortialkreditvertrag sowie die revolvierende Kreditlinie:

Verpfändung immaterieller Vermögensgegenstände

Verpfändung von Patenten, Marken und anderen gewerblichen Schutzrechten

Abtretung von Forderungen, (ausgenommen die Forderungen der 30 Vertragspartner, welche im Rahmen des Factoringrahmenvertrages verkauft wurden)

Kontenverpfändungen

Sicherungsübereignung in Bezug auf das in Trebur, Feucht, Berlin und Neuruppin befindliche bewegliche Anlage- und Umlaufvermögen

Verpfändung von Beteiligungen an der Atotech de Mexico, S.A. de C.V.

Aus einer USD 12,5 Mio. Ancillary Facility der Unicredit (Nebenkreditlinie aus dem RCF) hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag ca. EUR 8,5 Mio. für Avale der Unicredit an Dritte ausgereicht.

Die Risiken aus den oben genannten Haftungsverhältnissen im Zusammenhang mit den Gruppenfinanzierungen werden aufgrund der soliden Liquiditätssituation und -planung innerhalb der Gruppe als gering angesehen, sodass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Zusammen mit Atotech B.V., Atotech Japan K.K. und Atotech USA Inc. hat sich die Gesellschaft im Rahmen einer Earn-Out-Klausel im Zuge des Kaufs der J-KEM International AB durch die Atotech Scandinavien Aktiebolag (Kaufvertrag vom 5. Juli 2019) verpflichtet, für etwaige nachträgliche Kaufpreiszahlungen einzustehen.

Es handelt sich ausschließlich um Haftungsverhältnisse zu Gunsten verbundener Unternehmen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mieten für Gebäude. Die Gesellschaft hat mehrere langfristige Mietverträge bezüglich Verwaltungs-, Produktions- und Lagergebäuden abgeschlossen. Sie haben eine unkündbare Laufzeit bis 2022, 2023, 2027 bzw. 2028 mit jeweils dem Optionsrecht seitens Atotech zur Verlängerung um fünf Jahre. Durch diese Verträge wurde erreicht, dass liquide Mittel nicht durch Anschaffungen gebunden werden sowie dass eine längerfristige Sicherheit und (eingeschränkte) Flexibilität für den Betrieb des Unternehmens gewährleistet wird.

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen -unverzinst-:

TEUR
- fällig 2020 5.664
- fällig 2021 - 2024 20.152
- fällig nach 2024 15.667
41.484

Das Bestellobligo von Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben beträgt am Bilanzstichtag TEUR 466 (im Vorjahr TEUR 398).

3. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2019

Herr Geoffrey Wild, Bachelor of Science, Geschäftsführer der Atotech Beteiligungs und Management GmbH & Co. KG

Herr Peter Frauenknecht, Diplom Kaufmann, Geschäftsführer der Atotech Beteiligungs und Management GmbH & Co. KG

Es wird von der Möglichkeit der Nichtangabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9 a und b HGB Gebrauch gemacht.

Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von EUR 63.000 erwartet. Weitere Dienstleistungen des Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr nicht erbracht.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 909 (im Vorjahr 922) Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt. Davon sind 798 (im Vorjahr 808) Mitarbeiter Gehalts- und 111 (im Vorjahr 114) Mitarbeiter Lohnempfänger. Es wurden 4 Auszubildende (im Vorjahr 1) und 11 Studenten/Praktikanten/Diplomanden (im Vorjahr 17) beschäftigt.

Konzern- und Beteiligungsverhältnisse

Am Stammkapital der Atotech Deutschland GmbH sind mit 94 % die Atotech Beteiligungs - und Management GmbH & Co.KG, Berlin, Deutschland, sowie mit 6 % die Atotech B.V., DeMeern, Niederlande, beteiligt.

Das den Konzernabschluss erstellende Mutterunternehmen ist die Atotech UK Topco Limited, William Street, West Bromwich, West Midlands, B70 OBG Registernummer Companies House Cardiff 10533697

in deren Konzernabschluss ist die Atotech Deutschland GmbH zum 31. Dezember 2019 einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis) - einzusehen im UK Companies-House.

Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen von Atotech UK Topco Limited, West Midlands, sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen.

