Franz Rinke Baustoffe-Tiefbau GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kathrin Mader seit 6.8.2021 | Prokura |
Mathias Rinke seit 4.1.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 49.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRAUN - TIEFBAU GMBHTraunreut OT St. GeorgenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der TRAUN - TIEFBAU GMBHA. Grundlagen des Unternehmens Die Tätigkeitsfelder unseres Unternehmens umfassen unverändert den allgemeinen Tiefbau. Unsere Schwerpunkte sind neben dem Straßen- und Asphaltdeckenbau der Bau von Entwässerungskanälen und die Erstellung von Außenanlagen. Bei letzterem ergeben sich Berührungspunkte mit dem Garten- und Landschaftsbau, den wir selbst nicht mit unserem eigenen Personal und Geräten, sondern nur in Zusammenarbeit mit Nachunternehmern betreiben. Unsere Auftraggeber sind zum überwiegenden Teil der öffentlichen Hand (Gemeinden, Städte, Landkreise, Freistaat Bayern, Bundesrepublik Deutschland) zuzurechnen. Gleichzeitig sind wir für regional ansässige Industrie- und Gewerbekunden sowie für Betriebe aus der Landwirtschaft und auch für Privatpersonen tätig. Wir führen unsere Leistungen vorwiegend im Landkreis Traunstein, aber auch in den angrenzenden Gebieten der Landkreise Rosenheim, Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land aus. B. Wirtschaftsbericht I. Marktumfeld TiefbaubrancheNachdem sich zu Jahresbeginn 2022 aufgrund des sich ankündigenden Auslaufens der Pandemie zunächst deutlicher Optimismus verbreitete, begann mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine die Trendwende für die bis dato stabile deutsche Baukonjunktur. Wie zuvor die Corona-Krise hätte die deutsche Bauwirtschaft den darauffolgenden enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine vielleicht einigermaßen gut meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen und finanziellen Rahmenbedingungen weggefallen, die die Baubranche jahrelang gestützt haben. Der im Oktober 2023 beginnende Krieg im Nahen Osten erhöhte dabei nochmals die Unsicherheiten.Sprunghaft ansteigende Bauzinsen, konstant hohe Inflationsraten, unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, nicht verlässliche Ausgestaltung von Förderprogrammen und unsichere Haushaltsbudgetierungen engten den Spielraum von privaten Verbrauchern und der öffentlichen Hand als Bauherren schlagartig stark ein. Unsichere und sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern seitdem Bauprojekte vor allem im Wohnungsbau, die über Jahre geplant, umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden. Natürlich wirkt sich die hier eingebrochene Nachfrage auch auf den Tiefbau aus, da mangels Bauwilligen oder "Baufähigen" aktuell deutlich weniger neu erschlossene Grundstücke benötigt werden. Die Einkaufspreise für Baumaterial befinden sich im Jahr 2023 weiterhin auf einem hohen Niveau, waren aber weniger volatil. Vor allem energieintensiv herzustellende Materialien verteuerten sich noch weiter: Zement hat so im Vergleich zu 2020 um über 60 % zugelegt, Bitumen liegt um fast 75 % über dem Niveau von 2020. Vor allem bei der Gewinnung mineralischer Baustoffe wie Kies und Sand sowie im Tiefbau sind die anfallenden Transportkosten aufgrund der erforderlichen großen mit dieselbetriebenen LKWs bewegten Massen an Baustoffen erheblich - zwar haben die Dieselpreise im Vergleich zu 2022 nachgelassen, trotzdem war das Jahr 2023 bei dem durchschnittlichen Preis von 1,72 €/l an der Zapfsäule das zweitteuerste Tankjahr. Im Vergleich zu 2022 hat die statistisch ermittelte Preisdynamik für alle Bauleistungen in Deutschland allerdings erkennbar nachgelassen: Nach einem Anstieg um 16,7 % im Jahr 2022 stiegen die Baupreise im Jahr 2023 um ca. 7 %. Konnten die im Jahr 2022 durch den Ukraine-Konflikt und dessen extreme Auswirkungen für die Baubranche verursachten schockartigen Preissteigerungen nicht in gleichem Maße an die Auftraggeber weitergegeben werden, war es im Jahr 2023 etwas besser möglich, die Preisentwicklungen über Risikozuschläge einzupreisen. Allerdings konnten Preissteigerungen bei bereits beauftragten bzw. in Ausführung befindlichen Bauverträgen nicht an die Kunden und Auftraggeber weitergegeben werden. Gerade die Bauverwaltung der öffentlichen Hand hielt ihre während der Pandemie bereits eingeübte Praxis bei, sich am Risiko für eventuelle Preissteigerungen während der Ausführung ausdrücklich nicht zu beteiligen. Zwar konnten die gestiegenen Kosten bei neu zu kalkulierenden Projekten in die Angebote eingearbeitet werden, führten dann teilweise zu deutlich höheren Baupreisen als von den Auftraggebern vorab geschätzt. Wie schon im Vorjahr wurden daher bei einzelnen Bauprojekten die Vergabefahren gestoppt und die Arbeiten vorerst nicht beauftragt. Mit ca. 60 % der Bauinvestitionen der öffentlichen Hand sind die Kommunen wichtigster öffentlicher Auftraggeber. Bereits den Vorjahren beschlossene und budgetierte Bauinvestitionen wurden im Jahr 2023 meist auch umgesetzt. Allerdings agierten die Kommunen vor dem Hintergrund der durch die ihnen in der Vergangenheit zahlreich auferlegten Aufgaben steigenden Kosten und der höheren Finanzierungskosten in der zweiten Jahreshälfte sehr zurückhaltend und abwartend. Wichtigste Voraussetzung für die Investitionen der öffentlichen Auftraggeber ist die Entwicklung ihrer Haushalte. Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil, das volkswirtschaftliche Wachstum verlangsamte sich allerdings: Das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 sank um 1 %. Insgesamt wurden auch aufgrund der angestiegenen Finanzierungskosten die finanziellen Möglichkeiten der öffentlichen Haushalte enger. Zudem ist der Spielraum für Investitionen aufgrund der gestiegenen Preise geringer geworden. Die politischen Entscheidungsträger könnten mit weiteren dringend notwendigen Investitionen in die Infrastruktur jedoch auch wichtige Impulse für die gesamte Wirtschaft setzen. Projekte der Mobilitäts- und der Energiewende sind dabei vorrangig zu beginnen. Bei Auftraggebern aus der Wirtschaft oder dem privaten Bereich führten die im Jahr 2022 sprunghaft ansteigenden Zinsen für Kreditaufnahmen in Verbindung mit den stark erhöhten Baupreisen zu Verschiebungen von Bauprojekten oder sogar zu Stornierungen von bereits erteilten Aufträgen. Dabei zeigt sich im Jahr 2023, dass Projekte mangels ausreichender Finanzierung immer noch nicht gestartet werden konnten. Die Investitionsentscheidungen im Wirtschaftsbau werden anhand allgemeiner Konjunkturaussichten getroffen, die im Jahr 2023 nachvollziehbar immer noch von Unsicherheit geprägt waren und daher ebenso wie die weiter steigenden Bau- und Finanzierungskosten bremsend wirkten. Die Aufträge von den Auftraggebern aus der Wirtschaft umfassten laufende, nicht aufschiebbare Bauprojekte bzw. Projekte mit dem Fokus auf Rohstoffsicherung oder alternative Energieversorgung. Aus den nun vorliegenden Statistiken lässt sich erkennen, dass sich die im gesamten deutschen Bausektor erzielten Umsatzerlöse 2023 im Vergleich zum Vorjahr nominal um lediglich 1,3 % erhöht haben. Unter Berücksichtigung der angestiegenen Baupreise ergibt sich damit eine real um 5,3 % zurückgegangene gesamte Bauleistung. Im gesamtdeutschen öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze um nominal 4,2 %, gingen real aber um 2,6 % zurück; die vorgenannten Effekte zeigen sich hier ebenfalls. Zwischen den Bundesländern und auch regional innerhalb der Länder gab es jedoch ausgeprägte Unterschiede; so erhöhten sich die Umsätze im Straßen- und Tiefbau in Bayern beispielsweise sogar leicht. Nach trockenen Wintermonaten war das Wetter im Jahresverlauf von sehr hohen Temperaturen im Sommer und außergewöhnlich hohen Niederschlägen im Herbst geprägt. Trotzdem konnte im Tiefbau wieder ähnlich lang wie im Vorjahr gearbeitet werden. Die statistisch erfassten Umsatzerlöse werden hierdurch folglich nahezu nicht beeinflusst. II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des GeschäftsergebnissesViele der im Herbst 2022 begonnen Projekte wurden noch vor dem Jahreswechsel fertiggestellt. Trotzdem befand sich unser Auftragsüberhang für das Jahr 2023 im Gegensatz zum Jahresbeginn 2022 auf einem etwas höheren Niveau. Hier konnten wir neben einzelnen Restarbeiten auch von im Herbst 2022 komplett auf das Frühjahr 2023 verschobenen Projekten profitieren. Aufgrund der guten Witterung im Februar und März konnte ein terminkritisches Projekt bereits früh begonnen und im April pünktlich fertiggestellt werden.Auch bei dem etwas höheren Auftragsüberhang zu Jahresbeginn waren wir wie unsere Mitbewerber vor allem im Frühjahr dazu gezwungen, einige Bauprojekte