susteco solutions GmbH
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter HaftungStuttgartKonzernabschluss 2022Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022der Robert Bosch GmbHDie Bosch-Gruppe hat die erheblichen und teilweise unerwarteten Herausforderungen des Jahres 2022 gut bewältigt. Der Umsatz übertraf mit einem Zuwachs von 12,0 % das erwartete Wachstum erheblich. Die operative EBIT-Rendite von 4,3 % lag über der Prognose. Das Geschäftsjahr 2022 hat dabei für die Bosch-Gruppe neben der andauernden Coronavirus-Pandemie und den fortgesetzten Halbleiterengpässen erhebliche zusätzliche Belastungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine gebracht. Dazu gehören die stark gestiegenen Rohstoffund Energiepreise sowie das bis auf wenige Restaktivitäten ausgelaufene Geschäft in Russland. Alle Unternehmensbereiche konnten dennoch ihren Umsatz steigern und weisen für 2022 ein positives Ergebnis aus. Gleichzeitig wurden viele strategische Projekte vorangetrieben und dazu erhebliche Vorleistungen erbracht. Zudem hat die zum Jahresanfang 2022 neu formierte Geschäftsführung intensiv an der Weiterentwicklung der langfristigen Strategie und Organisation mit Blick auf die teilweise tiefgreifenden Marktveränderungen gearbeitet. Schwerpunktthemen sind unter anderem die angesichts steigender Anforderungen an den Klimaschutz wachsende Elektrifizierung auf vielen Gebieten sowie eine noch breitere internationale Aufstellung. Hinzu kommen die Weiterentwicklung der Digitalisierungs- und der Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Stärkung der Robustheit des Unternehmens. Ein bedeutendes Projekt ist die Neuaufstellung des Unternehmensbereichs Mobility Solutions, um künftige Markt-, Kunden- und Technikanforderungen noch besser zu adressieren. Das Geschäftsjahr 2023 wird voraussichtlich ebenfalls sehr anspruchsvoll. Wir erwarten eine weitere Verlangsamung des Wachstums der weltweiten Wirtschaftsleistung. Wir haben dennoch das Ziel, den Umsatz der Bosch-Gruppe zu steigern und die operative EBIT-Rendite gegenüber 2022 zu verbessern sowie gleichzeitig unsere Strategie weiterzuentwickeln und konsequent umzusetzen. Grundlagen des KonzernsUnternehmensgruppeDie Bosch-Gruppe ist ein global aufgestelltes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Rund die Hälfte des Umsatzes wird außerhalb Europas erzielt. Zur Bosch-Gruppe gehören rund 470 vollkonsolidierte Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Muttergesellschaft ist die Robert Bosch GmbH mit Sitz in Stuttgart. Sie ging aus der "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" hervor, die 1886 in Stuttgart von Robert Bosch (1861 - 1942) gegründet wurde. Seit 1964 hält die Robert Bosch Stiftung GmbH die Mehrheit der Kapitalanteile an der Robert Bosch GmbH. Die gemeinnützige Robert Bosch Stiftung GmbH hat trotz eines Kapitalanteils von rund 94 % keinen Einfluss auf die strategische und geschäftliche Ausrichtung der Bosch-Gruppe. Weitere rund 5 % der Anteile hält die von den Nachkommen des Firmengründers gegründete gemeinnützige ERBO II GmbH, 1 % die Robert Bosch GmbH selbst. Die Stimmrechte liegen zu rund 93 % bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG, von der die unternehmerische Gesellschafterfunktion ausgeübt wird und die einen Kapitalanteil von 0,01 % hält. Die restlichen Stimmrechte von rund 7 % entfallen auf die Nachkommen des Firmengründers. Diese gesellschaftsrechtliche Struktur sichert die unternehmerische Unabhängigkeit der Bosch-Gruppe. Gesellschafter der Robert Bosch GmbHAnteile in Prozent
Stimmrechte in Prozent
Organisation und WettbewerbsumfeldDie Bosch-Gruppe, die weltweit mehr als 420 000 Beschäftigte hat, ist in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology gegliedert, die auch den Berichtssegmenten entsprechen. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist geprägt von übergreifenden Trends wie der zunehmenden Elektrifizierung, der wachsenden Digitalisierung und Vernetzung, der erheblich gestiegenen Bedeutung der Nachhaltigkeit -speziell des Klimaschutzes - sowie einem intensiven globalen Wettbewerb. Dennoch unterscheiden sich die jeweiligen Markt- und Wettbewerbsumfelder der Unternehmensbereiche teilweise erheblich. Im Unternehmensbereich Mobility Solutions stand die Bosch-Gruppe lange hauptsächlich in Konkurrenz mit wenigen großen Automobilzulieferern. Kunden waren überwiegend die weltweit operierenden Automobilhersteller und große regionale Produzenten. Doch dieser Markt verändert sich durch die zunehmende Elektrifizierung, Automatisierung, Vernetzung und Multimodalität der Mobilität sowie eine wachsende Softwareintensität und -wertschöpfung im Fahrzeug. Die Integration von Elektronik und Software in den Fahrzeugen und die wachsende Komplexität beeinflussen die Fahrzeugarchitekturen. Die Kunden in der Automobilindustrie kaufen Hardware und Software dabei oft nicht mehr als ein Paket, sondern unabhängig voneinander. Gleichzeitig erwarten sie in der Software die Kombination und Integration von Funktionen, die bisher voneinander getrennt waren. Gegenwärtig konzentrieren sich Fahrzeugarchitekturen auf die Angebote im Auto. Künftig wird es zusätzlich einen stärkeren Fokus auf Hardware und Software außerhalb des Fahrzeugs geben; hierbei wird auch die Cloud eine zentrale Rolle spielen. Dies ermöglicht Softwareaktualisierungen über den gesamten Lebenszyklus und eine Skalierung von Anwendungen in anderen Märkten. Die Folge sind kürzere Markteinführungszeiten, End-to-End-Architekturen sowie hardwareunabhängige Software und Services. Damit entstehen auch neue Geschäftsmodelle. Viele Automobilhersteller suchen bei Betriebssystemen für Fahrzeuge aufgrund der Komplexität Unterstützung bei Softwarelieferanten im Automobilbereich. Diese Trends machen den Markt für zusätzliche Anbieter attraktiv, auch aus Branchen wie der Konsumelektronik und der Halbleiterindustrie, dem Dienstleistungs- und Internetsektor sowie für Anbieter von Mobilitätsplattformen. Zudem verfolgen die Automobilhersteller den Ausbau ihrer eigenen Wertschöpfung in den Zukunftsthemen Elektronik, Software und Elektromobilität. Weitere wichtige Einflussfaktoren für unser Geschäft sind der deutliche Rückgang des Anteils der Dieselfahrzeuge bei Personenwagen in den wichtigen Märkten Europa und Indien sowie die immer ambitionierteren gesetzlichen Vorgaben für den Verbrennungsmotor, die regional stark unterschiedlich ausgeprägt sind. Bei Industrial Technology operiert der Geschäftsbereich Drive and Control Technology als Zulieferer von Komponenten und Systemen in den Bereichen Hydraulik und Fabrikautomation in eher fragmentierten Märkten mit einer Vielzahl von Wettbewerbern und Kunden. Durch Trends wie die Elektrifizierung und durch den vermehrten Einzug digitaler Lösungen sowie durch Marktkonsolidierung -etwa in der Hydraulik -verändert sich auch hier die Wettbewerber- und Kundenlandschaft. Im Unternehmensbereich Consumer Goods richten sich der Geschäftsbereich Power Tools und die Tochtergesellschaft BSH Hausgeräte GmbH mit ihren Produktlösungen an den Bedürfnissen der Endanwender und Konsumenten aus. Hierbei stehen die Produktlösungen im Wettbewerb mit globalen wie auch regionalen Anbietern. Mitte 2022 ging die Sonderkonjunktur im Konsumgüterbereich durch die Coronavirus-Pandemie insbesondere in Europa und vor allem im Privatkundenbereich zu Ende. Bereits vor der Coronavirus-Pandemie hatte sich weltweit ein Wandel vom klassischen stationären Handel in Richtung Onlinehandel abgezeichnet. Dieser Trend hat sich durch die Pandemie verstärkt, auch wenn der stationäre Handel derzeit wieder Anteile gewinnt. Bei Energy and Building Technology wird der Wettbewerb in den Geschäftsbereichen Building Technologies und Thermotechnology durch wenige internationale sowie eine Vielzahl regionaler Anbieter geprägt. Darüber hinaus wachsen die Domänen in der Gebäude- und Energietechnik zusammen. Ein bedeutender Wachstumsmarkt vor allem in Europa sind Wärmepumpen als Ersatz für bisherige fossile Technologien. Diese Entwicklung wird durch staatliche Förderprogramme wie beispielsweise in Deutschland und Italien gestützt. Der Trend wird durch die gestiegenen Preise bei fossilen Brennstoffen als Folge des Kriegs in der Ukraine weiter verstärkt. Der Geschäftsbereich Bosch Global Service Solutions ist mit seinen Dienstleistungen in einem fragmentierten Markt vertreten, dem sowohl große internationale Wettbewerber als auch kleinere lokale Anbieter angehören. Bericht zur UnternehmensführungDie Mitglieder der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH legen die Strategie für das Gesamtunternehmen fest und steuern es. Die Zuständigkeiten ergeben sich aus der Hauptgliederung. Mit dem Geschäftsjahr 2022 wurde, verbunden mit einem Generationswechsel, die Geschäftsführung auf sechs Mitglieder verkleinert. Mit Beginn des Jahres 2023 wurde durch das Eintreten von Tanja Rückert in die Geschäftsführung ihre bisherige Rolle des Chief Digital Officers in der Geschäftsführung verankert; sie hat zudem weitere Aufgaben übernommen. Markus Forschner ist neben seiner Rolle als Finanzchef seit Jahresanfang 2023 auch für den Unternehmensbereich Industrial Technology zuständig; der bisher zuständige Geschäftsführer Rolf Najork ist planmäßig zum Jahresende 2022 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Der Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH bestellt, überwacht und berät die Geschäftsführung. Bei der Besetzung des Aufsichtsrats unterliegt die Robert Bosch GmbH dem deutschen Mitbestimmungsgesetz. Das Gremium besteht aufgrund der Größe des Unternehmens aus 20 Mitgliedern. Zehn Mitglieder werden durch die stimmberechtigten Gesellschafter benannt; die anderen zehn Mitglieder wählt die Arbeitnehmerseite. Die Robert Bosch Industrietreuhand KG hat als Gesellschafter die durch den Firmengründer Robert Bosch testamentarisch verfügte Aufgabe, für den langfristigen Bestand des Unternehmens und speziell für dessen finanzielle Unabhängigkeit zu sorgen. Letztere soll die jederzeitige unternehmerische Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit sichern. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen in Deutschland hat der Aufsichtsrat einer Gesellschaft, die der Mitbestimmung unterliegt, für den Frauenanteil in Führungspositionen Zielgrößen festzulegen. Für die Robert Bosch GmbH hat der Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH im Dezember 2021 Zielgrößen für den Frauenanteil von 30,0 % für den Aufsichtsrat und von 16,67 % für die Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH (entspricht einem weiblichen Mitglied bezogen auf sechs Geschäftsführungsmitglieder insgesamt) mit einer Frist für die Zielerreichung bis Ende 2025 beschlossen. Zum 31. Dezember 2022 waren sechs Frauen im Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH mit 20 Aufsichtsratsmitgliedern vertreten. Dies entsprach einem Frauenanteil von 30,0 %. In der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH sind seit dem 01. Januar 2023 mit Filiz Albrecht und Tanja Rückert zwei Frauen vertreten, woraus sich bei sechs Geschäftsführungsmitgliedern ein Frauenanteil von 33,3 % ergibt. Im Dezember 2021 hat die Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielgrößen beschlossen, die sich auf die Robert Bosch GmbH in Deutschland beziehen: 10,0 % für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene und 17,0 % für den Anteil in der zweiten Führungsebene. Als Frist für die Erreichung beider Zielgrößen wurde der 31. Dezember 2025 festgelegt. Zum Jahresende 2022 erreichte der Anteil für die erste Führungsebene 9,7 % und derjenige für die zweite Führungsebene 14,6 %. Zudem legen Tochtergesellschaften in Deutschland, die der gesetzlichen Mitbestimmung unterliegen, eigene Zielgrößen für den Frauenanteil in den jeweiligen Aufsichtsräten, Geschäftsleitungsorganen und in den jeweiligen beiden Ebenen unterhalb des Geschäftsleitungsorgans sowie eine Frist für deren Erreichung fest. Weltweit stieg 2022 der Anteil weiblicher Führungskräfte über alle Führungsebenen im Konzern auf 19,2 % (Vorjahr 18,4 %). Diesen Anteil wollen wir kontinuierlich weiter steigern. Unser Ziel, das wir bis 2030 erreichen wollen, liegt derzeit bei 25 %. Beschreibung UnternehmensbereicheUnternehmensbereiche der Bosch-Gruppe (Geschäftsbereiche)
1 Bosch Rexroth AG (100 % Bosch)
Unternehmensbereich Mobility SolutionsBosch hat als Automobilzulieferer in der Erstausrüstung ein breites Tätigkeitsspektrum, das organisatorisch durch sechs Geschäftsbereiche abgedeckt wird. Zum Unternehmensbereich Mobility Solutions gehören zudem die Geschäftsbereiche Automotive Aftermarket und Bosch eBike Systems. Hinzu kommen Aktivitäten bei Zweirädern, Nutzfahrzeugen und Off-Road-Fahrzeugen sowie Ingenieur- und Softwaredienstleistungen. Es wird an einer Neuordnung gearbeitet. Sie soll im Jahresverlauf 2023 bekannt gegeben und zum 1. Januar 2024 wirksam werden. Powertrain SolutionsDer Geschäftsbereich Powertrain Solutions bietet Produkte und Lösungen für die Antriebstechnik von der Benzin- und Dieseldirekteinspritzung bis hin zu elektrifizierten Antrieben mit Batterie- und Brennstoffzellentechnologien für Personenwagen und Nutzfahrzeuge einschließlich Off-Road-Fahrzeugen an. Beim Verbrennungsmotor umfasst das Spektrum Lösungen und Systeme auf Basis von Diesel, Benzin, Gas, Ethanol, Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen. Dazu gehören Motorsteuerungen, Module für die Kraftstoffversorgung, Kraftstoffinjektoren und -pumpen, Zündsysteme, Systeme zur Abgasnachbehandlung sowie Sensoren. Für die Elektromobilität umfasst das Produktportfolio Lösungen für Personenwagen wie auch für Nutzfahrzeuge. Das Angebot betrifft Komponenten und Systeme für Benzin- und Diesel-Hybridfahrzeuge, für reine Elektrofahrzeuge und Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Die Produktpalette reicht von elektrischen Antriebsmaschinen, Leistungselektronik, Batteriesystemen wie der 48-Volt-Batterie und Getriebetechnik bis hin zur kompletten eAchse als kompakter Einheit von Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe. Für Brennstoffzellen bietet Powertrain Solutions sowohl Komponenten -wie elektrische Luftkompressoren, Wasserstoffinjektoren, Tankventile, Steuergeräte und Sensoren - als auch Stacks und komplette Power-Module an. Für Wasserstoffmotoren und -tanksysteme werden Wasserstoffinjektoren, Druckregler und Tankventile angeboten. Chassis Systems ControlDer Geschäftsbereich Chassis Systems Control entwickelt, produziert und vertreibt Bremssysteme, Insassenschutz und Fahrzeugdynamiksensoren. Zu den Bremssystemen gehören vakuumbasierte (konventionelle) und vakuumfreie Bremskraftverstärker (iBooster und Decoupled Power Brake), Bremsregelsysteme (ABS, ESP ® ), kombinierte Systeme (Integrated Power Brake) und Aktuatoren für Brake-by-Wire. Vakuumfreie Bremskraftverstärker, Integrated Power Brake und By-Wire-Aktuatoren werden auch als "neue Bremssysteme" zusammengefasst, die unter anderem die großen Mobilitätstrends des elektrifizierten und automatisierten Fahrens oder neuer "By-Wire-Architekturen" unterstützen. Der Insassenschutz umfasst Airbag-Steuergeräte und die zugehörige Crash-Sensorik. Die Fahrzeugdynamiksensorik beinhaltet die Sensoren, die fahrzeugbezogene Signale als Input für aktive Sicherheitssysteme liefern. Darüber hinaus bietet der Produktbereich Brake Components (Buderus Guss GmbH, Breidenbach) Bremsscheiben für Personenwagen an. Electrical DrivesElectrical Drives bietet eine Vielzahl elektromechanischer Komponenten und Systeme an. Das Angebot umfasst ein breites Spektrum an Komponenten und Systemen für das Thermomanagement in Fahrzeugen aller Antriebsarten. Es besteht aus Produkten für Kühl- und Kältemittelkreisläufe inklusive der dazugehörigen Regelungssoftware. Hinzu kommen leistungsstarke Stellmotoren für ABS und ESP ® , Antriebe für eBikes und eScooter sowie auch Anwendungen für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Zum Produktportfolio gehören außerdem Wischer-Systeme -inklusive Wischerblättern - sowie ein breites Spektrum von Motoren und Antrieben für Komfortanwendungen wie Fensterheber, Sitzverstellung und Schiebedach. Cross-Domain Computing SolutionsMit dem Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions stellt sich Bosch auf die veränderten Anforderungen im stark wachsenden Markt für softwareintensive Elektroniksysteme im Automobilsektor ein. Die Elektrik-/Elektronikarchitektur entwickelt sich hin zu einer domänenübergreifenden und zentralisierten Architektur mit wenigen, aber sehr leistungsstarken Fahrzeugcomputern anstelle vieler einzelner Steuergeräte. Der Geschäftsbereich bündelt seit Januar 2021 die entsprechenden Software- und Elektronikkompetenzen von Bosch und verantwortet Hard- und Software für Fahrzeugcomputer, Sensoren und Steuergeräte für zahlreiche Fahrzeugbereiche wie Fahrerassistenz, automatisiertes Fahren und Parken sowie Infotainment. Automotive ElectronicsDer Geschäftsbereich Automotive Electronics ist einerseits interner Fertigungs- und Entwicklungsdienstleister für elektronische Steuergeräte und Halbleiter (integrierte Schaltkreise und Sensoren), andererseits Hersteller von Halbleiterprodukten und Sensoren für den externen Markt. Das Halbleiter-Produktspektrum für automobile Anwendungen reicht von anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen und Leistungshalbleitern bis zu MEMS-Sensoren (MEMS: mikroelektromechanische Systeme). Im Bereich Konsumelektronik liefert die Bosch Sensortec GmbH, Kusterdingen, MEMS-Sensoren für unterschiedliche Anwendungen. Automotive AftermarketAutomotive Aftermarket bietet für Handel und Werkstätten Technik sowie Lösungen rund um den Werkstattprozess, Diagnose- und Werkstatttechnik sowie ein Ersatzteilsortiment für Kraftfahrzeuge -vom Neuteil über instandgesetzte Austauschteile bis hin zu Reparaturlösungen. Das Produktportfolio besteht aus Erzeugnissen der Bosch-Erstausrüstung sowie aus eigenen und zugekauften Aftermarket-spezifischen Produkten und Dienstleistungen. Der Geschäftsbereich offeriert zudem Prüf- und Werkstatttechnik, Software für Diagnose, Servicetraining sowie technische Informationen und Serviceleistungen wie Werkstatt-Management-Systeme in Verbindung mit regionalen Marktplätzen sowie digitalen Katalogen. Zudem ist er verantwortlich für die Werkstattkonzepte Bosch Car Service und Auto-Crew, zwei unabhängige Werkstattketten. Automotive SteeringAutomotive Steering entwickelt, produziert und vertreibt Lenksysteme einschließlich Lenksäulen für Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Im Bereich Personenwagen umfasst das Produktportfolio vor allem elektrische Lenkungen als Schlüsseltechnologie für teil- und hochautomatisiertes Fahren. Bei Nutzfahrzeugen dominieren zunehmend elektrohydraulische gegenüber hydraulischen Lenksystemen. Auch bei Nutzfahrzeugen werden elektrische Lenkungen als Schlüsseltechnologie für teil- und hochautomatisiertes Fahren entwickelt. Bosch eBike SystemsDas Leistungsangebot von Bosch eBike Systems reicht von kompletten Antriebssystemen für Elektrofahrräder mit Batterien sowie Steuerungseinheiten und digitalen Angeboten über ein ABS bis hin zu Services für den Fahrradfachhandel. Weitere AktivitätenDer Produktbereich Two-Wheeler and Powersports bietet für Zweiräder, Dreiräder und Powersport-Fahrzeuge Assistenzsysteme wie ABS, radarbasierte Assistenzsysteme wie die Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, die Motorradstabilitätskontrolle, Antriebstechnik sowie Anzeigeinstrumente und Vernetzungslösungen an. Die geschäftsbereichsübergreifende Einheit kann dazu auf die Produkte und Ressourcen im Unternehmensbereich Mobility Solutions zugreifen. Die Tochtergesellschaft Bosch Engineering GmbH, Abstatt, entwickelt für ein breites Kundenspektrum individuelle Lösungen auf Basis erprobter Großserientechnik wie beispielsweise für Sportwagen und Off-Road-Fahrzeuge, aber auch für Schienenfahrzeuge