Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 300373
Vorher
KRS - MARABU Ball and Roller Technology GmbH
Eingetragen
30.8.1990
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung, der Kauf und Verkauf von Wälzkörpern, insbesondere von Kugeln, Rollen und Nadeln sowie technischen Sonderteilen in anwendungsspezifisch optimierten Oberflächen und Werkstoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liane Fallenstein
seit 15.5.2023
Prokura
Jörg Ruffert
seit 8.2.2016
Geschäftsführer
Thomas Vollmer
seit 6.12.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KRS Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KRS Holding GmbH
Germany
1.025.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KRS - SEIGERT GmbH

Barchfeld-Immelborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

der KRS - SEIGERT GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KRS - SEIGERT GmbH ist ein weltweit anerkannter und agierender Produzent von Kugeln, Nadeln und Zylinderrollen, aber auch von Sonderteilen unterschiedlicher Qualitäten und Materialgüten von Wälzlager- und Spezialstählen.

Das Unternehmen verfügt über eine mehr als 150-jährige Tradition und hat sich in dieser Zeit eine hervorragende Expertise in nahezu allen Anwendungsbereichen der Wälzkörper-technologie erarbeitet. Mit ihrem Produktportfolio deckt die KRS - SEIGERT GmbH fast alle technischen Bereiche ab.

Als TIER 1 Supplier bedient die KRS - SEIGERT GmbH die OEM's im Automobilsektor, wie auch deren Zulieferer. Das Unternehmen produziert aber auch für den Maschinenbau, die Bauindustrie, die Konsumgüterbranche, die Medizintechnik und für die Windkraftindustrie.

Für die Geschäftsbereiche /-segmente, die durch die KRS - SEIGERT GmbH bedient werden, bestehen auch weiterhin gute Wachstumsaussichten. Allerdings ist die Windkraftindustrie, trotz anderslautender Meldungen aus der Politik, in Europa auf dem Rückzug. Geschäfte sind auf dem europäischen Markt nur sporadisch zu gewinnen.

Erfreulicherweise sind die Umsatzerträge im Bereich Kugeln für Großbagger deutlich gestiegen.

Wesentliche Änderungen im Geschäftsmodell im Vergleich zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

2. Forschung und Entwicklung

Um die positive Weiterentwicklung des Unternehmens weiter zu beflügeln ist die technologische Qualifizierung und die Straffung der Abläufe weiterhin eine Hauptaufgabe.

Hier liegt zunehmend der Schwerpunkt auf der Automatisierung von körperlich schweren oder monotonen Arbeitsgängen oder Abläufen. Dies soll als Motivation der Einsatzbereitschaft der Belegschaft entgegenkommen. Nicht zuletzt ist dies auch eine Antwort auf den zunehmenden Fachkräftemangel.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem turbulenten Vorjahr startet das Jahr 2023 etwas ruhiger und ausgeglichener, trotz anhaltender weltweiten Unruhen und Kriegen. Gemäß Sachverständigenrat hielt der positive Trend im weltweiten Wirtschaftswachstum weiterhin an und liegt bei 2,7 %. Dem hingegen ist das BIP der deutschen Volkswirtschaft preisbereinigt um 0,2 % zurückgegangen.

Die Inflationsrate sank weltweit auf ein immer noch hohes Niveau von 5,3 % und deutschlandweit verharrte sie bei 5,9 %.

Automobil-, Nutzfahrzeug- und Zweiradindustrie zeigen gewissen Kontinuität über das ganze Jahr.

Branchenberichten ist zu entnehmen, dass die Windkraftindustrie noch mehr leidet und in der Komponentenbranche fast zum Erliegen kommt.

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen bleiben auch in 2023 davon nicht unberührt.

Die etwas gemäßigtere dennoch anhaltende Steigerung der Produktionskosten gepaart mit der Inflation ist aus unserer Sicht die Herausforderung in 2023.

Kunden fordern ungeachtet der Kostenentwicklung zunehmend wieder Preisreduktion, was oft weder angemessen noch abbildbar ist.

Portfolioverlagerung hin zu kostengünstigeren Lieferanten im Ausland sind zu Teilen die Folge. Unsere Erfahrung zeigt , dass Kunden-Neuprojekte lokal vermehrt abnehmen und oft im fernen asiatischen Ausland platziert werden.

Entsprechend verzeichnet die Branche durch die Verlagerungen von Kundenprojekten ins Ausland Auftragsrückgänge.

Der Branchenumsatz 2023 konnte lt. VDA überwiegend durch notwendige Preissteigerungen und Erfüllung rückständiger Aufträge in der Automobilindustrie um 11 %, davon anteilig in der Herstellung von Kfz-Zubehörteilen um 9% gesteigert werden.

Viele ausländische Marktbegleiter drängen zusätzlich in den Markt und möchten Ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Der Verdrängungswettbewerb nimmt somit zu, sodass die Margen noch stärker unter Druck sind!

Positiv zu erwähnen ist, dass die Rohmaterialversorgung in fast allen Bereichen sich wieder normalisiert hat und die Verfügbarkeit zunehmend gegeben ist.

Durch die belastete Kostenstruktur fast aller Branchen und Kunden ist eine gedrosselte Investitionsbereitschaft festzustellen.

Dies hat zur Folge, dass ebenso die Komponenten-Bedarfsmengen reduziert wurden.

KRS - SEIGERT GmbH konnte einige dieser Veränderungen durch Neuprojekte und Neukunden kompensieren, jedoch nicht vollumfänglich!