mit äußerst niedrigen bzw. kostenunterschreitenden Preisen anzubieten oder bei Verhandlungen hohe Nachlässe zu gewähren. Nur dadurch konnten die Beauftragungen bei einigen Großprojekten erreicht und eine zunächst einigermaßen sicher geglaubte Grundauslastung unserer Kapazitäten sichergestellt werden. Allerdings gab es bei einigen Projekten deutliche Verzögerungen im Vergabeverfahren bis hin zu kurzfristigen Komplettstornierungen, zum Teil aus Kostengründen. Bei einigen Projekten wurde der Baubeginn seitens der Auftraggeber unerwartet um mehrere Wochen verschoben. Bereits im April erkannten wir in unserer Vorplanung eine sich für die Monate Mai und Juni ergebende deutliche Lücke in den zu bearbeitenden Aufträgen. Wir waren daher gezwungen, für die Monate Mai und Juni 2023 Kurzarbeit anzumelden. Ab Mitte Mai stabilisierte sich die Auslastung, sodass wir tatsächlich nur für Mai 2023 Kurzarbeit in Anspruch nehmen mussten. Ebenfalls ergab sich eine Auslastungslücke im August, die uns zu einer einwöchigen Verlängerung unseres planmäßigen Betriebsurlaubs zwang. Im Rückblick konnte nur mit Hilfe dieser beiden Maßnahmen eine zufriedenstellende Auslastung unserer Kapazitäten über das ganze Jahr erreicht werden. Die Mehrzahl der im Herbst 2023 begonnen Projekte wurden vor dem Jahreswechsel nahezu komplett fertiggestellt. Einige Projekte konnten im Jahr 2023 aufgrund eines einwöchigen Wintereinbruchs Anfang Dezember nicht komplett abgeschlossen werden; es ergibt sich für das Jahr 2024 ein Auftragsüberhang zur Fertigstellung. Der Auftragsüberhang für das Jahr 2024 lag im Gegensatz zum Jahresbeginn 2023 auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Die uns zur Verfügung stehenden personellen Kapazitäten beim gewerblich arbeitenden Baustellenpersonal waren im gesamten Jahresverlauf 2023 mit Ausnahme des Monats Mai, in dem wir zu Kurzarbeit gezwungen waren, und den um eine Woche verlängerten Betriebsurlaub immer voll ausgelastet. Die dadurch um etwa 5 % verringerten Produktivstunden zeigen sich auch im realen Umsatzrückgang. Die in unserem Unternehmen durch Krankheit und Unfall bedingten Ausfallzeiten lagen im Jahr 2023 fast auf Vorjahresniveau. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die krankheitsbedingten Ausfallzeiten deutlich zunahmen, während sich die unfallbedingten Ausfallzeiten um ein Drittel verminderten; schwere Arbeitsunfälle mit langwierigen Folgen und Ausfällen mussten wir im Jahr 2023 glücklicherweise nicht beklagen. Das Corona-Infektionsgeschehen spielte im Vergleich zu den Vorjahren im gesamtem Jahresverlauf 2023 keine Rolle mehr. Zwar waren einzelne Mitarbeiter kurzzeitig und leicht an Corona erkrankt, jedoch konnten die Baustellen in der Regel mit für die Ausführung der Arbeiten passenden Mitarbeitern besetzt werden. Allerdings führte die Corona-Pandemie zu einem veränderten individuellen Gesundheitsbewusstsein und damit zu einer deutlichen Zunahme von krankheitsbedingten Kurzzeitabsenzen. Wie in den Vorjahren wickelten wir einige Großprojekte und eine Vielzahl an Projekten mit kleinem Umfang ab. Im Vergleich zum Vorjahr war die Abstimmung in der zeitlichen Ausführung der einzelnen Projekte aufgrund der unverändert hohen krankheits- oder unfallbedingten Personalausfälle ebenso komplex. Unsere Mitarbeiter in der Bauleitung waren diesbezüglich weiter mit organisatorischen Herausforderungen belastet. Seit einigen Jahren arbeiten wir mit kleineren Teilkolonnen unter der Führung von erfahrenen Vorarbeitern bzw. Polieren. Damit ist es möglich, bei Bedarf aus den kleineren Teilkolonnen eine große Kolonne unter gleicher Führung zu bilden. Hiermit sind wir unter normalen Bedingungen in der Lage, auf die beiden zuvor beschriebenen Auslastungssituationen flexibel zu reagieren und dadurch die Wirtschaftlichkeit auf unseren Baustellen zu erhöhen. Im Jahr 2023 konnte dieses Prinzip wieder meist sinnvoll verwirklicht werden. Insgesamt haben wir unseren Personalstand im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten: Im Jahresdurchschnitt waren 98 Personen in unserem Unternehmen beschäftigt. Im Vorjahr führte der aufflammende Ukraine-Konflikt zu extremen Unsicherheiten bei der Energie- und Rohstoffversorgung sowie auf den Finanzmärkten. Hierdurch verteuerten sich Energie- und Treibstoffpreise, sowie in der Folge Baustoffe und externe Fuhr-, Geräte- oder Nachunternehmerdienstleistungen nicht nur unerwartet deutlich, sondern sogar mehrfach im Jahresverlauf. Im Jahr 2023 nahm die Unsicherheit ab und die Preise stiegen nur noch im üblichen Rahmen. Auch die Schwankungsbreiten auf den erreichten hohen Preisniveaus waren zudem deutlich geringer; Laufzeiten von Preisbindungen für Baustoffangebote verlängerten sich wieder spürbar, sodass vorausschauende Vergleiche der Einkaufspreise wieder besser möglich waren. Daher versahen wir die Preise in unserer Angebotskalkulation nun mit verringerten Risikoaufschlägen. Insgesamt wurden unsere Angebotskalkulationen wieder deutlich belastbarer und die Weitergabe der angestiegenen Kosten an die Auftraggeber besser möglich. Bei der Versorgung unserer Baustellen mit Baustoffen wie z.B. Kunststoffrohren oder Granitmaterial nahmen die pandemiebedingten Lieferengpässe wieder ab. Statt Minimierung von Verlusten konnten durch gezielte Verhandlungen auf unserer Einkaufsseite wieder Ertragsoptimierungen bei gleichzeitiger Verringerung von Lieferunsicherheiten erreicht werden. Insgesamt gestaltete sich die termin- und kostengerechte Baustoffbeschaffung für uns wieder etwas einfacher. Vor allem bei unterjährig kalkulierten Kleinaufträgen mit überschaubarem Auftragsumfang, kurzfristigem Ausführungsbeginn und überschaubarer Ausführungsdauer gelang es uns, das Kostenniveau in den Angebotspreisen angemessen zu berücksichtigen. Die Ausführung von großen und lang andauernder Bauprojekte war demgegenüber nicht immer wirtschaftlich möglich. Da auch unsere Wettbewerber gezwungen waren, die externen Preissteigerungen in die Angebotspreise einfließen zu lassen, hat sich das Marktpreisniveau insgesamt erhöht. Die hohe Investitionstätigkeit der öffentlichen Auftraggeber in unserer Region hielt zunächst auch im ersten Halbjahr 2023 an, jedoch trübten Prognosen über Einnahmeverringerungen und höhere Finanzierungskosten die Aussichten bei gleichzeitig deutlich gestiegenen Projektkosten ein. Nur wenige der kommunalen Auftraggeber bremsten allerdings so stark, dass sie ihre Investitionspläne nicht umsetzten. Unsere meist langfristig denkenden und handelnden Kunden aus Industrie und Gewerbe stoppten aufgrund der sich rasch abzeichnenden Wirtschaftskrise in Verbindung mit den extremen Zinsanstiegen für Kredite einige Investitionsvorhaben. Insgesamt verringerte sich daher das regionale Marktvolumen im Straßen- und Tiefbau im Vergleich zum Vorjahresniveau. Unsere Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr nominal um etwa 4 % an, jedoch erlitten wir unter Zugrundelegung der für Deutschland statistisch ermittelten Baupreissteigerung in Höhe von ca. 7 % real einen Umsatzrückgang in Höhe von ca. 3 %. Unsere Gesamtleistung konnte nach der leichten Steigerung im Vorjahr nominal nochmal um knapp 9 % gesteigert werden. Das erwirtschaftete Rohergebnis lag im Jahr 2023 mit 8.303 T€ deutlich über dem Vorjahresniveau und findet nominal langsam an die Werte aus weiter zurückliegenden Jahren zurück (2020: 8.695 T€; 2019: 8.836 T€). Unter Berücksichtigung der gestiegenen Baupreise ergibt sich allerdings real ein deutlicher Rückgang. Abhängig vom konkreten Leistungsumfang der auszuführenden Projekte ändert sich der Anteil von Leistungen, die wir von fremden Unternehmen zur Auftragsabwicklung beziehen müssen. Vor allem bei Leistungen, die wir mangels Fachkenntnis nicht im eigenen Unternehmen ausführen können (z.B. Entsorgungsdienstleistungen, Bau von Fernwärme- oder Wasserleitungen, Prüfung von Kanalleitungen oder Stahlbetonbau), waren wir im Jahr 2023 stark auf fremde Unternehmen angewiesen. Aufgrund langjähriger vertrauensvoller Zusammenarbeit konnten wir hier wieder auf gute Partnerschaften zählen. Vor allem aufgrund zweier Großbaustellen, die auch die Verlegung von Fernwärme- und Wasserleitungen umfassten, erhöhten sich die Nachunternehmerleistungen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Doppelte. Der Anteil von materialintensiven Neubauprojekten an unserer Gesamtleistung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr, der übliche Materialeinsatz war dabei erwartbar geringer: Die Gesamtkosten für den Einkauf von Kies, Pflaster und Baustoffen verringerten sich folglich trotz höherer Preise. Für die Entsorgung von Erdaushub stiegen die Kosten merklich an, da im Rahmen der