Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 46579
Vorher
Mapress Holding GmbH
Eingetragen
13.12.1999
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
Gegenstand
Die Herstellung, der Handel und der Vertrieb von Metallwaren, insbesondere Rohrinstallationssystemen und deren Komponenten, wie Rohrleitungen, Fittingen usw.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frederic Nitka
seit 8.12.2025
Prokura
Sebastian Weiss
seit 8.12.2025
Prokura
Daniel Jozepovic
seit 16.9.2024
Geschäftsführer
Prokura
Philippe Altermatt
seit 17.8.2022
Prokura
Clemens Rapp
seit 17.4.2020
Geschäftsführer
Arnd Mayenborn
seit 7.2.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Geberit RLS Beteiligungs GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Geberit RLS Beteiligungs GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Geberit Mapress GmbH

Langenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Geberit Mapress GmbH

A.1 Grundlagen

Die Geberit Mapress GmbH produziert am Standort Langenfeld metallische Rohrverbindungssysteme für den Heizungs- und Sanitärbereich. Geberit Mapress ist somit schwerpunktmäßig von den konjunkturellen Gegebenheiten auf dem Bausektor abhängig.

Eigentümer des Standorts Langenfeld ist die Muttergesellschaft, die Geberit RLS Beteiligungs GmbH, Pfullendorf. Zwischen der Muttergesellschaft und der Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Konzernobergesellschaft ist die Geberit AG, Rapperswil-Jona / Schweiz.

Die Geberit Mapress GmbH hat in der Geberit Gruppe die Funktion einer Produktionsgesellschaft und verrechnet auf Basis des Transferpreissystems vom 1. Januar 2009 fast alle Umsätze (ggf. mittelbar) zentral mit der Geberit International AG, Rapperswil-Jona / Schweiz. Die Verrechnungspreise werden so bemessen, dass der ROCE (Return on Capital Employed) der Gesellschaft innerhalb einer bestimmten Zielbandbreite liegt.

A.2 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Geberit-Gruppe erfolgen grundsätzlich zentral am Standort Jona in der Schweiz, für die Marke Geberit Mapress gibt es eine separate Entwicklungsgesellschaft in Langenfeld.

A.3 Personal

Die Personalzahl inkl. der Leiharbeitnehmer hat sich von 514 Mitarbeitern Anfang des Jahres auf 489 Mitarbeiter Ende des Jahres verringert.

B. Wirtschaftsbericht

1.  Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist weiterhin angespannt aufgrund der anhaltend restriktiven Zinspolitik zur Reduktion der hohen Inflationsraten. Für 2023 wird ein weltweites Bruttoinlandsproduktwachstum von 2,9 % prognostiziert, das sich 2024 weiter auf 2,7 % abschwächt. Erst im Jahr 2025 wird eine leichte Erholung der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,0 % erwartet, aufgrund steigender Reallöhne und erwarteten Leitzinssenkungen. Die Zuwächse sind stark getrieben durch Schwellenländer, während Industrieländer zurückfallen. 1

Die prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum 2023 fällt mit 0,6 % gering aus. Grund hierfür sind die gestiegenen Finanzierungskosten, starke Preisanstiege über die Energiekomponente hinaus und die hohe Unsicherheit aufgrund geopolitischer Konflikte. Für 2024 wird ein geringfügiger Anstieg der BIP-Wachstumsrate auf 0,9 % erwartet, welcher 2025 weiter zulegt auf 1,5 %. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind prognostizierte Reallohnzuwächse, die den privaten Konsum stimulieren. 2

Die deutsche Wirtschaft stagniert 2023 voraussichtlich mit -0,3 %, da die erwarteten Wachstumsimpulse aus dem privaten Konsum und dem globalen Warenhandel ausblieben und die allgemeinen Rahmenbedingungen aufgrund der hohen Inflation sowie Leitzinsen herausfordernd waren. Der Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als stabil und die Angebotsengpässe aus den Vorjahren sind annährend vollständig überwunden. Ein Bruttoinlandsproduktzuwachs mit 0,9 % wird für 2024 erwartet, zugrunde liegt dieser Entwicklung eine Steigerung der privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie Wachstum im Bereich der Exporte. 3

