Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 7370
Vorher
Micromata Objects GmbH
Eingetragen
28.8.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Erstellung individueller Software, Dienstleistung für Hard- und Software, Beratung und Projektabwicklung, Handel mit EDV- und Kommunikationstechnik, Personalüberlassung, Handel mit individuell erstellter Software und Vergabe von Lizenzen für entsprechende Soiftware.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Podlich
seit 31.7.2017
Geschäftsführer
Elisabeth Thurner
seit 31.7.2017
Prokura
Kai Reinhard
seit 20.1.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

75.00% identifiziert25.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
60.00%
15.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kai Reinhard Beteiligungs GmbH
Germany
15.000 €
60.00%
Kai Reinhard Consulting GmbH & Co. KG
Germany
6.250 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Micromata GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht

Grundlage des Unternehmens / Unternehmensvorstellung:

Geschäftsmodell, Geschäftstätigkeit, Ziele und Strategien, Wirtschaftliche und kulturelle Erfolgsgeschichte

Innovation, Motor für den Fortschritt

Alle sprechen von Innovation. Wir leben sie. Und das jeden Tag. Sie steckt in dem, was wir tun, wie wir denken, wofür wir einstehen. Dabei geht es uns um eine Innovation auf Augenhöhe, Seite an Seite mit unseren Kunden, Mitarbeitenden und Partnern. Darum folgen wir dem Anspruch, eine Digitalisierung zu gestalten, die möglichst viele Menschen mitnimmt - ob beruflich oder privat, persönlich oder als Gemeinschaft. Wir wollen sie mit unserer Software bereichern und die Welt damit verbessern. Tag für Tag. Stück für Stück.

Wie wir dieses übergeordnete Ziel im Geschäftsjahr 2022/2023 erreicht haben, erzählen wir im Kapitel Chancen und Risiken.

Unsere Motivation

Das muss Liebe sein. Micromata überzeugt seit über 25 Jahren mit intelligenten und zukunftsweisenden Lösungen. 1997 von einer kleinen Gruppe Kasseler Studenten mit großem Pioniergeist und kleinem Geldbeutel gegründet, ist das Unternehmen heute ein 170 Köpfe starkes Unternehmen mit großem Renommée und weltweit führenden Kunden aus allen relevanten Branchen.

Was bisher geschah. Wer die Geschichte der Digitalisierung kennt, weiß, dass sie kein Spaziergang war: Vom Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 über die weltweite Finanzkrise acht Jahre später bis hin zur Corona-Pandemie Anfang der 2020er und die dann folgende weltweite Inflation. Micromata hat sich dem jedes Mal aufs Neue gestellt. Mit Mut, Zuversicht und Innovationsbereitschaft. Und ist jedes Mal gestärkt daraus hervorgegangen - so auch im Geschäftsjahr 2022/2023.

Was heute ist. Auch heute ist die Marktsituation nicht einfach: Die Konkurrenz wächst, der Preisdruck steigt, es wird deutlich härter um Marktanteile und Kunden gerungen. Sich in diesem Umfeld durchzusetzen und gleichzeitig die eigene Identität als Unternehmen zu bewahren, ist unsere jüngste Herausforderung. Mehr dazu in Kapitel Chancen und Risiken.

Die magische Zutat. Werden wir gefragt, was die wichtigsten Zutaten in unserem langjährigen Erfolgsrezept sind, können wir diese an drei Fingern abzählen:

1. unsere technische Expertise,

2. unser Kundenfokus,

3. unsere menschliche Kultur.

1. Technische Expertise bedeutet für uns, dass wir uns stets am Puls des technischen Fortschritts bewegen. Dass wir der Digitalisierung nicht hinterherlaufen, sondern sie entscheidend mitgestalten. Dabei leitet uns zum einen der digitale Erfolg unserer Kunden, für den wir jeden Tag vollen Einsatz zeigen. Zum anderen haben wir eine Vision. Nämlich davon, dass die Digitalisierung unser aller Leben zum Besseren verändern kann. Klingt ambitioniert? Ist es auch!

2. Die Digitalisierung verläuft dynamisch. Neben vielversprechenden neuen Chancen hält sie für unsere Kunden auch großen Veränderungsdruck bereit: ein hohes Entwicklungstempo, disruptive Technologien und volatile Märkte auf der einen Seite, gewachsene Strukturen, Abläufe und Gewohnheiten auf der anderen. In diesem Spannungsfeld verstehen wir uns als Digitalisierungspartner, als Innovationsbotschafter, Innovationstreiber und Innovationsvermittler. Gemeinsam mit unseren Kunden stellen wir Unternehmen für das digitale Zeitalter auf, entwickeln smarte neue Ideen, entfesseln Marktpotenziale, schaffen digitale Zukunftsperspektiven.

Dabei stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt. Wir verstehen seine Branche, analysieren Bedarfe, sondieren Technologien und nehmen die Bedürfnisse der Nutzenden in den Fokus. Denn das Ziel ist eine Lösung, die nicht nur allen Anforderungen gerecht wird, sondern maximale Wertschöpfung erreicht: durch großes fachliches Verständnis, tiefes technisches Know-how und spürbare Innovationsfreude.

Das setzt voraus, dass auch wir eine permanente Innovationsbereitschaft leben - von der Entwicklung eigener Ideen über die schnelle Adaption und Integration neuer Technologien bis hin zu Kaizen, also einer permanenten Lernbereitschaft in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Darum arbeiten wir agil, vernetzen uns interdisziplinär und über Projektgrenzen hinweg mit unseren internen Expert:innen wie auch mit externen Fachleuten. So bleiben wir permanent am Puls der technischen Entwicklung und steigern durch unsere eigene Innovationskraft auch die Wertschöpfung unserer Kunden.

3. Es geht uns um Menschen. Für uns sind sie die magische Zutat in unserem Erfolgsrezept. Denn weder die Digitalisierung noch ihr wirtschaftlicher Erfolg geschehen von allein. Sie werden von uns Menschen gemacht - und sollten für uns Menschen gemacht sein! Darum stellen wir den Mensch in den Mittelpunkt:

• den Kunden mit seinen spezifischen Wünschen und Anforderungen,

• die Mitarbeitenden, die für uns mehr sind als nur Ressourcen,

• die Gesellschaft, deren konstruktiver Teil wir sein wollen.