Projekte im Bestand immer wieder belastetes Bodenmaterial zum Vorschein kam. Der Einsatz von eigenen Baumaschinen war hierbei ebenfalls meist ausreichend, sodass die Kosten für bezogene Baggerdienstleistungen deutlich absanken. Hieraus lässt sich erkennen, dass unsere Projekte eher von kleinerem Umfang geprägt waren. Daneben wurden wieder zahlreiche personalintensive Projekte im Sanierungs- oder Ausbaubereich wie die Sanierung von innerörtlichen Ver- und Entsorgungsleitungen und Straßenzügen ausgeführt. Der Neubau und die Sanierung von Außenanlagen bei öffentlichen und gewerblichen Neubauten gingen zurück; dies zeigt sich auch in den geringeren bezogenen Nachunternehmerleistungen im Pflasterbau. Nach einer deutlichen Umsatzsteigerung bei den Aufträgen für Asphaltstraßensanierungen und bei Leistungen im Asphaltbau für andere Bauunternehmen im Vorjahr gaben die dem reverse-charge-Verfahren unterliegenden Umsätze im Jahr 2023 um etwa 7 % nach. Diese Projekte waren allerdings von vielen kleinteiligen und personalintensiven Arbeiten geprägt. Materialintensive Projekte wurden nur selten ausgeführt. Demzufolge verringerte sich unsere Asphaltmischgutproduktion - nachdem diese bereits im Vorjahr passend zum deutschland- bzw. bayernweiten Trend deutlich eingebrochen war - im Jahr 2023 nochmals um über 15 %. Unsere bereits nach unten korrigierte Zielmenge für 2023 wurde dadurch wieder verfehlt. Zusammen mit der zurückgegangenen Absatzmenge von Asphaltmischgut lagen die zugeordneten Materialaufwendungen bei Bitumen auf einem um etwa 18 % niedrigeren Niveau. Aufgrund der auch im Jahr 2023 bayernweit insgesamt geringeren Nachfrage war zwar die Liefersituation bei Bitumen stets unproblematisch, der im Herbst dem Rohöl folgende Preisanstieg jedoch enorm. Die Einkaufspreise für Bitumen pendelten zunächst leicht um das Niveau aus dem Dezember 2022 und stiegen innerhalb des Herbstes 2023 als Auswirkung des verschärften Nahostkonflikts um über 20 % an. Erst im Dezember 2023 gaben die Einkaufspreise wieder leicht nach. Auch die für die Asphaltmischgutproduktion erforderlichen mineralischen Baustoffe wie Kies und Sand konnten sich einer weiteren Preiserhöhung nicht entziehen: Hier wirken sich die Energie- und Treibstoffkosten im Rahmen der für die Gewinnung und Aufbereitung dieser Baustoffe erforderlichen Maschinen-, Geräte- und Transportaufwendungen aus. Obwohl die Einsatzmenge von mineralischen Baustoffen der geringeren Mischgutproduktion folgend deutlich absank, verringerten sich die zugehörigen Aufwendungen durch die Preiserhöhungen nur unterproportional. Unsere Asphaltmischanlage musste für die Abwicklung der kleineren Auftragsumfänge allerdings deutlich öfter an- und abgefahren werden - diese Vorgänge sind im Vergleich zu konstant durchlaufenden Produktionsabläufen besonders verbrauchsintensiv. Daher folgt der Verbrauch von Strom und Erdgas der zurückgegangenen Produktionsmenge nicht in gleichem Maße. Die mit der deutlich verringerten Asphaltmischgutproduktion verbundenen Kosten für Strom blieben trotz um einen ca. 10 % gefallenen Verbrauch nur aufgrund der staatlichen Unterstützung ("Strompreisbremse") konstant. Ohne diese Unterstützung wären die Kosten aufgrund von überproportional ansteigenden Preisen für die Energie und erhöhten Entgelten für die Netznutzung um nahezu 70 % höher gewesen. Unser Einkaufspreis für Erdgas im Jahr 2023 konnte durch vorausschauende Beschaffung im Vergleich zu 2022 auf annähernd konstantem Niveau gehalten werden, sodass hier die zugeordneten Kosten durch den der verringerten Produktionsmenge folgenden geringeren Verbrauch nur durch die erhöhten Netzentgelte bzw. Umlagen leicht anstiegen. Die von der Politik propagierte "Gaspreisbremse" mit einem auf 7 % verringerten Umsatzsteuersatz war hier für uns als vorsteuerabzugsberechtigtes Unternehmen ohne Wirkung. Um der für Herbst und Winter 2022 drohenden Gasmangellage und dadurch befürchtete Produktionsstillstände der Asphaltmischanlage zu begegnen, investierten wir unterjährig in entsprechende Technik für eine alternative Versorgung mit Heizöl. Aufgrund mangelnder Terminverfügbarkeit bei den Monteuren des Lieferanten konnte die Technik im Jahr 2022 noch nicht installiert werden. Da im Rückblick die Versorgung unserer Asphaltmischanlage mit Erdgas stets möglich war und die Aufrüstung der Asphaltmischanlage aufgrund neuer damit verbundener Vorschriften sehr kostenintensiv ist, verzichten wir im Moment auf die weitere Installation der vorgehaltenen Technik. Die für uns ebenfalls bedeutenden Frachtkosten durch fremde Dienstleister sanken im Vergleich zu 2022 um etwa 9 %, da unsere Baustellen im Jahr 2023 näher an unserem Asphaltmischanlagen- und Bauhofstandort lagen. Zudem waren aufgrund des geringeren Anteils an materialintensiven Neubauten geringere Frachtleistungen erforderlich. Die geringeren Frachtleistungen sinken daher trotz gestiegener Frachtraten überproportional. Auch durch unseren großen täglichen Einsatz bei der Disposition, um die innerbetrieblichen Abläufe organisatorisch sinnvoll zu gestalten, konnten Einsparpotenziale realisiert werden. Nach zwei maßvollen Tariferhöhungen, einer Erhöhung des 13. Monatseinkommens und zwei Einmalzahlungen in Höhe von 900 € pro Mitarbeiter sah der im Jahr 2021 abgeschlossene und bis zum Frühjahr 2024 laufende Tarifvertrag im Baugewerbe für 2023 eine weitere Tariferhöhung um 2,0 % sowie eine Einmalzahlungen im Juni in Höhe von 450 € pro Mitarbeiter vor. Außerdem wurde die Wegezeitentschädigung ab Januar 2023 neugestaltet, die in unserem Unternehmen zu Mehrkosten von etwa 45 T€ führte. Um die allgemeine Preisentwicklung für Arbeitnehmer erträglicher zu gestalten, wurde Ende Januar 2023 im zusätzlichen "Tarifvertrag Inflationsausgleichsprämie" eine Zahlung von insgesamt 1.000 € pro Mitarbeiter vorgesehen. Als tarifgebundenes Unternehmen setzen wir verpflichtende Regelungen um. Zudem versuchen wir trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, durch leistungsgerechte Vergütung ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und unsere Mitarbeiter langfristig zu binden: Bei Neueinstellungen von dringend benötigtem Fachpersonal wurden Einstiegslöhne und -gehälter zum Teil nach oben korrigiert und bei bestehendem Personal Neueinstufungen vorgenommen. Wir investierten damit aber bewusst in unsere Zukunftsfähigkeit. Hierdurch und aufgrund der oben dargestellten durch krankheits- und unfallbedingte Fehlzeiten verursachten Lohnfortzahlungen erhöhten sich die Personalkosten bei einer nahezu unveränderten Personalstärke und -struktur und um 5 % gesunkenen Produktivstunden allerdings beachtlich. Es gelang uns dabei nicht immer, die erhöhten Personalkosten in unseren Angebotspreisen an die Kunden und Auftraggeber weiterzugeben. Da von unseren Baustellen im Jahr 2023 deutlich mehr belastete Abfälle entsorgt werden mussten, erhöhten sich die im Berichtsjahr angefallenen Entsorgungsgebühren von mineralischen Abfällen ebenfalls stark. Die landesweiten Schwierigkeiten beim hierfür verfügbaren Deponieraum und die erhöhten Transportkosten machten sich beim jeweiligen Entsorgungspreis pro Tonne bemerkbar. Aufgrund unserer negativen Ertragslage in den beiden Vorjahren haben wir im Berichtsjahr deutlich weniger investiert. Die für die Abschreibung der Investitionen anzusetzenden langen Nutzungsdauern und die gleichbleibend hohe Investitionstätigkeit in den übrigen Vorjahren führen dazu, dass die Abschreibungen des Anlagevermögens im Berichtsjahr wie erwartet auf dem Vorjahresniveau liegen und die geringere Investitionstätigkeit noch nicht abbilden. Im Vergleich zum Vorjahr waren Anzahl und Umfang unserer Aufträge im Tiefbau etwa gleichbleibend, im Asphaltbau ergab sich ein Verharren auf tiefem Niveau - die abzuwickelnden Baustellen lagen dabei vorwiegend in der für uns üblichen Entfernung von bis zu 45 km um unseren Unternehmenssitz. Bei einem auf etwa 202.000 l leicht abgesunkenen unternehmensinternen Dieselverbrauch führten die leicht gesunkenen Treibstoffpreise zu um etwa ein Fünftel verringerten Fahrzeugkosten. Im Vergleich zum Vorjahr lösten sich Lieferengpässe bei AdBlue auf. Da mittlerweile neben LKWs auch Baumaschinen und PKWs mit Abgasreinigungssystemen ausgestattet sind, die diesen Zusatz benötigen, stieg die benötigte Menge in den letzten Jahren deutlich an. Allerdings sind die neuesten Motorengenerationen ohne genügend AdBlue im Tank nicht mehr betriebsfähig. Die im Jahr 2022 um das Dreifache gestiegenen Preise für AdBlue gaben deutlich nach und Stillstände konnten vermieden werden. Im Rahmen von erforderlichen Instandhaltungen und Reparaturen mussten zwar höhere Preise für Ersatzteile in Kauf