Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 3815
Vorher
Deutscher Bausparkassen- und Versicherungsverlag Gesellschaft mit beschränkter HaftungDSV-Payment GmbH
Eingetragen
26.6.1969
Branche
BeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute des SparkassensektorsManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: a) Die Definition, Entwicklung und Vermarktung von Payment-Lösungen (Zahlungsverkehrsanwendungen) überwiegend für die Sparkassen-Finanzgruppe. Dies schließ alle Arten von Payment-Lösungen auf jeglichen Endgeräten wie zum Beispiel Händlerterminals, Tablets, Smartphones und SB-Geräten ein und beinhaltet Mehrwertanwendungen für Privat- und Firmenkunden; b) Die Akquisition von Kartenprojekten bei überregional tätigen Unternehmen zur Unterstützung der Akzeptanz der Zahlungsverkehrskarten der Sparkassen-Finanzgruppe sowie die Koordination der Kartenaktivitäten der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Gesellschaft entwickelt zeitgemäße Kartenleistungen und fördert eine markt- und kundenorientierte Informationspolitik. Sie unterstützt die Umsetzung der einheitlichen Strategie im kartengestützten Zahlungsverkehr der Sparkassen-Finanzgruppe. dien Gesellschaft ist bundesweit tätig und ist der zentrale Ansprechpartner für alle Mitglieder der Sparkassen-Finanzgruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Bernd Damm
seit 1.10.2024
Prokura
Jochen Ade
seit 27.12.2023
Prokura
Prokura
Robert Beer
seit 10.1.2022
Prokura
Frank Büttner
seit 21.10.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Deutscher Sparkassen Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Deutscher Sparkassen Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
25.601 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

S-Payment GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht 2020

Unternehmensgrundlagen

Die S-Payment GmbH (S-Payment) ist das Kompetenzcenter Payment der Sparkassen-Finanzgruppe. Mit ihren verschiedenen Angeboten werden ganzheitliche, zielgruppenspezifische und omnikanalfähige Paymentlösungen für Privat- und Firmenkunden der Sparkassen entwickelt und vermarktet-sowohl für den Point-of-Sale (Pos) als auch für E- und M-Commerce. Wesentliche Leistungsfelder der S-Payment sind:

Wahrnehmung von operativen Payment-Aufgaben für die Sparkassen-Finanzgruppe- Neben Konzeption und Steuerung von Vermarktungskampagnen und -maßnahmen für die Zielgruppen Privatkunden, Firmenkunden und Sparkassen werden zusätzlich im Auftrag der Institute die Aktivitäten für die Weiterentwicklung der Payment-Infrastruktur verantwortet, koordiniert und kontrolliert. Als zentraler Koordinator der Sparkassen-Finanzgruppe führt die S-Payment außerdem die Verhandlungen der girocard-Entgelte mit den Handels- beziehungsweise Akzeptanzunternehmen.

Entwicklung und Vermarktung von Payment-Lösungen - Das Bereitstellen von kontaktlosen und mobilen Zahlverfahren sowie darauf aufbauend die Etablierung digitaler Services rund um das Girokonto.

Neben ihren operativen Tätigkeiten hält die S-Payment GmbH wesentliche Tochter- und Beteiligungsunternehmen um moderne Zahlungssystem für ihre Kunden zu entwickeln:

Durch ihre Beteiligung in Höhe von 30,9% an der Ingenico Payone Holding GmbH, die 100% an der PAYONE GmbH hält, ist die S-Payment an der PAYONE GmbH beteiligt. Die PAYONE GmbH ist einer der führenden Omnichannel-Payment-Anbieter in der DACH-Region. Als Full-Service-Zahlungsdienstleister bietet sie ihren Kunden je nach Bedarf sowohl standardisierte als auch individuelle Payment-Lösungen für den Point of Sale und im E-Commerce - auf allen Endgeräten und über alle Kanäle - an.

Die GiroSolution GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft, ist der zentrale Dienstleister für E-Government, und bietet insbesondere Kommunen elektronische Bezahlverfahren und Mehrwertlösungen an. Sparkassen nutzen die Multi-Bezahllösung GiroCheckout, um ihre Firmenkunden im E-Commerce zu unterstützen.

Die GIZS ist der Service-Dienstleister für innovative Zahlverfahren. Sie verantwortet den Aufbau, den Betrieb und die Weiterentwicklung von paydirekt innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Gesellschafter der GIZS sind neben der S-Payment, die Landesbank Baden-Württemberg und die Landesbank Hessen-Thüringen mit jeweils 33,3%.

