Magic Sports Media GmbH
Selbe AdresseVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tufan Özkul seit 3.9.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Acunmedya Holding B.V. | 50.00% |
Highlight Communications AG | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sport1 GmbHIsmaningJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Sport1 GmbH1. Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell des UnternehmensUnter der Dachmarke SPORT1 vereint die Sport1 GmbH sämtliche Aktivitäten im Bereich Fernsehen mit dem Free-TV-Sender SPORT1 bzw. SPORT1 HD, der das in SD ausgestrahlte Programm von SPORT1 im Simulcast-Modus, d.h. zeitgleich und inhaltlich unverändert, auf verschiedenen digitalen Plattformen auch im High Definition-Standard (HD) zeigt, sowie den Pay-TV-Sendern SPORT1+ und eSPORTS1. Darüber hinaus zählen die Online-Plattform SPORT1.de, die mobilen SPORT1 Applikationen, die Podcast-Familie im Audiobereich, die im September 2021 gestartete Multisport-Streaming-Plattform SPORT1 Extra sowie die Social-Media-Kanäle zum Portfolio unter der Dachmarke SPORT1. Die wesentlichen Finanzierungsquellen sind in den Bereichen Free-TV und Digital die Werbe- und/oder Sponsoring-Erlöse und im Pay-Bereich insbesondere vertraglich vereinbarte Garantiezahlungen bzw. abonnentenbasierte Einspeiseverträge mit Betreibern von Pay-TV-Plattformen. Zu den wesentlichen Aufwandspositionen gehören u.a. die Lizenzkosten für die Sportrechte, die programmlichen Herstellkosten, die Programmverbreitungskosten und die entsprechenden Personalkosten für den Einkauf, die Herstellung und die Vermarktung der Programmflächen. Über das Engagement im Free- und Pay-TV-Bereich hinaus betreibt die Sport1 GmbH mit SPORT1.de eine der führenden Online-Sportplattformen Deutschlands. SPORT1.de bietet online wie mobile umfangreiche, multimedial aufbereitete und plattformübergreifende Inhalte sowie Livestream-, Video- und Audio-Angebote. Im September 2021 startete die Sport1 GmbH die neue Multisport-Streaming-Plattform "SPORT1 Extra" in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf sport1extra.de werden zahlreiche Sportarten und Wettbewerbe live und on-demand in einem flexiblen Angebots- und Preismodell angeboten, das Pay-per-View für Events oder Liga- und Klub-Pässe beinhaltet. Ferner ist SPORT1 unter anderem auch mit eigenen SPORT1 YouTube-Channels aktiv. Die SPORT1 Apps zählen zu den erfolgreichsten deutschen Sport-Apps in Deutschland (Quelle: Ausweisung IVW-online.de Jan-Dez 2023) Auch über soziale Netzwerke wie unter anderem Facebook, Instagram, Twitter und TikTok steht SPORT1 im Dialog mit den Zuschauern bzw. Nutzern. 1.2 Steuerungssystem und Leistungsindikatoren1.2.1 Finanzielle LeistungsindikatorenZur Steuerung und Überwachung des Geschäftsbetriebes der Sport1 GmbH finden folgende finanzielle Steuerungsgrößen Anwendung: die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Die Kennzahlen werden sowohl teilweise wöchentlich auf Unternehmensebene als auch monatlich auf Segmentebene den Vorjahreswerten sowie den Daten der Jahresplanung gegenübergestellt. 1.2.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und ErfolgsfaktorenÜber die finanziellen Steuerungsgrößen hinaus sind nicht-finanzielle Leistungsindikatoren bzw. Erfolgsfaktoren für die Performance des Unternehmens von zentraler Bedeutung. Wichtigste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind dabei die Reichweiten und Marktanteile. Reichweiten und MarktanteileBei der Sport1 GmbH bildet die Markt- bzw. TV-Zuschauerforschung die Basis, um das Programm seiner Free-TV- bzw. Pay-TV-Sender laufend auf seine Positionierung hin zu überprüfen, Lizenzrechte zu erwerben, Formate zu entwickeln und eine zuschauergerechte Programmierung des Sendeablaufs sicherzustellen. Im Free-TV sind dies die täglichen Reichweiten und Marktanteile, die von der AGF Videoforschung GmbH und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erhoben werden. Für SPORT1 ist insbesondere der Marktanteil in der Kernzielgruppe Männer 14 bis 59 Jahre (M14-59) von Bedeutung. Zudem ist der Marktanteil auch für die Vermarktung gegenüber der werbetreibenden Industrie relevant. Im Pay-TV ist die Zahl der Abonnenten auch ein wesentlicher nicht-finanzieller Indikator. Für den Online- und Mobile-Bereich bilden die von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) monatlich erhobenen Visits die Grundlage. Im Video-Bereich werden die Video-Views der SPORT1 Plattformen ohne YouTube (Video-Views inkl. Livestream) über die internen Analysesysteme AT Internet gemessen. Die Video-Views über die SPORT1 YouTube-Channels werden über das YouTube Content Management System ermittelt. Die Reichweiten bzw. Marktanteile sind auch für die Vermarktung gegenüber der werbetreibenden Industrie relevant. VerbreitungFür die Positionierung des Free-TV-Senders SPORT1 als Plattform für die werbetreibende Wirtschaft ist die technische Reichweite von großer Bedeutung. Im Pay-TV ist eine möglichst flächendeckende Verbreitung der Sender SPORT1+ und eSPORTS1 über die maßgeblichen Kabelnetzbetreiber und sonstige Plattformanbieter entscheidend. Die Anzahl der Abonnenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in weiteren europäischen Ländern, die die Pay-TV-Kanäle in den entsprechenden Paketen der Kabelnetzbetreiber und sonstigen Plattformanbieter gebucht haben, ist dementsprechend ein wesentlicher nicht-finanzieller Leistungsindikator. Darüber hinaus sind auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren bzw. Erfolgsfaktoren für die Performance des Unternehmens von zentraler Bedeutung, welche nicht quantitativ erhoben und zur internen Steuerung herangezogen werden, jedoch essenziell für das Geschäftsmodell der Gesellschaft sind, wie zum Beispiel die Auffindbarkeit und Listung der Programme sowie die Integration auf den Plattformen der Distributionspartner. Zugang zu Rechten/KontaktnetzFür die Plattformen unter der Dachmarke SPORT1 ist der Zugang zu und die Verfügbarkeit von Sportrechten von großer Bedeutung. Der Zugang ist unter anderem von Programmkonzepten, einer Finanzierungsbasis und einem engen Kontaktnetz zu Entscheidungsträgern in diesem Bereich abhängig. Im Free-TV sind Sportrechte wichtig, um den Marktanteil, insbesondere in der Kernzielgruppe Männer 14 bis 59 Jahre (M14-59), halten bzw. ausbauen zu können. Für die Pay-TV-Sportkanäle SPORT1+ und eSPORTS1 sowie die 2021 gestartete Multisport-Streaming-Plattform SPORT1 Extra sind diese wichtig, um für Kabelnetzbetreiber und sonstige Plattformanbieter sowie Abonnenten ein attraktives Pay-Produkt anbieten zu können. Technische WeiterentwicklungSPORT1 betreibt seit über 20 Jahren erfolgreich diverse Webseiten und mobile Applikationen und generiert hieraus wesentliche Erlöse - unter anderem aus Werbung und kostenpflichtigen TV- und Video-Streams, sowie zukünftig zusätzlich durch kostenpflichtige digitale Pay-per-View und Abo-Modelle. Dementsprechend ist für SPORT1 die technische Weiterentwicklung der digitalen Produkte für sämtliche ihrer Online-, Mobile-, Audio- und Social-Media-Kanäle ein wichtiger Erfolgsfaktor. Aufgrund des stetigen Wachstums im digitalen Bereich, ist zudem die Entwicklung neuer digitaler Plattformen und Produkte von großer Bedeutung für SPORT1, um seine Marktposition zu erhalten und auszubauen. Fachkompetenz und KontaktnetzNicht nur im Hinblick auf die zunehmend digitale und konvergente Mediennutzung plattformübergreifender Angebote sind sowohl technische als auch inhaltliche Kompetenzen entscheidend. Entsprechend wichtig ist die Rekrutierung, Förderung und Sicherung von gut ausgebildeten, fachkundigen, engagierten und kreativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Darüber hinaus sind ein ausgeprägtes Kontaktnetz sowie enge und vertrauensvolle Beziehungen zu den Geschäftspartnern wichtige Indikatoren für den Unternehmenserfolg. Dies gilt unter anderem im Hinblick auf Rechteinhaber und die werbetreibende Industrie oder medienpolitische Institutionen. 1.3 Rechtliche EinflussfaktorenDie Sport1 GmbH hat eine Vielzahl gesetzlicher Vorschriften zu befolgen. Die operativen Aktivitäten der Gesellschaft erfolgten im Einklang mit einer Vielzahl medien-, datenschutz- und urheberrechtlicher sowie regulatorischer Vorgaben. Bestimmender rechtlicher Einflussfaktor für den Free-TV-Sender SPORT1 und die Pay-TV-Sender SPORT1+ und eSPORTS1 sowie das Internet-TV-Angebot SPORT1 Livestream und die Multisport-Streaming-Plattform SPORT1 Extra sind insbesondere der Medienstaatsvertrag und die Landesmediengesetze, deren Einhaltung von den jeweiligen Medienanstalten der Bundesländer überwacht wird. Sowohl SPORT1 als auch SPORT1+, eSPORTS1 sowie SPORT1 Livestream fallen hierbei in die Zuständigkeit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Der Free-TV-Sender SPORT1, die Pay-TV-Sender SPORT1+ und eSPORTS1 sowie das Internet-TV-Angebot SPORT1 Livestream verfügen über Sendelizenzen mit unbefristeter Laufzeit. Als privater Rundfunkveranstalter unterliegt die Sport1 GmbH den Vorschriften des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags. Im Rahmen dessen ist dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche Angebote nicht wahrnehmen können, die geeignet sind, ihre Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen. Darüber hinaus beinhaltet der Medienstaatsvertrag verschiedene regulatorische Vorgaben im Zusammenhang mit der Schaltung von Werbung. Dazu zählt die von den Landesmedienanstalten im Februar 2009 verabschiedete Gewinnspielsatzung, die unter anderem Regelungen für "Call-In-Formate" vorsieht. Dabei stehen neben dem Schutz von minderjährigen Teilnehmern insbesondere erhöhte Transparenz-Anforderungen an die Gewinnspiele im Vordergrund. Ferner ist der am 1. Juli 2012 in Kraft getretene Glücksspielstaatsvertrag in Gestalt des mittlerweile 4. Glücksspieländerungsstaatsvertrags von Relevanz. Die vierte Fassung des Glückspielstaatsvertrag ist am 1. Juli 2021 in Kraft getreten. Unter diesem wurden bislang 30 Lizenzen für private Sportwettenanbieter, 39 Lizenzen für private Anbieter von virtuellen Automatenspiele und 5 Lizenzen für private Anbieter von Online-Poker vergeben (Stand: 29. Februar 2024) 1. Weitere Anbieter befinden sich noch im Lizenzierungsverfahren, und werden so lange von den Aufsichtsbehörden geduldet, so dass auch für diese Anbieter eine Bewerbung im TV möglich ist. 1.4 Marktforschung und EntwicklungDie Erhebung und Analyse von Marktdaten in den Bereichen Zuschauer-, User-, und Kundenforschung ist für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Geschäftsfelder, in denen die Sport1 GmbH operativ tätig ist, wichtig, um frühzeitig auf Trends in den jeweiligen Branchensegmenten und Veränderungen im Konsumentenverhalten reagieren oder diesen vorgreifen zu können. Zudem dienen diese Daten und Erkenntnisse dazu, Kunden, Geschäftspartnern und der werbetreibenden Industrie kompetente und stichhaltige Informationen zur Beurteilung ihrer Investitionsentscheidungen zur Verfügung stellen zu können. So arbeitet SPORT1 mit spezialisierten Unternehmen zusammen, die die relevanten Daten bzw. Zugriffszahlen im Bereich Markt- bzw. TV-Zuschauerforschung, im Online-, Mobile- und Video-Bereich erheben und ausweisen (vgl. Kapitel 1.2.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und Erfolgsfaktoren). Neben diesen rein quantitativen Leistungsgrößen sind auch qualitative Daten, wie zum Beispiel zur Werbewirkungsforschung wichtige Grundlagen für die Bewertung, Einordnung und Ausrichtung der unternehmensstrategischen und operativen Produktions- und Verwertungs- bzw. Vermarktungs- und Marketingaktivitäten. Hierfür wird auch auf Studien und Forschungsarbeiten zur Entwicklung der Medienbranche oder Umfragen, Screenings oder Publikums-Tests zu den eigenen Produkten zurückgegriffen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliches UmfeldGemäß den im Januar 2024 veröffentlichten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) sank die weltweite Weltwirtschaftsleistung im Jahr 2023 auf 3,1%. Damit bleibt die globale Wirtschaftsleistung 2023 unter dem bisherigen Durchschnitt (2000 - 2019), der bei 3,8% liegt. Als Gründe für dieses geringe Wirtschaftswachstum führt die Organisation vor allem an, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin nur langsam von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Folgen des Ukraine-Kriegs erholt. Hinzu kommen neue geopolitische Spannungen und die geldpolitischen Straffungen der Zentralbanken im Kampf gegen die hohe Inflation. Die globale Inflation ist nach Daten des IWF im Jahr 2023 auf 6,8% gesunken. Die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer kann für 2023 ein Wachstum von 4,1% aufweisen. Die wachstumsstärkste Nation dieser Gruppe war Indien mit einem Wirtschaftswachstum von 8,4% im Jahr 2023. Die Konjunktur in den Industrienationen verzeichnete im Jahr 2023 eine Wachstumsrate von 1,6%, was gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Rückgang darstellt (2022: 2,6%). Auch für das nächste Jahr erwartet der IWF ein schwaches Wachstum von 1,5%. Für die Eurozone ermittelte der IWF im Jahr 2023 ein Plus von 0,5% (2022: 3,4%). Die US-amerikanische Wirtschaft verzeichnete 2023 ein Wachstum von 2,5%. Auch die Wirtschaft der Schweiz ist 2023 unterdurchschnittlich gewachsen, ohne dabei in eine ausgeprägte Rezession zu geraten. Gemäß der Mitte Dezember 2023 veröffentlichten Hochrechnungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 1,3%. Im Vorjahr waren es noch 2,6%. Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft ist - nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) - 2023 um 0,3% gesunken (2022: +1,8%). Die gesamtwirtschaftliche Lage im Deutschland war geprägt von den nach wie vor hohen Preisen, die die Konjunktur dämpften. Hinzu kamen steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch der Corona-Pandemie nicht weiter fort. In Österreich konnte die Wirtschaft im Jahr 2023 ebenfalls nicht wachsen. Für das Jahr 2023 geht das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) nach vorläufigen Berechnungen von Dezember 2023 von einem Rückgang des BIP um 0,8% für 2023 aus (2022: 4,8%). Die gesunkenen Realeinkommen infolge der hohen Inflation und die weltweit schwache Industrie belasteten die österreichische Wirtschaftsentwicklung. Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF - International Monetary Fund), World Economic Outlook, 30. Januar 2024, Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Konjunkturprognose, 13.12.2023, Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland, 15.01.2024, Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), WIFO-Konjunkturprognose, 21,12,2023. 2.2 Marktumfeld Medien und Unterhaltung in DeutschlandDie Entwicklung der Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland ist im Allgemeinen eng an die Entwicklung der Gesamtwirtschaft geknüpft. Allerdings reagieren Unternehmen mit ihren Ausgaben für Werbung in der Regel zeitnäher auf konjunkturelle Veränderungen als die Konsument:innen. Für das Jahr 2023 rechnet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) nach Schätzungen von September 2023 mit einer verlangsamten Umsatzsteigerung der gesamten Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland um insgesamt 4,2% auf rund 42,5 Mrd. EUR. Obwohl die Gesamtumsätze 2023 weiter stiegen, war das Verhalten der Konsument:innen von den geopolitischen Unsicherheiten und der Inflation beeinflusst. 