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die KRS - SEIGERT GmbH nutzt in bewährter Praxis verschiedene Kennzahlen zur Steuerung der Leistung im Hinblick auf die Unternehmensziele.

Im Bereich der Finanzen entsprechen die Kennzahlen denen zur Steuerung der Segmente. Die zentralen Ziele für Wachstum und Profitabilität beziehen sich dabei vor allem auf die Kennzahlen Umsatz und das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), im nicht finanzbezogenen Bereich auf Produktabsatz, Markt- und Kundenanteil.

Darüber hinaus dienen die Kennzahlen Eigenkapitalquote und Liquidität dem Kapitalmanagement.

Weitere Leistungsindikatoren sind die gefertigte Menge pro Tag und die Leistung pro Kopf aus den einzelnen Fertigungsbereichen. Daraus lassen sich Effektivitätsgewinne und Auslastungseffizienz ableiten.

Tagesaktuelle Kennzahlen wie Bestände an Forderungen und Verbindlichkeiten, wie auch Auftragsbestand, Bestellobligo, Lagerbestände und Liquidität und deren Vorplanung werden systemgestützt bereitgestellt.

Zur Entwicklung der wesentlichen, quantitativen Kennzahlen Umsatz und Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen.

3. Geschäftsverlauf

Die vorweg beschriebene gesamtwirtschaftlichen Situation spiegelte sich sowohl in unseren Auftragsbeständen, als auch in den Umsatzzahlen wieder.

Die Abrufzahlen und Auftragseingänge waren fast im gesamten Jahr 2023 auf stetig hohem Niveau.

Die hohe Nachfrage nach unseren Produkten spiegelte sich auch im Umsatz wider, der nur durch einen leichten Dämpfer im Herbst das Vorjahresniveau nicht erreichte.

Im Jahr 2023 hat sich die Gesamtleistung leicht unter der Jahresplanung bewegt und lag mit TEUR 36.021,5 um TEUR 2.458,1 etwas unter dem Vorjahreswert von TEUR 38.479,7.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um TEUR 1.620,5 (= 811,1 %). Die EBIT-Marge betrug 5,1 % (i. Vj. 0,5 %) und lag damit deutlich über dem Niveau der Geschäftsjahre 2021 und 2022.

Die KRS - SEIGERT GmbH ist finanziell unverändert solide ausgestattet. Es wurden Investitionen im Geschäftsjahr getätigt über insgesamt TEUR 2.362,6. Von den Investitionen entfielen TEUR 1.466,0 auf technische Anlagen, Maschinen, andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und wurden in 2023 nahezu abgeschlossen. TEUR 125,7 wurde in Software investiert. Darüber hinaus wurde für den Erwerb eines verbundenen Unternehmens TEUR 770,8 investiert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht auf 60,6 % (i. Vj. 59,5 %).

Umsatzentwicklung nach Produkten

Das Produktportfolio der KRS - SEIGERT GmbH aus Kugeln, Rollen/Nadeln, zylindrischen Teilen und Sonderapplikationen sichert nach wie vor die Umsätze der Gesellschaft ab.

In den einzelnen Segmenten verteilen sich die erwirtschafteten produktbezogenen Umsätze zu 68,0 % auf die Kugeln, zu 22,5 % auf die Rollen/Nadeln, zu 8,7 % auf die zylindrischen Teile und zu 0,8 % auf die Sonderapplikationen.

Absatzentwicklung

Unverändert ist die KRS - SEIGERT GmbH insbesondere auf den Märkten / Branchen Automotive, Nutzfahrzeuge, Zulieferer und Maschinenbau aktiv. Nach der in der Gesellschaft festgelegten Zuordnung haben sich die Umsatzanteile dieser Branchen gegenüber dem Niveau des Vorjahres leicht erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit dieser Abnehmergruppe ein Umsatz von TEUR 26.319,0 erzielt. Mit der Lagertechnikindustrie, der Konsumbranche, der Medizintechnikbranche und den Sonstigen Abnehmern wurden Produktumsätze in Höhe von TEUR 10.005,6 realisiert.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Durch eine nachhaltige Akquisitionsarbeit konnten neben den bisherigen Hauptabsatzmärkten Deutschland und dem Euroraum auch im sonstigen Ausland weitere Kunden gewonnen werden. Der Umsatz in 2023 verteilt sich zu 63,0 % (i. Vj. 61,7 %) im Inland, zu 24,9 % (i. Vj. 22,6 %) im europäischen Raum (inkl. Vereinigten Königreich) sowie 12,0 % (i. Vj. 15,7 %) im sonstigen Ausland.

4. Lage

Ertragslage

Der Umsatz minderte sich um 2,3 % auf TEUR 36.842,9, die Gesamtleistung des Unternehmens lag mit TEUR 36.021,5 um TEUR 2.458,1 unter dem Vorjahr.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen (insgesamt TEUR 17.798,8) haben sich im Vergleich zum Umsatz deutlich vermindert. Die Materialaufwandsquote lag mit 49,4 % rund 8,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres (57,9 %). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die steigende Preisentwicklung der Beschaffungsmärkte und erhöhte Energiekosten im Vorjahr zurückzuführen. Entsprechend lässt sich festhalten, dass sich die Materialaufwandsquote wieder auf das Niveau der Geschäftsjahre vor 2022 gemindert hat und damit dem Planwert entspricht.

Die Bruttomarge, bezogen auf die Gesamtleistung, betrug 52,7 % (i. Vj. 42,6 %), das Rohergebnis lag bei TEUR 18.976,1 (Vj. TEUR 16.375,5).

