Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 1699
Vorher
MPS Electronik Vertriebs GmbHMPS Electronic Vertriebs GmbH
Eingetragen
23.2.1978
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von elektrischen und elektronischen Halb- und Fertigprodukten aller Art, von Kabeln und Kabelbäumen jeder Art, Werkzeugen, Zusatzausrüstungen für elektrische und elektronische Geräte, von elektronischen Bauelementen sowie von Markierungs- und Kennzeichnungsmethoden, sowie der Verkauf von Zusatzausrüstungen, die Erbringung von Wartungsarbeiten und anderen Dienstleistungen in diesen Bereichen. Die Gesellschaft ist zudem zur Vertretung von und zum Kommissionsgeschäft für in- und ausländische Geschäftsbetriebe in den Bereichen Kabel und Kabelbäume berechtigt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Grzegorz Lyszczarz
seit 29.9.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Jamie Webster
seit 4.2.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Heilind Europe Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
14700
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heilind Electronics GmbH

Bruckmühl (vormals: Feldkirchen-Westerham)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von elektronischen Bauelementen für die Bereiche Industrie, Luftfahrt und Verteidigung und (bis November 2023) die Herstellung von Verkabelungssystemen für Sonderapplikationen. Das Produktspektrum besteht aus einer großen Palette von Standardartikeln sowie kundenspezifischen Sondervarianten.

II. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt Deutschlands (BIP) sank im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 %.

Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

(Quelle : https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile)

Entwicklung der Branche

Der seit einigen Quartalen anhaltende, erwartete Rückgang in der Auftragslage in der Bauelemente-Distribution macht sich jetzt auch in den Umsätzen bemerkbar. Zwar endete das dritte Quartal mit 1,34 Milliarden Euro Umsatz (-1 %) auf recht hohem Umsatzniveau, die Verlangsamung des Auftragseingangs bleibt. Die Aufträge gingen um über 50 % im Vergleich zum Rekordjahr 2022 zurück. Die Book-to-Bill-Rate lag bei 0,51.

Nach wie vor stark präsentierten sich die Halbleiter. Mit einem Zuwachs von 5,7 % auf 953 Millionen Euro Umsatz hielten sie sich erstaunlich stabil. Die Rekordumsätze der letzten 4 Quartale manifestieren sich heute jedoch in hohen Lagerbeständen bei den Kunden, so dass die Auftragseingänge erwartbar zurückgingen.

Andere Produktbereiche befinden sich bereits seit längerem in der Konsolidierung. Passive Bauelemente schrumpften im dritten Quartal um 13,7 % auf 160 Millionen, Elektromechanik inklusive Steckverbinder nahmen um 12,1 % auf 150 Millionen Euro ab.

Auch die Stromversorgungen sanken um 14 % auf 40 Millionen. Die restlichen Komponenten wie Sensoren, Displays oder Baugruppen verhielten sich ähnlich. Die Umsatzverteilung nach Komponenten blieb relativ gleich: Halbleiter 71 %, Passive 12 %, Elektromechanik 11 %, Stromversorgungen 3 % und der Rest ebenfalls 3 %.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: "Der Trend vom letzten Quartal setzt sich fort, die Konsolidierung nach fast drei stürmischen Jahren ist so erwartet wie unvermeidlich.

Zwar sind nach wie vor etliche Komponenten schwer zu bekommen, die Verfügbarkeit hat sich jedoch allgemein sehr verbessert. Wir gehen davon aus, dass 2023 insgesamt leicht positiv für die Distribution enden wird. Für 2024 ist jedoch Geduld angesagt, da die Trendwende in der Auftragslage nicht nur vom Lagerbestand sondern auch von der Situation in den Endmärkten abhängt."

Zur weiteren Lage stellt Steinberger fest: "Wer derzeit auf fallende Preise spekuliert, könnte sich enttäuscht finden, denn die Hersteller sind mit hohen Energiepreisen und Finanzierungskosten konfrontiert, die sie sicher an den Markt weitergeben wollen." Und fügt hinzu: "Derzeit gehen wir mehr von Kapazitätsreduktionen und Verschiebungen von Produktionserweiterungen aus. Ich persönlich halte das für gesünder, denn ein Zurück zum früheren Preiskampf-Gebaren in der Supply-Chain wäre unverantwortlich."