genommen werden, jedoch erhöhten sich die zugehörigen Gesamtkosten nur in geringem Ausmaß. Gleichzeitig mussten für Reparaturen an unseren Geräten weniger externe Dienstleistungen als im Vorjahr in Anspruch genommen werden. Hier zeigt sich, dass unser Fuhrpark auf modernem Stand ist, alle Maschinen, Fahrzeuge und Geräte konstant gut gewartet sind und es sich auszahlt, erforderliche Ersatzinvestitionen nicht unnötig hinauszuzögern. Mit einem modernen Fuhr- und Gerätepark stärken wir bewusst unsere Zukunftsfähigkeit. Die Verwaltungskosten erhöhten sich geringfügig, im Berichtsjahr waren wieder etwas erhöhte Aufwendungen für Beratungsleistungen erforderlich. Um die Ausbildung in den Bauberufen interessanter zu machen, nahmen wir auch im Jahr 2023 an Ausbildungsmessen teil und verstärkten unsere diesbezüglichen Marketingmaßnahmen. Zudem erhöhten wir die Kostenübernahme von den unseren Auszubildenden entstehenden Fahrtkosten zu deren Bildungseinrichtungen. Die Auszubildenden werden dadurch entlastet und wir machen uns gleichzeitig als Ausbildungsbetrieb für neue Kandidaten interessanter. Die Kosten für Arbeitskleidung blieben aufgrund der etwa gleichbleibenden Anzahl an gewerblichen Mitarbeitern, die an dem von uns angebotenen Mietkleidungssystem teilnehmen, konstant. Hier wurde im Jahr 2022 auch der Umfang der Kleidung zu Gunsten der Mitarbeiter deutlich erweitert. Die Ausgaben für weitere Arbeitssicherheitsprodukte wie z.B. Schuhe blieben nach den Preissteigerungen im Vorjahr nun auf gleichem Niveau. Um unseren Mitarbeitern eine weitere Zusatzleistung steuerfrei anbieten zu können, schlossen wir bereits im Jahr 2021 eine für alle Mitarbeiter ab 2022 gültige betriebliche Krankenzusatzversicherung für gesonderte Leistungen im Gesundheitsbereich, die in der Regel von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden, ab. Diese Versicherung behielten wir auch im Jahr 2023 für unsere Mitarbeiter bei. Alle genannten Maßnahmen machen uns als Arbeitgeber für unsere bestehenden und neue Fachkräfte attraktiv und wir begegnen aktiv damit dem allseits beklagten Fachkräftemangel. Sämtliche anderen Kosten lagen im Bereich der Vorjahreswerte. Das Ergebnis vor Steuern ergibt sich zu einem Jahresüberschuss in Höhe von etwa 423 T€, der nach zwei schwierigen Geschäftsjahren unsere Erwartungen unter den herrschenden Rahmenbedingungen deutlich übertrifft. Das Ergebnis spiegelt den Erfolg der im Jahr 2022 ergriffenen Maßnahmen trotz der sehr geringen Einflussmöglichkeiten auf externe Effekte wider. Der Jahresüberschuss erhöht unser gut gefülltes Gewinnvortragskonto. In den von Unsicherheit geprägten Zeiten werden wir unsere sehr konservative Ausschüttungsstrategie in den kommenden Perioden beibehalten. III. Lage des UnternehmensDie Lage unseres Unternehmens ist unverändert von unserem operativen Geschäft im Straßen- und Tiefbau geprägt.Vermögenslage Um unseren Fuhr- und Gerätepark auf dem vorhandenen sehr guten technischen Stand zu halten, waren im Berichtsjahr einige gut überlegte Investitionen erforderlich; das Anlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von regulären Abwertungen insgesamt um ca. 6 %. Die sich im Jahresverlauf 2023 für das Vorjahr abzeichnende erneute und verschärfte negative Ertragssituation machte es erforderlich, jede Investition in unseren Fuhr- und Gerätepark dahingehend zu überprüfen, ob diese als Ersatzinvestition dringend benötigt wird, unsere Flexibilität bei der Bauausführung deutlich erhöhen kann, ständig ausgelastet ist oder bei Bedarf auch kurzfristig angemietet werden könnte. Daher wurde z.B. die Investition in einen kompakten Mobilbagger zunächst verschoben und die bereits im Unternehmen vorhandene Baumaschine aus dem Jahr 2012 nochmal einer umfangreichen Wartung unterzogen. Wie bereits beschrieben war der Auftragsüberhang für 2024 deutlich geringer als zum Jahresanfang 2023. Die zum Stichtag fertiggestellten Projekte mussten in der für Tiefbauprojekte üblichen umfangreichen Detailarbeit abgerechnet werden. Trotzdem gelang es zum Bilanzstichtag, die verfügbaren liquiden Mittel auf 2.529 T€ zu verdoppeln und auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 9,5 % zu erhöhen. Unser Gesamtvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % auf 9.267 T€ erhöht. Die Kapitalstruktur unseres Unternehmens bleibt dabei weiterhin stabil. Daran hat unsere Strategie aus den ertragsreichen Vorjahren, erwirtschaftete Ergebnisse für erforderliche Investitionen zu verwenden und die übrigen Beträge größtenteils im Unternehmen als Reserve zu belassen, einen wesentlichen Anteil. Der sich im Berichtsjahr ergebende Jahresüberschuss in Höhe von 409 T€ erhöht unser zur Verfügung stehendes hohes Eigenkapital wieder. Im Vergleich zum Vorjahresniveau verbleibt der Eigenkapitalanteil stabil bei 61,8 %. Gleichzeitig sind die Darlehen der Gesellschafter in nahezu unveränderter Höhe im Unternehmen verblieben. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Bilanzstichtag um etwa 50 T€ über dem Vorjahr, allerdings mit 209 T€ auf einem unverändert niedrigen Niveau. Zum Bilanzstichtag bestehen wie schon in zahlreichen Vorperioden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Insgesamt sind unsere langfristigen Anlagen unverändert durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Forderungen und die Bankbestände übersteigen die Verbindlichkeiten wie schon in den Vorjahren deutlich. Unser tägliches Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets möglichst unter Realisierung von Skontoabzügen innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Finanzlage Unsere Finanzlage hat sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich gebessert. Die am Stichtag zur Verfügung stehenden liquiden Mittel umfassten 2.529 T€ und der Cashflow konnte von -175 T€ auf 1.062 T€ gesteigert werden. Die positive Entwicklung zeigt sich auch beim um 568 T€ auf 3.727 T€ gestiegenen Netto-Umlaufvermögen. Es ist aufgrund unserer guten Liquiditätslage in der Regel möglich, die Abwicklung unserer Baustellen ohne Hilfe der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken vorzufinanzieren. Trotzdem verfügen wir über hohe Kreditlinien, die wir nahezu nie beanspruchen müssen. Ertragslage Unsere Umsatzerlöse sind unter Berücksichtigung der statistischen Preissteigerungen um ca. 3 % zurückgegangen, demgegenüber ist das Rohergebnis auf 8.303 T€ deutlich angestiegen. In unserem herausfordernden Wettbewerbsumfeld waren wir im Berichtsjahr weiteren Preissteigerungen bei Energie, Treibstoffen, Roh- und Baustoffen sowie den je nach Bauprojekt erforderlichen Nachunternehmerleistungen ausgesetzt. Auch die Personalkosten stiegen aufgrund tariflicher Erhöhungen an. Der im Vergleich zum Vorjahr geringere Anteil von materialintensiven Projekten und die geringere produzierte Asphaltmischgutmenge führten trotz Preissteigerungen zu um 377 T€ geringeren Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen. Diese Aufwendungen konnten aufgrund geringerer Verbräuche, aber auch durch die "Strompreisbremse" und durch vorausschauende Beschaffung von Erdgas verringert werden. Dagegen nahmen aufgrund von zwei konkreten Projekten die bezogenen Leistungen um 330 T€ zu. Insgesamt verringerte sich der Materialaufwand um 47 T€ auf 7.012 T€. Bezogen auf die Gesamtleistung sank die Materialeinsatzquote von 50,6 % auf 46,2 %. Die geleisteten Produktivstunden nahmen nachfrage- und krankheitsbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 5 % ab - trotzdem erhöhte sich der Personalaufwand aufgrund der Lohn- und Gehaltssteigerungen um 0,4 %. Die Personaleinsatzquote sank von 40,0 % auf 37,0 %. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Preis- und Lohnsteigerungen im hart umkämpften Wettbewerbsumfeld im Berichtsjahr deutlich besser in unseren Angebotspreisen durchgesetzt werden konnten als im Vorjahr. Nach zwei Verlustjahren ließ sich damit im Berichtsjahr wieder ein positives Ergebnis von 409 T€ erzielen. Trotz des erfreulichen Ergebnisses im Berichtsjahr muss die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens in Zusammenhang mit den hohen Jahresfehlbeträgen der beiden Vorjahre als schwierig bezeichnet werden. Dies erfordert nach wie vor ein unablässiges aktives Handeln an verschiedensten Stellschrauben im Unternehmen. Hierfür sei beispielhaft genannt, dass wir die unseren Angeboten zugrundeliegenden Kalkulationsannahmen und Einkaufspreise ständig anpassen, um bei der nachfolgenden Ausführung nicht mehr in Kostenfallen zu landen. Wir versuchen auch, die Kalkulationsannahmen unter allen externen Bedingungen noch realistischer zu treffen. Gerade dies war unter dem Eindruck der in den Vorjahren herrschenden Gesamtumstände sehr schwierig. Zudem haben wir die Abrechnung unserer Projekte mit mehreren Maßnahmen beschleunigt, um unsere Forderungen früher genauer beziffern und auch schneller vereinnahmen zu können. Die im Baubereich üblichen Abschlagsrechnungen werden nun noch konsequenter gestellt und fristgerechter vereinnahmt. An der im Berichtsjahr verbesserten Liquidität und den erhöhten Forderungen ist dies bereits deutlich sichtbar. Eine verbesserte Einkaufsstrategie bei Baustoffen mit einem noch deutlicheren Vergleich zwischen mehreren Baustoffhändlern hilft uns Kosten bei der konkreten Bedarfsbestellung einzusparen und Vergabegewinne zu realisieren. Geringe, aber wirkungsvolle Umstrukturierungen beim Personal ermöglichen uns die jeweiligen persönlichen Fähigkeiten mit den zu bearbeitenden Aufgaben besser zu kombinieren. Hierdurch können vorhandene Potentiale besser genutzt werden. Größere Investitionen haben und werden wir nach ausführlichen Abwägungen zum Erhalt unserer Leistungsfähigkeit nach wie vor tätigen; zum Schutz unserer Liquidität werden wir größere Investitionen aber möglichst mit günstigen Konditionen finanzieren, um den Kassenbestand zu schonen. Um weitere Einsparpotenziale zu nutzen, haben wir mit einem Energieberater ein ganzheitliches Konzept zur Unterstützung unseres Energieverbrauchs z.B. mit der Nutzung von Photovoltaikanlagen, entwickelt. IV. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Allgemeiner RisikoberichtDas generelle Marktrisiko besteht in unserem Tätigkeitsbereich unverändert fort. Bei etwas geringerem Marktvolumen sind im Vergleich zum Vorjahr Anzahl, Größe und Struktur unserer Mitbewerber nahezu unverändert geblieben, sodass diese im preislichen Wettbewerb wieder sehr aggressiv anboten. Nach wie vor gehen vor allem die in unserer Marktregion seit einigen Jahren tätigen Niederlassungen von zum Teil international agierenden Baukonzernen bei Ausschreibungen von Großprojekten oft als preislich günstigste Anbieter hervor. Deren Ziel ist es, ihren jeweiligen angestrebten Marktanteil in unserer Region zu halten bzw. weiter zu erhöhen. Wir werden dadurch indirekt beeinflusst, als dass unsere langjährigen in der Region verwurzelten und auch auf genau diese Großprojekte ausgerichteten und angewiesenen Mitbewerber nun auf kleinere Projekte ausweichen müssen. Damit bleibt es für uns unverändert schwierig, kleinere Aufträge zu gewinnen. Bei kleineren Aufträgen bemerken wir zudem verstärkte Konkurrenz durch Abbruch- und Erdbauunternehmen, deren eigentliches Kerngeschäft durch den Nachfrageeinbruch im Hochbaubereich und damit bei Abbrüchen und Herstellung von Baugruben deutlich zurückgegangen ist.Wie in der Vergangenheit kommen uns bei der Auftragsakquise stets auch Weiterempfehlungen oder Folgeaufträge von zufriedenen Auftraggebern zugute. Gerade private und gewerbliche Kunden entscheiden sich bei der Vergabe von Aufträgen daher für uns als regional verwurzeltes mittelständisches Familienunternehmen, das vor Ort Arbeitsplätze sichert, eine gute Ausführungsqualität bietet sowie nachhaltige Kundenbeziehungen anstrebt und pflegt. Unser geschäftlicher Erfolg ist aber hauptsächlich von der Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand abhängig. Die freigegebenen Mittel für Straßen- und Tiefbauprojekte orientieren sich dabei stets an den jeweiligen Haushalten mit den zugehörigen Prioritätsreihenfolgen, bei denen nicht selten die Haushaltskonsolidierung im Vordergrund steht. Die in den Jahren 2020 und 2021 aufgrund der Pandemie verringerte gesamtwirtschaftliche Leistung und die gleichzeitig laufenden Unterstützungsmaßnahmen wie vereinfachter Zugang zu Kurzarbeit und Förderprogramme zusammen mit den ab dem Frühjahr 2022 erhöhten Ausgaben für Rüstung und weiteren staatlichen Sozialleistungen haben sich in der Rückschau auf die Höhe der zur Verfügung stehenden Finanzmittel auf jeden Fall negativ ausgewirkt. Gleichzeitig wird die Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand nach wie vor von der Wahrnehmung von Infrastrukturprojekten bei den Bürgern beeinflusst. Besonders auf kommunaler Ebene sind der eigentlichen Umsetzung vorangehende Diskussionen und Streitigkeiten über Gestaltung und Sinn der Projekte sowie eventuelle Kostenbeteiligungen der Anlieger heute unausweichlich. Auch Aspekte der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit unter dem Eindruck der politisch definierten Klimaziele werden zunehmend von Bürgern kritisch hinterfragt. Die Ergebnisse aus diesen Diskussionen in der Öffentlichkeit führen nicht selten zu spürbaren zeitlichen Verschiebungen oder auch zur Einstellung von geplanten Projekten und daher zu einer Absenkung des Investitionsniveaus. Im Vergleich zur zuvor über Jahre andauernden Niedrigzinsphase war der Anstieg der Fremdkapitalzinsen in kurzer Zeit extrem, führte die Zinsen aber auf ein normales Niveau zurück. Dass dies im langfristig fremdfinanzierten Baubereich zu einem Rückgang von Bauprojekten führt, war abzusehen. Vor dem Hintergrund, dass die zuvor unnatürlich niedrigen Zinsen über Jahre hinweg den Baubereich "angefeuert" haben, ist der zu verzeichnende Nachfrageeinbruch bei Auftraggebern aus allen Bereichen vor allem auch hierauf zurückzuführen. Gleichzeitig sind die Baukosten wie bereits beschrieben extrem angestiegen. Hohe Zinsen und hohe Kosten führen zwangsläufig zu geänderten Bewertungen der Notwendigkeit von Projekten bzw. zu Überarbeitungen im Projektumfang. Dem starken preislichen Wettbewerb werden wir weiterhin mit Flexibilität, Zuverlässigkeit, Termintreue und einem hohen Maß an Qualität und Erfahrung begegnen. Gleichzeitig werden wir uns auf kleinere, weniger risikobehaftete Projekte konzentrieren und versuchen, unsere Leistungen nicht unter dem Kostenniveau anbieten zu müssen. Die Zufriedenheit unserer Auftraggeber im Hinblick auf die vorgenannten Weiterempfehlungen oder eventuelle Folgeaufträge steht für uns dabei stets an oberster Stelle. Bei unserer Projektausführung bestehen Risiken in der Organisation und bei der Technik. So können z.B. entstehende Kosten für Verzögerungen bei gestörten Bauabläufen nicht immer dem Auftraggeber zugerechnet und verrechnet werden. Lieferschwierigkeiten bei Baustoffen werden unserem Einflussbereich als Auftragnehmers zugerechnet. Auch Kostensteigerungen bei den Transportleistungen, Nachunternehmerleistungen, Baustoffen, Treibstoffen und Löhnen sind in der Regel vom Auftragnehmer zu tragen. Hinzu kommen die wiederum deutlichen Kostensteigerungen für die Entsorgung von mineralischen Abfällen. Hierdurch bedingte Mehrkosten sind - vor allem aufgrund Unkenntnis der Rechtslage im kommunalen Bereich - mit Brisanz in den zuständigen politischen Gremien behaftet. Auch die Zurechnung des Baugrundrisikos mit zum Teil erforderlichen umfangreichen Anlagen zur Wasserhaltung sorgt immer wieder für schwierige Diskussionen mit den Auftraggebern um die Übernahme entstandener Mehrkosten. Bei den in unserem Bauunternehmen vertretenen Berufen ist die Nachwuchssituation unverändert schwierig. Dies wird zudem verschärft, da in den letzten Jahren viele unserer langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten haben. Viele der in unserer Region tätigen Unternehmen aus der Metall-, Elektro-, Maschinenbau- und Chemieindustrie bieten für die Bewerber auf den ersten Blick attraktivere Berufe bzw. Arbeitsbedingungen als auf dem Bau an. Hinzu kommt, dass aufgrund des gesellschaftlichen Akademisierungsdrucks immer weniger Schulabgänger eine handwerkliche Ausbildung beginnen wollen. Ab dem Frühjahr 2022 konnten wir nach pandemiebedingter Pause wieder bei großen Ausbildungsmessen teilnehmen. Allerdings blieb die damit erhoffte Nachfragesteigerung nach Schnupperpraktika aus. Im Jahr 2023 absolvieren zwei Auszubildende eine Ausbildung zum Straßenbauer in unserem Unternehmen. Um im Bereich der technischen Angestellten Nachwuchs generieren zu können, bilden wir seit über zehn Jahren auch im Beruf des Bauzeichners aus: Im Jahr 2023 bildeten wir zwei Jugendliche zum/-r Bauzeichner/-in aus. Wir werden die begonnene erfolgreiche Arbeit in diesem Bereich systematisch fortführen und möchten damit für den jährlichen Ausbildungsbeginn einige Auszubildende gewinnen. Damit versuchen wir weiterhin konsequent auf die Ausbildung eigener Fachkräfte zu setzen, da diese bereits heute in unzureichender Anzahl auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sind. Unsere gewerblichen Mitarbeiter bilden wir zudem in den Winterpausen je nach Tätigkeitsbereich und angestrebtem Qualifikationsniveau weiter. Zudem haben wir in den vergangenen Jahren immer mehr Zusatzleistungen für unsere Mitarbeiter auf den Weg gebracht. Vor