Die S-Payment gehört als 100%-iges Tochterunternehmen zur DSV-Gruppe, die als spezialisierter Lösungsanbieter den Sparkassen, sowie den Verbundunternehmen und Verbänden der Sparkassen-Finanzgruppe (SFG) Produkte und Dienstleistungen oder umfassende Kombinationen aus beidem anbietet. Mit ihren Leistungen ist die S-Payment Impulsgeber für digitale und mobile Zahl verfahren. Sie ist damit der wesentliche Anbieter im Kompetenzbereich Payment der DSV-Gruppe.

Die Umsätze werden nahezu vollständig mit Kunden aus der Sparkassen-Finanzgruppe und im Inland erzielt. Neben dem Sitz in Stuttgart unterhält die S-Payment Standorte in Frankfurt am Main und Hamburg.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Leistungsangebot der S-Payment ist dezidiert auf die Sparkassen und deren Privat- und Firmenkunden ausgerichtet. Deren Entwicklung und Herausforderungen prägen die Geschäfts- und Rahmenbedingungen der S-Payment. Nach wie vor wird das Geschäftsumfeld der Sparkassen durch die Niedrigzinsphase, die Anforderungen aus der Regulierung, steigende Ansprüche der Kunden und nicht zuletzt durch zunehmende Investitionsnotwendigkeiten geprägt. Die Digitalisierung im Finanzsektor ist dabei ein wesentlicher Investitionstreiber.

Diese genannten Entwicklungen führen bei Sparkassen, Landesbanken und indirekt auch bei den Verbänden zu einem stetigen und wachsenden Ertrags-, Kosten- und Wettbewerbsdruck. Dies spürt die S-Payment nicht nur bei der Nachfrage der Institute nach einzelnen Services, sondern eben auch bei Erwartungen, die an die Qualität und Aktualität ihrer Lösungsangebote und an deren Preise gestellt werden.

Entwicklung und Innovation

Die Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte mit hohen Nutzenpotenzialen für die Sparkassen und deren Kunden ist ein Ziel aller im DSV und bei seinen Tochterunternehmen laufenden Innovations- und Entwicklungsaktivitäten. Die digitale Transformation der Bankenwelt blieb auch 2020 eines der wesentlichen Themen für alle Finanzdienstleister, welche durch die Corona-Pandemie noch einmal nachhaltig beschleunigt wurde. Vor diesem Hintergrund formuliert die Sparkassen-Finanzgruppe ihre Erwartungen an die DSV-Gruppe als zentralen Dienstleister und Lösungsanbieter.

Ein wesentlicher Baustein stellt in diesem Zusammenhang das kontaktlose Bezahlen mit Karten und Smartphones dar. So wurden im Geschäftsjahr 2020 die in den letzten beiden Jahren eingeführten Apps "Mobiles Bezahlen" für Android sowie Apple Pay mit der Sparkasse stetig weiterentwickelt und nachhaltig im Markt etabliert. Darauf aufbauend sollen neue Angebote und digitale Services für das Girokonto sowie die Etablierung dieser Payment-Lösungen in neuen Märkten (z.B. E-Mobilität, Connected Cars, Digitaler PoS) den Schwerpunkt der Entwicklungsleistungen bilden.

Die S-Payment nimmt wie die anderen Konzerngesellschaften der DSV-Gruppe das Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände nicht wahr. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 0,6 Mio. € aktiviert, geleistete Anzahlungen auf Programme in Entwicklung in Höhe von 2,6 Mio. €.

Geschäftsverlauf sowie Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Wesentliche Leistungsindikatoren sind bei der S-Payment GmbH die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern.

Entwicklung der Umsatzerlöse

2019 2020 Abweichung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Umsatzerlöse 66,1 69,5 +3,4
Entwicklung und Vermarktung von Payment-Lösungen 11,6 20,1 +8,5
Wahrnehmung von operativen Payment-Aufgaben in der Sparkassen-Finanzgruppe 52,5 47,9 -4,6
Sonstige 2,0 1,5 -0,5

Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Einführung von Apple Pay mit der Sparkasse Ende 2019. Damit erzielte Umsatzerlöse sind daher erstmalig für ein ganzes Geschäftsjahr enthalten. Diesem Umsatzanstieg stehen geringere Umsätze in der Durchführung der operativen Payment-Aufgaben in der Sparkassen-Finanzgruppe gegenüber. Dies ist vor all en Dingen auf vermindert durchgeführte Projekte in der Vermarktung von Privat- und Firmenkunden sowie bei Händlerkooperationen zurückzuführen, welche sich auch in einer geringen Planunterschreitung bemerkbar machen.