Die Zukunft sieht nach Ansicht Steinbergers und seiner FBDi-Kollegen grundsätzlich so aus: "Die Elektronifizierung aller Gesellschaftsbereiche schreitet weiter fort. Manche Industriezweige mögen derzeit konjunkturbedingt etwas verhalten agieren, doch der Bedarf an Halbleitern und innovativen Komponentenlösungen bleibt langfristig hoch. Daran wird selbst die geopolitische Großwetterlage - und sei sie derzeit auch noch so kritisch - nichts ändern. Allerdings muss sich auch unsere Branche ihrer Verantwortung im Kampf um nachhaltiges Wirtschaften mehr bewußt und deutlich aktiver werden."

(Quelle: FBDi: Marktzahlen für Q4/2022 - Der FBDIFBDi: Marktzahlen für Q3/2023 - Der FBDI)

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Nachdem die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 eine überdurchschnittliche Umsatzsteigerung von 39,7 % zum Vorjahr 2022 verzeichnen konnte, hat sich der Umsatz in 2023 mit einem Minus von 7,6 % zum Vorjahr 2022 entwickelt.

Dies resultiert aus einem Minus von 30,5 % bei den Kunden im Ausland von TEUR 18.642 auf TEUR 12.959. Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang bei einem Kunden zurückzuführen, für den die Gesellschaft direkt an dessen Kunden im Rahmen von umsatzsteuerlichen Reihengeschäften Produkte ausliefert, die um 43,6 % zum Vorjahr 2022 zurückgingen. Die Auslandsumsätze aus Lieferungen an eigene Kunden sind um 6,3 % zum Vorjahr 2022 zurückgegangen. Die Umsätze mit inländischen Kunden haben sich um 6,9 % von TEUR 30.310 auf TEUR 32.275 gesteigert.

Umsatzerlöse

2020 2021 2022 2023 Diff zu VJ Diff zu VJ
KD Ausland 6.189.000 10.285.000 18.642.879 12.959.888 -5.682.991 -30,5%
KD Inland 18.610.000 24.754.000 30.310.390 32.275.266 1.964.876 6,9%
Gesamt 24.799.000 35.039.000 48.953.269 45.235.154 -1.447.262 -7,6%

Der Umsatz nach Produktsparte verminderte sich vor Absatzkosten zum Vorjahr 2022 im Industriebereich um 19,1 %, der Umsatz mit Verkabelungssystemen um 11,1 % und im Bereich "Luftfahrt und Verteidigung" um 0,3 %.

Nachdem die Umsätze mit den Top15-Kunden von 2021 auf 2022 um 28,3 % gestiegen sind, haben sich diese in 2023 mit einem kleinen Minus von 1,1 % auf TEUR 11.566 stabilisiert. Der Anteil der Top 15-Kunden am Gesamtumsatz hat sich von 24 % im Vorjahr auf 30 % gesteigert. Dieser Kundenkreis ist seit Jahren sehr stabil. Ein Nachteil aus dieser Quote ist nicht gegeben, sondern zeigt vielmehr eine stabile Kundenbeziehung, die durch Vertrauen und hoher Kundenzufriedenheit geprägt ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von TEUR 1.241 auf TEUR 1.399 erhöht und enthalten die Erträge aus Ergebnisgarantie der Heilind Inc. in Höhe von TEUR 619 in 2023 und TEUR 689 in 2022. Die sonstigen betriebliche Erträge resultieren im Wesentlichen aus den Erträgen aus weiterberechneten Leistungen innerhalb der verbundenen Unternehmen und aus Erträgen aus unrealisierten Währungsgewinnen.

Der Materialaufwand hat sich in 2023 in Relation zu den Umsatzerlösen wieder von 83,4 % auf 79,4 % und damit auf das Niveau von 2021 vermindert. Dies liegt allerdings hauptsächlich am in 2023 verminderten Umsatzanteil von umsatzsteuerlichen Reihengeschäften mit geringer Marge, die an einen ausländischen Kunden fakturiert wurden.

Durch die Verminderung des Materialaufwands konnte trotz des Umsatzminus der Rohgewinn von TEUR 9.382 auf TEUR 10.708 erhöht werden. Im Verhältnis zum Umsatz hat sich damit der Rohgewinn von 19,2 % auf 23,7 % entsprechend dem geringeren Materialaufwand erhöht.