Die zum Ende des Jahres 2022 eingeleitete Zinswende zur Bekämpfung der Inflation sowie anhaltend hohe Baukosten haben die deutsche Bauwirtschaft im Jahr 2023 weiter unter Druck gesetzt. Deutlich wird dies am Einbruch des Auftragseingangs im Hochbau in den ersten 10 Monaten 2023 in Höhe von -5,5 %. 4 In den Bauinvestitionen 2023 kommt der Rückgang der Auftragseingänge mit Verzögerung zum Tragen, da hohe Auftragsbestände (Stand November 2023: 3,6 Monate 5 ) die negative Entwicklung abschwächen. Im Jahr 2023 wird ein Rückgang der Bauinvestitionen im Hochbau von -2,8 % angenommen, 2024 legt dieser zu auf -3,3 %. 6

Insbesondere der Wohnungsbau befindet sich derzeit in einer äußerst angespannten Situation, da gestiegene Bau- und Finanzierungskosten die Nachfrage senken. Der Auftragseingang bis Oktober 2023 lag um über 15 % 7 unter dem Vorjahreswert, für die Baugenehmigungen wird 2023 ein Rückgang um 28 % erwartet, gefolgt von -12 % im Jahr 2024. 8 Für das Segment Wohnungsbau wird 2023 ein Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen um
-3,0 % erwartet, der sich 2024 mit -4,5 % nochmals steigert. 9

Nach einem rückläufigen ersten Halbjahr im gewerblichen Hochbau im Jahresvergleich, zeichnete sich in Q3 ein positiver Trend im Hinblick auf die Auftragseingangsentwicklung ab. 10 Insgesamt wird jedoch ein Rückgang der Bauinvestitionen im gewerblichen Hochbau von -3,0 % für 2023 erwartet. Für 2024 gehen die aktuellen Prognosen von einer Stagnation der Investitionen aus. 11

2.  Lage der Gesellschaft

2.1   Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 verzeichnete die Geberit Mapress GmbH trotz eines herausfordernden Umfelds gute Ergebnisse. Obwohl sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr durch die weitere Abkühlung der Bauindustrie und dem abgeschlossenen Lageraufbau bei den Großhändlern um -11,3 % reduziert hat, konnte die Produktionsproduktivität auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Ebenso konnte der Lieferservicegrad im Jahr 2023 deutlich verbessert und die Ausschussraten weiter reduziert werden.

Die Energiepreise haben sich im vergangenen Jahr für uns vorteilhaft entwickelt, was sich positiv auf unsere Kostenstruktur ausgewirkt hat. Die erschwerte Liefersituation von Vormaterial aus dem Vorjahr hat sich entspannt, jedoch sind die Einkaufspreise für Stahl- und Kupferrohre weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Des Weiteren wurde die in den Vorjahren begonnene Erneuerung und Instandsetzung des Maschinenparks fortgeführt sowie weitere Produkte auf die neue Fertigungstechnologie umgestellt und auf den Markt gebracht.

Die im Vorjahr prognostizierten gleichbleibenden Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr wurden erreicht.

Bedingt durch eine Feststellung der steuerlichen Außenprüfung wurden außergewöhnliche Erträge aus dem Transferpricing in Höhe von T€ 9.467 erzielt. Diese Anpassungen der Ausgleichszahlungen betreffen die Jahre 2015 bis 2021 und wurden von der Geberit International AG, Rapperswil-Jona / Schweiz erstattet.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung wird im Rahmen des Transferpreissystems durch die Höhe des eingesetzten Kapitals bestimmt. Ohne Berücksichtigung der außergewöhnlichen Erträge hat sich der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung insbesondere aufgrund der Entwicklung des eingesetzten Kapitals deutlich erhöht und somit unsere Erwartungen übertroffen.

Auch 2024 wird die Marktsituation das Geschäftsjahr wesentlich beeinflussen. Im April wird Geberit das neue Produkt Geberit Mapress Therm auf den Markt bringen, wovon ein wesentlicher Teil in unserer Produktion hergestellt werden soll. Nebst dem neuen Produkt wird das Geschäftsjahr durch die Fortführung von Inbetriebnahmen neuer Technologie, Umzug weiterer Maschinen und der Überholung bestehender Anlagen geprägt sein.

Bezüglich der Entwicklung unseres Geschäftes sind wir weiterhin verhalten optimistisch.

