Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 4815
Vorher
TSK Prüfsysteme für elektrische Komponenten GmbH
Eingetragen
17.12.1993
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenBeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Test- und Automatisierungssystemen , der zugehörigen Software sowie Projektierung- und Beratungsleistungen einschließlich des Handels mit vorgenannten Produkten und Dienstleistungen. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, die Geschäftsführung und Vertretung in anderen Unternehmen übernehmen und sich an deren Unternehmen beteiligen oder Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Christian Mäder
seit 16.1.2024
Geschäftsführer
Dietmar Hunecke
seit 7.3.2023
Geschäftsführer
Sebastian Dr. Oster
seit 14.10.2022
Geschäftsführer
Predrag Matijas Meyer
seit 16.2.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Komax Holding AGCHE
85.00%
Komax Holding AGCHE
15.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Komax Testing Beteiligungs GmbH
Germany
85.00%
Komax Holding AG
Switzerland
15.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Komax Testing Germany GmbH

Porta Westfalica

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Patentrechte und EDV-Software 379.331,87 511.570,88
379.331,87 511.570,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 687.303,70 786.633,99
2. technische Anlagen und Maschinen 168.916,08 131.699,75
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 768.174,31 597.384,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.018,79 0,00
1.649.412,88 1.515.718,34
2.028.744,75 2.027.289,22
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.437.011,62 1.525.813,30
2. unfertige Erzeugnisse 1.280.726,91 1.718.712,02
3. fertige Erzeugnisse und Waren 411.068,48 410.825,97
4. geleistete Anzahlungen 45.201,86 213.514,52
3.174.008,87 3.868.865,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.684.403,13 5.043.678,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 809.461,55 1.077.228,28
3. sonstige Vermögensgegenstände 238.619,99 218.767,81
3.732.484,67 6.339.674,54
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 823.010,10 934.341,55
7.729.503,64 11.142.881,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.580,39 33.906,04
9.778.828,78 13.204.077,16

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.764.700,00 1.764.700,00
II. Kapitalrücklage 2.665.330,14 2.665.330,14
III. Andere Gewinnrücklagen 85.004,83 85.004,83
IV. Bilanzgewinn 723.246,74 1.581.489,32
5.238.281,71 6.096.524,29
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 59.909,42 141.868,00
2. Steuerrückstellungen 40.896,00 40.896,00
3. sonstige Rückstellungen 1.078.443,61 2.055.352,87
1.179.249,03 2.238.116,87
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 635.418,15 840.792,30
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 448.911,84 11.053,95
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 283.226,48 441.081,66
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.645.145,55 3.454.200,28
5. sonstige Verbindlichkeiten 348.596,02 122.307,81
3.361.298,04 4.869.436,00
9.778.828,78 13.204.077,16

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.786.041,71 28.459.551,60
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -287.302,85 -532.437,55
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 25.018,79 142.227,49
4. Sonstige betriebliche Erträge 814.264,19 279.799,30
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.439.702,20 16.138.199,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.613.273,92 1.687.893,87
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.666.891,82 4.381.776,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 878.902,48 809.831,84
(davon für Altersversorgung € 43.431,48; Vorjahr € 44.944,12)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 497.573,05 457.062,47
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.939.888,92 3.463.591,58
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 20.625,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 20.625,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.832,65 39.332,70
(davon an verbundenen Unternehmen € 18.666,67; Vorjahr € 27.055,56)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 114.939,61 147.653,14
12. Ergebnis nach Steuern -841.982,81 1.244.424,74
13. Sonstige Steuern 16.259,77 14.924,49
14. Jahresüberschuss -858.242,58 1.229.500,25
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.581.489,32 3.851.989,07
16. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 2.000.000,00
17. Ausschüttungen 0,00 5.500.000,00
18. Bilanzgewinn 723.246,74 1.581.489,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINES

1. Vorbemerkungen

Die Komax Testing Germany GmbH mit Sitz in Porta Westfalica ist beim Registergericht Bad Oeynhausen unter der Handelsregisternummer HRB 4815 eingetragen.

2. Angaben zu Form und Darstellung der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2023 gem. § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 HGB das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, voraussichtlich nutzungsbedingte Abschreibungen nach der linearen Methode, pro rata temporis.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, voraussichtliche nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen, pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € netto werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 253 Abs. 3 HGB bei dauernder Wertminderung im Anlagevermögen vorgenommen.