Die Personalaufwendungen beinhalten entsprechende Rückstellungen für Urlaub und Bonuszahlungen und haben sich um 1,1 % von TEUR 5.227 auf TEUR 5.282 erhöht, wobei im Vorjahr 2022 die Erträge aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 131 in den Personalaufwendungen ausgewiesen waren und diese gemindert hatten. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 90 im Geschäftsjahr 2022 auf 88,5 im Geschäftsjahr 2023 vermindert. Die Veränderung der Anzahl der Mitarbeiter ist auf die Veräußerung der Produktionssparte "Kabel" im November 2023 zurückzuführen, die die Anzahl der jahresdurchschnittlichen Mitarbeiter durch den Endbestand im vierten Quartal mit 74 Mitarbeitern entsprechend vermindert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 2.495 auf TEUR 3.520 um TEUR 1.025 (41,1 %) erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Mehraufwand folgender Aufwandsarten: Werbe-, Messe- und Reisekosten TEUR 270, Beratungskosten TEUR 243, Managementfees TEUR 337, Miet-, Raum- und Umzugskosten TEUR 167 und Recruitingkosten TEUR 32. Ein Großteil der Mehrkosten ist durch die Inbetriebnahme und den Umzug der Produktionsstätten im November 2023 verursacht. Die Gesellschaft hat ab 15. November 2023 eine neue Lager- und Produktionsstätte in Hanau angemietet.

Das Finanzergebnis hat sich von Erträgen TEUR 66 in 2022 auf einen Aufwand in 2023 von TEUR 19 um TEUR 85 reduziert. Das Zinsergebnis besteht aus Zinsverpflichtungen aus Darlehensinanspruchnahme im Konzernverbund (TEUR 430, Vj. TEUR 325) sowie aus Zinserträgen von der Muttergesellschaft H.E. GmbH (TEUR 410, Vj. TEUR 391).

Aufgrund der oben dargestellten Umsatz- und Kostenstruktur hat sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr von TEUR + 1.601 auf TEUR + 1.753 vor Ergebnisgarantie und vor Ergebnisabführung um 9,5% erhöht.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung und vor Ergebnisausgleich durch die Heilind Electronics Inc. hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 67 TEUR von TEUR +1.661 auf TEUR +1.728 erhöht. Aufgrund des seit dem 1. Januar 2016 gültigen Ergebnisabführungsvertrages und der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Ergebnisgarantie auf Basis der "TP Policy" wird das Ergebnis vor Steuern zunächst auf 4,5 % der Außenumsätze als sonstiger betrieblicher Ertrag zu Gunsten einer Forderung gegenüber der Heilind Electronics Inc. aufgestockt und anschließend der sich ergebende Jahresüberschuss in voller Höhe an die H.E. GmbH, Feldkirchen-Westerham abgeführt.

Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend.

1. Lage

a) Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft ist weiterhin überwiegend über die Muttergesellschaft, die Heilind Inc., USA gesichert. Das Verrechnungskonto mit Heilind Inc., USA, dient dafür auch als Cash-Pooling.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 16.236 auf TEUR 19.082 gestiegen. Dies ist auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber der Heilind Inc. sowie der Interstate Connecting Components (ICC) aufgrund höherer Warenbewegungen und allgemeiner Weiterverrechnungen zurückzuführen. Die ab 2022 greifende Ergebnisgarantie und die dadurch in 2022 und 2023 gebildete Forderung wurde mit der Verbindlichkeit gegenüber der Heilind Inc verrechnet. Zudem wird im Saldo gegenüber der Heilind Inc. ein Darlehen in Höhe von TEUR 797 gezeigt.

Ein zusätzliches Darlehen besteht mit der H.E. GmbH. Die Kreditlinie beträgt EUR 10 Mio. bei einem Zins in Höhe von 1,5 % und einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Zum 31. Dezember 2023 sind TEUR 8.634 (Vj. TEUR 8.506) in Anspruch genommen. Durch Vereinbarung vom 31. Dezember 2022 erfolgte eine Verrechnung der Forderungen aus Ergebnisabführung inklusive Zinsen in Höhe von TEUR 8.617 (Vj. TEUR 8.207) mit der vorgenannten Darlehensverbindlichkeit. Hinzu kommt die verzinste Ergebnisabführung aus dem Vorjahr (TEUR 1.744) sowie die Ergebnisabführung zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 1.728

Aufgrund der dargestellten Vermögenslage und Struktur, ist die Gesellschaft weiterhin sehr gut in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit innerhalb der Zahlungsfristen nachzu- kommen.