Und wir schaffen ein Umfeld, in dem Kreativität, Leidenschaft und Exzellenz optimal gedeihen können. Indem wir alles abschaffen, das dem im Wege stehen könnte: Hierarchien, Statusdenken, Grenzen. Und alles fördern, was uns Flügel wachsen lässt: Teamgeist, Know-how-Transfer, Wertschätzung, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Unser Leistungsspektrum:

Alles aus einer Hand. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Software. Von A wie Anforderungsanalyse bis Z wie Zukunftsfähigkeit. Denn als Digitalisierungspartner vertreten wir den Anspruch, dass unsere Kunden maximal von unseren Lösungen profitieren. Und sorgen dafür, dass unsere Software wie angegossen sitzt und hohen Qualitätsansprüchen gerecht wird.

Damit das gelingt, bieten wir unseren Auftraggebern den vollen Service - über den kompletten Lifecycle seiner digitalen Produkte hinweg: unseren Circle of 10.

Circle of 10

IT-Beratung und Potenzialanalysen

Gemeinsam ins digitale Morgen. Viele Wege führen in die digitale Zukunft. Doch welcher ist der richtige? Nicht immer leicht zu entscheiden! Hier sind wir Pfadfinder und bieten unseren Kunden Orientierung in einem teils unübersichtlichen Digitalmarkt, navigieren sie durch die Vielzahl möglicher Lösungen und begleiten sie auf der faszinierenden Reise durch die virtuell vernetzte Wirklichkeit. Das umfasst:

• Beratung zu IT-Architektur und Technologien

• Ideation und Vision Workshops

• Anforderungsmanagement

• Erstellung von Business Cases

• Nutzungsanalysen

• Entscheidungsvorlagen

• Proofs of Concept

• Prototyping

UI/UX Design

Too good to fail. Eine Software ist nur so erfolgreich wie sie ihre Nutzenden glücklich macht. Und genau das ist unser Anliegen. Mit einem überzeugenden UI/UX Design, das die Anforderungen der verschiedenen Zielgruppen genau kennt, ihre Bedürfnisse ernstnimmt und ihre Wünsche erfüllt. Folgende Tools und Methoden helfen uns dabei:

• Bedarfs- und Prozessanalysen

• Wireframes und Prototyping

• Usability- und Akzeptanztests

• Workshops zu Vision und MVP * -Definition

• A/B-Tests

MVP * = Minimal Viable Product

Auch hier zeigt sich: Erfolgreiche Software stellt den Mensch in den Mittelpunkt.

Barrierefreiheit

Digitale Welt ohne Hindernisse. 2025 tritt in Europa das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Es wird die Inklusion von Menschen stärken, die körperlich oder kognitiv eingeschränkt sind. Ein wichtiger und notwendiger Schritt, finden wir. Denn Ziel des Gesetzes ist es, unterschiedslos allen Menschen die Teilhabe an der Digitalisierung zu ermöglichen - egal, welche Voraussetzungen sie persönlich mitbringen. Das beginnt bei der Bedienbarkeit von Hardware und führt über leicht verständliche Sprache und Nutzungsoberflächen bis hin zu Kompatibilität mit Screenreadern und anderen Hilfsmitteln. Dieses Ziel setzen wir schon jetzt gemeinsam mit unseren Kunden um. Dazu gehört es

• bestehende Anwendungen zu überprüfen,

• neue Anwendung von Anfang an barrierefrei umzusetzen,

• zu Anforderungen und Standards der Barrierefreiheit zu beraten (BIK, BITV, WCAG),

• das Thema in Schulungen und Workshops zu vermitteln.

Für eine digitale Transformation im Dienste aller Menschen, unabhängig von ihren physischen oder psychischen Eigenschaften.

In der Umsetzung in unseren Projekten erweist sich hier ein interdisziplinärer Ansatz als besonders sinnvoll, weil wir Barrierefreiheit so ganzheitlich denken und in allen Aspekten umfassend umsetzen können. Sie ist also die Aufgabe von uns allen - von der Softwareentwicklung über das UX Design bis hin zu Marketing & Kommunikation. KI hilft uns überdies dabei, barrierefreie Komponenten kosteneffizient zu generieren.

Softwareentwicklung + DevOps

Von der passenden Programmiersprache über die richtigen Tools und Frameworks bis hin zu Datenbanktechnologien: Durch die Wahl der Zutaten bestimmen wir den genetischen Code unserer Software selbst. Doch eine passgenaue Software ist mehr als die Summe ihrer Teile. Damit das Ergebnis richtig gut wird, kommt es auch darauf an, welche Maßstäbe wir an den Entwicklungsprozess und die Zusammenarbeit in unseren Projekten anlegen. Aus diesem Grund praktizieren wir DevOps, also die enge Kooperation von Entwicklung und Operations.

Dazu verteilen wir die Gesamtverantwortung für unsere Software auf interdisziplinäre Teams aus Front- und Backendentwicklern, Systemadministratoren, Security-Spezialisten und UX Designern. Eine CI/CD Pipeline sorgt überdies dafür, dass wir alle Softwarebestandteile schnell implementieren, testen und ausliefern können. Mit unmittelbar positiven Folgen für die Wertschöpfung:

• Kurze Time to Market,

• minimale Reibungsverluste,

• hohe Systemstabilität.

Projekt- und Qualitätsmanagement

Wir meistern Projekte. Das bedeutet, dass wir auch im Projektmanagement nicht nach Schema F vorgehen, sondern unsere Methoden meisterlich an dem ausrichten, was das jeweilige Projekt tatsächlich braucht. Das kann mal Scrum sein, mal klassische Vorgehensweisen, mal auch Mischformen. Das hängt ganz von Komplexität, Rahmen und Phase eines Projektes ab. Wir sind stolz, von uns sagen zu können: Wir fühlen uns in allen PM-Konzepten zuhause und können sie so bedarfsgerecht anwenden wie jede andere unserer Kernkompetenzen. So meisterlich sogar, dass unser Projektmanagement zunehmend auch als einzelne Leistung gebucht wird.