Die Personalaufwendungen haben sich entsprechend der marktüblichen Rahmenbedingungen entwickelt. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich trotz des geringeren Personalbestandes leicht um 2,0 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert (28,5 %) auf 30,5 %.

Das Bruttoergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf TEUR 3.642,4 (i. Vj. TEUR 2.126,5). Die operative Marge, bezogen auf den Umsatz, auf EBITDA-Ebene betrug 9,9 % (i. Vj. 5,6 %).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen haben sich um TEUR 104,7 auf TEUR 1.822,1 (i. Vj. TEUR 1.926,7) vermindert. Durch die Investitionen der letzten Jahre werden sich die Abschreibungen in den nächsten Jahren auf diesem Niveau halten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 32,9 % auf TEUR 4.338,6 (i. Vj. TEUR 3.264,9) erhöht. Ursächlich hierfür sind insbesondere die erhöhten Reparatur- und Instandhaltungskosten (auch für Gebäude und EDV) sowie die gestiegenen Aufwendungen für Reklamationen und Aus- und Fortbildungen. Die Aufwendungen lagen leicht über dem Planwert.

Ergebnisentwicklung (in TEUR)

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei TEUR 1.820,3 (i. Vj. TEUR 199,8).

Das Ergebnis vor Steuern lag bei TEUR 1.531,8 (i. Vj. TEUR 63,0).

Das Jahresergebnis (EAT) erhöht sich um TEUR 1.043,9 von TEUR 0,9 auf TEUR 1.044,9.

Finanzlage, Investitionen und Liquidität

Der Zahlungsmittelbestand hat sich zum 31.12.2023 auf TEUR 873,2 (i. Vj. TEUR 2.662,5) gemindert. Der Abfluss stand unter anderem im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit, den Ausschüttungen sowie der Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kompensierte die erhöhte Generierung von Finanzmitteln aus laufender Geschäftstätigkeit. Produktentwicklungen und Markteintritte kann die Gesellschaft selbst finanzieren, des Weiteren stehen ausreichend Kreditlinien zur Verfügung.

Der Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den Tilgungen der Darlehen. Hierzu wurden langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 1.062,4 getilgt. Dazu kommen Tilgungen von kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 2.800,0. Diesen stehen Neuaufnahmen und Aufstockungen von kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 1.400,0 sowie eine geringfügig erhöhte Inanspruchnahme von Kontokorrenten gegenüber.

Vor dem Hintergrund der guten Liquiditätsausstattung und den vorhandenen Kreditlinien war die KRS - SEIGERT GmbH jederzeit in der Lage, eingegangene Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Situationen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, waren in diesem Zusammenhang nicht zu erkennen.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Unternehmens betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 TEUR 31.554,3 und lag damit um 8,7 % unter dem Stichtag des Vorjahres. Im Wesentlichen ist die Minderung der Bilanzsumme damit zu begründen, dass die Forderungen und Bevorratung des Vorjahres reduziert wurden.

Das ausgewiesene Eigenkapital hat sich absolut, nicht aber sein Anteil am Betriebskapital, verringert. Mit der Ausschüttung im Geschäftsjahr wurde die Thesaurierung des Jahresergebnisses um TEUR 1.455,1 übertroffen und folglich das Eigenkapital auf TEUR 19.121,3 (i. Vj. TEUR 20.576,4) gemindert. Die Eigenkapitalquote hat sich nur geringfügig von 59,5 % aus dem Vorjahr auf 60,6 % erhöht. Die GmbH verfügte unverändert für die branchenspezifischen Rahmenbedingungen über eine risikoadäquate Kapitalausstattung.

Zum 31.12.2023 setzt sich die Aktivseite der Bilanz aus langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 16.670,6 (i. Vj. TEUR 16.138,5) zusammen. Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen TEUR 14.883,7 (i. Vj. TEUR 18.416,6).

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten reduzierten sich die Vorräte um TEUR 895,1 auf TEUR 8.771,6. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände vermindern sich von TEUR 6.003,7 auf TEUR 5.160,3. Dies ist u. a. auf die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 345,8 und der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 466,1 zurückzuführen.

Die Passivseite reflektiert die solide Eigenkapitalbasis der Gesellschaft. Dem Eigenkapital in Höhe von TEUR 19.121,3 (i. Vj. TEUR 20.576,4) stehen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von TEUR 12.433,0 (i. Vj. TEUR 13.978,6) gegenüber.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 1.254,1 (i. Vj. TEUR 1.563,1). Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich eine Beanspruchung in Höhe von TEUR 7.042,7 (i. Vj. TEUR 9.167,8) ergeben, die im Zusammenhang mit den Investitionen sowie der Bevorratung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu sehen ist.

Die Rückstellungen exklusive Pensionsrückstellungen erhöhten sich um TEUR 234,7 auf TEUR 1.674,1.

Wir gingen in der Jahresplanung für 2023 von einem geringfügigen positiven Ergebnis aus. Nach den vorangegangenen Krisenjahren konnte dies auch erfolgreich umgesetzt und durch die vorweg genannten Abweichungen sogar übertroffen werden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Wie im vergangenen Jahr, so sind auch für die nächsten Monate die Auftragsbestände erfreulich. Das Gesamtauftragsvolumen hat sich auf einem sehr guten Niveau verstetigt.

Selbst im Bereich Nutzfahrzeuge ist tendenziell mit hohen Abrufzahlen zu rechnen. Alle in diesem Marktsegment agierenden Kunden spiegeln uns das übereinstimmend wieder. Woraus dieser starke Bedarf an Nutzkraftfahrzeugen weiterhin resultiert, ist nur schwer zu beurteilen. Wir stellen uns kapazitiv auf diesen anhaltenden Trend ein.