Angewandte Nutzungsdauern:

EDV-Software und entgeltlich erworbene Patentrechte 3 bis 5 Jahre
Bauten 25 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 16 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16 Jahre

Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Waren ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt mit gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Der Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungseinzelkosten zuzüglich angemessener Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktionsbedingter Abschreibungen. Bei der Bewertung der Vorräte werden die Grundsätze des Niederstwertprinzips sowie der verlustfreien Bewertung berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Risiken im Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände werden durch Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt.

Rückdeckungsversicherungen werden auf Basis der Mitteilungen des Versicherers mit dem beizulegenden Zeitwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet und mit den Altersvorsorgeverpflichtungen saldiert, da die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB erfüllt sind.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte, unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, nach dem Project Unit-Credit Verfahren. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der zum Bilanzstichtag prognostizierte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,72 %; Vorjahr 1,40 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,82 %; Vorjahr 1,78 %). Der Unterschiedsbetrag von T€ 2 (Vorjahr T€ 10) ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden, ebenso wie eine Fluktuation, unverändert nicht berücksichtigt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie liquide Mittel oder andere Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden unter Beachtung des Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten wird abweichend hiervon gem. § 256a Satz 2 HGB das Realisationsprinzip durchbrochen. Die Erfassung laufender Geschäftsvorfälle in Fremdwährung erfolgt zum tagesaktuellen Kurs.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf einen Ansatz verzichtet.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Laufzeiten:

Gesamtbetrag Davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von
bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr
2023 2022 2023 2022 2023 2022
T€ T€ T€ T€ T€ T€
aus Lieferungen und Leistungen 2.684 5.044 2.684 5.044 0 0
gegen verbundene Unternehmen 809 1.077 809 1.077 0 0
Sonstige 239 173 239 173 0 0
3.732 6.294 3.732 6.294 0 0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 809 (Vorjahr T€ 1.077).

3. Rückstellungen

Die Verpflichtungen aus Pensionen (Erfüllungsbetrag T€ 144) werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), verrechnet und innerhalb der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ausgewiesen. Dies gilt entsprechend für Zinserträge (T€ 3) und Zinsaufwendungen (T€ 5). Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgte zum beizulegenden Zeitwert (Anschaffungskosten) in Höhe von T€ 84.

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.078 (Vorjahr T€ 2.055) entfallen T€ 586 (Vorjahr T€ 690) auf Rückstellungen aus dem Personalbereich und T€ 351 (Vorjahr T€ 994) auf Rückstellungen für voraussichtlich zu leistende Bonuszahlungen an Kunden. Im Personalbereich betrifft dies insbesondere Urlaubs- und Überstundenansprüche (T€ 388, Vorjahr T€ 295) sowie Bonuszahlungen (T€ 175, Vorjahr T€ 131).

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Laufzeiten:

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit von
bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr größer 5 Jahre
2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
gegenüber Kreditinstituten * 635 841 216 212 419 629 0 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 449 11 449 11 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 283 441 283 441 0 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.645 3.454 1.645 3.454 0 0 0 0
Sonstige 349 122 349 122 0 0 0 0
- davon aus Steuern 146 57 146 57 0 0 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11 9 11 9 0 0 0 0
3.361 4.869 2.942 4.240 419 629 0 0

* vollständig gesichert durch Grundschuld.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.126 (Vorjahr T€ 1.927) sowie aus Finanzierungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 519 (Vorjahr T€ 1.527).

5. Sonstige betriebliche Erträge

Sie beinhalten hauptsächlich periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 427 (Vorjahr T€ 67) sowie Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von T€ 184 (Vorjahr T€ 49). Währungsgewinne fielen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 1) an.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Währungsverluste fielen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 2) an.

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Hierunter sind Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 2) erfasst.

III. ERGÄNZENDE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasing- und Serviceverträgen betragen T€ 644 (Vorjahr T€ 404).

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit von
bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr größer 5 Jahre
2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Leasingverträge 96 4 28 4 68 0 0 0
Serviceverträge 548 400 548 400 0 0 0 0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 348 213 348 213 0 0 0 0
644 404 576 404 68 0 0 0

2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht.

3. Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter: 10 10
Angestellte (ohne Geschäftsführer/Auszubildende): 59 59
69 69

4. Angaben zum Mutterunternehmen

Die Komax Testing Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Komax Holding AG mit Sitz in Dierikon, Schweiz, einbezogen. Der Konzernabschluss ist in deutscher Sprache unter www.komaxgroup.com erhältlich. Die Komax Holding AG ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird nach Swiss GAAP FER aufgestellt.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -858 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

7. Geschäftsführer

Dietmar Hunecke, kaufmännischer Geschäftsführer, Olpe (seit 07.03.2023)

Dr. Sebastian Oster, kaufmännischer Geschäftsführer, Winnenden

Predrag Matijas Meyer, kaufmännischer Geschäftsführer, Ebikon / Schweiz (angestellt bei Komax Management AG, Dierikon / Schweiz)

Werner Raulin, kaufmännischer Geschäftsführer, Vertrieb, Düsseldorf (bis 31.12.2023)

Andreas Wolfisberg, Geschäftsführer Finanzen, Adligenswil / Schweiz (bis 31.12.2023) (angestellt bei Komax Management AG, Dierikon / Schweiz)

Die bei der Komax Management AG, Dierikon / Schweiz angestellten Geschäftsführer erhalten von der Komax Testing Germany GmbH keine Bezüge. Auf die Angabe der Bezüge der übrigen und ehemaligen Geschäftsführer wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

 

Porta Westfalica, den 01.03.2024

Dietmar Hunecke

Dr. Sebastian Oster

Predrag Matijas Meyer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Patentrechte und EDV-Software 2.263.961,10 36.499,50 10.225,84 2.290.234,76
2.263.961,10 36.499,50 10.225,84 2.290.234,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.333.941,10 0,00 0,00 3.333.941,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 349.698,23 56.890,86 13.702,63 392.886,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.689.641,57 380.640,18 140.183,28 1.930.098,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 25.018,79 0,00 25.018,79
5.373.280,90 462.549,83 153.885,91 5.681.944,82
7.637.242,00 499.049,33 164.111,75 7.972.179,58
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Patentrechte und EDV-Software 1.752.390,22 168.738,00 10.225,33 1.910.902,89 379.331,87 511.570,88
1.752.390,22 168.738,00 10.225,33 1.910.902,89 379.331,87 511.570,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.547.307,11 99.330,29 0,00 2.646.637,40 687.303,70 786.633,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 217.998,48 19.673,00 13.701,10 223.970,38 168.916,08 131.699,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.092.256,97 209.831,76 140.164,57 1.161.924,16 768.174,31 597.384,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 25.018,79 0,00
3.857.562,56 328.835,05 153.865,67 4.032.531,94 1.649.412,88 1.515.718,34
5.609.952,78 497.573,05 164.091,00 5.943.434,83 2.028.744,75 2.027.289,22

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Komax Testing Germany GmbH entwickelt und vertreibt Prüfsysteme und Adaptionseinheiten zur Prüfung von Kabelsätzen sowie weiteren elektrisch-elektronischen Baugruppen und Komponenten und bietet Lösungen zur Qualitätssicherung von Funktionseinheiten in unterschiedlichen industriellen Bereichen an.

Der Hauptabsatzmarkt ist die Automobilbranche. Dort ist die Komax Testing Germany GmbH Partner für Qualitätssicherungslösungen im Bereich Kabelprüfsysteme (Harness Testing/HT) und Bordnetzelektronik. Das Leitbild ist Zuverlässigkeit in Lieferzeit und Produktqualität. Die innovativen Lösungen für die Prüfung von Kabelsätzen und Steuerungseinheiten, die Modulprüfsysteme, Adaptionstechnik und die eigene Testertechnologie mit ihrer leistungsfähigen Prüfsoftware CS WIN garantieren einen hohen Qualitätsstandard. Dies bildet die elementare Basis für Kundenzufriedenheit und damit verbundenes Wachstum. Für und gemeinsam mit den Kunden werden passende und kostengünstige Lösungen für Qualitätssicherungsaufgaben entwickelt. Die Prüfsysteme fügen sich nahtlos in die Produktion der Kunden ein und können an alle gängigen ERP Systeme (Enterprise-Resource-Planning) angebunden werden. Der schnellen und zuverlässigen und damit zeitsparenden Prüfung gilt hierbei besondere Aufmerksamkeit.