Aus Erfahrung wissen wir aber auch: Je komplexer ein Projekt, desto schneller kommen klassische Top-down-Strukturen und starre Projektpläne an ihre Grenzen. Agile Methoden wie etwa Scrum sind demgegenüber deutlich praktikabler, weil sie keinem festgefügten Plan folgen müssen, sondern sich den Erfordernissen beweglich anpassen können. Das ist entscheidend, wenn zu Beginn eines komplexen Projektes nicht alle Faktoren sichtbar sind oder sich die Anforderungen im Laufe der Projektlaufzeit verändern, weil sich etwa die Marktlage oder die Nutzerlandschaft anders entwickelt als ursprünglich gedacht.

Doch welche Methode auch immer zum Einsatz kommt: Wir steuern unsere Projekte stets on time, on scope, on budget ins Ziel - vom ersten Brainstorming über das Go-live bis hin zu Hosting, Wartung und Support.

Change Management + Digitalisierung

Be the change. Die Digitalisierung geht für Unternehmen mit einem erhöhten Veränderungstempo einher. Die Einführung neuer Software ist dabei immer auch ein Eingriff in gewohnte Abläufe und übt maßgeblichen Einfluss auf Arbeitsweise und Arbeitskultur aus.

Zudem ist Software eine Investition in die Zukunft, die möglichst schnell wertschöpfend sein soll. Was wir also brauchen, ist ein Change Management, das all diese Faktoren adressiert und in Einklang bringt. Dabei gilt wie so oft: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Seit bald 30 Jahren generieren wir dafür gute Ideen in Sachen Projektkommunikation, die sowohl unsere direkten Kunden als auch die einzelnen Anwender:innen überzeugt und mitnimmt.

IT Security + Cloud Defense

Wir können Sicherheit. Die Security von IT-Systemen ist eine unserer Kernaufgaben. Denn mit der zunehmenden Digitalisierung nimmt auch die Cyberkriminalität zu - im Geschäftsjahr 2022/2023 noch zusätzlich befeuert durch eine angespannte politische Weltlage. So werden Konflikte immer häufiger auch mit digitalen Mitteln ausgetragen: Sei es die Verbreitung von Falschinformationen, das Ausspähen vertraulicher und missionskritischer Daten oder Angriffe auf IT-Systeme von Unternehmen oder auf kritische Infrastrukturen.

Die Themen IT Security und Cloud Defence haben deshalb auch für uns weiter an Relevanz gewonnen. Wie begegnen wir also der steigenden Bedrohung? Mit einem ganzheitlichen Sicherheits- und Verteidigungskonzept, das sich wie ein roter Faden durch alle unsere Software-Projekte zieht. Das umfasst

• einen robusten Code und gehärtete Infrastrukturen,

• eine sichere Netzwerkumgebung,

• ein professionelles Pentesting,

• ein verlässliches und schnelles Incident Management,

• tragfähige Desaster-Recovery-Konzepte,

• ein fortwährendes Monitoring der digitalen Sicherheitslage,

• die Einhaltung internationaler Datenschutzstandards.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir unsere IT-Security-Kompetenz noch stärker in den einzelnen Projekten verankert, um sicherzustellen, dass sie in der DNA jedes Projektes fest verankert ist.

Unsere Mitgliedschaft im Open Web Application Security Project (OWASP) sorgt überdies dafür, dass wir in Sachen IT Security auf dem neuesten Stand bleiben. Ebenso wie unser Engagement für das IT Security Meetup Kassel, durch das wir im permanenten Austausch mit anderen IT-Security-Experten bleiben.

Diese ganzheitliche Strategie hat uns im Geschäftsjahr 2022/23 wiederholt eine TISAX®-Zertifizierung eingebracht, deren Prinzipien vom Verband der Automobilindustrie (VDA) festgelegt werden und auf der Industrie-Norm ISO/IEC 27001 basieren.

Support + Maintenance

In den besten Händen. Wir lieben unsere Software. Und geben die Verantwortung dafür nicht einfach mit dem Go-live an den Kunden ab. Vielfach übernehmen wir auf dessen Wunsch die Patenschaft für alle weiteren Etappen ihres Lebenszyklus:

• 1st-, 2nd- und 3rd-Level-Support

• Rufbereitschaft (bis 24/7)

• IT Security Fixes

• Releases, Updates, Weiterentwicklung

Denn Software ist eine Investition in die Zukunft. Als ganzheitlicher Digitalisierungspartner sorgen wir dafür, dass sie dieses Versprechen im echten Anwendungsbetrieb erfüllt und mit aktuellen und künftigen Aufgaben Schritt hält.

Operations + Cloud Management

In der Cloud zuhause. Unsere Software läuft heute fast ausnahmslos in der Cloud. Die drei zentralen Vorteile liegen auf der Hand:

Agilität: Ressourcen je nach Bedarf zu- und abschalten zu können, verschafft unseren Kunden maximale Flexibilität, um agil auf die akute Marktsituation zu reagieren. Sei es, um Hauptlastzeiten abzufedern oder neue Teilsysteme auszurollen: Die Cloud ermöglicht es, Hosting und Betrieb synchron an einem dynamischen Bedarf auszurichten.

Ressourceneffizienz: Ungenutzte Kapazitäten? Gibt es nicht in der Cloud. Unsere Kunden zahlen hier nur für die Ressourcen, die sie auch tatsächlich in Anspruch nehmen. Brachliegende Server oder eine zu knappe Infrastruktur? Das war gestern.

Zukunftsfähigkeit: Eine Software ist nur so zukunftsfähig wie sie skalierbar ist. Die Cloud sorgt für maximale Elastizität im Sinne sich ändernder Anforderungen. Neue Features und Funktionen können beliebig und ohne Downtime integriert werden (CI/CD).

