Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 98927
Eingetragen
12.8.2019
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von gespritzten Kunststoffartikeln, im wesentlichen Kunststoffverpackungseimer und -dosen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder anderen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Lückmann
seit 13.1.2025
Geschäftsführer
Thomas Becker
seit 22.3.2021
Geschäftsführer
Peter Dörmbach
seit 12.8.2019
Geschäftsführer
Ralf Kemmerich
seit 12.8.2019
Geschäftsführer
Michael Schmidt
seit 12.8.2019
Prokura
Christof Kölschbach
seit 12.8.2019
Geschäftsführer
Jens Stadter
seit 12.8.2019
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jokey SE

Wipperfürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die Jokey SE ist eine indirekte Tochter der Jokey Holding GmbH & Co. KG. Die Jokey Group produziert in elf Ländern auf vier verschiedenen Kontinenten Kunststoffverpackungen, technische Präzisionsteile und Badartikel. Es bestehen weitere Tochterunternehmen, Vertretungen, Joint Ventures und ein verzweigtes Vertriebs- und Servicenetzwerk.

Die Jokey SE ist in Wipperfürth mit zwei Produktionsstandorten ansässig. Wir produzieren, wie der Großteil der Unternehmen der Jokey Group, Kunststoffverpackungen.

Wir fertigen aus dem gesamten Jokey-Portfolio in Wipperfürth mit den Branchenschwerpunkten Food und Bauchemie.

Unsere Geschäftsprozesse entsprechen denen der Jokey Group und umfassen die industriellen Kernprozesse Beschaffung von Rohstoffen und Produktionsmitteln, Produktion und Absatz unserer Produkte. Wir setzen sowohl auf kontinuierliche Produkt- und Fertigungsoptimierung als auch auf Innovation und Fortschritt in der Entwicklung.

Die Prozesse werden durch regelmäßige Audits und Zertifikate geprüft und bestätigt. Zu nennen sind hier insbesondere die Zertifizierung nach ISO 9001:2015, BRC Global Standard und ISO 50001:2018.

Zu den bedeutsamsten Einflussfaktoren auf den Erfolg unseres Unternehmens gehören unsere Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren nach HGB-Definition 279 (Vorjahr 272) Mitarbeiter beschäftigt. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie die qualifizierte Ausbildung und Förderung der beruflichen Entwicklung haben im Familienunternehmen Jokey Tradition. Unser langjähriger Mitarbeiterstamm zeugt von der Identifikation der Mitarbeiter mit Jokey.

1.2. Strategie

Die Jokey Group, so auch die Jokey SE, verfolgt eine konsequente Strategie, die auf ein zukunftsfähiges Wachstum ausgerichtet ist. Neben der kontinuierlichen Ausweitung des Leistungsspektrums sowie stetig optimierten Produkten und Prozessen sieht die Gruppe den Ausbau der Präsenz auf den internationalen Märkten als Chance und wesentlichen Wachstumstreiber. Der Erfolg dieser Strategie hat sich in den vergangenen Jahren vor allem durch die deutliche Internationalisierung des Geschäfts und die positive Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte gezeigt. Ein weiterer sehr bedeutender Aspekt unserer Strategie ist Nachhaltigkeit. Die Jokey Group engagiert sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit und den Übergang von einer linearen zu einer vollumfänglichen Cicular Economy. So verfolgen wir beispielsweise im Rahmen einer Transformationskooperation mit dem WWF Deutschland die Stärkung der Kreislaufwirtschaft als ein gemeinsames Ziel.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Abteilung Forschung und Entwicklung der Jokey Group ist für die Optimierung bestehender sowie für die Entwicklung neuer Produkte zuständig. Ferner ist in der Forschung und Entwicklung der Jokey Group die Sparte Jokey Individual angesiedelt, welche exklusive Verpackungslösungen auf Kundenanfragen bietet. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden konzernweit selbstständig erbracht und von allen anderen Jokey-Unternehmen genutzt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Jokey SE belaufen sich, gemessen an der Personenzahl über dem Niveau des Vorjahres.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt sank in Deutschland in 2023 preisbereinigt um -0,3% und liegt somit unter den Wachstumserwartungen von +0,5%. Die Wirtschaft konnte sich im vergangenen Jahr weiter positiv entwickeln, jedoch ist die Dynamik der einzelnen Regionen der Welt eine unterschiedliche. Ein Grund für eine verlangsamte Entwicklung war die Inflation und deren Auswirkungen. Das Bruttoinlandsprodukt für den Euroraum ist in 2023 um +0,5% gestiegen und konnte den prognostizierten Wert von +1,1% nicht erreichen. Auch weltweit ist eine Erholung erkennbar, hier ist das Bruttoinlandsprodukt um +3,0% gestiegen und liegt über dem erwarteten Wachstum von +2,5%.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Kunststoffbranche in Deutschland konnte sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht weiter positiv entwickeln. Insgesamt hatte die Kunststoffbranche einen Umsatzrückgang von -6,0% zu verzeichnen. Der gesamte Umsatz beträgt im Geschäftsjahr 2023 72,5 Mrd. Euro. Hier sind 42,3 Mrd. Euro (-9,4% im Vergleich zum Vorjahr) dem Inland und 30,2 Mrd. Euro (-0,3% im Vergleich zum Vorjahr) dem Ausland zuzuordnen. Auf der Pressekonferenz am 14. Februar 2024 gab der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. bekannt, dass die Kunststoffbranche für das Geschäftsjahr 2024 einen sinkenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Ein sehr bedeutender Einflussfaktor im Jahr 2023 auf die Jokey Group, so auch auf die Jokey SE, war die Entwicklung Rohöl- und Rohstoffpreise. Im Jahr 2023 sind die Rohstoffpreise stark gesunken und befinden sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau als die Jahre 2021 und 2022.

2.3. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Wir erläutern nachfolgend unseren Geschäftsverlauf bzw. Ertragslage anhand der Entwicklung unserer wesentlichen finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren

- Umsatz

- Materialverbrauch

- Materialaufwand

- Jahresüberschuss.

Der Umsatz der Jokey SE ist in 2023 mit -6,5% unter dem Niveau des Vorjahres, welches sich insbesondere auf die gefallenen Materialpreise und eine teilweise Weitergabe an die Kunden erklärt. Unsere Umsätze verteilen sich zu 46,5% auf das Inland, zu 37,8% auf das EU-Ausland und zu 15,7% auf das übrige Ausland.

Die Produktionstonnage ist um ca. 4,1% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und konnte somit den Erwartungen für 2023 gerecht werden.