2022 wies der Markt in Deutschland noch ein Wachstum von 5,7% auf 66,0 Mrd. EUR auf, was allen voran an der Fortsetzung der Erholung nach dem pandemiebedingten Rückgang lag. Im Zuge der Pandemie hatte sich ein dynamisches Wachstum der digitalen Medienangebote gezeigt. Diese Entwicklung konnte auch im Jahr 2023 fortgeschrieben werden. Es handelt sich dabei um sämtliche digitale Bereiche wie beispielsweise Internetvideo, Onlinewerbung, Videospiele, E-Sports, Virtual und Augmented Reality. Die digitalen Segmente machen nach PwC-Analyse 2023 37,3% am Gesamtumsatz aus, was 25,6 Milliarden EUR entspricht. Der Datenkonsum ist im Jahr 2023 um 21,8% auf 126,8 Milliarden GB angestiegen. Im Bereich der Onlinewerbung wuchsen die Umsätze 2023 auf 13,5 Mrd. EUR, eine Steigerung von 7%. Es konnten sich allerdings nicht alle Segmente positiv entwickeln. In den Bereichen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (-1,6%) und Fernsehen und TV-Werbung (-2,0%) wurden 2023 rückläufige Umsätze verbucht. Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, German Entertainment and Media Outlook 2023 - 2027, September 2023. 2.3 Branchenspezifische Rahmenbedingungen, operative Entwicklung und Analyse der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren2.3.1 Branchenspezifische RahmenbedingungenNach einem schwachen Auftakt in der ersten Jahreshälfte 2023 erholte sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte langsam. Dank des starken Dezembers gab es bei den Brutto-Werbeausgaben für das Jahr 2023 am Ende sogar ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Der Werbe- und Marktforscher Nielsen bilanzierte für das Jahr 2023 33,8 Mrd. EUR Brutto-Werbeausgaben der Unternehmen in Deutschland - und damit einen leichten Zuwachs von 0,3 % gegenüber 2022. Gemeinsam mit Publikumszeitschriften (-8,1 %, 2,6 Mrd. EUR) gehörte TV (-3,5 %, 16,5 Mrd. EUR) zu den beiden Gattungen, die 2023 geringere Werbeinvestitionen als im Vorjahr für sich verbuchten. Alle anderen Gattungen gewannen, am stärksten die kleinste Gattung Kino (+22,3 %, 118 Mio. EUR) und Außenwerbung (+11,2 %, 2,9 Mrd. EUR). Zeitungen konnten ebenfalls ein deutliches Wachstum vorweisen (+7,8 %, 5,5 Mrd. EUR). Das Wachstum im Bereich Online (+3,8 %, 4,2 Mrd. EUR) dürfte sich sogar noch nach oben korrigieren, da es hier in der Regel noch Nachmeldungen seitens der Vermarkter gibt. Die Werbeerlöse im Bereich Hörfunk wuchsen ebenfalls (+2,9 %, 2,0 Mrd. EUR). Bei den aufgeführten Nielsen-Zahlen handelt es sich um Brutto-Umsätze, die keine Auskunft über tatsächliche Ausgaben und Einnahmen geben, aber dennoch ein gutes Bild über den Werbedruck und die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente vermitteln. JOM prognostiziert für das Jahr 2023 Netto-Werbespendings von 25,7 Mrd. EUR und geht demzufolge von einem Minus von rund 1,5 % für den deutschen Werbemarkt aus. Vor allem im ersten Halbjahr haben Krieg, Inflation und Rezession viele Einsparungen mit sich gezogen. Die Prognosen von Dentsu (+0,6 %) und der Organisation der Mediaagenturen OMG (+4,6 %) gehen von einem Wachstum des deutschen Werbemarktes aus. Mit Blick auf die konjunkturelle Lage, die sich im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig entwickelt, scheint ein deutliches Plus eher unwahrscheinlich, da Werbeinvestitionen in schwierigen Marktlagen häufig als erstes gekürzt werden. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) prognostiziert für die Netto-Werbeeinnahmen der Medien im Jahr 2023 ein Wachstum um 1,4 % auf 26,06 Mrd. EUR. Fünf von 16 Werbeträgern schneiden laut ZAW schlechter als im Vorjahr ab, drei liegen auf Vorjahresniveau und acht Werbeträger wachsen - so zum Beispiel der gesamte Digitalbereich, der ein überproportionales Wachstum aufweist. Quellen: ZAW-Marktprognose 2023 und Ausblick 2024: Werbemarkt 2023 dank digitaler Erlöse im leichten Plus: (MVFP); Deutscher Werbemarkt 2023 im Minus, nur leichte Erholung 2024 (markenartikel-magazin.de); Werbeinvestitionen: Entwicklung in Deutschland bis 2023 | Statista 2.3.2 Operative EntwicklungSPORT1 erwirbt neue Rechte, schließt richtungweisende Kooperationen und feiert 30-jähriges JubiläumIm Berichtsjahr hat die Sport1 GmbH Motorsportrechte am ADAC GT Masters und dem ADAC GT4 Germany erworben. Des Weiteren wurde 2023 das Highlight-Magazin "Sky Formel 1 Highlights", im Rahmen einer Kooperation mit Sky und präsentiert vom Automobilclub von Deutschland (AvD) als Sponsor sowie ein Highlight-Format zur FIA World Rally Championship (WRC) gezeigt. Im Juni berichtete SPORT1 als Teil der großen Medien-Allianz zu den Special Olympics World Games Berlin 2023 umfangreich über die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung - mit Coca-Cola und Toyota als Sponsoren, präsentierte die Kieler Woche, das größte Segelevent der Welt - mit Audi als Partner - und übertrug die BMW International Open in Eichenried bei München live. Zudem wurden Rechte an der Europameisterschaft im olympischen 7er-Rugby, der Hockey-EM, der HYLO PDC Europe Super League 2023 und der World Padel Tour akquiriert, die in Kooperation mit CUPRA erstmals live im deutschen Free-TV übertragen wurde. Darüber hinaus startete SPORT1 das neue Darts-Format "MADHOUSE - Die Darts Show" und setzte zum Start der Wintersport-Saison in Kooperation mit dem Deutschen Skiverband das Infotainment-Format "SKI & BERGE - Das DSV-Magazin" fort. 2023 feierte SPORT1 zudem sein Jubiläum "30 Jahre MITTENDRIN" und begleitete dies mit besonderen Aktionen, unter anderem mit einer Jubiläums-Ausgabe des "STAHLWERK Doppelpass" am 22. Januar. Grund zum Feiern hatte SPORT1 auch dank der Darts- und Eishockey-WM, mit denen Rekorde aufgestellt wurden: Bei der Darts-WM waren von Mitte Dezember 2022 bis Anfang Januar 2023 im Durchschnitt 600.000 Zuschauer ab drei Jahren (Z3+) dabei, 300.000 Zuschauer davon aus der werberelevanten Kernzielgruppe Männer 14 bis 59 Jahre (M14-59). Insgesamt wurde im Turnierverlauf zehn Mal die Millionenmarke, dreimal die Zwei-Millionenmarke und dank des historischen Halbfinaleinzugs von Gabriel Clemens sogar erstmals die Drei-Millionenmarke in der Spitze geknackt - ebenfalls Rekord in der 19-jährigen Übertragungsgeschichte der Darts-WM auf SPORT1. Dank der Eishockey-WM und des spannenden Bundesliga-Saisonabschlusses erreichte SPORT1 am Pfingstsonntag mit einem Gesamt-Marktanteil von 5,0 Prozent den besten Tages-Marktanteil seit über sieben Jahren: Das Finale der Eishockey-WM zwischen Deutschland und Kanada verfolgten bis zu 3 Millionen Zuschauer (Z3+) in der Spitze und 1,9 Millionen Zuschauer im Schnitt - die zweitbesten Eishockey-Zahlen der Sendergeschichte. Bis zu 1,12 Millionen Zuschauer (Z3+) in der Spitze schalteten am Vormittag den "STAHLWERK Doppelpass" ein, der Gesamt-Marktanteil lag bei 10,7 Prozent (Z3+) - eine Rekordmarke, die zuletzt 2013 erzielt worden war. Start der Frauen-Bundesliga und Gründung der Bewegung FrauenFuerFussballZum Start der Google Pixel Frauen-Bundesliga startete SPORT1 als neuer Medienpartner des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Oktober die Bewegung FrauenFuerFussball. Ziel der Bewegung ist die nachhaltige Förderung von Diversität, Inklusion und Female Empowerment im Fußball. Mit FrauenFuerFussball werden seitdem Initiativen zur Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs unterstützt. Für diese Mission waren zum Launch bereits prominente Patinnen und große Marken mit an Bord, unter anderem von Volkswagen. Durchstarten mit "SPORT1 Motor", dem "Doppelpass on Tour" und in der Vermarktung mit bekannten MarkenIm November wurde mit "SPORT1 Motor" in Kooperation mit Samsung TV Plus der erste FAST ("Free Ad Supported Streaming TV") Sender von SPORT1 gelauncht. Zudem gab SPORT1 im dritten Quartal die Fortsetzung der Bühnenshow "Doppelpass on Tour" bekannt, die in der Saison 2023/24 ab November bundesweit Station in über 25 Städten machen wird. Die Event-Reihe zu Deutschlands Fußball-Talk Nr. 1 wird seit 2021 in Kooperation mit der S-Promotion Event GmbH veranstaltet. Im Vermarktungsbereich gewannen SPORT1 Business und MAGIC SPORTS MEDIA für die Eishockey-WM unter anderem PENNY, Neobet und SCHÖNER WOHNEN Polarweiss als Werbepartner. In die neue Saison der Fußball-Bundesliga starteten SPORT1 und MAGIC SPORTS MEDIA mit namhaften Werbekunden, darunter Das Örtliche, Krombacher und STAHLWERK sowie Tipico, Neobet und Bet-at-home. Bei der Darts-WM wurden unter anderem ERDINGER Brauhaus, Amgen, Tipico, ELTEN, JackpotPiraten.de und McDart integriert. Ausbau der New-Business-Aktivitäten mit zahlreichen KooperationenIm Bereich New Business vereinbarte die Sport1 GmbH mit Starzz und Car4Sports Kooperationen, in deren Rahmen Gesellschafteranteile an den beiden Partnern erworben wurden, während diese auf den SPORT1 Plattformen reichweitenstark platziert werden. Darüber hinaus werden mit Starzz neue Ansätze auf Basis einer direkten, interaktiven Aktivierung von Stars und Fans bzw. mit Car4Sports im Bereich Mobilitätslösungen entwickelt. Diesen eingeschlagenen Weg mit der zunehmenden Vertikalisierung seiner Wertschöpfungskette setzte SPORT1 im Dezember mit dem Launch der PDC Europe NEXT GEN in Zusammenarbeit mit der PDC Europe fort, eine revolutionäre und innovative Darts-Turnierserie für Nachwuchs- und Amateurspieler aus dem deutschsprachigen Raum. Im Juni startete die Sport1 GmbH im Bereich Live-Shopping mit BRANDSOME eine neue Unternehmung, die einzigartige Performance-Lösungen für Kunden und ihre Marken zum Aufbau neuer Vertriebs- und Kommunikationskanäle bietet. Zu den ersten Kunden gehörte mit MediaMarktSaturn Deutschlands Elektronikhändler Nr. 1. Partnerschaft mit Ströer und Launch SPORT1 Technology HubZur Vermarktung seiner Digital-Angebote schloss die Sport1 GmbH mit Ströer, Deutschlands reichweitenstärkstem Digitalvermarkter, im September eine Partnerschaft: Seit 1. Januar 2024 übernimmt Ströer für SPORT1 die klassische digitale Direktvermarktung. Für die gesamte programmatische Vermarktung werden zudem die Adtech-Lösungen der Ströer-Tochter Yieldlove eingesetzt. Zudem investiert SPORT1 in die Weiterentwicklung seines vielfältigen digitalen Ökosystems und gründete im Oktober den S1 Technology Hub mit Sitz in Warschau. Der TechnologieHub bildet im Rahmen der SPORT1 Wachstumsstrategie "Maximize Moments in Sports & Entertainment" die Grundlage für die technologische Produktweiterentwicklung und Skalierung der unterschiedlichen Digitalangebote. Erfolg für SPORT1 beim Deutschen FernsehpreisFür seine Liveberichterstattung von der Darts-WM 2023 wurde Deutschlands führende Sportplattform für den Deutschen Fernsehpreis 2023 in der Kategorie "Beste Sportsendung" nominiert und als eine der drei besten Sendungen ausgezeichnet. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde damit von der Jury eine Darts-Übertragung beim renommiertesten Medienpreis Deutschlands in die Top 3 gewählt. 2.3.3 Forschung und EntwicklungDie Sport1 GmbH betreibt keine dedizierte Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Alle Bereiche des Unternehmens optimieren die bestehenden Angebote und arbeiten daran, innovative Produkte im Markt zu etablieren. Vor allem bedeutet dies, dass wir unser Angebotsspektrum kontinuierlich durch Innovationen im digitalen Geschäft erweitern und redaktionelle Inhalte weiterentwickeln. Dabei legen wir großen Wert auf die frühzeitige Berücksichtigung der sich verändernden Mediennutzung. Nebst der kontinuierlichen Weiterentwicklung der bestehenden digitalen Produkte wie die Internetseiten und Apps wurde in der Berichtsperiode insbesondere das Backend erweitert, um weitere Livestream Quellen über das eigene MAM (Media Asset Management) distribuieren zu können und selektiv entscheiden zu können, welche ggf. zahlungspflichtig sind. Ein weiterer Schwerpunkt war der Wechsel auf eine komplett neue Vermarktungslandschaft mit neuem überwiegend eigenen AdTech Stack (Systemlandschaft für die Werbevermarktung). Dafür musste die komplette Anbindung an diverse Vermarktungssysteme grundlegend neu entwickelt werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Zuge des Data Warehouse Projektes verschiedene Teilprojekte bearbeitet und abgeschlossen. Mit der Umstrukturierung des Unternehmens in Profit Center wurde im Digitalbereich "Social" zur eigenen Business Unit ausgerufen. Für die bessere Transparenz und zur optimierten Ausspielung der Aktivitäten in den sozialen Kanälen wurde daher der Fokus auf die Konsolidierung der Social Media Daten gelegt. Daten aus YouTube, Facebook, Instagram und Tiktok wurden automatisiert und in einem Business Unit Dashboard dargestellt. Ein weitere Neuerung im Data Lake war die Erstellung von datenbasierten B2C-Produkten im Dialog-Bereich. Durch die Verknüpfung der Datenquellen im Data Lake konnten Push-Nachrichten nach Nutzerinteressen versendet werden. Zudem wurde ein Backend für den Versand von Newslettern erstellt, die teils automatisiert und teils mit redaktionellen Inhalten befüllt werden. Diese Produkte sollen die Nutzer-Retention und Nutzer-Zufriedenheit steigern. Diese Weiter- bzw. Neuentwicklungen wurden einerseits durch eigenes Personal sowie aber andererseits auch durch externe IT-Dienstleister vorgenommen. Der letzte wesentliche Fokuspunkt in diesem Bereich war das Anschließen von KI-Funktionalitäten. Die Anbindung von Open AI an die Infrastruktur des Data Lakes konnte abgeschlossen werden. Open AI wird genutzt, um maschinell generierte Inhalte für den Sport1-Nutzer zu erstellen, welche die Reichweite auf den Produkten steigern. Dabei wird besonderer Fokus auf die Vor- und Nachberichterstattung im Bundesliga-Umfeld gelegt sowie die Generierung von Inhalten in schwächer frequentierten Bereichen forciert. Im Berichtsjahr betrugen die Forschungs- und Entwicklungskosten im Zusammenhang mit IT-Entwicklungsprojekten zum Ausbau und zur Erweiterung unserer digitalen Geschäftsmodelle 2,4 Mio. Euro (Vj.: 3,0 Mio. Euro) 2.3.4 Analyse der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren Free-TV-Verbreitung weiter auf hohem NiveauIm Jahr 2023 war der FreeTV Sender SPORT1 in 32,05 Millionen Haushalten (2022: 31,97 Millionen) und somit nahezu flächendeckend in 82,7 % (2022: 82,5 %) aller erreichbaren Haushalte in Deutschland empfangbar. Großer Erfolg für SPORT1: Seit 2020 wurden die Free-TV-Marktanteile kontinuierlich nach oben geschraubt. Mit seinem Free TV-Angebot erreichte SPORT1 im Jahr 2023 Marktanteile von 0,6 % bei den Zuschauern ab drei Jahren (2022: 0,5 %) und 1,2 % in der Kernzielgruppe der 14- bis 59-jährigen Männer (2022: 1,0 %). Zu den Quoten Highlights zählten vor allem Fußball Liveübertragungen des Topspiels der 2. Bundesliga am Samstagabend, die bekannten SPORT1 Formate wie "Der STAHLWERK Doppelpass" oder der "Fantalk" sowie die Darts und Eishockey Weltmeisterschaften. Quelle: AGF-Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; VIDEOSCOPE 1.4, Marktstandard: TV (Systemdefault), SPORT1 Medienforschung,1. Januar 2022 bis 31. Januar 2023. Pay-TV-Verbreitung weiter auf hohem NiveauDer PayTV-Sender SPORT1+ verzeichnete zum 31. Dezember 2023 insgesamt rund 1,88 Millionen Subscriber (31. Dezember 2022: 1,83 Millionen). Die Abonnentenzahl von eSPORTS1 lag zum 31. Dezember 2023 bei ca. 2,10 Millionen Subscribern (31. Dezember 2022: 2,13 Millionen). Quelle: Werte auf Basis der Reportings der Kabelnetz- und Plattformbetreiber. Populäre Sport-Destination im Digital-Bereich mit großem Live- und On-DemandAuch 2023 lag SPORT1 mit seinen Digitalkanälen wieder weit vorn in der Publikumsgunst - insbesondere auch aufgrund seines umfangreichen Videoangebots. Bei den Visits lag SPORT1 im ersten Halbjahr 11% über Vorjahreszeitraum - dank aufmerksamkeitsstarker Sportereignisse wie der Darts- und Eishockey-WM und dem spannenden Meisterschaftsrennen in der Fußball-Bundesliga. Im zweiten Halbjahr bewegten sich die Visits aufgrund fehlender großer Highlights in der Berichterstattung 12% unter der Vorjahresperiode - ein Trend, der sich auch bei den Mitbewerbern bemerkbar machte. Quellen: Online: Interne Messung, 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 inkl. Sport1.de, tv.sport1.de, tippspiel.sport1.de; Mobile: Interne Messung, 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 inkl. MEW, SPORT1 News App. Die Video-Views auf den eigenen Plattformen ohne die YouTube Channels lagen im Berichtsjahr um 10% über Vorjahr, getrieben durch gute Livestream-Reichweiten und eine funktionierende Video-Strategie. Auf seinen YouTube Channels erreichte SPORT1 einen Anstieg der Video-Views um 7% gegenüber 2022. Für einen Rekordwert von 41 Millionen Video Views sorgte im April auch hier der Bundesliga-Titelkampf, auch befeuert durch YouTube-Shorts. Quellen: Video Views SPORT1 Plattformen inkl. Livestream, ohne YouTube: AT-Internet, 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023; YouTube Analytics 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023. Umfangreiches Podcast-Angebot im Audio-Bereich und führende Social-Media-Position weiter gefestigtSPORT1 ist seit September 2019 mit seiner eigenen Podcast-Familie auf dem Markt, die Ende Dezember 2023 rund 30 Podcasts umfasste. Die Podcasts sind auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Google Podcast, Amazon Music, Deezer und Podigee sowie auf SPORT1.de und den SPORT1 Apps abrufbar. Im Social-Media-Bereich erreichte SPORT1 auf seinen Kanälen bei Facebook, Instagram, TikTok, X und YouTube sowie den im vergangenen Jahr hinzugekommen WhatsApp- und Threads-Kanälen Ende Dezember 2023 insgesamt 7,2 Millionen Fans und Follower (Dezember 2022: 7 Millionen). Besonders stark ist die Community weiter bei TikTok: Dort folgen SPORT1 aktuell über 1,1 Millionen Menschen - so viele wie keinem anderen Sportmedium aus dem deutschsprachigen Raum. Quellen: Social Media Fans: Social Reporting (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube und TikTok), Stand: 31. Dezember 2023. 