und andere Anwendungen außerhalb des Automobilsektors. Bei Bosch Engineering sind zudem die Bosch-Aktivitäten im Motorsport angesiedelt. Von Bosch Engineering gesteuert werden auch die Einheit Commercial Vehicles and OffRoad, die geschäftsbereichsübergreifend die Verantwortung für das Nutzfahrzeug- und Off-Road-Fahrzeug-Geschäft bei Systementwicklung, Produktmanagement und Vertrieb trägt, sowie die ITK Engineering GmbH, Rülzheim. Letztere bietet ergänzend zu den Dienstleistungen von Bosch Engineering unter einer eigenständigen Marke und mit von Bosch getrenntem Entwicklungsbereich kundenspezifische und maßgeschneiderte Dienstleistungen in der System- und Softwareentwicklung an. Zum Portfolio der Tochtergesellschaft ETAS GmbH gehören Fahrzeug-Basissoftware, Middleware, Entwicklungswerkzeuge, cloud-basierte Services, Cybersecurity-Lösungen sowie End-to-End-Engineering- und Beratungsdienstleistungen zur Realisierung softwaredefinierter Fahrzeuge. Mit ihren Produktlösungen und Dienstleistungen versetzt ETAS Fahrzeughersteller und Zulieferer in die Lage, differenzierende Fahrzeugsoftware zu entwickeln, zu betreiben und abzusichern. Unternehmensbereich Industrial TechnologyDer Unternehmensbereich Industrial Technology umfasst den Geschäftsbereich Drive and Control Technology, Bosch Manufacturing Solutions als hauptsächlich intern ausgerichteten Bereich für Montageanlagen und den Produktbereich Bosch Connected Industry. Drive and Control TechnologyDie Tochtergesellschaft Bosch Rexroth AG, Lohr am Main, sorgt als Spezialist bei Antriebs- und Steuerungstechnologien für effiziente und leistungsstarke Bewegung in Maschinen und Anlagen jeder Art und Größenordnung. Das Unternehmen bündelt weltweite Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten mobile Arbeitsmaschinen, Maschinen- und Anlagenbau sowie Fabrikautomation. Mit intelligenten Komponenten, maßgeschneiderten Systemlösungen sowie Dienstleistungen schafft Bosch Rexroth die Voraussetzungen für vollständig vernetzbare Anwendungen. Der Geschäftsbereich bietet seinen Kunden Hydraulik, elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik einschließlich Software und Schnittstellen ins Internet der Dinge (IoT). Weitere AktivitätenDer Systemanbieter für Automatisierungs- und Montagelösungen Robert Bosch Manufacturing Solutions GmbH, Stuttgart, stellt individuelle und intelligente Montage- und Prüfkonzepte bereit. Dazu gehören Fertigungsprozesse und -technologien sowie digitale und intelligente Lösungen und Services entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Zudem ist der Produktbereich Bosch Connected Industry Teil des Unternehmensbereichs Industrial Technology; er entwickelt für interne und externe Kunden Softwarelösungen mit Blick auf Industrie 4.0. Unternehmensbereich Consumer GoodsZum Unternehmensbereich Consumer Goods gehören zwei Geschäftsbereiche. Power ToolsDie Robert Bosch Power Tools GmbH, Leinfelden-Echterdingen, ist ein Anbieter von Elektrowerkzeugen und Gartengeräten, Elektrowerkzeug-Zubehör und Messtechnik. Der Geschäftsbereich verfügt über ein umfangreiches Produktprogramm, das sich an professionelle Nutzer in Handwerk und Industrie sowie Heimwerker richtet. Zum Zubehörprogramm gehören insbesondere Schleifmittel, Bohrer und Sägeblätter, die global unter der Marke Bosch sowie regional und segmentspezifisch auch unter Marken wie Diablo, sia abrasives und Freud vertrieben werden. Unter der Marke Dremel werden zudem Präzisions-Rotationswerkzeuge für Heimwerker verkauft. BSH Hausgeräte GmbHDas Produktportfolio des Hausgeräteherstellers BSH Hausgeräte GmbH, München, reicht von Waschmaschinen und Wäschetrocknern über Kühl- und Gefriergeräte, Backöfen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Spülmaschinen bis hin zu Kleingeräten wie Staubsaugern, Kaffeevollautomaten oder Küchenmaschinen sowie als neuer Produktkategorie eine Spülbeckenlösung unter der Marke Solitaire. Der Hausgerätespezialist nutzt dazu als Globalmarken Bosch, Siemens (in Lizenz), Gaggenau und Neff. Darüber hinaus gibt es lokale Marken wie Balay in Spanien oder Thermador in den USA. Hinzu kommen die Marke Home Connect für das BSH-Ökosystem in der vernetzten Küche sowie verschiedene Servicemarken, darunter BlueMovement und Kitchen Stories. Unternehmensbereich Energy and Building TechnologyDer Unternehmensbereich Energy and Building Technology umfasst neben den Geschäftsbereichen Building Technologies, Thermotechnology und Bosch Global Service Solutions auch die Einheit Robert Bosch Smart Home. Building TechnologiesDer Geschäftsbereich Building Technologies hat zwei Geschäftsfelder: das globale Produktgeschäft für Sicherheits- und Kommunikationslösungen und das regionale Geschäft der Systemintegration, das in ausgewählten Ländern Lösungen und maßgeschneiderte Dienstleistungen für Gebäudesicherheit, Energieeffizienz und Gebäudeautomation bietet. Der Fokus beider Einheiten liegt auf gewerblich genutzten Gebäuden und Infrastrukturprojekten. Zum Portfolio des Produktgeschäfts gehören Systeme zur Videoüberwachung, Einbruchmelde-, Brandmelde- und Sprachalarmsysteme, Systeme für die Zutrittskontrolle sowie professionelle Audio- und Konferenzsysteme. ThermotechnologyDer Geschäftsbereich Thermotechnology bietet seinen Kunden ein breites Sortiment für Heizung und Klimatisierung, das zunehmend auf nicht fossilen Energieträgern basiert. Im Produktbereich Well-Being bietet der Geschäftsbereich Produkte wie Luftreiniger an, die zusätzlich zum Wohlbefinden der Bewohner beitragen. Hinzu kommen vernetztes Energiemanagement und Warmwasserbereitung für Wohngebäude sowie das gewerbliche und industrielle Anlagengeschäft für Dampf, Warmwasser, Heizung und Klimatisierung. Zum Portfolio gehören damit Wärmepumpen, Hybridsysteme, Brennwerttechnik, Klimasysteme, Lüftungstechnik, Luftreiniger, Solarthermie, Kraft-Wärme-Kopplung und Industriekessel. Der Bereich nutzt internationale und regionale Marken wie beispielsweise Bosch, Buderus, Vulcano und Worcester. Bosch Global Service SolutionsDer Geschäftsbereich Bosch Global Service Solutions erbringt technologiebasierte Dienstleistungen vorrangig für Kunden der Automobil-, Finanzdienstleistungs-, Logistik- und Pharmabranche sowie der Kommunikationstechnik, zum Beispiel Notruf- oder Monitoring-Services. Weitere AktivitätenDie Robert Bosch Smart Home GmbH, Stuttgart, bietet vernetzte Lösungen für private Haushalte an. Dazu gehören Anwendungen zur Optimierung des Raumklimas, zur Erhöhung des Komforts und für mehr Sicherheit auf Basis eines Portfolios aus Geräten wie vernetzten Kameras, Thermostaten, Rauchwarnmeldern, Rollladensteuerungen sowie Zugangssystemen. Ausgewählte, nicht den Unternehmensbereichen zugeordnete GesellschaftenDie Tochtergesellschaft Bosch Healthcare Solutions GmbH, Waiblingen, ist auf dem Markt für Medizintechnik mit Sensoren, Software und Services aktiv. Das Produktprogramm umfasst Geräte und Softwarelösungen für eine dezentrale Labordiagnostik und im Bereich der Atemwegsdiagnostik. Die grow platform GmbH, Ludwigsburg, bietet innerhalb der Bosch-Gruppe eine Plattform für die Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und den Aufbau von internen Startups und unterstützt mit geschäftlichem Know-how unter anderem in den Bereichen Strategie, Organisation, Controlling, Personal, Infrastruktur, Marketing und Methoden. Mit der Robert Bosch Venture Capital GmbH, Gerlingen, investieren wir weltweit in Zukunftstechnologien wie Lösungen für das Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz oder Computerarchitekturen der Zukunft. Die Gesellschaft stellt dabei Kapital für Start-ups und branchenspezifische Venture-Capital-Fonds in Europa, den USA, Israel und China zur Verfügung. Zudem wird über das "Open Bosch"-Programm die Zusammenarbeit von Bosch mit externen Start-ups unterstützt. Perspektiven für die Bosch-Gruppe
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| in Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Umsatzerlöse | 88.201 | 78.748 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -59.742 | -52.933 |
| Bruttoergebnis | 28.459 | 25.815 |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten | -17.812 | -16.384 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -7.224 | -6.110 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 52 | -504 |
| Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden | -1 | -2 |
| EBIT | 3.474 | 2.815 |
| Finanzergebnis | -561 | 484 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.913 | 3.299 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -1.075 | -800 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.838 | 2.499 |
Die genannten Faktoren spiegeln sich in den unterschiedlichen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wider. Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Jahr 2022 um 12,9 % auf 59,7 Milliarden Euro und damit etwas überproportional zum Umsatzwachstum von 12,0 %. Damit sank die Bruttomarge leicht auf 32,3 % gegenüber dem Vorjahresniveau von 32,8 %. Die Abschreibungen auf Sachanlagen summierten sich dabei auf 3,5 Milliarden Euro und übertreffen das Vorjahresniveau von 3,4 Milliarden Euro. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahreswert um 8,7 % auf 17,8 Milliarden Euro.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen 2022 bei 7,2 Milliarden Euro gegenüber 6,1 Milliarden Euro im Vorjahr; damit hat sich die Entwicklungskostenquote bezogen auf den Umsatz mit 8,2 % gegenüber dem Vorjahreswert von 7,8 % trotz des kräftig gestiegenen Umsatzes erhöht.
Auch 2022 entfiel dabei der höchste Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten auf den Unternehmensbereich Mobility Solutions mit 73 % (Vorjahr 74 %). Wichtige Themen sind hier weiterhin Vorleistungen für Elektrifizierung, die Brennstoffzelle, Fahrerassistenzsysteme auch mit Blick auf das automatisierte Fahren, Fahrzeugelektronik sowie Halbleiter und Sensorik. Der Anteil von Industrial Technology stieg auf 6 % gegenüber 5 % im Vorjahr. Keine Veränderung bezogen auf die Anteile ergaben sich bei Consumer Goods mit 16 % und bei Energy and Building Technology mit 5 %. Die positive Veränderung bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen resultiert aus geringeren Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen und außerdem aus einem Sondereffekt durch ein Goodwill-Impairment im Vorjahr.
Wir weisen für 2022 einen negativen Saldo von 561 Millionen Euro beim Finanzergebnis aus gegenüber einem positiven Saldo von 484 Millionen Euro im Vorjahr. Wesentliche Faktoren sind ein geringeres Ergebnis aus Wertpapieren, vor allem durch die negative Wertentwicklung bei Investmentfonds sowie negative Auswirkungen aus der Zinsentwicklung. Das Ergebnis vor Steuern erreichte vor diesem Hintergrund 2,9 Milliarden Euro, was einer Rendite von 3,3 % vom Umsatz entspricht. Beide Werte liegen dabei unter den Werten des Vorjahres von 3,3 Milliarden Euro beziehungsweise 4,2 % vom Umsatz. Nach Steuern ergibt sich ein Ergebnis von 1,8 Milliarden Euro gegenüber 2,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Neben dem negativen Finanzergebnis wirkt sich hier eine höhere Steuerbelastung aus.
Die interne Steuerungskennzahl NWC in Prozent vom Umsatz auf Ebene der Bosch-Gruppe liegt mit 28,7 % sowohl über dem vergleichbaren internen Vorjahreswert von 26,7 % als auch deutlich über unseren Erwartungen. Hauptgrund war die Entwicklung der Bestände, die im Geschäftsjahr 2022 durch hohe Unsicherheiten in der Lieferkette stärker als der Umsatz stiegen.
Bei der Ergebnissituation ergibt sich ein differenziertes Bild nach Unternehmensbereichen, auch wenn alle ein positives EBIT ausweisen. Wesentliche Faktoren sind das unterschiedlich starke Umsatzwachstum und Unterschiede bei den Belastungen durch die Engpässe bei Halbleitern, im Hinblick auf die gestiegenen Rohstoffpreise und Energiekosten sowie durch das auslaufende Russlandgeschäft. Weitere Differenzierungen bestehen im Hinblick auf den Umfang der erforderlichen Restrukturierungen und auf die Intensität bei den Vorleistungen für Zukunftsfelder. Bis auf Consumer Goods haben alle Unternehmensbereiche ihre Prognosen bezogen auf die EBITRendite erreicht oder übertroffen. Für den Unternehmensbereich Mobility Solutions hatten wir für 2022 eine deutliche Verbesserung prognostiziert. Im Unternehmensbereich Industrial Technology hatten wir einen leichten Rückgang, bei Consumer Goods eine deutliche Abschwächung erwartet. Bei Energy and Building Technology waren wir von einer operativen Rendite auf Vorjahresniveau ausgegangen.
Im Unternehmensbereich Mobility Solutions weisen wir für 2022 ein EBIT von 1,7 Milliarden Euro aus gegenüber einem EBIT von 200 Millionen Euro im Vorjahr. Das operative EBIT beträgt 1,8 Milliarden Euro gegenüber einem Vorjahreswert von 317 Millionen Euro. Daraus ergibt sich eine operative Rendite von 3,4 % vom Umsatz nach 0,7 % im Vorjahr. Damit ist die Verbesserung der Rendite in Folge des Zusatzumsatzes stärker ausgefallen als erwartet. Dabei ist auch der Restrukturierungsaufwand gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Der Ergebnisdruck ist aber weiterhin sehr hoch. Gründe hierfür sind insbesondere die hohen Vorleistungen für Zukunftsprojekte, die Kostensteigerungen bei Vorprodukten und die Belastungen durch Halbleiterengpässe.
Der Unternehmensbereich Industrial Technology erzielte nicht nur ein starkes Umsatzwachstum, sondern konnte auch sein Ergebnis auf ein EBIT von 683 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 513 Millionen Euro steigern, was einer EBIT-Rendite von 9,8 % entspricht (Vorjahr: 8,4 %). Damit wurde die Prognose deutlich übertroffen. Der Bereich profitierte von einer guten Nachfrage bei Hydraulik und Fabrikautomation.
Der Unternehmensbereich Consumer Goods erreichte ein EBIT von rund 753 Millionen Euro gegenüber dem sehr hohen Vorjahresniveau von 1,9 Milliarden Euro. Das operative EBIT erreicht 970 Millionen Euro und ist damit ebenfalls erheblich geringer als das Vorjahresniveau von 2,1 Milliarden Euro. Damit sank die operative Rendite auf 4,5 % gegenüber 10,2 % im Vorjahr und somit stärker als prognostiziert. Bei Consumer Goods haben zum Ergebnisrückgang neben dem Nachfragerückgang auf den Märkten für Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge die Belastungen durch das auslaufende Russlandgeschäft eine größere Rolle gespielt. Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology erzielte ein EBIT von 419 Millionen Euro gegenüber 305 Millionen Euro im Vorjahr. Die Rendite erreichte 6,0 % gegenüber 5,1 % im Jahr 2021. Damit wurden unsere Prognosen für diesen Unternehmensbereich übertroffen. So entwickelte sich der Geschäftsbereich Building Technologies besser als geplant.
Zum gegenüber dem Vorjahr gestiegenen durchschnittlichen NWC in Prozent vom Umsatz trugen alle Unternehmensbereiche bei. Bis auf Industrial Technology lag die Kennziffer zudem über der Prognose. Ein wesentlicher Grund für das hohe NWC im Jahr 2022 war die Sicherung der Lieferfähigkeit und damit der Kundenversorgung. Die NWC-Angaben nach Unternehmensbereichen beziehen sich auf den internen Umsatz, der den Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen einschließt. Der Vergleich zum Vorjahr erfolgt bezogen auf den vergleichbaren internen Vorjahreswert. Bei Mobility Solutions stieg das NWC in Prozent des Umsatzes auf 28,7 % gegenüber dem Vorjahreswert von 27,2 % und lag damit deutlich über unseren Planungen. Dafür sind unter anderem die Vorräte verantwortlich, die wegen erheblicher Unsicherheiten in der Lieferkette anstiegen. Im Bereich Industrial Technology stieg das NWC in Prozent des Umsatzes auf 33,1 % gegenüber dem Vorjahreswert von 32,1 % und lag damit leicht unter der Prognose. Bei Consumer Goods wurde die Prognose mit einem Wert von 28,9 % erheblich überschritten; der Vorjahreswert lag bei 25,6 %. Hier wirkte sich der unerwartet starke Rückgang der Nachfrage ab Mitte 2022 bei den Vorräten aus. Bei Energy and Building Technology erhöhte sich die Kennziffer auf 20,3 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 18,7 %, was einen deutlichen Anstieg gegenüber der Prognose bedeutet.
Die Bilanzsumme der Bosch-Gruppe erreichte 100,2 Milliarden Euro zum Stichtag 31. Dezember 2022 und lag damit über dem Niveau des Vorjahres von 97,7 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %-Punkte auf 46,6 %. Wesentliche Gründe für die gestiegene Bilanzsumme sind auf der Aktivseite der Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf der Passivseite das höhere Eigenkapital und die gestiegenen kurzfristigen Schulden.
1 Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte
2 Mit zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerten in direktem Zusammenhang stehende
Schulden
Auf der Aktivseite verfügten wir zum Bilanzstichtag über eine auf 21,1 Milliarden Euro gesunkene bilanzielle Liquidität gegenüber dem Vorjahreswert von 26,8 Milliarden Euro. Die bilanzielle Liquidität umfasst neben den flüssigen Mitteln die Wertpapiere und die Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen. Hier wirken sich im Wesentlichen ein negativer Free-Cash-Flow und Kursverluste der Wertpapiere an den Finanzmärkten aus. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit in Zusammenhang stehende Schulden werden aufgrund der Anwendung von IFRS 5 separat ausgewiesen. Dazu gehören auch Vermögenswerte und Schulden russischer Tochtergesellschaften. Erste Verträge wurden hierzu unterzeichnet. Hintergrund der geplanten Veräußerungen der Tochtergesellschaften in Russland ist die aufgrund der sanktionsrechtlichen Rahmenbedingungen nur begrenzt mögliche Weiterführung der Produktion.
Auf der Passivseite ergaben sich Veränderungen vor allem durch die Aufnahme von Schuldscheindarlehen. Die Finanzierungsstruktur ist solide. Die Nettofinanzposition (definiert als bilanzielle Liquidität minus Finanzverbindlichkeiten sowie minus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) ist deutlich positiv und beträgt 5,3 Milliarden Euro, auch wenn sie gegenüber dem Vorjahreswert von 10,5 Milliarden Euro aufgrund der geringeren bilanziellen Liquidität gesunken ist. Stabilisierend wirkte die im Wesentlichen auf Änderungen der finanziellen Annahmen beruhende Reduzierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 2,3 Milliarden Euro.
Mit einer Langfristbonität von A (Ausblick "stabil") der Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch verfügt die Robert Bosch GmbH über gute Ratings. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten der Bosch-Gruppe gehören Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit einem Nominalwert von 3,7 Milliarden Euro und Zinssätzen zwischen 0,582 % und 4,893 % sowie Anleihen mit einem Nominalwert von 2,0 Milliarden Euro und Zinssätzen zwischen 1,75 % und 2,979 %. Die durchschnittliche Verzinsung ist auf 2,353 % gegenüber einem Vorjahreswert von 1,746 % gestiegen. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen beträgt 5,27 Jahre gegenüber 5,99 Jahren im Vorjahr. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihen beträgt 5,96 Jahre gegenüber 6,90 Jahren im Vorjahr.
Wir haben eine bestehende syndizierte Kreditlinie mit ESG-Komponente von 3 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro erhöht. Die Laufzeit wurde dabei um ein Jahr verlängert. Darüber hinaus bestehen bilaterale US-Kreditlinien mit einem Volumen von 950 Millionen US-Dollar. Eine Inanspruchnahme ist nicht erfolgt. Im Jahr 2022 wurden neue Schuldscheindarlehen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro aufgenommen. Außerdem zahlten wir 25 Millionen Euro eines Schuldscheindarlehens zurück. Unter unserem Commercial Paper Program im Umfang von 2,0 Milliarden US-Dollar haben wir im Berichtsjahr revolvierend bis zu 350 Millionen US-Dollar begeben. Zudem wurde ein syndizierter Kredit in den USA in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, der 2022 jedoch nicht in Anspruch genommen wurde.