Der Materialaufwand liegt mit 49.081 T€ um 18,0% unter dem des Vorjahres. Die Personalaufwendungen sind um 5,0% gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind leicht um 1,1% gefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 4,8% gefallen.

Im Beteiligungsbereich sind die Erträge aus Ausschüttungen und Gewinnabführungen deutlich gestiegen. Im Vorjahr gab es eine Teilwertabschreibung auf unsere Tochtergesellschaft Jokey BG in Serbien und hatte das Vorjahresergebnis stark beeinflusst.

Der Jahresüberschuss ist daher in 2023 mit 28.672 T€ deutlich gestiegen (Vorjahr: 16.298 T€).

In Summe kann die Jokey SE das Geschäftsjahr 2023 als sehr positives Geschäftsjahr ansehen.

2.4. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Einzelabschlusses der Jokey SE liegt mit 139.277 T€ über dem Niveau des Vorjahres (120.514 T€).

Das absolute Eigenkapital (112.186 T€) ist im Vergleich zum Vorjahr (92.514 T€) auf einem höheren Niveau. Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 2023 80,5% und ist im Vergleich zum Vorjahr (76,8%) gestiegen.

Zur Sicherung und Erweiterung der Produktion tätigten wir im Geschäftsjahr weitere Investitionen in das Anlagevermögen. Im Bereich des immateriellen Anlagevermögens und der Sachanlagen beliefen sich die Investitionen auf 949 T€. Hiervon entfällt die gesamte Summe auf Sachanlagen (im Wesentlichen Bauten). Investitionen in Tochtergesellschaften und Beteiligungen tätigten wir in 2023 in Höhe von 1.907 T€.

Ziel der Liquiditätssteuerung ist es, durch eine abgestimmte Beschaffung der Finanzmittel und die aktive Steuerung der Fremdwährungs- und der Zinsänderungsrisiken die Liquidität sicherzustellen.

Die Finanzierung wird mit unterschiedlichen Banken durchgeführt. Der operative Cashflow hat zu einer Senkung des Kreditfinanzierungsbedarfs beigetragen. Neben den bestehenden Krediten verfügen wir über ausreichende Kreditlinien. Wir sind in der Lage, unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen.

Die Finanzlage des Jahres 2023 ist geprägt von einem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 2.913 T€ (Vorjahr 4.099 T€), dem ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 19.050 T€ (Vorjahr 15.693 T€) und ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -11.555 T€ (Vorjahr -8.671 T€) gegenübersteht.

3. Risikobericht

3.1. Risikomanagementsystem

Ein wichtiges Werkzeug zur Sicherung des Unternehmenserfolgs ist das aktive und transparente Management der unterschiedlichen Risiken und Chancen innerhalb der operativen Segmente. Die ganzheitliche Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken erfordert konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- und Frühwarnsysteme und -prozesse. Das derzeit bestehende konzernweite Risikomanagementsystem wurde in den vergangenen Jahren sukzessive eingeführt und deckt die wichtigsten Unternehmensbereiche ab. Es wird kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst und fortlaufend auf seine Funktionsfähigkeit hin überprüft.

Das Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, Risiken und Chancen rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Als integriertes Führungs- und Steuerungswerkzeug schafft es die Entscheidungsgrundlagen dafür, Chancen zu erschließen und aufgetretene Risiken bewusst zu akzeptieren oder diese durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen abzuwenden bzw. deren mögliche Auswirkungen zu minimieren.

Die Verantwortung im Bereich des Risikomanagements ist gemäß der Konzernstruktur verteilt. Die operativen Werke der Jokey Group steuern in enger Abstimmung mit der Konzernleitung die in ihrem Verantwortungsbereich auftretenden Risiken grundsätzlich selbstständig, so auch die Jokey SE.

Für die Jokey SE besteht ein Versicherungspaket für Schäden von außen und innen.

Wir berücksichtigen in unserem Handeln und unseren Planungen ein verändertes, d. h. volatileres, allgemeines Marktrisiko sowie die unmittelbaren Auswirkungen der nachfolgenden Risiken.

3.2. Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken

Zu den für die Jokey SE wesentlichen Einzelrisiken, die unter Umständen dazu beitragen können, das prognostizierte Ergebnis nicht zu erzielen, zählen unter anderem die nachfolgend aufgeführten Risiken.

• Risiken aus konjunkturellen Einzelrisiken

Die Produkte der Jokey SE sind Business to Business Produkte, die im Wesentlichen für die Bauchemische- und Foodindustrie produziert werden. Die Nachfrage nach derartigen Gütern ist grundsätzlich in erheblichem Maße von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, des privaten Konsumverhaltens und des Wettbewerbs abhängig. Die sich ergebenden Preis- und Absatzrisiken minimieren wir durch ein auf Jokey abgestimmtes Vertriebscontrolling und Kundenmanagement. Die aktuelle Abkühlung der Konjunktur und die reduzierte Kaufkraft der Endkonsumenten aufgrund der hohen Inflation rücken dieses Risiko mehr in den Vordergrund.

• Ausfallrisiken von Kundenforderungen

Wir berücksichtigen in unserem Handeln und unseren Planungen ein verändertes, d.h. volatileres, allgemeines Marktrisiko sowie als unmittelbare Auswirkung ein erhöhtes Risiko für mögliche Kundenforderungsausfälle.

Konjunkturelle Veränderungen spiegeln sich unmittelbar in einer veränderten Zahlungsmoral unserer Kunden wieder. Wir begegnen dem Risiko einer möglichen Insolvenz auf Kundenseite und dem damit verbundenen Ausfall von Forderungen mit einem intensiven Forderungsmanagement. Zusätzlich werden Kundenforderungen soweit wie möglich durch eine gruppenweite Kreditversicherung abgedeckt.

• Produktrisiken

Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit werden in der Jokey Group die Entwicklung neuer Produkte sowie die Verbesserung der bestehenden Produktpalette vorangetrieben. Trotz des Einsatzes von detaillierten Marktpotentialanalysen und Projektmanagementmethoden birgt jede Neuproduktentwicklung ein Kostenrisiko.

• Preiswettbewerb / Wettbewerbsrisiken

Die Jokey SE ist in Märkten tätig, die von intensivem Wettbewerb geprägt sind und in denen teilweise ein erheblicher Preisdruck herrscht. Dieser Preisdruck ist besonders in einigen Branchen und bei bestimmten Produktsparten zu beobachten. Überkapazitäten bei bestimmten Gebindegrößen fördern die Aggressivität unter den Wettbewerbern.