2.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage2.4.1 Gesamtbewertung des GeschäftsjahresDie Geschäftsführung ging im Prognosebericht des Vorjahres, basierend auf Umsatzerlösen 2022 in Höhe von € 78,5 Mio., von deutlich höheren Umsatzerlösen im Jahr 2023 aus. In Summe konnten die Umsatzerlöse der Sport1 GmbH im Geschäftsjahr 2023 auf € 91,0 Mio. gesteigert werden, was einem Anstieg von € 12,5 Mio. oder 15,9 Prozent entspricht und im Wesentlichen im Rahmen der Erwartungen verlief. Das TV-Geschäft erwirtschaftet in der Berichtsperiode Umsatzerlöse in Höhe von € 50,9, Mio. (Vj. 54,0 Mio. Euro) und lag somit mit 5,9, Prozent hinter dem Vorjahrswert und leicht über dem generellen Rückgang der Bruttowerbeausgaben im Bereich TV in Deutschland, welcher bei 3,5 Prozent im Jahr 2023 lag. Die Erlöse im digitalen Bereich lagen bei 36,3 Mio. Euro und stiegen um 72,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (21,1 Mio. Euro). Grund für den hohen Anstieg waren insbesondere Media-for-Equity Deals. Ohne den Media-for-Equity Beitrag lagen die Erlöse im digitalen Bereich in der Berichtsperiode bei 21,3 Mio. Euro und stiegen um 1,0 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zu, wobei der Markt in Deutschland bei den Bruttoausgaben im Online Bereich mit 3,8 Prozent stärker anstieg. Aufgrund des Wechsels in der Vermarktung nahm die organische Zunahme der Erlöse weniger stark zu als im allgemeinen Marktumfeld. Der Material- und Lizenzaufwand nahm in Berichtsperiode um € 0,8 Mio. ab und erreichte mit € 67,4 Mio. (Vj. € 68,2 Mio.) praktisch den budgetierten Wert. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich das EBIT im Vergleich zum Vorjahr um +€ 7,4 Mio. auf -€ 2,4 Mio. verbessert, womit das gesteckte Ergebnisziel im Wesentlichen im Rahmen der Erwartung lag. Der Anstieg des EBIT begründet sich v.a. durch den Anstieg der Media-for-Equity Deals. 2.4.2 ErtragslageDas EBIT hat sich um +€ 7,4 Mio. auf -€ 2,4 Mio. verbessert. Die Entwicklung der einzelnen Erlös- und Aufwandsarten ergibt sich wie folgt: Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um +€ 12,5 Mio. bzw. 15,9 Prozent auf € 91,0 Mio. erhöht. Die Umsätze entfallen dabei in Höhe von € 81,5, Mio. (Vj. € 68,4 Mio.) auf Werbeerlöse aus der Vermarktung der TV-Sender und der digitalen Plattformen von SPORT1 sowie Diversifikationserlöse aus der unmittelbaren Kapitalisierung der Sendeflächen durch beispielsweise Dauerwerbesendungen. Hauptgrund ist insbesondere der Anstieg der Media-for-Equity Deals. Zudem ergaben sich sonstige Umsatzerlöse in Höhe von € 13,7 Mio. (Vj. € 14,1 Mio.), unter anderem durch den Verkauf von urheberrechtlich geschütztem Bildmaterial, der Sublizenzierung von Bildrechten von Sportveranstaltungen, der Einspeisung des Free-TV-Senders SPORT1 HD sowie den Pay-TV-Sendern SPORT1+ und eSPORTS1 bei IPTV-, Kabelnetz- und Satellitenbetreibern. Den Werbe-, Diversifikations- und sonstigen Umsatzerlösen stehen Erlösschmälerungen in Höhe von € 4,3 Mio. (Vj. € 4,0 Mio.) aufgrund von Skonti, nachträglich gewährten Rabatten und Erlösabführungen gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 2,8 Mio. (Vj. € 7,8 Mio.) haben im Vorjahresvergleich abgenommen, unter anderem aufgrund dem im Vorjahr enthaltenen Domainverkauf (€ 7,0 Mio.). Demgegenüber gab es einen Anstieg durch die Förderung digitaler Projekte in Höhe von +€ 1,2 Mio. (Vj. € 0 Mio.). Der Materialaufwand liegt mit € 67,4 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau von € 68,2 Mio. Hauptgrund hierfür war vor allem geringere Lizenzaufwand im Bereich Boxen. Der Personalaufwand liegt mit € 15,5 Mio. auf Vorjahresniveau (Vj. € 15,5 Mio.). Die Abschreibungen liegen im Vorjahresvergleich stabil bei € 0,9 Mio. (Vj. € 0,9 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um € 0,8 Mio. auf € 12,2 Mio. (Vj. € 11,4 Mio.) vor allem aufgrund höherer IT-Kosten erhöht. Durch ein negatives Finanzergebnis von -€ 3,7 Mio. (Vj. -€ 0,5 Mio.) - v.a. bedingt durch Abschreibungen auf Beteiligungen, bei denen die Geschäftsentwicklung hinter den Erwartungen geblieben ist, und höheren Zinsaufwendungen, ergibt sich bei einem EBIT von -€ 2,4 Mio. (Vj. -€ 9,7 Mio.) ein Jahresdefizit vor Ergebnisübernahme durch die Gesellschafterin Sport1 Holding GmbH von -€ 6,0 Mio. (Vj. Jahresdefizit -€ 10,3 Mio.). 2.4.3 VermögenslageDas Gesamtvermögen der Gesellschaft beträgt € 60,9 Mio. (Vj. € 36,7 Mio.) und entwickelte sich im Einzelnen wie folgt: Der Anteil des Anlagevermögens in Höhe von € 27,6Mio. (Vj. € 4,9 Mio.) am Gesamtvermögen beträgt im Berichtsjahr 45,4 Prozent (Vj. 13, Prozent). Hauptgrund für die Steigerung war der Abschluss mehrerer Media-for-Equity Deals. Das Umlaufvermögen betrug zum Stichtag € 30,5 Mio. (Vj. € 28,1 Mio.) und lag damit über Vorjahresniveau. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen betrug 50,2 Prozent (Vj. 76,6 Prozent). Größte Bilanzposition im Umlaufvermögen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 15,1 Mio. (Vj. € 13,1 Mio.). Die Erhöhung ergibt sich im Wesentlichen durch höhere Forderungen aus Media-for-Equity Deals im Vorjahresvergleich. Die Steigerung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von € 10,5 Mio. auf € 11,4 Mio. ist v.a. in einer geringeren Forderung aus Verlustausgleich gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 6,0 Mio. (Vj. € 10,3 Mio.) und andererseits in höheren Darlehensforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen € 5,2 Mio. € (VJ. € 0,2 Mio.) begründet. Die Reduktion der sonstigen Vermögensgegenstände von € 4,5 Mio. auf € 4,0 Mio. ist v.a. durch im Vorjahresvergleich geringere Umsatzabgrenzungen. begründet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um € 0,9 Mio. auf € 2,7 Mio. (Vj. € 3,6 Mio.) verringert, da im Vorjahr u.a. mehr Lizenzrechte für im Folgejahr stattfindende Sportevents bereits abgerechnet waren. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind um € 14,8 Mio. auf € 43,3 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf um € 1,4 Mio. geringere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, um € 21,2 Mio. höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, um € 5,8 Mio. geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (v.a. Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Sport1 Medien AG) und um € 0,2 Mio. höhere sonstige Verbindlichkeiten (v.a. höhere Lizenzverbindlichkeiten) zurückzuführen. 2.4.4 FinanzlageZum Stichtag erhöhte sich der Finanzmittelfonds - bestehend aus liquiden Mitteln aus Bargeld und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkreditlinien um € 1,4, Mio. von -5,4 Mio. auf € -4,0 Mio. (Vj. € -5,4, Mio.). Die Liquidität der Gesellschaft ist über den Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Sport1 Holding GmbH sowie einem kurzfristig abrufbaren Darlehensrahmenvertrag über € 15,0 Mio. mit der Sport1 Medien AG sichergestellt (Zinssatz 4,5% und keine Sicherheiten). Zum Stichtag sind keine Mittel aus dem Darlehensrahmen in Anspruch genommen. Zudem verfügt die Gesellschaft über eine Betriebsmittelkreditlinie ihrer Hausbank in Höhe von € 8,0 Mio. (variabel verzinslich, Sicherheiten Globalzession der Forderungen gegenüber Dritte). Diese wurde zum Stichtag in Höhe von € 4,0 Mio. in Anspruch genommen. Der Cashflow des Unternehmens stellt sich wie folgt dar:
Die Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit auf +€ 3,3 Mio. ergibt sich v.a. aufgrund der Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 und der Zunahme der Verbindlichkeiten, welche nicht im Cash-Flow aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von -€ 2,1 Mio. beinhaltet Investitionen in das Anlagevermögen, v.a. Programminvestitionen im Bereich Docutainment, und aus Darlehenszahlungen an die Jackpot50 GmbH (vormals Spin50 GmbH) in Höhe von € 0,8 Mio. und Cashkomponenten bei den Media for Equity Beteiligungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von + € 0,2 Mio. ergibt sich aus dem der Sport1 Medien AG gewährten Darlehen in Höhe von € 4,2 Mio., der Rückzahlung des bei der Sport1 Medien AG gezogenen Darlehens in Höhe von € 5,9 Mio. und gegenläufig aus der Zahlung der Verlustübernahme 2022 durch die Gesellschafterin Sport1 Holding GmbH in Höhe von € 10,3 Mio. 3. Risiko- und Chancenbericht3.1 Chancen- und RisikomanagementsystemUnternehmerisches Handeln und die Wahrnehmung von Chancen sind stets auch mit Risiken verbunden. Zum Schutz des Fortbestands der Gesellschaft, wie auch zur Unterstützung bei der Erreichung der Unternehmensziele, wurde über die Sport1 Medien AG ein integriertes, unternehmensweites Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. 3.2 Risikobericht3.2.1 RisikomanagementsystemDas RMS ist in einer Richtlinie des Sport1 Medien-Konzerns definiert, welche auch von der Sport1 GmbH angewandt wird. Der Sport1 Medien-Konzern wendet die Definition des Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 20 "Konzernlagebericht" des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) an. Dieser definiert Risiken (Chancen) als "mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen (positiven) Prognose- bzw. Zielabweichung führen können". Das RMS folgt den Grundzügen des übergreifenden Rahmenwerks für "Unternehmensweites Risikomanagement", wie es vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelt wurde. Es werden folgende Ziele verfolgt:
Bei der periodischen Meldung werden Ursache und Wirkung der Faktoren sowie mögliche Frühwarnindikatoren und geplante oder bereits getroffene Maßnahmen beschrieben. Sofern ein Schaden oder eine Maßnahme sinnvoll quantifizierbar ist, wird dieser Wert ermittelt und angegeben. Ist eine Quantifizierung nicht möglich oder nicht sinnvoll, wird der mögliche Schaden verbal beschrieben und in die Kategorien "unwesentlich", "begrenzt", "hoch" oder "schwerwiegend" eingeordnet. Gleiches gilt für die Eintrittswahrscheinlichkeit mit den Ausprägungen "klein", "mittel", "groß" und "sehr groß". Aus der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit in Verbindung mit dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:
Aus dem möglichen Bruttoschaden, der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Wirkung der Maßnahmen ergibt sich das Nettorisiko. Zur besseren Gliederung werden Risiken in die Kategorien Risiken aus der Regulierung, Geschäfts- und Marktrisiken, Betriebs-, Finanz-, Rechts- und Compliance-Risiken eingeteilt. Insbesondere Risiken außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft und Risiken, die sich aus der gesetzlichen Regulierung (z.B. einer gesetzlichen Einschränkung der Bewerbung einzelner Produktgruppen) ergeben, lassen sich häufig nicht aktiv steuern und vermeiden. Weiterhin werden Risiken mit kleiner bzw. nicht messbarer Eintrittswahrscheinlichkeit bei gleichzeitig möglicherweise großer Auswirkung nicht zuverlässig erfasst. Hierunter fallen unerwartete und unabwendbare Ereignisse (höhere Gewalt). 3.2.2 Angaben zu den einzelnen RisikenNachfolgend werden einzelne Risiken und deren Risikofaktoren sowie deren Auswirkungen dargestellt. Die Darstellung erfolgt gruppiert nach den Risikokategorien des RMS, jedoch auf einem höheren Aggregationsgrad. Innerhalb einer Kategorie sind die Risiken zuerst genannt, deren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am größten eingestuft werden. Wird bei der Einstufung des Risikos kein Bezug auf die getroffenen Maßnahmen angegeben, so handelt es sich um die Einstufung als Bruttorisiko. Kann ein Risikofaktor den Fortbestand einer wesentlichen Organisationseinheit gefährden, wird im Folgenden darauf hingewiesen. Gleiches gilt, wenn ein Risiko den Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Risiken aus der RegulierungDie Geschäftsmodelle der Sport1 GmbH sind stark von der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und den regulatorischen Eingriffen der öffentlichen Verwaltung abhängig. Regulatorische Eingriffe, Änderungen in der Gesetzgebung oder Verwaltungsverfahren können sich negativ auf die Kosten- oder Erlösstruktur auswirken. Sie könnten zur Zurückhaltung der Kunden bei der Buchung der betroffenen Werbezeiten oder Einschränkungen bei Lizenzeinkäufen führen. Bereits kontrahierte oder in der Planung berücksichtigte Umsätze aus dem Verkauf von Werbezeiten könnten aufgrund von Verboten oder anderweitigen Einschränkungen kurzfristig entfallen. Folgende Faktoren beeinflussen dieses Risikonennenswert: Der Verkauf von Werbezeiten an Anbieter von Produkten in den Bereichen Wetten, Poker- und Casinospiele sowie Lotto ist in starkem Maße reguliert. Durch regulatorische Maßnahmen, wie z.B. Konzessionen, Untersagungen, Werbeverbote oder weitere Einschränkungen könnten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Anbieter dieser Produkte verändern, was eine mittelbare Auswirkung auf die geplanten Umsätze haben könnte. Mit Blick auf die Bewerbung von lizensierten und damit legalen Glücksspielangeboten in Deutschland, die mittlerweile umfassend gesetzlich geregelt ist, sind aktuell zwei Aspekte zu beachten. So bildet sich zum einen eine Rechtsanwendungspraxis durch die für die Glücksspielaufsicht zuständige neu geschaffene Behörde gerade erst aus, was zu Verunsicherungen im Markt führen kann, beispielsweise bei der noch unklaren Abgrenzung weniger regulierten Sponsorings von stärker regulierter Werbung. Zum anderen erfolgt eine umfassende Evaluierung des in Deutschland seit 2021 geltenden Glücksspielstaatsvertrages, in dessen Zuge insbesondere auch untersucht werden soll, inwieweit Glücksspielwerbung in Fernsehen und Internet einer gewünschten Kanalisierung auf legale Angebote dient und inwieweit ein Spannungsverhältnis