Entwicklung der Ertragslage

2019 2020 Abweichung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Rohertrag 10,4 18,4 +8,0
Sonstige betriebliche Erträge 3,9 0,1 -3,8
Personalaufwand 6,5 8,3 + 1,8
Abschreibungen 0,1 0,1 + 0,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6,8 7,4 +0,6
Betrieblich verursachtes Ergebnis 1,0 2,7 + 1,7
Finanzergebnis 3,1 5,1 +2,0
Ergebnis vor Steuern 4,1 7,8 +3,7
Jahresüberschuss 4,1 9,0 +4,9

Die steigenden Umsatzerlöse im Bereich Entwicklung und Vermarktung von Payment-Lösungen schlugen sich auch im Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und Materialaufwand) nieder.

Der Rückgang des sonstigen betrieblichen Ertrags ist auf im Vorjahr angefallene Auflösungen für in der Vergangenheit gebildete Rückstellungen zurückzuführen.

Die gestiegenen Personalkosten sind im Wesentlichen durch einen entsprechenden Personalaufbau begründet. Die S-Payment beschäftige im abgelaufenen Geschäftsjahr im Durchschnitt 84 Ganztageskräfte und damit im Durchschnitt 17 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr (67).

Höhere Beratungs- und Fremdleistungsaufwendungen für Projekte und künftige Produkte stehen geringeren Reise- und Marketingaufwendungen aufgrund der andauernden Corona-Pandemie gegenüber. Ebenfalls leicht höhere Aufwendungen für Raum- und Arbeitsplatzkosten für den beschriebenen Personalaufbau erklären den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Das Finanzergebnis ist im Wesentlichen durch die Ausschüttungen der Ingenico Payone Holding in Höhe von 6,0 Mio. € an die S-Payment geprägt. Gegenläufig wirken Zinsaufwendungen für Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung ebendieser Beteiligung.

Das Ergebnis vor Steuern als wesentlicher Leistungsindikator ist deutlich über dem geplanten Ergebnis.

Vermögensentwicklung und Finanzlage

2019 2020
Mio. €
Bilanzsumme (= Gesamtvermögen) 214,5 216,5
Anlagevermögen 202,5 203,8
Davon
- Finanzanlagen 201,4 199,5
Umlaufvermögen 12,0 11,1
Davon
- Flüssige Mittel 0,0 0,0
Aktive Latente Steuern 0,0 1,5
Eigenkapital 21,5 30,6
Eigenkapitalquote 10,0 % 14,1%
Fremdkapital 193,0 186,2
Davon
- Verbindlichkeiten ggü. DSV GmbH 154,6 154,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit * 3,7 5,6

* entsprechend DRS 21 (Deutscher Rechnungslegungs Standard)

Die Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft sind im Wesentlichen auf folgende Effekte zurückzuführen.

Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen durch die dort bilanzierten Finanzanlagen geprägt. Die leichte Reduzierung in den Finanzanlagen ergibt sich aus einer nachträglichen Anschaffungspreisminderung bei einer Beteiligung.

Zum Stichtag gab es keine wesentlichen Veränderungen im Umlaufvermögen. Außerdem ist die S-Payment in das Cashpool-Management der DSV-Gruppe eingebunden. Diese stellte die ausreichende Versorgung von liquiden Mitteln für das operative Geschäft sicher. Aus diesem Grund weist die S-Payment keine eigenen flüssigen Mittel aus.

Mit Ablauf des letzten Geschäftsjahres wurde der bis dahin bestehende Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag mit der Muttergesellschaft, Deutscher Sparkassen Verlag GmbH, gekündigt. Eine periodengleiche Gewinnabführung findet daher für das Geschäftsjahr 2020 nicht mehr statt, das Jahresergebnis erhöht entsprechend das Eigenkapital und damit einhergehend die Eigenkapitalquote der S-Payment.

Verbindlichkeiten bestehen hauptsächlich gegenüber der Muttergesellschaft und wurden im Wesentlichen für die Anteilserwerbe der Finanzanlagen eingegangen. Durch die Kündigung des Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrags ist geplant diese in den kommenden Jahren sukzessive abzubauen und entsprechend zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf im Vorjahr gebildete Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen zurückzuführen.

Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist im Wesentlichen durch die Finanzanlagen der Gesellschaft geprägt, wobei die operativen Geschäftstätigkeiten sukzessive mehr Einfluss auf dieses Gesamtbild erlangen. Der Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres spiegelt sich allerdings nicht nur in quantitativen Größen wider. Ebenso wichtig waren im abgelaufenen Jahr eine Reihe von Erfolgen im Markt sowie der Weiterentwicklung der angebotenen Services. Zu nennen sind insoweit bundesweite Erfolge im Zusammenhang mit kontaktlosem Bezahlen mit Karten und Smartphones. So wurden im Geschäftsjahr 2020 die in den letzten beiden Jahren eingeführten Apps "Mobiles Bezahlen" für Android sowie Apple Pay mit der Sparkasse weiterentwickelt und die Akzeptanz der Marktteilnehmer deutlich erhöht.

Risikomanagement

Die S-Payment bietet den Kunden ein breites Lösungs- und Produktspektrum an. Dabei agiert sie auf Märkten, die sich dynamisch entwickeln. Um sich bietende Geschäftsmöglichkeiten aktiv zu nutzen, sind rasche und weitreichende Entscheidungen zu treffen. Hierbei müssen kalkulierte Risiken eingegangen werden. Die S-Payment ist in die Berichtssysteme und auch in das Risk-Managementsystem der DSV GmbH eingebunden und überprüft somit zweimal jährlich ihre Geschäftsfelder auf Risiken, sowohl finanzieller als auch qualitativer Art. Dabei werden die Risiken unter Berücksichtigung bestehender Gegenmaßnahmen hinsichtlich ihres Schadenspotenzials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Soweit möglich, werden weitere geeignete Maßnahmen zur Eingrenzung der Risiken definiert. Um auf Planabweichungen umgehend reagieren zu können, erfolgt eine monatliche Chancen- und Risikobewertung der Markt- und Kostenentwicklungen. Das Thema Datenschutz Informationssicherheit wird durch interne Projekte und Audits weiterentwickelt. Insoweit vorliegende und nicht vermeidbare verbleibende Risiken bewegen sich im niedrigen Bereich und werden als akzeptabel betrachtet.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die S-Payment hat sich über die vergangenen Jahre die Position erarbeitet das Kompetenzcenter Payment der Sparkassen-Finanzgruppe zu sein. Hierbei bietet die S-Payment den Sparkassen das komplette Leistungsspektrum der ganzheitlichen, zielgruppenspezifischen und omnikanalfähigen Paymentlösungen für Privat- und Firmenkunden- sowohl für den Point-of-Sale (Pos) als auch für E- und M-Commerce an.

Hieraus ergibt sich mit einer entsprechend ausgerichteten Schwerpunktsetzung eine sehr gute Zukunftsperspektive. Entsprechend wird auf Grundlage der aktuellen Planungen eine überaus positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis für die kommenden Jahre erwartet.

Wie alle Unternehmen wird auch die S-Payment durch die besondere Situation, die in Folge der Corona-Pandemie entstand, im laufenden Geschäftsjahr weiterhin vor außerordentliche Herausforderungen gestellt. Die Auswirkungen und insbesondere die Länge der Maßnahmen seitens der Bundesregierung stellen ein zusätzliches Risiko dar, dass sich hinsichtlich seiner quantitativen Auswirkungen kaum abschätzen lässt. Die verschiedenen Bereiche der S-Payment können in unterschiedlichem Umfang und Ausmaß betroffen sein.

Vor dem Hintergrund der grundsätzlich guten und stabilen Vermögens- und Finanzlage geht die S-Payment aber nicht davon aus, dass sich selbst bei Berücksichtigung möglicher Risiken aus der Corona-Pandemie eine in Summe bestandsgefährdende Risikolage ergeben könnte.

Daneben sind wesentliche Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung der Kostendruck in der Sparkassenfinanzgruppe und Produktrisiken. In Folge der Corona-Pandemie entstehen bei den Instituten und Verbundunternehmen Kostendruck und Einsparungen. Wesentliche Folgen könnten insbesondere eine Reduktion von Projekten und Budgets im Rahmen der Wahrnehmung von operativen Payment-Aufgaben für die Sparkassen-Finanzgruppe sein. Bei Produkten können rechtliche Risiken zu ungeplanten Mehraufwendungen führen. Weder in der Vergangenheit noch aktuell sind diese eingetreten und sind daher als eher gering einzuschätzen.

Bestandsgefährdende Risiken sind hieraus derzeit aber ebenfalls nicht erkennbar.

Sehr gute Chancen stellen für die S-Payment die zunehmende Akzeptanz und Bereitschaft zur Nutzung von kontaktlosen und mobilen Zahlverfahren sowie darauf aufbauend neue Angebote und digitale Services für das Girokonto sowie die Etablierung dieser Payment-Lösungen in neuen Märkten (z.B. E-Mobilität, Connected Cars, Digitaler PoS) dar.

Insgesamt ist auf dieser Basis davon auszugehen, dass die Wertschöpfung für die Sparkassen-Finanzgruppe und damit auch Umsatz und Ertrag des Unternehmens in den kommenden Jahren zunehmen werden.

Ausblick und Prognose für das Geschäftsjahr 2021

Das Unternehmen hat im Herbst 2020 eine Planung für das laufende Geschäftsjahr erarbeitet, die in Folge der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie mit einer zweiten und dritten Welle, hohen Infektionszahlen und weiteren Lockdownmaßnahmen teilweise nicht mehr gültig ist. Die im Folgenden dargestellte Prognose trägt den insoweit geänderten Bedingungen und gestiegenen Unsicherheiten Rechnung.

Auch unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie bei der wir von einer Rückkehr zur Normalität in 2021 ausgehen, hält die positive S-Payment-Geschäftsentwicklung an. Die erarbeite S-Payment-Planung sieht eine moderate Zunahme der Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2021 vor. Darauf aufbauend sollen neue Angebote und digitale Services für das Girokonto sowie die Etablierung dieser Payment-Lösungen in neuen Märkten (z.B. E-Mobilität, Connected Cars, Digitaler Pos) den Schwerpunkt im kommenden Geschäftsjahr 2021 bilden. Hierfür sind entsprechende Projektanlaufkosten geplant, die zunächst das operative Ergebnis belasten, die S-Payment aber unterstützen ein ganzheitliches, zielgruppenspezifisches und omnikanal-fähiges Paymentlösungsangebot- sowohl für den PoS als auch für E- und M-Commerce am Markt auszubauen. Dieses wird allerdings durch das erwartet hohe Finanzergebnis, welches durch Ausschüttungen aus dem Beteiligungsunternehmen Ingenico Payone Holding GmbH zustande kommt, überkompensiert und dadurch wird das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 nur moderat geringer ausfallen.

 

Stuttgart, den 19.Mai 2021

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVSEITE

31.12.2020 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 781.298,00 148
2. Geleistete Anzahlungen 3.421.527,78 833
4.202.825,78 981
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.911,00 66
55.911,00 66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.000.000,00 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 100
3. Beteiligungen 198.520.874,47 201.307
199.520.874,47 201.407
203.779.611,25 202.454
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.799.255,21 35
2. Geleistete Anzahlungen 335.000,00 3.920
2.134.255,21 3.955
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.654.140,43 7.835
2. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 764.215,31 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 527.542,14 234
8.945.897,88 8.069
11.080.153,09 12.024
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 6
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 1.723.950,00 0
216.583.714,34 214.484

PASSIVSEITE

31.12.2020 Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Kapitalrücklage 21.501.000,00 21.501
III. Gewinnvortrag 5.268,77 5
IV. Jahresüberschuss 9.038.781,17 0
30.570.614,53 21.532
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.841.116,00 1.586
2. Steuer-Rückstellungen 546.000,00 0
3. Sonstige Rückstellungen 3.558.093,69 8.708
5.945.209,69 10.294
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.137.286,00 10.054
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.248.143,78 7.532
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.057.328,68 23.759
4. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.494.490,84 1.214
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.272.640,82 1.241
- davon aus Steuern: € 144.568,78 (Vj.: € 176.286,68)
6. Gesellschafterdarlehen 138.858.000,00 138.858
180.067.890,12 182.658
216.583.714,34 214.484

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

2020 Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 69.559.484,65 66.073
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.769.125,08 (296)
3. Sonstige betriebliche Erträge 134.087,35 3.919
71.462.697,08 69.696
4. Materialaufwand
Sonstige Aufwendungen für bezogene Leistungen (52.885.546,91) (55.335)
(52.885.546,91)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (6.987.247,13) (5.519)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (1.302.603,46) (1.024)
- davon für Altersversorgung: € 152.783,57 (Vj.: € 138.899,31)
(8.289.850,59) (6.543)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (83.394,64) (77)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (7.448.232,24) (6.752)
(68.707.024,38) (68.707)
8. Betrieblich verursachtes Ergebnis 2.755.672,70 989
9. Erträge aus Beteiligungen 6.041.439,07 4.033
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 94.925,63 188
- davon aus verbundenen Unternehmen € 94.925,63 (Vj.: € 187.928,79)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen (50.000,00) 0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (978.908,10) (1.087)
- davon an verbundene Unternehmen € 826.407,10 (Vj.: € 918.873,15)
13. Finanzergebnis 5.107.456,60 3.134
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.177.950,00 1.177.950,00 0
15. Ergebnis nach Steuern 9.041.079,30 4.123
16. Sonstige Steuern (2.298,13) (2.298,13) (3)
17. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 9.038.781,17 4.120
18. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 (4.120)
19. Jahresüberschuss 9.038.781,17 0

Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgart, HRB 3815

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft hat mit Datum vom 31. Juli 2000 (letzte Änderung am 24. Juli 2014) mit ihrer alleinigen Gesellschafterin einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag entsprechend §301 AktG abgeschlossen. Dieser wurde mit Ablauf des 31.12.2019 gekündigt, die Gewinnabführung erfolgte letztmalig für das Geschäftsjahr 2019.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden um planmäßige lineare und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen bei immateriellen Vermögensgegenständen im Allgemeinen drei bis fünf Jahre und bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung vier bis fünfzehn Jahre. Anlagegüter werden bis zu einem Wert von 800,00 € im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben; ihr Abgang wird mit Ablauf des Zugangsjahres unterstellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Entsprechend § 253 Abs. 5 HGB wird der niedrigere Bilanzansatz bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung maximal auf die Anschaffungskosten zugeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Bei der Bewertung der Vorräte wird das strenge Niederstwertprinzip berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu ihren Herstellungskosten i.S.d. § 255 Abs. 2 Satz 1 HGB (handelsrechtliche Wertuntergrenze) bzw. ihren niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden nach Maßgabe des § 274 HGB ermittelt. Es wurde von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB Gebrauch gemacht, die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert darzustellen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Zur Ermittlung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen wurden versicherungsmathematische Gutachten angefordert und diese gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode sowie den Heubeck-Richttafeln 2018 G mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung (Gehaltstrend 2,25 % bei Jubiläumsverpflichtungen und 2,00 % bei Pensionsverpflichtungen) ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei den Pensionsverpflichtungen wurde ein Zinssatz von 2,30 % und bei den Jubiläumsverpflichtungen von 1,60 % p. a. zugrunde gelegt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Altersteilzeit wurden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten und gemäß IDW RS HFA 3 sowie den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit ihrem vollen Barwert angesetzt. Eine Abzinsung erfolgte gem. § 277 Absatz 5 Satz 1 HGB nicht, da es sich um eine Erstbewertung handelt. Künftig zu erwartende Steigerungen der Altersteilzeitverpflichtungen wurden durch den Gehaltstrend in Höhe von 2,25 % berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 222 T€ und ist ausschüttungsgesperrt.

Bei den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr sind nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Sicherheiten für Verbindlichkeiten nach § 285 Nr. 1 HGB wurden von der Gesellschaft nicht gewährt.

Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Aufstellung am Ende des Anhangs dargestellt.

Die Anteilsbesitzliste ist in einer gesonderten Aufstellung am Ende des Anhangs dargestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besitzen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, da die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen saldiert dargestellt werden.

Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen

Gegenüber Beteiligungsunternehmen bestehen Forderungen in Höhe von 764 T€ (Vj. keine Forderungen).

Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände besitzen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen auf Steuererstattungsansprüche in Höhe von 505 T€ (Vj. 201 T€).

Aktive latente Steuern

Als Saldo zukünftiger Steuerbe- und entlastungen aufgrund von unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz der Gesellschaft wurden aktive latente Steuern gesondert ausgewiesen. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt auf Basis des Steuersatzes von 30,63 % für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und 15,83 % für den Sonderfall GIZS. Durch den Wegfall der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft wurden gemäß § 274 HGB erstmals aktive latente Steuern in Höhe von 1.724 T€ gebildet. Die den latenten Steuern zugrundeliegenden temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergaben sich im Wesentlichen aus Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden bei Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie Bewertungsunterschieden im Finanzanlagevermögen.

Sonstige Rückstellungen

Der Bilanzausweis betrifft insbesondere Rückstellungen für Personalaufwendungen (Einmalzahlungen, Urlaubsansprüche, Zeitguthaben, Altersteilzeit) in Höhe von 1.251 T€ (Vj. 1.148 T€) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 2.277 T€ (Vj. 7.531 T€).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 20.057 T€ (Vj. 23.759 T€), davon entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.389 T€ (Vj. 13.164 T€), die übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Vorgänge aus der umsatzsteuerlichen Organschaft und die Darlehenszinsen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen in Höhe von 2.575 T€ (Vj. 1.699 T€) saldiert dargestellt.

Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 15.794 T€ (Vj. 21.851 T€) enthalten.

Gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich die Verbindlichkeiten auf 1.494 T€ (Vj. 1.214 T€). Dabei handelt es sich vollumfänglich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Restlaufzeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

Gesamt- Restlaufzeit
Betrag 31.12.2020 bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten
aus erhaltenen Anzahlungen
auf Bestellungen 9.137 9.137 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 9.248 9.248 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 20.057 20.057 0 0
Gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.494 1.494 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 1.273 1.273 0 0
- davon:
aus Steuern 145 145 0 0
Gesellschafterdarlehen 138.858 0 138.858 0
180.067 41.209 138.858 0
Gesamt- Restlaufzeit
Betrag 31.12.2019 bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten
aus erhaltenen Anzahlungen
auf Bestellungen 10.054 10.054 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 7.532 7.532 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 23.759 23.759 0 0
Gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.214 1.214
sonstige Verbindlichkeiten 1.241 1.241 0 0
- davon:
aus Steuern 176 176 0 0
Gesellschafterdarlehen 138.858 9.080 129.778 0
182.658 52.881 129.778 0

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen betragen 1.498 T€ (Vj. 981 T€), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.149 T€ (Vj. 765 T€).

Für ein Tochterunternehmen besteht bis zum 31.12.2021 die Verpflichtung bei entsprechendem Abruf bis zu 1.000 T€ in die Kapitalrücklage einzubringen.

Gesamtbetrag der Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB

Der Gesamtbetrag der Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB der ausschüttungsgesperrten Beträge resultiert aus der Aktivierung von aktiven latenten Steuern und beträgt zum Bilanzstichtag 1.724 T€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Geschäftsbereich 2019 2020
T€ T€
Entwicklung und Vermarktung von Payment-Lösungen 11.662 20.119
Übernahme operativer Payment-Aufgaben in der Sparkassen-Finanzgruppe 52.485 47.929
Sonstiges 1.926 1.511
Summe 66.073 69.559

Zwischen dem Geschäftsbereich Entwicklung und Vermarktung von Payment-Lösungen und Sonstiges wurde 2020 teilweise die Zuordnung geändert. Dementsprechend wurde auch der Wert aus 2019 angepasst.

Entsprechend der Aufgabenstellung im Rahmen der Sparkassenorganisation betätigt sich die Gesellschaft nahezu ausschließlich im Inland.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden Erträge (Vj. 3.733 T€) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von 5 T€ (Vj. 0 T€) angefallen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt 8.290 T€ (Vj. 6.543 T€), darin enthalten sind 153 T€ (Vj. 139 T€) für Altersversorgung.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt 84 (Vj. 67) Mitarbeiter als Ganztageskräfte beschäftigt. Ohne die bei der Ermittlung der Ganztageskräfte anteilige Berücksichtigung von Teilzeitkräften waren im Jahresdurchschnitt 84 (Vj. 70) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 40 männlich und 44 weiblich. Ruhende Arbeitsverhältnisse wurden hierbei nicht berücksichtigt.

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind gegenüber verbundenen Unternehmen Erträge aus dem Cash Pooling in Höhe von 95 T€ (Vj. 188 T€) und Aufwendungen aus Darlehenszinsen in Höhe von 714 T€ (Vj. 919 T€) enthalten.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen 153 T€ (Vj. 168 T€). Der Aufwand aus dem Cash Pooling beträgt 112 T€.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in Höhe von 546 T€ das laufende Geschäftsjahr. Im Vorjahr sind durch die bis dahin bestehende Gewinnabführung an die DSV GmbH bei der S-Payment GmbH keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen. Im Steuerertrag von 1.178 T€ sind 1.724 T€ aktive latente Steuern enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Ottmar Bloching, Hochheim am Main

- Vorsitzender der Geschäftsführung -

Zuständigkeiten bei der S-Payment:

Unternehmensentwicklung

Frank Büttner, Jettingen

- Geschäftsführer -

Zuständigkeiten bei der S-Payment:

Business Development girocard

Market Management

Projektmanagement Markt & Lösungen

Vertrieb und Data-Services

Payment Consulting

Erik Meierhoff, Hallstadt (seit 25.08.2020)

-Geschäftsführer-

Zuständigkeiten bei der S-Payment:

Innovations- und Produktmanagement

Scheme Management

Dr. Rüdiger Mock-Hecker, Hattenhofen (bis 17.02.2021)

- Geschäftsführer -

Zuständigkeiten bei der S-Payment:

Innovations- und Produktmanagement

Scheme Management

Von den Geschäftsführern erhielt ein Geschäftsführer keine Bezüge von der Berichtsgesellschaft. Die Schutzvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Konzernzugehörigkeit

Die Alleingesellschafterin, die Deutscher Sparkassen Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss gem. §§290 ff. HGB für den sowohl kleinsten als auch größten Konsolidierungskreis auf. Der Jahresabschluss der S-Payment GmbH wird in den Konzernabschluss der Deutscher Sparkassen Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, einbezogen.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die S-Payment GmbH ist daher von der Verpflichtung einen Konzernabschluss zu erstellen nach § 291 HGB befreit und verzichtet auf die Angaben § 285 Nr. 17. HGB.

Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 01.03.2021 hat die Worldline S.A. ihr Händlerdienstleistungsgeschäft in Deutschland und Österreich in die PAYONE GmbH eingebracht und zugleich das Händlerdienstleistungsgeschäft der PAYONE GmbH in der Schweiz übernommen. Dies ist eine Teiltransaktion des Zusammenschlusses von Worldline S.A. und Ingenico Group S.A. vom 28.10.2020. Als Folge davon wird sich der Anteil, den die DSV-Gruppe durch die Deutscher Sparkassen Verlag GmbH und S-Payment GmbH an der Ingenico PAYONE Holding hält, im Geschäftsjahr 2021 reduzieren.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von 9.038.781,17 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stuttgart, den 19. Mai 2021

Die Geschäftsführung

Ottmar Bloching

Frank Büttner

Erik Meierhoff

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten 01.01.2020 Zugang Abgang Anschaffungskosten 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 295.568,67 686.463,00 0,00 982.031,67
2. Geleistete Anzahlungen 833.394,98 2.588.132,80 0,00 3.421.527,78
1.128.963,65 3.274.595,80 0,00 4.403.559,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 151.735,46 20.013,64 -14.002,87 157.746,23
151.735,46 20.013,64 -14.002,87 157.746,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.664.711,93 1.000.000,00 0,00 4.664.711,93
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 0,00 -100.000,00 0,00
3. Beteiligungen 217.740.583,44 0,00 -2.736.375,64 215.004.207,80
221.505.295,37 1.000.000,00 -2.836.375,64 219.668.919,73
222.785.994,48 4.294.609,44 -2.850.378,51 224.230.225,41
Abschreibung 01.01.2020 Zugang Abgang Abschreibung 31.12.2020 Buchwert zum 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.375,67 53.358,00 0,00 200.733,67 781.298,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.421.527,78
147.375,67 53.358,00 0,00 200.733,67 4.202.825,78
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 85.801,46 30.036,64 -14.002,87 101.835,23 55.911,00
85.801,46 30.036,64 -14.002,87 101.835,23 55.911,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.664.711,93 0,00 0,00 3.664.711,93 1.000.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 16.433.333,33 50.000,00 0,00 16.483.333,33 198.520.874,47
20.098.045,26 50.000,00 0,00 20.148.045,26 199.520.874,47
20.331.222,39 133.394,64 -14.002,87 20.450.614,16 203.779.611,25
Buchwert zum 31.12.2019 Abschreibungen des Geschäftsjahres 2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.193,00 53.358,00
2. Geleistete Anzahlungen 833.394,98 0,00
981.587,98 53.358,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 65.934,00 30.036,64
65.934,00 30.036,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 0,00
3. Beteiligungen 201.307.250,11 50.000,00
201.407.250,11 50.000,00
202.454.772,09 133.394,64

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2020

Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% T€ T€
GiroSolution GmbH, Meersburg 1.) 100 872 -756
GIZS GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 2 ) 33,3 19.042 -3.178
GIZS Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 2.) 33,3 34 8
Ingenico PAYONE Holding GmbH, Ratingen 3.) 30,9 333.096 56.630

1.) Werte aus Jahresabschluss 2020
2.) Werte aus Jahresabschluss 2019
3.) vorläufige Werte aus Jahresabschluss 2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die S-Payment GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der S-Payment GmbH, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der S-Payment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für dies Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lagerberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 21. Mai 2021

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mayran, Wirtschaftsprüferin

Bauer, Wirtschaftsprüferin

Feststellung Jahresabschluss

In der Gesellschafterversammlung vom 24. Mai 2021 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 festgestellt.

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