Im Jahr 2022 haben wir die Investitionen in Sachanlagen aufgrund zahlreicher Zukunftsprojekte auf 4,9 Milliarden Euro gegenüber 3,9 Milliarden Euro im Vorjahr erhöht. Die Investitionsquote beträgt 5,6 % vom Umsatz nach 5,0 % im Vorjahr. Damit erreichten die Investitionen 141 % der Abschreibungen. Der Umfang der zum Abschlussstichtag bestehenden Investitionsverpflichtungen aufgrund getätigter Bestellungen beträgt 1,3 Milliarden Euro nach 801 Millionen Euro im Vorjahr. Dafür stehen angesichts unserer komfortablen Liquiditätssituation ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. In immaterielle Vermögenswerte investierten wir 647 Millionen Euro gegenüber 455 Millionen Euro im Vorjahr. Ein Großteil betraf aktivierte Entwicklungsprojekte im Unternehmensbereich Mobility Solutions.
Nach Unternehmensbereichen entfiel mit 3,3 Milliarden Euro nach 2,9 Milliarden Euro im Vorjahr der größte Anteil der Investitionen erneut auf Mobility Solutions. Schwerpunkte sind die steigenden Investitionen im Bereich Elektromobilität für die eMaschine, die eAchse, die Brennstoffzelle und die Leistungselektronik, Ersatzinvestitionen für neue Einspritzsysteme bei Verbrennungsmotoren, bei Chassis Systems Control bei ABS und ESP ® sowie neuen Bremsregelsystemen, bei Automotive Electronics Kapazitätserweiterungen im Bereich Halbleiter und Sensoren, bei Cross-Domain Computing Solutions im Bereich Fahrerassistenzsysteme, bei Automotive Steering der Neubau des Werks für elektrische Lenkungen in Maklar, Ungarn, sowie Kapazitätserweiterungen bei eBike Systems. Weitere Schwerpunkte waren das 2022 fertiggestellte Entwicklungszentrum in Budapest, Ungarn, und der Ausbau des IT-Campus in Adugodi, Indien.
Bei Industrial Technology stiegen die Investitionen auf 316 Millionen Euro nach 198 Millionen Euro im Vorjahr. Investitionsschwerpunkte bei Drive and Control Technology waren Kapazitätssteigerungen speziell im Bereich Mobilhydraulik, die Fortführung der Modernisierungskonzepte, die Lokalisierung in Regionen sowie die Neuausrichtung der Gießerei in Lohr.
Im Bereich Consumer Goods investierten wir 845 Millionen Euro nach 656 Millionen Euro im Vorjahr. Schwerpunkte waren bei BSH Hausgeräte eine neue Fabrik für Kühlschränke in Monterrey, Mexiko, sowie Investitionen mit Blick auf neue Gerätegenerationen für Kühlschränke in Qerkezköy, Türkei, für Geschirrspüler und Kühlschränke in Lodz und Wroclaw, Polen, für Kühlschränke in Giengen sowie bei Spülmaschinen in Chuzhou, China. Investitionsschwerpunkte bei Power Tools lagen im Ausbau der Fertigung im Produktbereich Accessories sowie bei kabellosen Elektrowerkzeugen und dazugehörigen Akkus an unterschiedlichen Standorten weltweit. Zudem erfolgt ein Ausbau des regionalen Verteilzentrums in Miskolc, Ungarn.
Bei Energy and Building Technology erreichte das Investitionsvolumen 123 Millionen Euro nach 85 Millionen Euro im Vorjahr. Schwerpunkte bei Thermotechnology waren die Fertigung von Wärmepumpen einschließlich Wärmepumpenspeichern sowie die Logistikinfrastruktur.
Hinzu kommen weitere Investitionen, die nicht den Unternehmensbereichen zugeordnet sind, wie für Energieeffizienzprojekte an diversen Standorten, die Fertigstellung des neuen Supply Chain Campus in Feuerbach, eine Fertigungserweiterung bei Bosch Healthcare Solutions und auch ein Neubau für die Regionalgesellschaft in Marokko.
In regionaler Betrachtung entfielen auf europäische Standorte Investitionen von 3,1 Milliarden Euro gegenüber 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr. In Deutschland gaben wir davon wie im Vorjahr 1,6 Milliarden Euro aus. In der Region Asien-Pazifik investierten wir 1,3 Milliarden Euro nach 875 Millionen Euro im Vorjahr. In Nord- und Südamerika investierten wir 519 Millionen Euro nach 368 Millionen Euro im Vorjahr.
Die Bosch-Gruppe verfügt über eine hohe Finanzkraft. Die Liquidität gemäß Kapitalflussrechnung (flüssige Mittel) stieg zum Jahresende auf 6,5 Milliarden Euro nach 6,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit sank allerdings im Jahr 2022 auf 1,9 Milliarden Euro beziehungsweise 2,1 % des Umsatzes; der Vorjahreswert lag bei 8,7 %. Wesentliche Gründe für den Rückgang sind die erhebliche zusätzliche Mittelbindung im Umlaufvermögen, insbesondere der umsatzbedingte Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie der im Vorjahresvergleich geringere Anstieg der Verbindlichkeiten.
| in Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Liquidität Jahresanfang (01.01.) | 6.196 | 8.955 |
| Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit | +1.859 | +6.890 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | -2.336 | -7.379 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | +701 | -2.560 |
| Sonstiges | +39 | +290 |
| Liquidität Jahresende (31.12.) | 6.459 | 6.196 |
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 2,3 Milliarden Euro und ist deutlich geringer als der Vorjahreswert von 7,4 Milliarden Euro. Wesentliche Ursachen sind die Mittelfreisetzung aus der Veräußerung von Wertpapieren und die Auflösung von Bankeinlagen größer 90 Tagen. Die sonstige Investitionstätigkeit stieg gegenläufig, im Wesentlichen aufgrund höherer Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Wirtschaftsgüter sowie Akquisitionen.
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit -einschließlich der Tilgungsleistungen für Leasingverbindlichkeiten -lag 2022 bei 0,7 Milliarden Euro, während wir im Vorjahr einen Mittelabfluss von 2,6 Milliarden Euro auswiesen. Während wir 2022 Finanzverbindlichkeiten aufgenommen haben, hatten wir im Jahr 2021 Finanzverbindlichkeiten in größerem Umfang getilgt.
Für 2022 weisen wir einen negativen Free-Cash-Flow von 4,0 Milliarden Euro aus gegenüber einem positiven Wert von 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Free-Cash-Flow berechnet sich als Summe von Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit, Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (ohne Beteiligungsmaßnahmen und sonstige Investitionen in Finanzanlagen) und der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Wesentliche Gründe für den negativen Free-Cash-Flow waren die umsatzbedingt deutlich gestiegenen Forderungen, die Entwicklung der Vorräte sowie die stark gestiegenen Investitionen in Sachanlagen.
Auch 2022 waren wir in der eigenen Wertschöpfung (Scope 1 und 2) CO 2 -neutral. Den Großteil dieser CO 2 -Emissionen unseres Unternehmens bestimmt dabei der Verbrauch von Energie. Diese wird bei Bosch vor allem als Strom für den Betrieb von Maschinen und Anlagen in der Fertigung benötigt, außerdem als Wärmeenergie zur Heizung und Klimatisierung von Gebäuden sowie beim Betrieb von Öfen beispielsweise in Gießereien.
Insgesamt verbrauchten die Unternehmen der Bosch-Gruppe im Jahr 2022 7.696 GWh Energie (Vorjahr: 8.042 GWh). Den trotz unserer vielfältigen Maßnahmen entstandenen Ausstoß von 0,7 Millionen Tonnen CO 2 haben wir im Rahmen unserer CO 2 -Neutralstellung kompensiert. Gegenüber dem Vorjahresniveau entspricht dies einem Rückgang von rund 0,2 Millionen Tonnen CO 2 beziehungsweise 21 %. Der Rückgang wurde vor allem durch die Umstellung von Grau- auf Grünstrom erreicht. Die Berechnung der Emissionen basiert auf den Standards der Internationalen Energieagentur (IEA) und des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).
Die Unfallrate beträgt wie im Vorjahr rund 1,62 Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden. Im Berichtsjahr gab es keinen tödlichen Arbeitsunfall zu beklagen. Die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle lag im Geschäftsjahr 2022 bei 1.153 gegenüber 1.123 im Jahr 2021.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Bosch-Gruppe stieg zum Jahresende 2022 auf 421.338 gegenüber 402.614 Ende 2021 und damit unterproportional zum Umsatz. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhte sich um 18.724. Veränderungen im Konsolidierungskreis spielen eine untergeordnete Rolle.
1 Zentrale Funktionen und Forschung
Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhte sich dabei im Unternehmensbereich Mobility Solutions auf 233.077 gegenüber 223.592 Ende 2021. Im Unternehmensbereich Industrial Technology stieg die Zahl der Beschäftigten auf 34.143 gegenüber 32.686 zum Jahresende 2021. Im Unternehmensbereich Consumer Goods erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten auf 83.006 gegenüber 82.840 Ende 2021. Die Zahl der Beschäftigten im Unternehmensbereich Energy and Building Technology stieg auf 34.437 gegenüber 31.650 zum Vorjahresende. Auf Sonstige entfallen 36.675 Beschäftigte gegenüber 31.846 im Vorjahr.
Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung erhöhte sich weltweit über alle Bereiche weiter um 9.422 auf 85.543 zum Jahresende. Der Ausbau des weltweiten Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks betrifft fast alle Regionen, am stärksten Asien-Pazifik (inklusive sonstiger Länder, unter anderem in Afrika). Die Regionen außerhalb Deutschlands stellen damit 62 % der Beschäftigten in der Forschung und Entwicklung, in Asien-Pazifik sind es 42 %. Die Anzahl der Beschäftigten im Zentralbereich Forschung und Vorausentwicklung (Sonstige) lag weltweit zum Jahresende mit 1.536 in etwa auf dem Niveau der Vorjahreszahl von 1.524.
1 Ohne Deutschland
2 Einschließlich sonstiger Länder, u.
a. in Afrika
Die Beschäftigtenzahl ist in allen Regionen gestiegen, allerdings unterschiedlich ausgeprägt. Die prozentuale Verteilung der Beschäftigten der Bosch-Gruppe nach Regionen hat sich damit leicht gegenüber dem Vorjahr verändert. Während der Anteil von Deutschland und Europa (ohne Deutschland) um jeweils einen Prozentpunkt gesunken ist, hat er sich in Amerika und Asien-Pazifik jeweils um einen Prozentpunkt erhöht.
Auch 2023 erwarten wir ein anspruchsvolles Geschäftsjahr. Wir müssen von anhaltend hohen Preisen für Rohstoffe und Energie, steigenden Löhnen sowie daraus resultierenden weiteren Preissteigerungen ausgehen. Die hohe Inflation wird die Nachfrage der Verbraucher dämpfen. Zusätzlich werden die Maßnahmen vieler Notenbanken zur Inflationsbekämpfung die wirtschaftliche Entwicklung bremsen. Den Krieg in der Ukraine beobachten wir weiterhin mit großer Sorge. Zudem könnte es in einigen Ländern zu lokalen Einschränkungen aufgrund von Coronavirus-Infektionen kommen. Gleichwohl streben wir trotz des schwierigen Umfelds ein Umsatzwachstum in einem Korridor von 6 bis 9 % und eine deutliche Verbesserung der operativen EBIT-Rendite an.
Wir werden 2023 die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie weiter vorantreiben. Dazu gehören erneut erhebliche Vorleistungen für unsere Zukunftsfelder in Form hoher Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie von Investitionen. Darüber hinaus werden wir weiterhin unser Portfolio konsequent durch Akquisitionen und Partnerschaften wie auch gezielte Anpassungen stärken.
Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft erneut verlangsamt. Für 2023 prognostizieren wir auf dieser Basis einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 13⁄4 %. Dabei bestehen Unsicherheiten gerade mit Blick auf die weitere Inflationsentwicklung insbesondere in Nordamerika und Europa. So dürften die Maßnahmen der Notenbanken zur Inflationsbekämpfung neben dem Konsum auch verstärkt die Bauinvestitionen beeinflussen. Den Maschinenbaumarkt schätzen wir als relativ stabil ein. Wir gehen für 2023 von einer globalen Inflationsrate von 53⁄4 % aus. Den Prognosen liegen dabei als Referenz Datenquellen von Feri AG und IWF sowie eigene Einschätzungen zugrunde.
Für Amerika erwarten wir, dass 2023 die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr um 1⁄2 % steigen wird. Für Nordamerika gehen wir dabei von einem Zuwachs von 1⁄2 % aus, für Südamerika von 3⁄4 %. Für Europa prognostizieren wir auf Basis der aktuellen Daten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1⁄4 %. Dabei legen wir für die Europäische Union einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von ebenfalls einem 1⁄4 % zugrunde. Für Deutschland erwarten wir derzeit einen Rückgang um 3⁄4 %. Auf einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten Niveau von rund 4 % dürfte sich die Zuwachsrate in Asien-Pazifik (einschließlich sonstiger Länder) bewegen. In China dürfte dabei das Wachstumstempo aufgrund von Nachholeffekten auf 5% % anziehen, nachdem die Einschränkungen infolge der Coronavirus-Infektionen aufgehoben wurden.
Vorjahreswerte teilweise revisionsbedingt gegenüber Geschäftsbericht 2021 verändert
Auf unserem wichtigsten Markt, der Automobilproduktion, rechnen wir bislang für 2023 lediglich mit einem Anstieg der gesamten Produktion von Personenwagen und Nutzfahrzeugen auf rund 87 Millionen Fahrzeuge gegenüber rund 85 Millionen Fahrzeugen im Vorjahr. Für die Prognose zur weltweiten Automobilproduktion ziehen wir bei unserem internen Prozess zur Mobility Prognosis (MP) externe Prognosen von IHS Markit Ltd., London, sowie interne Bosch-Marktexpertisen aus den Regionen und der Zentrale heran. Bei der globalen Verknappung bei Halbleitern erwarten wir 2023 eine weitere Entspannung, was temporäre Beeinträchtigungen aber nicht ausschließt.
Wir gehen davon aus, dass der Umsatz der Bosch-Gruppe 2023 nominal in einem Korridor von 6 bis 9 % steigt. Wechselkurseffekte weisen wir wie in den Vorjahren in der Prognose nicht aus. Zum Wachstum werden neben Volumeneffekten auch Preiserhöhungen beitragen.
Nach Unternehmensbereichen erwarten wir auch aufgrund von Produktanläufen und Preiserhöhungen bei Mobility Solutions ein Wachstum gegenüber 2022 von bis zu 12 %. Der Unternehmensbereich Industrial Technology will seinen Umsatz -inklusive der Effekte durch die 2022 erworbenen Gesellschaften HydraForce und Elmo Motion Control -um bis zu 10 % steigern. Bei Consumer Goods erwarten wir aufgrund des schwachen Marktumfelds lediglich ein leichtes Umsatzplus von bis zu 3 %. Bei Energy and Building Technology gehen wir vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Nachfrage nach effizienter Heiztechnik von einem Wachstum von bis zu 8 % aus.
Trotz aller Belastungen durch Lieferengpässe, hohe Inflationsraten und Vorleistungen für unsere Wachstumsfelder ist es unser Ziel in Anbetracht der geplanten Umsatzentwicklung, die operative EBIT-Rendite der Bosch-Gruppe deutlich zu steigern. Dabei erwarten wir auch im Unternehmensbereich Mobility Solutions eine deutliche Verbesserung der operativen EBIT-Rendite. Im Unternehmensbereich Industrial Technology gehen wir wieder von einem Niveau der operativen EBIT-Rendite von rund 8 % aus. Bei Consumer Goods erwarten wir eine leichte Verbesserung und bei Energy and Building Technology eine deutliche Verbesserung der operativen EBIT-Rendite.
Das Verhältnis des durchschnittlichen Net Working Capital (NWC) zum Umsatz in Prozent (Kennzahl aus dem internen Rechnungswesen) soll 2023 wieder sinken. Dazu arbeiten wir intensiv an einer Normalisierung der Bestände, die im Geschäftsjahr 2022 durch hohe Unsicherheiten in der Lieferkette stärker als der Umsatz stiegen. Für die Bosch-Gruppe und die Unternehmensbereiche Mobility Solutions sowie Energy and Building Technology gehen wir gegenüber den Werten von 2022 von einem deutlichen Rückgang aus. Bei Industrial Technology erwarten wir ein NWC in Prozent vom Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, bei Consumer Goods eine erhebliche Verbesserung. Hintergrund bei Mobility Solutions ist die Rückführung von Vorräten, die aufgrund einer stabileren Lieferkette nicht mehr erforderlich sind. Bei Consumer Goods wollen wir die durch den Nachfragerückgang im Vorjahr erhöhten Vorräte auf ein normales Niveau senken.
Insgesamt sehen wir für die Bosch-Gruppe gute Wachstumsmöglichkeiten. Für uns als Technologieunternehmen eröffnen sich mit den Veränderungen des Markt- und Technikumfelds gerade durch Vernetzung, Automatisierung und Elektrifizierung, durch die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit sowie durch das Wachstumspotenzial in aufstrebenden Regionen wie ASEAN oder Afrika zusätzliche Absatzchancen. Zur besseren Verständlichkeit sind im Kapitel "Perspektiven für die Bosch-Gruppe" die Chancen und die jeweiligen Strategien, die wir daraus für das Gesamtunternehmen und die Unternehmensbereiche ableiten, ausführlich dargestellt.
Das Risikomanagement der Bosch-Gruppe ist auf das gesamte Unternehmen ausgerichtet und bezieht grundsätzlich alle wesentlichen betrieblichen Prozesse, Funktions-, Geschäfts- und Unternehmensbereiche ein. Es ist damit eine Kernaufgabe für das gesamte Management auf allen Ebenen der Bosch-Gruppe. Die Identifikation und die Steuerung der Risiken erfolgen soweit möglich am Ort des Entstehens, also vor allem in den Geschäftsbereichen und deren regionalen Vertretungen. Diese tragen auch in erster Linie die Verantwortung dafür, Maßnahmen zur Reduzierung beziehungsweise Beherrschung der Risiken einzuleiten.
Während die Zentralabteilungen für Compliance, Risikomanagement und interne Kontrollen die Governance für die jeweiligen Systeme ausüben, unterstützen, regeln und überwachen Fachabteilungen wie beispielsweise die Rechtsabteilung und die Steuerabteilung die Vorgaben und die Schwerpunktsetzungen. Die interne Revision unterstützt unter anderem bei der Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Aufgaben und macht bei Bedarf Vorschläge an die Geschäftsführung beziehungsweise die Fachverantwortlichen zur Einleitung entsprechender Verbesserungsmaßnahmen.
Das Risikomanagementsystem der Bosch-Gruppe orientiert sich an den Standards ISO 31000 und COSO III (ERM) sowie IDW PS 340. Es schließt die systematische Erfassung und Verfolgung relevanter Risiken sowie gegebenenfalls die Identifikation und Nachverfolgung von Maßnahmen zum Umgang mit diesen Risiken ein. Die zentrale Koordinierungsstelle für das Risikomanagementsystem hat dabei die Aufgabe, das System kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu gehören eine weitere Verfeinerung der Analysen hinsichtlich Risikotragfähigkeit und Maßnahmen zur Stärkung der Risikokultur.
Eine Konzernrichtlinie zum Risikomanagement legt die Grundsätze und Verantwortlichkeiten fest. Darüber hinaus hat ein funktionsübergreifendes Risikokomitee die Aufgabe, bereichsübergreifend Risikoschwerpunkte zu identifizieren und potenzielle disruptive technologische und strategische Risiken aufzuzeigen.
Wir sehen derzeit keine Risiken, die 2023 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bosch-Gruppe wesentlich beeinflussen könnten und über die in diesem Bericht genannten Risiken hinausgehen. Es ergeben sich aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken für die Bosch-Gruppe.
Bei der Risikobeurteilung auf Basis des Risikomanagementsystems, das Risiken mit einem Zeithorizont bis 2026 umfasst, gab es zum Vorjahr keine nennenswerten Änderungen. Auch die Risikolage hat sich nicht prinzipiell verändert. Die Zahl der gemeldeten Risiken ist dabei (Stand Jahresende 2022) gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das finanzielle Risiko ("Monetary Risk") wird über eine Risikomatrix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Schadenhöhe ermittelt und bildet damit den Erwartungswert der Schäden ab. Dieses Risiko hat sich bei gesunkener Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund einer deutlich gestiegenen potenziellen Schadenhöhe gegenüber dem Vorjahr um 22 % erhöht.
Basis für die Erhebung der potenziellen Schadenhöhe ist dabei eine Drei-Punkt-Einschätzung der Kategorien "schlechtestes", "realistisches" und "bestes" Szenario im Verhältnis von 1 : 4 : 1. Die Risikoberichterstattung erfolgt im Sinne einer Nettobetrachtung.
Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 50 % verarbeiten wir weiterhin grundsätzlich in unserer jährlichen beziehungsweise in der unterjährigen Umsatz- und Ergebnisprognose. Die Bewertung erfolgt gegenüber unserer aktuellen Planung.
Zu den fünf Top-Risiken gehören wie im Vorjahr insbesondere die Cyberrisiken mit Blick auf IT-Kernprozesse, Risiken im Kontext vernetzter Produkte sowie die Gefahr der Unterbrechung von Geschäftsprozessen. Die beiden weiteren Risiken resultieren aus einer potenziellen Verschärfung internationaler Handelskonflikte insbesondere zwischen den USA und China sowie aus der Gefahr möglicher Insolvenzen oder Liquiditätsengpässen bei kritischen Zulieferern, die insbesondere den Unternehmensbereich Mobility Solutions betrifft. Die fünf Top-Risiken bewegen sich oberhalb eines finanziellen Risikos in Höhe von jeweils 330 Millionen Euro.