zur ebenfalls beabsichtigten Suchtprävention besteht. Das Ergebnis könnte zu Anpassungen in den bestehenden Werbebestimmungen führen. Die Untersuchung soll auch Sonderaspekte wie sog. "werbende Berichterstattung" und Sonderwerbemaßnahmen, wie die Gewährung von Boni und Rabatten, untersuchen. Auch diesbezüglich besteht die Möglichkeit, dass Werbevorschriften angepasst werden, was direkte und indirekte Auswirkung auf Werbebuchungen haben kann. Ebenso kann die Evaluierung zu neuen nicht werbebezogenen Vorschriften für die Anbieter des jeweiligen Glücksspielangebots führen (z.B. Einzahlungslimits etc.), was deren Umsätze und damit auch Höhe von deren Werbeausgaben beeinträchtigen könnte In diesem Zusammenhang könnten auch mögliche Verwaltungsverfahren oder wettbewerbsrechtliche Verfahren gegen Gesellschaften des Konzerns hinsichtlich der Bewerbung dieser Produkte die Umsatzrealisierung unmittelbar negativ beeinflussen und eventuell zu erhöhten Kosten führen. Weitere regulatorische Risiken können sich aus derzeit in Deutschland diskutierten künftigen weiteren Werbeverboten wie beispielsweise für Lebensmittel ergeben. Dies kann zu geringeren Werbeerlösen führen. Die Umsetzung der Europäischen Plattformregulierung über DMA und DSA können zu Risiken für die Geschäftsbeziehungen mit großen Plattformen führen und dortige Reichweite und Erlöse erschweren. Der Entwurf für die ePrivacy-Verordnung, die unter anderem den Einsatz von Cookies und ähnlicher Technologien, die Zulässigkeit der Erstellung von Nutzerprofilen (Tracking, Profiling, Retargeting) oder Maßnahmen zur Nutzung personenbezogener Daten regulieren soll, ist nach wie vor im Gesetzgebungsverfahren der EU anhängig. Angesichts einiger Streitpunkte hinsichtlich des aktuellen Verordnungstextes schreiten diese aber nicht so schnell voran, wie die portugiesische Ratspräsidentschaft das Thema ePrivacy zuletzt vorangetrieben hat. Jedenfalls ist ein Inkrafttreten der ePrivacy-VO im Jahr 2023 nicht erfolgt. Unter Berücksichtigung einer Übergangszeit von möglichen 24 Monaten ab Inkrafttreten ergäbe sich damit ein Geltungsbeginn etwaiger Neuregelungen nicht vor Ende 2025. Zurzeit ist der Gesetzestext noch in der Finalisierung. Wann der finale Text und damit der Beginn der Übergangszeit vorliegt ist noch unklar. Die Umsetzung der Europäischen Plattformregulierung über Digital Markets Act (DMA) und Digital Service Act (DSA) können zu Risiken für die Geschäftsbeziehungen mit großen Plattformen führen und dortige Reichweite und Erlöse erschweren. Der DMA legt Betreibern von zentralen digitalen Plattformen ("sogenannten Gatekeepern") zusätzliche wettbewerbs- und kartellrechtliche Verpflichtungen auf. Der Digital Services Act der EU, gültig ab dem 17. Februar 2024, führt zu einer erweiterten Transparenzpflicht bei Onlinewerbung und soll den Nutzer besser vor illegalen Inhalten, Hetze und Desinformation schützen. Die Unternehmen sind daher gefordert, ihre Informationspflichten gegenüber den Nutzern zu kontrollieren, was sich auch auf die angebotenen Inhalte auswirkt und eine Kontrollintensität zur Folge hat. Hier sind insbesondere Betreiber von Online-Plattformen und -Marktplätzen im Fokus. Der DSA lässt die DSGVO weitestgehend unberührt. Am 01. Dezember 2021 trat die Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) überwiegend in Kraft. Das Nebenkostenprivileg bei den Kabel-TV-Kosten wird fallen - für neugebaute Hausverteilnetze sofort. Für Bestandsimmobilien gilt eine Übergangsfrist bis Mitte 2024. Beim sogenannten Nebenkostenprivileg können Vermieter ihren Mietern Kabelanschlüsse pauschal über die Nebenkosten abrechnen können. Über diesen Modus werden gut 7,4 Millionen Haushalte in Deutschland mit Fernsehen versorgt. Durch den Wegfall des Privilegs ist zu befürchten, dass Kunden von klassischen Kabelnetzbetreibern abwandern und dann eventuell in nicht von der AGF gemessene Distributionswege abwandern, oder noch weniger lineares Fernsehen konsumieren. Obwohl es hier schwierig ist, klare Prognosen anzustellen, besteht jedoch das Risiko, dass von 5 Prozent bis 20 Prozent technische Reichweite verloren gehen könnte. Dies könnte zu sinkenden Marktanteilen und somit einhergehend zu sinkenden Umsatzerlösen führen. Ebenso trat zum gleichen Zeitpunkt das Gesetz zur Regelung des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei Telemedien" in Kraft. Dieses Telekommunikations-Telemedien-Datenschutzgesetz soll der ePrivacy-Verordnung in einigen wichtigen Punkten bereits vorgreifen, um nicht weiterhin auf die noch weit entfernte EU-Lösung angewiesen zu sein. Mit einem neuen Gesetz zu digitalen Inhalten und Dienstleistungen, das 2022 in Kraft trat und im BGB umgesetzt wurde, erhalten die Verbraucher nun umfassende Gewährleistungsrechte. Auch eine Update-Pflicht für die Unternehmen wird eingeführt. Die neuen Regelungen gelten für alle Verbraucherverträge - also Verträge zwischen Unternehmen und Verbrauchern - unabhängig von der Vertragsart. Sie beziehen sich auf die Bereitstellung digitaler Inhalte wie zum Beispiel Software und E-Books, wie auch digitaler Dienstleistungen wie zum Beispiel Videostreaming und soziale Netzwerke. Die Einwilligungsverwaltung im Sinne von § 26 TTDSG führt zu einem erhöhten Aufwand bei der Einrichtung von nutzerfreundlichen und wettbewerbskonformen Verfahren über sog. "anerkannte Dienste" zur Einholung der Einwilligung nach § 25 Abs. 1 TTDSG. Es kann hier wieder zu Diskussionen um den "Ablehne-Button" auf der ersten Ebene kommen sowie über die technische Umsetzung, die aktuell noch in Klärung ist. Dem kann möglicherweise die aktuell in der Diskussion befindliche Vertragslösung (Leistung gegen Daten) entgegenwirken, um eine Neuerung aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu nutzen. Die Umsetzung der Vorgaben des § 26 TTDSG sind noch im Entwurfsstadium. Durch die Presidential Order (US) und den EU-Angemessenheitsbeschluss ist ein Datentransfer nach Art. 45 der Datenschutzverordnung der EU (DSGVO) möglich. Zu beachten ist, dass der Dienstleister sich den Anforderungen des EU-Angemessenheitsbeschlusses unterwerfen muss, d.h. eine Zertifizierung beim US-Handelsministerium, unter Angabe der geforderten Angebots- und Kotierungsprospekt HLEE 2023 11 Informationen, erfolgen muss. Danach muss die verantwortliche Stelle, mit Sitz in der EU, über eine Einsichtnahme in die öffentlich zugängliche Datenbank des US-Handelsministeriums prüfen, ob eine Zertifizierung vorliegt und auch die geplante Datenverarbeitung von der Zertifizierung erfasst ist. Sollte dieses nicht gegeben sein, müssen die strengen Anforderungen der Standardvertragsklauseln beachtet werden. Ein Vorgehen gegen den EU-Angemessenheitsbeschluss ist schon angekündigt, und mit einem Vorlageverfahren beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) Anfang 2024 gerechnet werden. Im Rahmen dieses Vorlageverfahrens kann ein Aussetzen des EU-Angemessenheitsbeschlusses angeordnet werden. Im Fall einer Feststellung, dass der EU-Angemessenheitsbeschluss nicht mit dem geltenden Datenschutzrecht vereinbar ist, müssen wieder die aufwendigen Regelungen zum Datenverkehr mit den USA beachtet werden, mit den entsprechenden Risiken aufgrund von Beschwerden und der Nichtbeachtung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Das Inkrafttreten der europäischen KI-Verordnung (Verordnung über künstliche Intelligenz, der Zeitpunkt steht derzeit nicht fest) kann zu verschärften Anforderungen an die Nutzer von KI-Systemen führen, insbesondere in den Bereichen Informationspflichten und Prüfungen über die datenschutzrechtliche Zulässigkeit vor einer Inbetriebnahme. Die Prüfung ist insbesondere erforderlich, um der Rechenschaftspflicht nachzukommen und erfordert jedenfalls in Abhängigkeit des Risikos der KI-Systeme eine Datenschutzfolgenabschätzung. Auch sind die Einsatzmöglichkeiten sowie die rechtlichen Anforderungen bei der Implementierung zu beachten. Mit dem Referentenentwurf zu Änderungen des geltenden deutschen Bundesdatenschutzgesetzes vom 17. August 2023 sind insbesondere in den Bereichen Personal und der gemeinsamen Verantwortlichkeit Änderungen verbunden. Zurzeit läuft die Verbändeanhörung und eine Umsetzung ist zeitlich noch nicht absehbar. Mit dem EU Data Act, der im November 2023 verabschiedet wurde, mit einer Umsetzungsfrist von zwei Jahren, wird der Zugang zu Daten und die Weiterleitung der Daten an Dritte geregelt. Dieses führt zu neuen Regelungen in den Bereichen Zugang und Weiterleitung personenbezogener Daten, bei gleichzeitiger Beachtung der Grundsätze der Datenminimierung und Datenschutz durch Technikgestaltung / datenschutzfreundliche Voreinstellungen. Wie dieses technisch umgesetzt werden soll, ist auch noch in Abstimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden. Des Weiteren wurde im Jahr 2021 das deutsche Urhebervertragsrecht reformiert und ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger eingeführt. Die neuen gesetzlichen Regelungen enthalten unbestimmte Rechtsbegriffe und unklare Formulierungen, bezüglich derer erst durch Rechtsprechung und Branchenübung in den nächsten Jahren mehr Rechtssicherheit erreicht werden kann. Zurzeit sind die Auswirkungen auf die Sport1 Medien-Gruppe dementsprechend noch nicht final absehbar. Dies gilt gleichermaßen für die im Urheberrechtsgesetz seit 2021 neu, «technologieneutral», ausgestaltete Regime der Lizenzierung von Weitersenderechten an Dritte, einschließlich Anbietern von Diensten über das offene Internet, aus der erhebliche Verschiebungen des Verbreitungsmarktes und der damit im Zusammenhang stehenden Lizenzeinnahmen folgen können. Mit dem Referentenentwurf zu Änderungen des geltenden deutschen Bundesdatenschutzgesetzes vom 17. August 2023 sind insbesondere in den Bereichen Personal und der gemeinsamen Verantwortlichkeit Änderungen verbunden. Zurzeit läuft die Verbändeanhörung und eine Umsetzung ist zeitlich noch nicht absehbar. Die Gesellschaft verfolgt systematisch die einschlägigen Urteile und Gesetzesvorlagen und ist bestrebt durch eigene medienpolitische Arbeiten sowie im Rahmen der Arbeit des VAUNET - Verband Privater Medien - und des Deutschen Verband für Telekommunikation und Medien (DVTM) auf die nutzergerechte und zugleich wirtschaftlich sinnvolle Ausgestaltung der jeweiligen Bestimmungen hinzuwirken. Durch interne Vorgaben, Schulungen und vertragliche Verpflichtungen wird, wo erforderlich (zuletzt bei Call-In-Formaten), ein regelkonformer Sendeablauf sichergestellt. Angesichts der möglichen Auswirkungen sowie empfindlicher Bußgeldandrohungen bei potenziellen Verstößen gegen einzelne Vorschriften ist dieses Risiko insgesamt als erheblich einzustufen (Vj. erhebliche Stufe). Geschäfts- und MarktrisikenZugang zu Lizenzen und VerwertungsrechtenFür den Betrieb ihrer Plattformen ist die Sport1 GmbH auf attraktive Übertragungsrechte an Sportveranstaltungen und Programmformaten angewiesen. Eine Neulizenzierung von Verwertungsrechten für Sportveranstaltungen oder Programmformate kann mit einer Erhöhung der geplanten Lizenzkosten einhergehen. Ebenso können neue technische Standards gerade in der Distribution über digitale Assets zu höheren Infrastrukturkosten führen. Die fehlende Verfügbarkeit von Übertragungsrechten an Sportveranstaltungen unter anderem aufgrund der größeren Konkurrenz wie OTT-Plattformen bzw. eine Erhöhung der Lizenzkosten in der Zukunft könnte dazu führen, dass der Sport1 GmbH attraktive Inhalte für ihre TV-Sender bzw. sonstigen Plattformen fehlen würden. Zusätzlich ist die Verfügbarkeit von notwendigen personellen Ressourcen im sog. "War of Talents" als zusätzliches Risiko zu bewerten. Dies wäre mit geringeren Marktanteilen, geringeren Werbe- und/oder Sponsoring-Erlösen sowie geringeren Pay-TV-Erlösen verbunden. Diese Risiken werden durch Mitarbeiter im Bereich Rechte- und Lizenzeinkauf der Sport1 GmbH in Zusammenarbeit mit der Zentralredaktion überwacht. Einerseits werden, sofern möglich, Rechte langfristig erworben, um die Unsicherheit im Planungszeitraum zu reduzieren. Andererseits wird die Entwicklung alternativer Formate und Eigenproduktionen kontinuierlich ausgebaut, um eine gewisse Unabhängigkeit von Rechten Dritter zu schaffen. Insgesamt ist dieses Risiko als erheblich einzustufen (Vj. erhebliche Stufe). Intensiver Wettbewerb beim Absatz der ProdukteDie Umsatzplanung der Gesellschaft unterstellt bestimmte Marktanteile, Reichweiten und Abonnentenzahlen sowie Erlöse aus den verschiedenen Auswertungsplattformen. Signifikante Abweichungen von diesen Planzahlen können Einfluss auf den Umsatz der Gesellschaft haben. Dabei sind folgende Faktoren nennenswert: Es besteht ein nicht unerheblicher Wettbewerb um die begrenzt verfügbaren Budgets der werbetreibenden Wirtschaft, denen eine stetig zunehmende Anzahl von TV-Sendern und anderen möglichen Werbeplattformen gegenübersteht. Rückläufige Werbeinvestitionen und sinkende Preise in der Werbezeiten- bzw. Werbeflächenvermarktung könnten wesentliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft haben. Des Weiteren hat der Werbemarkt eine hohe Volatilität und reagiert unverzüglich auf konjunkturelle Verschlechterung (wie Covid-19-Pandemie, Ukraine/Russland-Krieg, Inflation, Konsumentenstimmung). Generelle Konjunkturschwankungen wirken sich direkt auf den Werbemarkt aus. Dies könnte zu rückläufigen Werbebudgets und -spendings bei den Werbetreibenden führen und somit bei der Sport1 GmbH zu geringeren Umsatzerlösen. Die Umsatzplanung beinhaltet Werbeeinnahmen aus den Bereichen Sportwetten, Poker, Casino und Telefonangeboten. Veränderungen auf diesen Märkten, wie z.B. regulatorische Eingriffe in die Geschäftsmodelle der Anbieter, könnten die Planung gefährden. Die Veränderungen bzw. Anpassungen des Gewichtungsmodels im Fernsehpanel der AGF Videoforschung GmbH können zu einem nicht geplanten Verlust an Marktanteilen des Free-TV-Senders SPORT1 führen und als Folge davon möglicherweise sinkende Erlöse in der Werbezeiten - bzw. Werbeflächenvermarktung nach sich ziehen. Da insbesondere die Reichweiten, Marktanteile und Abonnentenzahlen für die Höhe der erzielbaren Werbeeinnahmen bzw. Erlöse maßgeblich sind, ist die Sport1 GmbH bestrebt, ihre Marktanteile über zielgruppengerechte, begehrte Programminhalte für ihre TV-Sender und anderen Plattformen auszubauen und dadurch ihre Wettbewerbsstärke zu steigern sowie durch Aufwendungen für die Vermarktung und das Marketing von Produkten deren Bekanntheit und Image zu erhöhen. SPORT1 arbeitet sehr aktiv an einer Ausweitung und der Gewinnung neuer Zielgruppen über digitale Distributionswege und alternative digitale Formate, um das entsprechende Risiko auszugleichen und die Möglichkeit zur Gewinnung neuer Werbeinventare zu schaffen. Insgesamt wird dieses Risiko als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). Verhältnis zu Kunden, Lieferanten und GeschäftspartnernWie jede andere Unternehmung ist auch die Gesellschaft von guten Beziehungen zu ihren Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern abhängig. Dabei bringt die Medienbranche spezifische Anforderungen mit sich. Sollten Verträge mit wesentlichen Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartnern auslaufen, nicht verlängert und/oder während der Laufzeit beendet werden, könnte sich dies erheblich nachteilig auf den Umsatz und das Ergebnis der Folgeperioden auswirken. Folgende Faktoren sind hier wesentlich: Der Markt für TV-Werbezeiten ist sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite durch konzentrierte Strukturen gekennzeichnet. Auf der Nachfrageebene existieren im Wesentlichen sieben große Verbünde aus Mediaagenturen, die sich in der Regel wiederum aus einer Vielzahl