Wir bei Micromata betreiben Software darum am liebsten in der Cloud. Und machen Legacy-Software fit für virtuelle Infrastrukturen. Je nachdem, was der Kunde braucht, sind wir also Cloud-Architekten oder Cloud-Umzugshelfer. Dabei fühlen wir uns bei allen marktrelevanten Cloud-Anbietern zuhause - von Amazon AWS über Microsoft Azure bis hin zu Google Cloud.

Künstliche Intelligenz + Data Science

Das ist ja schlau. Als KI in diesem Geschäftsjahr zum digitalen Thema Nummer Eins wurde, war sie für Micromata längst kein Neuland mehr. Schon seit vielen Jahren befassen wir uns mit Data Science und Künstlicher Intelligenz - also damit, wie wir Daten für den technologischen Fortschritt unserer Kunden sinnvoll nutzen können. Von der Mustererkennung über Predictive Maintenance bis hin zur KPI-Analyse sind KI-Verfahren bei uns schon seit vielen Jahre im Einsatz - sei es im Bereich Forschung & Entwicklung oder in laufenden Kundenprojekten.

Diese langjährige Erfahrung mit KI macht uns heute zum idealen Partner für Unternehmen, die sich mithilfe von Künstlicher Intelligenz für eine nachhaltige, wertschöpfende digitale Zukunft aufstellen wollen. Dabei unterscheiden wir zwischen den drei wesentlichen Arten von KI:

Generative KI: Generative KI ist vielseitig und erschafft neue Inhalte in Bild und natürlicher Sprache. Für unsere Kunden ist sie zum Beispiel in der Chatbot-Programmierung relevant. Dort setzen wir sie ein, um den Kundenservice zu automatisieren und die Beratungsqualität und Kundenerfahrung auf ein neues Level zu heben.

Analytische KI: Wir nutzen analytische KI beispielsweise für IoT-Projekte im Smart-Factory-Umfeld. Dabei bündeln wir leistungsstarke KI-Algorithmen zu intelligenter Software, um beispielsweise Anomalien in der Infrastruktur oder im Produktionsprozess zu erkennen. So tragen wir dazu bei, Ressourcen und Abläufe in Smart Factories messbar zu verbessern.

Kognitive KI: Kognitive KI zielt darauf ab, menschliche Denk- und Wahrnehmungsfähigkeiten nachzuahmen und zu nutzen. Sie ist darauf ausgerichtet, Aufgaben zu bewältigen, die sonst menschliche Intelligenz erfordern. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel Natural Language Processing, Gesichts- oder Objekterkennung, Neuronale Netze sowie Diagnostik und Früherkennung.

Und natürlich nutzen wir KI auch intern. Mit enormen Effekten auf unsere Produktivität und Innovationskraft. Wie sich das auch auf unsere Kunden auswirkt, dazu mehr im Kapitel Chancen und Risiken.

Wirtschaftsbericht

Die deutsche Wirtschaft ist 2023 leicht geschrumpft. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sank das Bruttoinlandsprodukt im Jahresschnitt um 0,3 %. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Inflation und steigende Zinsen haben die inländische Wirtschaftsleistung im Berichtszeitraum beeinträchtigt. Die exportorientierten Wirtschaftseinheiten und die Baubranche brachten kaum Wachstumsimpulse. In der Digitalbranche liefen die Geschäfte 2022/2023 deutlich besser als in der Gesamtwirtschaft. Der große Bedarf an Digitalisierungslösungen auf Nachfrageseite trifft auf der Angebotsseite auf eine dynamische Branche, die sich durch die Möglichkeiten von KI neue Geschäftsfelder erschließt.

Dementsprechend ist das Marktvolumen des ITK-Markts Deutschland (Bereich Software) im Jahr 2023 mit 42,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr (37,9 Mrd. Euro) um 12,1 % gestiegen. Für das laufende und kommende Jahr wird ein Wachstum des Marktvolumens um etwa 9,8 % erwartet. Das Segment Software ist nach wie vor der am stärksten wachsende Bereich im deutschen ITK-Markt. (Quelle: Bitkom, IDC Juni 2024).

Ertragslage Micromata GmbH

Der Umsatz der Micromata GmbH stieg im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr um 7,1 % und erreichte 18,0 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Veränderung der zum Bilanzstichtag nicht abgerechneten aber bereits erbrachten Leistungen, die in den Bestandserhöhungen ausgewiesen werden, ist die Gesamtleistung um 1,3 Millionen Euro (7,7 %) angestiegen. Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen war im Geschäftsjahr 2022/2023 ungebrochen hoch. Die Umsatzsteigerung konnte sowohl durch Bestands- als auch durch Neukundengeschäft erzielt werden.

Die Personalaufwendungen haben mit 12,2 Millionen Euro einen beträchtlichen Anteil an den Gesamt-Aufwendungen (plus 4,0 % gegenüber dem Vorjahr). Im Berichtsjahr konnten eine Gewinnbeteiligung, Inflationsausgleichsprämie sowie weitere Sonderzahlungen an die Mitarbeitenden gezahlt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 126,7 TEuro verringert. Wesentlich sind die Rückgänge der Aufwendungen für Instandhaltungen sowie der Werbekosten. Demgegenüber sind die Vertriebsaufwendungen sowie die Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen angestiegen.

Der Jahresüberschuss beträgt 2.069,5 TEUR und ist im Vergleich zum Vorjahr um 447,5 TEUR gestiegen.

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren sind neben den Erfolgskennziffern EBIT und Personalaufwandsquote, die Eigenkapitalquote und der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Qualität unserer Dienstleistung und die an anderer Stelle beschriebenen Grundlagen der Arbeits- und Unternehmenskultur.

Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche (Bereich Software & IT-Services) ist erneut gewachsen: Ende 2023 waren es 1.150.000 (zum Vergleich im Vorjahr: 1.116.300). Für das Jahr 2024 wird wiederum mit einem Anstieg von 3% gerechnet. (Quelle: Bitkom, BA, BNetzA, StBA, Januar 2024) Auch die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden bei Micromata stieg, nämlich um zwei Mitarbeitende auf 160 Mitarbeitende.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich mit 8.300,2 TEuro im Vergleich zum Vorjahr (7.778,2 TEuro) um 6,7 % erhöht.