Die Komax Testing Germany GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Komax Holding AG mit Sitz in Dierikon, Schweiz. Innerhalb der Komax Unternehmensgruppe steuert sie den Geschäftsbereich Komax Testing als Kompetenzcenter mit strategischem, globalem Vertriebs- und Qualitätsmanagement, Produktionsknowhow und agiert als Entwicklungsstandort. Dem Geschäftsbereich Komax Testing gehören verschiedene, weltweit verteilte Schwestergesellschaften an. Der Fokus liegt auf der Entwicklung innovativer und zukunftsfähiger Lösungen sowie der permanenten Verbesserung der Produktionsprozesse. Ziel auf der Kundenseite ist im Rahmen der Digitalisierung die Bereitstellung von Lösungen zur Prozesskostenreduzierung. Die diesbezüglich gestarteten Projekte wie Komax Connect und Komax Direct wurden und werden zukünftig weitergeführt.

Da die wichtigsten Kunden global aufgestellt sind, ist eine weltweite Präsenz und Verfügbarkeit der entwickelten Produkte in einem einheitlich hohen Qualitätsstandard für das Geschäft der Komax Testing Germany GmbH unabdingbar. Die Kunden werden über die Kategorisierungen EMEA (Europe Middle-East Asia), Americas und AP (Asia Pacific) individualisiert. Die europäischen Kunden werden überwiegend von der Komax Testing Germany GmbH aus Deutschland beliefert. Hierbei unterstützen Schwestergesellschaften mit Zulieferungen aus einem Produktionswerk in der Türkei und einem wichtigen Vertriebs- und Servicestandort in Rumänien. Der sehr wichtige nordafrikanische Markt wird gemeinsam mit Schwestergesellschaften in Tunesien und Marokko versorgt. Auch in den weiteren relevanten Märkten in Asia Pacific - hier vor allem China und Indien - sowie Mexiko ist die Komax Gruppe mit Produktionsstandorten für den Bereich Komax Quality Solutions präsent. Zudem sind weitere Vertriebs- und Servicestandorte in den Regionen Osteuropa, Nordafrika und Asien präsent. Diese Vertriebs- und Servicestützpunkte befinden sich weltweit in unmittelbarer Nähe der Kunden.

Der zielgerichtete Ausbau des Bereichs Forschung und Entwicklung ergibt die Möglichkeit zu inhaltlichen- und organisatorischen Anpassungen der bereits vorhandenen Abteilung HT- Systeme. Dieser sich mit Sondermaschinen außerhalb der klassischen Kabelprüfung befassende Bereich wird in Zusammenarbeit mit der rumänischen Schwestergesellschaft ausgebaut. Diese Zielrichtung erschließt unserer Gesellschaft weiterhin unzugängliche Geschäftsbereiche aktiver Kunden und die Akquise neuer Systemkunden der Automobilindustrie. Positive Rückmeldungen bestätigen diese strategisch- innovative Ausrichtung.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt im branchenüblichen Umfang eigene Forschungen und Entwicklungen, um die Produkte den Kundenwünschen und Marktgegebenheiten anzupassen und um neue innovative Produkte zu entwickeln. Ein wichtiger Fokus der Entwicklungstätigkeiten liegt auf der Neu- und Weiterentwicklung von Testsystemen für die Elektromobilität.

Im Jahr 2023 waren sieben Mitarbeiter in diesem Bereich direkt beschäftigt. Die direkten und indirekten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen bezogen auf den Umsatz etwa 7%.

Die Themen Digitalisierung und Automatisierung wurden konsequent weiterentwickelt. Diesbezüglich ist die Gesellschaft bereits seit dem 1. Oktober 2021 Partner an einem durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Verbundprojekt. Dem Verbund gehören verschiedene Original Equipment Manufacturer (OEMs, deutsch: Erstausrüster), Tier 1 Lieferanten, d.h. Automobilzulieferer, die direkt an einen OEM liefern, und weitere Anlagenbauer sowie Firmen aus dem Bereich Systemtechnik an. Aus diesem Forschungsprojekt werden wichtige Impulse für zukünftige Anforderungen an die Bordnetztechnik erwartet. Wesentlicher Zukunftstrend ist ferner die Automatisierung in der Kabelsatzfertigung. Insbesondere durch die disruptiven Ereignisse der letzten Jahre, die zu Unterbrechungen der Lieferketten geführt haben, wurde ein weiteres gefördertes Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gestartet, welches die durchgängige Automatisierung der Kabelsatzfertigung als Ziel gesetzt hat. Dies soll dem Trend der immer größer werdenden Entfernung der Kabelbaumproduktion in Niedriglohnländern entgegenwirken und die Produktion wieder näher an die OEMs heranrücken. Durch die Mitwirkung an diesem Projekt erhoffen wir uns, neuartige in den Prozess integrierte Prüftechnologien entwickeln zu können, die mittelfristig zu einer Stärkung des Standorts Deutschland beitragen soll.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das umsatzbezogene Branchenportfolio im Geschäftsbereich Komax Quality Solutions zeigt einen mehr als 90 %-igen Anteil an der Automobilindustrie. Somit wird die wirtschaftliche Entwicklung der Komax Testing Germany GmbH in großem Maße von der konjunkturellen Entwicklung des, vor allem europäischen, Automarktes getrieben.