Durch die Digitalisierung ergeben sich für Bosch zunehmende Herausforderungen in den Bereichen Datenschutz und Cybersecurity sowie Konformität mit international heterogenen Gesetzen, Vorgaben und Zertifizierungen. Um auf das steigende Risiko von Cyberangriffen besser reagieren zu können, haben wir die verteilten Abteilungen im Bereich Cyber-Defense im Geschäftsjahr 2022 zusammengeführt sowie verstärkt. Dies ermöglicht uns, der weltweiten Bedrohungslage besser Rechnung zu tragen und durchgehende Abwehr- und Verteidigungskapazitäten vorzuhalten. Wir haben unsere Cybersecurity-Strategie entsprechend angepasst, um einerseits einen zielführenden Schutz in der gesamten Breite aller Systeme zu gewährleisten und andrerseits besonders geschäftskritische Systeme mit zusätzlichen Maßnahmen zu schützen. Ein Ausfall solcher kritischen Systeme infolge externer Angriffe oder interner Fehlerquellen könnte zu erheblichen Problemen bei der Produktentwicklung und -fertigung, dem laufenden Betrieb von softwarebasierten Produkten sowie bei der administrativen Abwicklung mit daraus resultierenden signifikanten finanziellen Einbußen führen.
Wir wenden umfassende, unternehmensweit gültige Vorgaben zum organisatorischen und technischen Schutz vor Systemausfällen sowie vor Datenverlust und Datenmanipulationen an. Für den Betrieb unserer Rechenzentren sowie der Cloud-Lösungen nutzen wir Sicherheitskonzepte, die wir kontinuierlich entsprechend dem Stand der Technik weiterentwickeln und deren Wirksamkeit wir unter anderem durch umfassende Sicherheitstests verifizieren. Die absehbaren gravierenden Veränderungen, die Technologien wie Quantencomputing oder Künstliche Intelligenz für die Cybersicherheit bedeuten werden, antizipieren wir dabei bereits in unseren Planungen und Vorgaben. Die erforderliche hohe Verfügbarkeit unserer IT-Infrastruktur erreichen wir durch eine redundante, standortunabhängige Systemarchitektur.
Risiken aus dem Einsatz softwarebasierter Erzeugnisse und Lösungen können sich aus einer missbräuchlichen oder fehlerhaften Verwendung von vernetzten Hardwareprodukten, Software und Daten ergeben. Bei vernetzten Produkten mit Künstlicher Intelligenz besteht das Risiko externer Angriffe. Wir adressieren dies mit einem konzernweiten Cybersecurity-Management-System, das laufend weiterentwickelt wird. Cybersicherheits-Gesichtspunkte werden bereits bei der Konzeption von Produkten berücksichtigt. Sicherheitsschwachstellen begegnen wir auch durch den Ausbau der Update-Fähigkeit von Bosch-Produkten sowie die Einführung von durchgehenden Prozessen zur Behebung von Schwachstellen.
Daneben erarbeiten wir eine konzernweite Datenstrategie, die die Verantwortlichkeiten und Prozesse beim Umgang mit Daten ganzheitlich regelt. Haftungsrisiken im Zusammenhang mit dem Ausfall oder der Störung von komplexen Systemen, in die unsere Erzeugnisse und Leistungen Eingang finden, wie beispielsweise Fertigungseinrichtungen oder Komponenten für das automatisierte Fahren, begegnen wir auf vertraglicher Ebene.
Geopolitische Konflikte können für die Geschäftstätigkeit von Bosch nachteilige Auswirkungen haben, wie aktuell der Krieg in der Ukraine zeigt. Seine Folgen, wie das weitgehend zum Erliegen gekommene Russlandgeschäft und die sich laufend verschärfenden Wirtschaftssanktionen, beschränken den freien internationalen Warenverkehr. Wir verfolgen die Entwicklungen eng und arbeiten auf Basis von Szenarien an Maßnahmen, auch mit Blick auf die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Dazu gehören Überlegungen, wie wir unsere Lieferketten robuster aufstellen oder kritische Abhängigkeiten vermeiden können. Parallel arbeiten wir daran, unser Geschäft international auszubalancieren und auch in bislang unterrepräsentierten Märkten stärker zu wachsen.
Nach Unternehmensbereichen liegt das höchste finanzielle Risiko bei Mobility Solutions. Es betrifft in besonderem Maße das bereits genannte Top-Risiko der Insolvenz kritischer Lieferanten. Wir begrenzen es mittels eines umfangreichen Monitorings der wirtschaftlichen Situation der Lieferanten durch unsere Einkaufs- und Logistikbereiche sowie eine detaillierte Regelberichterstattung an den Finanzgeschäftsführer. Der Unternehmensbereich Mobility Solutions ist besonders von den weiterhin bestehenden Lieferengpässen bei Halbleitern betroffen. Hier ergreifen wir umfangreiche Maßnahmen, um die Auswirkungen auf die Belieferung von Kunden möglichst gering zu halten.
Zudem stellen wir uns auf weitere erhebliche Belastungen durch die Veränderungen in der Antriebstechnik ein. Die Europäische Kommission, das Europaparlament und die EU-Mitgliedsstaaten haben sich im Oktober 2022 auf ein faktisches Aus von neuen Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 geeinigt. Es steht allerdings noch aus, inwieweit mit erneuerbaren Kraftstoffen betriebene Verbrennungsmotoren auch nach 2035 in der EU zulassungsfähig sind. Der Ministerrat hat seine notwendige formelle Zustimmung von einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission abhängig gemacht. Auch bei der neuen Schadstoffnorm besteht weiterhin keine Planungssicherheit, da sich der Ende 2022 vorgelegte Legislativvorschlag für die Euro-7/VII-Regulierung noch in den Verhandlungen zwischen Europäischer Kommission, Rat der Europäischen Union und Europäischem Parlament befindet und noch nicht final ist.
Das finanzielle Risiko in den Unternehmensbereichen Industrial Technology und Energy and Building Technology ist vergleichsweise gering. Das höchste Risiko geht bei Industrial Technology von Auswirkungen durch die Insolvenz kritischer Zulieferer aus. Bei Energy and Building Technology spielt als Risiko die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften die größte Rolle, da hierdurch die Wachstumschancen limitiert werden.
Im Unternehmensbereich Consumer Goods, bei dem das finanzielle Risiko unterproportional im Vergleich zum Anteil des Bereichs am Umsatz der Bosch-Gruppe ist, hat das Risiko von Beeinträchtigungen der Lieferketten und nachfolgender Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten eine hohe Relevanz. Zudem ergeben sich weiterhin Risiken aus den Marktveränderungen; dies gilt insbesondere im Hausgerätemarkt mit Blick auf die Digitalisierung.
Das operative Geschäft der Bosch-Gruppe ist insbesondere von Währungskurs- und Zinsschwankungen sowie auf der Beschaffungsseite von Rohstoffpreisrisiken betroffen. Geschäftspolitisches Ziel ist es, diese Risiken durch Sicherungsmaßnahmen zu begrenzen. Die Sicherungsmaßnahmen werden zentral gesteuert. Interne Vorschriften und Richtlinien legen Handlungsrahmen und Verantwortlichkeiten bei Anlage- und Sicherungsvorgängen verbindlich fest. Gemäß diesen Vorschriften dürfen derivative Finanzinstrumente nur im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft sowie der Geldanlage beziehungsweise bei Finanzierungsvorgängen eingesetzt werden, Spekulationsgeschäfte sind nicht zulässig. Wesentliche Bestandteile der Richtlinien sind Händlerlimite. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt grundsätzlich über Banken mit guter Bonität nach dem Rating führender Agenturen und unter Berücksichtigung der aktuellen Risikobewertungen der Finanzmärkte. Die Bonität der Bankpartner der Bosch-Gruppe wird eng verfolgt und das Risiko durch Kontrahentenlimite begrenzt.
Festgeldanlagen werden zur Reduzierung des Ausfallrisikos der Bank teilweise auch als besicherte Geldanlage in Form von Tri-Party-Repo-Geschäften abgeschlossen. Bei diesem Geschäft werden von der Bank zuvor definierte Wertpapiere als Sicherheit bereitgestellt. Die Geschäftsabwicklung sowie die Verwaltung und Bewertung der Wertpapiere werden von einer Clearingstelle übernommen. Entscheidungsgremien sind regelmäßig tagende Ausschüsse für Rohstoffe und Währungen sowie für Kapitalanlagen. Es besteht eine funktionale Trennung zwischen den Bereichen Handel, Abwicklung und Kontrolle. Der letztgenannte Bereich ermittelt vor allem Risiken nach der Value-at-Risk- sowie der Basis-Point-Value-Methode und kontrolliert laufend die Einhaltung von Vorschriften und Richtlinien.
Das Risiko der Finanzanlagen wird monatlich über ein Value-at-Risk-Konzept berechnet. Risiken für Finanzanlagen werden durch bedarfsorientiert durchgeführte Studien zur Anlagestrategie betrachtet und durch Anlagediversifikation begrenzt. Die Geschäftsführung wird monatlich über den Devisen- und Anlageausschuss über die Risikoanalysen und über die Ergebnisse von Anlage- und Sicherungsgeschäften informiert.
Durch die zentrale Steuerung von Fakturierungs- und Einkaufswährungen werden Währungsrisiken aus Zahlungsströmen des operativen Geschäfts reduziert. Die Ermittlung des Währungsrisikos erfolgt auf Basis weltweit konsolidierter Cash-Flows in den jeweiligen Währungen. Dabei werden auf Basis des Wirtschaftsplans erwartete Zu- und Abflüsse in den verschiedenen Währungen für den Planungszeitraum in einer Devisenbilanz aggregiert erfasst und die resultierenden Nettopositionen ermittelt, die Gegenstand des zentralen Währungsmanagements sind.
Die größten Nettowährungspositionen des geplanten Cash-Flows bestehen in chinesischem Renminbi, US-Dollar, britischem Pfund und ungarischem Forint.
Kurssicherungen erfolgen im Wesentlichen über Devisentermingeschäfte, in geringerem Umfang werden auch Devisenoptionen und Währungsswaps eingesetzt. Für diese Geschäfte, die ausnahmslos mit Banken abgewickelt werden, sind Mindestanforderungen hinsichtlich Art und Umfang festgelegt. Das Risiko der wesentlichen operativen Fremdwährungspositionen wird mittels des Cash-Flow-at-Risk-Konzepts ermittelt. Diese Risikoanalysen sowie das Ergebnis der Sicherungen werden monatlich ermittelt und der Geschäftsführung ebenfalls über den Devisen- und Anlageausschuss vorgelegt.
Eine Sensitivitätsanalyse im Anhang gibt Auskunft über die Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern bei einer Veränderung des Euro um 10 %. Einbezogen sind die wichtigsten Währungen. Bezogen auf den chinesischen Renminbi, das britische Pfund, den ungarischen Forint und den japanischen Yen hätte eine solche Veränderung jeweils einen Effekt auf das Ergebnis vor Steuern im niedrigen zweistelligen Millionenbereich, bezogen auf den US-Dollar im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die bilanziellen Ergebniseffekte resultieren sowohl aus operativen Fremdwährungspositionen als auch aus Darlehensbeziehungen innerhalb der Bosch-Gruppe, wenn der Kredit ausnahmsweise in einer anderen als der lokalen Währung des Kreditnehmers gewährt worden ist, weil er zum Beispiel aus erwarteten Cash-Flows in dieser Währung zurückgezahlt werden kann. Das dargestellte bilanzielle Währungsrisiko weicht vom rein wirtschaftlichen Währungsrisiko ab, da letzteres ausschließlich auf Basis der geplanten operativen Cash-Flows ermittelt wird.
Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken aus Mittelanlagen und Mittelaufnahmen werden vereinzelt derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Dies sind hauptsächlich Zinsswaps und Zinsfutures. In einer Sensitivitätsanalyse wurden die variabel verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die festverzinslichen Wertpapiere, Renten- und Geldmarktfonds sowie die Zinsderivate berücksichtigt. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus würde Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern im einstelligen Millionenbereich haben.
Zur Begrenzung der Risiken aus Schwankungen von Rohstoffpreisen werden Derivate eingesetzt. Für die Analyse des Rohstoffpreisrisikos wurden die zum Bilanzstichtag bewerteten Rohstoffpreisderivate berücksichtigt. Die Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern bei einer Veränderung des Terminkursniveaus um 10 % (ausgehend vom Terminkurs zum Bilanzstichtag) liegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Für die Bosch-Gruppe sind darüber hinaus zum Bilanzstichtag keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken bekannt.
Die Bosch-Gruppe hält Aktien als Bestandteil der Finanzanlagen zur Deckung langfristiger Pensionsverpflichtungen sowie Beteiligungen an börsennotierten Gesellschaften. Für die Analyse des Aktienkursrisikos werden die Aktienbestände, die börsennotierten Beteiligungen, Aktienfonds sowie Aktienderivate berücksichtigt. Für den Jahresabschluss 2022 ergibt sich ein Buchwert von 4.863 Millionen Euro. Eine Veränderung des Aktienkursniveaus um 10 % nach oben oder unten (ausgehend vom Aktienkursniveau zum Stichtag) hätte auf die Rücklage aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital eine positive oder negative Auswirkung von rund 350 Millionen Euro, auf das Ergebnis vor Steuern von rund 130 Millionen Euro. Zur Verringerung der Aktienkursrisiken wird eine breit diversifizierte Anlagestrategie über verschiedene Regionen und Sektoren verfolgt.
Das Kreditrisiko aus Kundenforderungen wird fortlaufend erfasst und überwacht. In einer internen Anweisung sind Zuständigkeiten und Aufgaben im Rahmen der Kreditverantwortung geregelt. Dies betrifft vor allem die Festlegung der Zahlungsbedingungen, die Festlegung des Kreditlimits, die Freigabe von Lieferungen sowie die Forderungsüberwachung.
Zur Verringerung des Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Rechnungen mit den entsprechenden Gutschriften in einem einzigen Arbeitsprozess verarbeitet, und in der Bilanz wird der Nettobetrag ausgewiesen. Dieses Vorgehen erfolgt nur, wenn ein Rechtsanspruch auf Saldierung besteht und vom Kunden beabsichtigt ist, den Ausgleich der Forderung auf Basis des Nettobetrags vorzunehmen beziehungsweise die Forderung gleichzeitig mit der dazugehörigen Verbindlichkeit zu begleichen. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise mit einem Eigentumsvorbehalt besichert. Weiterhin liegen für einige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sicherheiten in Form von Bürgschaften, Grundpfandrechten und Hypotheken vor. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen sehen wir kein wesentliches Ausfallrisiko.
Die Entwicklung von Finanzmitteln und -verbindlichkeiten wird fortlaufend überwacht. In internen Richtlinien sind Aufgaben und Zuständigkeiten des Liquiditätsmanagements und der Liquiditätsplanung geregelt. Zur Verringerung des Liquiditätsrisikos werden Rechnungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden erhaltenen Gutschriften in einem einzigen Abrechnungsprozess verarbeitet. Dieses Vorgehen erfolgt nur, wenn ein Rechtsanspruch auf Saldierung besteht und beabsichtigt ist, den Ausgleich der Verbindlichkeit auf Basis des Nettobetrags vorzunehmen beziehungsweise die Verbindlichkeit gleichzeitig mit der dazugehörigen Forderung zu begleichen. Darüber hinaus werden Sicherheiten in Form von Bürgschaften gestellt.
Aufgrund unserer komfortablen Liquiditätssituation, die im Kapitel "Vermögens- und Finanzlage" dargestellt ist, stehen uns ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Wir schätzen das Liquiditätsrisiko daher als gering ein.
Wir haben 2022 keine besonderen korruptionsrelevanten Risiken innerhalb der Organisation festgestellt. Die allgemeinen korruptionsrelevanten Risiken betreffen insbesondere den Umgang mit Sonderzahlungen an unsere Kunden sowie Geschäftspartner mit einem erhöhten Risikoprofil. Dabei setzt sich die Regulierungsdichte und Verschärfung bei nationalen und internationalen Gesetzen und Behördenvorgaben hinsichtlich effektiver Compliance-, Datenschutz- und Informationssicherheits-Management-Systeme fort. Im Fokus stehen vor allem der Schutz von Hinweisgebern sowie die verschärfte Strafverfolgung von Unternehmen und natürlichen Personen.
Die zentrale Compliance-Organisation wurde auch 2022 inhaltlich und personell weiterentwickelt; dazu führen wir unter anderem die Digitalisierung unserer Compliance-Kernprozesse fort. Zur weiteren Risikominimierung haben wir ein neues IT-Tool zur Integritätsprüfung und zum Monitoring ausgewählter Geschäftspartner eingeführt. Im Bereich Datenschutz- und Informationssicherheit haben wir die Anbindung regionaler Datenschutzteams an die Zentrale weitestgehend abgeschlossen sowie unsere zentrale Regelung überarbeitet und auditiert. Wir haben damit begonnen, die europäischen Vorgaben in den Bereichen Hinweisgebersystem und -schutz umzusetzen. Um die Bekanntheit und Nutzung des Hinweisgebersystems zu steigern und das Vertrauen in die internen Untersuchungen zu stärken, haben wir eine konzernweite Kampagne zur Sensibilisierung gestartet. Ferner haben wir das webbasierte Pflichttrainingsprogramm erweitert und Schulungen überarbeitet.
Die geopolitischen Entwicklungen, wie zum Beispiel der Krieg in der Ukraine, führen international zu neuen beziehungsweise verschärften, den freien internationalen Warenverkehr einschränkenden Regularien. Dazu zählen exportkontroll- und sanktionsrechtliche Vorschriften in zahlreichen Ländern. Diese sind sanktionsbewehrt und könnten bei vergangenen oder künftigen Verstößen zu Sanktionen und Schadensersatzforderungen wie auch zu Nachteilen in Bezug auf die Reputation führen. Im Hinblick auf die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken sowie Reputationsrisken entwickelt Bosch seine Exportkontrollorganisation kontinuierlich weiter.
Mit Blick auf Dieselfahrzeug-Emissionen gibt es Ermittlungen in- und ausländischer Behörden gegen verschiedene Fahrzeughersteller, zum Teil auch gegen Bosch als Lieferant von Motorsteuergeräten. Gegen Bosch sind nach unserer Kenntnis 2022 keine neuen Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Zudem ist Bosch im Hinblick auf die Ereignisse bei Dieselfahrzeug-Emissionen bei verschiedenen Herstellern auch weiterhin weltweit Beklagte in zahlreichen zivilrechtlichen Sammel- und Einzelklagen. In den USA konnte Bosch 2022 unter anderem in einer Zivilklage des California Attorney General eine Einigung über 25 Millionen US-Dollar erzielen. Bosch erkennt damit weder den klägerseits vorgetragenen Sachverhalt an, noch räumt Bosch Schuld ein.
Aus den noch anhängigen und etwaigen weiteren Klagen resultieren Risiken, die wir jedoch insgesamt nicht als größer einschätzen als schon bisher. Bosch wahrt in allen diesen Verfahren seine Rechte.
Mit Blick auf etwaige zivilrechtliche Risiken, die mit abgeschlossenen Kartellverfahren verbunden sind, führt Bosch zudem Gespräche mit Kunden über eine Kompensation. Ermittlungen von Kartellbehörden im Automobilzulieferbereich, auch gegen Bosch, dauern in einzelnen Ländern an. Zudem hat die französische Kartellbehörde ihre Ermittlungen gegen die BSH Hausgeräte in Frankreich wegen eines möglichen Kartellrechtsverstoßes abgeschlossen und im Rahmen des laufenden Verfahrens der BSH Frankreich die erhobenen Vorwürfe mitgeteilt.
Auf Basis der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegenden und von der Geschäftsführung beurteilten Sachverhalte zu den Themen Kartellrecht und Motorsteuergeräte wurde nach Auffassung der Geschäftsführung ausreichende Risikovorsorge in Form von Rückstellungen für rechtliche Risiken gebildet. Für die verschiedenen genannten Rechtsrisiken beläuft sich der Bestand an Rückstellungen im gesamten Konzern auf 505 Millionen Euro. Aus dem Geschäftsjahr 2022 sind der Geschäftsführung keine weiteren rechtlichen Risiken bekannt, die nach heutiger Einschätzung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten.