2.2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

202 3 202 2 Veränderung
T€ T€ T€ in %
Umsatzerlöse 200.204 199.199 1.005 0,5
Bestandsveränderungen 1.111 4.041 -2.930 -72,5
Andere aktivierte Eigenleistungen 817 410 407 99,3
Gesamtleistung 202.132 203.650 -1.518 -0,7
Sonstige betriebliche Erträge 13.311 9.797 3.514 35,9
Materialaufwand -134.501 -148.132 13.631 -9,2
Personalaufwand -39.578 -38.023 -1.555 4,1
Abschreibungen -4.816 -4.997 181 -3,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.200 -6.695 495 -7,4
Zinsen und ähnliche Erträge 16 1 15 1.500,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.267 -1.053 -214 20,3
Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Gewinnabführung 29.097 14.548 14.549 100,0
Sonstige Steuern -31 -42 11 -26,2
Jahresüberschuss vor
Ergebnisabführung
29.066 14.506 14.560

100,4

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleichgeblieben.

Nach dem größeren Bestandsaufbau im Vorjahr, bedingt durch gestiegene Preiserhöhungen für Rohmaterial und Einkaufsteile, haben sich die Bestände im Geschäftsjahr 2023 wegen des Aufbaus von Sicherheitsbeständen an Fertigfabrikaten (+ T€ 2.665) und des Abbaus der Halbfabrikate (- T€ 1.554) in Summe um T€ 1.111 verändert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen mit T€ 9.467 die angepassten Ausgleichszahlungen im Rahmen des Transferpreissystems für die Jahre 2015 bis 2021 und mit T€ 2.370 Ausgleichszahlungen für das Geschäftsjahr 2023. Im Vorjahr wurden entsprechende Erträge in Höhe von T€ 8.224 ausgewiesen.

Durch den Rückgang der produzierten Mengen hat sich der Materialaufwand in 2023 verringert.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.555 gestiegen.

Die Abschreibungen sind in 2023 im Vergleich zum Vorjahr 2022 annähernd gleichgeblieben.

Die Abnahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus verringerten Ausgangsfrachten an Dritte.

Die Zinsaufwendungen enthalten zum größten Teil Zinsen an verbundene Unternehmen aufgrund der Cashpool-Vereinbarung mit der direkten Muttergesellschaft.

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von T€ 29.066 nach T€ 14.506 im Vorjahr.

Vermögenslage und Finanzlage

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€ in %
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47 111 -64 -57,7
II. Sachanlagen 44.508 39.213 5.295 13,5
III. Finanzanlagen 1 1 0 0,0
44.556 39.325 5.231 13,3
Umlaufvermögen
I. Vorräte 55.431 58.934 -3.503 -5,9
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.102 23.544 -4.442 -18,9
74.53 3 82.478 -7.94 5 -9,6
Rechnungsabgrenzungsposten 180 139 41 29, 5
119.26 9 121.942 -2.67 3 -2, 2

Bei Abschreibungen von T€ 4.816 hat die Gesellschaft im Jahr 2023 T€ 10.319 im Wesentlichen in Fertigungseinrichtungen mit Schwerpunkt auf Automatisierung und Rationalisierung investiert.

Der Vorratswert ist um T€ 3.503 gesunken. Hintergrund dafür ist im Wesentlichem die Bestandsoptimierung bei Rohmaterialen und Einkaufsteilen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind stark gesunken, hauptsächlich bedingt durch die zum Jahresende geringere zu leistende Ausgleichszahlung im Rahmen des Transferpreissystems.

Passiva

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€ in %
Eigenkapital 41.299 41.299 0 0,0
Rückstellungen 39.337 38.154 1.183 3,1
Verbindlichkeiten 38.633 42.489 -3.856 -9,1
119.269 121.942 -2.67 3 -2,2

Bei den Rückstellungen sind die Pensionsrückstellungen um T€ 1.008 gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch die im Vorjahresvergleich höheren Lohn- und Gehaltssteigerungen bei einem leicht gestiegenen Rechnungszins. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 175 gestiegen. Die Zunahme betrifft insbesondere die sonstigen Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten sind stichtagsbezogen um insgesamt T€ 3.856 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 29.066 (Vorjahr T€ 14.506) Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung. Zwischen der berichtenden Gesellschaft und dem 100 %-igen Mutterunternehmen, der Geberit RLS Beteiligungs GmbH besteht ein Cashpool-System, das die Ab- und Zuflüsse von liquiden Mitteln zwischen den beiden Gesellschaften sicherstellt. Im Vorjahr beliefen sich die Cashpool-Verbindlichkeiten auf T€ 16.777, zum 31. Dezember 2023 werden Cashpool-Forderungen in Höhe von T€ 4.603 ausgewiesen.