Im Jahr 2023 wird eine weltweite Fahrzeugproduktion (Kategorie Leichtfahrzeuge) von etwa 90 Millionen Einheiten erwartet, womit das dritte Jahr in Folge eine Steigung zu verzeichnen ist. Das Niveau vor Beginn der weltweiten Corona-Krise ist allerdings noch nicht wieder erreicht. Die Fahrzeugverkäufe sind in Europa im Jahr 2023 um 13,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anteil der Verkaufszahlen vollelektrischer Fahrzeuge lag im Jahr 2023 europaweit bei 14,6 %, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 37 % entspricht. Der deutsche Markt konnte hingegen nur eine Steigerung von 7,3 % erreichen.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nominal zwar auf rund 4,12 Billionen Euro an, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr jedoch in eine Rezession gerutscht. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %.

Die Wachstumsprognose 2023 für die Weltwirtschaft liegt gemäß der Prognose des IWF bei 3,0 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. Das Wirtschaftswachstum 2023 im EU-Raum ist gemäß vorläufiger Prognose des IWF gegenüber der Weltwirtschaft auf 0,7 % zurückgegangen.

Der Anstieg von Funktionalitäten im Bereich der Elektromobilität und des (teil-) autonomen Fahrens sowie zunehmender Assistenzsysteme im Fahrzeug sorgt für eine spürbare Zunahme der Sonderprojekte und der Nachfrage nach sehr spezifischen Prüflösungen. Die technische Komplexität der Prüflösungen nimmt dabei zu und erfordert Lösungen, die sich von Kunde zu Kunde stark unterscheiden und keinen Standard mehr darstellen. Dies erfordert einen Ausbau der Kapazität und der Kompetenzen die bedingt durch die Komplexität der Aufgaben hoch qualifizierte Mitarbeitende erfordert, die nicht einfach am Arbeitsmarkt verfügbar sind. Dieser Wandel bietet jedoch Chancen für den Standort um sich verstärkt im Bereich der Sonderlösungen zu platzieren und mit zukunftsweisenden Technologien in Richtung Automatisierung und Digitalisierung Alleinstellungsmerkmale zu schaffen. Diese Lösungen bieten unseren Kunden einen durchgängigen Mehrwert und sorgen auch weiterhin dafür, zu einem der führenden Anbieter in diesem Sektor zu gehören.

2. Geschäftsverlauf

Die Komax Testing Germany GmbH startete mit einem Auftragsbestand von 5.338 T€ (ohne Aufträge von Gruppengesellschaften) in das Geschäftsjahr, der insbesondere durch Zusatzaufträge als Folge der Verlagerung von Fertigungskapazitäten wegen des Ukraine-Kriegs entstand. Die Lieferung dieser Aufträge sorgte im ersten Quartal für einen guten Geschäftsverlauf. Das weitere Geschäftsjahr hingegen war geprägt durch eine allgemeine Investitionszurückhaltung der Kunden im Bereich der klassischen Kabelsatzfertigung (Standardgeschäft). Hinzu kommt, dass Produktionskapazitäten unserer (Tier-) Kunden vor allem für dieses Standardgeschäft zunehmend in Drittländer außerhalb der Europäischen Union (EU, u. a. Nordafrika) verlagert werden, die nicht mehr durch die Komax Testing Germany GmbH, sondern durch Schwestergesellschaften vor Ort beliefert werden. Dieser Effekt konnte bisher nur sehr bedingt durch Zusatzgeschäft mit Sonderanlagen z. B. im Hochvolt-Bereich kompensiert werden. Insgesamt kam es somit bei der Komax Testing Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr zu einem deutlichen Auftragsrückgang.