Stuttgart, den 15. März 2023
Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Die Geschäftsführung
Dr. Stefan Hartung
Dr. Christian Fischer
Filiz Albrecht
Dr. Markus Forschner
Dr. Markus Heyn
Dr. Tanja Rückert
|
Werte
in Millionen Euro |
Anhang | 2022 | 2021 |
| Umsatzerlöse | 7) | 88.201 | 78.748 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | 8) | -59.742 | -52.933 |
| Bruttoergebnis | 28.459 | 25.815 | |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten | 8) | -17.812 | -16.384 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 8) | -7.224 | -6.110 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 9) | 2.634 | 2.336 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10) | -2.582 | -2.840 |
| Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden | -1 | -2 | |
| EBIT | 3.474 | 2.815 | |
| Finanzerträge | 11) | 3.829 | 2.728 |
| Finanzaufwendungen | 11) | -4.390 | -2.244 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.913 | 3.299 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 12) | -1.075 | -800 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.838 | 2.499 | |
| davon nicht beherrschende Anteile | 538 | 484 | |
| davon Gesellschafter des Mutterunternehmens | 1.300 | 2.015 |
|
Werte
in Millionen Euro |
2022 | 2021 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.838 | 2.499 |
| Veränderung aus Schuldinstrumenten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | -483 | -216 |
| in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert | 169 | -80 |
| Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | 23 | 808 |
| in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert | -289 | -12 |
| Reklassifizierbares Ergebnis | -460 | 592 |
| Veränderung aus Eigenkapitalinstrumenten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | -985 | 608 |
| Neubewertungen bei Pensionsrückstellungen | 2.040 | 802 |
| Nicht reklassifizierbares Ergebnis | 1.055 | 1.410 |
| Erfolgsneutral erfasste Wertänderungen der Periode | 595 | 2.002 |
| Gesamtergebnis | 2.433 | 4.501 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 478 | 690 |
| davon Gesellschafter des Mutterunternehmens | 1.955 | 3.811 |
Aktiva
|
Werte
in Millionen Euro |
Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14) | 6.459 | 6.196 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15) | 16.528 | 14.034 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 16) | 3.803 | 7.897 |
| Vertragsvermögenswerte | 17) | 1.006 | 955 |
| Ertragsteuerforderungen | 267 | 450 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 18) | 2.422 | 2.148 |
| Vorräte | 19) | 16.528 | 13.652 |
| 47.013 | 45.332 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | 16) | 14.021 | 15.864 |
| Vertragsvermögenswerte | 17) | 567 | 434 |
| Ertragsteuerforderungen | 255 | 183 | |
| Sachanlagen | 20) | 23.014 | 21.404 |
| Nutzungsrechte | 32) | 2.068 | 2.000 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 21) | 10.254 | 9.150 |
| At Equity bewertete Beteiligungen | 6) | 66 | 24 |
| Sonstige Vermögenswerte | 18) | 871 | 964 |
| Latente Steuern | 12) | 2.003 | 1.756 |
| 53.119 | 51.779 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 6) | 115 | 612 |
| Bilanzsumme | 100.247 | 97.723 | |
|
Passiva |
|||
|
Werte
in Millionen Euro |
Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22) | 10.761 | 9.948 |
| Leasingverbindlichkeiten | 32) | 532 | 510 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 23) | 2.210 | 1.370 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 24) | 1.644 | 1.359 |
| Ertragsteuerverpflichtungen | 12) | 738 | 728 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 25) | 8.506 | 7.802 |
| Sonstige Rückstellungen | 25) | 4.850 | 6.521 |
| 29.241 | 28.238 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 23) | 5.457 | 4.395 |
| Leasingverbindlichkeiten | 32) | 1.635 | 1.556 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 24) | 806 | 614 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 25) | 45 | 31 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 26) | 9.384 | 11.663 |
| Sonstige Rückstellungen | 25) | 6.316 | 6.056 |
| Latente Steuern | 12) | 572 | 632 |
| 24.215 | 24.947 | ||
| Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in direktem Zusammenhang stehende Schulden | 6) | 64 | 234 |
| Eigenkapital | 27) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 1.200 | 1.200 | |
| Kapitalrücklage | 4.557 | 4.557 | |
| Gewinnrücklagen | 38.483 | 36.180 | |
| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | 44.240 | 41.937 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.487 | 2.367 | |
| 46.727 | 44.304 | ||
| Bilanzsumme | 100.247 | 97.723 |
| Werte in Millionen Euro Anhang 27) | Gewinnrücklagen | |||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Erwirtschaftete Ergebnisse | Eigene Anteile | |
| 1.1.2021 | 1.200 | 4.557 | 37.632 | -62 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.015 | |||
| Erfolgsneutral erfasste Wertänderungen | ||||
| Gesamtergebnis | 2.015 | |||
| Dividendenzahlungen | -67 | |||
| Änderungen der Anteilsverhältnisse in Tochterunternehmen | -2 | |||
| Übrige Veränderungen | 250 | |||
| 31.12.2021 | 1.200 | 4.557 | 39.828 | -62 |
| Anpassungen aus IAS 29 und IAS 37 | 228 | |||
| 1.1.2022 | 1.200 | 4.557 | 40.056 | -62 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.300 | |||
| Erfolgsneutral erfasste Wertänderungen | ||||
| Gesamtergebnis | 1.300 | |||
| Dividendenzahlungen | -143 | |||
| Änderungen der Anteilsverhältnisse in Tochterunternehmen | -1 | |||
| Übrige Veränderungen | 380 | |||
| 31.12.2022 | 1.200 | 4.557 | 41.592 | -62 |
| Werte in Millionen Euro Anhang 27) | Gewinnrücklagen | |
| Kumulierte ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | ||
| Währungsumrechnung | Finanzinstrumente | |
| 1.1.2021 | -1.937 | 2.141 |
| Ergebnis nach Steuern | ||
| Erfolgsneutral erfasste Wertänderungen | 604 | 391 |
| Gesamtergebnis | 604 | 391 |
| Dividendenzahlungen | ||
| Änderungen der Anteilsverhältnisse in Tochterunternehmen | ||
| Übrige Veränderungen | -285 | |
| 31.12.2021 | -1.333 | 2.247 |
| Anpassungen aus IAS 29 und IAS 37 | 266 | |
| 1.1.2022 | -1.067 | 2.247 |
| Ergebnis nach Steuern | ||
| Erfolgsneutral erfasste Wertänderungen | 84 | -1.470 |
| Gesamtergebnis | 84 | - 1.470 |
| Dividendenzahlungen | ||
| Änderungen der Anteilsverhältnisse in Tochterunternehmen | ||
| Übrige Veränderungen | -403 | |
| 31.12.2022 | -983 | 374 |
| Werte in Millionen Euro Anhang 27) | |||||
| Kumulierte ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | |||||
| Pensionen | Summe | Eigenkapital Mutterunternehmen | Eigenkapital nicht beherrschende Anteile | Konzerneigenkapital | |
| 1.1.2021 | -5.302 | -5.098 | 38.229 | 1.937 | 40.166 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.015 | 484 | 2.499 | ||
| Erfolgsneutral erfasste Wertänderungen | 801 | 1.796 | 1.796 | 206 | 2.002 |
| Gesamtergebnis | 801 | 1.796 | 3.811 | 690 | 4.501 |
| Dividendenzahlungen | -67 | -283 | -350 | ||
| Änderungen der Anteilsverhältnisse in Tochterunternehmen | -2 | 2 | 0 | ||
| Übrige Veränderungen | 1 | -284 | -34 | 21 | -13 |
| 31.12.2021 | -4.500 | -3.586 | 41.937 | 2.367 | 44.304 |
| Anpassungen aus IAS 29 und IAS 37 | 266 | 494 | 494 | ||
| 1.1.2022 | -4.500 | -3.320 | 42.431 | 2.367 | 44.798 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.300 | 538 | 1.838 | ||
| Erfolgsneutral erfasste Wertänderungen | 2.041 | 655 | 655 | -60 | 595 |
| Gesamtergebnis | 2.041 | 655 | 1.955 | 478 | 2.433 |
| Dividendenzahlungen | 0 | -143 | -367 | -510 | |
| Änderungen der Anteilsverhältnisse in Tochterunternehmen | -1 | -1 | |||
| Übrige Veränderungen | 21 | -382 | -2 | 9 | 7 |
| 31.12.2022 | -2.438 | -3.047 | 44.240 | 2.487 | 46.727 |
|
Werte
in Millionen Euro |
Anhang 28) | 2022 | 2021 |
| EBIT | 3.474 | 2.815 | |
| Abschreibungen 1 | 5.045 | 4.995 | |
| Buchgewinne/-verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 17 | 61 | |
| Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen | 1 | 2 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | -133 | 24 | |
| Veränderung Vorräte | -2.256 | -2.840 | |
| Veränderung Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -2.338 | -186 | |
| Veränderung Verbindlichkeiten | 887 | 2.117 | |
| Veränderung Pensions- und sonstige Rückstellungen | -1.532 | 1.053 | |
| Gezahlte Zinsen | -240 | -208 | |
| Erhaltene Zinsen und Dividenden | 507 | 451 | |
| Sonstige zahlungswirksame Finanzaufwendungen und -erträge | -224 | -140 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.349 | -1.254 | |
| Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit (A) | 1.859 | 6.890 | |
| Erwerb von Tochterunternehmen | -1.152 | -322 | |
| Veräußerung von Tochterunternehmen | -21 | 103 | |
| Investitionen in das Anlagevermögen | -5.985 | -4.660 | |
| Erlöse aus Abgang von Anlagevermögen | 743 | 487 | |
| Veränderung Wertpapiere und Termingeldanlagen (Laufzeit mehr als 90 Tage) | 4.079 | -2.987 | |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (B) | -2.336 | -7.379 | |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -1 | 20 | |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 2.042 | 232 | |
| Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -240 | -1.902 | |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -590 | -560 | |
| Gezahlte Dividenden | -510 | -350 | |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit (C) | 701 | -2.560 | |
| Veränderung der Liquidität (A+B+C) | 224 | -3.049 | |
| Liquidität Jahresanfang (1.1.) | 6.196 | 8.955 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung der Liquidität | 23 | 302 | |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der Liquidität | 17 | 9 | |
| Veränderung der zur Veräußerung gehaltenen Liquidität | -1 | -21 | |
| Liquidität Jahresende (31.12.) | 6.459 | 6.196 |
1 Nach Verrechnung von Zuschreibungen in
Höhe von 2 Millionen EUR (Vorjahr 4 Millionen EUR).
Die Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Amtsgericht Stuttgart, HRB 14000; kurz: Robert Bosch GmbH) hat ihren Sitz in Stuttgart, Deutschland. Die Geschäftsanschrift ist Robert-Bosch-Platz 1,70839 Gerlingen, Deutschland. Gesellschafter der Robert Bosch GmbH sind die Robert Bosch Stiftung Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart (93,99 % der Anteile), die ERBO II Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart (5,36 % der Anteile) sowie die Robert Bosch Industrietreuhand KG, Stuttgart (0,01 % der Anteile), die die unternehmerischen Gesellschafterfunktionen ausübt. Die Robert Bosch GmbH hält eigene Anteile in Höhe von 0,64 % des Kapitals. Zu weiteren Ausführungen über die Geschäftstätigkeit der Bosch-Gruppe verweisen wir auf den Konzernlagebericht.
Der Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH zum 31. Dezember 2022 ist in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Accounting Standards (IAS) sowie den entsprechenden Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards am Abschlussstichtag in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des § 315e Abs. 3 HGB beachtet. Die Angaben zum Vorjahr sind nach denselben Grundsätzen ermittelt.
Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Die Konzernwährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Millionen EUR angegeben, soweit nicht anders vermerkt.
Der zum 31. Dezember 2022 aufgestellte Konzernabschluss wurde am 15. März 2023 durch die Geschäftsführung zur Veröffentlichung freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Unternehmensregister eingereicht und dort bekannt gemacht.
Im Geschäftsjahr waren die folgenden Änderungen erstmals verpflichtend anzuwenden:
| ― |
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (Verweis auf das Rahmenkonzept), |
| ― |
IAS 16 Sachanlagen (Erträge vor Erreichen des betriebsbereiten Zustands), |
| ― |
IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen (Umfang der Erfüllungskosten bei belastenden Verträgen), |
| ― |
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2018-2020. |
Die Änderungen des IFRS 3, des IAS 16 und die jährlichen Verbesserungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH. Die Auswirkungen aus der Änderung des IAS 37 sind unter Punkt "Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von Rechnungslegungsstandards" in diesem Kapitel dargestellt.
Bereits im November 2021 hat die EU IFRS 17 Versicherungsverträge in geltendes Recht übernommen.
Darüber hinaus hat die EU im Jahr 2022 Änderungen an folgenden Rechnungslegungsstandards in geltendes Recht übernommen:
| ― |
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Angabe der Rechnungslegungsmethoden), |
| ― |
IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen), |
| ― |
IAS 12 Ertragsteuern (Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen), |
| ― |
IFRS 17 Versicherungsverträge (Vergleichsinformationen bei "Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9"). |
Alle genannten Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. In der Bosch-Gruppe erfolgt keine vorzeitige Anwendung der genannten Änderungen.
Aus der erstmaligen Anwendung der genannten Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH erwartet.
Im Berichtsjahr wurden erstmals die Vorschriften des IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern bei der Erstellung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften in Argentinien und der Türkei angewendet. In der Vergangenheit waren die Auswirkungen der Hochinflationsbilanzierung unwesentlich. Die Auswirkungen aus der Anpassung der nicht monetären Bilanzposten zum 1. Januar 2022 wurden ergebnisneutral in der Neubewertungsrücklage aus Währungsumrechnung erfasst, Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
Daneben wurden zum 1. Januar 2022 in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften die Änderungen des IAS 37 hinsichtlich des Umfangs der Erfüllungskosten bei belastenden Verträgen erstmals angewendet. Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung führen zu einer Reduzierung der sonstigen Rückstellungen im Vertriebsbereich und werden zum Erstanwendungszeitpunkt in den Gewinnrücklagen aus erwirtschafteten Ergebnissen erfasst, Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Weitere Angaben sind in Kapitel 25 "Sonstige Verbindlichkeiten, sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten" enthalten.
Die Auswirkungen der genannten Änderungen auf die Bilanzpositionen zum 1. Januar 2022 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Aktiva
| Millionen EUR | 31.12.2021 | IAS 29 | IAS 37 | 1.1.2022 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Vermögenswerte | 2.148 | 1 | 2.149 | |
| Vorräte | 13.652 | 54 | 13.706 | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sachanlagen | 21.404 | 290 | 21.694 | |
| Nutzungsrechte | 2.000 | 6 | 2.006 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 9.150 | 2 | 9.152 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 964 | 4 | 968 | |
| Latente Steuern | 1.756 | -63 | -6 | 1.687 |
|
Passiva |
||||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 6.521 | -124 | 6.397 | |
| Langfristige Schulden | ||||
| Vertragsverbindlichkeiten | 614 | 13 | 627 | |
| Sonstige Rückstellungen | 6.056 | -110 | 5.946 | |
| Latente Steuern | 632 | 15 | 647 | |
| Eigenkapital | ||||
| Gewinnrücklagen | ||||
| Erwirtschaftete Ergebnisse | 39.828 | 228 | 40.056 | |
| Kumulierte ergebnisneutrale | ||||
| Eigenkapitalveränderung | -3.586 | 266 | -3.320 |
In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen mit dem Stichtagskurs bewertet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Kursgewinne und -verluste aus Umbewertungen werden ergebniswirksam erfasst.
Fremdwährungsabschlüsse werden gemäß IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden mit dem Stichtagskurs, das Eigenkapital mit historischen Kursen umgerechnet. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochterunternehmen ergebnisneutral behandelt und als gesonderte Position im Eigenkapital ausgewiesen.
Für die wichtigsten Fremdwährungen der Bosch-Gruppe gelten folgende Kurse:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
| 1 EUR = | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 2022 | 2021 | |
| Australien | AUD | 1,57 | 1,56 | 1,52 | 1,57 |
| Brasilien | BRL | 5,64 | 6,37 | 5,44 | 6,38 |
| China | CNY | 7,36 | 7,22 | 7,08 | 7,63 |
| Indien | INR | 88,17 | 84,26 | 82,72 | 87,45 |
| Japan | JPY | 140,66 | 130,44 | 137,99 | 129,89 |
| Kanada | CAD | 1,44 | 1,45 | 1,37 | 1,48 |
| Korea | KRW | 1.344,09 | 1.347,56 | 1.357,94 | 1.353,99 |
| Mexiko | MXN | 20,86 | 23,24 | 21,20 | 23,99 |
| Polen | PLN | 4,68 | 4,60 | 4,69 | 4,56 |
| Russische Föderation | RUB | 75,66 | 84,89 | 72,50 | 87,16 |
| Schweiz | CHF | 0,98 | 1,04 | 1,00 | 1,08 |
| Tschechische Republik | CZK | 24,12 | 24,92 | 24,56 | 25,64 |
| Türkei | TRY | 19,96 | 14,72 | 19,96 | 10,50 |
| Ungarn | HUF | 400,87 | 369,00 | 391,37 | 358,57 |
| USA | USD | 1,07 | 1,13 | 1,05 | 1,18 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,89 | 0,84 | 0,85 | 0,86 |
Die Abschlüsse von konsolidierten Gesellschaften in Hochinflationsländern werden gemäß IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern aufgestellt. Das betrifft im Berichtsjahr die Tochtergesellschaften in Argentinien und in der Türkei. Bei der Bestimmung von Hochinflationsländern werden die Verlautbarungen der International Practices Task Force (ITPF) des Center of Audit Quality herangezogen. Gemäß IAS 29 werden nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, das Eigenkapital sowie die Positionen der Gewinn- und Verlust- sowie der Gesamtergebnisrechnung mit dem allgemeinen Preisindex des jeweiligen Landes indexiert. In der Türkei wird der Verbraucherpreisindex des Statistikinstituts TURKSTAT verwendet, der am 31. Dezember 2022 bei 1.128,45 lag (Vorjahr 686,95). Der in Argentinien verwendete, von der FACPCE festgelegte Verbraucherpreisindex lag am 31. Dezember 2022 bei 1.134,59 (Vorjahr 582,46). Monetäre Posten der Bilanz werden nicht angepasst. Das Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Bilanzposten wird im Finanzergebnis in den Aufwendungen und Erträgen aus Wechselkursveränderungen erfasst. Angaben zur erstmaligen Anwendung von IAS 29 sind in Kapitel 2 "Änderungen in der Rechnungslegung" im Abschnitt Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von Rechnungslegungsstandards enthalten.
Die für die Erstellung des Konzernabschlusses der Robert Bosch GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden innerhalb der Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise der Bilanz dargestellt. Die für Finanzinstrumente geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden zusammenhängend in Kapitel 30 "Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten" dargestellt.
Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind bis auf die in Kapitel 2 dargestellten Ausnahmen im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert.
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass für einige Positionen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Annahmen und Schätzungen wirken sich aus auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe von Eventualverbindlichkeiten in der Berichtsperiode. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können die tatsächlichen Ergebnisse in zukünftigen Perioden zu Anpassungen des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die folgenden Sachverhalte:
Die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte basiert auf Schätzungen und Annahmen hinsichtlich der Bonität einzelner Kunden. Die Bewertung von Vorräten erfordert Annahmen und Schätzungen, unter anderem in Bezug auf die Ermittlung des Nettoveräußerungswertes. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens werden diskontierte zukünftige Zahlungsströme zugrunde gelegt, die mit Schätzungen verbunden sind. Außerdem werden Annahmen bei der Ermittlung der verwendeten Diskontierungszinssätze sowie der Wachstumsfaktoren getroffen. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen sind Annahmen und Schätzungen im Hinblick auf die Ausübungswahrscheinlichkeit von Kündigungs- und Verlängerungsoptionen erforderlich. Die Bilanzierung aktiver latenter Steuern setzt voraus, dass ihre zukünftige Realisierung wahrscheinlich ist. Es sind deshalb Annahmen zu treffen in Bezug auf künftig erwirtschaftete steuerpflichtige Gewinne sowie den Zeitpunkt, an dem sich temporäre Bewertungsdifferenzen voraussichtlich umkehren werden. Weitere Annahmen sind erforderlich bei der Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern des abnutzbaren Sachanlagevermögens sowie immaterieller Vermögenswerte. Die Ermittlung des Wertansatzes von Beteiligungen setzt ebenfalls Annahmen und Schätzungen voraus. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit Hilfe versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Hierbei sind verschiedene Annahmen erforderlich, beispielsweise bezüglich der Lebenserwartung, der künftigen Gehaltsentwicklung, der Rentendynamik sowie des Abzinsungsfaktors. Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen beruhen auf Schätzungen hinsichtlich Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit künftiger Ereignisse. Diesen Schätzungen werden, wenn möglich, Erfahrungen aus der Vergangenheit zugrunde gelegt, und sie werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Makroökonomische Entwicklungen im Berichtsjahr, vor allem die Entwicklung der Inflation und der Anstieg des Zinsniveaus, wurden bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und anderen Vermögenswerten des Anlagevermögens, aber auch bei der Bemessung von Rückstellungen in angemessener Weise berücksichtigt.
In Bezug auf die Berücksichtigung von klimabezogenen Sachverhalten bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird die Gesetzgebung kontinuierlich verfolgt. Auswirkungen aus gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf den Verbrennungsmotor, aber auch die zunehmende Elektrifizierung in verschiedenen Bereichen, der Übergang zur Elektromobilität, die zunehmende Nutzung von regenerativen Energien und weitere aktuelle Entwicklungen werden bereits jetzt in der Mittelfristplanung berücksichtigt. Auswirkungen können sich dabei insbesondere auf die Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergeben, da die Mittelfristplanung die Grundlage für die Ermittlung der künftigen Mittelzuflüsse (Cash-Flows) der Cash Generating Units ist. Im Berichtsjahr haben sich keine Auswirkungen aus der Berücksichtigung klimabezogener Sachverhalte auf die Bilanzierung und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben.