Auf der Aktivseite sind insbesondere die Vorräte, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel angestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie liquide Mittel haben mit insgesamt 55,0 % den wesentlichen Anteil an den Aktiva.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 919,5 TEuro angestiegen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Infolge des überproportional gestiegenen Eigenkapitals liegt die Eigenkapitalquote bei 61,0 %. Im Vorjahr lag die Eigenkapitalquote bei 53,2 %. Zu beachten ist, dass die Bilanzsumme, als Bemessungsgrundlage der Kennzahl, angestiegen ist. Neben dem Eigenkapital sind die Rückstellungen mit 31,5 % ein wesentlicher Passivposten.

Die Kapitalstruktur von Micromata erlaubte im Berichtszeitraum eine flexible und kurzfristige Reaktion auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag verfügt die Micromata GmbH über liquide Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro (im Vorjahr waren es 1,4 Millionen Euro). Es war im Geschäftsjahr 2022/2023 stets möglich, die anfallenden Ausgaben aus dem operativen Mittelzufluss zu finanzieren. Die Aufnahme von fremden Finanzierungsmitteln war nicht erforderlich. Ein engmaschiges Monitoring der wichtigsten Kennzahlen war nicht zuletzt darauf ausgerichtet, mögliche Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen, um gegensteuern zu können. Mit einem einfachen Cashflow von 2.411 TEuro war es möglich, die Ausgaben aus laufender Geschäftstätigkeit, für Investitionen sowie die Finanzierung zu decken. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 1.618 TEuro und deckt die Ausgaben für Investitionen in Höhe von -301 TEuro. Trotz des zusätzlich anfallenden Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von -1.150 TEuro erhöht sich der Liquiditätsbestand zum 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahr um 167 TEuro und beträgt zum Bilanzstichtag somit 1.535 TEuro.

Die Geschäftsleitung und die Gesellschafter sehen sowohl den auf 18,0 Millionen Euro gestiegenen Umsatz als auch das Jahresergebnis von 2,1 Millionen Euro als sehr zufriedenstellend an.

Chancen und Risiken des Unternehmens

Wie bereits angeklungen, hat sich die Marktsituation im Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich verändert. So konnten wir neben dem chronisch ungelösten Fachkräftemangel einen erhöhten Kostendruck bei unseren Kunden beobachten und damit einhergehend einen zunehmend härteren Preiskampf. Hinzu kommt mit KI seit 2022 eine Technologie, die vielfach von unseren Kunden als disruptiv erlebt wird.

Nach wie vor beobachten wir geopolitische Veränderungen, die unter anderem gestörte Lieferketten, Unwägbarkeiten und Risiken in der Beschaffung in energieintensiven Industrien sowie Sanktionen oder andere Marktbeschränkungen nach sich ziehen. Wir bemerken, wie sich diese Ereignisse in erheblichem Umfang auf die Geschäftsmodelle unserer Kunden auswirken. Diese Risiken auf Kundenseite haben das Potenzial, auch unser Geschäft mittelbar zu beeinflussen.

Für uns geht es also darum, die inhärenten Risiken dieser Entwicklung in Potenziale zu verwandeln und sie als transformative Kraft für uns und unsere Kunden umzunutzen. Es folgt ein kurzer Durchstich, wie wir uns dafür aufstellen.

Machen ist Gold

Wir probieren Dinge aus. Das liegt in unserer Natur. Schon seit unserer Gründung 1997 erkunden wir Methoden und Technologien am liebsten in der Praxis. Durch ständiges Experimentieren, Tüfteln und Testen haben wir uns zu dem entwickelt, was wie heute sind: ein Digitalisierungspartner durch und durch, dessen Wissen und Können in einer profunden Erfahrung wurzelt.

Diese tiefgreifende Know-how verstärkt sich noch zusätzlich durch den Umstand, dass wir interdisziplinär und cross-funktional zusammenarbeiten und über Projektgrenzen hinweg in permanentem Austausch stehen. Dabei helfen uns Formate wie Workshops, Tech Lunches und vieles mehr.

Branchenvielfalt

Unsere Auftraggeber sind in ganz unterschiedlichen Branchen zuhause - darunter Logistik, Automotive, Medical Care, Energie und Rohstoffgewinnung. Zu unserem Stammkunden zählen namentlich die DAX-40-Unternehmen Volkswagen, Porsche, Merck und DHL sowie die Global Player K+S, SEFE, GASCADE und B. Braun Melsungen.

Dass wir so breit aufgestellt sind, hat sich schon in der Vergangenheit als großes Plus erwiesen, wenn es beispielsweise darum ging, marktbedingte Turbulenzen in der Auftragslage auszugleichen.

Die Vielfalt der Branchen ist aber auch inhaltlich ein großer Gewinn, weil wir Synergieeffekte erzeugen können, die in einem monokulturellen Umfeld so nicht möglich wären. Anders gesagt: Best Practices aus einem Logistik-Projekt können auch für ein Automotive-Projekt mehrwertstiftend genutzt werden. So steigern wir den Innovationsgrad unserer Arbeit und die Wertschöpfung beim Kunden.

Paradigmenwechsel KI

Seit 2022 setzen wir Künstliche Intelligenz hinweg verstärkt auch intern ein, über alle Teams und Themenfelder hinweg. So haben wir uns zum Ziel gesetzt, mindestens 10 % unserer Arbeitszeit auf KI zu verwenden - und zwar in jedem unserer Geschäftsbereiche.

Schon jetzt zeigt sich, wie viel schneller und effizienter wir dadurch geworden sind. Und welche Synergieeffekte wir durch die cross-funktionale Nutzung verschiedener KI-Tools und -Methoden erzielen können.