Der Auftragseingang betrug im Berichtsjahr 15.469 T€ (ohne Bestellungen von Gruppengesellschaften). Dies entspricht einem Rückgang zum Vorjahr von 38 %. Die Umsatzerlöse sind mit erreichten 21.786 T€ um 23,5 % hinter dem Vorjahr zurückgeblieben.

Die von vielen Kunden zurückgestellten Investitionsentscheide betrafen vor allem das margenstärkere Standardgeschäft, weshalb der Einfluss auf das Betriebsergebnis signifikant war.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresfehlbetrag von 858 T€ (Vorjahr Jahresüberschuss 1.230 T€) abgeschlossen.

3. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Die Beurteilung des Geschäftsverlaufs der Komax Testing Germany GmbH erfolgt insbesondere anhand der Leistungsindikatoren Umsatz, Umsatz pro Mitarbeiter (Umsatzerlöse geteilt durch durchschnittliche Arbeitnehmerzahl) und Earnings before Interest and Taxes (EBIT, Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen).

Diese Kennzahlen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

2023 2022 Planung 2023
T€ T€
Umsatzerlöse 21.786 28.460 gleichbleibend
Umsatz pro Mitarbeiter 316 412 etwa 10% geringer
EBIT -698 1.396 etwa 50% geringer

Für den Leistungsindikator Umsatz war gemäß Planung für das Geschäftsjahr 2023 ein Wert analog dem Vorjahr erwartet worden. Dieses Ziel wurde verfehlt, die Abweichung beträgt etwa 6,5 Mio. € (23,5 %). Die allgemeine Investitionszurückhaltung vor allem im Standardgeschäft und der Einmaleffekt des Vorjahres durch Zusatzgeschäft aufgrund von Produktionsverlagerungen aus der Ukraine konnte nicht durch zusätzliche Aufträge kompensiert werden.

In der Planung war zur Erreichung des Umsatzziels ein Personalaufbau berücksichtigt. Der Plan- Umsatz pro Mitarbeiter wurde dementsprechend um etwa 10 % tiefer erwartet als im Vorjahr. Aufgrund der deutlichen Umsatzabweichung wurde der Personalbestand nicht erhöht, das Ziel beim Umsatz pro Mitarbeiter wurde aufgrund der Höhe der Umsatzabweichung dennoch deutlich verfehlt.

Der unerwartet hohe Rückgang des Auftragseingangs und somit auch des Umsatzes in Verbindung mit höherem Materialeinsatz und gestiegenen Personalkosten führte zu einer deutlichen Zielverfehlung beim EBIT. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf als nicht zufriedenstellend.

4. Lage

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bei 9.779 T€ im Vergleich zu 13.204 T€ im Vorjahr. Die Verminderung ist im Wesentlichen durch den umsatzbedingt tieferen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- 2.359 T€), sowie deutlich geringerem Rückstellungsbedarf (- 979 T€) und tieferer Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (- 1.809 T€) begründet.

Das Net Working Capital ist auf 3.964 T€ zurückgegangen (Vorjahr 8.471 T€). Hauptgrund ist auch hier der deutlich geringere Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie tiefere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag.

Die Eigenkapitalquote konnte durch die Reduzierung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten auf 53,6 % erhöht werden (Vorjahr 46,2 %). Zum Bilanzstichtag wurde ein Liquiditätsgrad II (Quick Ratio) von 154,8 % (Vorjahr: 173,8 %) erreicht.

Die Vermögenslage wird als positiv beurteilt.

b) Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr hauptsächlich durch Eigenmittel. Ein bestehendes Intercompany-Darlehen der Komax Holding AG konnte trotz schwieriger Auftragslage auf 500 T€ getilgt werden (Vorjahr 1.500 T€). Weiterhin wurde ein langfristiges Förderdarlehen der KfW in Höhe von 629 T€ in Anspruch genommen.

Es wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 499 T€ (Vorjahr: 419 T€) im Rahmen von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen getätigt, darunter vor allem Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Softwareerweiterungen.

Die Investitionen wurden aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.593 T€ (Vorjahr: 1.828 T€) finanziert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei - 499 T€ und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit bei - 1.205 T€. Die Summe der Cashflows betrug - 111 T€, wodurch sich der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag auf 823 T€ reduziert hat (Vorjahr 934 T€).