kleinerer Agenturen zusammensetzen. Diesen stehen auf der Angebotsseite vor allem die beiden privatrechtlichen Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 sowie die öffentlich-rechtlichen Sender gegenüber sowie unabhängige Vermarktungsgesellschaften, zu denen auch die Sport1 GmbH und Magic Sports Media GmbH gehören, die die Plattformen und Angebote von SPORT1 vermarkten. Sollten sich Werbebudgets rückläufig entwickeln, das Preisniveau bei der Werbezeitenvermarktung sinken oder Kunden ausfallen, könnte dies wesentliche Folgen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft haben. Die Sport1 GmbH hat signifikante cross-mediale Media-Kooperationen aus unterschiedlichen Branchen. Aufgrund der aktuellen Konjunkturlage, Inflation und Veränderungen im Konsumverhalten sind die Werbeinvestitionen für Konsumgüter zurzeit mehrheitlich rückläufig. Falls sich diese Tendenzen weiter verschärfen sowie der Eintritt eines oder mehrerer der übrigen vorgenannten Risiken könnte sich erheblich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sport1 GmbH auswirken. Es bestehen langfristige Verbindungen mit technischen Dienstleistern, die für den reibungslosen Sendebetrieb notwendig sind. Eine vorzeitige Kündigung bzw. Nichtverlängerung einzelner Lieferantenverträge könnte zu höheren Kosten durch die Suche nach neuen Partnern und der Etablierung neuer Strukturen führen. Die Pflege der Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern ist eine wesentliche Management-Aufgabe. Abschluss und Einhaltung vertraglicher Vereinbarungen sowie die Qualität der Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig überprüft. Das Wettbewerbsumfeld sowie die Werbeerlöse und -marktanteile der Sport1 GmbH werden regelmäßig identifiziert und analysiert, um mögliche Verlustpotenziale frühzeitig zu erkennen. Durch den Vergleich von Ist- und Planwerten mit den entsprechenden Vorjahreswerten können Budgetabweichungen schnell erkannt und Gegenmaßnahmen wie Kostenanpassungen oder Änderungen in der Programmplanung und Preispolitik auch kurzfristig umgesetzt werden. Insgesamt wird das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). Reichweite der einzelnen PlattformenFür jeden Sender bzw. für jede mediale Plattform ist eine möglichst hohe Reichweite ausschlaggebend. Je größer die Reichweite ist, desto mehr Konsumenten und zielgruppenrelevante Werbekontakte können generiert werden. Folgende Faktoren beeinflussen dieses Risiko nennenswert: Für jeden Sender bzw. für jede Plattform ist eine möglichst große Reichweite ausschlaggebend. Je grösser die Reichweite ist, desto mehr Konsumenten und zielgruppenrelevante Werbekontakte können erreicht werden. Auch wenn die Sport1 Medien-Gruppe mit allen maßgeblichen Kabelnetz-, Satelliten- und Plattformbetreibern in Deutschland Verträge zur mittelfristigen Absicherung der analogen und digitalen Verbreitung der von SPORT1 betriebenen Sender abgeschlossen hat, können sich vertragliche Kündigungsrechte oder sich ändernde regulatorische Vorgaben in den einzelnen Bundesländern sowie das Konkurrenzverhalten von Mitbewerbern auf anderen Verbreitungswegen erheblich negativ auf die Kabelverbreitung insbesondere von SPORT1 und die grundsätzliche Verbreitung der Pay-TV-Programme auswirken. Überdies könnten die Landesmedienanstalten dem SPORT1 Free-TV-Sender keinen Platz in den analogen Kabelnetzen zuweisen. Die analoge Kabelverbreitung wird in Deutschland sukzessive eingestellt. Über Satellit und Antenne wird seit Mitte 2019 in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten Ländern weltweit nur noch digital ausgestrahlt. Die Zuweisung von Kapazitäten im digitalen Kabel erfolgt derzeit für private Rundfunkveranstalter nicht. Durch die künftig rein digitale Verbreitung ist der Free-TV-Sender SPORT1 nicht mehr unter 30 analogen Programmen, sondern unter mehreren hundert digitalen Programmen. Deshalb wird die Auffindbarkeit essenziell für die Sender werden. Kurzfristig könnte ein drastisches Absinken der Reichweite dazu führen, dass bestehende Verträge mit der werbetreibenden Wirtschaft nicht erfüllt werden können. Eine nachhaltige Reduzierung der technischen Reichweite könnte den zu erzielenden Preis pro Werbeminute oder pro Zielgruppenkontakt senken und damit die Realisierung der geplanten Umsätze gefährden. Auch im Pay-TV-Bereich könnten geplante Umsätze nicht realisiert werden. Der Eintritt eines oder mehrerer der vorgenannten Risiken könnte sich erheblich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sport1 GmbH auswirken. Die Strategie der Sport1 GmbH sieht vor, durch langfristige Verträge mit den im Sendegebiet ansässigen Kabelnetz-, Satelliten- und Plattformbetreibern die Reichweite größtmöglich zu halten oder auszubauen. Andererseits wird aktiv medienpolitisch das Ziel verfolgt, dass ein Zugang sowie die Auffindbarkeit für Sender wie SPORT1 diskriminierungsfrei und vor allem auch chancengleich zu anderen Anbietern, insbesondere den großen Sendergruppen, erfolgt. Zudem legt die GmbH hohen Wert auf eine vielversprechende Programmgestaltung, die bei der Vergabe der Kabelplätze und insbesondere auch der Auffindbarkeit im digitalen Umfeld ein wichtiges Entscheidungskriterium darstellt. Insgesamt ist dieses Risiko als erheblich einzustufen (Vj. erhebliche Stufe). Konsumentenpräferenzen und NutzungsverhaltenDer Wandel in der Nutzungs- und Verhaltensökonomie und der technischen Möglichkeiten im Umgang mit Medien kann derzeit dazu führen, dass Konsumenten das Produktportfolio der Sport1 GmbH weniger nutzen als geplant und es der Gesellschaft nicht ausreichend möglich ist, neue Nutzergruppen zu akquirieren, sodass dieses an Reichweite oder Relevanz verlieren und dementsprechend mit der geplanten Reichweite in der relevanten Zielgruppe der geplante Umsatz nicht mehr erreicht werden könnte. Folgende Faktoren sind besonders relevant:
Die abnehmende TV-Nutzung in der jungen Zielgruppe (vor allem bei den 14- bis 29-jährigen Männern) geht einher mit einer erhöhten Nutzung von Streaming-Diensten. Dies könnte zu einem Rückgang der Marktanteile in dieser Zielgruppe und wesentliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben. Durch gezielte Marktforschung und Nutzungsanalysen versucht die Sport1 GmbH mit Blick auf die Inhalte, aber auch auf technologische Weiterentwicklungen, zukünftige Trends zu antizipieren und umzusetzen. Dies schlägt sich auch in den intensiven Digitalisierungsaktivitäten nieder. Im Sportbereich wird durch die Erarbeitung konsumentenfreundlicher Programme die Relevanz der Produkte erhöht. Umfangreiche Entwicklungsarbeiten werden vorgenommen, um die möglichen Distributionswege auszuweiten und den Medienkonsumverhalten anzupassen. Insgesamt ist dieses Risiko als mittleres Risiko einzustufen (Vj. mittlere Stufe). RechtsrisikenDie Gesellschaft ist einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, so dass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen gedeckt sind und sich nachteilig auswirken könnten. Im Rahmen der juristischen Unterstützung der operativen Geschäftstätigkeit werden rechtliche Risiken identifiziert und bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkung qualitativ und quantitativ bewertet. Aufgrund der getroffenen Einschätzungen und Maßnahmen wird das Risiko als klein eingestuft (Vj. kleine Stufe). BetriebsrisikenIT-InfrastrukturUm einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, ist die Sport1 GmbH auf das störungsfreie Funktionieren ihrer IT-Systeme angewiesen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass trotz Sicherheitsmaßnahmen wie Zutritts-Kontrollsystemen, Notfallplänen und unterbrechungsfreier Stromversorgung kritischer Systeme, Backup-Systemen sowie regelmäßigen Datenspiegelungen kein hinreichender Schutz vor Schäden aus dem Ausfall ihrer IT-Systeme besteht. Alle notwendigen und vorhersehbaren Incidents werden vom Operations IT-Team SPORT1 erfasst und mit Reaktionsroutinen zur Schadensvermeidung belegt. Sollte es zu einem Ausfall von IT-Systemen, einem Entwenden von Unternehmensdaten oder einer Manipulation der Unternehmens-IT kommen, könnte dies negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb und damit auf das Ergebnis haben. Die Risiken bezüglich unberechtigter Zugriffe auf Unternehmensdaten werden durch den Einsatz von Virenscanner- und Firewall-Systemen weitestgehend unterbunden. Darüber hinaus werden im Konzern Maßnahmen ergriffen, um die vorhandene IT-Service-Landschaft auf aktuellem technologischem Stand zu halten und dem Überalterungsprozess der Geräte- und Programmtechnik entgegenzuwirken. Senderelevante Technik ist häufig redundant vorhanden und deren Funktionsweise wird zeitnah überwacht. Zusätzlich wurde ein Großteil der betrieblichen Hardware-Infrastruktur im Rahmen eines Platform as a Service Vertrages an einen externen Dienstleister vergeben, welcher alle sicherheitsrelevanten Standards, kontinuierliche Erneuerung der Hardware und die Haftung bei Betriebsausfällen mit entsprechenden Versicherungen vertraglich übernommen hat. Unter Berücksichtigung der Effekte der Gegenmaßnahmen ist das Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). Qualifiziertes PersonalDer zukünftige Erfolg der Gesellschaft hängt in erheblichem Umfang von der Leistung ihrer Führungskräfte sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Es besteht ein starker und zunehmender Wettbewerb um Personal, das über die entsprechenden Qualifikationen und Branchenkenntnisse verfügt. Die Attraktivität als Arbeitgeber ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für den Konzern, um qualifiziertes und motiviertes Personal zu gewinnen und vor allem zu halten. Die Abwanderung von qualifiziertem Personal oder Personen in Schlüsselpositionen könnte zum Verlust von Know-how führen und ungeplante Kosten für die Rekrutierung sowie die Einarbeitung von neuem Personal erzeugen und damit negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Um dieses Risiko zu minimieren, werden regelmäßig Zielerreichungs- und Feedback-Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. Zudem bietet die Gesellschaft ein modernes Arbeitsumfeld, eine leistungsgerechte Kompensation und gezielte Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung an. Um die Attraktivität als Arbeitgeber im Bewerbermarkt weiter zu erhöhen, wurde verstärkt in soziale Netzwerke und Karriereseiten investiert. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer kleinen Stufe einzuordnen (Vj. kleine Stufe). VersicherungsschutzDie Gesellschaft entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse, um so wesentlichen Risiken abzudecken. Die Gesellschaft kann jedoch nicht gewährleisten, dass ihr keine Verluste entstehen oder dass keine Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen. Sollte der Gesellschaft materielle Schäden entstehen, gegen die kein oder nur ein unzureichender Versicherungsschutz besteht, könnte dies negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Im Schadensfall müssten Ansprüche Dritter oder Ersatzinvestitionen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Um dieses Risiko zu minimieren, prüft der Konzern regelmäßig seine bestehenden Versicherungspolicen und gleicht sie mit möglichem aktuellem Anpassungsbedarf ab. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). Compliance-RisikenCompliance ist als Bestandteil der SPORT1-Unternehmenskultur im täglichen Handeln selbstverständlich. Dennoch hat das Management grundsätzlich keine Möglichkeit, die Tätigkeiten von Mitarbeitern, Vertretern und Partnern bei der Geschäftsanbahnung mit Kunden vollumfassend zu überwachen. Sollte sich herausstellen, dass Personen, deren Handeln der Gesellschaft zuzurechnen ist, unlautere Vorteile im Zusammenhang mit der Geschäftsanbahnung entgegennehmen, gewähren oder sonstige korrupte Geschäftspraktiken anwenden, könnte dies zu rechtlichen Sanktionen nach deutschem Recht sowie nach dem Recht anderer Staaten führen, in denen die Gesellschaft geschäftlich aktiv ist. Als mögliche Sanktionen können dabei unter anderem erhebliche Geldbußen verhängt werden, aber auch der Verlust von Aufträgen drohen. Dies könnte sich nachteilig auf das Ergebnis auswirken und zu Reputationsschäden der Gesellschaft führen. Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können Bußgelder bis zu 20 Mio. Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4 Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher Wert der höhere ist, nach sich ziehen. Zudem können nicht DSVGO-konforme Prozesse auch stillgelegt werden. Die Gesellschaft hat ihre Prozesse grundsätzlich datenschutzkonform ausgestaltet und zudem unterstützt ein externer Datenschutzbeauftragter die Einhaltung der Datenschutzvorschriften. Trotz der vorhandenen Maßnahmen ist der Eintritt von Compliance Risiken möglich, welche aufgrund der verschärften Sanktionen eine negative Entwicklung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben könnte. Aus diesem Grund sieht die aktuelle Bewertung des allgemeinen Compliance Risiko eine Einstufung zu einem mittleren Risiko vor (Vj. mittlere Stufe). Finanzielle RisikenLiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken ergeben sich, wenn die Auszahlungsverpflichtungen der Gesellschaft nicht aus vorhandener Liquidität oder durch entsprechenden Kreditlinien gedeckt werden können. Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft aus der bestehenden Darlehensrahmenvereinbarung mit der Sport1 Medien AG über € 15,0 Mio. keine Mittel in Anspruch genommen. Zudem besteht mit der Muttergesellschaft ein Ergebnisabführungsvertrag, über welchen der Gesellschaft bei einem negativen Jahresergebnisses Liquidität zugeführt wird. Die Sport1 GmbH rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem negativen Cash-Flow. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft zur weiteren Aufnahme von Fremdkapital über die Sport1 Medien AG zur Finanzierung neuer Projekte gezwungen ist. Die Betriebsmittelkreditline bei der Hausbank beträgt € 11,0 Mio. für die Kreditnehmer (Sport1 Medien AG, PLAZAMEDIA GmbH und Sport1 GmbH), diese haften gesamtschuldnerisch. Für die Absicherung des größten Liquiditätsabflusses in den nächsten 1 1⁄2 Jahren - Zahlungen von Lizenzrechten mit Volumen von knapp 28 Mio. Euro p.a. - besteht eine harte Patronatserklärung der obersten Muttergesellschaft der Sport1 Medien AG. Durch die Patronatserklärung ist die oberste Muttergesellschaft verpflichtet die Sport1 GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihre Verbindlichkeiten gegenüber dem Lizenzgeber erfüllen kann, sowie Zahlungsausfälle unmittelbar an den Lizenzgeber zu leisten. Mögliche Rückgriffsansprüche der obersten Muttergesellschaft gegenüber der Sport1 GmbH sind aufgrund einer Stundungsvereinbarung bis zum 31. Dezember 2025 gestundet und werden somit erst mit Ablauf des 31. Dezember 2025 fällig. Die Geschäftsführung geht unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen davon aus, dass die Sport1 GmbH ihre Verbindlichkeiten jederzeit bedienen kann und unterstellt, dass keine wesentlichen Unsicherheiten bestehen, die erhebliche Zweifel an seiner Fähigkeit zur Unternehmensfortführung aufwerfen könnten. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass bestehende Aval- oder Kreditrahmenvereinbarungen von einzelnen Kreditinstituten gekündigt oder nicht mehr verlängert werden, sodass die Sport1 GmbH, auch unter der Berücksichtigung von freien Betriebsmittellinien, kurz- bis mittelfristig zur weiteren Aufnahme von Fremdkapital über den Kapitalmarkt oder über Kreditinstitute zur Finanzierung neuer Projekte gezwungen sein könnte. Bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation wäre das Unternehmens darauf angewiesen weitere Finanzierungsmittel durch das Mutterunternehmen oder dem obersten Mutterunternehmen gestellt zu bekommen und Kosten einzusparen, wodurch die weitere Entwicklung beeinträchtigt wäre. Sollten die Kreditnehmer (Sport1 Medien AG, PLAZAMEDIA GmbH und Sport1 GmbH) die jeweiligen gezogenen Kreditlinien bzw. Darlehen nicht fristgemäß bedienen bzw. nach einer Kündigung nicht zurückzahlen, bestünde das Risiko, dass die zur Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände (Aktien an der Highlight Communications AG) verwertet werden müssten. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). WährungsrisikenWährungsrisiken bestehen vor allem gegenüber dem US-Dollar. Bei wesentlichen Transaktionen ist die Gesellschaft bestrebt, das Währungsrisiko durch den Einsatz von geeigneten derivativen Finanzinstrumenten zu reduzieren. Es ist jedoch nicht völlig ausgeschlossen, dass die Währungssicherungsmaßnahmen der Sport1 GmbH ausreichend sind sowie Schwankungen der Wechselkurse sich nachteilig auf das Ergebnis auswirken. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer kleinen Stufe einzuordnen (Vj. kleine Stufe). KreditrisikenEin Kreditrisiko besteht, wenn ein Schuldner eine Forderung nicht bzw. nicht fristgerecht begleichen kann. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das unmittelbare Adressausfallrisiko als auch die Gefahr einer Bonitätsverschlechterung. Potenziellen Ausfallrisiken auf Kundenforderungen werden durch regelmäßige Bewertung und bei Bedarf durch Bildung von Wertberichtigungen kontinuierlich Rechnung getragen. Ferner sichert die Gesellschaft das Risiko eines Ausfalls durch Insolvenz eines Schuldners auch durch Einholung von Bonitätsauskünften ab. Daher beurteilt die Gesellschaft die Kreditqualität für Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, als überwiegend gut. Der Ausfall von Forderungen gegen Kunden könnte sich dennoch nachteilig auf das Ergebnis auswirken. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. kleine Stufe). ZinsrisikenDas Zinsänderungsrisiko liegt in erster Linie im Bereich von Finanzverbindlichkeiten bzw. Kreditlinien. Darüber hinaus entsteht aus der Inkongruenz von Fristen ein Zinsänderungsrisiko. Risiken aus der Änderung der Zinssätze für Finanzverbindlichkeiten können sich nachteilig auf das Ergebnis auswirken. Gegenwärtig bestehen bei der Sport1 Medien-Gruppe variabel verzinsliche Betriebsmittelkreditlinien bei einer Geschäftsbank, während hingegen die Darlehen innerhalb der Sport1 Medien-Gruppe festverzinslich sind. Aufgrund der seit Sommer 2022 laufenden Leitzinserhöhungen haben sich dementsprechend die variablen Zinssätze erhöht und mit weiteren Erhöhungen ist auch in naher Zukunft zu rechnen. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. kein Risiko). Risiken aus der Bewertung finanzieller und nicht-finanzieller VermögenswerteDie Media-for-Equity Beteiligungen werden als Finanzanlagen bilanziert und mittels der Discounted Cash-Flow-Methode sowie zusätzlich mittels der Venture Capital Unternehmensbewertung bewertet. Die Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwerts kann zu starken Schwankungen der Finanzanlagen führen. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. kein Risiko). Risiken aus zukünftigen Steuer- oder SozialversicherungsprüfungenDie Geschäftsführung der Sport1 GmbH ist der Ansicht, dass die innerhalb der Sport1 GmbH erstellten Steuererklärungen und Angaben bei den Sozialversicherungsträgern vollständig und korrekt abgegeben wurden. Dennoch besteht das Risiko, dass es insbesondere aufgrund der in der Medienbranche existierenden komplexen Regelungen im Bereich Umsatz- und Quellensteuer zu Steuernachforderungen kommen könnte. Im Falle einer Sozialversicherungsprüfung bzw. Kurzarbeiterentschädigungen Prüfung innerhalb der Sport1 GmbH ist zudem grundsätzlich nicht auszuschließen, dass der Sozialversicherungsträger eine andere Betrachtung bezüglich der Sozialabgaben vornimmt und es im Anschluss daran zu Nachforderungen gegen die Sport1 GmbH kommt. Sollte es zu abweichenden Steuerfestsetzungen oder Sozialversicherungsnachforderungen kommen, könnte sich dies negativ auf das Ergebnis auswirken. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). Risiken aus der Bewertung finanzieller und nicht-finanzieller VermögenswerteDie Sport1 GmbH hält zum Stichtag wesentliche finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte, wie beispielsweise sonstige immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte. Für diese Vermögenswerte der Sport1 GmbH werden jährlich und, sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, unterjährig Wertminderungstests durchgeführt. Die Berechnung des Bewertungsansatzes beinhaltet dort, wo kein Marktwert vorhanden ist, Schätzungen und Annahmen des Managements, denen Prämissen zugrunde liegen. Diese beruhen auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Die tatsächliche Entwicklung, die häufig außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegt, kann die getroffenen Annahmen überholen und eine Anpassung der Buchwerte erfordern. Dies kann sich negativ auf das Ergebnis auswirken. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittleren Stufe). Risiken aus neuen GeschäftsmodellenDie Sport1 GmbH plant diverse neue Geschäftsfelder zu lancieren. Dabei wird die Sport1 GmbH auf Basis der großen Reichweiten ihrer Plattformen, der langfristig erworbenen Rechte und der vorhandenen Zielgruppe eigene auf die Zielgruppe ihrer Plattformen abgestimmte digitale Produkte schaffen und sich somit unabhängiger vom Werbemarkt machen. Es besteht ein mittleres Risiko, dass die geplanten Umsatzerlöse und EBIT-Beiträge nicht erreicht werden können (Vj. mittlere Stufe). Risiko COVID-19-PandemieIm Dezember 2019 wurde in Wuhan (China) zum ersten Mal ein neuartiges Coronavirus (COVID-19) entdeckt, dass sich weltweit ausbreitete und schließlich von der WHO als Pandemie eingestuft wurde. Der Ausbruch trat in fast allen Regionen weltweit auf und veranlasste Regierungen und Unternehmen, Präventivmaßnahmen zur Eindämmung oder Verlangsamung einer weiteren Ausbreitung zu ergreifen, die sich auf die Weltwirtschaft unmittelbar auswirkten. Zu den Folgen gehörten unter anderem Unterbrechungen und Absagen von Sportveranstaltungen, Schließungen von Einzelhandelsgeschäften und damit einhergehende stark rückläufige Werbeausgaben, Reisebeschränkungen und Kontaktbeschränkungen. Zudem führte die Pandemie zu neuen staatlichen Hilfen. Im Mai 2023 hatte die WHO den globalen Corona-Gesundheitsnotstand aufgehoben und die höchste Alarmstufe für beendet erklärt. Zudem gibt es keine Beschränkungen mehr wie in der Hochphase der Pandemie. Aus diesem Grund hat sich dieses Risiko erledigt (Vj: mittlere Stufe). Risken aus den Geopolitischen Unruhen, Inflation und damit einhergehende zurückhaltende Konsumentenstimmung, Energiekrise und LieferkettenproblemeFür Deutschland als Kernmarkt der Sport1 GmbH sind seit Beginn des Russland/Ukraine-Kriegs im Februar 2022 die Unsicherheiten deutlich gestiegen. Weitere geopolitischen Unruhen folgten im Jahr 2023 mit unter anderem dem Israel/Gaza-Konflikt. Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang um 0,3%. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, zurückgegangen. Auch im Jahr 2024 ist die Inflation weiter eines der bestimmenden Themen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, die Energiekrise und Lieferengpässe führen zu starken Preissteigerungen - viele Produkte, darunter auch Lebensmittel, werden deutlich teurer. Die Sport1 GmbH hat weder direkte Geschäftsbeziehungen mit Russland bzw. Ukraine noch Niederlassungen in diesen beiden Ländern respektive auch nicht Belarus. Daher ist die Sport1 GmbH nur indirekt betroffen durch eine steigende Inflationsrate und damit einhergehenden Eintrübung der Konsumentenstimmung. Es besteht auf der Vermarktungsseite die Gefahr, dass Unternehmen weitere Einsparungen vornehmen müssen und dementsprechend ihr Werbeetats kürzen werden. Einerseits besteht somit das Risiko von zusätzlichen Belastungen aufgrund höheren Energiekosten als auch geringerer Werbeerlöse auf der Einnahmenseite. Insgesamt wird dieses Risikos auf der erheblichen Stufe eingeordnet (Vj. erhebliche Stufe). 3.3 Chancenbericht3.3.1 ChancenmanagementsystemAnalog zum Risikomanagement verfolgt die Sport1 GmbH mit dem Chancenmanagement das Bestreben, die strategischen und operativen Ziele rasch und effizient durch konkrete Aktivitäten umzusetzen. Chancen können sich in sämtlichen Geschäftsfeldern in dem die Sport1 GmbH tätig sind ergeben. Deren Identifikation und zielgerichtete Nutzung ist eine Management-Aufgabe, die in die alltäglichen Entscheidungen einfließt. Zur besseren Strukturierung und Veranschaulichung des Chancen-Portfolios wurde das bestehende Risikomanagementsystem um die Erfassung und Bewertung von Chancen ergänzt. Die entsprechenden Vorgaben und Abläufe gelten entsprechendem dem Risikobericht analog. Entsprechend der Definition des Risikobegriffs konkretisiert die Sport1 GmbH eine Chance als eine mögliche künftige Entwicklung oder ein Ereignis, das zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen kann. Das bedeutet, dass Ereignisse, die bereits in die Budget- oder Mittelfristplanung eingegangen sind, nach dieser Definition keine Chance darstellen, weshalb darüber im Folgenden nicht berichtet wird. Analog zu den Risiken werden Chancen in die vier Kategorien "klein", "mittel", "erheblich" und "groß" eingeordnet. Aus der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit in Verbindung mit dem Ausmaß der Prognoseabweichung ergeben sich folgende Chancenstufen:
Die Maßnahmenumsetzung wird von der Geschäftsleitung überwacht. Große Chancen werden unmittelbar an den Vorstand berichtet. 3.3.2 Angaben zu einzelnen ChancenNachfolgend werden einzelne Chancen und deren Faktoren sowie deren Auswirkungen dargestellt. Die Darstellung erfolgt gruppiert nach den Chancenkategorien des RMS. Die Darstellung im Chancenbericht erfolgt auf einem höheren Aggregationsgrad als im Risiko- und Chancenmanagementsystem selbst. Chancen aus der RegulierungChancen aus einer möglichen weiteren Deregulierung von Sportwetten und anderen GlücksspielartenDie Sport1 GmbH positioniert sich als 360 ̊-Sportplattform mit einer crossmedialen Content- und Vermarktungsstrategie sportbezogener Inhalte. Diese Strategie beinhaltet zu einem wesentlichen Teil die Entwicklung und Realisierung digitaler Geschäftsmodelle. Die behördliche Regulierung digitaler Wirtschaftszweige ist bisher nicht abgeschlossen, wodurch es zu den im Risikobericht beschriebenen Einschränkungen kommen kann. Gleichzeitig ergeben sich jedoch auch Chancen. Seit nun gut zweieinhalb Jahren sind im Glücksspielbereich Online-Poker und das Betrieben von virtuellen Automatenspielen staatlich geregelt und es wurden bereits zahlreiche Lizenzen erteilt. Diese staatliche Regulierung sorgte für eine Konsolidierung und Neuordnung im deutschen Online-Glücksspielmarkts. Zusätzlich bietet diese Neuordnung die Chance, mit den eigenen Angeboten neue Märkte zu erschließen, da SPORT1 die ideale Plattform ist, insbesondere wegen der männlichen Zielgruppe, und somit das passende Umfeld für die neuen Player zur Bewerbung ihrer Angebote bietet. Außerdem sind zurzeit weitere Lockerungen der Vorschriften (unter anderem Einsatzlimits) für die nächsten Jahre geplant, was wiederum zu erhöhten Marketingspendings seitens der Betreiber führen kann. Gegebenenfalls besteht die Möglichkeit, dass zukünftig auch Online-Lizenzen für das große Spiel (Roulette, Blackjack) erteilt werden können. Eine solche Regulierung im Bereich des Glücksspielwesens könnte zu weiteren über die aktuelle Planung hinausgehenden Umsatzerlöse führen, indem sich dadurch neue Werbekundengruppen erschließen würden. Diese Chancen werden als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). Geschäfts- und MarktchancenZugang zu Lizenzen und VerwertungsrechtenDas Geschäftsmodell der Gesellschaft basiert vornehmlich auf der crossmedialen Aufbereitung von Sportinhalten. Die Fähigkeit, Trendsportarten frühzeitig zu identifizieren und sich die Rechte an entsprechenden Schlüsselwettkämpfen zu sichern, ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Konzern. Zu diesem Zweck sichten die entsprechenden Abteilungen im Jahr eine Vielzahl von Angeboten an Verwertungsrechten, die sie anhand von programmlichen und wirtschaftlichen Parametern bewerten. Die Chancen, die sich aus dem prognostizierten Potenzial von Trendsportarten und der frühzeitigen Nutzung entsprechender Verwertungsrechte für die Umsätze der Gesellschaft ergeben können, werden als mittel eingestuft. Der Markt für Verwertungsrechte an relevanten Sportveranstaltungen oder Programmformaten ist äußerst kompetitiv und geprägt durch das Auftreten immer neuer Teilnehmer, die sich um die jeweiligen Rechte bewerben. Das Management wägt daher laufend den wirtschaftlichen Nutzen daraus ab, die im Rahmen einer zielgruppengerechten, vielseitigen Content-Gestaltung in Betracht kommenden Rechte direkt für die jeweilige eigene Medienplattform zu erwerben. Dabei erweitert die im Konzern vorhandene produktionstechnische Infrastruktur und redaktionelle Kompetenz den Handlungsspielraum. Aufgrund dieser breiten Aufstellung, die die gesamte Wertschöpfungskette von der Beratung über die Produktion bis hin zur Distribution von Inhalten abbildet, ist das Unternehmen dazu in der Lage, als Kooperationspartner anderer Medienunternehmen an begehrten Sportveranstaltungen zu partizipieren. Parallel dazu baut die Sport1 GmbH eine B2B-orientierte Kundenlösung auf, welche die Möglichkeit einer langfristigen Kooperation mit Verbänden und Vereinen vorsieht und den von SPORT1 produzierten Nutzen teilt und die Kooperationen mit einem sehr langem Zeitverlauf vorsieht. Dies soll die Abhängigkeit von Aufwandssteigerung in reiner Lizenzakquisition senken und zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen. Entsprechende Chancen werden laufend geprüft, sie sind als mittel einzustufen (Vj. mittlere Stufe). Chancen in der digitalen Transformation der GesellschaftDurch die fortschreitende Digitalisierung verändert sich auch das Mediennutzungsverhalten der Konsumenten. Der Wachstum CAGR bei der mobilen Displaybewerbung bis 2027 beträgt rund 3,3 Prozent und bei der Wachstum CAGR bei Videowerbung rund 9,8 Prozent 2.. Deshalb beinhaltet die Strategie der Gesellschaft, entsprechende Trends zu identifizieren und erfolgversprechende Geschäftsmodelle daraus abzuleiten. Dabei sind für das Management folgende Faktoren maßgeblich: Der Aus- und Aufbau von bestehenden und neuen mobilen Angeboten im Sport- und Entertainment Bereich mit dem Ziel, möglichst weiträumig von der steigenden Nutzung mobiler Endgeräte zu profitieren. Dabei besteht angesichts der Reichweitenpotenziale auf allen mobilen Endgeräten die Möglichkeit steigender Erlöse durch neue responsive Vermarktungsprodukte und Kooperationen mit neu entstehenden Plattformen und Partner-Netzwerken. Aufbau eines eigenen Data Lakes. Ein Data Lake ist ein zentrales Repository zum Speichern, Verarbeiten und Sichern großer Mengen strukturierter, semistrukturierter oder unstrukturierter Daten. Die Daten können in ihrem nativen Format gespeichert werden und es können Daten jeder Art verarbeitet werden unabhängig von Größenbeschränkungen. Unternehmen, die aus ihren Daten erfolgreich einen Unternehmenswert gewinnen, haben ihren Mitbewerber etwas voraus. Einer Aberdeen-Umfrage 3 zufolge konnten Unternehmen, die Data Lake implementierten, ein um 9 % höheres organisches Umsatzwachstum verzeichnen als ähnliche Unternehmen.