Nachtragsbericht

Der Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat weltweit gravierende, auch wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen. Zum Aufstellungszeitpunkt waren beschaffungs- und absatzseitige Risiken sowie die daraus resultierenden möglichen Geschäftsbeeinträchtigungen durch den Ausbruch des Coronavirus schwer verlässlich abschätzbar. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage werden fortlaufend analysiert.

Am 17. März 2020 hat die Alpha 3 B.V. 75 Mio. USD aus der bestehenden revolvierenden Kreditlinie gezogen zur Absicherung der Liquidität in Folge der Coronavirus Krise. Damit reduziert sich der verfügbare noch nicht gezogene Gesamtbetrag auf 157,5 Mio. USD.

 

Berlin, den 31. März 2020

Geoffrey Wild, Geschäftsführer

Peter Frauenknecht, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2019
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Umgliederungen Kontenklassen
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen, Markenrechte und Patente 85.594.215,01 0,00 -442.654,15 1.477.496,07
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Entwicklung 445.060,36 0,00 0,00 1.595.573,62
86.039.275,37 0,00 -442.654,15 3.073.069,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 57.040.609,18 0,00 338.043,24 169.060,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.921.277,38 9.459,82 40.417.670,07 977.582,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.962.717,79 486,95 -40.313.059,10 1.345.461,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 895.632,69 0,00 0,00 2.718.163,21
182.820.237,04 9.946,77 442.654,21 5.210.267,53
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 12.501.725,00
2. Beteiligungen 112.722,68 0,00 0,00 2.091,85
3. Sonstige Ausleihungen 973.925,60 0,00 0,00 0,00
1.086.648,28 0,00 0,00 12.503.816,85
269.946.160,69 9.946,77 0,00 20.787.154,07
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen, Markenrechte und Patente 389.217,92 54.987,66
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Entwicklung 0,00 0,00
389.217,92 54.987,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.020,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.401,63 802.935,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 836.474,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -426.639,55 53.096,05
-389.217,92 1.692.506,51
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 1.747.494,17
Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2019
EUR
Vortrag 01.01.2019
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Umgliederungen Kontenklasse
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen, Markenrechte und Patente 86.963.287,19 69.185.417,01 0,00 -443.837,15
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Entwicklung 2.040.633,98 0,00 0,00 0,00
89.003.921,17 69.185.417,01 0,00 -443.837,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 57.551.732,96 25.857.048,40 0,00 146.162,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 98.556.455,17 37.386.210,29 4.435,64 31.779.744,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.159.132,63 52.044.815,22 475,31 -31.482.069,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.134.060,30 0,00 0,00 0,00
186.401.381,06 115.288.073,91 4.910,95 443.837,15
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.501.725,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 114.814,53 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 973.925,60 862.895,66 0,00 0,00
13.590.465,13 862.895,66 0,00 0,00
288.995.767,36 185.336.386,58 4.910,95 0,00
Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen, Markenrechte und Patente 4.863.873,99 0,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Entwicklung 0,00 0,00
4.863.873,99 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.617.469,54 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.693.773,29 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.923.320,87 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 168.136,86 0,00
10.402.700,56 0,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00
15.266.574,55 0,00
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
Abgänge
EUR
Zuschreibungen Stand 31.12.2019
EUR
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen, Markenrechte und Patente 52.826,66 0,00 73.552.627,19 13.410.660,00 16.408.798,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Entwicklung 0,00 0,00 0,00 2.040.633,98 445.060,36
52.826,66 0,00 73.552.627,19 15.451.293,98 16.853.858,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00 27.620.680,18 29.931.052,78 31.183.560,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 559.579,80 0,00 75.304.583,94 23.251.871,23 20.535.067,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 823.650,91 0,00 21.662.890,88 5.496.241,75 14.917.902,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.096,04 0,00 115.040,82 3.019.019,48 895.632,69
1.436.326,75 0,00 124.703.195,82 61.698.185,24 67.532.163,13
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 12.501.725,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 114.814,53 112.722,68
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 862.895,66 111.029,94 111.029,94
0,00 0,00 862.895,66 12.727.569,47 223.752,62
1.489.153,41 0,00 199.118.718,67 89.877.048,69 84.609.774,11

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Grundlagen

Geschäftsmodell

Atotech Deutschland GmbH (Atotech) entwickelt, produziert und vertreibt Chemikalien und Anlagen sowie das Know-how und den Service für die metallische Oberflächenbeschichtung. Die beiden Geschäftsbereiche von Atotech sind Electronics (EL) - für die Leiterplattenbeschichtungen - sowie General Metal Finishing (GMF) - für die dekorative und funktionale Galvanisierung. Diese Geschäftsbereiche bestehen jeweils aus Anlagenbau, Chemieproduktion, Forschung und Entwicklung sowie Services.