allem die betriebliche Krankenzusatzversicherung und mögliche betriebliche Altersvorsorgesysteme erfreuen sich wachsender Beliebtheit und werden immer mehr genutzt; unser auf den Baustellen eingesetztes Personal weiß das erweiterte Angebot der Arbeitskleidung und das erhöhte Jahresbudget für Arbeitssicherheitsschuhe zu schätzen. Nach den durch die Folgen der Pandemie und des Ukraine-Konflikts geprägten Problemen bei unserer Ertragslage konnten trotz nochmals verminderter Produktion von Asphaltmischgut im Jahr 2023 die kostenbedingten Probleme in Griff bekommen werden. Lediglich die Auslastungslücke im Frühjahr 2023 führte zur Inanspruchnahme von Kurzarbeit, um unsere Arbeitsplätze weiterhin zu sichern. II. Spezieller RisikoberichtUnsere Liquidität liegt wieder auf einem sehr hohen Niveau, wir konnten den Stand zum Bilanzstichtag verdoppeln. Weitere Kostensenkungspotentiale sind in Teilbereichen unseres Unternehmens erkennbar, die vor allem mit der Einführung von neuen, digitalen Technologien vorteilhaft genutzt werden könnten. Die Rationalisierungseffekte des vor wenigen Jahren eingeführten kaufmännischen Softwaresystems sind mittlerweile erkennbar. Die digitalisierte Eingangsrechnungsbearbeitung führt zu schnellerem Kostenüberblick. Auch die mittlerweile eingeführte digitale Zeiterfassung unserer gewerblichen Mitarbeiter beschleunigt unsere internen Standardprozesse enorm, sodass wir uns um wichtige Sachverhalte besser kümmern können. Unabhängig davon bremst uns dabei die regional unverändert desolate Netzabdeckung im Mobilfunk - gute digitale Lösungen helfen uns bei Funklöchern auf den Baustellen nicht weiter.Gerade zum Herbst 2023 - im Asphaltbau die stärkste Zeit - stiegen die Einkaufspreise für Bitumen wie dargestellt enorm an. Unsere eingerechneten Risikozuschläge konnten die nach oben gerichteten Preisänderungen nicht immer abfedern und die Projekte liefen daher zum Teil in eine Unterdeckung. Zur Kapazitätsauslastung waren wir neben dem Rückgriff auf Kurzarbeit und Urlaub zudem manchmal gezwungen, unseren Auftraggebern Nachlässe zu gewähren, welche die Unterdeckung noch verschärften. Wichtig war jedoch neben der Preisentwicklung die grundsätzliche Lieferfähigkeit unserer Lieferanten. Obwohl in ganz Europa aufgrund der gesunkenen Nachfrage und aus Wirtschaftlichkeitsgründen die Anzahl der bitumenproduzierenden Raffinerien sinkt, läuft die Versorgung aus der Raffinerie Vohburg stabil, das Versorgungsrisiko ist auch durch gute Beziehungen zu mehreren Lieferanten minimal. Der im Oktober 2021 abgeschlossene Tarifvertrag mit den genannten Lohnerhöhungen (ab November 2021 + 2,0 %, ab April 2022 + 2,2 %, ab April 2023 + 2,0 % zzgl. Einmalzahlungen in Höhe von insgesamt 1.350 € zu drei vorgegebenen Terminen und eine Neugestaltung der Wegezeitentschädigung ab 2023) sollte nochmals das Weiterarbeiten in der Baubranche unter Pandemiebedingungen würdigen. Für die ab Oktober 2021 zu kalkulierenden Angebote mit Ausführung im Jahr 2022 und im Jahr 2023 herrschte eine gewisse Kalkulationssicherheit. Durch den zusätzlichen "Tarifvertrag Inflationsausgleichsprämie" von Ende Januar 2023 mit der verpflichtenden Zahlung von 1.000 € pro Mitarbeiter war nicht zu rechnen. Die hierfür anfallenden Kosten konnten bei zu diesem Zeitpunkt bereits abgegebenen Angeboten nicht mehr berücksichtigt werden. Aufgrund unserer Liquiditätslage werden Investitionen sowohl mittels Zahlungen aus dem Kassenbestand als auch über Mietkäufe finanziert. Trotz gestiegener Zinsen ist dies unverändert ein gutes Instrument zur Sicherung unserer Investitionsfähigkeit. Von Leasingverträgen für Dienstfahrzeuge werden wir aufgrund der deutlich schlechteren Konditionen zunächst Abstand nehmen. Zu den wesentlichen Finanzierungsinstrumenten zählen unsere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bzw. Kreditlinien bei Kreditinstituten. Wie beschrieben sind unsere Auftraggeber überwiegend der öffentlichen Hand zuzurechnen, sodass das Ausfallrisiko für uns sehr gering ist. Die Auftraggeber aus regionaler Industrie und Gewerbe unterliegen ebenfalls nur einem geringen Forderungsausfallrisiko. Zudem besteht mit dem Großteil unserer Auftraggeber eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Lediglich bei der Anerkennung unserer Forderungen gibt es aufgrund der komplexen Abrechnung von Tiefbauprojekten bisweilen unterschiedliche Ansichten von uns und unseren Auftraggebern. Wir bemühen uns dabei Verhandlungslösungen zu finden, die für beide Seiten vertretbar sind. Komplizierte, langwierige und im Ergebnis unsichere Bauprozessverfahren konnten bisher weitgehend vermieden werden. Wir zahlen unsere Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter der Realisierung der mittlerweile wieder öfter gewährten Skontoabzüge. Zur kurzfristigen Finanzierung nutzen wir vorwiegend Lieferantenkredite und die von unseren Banken eingeräumten Kreditlinien. Ziel des Finanz- und Risikomanagements unseres Unternehmens bleibt die Sicherung des Erfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art mittels einer konservativen und sicheren Risikostrategie. Soweit bei unseren Forderungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, nehmen wir in unserem Jahresabschluss entsprechende Wertberichtigungen vor. Zur Minimierung von Ausfallrisiken haben wir ein geeignetes Debitorenmanagement eingeführt und informieren uns vor Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen über die Bonität unserer Auftraggeber. Auch unsere langjährigen Auftraggeber und Kunden überprüfen wir regelmäßig hinsichtlich ihrer Bonität. D. Prognosebericht Im Nachgang zur weltweiten Corona-Pandemie führte der Ukraine-Konflikt ab Februar 2022 -Oktober 2023 verschärft durch den Israel-Gaza-Krieg bzw. den Nahost-Konflikt - zu heftigen globalen wirtschaftlichen Verwerfungen, die sich seitdem auf alle Unternehmen, Privatpersonen und die öffentliche Hand auswirken. Im Jahresverlauf 2023 haben sich die auf den Preisschock von 2022 folgenden Schwankungen an den internationalen Rohstoff- und Energiemärkten - auch durch staatliche Eingriffe - wieder beruhigt, jedoch verharren Rohstoff- und Energiepreise auf einem deutlich höheren Niveau als vor dem Krieg in der Ukraine. Die europäische Union und Deutschland haben sich von Erdgas- und -ölimporten aus Russland weitgehend unabhängig gemacht. Wir wurden in den vergangenen Jahren konstant mit Erdgas versorgt, zunächst befürchtete Lieferengpässe traten nicht ein. Trotzdem können wir uns an unserer Asphaltmischanlage mit geringem Aufwand künftig hiervon unabhängiger machen, die entsprechenden technischen Anlagen zur alternativen Versorgung mit Heizöl als Brennstoff sind bereits eingelagert. Für unseren Erdgasbedarf im Jahr 2024 war zwar eine Preisfixierung möglich, allerdings vervierfachte sich hier der Arbeitspreis. Für den Bedarf im Jahr 2025 gelang es uns bereits, eine preisliche Verringerung um 20 % zu fixieren. Beim Strombedarf für unsere Asphaltmischanlage gelang es uns, im Sommer 2022 unter schwierigsten Rahmenbedingungen einen von Anfang 2023 bis Ende 2025 laufenden Versorgungsvertrag abzuschließen. Zwar liegt das Preisniveau aus heutiger Sicht höher als das jetzt erzielbare Preisniveau, jedoch war es unter den im Jahr 2022 herrschenden Umständen für uns primär entscheiden, Liefer- und Kalkulationssicherheit zu erzielen. Durch vorausschauende Einkaufsstrategien konnten wir einen Teil unseres Bitumenbedarfs für 2024 bereits im Jahr 2023 preislich absichern. Für 2025 werden wir vergleichbare Lösungen mit unseren Lieferanten erzielen. Bei außerhalb von diesen Festpreisverträgen mit definierten Abnahmemengen benötigten Bitumenmengen stiegen die Einkaufspreise im Frühjahr 2024 wieder um über 10 % an, gaben aber zum November wieder deutlich nach. Bei Dieselkraftstoff konnten wir keine Versorgungsengpässe erkennen, die Preisänderungen im Jahresverlauf 2023 und 2024 lagen im kalkulierten Bereich. Unseren Dieselkraftstoffbedarf können wir wie in der Vergangenheit unverändert nur zu aktuell erzielbaren Markt- bzw. Tagespreisen decken - eine mittelfristige Absicherung ist dabei trotz unseres nicht geringen Bedarfs nicht möglich. Die im Jahr 2022 konkrete Mangellage bei AdBlue, das aufgrund unserer neuwertigen Nutzfahrzeuge und Baumaschinen in hohen Mengen benötigt wird, hat sich wie die Preissituation im Jahr 2023 deutlich entschärft. Bei allen vorgenannten Einsatzstoffen gelang es uns im Jahr 2024 nicht ganz so gut wie im Berichtsjahr, die uns entstehenden und vor allem durch Erdgas und Strom getriebenen Kosten in unseren Angebotspreisen abzubilden und an die Auftraggeber weiterzugeben. In einigen Vergabeverfahren von Bauleistungen waren