Um ungeachtet dessen Wettbewerbsvorteile aufzubauen und aufrechtzuerhalten, investiert die Jokey Group, so auch die Jokey SE, gezielt in die Produktentwicklung für differenzierte Kunden- und Marktsegmente sowie in den Aufbau und die Qualifikation des Vertriebs- und Servicenetzwerks. Den Risiken durch Wettbewerber begegnen wir mit einer permanenten Marktbeobachtung und darauf aufbauenden strategischen Maßnahmen in den Bereichen Produkte, Preis und Marktbearbeitung.

• Beschaffungsrisiken

Der wesentliche Teil der Produktionskosten entfällt auf den benötigten Rohstoff Polypropylen. Eine partnerschaftlich gute Beziehung zu unseren Lieferanten und nicht zuletzt die Position als einer der kontinuierlichen Kunststoffverarbeiter für Polypropylen in der Europäischen Union soll uns eine zuverlässige und kontinuierliche Versorgung mit Rohstoffen zu marktüblichen Konditionen unter normalen Umständen sichern. Im Falle von mehreren gleichzeitigen Produktionsausfällen oder bestimmter Materialtypen seitens der Polypropylen-Produzenten ist eine Unterversorgung unserer Branche nicht auszuschließen. Dem versuchen wir mit einer Mehrlieferantenstrategie in allen Regionen entgegenzuwirken. Mögliche negative Auswirkungen der Rohmaterialpreisentwicklung auf unseren Ertrag minimieren wir erstens durch eine zeitnahe Weitergabe der Preisveränderungen an unsere Kunden und zweitens durch eine kontinuierliche Optimierung unserer Produktspezifikationen. Das Beschaffungsrisiko hat sich durch die Unterbrechung von Lieferketten im Jahr 2021 deutlich gezeigt, und zeigt sich auch in der Folge. Durch den Krieg in der Ukraine sowie mit einer einhergehenden Energieverknappung sind die Preise nach wie vor auf einem hohen Niveau und es bleibt abzuwarten wie sich die Preise in Zukunft entwickeln werden.

• Liquiditätsrisiko

Die Finanzsteuerung erfolgt vor dem Hintergrund, die nötige Flexibilität für unternehmerische Entscheidungen zu gewährleisten und für die fristgerechte Erfüllung bestehender Zahlungsverpflichtungen Sorge zu tragen. Liquiditätsrisiken bestehen derzeit keine. Es ist sichergestellt, dass die Jokey SE ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.

Risiken aus der Informationstechnologie

Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse aktuell und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme ständig überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen, Websites und Infrastrukturkomponenten werden industrietypische Standards wie Backups, redundante Netzverbindungen und getrennte Rechensysteme angewendet. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten gewährleistet. Den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust begegnen wir mit diversen Gegenmaßnahmen organisatorischer und technischer Art.

• Währungs- und Zinsänderungsrisiken

Den Großteil unserer Umsätze tätigen wir in Euro. Währungsrisiken ist die Jokey Group insbesondere dort ausgesetzt, wo Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. absehbar entstehen können. Für Jokey SE hat jedoch keine Währung eine so große Gewichtung, als dass sie sich unternehmensgefährdend auswirken könnte.

Risiken aufgrund von Änderungen des Marktzinses können insbesondere aus Darlehenspositionen aufgrund variabel verzinslicher Kredite entstehen und sich negativ auswirken. Für die kurzfristigen Kontokorrentkredite werden die Veränderungen des Zinsniveaus ständig beobachtet. Bei risikobehafteter Entwicklung können wir reagieren. Für die Laufzeit von mittel- und langfristigen Kreditverträgen wurde dieses Risiko durch den Einsatz von festen Zinssätzen abgesichert.

• Länderrisiken und Risiken aus Tochterunternehmen

Mit der Erschließung neuer ausländischer Märkte durch die Gründung von Tochterunternehmen hat die Jokey SE hohe Investitionen in diesen Märkten getätigt. Dies birgt das Risiko, dass trotz sorgfältiger Planungen die Tochterunternehmen nicht den geplanten Erfolg vorweisen können. Dieses Risiko versuchen wir durch Beobachtung der länderspezifischen Entwicklungen und durch umfangreiche Analyse und Betreuung unserer Tochterunternehmen zu minimieren. Wir sehen aktuell politische Probleme und starke Kursschwankungen außerhalb des Euro-Wirtschaftsraums wie z.B. in der Türkei und Ägypten.

Von besonderer Bedeutung sehen wir noch immer den Krieg in der Ukraine und wir alle hoffen, dass dieser Krieg schnellstmöglich ein Ende findet. Die Nachrichten und damit verbundenen Entwicklungen nehmen nicht ab. Wir versuchen weiterhin diese zu verarbeiten und darauf zu reagieren. Wir halten uns strikt an alle Sanktionen und verfolgen stetig sämtliche Neuerungen. Den größten Einfluss hatte bisher das 12. Sanktionspaket der EU Verordnung Nr. 833/2014. Auch diese Sanktionen werden von uns konsequent verfolgt. Es ist uns momentan nicht möglich einzuschätzen, was als nächstes passieren und welche Folgen dies haben wird.

• Risiken aus Elementarschäden

Die Jokey SE verfügt über einen Versicherungsschutz für Elementarschäden, da wir die Absicherung gegen die Folgen von Naturgefahren für unser Unternehmen als unentbehrlich erachten. Am Standort Wipperfürth wurden weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt.

• Rechtliche und sonstige Risiken

Ein Risiko, das wir sehen, ist die Recyclingquote, die sich bis zum Jahr 2030 und in den Folgejahren weiter steigern soll. Hierbei sind sowohl die Verfügbarkeit als auch die Qualität der Rezyklate eine Herausforderung. Die EU-Plastiksteuer ist seit dem 01.01.2021 aktiv und hat ebenfalls Einfluss auf die Verpackungsstrategie unserer Kunden und deren Kunden. Die lokalen Gesetzgebungen in und außerhalb der EU stellen Lieferanten vor große Herausforderungen im Rahmen der inkonsistenten Regelungen und Dokumentationspflichten. Ein weiteres Risiko birgt die Packaging and Packaging Waste Regulation (kurz PPWR). Der aktuelle Vorschlag der EU-Verpackungsverordnung befindet sich zurzeit in Diskussion. Der ungewisse Ausgang birgt somit ein potentielles Risiko, das es konsequent zu verfolgen gilt.