Atotech ist ein 94 %iges Tochterunternehmen der Atotech Beteiligungs und Management GmbH & Co. KG, Berlin, Deutschland. Weiterhin werden 6 % der Anteile von der Atotech B.V., De Meern, Niederlande, gehalten. Beide Gesellschaften sind zu 100 % in den Konzernkreis der Atotech UK Topco Limited, West Midlands, United Kingdom, einbezogen.

Atotech hat Umlagevereinbarungen mit anderen Gruppengesellschaften, die sich auf zentrale Funktionen innerhalb der Atotech-Gruppe weltweit beziehen. Atotech übernimmt diverse Dienstleistungen für andere Gruppengesellschaften, unter anderem im Bereich Forschung und Entwicklung sowie IT Infrastruktur.

Forschung und Entwicklung

Ein Schwerpunkt der Unternehmensstrategie von Atotech liegt auf Innovationen, die einen zusätzlichen Kundennutzen generieren. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen im Geschäftsjahr 2019 mit 75,4 Mio. EUR (im Vorjahr 73,6 Mio. EUR) ca. 2,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Bei Atotech sind im Geschäftsjahr 2019 in der Forschung und Entwicklung 351 Mitarbeitern (im Vorjahr 378 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die Forschung und Entwicklung von Atotech findet an den Standorten Berlin und Trebur sowie Feucht statt.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der Eurozone liegt das reale BIP in 2019 bei 1,2 % Wachstum. Im Vergleich zum Vorjahr 2018 hat sich das Wachstum um 0,7 Prozentpunkte abgeschwächt. Diese Entwicklung ist auch in der Volkswirtschaft Deutschland zu erkennen. Hier hat sich das Wachstum in 2019 um 0,9 Prozentpunkte auf 0,6 % abgeschwächt. Für die Eurozone ist das abgeschwächte auf die bis spät ins Jahr 2019 ungelösten Brexitverhandlungen, Schwankungen bei den Rohstoffpreisen, insbesondere für Edelmetalle, auf die internationalen Handelskonflikte zwischen China und der USA sowie auf stagnierende Volkswirtschaften in Italien und Frankreich zurückzuführen.

In Asien lag das reale BIP in 2019 bei 5,7 % (im Vorjahr 6,4 % Wachstum). Auch in China lag das Wachstum des realen BIP bei 6,1 % unterhalb zum Vorjahreswert von 6,6 %. Für China ist das rückläufige Wachstum insbesondere auf den Handelskonflikt mit den USA zurückzuführen.

Bedingt durch das weltweite und in Deutschland abgeschwächte Wachstum ist die Produktion als wichtiger Konjunkturindikator in der deutschen Chemieindustrie im Vergleich zu 2018 um 7,5 %gesunken. Bereinigt um die Produktion von pharmazeutischen Produkten in der deutschen Chemieindustrie lag der Rückgang in 2019 bei 2,5 %. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr lag insgesamt bei 5,0 %.

COVID-19 (Coronavirus)

Der Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus haben weltweit gravierende, auch wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen. Auch in diesem Zusammenhang ist sich Atotech der Verantwortung als internationales Spezialchemie-Unternehmen bewusst. Dabei hat die Sicherheit der Mitarbeiter höchste Priorität. Ein unternehmensinterner Krisenstab wurde eingerichtet, der die aktuellen Entwicklungen tagesaktuell verfolgt, um die ersten bereits ergriffenen Maßnahmen gegebenenfalls ausweiten zu können.