Im Bereich Maschinenbau ist aus unserer Sicht, bestätigt durch Destatis-Statistiken, leider ein gegenteiliger Trend zu verzeichnen. Hier nehmen die Auftragsbestände ab. Eine Marktbelebung in diesem Bereich wird frühestens im Jahr 2025 gesehen.

Dies mag eine Folge aus der geopolitischen Lageentwicklung sein. Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und der daraus resultierenden Sanktionspolitik haben sich einige Märkte neu orientiert bzw. verändert sich die ökonomische Weltordnung.

Diese Veränderungen sind zunehmend unkontrollierbar. Trotzdem gehen wir von einem stabilen Bestand unserer Produkte auf dem Weltmarkt aus.

Die Energiekostenentwicklung folgt erstaunlicherweise einem politischen Trend, sodass daraus kurzfristig keine neuen Risiken entstehen. Allerdings können aus überzogenen Tarifierungen in der kommenden Zeit erhebliche Belastungen für die Ertragslage des Unternehmens erwachsen.

Insgesamt wird daher mit einem Umsatz geringfügig unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 gerechnet. Für das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird mitunter auch aufgrund leicht steigender Personalaufwendungen eine entsprechende Minderung erwartet.

2. Risikobericht

Die KRS - SEIGERT GmbH ist national und international als Lieferant von Wälzkörpern aktiv.

Die Produkte sind aber nicht nur in Lageranwendungen zu finden. Neben der Automobil- und Nutzkraftwagen-Industrie findet man unsere Erzeugnisse in der Medizintechnik, der Uhren-, Möbel- und Nahrungsmittelindustrie, sowie dem Maschinen- und Bergbau.

Zu unseren Kunden gehören neben OEM's vorwiegend Tier1 und größere mittelständische Unternehmen. Die Marktmacht dieser großen und oftmals weltweit agierenden Unternehmen erfordert auf unserer Seite eine entsprechende Leistungsfähigkeit und eben auch eine weltweite Präsenz.

Wo nach unserer Einschätzung perspektivisch ein operatives erfolgreiches Wachstum mit den notwendigen Finanzierungserträgen realisierbar erscheint, wird hier das Unternehmen kontrollierte Risiken eingehen. Das wird möglich durch die im Rahmen des Risikomanagements festgelegten Ziele und Methoden der Geschäftsführung.

Zur Bewertung aller Risiken im Unternehmen wurde eine Risikomatrix über alle Unternehmensbereiche erarbeitet, aus der sowohl eine technische, organisatorische als auch finanzielle Bewertung der Risiken, wie auch Maßnahmen zu deren Eintrittsvermeidung, hervorgeht.

Die strategischen Risiken werden über intensive Kontakte mit den Kunden / Anwendern gemanagt. Das Management ist bei diesen Kontakten persönlich integriert und unterstützt dabei die 2. Führungsebene.

Aus den Besuchen der wichtigsten einschlägigen Messen, soweit derzeitig möglich, ergeben sich wichtige Informationen bezüglich Trends und technologischer Entwicklung.

Finanzmanagement

Ziel des Finanzmanagements ist es, die KRS - SEIGERT GmbH finanziell zu führen. Dies beinhaltet insbesondere die Finanzierung der betrieblichen Prozessabläufe, das Liquiditätsmanagement, der renditeorientierte Einsatz des zur Verfügung stehenden Kapitals sowie alle am Markt relevanten Aktivitäten.

Erhöhte Unwägbarkeit aufgrund von Krankheit

In der CORONA-Pandemie erhöhte sich der durchschnittliche Krankenstand des Unternehmens nachvollziehbar deutlich. Nach Beendigung der Pandemie konnten wir bis heute keine Rückkehr zum alten Erkrankungsniveau der Belegschaft verzeichnen.

Die im Hause etablierten Schutzmaßnahmen für Besucher und Mitarbeiter*innen werden im Grundsatz weitergeführt, um weiterhin einen maximalen Schutz aller im Unternehmen tätigen zu gewährleisten.

Um den Krankenstand nachhaltig zu reduzieren wurden einige Maßnahmen umgesetzt, so zum Beispiel die Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements.

Das BEM wurde im Jahr 2023 erfolgreich installiert und wird von der Belegschaft gut angenommen.

Trotz Umsetzung der gemeinsam getroffenen Verbesserungsmaßnahmen konnte bis jetzt keine signifikante Verbesserung der Krankenquote erreicht werden.

Erhöhte Unwägbarkeit aufgrund des russischen Überfalls auf die Ukraine

Mit diesem Angriffskrieg ist die bekannte Weltanschauung in Gefahr geraten.

Wir erleben zurzeit die Bildung neuer Blöcke und veränderlicher Markt- und Einflussverhältnisse auf der Welt. Das hat natürlich Auswirkungen auf alle Bereiche im Leben eines jeden Einzelnen.

Preise für Energie und Rohstoffe haben sich stabilisiert, alte Preisniveaus aber bleiben weiterhin unerreichbar.

Neben der militärischen Gefahr für die gesamte Welt sind die ökonomischen Auswirkungen weiterhin nicht einschätzbar.

Die weltweite Kriegsgefahr erscheint stetig wachsend.

Finanzwirtschaftliches Risiko

Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft konnte im Berichtszeitraum eine stabile Liquidität auf dem Niveau der Vorjahre nachweisen.

Ein Risiko für die Finanzausstattung der KRS - SEIGERT GmbH sehen wir, vorbehaltlich aller Folgen aus den zurzeit vorhersehbaren Krisen, weiterhin nicht, da sie bis heute mit ausreichenden Kreditlinien ausgestattet ist.