Im Berichtsjahr haben sich die Unsicherheiten aus der Coronavirus-Pandemie, die von 2020 an bestanden, deutlich reduziert. Wie in den Jahren zuvor ergaben sich in Bezug auf die Annahmen und Schätzungen, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses für die Bilanzierung und Bewertung herangezogen wurden, keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bosch-Gruppe.
Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen geltenden Sanktionsbestimmungen und Handelsbeschränkungen führten zu einer Neubewertung der Ausfallrisiken von Forderungen gegen Unternehmen mit Sitz in Russland, Belarus und der Ukraine, es wurden in der Folge Abwertungen in unwesentlichem Umfang vorgenommen. Weitere Auswirkungen haben sich im Hinblick auf die geplante Veräußerung einzelner Tochtergesellschaften mit Sitz in Russland sowie erforderliche Wertminderungen auf Vermögenswerte des Sachanlagevermögens und Nutzungsrechte ergeben. Angaben hierzu sind in Kapitel 6 "Konsolidierung", Kapitel 20 "Sachanlagen" und Kapitel 32 "Leasing" enthalten.
In den Konzernabschluss sind neben der Robert Bosch GmbH die Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Robert Bosch GmbH die Kriterien für Beherrschung gemäß IFRS 10 Konzernabschlüsse erfüllt. Diese Unternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, von dem an die Möglichkeit zur Beherrschung besteht. Umgekehrt werden Tochterunternehmen dann nicht mehr vollkonsolidiert, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Das Kapital der im Berichtsjahr erstmals konsolidierten Gesellschaften ist gemäß IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode konsolidiert. Zum Zeitpunkt des Erwerbs werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital verrechnet. Dabei sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten grundsätzlich zu Zeitwerten angesetzt. Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert. Passivische Unterschiedsbeträge werden nach einer erneuten Beurteilung ergebniswirksam erfasst. Im Fall zugekaufter und abgehender nicht beherrschender Anteile wird der Unterschiedsbetrag mit dem Eigenkapital verrechnet.
Alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und sonstigen Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden eliminiert. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern angesetzt.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Robert Bosch GmbH weitere 468 (Vorjahr 440) vollkonsolidierte Gesellschaften. Er hat sich wie folgt entwickelt:
| Inland | Ausland | Gesamt | |
| Einbezogen zum 1.1.2021 | 84 | 355 | 439 |
| Zugänge/Neugründungen im Geschäftsjahr 2021 | 3 | 19 | 22 |
| Abgänge/Fusionen im Geschäftsjahr 2021 | -6 | -14 | -20 |
| Einbezogen zum 31.12.2021 | 81 | 360 | 441 |
| Zugänge/Neugründungen im Geschäftsjahr 2022 | 3 | 40 | 43 |
| Abgänge/Fusionen im Geschäftsjahr 2022 | -6 | -9 | -15 |
| Einbezogen zum 31.12.2022 | 78 | 391 | 469 |
Im Konsolidierungskreis sind vier Spezialfonds sowie andere Anlageobjekte enthalten.
Im Geschäftsjahr 2022 werden folgende Gesellschaften erstmals konsolidiert:
| ― |
Bosch (Shanghai) Smart Life Technology Ltd., Shanghai, China, |
| ― |
Bosch Building Technology B.V., Nieuwegein, Niederlande, |
| ― |
Bosch Charging Solutions GmbH, Stuttgart, Deutschland, |
| ― |
Bosch grow platform LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten, |
| ― |
BSH Home Appliances S.A. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko, |
| ― |
Elmo Motion Control Ltd., Petach Tikva, Israel, |
| ― |
Elmo Motion Control Inc., Nashua, NH, Vereinigte Staaten, |
| ― |
Elpro Group AG, Buchs, Schweiz (der Teilkonzern umfasst neun Gesellschaften), |
| ― |
ETAS S.A.S., Saint-Ouen, Frankreich, |
| ― |
Five AI Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten, |
| ― |
Five AI Limited, Bristol, Vereinigtes Königreich, |
| ― |
Gas Alarm Systems Limited, Nelson, Vereinigtes Königreich, |
| ― |
Hacousto Group B.V., Berkel en Rodenrijs, Niederlande, |
| ― |
Hacousto Holland B.V., Berkel en Rodenrijs, Niederlande, |
| ― |
Hacousto Protec B.V., Amsterdam, Niederlande, |
| ― |
Hacousto Protec Projects B.V., Berkel en Rodenrijs, Niederlande, |
| ― |
Hacousto Security Systems B.V., Berkel en Rodenrijs, Niederlande, |
| ― |
Hacousto Videotechniek B.V., Berkel en Rodenrijs, Niederlande, |
| ― |
Halin Communication Technology B.V., Best, Niederlande, |
| ― |
Hörburger AG, Waltenhofen, Deutschland, |
| ― |
ItoM Services B.V., Eindhoven, Niederlande, |
| ― |
Kassow Robots ApS, Kopenhagen, Dänemark, |
| ― |
KB Wiper Systems Co., Ltd., Daegu, Korea, |
| ― |
Le-AutomatiX (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China, |
| ― |
Le-HydrauliX BoWei (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China, |
| ― |
Lynteck Limited, Nelson, Vereinigtes Königreich, |
| ― |
Minima Processor Oy, Oulu, Finnland, |
| ― |
MoTeC Holdings Pty Ltd., Docklands, Australien, |
| ― |
MoTeC Pty Ltd., Croydon South, Australien, |
| ― |
Protec Brandbeveiliging B.V., Berkel en Rodenrijs, Niederlande, |
| ― |
Protec Camerfield Limited, Nelson, Vereinigtes Königreich, |
| ― |
Protec Fire Detection Pty. Ltd., Sydney, Australien, |
| ― |
Protec Fire Detection (Export) Limited, Nelson, Vereinigtes Königreich, |
| ― |
S.C. Hörburger s.r.l., Sibiu, Rumänien, |
| ― |
United Automotive Electronic Systems (Liuzhou) Co., Ltd., Liuzhou, China. |
Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises erhöhen sich die Umsatzerlöse im Berichtsjahr um 130 Millionen EUR und die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 erhöht sich um 1.038 Millionen EUR.
| Millionen Euro | Bosch Powertrain Systems Co., Ltd., Wuxi, China | United Automotive Electronic Systems Co., Ltd., Shanghai, China | ||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.117 | 2.046 | 2.436 | 2.205 |
| Langfristige Vermögenswerte | 475 | 469 | 1.555 | 1.456 |
| Kurzfristige Schulden | 1.195 | 1.202 | 1.667 | 1.486 |
| Langfristige Schulden | 7 | 4 | 252 | 214 |
| Umsatzerlöse | 1.972 | 2.115 | 4.313 | 3.434 |
| Ergebnis nach Steuern | 426 | 445 | 476 | 406 |
| Gesamtergebnis | 397 | 564 | 431 | 615 |
| Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 406 | 285 | 582 | 559 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | -73 | -70 | -353 | -152 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | -333 | -215 | -210 | -276 |
| Kapitalanteil der nicht beherrschenden Anteile | 34,0 % | 34,0 % | 49,0 % | 49,0 % |
| Anteil der nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis nach Steuern | 145 | 151 | 233 | 199 |
| Anteil der nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital | 473 | 445 | 1.015 | 961 |
| An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividenden | 108 | 73 | 159 | 130 |
| Millionen Euro | Bosch HUAYU Steering Systems Group, Shanghai, China | Bosch Ltd., Bengaluru, Indien | ||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.204 | 1.287 | 1.032 | 964 |
| Langfristige Vermögenswerte | 627 | 601 | 951 | 979 |
| Kurzfristige Schulden | 1.058 | 1.103 | 558 | 559 |
| Langfristige Schulden | 1 | 12 | 40 | 39 |
| Umsatzerlöse | 1.836 | 1.529 | 1.695 | 1.303 |
| Ergebnis nach Steuern | 209 | 176 | 176 | 143 |
| Gesamtergebnis | 195 | 255 | 114 | 230 |
| Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 144 | 106 | 211 | 48 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | -110 | -76 | -49 | -19 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | -168 | -218 | -96 | -41 |
| Kapitalanteil der nicht beherrschenden Anteile | 49,0 % | 49,0 % | 29,5 % | 29,5 % |
| Anteil der nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis nach Steuern | 102 | 86 | 52 | 42 |
| Anteil der nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital | 378 | 379 | 409 | 397 |
| An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividenden | 69 | 61 | 22 | 12 |
Die zusammengefassten Finanzinformationen der jeweiligen Gesellschaften entsprechen den Werten vor Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen.
Die Bilanzierung gemeinsamer Vereinbarungen im Sinne des IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen ist abhängig von der Einstufung als gemeinschaftliche Tätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen, die wiederum durch die vertraglich vereinbarten Rechte und Pflichten der Parteien bestimmt wird. Bei Vorliegen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit werden die der Bosch-Gruppe zustehenden Rechte an den Vermögenswerten, Schulden, Aufwendungen und Erträgen anteilig in den entsprechenden Posten des Konzernabschlusses bilanziert. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 werden gemäß IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Der Buchwert dieser Anteile wird entsprechend den auf die Bosch-Gruppe entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der gemeinschaftlich geführten Unternehmen fortgeführt, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen.
Die folgenden Gemeinschaftsunternehmen stehen gemäß IFRS 11 unter gemeinschaftlicher Führung und werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert:
| ― |
Bosch BASF Smart Farming GmbH, Köln, Deutschland (50 %), |
| ― |
BS Systems GmbH & Co. KG, Zusmarshausen, Deutschland (50 %), |
| ― |
MAGURA Bosch Parts & Services GmbH & Co. KG, Bad Urach, Deutschland (50 %), |
| ― |
North America Fuel Systems Remanufacturing LLC, Kentwood, MI, Vereinigte Staaten (50 %). |
Die genannten Anteile am Kapital entsprechen den Stimmrechtsanteilen. BS Systems GmbH & Co. KG, MAGURA Bosch Parts & Services GmbH & Co. KG und North America Fuel Systems Remanufacturing LLC werden aus Wesentlichkeitsgründen erstmals zum 31. Dezember 2022 nach der Equity-Methode bilanziert. Die Buchwerte der Anteile an den drei genannten Gesellschaften wurden auf Basis der letzten verfügbaren Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 ermittelt.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Buchwert der Anteile | 27 | 3 |
| Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern | 0 | -2 |
| Konzernanteil an den erfolgsneutral erfassten Wertänderungen der Periode | 0 | |
| Konzernanteil am Gesamtergebnis | 0 | -2 |
Der Buchwert der Anteile der genannten einzeln nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen entspricht dem anteiligen Eigenkapital dieser Gesellschaften.
Seit Beginn des Berichtsjahres besteht zwischen der Robert Bosch GmbH und der zum Volkswagen-Konzern gehörenden CARIAD SE, Wolfsburg, Deutschland, eine Kooperation auf dem Gebiet der Entwicklung einer Softwareplattform für das teil- und hochautomatisierte Fahren. Der Hauptgeschäftssitz der gemeinschaftlichen Tätigkeit befindet sich am Standort Ingolstadt, Deutschland. Die anfallenden Entwicklungsaufwendungen werden von den Kooperationspartnern zu gleichen Teilen getragen. Jede Partei erhält Nutzungs- und Vermarktungsrechte an den gemeinsam entwickelten Ergebnissen, eine gemeinsame Vermarktung der Entwicklungsergebnisse erfolgt nicht.
Gemäß IAS 28 sind auch Beteiligungen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen.
Die folgenden assoziierten Unternehmen werden zum 31. Dezember 2022 gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert:
| ― |
ads-tec Energy plc, Dublin, Irland (21,4 %), |
| ― |
BOXT Limited, Leeds, Vereinigtes Königreich (20 %), |
| ― |
plc2 Design GmbH, Endingen am Kaiserstuhl, Deutschland (25 %), |
| ― |
ZF Steering Gear (India) Ltd., Pune, Indien (25,8 %). |
BOXT Limited und ZF Steering Gear (India) Ltd. werden aus Wesentlichkeitsgründen erstmals zum 31. Dezember 2022 nach der Equity-Methode bilanziert, die Buchwerte der Beteiligungen wurden auf Basis der letzten verfügbaren Jahresabschlüsse zum 31. März 2022 ermittelt. Bei der Ermittlung des Buchwertes der ads-tec Energy plc wurde der letzte verfügbare Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 zugrunde gelegt.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Buchwert der Anteile | 39 | 21 |
| Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern | -1 | 0 |
| Konzernanteil an den erfolgsneutral erfassten Wertänderungen der Periode | 0 | |
| Konzernanteil am Gesamtergebnis | -1 | 0 |
Am 31. März 2022 wurden 100 % der Anteile an der Elpro Group AG, Buchs, Schweiz, einschließlich ihrer acht Tochterunternehmen erworben. Der Kaufpreis der Anteile belief sich auf 198 Millionen EUR und wurde durch die Übertragung von Zahlungsmitteln entrichtet. Die Gesellschaft wird vom 1. April 2022 an in den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH einbezogen und dem Unternehmensbereich Energy and Building Technologies zugeordnet. Vom Zeitpunkt der Erstkonsolidierung an hat Elpro 37 Millionen EUR zu den Konzernumsatzerlösen und 2 Millionen EUR zum Konzernergebnis nach Steuern beigetragen.
Die Elpro Group AG entwickelt Überwachungslösungen für die Pharma- und Gesundheitsindustrie. Mit der Übernahme steigt der Geschäftsbereich Bosch Service Solutions in den Bereich der Pharmaservices ein. Aus dem Erwerb ergab sich ein Firmenwert in Höhe von 122 Millionen EUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist und im Wesentlichen einen Teil der erwarteten Synergiepotenziale sowie den Wert der Belegschaft repräsentiert.
Mit Wirkung zum 27. Juni 2022 wurden 100 % der Anteile an der Five AI Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten, erworben. Der Erwerb umfasst außerdem eine Tochtergesellschaft und eine Beteiligung mit Sitz im Vereinigten Königreich. Der Kaufpreis der Anteile lag bei 120 Millionen EUR und wurde durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Die Gesellschaft ist dem Unternehmensbereich Mobility Solutions zugeordnet und wird vom 1. Juli 2022 an in den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH einbezogen. Five AI hat vom Erstkonsolidierungszeitpunkt an einen Verlust in Höhe von 1 Million EUR zum Konzernergebnis nach Steuern beigetragen.
Five AI ist ein in Europa führendes Start-up für automatisiertes Fahren. Mit dem Erwerb werden die Kompetenzen im Bereich der Software-Entwicklung für das automatisierte Fahren gestärkt. Der sich aus dem Erwerb ergebende Firmenwert beläuft sich auf 103 Millionen EUR und ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig. Er ist dem Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions zugeordnet und repräsentiert im Wesentlichen den Wert der Belegschaft.
Am 30. November 2022 wurden 100 % der Anteile an der Elmo Motion Control Ltd., Petach Tikva, Israel, einschließlich ihrer neun Tochterunternehmen erworben. Der vorläufige Kaufpreis für die Anteile belief sich auf 661 Millionen EUR und wurde durch die Übertragung von Zahlungsmitteln entrichtet. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH erfolgte aus Wesentlichkeitsgründen zum 31. Dezember 2022, die Gesellschaft ist dem Unternehmensbereich Industrial Technology zugeordnet. Elmo Motion Control entwickelt und produziert elektrische High-End-Servoantriebe und Antriebssteuerungen für die industrielle Automation. Mit der Übernahme soll das Geschäft mit der Fabrikautomation des Geschäftsbereichs Drive and Control Technology gestärkt werden.
Die Analyse und Bewertung der Vermögenswerte, insbesondere der immateriellen Vermögenswerte, und Schulden des erworbenen Unternehmens waren zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen. Deshalb liegt keine endgültige Kaufpreisallokation vor, und die beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind als vorläufig zu betrachten.
Der vorläufig erfasste Firmenwert in Höhe von 502 Millionen EUR ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig und repräsentiert einen Teil der erwarteten Synergiepotenziale sowie den Wert der Belegschaft.
In der folgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte dargestellt, die bei den oben beschriebenen Unternehmenszusammenschlüssen zugegangen sind:
| Millionen Euro | Elmo Motion Control Ltd. (vorläufige Werte) | Elpro Group AG | Five AI Inc. | Summe der Zeitwerte |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 67 | 25 | 3 | 95 |
| darunter Zahlungsmittel | 19 | 7 | 1 | 27 |
| darunter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14 | 11 | 1 | 26 |
| Langfristige Vermögenswerte | 670 | 195 | 146 | 1.011 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 5 | 5 | ||
| Sachanlagen | 3 | 12 | 0 | 15 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 662 | 183 | 146 | 991 |
| darunter Firmenwerte | 502 | 122 | 103 | 727 |
| Kurzfristige Schulden | 55 | 9 | 21 | 85 |
| Langfristige Schulden | 21 | 13 | 8 | 42 |
| Rückstellungen | 1 | 2 | 0 | 3 |
| Verbindlichkeiten einschl. latenter Steuern | 20 | 11 | 8 | 39 |
Im Berichtsjahr wurden weitere kleinere Unternehmenserwerbe abgeschlossen, die einzeln betrachtet unwesentlich sind. Es wurden kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 67 Millionen EUR (darunter Zahlungsmittel in Höhe von 9 Millionen EUR und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 30 Millionen EUR) und langfristige Vermögenswerte in Höhe von 100 Millionen EUR erworben sowie kurzfristige Schulden in Höhe von 124 Millionen EUR und langfristige Schulden in Höhe von 47 Millionen EUR übernommen. Die Summe der Kaufpreise, die im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen wurden, belief sich auf 221 Millionen EUR. Es wurden Firmenwerte in Höhe von insgesamt 225 Millionen EUR erfasst, die für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig sind und überwiegend einen Teil der erwarteten Synergiepotenziale, den Wert der Belegschaft sowie immaterielle Vermögenswerte in unwesentlichem Umfang repräsentieren.
In der folgenden Tabelle sind die einzeln betrachtet unwesentlichen Unternehmenserwerbe aufgeführt:
| Unternehmen | Tätigkeit | Aufnehmender Unternehmensbereich | Erstmalige Konsolidierung | Stimmrechtsanteile |
| Arioso Systems GmbH, Dresden, Deutschland | Mikrolautsprecher auf MEMS-Basis | Mobility Solutions | 1.6.2022 | 100 % 1) |
| Atlatec GmbH, Karlsruhe, Deutschland | Hochauflösende Digitalkarten für Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren | Mobility Solutions | 1.4.2022 | 100 % 2) |
| Hörburger AG, Waltenhofen, Deutschland | Gebäudeautomation und Energiemanagement | Energy and Building Technology | 1.3.2022 | 100 % |
| ItoM Services B.V., Eindhoven, Niederlande | Integrierte Hochfrequenz Schaltkreise | Mobility Solutions | 1.12.2022 | 100 % |
| Kassow Robots ApS, Kopenhagen, Dänemark | Kollaborative Industrieroboter | Industrial Technology | 1.5.2022 | 100 % |
| KB Wiper Systems Co., Ltd., Daegu, Korea | Systeme für die Reinigung der Front- und Heckscheibe | Mobility Solutions | 1.6.2022 | 100 % 3) |
| Minima Processor Oy, Oulu, Finnland | Technologie zur Reduzierung des Stromverbrauchs bei Sensoren | Mobility Solutions | 1.7.2022 | 100 % |
| MoTeC Holdings Pty. Ltd., Croydon, Australien | Motorsporttechnologie für den Kundenrennsport | Mobility Solutions | 1.9.2022 | 100 % |
1) Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr auf
die Bosch Sensortec GmbH verschmolzen.
2) Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr auf
die Robert Bosch GmbH verschmolzen.
3) Sukzessiver Unternehmenserwerb.
Die in der Tabelle genannten Unternehmenszusammenschlüsse haben vom Erwerbszeitpunkt an insgesamt 137 Millionen EUR zu den Konzernumsatzerlösen beigetragen und ein negatives Ergebnis nach Steuern in Höhe von 10 Millionen EUR erwirtschaftet.
Unter der Annahme, dass die genannten Unternehmenszusammenschlüsse bereits zum 1. Januar 2022 stattgefunden hätten, hätten sich die Umsatzerlöse der Bosch-Gruppe auf 88.517 Millionen EUR und das Ergebnis nach Steuern auf 1.853 Millionen EUR belaufen.
Im Juli 2022 wurde der Erwerb der HydraForce Inc., Lincolnshire, IL, Vereinigte Staaten, angekündigt, nach Zustimmung der Kartellbehörden wurde die Transaktion am 3. Februar 2023 abgeschlossen. Der vorläufige Kaufpreis für 100 % der Anteile beläuft sich auf 974 Millionen EUR, es wurden kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 188 Millionen EUR (darunter Zahlungsmittel in Höhe von 18 Millionen EUR und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 66 Millionen EUR) und langfristige Vermögenswerte in Höhe von 458 Millionen EUR erworben sowie kurzfristige Schulden in Höhe von 147 Millionen EUR und langfristige Schulden in Höhe von 102 Millionen EUR übernommen. Die Bewertung der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Kaufpreisallokation waren zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen, die genannten Werte sind deshalb als vorläufig zu betrachten.