Aufgrund der neuen Betriebsstätte in Hanau seit November 2023 und der Verlegung der Hauptniederlassung von Feldkirchen nach Bruckmühl im April 2024 sind in 2024 noch Investitionen für EDV und Innenausstattungen in Höhe von ca. 150 TEUR geplant.

b) Vermögenslage

Das Anlagevermögen spielt für die Gesellschaft auch weiterhin eine untergeordnete Rolle, da sämtliche Gebäude angemietet und die Ausstattung für die Assemblage gering sind. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Buchwerte aus dem Anlagevermögen von TEUR 266 auf TEUR 796 erhöht. Die Erhöhung von TEUR 530 ist überwiegend durch die Investitionen in die neu angemietete Produktionsstätte im November 2023 bedingt.

Das Vorratsvermögen stellt mit 63,2 % (Vj. 64,5 %) der Bilanzsumme nach wie vor den größten Bilanzposten dar. Der Bestand zum Jahresende erhöhte sich wie schon im Vorjahr aufgrund des erweiterten Warensortiments sowie auch aufgrund des Aufbaus der Mengen, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden verminderten sich stichtagsbezogen von TEUR 4.608 im Vorjahr auf TEUR 2.723. Das Zahlungsverhalten der Kunden ist weiterhin sehr konstant. Aufgrund des zuverlässigen Mahnwesens und entsprechenden Bonitätsprüfungen verzeichnet die Gesellschaft weiterhin kaum Zahlungsausfälle.

Die Eigenkapitalquote des konstanten Eigenkapitals reduzierte sich von 15,8 % auf 14,3 %. Grund hierfür sind insbesondere die gestiegen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternahmen.

Die sonstigen Rückstellungen veränderten sich von im Vorjahr ausgewiesenen TEUR 1.326 auf TEUR 700. Der Vorjahreswert 2022 TEUR 1.326 beinhaltet Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 798. In 2023 sind diese aufgrund des Eingangs im Aufstellungszeitraum als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

In den Sonstigen Rückstellungen sind neben den Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung, Rückstellungen für Mitarbeiterbonuszahlungen in Höhe von TEUR 66 sowie für sonstige personalbezogenen Rückstellungen TEUR 197 in 2023 insbesondere TEUR 114 für zurückgestellte Kundenboni enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich stichtagsbezogen von TEUR 5.242 auf TEUR 4.797, obwohl im Ausweis 2023 die Umgliederung aus den Rückstellungen aus Lieferanterechnungen in Höhe von TEUR 327 erfasst sind.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir verweisen diesbezüglich auf die oben angeführten Kennzahlen, insbesondere auf die Ausführungen zu Umsatzerlösen und EBIT.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft freut sich weiterhin trotz derzeitigen branchenübergreifenden Schwierigkeiten in der Gewinnung von Fachpersonal über einen langjährig gewachsenen Stamm an sehr gut ausgebildeten und hochmotivierten Mitarbeitern. Einer potentiellen Fluktuation wird entgegengewirkt, indem die Gesellschaft mit einer attraktiven Vergütung, interessanten und fordernden Aufgaben und vor allem mit einem attraktiven Arbeitsumfeld mit viel Raum zur persönlichen Weiterentwicklung die Mitarbeiterbindung sehr stark fördert.

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2023 88,5 Mitarbeiter (Vj. 90) in der Gesellschaft beschäftigt.

III. Prognosebericht

Nachdem sich die Lieferengpässe stabilisiert haben, rechnet die Gesellschaft mit etwa 10 % Rückgang der Umsätze im Segment "Industrie" in Deutschland.

Damit liegt die Gesellschaft in der Sparte Industrie besser als der Mitbewerb und rechnet sogar durch die bereits erfolgten weiteren Investitionen in diesen Bereich ab Mitte 2024 auch in diesem Segment wieder mit Wachstum.

In den weiteren Umsatzsegmenten Luftfahrt und Verteidigung, Verkehr und Transport, in der Medizin und in den regenerativen Energien profitiert die Gesellschaft von der weiterhin starken Nachfrage.