Die Gesellschaft war jederzeit dazu in der Lage ihre Verpflichtungen zu begleichen.

Die Finanzlage wird als positiv beurteilt.

c) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse (inkl. Umsatz mit verbundenen Unternehmen) von 21.786 T€ erreicht, was einer Abnahme von 23,5 % gegenüber 2022 entspricht. Dies ist auf die allgemeine Investitionszurückhaltung der Kunden im Standardgeschäft und zunehmender Verlagerung der Produktion in Drittländer außerhalb der EU zurückzuführen. Für nähere Ausführungen wird auf die Analyse des Geschäftsverlaufs verwiesen.

Die Materialquote hat sich auf 65,4 % erhöht (Vorjahr 63,8 %).

Aufgrund der anhaltend hohen Inflation wurden überdurchschnittliche Gehaltserhöhungen sowie Inflationsausgleichsprämien gezahlt. Die Personalaufwendungen sind dadurch bei gleichbleibendem Personalbestand gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % gestiegen.

Die Abschreibungen beliefen sich auf 498 T€ (Vorjahr 457 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit insgesamt 2.940 T€ deutlich unter dem Vorjahr (3.464 T€). Hauptgrund sind umsatzbedingt reduzierte Provisionsaufwendungen für Support durch ein verbundenes Unternehmen auf dem osteuropäischen Markt.

Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 115 T€ (Vorjahr: 148 T€) wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 858 T€ (Vorjahr Jahresüberschuss: 1.230 T€) erwirtschaftet.

Die Ertragslage wird als nicht zufriedenstellend beurteilt.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Die Automobilbranche steht mit den Bereichen Elektromobilität und autonomes Fahren aktuell vor historischen Innovationssprüngen, die durch die Corona-Pandemie lediglich verzögert wurden. Die intelligente Vernetzung und Steigerung der Leistungsfähigkeit der Informationssysteme in Fahrzeugen einerseits sowie in der Fertigung von Kabelsätzen andererseits versprechen weiter gutes Wachstumspotential. Die Innovationszwänge führen zu Kostendruck und Investitionen in Automatisierung auf Seiten der Kunden.

Neben der Automobilindustrie steigt auch in anderen Branchen, wie Medizintechnik, Industrie, Agrarwirtschaft, der Automatisierungs- bzw. Autonomisierungsgrad enorm.

Die Komax Testing Germany GmbH wird den Hochvolt-Bereich entsprechend ausbauen und sich in diesem Jahr auch der Erschließung neuer Märkte und Kundensegmente widmen.

Die Chancen für zusätzliches Geschäft werden als gut bewertet.

2. Risiken

2.1 Absatzrisiken

Die Gesellschaft ist als Investitionsgüterhersteller und -verkäufer grundsätzlich für Konjunkturzyklen und damit Umsatz- und Ertragsschwankungen anfällig. Die Verlagerung von Geschäft in außereuropäische Regionen stellt ein Risiko für die Gesellschaft dar, was zu reduzierten Auftragseingängen führen kann. Dies muss durch Alternativgeschäft aus anderen Märkten kompensiert werden. Die Gesellschaft ist hier vertriebsseitig bereits aktiv.

Das Risiko wird mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit aber hohen Auswirkung bewertet.

2.2. Beschaffungsrisiken

Auf der Beschaffungsseite besteht in einem spezialisierten Markt bei einigen Zulieferern relative Abhängigkeit, die durch Zweit- und Drittlieferanten, Bevorratungsstrategie und konzernweite Inhouse-Lösungen abgefedert werden.

Lieferengpässe auf dem Chipmarkt und bei der Beschaffung verschiedenster Elektronikbauteile stellen ein Risiko dar und können zu Verzögerungen im Produktionsprozess der Komax Testing Germany GmbH führen.

Den Risiken wird durch den Aufbau von Zweit- und Drittlieferanten, eine Bevorratungsstrategie und konzernweite Inhouse-Lösungen begegnet. Die Risiken werden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet.

2.3. Vorratsrisiken

Da die Komax Testing Germany GmbH fast ausschließlich kundenspezifisch fertigt, ist kein nennenswerter Lagerbestand an fertigen Erzeugnissen vorhanden. Vorratsrisiken bestehen insbesondere in der Vorhaltung von Rohteilen für die auftragsbezogene Fertigung sowie von Ersatz- und Verschleißteilen. Hauptaugenmerk legen wir hier auf die weitere Standardisierung unserer Produktsysteme, um die Vielzahl an Einzelkomponenten zu verringern und ein höhere Wiederverwendbarkeit zu erreichen.