Geschäftsverlauf 2019

Der Umsatz von Atotech liegt mit 355,6 Mio. EUR um 24,7 Mio. EUR unter Vorjahr. Darin enthalten sind Erlöse aus Konzernumlagen in Höhe von 150,4 Mio. EUR (im Vorjahr 152,4 Mio. EUR). Der Umsatz von Atotech im Anlagen- und Chemiegeschäft der beiden Geschäftsbereiche GMF und EL in 2019 beträgt insgesamt 203,3 Mio. EUR (im Vorjahr 226,2 Mio. EUR) und lag damit um 16,5 Mio. EUR oder 7,5 % unter dem budgetierten Umsatz. Unter Berücksichtigung von Umsatzerlösen, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen liegt die Gesamtleistung über beide Geschäftsbereiche GMF und EL im Geschäftsjahr 2019 bei 410,3 Mio. EUR (im Vorjahr 414,9 Mio. EUR).

Im Geschäftsbereich GMF ist der Umsatz auf insgesamt 98,9 Mio. EUR gesunken. Gegenläufig dazu ist der Umsatz in der Chemiesparte in diesem Geschäftsbereich mit 68,1 Mio. EUR um 4,7 % höher als im Vorjahr. Von diesen Umsätzen wurden 51,0 % mit verbundenen Unternehmen realisiert. Die Umsatzsteigerung im Bereich GMF ist auf gestiegene Edelmetallpreise sowie auf Kapazitätsausweitungen bei Bestands- und Neukunden zurückzuführen. So konnte der Rückgang in einigen Produktgruppen, bedingt durch die sinkende Nachfrage im Automotivgeschäft, deutlich kompensiert werden vor allem bei Kunden in den Produktgruppen Chemisch-Nickel und Korrosionsschutz. Im Anlagenbau, der von Investitionszyklen auf Kundenseite abhängig ist, ist der Umsatz in 2019 auf 30,9 Mio. EUR gesunken. Der Anteil an externen Umsätzen im Anlagenbau lag bei 96,3 %.

Der Umsatz im Geschäftsbereich EL in 2019 liegt bei 104,4 Mio. EUR. Dabei ist der Chemieumsatz in diesem Geschäftsbereich um 16,7 % auf 55,8 Mio. EUR gestiegen. Grundlage dafür sind Kapazitätserweiterungen- und Preisanpassungen bei Großkunden. Der Umsatzanstieg mit verbundenen Unternehmen im Bereich Chemie ist in erster Linie auf die gestiegene Nachfrage im asiatischen Markt zurückzuführen. Hauptsächlich wegen Investitionszurückhaltung auf Kundeseite angesichts der wirtschaftlichen Volatilität in 2019 ist der Umsatz im Anlagenbau auf 48,6 Mio. EUR gesunken.

Investitionen

Im Jahr 2019 sind Investitionen in das immaterielle- und in das Sachanlagevermögen von 8,8 Mio. EUR (im Vorjahr 3,3 Mio. EUR) getätigt worden. Die größten Investitionen mit 1,5 Mio. EUR fanden in Softwareprojekten statt.

Ein Teil der Investitionen wird für die gesamte Atotech Gruppe getätigt, wobei dann die entsprechenden Abschreibungen im Rahmen von Kostenumlageverträgen auf alle Atotech Gesellschaften umgelegt werden.

Ertragslage

Der Jahresüberschuss in 2019 ist gegenüber dem Vorjahr auf 27,0 Mio. EUR gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber 2018 um 3,6 Mio. EUR auf 39,4 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen mit erhöhten Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen im Nachlauf zu abgeschlossenen Projekten in Höhe von 6,4 Mio. EUR (im Vorjahr 4,2 Mio. EUR) zu begründen.

Die Aufwendungen für bezogenen Leistungen sanken um 14,2 % auf 29,6 Mio. EUR (im Vorjahr 34,5 Mio. EUR). Zurückzuführen ist dies auf die Zurückhaltung unserer Kunden bei Investitionen in den Bau von neuen Anlagen, mit der Folge einer geringeren Auslastung im Anlagenbau in beiden Geschäftsbereichen und einer folglich reduzierten Inanspruchnahme von Fremdpersonal. Insgesamt sind die Materialaufwendungen um 2,5 % auf 168,5 Mio. EUR zurückgegangen (im Vorjahr 172,8 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlösen, aktivierten Eigenleistungen und Bestandsveränderung) ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant und liegt bei 45,4 % (im Vorjahr: 45,6 %).