Marktpreisrisiko - Zins

Alle aufgenommenen langfristigen Kredite sind mit festen Zinsen ausgestattet, so dass hier kein Zinsänderungsrisiko besteht.

Im temporär auftretenden Kurzfristkreditbedarf sehen wir auf Grund der veränderten Zinspolitik der EZB und der daraus folgenden Zinssprünge ein gewisses Risiko. Dieses wurde jedoch durch geeignete Finanzinstrumente minimiert.

Die Gesellschaft steht mit ihren Finanzpartnern im Kontakt, um hier durch weitere geeignete Finanzinstrumente nachzusteuern.

Marktpreisrisiko - Fremdwährung

Die KRS - SEIGERT GmbH ist global tätig. Trotzdem beliefert die Gesellschaft nahezu ausschließlich deutsche bzw. europäische Kunden. Alle Fakturen werden auf EURO-Basis vorgenommen.

Die KRS - SEIGERT GmbH ist für ihre Produktion besonders auf Stahl und Energie angewiesen. Das Beschaffungsrisiko besteht in der Verknappung und Verteuerung der produktionsrelevanten Stoffe sowie und vor allem bei Strom und Gas. Alle Preisentwicklungen bei diesen Stoffen sowie die Verfügbarkeit werden kontinuierlich intensiv überwacht. Bei Energie werden alle Möglichkeiten aus dem Spotmarkt konsequent genutzt.

Die starken Preisschwankungen, wie wir sie im letzten Jahr gesehen haben, sind so nicht mehr wahrnehmbar. Eine Prognose der weiteren Entwicklung hängt stark vom weltpolitischen Werdegang ab und ist somit nur schwer vorhersehbar.

Währungsrisiken bestehen aus dieser Situation nicht. Auf der Beschaffungsseite von Handelsware gibt es immer wieder Dollarbedarf, der über Options- bzw. Termingeschäfte abgesichert wird.

Kredit- und Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko bei unseren Kunden war in den letzten Jahren vernachlässigbar, wurde vor dem Hintergrund der zahlreichen Krisen in den letzten Jahren jedoch neu bewertet.

Zur Vermeidung von Forderungsausfällen ist in der Gesellschaft ein Prozess implementiert, der die Fälligkeiten überwacht und die zeitnahe Einleitung von Mahnverfahren steuert. Bei Neukunden oder Kunden ohne ausreichende Bonität werden Vorauszahlungen vereinbart. Bei Bestandskunden werden nach Bonität und cross selling - Ansätzen kundenspezifische Zahlungsziele fixiert.

Bei kleinsten Abweichungen vom bisherigen Zahlungsverhalten wird unverzüglich mit entsprechenden Maßnahmen reagiert.

Marktpreisrisiko Rohstoffe

Als Unternehmen mit einem hohen Verbrauch an Strom, sehen wir hier ein schwer kalkulierbares Risiko. Einzelne Maßnahmen, um unabhängiger von externem Energiebezug zu werden, wurden bereits umgesetzt. Weitere Maßnahmen sind in Vorbereitung und wirken mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr. Derzeit haben sich die Preise auf dem Energiemarkt auf einem konstanten Niveau, aber über dem Niveau des Berichtszeitraumes, eingepegelt.

Mit unseren Lieferanten versuchen wir, wo immer es durchsetzbar ist, längerfristige Lieferkontrakte zu Festpreisen zu vereinbaren. Darüber hinaus reduzieren wir unser Bezugsrisiko durch eine Mehrlieferantenstrategie.

Um die volatilen Entwicklungen am Beschaffungsmarkt zu kompensieren, haben wir mit den wichtigsten Abnehmern Preisgleitklauseln vereinbart.

Leistungswirtschaftliche Risiken und Absatzrisiken

Risiko neue Geschäftsbereiche

Die IT-Landschaft wurde zu weiten Teilen erneuert. Sowohl Hardware als auch Software sind auf aktuellem Stand. Das trifft in Kürze auch auf unser ERP-System ProAlpha zu. Hier werden wir in Q1/2025 auf die Version 9.3.3 migrieren.

Die Daten-Infrastruktur ist soweit auf dem neuesten technischen wie auch organisatorischen Stand.

Systembedingte Sicherheitslücken, beispielsweise in Softwareprodukten von Microsoft, wurden zeitnah geschlossen und das System auf Spuren möglicher Angriffsversuche hin untersucht.

Ende 2024 streben wir die TISAX-Zertifizierung an um uns gegen die zunehmende Cyber-Kriminalität im weltweiten Netz zu rüsten.

Die technische Abbildung der Geschäftsprozesse wurde weiter ausgebaut.

3. Chancenbericht

Management von Chancen

Die Automobilzulieferbranche ist ein mittel- bis langfristiges ausgerichtetes Marktsegment. Aufgrund des wachsenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks verlagert sich die Entwicklung neuer Technologien stärker zu den Zulieferern.

Mit einer konsequenten Nischenpolitik und innovativen subsidiären Produkten können attraktive Kunden national und international akquiriert werden.

Zudem eröffnen sich Chancen durch das "Zurückholen" von Produkten aus dem asiatischen Raum vor dem Hintergrund der geopolitischen Verwerfungen.

4. Abschließende Zusammenfassung

Da der Ukrainekrieg weiterhin anhält und die damit verbundenen geopolitischen Veränderungen immer deutlicher zu Tage treten, muss folgendes festgehalten werden:

Durch den mittel- bis langfristigen Charakter der Märkte, in denen die KRS - SEIGERT GmbH aktiv ist, sind kurzfristige Erfolge nur eingeschränkt möglich. Im Umkehrschluss halten sich aber auch die kurzfristigen Risiken im Rahmen.