Mit der Übernahme von HydraForce sollen die Präsenz des Geschäftsbereichs Drive and Control Technology (Unternehmensbereich Industrial Technology) in Nordamerika gestärkt und das weltweite Hydraulikgeschäft ausgebaut werden. Aus der Transaktion ergibt sich ein vorläufiger Firmenwert in Höhe von 577 Millionen EUR, der für steuerliche Zwecke teilweise abzugsfähig ist und einen Teil der erwarteten Synergiepotenziale sowie den Wert der Belegschaft repräsentiert.
Am 30. November 2021 wurden 100 % der Anteile an der Protec Fire and Security Group Ltd., Nelson, Vereinigtes Königreich, einschließlich ihrer 19 Tochterunternehmen erworben. Die Gesellschaft wurde zum 31. Dezember 2021 erstmalig in den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH einbezogen und ist dem Unternehmensbereich Energy and Building Technology zugeordnet. Der endgültige Kaufpreis belief sich auf 354 Millionen EUR und wurde im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Protec Fire and Security Group Ltd. ist als Systemintegrator für Sicherheits- und Brandmeldetechnik schwerpunktmäßig im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden tätig. Mit der Übernahme wurde das europäische Geschäft des Geschäftsbereichs Building Technologies gestärkt.
Zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses des Vorjahres waren die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens sowie die Kaufpreisallokation noch nicht abgeschlossen. Die endgültigen Werte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Millionen Euro | Protec Fire and Security Group Ltd. |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 120 |
| darunter Zahlungsmittel | 20 |
| darunter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15 |
| Langfristige Vermögenswerte | 288 |
| Sachanlagen | 18 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 270 |
| darunter Firmenwert | 174 |
| Kurzfristige Schulden | 30 |
| Langfristige Schulden | 24 |
| Rückstellungen | 4 |
| Verbindlichkeiten einschl. latenter Steuern | 20 |
Der sich aus der Transaktion ergebende Firmenwert in Höhe von 174 Millionen EUR ist dem Geschäftsbereich Building Technologies zugeordnet und steuerlich nicht abzugsfähig. Er repräsentiert den Wert der Belegschaft sowie einen Teil der erwarteten Synergiepotenziale.
Im Vergleich zu den vorläufigen Wertansätzen ergaben sich folgende Anpassungen: Die Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum vorläufigen Wert im Wesentlichen aufgrund der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte um 90 Millionen EUR erhöht. Gegenläufig haben sich die Schulden um 29 Millionen EUR auf 54 Millionen EUR erhöht, im Wesentlichen durch den erstmaligen Ansatz passiver latenter Steuern. Unter Berücksichtigung der Erhöhung des vorläufigen Kaufpreises um 9 Millionen EUR auf 354 Millionen EUR ergibt sich ein Firmenwert in Höhe von 174 Millionen EUR im Vergleich zum vorläufigen Firmenwert in Höhe von 226 Millionen EUR.
Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch ein Veräußerungsgeschäft erlöst wird. Entsprechende Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen sind unmittelbar veräußerbar und der Verkauf ist höchst wahrscheinlich. Sie werden gemäß IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, sofern nicht ein anderer Standard eine abweichende Bewertung vorschreibt. Ein den Bestand des langfristigen Anlagevermögens übersteigender Wertminderungsbedarf wird über die Bildung von kurzfristigen Rückstellungen erfasst.
Zum 31. Dezember 2022 erfüllen die folgenden Aktivitäten die Voraussetzungen einer Klassifizierung als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5:
Bereits im Vorjahr wurde die geplante Veräußerung des dem Unternehmensbereich Mobility Solutions zugeordneten Geschäfts mit Bremsscheiben für PKW bekannt gegeben. Betroffen von der Veräußerung sind die Anteile an den Gesellschaften Buderus Guss GmbH, Breidenbach, und Robert Bosch Lollar Guss GmbH, Lollar, beide Deutschland. Entgegen der ursprünglichen Absicht wurde die Transaktion im Berichtsjahr nicht abgeschlossen, da vor allem die Auswirkungen der unerwartet gestiegenen Strom- und Gaspreise auf das energieintensive Geschäft beider Gesellschaften zu einer Verzögerung bei den Veräußerungsverhandlungen führten. Der Abschluss der Transaktion ist weiterhin höchst wahrscheinlich und für das zweite Quartal 2023 geplant.
Im Berichtsjahr wurde die Entscheidung getroffen, die Anteile an den russischen Tochtergesellschaften OOO Robert Bosch Samara, Samara, und OOO Robert Bosch Saratov, Engels, zu veräußern. In beiden Gesellschaften, die dem Unternehmensbereich Mobility Solutions zugeordnet sind, werden Komponenten für Kraftfahrzeuge produziert. Die Veräußerungen sollen im ersten beziehungsweise im zweiten Quartal 2023 abgeschlossen werden. Des Weiteren wurde im Berichtsjahr die Veräußerung der Anteile an der OOO Bosch Power Tools, Engels, Russland, beschlossen. Die Gesellschaft ist dem Unternehmensbereich Consumer Goods zugeordnet und in der Produktion von Elektrowerkzeugen für professionelle Anwendungen tätig. Der Abschluss der Transaktion soll im zweiten Quartal 2023 erfolgen. Die Verträge zur Veräußerung der Anteile an der OOO Robert Bosch Saratov und an der OOO Bosch Power Tools wurden am 8. Februar 2023 unterzeichnet. Hintergrund der geplanten Veräußerungen der Tochtergesellschaften in Russland ist die aufgrund der sanktionsrechtlichen Rahmenbedingungen nur begrenzt mögliche Weiterführung der Produktion.
Im Rahmen der Klassifizierung der oben genannten Aktivitäten als Veräußerungsgruppe wurde im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von 162 Millionen EUR in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Davon entfallen 48 Millionen EUR auf die Wertminderung des langfristigen Anlagevermögens und 114 Millionen EUR auf die Bildung von kurzfristigen übrigen sonstigen Rückstellungen.
Zum 31. Dezember 2022 setzen sich die Hauptgruppen der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und der damit im Zusammenhang stehenden Schulden wie folgt zusammen:
| Millionen Euro | 2022 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 22 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19 |
| Vorräte | 56 |
| Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte | 18 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 115 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 21 |
| Sonstige Rückstellungen | 17 |
| Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 14 |
| Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in direktem Zusammenhang stehende Schulden | 64 |
Die kumulierte ergebnisneutrale Minderung des Eigenkapitals, die in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten beziehungsweise Veräußerungsgruppen steht, beläuft sich auf 20 Millionen EUR. Davon entfallen 3 Millionen EUR auf die Neubewertungsrücklage aus Pensionen und 17 Millionen EUR auf Währungsumrechnungsdifferenzen.
Am 31. Januar 2022 wurde die Veräußerung des zum Unternehmensbereich Mobility Solutions gehörenden Geschäfts mit Lenkungs- und Getriebepumpen abgeschlossen. Betroffen von der Veräußerung waren die Pump Technology Solutions PS GmbH, Berlin, Deutschland, die Pump Technology Solutions (US) LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten, die Tecnologia de Bombas Automotivas do Brasil Ltda., Sorocaba, Brasilien, sowie die Bosch Automotive Steering Jincheng (Nanjing) Co., Ltd., Nanjing, China.
Am 31. März 2022 wurde die Veräußerung der dem Unternehmensbereich Mobility Solutions zugeordneten Gesellschaft Robert Bosch Aftermarket Solutions GmbH, Göttingen, Deutschland, vollzogen. In der Gesellschaft werden gebrauchte Ersatzteile sortiert und aufbereitet sowie Komponenten wie Fahrzeugstarter und elektrohydraulische Bremsen produziert.
Am 1. Juni 2022 wurde die Veräußerung der Van Halteren Technologies Boxtel B.V. (vormals Bosch Rexroth B.V.), Boxtel, Niederlande, vollzogen. Das mit der Gesellschaft veräußerte Großprojektgeschäft war dem Unternehmensbereich Industrial Technology zugeordnet.
Am 2. November 2022 wurde die Veräußerung des dem Unternehmensbereich Mobility Solutions zugehörigen Vakuum- und Hydraulikgeschäfts abgeschlossen. Veräußert wurden die Gesellschaften VHIT S.p.A., Offanengo, Italien, sowie VHIT Automotive Systems (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi, China.
Insgesamt wurden kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 309 Millionen EUR (darunter Zahlungsmittel in Höhe von 72 Millionen EUR) und langfristige Vermögenswerte in Höhe von 68 Millionen EUR veräußert sowie kurzfristige Schulden in Höhe von 215 Millionen EUR und langfristige Schulden in Höhe von 63 Millionen EUR übertragen. Der sich aus den Transaktionen ergebende Verlust in Höhe von 65 Millionen EUR wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Summe der Kaufpreise in Höhe von 34 Millionen EUR wurde im Wesentlichen durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen.
Am 7. Dezember 2022 wurden die Beteiligungen an der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München, Deutschland, und der Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd., Saitama, Japan, an die Knorr Bremse AG, München, Deutschland, veräußert. Die Beteiligungen waren dem Unternehmensbereich Mobility Solutions zugeordnet. Im Rahmen der Veräußerung wurden 347 Millionen EUR von der Rücklage aus Finanzinstrumenten in die erwirtschafteten Ergebnisse umgegliedert.
Umsatzerlöse werden nach IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden realisiert, wenn die Verfügungsgewalt über Waren oder Dienstleistungen auf den Kunden übergegangen ist und dieser somit die Nutzung bestimmen kann und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen aus diesen Waren oder Dienstleistungen zieht. Dies setzt voraus, dass ein Vertrag vorliegt, in dem durchsetzbare Rechte und Pflichten vereinbart wurden; es muss außerdem wahrscheinlich sein, dass die Bosch-Gruppe vom Kunden die Gegenleistung für die zu übertragenden Waren und Dienstleistungen erhält. Umsatzerlöse werden in Höhe des Transaktionspreises realisiert, das heißt in Höhe der Gegenleistung, die die Bosch-Gruppe im Austausch für die vereinbarte Übertragung von Waren und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. IFRS 15 enthält dabei ein einheitliches, fünfstufiges Modell zur Ermittlung der auszuweisenden Umsatzerlöse, das grundsätzlich auf alle Kundenverträge anzuwenden ist.
Bei der Veräußerung von Waren geht die Verfügungsgewalt in der Regel bei Lieferung auf den Kunden über. Zum gleichen Zeitpunkt erfolgt üblicherweise die Rechnungsstellung. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden im überwiegenden Fall nach vollständiger Erbringung der Dienstleistung mit Rechnungsstellung realisiert. Bei Entwicklungsleistungen werden auch Meilensteinzahlungen oder nachgelagerte gesonderte Vergütungen vereinbart. Bei der Rechnungsstellung für Warenverkäufe, Dienstleistungen und Entwicklungsleistungen werden länder- und branchenspezifische Zahlungsziele gewährt, die im Durchschnitt bei 46 Tagen liegen. Für kundenspezifische Produkte, die dem Unternehmensbereich Mobility Solutions zuzuordnen sind und bei denen keine alternative Verwendungsmöglichkeit besteht, wird die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung angewendet, ebenso wie bei Verträgen im Anlagengeschäft in den Unternehmensbereichen Industrial Technology und Energy and Building Technology. Umsatzerlöse werden entsprechend des Fertigstellungsgrades realisiert. Dieser kann mittels input- oder outputbasierter Methoden ermittelt werden. Bei outputbasierten Methoden entsprechen die zu erfassenden Umsatzerlöse dem Wert der bisher übertragenen Waren oder Dienstleistungen für den Kunden im Verhältnis zu den verbleibenden, vertraglich zugesicherten Waren oder Dienstleistungen. Bei Anwendung inputbasierter Methoden werden Umsatzerlöse basierend auf dem Verhältnis der bereits angefallenen zu den geschätzten Gesamtkosten realisiert. In der Bosch-Gruppe werden, je nach zugrundeliegendem Geschäftsmodell, sowohl input- als auch outputbasierte Methoden zur Ermittlung des Fertigstellungsgrades eingesetzt.
Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 88.201 Millionen EUR (Vorjahr 78.748 Millionen EUR). Davon entfallen auf den Unternehmensbereich Mobility Solutions 52.573 Millionen EUR (Vorjahr 45.319 Millionen EUR), auf Industrial Technology 6.946 Millionen EUR (Vorjahr 6.099 Millionen EUR), auf Consumer Goods 21.342 Millionen EUR (Vorjahr 21.022 Millionen EUR), auf Energy and Building Technology 6.964 Millionen EUR (Vorjahr 5.934 Millionen EUR) und auf Sonstiges 376 Millionen EUR (Vorjahr 374 Millionen EUR).
In den Umsatzerlösen sind in Höhe von 1.287 Millionen EUR Erlöse enthalten, die zu Beginn des Berichtsjahres im Saldo der kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren (Vorjahr 1.093 Millionen EUR).
In Bezug auf zum Bilanzstichtag bestehende ganz oder teilweise nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen wird erwartet, dass 118 Millionen EUR (Vorjahr 11 Millionen EUR) innerhalb der nächsten zwei Jahre sowie 24 Millionen EUR (Vorjahr 4 Millionen EUR) nach Ablauf der nächsten zwei Jahre als Umsatzerlöse erfasst werden. Es handelt sich dabei um langfristige Fertigungsaufträge.
Von den Umsatzerlösen entfallen im Unternehmensbereich Mobility Solutions 44.484 Millionen EUR (Vorjahr 38.789 Millionen EUR), im Unternehmensbereich Industrial Technology 35 Millionen EUR (Vorjahr 39 Millionen EUR) und im Unternehmensbereich Energy and Building Technology 429 Millionen EUR (Vorjahr 225 Millionen EUR) auf zeitraumbezogene Umsatzrealisierung.
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen ist in Kapitel 29 "Segmentberichterstattung" enthalten.
Die Herstellungskosten des Umsatzes enthalten die Kosten der verkauften eigengefertigten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Zu den Herstellungskosten der eigengefertigten Erzeugnisse gehören die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten, die zurechenbaren Teile der Produktionsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen und auf übrige immaterielle Vermögenswerte sowie die Abwertung von Vorräten. Ebenfalls in den Herstellungskosten des Umsatzes werden an Kunden direkt weiterverrechnete Entwicklungsleistungen sowie planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen ausgewiesen.
Die Vertriebs- und Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Vertriebskosten | 13.374 | 12.492 |
| Verwaltungskosten | 4.438 | 3.892 |
| 17.812 | 16.384 |
Die Vertriebskosten enthalten insbesondere Personal- und Sachkosten, Abschreibungen des Vertriebsbereichs, Kundendienst-, Logistik-, Marktforschungs-, Verkaufsförderungs-, Versand-, Werbe- und Garantiekosten.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen neben den Forschungskosten auch die nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 7.483 | 6.328 |
| Im Geschäftsjahr aktivierte Entwicklungskosten | -271 | -219 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 12 | 1 |
| 7.224 | 6.110 |
Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 42.145 Millionen EUR (Vorjahr 36.622 Millionen EUR).
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 1.172 | 1.032 |
| Erträge aus Derivaten | 441 | 215 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 58 | 72 |
| Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens | 99 | 69 |
| Erträge aus Vermietung, Verpachtung und Leasing | 8 | 8 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 216 | 327 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 640 | 613 |
| 2.634 | 2.336 |
Den Erträgen aus Wechselkursveränderungen stehen Aufwendungen gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.
Die Erträge aus Derivaten enthalten die Erträge aus Devisen- und Rohstoffderivaten, die dem operativen Geschäft zugeordnet sind.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendungen gewährt und die damit verbundenen Bedingungen erfüllt werden. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen, die die Zuwendungen kompensieren sollen, und sie werden mit den jeweiligen Aufwendungen verrechnet. Sofern keine entsprechenden Aufwendungen bestehen, erfolgt der Ausweis in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen. Im Berichtsjahr belaufen sich die erfolgsbezogenen Zuwendungen auf insgesamt 207 Millionen EUR (Vorjahr 206 Millionen EUR).
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | 1.245 | 931 |
| Aufwendungen aus Derivaten | 400 | 295 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 129 | 94 |
| Aufwendungen aus Abgängen des Anlagevermögens | 108 | 130 |
| Sonstige Steuern | 19 | 45 |
| Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen | 302 | 854 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte | 108 | |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 379 | 383 |
| 2.582 | 2.840 |
Die Aufwendungen aus Derivaten enthalten die Aufwendungen aus Devisen- und Rohstoffderivaten, die dem operativen Geschäft zugeordnet sind.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 482 | 437 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -404 | -299 |
| Zinsergebnis | 78 | 138 |
| Erträge aus Beteiligungen | 58 | 84 |
| Erträge aus Wertpapieren | 141 | 541 |
| Aufwendungen aus Wertpapieren | -802 | -117 |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 1.819 | 1.074 |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | -1.130 | -683 |
| Erträge aus Derivaten | 1.321 | 571 |
| Aufwendungen aus Derivaten | -2.002 | -1.096 |
| Übrige Erträge | 8 | 21 |
| Übrige Aufwendungen | -52 | -49 |
| Übriges Finanzergebnis | -639 | 346 |
| Finanzergebnis gesamt | -561 | 484 |
| davon Finanzerträge | 3.829 | 2.728 |
| davon Finanzaufwendungen | -4.390 | -2.244 |
In der Position Zinsen und ähnliche Erträge sind Dividendenerträge aus Aktien in Höhe von 73 Millionen EUR (Vorjahr 67 Millionen EUR) sowie Erträge aus Investmentfonds in Höhe von 30 Millionen EUR (Vorjahr 27 Millionen EUR) enthalten. In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind negative Zinserträge in Höhe von 7 Millionen EUR (Vorjahr 20 Millionen EUR) enthalten.
Die Erträge aus Beteiligungen umfassen neben den Dividendenerträgen auch die Veränderungen des Zeitwertes von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen.
In den Erträgen und Aufwendungen aus Wertpapieren sind die Veränderungen des Zeitwertes von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren, die Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewerteten Wertpapieren sowie die Wertminderungen und die Erträge aus der Auflösung der Wertminderungen auf diese Wertpapiere enthalten.
Die Positionen Erträge und Aufwendungen aus Derivaten enthalten Vorgänge zur Absicherung von Finanzanlagen, im Wesentlichen aus Devisenderivaten.
Von den Zinserträgen und -aufwendungen entfallen auf nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente folgende Beträge:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| Zinserträge | Zinsaufwendungen | Zinserträge | Zinsaufwendungen | |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | 135 | 7 | 105 | 20 |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI wR) | 167 | 152 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | 176 | 125 | ||
| 302 | 183 | 257 | 145 | |
Die Ertragsteuerverpflichtungen umfassen Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern und unsichere Ertragsteuerschulden.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 Ertragsteuern für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz gebildet, es sei denn, diese resultieren aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst hat. Für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften werden latente Steuern gebildet, soweit sie mit hinreichender Sicherheit genutzt werden können. Der Ansatz erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Als Grundlage gilt der zum Zeitpunkt der Realisation gültige Steuersatz. Wenn die Realisierung aktivierter latenter Steuern unsicher ist, werden sie entsprechend wertberichtigt.
Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Tatsächliche Steuern | 1.478 | 1.149 |
| Latente Steuern | -403 | -349 |
| 1.075 | 800 |
In den tatsächlichen Steuern sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 32 Millionen EUR (Vorjahr Steuererträge in Höhe von 139 Millionen EUR) enthalten.
Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Temporäre Differenzen | -394 | -434 |
| Verlustvorträge und Steuergutschriften | -9 | 85 |
| -403 | -349 |
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der Rechtslage in den einzelnen Ländern zum voraussichtlichen Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Für deutsche Unternehmen gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15 %. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 % und der für in Deutschland erzielte Gewinne zu entrichtenden Gewerbesteuer ergibt sich ein Gesamtsteuersatz von 30 % (Vorjahr 29 %). Die Steuersätze außerhalb Deutschlands liegen wie im Vorjahr zwischen 9 % und 35 %.
Zum 31. Dezember sind die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern folgenden Positionen zuzuordnen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv | |
| Forderungen, übrige Vermögenswerte und Vorräte | 1.160 | 680 | 948 | 585 |
| Wertpapiere und Beteiligungen | 22 | 67 | 14 | 221 |
| Sachanlagevermögen | 229 | 673 | 219 | 646 |
| Nutzungsrechte | 424 | 415 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 203 | 1.019 | 195 | 1.028 |
| Übrige Aktiva | 270 | 71 | 111 | 58 |
| Verbindlichkeiten | 1.194 | 132 | 1.152 | 142 |
| Leasingverbindlichkeiten | 446 | 412 | ||
| Rückstellungen | 1.164 | 90 | 1.351 | 51 |
| Übrige Passiva | 10 | 276 | 1 | 262 |
| Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften | 165 | 129 | ||
| Summe | 4.863 | 3.432 | 4.532 | 3.408 |
| Saldierungen | -2.860 | -2.860 | -2.776 | -2.776 |
| 2.003 | 572 | 1.756 | 632 | |
Von den ausgewiesenen aktiven latenten Steuern entfallen 120 Millionen EUR (Vorjahr 42 Millionen EUR) auf Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erwirtschaftet haben. Es wird davon ausgegangen, dass in den Folgejahren zu versteuerndes Einkommen beziehungsweise zu versteuernde temporäre Differenzen in einer Höhe vorliegen werden, die eine Realisierung der latenten Steueransprüche ermöglichen.