Die Personalaufwendungen in Höhe von 101,1 Mio. EUR (im Vorjahr 95,9 Mio. EUR) haben sich, bedingt durch einmalige Restrukturierungsmaßnahmen und durch laufende Anpassung von Löhnen und Gehältern insgesamt um 5,4 % erhöht.

In 2019 sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. EUR gesunken. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen geringere Vertriebskosten (Rückgang von 2,5 Mio. EUR) sowie geringere Mieten und Pachten (Rückgang von 3,0 Mio. EUR). Gegenläufig sind die Konzernumlagen um 3,1 Mio. EUR auf 50,7 Mio. EUR gestiegen.

Das Zinsergebnis wird im Wesentlichen von Zinserträgen aus der Ausgabe von Darlehen an verbundene Unternehmen und Aufwendungen für die Diskontierung der Pensionsrückstellungen und der übrigen langfristigen Rückstellungen beeinflusst. Insgesamt verbesserte sich das Zinsergebnis um 3,2 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR (im Vorjahr -0,7 Mio. EUR). Dabei sind Zinserträge aus Darlehen mit verbundenen Unternehmen um 3,2 Mio. EUR Mio. auf 5,6 Mio. EUR gestiegen. Die Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen sind im Vorjahresvergleich um 0,4 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR gesunken.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen verschlechterte sich in 2019 um 3,4 Mio. EUR auf 28,9 Mio. EUR (im Vorjahr 32,2 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2019 ist ein Jahresüberschuss in Höhe von 27,0 Mio. EUR (im Vorjahr 31,9 Mio. EUR) erzielt worden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um 16,0 % auf 276,5 Mio. EUR (im Vorjahr 329,1 Mio. EUR) gesunken. Ursächlich für die Verringerung ist das um 24,1 % auf 184,4 Mio. EUR (im Vorjahr 243,0 Mio. EUR) gesunkene Umlaufvermögen der Gesellschaft, während das Anlagevermögen um 6,2 % auf 89,9 Mio. EUR (im Vorjahr 84,6 Mio. EUR) gestiegen ist.

Bei Investitionen in Höhe von 8,8 Mio. EUR, planmäßigen Abschreibungen von 15,3 Mio. EUR und unter Berücksichtigung von ausgereichten Darlehen im Geschäftsjahr in Höhe von 12,5 Mio. EUR hat sich die Anlagenintensität (Anlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 25,7 % auf 32,5 % erhöht.

Der Rückgang des Umlaufvermögens in Höhe von 58,5 Mio. EUR ist im Wesentlichen durch den Ausgleich von kurzfristigen Darlehen, zum einen von den Gesellschaftern KG (27 Mio. EUR) und Atotech B.V. (3 Mio. EUR) begründet. Die Umlaufvermögensintensität (Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten im Verhältnis zur Bilanzsumme) hat sich von 74,3 % auf 67,5 % verringert.

Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 4,9 Mio. EUR auf 135,0 Mio. EUR gestiegen. Die Erhöhung im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres ist im Wesentlichen auf erhöhte Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

Verbindlichkeiten liegen um 103,5 % bzw. 52,1 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Im Wesentlichen ist dies zurückzuführen auf um 30,0 Mio. EUR höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, um 14,1 Mio. EUR höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie um 4,4 Mio. EUR höhere Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen.

Das Eigenkapital hat sich auf 37,9 Mio. EUR (im Vorjahr 147,1 Mio. EUR) wegen einer Kapitalausschüttung in Höhe von 136,2 Mio. EUR verringert. Das Eigenkapital deckt das um die Sonderposten mit Rücklageanteil und Investitionszuschüssen reduzierte Anlagevermögen mit 42,8 % (im Vorjahr 177 %).

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) verringerte sich von 44,7 % auf 13,7 %.

Finanzlage

Atotech tritt, neben weiteren Gruppengesellschaften, direkt als Kreditnehmer für eine Rahmenkreditlinie auf, welche Bestandteil des Konsortialkreditvertrags ist. Diese Rahmenkreditlinie von 250 Mio. USD sichert die Liquidität der Gruppe und hat eine vertragliche Laufzeit bis Januar 2022. Unter den Bedingungen und Konditionen der Rahmenkreditlinie haben die Kreditnehmer die Möglichkeit Nebenkreditlinien (sog. Ancillary Facilities) abzuschließen. Zum Bilanzstichtag betrug der verfügbare Gesamtkreditrahmen der Gruppe 232,5 Mio. USD.