Bezogen auf die Marge rechnet die Gesellschaft aufgrund der Auslagerung der Sparte "Kabelfertigung", die sich im Zuge der Veräußerung der Kabelsparte aus November 2023 ergab, mit einem Rückgang in 2024 im niedrigen einstelligen Prozentbereich der Gesamtrohgewinnmarge. Der Rückgang in 2024 wird sich nicht vollständig kompensieren lassen.

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung in Höhe von über 13 % und aufgrund einer geringeren Rohgewinnmarge wegen des beschriebenen Sondereffektes mit einem Jahresergebnis 2024 in Höhe des Ergebnisses des Vorjahres.

Im ersten Quartal 2024 konnten die geplanten Umsatz- und Margenziele bereits erreicht werden und die Vorjahresumsätze des ersten Quartals 2023 auch in 2024 erwartungsgemäß ohne die Umsätze der Kabelfertigung in 2024 nahezu erreicht werden.

Die Geschäftsleitung beurteilt die Entwicklung der Gesellschaft mit Blick auf das Potential der Branchen der Kunden als weiterhin sehr gut und geht fest von einer weiterhin stabilen Entwicklung aus.

IV. Chancen - und Risikobericht

1. Risikobericht

Risiken für die Gesellschaft bestehen weiterhin im Wesentlichen in unkalkulierbaren Kostensteigerungen im Bereich der Rohstoffe, im Währungsrisiko des USD und im Forderungsausfallrisiko. Die etwaigen Kostensteigerungen in der Beschaffung sind entsprechend in die Kalkulation der Produkte eingepreist, wobei von einem leichten Rückgang der Rohgewinnmarke ausgegangen werden muss. Forderungsausfälle werden durch eine ständige Bonitätsprüfung, eine entsprechend enge Bindung zu den Kunden und entsprechenden Vorkassevereinbarungen vorgebeugt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass auch weiterhin keine nennenswerten Forderungsausfälle entstehen werden.

Das Währungsrisiko besteht überwiegend lieferantenseitig und wird durch die zügige Zahlung der Lieferantenrechnungen stark minimiert. Der Hauptanteil des Währungsrisikos betrifft Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen.

Weiterhin profitiert die Gesellschaft gemäß den Ausführungen im Abschnitt Prognosebericht von der Nachfrage in den genannten Segmenten.

Wie in den Vorjahren ist das Unternehmen weiterhin nach der internationalen Qualitätsnorm DIN EN 9100 zertifiziert. Diese konnte auch in 2023 bei der jährlichen Überwachung bzw. Rezertifizierung erfolgreich bestätigt werden. Die Zertifizierung untermauert, dass das Unternehmen auch weiterhin den kundenspezifischen Anforderungen und den eigenen Qualitätsmaßstäben gerecht wird.

2. Chancenbericht

Die in den Vorjahren, seit dem Unternehmenserwerb durch die H.E. GmbH, geschaffenen neuen Strukturen, Prozesse und Systemumstellung greifen weiterhin ebenso wie die im Jahr 2018 begonnene Expansion nach Osteuropa.

Dennoch werden weiterhin die Prozesse im Unternehmen optimiert, um die Erfüllung der Unternehmens- und Umsatzziele zu gewährleisten. Unter anderem wurden in 2023 die Kapazitäten vom vormaligem Nebensegment Kabelfertigung in die Fertigungen für Luftfahrt-Verteidigung, Industrie verlagert. Dazu wurde die Sparte Kabelfertigung im November 2023 verkauft und gleichzeitig in eine neue stark expandierte Produktionsstätte mit langfristiger Bindung investiert.

Investiert wurde auch in ein Upgrade der IT-Systeme, um die internen Prozesse noch effizienter abbilden zu können.

Insgesamt profitiert die Gesellschaft bei neuen Projekten und Produktserien weiterhin von den vielseitigen Möglichkeiten und Ressourcen des Firmenverbundes mit der Heilind Electronics Inc.

Weitere Auftragseingänge erwarten wir im Segment Luftfahrt und Verteidigung, sowie den weiteren Ausbau des deutschen Jet-Bestands Eurofighter Quadriga und diverse Forschungsprogramme.