Sehr zum Vorteil unserer Kunden, die sich vermehrt von uns zu möglichen Business Cases mit KI beraten lassen, weil sich auch dort die digitalen Ziele und Budgets seit 2022 mehr und mehr in Richtung Künstliche Intelligenz verschieben. Da ist es von großem Mehrwert, dass KI bei und in allen Bereichen gelebte Praxis ist, Synergieeffekte und innovative Ideen inklusive.

Nearshoring

Auf Wunsch unserer Kunden bieten wir auch Nearshoring an. Das kann von Fall zu Fall geboten sein - etwa, wenn unsere eigene Personaldecke zu dünn oder der Kostenrahmen sehr eng gesteckt ist. Gleichwohl tragen wir Sorge, dass unsere spezifische Arbeitskultur, die von großem Teamgeist und integrativem Miteinander geprägt ist, dadurch nicht unterhöhlt oder verwässert wird. Darum sind auch die Nearshoring-Partner, mit denen wir seit 2022/2023 zusammenarbeiten, handverlesen. So stellen wir sicher, dass auch sie kulturell zu unseren Werten passen.

Micromata 5.0

Be an inspiration. Menschen brauchen Inspiration und Raum, um zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Umso mehr davon, wenn es darum geht, sich in einem Umfeld zu beweisen, das ebenso volatil wie unversöhnlich ist. Diogenes mag in seiner Tonne von Geistesblitzen getroffen worden sein, wir nehmen das lieber selbst in die Hand. Darum bewirtschaften wir unsere Innovationskraft, indem wir ihr einen Nährboden bereiten, auf dem unsere Ideen zu großartigen und zukunftsweisenden Anwendungen heranwachsen können.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir dafür einiges verändert. Ziel war es, uns nach Jahren des Wachstums wieder auf unsere ureigenen Stärken zu besinnen und sie für die Zukunft fit zu machen: Innovationsfreude, Teamwork, Begeisterung und Mitgestaltung. Folgende Wegmarken haben wir dafür teils neu aufgestellt, teils wieder zurechtgerückt, teils von Staub befreit:

Powered by talent. Wir glauben an Talente, nicht an Rollen, Positionen und Titel. Darum möchten wir jede und jeden einzelnen von uns nach ihren/seinen Fähigkeiten einsetzen, respektieren und fördern. Und dabei durchlässig und beweglich bleiben, uns gegenseitig unterstützen, Wissen miteinander teilen.

Freedom to perform. Der beste Treibstoff ist immer noch die eigene Begeisterung! Damit sie sich entfaltet und nicht im Keim erstickt wird, brauchen wir Freiheit: Freiheit im Denken, Freiheit im Handeln, die Freiheit, unser Können zu zeigen und auszubauen. Darum meiden wir alles, was diese Freiheit einengt: Bürokratie, Formalismus, Hierarchien und Statusdenken. Und pflegen stattdessen eine Kultur des Hands-on, der Augenhöhe und des Mitmachens: Jede und jeder von uns ist eingeladen, sich mit Ideen und Anregungen einzubringen - ohne Angst, eigene "Kompetenzen zu überschreiten" oder die eigene Komfortzone zu verlassen.

Vertrauen schenken. Vertrauen will verdient sein, sagt eine Redewendung. Und natürlich geben auch wir unser Bestes, um das Vertrauen unserer Kunden und Mitarbeitenden zu verdienen. Gleichwohl wissen wir um die ganz besondere Magie, die Vertrauen dann entfaltet, wenn wir es einander schenken. Dann wird es von einer Währung zu einer Superkraft, die uns Flügel wachsen und über uns selbst hinauswachsen lässt. Wenn wir einander Vertrauen schenken, können wir zaubern!

Verantwortung tragen. Mit Freiheit und Vertrauen geht auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung einher. Und zwar nicht nur für die eigene Arbeit, sondern für den gemeinsamen Erfolg des gesamten Projektes. Denn wir sind keine Einzelkämpfer, sondern ausgeprägte Teamgeister. Heißt, dass wir unser Sichtfeld nicht auf unsere eigenen Aufgaben begrenzen, sondern Sorge tragen, dass wir alle gemeinsam ins Ziel kommen. Indem wir den Blick für alles offenhalten, Wissen miteinander teilen und uns gegenseitig befähigen. Das gilt umso mehr, als dass es klassische Top-down-Strukturen bei uns nicht gibt und uns das Konzept der Schwarmintelligenz deutlich mehr überzeugt.

Interdisziplinäre Teams: Fortschritt entsteht nicht in Tonnen oder in Elfenbeintürmen, sondern in diversen Teams. Nur, wenn wir uns miteinander austauschen, uns gegenseitig inspirieren und fachlich herausfordern, entwickeln wir gute Ideen - und den Ehrgeiz, sie gemeinsam zum Erfolg zu führen.

Synergie! Wenn wir all dies beherzigen und mit Leben füllen, entfesseln wir Synergien, die uns weiter tragen als es klassische Organisationsstrukturen es je könnten. Woher wir das wissen? Wir erleben es Tag für Tag!

Environmental Social Governance

Eine weitere relevante Entwicklung am Markt ist das Thema Environmental Social Governance, auch als Corporate Social Responsibility ein Begriff. Seitdem Verbraucher zunehmend Interesse an fair und ökologisch produzierten Produkten zeigen, werden Gesellschafts- und Umweltfragen von einem Nischenthema zu einem echten Wirtschaftsfaktor. Hinzu kommen politische Bemühungen für mehr Klimaschutz und eine faire Lieferkette, deren Notwendigkeit heute, bei allen Streitigkeiten um das Wann und Wie, von den wenigsten infrage gestellt wird.

Auch die Digitalwirtschaft hat hier Hausaufgaben zu erledigen. Und wir freuen uns, sagen zu können, dass Micromata in den ESC-Rankings der Kunden mit Bestnoten abschneidet. Folgende Stellschrauben spielen dabei eine Rolle:

Gleichberechtigung: Mit 60 % weiblichen Kräften tragen bei Micromata überdurchschnittlich viele Frauen Teamverantwortung. Außerdem sorgen jährliche Entwicklungskonferenzen für eine faire Bezahlung ohne Gender Pay Gap zwischen den Geschlechtern.