Seit dem 01. Juli 2022 sind unsere Stromkosten nicht mehr mit EEG-Umlagen belastet. Dies gilt auch für das Jahr 2023. Die fortbestehenden sonstigen Stromumlagen, z.B. die KWKG- oder die Offshorenetzumlage, werden wie bisher auch für 2023 aufgrund entsprechender Begrenzungsanträge nur vermindert anfallen.

Als erweitertes Risiko sind die sich aktuell ständig verändernden Sanktionsbestimmungen der verschiedenen Länder. Diese haben im Jahr 2023 aber auch in den Folgejahren Einfluss auf das Ergebnis.

Wesentliche rechtliche, organisatorische oder sonstige Risiken sind aus heutiger Sicht darüber hinaus nicht erkennbar.

3.3. Zusammenfassung

Jeder einzelne Risikofaktor kann sich natürlich ertragsmindernd auswirken. Aus heutiger Sicht sind für die Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand und Erfolg der Jokey SE gefährden könnten.

Grundsätzliche Risiken, dass das weiter unten prognostizierte Ergebnis für das Jahr 2024 nicht eintreten könnte, liegen aus heutiger Sicht am ehesten in der konjunkturellen Entwicklung, der Rohstoffkostenentwicklung und sowie eine weitere Steigerung der Allgemeinkosten durch u.a. die Folgen der bewaffneten Auseinandersetzungen in der Ukraine und dem aktuell herrschenden Inflationsdruck, wie auch die etwaigen gesetzlichen Regulationen fossiler Neukunststoffe, durch zum Beispiel die EU-Plastiksteuer.

4. Chancenbericht

Neben den Risiken gibt es spiegelbildlich eine Vielzahl an Chancen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Jokey SE haben können. Wir versuchen diese Chancen frühzeitig zu identifizieren und für die positive Unternehmensentwicklung zu nutzen.

Die größte Chance einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung sehen wir in dem Ausbau unseres Unternehmens. Dazu zählen neue Markterschließungen sowie eine erfolgreiche Festigung bestehender und Ausbau weiterer regionaler und branchenspezifischer Marktanteile. Einen sehr bedeutenden Einfluss haben unsere Mitarbeiter, die durch ihre langjährige Erfahrung und Know-How wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen. Eine weitere Chance sind unsere Investitionen, die wir u.a. dazu nutzen neue Produkte zu entwickeln oder aber bestehende Produkte zu optimieren um den Marktanforderungen stets gerecht zu werden.

Mit unserer internationalen Ausrichtung und Konzern-Produktionsstandorten in elf Ländern bieten wir Global Playern einen einheitlichen Ansprechpartner, der über eine globale Stabilität verfügt, zugleich aber die lokalen Anforderungen versteht. Unsere lokale Präsenz und die Nähe zu den Kunden ermöglicht es uns, Konzerne weltweit in einem einheitlichen Standard und zu marktgerechten Preisen zu beliefern. Durch unseren neuen Produktionsstandort in Corby, der im Herbst 2023 die Produktion aufgenommen hat, erwarten wir einen verbesserten Marktzugang nach Großbritannien.

Spiegelbildlich zu den Risiken liegen die Chancen auf eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung aus heutiger Sicht ebenfalls in der künftigen Rohstoffkostenentwicklung.

5. Prognosebericht

Die Geschäftsführung macht sich bezüglich der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Meinung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel zu Eigen (Stand März 2024). Den Erwartungen entsprechend soll die Weltwirtschaft im Jahr 2024 weiterwachsen, dabei gehen die Experten von einem BIP-Wachstum von 2,8% aus. Für Deutschland wird hingegen ein Wachstum von 0,1% erwartet und für den Euroraum ein Wachstum von 0,7%.

Das für unsere künftige Entwicklung zu erwartendes Ausmaß der Marktsituation ist nach wie vor schwer abschätzbar. Die Energie- und Rohstoffpreise haben sich im Vergleich zum Vorjahr entspannt, aber die straffe Geldpolitik führt zu höheren Finanzierungskosten. Zwar gehen die Expertenmeinungen von einem Wachstum aus, jedoch lässt die konjunkturelle Erholung weiter aus sich warten.

Im Jahr 2024 werden wir weitere Sachinvestitionen in der Jokey SE tätigen. Diese werden unter dem Niveau von 2023 liegen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir unter Berücksichtigung der zuvor genannten Einflussmöglichkeiten im Vergleich zu 2023 einen leicht fallenden Materialverbrauch. Außerdem erwarten wir einen Umsatz, der unter dem Niveau des Vorjahres liegt und einen Materialaufwand, der ebenfalls leicht unter dem Vorjahreswert liegt. Die Erträge aus Beteiligungen werden deutlich unter den Erträgen des Vorjahres liegen. Den Jahresüberschuss sehen wir insgesamt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres 2023.

6. Bericht der Geschäftsführenden Direktoren nach § 312 AktG

Die JK Investitions SE, Wipperfürth, war im Geschäftsjahr 2023 mit mehr als 50% am gezeichneten Kapital der Jokey SE beteiligt. Der Stimmrechtsanteil der JK Investitions SE an unserer Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 gemäß Aktienregister 92,008%.

Die Geschäftsführenden Direktoren haben daher über die Beziehungen der Jokey SE zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht aufgestellt. Die Schlusserklärung der Geschäftsführenden Direktoren im Abhängigkeitsbericht lautet wie folgt:

"Die Geschäftsführenden Direktoren erklären, dass die Jokey SE nach den Umständen, die Ihnen in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten.

Andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."

 

Wipperfürth, 19. April 2024

Gez. Jens Stadter

Gez. Peter Dörmbach

Gez. Christof Kölschbach

Gez. Thomas Becker

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 78.408.628,12 74.659.160,44
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8,00 23.209,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8,00 23.209,00
II. Sachanlagen 12.527.416,33 12.457.138,06
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.089.288,02 12.053.931,04
2. technische Anlagen und Maschinen 2.465,00 3.483,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.040,00 198.322,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 357.623,31 201.401,52
III. Finanzanlagen 65.881.203,79 62.178.813,38
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.564.316,96 61.768.618,19
2. Beteiligungen 2.316.886,83 410.195,19
B. Umlaufvermögen 60.780.253,69 45.756.426,38
I. Vorräte 8.822.974,03 9.855.598,22
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.943.576,02 6.619.023,31
2. fertige Erzeugnisse und Waren 2.716.209,01 3.077.249,91
3. geleistete Anzahlungen 163.189,00 159.325,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 37.837.055,63 32.188.504,70
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.099.207,11 9.694.957,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.719.032,17 19.629.860,36
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.018.816,35 2.863.686,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.120.224,03 3.712.323,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.902,68 98.947,68
Bilanzsumme, Summe Aktiva 139.276.784,49 120.514.534,50