Das Risiko wird mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit, aber geringen Auswirkung eingeschätzt.

2.4. Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken

Währungsrisiken bestehen bei Verkäufen und Einkäufen in Fremdwährungen. Die Komax Testing Germany GmbH fakturiert jedoch fast ausschließlich in Euro, auch Lieferantenbestellungen erfolgen fast ausschließlich auf Eurobasis. Das Risiko wird mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet.

Es besteht ein Risiko des Forderungsausfalls. Durch ein aktives Forderungsmanagement und durch Bonitätsüberwachungen werden die Risiken von Überfälligkeiten und Forderungsausfällen minimiert.

Das Risiko wird mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die Komax Holding AG, Dierikon, in Ergänzung eines langfristigen Förderdarlehens. Ein Liquiditätsrisiko wird als gering eingestuft.

2.5 Risiken in Bezug auf den Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel in Deutschland betrifft auch Komax Testing Germany GmbH, hier insbesondere die technischen Berufsgruppen. Durch gezielte HR-Strategien, ein höheres Rekrutierungsbudget, Remote-Arbeitsmodelle, sowie die Erhöhung der eigenen Ausbildungsquote wird hier gegengesteuert. Zudem wird auch die direkte Zusammenarbeit mit Universitäten gestärkt.

Das Risiko wird mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und hohen Auswirkung bewertet.

3. Risikomanagement

Ein gruppenweit einheitliches und aktuelles Planungs- und Reporting-System, eine klare Geschäfts- und Kompetenzordnung, regelmäßige stufengerechte Besprechungen mit der Konzernleitung, den Abteilungsleitern und den Abteilungsmitarbeitern sowie die Prozessbeschreibungen gemäß dem Qualitätsmanagementsystem stellen den größengerechten Steuerungsrahmen für die unternehmerischen Aktivitäten dar.

4. Fortbestand der Gesellschaft

Gegenwärtig sind keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

IV. Prognosebericht

Die nachfolgende Darstellung der Erwartungen für die Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 basiert auf der Ende 2023 abgeschlossenen Planung. Aktuelle Erkenntnisse werden in die Prognose mit einbezogen.

Plan 2024
Umsatzerlöse stark steigend
Umsatz pro Mitarbeiter leicht steigend
EBIT stark steigend

Gemäß dieser Planung wird im Geschäftsjahr 2024 eine starke Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr geplant. Hierzu wird der Produktbereich Hochvolt-Prüfsysteme weiter ausgebaut und das Engagement im Bereich Automatisierung intensiviert. Es ist zudem geplant, neben dem Automotivebereich andere Märkte wie den allgemeinen Industriesektor weiter zu entwickeln. Ein bereits vergrößertes Vertriebsteam und zusätzliche Ressourcenerweiterungen in 2024 werden hier helfen. Die Erhöhung des eigenen Marktanteils ist für die Zielerreichung unbedingt erforderlich.

Unter Berücksichtigung der geplanten Neueinstellungen wird mit der erwarteten Umsatzsteigerung beim Umsatz pro Mitarbeiter mit einer leichten Steigerung gerechnet.

Einsparungen in der Materialbeschaffung, vor allem durch Standardisierung und eine standortübergreifende Zusammenlegung von Beschaffungsvorgängen zur Hebung von Einkaufspotenzialen sollen zu einer verbesserten Marge führen.

Gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr wird mit einer starken Steigerung des EBIT in 2024 geplant, sodass dieses deutlich positiv sein wird.

Die bereits erwähnte Verlagerung von Standardgeschäft durch europäische Kunden in außereuropäische Regionen führt jedoch bereits im ersten Quartal 2024 zu reduzierten Auftragseingängen. Daher ist nach aktuellen Erkenntnissen mit einer negativen Zielabweichung von bis zu 30 % gegenüber den oben stehenden, zuvor prognostizierten Werten zu rechnen.

 

Porta Westfalica, den 01.03.2024

Dietmar Hunecke

Dr. Sebastian Oster

Predrag Matijas Meyer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Komax Testing Germany GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Komax Testing Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Komax Testing Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 12. April 2024

Nordwest Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Meseberg, Wirtschaftsprüfer

Zatorski, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 24. April 2024 festgestellt.

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