Green IT: Auch Software verursacht CO 2. Doch es gibt Mittel und Wege, diesen Ausstoß zu verringern. Sei es durch einen schlanken Programmcode, der keine unnötige Rechenleistung erzeugt, die Virtualisierung von Infrastruktur, die bei richtiger Handhabung deutlich energieeffizienter sein kann als ausgedehnte Serverlandschaften oder die Pflege und Lebensdauer von Hardware.

Energieversorgung: Unsere Dachfläche beherbergt eine Solaranlage. Da diese nicht unseren ganzen Strombedarf decken kann, kaufen wir zusätzlich reinen Ökostrom bei den Städtischen Werken Kassel ein.

Mobilität und Verkehr: Wir unterstützen es, wenn unsere Mitarbeitenden umweltfreundliche Fahrzeuge nutzen.

• Für Fahrten zum Kunden nehmen wir wo immer möglich die Bahn oder ein E-Auto.

• Auf unserem Parkplatz haben wir drei E-Ladesäulen installieren lassen: eine für unseren eigenen Fuhrpark, die anderen beiden für den öffentlichen Gebrauch.

• Fahrradfreunden bieten wir ein E-Bike-Leasing sowie eine sehr gut ausgestattete Radwerkstatt inkl. Workshops zu Pflege und Instandhaltung. Dafür wurden wir vom ADFC als fahrradfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert.

Recycling: Hochwertige Hardware, die wir nicht mehr brauchen, spenden wir entweder an gemeinnützige Projekte oder verkaufen sie an unsere Mitarbeitenden weiter. Kleineres Elektrogerät, das wir sonst entsorgen würden, geben wir auch gern gegen Eingabe in unsere Spendenbox an Mitarbeitende weiter. Nur was wir nicht wiederverwerten können, kommt auf den TÜV-geprüften Kasseler Wertstoffhof, wo es sachgemäß recycelt wird.

Spenden und Sponsoring: Wir halten unseren Erfolg nicht für selbstverständlich. Und wollen ihn mit der Gemeinschaft teilen, in der wir leben. Dabei helfen uns folgende Initiativen:

Spendenbox: In unserer Spendenbox sammeln wir größere und kleinere Geldbeträge, die unsere Mitarbeitenden dort als Dankeschön für Apparel und andere Give-aways hinterlassen. Einmal im Jahr wird sie an ein soziales Projekt unserer Wahl ausgeschüttet.

Spendenverdopplung: Jede Spende, die unsere Mitarbeitenden an ein gemeinnütziges Projekt ihres Herzens spenden, wird von Micromata verdoppelt!

Kultur & Soziales: Wir unterstützen über das Jahr verteilt verschiedene kulturelle und soziale Projekte an unserem Heimatstandort Kassel. Darunter das Tigerenten-Rennen der Sozialen Hilfe e. V., das Kasseler Dokfest, das Festival Musikschutzgebiet und einige mehr.

MINT-Nachwuchs: Als Digitalisierungsprofis fühlen wir uns dem technischen Nachwuchs in besonderer Weise verpflichtet. Um ihn zu fördern, kooperieren wir mit örtlichen Bildungsträgern wie der Universität Kassel, verschiedenen Kasseler Schulen und MINT-Initiativen wie dem Schülerforschungszentrum oder dem Future Space Kassel. Konkrete Projekte sind z. B. der RoboCup, Girls Go Informatics, der Tag der Mathematik oder die Code Week.

Sport-Nachwuchs: Und weil Mannschaftssport ein toller Lehrmeister für die soziale und motorische Entwicklung junger Menschen sein kann, unterstützen wir über das Jahr verteilt immer wieder lokale Sportvereine, in denen sich unsere Mitarbeitenden engagieren.

Prognosen des weiteren Geschäftsverlaufs

Heute ist das neue morgen. Wir blicken optimistisch in die Zukunft. Weil Transformation für uns der Normalzustand ist. Auch im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir wieder gezeigt, dass wir uns den Gegebenheiten nicht nur anpassen, sondern uns synchron zur technischen und gesellschaftlichen Entwicklung immer neu erfinden können.

Digitalisierung mitgestalten. Wir werden weiterhin aktiver Teil der digitalen Transformation bleiben. Wir besetzen Themen, beobachten aktuelle Trends und treiben selbst Innovationen voran. Zudem schätzen wir uns glücklich, die digitalen Dauerbrenner IT Security, Cloud und KI auf höchstem Niveau bedienen zu können und unseren Kunden weiterhin auch hier ein echter Digitalisierungspartner zu ein.

Digitales Marketing. Seit 2023 werden wir dabei verstärkt von einem digitalen Marketing unterstützt, das unsere Leistungen und Kernkompetenzen mit passgenauen und zielgerichteten Maßnahmen flankiert und unsere Reichweite und Sichtbarkeit in Richtung unserer spezifischen Zielgruppen weiter steigern wird.

Recruiting und Arbeitgebermarke. Micromata genießt schon immer einen Ruf als exzellenter Arbeitgeber. Darauf sind wir stolz! Und werden auch künftig alles daransetzen, dass es so bleibt. Dazu gehört auch ein entsprechendes Recruiting: Hier ist uns nicht nur die fachliche, sondern auch die menschliche Passung sehr wichtig. Gut, dass wir mit unserer Arbeitgebermarke gezielt solche Menschen ansprechen, die sich mit unseren Werten identifizieren können. Wir wollen daher auch im Geschäftsjahr 2023/2024 wachsen - nachhaltig und mit Augenmaß, auch was die Zahl der Mitarbeitenden betrifft.

Mehr Produktivität durch KI. Dass der Einsatz von KI auch unsere eigene Produktivität steigert, ist bereits gesagt worden. Dieser Trend wird auch in Zukunft anhalten, so dass wir auch künftig von einer gestiegenen Kosteneffizienz profitieren werden. Das soll sich auch in den finanziellen Leistungsindikatoren zeigen. Wir rechnen mit wachsenden Umsätzen bei steigender Wirtschaftlichkeit.