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 112.185.787,21 92.514.129,25
I. gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 5.000,00 5.000,00
III. Gewinnrücklagen 2.017.583,76 2.017.583,76
1. gesetzliche Rücklage 995.000,00 995.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 1.022.583,76 1.022.583,76
IV. Bilanzgewinn 100.163.203,45 80.491.545,49
davon Gewinnvortrag 71.491.545,49 64.193.531,89
B. Rückstellungen 4.862.071,93 3.175.705,47
1. Steuerrückstellungen 1.538.618,00 483.646,00
2. sonstige Rückstellungen 3.323.453,93 2.692.059,47
C. Verbindlichkeiten 21.634.238,40 24.274.470,76
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.469.620,00 8.715.180,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38.950,17 34.955,61
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.400.863,15 3.064.883,77
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.964.892,70 1.953.666,22
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.782.653,21 9.605.214,74
6. sonstige Verbindlichkeiten 977.259,17 900.570,42
davon aus Steuern 158.127,82 284.950,29
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 17.730,00 8.272,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.971,55 18.353,80
E. Passive latente Steuern 587.715,40 531.875,22
Bilanzsumme, Summe Passiva 139.276.784,49 120.514.534,50

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 106.114.217,67 113.435.427,01
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -50.014,76 -1.321.919,01
3. sonstige betriebliche Erträge 3.538.645,35 2.489.605,37
4. Materialaufwand 49.080.852,27 59.883.169,59
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.161.247,75 54.728.409,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.919.604,52 5.154.759,98
5. Personalaufwand 19.455.552,90 18.536.637,31
a) Löhne und Gehälter 16.044.226,95 15.316.234,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.411.325,95 3.220.402,86
davon für Altersversorgung 283.042,48 304.926,48
6. Abschreibungen 859.542,63 1.561.785,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 800.867,88 810.128,78
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 58.674,75 751.656,41
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 28.159.399,84 29.586.161,86
8. Erträge aus Beteiligungen 20.854.109,93 15.856.381,39
davon aus verbundenen Unternehmen 20.854.109,93 15.856.381,39
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 14.441,79 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 14.441,79 0,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 967.961,29 404.098,22
davon aus verbundenen Unternehmen 653.459,13 353.459,92
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 244.000,00 1.815.887,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 309.656,74 290.788,55
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 148.099,60
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.606.635,57 2.695.029,13
davon Ertrag aus latenten Steuern -55.840,18 -216.326,12
15. Ergebnis nach Steuern 28.723.721,32 16.346.034,75
16. sonstige Steuern 52.063,36 48.021,15
Jahresüberschuss 28.671.657,96 16.298.013,60

Anhang

1. Angaben zur Gesellschaft und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Die Jokey SE hat ihren Sitz in Wipperfürth und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 98927 eingetragen.

Auf diesen Jahresabschluss wurden die Vorschriften des HGB zur Rechnungslegung angewendet.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Vor dem Hintergrund des § 268 Abs. 5 Satz 1 HGB haben wir die entsprechenden Restlaufzeit-Vermerke aus der Bilanz eliminiert und sämtliche diesbezüglichen Angaben im Verbindlichkeitenspiegel konzentriert (sh. nachfolgend Ziff. 3.5).

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten wurden, auch mit wahlweiser steuerlicher Wirkung, gemindert um die für die Anschaffung von öffentlicher Seite gewährten Zuschüsse. Die Anschaffungskosten wurden gem. § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt. In die Herstellungskosten wurden nur die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile einbezogen. Die Zugänge des aktuellen Geschäftsjahres wurden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben.

Der Grund und Boden steht mit den Anschaffungskosten zu Buche.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei vier Beteiligungen an verbundenen Unternehmen waren in den Vorjahren Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich. Im Geschäftsjahr war eine von den vier Beteiligungen an verbundenen Unternehmen um weitere 244 TEuro auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung abzuschreiben. Im Geschäftsjahr sind des Weiteren zwei Beteiligungen an verbundenen Unternehmen um insgesamt 2.040 TEuro auf ihren höheren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertaufholung zuzuschreiben. Die Wertaufholungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Wertminderungen sind unter dem Posten "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" ausgewiesen.

Die Beteiligung Jokey Wipperfürth Kunststofftechnik SE & Co. KG wurde in Vorjahren teilweise per Sacheinlage erworben. Für die Bewertung der Sacheinlagen wurden die Zeitwerte der eingebrachten Maschinen als Anschaffungskosten angesetzt.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw., soweit erforderlich, mit den niedrigeren beizulegenden Werten, ggf. auf Basis gesunkener Wiederbeschaffungskosten, angesetzt. Hierdurch ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen auf Vorräte in Höhe von 59 TEuro (Vj.: 752 TEuro). Bei den Herstellungskosten wurden nur die aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB berücksichtigt. Der genannte Abschreibungsaufwand ist unter dem Posten "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten" ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nominalwerten ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5% auf den Nettoforderungsbestand ausreichend berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen erfassen alle noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Eine Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen wurde nach dem steuerlichen Pauschalbewertungsverfahren auf Basis von § 5 Abs. 4 EStG bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Für die Jubiläumsrückstellung erfolgte die Abzinsung nach Maßgabe des steuerlichen Pauschalbewertungsverfahrens.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und liegt diesem Anhang daher als Anlage bei.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von 15.822.161,37 Euro (Vj.: 12.840.542,12 Euro) aus Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen, in Höhe von 137.500,00 Euro (Vj.: 62.500,-- Euro) aus Darlehen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und in Höhe von 4.224,82 Euro (Vj.: 11.424,52 Euro) aus Darlehen gegenüber Mitarbeitern.

Eine Darlehensforderung gegen ein verbundenes Unternehmen wurde in den Vorjahren in Höhe von 1.210.565,69 Euro wertberichtigt. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde diese Darlehensforderung um weitere 389.896,97 Euro abgeschrieben, um sie mit ihrem beizulegenden Wert auszuweisen. Des Weiteren wurde gegen das gleiche Unternehmen Lieferungs- und Leistungsforderungen sowie sonstige Forderungen in den Vorjahren in Höhe von 23.434,31 Euro auf ihren beizulegenden Wert wertberichtigt; im aktuellen Geschäftsjahr wurden diese Forderungen um weitere 4.103,03 EUR abgeschrieben, um sie mit ihrem beizulegenden Wert auszuweisen. Außerdem gab es bei diesem verbundenen Unternehmen Darlehensforderungen in USD bei denen eine Kursabwertung in Höhe von 48.297,24 Euro erfolgte.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Genossenschaftsanteil mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 1.800,00 Euro (Vj.: 1.800,00 Euro) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.087.420,31 Euro (Vj.: 1.119.411,06 Euro) und solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind, in Höhe von 24.631.611,86 Euro (Vj.: 18.510.449,30 Euro).