Im Zuge der gesunkenen Bilanzsumme steigt die Eigenkapitalquote um 2,2 Prozentpunkte auf 34,6 % und ist damit weiterhin sehr hoch. Zwischen der Gesellschaft und dem Alleingesellschafter, der Geberit RLS Beteiligungs GmbH, Pfullendorf, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Zum Stichtag beläuft sich das Bestellobligo für Investitionen auf T€ 11.483.

2.4 Erklärung zur Unternehmensführung / Frauenquote gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Im Zusammenhang mit der Umsetzung des Gesetzes zur "gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen" wurde im Geschäftsjahr 2022 eine Frauenquote von 15,0 % für Führungspositionen von zwei Ebenen unterhalb der Geschäftsführung beschlossen, die bis zum 31. Dezember 2024 erreicht werden soll und in 2025 erneut geprüft wird. Diese Quote wurde im Jahr 2023 erreicht (20,0 %). Im Jahr 2023 haben wir innerhalb der ersten Ebene die Quote von 16,7 % erreicht und innerhalb der Ebene 2 die Quote von 21,4 %.

Die Quote für die Geschäftsführung und Aufsichtsrat wurde aufgrund der Altersstruktur der Stelleninhaber und der geringen Fluktuationsrate auf null festgelegt Soweit in Aufsichtsräten Nachbesetzungen durchgeführt werden, so finden diese funktionsbezogen statt. Soweit in den Geberit Gesellschaften in Deutschland Aufsichtsräte zu bilden sind, werden die Positionen der Arbeitgebervertreter stets mit den entsprechend zuständigen Mitgliedern der Konzernleitung besetzt, also zum einen mit dem für die Produktion zuständigen Konzernleitungsmitglied und zum anderen mit dem CFO der Geberit Gruppe. Beide Positionen sind derzeit von Männern besetzt, sodass diese zwangsläufig auch die entsprechenden Aufsichtsratsmandate wahrnehmen. Die Quoten sollen bis zum 31. Dezember 2024 erreicht werden und wird im Jahr 2025 erneut geprüft.

C. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Geberit Gruppe betreibt ein aktives Risikomanagement zum kontinuierlichen Schutz vor sämtlichen Geschäftsrisiken. Das Risikomanagement wird mittels eines strukturierten Prozesses gesteuert, der eine Risiko-Identifikation, Risiko-Analyse, Risiko-Steuerung und ein Risiko-Reporting umfasst. Es wird in regelmäßigen Abständen auf seine Wirksamkeit und Effizienz hin überprüft. Die Verantwortlichkeiten in diesem Prozess liegen beim Revisionsausschuss der Geberit Gruppe, der Konzernleitung, den Betreuern der Risikokategorien und Risikoverantwortlichen für Einzelrisiken. Alle Geberit-Gesellschaften sind Bestandteil dieses Risikomanagements.

Geschäftsmodell

Mit der Einführung des neuen Transferpreissystems bei Geberit in 2009 haben die operativen Gesellschaften in der Regel konzerninterne Fertigungs- und Vertriebsverträge abgeschlossen. Die Verträge regeln die Übertragung von wesentlichen Betriebsrisiken und garantieren ein bestimmtes Ertragsniveau, sodass wirtschaftlich eine weitgehende Freistellung der operativen Gesellschaften von Risiken erfolgt, anderseits aber auch eine Limitierung der Chancen besteht.

Risiken

Als Produktionsunternehmen in diesem Modell bestehen für uns in erster Linie Auslastungsrisiken, gefolgt von Vorratsrisiken und Risiken bezüglich der Produktionsanlagen sowie Preis- und Versorgungssicherheitsrisiken im Hinblick auf Material und Energie.

Dem Auslastungsrisiko begegnen wir mit der Optimierung unserer Produktionsprozesse und Maßnahmen für die Erhöhung der Produktivität und Maschinenverfügbarkeit.

Die Vorratsrisiken minimieren wir durch tägliche Überprüfung des Vorratsbestandes und Lieferbereitschaft.

Durch regelmäßige Wartungen und Überprüfungen verringern wir die Risiken bezüglich der Produktionsanlagen.