2 Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, German Entertainment
and Media Outlook: 2023 - 2027, September
Diese führenden Unternehmen konnten neue Arten von Analysen wie Machine Learning über im Data Lake gespeicherte neue Quellen wie Protokolldateien, Daten aus Click-Streams, sozialen Medien und mit dem Internet verbundenen Geräten durchführen. Auf diese Weise konnten sie Chancen für geschäftliches Wachstum schneller erkennen und nutzen - durch Gewinnung und Bindung von Kunden, Steigerung der Produktivität, proaktive Wartung von Geräten und fundierte Entscheidungen. Ein anderer klarer Trend beim Mediennutzungsverhalten der Konsumenten liegt in der stark gestiegenen Nutzung von Videoinhalten auf allen digitalen Plattformen. Um von dieser Entwicklung zu profitieren, baut die Gesellschaft weiterhin seine digitale Video-Infrastruktur datenbasiert aus, damit die Anzahl der zur Verfügung stehenden Inhalte erhöht, die redaktionellen Bearbeitungszeiten verkürzt oder individuelle User-Empfehlungen zu weiteren Videoinhalten ermöglicht werden. Um die entsprechende Content Menge und Qualität vorhalten zu können, hat SPORT1 die Bundesliga Clipping Rechte der 1. und 2. Bundesliga erworben und kann redaktionell das Inhalte Portfolio dem Trend folgend ausweiten. Auch die Interessen und Bedürfnisse von Kunden und Partnern der Gesellschaft stehen unter dem Einfluss der digitalen Transformation. Darauf reagiert das Unternehmen mit einer steten Anpassung der technischen Infrastruktur. Darunter fällt z.B. die Bereitstellung standardisierter Schnittstellen, die es externen Partnern ermöglichen, auf Basis bestehender Content- und Sportdaten neue Angebote und Produkte zu erstellen. Ebenso fällt darunter der kontinuierliche Reichweitenausbau von Social Media-Plattformen und Suchmaschinen. Sowohl für die Zuführung von Nutzern zu den eigenen Plattformen als auch für die Bereitstellung zur Werbevermarktung sind diese Aktivitäten von Bedeutung insbesondere vor dem Hintergrund des gemäß dem German Entertainment and Media Outlook: 2023 - 2027 prognostizierten Wachstum bei der Display- und Videowerbung (6,23Prozent respektive 9,8 Prozent). Darüber hinaus zielt das Produktmanagement der Sport1 GmbH auf das Einrichten neuer, skalierbarer Geschäftsmodelle in den Bereichen Affiliate, Subscription und eCommerce ab. Alle diese Initiativen haben zum Ziel, die Abhängigkeit von der bestehenden Werbevermarktung zu reduzieren. Insgesamt ist diese Chance auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). Chancen im Ausbau neuer GeschäftsmodelleDie Sport1 GmbH sieht weitere Chancen im Ausbau von neuen Geschäftsmodelle. Die Sport1 GmbH wird auf Basis der großen Reichweiten ihrer Plattformen, der langfristig erworbenen Rechte und der vorhandenen Zielgruppe eigene auf die Zielgruppe ihrer Plattformen abgestimmte digitale Produkte schaffen und sich somit unabhängiger vom Werbemarkt machen. Aus diesem Grund prüft die Sport1 GmbH intensiv den Aufbau von eigenen Produkten im Bereich Web 3.0, E-Commerce und Glücksspiel unter Nutzung der vorhandenen männlichen Zielgruppe und den Reichweiten der SPORT1-Plattformen. Damit steigt die Gesellschaft mit B2B Produkten auch indirekt in das D2C Geschäft bzw. E-Commerce Geschäft ein und macht sich unabhängiger vom Werbemarkt (Werbeerlösen). Im linearen TV-Geschäft ergeben sich Chancen Addressable TV (ATV) und Connected TV (CTV). Über Addressable TV kann Werbung auf einem mit dem Internet verbundenen TV-Gerät im klassischen, linearen Fernsehprogramm platziert werden. Der Kanal Connected TV umfasst dagegen die Ausspielung von Werbemitteln, die über das Internet im on-demand-Content/ App-Umfeld auf einem Fernseher ausgestrahlt werden. Der Internetempfang wird dabei durch das TV-Gerät an sich (Smart TV) oder aber durch externe Geräte (z.B. Amazon Fire TV Stick oder Spielekonsolen) sichergestellt. Falls diese Projekte erfolgreich umgesetzt und etabliert werden können, besteht die Chance bislang nicht geplante Umsatzerlöse zu erzielen. Insgesamt wird diese Chance als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). Chancen aus neuen digitalen DistributionswegeNeben der klassischen Distribution der Sender auf Plattformen nimmt das Interesse der Plattformen, nicht lineare Inhalte zu verbreiten, zu. Solche nicht linearen Inhalte (Video und/oder Text) aus dem Digitalangebot der SPORT1 können vermehrt von der SPORT1 an Plattformen lizensiert werden und stellen für künftige Geschäftsmodelle eine Chance dar. Das Interesse der Plattformen steigt, direkt Rechte an den Inhalten zu erwerben. Hierbei konnten auch Plattformen erschlossen werden, mit denen direkte Lizenzvertragsbeziehungen nun bestehen wie beispielsweise Facebook. Die Effizienz und Nutzen-/Kosteneffekte aus diesen Kooperationen werden im aktuellen Geschäftsjahr analysiert und bewertet. Insgesamt wird diese Chance als mittel eingeordnet. (Vj. mittlere Stufe) Chancen aus der Implementierung von VerticalsSPORT1 plant themenspezifische Verticals zu kreieren, um an Wachstum der digitalen Märkte zu partizipieren. Durch zwei bis drei Verticals können neue Zielgruppen adressiert werden und auf diesem Weg können die Reichweiten gesteigert und neues Vermarktungsinventar geschaffen werden. Dies könnte zu nicht geplanten Umsatzerlösen in der Zukunft führen. Insgesamt wird diese Chance als erheblich eingeordnet (Vj. erhebliche Stufe) aufgrund des prognostizierten Marktwachstum im Online-Bereich. Chancen aus der Internationalisierung der digitalen AngeboteDes Weiteren plant SPORT1 ihre digitalen Produkte in Zukunft zu internationalisieren. D. h. die digitalen Angebote sollen auch außerhalb der DACH-Region implementiert und vermarket werden. Insgesamt wird diese Chance als mittel eingestuft (Vj. keine Stufe) aufgrund des prognostizierten Marktwachstum im Online-Bereich. BetriebschancenChancen in der Aufrechterhaltung und Pflege eines ausgeprägten NetzwerksDie Beliebtheit und Marktanteilsstärke einzelner Sendeformate der Sport1 GmbH hängt nicht zuletzt von der Fähigkeit des Managements ab, mehrere Testimonials dafür zu verpflichten. In diesem Zusammenhang spielen das Image der einzelnen Marken des Konzerns sowie die Aufrechterhaltung und Pflege eines ausgeprägten Netzwerks eine wesentliche Rolle. Dazu kommt die Fähigkeit des Unternehmens, über gezielte Berichterstattung das Image einzelner Sportler zu fördern, die dann zu Testimonials werden. In der steigenden Beliebtheit einzelner Akteure liegt eine mittlere Chance auf Reichweiten- und Marktanteilsausbau, was sich in zusätzlichen Erlösen niederschlagen kann. Insgesamt ist diese Chance auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). 3.4 Zusammengefasste Darstellung der Chancen- und RisikolageAuf Basis der vorliegenden Informationen und der Einschätzungen, insbesondere der Eintrittswahrscheinlichkeiten, der maximalen Schadenshöhe und der Wirkung der ergriffenen Gegenmaßnahmen kommt die Geschäftsführung der Gesellschaft zu der Überzeugung, dass die dargestellten Risiken keinen den Bestand des Unternehmens gefährdenden Charakter aufweisen. Dies gilt für die Risiken im Einzelnen, als auch in deren Gesamtheit, sofern sich die Auswirkung der Gesamtheit sinnvoll simulieren oder anderweitig abschätzen lässt. Für den Umgang mit den nicht durch Gegenmaßnahmen reduzierten Restrisiken sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft gegenwärtig gut gerüstet. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Risikolage der Gesellschaft bei Eintritt bzw. kumulativen Eintritt verschiedener Risiken wesentlich verschlechtern könnte. Zusammenfassend sind drei Risiko-Cluster erkennbar: Zur ersten Kategorie zählen extern getriebene Risiken, die sich besonders aus regulatorischen Eingriffen und gesetzlichen Vorgaben ergeben und nur schwer beeinflussbar sind. Diese Themen werden eng überwacht, um ungünstige Entwicklungen zeitnah zu erkennen. Die Wirkung dieser Themen ist von Natur aus eher nicht kurzfristig, sodass durch Anpassungen im Planungsprozess reagiert werden kann. In die zweite Kategorie fallen Themen, die die Geschäftsführung, aus Gründen der Umsetzung der Geschäftsstrategie, bewusst in Kauf nimmt. Hierunter fallen besonders die Risiken aus dem Zugang zu Lizenzrechten sowie die Absatz-, Geschmacks- bzw. Konsumentenrisiken. Die Geschäftsführung ist der Überzeugung, dass die Auswirkungen dieser Risiken im Verhältnis zu den Ertragsmöglichkeiten, die sich aus den betroffenen Geschäftsfeldern ergeben, überschaubar sind. Mittels der Überwachung von Kennzahlen kann erkannt werden, ob sich dieses Verhältnis in einzelnen Bereichen nachhaltig verschlechtert. Hierauf kann mit einer Anpassung der Strategie reagiert werden. Die letzte Gruppe umfasst die operativen Risiken und beinhaltet besonders die Betriebsrisiken, Sicherheitskonzepte und vertragliche bzw. finanzielle Verpflichtungen sowie die Sicherstellung der Liquidität und Rechtsrisiken. Diese steuert die Geschäftsführung durch enges Monitoring der Risiken und Chancen, durch Vorgaben und Prozesskontrollen sowie die Hinzuziehung externer Berater, sodass das verbleibende Restrisiko auf einem wirtschaftlich vertretbaren Maß verbleibt. Seit Februar 2022 kommt zusätzlich die Risiken aus dem Russland/Ukraine-Krieg, der Inflation und der damit einhergehenden Eintrübung der Konsumentenstimmung, der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme hinzu. Es besteht somit auf der Vermarktungsseite die Gefahr, dass Unternehmen weitere Einsparungen vornehmen müssen und dementsprechend ihr Werbeetats kürzen werden. Einerseits besteht somit das Risiko von zusätzlichen Belastungen aufgrund höheren Energiekosten als auch geringerer Werbeerlöse auf der Einnahmenseite. Die zukünftige Entwicklung des Werbemarkts und die zukünftige Entwicklung der Energiepreise sowie auch der Zinsen und deren gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen ist aus heutiger Sicht schwer zu prognostizieren und stellen daher zum heutigen Zeitpunkt ein erhebliches Risiko mit möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sport1 GmbH dar. Die größten Chancen sieht die Geschäftsführung weiterhin im konsequenten Ausbau der digitalen Angebote und in den Möglichkeiten, die eine Umgestaltung der Medienwelt mit sich bringen kann, sowie der Umsetzung von neuen Geschäftsfeldern auf Basis der bestehenden Reichweiten der Medienplattformen, der langfristig erworbenen Rechte und der vorhandenen Zielgruppe um eigene auf die Zielgruppe der vorhandenen Plattformen abgestimmte digitale Produkte zu schaffen und sich somit unabhängiger vom Werbemarkt zu machen. Weitere Chancen ergeben sich mit dem Aufbau neuer Partnerschaften sowie neuer Geschäftsfelder und Geschäftsmodelle unter anderem in neue digitale medienferne Geschäftsmodelle. Die Geschäftsfelder sind allesamt in ihren jeweiligen Bereichen etabliert, können auf ein breites Netzwerk an technischer sowie kreativer Energie zugreifen und rasch auf Änderungen reagieren. Entsprechend ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass die getroffenen Maßnahmen das Risiko in einem wirtschaftlich vertretbaren Ausmaß halten, und erachtet die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft als ausreichend. Gleichzeitig verfolgt er die bestehenden Chancen konsequent weiter. 4. Prognosebericht4.1 Konjunkturelles UmfeldDer In seinem aktuellen "World Economic Outlook" vom Januar 2024 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2024 mit insgesamt belasteten Wirtschaftslage. Damit wird die Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie weiter gebremst und kann weiterhin nicht das Niveau von vor der Krise erreichen. Die entscheidenden Faktoren sind die zunehmenden geoökonomischen und geopolitischen Spannungen, beispielsweise im Nahen Osten, die hohen Zinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, der russische Angriffskrieg in der Ukraine und extreme Wetterereignisse. Nach Einschätzung der Experten liegt die Wachstumsrate für die weltweite Wirtschaftsleistung 2024 wie schon im Jahr zuvor bei 3,1 %. Eine globale Rezession wird nicht erwartet. Die globale Inflation ist nach Daten des IWF im Jahr 2023 auf 6,8 % gesunken, für 2024 wird eine jährliche Durchschnittsinflation von 5,8 % vorhergesagt. Für die Vereinigten Staaten wird ein Rückgang des Wachstums von 2,5 % im Jahr 2023 auf 2,1 % im Jahr 2024 prognostiziert, wobei die verzögerten Auswirkungen der Straffung der Geldpolitik, die allmähliche Straffung der Finanzpolitik und die Aufweichung der Arbeitsmärkte die Gesamtnachfrage bremsen. Die Wirtschaft in der Eurozone wird nach Einschätzung des IWF im Jahr 2024 um 0,9 % zulegen, was einem verbesserten Wachstum gegenüber dem Vorjahr entspricht (0,5 %). Für Deutschland prognostiziert der IWF für 2024 eine Wachstumsrate von lediglich 0,5 %, was dennoch eine Verbesserung darstellt nach dem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 (-0,3 %). Für die Schweizer Konjunktur erwartet das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) laut seinen Prognosen aus dem Dezember 2023 im Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 %, nach 1,3 % im Jahr 2023. Damit würde die Schweizer Wirtschaft zwei Jahre in Folge deutlich unterdurchschnittlich wachsen, ohne aber in eine ausgeprägte Rezession zu geraten. Erst für das Jahr 2025 wird davon ausgegangen, dass sich die Weltwirtschaft und auch die Schweiz von der Schwächephase erholt. Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft sollte sich dann auf 1,7 % normalisieren. Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF - International Monetary Fund), World Economic Outlook, 30. Januar 2024, Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Konjunkturprognose, 13.12.2023. 4.2 Marktumfeld Medien und Unterhaltung in Deutschland und branchenspezifische RahmenbedingungenBis 2027 geht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der deutschen Entertainment- und Medienindustrie von 2,1 % aus, wobei der Gesamtumsatz bis 2027 auf 73,1 Mrd. EUR steigen wird. Auch dann noch dürfte laut Prognose der größte Teil dieser Umsätze aus nicht-digitalen Bereichen erzielt werden (42,8 Mrd. EUR). Nichtsdestotrotz stellt die Digitalisierung den großen Wachstumstreiber dieser Branche dar. Die digitalen Segmente werden demnach bis 2027 im Durchschnitt um 4,8 % pro Jahr wachsen, während das Wachstum der nicht-digitalen Bereiche nahezu stagniert. Auch der Datenkonsum wird weiter stark ansteigen. PwC geht bis 2027 von einem jährlichen Wachstum von 20,7 % auf insgesamt 266,4 Milliarden Gigabyte (GB) aus. Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, German Entertainment and Media Outlook: 2023 - 2027, September 2023. 4.3 Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2024Branchenspezifische RahmenbedingungenIm Ad Spend Report der Agenturgruppe Dentsu wird für 2024 in Deutschland ein Wachstum der Werbeausgaben von 1,8 % prognostiziert - sofern es wirtschaftlich und politisch keine größeren Veränderungen der Rahmenbedingungen gibt. Für das Plus sorgen beispielsweise Sportgroßereignisse wie die UEFA EURO und die Olympischen Sommerspiele in Paris. Digital wächst ebenfalls unverändert - wenn auch seit 2023 nur noch im einstelligen Bereich - und bleibt damit Wachstumstreiber. Quelle: Leadersnet, Dentsu Ad Spend Forecast: Entwicklung Werbemarkt im Jahr 2024, 06. Dezember 2023. JOM geht für den deutschen Markt ebenfalls von einem moderaten Wachstum der Netto-Werbeausgaben aus - plus 1,2 % gegenüber 2023 auf dann knapp über 26 Mrd. EUR. Den Grund sieht JOM in einer verbesserten konjunkturellen Lage und einem verbesserten Konsumklima. Dabei dürfte die Fußball-EM einen wichtigen Impuls geben und im zweiten Halbjahr wird mit einer spürbaren Belebung des Werbemarktes gerechnet. Die größten Wachstumsraten werden für Online-Bewegtbild vorausgesagt und die Verlagerung klassischer TV-Budgets in die digitale Welt soll sich fortsetzen. Hörfunk und Außenwerbung sollen weiterhin wachsen, ebenso wie die Gattung Onlinewerbung. Quelle: HORIZONT, Group M korrigiert Werbeprognose nach unten, 07. Dezember 2023. Für die deutsche Entertainment- und Medienbranche erwartet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zwischen 2022 und 2027 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2,1 %. Der Gesamtumsatz 2027 soll bei 73,1 Mrd. EUR liegen. Großer Wachstumstreiber für die Branche bleibt die Digitalisierung: Hier wird im Prognosezeitraum von einem durchschnittlichen Wachstum von jährlich 4,8 % ausgegangen. Die nicht-digitalen Bereiche sollen mit 0,3 % jährlich eher stabil bleiben. Die positive Entwicklung der Werbeerlöse soll sich fortsetzen: PwC geht für den Zeitraum 2022 bis 2027 von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,5 % auf 29,0 Mrd. EUR aus. Dabei soll digitale Werbung mit 16,2 Mrd. EUR den größten Umsatzanteil erwirtschaften, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 4,7 % entsprechen würde. Blick auf die einzelnen Segmente:Fernsehen: Bis zum Jahr 2027 wird ein Rückgang der Fernsehhaushalte um im Schnitt 0,5 % jährlich vorhergesagt. Im Prognosezeitraum 2022 bis 2027 wird ein Umsatzrückgang im Bereich Fernsehen und Abonnement von durchschnittlich 0,6 % pro Jahr auf 6,3 Mrd. EUR erwartet. TV-Werbung: Die Werbeeinnahmen aus dem TV-Broadcast sind ebenfalls rückläufig (-4,2 %), während für den Bereich Online-TV-Werbung ein Wachstum von durchschnittlich 2,1 % jährlich erwartet wird. Mit 299,1 Mio. EUR Umsatz ist der Anteil aber nicht hoch genug, um die Verluste im Bereich der linearen TV-Werbung auszugleichen. Zwischen 2022 und 2027 wird beim Gesamt-TV-Werbeumsatz ein durchschnittlicher jährlicher Rückgang um 0,8 % auf 4,3 Mrd. EUR erwartet. Internetvideo/OTT: Ausgaben für VoD-Angebote in Deutschland sollen die nächsten Jahre weiterwachsen, im Schnitt 7,0 % jährlich auf 4,7 Mrd. EUR im Jahr 2027. Das Wachstum begründet sich darin, dass in immer mehr Haushalten mehrere Streamingdienste genutzt werden. Online-Werbung: bis 2027 durchschnittlich 4,5 % Wachstum auf 15,7 Mrd. EUR. Mobile steigt dabei mit 6,3 % jährlich fast dreimal so schnell wie Desktop-Werbung (im Schnitt 2,2 % jährlich). Erlöse auf Displaywerbung sollen weiter gegenüber Paid Search an Umsatz gewinnen. Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, German Entertainment and Media Outlook 2023-2027, September 2023. SchwerpunkteDer grundsätzliche Fokus liegt im Geschäftsjahr 2024 auf die konsequente Weiterführung des im Sommers 2023 eingeleiteten Strategiewechsel. So wurde mit dem Verkauf von 50 Prozent Anteile an der Sport1 GmbH mit Acun Medya einen neuen starken Kooperationspartner gewonnen. Über die Beteiligung hinaus ist im Rahmen der strategischen Kooperation auch eine umfangreiche Content-Offensive geplant. Den Auftakt der Partnerschaft bildet das internationale Erfolgsformat Exatlon. Das global erfolgreiche Sport-Reality-Format soll im Herbst 2024 auf SPORT1 im Free-TV starten. Entwickelt von Acun Medya, verbindet es auf einzigartige Weise Sport, Reality und Unterhaltung und erobert ein weltweites Publikum. Exatlon, bei dem die Teilnehmer vor intensive physische und strategische Herausforderungen gestellt werden, die ihre Ausdauer, Beweglichkeit und mentale Stärke testen, hat weltweit großen Anklang gefunden und die Marktanteile erhöht. Dadurch erhofft man sich die Erschließung neue Zielgruppen (weiblicher, jünger, neu Genres etc.) Der Abschluss der Transaktion ist noch an diverse Bedingungen geknüpft, wie insbesondere medien- und kartellrechtlicher Zustimmungsvorbehalte. Des Weiteren ist die Strategie den im Sommer 2023 gestarteten Weg mit der Profit Center Struktur konsequent weiterzuverfolgen.