Die sonstigen Forderungen enthalten gleichzeitig Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von 478.532,70 Euro (Vj.: 569.001,46 Euro). Im Vorjahr wurde eine in den sonstigen Forderungen enthaltene Forderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 546.000,00 Euro auf ihren beizulegenden Wert abgeschrieben; im aktuellen Geschäftsjahr wurde diese Wertberichtigung in Höhe von 80.082,16 EUR in Anspruch genommen und 24.917,84 EUR aufgelöst, um sie mit ihrem beizulegenden Wert auszuweisen. Des Weiteren enthalten die sonstigen Forderungen gleichzeitig eine Darlehensforderung in Höhe von 202.500,00 EUR (Vj.:75.000,00 Euro) gegenüber einem Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht.

3.3 Eigenkapital

3.3.1 Grundkapital

Das Grundkapital (10.000.000,00 Euro) ist eingeteilt in 10.000.000 auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien zu einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro je Stückaktie.

3.3.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage von 5.000,00 Euro blieb im Geschäftsjahr unverändert.

3.3.3 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage in Höhe von 995.000,00 Euro blieb im Geschäftsjahr unverändert.

Die Anderen Gewinnrücklagen blieben unverändert.

3.3.4 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt: Euro
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 80.491.545,49
./. Einstellung in Andere Gewinnrücklage durch Hauptversammlung 2023 ./. 0,00
./. Gewinnausschüttung im Geschäftsjahr 2023 ./. 9.000.000,00
Gewinnvortrag 71.491.545,49
+ Jahresüberschuss Geschäftsjahr 2023 28.671.657,96
./. Einstellung in die gesetzliche Rücklage aus Jahresüberschuss 2023 ./. 0,00
./. Einstellung in die And. Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss 2023 ./. 0,00
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 100.163.203,45

3.4 Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen weisen die Ertragssteuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2023 aus.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
Urlaubsrückstände 441.800,00
Überstunden/Prämien/Nachzahlungen/Zeitkonten 433.100,00
Tantiemen und Mitarbeiterbeteiligungen 665.630,00
Berufsgenossenschaft 27.400,00
Sonstige Aufwendungen für Personal 73.890,00
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 175.000,00
Aufbewahrungskosten 125.330,00
Jubiläumsrückstellung 190.268,00
Kosten steuerlicher Außenprüfungen 45.600,00
Ausstehende Gutschriften 8.200,00
erhaltene Werkzeugzuschüsse 152.405,00
Instandhaltungen 633.230,00
Reklamationen 168.460,00
Gewährleistungen 40.000,00
Ausstehender Kaufpreisbestandteil Finanzanlage 43.475,93
Übrige 99.665,00
insgesamt 3.323.453,93

Die Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Hinsichtlich der abgezinsten Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden die Ergebnisse aus Zinssatzänderungen mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verrechnet.

3.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 523.137,99 Euro (Vj.: 450.367,30 Euro) und solche, die gleichzeitig sonstige Verbindlichkeiten sind, in Höhe von 8.259.515,22 Euro (Vj.: 9.154.847,44 Euro).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 480.843,77 Euro (Vj.: 18.886,81 Euro).

Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten sind in folgendem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

(alle Beträge in Euro; Vorjahresbeträge in Klammern)

Posten Gesamtbetrag Restlaufzeiten Sicherungen
davon bis 1 Jahr davon mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesicherte Beträge Art der Sicherungen
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-Instituten 6.469.620,00 1.727.760,00 4.741.860,00 0,00 0,00
(8.715.180) (2.245.560) (6.469.620,00) (481.800,00) (0,00)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38.950,17 38.950,17
(34.955,61) (34.955,61)
3. Verbindlichkeiten aus Liefeungen und Leistungen 3.400.863,15 3.400.863,15 Durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte
(3.064.883,77) (3.064.883,77)
4. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 8.782.653,21 8.782.653,21
(9.605.214,74) (9.605.214,74)
5. Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 1.964.892,70 1.964.892,70
(1.953.666,22) (1.953.666,22)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 977.259,17 977.259,17
(900.570,42) (900.570,42)
Summe Verbindlichkeiten 21.634.238,40 16.892.378,40 4.741.860,00 0,00 0,00
(24.274.470,76) (17.804.850,76) (6.469.620,00) (481.800,00) (0,00)

3.6 Latente Steuern

Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Passive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Wertansätzen einer Beteiligung an einer Personengesellschaft, was wiederum auf Wertdifferenzen im Sachanlagevermögen dieser Personengesellschaft beruht. Daneben bestehen zu einem geringen Teil saldierte passive Differenzen im Sachanlagevermögen sowie aktive Differenzen in den Pensionsrückstellungen einer ertragsteuerlichen Organtochtergesellschaft.

Für die Berechnung werden folgende Steuersätze verwendet:

- für Körperschaftsteuer einschl. Solidaritätszuschlag: 15,825% (Vorjahr: 15,825%)

- für Gewerbesteuer: 16,450% (Vorjahr: 16,450%)

Diese Steuersätze werden insoweit auf die Wertdifferenzen angewendet, als sich ihr künftiger Abbau auf die jeweilige Steuerart auswirkt.

Die angesetzten passiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 31.01.2022
Euro
Veränderung
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Aktive latente Steuern (+) 57.653,48 12.508,18 70.161,66
Passive latente Steuern (-) -589.528,70 -68.348,36 -657.877,06
Angesetzte passive latente Steuern -531.875,22 -55.840,18 -587.715,40

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Aufwand aus der Zuführung zu passiven latenten Steuern in Höhe von Euro 55.840,18 enthalten.

3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen aus abgeschlossenen Verträgen (im Wesentlichen: Abnahmeverpflichtungen und Bestellobligi sowie Miet-, Leasing- und Versicherungsverträge) sonstige finanzielle Verpflichtungen nach dem Bilanzstichtag in Höhe von 6.244 TEuro, davon gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.431 TEuro.

3.8 Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gegenüber Kreditinstituten bestehen aus selbstschuldnerischen Bürgschaften in Höhe von 15.562 TEuro sowie aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 971 TEuro.