In einzelnen Bereichen hat sich die Risikosituation gegenüber dem Vorjahr verändert. So schätzen wir das Risiko von Lieferunterbrechungen durch Lieferengpässe von Vorprodukten und Handelswaren aufgrund stabilerer Lieferketten als geringer ein als im Vorjahr. Ebenso ist das Risiko von Unterbrechungen der Energiezufuhr gesunken.

Demgegenüber bleibt das Risiko für die Kostensituation durch die weiterhin hohen Materialpreise bestehen. Auch von der endenden Laufzeit des Tarifabschlusses der Tarifpartner in der IG Metall geht ein erhöhtes Risiko für größere tarifbedingte Personalkostenerhöhungen aus.

Die Geberit Gruppe ist permanent bestrebt, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmaßnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind umfangreiche Maßnahmen etabliert. Die IT-Systeme werden unter Beizug externer Spezialisten regelmäßig einer umfassenden und detaillierten

Sicherheitsprüfung, die laufend neu aufgetauchte Risiken einschließt, unterzogen. Die aktuellsten Prüfungen bestätigten ein gutes Sicherheitsniveau. Insgesamt bewegt sich Geberit damit auf dem Niveau von Industrieunternehmen mit ähnlicher Größe und Komplexität.

Als Unternehmen der Geberit-Gruppe sind wir durch Konzernfinanzierung nicht den Liquiditätsrisiken ausgesetzt.

Zur Vermeidung von finanziellen Nachteilen aus Haftungsrisiken und Schadensfällen hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungssummen und Konditionen jährlich überprüft werden.

Da wir uns im Wesentlichen im Euro-Raum bewegen, sind wir den Währungsrisiken nur geringfügig ausgesetzt.

Schlussfolgernd liegen zurzeit keine Risiken vor, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten.

Chancen

Wir sehen unsere Chancen in unseren strategischen Projekten bezüglich der Optimierung der Produktion.

Weitere Chancen sehen wir in unserer hohen Lieferbereitschaft, um den Markt schnell bedienen zu können.

Chancen, in ebenfalls eingeschränktem Umfang, ergeben sich aus Umsatzwachstum durch Einführung neuer, innovativer Produkte und einer besseren Marktdurchdringung.

D. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 gehen die Konjunkturprognosen von einer Erholung der privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie Exporte aus, was die deutsche Wirtschaft zurück auf einen moderaten Wachstumskurs setzt. Ausschlaggebend hierfür sind die sich weiter abschwächende Inflation, eine Absenkung der Leitzinsen, erwartete Reallohnsteigerungen, eine stabile Beschäftigungslage sowie Wachstumsimpulse aus dem globalen Handel. 12 Die Investitionen in Bauten stehen zu Jahresbeginn 2024 voraussichtlich weiter stark unter Druck, was weitere Rückgänge zur Folge hat. Im zweiten Halbjahr werden erste Aufholeffekte für die Bauinvestitionen erwartet, die jedoch die Verluste zu Jahresbeginn nicht ausreichend kompensieren können. 13

Die Herausforderungen für die Sanitärbranche werden 2024 aufgrund der schwachen Nachfrage insbesondere im Wohnungsbau, den weiterhin hohen Baukosten und Bauzinsen weiter zunehmen. Im Segment "Sanitär vor der Wand" ist von einem erneuten Umsatzrückgang in der Spanne zwischen -5 % und -10 % auszugehen, während der Installationsbereich voraussichtlich im Bereich von -3 % bis -5 % etwas weniger stark zurückfällt.

Die starken Sondereffekte in der Sanitärbranche aus den Vorjahren durch Teuerungszuschläge und hohe Lagerbestände dürften sich im Verlauf von 2023 weitestgehend bereinigt haben und somit 2024 keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung darstellen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen moderaten Rückgang der Umsatzerlöse, da wir uns bereits auf einem hohen Niveau befinden.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung wird im Rahmen des Transferpreissystems durch die Höhe des eingesetzten Kapitals bestimmt und wird aufgrund der fortgeführten Investitionen positiv beeinflusst. Jedoch war der Jahresüberschuss 2023 geprägt von den angepassten Ausgleichszahlungen, weswegen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem deutlichen Rückgang ausgehen.