Im Berichtsjahr hat Atotech eine zusätzliche Nebenkreditlinie (sog. Ancillary Facility) in Höhe von 12,5 Mio. USD abgeschlossen, welche in Höhe von 10 Mio. USD als Avalkredit und in Höhe von 2,5 Mio. USD als Kreditlinie genutzt werden kann. Zum Stichtag existieren für Atotech keine gezogenen Kreditlinien, die Avalkredite wurden teilweise bei einer indischen Gruppengesellschaft in Anspruch genommen.

Es sind zur Absicherung der gewährten externen Darlehen auf Gruppenebene (Konsortialkreditvertrag, Term Loan B1 und Term Loan B3) Vermögenswerte von Atotech an ein Kreditinstitut verpfändet.

Innerhalb der Gruppe ist Atotech Kreditgeber von Intercompany Darlehen. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus ausgegebenen Darlehen von 14,6 Mio. EUR (im Vorjahr 73,8 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.512 (im Vorjahr TEUR 0) resultieren aus der Bewertung der freistehenden derivativen Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Währungsschwankungen. Weitere Sicherungsinstrumente bestehen nicht.

Durch die eingeräumten Kreditrahmen bzw. nicht ausgenutzten Kreditlinien sowie eigene Einnahmen einschließlich CostSharingAgreement-Zahlungen anderer Gruppengesellschaften verfügt Atotech nach der Unternehmensplanung über genügend freie Liquidität, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen im Prognosezeitraum erfüllen zu können. Die Liquidität 1.Grades (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten / kurzfristige. Verbindlichkeiten) beträgt 26,0 % und die Liquidität 2.Grades (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände / kurzfristige Verbindlichkeiten) beträgt 111,3 % zum Bilanzstichtag.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ist durch die Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten deutlich positiv. Dem stehen negative Cashflows aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit entgegen. Letztere war insbesondere durch die Kapitalrückzahlung beeinflusst.

Insgesamt nahmen in 2019 die liquiden Mittel um 10,3 Mio. EUR auf 26,6 Mio. EUR ab.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren/Mitarbeiter

Die Steuerung der lokalen Gesellschaft erfolgt insbesondere anhand finanzieller Kennzahlen, wie Umsatz und Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Weitere maßgebliche Steuerungskennzahlen sind die Investitionen in immaterielle und materielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Da Atotech Teil des weltweiten Atotech Konzerns ist, erfolgt die vorrangige Steuerung der Geschäftsbereiche nicht auf Gesellschaftsebene. Auf globaler Ebene wird die Steuerung der Atotech Gruppe und aller Gruppengesellschaften einschließlich Atotech u.a. durch die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und adjusted EBITDA vorgenommen. Das adjusted EBITDA wird auf Grundlage der Konzernrechnungslegung nach IFRS ermittelt. Gleichwohl werden wesentliche finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren hinsichtlich ihrer Aussagekraft auf den nationalen Einzelabschluss analysiert und gemonitort.

Das Steuerungskonzept der Gesellschaft ist eingebettet in ein übergreifendes und auch konzernweites Risikomanagementsystem, mit dem die Unternehmensrisiken laufend überwacht und proaktiv gesteuert werden.

Atotech führt verschiedene Systeme, um zu gewährleisten, dass die Geschäftsaktivität von Atotech im Einklang mit Gesetzen und Vorschriften erfolgt.

Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource von Atotech. Mitarbeiter werden durch eine Vielzahl von Angeboten an Weiterbildungen, im Gesundheitsschutz und von Förderprogrammen wie zum Beispiel einem Leadership-Essential-Programm und einem Mentoring-Programm gefördert und weiterentwickelt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei 12,6 Jahren (im Vorjahr: 12,3 Jahren). Die Fluktuationsrate liegt bei 9,4 % (im Vorjahr 9,5 %)

3. Zweigniederlassungen

Die Anlagenproduktion in Feucht, die Chemieproduktionen in Neuruppin und Trebur sind inländische Zweigniederlassungen der Atotech. Daneben existiert eine ausländische Zweigniederlassung in der Schweiz.

4. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Wie jedes unternehmerische Handeln ist die Geschäftstätigkeit von Atotech mit branchenüblichen Risiken verbunden.

Das kontinuierlich weiterentwickelte Risikomanagementsystem deckt sämtliche Unternehmensteile umfassend ab und ist in die jeweiligen Entscheidungsprozesse integriert. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, alle wesentlichen Geschäftsrisiken für die zukünftige Entwicklung rechtzeitig zu erkennen und ihren Auswirkungen zeit- und sachgerecht zu begegnen. Die sich ergebenen Chancen sind eng verbunden mit der Abwehr von Risiken.

COVID-19 (Coronavirus)

Für das Jahr 2020 rechnen wir aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkung der weltweiten COVID-19 Pandemie mit einem geringeren Wachstum der Weltwirtschaft als im Vorjahr, womöglich sogar mit einer weltweiten Rezession. Zum Aufstellungszeitpunkt sind die möglichen Geschäftsbeeinträchtigungen und Auswirkungen auf die Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung von Atotech durch den Ausbruch des Coronavirus noch nicht hinreichend verlässlich abschätzbar. Sollte die Pandemie länger als erwartet andauern, steigen die Risiken mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Weitere Risiken

Die weiteren nachfolgenden Risiken, die in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt werden, sind erkannt, durch geeignete Maßnahmen aktiv gemanagt und werden infolgedessen insgesamt als beherrschbar eingeschätzt. Es wird erwartet, dass sich aus diesen Risiken keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Atotech ergeben und eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit besteht.

Wettbewerb

Steigende und sich fortlaufend ändernde Kundenbedürfnisse- und Präferenzen sowie Produktrisiken, besonders den Risiken auf einem Technologiewandel, begegnet Atotech durch eine bereichsübergreifende Forschung und Entwicklung sowie durch kundennahen Service- und bedarfsorientierte Abstimmungen mit unseren Endkunden. Das Ziel von Atotech ist, Bedürfnisse unserer Kunden zu erkennen, bestmöglich zu erfüllen und dadurch Nutzen- und Wertsteigerungen zu generieren.

Einkauf

Den Beschaffungsmarktrisiken wird mit verschiedenen Methoden begegnet. So wird neben einer gezielten Lagerhaltung, der stetigen Analyse und Verhandlung von Einkaufspreisen, einer laufenden Überprüfung der Auswirkungen der Lieferketten auf das Unternehmen, auch fortlaufend daran gearbeitet, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten möglichst gering zu halten. So wird in Zusammenarbeit mit den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen laufend nach Wegen gesucht, alternative Rohstoffe von mindestens zwei Lieferanten zu qualifizieren.

Regulierung und politische Risiken

Als Hersteller von Spezialchemikalien unterliegt Atotech weltweit Zulassungen, Registrierungen und Vorschriften für Chemikalien, einschließlich der Verordnung der Europäischen Union zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe ("EU REACH") und ist damit dem Risiko ausgesetzt, dass Gesetze die derzeitige Produktpalette verändern. Atotech begegnet diesem Risiko durch ein frühzeitiges Monitoring der eigenen Produkte auf potentielle regulatorische und politische Änderungen. Durch frühzeitiges Anpassen der Produktpalette ist es so möglich, Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu generieren.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Atotech ist im Rahmen der Geschäftstätigkeit finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Management von Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken erfolgt im Group Treasury. Um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken, geht die Gesellschaft Zinsswaps ein, die auch den Umtausch von variabel verzinsten Zinszahlungen beinhalten und so die Zinsvolatilität reduzieren. Eine effektive Abmilderung aller Zinsänderungsrisiken ist nicht immer möglich und kann zu positiven als auch negativen Auswirkungen auf das Ergebnis führen. Wechselkursschwankungen können über die Umrechnung der Abschlüsse in lokalen Währungen (insb. CNY) auf unsere Konzernwährung USD zu deutlichen Translation Effekten führen. Auf der Umsatz- und Kostenseite liegt der Fokus auf dem Abgleich von Zu- und Abflüssen der jeweiligen Währungspaare ("natural hedge"). Zudem werden Sicherungsgeschäfte zur Wechselkursabsicherung eingegangen, um Risiken aus Währungsschwankungen zu verringern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von wesentlichen Verlusten aus Fremdwährungsgeschäften, die wesentliche Auswirkung auf die Ertragslage der Gesellschaft haben, ist dadurch gering. Liquiditätsrisiken, insbesondere im Forderungsausfall, wird durch ein Kredit- und aktives Forderungsmanagement und Mahnwesen entgegengewirkt. Die Risiken im Anlagenbau, insbesondere die Bonitätsrisiken, werden durch Letters of Credit und durch Anzahlungen auf zukünftige Leistungserbringung abgesichert.