Wir sind die Komplementärin der Jokey Wipperfürth Kunststofftechnik SE & Co. KG, Wipperfürth und haften daher für deren Verbindlichkeiten in voller Höhe; diese betragen zum Bilanzstichtag 2.437 TEuro ggü. uns, 2.115 TEuro ggü. Banken, 6 TEuro ggü. sonstigen verbundenen Unternehmen und 139 TEuro ggü. Dritten.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Vergangenheitserfahrung (bisher kein Fall) als minimal angesehen.

3.9 Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen von insgesamt 106.114 TEuro entfallen auf das Inland 49.345 TEuro, auf das EU-Ausland 40.097 TEuro und auf das übrige Ausland 16.672 TEuro.

3.10 Aperiodische Erfolgsbestandteile

Das Jahresergebnis enthält aperiodische Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 15 TEuro, aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 21 TEuro und aus sonstigen Gründen 35 TEuro.

Das Jahresergebnis enthält außerdem aperiodische Aufwendungen aus Lieferantenrechnungen in Höhe von 2 TEuro, Nachzahlung Berufsgenossenschaft 20 TEuro, Steuernachzahlungen 5 TEuro und aus sonstigen Gründen in Höhe von 27 TEuro.

3.11 Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 91 TEuro (Vj.: 69 TEuro), die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechende Aufwendungen in Höhe von 177 TEuro (Vj.: 307 TEuro).

3.12 Außerplanmäßige Zu- und Abschreibung auf das Anlagevermögen

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält eine Wertaufholung im Sinne von § 253 Abs. 5 HGB in Höhe von 2.040 TEuro auf zwei Beteiligungen an zwei verbundenen Unternehmen.

Der GuV-Posten "Abschreibungen auf Finanzanlagen" und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" enthält eine außerplanmäßige Abschreibung im Sinne von § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 244 TEuro auf eine Beteiligung an einem verbundenen Unternehmen.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Anteilsbesitz

Name und Sitz Eigenkapital Anteil am Kapital Ergebnis
Jokey Sohland GmbH, 22.114.862,66 100,00% 2.369.222,87 Euro
Sohland/Spree
Jokey France SAS, Frankreich 40.454.175,02 Euro 4.651.230,43 Euro
100,00%
Jokey Praha CZ s.r.o., Tschechien 1.115.828 Tsd. CZK 100,00% 157.679 Tsd. CZK
Jokey Hungary k.f.t, Ungarn 111.559 Tsd. HUF 95,00% 1.148 Tsd. HUF
1.398.391,00 Euro 47.578,00 Euro
Jokey Slovensko s.r.o., Slowakei 65,00%
3.272.806,34 Euro 81.765,60 Euro
Jokey Mogilew Beteiligungs-GmbH, Wipperfürth 100,00%
Jokey Werkzeugbau GmbH,
Lindlar 2.300.000,00 Euro 100,00% 0,00 Euro
Jokey Insaat ve Ambalaj Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Türkei 161.421.888,00 TRL 1,00% 34.803.293,00 TRL
Jokey BG D.o.o., Serbien 713.720 Tsd. RSD 100,00% - 13.296 Tsd. RSD
Jokey BG Invest D.o.o., Serbien 501.421 Tsd. RSD 100,00% 22.592 Tsd. RSD
Jokey UK Trade Ltd. 718.839,00 GBP 100,00% 592.956,00 GBP
B+S Chemie GmbH, Wipperfürth * 1.705.689,99 Euro 100,00% 12.399,74 Euro
Jokey Wipperfürth Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Wipperfürth (Ergebnis vor Gewinn- 18.792.563,96 Euro 100,00% 2.362.292,23 Euro
abführung)
Trebolin Plásticos S.L., Spanien 6.978.383,83 Euro 100,00% 245.607,10 Euro
BKV GmbH, Frankfurt ** 20.931.330,23 Euro 0,05%
New Loop ApS, Dänemark * -9.359 Kr. 10,00%
Relovo GmbH, München *** 1.051.655,00 EUR 10,00% -681.146 Kr.
Bumerang, Spanien * 104.372,30 EUR 10,00% -1.972.781,00 EUR
-311.247,49 EUR

Das Ergebnis der Jokey Werkzeugbau GmbH ist aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrags ausgeglichen.

Die mit *) gekennzeichneten Zahlen sind Zahlen des Jahresabschlusses 2022, der Jahresabschluss 2023 liegt noch nicht vor.

Die mit **) gekennzeichneten Zahlen sind Beträge des Jahresabschlusses 2021, wobei das Jahresergebnis nicht bekannt ist.

Die mit ***) gekennzeichneten Zahlen sind vorläufige Beträge des Jahresabschlusses 2023.

4.2 Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Geschäftsführende Direktoren sind:

Jens Stadter, CEO (Vorsitzender)

Peter Dörmbach, CFO

Christof Kölschbach, CSO

Thomas Becker, COO

Mitglieder des Verwaltungsrats sind

Ralf Kemmerich, Geschäftsführer Jokey Holding GmbH & Co. KG, Wipperfürth (Vorsitzender),

Anja Kemmerich, Geschäftsführerin Jokey Holding GmbH & Co. KG, Wipperfürth (stv. Vorsitzende),

Herbert Kemmerich, Geschäftsführer Jokey Holding GmbH & Co. KG, Wipperfürth und

Dr. Peter Köhler, Unternehmensberater.

4.3 Anzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 279 Mitarbeiter, davon 64 als Angestellte und 215 als gewerbliche Arbeitnehmer.

4.4 Bestehen von Beteiligungen

Die JK Investitions SE, Wipperfürth, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 99028, hat uns gem. Art. 9 Abs. 1 lt. c) ii) SE-VO i.V.m. § 20 Abs. 1, Abs. 3 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr 92,008% der Aktien an unserer Gesellschaft gehören und ihr damit unmittelbar mehr als der vierte Teil der Anteile sowie eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehören.

4.5 Unübliche oder nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist (§ 285 Nr. 3 HGB), sind nicht vorhanden.

4.6 Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüfergesamthonorar i.S.v. § 285 Nr. 17 HGB wird in der entsprechenden Angabe des Konzernabschlusses 2023 der unten genannten Muttergesellschaft enthalten sein.

4.7 Mutterunternehmen

Die Jokey Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Wipperfürth ist unser Mutterunternehmen.

Unser Mutterunternehmen stellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Wir und unsere Tochterunternehmen sind in diesen Konzernabschluss und den Konzernlagebericht einbezogen. Wir sind daher von der Verpflichtung befreit, selbst einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufstellen zu müssen. Im Konzernabschluss unseres Mutterunternehmens werden keine vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- oder Konsolidierungsmaßnahmen angewandt.