 

Langenfeld, den 8. März 2024

Geberit Mapress GmbH

Frank Nathem Geschäftsführer

Clemens Rapp Geschäftsführer

1 OECD Economic-Outlook Volume 2023 Issue 2
2 OECD Economic-Outlook Volume 2023 Issue 2
3 Ifo Konjunkturprognose Winter 2023
4 Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007
5 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
6 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
7 Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007
8 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
9 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
10 Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007
11 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
12 Ifo Konjunkturprognose Winter 2023
13 Ifo Konjunkturprognose Winter 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023 (in T€)

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 47 111
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 21.274 23.564
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.250 3.778
3. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen 12.924 8.149
4. Anlagen im Bau 7.060 3.722
  44.508 39.213
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 1 1
  44.556 39.325
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.069 28.010
2. Unfertige Erzeugnisse 10.831 12.346
3. Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 19.531 18.468
4. Geleistete Anzahlungen 0 110
  55.431 58.934
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 60 68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.670 23.213
3. Sonstige Vermögensgegenstände 372 263
  19.102 23.544
  74.533 82.478
C. Rechnungsabgrenzungsposten 180 139
  119.269 121.942

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 2.701 2.701
II. Kapitalrücklage 38.598 38.598
  41.299 41.299
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche    
Verpflichtungen 32.235 31.227
2. Sonstige Rückstellungen 7.102 6.927
  39.337 38.154
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.344 4.252
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.703 37.623
3. Sonstige Verbindlichkeiten 586 614
(davon aus Steuern T€ 287; Vorjahr T€ 249)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 234;    
Vorjahr T€ 365)    
  38.633 42.489
  119.269 121.942

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 (in T€)

  2023 2022
1. Umsatzerlöse 200.204 199.199
2. Erhöhung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
1.111 4.041
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 817 410
4. Sonstige betriebliche Erträge 13.311 9.797
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
-124.130 -137.855
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.371 -10.278
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -30.936 -30.241
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
-8.642 -7.781
(davon für Altersversorgung T€ 2.931; Vorjahr T€ 1.720)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
-4.816 -4.997
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.200 -6.695
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16 1
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.267 -1.053
11. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Gewinnabführung 29.097 14.548
12. Sonstige Steuern -31 -42
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags
abgeführter Gewinn
-29.066 -14.506
14. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geberit Mapress GmbH Langenfeld

I. Allgemeine Angaben

Die Geberit Mapress GmbH hat ihren Sitz in Langenfeld und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HR B Nr. 46579).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear über vier Jahre, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Der Firmenwert aus der Anwachsung zum 1. März 2004 wurde mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere das 'know how' der Mitarbeiter und Prozesse, die im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbetriebs übernommen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten wurden über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten.

Seit 2010 werden die Abschreibungen ausschließlich linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird anhand der Erfahrung und Einschätzung der Mitarbeiter der technischen Abteilungen festgelegt und liegt zwischen 3 und 25 Jahre. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Geleistete Anzahlungen auf Anlagen werden zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Ausleihungen unter Finanzanlagen sind mit Nominalwerten bzw. fortgeführten Buchwerten bilanziert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Soweit erforderlich, wurden Abwertungen für verminderte Brauchbarkeit vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch angemessene Abwertungen abgedeckt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet zeitanteilig abgegrenzte Vorauszahlungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der angesetzte Zinssatz von 1,83 % wurde vor dem Bilanzstichtag ermittelt und weicht unwesentlich vom von der Bundesbank veröffentlichen Zinssatz von 1,82 % ab. Bei der Ermittlung der 'Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen' wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 %, Rentensteigerungen von 2,25 % sowie Anhebungen der Gruppenbeiträge Essener Verband von 1,00 % p. a. zugrunde gelegt. Weiterhin wurde eine branchenübliche altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit unterstellt. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,76 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Rückstellungen aus Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck mit ein einem Rechnungszinssatz von 1,76 % p.a. bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 % zugrunde gelegt. Da für die Jubiläumsleistungen ein gleichmäßiges Erdienen vom Beginn der für die Jubiläumszuwendungen relevanten Dienstzeit bis zur Fälligkeit der Jubiläumsleitung angenommen werden kann, erfolgt die Zuordnung der Jubiläumsleistungen zu den Perioden des aktiven Dienstes grundsätzlich ratierlich über die gesamte erwartete jeweilige Jubiläumsdienstzeit der Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten sind zu Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Geberit RLS Beteiligungs GmbH, Pfullendorf, als Organträgerin ist die Bildung von latenten Steuern bei unserer Gesellschaft jedoch nicht erforderlich. Der Ansatz von latenten Steuern erfolgt bei der Organträgerin.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

1.   Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

2.   Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 14.067 (Vorjahr T€ 23.213) und Finanzforderungen in Höhe von T€ 4.603 (Vorjahr T€ 0). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 56 (Vorjahr T€ 79) die Alleingesellschafterin.

