J. Bode GmbH
31mGroßhandel mit Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Denny Rahmel seit 12.2.2024 | Prokura |
Leon Wörmann seit 12.2.2024 | Prokura |
Norbert Rose seit 6.2.2024 | Geschäftsführer |
Sebastian Wesseler seit 5.12.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.10% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 24.90% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Containertransporte Wesseler GmbHMelleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022Containertransporte Wesseler GmbH, MelleI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Containertransporte Wesseler GmbH (im Folgenden auch "CTW GmbH" oder "Wesseler") ist mittelständisches, inhabergeführtes Familienunternehmen mit einem breitgefächerten Leistungsspektrum in den Bereichen Abfallentsorgung, Abbruch, Tiefbau & Erdarbeiten, Spedition sowie dem Handel mit Baumaterialien und Natursteinen. Das Kerngeschäft liegt in der Sammlung und Entsorgung von Altreifen und Gummierzeugnissen. Rund 89 Containerzüge, Großraumkipper und Planenauflieger starten täglich von fünf Standorten, um Altreifen und Altgummi einzusammeln. 2. Standorte und Zweigniederlassungen Die CTW GmbH unterhält neben dem Hauptsitz in Melle-Gesmold Standorte in Ostercappeln-Venne, Ostercappeln-Schwagstorf, Kroppenstedt und Spenge. Am Hauptsitz Melle-Gesmold, sowie an den Standorten Ostercappeln-Schwagstorf und Spenge werden schwerpunktmäßig die Bereiche Entsorgung, Steinhandel und Baumaterialien bedient. Die Standorte Ostercappeln-Venne und Kroppenstedt befassten sich schwerpunktmäßig mit Altreifen und deren Sortierung und Verarbeitung. Die Spedition ist ebenfalls in Melle-Gesmold angesiedelt. Der Bereich Abbruch wird über die Standorte Melle-Gesmold und Kroppenstedt abgewickelt. Die Kernaufgaben der CTW GmbH lassen sich unverändert in die nachstehenden Gruppierungen gliedern: Wertstoffservice: Altreifenentsorgung und -verwertung, Altgummientsorgung und -verwertung, Altreifen- und Karkassenhandel; Umweltservice: Ersatzbrennstoffgewinnung, Industrie- und Produktionsabfallentsorgung; Transporte: Baustellenentsorgungen, Container- und Muldendienste, Speditionsdienstleistungen und Gütertransporte; Baustellenabfallaufbereitung: Abbrucharbeiten und Tiefbau, Gewinnung von Recyclingbaustoffen, Umschlag von Baustellenmischabfällen; Handel und sonstige Dienstleistungen: Reifenservice (Werkstatt), Baustoffe- und Dieselverkäufe. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschatliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war in 2022 durch einen leichten Wachstumskurs mit unterjährig wechselhaften Entwicklungen gekennzeichnet. Insgesamt hat sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2022 um 1,9% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Preise sind im Jahresdurchschnitt in 2022 um 7,9% (Vorjahr 3,1%) gestiegen. Dieser Anstieg beruht auf den Preissteigerungen bei Energieprodukten und Nahrungsmitteln seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Die privaten Konsumausgaben befinden sich 2022 durch einen Anstieg von 4,6% auf Vorkrisenniveau von 2019. Demgegenüber stiegen die Konsumausgaben des Staates preisbereinigt um 1,1%. Dies lässt sich mit den hohen Ausgaben für Schutzsuchende aus der Ukraine und anderen Staaten begründen, dagegen sanken die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Zahl der Erwerbstätigen befindet sich 2022 mit 45,6 Millionen Erwerbstätigen auf Vorjahresniveau. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank in 2022 von 5,7% auf 5,3%. (Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis) Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen entsprechen den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Es herrscht noch Bedarf an Entsorgungsleistungen und allen damit verbundenen Angeboten wie etwa Transport- und Logistikleistungen. Gegenüber überregionalen Großunternehmen können sich kleine und mittelständische Unternehmen durch Spezialisierungen behaupten. Hier gewinnt das Recycling von Altreifen an Bedeutung, jedoch kommen noch immer große Mengen an Altreifen nicht in den zertifizierten Fachbetrieben an. Grund dafür ist auch, dass ein Großteil der Fahrzeuge, die ihr Lebenszyklusende erreicht haben, illegal in Entwicklungsländer exportiert werden. Insgesamt zeigt die Branche eine deutliche Erholung aufgrund der konjunkturellen Belebung im Verarbeitenden Gewerbe. Ebenfalls ist zu beobachten, dass mit steigenden Rohstoffpreisen auch der Wert von Abfall steigt, welcher sich zu einem größeren Teil gewinnbringend vermarkten lässt. Jedoch wird die Branche auch durch hohe Transportkosten und einem Mangel an Kraftfahrern belastet. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Rohertrag steigt um TEUR 1.590 auf TEUR 21.578 und liegt damit deutlich über der Erwartung des Vorjahres (TEUR 15.000). Hinter den Erwartungen (TEUR 400) blieb jedoch der Jahresüberschuss, welcher um TEUR 310,5 auf TEUR 68,3 sank. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr leicht um 5,8% (+TEUR 1.717,1) gestiegen. Hauptsächlich dazu beigetragen haben Weiterberechnungen von Preisanstiegen bei Energieprodukten. Die Materialaufwandsquote ist von 31,93% in 2021 um 1,35% auf 30,59% in 2022 gesunken. Durch die höhere Umsatzleistung konnte im Vergleich zum Vorjahr ein um 7,98% höheres Rohergebnis erzielt werden. Der Personalaufwand hat sich bei einer leicht erhöhten Mitarbeiterzahl um TEUR 637,4 auf TEUR 8.205,9 erhöht. Die Personalkostenquote beträgt 26,4% (Vorjahr: 25,7%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 1.559,7 auf TEUR 10.919,4 erhöht. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen die laufenden KFZ-Betriebskosten. Der Abschreibungsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,0% von TEUR 2.431,9 auf 2.529,0 in 2022 leicht gestiegen. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 68,3 ab (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 310,5). b) Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Bilanzsumme der CTW GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.754,9 (= 8,6%) gesunken. Das Anlagevermögen ist insgesamt um TEUR 710,8 gesunken, davon entfallen TEUR 162 auf Immaterielle Vermögensgegenstände und TEUR 710,8 auf die Sachanlagevermögen. Investitionen wurden in Höhe von insgesamt TEUR 2.635,7 getätigt; dies entspricht einer Investitionsquote von 8,5% in 2022 (2021: 13,1%). Die Vorräte sind insgesamt um TEUR 186,3 gesunken. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich um TEUR 34,7 erhöht. Gegenläufig entwickelten sich die unfertigen Leistungen (Abnahme: TEUR 12,2) und Waren (Abnahme: TEUR 208,7). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um TEUR 3,6 erhöht. Das Verhältnis von langfristig gebundenem Vermögen in 2022 72,7% (69,8% 2021) zu mittel- und kurzfristig gebundenem Vermögen 2022 27,3% (30,2%) befindet sich auf Vorjahresniveau. Auf der Passivseite hat sich das bilanzielle Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses um TEUR 68,3 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich entgegen von 40,5% auf 43,9% gehöht. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 85,9 verringert. Dieses liegt hauptsächlich an der Verminderung der Entsorgungskostenrückstellung in Höhe von TEUR 142,5. Gegenläufig entwickelten sich im Wesentlichen die Urlaubs- und Überstundenrückstellung mit einer Zunahme von TEUR 114,1. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch die Finanzierung eines Krans unter Berücksichtigung planmäßiger Tilgung um 16% reduziert. Sie betragen 30,0% der Bilanzsumme. Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft kann weiterhin als gut bewertet werden. Währungsrisiken bestehen nicht. c) Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss herangezogen. 3. Mitarbeiter und soziale Verantwortung Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte das Unternehmen insgesamt 182 festangestellte Mitarbeiter(innen), einen Auszubildende sowie acht Aushilfen. Qualifizierungsmaßnahmen finden weiterhin kontinuierlich statt, z.B. für Verantwortliche im Sinne der Entsorgungsfachbetriebe-Verordnung, Beauftragte für Immissionsschutz und Sicherheit, Beschäftigte, die mit Sonderabfall umgehen, sowie Fahrer. III. Prognosebericht Durch den Krieg in der Ukraine wird mit weiteren Kostensteigerungen und einer hohen Inflationsrate gerechnet. Durch die Erhöhung der Preise, wird damit gerechnet, dass die Kunden durch die wirtschaftlichen Bedingungen ihre Kaufkraft im Bereich Bau- und Abbruch einschränken werden, hiermit verbunden ist der Muldendienst für Bau und Abbruchabfälle. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem weiter gleichbleibenden Bedarf an Entsorgungsleistungen und einer hohen Auslastung gerechnet. Vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Kriegssituation besteht weiterhin ein positiver Ausblick. Steigende Umsatzerlöse werden erwartet, soweit Preissteigerungen vom Energiesektor, Mauterhöhungen und Co2-Steuer-Erhöhungen bei Kunden weiterberechnet werden müssen. Für das kommende Geschäftsjahr wird für die Gesellschaft ein Rohgewinn leicht über dem Vorjahr angestrebt und es wird mit einem Jahresüberschuss von TEUR 250,0 gerechnet. Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft haben könnten, sind nicht erkennbar. IV. Chancen und Risiken Die langjährige Erfahrung im Bereich der umweltgerechten Altreifen- und Altgummientsorgung sowie der Bauschuttaufbereitung verhelfen der Gesellschaft zu einer festen Marktpositionierung als zertifizierter Entsorgungsbetrieb und Kooperationspartner. Qualifizierungsmaßnahmen finden kontinuierlich statt, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, z.B. für Verantwortliche im Sinne der Entsorgungsfachbetriebe-Verordnung, Beauftragte für Immissionsschutz und Sicherheit, Beschäftigte, die mit Sonderabfall umgehen, Verkehrsleiter sowie Fahrer. Des Weiteren stellt das vollumfängliche Dienstleistungsangebot von Speditionsleistungen sowie Entsorgung, Abbruch- und Tiefbau einen Wettbewerbsvorteil dar. Diese breite Aufstellung und Diversifizierung über mehrere Entsorgungssparten kann eine starke Abhängigkeit von negativen externen Entwicklungen entgegenwirken. Die konsequente Ersatzinvestition betagter Maschinen und Fahrzeuge führt zu einer stets modernen Aufstellung im Bereich der Sachanlagen und führt zur Sicherung von ausreichenden Stoffströmen sowie der Grundlage eines guten Logistikkonzeptes. Chancen für die Gesellschaft bestehen durch das vorgenannte Leistungsspektrum, die Kundenstruktur mit sehr breiter Risikostreuung, die gute Marktpräsenz sowie die Erweiterung des Vertriebsgebietes. Weiterhin besteht die Chance auf Realisierung höherer Margen durch Erhöhung der Bearbeitungstiefe im Segment Reifenentsorgung, einhergehend mit dem Mengenwachstum. Denn die zum 1. August 2017 in Kraft getretene Novelle der Gewerbeabfallverordnung legt dem produzierenden Gewerbe höhere Recyclingquoten auf. Hier können sich auf Dauer für die Gesellschaft aufgrund ihres Know-how in der Trennung und Aufbereitung Umsatzpotentiale erschließen. Trotz der nach wie vor bestehenden Überkapazitäten in Ersatzbrennstoff-Anlagen besteht ein Wachstumspotenzial für den Markt für Ersatzbrennstoffe (EBS). Die EBS-Lieferungen an deutsche Zementwerke sind weiterhin stabil und bewegen sich auf einem zufriedenstellenden Niveau. Der Standort Melle verfügt über eine gute Verkehrsanbindung und ausreichende Lagerkapazitäten. Zur Optimierung der Datenverarbeitung und Datensicherheit wurde die EDV-Infrastruktur der Gesellschaft von der vormals lokalen auf eine Cloud-Lösung eines externen Anbieters umgestellt. Dem Risiko eines Datenverlustes wird durch die externe Speicherung der Daten Rechnung getragen, ein angemessenes Berechtigungskonzept gewährleistet die Datensicherheit hinsichtlich unbefugter Zugriffe. Liquiditätsrisiken wird mit einer laufenden Überwachung und einem Liquiditätsmanagement begegnet. Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit einem engmaschigen Mahnwesen begegnet. Sollte dennoch bei finanziellen Vermögenswerten oder den übrigen Vermögensgegenständen Bonitäts- oder Werthaltigkeitsrisiken auftreten, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Dem drohenden Fachkräftemangel begegnen wir durch ein intensives Ausbildungswesen und der Förderung von Weiterbildungen z.B. Fahrerschulungen im eigenem Haus. Risiken erwachsen aus der hohen Konjunkturabhängigkeit sowie schwankenden Rohstoffpreisen. Diesen Risiken wird mittels Marktbeobachtungen und einem Ausweiten des Leistungsspektrums begegnet. Risiken bestehen weiterhin durch den starken Wettbewerb, die hohe Verkehrsdichte, den nach wie vor angespannten Arbeitsmarkt sowie in kurzfristig weiter steigenden Entsorgungskosten, die hohe Inflationsrate und die außergewöhnlich hohen Preissteigerungen bei den Rohstoffen. Durch den Krieg in der Ukraine werden weitere Kostensteigerungen in allen Bereichen erwartet und laufend überwacht. Direkte Geschäftsbeziehungen bestanden weder nach Russland noch in die Ukraine. Ziel des Risikomanagements ist es, drohende Risiken zu erkennen, eine Eintrittswahrscheinlichkeit zu bestimmen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Es hat dazu beigetragen, die Gesamtrisiken in der CTW GmbH effizient zu steuern. Bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine bestandsgefährdenden Risiken oder Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage unserer Gesellschaft haben könnten, erkennbar. V. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres ist am 15. Juli 2023 ein Brand in der Abfallhalle am Hauptsitz in Melle-Gesmold ausgebrochen. Durch Brand- und Löschwasserschaden sind das Verwaltungsgebäude und die Abfallhalle betroffen, welche seitdem nur eingeschränkt nutzbar sind, jedoch konnte der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Durch einen ausreichenden Versicherungsschutz erkennt die Geschäftsführung aus diesem Ereignis keine wesentlichen Risiken. Die Auswirkungen aus die Vermögens- Finanz- und Ertragslage bleiben abzuwarten. Der im Geschäftsjahr 2023 andauernde Krieg in der Ukraine hat keine unmittelbaren Einflüsse auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft, da keine Geschäftsbeziehungen in die Ukraine oder nach Russland unterhalten werden. Jedoch wird das Geschäftsergebnis durch anhaltende Preissteigerungen, insbesondere auf dem Energiemarkt, beeinträchtigt.