3. Gesamtaussage

Nach Überprüfung der Gesamtrisikolage bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenwärtig keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Auch in 2023 kamen keine derivativen Finanzinstrumente für Sicherungszwecke zum Einsatz.

Bonitäts- und Ausfallrisiken bestehen insofern, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. In der Folge würden sich finanzielle Verluste für die Gesellschaft ergeben. Zur Vermeidung der Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir weiterhin ein aktives seit Jahren sehr etabliertes Forderungsmanagement eingerichtet, welches neben einem regelmäßigen und wöchentlichen Mahnsystem vor allem auch die Einholung von Kreditauskünften bei Neukunden, die Bewertung der Debitoren und darauf aufbauend die Festlegung kundenspezifischer Kreditlimite umfasst. Aus diesem Grund sind Forderungsausfälle auch weiterhin äußerst gering.

Weiterhin bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Finanzierungsbedarf wird über die Heilind-Gruppe abgewickelt. In Summe beurteilt die Gesellschaft das aus diesen Finanzinstrumenten resultierende Zinsrisiko als sehr überschaubaren Kostenfaktor.

Währungsrisiken bestehen grundsätzlich, sofern Forderungen, Verbindlichkeiten und liquide Mittel sowie geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. bestehen werden. Die Gesellschaft verfügt sowohl über Forderungen als auch Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Eine Absicherung anhand von Derivaten wird nicht vorgenommen, allerdings ist die Gesellschaft bemüht, die Zahlungsmittelflüsse in Fremdwährung aufeinander abzustimmen.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen. Es bestehen lediglich unselbständige Betriebsstätten als Lager- und Produktionsstätten. Diese befanden sich bis Ende 2023 in Rosenheim und seit November 2023 in Hanau.

 

Feldkirchen-Westerham, den 25. April 2024

gez. Jamie Webster

gez. Robert Clapp jr.

gez. Grzegorz Lyszczarz

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 796.461,18 266.345,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.991,17 3.354,53
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.991,17 3.354,53
II. Sachanlagen 791.470,01 262.990,68
1. technische Anlagen und Maschinen 99.250,69 117.943,31
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 525.619,32 145.047,37
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 166.600,00
B. Umlaufvermögen 32.024.901,94 29.361.862,35
I. Vorräte 20.804.066,78 19.178.629,14
1. fertige Erzeugnisse und Waren 20.804.066,78 19.178.629,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.464.003,70 10.034.644,49
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.723.239,41 4.608.114,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.079.676,34 4.931.519,94
3. sonstige Vermögensgegenstände 661.087,95 495.010,44
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 756.831,46 148.588,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.999,58 100.715,67
Aktiva 32.900.362,70 29.728.923,23

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.692.664,22 4.692.664,22
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 2.953.596,42 2.953.596,42
III. Gewinnvortrag 1.713.503,21 1.713.503,21
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 699.906,31 1.326.074,52
1. sonstige Rückstellungen 699.906,31 1.326.074,52
C. Verbindlichkeiten 27.507.792,17 23.710.184,49
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 60.322,13 104.644,38
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.797.362,86 5.241.910,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.488.941,09 1.960.511,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.081.680,40 16.235.755,60
5. sonstige Verbindlichkeiten 79.485,69 167.362,46
davon aus Steuern 51.749,87 57.148,38
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.905,70 6.909,27
Passiva 32.900.362,70 29.728.923,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 45.235.154,35 48.953.268,81
2. sonstige betriebliche Erträge 1.398.770,15 1.241.070,95
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 158.088,84 212.668,43
3. Materialaufwand 35.925.313,16 40.812.453,14
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.616.876,80 40.640.998,60
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 308.436,36 171.454,54
4. Personalaufwand 5.282.534,57 5.226.963,86
a) Löhne und Gehälter 4.363.751,35 4.343.718,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 918.783,22 883.245,06
davon für Altersversorgung 13.268,84 13.331,00
5. Abschreibungen 153.100,57 59.111,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 153.100,57 59.111,17
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.519.822,94 2.494.600,59
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 7.247,40 178.466,19
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 410.378,20 390.823,73
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 429.608,57 324.560,69
9. Ergebnis nach Steuern 1.733.922,89 1.667.474,04
10. sonstige Steuern 5.791,13 6.234,44
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.728.131,76 1.661.239,60
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Heilind Electronics GmbH hat ihren Sitz in Feldkirchen-Westerham und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein unter der Registernummer HRB 1699 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Heilind Electronics GmbH wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr grundsätzlich unverändert fortgeführt, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten. Die Bilanzierung und Bewertung beruhen auf der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern diese der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 7 Jahren.