3.   Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zu der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,76 %; Vorjahr 1,44 %) beträgt T€ 206 (Vorjahr T€ 1.018).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere belegschaftsbezogene Rückstellungen und setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (T€ 1.276; Vorjahr: T€ 913), Jubiläumsverpflichtungen (T€ 1.435; Vorjahr T€ 1.432) und anderen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 2.854; Vorjahr: T€ 2.800) zusammen.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin, der Geberit RLS Beteiligungs GmbH, Pfullendorf, von T€ 31.979 (Vorjahr T€ 35.856) und setzen sich aus der Verpflichtung der Ergebnisabführung in Höhe von T€ 29.066 (Vorjahr T€ 14.506), Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 16.777), Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuerverrechnung mit der Organträgerin von T€ 2.198 (Vorjahr T€ 2.446) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 715 (Vorjahr T€ 2.127) zusammen. Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.724 (Vorjahr T€ 1.767) gegenüber anderen verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1.   Umsatzerlöse

Die Umsätze werden fast ausschließlich mit dem Verkauf des Pressfittingsystems (99,8 %) und Weiterbelastung von Logistikkosten (0,2 %) erzielt. 98 % der Umsatzerlöse werden im Inland und 2 % der Umsatzerlöse im Ausland (im Wesentlichen in China und Polen) erzielt.

2.   Sonstige betriebliche Erträge

Bedingt durch eine Feststellung der steuerlichen Außenprüfung wurden außergewöhnliche Erträge aus dem Transferpricing in Höhe von T€ 9.467 erzielt. Diese Anpassungen der Ausgleichszahlungen betreffen die Jahre 2015 bis 2021 und wurden von der Geberit International AG, Rapperswil-Jona / Schweiz erstattet. Im Übrigen enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 420 (Vorjahr: T€ 629), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 420 (Vorjahr: T€ 619) resultieren. Darüber hinaus sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 327 (Vorjahr T€ 365) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

3.   Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 356 (Vorjahr T€ 592), sowie Aufwendungen für Personalausbildung von T€ 112 (Vorjahr T€ 97). Des Weiteren sind Aufwendungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens von T€ 273 (Vorjahr T€ 38) enthalten. Sie enthalten wie im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen.

4.   Zinsen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen verbundene Unternehmen.

Zinsen und Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen von T€ 867 (Vorjahr T€ 217), sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 358 (Vorjahr T€ 815).

V. Sonstige Angaben

1. Aufgliederung der Mitarbeiterzahl nach Gruppen

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter beträgt:

2023
Produktion 465
Verwaltung 40
505

2. Geschäftsführung

 

Clemens Rapp, Konzernleitungsmitglied der Geberit AG, Jona / Schweiz

 

Frank Nathem, operativer Geschäftsführer, Köln

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge erhielt, macht die Gesellschaft von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, demzufolge unterbleiben die Angaben zu den Bezügen.

Die Höhe der gebildeten Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer beträgt T€ 3.726. Die Pensionszahlungen an die ehemaligen Geschäftsführer beliefen sich auf T€ 242.

3. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Arbeitgebervertreter:

 

Martin Ziegler, Leitung Konzernbereich Operations der Geberit AG (Vorsitzender)

 

Tobias Knechtle, Leitung Konzernbereich Finanzen der Geberit AG

Arbeitnehmervertreter:

 

Philippe Dreze, Zerspanungsmechaniker

Die Bezüge des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf T€ 4.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am 31. Dezember 2023 auf T€ 13.563 (davon T€ 13.396 fällig in 2024). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Investitionen in Höhe von T€ 11.483, um die Verpflichtung aus einem Mietverhältnis mit der Geberit RLS Beteiligungs GmbH, Pfullendorf, in Höhe von T€ 1.706 und um weitere Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 374.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen die Miete der betriebsnotwendigen Grundstücke und Gebäude, sowie die Miete für Stapler und Flurförderfahrzeuge. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating - Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung und in der Tatsache, dass keine Verwertungsrisiken im Vergleich zum Erwerb bestehen. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft auch Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen, mit denen als nahestehende Unternehmen folgende wesentliche Geschäfte getätigt wurden.