Melle, den 21. September 2023 Containertransporte Wesseler GmbH Geschäftsführung gez. Sebastian Wesseler gez. Daniel Leifeld BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022CONTAINERTRANSPORTE WESSELER GMBH, MELLEAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Anhang 2022Containertransporte Wesseler GmbH, MelleA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Containertransporte Wesseler GmbH mit Sitz in Melle ist im Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück unter HRA 576 eingetragen. Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel). Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt (§ 275 Abs. 2 HGB). Das Gliederungsschema der Bilanz gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB wurde um den Posten "B. Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen" erweitert. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften für den Anhang gemäß § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB werden grundsätzlich in Anspruch genommen. Auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Im Gegensatz zum Vorjahr wird der Zinsaufwand aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 14 von langfristigen Rückstellungen im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr sind diese in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 11 enthalten. Das Vorjahr wurde nicht angepasst. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Gegenüber dem Vorjahr sind keine Änderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen worden. Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte sind durch zwei Unternehmenskäufe im Geschäftsjahr 2021 entstanden. Hinsichtlich des ersten Unternehmenskaufs wird eine Nutzungsdauer von fünf Jahren angenommen, da dieser Zeitraum nach Art und Dauer der Verwertbarkeit dem Nutzen des erworbenen Unternehmens entspricht. Bei dem zweiten Unternehmenskauf wird mangels einer verlässlichen Schätzung eine Nutzungsdauer von 10 Jahren im Sinne des § 255 Absatz 3 Sätze 3 und 4 HGB zugrunde gelegt. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Bewegliche Anlagengegenstände werden seit 2010 ausschließlich linear abgeschrieben. Vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte bewegliche Anlagengegenstände werden linear oder soweit steuerlich zulässig auch degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald dies zu höheren Jahresabschreibungen führt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagengüter bis zu einem Anschaffungspreis von EUR 250 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungspreis über EUR 250 bis EUR 800 werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Zur Einhaltung des Niederstwertprinzips sind bei den Waren Abwertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit bzw. wegen verlustfreier Bewertung vorgenommen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert; das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwendungen der Folgeperioden darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten, da dieser vor dem Jahr der Umstellung auf die Vorschriften des BilMoG gebildet wurde. Die Bildung des Sonderpostens erfolgte gemäß den Vorschriften der §§ 273 und 281 HGB a.F. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der Abschreibung der bezuschussten Anlagegüter. Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Laufzeit mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für temporär abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz sind keine latenten Steuern angesetzt, da ein Überhang an aktiven Unterschiedsbeträgen besteht. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagenspiegel der Containertransporte Wesseler GmbH (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen keine Restlaufzeit über einem Jahr auf. 3. Forderungen gegenüber Gesellschafter Der Posten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 232,2 (Vorjahr TEUR 348,9). 4. Bilanzgewinn und Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 68,3 ab. Gemäß §13 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages sind 50% zur Ausschüttung an die Gesellschafter bestimmt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Aus Gründen der Klarheit und Vereinfachung wurden unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahr auch die Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften ausgewiesen, obwohl es sich bei diesen Gesellschaften nicht um Kreditinstitute handelt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.534,7 sind durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen und Globalzession besichert. D. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei sämtlichen Verträgen ist der jährlich auf einem Vertrag beruhende Verpflichtungsbetrag angegeben worden.
Die Verträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen bzw. haben eine maximale Restlaufzeit von zwei Jahren (Leasingverträge). 2. Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
3. Nachtragsbericht Für Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 wird auf den Lagebericht (Abschnitt V) verwiesen. 4. Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung durch den Geschäftsführer: Herr Sebastian Wesseler, Bürokaufmann, Melle. Herr Daniel Leifeld; Versorgungstechniker, Melle (ab 1. September 2023)
Melle, den 21. September 2023 Containertransporte Wesseler GmbH gez. Sebastian Wesseler gez. Daniel Leifeld
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Containertransporte Wesseler GmbH, Melle Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Containertransporte Wesseler GmbH, Melle, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Containertransporte Wesseler GmbH, Melle, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."
Osnabrück, den 13. Oktober 2023 Dr.
Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
gez. Esmann gez. Rüping Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 06.12.2023 festgestellt. |
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