Die in der Bilanz angesetzten Werte des Sachanlagevermögens ergeben sich aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und wurden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 12 Jahren.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden sofort als Aufwand erfasst.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Abwertungsmethodik beinhaltet auch Gängigkeits- und Reichweitenabschläge.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte der Ansatz mit dem Nennwert. Wertberichtigungen wurden in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Dabei wurden für Rechnungsabgrenzungsposten bis EUR 800 keine Abgrenzungen vorgenommen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden oder aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen ermittelt, die sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren umkehren. Im Falle einer Steuerentlastung kann eine Bilanzierung der latenten Steuern erfolgen. In Ausübung des Aktivierungswahlrechts werden sich ergebende latente Steuern nicht in der Bilanz aktiviert.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine latenten Steuern bilanziert.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

3. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Währungsguthaben und Währungsverbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung wurden mit dem Stichtagskurs bewertet, unter Berücksichtigung der Regelungen des § 256a HGB.

4. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel, aus dem sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Ebenso haben die sonstigen Vermögensgegenstände grundsätzlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr; die ausgewiesenen Kautionen sind als langfristig anzusehen (TEUR 337).

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus dem allgemeinen Liefer- und Leistungsverkehr mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt in TEUR zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Personalrückstellungen 263 329
Sonstige Abschlusskosten 61 52
Rückstellung für Kunden-Boni 114 41
Rückstellung für Aufbewahrungspflichten 32 32
Rückstellung für Gewährleistung 40 34
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 83 798
Sonstige Rückstellungen 107 42
Summe 700 1.326

Die sonstigen Rückstellungen, bis auf Rückstellung für Aufbewahrungspflicht, sind kurzfristig, daher erfolgt keine Abzinsung bzw. wird aus Wesentlichkeitsgründen auf eine Abzinsung verzichtet. Im Vorjahreswert sind Verbindlichkeiten mit Rechnungseingang im Folgejahr in Höhe von TEUR 798 enthalten, die in 2023 als Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, soweit diese zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses vorlagen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Erhaltene Anzahlungen a. Bestellungen 60 0 0 60
Vj. 105 0 0 105
Verbindlichkeiten LuL 4.797 0 0 4.797
Vj. 5.242 0 0 5.242
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 4.179 0 14.903 19.082
Vj. 4.404 0 11.832 16.236
Verbindlichkeiten ggü Gesellschaftern 3.190 0 299 3.489
Vj. 1.661 0 299 1.960
Sonstige Verbindlichkeiten 80 0 0 80
Vj. 167 0 0 167
Summe 12.305 0 15.202 27.508
Vj. 11.579 0 12.131 23.710

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten im Verbundbereich umfassen solche aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf TEUR 3.489 (Vj. TEUR 1.960) und umfassen in Höhe von TEUR 299 die Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin H.E. GmbH aus Darlehensgewährungen inklusive dazugehörigen Zinsverpflichtungen sowie in Höhe von TEUR 1.728 die laufende Verpflichtung aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind von TEUR 684 im Vorjahr auf TEUR 9.492 gestiegen. Dies liegt an einem langfristigen Mietvertrag für eine seit November 2023 neue Lager-Produktionsstätte in Hanau mit einer Mietlaufzeit von 10 Jahren (TEUR 8.673) und einem ab Dezember 2023 neu angemieteten Bürogebäude in Bruckmühl mit einer Laufzeit bis November 2028 (TEUR 368). Die übrigen Verpflichtungen umfassen im Wesentlichen die Verpflichtungen aus Mietverträgen für Bürogebäude in Bruckmühl, Troisdorf und Neustadt (TEUR 155) mit Laufzeiten bis 2024 sowie aus Leasingkosten (TEUR 295), davon Fahrzeugleasingkosten (TEUR 252).