4.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine berichtspflichtigen Sachverhalte vor.

4.9 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführenden Direktoren schlagen gem. § 170 Abs. 2 AktG folgende Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2023 vor:

1. Verteilung an die Aktionäre: 10.000.000,00 Euro
2. Einstellung in Gewinnrücklagen: 0,00 Euro
3. Gewinnvortrag: 90.163.203,45 Euro
4. Bilanzgewinn: 100.163.203,45 Euro

 

Wipperfürth, den 19.04.2024

Gez. Jens Stadter

Gez. Peter Dörmbach

Gez. Christof Kölschbach

Gez. Thomas Becker

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Umbuchung
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.929,66 0,00 0,00 153.929,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 153.929,66 0,00 0,00 0,00 153.929,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 24.615.051,73 2.748,50 773.790,94 294.540,06 25.097.051,11
2. technische Anlagen und Maschinen 212.507,27 16.048,00 196.459,27
3. andere Anl., Betriebs- u. Geschäftsausst. 493.370,74 15.824,42 190.101,99 319.093,17
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 201.401,52 -2.748,50 158.970,29 357.623,31
Summe Sachanlagen 25.522.331,26 0,00 948.585,65 500.690,05 25.970.226,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.436.800,84 65.436.800,84
2. Beteiligungen 435.758,78 1.906.691,64 2.342.450,42
Summe Finanzanlagen 65.872.559,62 0,00 1.906.691,64 0,00 67.779.251,26
Anlagevermögen insgesamt: 91.548.820,54 0,00 2.855.277,29 500.690,05 93.903.407,78
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen Änderungen iZm Abgängen Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.720,66 23.201,00 153.921,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 130.720,66 0,00 0,00 23.201,00 0,00 153.921,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.561.120,69 260.225,06 706.867,46 13.007.763,09
2. technische Anlagen und Maschinen 209.023,77 16.046,50 1.017,00 193.994,27
3. andere Anl., Betriebs- u. Geschäftsausst. 295.048,74 123.777,99 69.782,42 241.053,17
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen 13.065.193,20 0,00 400.049,55 777.666,88 0,00 13.442.810,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.668.182,65 244.000,00 2.039.698,77 1.872.483,88
2. Beteiligungen 25.563,59 25.563,59
Summe Finanzanlagen 3.693.746,24 0,00 0,00 244.000,00 2.039.698,77 1.898.047,47
Anlagevermögen insgesamt: 16.889.660,10 0,00 400.049,55 1.044.867,88 2.039.698,77 15.494.779,66
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8,00 23.209,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 8,00 23.209,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.089.288,02 12.053.931,04
2. technische Anlagen und Maschinen 2.465,00 3.483,50
3. andere Anl., Betriebs- u. Geschäftsausst. 78.040,00 198.322,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 357.623,31 201.401,52
Summe Sachanlagen 12.527.416,33 12.457.138,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.564.316,96 61.768.618,19
2. Beteiligungen 2.316.886,83 410.195,19
Summe Finanzanlagen 65.881.203,79 62.178.813,38
Anlagevermögen insgesamt: 78.408.628,12 74.659.160,44

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Verwaltungsrats

der Jokey SE

für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023

Zusammenarbeit von Verwaltungsrat und Geschäftsführenden Direktoren

Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach dem Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführenden Direktoren der Jokey SE kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Die Geschäftsführenden Direktoren sind ihren Informationspflichten nachgekommen und haben uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung (follow-up Berichterstattung). Die Mitglieder des Verwaltungsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Sitzungen mit den vorgelegten Berichten der Geschäftsführenden Direktoren kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Berichte der Geschäftsführenden Direktoren intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Verwaltungsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Als Folge einer Analyse der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Verwaltungsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Verwaltungsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für die Geschäftsführenden Direktoren erforderlich war.

Der Verwaltungsrat hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit den Geschäftsführenden Direktoren gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Über wichtige Erkenntnisse hat der Vorsitzende des Verwaltungsrats spätestens in der folgenden Verwaltungsratssitzung berichtet.

Sitzungen des Verwaltungsrats

Im Berichtsjahr fanden fünf ordentliche Sitzungen des Verwaltungsrats statt, nämlich am 03.03.2023, 11.05.2023, 12.05.2023, 17.08.2023 und 17.11.2023.

Am 17.11.2023 nahmen 3 Mitglieder des Veraltungsrats an der Sitzung teil. An den anderen Sitzungen haben alle Mitglieder des Verwaltungsrats teilgenommen. Die Geschäftsführenden Direktoren haben an den Verwaltungsratssitzungen teilgenommen, soweit der Verwaltungsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte.

Abhängigkeitsbericht

Die Geschäftsführenden Direktoren haben dem Verwaltungsrat einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt. Diesen hat die Formhals Revisions- und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und diese Prüfung hat zu keinen Einwänden geführt.

Prüfung des Jahresabschlusses

Die in der letzten Hauptversammlung zum Prüfer des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2023 gewählte und vom Vorsitzenden des Verwaltungsrats, Herrn Ralf Kemmerich, beauftragte Formhals Revisions- und Treuhand GmbH hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, den Lagebericht für 2023 und die Buchführung 2023 geprüft. Die Prüfung wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Durchführung von Jahresabschlussprüfungen vorgenommen. Der Abschlussprüfer erteilte einen eingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Verwaltungsrats mit Schreiben vom 06.05.2024 zugeleitet. Der Prüfbericht war in der Sitzung des Verwaltungsrats vom 22. Mai 2024 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Verwaltungsrats teilgenommen und stand dem Verwaltungsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf Basis eigener Prüfung des von den Geschäftsführenden Direktoren vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts, aus welcher sich keine Einwendungen ergeben haben, hat der Verwaltungsrat der Jokey SE dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 22. Mai 2024 den Jahresabschluss gebilligt und hierdurch festgestellt.

Der Verwaltungsrat dankt den Geschäftsführenden Direktoren und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Leistungen.

 

Wipperfürth, den 22. Mai 2024

Für den Verwaltungsrat

Ralf Kemmerich, Vorsitzender des Verwaltungsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Jokey SE, Wipperfürth

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Jokey SE, Wipperfürth, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jokey SE, Wipperfürth, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Die nach § 285 Nr. 9a HGB erforderliche Angabe der den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wurde nicht in den handelsrechtlichen Anhang aufgenommen.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 19.04.2024

Formhals
Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bastian Lehmkühler, Wirtschaftsprüfer

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