Durch die geopolitischen Veränderungen und die daraus entstehenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft wird das Risiko internationaler Wirtschaftsverflechtungen für uns alle sichtbar. Die weitere Entwicklung ist nur schwer vorhersehbar.

Trotzdem bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Chancen des globalen Handelns immer noch höher sind als dessen Risiko.

Die Entwicklung der Energiekosten in den letzten Monaten war positiv. Daraus entstehen derzeit keine Risiken für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Wir konnten auch für die Zukunft, d.h. für 2025, einiges an Strombedarf bereits heute zu akzeptablen Preisen einkaufen. Daraus ergibt sich für das Unternehmen eine gewisse Preissicherheit.

Die Unsicherheit, die aus geopolitischen Veränderungen entsteht, besteht weiterhin.

Welche Schlüsse unsere Kundschaft aus den letzten Wochen und Monaten ihrer eigenen Geschäftsentwicklung zieht und welche Folgen daraus in der Zusammenarbeit entstehen, kann nur sehr schwer abgeschätzt werden. Beispiele hierfür sind VW, Bosch, ZF und viele andere.

Eines der größten Risiken ist, dass man auf lange Sicht die Erkenntnis gewinnt, mit unattraktiven Produkten auf den falschen Märkten tätig gewesen zu sein. Es ist deshalb unabdingbar, den Produktzyklus der einzelnen Produkte kontinuierlich zu beobachten. Dies gelingt nur durch einen engen Kontakt mit den Auftraggebern, um bei Folgeprojekten bereits in der Entwicklungsarbeit eingebunden zu sein. Zudem ist es ebenso wichtig, ein konsequentes Projektcontrolling im Unternehmen zu verankern, um Veränderungen in der Ertragslage auf Produktebene schneller erfassen zu können. Nur so kann es gelingen, die strategische Ausrichtung der Gesellschaft anhand der Marktbedürfnisse anzupassen.

Zudem werden verstärkte Anstrengungen unternommen, neue Produktfelder zu erschließen. Die Technologiesubstitution bei artverwandten Bauteilen zu Rollen und Nadeln lässt bei entsprechenden Stückzahlen Preisvorteile erkennen und ist daher auch zukünftig wichtig für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.

Um die verbindlichen Aktivitäten zu stärken, haben wir digitale Vertriebskanäle eröffnet. Die Nutzung von KI zur Detektion potenzieller Neukunden in unseren Geschäftsfeldern führte bereits zu ersten Erfolgen.

Gleiches gilt auch für die Personalgewinnung. Auch hier gehen wir digitale Wege. Die Neugestaltung der Homepage mit dem Fokus auf Personalentwicklung trägt erste Früchte.

Die über die letzten Jahre vorgenommene Verbreiterung des Geschäftsmodells über verschiedene Märkte entspricht nach unserer Auffassung einem ausgewogenen Chancen- / Risikoprofil.

Eine Grundvoraussetzung, um am Markt der Zulieferindustrie erfolgreich zu sein, ist eine gute finanzielle Ausstattung bis hin zum Zugang zum Kapitalmarkt. Die KRS - SEIGERT GmbH verfügt über diese Voraussetzung.

 

Barchfeld - Immelborn, den 12. Dezember 2024

Dipl.-Ing. Jörg Ruffert

Dipl.-Ing (FH) Thomas Vollmer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 16.670.601,54 16.138.503,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 206.392,81 124.407,21
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.392,81 59.797,59
2. geleistete Anzahlungen 64.609,62
II. Sachanlagen 15.693.395,20 16.014.096,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.467.103,42 7.891.252,07
2. technische Anlagen und Maschinen 6.135.551,03 5.444.366,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.031.308,57 2.334.914,63
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.432,18 343.562,73
III. Finanzanlagen 770.813,53
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 770.813,53
B. Umlaufvermögen 14.805.079,36 18.332.839,19
I. Vorräte 8.771.634,14 9.666.699,71
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.803.660,23 4.489.207,28
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.906.045,77 2.547.172,79
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.801.167,25 1.981.403,09
4. geleistete Anzahlungen 260.760,89 648.916,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.160.267,88 6.003.676,61
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.438.839,82 4.784.687,02
2. Forderungen gegen Gesellschafter 57.937,79 89.378,82
3. sonstige Vermögensgegenstände 663.490,27 1.129.610,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 873.177,34 2.662.462,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.596,91 83.711,86
Aktiva 31.554.277,81 34.555.054,66