Die Miet- und Leasingverträge sind als Operating Leasing ausgestaltet und daher außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB. Die Vorteile liegen in der Finanzierung sowie in der Kalkulierbarkeit der Kosten; Nachteile ergeben sich aus der längeren Bindung an einen Vertragspartner. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten

Nach geografisch bestimmten Märkten gliedern sich die Umsätze 2023 folgendermaßen auf:

Umsätze 2023 TEUR Anteil
Kunden Deutschland 32.275 71,4%
Kunden EU 10.681 23,6%
Kunden Drittland 2.279 5,0%
Summe 45.235

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsätze 2023 folgendermaßen auf:

Umsätze 2023 TEUR Anteil
Umsatz Verkabelungssysteme 4.211 9,3%
Umsatz Luftfahrt-Verteidigung 15.472 34,2%
Umsatz Industrie 18.758 41,5%
Umsatz verbundene Unternehmen 6.795 15,0%
Summe 45.235 100,0%

Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen stellen sowohl Warenlieferungen an verbundene Unternehmen wie auch Warenlieferungen für verbundene Unternehmen an deren Kunden im Rahmen von umsatzsteuerlichen Reihengeschäften dar. Diese Umsätze werden zu Selbstkosten zuzüglich eines angemessenen Aufschlages berechnet.

Sonstige Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR 1.399 ist der Ertrag aus Ergebnisgarantie der Heilind Inc. in Höhe von TEUR 619, wie auch Erträge aus an verbundene Unternehmen weiterberechneten Aufwendungen in Höhe TEUR 391 enthalten.

Die weiteren sonstigen betrieblichen Erträge stellen Erträge aus unrealisierten Währungsgewinnen (TEUR 158), Erträge aus Sachbezügen (TEUR 131), Erträge aus der Anpassung der Einzel- und Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (TEUR 52) und sonstige Erträge (TEUR 48) dar.

Die Erträge aus Sachbezügen (TEUR 131) wurden für eine bessere Darstellung der Ertragslage aus dem Personalaufwand in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Das Vorjahr (TEUR 143) wurde nicht angepasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.520 beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Miet- und Leasingaufwendungen (TEUR 680), Management Fees (TEUR 491), Werbe- und Messekosten (TEUR 452), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 366) sowie anderen Aufwendungen (TEUR 1.531).

Die sonstigen Erträge und Aufwendungen gemäß Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß § 285 Nr. 32 HGB dem aktuellen Geschäftsjahr zuzurechnen.

5. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar in Höhe von TEUR 77 schlüsselt sich folgendermaßen auf:

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 47

Steuerberatungsleistungen: TEUR 30 Sonstige Leistungen TEUR 0

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Robert William Clapp, President & CEO, Massachusetts, USA und Herrn Jamie Webster, Chief Financial Officer, Massachusetts, USA, jeweils einzelvertretungsberechtigt, geführt.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Heilind Electronics, Inc., Wilmington, Massachusetts, USA und wird in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft einsehbar; dieser stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen dar.

Vergütungen der Geschäftsführer

Die oben genannten Geschäftsführer waren während des Berichtsjahres nicht bei der Gesellschaft angestellt. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB kommt daher nicht zur Anwendung.

Anzahl der beschäftigten Personen

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 88,5 Mitarbeiter beschäftigt.

Diese gliedern sich nach Quartalsendbeständen und Bereichen folgendermaßen auf:

2023 Q1 Q2 Q3 Q4 Jahresschnitt
Führungskräfte 6 6 8 8 7,0
Vertrieb, Einkauf, Verwaltung 49 48 49 53 49,8
Produktion 27 26 24 5 20,5
Lager 12 13 12 8 11,3
Mitarbeiter gesamt 94 93 93 74 88,5

Ergebnisverwendungsvorschlag

Aufgrund des seit dem 1. Januar 2016 gültigen Ergebnisabführungsvertrages wird der sonst entstehende Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.728.131,76 an die H.E. GmbH, Feldkirchen-Westerham, abgeführt und bereits im Jahresabschluss als Verbindlichkeit dargestellt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Feldkirchen-Westerham, den 25. April 2024

gez. Jamie Webster

gez. Robert Clapp jr.

gez. Grzegorz Lyszczarz

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Heilind Electronics GmbH, Feldkirchen-Westerham

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heilind Electronics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heilind Electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. Mai 2024

INTARIA AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Christian Roller, Wirtschaftsprüfer

Kristin Güra, Wirtschaftsprüferin

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