 

Kassel, den 26. August 2024

gez. Kai Reinhard

gez. Alexander Podlich

Bilanz

Aktiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Anlagevermögen 911.184,00 936.118,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,50 1,50
II. Sachanlagen 911.182,50 936.116,50
B. Umlaufvermögen 7.158.298,05 6.660.985,38
I. Vorräte 1.334.943,55 1.089.342,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.288.026,16 4.203.594,67
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.535.328,34 1.368.048,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 230.719,81 181.117,42
Aktiva 8.300.201,86 7.778.220,80

Passiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.059.291,60 4.139.765,30
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 5.034.291,60 4.114.765,30
B. Rückstellungen 2.615.511,00 2.922.837,03
C. Verbindlichkeiten 625.399,26 715.618,47
Passiva 8.300.201,86 7.778.220,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.11.2022 - 31.10.2023
EUR
1.11.2021 - 31.10.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.213.811,39 17.146.501,76
2. Personalaufwand 12.194.724,70 11.721.469,32
a) Löhne und Gehälter 10.134.602,21 9.982.773,65
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.060.122,49 1.738.695,67
davon für Altersversorgung 84.998,83 18.887,90
3. Abschreibungen 350.679,13 346.377,01
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 341.257,02 346.377,01
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 9.422,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.642.582,43 2.769.304,05
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 11,30
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.176,02 9.258,67
davon aus verbundenen Unternehmen 2.985,59 5.026,51
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.819,01 13.439,10
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 963.655,84 683.179,38
8. Ergebnis nach Steuern 2.069.526,30 1.621.991,57
9. Jahresüberschuss 2.069.526,30 1.621.991,57
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.964.765,30 2.492.773,73
11. Bilanzgewinn 5.034.291,60 4.114.765,30

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Micromata GmbH, Kassel, zum 31. Oktober 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie der Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Micromata GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kassel
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kassel
Register-Nr.: HRB 7370

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vorschriften und Wahlrechte zur Bilanzierung und Bewertung wurden wie folgt angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, die nach der linearen Methode ermittelt werden. Bei Zugängen im Berichtsjahr erfolgte die Abschreibung zeitanteilig ab dem Monat des Zugangs. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden mit den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip und der Grundsatz der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

4. Angaben zur Bilanz

Der Wert der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf 212.306,40 EUR (Vorjahr: 239.471,64 EUR) und ist in den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten.

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 520.431,49 EUR (Vorjahr: 501.242,67 EUR).

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 2.964.765,30 EUR (Vorjahr: 2.492.773,73 EUR) einbezogen.

Im Posten sonstige Rückstellungen ist eine Sonderzahlung sowie eine Gewinntantieme für die Mitarbeiter enthalten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Rückstellungen weitere Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für Gewährleistungen.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 625.399,26 EUR (Vorjahr: 715.618,47 EUR).

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen 287.995,41 EUR (Vorjahr: 391.356,48 EUR). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen 5.670,11 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

5. ANLAGENSPIEGEL zum 31.10.2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.11.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.10.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.650,00 0,00 0,00 0,00 45.650,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 45.650,00 0,00 0,00 0,00 45.650,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 26.000,00 0,00 0,00 0,00 26.000,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.047.192,16 319.775,52 93.047,60 0,00 2.273.920,08
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.073.192,16 319.775,52 93.047,60 0,00 2.299.920,08
Summe 2.118.842,16 319.775,52 93.047,60 0,00 2.345.570,08
Abschreibungen
Stand 01.11.2022
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.10.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.648,50 0,00 0,00 0,00 45.648,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 45.648,50 0,00 0,00 0,00 45.648,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.734,00 1.300,00 0,00 0,00 3.034,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.135.341,66 339.957,02 89.595,10 0,00 1.385.703,58
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.137.075,66 341.257,02 89.595,10 0,00 1.388.737,58
Summe 1.182.724,16 341.257,02 89.595,10 0,00 1.434.386,08
Zuschreibungen Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr
Euro
Stand 31.10.2023
Euro
Stand 31.10.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1,50 1,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1,50 1,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 22.966,00 24.266,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 888.216,50 911.850,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 911.182,50 936.116,50
Summe 0,00 911.184,00 936.118,00

6. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Angestellte 159
Aushilfen 1

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 7 Auszubildende beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag aus Dauerschuldverhältnissen in Höhe von jährlich TEUR 430.

Geschäftsführung

Die Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr waren

Herr Kai Reinhard, Diplom Physiker

Herr Alexander Podlich, Diplom Informatiker

Die Geschäftsführertätigkeit entspricht jeweils dem nach § 285 Nr. 10 HGB ausgeübten Beruf.

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde aufgrund der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Stand bisheriger Kredite 100.989,49
Zuführungen 51.984,89
Rückzahlungen im Berichtsjahr 0,00
Kreditstand per 31.10.2023 152.974,38
Kreditkonditionen
Zinssatz 1%
Sicherheiten keine

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Geschäftsjahr 2022/2023 erzielten Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wurde seit Februar 2022 stark durch den Ukraine-Krieg beeinträchtigt. Auch für das Jahr 2024 werden Restriktionen durch die Folgen dieses Krieges, die Konflikte in Nahost, die hohe Inflation sowie die Energie- und Lieferkettenproblematik erwartet. Die Micromata GmbH ist bislang nicht unmittelbar von diesen Beeinträchtigungen betroffen. Es ist nicht abzuschätzen, inwieweit sich künftig Auswirkungen aufgrund vorgenannter Sachverhalte auf unser Unternehmen oder unsere Kunden ergeben.

 

Kassel, den 26. August 2024

gez. Kai Reinhard

gez. Alexander Podlich

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.09.2024 festgestellt.

Mit Beschluss vom 24. September 2024 hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Zu dem ohne Inanspruchnahme von Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk Des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Micromata GmbH, Kassel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Micromata GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Micromata GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Wildungen, 24. September 2024

acp Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. U. Welteke, Wirtschaftsprüfer

gez. T. Brecht, Wirtschaftsprüfer

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