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 19.121.305,95 20.576.446,74
I. Gezeichnetes Kapital 1.022.583,76 1.022.583,76
II. Gewinnrücklagen 2.077.416,24 2.077.416,24
1. andere Gewinnrücklagen 2.077.416,24 2.077.416,24
III. Gewinnvortrag 14.976.446,74 17.475.518,68
IV. Jahresüberschuss 1.044.859,21 928,06
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 171.785,75 187.521,83
C. Rückstellungen 1.749.400,83 1.518.376,30
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 75.316,00 78.973,00
2. Steuerrückstellungen 261.460,35 156.379,00
3. sonstige Rückstellungen 1.412.624,48 1.283.024,30
D. Verbindlichkeiten 10.511.785,28 12.272.709,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.296.794,95 10.730.918,86
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.813,93 3.813,93
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405.474,33 455.606,08
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.189.961,06 93.732,81
5. sonstige Verbindlichkeiten 615.741,01 988.638,11
davon aus Steuern 120.352,21 155.272,82
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10.080,60 19.339,95
Passiva 31.554.277,81 34.555.054,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 36.842.905,51 37.712.441,88
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 821.362,86 -767.238,70
3. sonstige betriebliche Erträge 753.384,32 165.413,96
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 10.833,85 3.478,53
4. Materialaufwand 17.798.803,86 22.269.638,61
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.882.143,60 16.586.130,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.916.660,26 5.683.508,09
5. Personalaufwand 10.995.205,73 10.984.064,70
a) Löhne und Gehälter 9.108.770,41 9.101.903,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.886.435,32 1.882.161,51
davon für Altersversorgung 6.030,45 6.030,45
6. Abschreibungen 1.822.072,52 1.926.723,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.822.072,52 1.926.723,20
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.338.552,19 3.264.888,22
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4.092,06 8.543,03
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 92.044,94 17.921,42
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 380.519,42 154.737,77
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 429.895,55 -1.914,33
11. Ergebnis nach Steuern 1.101.922,64 64.877,79
12. sonstige Steuern 57.063,43 63.949,73
13. Jahresüberschuss 1.044.859,21 928,06

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die KRS - SEIGERT GmbH, Barchfeld-Immelborn, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter der Nummer HRB 300373.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gesellschaft ist nach den allgemeinen handelsrechtlichen Vorschriften für alle Kaufleute sowie den ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthalten entsprechend § 265 Abs. 2 HGB die Vergleichsbeträge des Vorjahres.

Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr um die Positionen "Gesamtleistung", "Rohergebnis", "Betriebsergebnis" und "Finanzergebnis" erweitert. Mit der Gliederungserweiterung wird eine verbesserte Darstellung der Ertragslage verfolgt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden waren maßgebend:

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bilanziert.

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bewertet worden.

Bewegliche Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei den Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten angemessene Teile der nach § 255 Abs. 2 Satz 3 und 4 HGB aktivierungsfähigen Gemeinkosten angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse wurden verlustfrei bewertet.

Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Für vom Ausfall bedrohte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten bewertet worden. Fremdwährungsposten im Bereich der liquiden Mittel wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag sind, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt worden.

Auf den Ansatz einer sich insgesamt ergebende latenten Steuerentlastung als aktive latente Steuern wurde entsprechend § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Das Eigenkapital wird mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Der Sonderposten für Zuwendungen, welcher auf Grundlage des § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB gebildet wurde, wird mit dem Nennwert angesetzt und analog zu den Abschreibungen des Vermögensgegenstandes, über die Nutzungsdauer des begünstigten Vermögensgegenstandes erfolgswirksam als "sonstiger betrieblicher Ertrag" aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden in Ermangelung von aktiven Anwärtern jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

III. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage folgt.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren, wie im Vorjahr, ausschließlich aus dem Finanzverkehr und betragen EUR 57.937,79 (Vj.: EUR 89.378,82). Die Restlaufzeit der Forderungen ist weniger als ein Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 105.600,69 (Vj.: EUR 0,00) enthalten.

Alle weiteren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt DM 2.000.000,00; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 1.022.583,76.

Die Gewinnrücklagen sind andere Gewinnrücklagen gemäß § 266 Abs. 3 A III HGB.

In 2016 wurde der handelsrechtlich zum Ansatz kommende Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen von sieben Jahre auf zehn Jahre verändert. Hieraus ergibt sich ein Unterschiedsbetrag. Dieser beträgt zum Bilanzstichtag EUR 475,00. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 75.316,00. Diese werden in Ermangelung von Deckungsvermögen nicht gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß § 285 Nr. 12 HGB nachstehend gesondert aufgeführt:

EUR
1. Jahresabschlussprüfung 83.775,00
2. Gewährleistungsverpflichtungen 53.400,00
3. Resturlaubsbezüge 42.500,00
4. Steuerberatungskosten 24.000,00
5. Ausstehende Rechnungen 377.711,77
6. Rückabwicklung/-forderungen & Reklamationen 585.000,00
7. Einmalzahlung 136.000,00
8. Übrige Rückstellungen 110.237,71
Summe 1.412.624,48

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahresangaben):

Restlaufzeit
Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
größer 1 Jahr bis 5 Jahre
EUR
größer 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.296.794,95 7.042.653,19 1.111.284,48 142.857,28
(10.730.918,86) (9.167.807,98) (1.235.876,48) (327.234,40)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.813,93 3.813,93 0,00 0,00
(3.813,93) (3.813,93) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405.474,33 405.474,33 0,00 0,00
(455.606,08) (455.606,08) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.189.961,06 778.373,78 411.587,28 0,00
(93.732,81) (93.732,81) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 615.741,01 615.741,01 0,00 0,00
(988.638,11) (988.638,11) (0,00) (0,00)
Summe 10.511.785,28 8.846.056,24 1.522.871,76 142.857,28
(12.272.709,79) (10.709.598,91) (1.235.876,48) (327.234,40)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 4.763.110,88 durch Grundschulden, sonstige Mobiliarsicherheiten und Verpfändung eines Kontokorrentkontos besichert.

Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen branchenübliche Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus dem Finanzverkehr und einer verkürzten Leibrentenverpflichtung. Die Leibrente wird entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB mit dem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgt mit dem restlaufzeitentsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 285 Nr. 4 HGB ergibt sich wie folgt:

Inland
EUR
Europäische Gemeinschaft
EUR
Drittländer
EUR
Gesamt
EUR
Kerngeschäft (Kugeln, Rollen) 23.307.431,76 7.752.075,23 5.672.984,98 36.732.491,97
Sonstiges 171.460,35 130,83 7,64 171.598,82
Erlösschmälerungen ./. 47.672,12 ./. 12.954,61 ./. 558,55 ./. 61.185,28
Summe 23.431.219,99 7.739.251,45 5.672.434,07 36.842.905,51

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 43.302,40 (Vj.: EUR 9.282,91) und periodenfremden bzw- übergreifenden Aufwandszuschüssen in Höhe von EUR 544.993,63 (Vj.: EUR 0,00). Des Weiteren sind Erträge aus der Währungsumrechnung (EUR 10.833,85 / Vj.: EUR 3.478,53) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 4.092,06 (Vj.: EUR 8.543,03) enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Erträge umfassen im Berichtsjahr Zinserträge von Gesellschaftern in Höhe von EUR 6.184,77 (Vj.: EUR 11.617,09).

Im Berichtsjahr fielen Zinserträge im Zusammenhang mit der Abzinsung der Leibrentenverpflichtung in Höhe von EUR 14.809,95 (Vj.: EUR 0,00) und Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.370,00 (Vj.: EUR 1.490,00) an.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an Gesellschafter in Höhe von EUR 12.867,80 (Vj.: EUR 2.747,60) enthalten.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten zugunsten nahestehender Unternehmen ergeben sich wie folgt:

TEUR
gesamtschuldnerische Mithaftung (nominal) 4.000
- davon zugunsten verbundener Unternehmen 4.000

Aufgrund der derzeitigen Geschäftslage wird nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

2. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Gesellschaft ist an der KRS - TRADING GmbH mit Sitz in Barchfeld-Immelborn mit einem Anteil in Höhe von 100% beteiligt. Das Geschäftsjahr 2022 schloss mit einem Eigenkapital von EUR 783.669,57 und einem Jahresergebnis von EUR 15.094,40.

3. Finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB

Seit dem Abschluss der Implementierung im Dezember 2020 wird das neue ERP-System im Rahmen eines "Sale-and-lease-back"-Verfahrens geleast. Es bestehen Leasing- und Wartungsverträge für Kraftfahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung und ERP-Software in Höhe von TEUR 745,5.

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB bestehen nicht.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr umfasst einzig Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 52,0 (davon aus Vorjahr: TEUR 0,0).

5. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft setzt grundsätzlich Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Zinsswaps) zur Steuerung der Zinsrisiken ein. Diese Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

Bezugsbeträge
EUR
Beizuleg. Zeitwert
EUR
Buchwert
EUR
Swap 2.000.000,00 -28.477,10 0,00
Swap 2.000.000,00 -31.290,61 0,00
Cap/Floor 2.000.000,00 61.212,53 0,00

6. Ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß §§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB nF

Der Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 475,00 aus der geänderten Ermittlung des Zinssatzes für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Zum Bilanzstichtag übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf das Ergebnis des Geschäftsjahres.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.044.859,21 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

9. Geschäftsführung

Hauptberufliche Geschäftsführer der Gesellschaften sind:

Dipl.-Ing. Peter Seigert (zum 01.01.2023 niedergelegt)

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Vollmer

Dipl.-Ing. Jörg Ruffert

Die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 a) HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

10. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Jahr 2023:

Angestellte: 49
(zzgl. ein Auszubildenden)
Arbeiter: 188
(zzgl. vier Auszubildende)
Summe 237
(zzgl. fünf Auszubildende)
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 430.976,62 125.787,05 0,00 64.609,62 621.373,29
2. Geleistete Anzahlungen 64.609,62 0,00 0,00 -64.609,62 0,00
495.586,24 125.787,05 0,00 0,00 621.373,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.480.038,96 0,00 0,00 0,00 18.480.038,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.166.307,26 1.252.907,08 87.109,24 334.878,20 35.666.983,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.153.067,75 157.228,71 88.497,40 5.087,13 10.226.886,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 343.562,73 55.834,78 0,00 -339.965,33 59.432,18
63.142.976,70 1.465.970,57 175.606,64 0,00 64.433.340,63
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abschreibungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
371.179,03 0,00 43.801,45 414.980,48
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00
371.179,03 0,00 0,00 43.801,45 414.980,48
2. Geleistete Anzahlungen
II. Sachanlagen
10.588.786,89 0,00 424.148,65 11.012.935,54
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.721.940,29 78.715,54 888.207,52 29.531.432,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.818.153,12 88.490,40 465.914,90 8.195.577,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
47.128.880,30 167.205,94 0,00 1.778.271,07 48.739.945,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
47.500.059,33 167.205,94 0,00 1.822.072,52 49.154.925,91
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.392,81 59.797,59
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 64.609,62
206.392,81 124.407,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.467.103,42 7.891.252,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.135.551,03 5.444.366,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.031.308,57 2.334.914,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.432,18 343.562,73
15.693.395,20 16.014.096,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 770.813,53 0,00
Summe 16.670.601,54 16.138.503,61

sonstige Berichtsbestandteile

 

Barchfeld - Immelborn, den 26. September 2024

gez.

Dipl.-Ing (FH) Thomas Vollmer

und

Dipl.-Ing. Jörg Ruffert

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die KRS - SEIGERT GmbH, Barchfeld-Immelborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KRS - SEIGERT GmbH, Barchfeld-Immelborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRS - SEIGERT GmbH, Barchfeld-Immelborn, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Remscheid, den 13. Dezember 2024

Daum Treuhand GmbH
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Diplom-Kaufmann Franz-Bernd Daum, Wirtschaftsprüfer

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