die von uns und unseren Wettbewerbern abgegebenen Angebote wie bereits im Vorjahr jedoch deutlich höher als die zugrunde liegenden und zum Teil veralteten Kostenschätzungen; die Vergabeverfahren wurden zunächst aufgehoben und die Umsetzung der Bauprojekte verschoben. Dies führte wie schon im Vorjahr dazu, dass zunächst sicher geglaubte Projektdurchführungen kurzfristig platzten und unsere Personal- und Gerätekapazitäten anderweitig ausgelastet werden mussten. Zusammen mit Kürzungen im Auftragsumfang von bereits laufenden Bauprojekten und Verschiebungen von Startterminen neuer Bauprojekte war es wie im vergangenen Jahr eine Herausforderung, unsere Kapazitäten durchgehend auszulasten. Durch gute Organisation und Kommunikation mit unseren Auftraggebern mussten wir nicht auf Instrumente wie Kurzarbeit zurückgreifen. Eine heterogene Mischung aus Großprojekten und kleinteiligen Baustellen hat uns zusammen mit den schwierigeren Rahmenbedingungen herausgefordert. In unserem Unternehmen waren und sind hierfür die strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen getroffen; im Detail erfolgen hier stets sinnvolle Nachbesserungen. Vor allem aufgrund der erheblichen Teuerungsraten bei den Verbraucherpreisen wurden im Juni 2024 mit dem neu verhandelten Tarifvertrag am Bau rückwirkend zum April 2024 deutliche Lohn- und Gehaltssteigerungen in mehreren Stufen bis 2026 abgeschlossen. Damit erhöhten sich für uns als tarifgebundener Arbeitgeber die Personalkosten ebenfalls wieder stark. Durch die langwierigen Tarifverhandlungen, welche seit langer Zeit wieder mit Streiks verbunden waren, war es uns allerdings nicht möglich, die im Juni 2024 vereinbarten Lohnsteigerungen in unseren zuvor kalkulierten Angeboten zu berücksichtigen. Die Durchsetzung der gestiegenen Personalkosten bei unseren Auftraggebern gestaltet sich wieder als schwierig. Die Situation bei Bewerbern hat sich im Jahresverlauf 2024 durch die hohen externen Unsicherheiten noch nicht weiter gebessert. Aufgrund der Krise im Hochbau gelten nun auch Tiefbauunternehmen ungerechtfertigt als Teil einer kriselnden Branche mit unsicheren Arbeitsplätzen. Neue Auszubildende und Bewerber sind daher sehr vorsichtig und halten sich mit konkreten Zusagen zurück. Im Bereich Asphaltbaus fehlen weiterhin ausreichend qualifizierte Mitarbeiter. Engpässe bei der Verfügbarkeit von Baustoffen aufgrund verminderter Produktion bzw. abgerissenen Lieferketten betrafen uns im Jahr 2024 nicht mehr, sodass hierdurch unsere Bauabläufe nicht gestört wurden. Bei der Produktion von Asphaltmischgut in unserer eigenen Asphaltmischanlage mussten in den vergangenen drei Jahren jeweils absinkende Mengen verkraftet werden: Aufgrund unserer Kostensituation konnten wir nicht immer unsere Angebotspreise durchsetzen und hatten so bei einigen Aufträgen das Nachsehen. Wir konnten aber mit vielen weniger materialintensiven Asphaltbaustellen unser - mangels geeigneter Fachkräfte sogar leicht verringertes - Personal im Asphaltbau trotzdem gut auslasten. Für das Jahr 2024 gehen wir von einer Stabilisierung der Produktionsmenge aus. Bei den Tiefbaustellen zeigte sich auch im Jahresverlauf 2024 ein zunächst schwieriges Bild und die Aufträge waren hart umkämpft. Da wir nur über ein sehr kleines Auftragspolster verfügten, mussten wir einige Projekte zu äußerst niedrigen Preisen anbieten. Wir konnten die Auslastungslage ab dem Frühsommer stabilisieren: Bei einigen Projekten kamen wir vor allem ab Jahresmitte aufgrund gut zu unserer Kolonneneinteilung passender Bauzeiten zum Zuge - die Kapazitäten unsere Wettbewerber waren bei den vorgegebenen Fixterminen bereits komplett ausgelastet. Größere Industriekunden in unserer Region haben ihre Bautätigkeit wieder verstärkt aufgenommen, um nicht in einen Investitionsstau zu geraten. Hiervon konnten wir ebenfalls profitieren. Wie üblich waren unsere personellen Kapazitäten vor allem im Herbst als Folge unserer offensiven Angebotspolitik im Frühjahr und Sommer stark ausgelastet. Eine abschließende Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor. Wir rechnen mit einem etwa gleichbleibendem Umsatzvolumen. Dies ist jedoch unter der Berücksichtigung der weiteren Preisentwicklung kritisch zu sehen und voraussichtlich nicht auf eine Erhöhung unserer Bauleistung zurückzuführen. Wir können bereits absehen, dass unsere auf der Baustelle geleisteten Produktivstunden im Vergleich zu 2023 leicht abgenommen haben. Im Moment gehen wir davon aus, dass wir die oben genannten drastischen Kostensteigerungen bei den Energie- und Personalkosten über unsere Preise nicht so gut aufholen konnten als im Berichtsjahr. Vor diesem Hintergrund rechnen wir im Jahr 2024 vorsichtig mit einem neutralen Jahresergebnis. Um unsere Ausführungsqualität weiter auf hohem Niveau zu halten, werden wir Teile unserer Belegschaft wie auch in den vergangenen Jahren in der Winterpause gezielt weiterbilden. Unsere Kostenstruktur wurde mit der weiteren Digitalisierung von internen Prozessen zusätzlich verbessert. Die digitale Verarbeitung von Eingangsrechnungen und der Arbeitszeiterfassung minimieren zusätzlich unsere Risiken durch fehlende oder unzureichende Dokumentationen. Die Auswirkungen der sich bereits im Jahr 2022 ankündigenden und nun herrschenden Wirtschaftskrise in Deutschland sind im gesamten Leben sichtbar und betreffen nahezu alle Unternehmen und Mitarbeiter. Meldungen über Betriebe in Kurzarbeit, einschneidende Sparmaßnahmen, Entlassungswellen, Werksschließungen und Unternehmenspleiten in allen Wirtschaftsbereichen reißen nicht ab. Nach aktuellen Prognosen wird 2024 wohl das zweite Jahr in Folge mit einem negativen Wirtschaftswachstum. Vor allem die exorbitanten Kostensteigerungen im Energiebereich wie auch die stark angestiegenen Personalkosten ziehen sich nicht nur durch die Bilanzen der letzten Jahre, die Folgen werden auch in den kommenden Jahren noch sichtbar werden. Zwar sind die Inflationsraten im Herbst 2024 auf ein geringeres Niveau abgesunken, jedoch ist ein Ende der Lohn-Preis-Spirale noch nicht in Sichtweite. Wie sich die Lage durch den Regierungswechsel in den USA und den Zerfall der in Deutschland bis Anfang November regierenden Ampelkoalition auf uns alle auswirkt kann nicht annähernd abschließend beantwortet werden. Im Moment müssen wir aber davon ausgehen, dass Unsicherheiten in jeder Richtung weiter zunehmen und fehlende Mittel für Investitionen zu einer insgesamt verringerten Nachfrage nach Bauleistungen führen. Nach dem Nachfrageeinbruch im Jahr 2023 erwarten die Spitzenverbände der Bauwirtschaft für 2024 einen preisbereinigten Umsatzrückgang von etwa 3 %; dabei wird erwartet, dass der Tiefbau den sich nochmals negativ entwickelnden Wohnungsbau deutlich überflügelt. Die Investitionen in die Infrastruktur auf Bundesebene soll nominal zwar gehalten werden, dies führt allerdings bei steigenden Preisen zu einem realen Rückgang. Die Bautätigkeit im regionalen öffentlichen Straßen- und Tiefbau blieb im Jahr 2024 zunächst auf einem dem Vorjahr vergleichbaren Niveau - im Herbst 2024 waren bereits einige Projekte für 2025 ausgeschrieben. Auch wir konnten uns dabei schon Aufträge für das kommende Jahr sichern. Die negative wirtschaftliche Entwicklung schlägt bei unseren zahlreichen kommunalen Auftraggebern nicht bzw. noch nicht stark durch: Zum Teil steigen deren Einnahmen auch überraschend. In den Haushalten für 2025 sind daher weiterhin zahlreiche Projekte im Straßen- und Tiefbau vorgesehen. Trotz aller negativen Rahmenbedingungen sind Baugrundstücke in unserer beliebten Zuzugsregion gefragt. Daher wird die Erschließung von neuen Wohnungsbau- oder Gewerbegebieten - wenn auch auf einem etwas niedrigeren Niveau - weiter vorangetrieben. Für die kommunalen Auftraggeber werden diese Maßnahmen aufgrund geringer selbst zu tragender Kostenanteile weiterhin im Vordergrund stehen. Die Bewerberzahlen für Baugrundstücke gehen aufgrund der unsicheren Gesamtlage auch in unserer Region zurück, liegen aber immer noch über der Anzahl von verfügbaren Baugrundstücken. Bei aufwendigen Sanierungen im Bestand gibt es einerseits Kommunen, die deutlich sparen müssen, andererseits Kommunen, die genau dies als eine Maßnahme zur Stimulierung der regionalen Wirtschaft betrachten. Letztere investieren einen Teil ihrer Rücklagen, um im weiteren Schritt von künftigen Steuereinnahmen wieder zu profitieren. Leider werden durch die Kürzung der Fördermittel für den ländlichen Raum die Spielräume auf kommunaler Ebene deutlich verkleinert. Die künftige Entwicklung unseres Unternehmens ist aufgrund weiterhin zu erwartenden Langzeitfolgen in Wirtschaft und öffentlichen Haushalten, welche durch die Corona-Pandemie