Da alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Geberit AG, Jona Schweiz, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und die Mitglieder des Aufsichtsrats. Mit Ausnahme der Vergütungen für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

6.  Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt T€ 88 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen.

7.  Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die Geberit Mapress GmbH ist ein Unternehmen des Geberit-Konzerns und ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Geberit RLS Beteiligungs GmbH, Pfullendorf, und eine mittelbare Tochtergesellschaft der Geberit AG, Rapperswil-Jona / Schweiz. Der Jahresabschluss der Geberit Mapress GmbH wird in den Konzernabschluss der Geberit AG, Rapperswil-Jona / Schweiz einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschuss der Geberit AG wird im Rahmen des Schweizer Aktienrechts veröffentlicht. Der Geschäftsbericht kann sowohl direkt von der Gesellschaft bezogen, als auch über das Internet heruntergeladen werden.

8.  Gewinnverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird das Jahresergebnis von T€ 29.066 an die Geberit RLS Beteiligungs GmbH, Pfullendorf, abgeführt.

9.  Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Langenfeld, den 8. März 2024

Geberit Mapress GmbH

Frank Nathem

Clemens Rapp

Entwicklung des Anlagevermögens 2023 (in T€)

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Software 557 17 0 5 569
2. Firmenwert 29.311 0 0 0 29.311
  29.868 17 0 5 29.880
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 71.521 560 949 1.400 71.630
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
10.627 184 496 316 10.991
3. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen 8.149 8.433 -3.658 0 12.924
4. Anlagen im Bau 3.722 1.125 2.213 0 7.060
  94.019 10.302 0 1.716 102.605
III. Finanzanlagen          
Sonstige Ausleihungen 1 0 0 0 1
  123.888 10.319 0 1.721 132.486
  Abschreibungen
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Software 446 81 5 522
2. Firmenwert 29.311 0 0 29.311
  29.757 81 5 29.833
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 47.957 3.527 1.128 50.356
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
6.849 1.208 316 7.741
3. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen 0 0 0 0
4. Anlagen im Bau 0 0 0 0
  54.806 4.735 1.444 58.097
III. Finanzanlagen        
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
  84.563 4.816 1.449 87.930
  Buchwerte
31.12.2023
Buchwerte
01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 47 111
2. Firmenwert 0 0
  47 111
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 21.274 23.564
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
3.250 3.778
3. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen 12.924 8.149
4. Anlagen im Bau 7.060 3.722
  44.508 39.213
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 1 1
  44.556 39.325

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Geberit Mapress GmbH, Langenfeld

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der Geberit Mapress GmbH, Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geberit Mapress GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrat s f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 8. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Richard Hindmarsh, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat der Geberit Mapress GmbH hat den Jahresabschluss 2023, den Lagebericht und den Vorschlag der Geschäftsführung der Geberit Mapress GmbH für die Verwendung des Bilanzgewinnes dieser Gesellschaft geprüft. Hierfür stand dem Aufsichtsrat die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, für Rückfragen zur Verfügung. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes der Geberit Mapress GmbH durch den Aufsichtsrat gab keinerlei Anlass zur Beanstandung. Einwendungen werden nicht erhoben. Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung ausgestellten Jahresabschluss und schließt sich dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Gewinnverwendung an.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung nach Maßgabe des Gesetzes und der Satzung der Gesellschaft überwacht. Zu diesem Zweck hat sich der Aufsichtsrat fortlaufend von der Geschäftsführung Bericht über den aktuellen Geschäftsgang erstatten lassen und sich hierbei insbesondere über die Auftragslage, die Umsatz- und Ergebnissituation, wichtige Projekte, die allgemeine finanzielle und wirtschaftliche Situation der Gesellschaft sowie die jeweiligen Zukunftserwartungen der Geschäftsführung informiert.

Es fand eine ordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Anlass für die Einberufung einer außerordentlichen Sitzung bestand nicht.

 

Langenfeld, 29. April 2024

Martin Ziegler (Vorsitzender des Aufsichtsrates)



Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 22.03.2024 festgestellt.

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