Informationstechnische Risiken

Unsere Geschäftsaktivität basiert auf unterschiedlichen IT Systemen. Mit dem Einsatz von Notfallplänen, der Prüfung- und Wartung von Schutzsystemen, der Sensibilisierung von Mitarbeitern mittels Trainings sowie einer angemessenes Ressourcenausstattung in unserem IT-Umfeld wird sichergestellt, dass Computerviren, schadhafte Software und anderen Angriffen von Hackern angemessen begegnet wird. Der gegenwärtigen Risikosituation von Atotech ist durch die oben genannten Maßnahmen, den Abschluss von Versicherungen hinreichend Rechnung getragen worden.

5. Voraussichtliche Entwicklung für 2020

Vor dem Hintergrund der aktuell hohen Ungewissheit hinsichtlich der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Atotech sind diese derzeit schwer verlässlich abschätzbar. Entgegen der ursprünglich für 2020 geplanten Umsatz- und Ergebnissteigerung erwarten wir in Folge der negativen Marktauswirkungen aufgrund der Coronavirus Krise einen im Vergleich zu 2019 geringeren Umsatz und ein niedrigeres Jahresergebnis.

Die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftsentwicklung 2020 können, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Coronavirus-Epidemie, wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Grundsätzlich sehen wir im Geschäftsbereich EL in 2020 und darüber hinaus gutes Wachstumspotential durch den Auf- und Ausbau neuer Technologien, z.B. neue Smartphone Generationen und Ausbau der 5G Netztechnologie. Ein mit dem Technologiewandel einhergehender höherer Anteil an Material und Komponenten wirkt sich positiv sowohl auf unser Chemie- als auch auf unser Anlagengeschäft aus. Weiter erwarten wir im Geschäftsbereich EL eine Diversifizierung unseres Produktportfolios, die Entwicklung neuer Plattformen und das Ausrollen neuen Anlagenlinien.

Die Entwicklung im Geschäftsbereich GMF folgt einem diversifizierten Markt. Für die Automobilbranche erwarten wir für 2020 auch in Folge der Auswirkung der Ausbreitung des Coronavirus und trotz steigender Anforderungen an Qualität und Umweltschutz einen Rückgang im Absatz von Automobilen. Mittelfristig werden sich die derzeit stattfinden Veränderungen in der Automobilbranche positiv auf den Geschäftsbereich auswirken. Zudem gehen wir in weiteren GMF Märkten, wie den White Goods und Heavy Machinery Märkten von einer Entwicklung entsprechend den GDP aus.

6. Erklärung der Unternehmensführung

In der Geschäftsführung sind derzeit keine Frauen beschäftigt. Derzeit sind keine Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Geschäftsführung geplant. Um zukünftig Diversität im Hinblick auf einen Frauenanteil in den Führungsebenen herbeizuführen, wurden im Berichtsjahr Zielgrößen für den Frauenanteil in den Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt. Für Atotech hat die Geschäftsleitung festgelegt, dass der Frauenanteil in den Führungsebenen unterhalb der Geschäftsleitung mindestens 20 % betragen soll. Ziel ist es, diesen Anteil in den nächsten 5 Jahren umzusetzen. Im Geschäftsjahr 2019 beträgt konzernweit der Frauenanteil in den Führungsebenen unterhalb der Geschäftsleitung 12,5 %.

 

Berlin, den 31. März 2020

Geoffrey Wild, Geschäftsführer

Peter Frauenknecht, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Atotech Deutschland GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Atotech Deutschland GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Atotech Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthalten ist

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 9. April 2020

KPMG AG
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Dr. Kronner, Wirtschaftsprüfer

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