und die im Jahr 2022 entstandene Krisenlage aufgrund des Ukraine-Konflikts im Zusammenspiel mit hohen Energiepreisen, möglichweise zu ambitionierten Klimazielen und weiteren hohen Sozialleistungen verursacht werden, nach wie vor nicht sicher einschätzbar. Der sich verschärfende Nahost-Konflikt, der sich abzeichnende Richtungswechsel in der Außen- und Wirtschaftspolitik nach der US-Wahl und die aktuell handlungsunfähige deutsche Regierung erhöhen die Unsicherheiten noch weiter. In unserer Volkswirtschaft werden sich vermutlich auf Jahre hinweg Transferleistungen erhöhen, Steuereinnahmen zurückgehen und Investitionen in die Infrastruktur trotz gegensätzlicher lautstarker Ankündigungen gesenkt. Es sind künftig keine wesentlichen Änderungen in unserer Geschäftspolitik geplant. Wir hoffen, dass wir mit unserem engagierten Fachpersonal auch zukünftig in der Lage sein werden, große und kleine Baustellen abzuwickeln und unseren Zahlungsverpflichtungen stets fristgerecht nachzukommen. E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den wesentlichen Finanzierungsinstrumenten zählen unsere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bzw. Kreditlinien bei Kreditinstituten. Durch ständige Kontrolle der Bearbeitungsstände unserer Aufträge und den damit zusammenhängenden Abrechnungsintervallen stellen wir unsere Forderungen dem Baufortschritt entsprechend frühzeitig. Zur Minimierung von Ausfallrisiken haben wir ein geeignetes Debitorenmanagement eingeführt und informieren uns vor Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen über die Bonität unserer Auftraggeber. Auch unsere langjährigen Auftraggeber und Kunden überprüfen wir aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen regelmäßig hinsichtlich ihrer Bonität. Aufgrund unseres solventen Kundenstamms stellen Forderungsausfälle allerdings eher die Ausnahme dar. Soweit bei unseren Forderungen dennoch Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, nehmen wir in unserem Jahresabschluss entsprechende Wertberichtigungen vor. Wir zahlen unsere Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter der Realisierung der mittlerweile wieder öfter gewährten Skontoabzüge. Innerhalb der kurzfristigen Zahlungsfristen nutzen wir die Lieferantenkredite zur Zwischenfinanzierung. Unser Ziel beim Debitoren- und Kreditorenmanagements ist es, jederzeit eine hohe Liquidität zu sichern. Je nach Liquiditätslage werden Investitionen sowohl mittels Zahlungen aus dem Kassenbestand als auch über mittelfristig laufende Mietkäufe in überschaubarem Rahmen finanziert. Trotz gestiegener Zinsen ist dies unverändert ein gutes Instrument zur Sicherung unserer Investitionsfähigkeit. Von Leasingverträgen für Dienstfahrzeuge werden wir aufgrund der deutlich schlechteren Konditionen zunächst Abstand nehmen. Die von unseren Banken eingeräumten hohen Kreditlinien werden nahezu nie zur kurzfristigen Finanzierung in Anspruch genommen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements unseres Unternehmens bleibt die Sicherung des Erfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art mittels einer konservativen und sicheren Risikostrategie. F. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
St. Georgen, den 11.11.2024 TRAUN - TIEFBAU GMBH Geschäftsführung Mathias Rinke Franz Rinke BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der TRAUN - TIEFBAU GMBH1. Allgemeine Angaben 1. Die TRAUN - TIEFBAU GMBH mit Sitz in St. Georgen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HRB 3784 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wird nach den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für eine mittelgroße Gesellschaft. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Zu- und Abgänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer zu steuerlich anerkannten Abschreibungssätzen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis 800 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Ein etwaiger Abwertungsbedarf wird anhand eines diskontierten Kapitalflussmodells ermittelt. Im Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte bei unfertigen Arbeiten mit den bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen sowie bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit den zuletzt entstandenen Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweils beizulegenden Wertes. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zusätzlich wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Liquide Mittel sind zum Nennbetrag aktiviert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt und entspricht dem Handelsregistereintrag. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der laufzeitäquivalent abgezinsten versicherungsmathematischen Teilwertmethode auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck und dem gemäß RückAbzinsV relevanten Zins in Höhe von 1,82 %. Es wurde der 10- Jahresdurchschnittszins verwendet. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden in Höhe von 2,00 % berücksichtigt. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit der Pensionsrückstellung verrechnet. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenänderungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem restlaufzeitentsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert im Vergleich zum Vorjahr. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 400 T€. Der Betrag der einer Ausschüttungssperre unterliegenden Aktivierungen setzt sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen Der Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
Der Bewertung wurde ein durchschnittlicher Zinssatz von 1,82 % zugrunde gelegt und als Zinsaufwand verbucht. Die Pensionsrückstellungen wurden im Berichtsjahr mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins bewertet. Im Vergleich zu einer Bewertung mit dem ursprünglich verwendeten 7-Jahres Durchschnittszins ergibt ergab sich ein um 12 T€ niedrigerer Rückstellungsbetrag. Zusammensetzung der sonstige Rückstellungen:
Verbindlichkeiten
Haftungsverhältnisse
Bei den Miet- und Pachtverträgen handelt es sich im Wesentlichen um den Mietvertrag für das Werksgelände, welcher zum Bilanzstichtag noch eine Restlaufzeit von 5 Jahren hat. Darüber hinaus wurden für die Gesellschaft in geschäftsüblichem Umfang von Geschäftsbanken und Kreditversicherern für abgerechnete Bauarbeiten Gewährleistungsbürgschaften an Kunden ausgereicht. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen beinhalteten einmaligen und/oder periodenfremden Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten einmaligen und/oder periodenfremden Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Sonstige Pflichtangaben Vergütung gemäß § 285 Nr. 9 a HGB Hinsichtlich der Angaben zu der Geschäftsführervergütung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Geschäftsführung Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr den Herren Mathias Rinke, Dipl.-Wirtsch.-Ing. und Franz Rinke, Kaufmann. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Jahres 2023 soll nach dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung im Folgejahr auf neue Rechnung vorgetragen werden. sonstige Berichtsbestandteile
St. Georgen, den 11.11.2024 TRAUN - TIEFBAU GMBH Geschäftsführung Mathias Rinke Franz Rinke Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkHinweis zum Bestätigungsvermerk: Bei den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden großenabhängige Erleichterungen nach §§ 276, 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem ausführlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den unten aufgeführten Bestätigungsvermerk erteilt. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung I. Bestätigungsvermerk1. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) der TRAUN - TIEFBAU GMBH, Hochreit 50, 83368 St. Georgen, unter dem Datum vom 22.11.2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TRAUN - TIEFBAU GMBH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TRAUN - TIEFBAU GMBH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRAUN - TIEFBAU GMBH, St. Georgen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." II. Schlussbemerkung2. Den vorstehenden Prüfungsbericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 der TRAUN - TIEFBAU GMBH, Hochreit 50, 83368 St. Georgen, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten für weniger komplexe Einheiten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf (IDW PS KMU 7 (09.2022)). 3. Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Trostberg, 22.11.2024 M
& P Revision und Treuhand GmbH
Daniel Zeus, Wirtschaftsprüfer (69007-2023) |
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