Mit der Profit Center Struktur will man durch die bessere Steuerung der Bereiche insbesondere die Profitabilität steigern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verschlankung der Organisation und die Kostenoptimierung. Darüber hinaus wird das im Sommer 2023 erfolgreich gestartete Media-for-Equity Programm fortgesetzt. Mit der Media-for-Equity Strategie können wir in attraktive junge Unternehmen investieren und dabei helfen, dass sich diese Unternehmen weiterentwickeln können, mit dem Endziel zukünftige Profite und Cash-Zuflüsse durch Verkäufe oder Börsengänge dieser Beteiligungen zu erwirtschaften. 4.4 Finanzielle Ziele für das Geschäftsjahr 2024Im Bereich Sport wird bei der Sport1 GmbH im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr mit moderat steigenden Umsatzerlösen im einstelligen Millionenbereich gerechnet. Es wird erwartet, dass insbesondere der digitale Bereich aufgrund der Berichterstattungen zur Fußball-EM in Deutschland sowie der olympischen Sommerspiele in Paris profitieren kann Die Geschäftsführung geht in Bezug auf SPORT1 aufgrund der Umsatzsteigerung und geplanten Materialaufwandsoptimierungen von einer deutlichen EBIT-Verbesserung im Vergleich zum Jahr 2023 aus. 5. NachtragsberichtDie Gesellschafterin der Sport1 GmbH und das internationale Medien- und Unterhaltungsunternehmen ACUNMEDYA mit Sitz in Istanbul haben am 23. Februar 2024 eine umfassende Kooperation vereinbart. Im Zuge der Zusammenarbeit erwirbt ACUNMEDYA 50,00 Prozent der Geschäftsanteile an der Sport1 GmbH. Über die Beteiligung hinaus ist im Rahmen der strategischen Kooperation auch eine umfangreiche Content-Offensive geplant. So sollen international bekannte und bereits sehr erfolgreiche Entertainment- und Sportunterhaltungs-Formate von ACUNMEDYA, wie zum Beispiel EXATLON, auf SPORT1 in das deutsche TV gebracht werden. Der Abschluss der Transaktion ist noch an diverse Bedingungen geknüpft, wie insbesondere medien- und kartellrechtlicher Zustimmungsvorbehalte.
Ismaning, 23. Mai 2024 Sport1 GmbH Die Geschäftsführung Dr. Matthias Kirschenhofer Robin Seckler Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der Sport1 GmbH1. Allgemeine Erläuterungen1.1 Allgemeine AngabenDie Sport1 GmbH hat ihren Sitz in Ismaning und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts München (HRB 146492). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. 1.2 OrganschaftMit der Sport1 Medien AG besteht eine umsatzsteuerliche und mit der Sport1 Holding GmbH eine ertragsteuerliche Organschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1 BilanzDie Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise über 3 bis 14 Jahre vorgenommen. Bei Änderung der den planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis zu EUR 250 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG i.V.m. § 252 Abs. 2 HGB im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von jeweils EUR 251 bis 1.000 werden unter Ausnutzung des Wahlrechts gemäß § 6 Abs. 2a EStG i.V.m. § 252 Abs. 2 HGB in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs und in den folgenden Jahren linear abgeschrieben wird, wobei die tatsächliche Nutzungsdauer oder das Ausscheiden eines Wirtschaftsgutes unberücksichtigt bleiben. Immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben, Gegenstände des Sachanlagevermögens über 3 bis 14 Jahre. Die Sport1 GmbH verfügt neben den Sportrechten grundsätzlich noch über die Docutainment und anderen Unterhaltungsformate als Programmvermögen. Dieses Programmvermögen wird bei Zugang als immaterieller Vermögenswert mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungen von Programmvermögen mit einer begrenzten Nutzungsdauer ist dabei abhängig von der Art des Rechts, der Lizenzzeit, sowie der Anzahl der zulässigen bzw. geplanten Ausstrahlungen und erfolgt in der Regel mit Beginn der ersten Ausstrahlung. Die Abschreibungen erfolgen dabei leistungsabhängig, das heißt es handelt sich um ausstrahlungsbasierte Abschreibungen. Bei einer ausstrahlungsbasierten Abschreibung wird zunächst die Anzahl der Ausstrahlungen (Runs) festgelegt. Bei der Ausstrahlung wird der anteilig auf diesen Run allokierte Betrag im Aufwand unter dem Posten Abschreibungen erfasst. Bei den Finanzanlagen erfolgte die Bewertung zu Anschaffungskosten abzüglich vorzunehmender außerplanmäßiger Abschreibungen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag auszuweisen. Vereinbaren die Sport1 GmbH und die Vertragspartner die Erbringung von Werbeleistungen im Gegenzug für den Erwerb von Unternehmensbeteiligungen oder eigenkapitalähnlichen Instrumenten ("Media-for-Equity") werden die Umsatzerlöse in Höhe des Werts der erlangten Anteile bemessen. Zum Zeitpunkt der Ersterfassung dieser Instrumente wird eine entsprechende Verpflichtung zur Ausspielung der zugesagten linearen oder digitalen Werbeformate unter den Vertragsverbindlichkeiten passiviert und bei Ausstrahlung der vereinbarten Werbeformate als Umsatzerlöse erfasst. Die erhaltenen Finanzinstrumente stellen finanzielle Vermögenswerte dar. Da es sich bei Media-for-Equity Transaktionen um unbare Tauschgeschäfte handelt, bleibt die Kapitalflussrechnung davon unberührt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zusätzlich erfolgte eine Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags, wobei ggf. künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gegebenenfalls mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätzen abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite handelt es sich um Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, wenn sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. 2.2 Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Umsatzrealisierung bei den Werbeerlösen erfolgt mit Ausstrahlung des Werbespots. Rückstellungen für Naturalrabatte werden erlösschmälernd gebildet, wenn bei einer Buchung für Werbezeiten dem Kunden Freispots zugesagt werden und diese zum Stichtag noch nicht vollständig ausgestrahlt wurden. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft werden keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und latente Steuern ausgewiesen. 2.3 WährungsumrechnungFremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags bewertet. Bei einer Laufzeit von über einem Jahr werden Fremdwährungsforderungen mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Forderungsbegründung oder zum niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der Verbindlichkeit oder dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. 3. Erläuterungen zur BilanzDie Angaben des laufenden Jahres betreffen, sofern nicht anders bezeichnet, den Stichtag 31. Dezember 2023. Die Vorjahreswerte sind bei den einzelnen Posten jeweils unter den Jahresabschlusswerten vermerkt. 3.1 Aktiva3.1.1 AnlagevermögenHinsichtlich des Anlagevermögens verweisen wir auf den dem Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 75% an der Jackpot50 GmbH mit Sitz in Ismaning (TEUR 0; Vj. TEUR 0). Das negative Eigenkapital der Tochtergesellschaft beträgt am Stichtag TEUR 2.069, der Jahresfehlbetrag des Jahres 2023 TEUR 1.025. Die Sport1 GmbH hält zudem folgende Beteiligungen bzw. Genussrechte:
In der Berichtsperiode wurden durch Media-for-Equity Deals 17,5 Prozent an der Car4Sports GmbH, 25 Prozent an der Deutschen Streaming Allianz GmbH, 19,5 Prozent an der Tigerspin GmbH, 12,51 Prozent an der Starzz LLC (Kingstown/St. Vincent und die Grenadinen) sowie 10 Prozent an der Footbao.world AG (Zug/Schweiz) erworben. Bei der Beteiligung an der Deutschen Streaming Allianz GmbH besteht aufgrund der Regelungen in der Gesellschaftervereinbarung kein maßgeblicher Einfluss. Die Beteiligung Footbao.world AG wird aufgrund einer Bewertung vergangener Transaktionen zum Stichtag neu bewertet (Zugangsbewertung erfolgte nach der Discounted Cash-Flow Methode). Basierend auf der Bewertungsmethode zum Stichtag wurde eine Anpassung des beizulegenden Zeitwerts im Finanzergebnis in Höhe von -1.101 TEUR erfasst. In der Vorjahresperiode wurden die Genussrechte gegen Werbedienstleistungen erworben. Mit dem Genussrecht hat die Sport1 GmbH Anspruch von 19,99 Prozent am Proft Center EBIT an einer Plattform eines Drittunternehmens. Da die Genussrechte eine kombinierte Call-/Put-Option für den Erwerb von 19,99 Prozent Anteilen an einem noch zu gründeten Unternehmen beinhalteten Aufgrund des hinter den Erwartungen liegenden Geschäftsverlaufs wurde in Berichtsperiode eine Anpassung des beizulegenden Zeitwerts im Finanzergebnis in Höhe von -1.238 TEUR erfasst. 3.1.2 UmlaufvermögenForderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen Media-Agenturen und Direktkunden.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der GesellschafterinSport1 Holding GmbH (TEUR 6.043; Vj. TEUR 10.628). Die Sport1 GmbH hat außerdem Forderungen gegen die Jackpot50 GmbH aus einem Darlehen inklusive Zinsen (TEUR 1.718; Vj. TEUR 920). Die Darlehensforderungen sind in Höhe von TEUR 703 (Vj. TEUR 703) wertberichtigt. Zudem besteht eine Rangrücktrittvereinbarung für diese Forderungen. Des Weiteren enthalten die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen eine Darlehensforderung gegenüber der Sport1 Medien AG in Höhe von TEUR 4.154 (Vj. TEUR 0). 3.1.3 Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 2.703 (Vj. TEUR 3.643) enthält im Wesentlichen vor dem Stichtag getätigte Ausgaben für Sportrechte und sonstige Lizenzen, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 3.2 Passiva3.2.1 EigenkapitalDer Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von TEUR 6.043 (Vj. Jahresüberschuss TEUR 10.268) wurde entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag vollständig von der Gesellschafterin Sport1 Holding GmbH übernommen. Es gibt keine Beträge, welche entsprechend § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegen. 3.2.2 Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 4.203; Vj. TEUR 3.476), Naturalrabatte (TEUR 924; Vj. TEUR 1.087), personalbezogenen Rückstellungen (TEUR 1.102; Vj. TEUR 971), ausstehende Honorare (TEUR 253; Vj. TEUR 233), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 291; Vj. TEUR 262), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 103; Vj. TEUR 95) sowie Rückstellungen für Prozesskosten (TEUR 69; Vj. TEUR 115) zusammen. Bei den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen handelt es sich im Wesentlichen um Produktionskosten, nachträglich gewährte Rabatte sowie Gegengeschäfte. Alle Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig. 3.2.3 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Des Weiteren enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Sport1 Medien AG in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 5.865).
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.531 (Vj. TEUR 1.321) beinhalten im Wesentlichen Lizenzverbindlichkeiten (TEUR 1.147; Vj. TEUR 1.025), Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 192; Vj. TEUR 180) sowie kreditorische Debitoren (TEUR 49; Vj. TEUR 60). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Angaben des laufenden Jahres beziehen sich, sofern nicht anders bezeichnet, auf den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Die Vorjahreswerte sind bei den einzelnen Posten jeweils unter den Jahresabschlusswerten vermerkt.
Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 90.958 (Vj. TEUR 78.471) enthalten in Höhe von TEUR 81.530 (Vj. TEUR 68.416) Werbeerlöse aus der Vermarktung des TV-Senders SPORT1 und der Online-Plattform SPORT1.de sowie Diversifikationserlöse aus der unmittelbaren Kapitalisierung der Sendeflächen durch beispielsweise Dauerwerbesendungen. Darüber hinaus ergaben sich sonstige Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.686 (Vj. TEUR 14.066) unter anderem durch den Verkauf von urheberrechtlich geschütztem Bildmaterial, der Sublizenzierung von Bildrechten von Sportveranstaltungen sowie der Einspeisung des Free-TV-Senders SPORT1 in SD und HD sowie den Pay-TV-Sendern SPORT1+ und eSports1 bei IPTV-, Kabelnetz- und Satellitenbetreibern. Dem gegenüber stehen Erlösschmälerungen durch unter anderem Skonti, nachträglich gewährte Rabatte und Erlösabführungen in Höhe von TEUR 4.259 (Vj. TEUR 4.011). Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:
4.2 Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 2.784 (Vj. TEUR 7.812) sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.108 (Vj. TEUR 87), Erlöse aus der Ausbuchung von Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 21 (Vj. TEUR 22), Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 20 (Vj. TEUR 85) sowie Erträge aus der Förderung von digitalen Projekten in Höhe von TEUR 1.216 (Vj. TEUR 0) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.311 (Vj. TEUR 582) hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Ausbuchung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus der Ausschüttung für Vorjahre von Verwertungsgesellschaften ausgewiesen. 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 12.244 (Vj. TEUR 11.414) sind insbesondere Werbe- und Vertriebskosten (TEUR 3.991; Vj. TEUR 3.922), Miet- und sonstige Raumkosten (TEUR 1.247; Vj. TEUR 1.214), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 714; Vj. TEUR 666), IT-Kosten (TEUR 3.024; Vj. TEUR 2.396) sowie Administrationskosten (TEUR 2.016; Vj. TEUR 1.901) enthalten. Zudem sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 60 (Vj. TEUR 77) sowie Wertberichtigungen des Umlaufvermögens von TEUR 142 (Vj. TEUR 158) enthalten. 5. Sonstige Angaben5.1. GeschäftsführungWährend des Geschäftsjahres waren zu Geschäftsführern bestellt: Olaf Gerhard Schröder, Vorsitzender der Geschäftsführung, München, Austritt zum 13.06.2023 Robin Seckler, Geschäftsführer, Eriskirch, seit dem 13.06.2023 Dr. Matthias Kirschenhofer, Geschäftsführer, Grünwald Herr Olaf Schröder, Herr Robin Seckler und Herr Dr. Matthias Kirschenhofer erhielten keine Bezüge direkt von der Sport1 GmbH. Ihre Gehälter werden anteilig von der Sport1 Medien AG an die Sport1 GmbH weiterbelastet. Auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5.2. Anzahl der MitarbeiterWährend des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 170 Mitarbeiter (Vj. 180) beschäftigt. Zum Stichtag waren von 191 (Vj. 179) Mitarbeitern 7 (Vj. 5) als leitende Angestellte tätig. Zudem beschäftigte die Gesellschaft 3 Volontäre (Vj. 4). 5.3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisseZum Stichtag 31. Dezember 2023 verfügt die Sport1 GmbH zusammen mit ihrer Muttergesellschaft Sport1 Medien AG und ihrer Schwestergesellschaft Plazamedia GmbH über eine variabel verzinsliche Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von TEUR 11.000 sowie einen allgemeinen Avalrahmen in Höhe von TEUR 3.000. Die Bank stellt den gesamten Kreditrahmen den drei Kreditnehmern unter gesamtschuldnerischer Haftung aller Kreditnehmer gemäß §421 BGB zur Verfügung. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 verfügt die Jackpot50 GmbH zusammen mit der Sport1 Medien AG über einen Avalrahmen in Höhe von TEUR 5.000. Dieser Avalrahmen dient ausschließlich zur Übernahme einer Bürgschaft zur Sicherstellung des Antrags auf Erlaubnis zur Veranstaltung von virtuellen Automatenspielen der Jackpot50 GmbH. Für die Erfüllung der Verpflichtungen aus diesem Avalrahmenvertrag haftet die Sport1 GmbH als Gesamtschuldner im Wege des Schuldbeitritts. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von TEUR 95.049 (Vj. TEUR 134.218). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Da den sonstigen finanziellen Verpflichtungen vertragliche Vereinbarungen zu Grunde liegen, ist von einer Inanspruchnahme auszugehen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.716 (Vj. TEUR 8.331). Bei der Ermittlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden keine Abzinsungen vorgenommen. 5.4 Honorare des AbschlussprüfersVon der Befreiungsmöglichkeit nach § 285 Nr. 17 HGB wird Gebrauch gemacht. 5.5 Absicherung von FremdwährungsrisikenDie Sport1 GmbH hat Lizenzverträge mit finanziellen Verpflichtungen in US-Dollar abgeschlossen. Das Währungsrisiko aus Forderungen und Verbindlichkeiten in anderen Fremdwährungen ist aufgrund seines geringen Volumens vernachlässigbar. Zur Absicherung des Währungsrisikos hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. 5.6 SonstigesIm April 2023 wurde zwischen der Sport1 GmbH und der obersten Muttergesellschaft eine Stundungsvereinbarung abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung werden mögliche Rückgriffsansprüche der obersten Muttergesellschaft aus einer Patronatserklärung gegenüber einem Dritten bis zum 31. Dezember 2025 gestundet und werden somit erst mit Ablauf des 31. Dezember 2025 fällig. 5.6 NachtragsberichtDie Sport1 Medien AG und das internationale Medien- und Unterhaltungsunternehmen ACUNMEDYA mit Sitz in Istanbul haben am 23. Februar 2024 eine umfassende Kooperation vereinbart. Im Zuge der Zusammenarbeit erwirbt ACUNMEDYA 50,00 Prozent der Geschäftsanteile an der Sport1 GmbH. Über die Beteiligung hinaus ist im Rahmen der strategischen Kooperation auch eine umfangreiche Content-Offensive geplant. So sollen international bekannte und bereits sehr erfolgreiche Entertainment- und Sportunterhaltungs-Formate von ACUNMEDYA, wie zum Beispiel EXATLON, auf SPORT1 in das deutsche TV gebracht werden. Der Abschluss der Transaktion ist noch an diverse Bedingungen geknüpft, wie insbesondere medien- und kartellrechtlicher Zustimmungsvorbehalte. 5.7 KonzernabschlussDer Jahresabschluss der Sport1 GmbH wird in den IFRS-Konzernabschluss der Sport1 Medien AG, Ismaning, einbezogen. Der IFRS-Konzernabschluss der Sport1 Medien AG wird im Unternehmensregister (https://www.unternehmensregister.de/ureg/) veröffentlicht. Mutterunternehmen des kleinsten Konsolidierungskreises ist die Sport1 Medien AG, Ismaning. Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die Highlight Event and Entertainment AG, Pratteln/Schweiz. Der Geschäftsbericht der Highlight Event and Entertainment AG wird auf deren Internetseite (https://www.hlee.ch/Geschaeftsberichte.htm) veröffentlicht. Die Sport1 GmbH ist gemäß § 291 Abs. 1 HGB aufgrund des Konzernabschlusses der Sport1 Medien AG, Ismaning, von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit.
Ismaning, 23. Mai .2024 Sport1 GmbH Die Geschäftsführung Dr. Matthias Kirschenhofer Robin Seckler Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sport1 GmbH, IsmaningPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Sport1 GmbH, Ismaning, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sport1 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 23. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer David Reinhard, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
7 nahegelegene Organisationen
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Sonstiges Spiel-, Wett- und Lotteriewesen
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen