MCC Medical CareCapital GmbH
Hohenzollernstraße 47, 47799 Krefeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robbin Zielke seit 28.6.2024 | Geschäftsführer |
Olaf Hagelkruys seit 3.2.2014 | Geschäftsführer |
Thilo Wiers-Keiser seit 3.2.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MCC Medical CareCapital GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023der MCC Medical CareCapital GmbH, KrefeldAktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben Die MCC Medical CareCapital GmbH hat ihren Sitz in Krefeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter HRB 14709 eingetragen. Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 des Kreditwesengesetzes (KWG). Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit den §§ 264 ff. HGB und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Die Gesellschaft hat gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV bei der Aufstellung des Jahresabschlusses das Formblatt 1 (Gliederung der Bilanz) und das Formblatt 3 (Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung) verwendet. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Gewinn- und Verlustrechnung noch nach Formblatt 2 erstellt. Um den Einblick in die Ertragslage zu verbessern, werden seit diesem Geschäftsjahr Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, die im Zusammenhang mit der Bewertung von Kundenforderungen in Fremdwährung stehen, in der Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen oder Erträge aus Zuschreibungen auf Forderungen ausgewiesen. Darüber hinaus wird seit diesem Geschäftsjahr vom Wahlrecht des § 32 S. 2 RechKredV Gebrauch gemacht, entsprechende Aufwendungen und Erträge miteinander zu verrechnen. Die jeweiligen Vorjahreswerte wurden aus Vergleichsgründen angepasst. B. Angaben zur Bilanz Allgemein Die Ansatz- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände oder Schulden werden zum Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer Realisation umgerechnet. Sofern der Devisenkassmittelkurs am Bilanzstichtag den Wechselkurs am Tag der Realisation unterschreitet (Forderungen) bzw. überschreitet (Verbindlichkeiten) werden entsprechende Niederstwertabschreibungen (Forderungen) bzw. entsprechende Höchstwerte (Verbindlichkeiten) verbucht. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden gemäß § 340a Abs. 1 i. V. m. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag in Euro umgerechnet. Es handelt sich hierbei um ein in Schweizer Franken geführtes Bankguthaben, das zum Stichtag auf umgerechnet T€ 6 (Vorjahr: T€ 27) valutiert, Bankguthaben in polnischen Zloty in Höhe von T€ 22 (Vorjahr: T€ 104) und in schwedischen Kronen von T€ 37 (Vorjahr: T€ 2). Zudem bestehen Fremdwährungsforderungen an Kunden in Höhe von insgesamt T€ 9.111 (Vorjahr: T€ 6.777). Barreserve Der Kassenbestand ist zum Nennwert bilanziert. Forderungen Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Unentgeltlich gestundete Forderungen an Kunden werden auf den Barwert abgezinst. Der Posten Forderungen an Kunden enthält zum überwiegenden Teil angekaufte Forderungen, die im unechten oder echten Factoring übernommen wurden. Soweit erforderlich wird der Ansatz um angemessene Wertberichtigungen gemindert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Nutzungsdauern der entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie der Lizenzen an solchen Rechten und Werten betragen zwischen zwei und zehn Jahren. Ein durch einen Asset-Deal erworbener Kundenstamm wird über eine Nutzungsdauer von sieben Jahren abgeschrieben. Ein entgeltlich erworbener Geschäfts- und Firmenwert wird über zehn Jahre abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer berücksichtigt insbesondere den erworbenen, seit fast acht Jahren bestehenden, digitalen Systemvertrieb mit weiteren Vertriebspartnern, in dem die Gesellschaft ein Alleinstellungsmerkmal hat und der zur nachhaltigen Kundenakquise genutzt werden soll. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Zugänge beweglicher Anlagegüter des Geschäftsjahres werden analog § 7 Abs. 1 S. 4 und Abs. 2 S. 3 EStG zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der Gesamtbetrag (Buchwert) der von dem Institut im Rahmen seiner Tätigkeit genutzten Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt T€ 416 (Vorjahr: T€ 270). Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Sonstige Vermögensgegenstände Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 12 (Vorjahr: T€ 66), Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 23 (Vorjahr: T€ 0) und eine Forderung aus der Vorschusszahlung für Porto von T€ 85 (Vorjahr: T€ 45). Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzung Der Posten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand im Folgejahr darstellen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Sonstige Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Darlehen in Höhe von T€ 538 (Vorjahr: T€ 538) sowie Lieferungen und Leistungen von T€ 5 (Vorjahr: T€ 3), gegenüber sonstigen verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 17 (Vorjahr: T€ 80) und gegen Dritte aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 401 (Vorjahr: T€ 270), Verbindlichkeiten aus noch zuzuordnenden Zahlungseingängen von T€ 171 (Vorjahr: T€ 192) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 425 (Vorjahr: T€ 545). Sicherheiten bestehen nur in Form handelsüblicher verlängerter Eigentumsvorbehalte im Rahmen der Belieferung mit Waren. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben T€ 538 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren und T€ 1.063 (Vorjahr: T€ 1.630) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rückstellungen Die ausgewiesenen Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise über deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz bzw. mit dem Abzinsungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB bei einer Restlaufzeit von fünfzehn Jahren abgezinst. Die Steuerrückstellungen bestehen in Höhe der noch zu erwartenden Abschlusszahlungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschläge sowie Gewerbesteuer für die Geschäftsjahre 2022 und 2023. Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Tantieme- und Provisionsansprüche der Geschäftsführer und Außendienstmitarbeiter (T€ 758, Vorjahr: T€ 496), Resturlaubsansprüche der Mitarbeiter (T€ 114, Vorjahr: T€ 82), ausstehende Rechnungen (T€ 2, Vorjahr: T€ 23) und die Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung sowie die Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen (T€ 32, Vorjahr: T€ 32) Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag € 825.000,00 und ist entsprechend dem Gesellschaftsvertrag eingeteilt in 825.000 Geschäftsanteile, von denen jeder am Stammkapital in gleichem Umfang von je € 1,00 beteiligt ist. Die Kapitalrücklage enthält Zuzahlungen i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von € 520.000,00. Fristengliederung von Forderungen und Verbindlichkeiten Spiegel 31.12.2023
Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit sind nicht gegeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 88.509 (Vorjahr: T€ 50.691) durch Abtretung der gegenüber Kunden bzw. sonstigen Schuldnern bestehenden Forderungen gesichert, die von den beteiligten Kunden an den Kreditnehmer verkauft und abgetreten wurden und werden. Die abgetretenen Sicherheitenwerte betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 117.810 (Vorjahr: T€ 79.754). Latente Steuern Latente Steuern wurden auf Basis des bilanzorientierten Temporary-Concepts gebildet. Differenzen, die grundsätzlich zu aktiven latenten Steuern führen, beruhen auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB und betreffen die Abschreibung von immateriellen Vermögensgegenständen, deren Nutzungsdauern sich handels- und steuerrechtlich unterscheiden. Passive latente Steuern resultieren aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen, die handelsrechtlich nach § 256a HGB nach dem Stichtagskurs und steuerlich gemäß § 6 EStG nach dem Anschaffungskostenprinzip bewertet werden. Soweit im Geschäftsjahr nach Verrechnung aller latenten Steuerpositionen aktive latente Steuern auszuweisen sind, wird in Anwendung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern verzichtet. Die passiven latenten Steuern des Geschäftsjahres belaufen sich auf T€ 137 (Vorjahr: T€ 0), während die aktiven latenten Steuern mit T€ 98 (Vorjahr: T€ 78) valutieren. Der Saldo in Höhe von T€ 39 wird zum 31. Dezember 2023 als passive latente Steuer bilanziert. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 32,625 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben sich mit Ausnahme der oben genannten Positionen aus dem normalen Geschäftsgang ergeben. Sie sind in periodengerechter Abgrenzung erfasst. Ihre inhaltliche Zuordnung zu den einzelnen Posten ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Aufgliederung bestimmter Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nach geographischen Märkten differenziert zwischen dem geographischen Kernmarkt Deutschland (85,4 %) und anderen Ländern der EU (14,6 %). Von den in der EU umgesetzten Abrechnungsvolumen werden 17,2 % in Fremdwährungen abgewickelt. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen zum weit überwiegenden Teil die Erlöse aus Forderungsankäufen im Wege des echten und unechten Factorings sowie den damit zusammenhängenden Nebenleistungen. Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus Abrechnungsdienstleistungen von T€ 5.597 (Vorjahr: T€ 4.462), Erträge aus Mahngebühren von T€ 417 (Vorjahr: T€ 324) und Erträge aus anwaltlichen Mahn- und Klageverfahren von T€ 488 (Vorjahr: T€ 187). Sie enthalten periodenfremde Erträge von T€ 27 (Vorjahr: T€ 1). Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 0,2 (Vorjahr: T€ 0,1). Im Posten andere Verwaltungsaufwendungen werden insbesondere Aufwendungen für Porto von T€ 956 (Vorjahr: T€ 821), Aufwendungen für Bonitätsanfragen von T€ 459 (Vorjahr: T€ 402), Aufwendungen für Vertriebsberatung von T€ 447 (Vorjahr: T€ 442), Kosten des Inkassoverfahrens von T€ 797 (Vorjahr: T€ 425), Kosten für Druckzentrum und Bürobedarf von T€ 378 (Vorjahr: T€ 350), Kosten der Softwareentwicklung von T€ 184 (Vorjahr: T€ 164), Fahrzeugkosten von T€ 126 (Vorjahr: T€ 136), Raumkosten von T€ 128 (Vorjahr: T€ 124) sowie Werbe- und Repräsentationskosten von T€ 187 (Vorjahr: T€ 137) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 7 (Vorjahr: T€ 133). Die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung auf Forderungen in Höhe von T€ 617. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen mit T€ 1.587 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2023. D. Sonstige Angaben Im Unternehmen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 68 (Vorjahr: 64) Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich um 65 (Vorjahr: 59) Angestellte und drei (Vorjahr: fünf) Aushilfen. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023: Herr Olaf Hagelkruys, Kaufmann, Krefeld und Herr Thilo Wiers-Keiser, Kaufmann, Krefeld. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsleitung unterbleibt in Anwendung der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB. Der von der Muttergesellschaft des kleinsten Kreises, der opta data Finance GmbH, Essen, aufgestellte Konzernabschluss, in den die MCC Medical CareCapital nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen wird, wird beim Unternehmensregister eingereicht. Der von der Muttergesellschaft des größten Kreises, der opta data Stiftung & Co. KG, Essen aufgestellte Konzernabschluss wird ebenfalls beim Unternehmensregister eingereicht. Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorares wurde gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Aufgrund von zum Stichtag schwebenden unerfüllten Verträgen ergeben sich zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 329. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Zum Abschlussstichtag sind noch offene Kassen- und Privatabrechnungen von rd. T€ 1.987 gegeben, denen noch offene Kundenabrechnungen in gleicher Höhe zuzuordnen sind. Die Kassen- und Privatabrechnungen sind im Wege des unechten Factorings übernommen worden und es besteht für den Fall des fehlenden Ausgleichs durch die Kostenträger in vollem Umfang die Möglichkeit der Rückbelastung an die Kunden. Risiken werden diesen nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften daher nicht zugerechnet. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist folgender Vorgang von besonderer Bedeutung eingetreten: Mit notariell beurkundetem Verschmelzungsvertrag vom 18. Dezember 2023 wurde die Verschmelzung der ZAB Abrechnungsgesellschaft mbH, Konstanz, auf die Gesellschaft beschlossen. Unter der Voraussetzung, dass die Verschmelzung fristgerecht in das Handelsregister eingetragen wird, wird die Verschmelzung mit Wirkung zum 1. Januar 2024 vollzogen. Mit der Verschmelzung werden Kundenforderungen in Höhe von T€ 21.564 und Kundenverbindlichkeiten in Höhe von T€ 4.574 übernommen sowie Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 18.670. Da die ZAB in Vorjahren Wertberichtigungen auf Forderungen in unüblicher Höhe gebildet hatte, wird für das Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich keine Ergebnisbelastung für die MCC GmbH aus der Verschmelzung erwartet. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Krefeld, 29. Mai 2024 Olaf Hagelkruys Thilo Wiers-Keiser Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht zum Jahresabschluss 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die MCC Medical CareCapital GmbH (MCC GmbH) ist ein etabliertes medizinisches Abrechnungszentrum mit Schwerpunkt Factoring im allgemeinmedizinischen, zahnärztlichen sowie mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Bereich. Die Gesellschaft ist seit 2006 im Factoringgeschäft tätig. Seit dem 25.12.2008 wurde durch die Änderung des Kreditwesengesetzes (KWG) Factoring zu einer erlaubnis- und aufsichtspflichtigen Finanzdienstleistung. Als Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des KWG unterliegt die Gesellschaft somit der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie die der Deutschen Bundesbank. Die MCC GmbH bietet ihren angeschlossenen Ärzten und Zahnärzten ein umfassendes Factoring-Produktportfolio, welches im Wesentlichen die Finanzierungs-, Delkredere- sowie eine weitreichende Dienstleistungsfunktion umfasst. Die Forderungen werden dabei im Wege des echten und unechten Factorings übernommen oder im Rahmen des Fälligkeitsfactorings abgewickelt. Der konstante Ausbau der Vertriebsstrukturen und die damit einhergehende Stärkung der Marktposition ermöglichen der MCC GmbH ein nachhaltiges Wachstum, welches durch die stetige Weiterentwicklung interner Kontroll-, Sicherungs- und Steuerungssysteme adäquat abgebildet und somit die Gesellschaft vor unverhältnismäßig großen Risiken bewahrt werden kann. Die Gesellschaft ist Teil der opta data Gruppe, die umfangreiche Dienstleistungen im Bereich des Gesundheitssektors anbietet. Neben der MCC GmbH ist in der (zahn-)ärztlichen Privatliquidation auch die Schwestergesellschaft ZAB Abrechnungsgesellschaft mbH (ZAB) vertreten. Im Jahr 2024 wird die ZAB auf die MCC GmbH verschmolzen, um sich gemeinsam und zukunftsfähig im Markt weiterentwickeln zu können. Die bereits etablierte Marke der ZAB wird auf dem Markt künftig fortgeführt und weiter ausgebaut. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen, politisches Umfeld Die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin durch die kriegerische Intervention Russlands gegen die Ukraine und die kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost mit erheblichen Planungsunsicherheiten verbunden. Obschon die finanziellen und arbeitspolitischen Interventionen der Bundesregierung die Wirtschaft im Wesentlichen stabilisieren konnten, bereiten jedoch die angeschlagenen globalen Lieferketten, die Ressourcenknappheit und die damit verbundenen Abhängigkeitsverhältnisse weiterhin Sorgen. Durch die mit dem Ukraine-Krieg ausgelöste humanitäre Krise und aufgrund der anhaltenden klimatischen Veränderungen ist darüber hinaus mit einem anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten zu rechnen. Auswirkungen der vorgenannten weltwirtschaftlichen Ereignisse auf den für die MCC GmbH relevanten Markt waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen. Das Abrechnungsvolumen erreichte im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich höheres Niveau, was im Wesentlichen auf die Ausweitung des bestehenden Großkundengeschäftes und die Gewinnung weiterer Großkunden zurückzuführen ist. Das Marktumfeld kann daher für den für die MCC GmbH relevanten Sektor im Geschäftsjahr 2023 als grundsätzlich stabil bezeichnet werden. Die Gesundheitsbranche war auch im Jahr 2023 ein Wachstumsmarkt und wird auch in Zukunft durch eine weiter zunehmende Kostensensibilität der Kunden, den Fachkräftemängel und einen erhöhten Wettbewerbsdruck gekennzeichnet sein. 2. Geschäftsverlauf Die Entwicklung der MCC GmbH wird von der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der weltweiten Krisenlage als zufriedenstellend beurteilt. Im Vertrieb konnten im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 149 Kunden neu gewonnen werden. Mit diesen Kunden konnte ein Abrechnungsvolumen von rund T€ 24.454 realisiert werden. 3. Lage a) Umsatzentwicklung und Ertragslage Die MCC GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 den positiven Zinssaldo um T€ 1.186 auf T€ 7.177 steigern (+19,8 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge, insbesondere resultierend aus der Erbringung von Abrechnungsdienstleistungen, konnten im Jahresvergleich um T€ 1.635 auf T€ 6.829 (+31,5 %) gesteigert werden. Die Personalaufwendungen haben sich in Folge des gestiegenen Geschäftsvolumens von T€ 3.989 auf T€ 4.593 erhöht. Unter Berücksichtigung der übrigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 4.852 (Vorjahr: T€ 4.457), der Zuschreibungen zu Forderungen (T€ 185) und der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von T€ 1.626 (Vorjahr: T€ 935) konnte ein Jahresüberschuss von T€ 3.120 (Vorjahr: T€ 1.848) erzielt werden. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft verdeutlicht die folgende Kapitalflussrechnung:
Ausgehend vom Jahresüberschuss von T€ 3.120 hat sich unter Berücksichtigung der Veränderungen bei den Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen sowie Rückstellungen und Verbindlichkeiten ein negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ -21.602 ergeben. Bei einem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit von T€ -262 und einem positiven Cashflow der Finanzierungstätigkeit von T€ 1.965 hat sich der Finanzmittelfonds im Jahresvergleich um T€ -19.899 auf T€ -72.213 vermindert. Der Finanzmittelfonds enthält flüssige Mittel in Höhe von T€ 445 und operative Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten in Höhe von T€ 72.658. Der hohe Bestand an Bankverbindlichkeiten korreliert mit dem Anstieg des Geschäftsvolumens. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 weist einen hohen Bestand an angekauften Forderungen gegenüber einer Vielzahl von Debitoren aus, die überwiegend bei verschiedenen Banken refinanziert werden. Die hierfür verfügbaren Kreditlinien entsprechen auch unter Berücksichtigung der anstehenden Verschmelzung mit der ZAB dem Bedarf der Gesellschaft und sind ausreichend. Die zugesagten Kreditlinien wurden im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt zu rund 70 % (Vorjahr: 62 %) in Anspruch genommen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit gegeben. c) Vermögenslage Das Eigenkapital hat sich im Jahresvergleich um T€ 3.120 auf T€ 7.758 erhöht. Die Bilanzsumme erhöhte sich um T€ 30.823 auf T€ 114.956. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 6,7 % (Vorjahr: 5,5 %). Ein angemessener und ausreichender Risikopuffer im Hinblick auf die Geschäfts- und Risikostrategie der MCC GmbH ist damit vorhanden. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung berücksichtigt unterschiedliche Perspektiven im Vorfeld unternehmerischer Entscheidungen. Zu diesem Zweck werden zumindest einmal im Monat in einem Bericht Kennzahlen für die für relevant erachteten Perspektiven zusammengefasst. Die Berichte werden mit den verantwortlichen Mitarbeitern und im Geschäftsführerkreis besprochen und den weiteren operativen, taktischen und strategischen Entscheidungen zugrunde gelegt. In der Finanzperspektive sind Kennzahlen definiert worden, anhand derer die Erreichung der finanziellen Ziele gemessen wird. Maßgebliche Kennzahlen für den erfolgswirtschaftlichen Bereich sind die Umsatz-, Ergebnis- und Kundenentwicklung in den verschiedenen Produktsegmenten. Darüber hinaus wird über die wesentlichen Ergebnisse der kundenindividuellen Deckungsbeitragsrechnung berichtet. Für den finanzwirtschaftlichen Bereich werden der durchschnittliche Bestand der liquiden Mittel und der Minimalbestand an liquiden Mitteln dargestellt. Darüber hinaus wird über das Ergebnis der kurzfristigen Vier-Wochen-Liquiditätsplanung berichtet. III. Prognosebericht Die Entwicklung der MCC GmbH im Geschäftsjahr 2023 ist weiterhin durch die Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder und das Ziel, in diesen Kerngeschäftsfeldern weiter organisch zu wachsen, geprägt. Die in den Vorjahren geleisteten Aufwendungen für die Schaffung einer marktgerechten und damit erfolgreichen Vertriebsstruktur wurden im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt und erzielten weiterhin positive Resonanzen im Markt. Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die weltweit anhaltenden Krisen und die damit verbundenen Planungsunsicherheiten. Dennoch konnten steigende Ankaufs- und Finanzierungsvolumen, insbesondere durch die Ausweitung des bestehenden Großkundengeschäftes und die Gewinnung weiterer Großkunden, erreicht werden, die sowohl durch Neuakquisitionen als auch durch einen weiteren Ausbau und Festigung der Marktposition der Gesellschaft erreicht werden konnte. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 zunächst von einem weiteren Anstieg des Umsatzvolumens bei im Wesentlichen konstanten Aufwendungen aus. Darüber hinaus wird das Geschäftsvolumen aufgrund der Verschmelzung der ZAB auf die MCC signifikant erweitert werden. Insgesamt rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem stabilen Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Es stehen ausreichende freie Kreditlinien zur Verfügung, um das geplante Wachstum des Factoringvolumens bei MCC und ZAB bewältigen zu können. Unmittelbare oder mittelbare ergebnisbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken werden weiterhin in den anhaltenden weltweiten Krisen, dem zunehmenden Fachkräftemangel und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Implikationen gesehen. Insbesondere bleibt abzuwarten, inwieweit die staatlichen Interventionen auch langfristig eine stabilisierende Wirkung auf den Arbeitsmarkt haben und wie sich die weiteren Sanktionsregelungen auswirken werden. Das zunächst auch für 2024 erwartete Wachstum im Gesundheitswesen lässt sich voraussichtlich nicht realisieren. Wir erkennen momentan jedoch für das Unternehmen im Markt- und Wettbewerbsumfeld kurz- bis mittelfristig keine existenziellen Auswirkungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden auch im Geschäftsjahr 2023 weiter qualifiziert. Die stetige Fortbildung unserer Mitarbeiter ist eine entscheidende Grundlage für die insgesamt gute Entwicklung unserer Gesellschaft. Reformen im Feld der Gesundheitspolitik, die nachhaltigen Einfluss auf den Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft haben können, sind derzeit nicht bekannt. Für die Gesellschaft bestehen mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Refinanzierungsquellen keine Engpässe, da ausreichende, nicht ausgenutzte Refinanzierungsreserven zur Verfügung stehen. Die Geschäftsführung geht vor diesem Hintergrund davon aus, auch zukünftig immer in der Lage zu sein, den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Chancen für die Ausweitung des Absatzes sehen wir weiterhin in der Ausweitung des Dienstleistungsportfolios auf andere medizinische Sparten, im Factoring von Forderungen an die kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV-Factoring) und kassenärztlichen Vereinigungen (KV-Factoring), im Ausbau und in der Erweiterung ergänzender Nebendienstleistungen sowie im Ausbau der europäischen Abrechnungsdienstleistung. Weitere Chancen werden in dem Ausbau des direkten und digitalen Vertriebs und dem verstärkten Vertrieb bei Allgemeinmedizinern gesehen. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2023 neben der IT-Infrastruktur auch die verwendeten Softwarelösungen optimiert, um dem wachsenden Volumen und den damit einhergehenden Ansprüchen gerecht zu werden. Die opta data Gruppe ist in der (zahn-)ärztlichen Privatliquidation mit den Unternehmen MCC Medical CareCapital GmbH (MCC) und ZAB Abrechnungsgesellschaft mbH (ZAB) vertreten, die 2024 miteinander verschmolzen werden. Kapazitäten sowie Know-how werden so effizient gebündelt und Synergieeffekte können erzielt werden. Kernelement dabei wird die Nutzung einer gemeinsamen IT-Plattform sein. 2. Risikobericht 2.1 Risikomanagement Allgemeines Die MCC GmbH ist Finanzdienstleistungsunternehmen (Factoring) im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG und hat deshalb die gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf ein angemessenes und funktionsfähiges Risikomanagementsystem, die sich allgemein aus dem KWG und im Besonderen aus den MaRisk ergeben, zu erfüllen. Wir schenken der gezielten Steuerung von Risiken vor diesem Hintergrund besondere Beachtung. Der Geschäftsführung obliegt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement. Die Geschäftsführung definiert darüber hinaus die Rahmenbedingungen für die Steuerung der verschiedenen Risikoarten. In 2023 wurde das Risikomanagement weiterentwickelt, um dem wachsenden Volumen im Zuge der Umsatzausweitung gerecht zu werden. Dazu wurden speziell im Hinblick auf Adressenausfallrisiken trennschärfere Bewertungsparameter eingesetzt, die eine ungleich effizientere Risikosteuerung ermöglichen. Gleichlaufend wurden darüber hinaus weitere Auswertungen und Analysetools im Bereich Forderungsmanagement implementiert. Im Fokus standen hierbei die Weiterentwicklung der Kennzahlen basierten Bewertung von Kundenportfolios zur Annahmelimitierung (Limitvergabe) sowie die Integration umfassenderer Monitoringtools zur Kurz- und Langzeitüberwachung. Zentrale Aufgabe des Risikomanagements ist die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit unter Berücksichtigung der definierten Risikobereitschaft (Risikoappetit) und der Risikokultur der MCC GmbH. Im Mittelpunkt der Risikostrategie für die MCC GmbH steht das ertragsorientierte Eingehen von Risiken unter Berücksichtigung der Risikodeckungsmasse. Das Risikomanagement bildet somit einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Alle geschäftspolitischen Entscheidungen sind unter Beachtung der satzungsmäßigen Aufgaben grundsätzlich an der Erzielung einer entsprechenden Rentabilität zu messen. Risiken werden eingegangen, wenn sie zur Erzielung von Erfolgen notwendig und im Verhältnis zu den Chancen vertretbar sind. Damit verbunden ist die geschäftspolitische Zielsetzung, bei günstigem Chance-/Risikoprofil Risiken einzugehen und bei ungünstigerem Chance-/Risikoprofil für eine Kompensation oder Verminderung von Risiken zu sorgen. Risiken mit vertretbaren potenziellen Schäden werden nur dann akzeptiert, wenn sie aus Sicht eines ordentlichen und gewissenhaft handelnden Kaufmanns im Sinne der langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs notwendig erscheinen. Aufgrund der weltweit anhaltenden Krisen, dem Fachkräftemangel und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Implikationen ist damit zu rechnen, dass Patienten im Vergleich zu den Vorjahren in geringerem Umfang hochwertige Leistungen in Anspruch nehmen werden. Dies könnte sich negativ auf unseren Factoringumsatz auswirken. Dahingehende Entwicklungen mit Erlösimplikationen konnten jedoch bis dato noch nicht identifiziert werden. Ebenfalls kann es durch krisenbedingte Arbeitsplatzverluste und damit einhergehender Verringerung der verfügbaren Haushaltseinkommen zur Erhöhung der Forderungsausfälle kommen. Die schnell erfolgten Kurzarbeiterregelungen, die tendenziell stabile Beschäftigungsquote und der momentan vorherrschende Fachkräftemangel begrenzen dieses Risiko in der unmittelbaren Zukunft. Die Steuerung von Ausfallrisiken auf der Ebene des Gesamtportfolios wird durch vielfältige Analysen der Debitorenstruktur und des Controllings unterstützt. Das Risikocontrolling gewährleistet im Bedarfsfall, auf Veränderungen der Gegebenheiten schnell reagieren zu können. Liquiditätsrisiken werden insbesondere durch die verfügbaren Kreditlinien abgedeckt. Im Übrigen werden von unserer Finanzbuchhaltung die Zahlungsströme täglich ausgewertet, zusammengefasst und disponiert. Es besteht ein regelmäßiges Reporting über die Liquiditätssituation des Unternehmens. Den operationellen Risiken begegnen wir zunächst durch die laufende Überwachung aller Abläufe und Prozesse im Unternehmen zur Abwehr von Fehlern in den einzelnen Arbeitsbereichen sowie durch die ITgestützte Ausweitung des Automatisierungsgrades. Darüber hinaus prüft die Interne Revision revolvierend die implementierten Prozesse und internen Kontrollsysteme, sodass daraus resultierende Risiken präventiv angegangen und frühzeitig bewältigt werden können. Den Veritätsrisiken wird durch ein dynamisches wertmäßiges Regelwerk zum maximalen Ankaufrahmen pro Debitor bzw. Patient sowie über Einholung qualifizierter Informationen über Auskunfteien hinsichtlich deren Bonität begegnet. Hier werden die Medizinpartner noch enger überwacht und auch vereinzelt Kündigungen ausgesprochen. Im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitsberechnung sehen wir das gesamte Risikopotenzial durch das vorhandene Kapitalvolumen gedeckt. Zudem sind hinsichtlich des Forderungsrisikos gegenüber Kunden des Unternehmens im Jahresabschluss Wertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet worden. Alle Forderungen unterliegen zudem der detaillierten und permanenten Überwachung durch die internen Controllingaktivitäten im Tagesgeschäft. Die Vorkehrungen zur Erfassung, Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken wurden insbesondere hinsichtlich veränderter Refinanzierungskonditionen weiter verfeinert und angepasst. Wesentliche Währungsrisiken bestehen nicht. Im Rahmen der stetigen Weiterentwicklung plant die Gesellschaft in 2024, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Verschmelzung, die vorhandenen Controlling- und Überwachungssysteme weiter zu verbessern, die personellen Ressourcen zu erhöhen und die bereits implementierten Systeme weiter zu kalibrieren, sodass auch zukünftig Forderungsausfallrisiken effizient begegnet werden kann. 2.2 Wesentliche Risiken Grundsätzlich handelt es sich bei wesentlichen Risiken um Risiken, die die Vermögenslage (inkl. Kapitalausstattung), die Ertragslage oder die Liquiditätslage erheblich beeinträchtigen können. Hinsichtlich der zu erwartenden Abrechnungsvolumina im Geschäftsjahr 2024 bleibt die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung abzuwarten. Obschon anzunehmen ist, dass sich das Abrechnungsvolumen aus Privatliquidation konsolidieren wird, ist ein Anstieg im KV/KZV - Factoring auf Grund steigender Kassenabrechnungen nicht unwahrscheinlich. Darüber hinaus ist die weitere Ausweitung der Großkunden-Portfolien als wahrscheinlich anzunehmen. Als Sondereffekt ist weiterhin die in 2024 zu vollziehende Verschmelzung der ZAB zu benennen, die das Abrechnungsvolumen der Gesellschaft signifikant steigern wird. Als wesentlich werden durch die Finanzaufsicht zudem einige typische bankgeschäftliche Risiken genannt, die auf jeden Fall als wesentlich einzustufen sind. Dazu gehören:
a) Adressenausfallrisiken Adressenausfallrisiken bestehen für die Gesellschaft in dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit oder Illiquidität des Forderungsschuldners vor dem Hintergrund einer vorübergehenden oder endgültigen Unfähigkeit zur termingerechten Erfüllung seiner Zins- und/oder Tilgungsverpflichtungen. Dieser Definition wird mit Hilfe von differenzierten Ausfallwahrscheinlichkeiten (Risikoansätzen) auf Auftragsebene Rechnung getragen. b) Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken bestehen für die Gesellschaft lediglich in Zins- und Währungsrisiken. Das im Berichtsjahr gestiegene Volumen von Forderungen gegen ausländische Forderungsschuldner in Fremdwährung macht eine differenzierte Bewertung nötig. Hauptsächlich werden Fremdwährungspositionen in Schwedischen Kronen und Polnischen Zloty gehalten, die grundsätzlich im Vergleich zum Euro nur geringen Schwankungen unterliegen. Die Gesellschaft geht keine inkongruenten Zinsbindungen ein. Die Refinanzierungskonditionen werden quartalsweise manifestiert, sodass Zinsrisiken weitestgehend planbar sind. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftsentwicklung sowie der aktuellen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist davon auszugehen, dass das Zinsniveau weiter steigen wird. Mit hoher Volatilität ist nicht zu rechnen. c) Liquiditätsrisiko Der Kreditbedarf wird nach Maßgabe der absehbaren Entwicklung des Geschäftsvolumens durch rechtzeitige Vereinbarung ausreichend hoher Kreditlinien gesichert. Es erfolgt eine tägliche Überwachung der Einhaltung der Refinanzierungslinien in Bezug auf die voraussichtlichen Mittelzuflüsse und die voraussichtlichen Mittelabflüsse gemäß den Bestimmungen der MaRisk. Vor diesem Hintergrund kann ein sich abzeichnender Liquiditätsengpass frühzeitig erkannt werden. d) Operationelle Risiken Operationellen Risiken, die aus Störungen bei laufenden Abrechnungsvorgängen und aus technisch oder personell bedingten Ausfallsituationen im Betriebsablauf resultieren, wird ausreichend Rechnung getragen. Gegen diese Risiken sind generelle Vorkehrungen, wie z.B. die laufende Datensicherung der IT-Systeme und die laufende Überwachung der Arbeitsabläufe, getroffen. V. Gesamtaussage Die MCC GmbH bewegt sich in einem hoch attraktiven Markt, der vor dem Hintergrund des demographischen Wandels große Potenziale birgt. Es gilt, die weiterhin bestehenden Marktpotenziale effizient, d. h. unter Ausnutzung von Degressionseffekten bei Gewährleistung einer unverändert hohen Qualität der erbrachten Leistung, zu nutzen. Mit der geschäftlichen Tätigkeit einhergehende Risiken werden nur dann akzeptiert, wenn sie aus Sicht eines ordentlichen und gewissenhaft handelnden Kaufmanns im Sinne der langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs notwendig und handhabbar erscheinen.
Krefeld, 29. Mai 2024 Hagelkruys Wiers-Keiser "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MCC Medical CareCapital GmbH, Krefeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MCC Medical CareCapital GmbH, Krefeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzie- rungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MCC Medical CareCapital GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführer sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die Geschäftsführer verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Geschäftsführer dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die Geschäftsführer verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die Geschäftsführer verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." M. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBEMERKUNG Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2023 der MCC Medical CareCapital GmbH, Krefeld, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450). Hinsichtlich unserer Beurteilung der wirtschaftlichen Lage, der Risikotragfähigkeit, der OrdnungsmäBigkeit der Geschäftsorganisation - insbesondere des Risikomanagementsystems - sowie der Einhaltung der weiteren aufsichtsrechtlichen Vorgaben verweisen wir auf die diesem Bericht vorangestellten Ausführungen nach § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB (Abschnitt B). Auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen, deren Art und Umfang im Einklang mit den gesetzlichen und berufsständischen Anforderungen stehen, kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Bilanzposten ordnungsgemäß bewertet, insbesondere die gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen angemessen sind und dass die Vorschriften des Geldwäschegesetzes sowie die Anzeigevorschriften beachtet wurden. Unseres Erachtens erfüllen die Geschäftsleiter die Anforderungen gemäß § 25c KWG. Die Strukturen der Gesellschaft ermöglichen es der Geschäftsleitung, die ihr zugedachten Aufgaben ordnungsgemäß wahrzunehmen. Wesentliche Beanstandungen im Zusammenhang mit Berichtsinhalten, die über die nach § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB vorgeschriebenen Berichtsinhalte hinausgehen, haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. Zu dem von uns mit Datum vom 29. Mai 2024 erteilten nicht modifizierten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Berichtsabschnitt L. "Wiedergabe des Bestätigungsvermerkes".
Essen, 29. Mai 2024 Märkische
Revision GmbH
Hans-Henning Schäfer, Wirtschaftsprüfer Christoph Maniura, Wirtschaftsprüfer GesellschafterbeschlussDie unterzeichnende opta data Finance GmbHmit Geschäftsanschrift Berthold-Beitz-Boulevard 461, 45141 Essen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HRB 1995, ist die alleinige Gesellschafterin der MCC Medical CareCapital GmbHmit Geschäftsanschrift Hohenzollernstr. 47, 47799 Krefeld, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter HRB 14709 (nachfolgend "Gesellschaft"), und erklärt sich mit der Abstimmung im schriftlichen Verfahren unter Verzicht auf alle gesetzlichen und satzungsmäßigen Frist- und Formvorschriften für die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung einverstanden und beschließt was folgt:
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.
Essen, 03.06.2024 opta data Finance GmbH Benedikt Steffen Marcel Priester |
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