Für die in der Tabelle dargestellten Sachverhalte wurde in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Temporäre Differenzen | 3.078 | 6.079 |
| Verlustvorträge | 10.745 | 9.289 |
| Steuergutschriften | 3 | 140 |
| 13.826 | 15.508 |
Aus der Nutzung von Verlustvorträgen und Steuergutschriften, für die bisher keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, ergibt sich im Berichtsjahr eine Minderung des tatsächlichen Steueraufwands in Höhe von 7 Millionen EUR (Vorjahr 23 Millionen EUR).
Die Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, haben die folgenden Fälligkeiten:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 37 | 52 |
| Fällig zwischen einem und zwei Jahren | 64 | 31 |
| Fällig zwischen zwei und drei Jahren | 68 | 79 |
| Fällig nach mehr als drei Jahren | 440 | 464 |
| Unbegrenzte Nutzbarkeit | 10.136 | 8.663 |
| 10.745 | 9.289 |
Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen werden passive latente Steuern angesetzt, wenn die Umkehr im Folgejahr aufgrund geplanter Dividendenausschüttungen zu erwarten ist. Auf weitere temporäre Unterschiede in diesem Zusammenhang werden keine passiven latenten Steuern angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass diese sich in absehbarer Zeit umkehren werden. Zum Bilanzstichtag bestehen bei Tochterunternehmen einbehaltene Gewinne in Höhe von 8.244 Millionen EUR (Vorjahr 7.331 Millionen EUR). Falls diese Gewinne ausgeschüttet werden, könnte dies zu einer steuerlichen Belastung bei der Robert Bosch GmbH oder auf der Ebene von Zwischenholdings durch Ertrag- beziehungsweise Quellensteuern führen.
In der folgenden Tabelle ist die ergebnisneutral im Eigenkapital erfasste Veränderung der latenten Steuern ersichtlich:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Rücklage aus Finanzinstrumenten (Eigenkapitalinstrumente) | 20 | 24 |
| Rücklage aus Finanzinstrumenten (Schuldinstrumente) | 42 | 96 |
| Rücklage aus Pensionen | -27 | -131 |
| 35 | -11 |
Auf die ergebnisneutral erfasste Veränderung aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten, die im Berichtsjahr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde, entfällt ein latenter Steuerertrag in Höhe von 73 Millionen EUR (Vorjahr Steueraufwand in Höhe von 33 Millionen EUR).
Basis für den erwarteten Ertragsteueraufwand ist der deutsche Steuersatz von 30 % (Vorjahr 29 %). Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.913 | 3.299 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 874 | 957 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | -178 | -168 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 320 | 229 |
| Steuerfreie Erträge | -438 | -294 |
| Ansatz/Bewertung latenter Steuern | 92 | 251 |
| Periodenfremde Steuereffekte | 81 | -282 |
| Sonstige Unterschiede | 324 | 107 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 1.075 | 800 |
| Steuerquote | 37 % | 24 % |
In den steuersatzbedingten Abweichungen sind Auswirkungen aus geänderten Steuersätzen enthalten, die im Berichtsjahr zu einem latenten Steuerertrag in Höhe von 2 Millionen EUR (Vorjahr 11 Millionen EUR) führen.
Die sonstigen Unterschiede betreffen vor allem Quellensteuern und die Veränderung permanenter Differenzen.
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Löhne und Gehälter | 20.297 | 19.732 |
| Kosten der sozialen Sicherheit | 3.547 | 3.274 |
| Kosten der Altersversorgung | 978 | 760 |
| 24.822 | 23.766 |
| Jahresmittel 2022 | Jahresmittel 2021 | |
| Länder der EU | 217.499 | 218.679 |
| Übriges Europa | 33.666 | 26.691 |
| Amerika | 47.540 | 45.935 |
| Asien, Afrika, Australien | 115.106 | 108.398 |
| 413.811 | 399.703 |
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Guthaben bei Kreditinstituten (Laufzeit bis 90 Tage) | 6.459 | 6.195 |
| Kassenbestand und Notenbankguthaben | 0 | 1 |
| 6.459 | 6.196 |
Angaben zu Verfügungsbeschränkungen bei Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind in Kapitel 28 "Kapitalflussrechnung" enthalten.
Die für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in Kapitel 30 "Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten" erläutert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 16.528 Millionen EUR (Vorjahr 14.034 Millionen EUR). Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
Angaben zu Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Kapitel 31 "Kapital- und Risikomanagement" im Abschnitt zu den Kreditrisiken enthalten.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| bis 1 Jahr | über 1 Jahr | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | |
| Wertpapiere | 2.365 | 11.602 | 3.888 | 13.138 |
| Beteiligungen | 2.003 | 2.235 | ||
| Guthaben bei Kreditinstituten (Laufzeit mehr als 90 Tage) | 636 | 83 | 3.454 | 76 |
| Darlehensforderungen | 95 | 14 | 93 | 15 |
| Derivate | 285 | 33 | 72 | 71 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 36 | 147 | 36 | 143 |
| Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 386 | 139 | 354 | 186 |
| 3.803 | 14.021 | 7.897 | 15.864 | |
Bei den als kurzfristig klassifizierten Wertpapieren handelt es sich um börsennotierte Wertpapiere mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie um Wertpapiere, bei denen eine Veräußerungsabsicht innerhalb eines Jahres besteht.
Die langfristigen Wertpapiere umfassen verzinsliche und sonstige Wertpapiere, Investmentfonds sowie Aktien. Im Berichtsjahr wurden Aktien und Beteiligungen an Kapitalgesellschaften mit einem beizulegenden Zeitwert von 1.256 Millionen EUR (Vorjahr 1.386 Millionen EUR) veräußert. In diesem Zusammenhang wurden 398 Millionen EUR (Vorjahr 285 Millionen EUR) von der Rücklage aus Finanzinstrumenten in die erwirtschafteten Ergebnisse umgegliedert. Die Veräußerungen von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften basieren auf geschäftspolitischen Entscheidungen.
Der Buchwert der verpfändeten Wertpapiere beträgt 1.366 Millionen EUR (Vorjahr 1.527 Millionen EUR). Die verpfändeten Wertpapiere dienen der gesetzlich vorgeschriebenen Absicherung von Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern sowie der Besicherung von Bankbürgschaften. Zur Verpfändung wurden Fondsanteile mindestens im Gegenwert der Ansprüche verwendet.
Das Guthaben bei Kreditinstituten wird teilweise als besicherte Geldanlage in Form von Tri-Party Repo-Geschäften angelegt. In gleicher Höhe werden vom Kreditinstitut Sicherheiten in Form von Wertpapieren bereitgestellt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungen in Form von TriParty Repo-Geschäften (Vorjahr 1.000 Millionen EUR).
Angaben zu Wertberichtigungen auf Darlehensforderungen, übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen aus Finanzierungsleasing sind in Kapitel 31 "Kapital- und Risikomanagement 4 " im Abschnitt zu den Kreditrisiken enthalten.
Weitere Angaben zu den Forderungen aus Finanzierungsleasing sind in Kapitel 32 "Leasing" enthalten.
Gemäß IFRS 15 sind auf Vertragsebene bestehende Leistungsüberschüsse als Vertragsvermögenswert auszuweisen. Der Vermögenswert stellt den Anspruch der Bosch-Gruppe auf Gegenleistung für die bereits erfolgte Übertragung von Waren oder Dienstleistungen auf den Kunden dar.
Unter den Vertragsvermögenswerten aus zeitraumbezogener Umsatzrealisierung wird der Überhang der von der Bosch-Gruppe erbrachten Leistung, die als Umsatz ausgewiesen wird, über das vom Kunden bereits erhaltene Entgelt ausgewiesen. Vertragsvermögenswerte aus Entwicklungsleistungen sind zum Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsgewalt auf den Kunden für alle nach diesem Zeitpunkt vom Kunden zu erstattenden gesonderten Vergütungen für gesondert beauftragte Forschungs- und Entwicklungsleistungen auszuweisen.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| bis 1 Jahr | über 1 Jahr | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | |
| Aus zeitraumbezogener Umsatzrealisierung | 562 | 9 | 581 | 1 |
| Aus Entwicklungsleistungen | 444 | 558 | 374 | 433 |
| 1.006 | 567 | 955 | 434 | |
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| bis 1 Jahr | über 1 Jahr | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 257 | 81 | 225 | 57 |
| Forderungen gegen Finanzbehörden (ohne Ertragsteuerforderungen) | 1.718 | 62 | 1.451 | 125 |
| Abgegrenzte Gegenleistungen an Kunden | 112 | 432 | 105 | 392 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 335 | 296 | 367 | 390 |
| 2.422 | 871 | 2.148 | 964 | |
Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen, fertige Erzeugnisse und Waren sowie geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode beziehungsweise zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten zurechenbare Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Bestands- und Vertriebsrisiken, die sich aus der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.
Im Unternehmensbereich Mobility Solutions werden angefallene Entwicklungskosten für gesondert beauftragte und gesondert weiterberechnete Forschungs- und Entwicklungsleistungen bis zum Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsgewalt nicht ergebniswirksam unter den Forschungs- und Entwicklungskosten, sondern als unfertige Leistungen in den Vorräten erfasst (zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung). Die Bewertung dieser unfertigen Entwicklungsleistungen erfolgt grundsätzlich entsprechend der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse, allerdings wird keine Abwertung für Bestands- und Vertriebsrisiken vorgenommen.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.390 | 5.121 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 3.635 | 2.846 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 6.378 | 5.591 |
| Geleistete Anzahlungen | 125 | 94 |
| 16.528 | 13.652 |
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 1.665 Millionen EUR (Vorjahr 1.413 Millionen EUR) zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Der Vorjahreswert wurde angepasst.
Im Berichtsjahr wurde die Veränderung der Wertminderungen in Höhe von 140 Millionen EUR als Aufwand erfasst (Vorjahr 255 Millionen EUR). Verpfändungen erfolgten nicht.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear vorgenommen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Bandbreiten für die Nutzungsdauern zugrunde:
| Nutzungsdauer | |
| Gebäude | 10 - 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8 - 11 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 25 Jahre |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Entsprechende Zuschreibungen erfolgen, wenn die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung aus den Vorjahren entfallen sind. Reparaturkosten werden erfolgswirksam erfasst.
Fremdkapitalkosten werden gemäß IAS 23 Fremdkapitalkosten aktiviert, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugerechnet werden können. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, aufwandswirksam erfasst. Die Abschreibungen auf die aktivierten Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten des Umsatzes ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 9 Millionen EUR (Vorjahr 7 Millionen EUR) aktiviert. Der zugrunde gelegte Fremdfinanzierungszinssatz beträgt 2,0 % (Vorjahr 1,5 %).
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendungen gewährt und die damit verbundenen Bedingungen erfüllt werden. Zuwendungen für Vermögenswerte werden bei der Ermittlung des Buchwertes der Vermögenswerte abgezogen.
| Millionen Euro | Grundstücke, Gebäude des Betriebsvermögens | Als Finanzinvestition gehaltene Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, vermietete Erzeugnisse | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
| Bruttowerte 1.1.2021 | 11.786 | 30 | 27.356 | 12.500 | 2.591 | 54.263 |
| Konzernkreisänderungen | 11 | -6 | 19 | 2 | 26 | |
| Zugänge | 234 | 872 | 804 | 2.039 | 3.949 | |
| Umbuchungen | 443 | 8 | 1.104 | 401 | -1.956 | |
| Abgänge | -110 | -4 | -999 | -643 | -42 | -1.798 |
| Währungsanpassungen | 216 | 1 | 504 | 188 | 50 | 959 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -79 | -453 | -127 | -11 | -670 | |
| Bruttowerte 31.12.2021 | 12.501 | 35 | 28.378 | 13.142 | 2.673 | 56.729 |
| Abschreibungen 1.1.2021 | 5.026 | 9 | 18.991 | 9.454 | 32 | 33.512 |
| Konzernkreisänderungen | 3 | -1 | 12 | 14 | ||
| Zugänge | 354 | 1.845 | 1.188 | 6 | 3.393 | |
| Umbuchungen | 5 | 7 | -12 | |||
| Abgänge | -59 | -1 | -861 | -599 | -1.520 | |
| Zuschreibungen | -2 | -1 | -1 | -4 | ||
| Währungsanpassungen | 67 | 325 | 150 | 542 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -62 | -433 | -109 | -8 | -612 | |
| Abschreibungen 31.12.2021 | 5.332 | 15 | 19.865 | 10.083 | 30 | 35.325 |
| Buchwerte 31.12.2021 | 7.169 | 20 | 8.513 | 3.059 | 2.643 | 21.404 |
| Millionen Euro | Grundstücke, Gebäude des Betriebsvermögens | Als Finanzinvestition gehaltene Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, vermietete Erzeugnisse | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
| Bruttowerte 31.12.2021 | 12.501 | 35 | 28.378 | 13.142 | 2.673 | 56.729 |
| Anpassungen aus IAS 29 | 181 | 1 | 810 | 70 | 20 | 1.082 |
| Bruttowerte 1.1.2022 | 12.682 | 36 | 29.188 | 13.212 | 2.693 | 57.811 |
| Konzernkreisänderungen | 92 | 35 | 63 | -1 | 189 | |
| Zugänge | 319 | 2 | 961 | 921 | 2.693 | 4.896 |
| Umbuchungen | 426 | -1 | 1.215 | 397 | -2.037 | |
| Abgänge | -143 | -9 | -1.235 | -770 | -40 | -2.197 |
| Währungsanpassungen | 45 | 1 | 324 | 39 | 5 | 414 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -18 | -54 | -20 | -7 | -99 | |
| Bruttowerte 31.12.2022 | 13.403 | 29 | 30.434 | 13.842 | 3.306 | 61.014 |
| Abschreibungen 31.12.2021 | 5.332 | 15 | 19.865 | 10.083 | 30 | 35.325 |
| Anpassungen aus IAS 29 | 88 | 1 | 656 | 51 | -4 | 792 |
| Abschreibungen 1.1.2022 | 5.420 | 16 | 20.521 | 10.134 | 26 | 36.117 |
| Konzernkreisänderungen | 8 | 29 | 51 | 88 | ||
| Zugänge | 384 | 1.914 | 1.170 | 6 | 3.474 | |
| Umbuchungen | 8 | -51 | 44 | -1 | ||
| Abgänge | -83 | -6 | -1.024 | -728 | -8 | -1.849 |
| Zuschreibungen | -1 | -1 | -2 | |||
| Währungsanpassungen | 15 | 1 | 229 | 26 | 271 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -18 | -54 | -20 | -7 | -99 | |
| Abschreibungen 31.12.2022 | 5.733 | 11 | 21.563 | 10.677 | 16 | 38.000 |
| Buchwerte 31.12.2022 | 7.670 | 18 | 8.871 | 3.165 | 3.290 | 23.014 |
In den Abschreibungen des Berichtsjahres sind folgende außerplanmäßige Abschreibungen enthalten:
| ― |
Grundstücke und Gebäude: 23 Millionen EUR (Vorjahr 7 Millionen EUR), |
| ― |
Technische Anlagen und Maschinen: 19 Millionen EUR (Vorjahr 64 Millionen EUR), |
| ― |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Anlagen im Bau: 17 Millionen EUR (Vorjahr 30 Millionen EUR). |
Die entsprechenden Aufwendungen werden in den Funktionskosten erfasst.
Von den außerplanmäßigen Abschreibungen des Berichtsjahres entfallen 48 Millionen EUR auf Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau des Geschäftsbereichs BSH Hausgeräte (Unternehmensbereich Consumer Goods). Die Abschreibungen entfallen auf Vermögenswerte der Tochtergesellschaft in Russland und wurden aufgrund der geltenden Sanktionsbestimmungen und der damit einhergehenden Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld vorgenommen.
Die eingegangenen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen betragen 1.325 Millionen EUR (Vorjahr 801 Millionen EUR), Verfügungsbeschränkungen bestehen im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte in Höhe von 25 Millionen EUR (Vorjahr 42 Millionen EUR) wurden von den Zugängen im Berichtsjahr abgesetzt.
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücken und Gebäuden handelt es sich um vermietete Immobilien, die gemäß IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet werden. Bei Bewertung zu Zeitwerten ergibt sich ein Bestand von 24 Millionen EUR (Vorjahr 39 Millionen EUR). Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt durch die zuständige Fachabteilung in der Konzernzentrale. Die gemäß IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Stufe 3 zugeordneten Wohnimmobilien in Deutschland und Asien werden nach dem Ertragswertverfahren/Vergleichswertverfahren auf Grundlage der Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken (ImmoWertV) unter Berücksichtigung der aktuellen Bausubstanz und der Marktwerte der einzelnen Objekte bewertet. Die Mieteinnahmen aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen 3 Millionen EUR (Vorjahr 3 Millionen EUR), die Aufwendungen zur Instandhaltung 2 Millionen EUR (Vorjahr 2 Millionen EUR).
Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn mit diesen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte sich zuverlässig bestimmen lassen. Diese Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte beträgt in der Regel vier Jahre. Bei im Rahmen von Unternehmenserwerben bilanzierten immateriellen Vermögenswerten beträgt die Nutzungsdauer bis zu 50 Jahre.
Firmenwerte werden jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Abnutzbare immaterielle Vermögenswerte werden nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte auf Werthaltigkeit überprüft. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Entsprechende Zuschreibungen erfolgen, wenn die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung aus den Vorjahren entfallen sind.
| Millionen Euro | Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) | Erworbene Firmenwerte | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe |
| Bruttowerte 1.1.2021 | 8.881 | 5.489 | 1.847 | 16.217 |
| Konzernkreisänderungen | 246 | 1 | 247 | |
| Zugänge | 186 | 5 | 264 | 455 |
| Abgänge | -254 | -419 | -673 | |
| Währungsanpassungen | 249 | 94 | 343 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -23 | -23 | ||
| Bruttowerte 31.12.2021 | 9.039 | 5.834 | 1.693 | 16.566 |
| Abschreibungen 1.1.2021 | 5.022 | 698 | 1.209 | 6.929 |
| Konzernkreisänderungen | 1 | 1 | ||
| Zugänge | 689 | 108 | 224 | 1.021 |
| Abgänge | -254 | -421 | -675 | |
| Währungsanpassungen | 155 | 2 | 157 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -17 | -17 | ||
| Abschreibungen 31.12.2021 | 5.595 | 808 | 1.013 | 7.416 |
| Buchwerte 31.12.2021 | 3.444 | 5.026 | 680 | 9.150 |
| Millionen Euro | Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) | Erworbene Firmenwerte | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe |
| Bruttowerte 31.12.2021 | 9.039 | 5.834 | 1.693 | 16.566 |
| Anpassungen aus IAS 29 | 2 | 1 | 3 | |
| Bruttowerte 1.1.2022 | 9.041 | 5.835 | 1.693 | 16.569 |
| Konzernkreisänderungen | 368 | 900 | 29 | 1.297 |
| Zugänge | 328 | 319 | 647 | |
| Abgänge | -76 | -295 | -371 | |
| Währungsanpassungen | 23 | 24 | 1 | 48 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | ||||
| Bruttowerte 31.12.2022 | 9.684 | 6.759 | 1.747 | 18.190 |
| Abschreibungen 31.12.2021 | 5.595 | 808 | 1.013 | 7.416 |
| Anpassungen aus IAS 29 | 1 | 1 | ||
| Abschreibungen 1.1.2022 | 5.596 | 808 | 1.013 | 7.417 |
| Konzernkreisänderungen | 11 | 17 | 28 | |
| Zugänge | 717 | 233 | 950 | |
| Abgänge | -171 | -293 | -464 | |
| Währungsanpassungen | 5 | -1 | 1 | 5 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | ||||
| Abschreibungen 31.12.2022 | 6.158 | 807 | 971 | 7.936 |
| Buchwerte 31.12.2022 | 3.526 | 5.952 | 776 | 10.254 |
Die Abschreibungen auf selbst erstellte und erworbene immaterielle Vermögenswerte werden in den Funktionskosten erfasst.
In den Abschreibungen des Berichtsjahres sind folgende außerplanmäßige Abschreibungen enthalten:
| ― |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte): 1 Million EUR (Vorjahr 1 Million EUR), |
| ― |
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte: 12 Millionen EUR (Vorjahr 1 Million EUR). |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte betreffen aktivierte Entwicklungsprojekte und sind den Unternehmensbereichen Mobility Solutions sowie Energy and Building Technology zuzuordnen. Sie werden in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Die Wertminderung wurde vorgenommen, weil kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.
Der Firmenwert aus Unternehmenserwerben ist der Unterschied zwischen Kaufpreis einerseits und dem anteiligen mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs andererseits. Die Firmenwerte werden den Geschäftsbereichen (Cash Generating Units) zugeordnet und einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Eine Wertminderung nach den Vorschriften des IAS 36 ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Reinvermögens (einschließlich des zugeordneten Firmenwerts) einer Cash Generating Unit liegt. Als erzielbarer Betrag wird der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung angesetzt. Der erzielbare Betrag wird vom Berichtsjahr an für alle Cash Generating Units auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung ermittelt, der aus zukünftigen Mittelzuflüssen (Cash-Flows) abgeleitet wird. Der beizulegende Zeitwert wird maßgeblich durch den Barwert der ewigen Rente bestimmt, der wiederum vor allem vom anzuwendenden Diskontierungszinssatz sowie dem angenommenen Wachstumsfaktor beeinflusst wird. Hierbei werden insbesondere ein risikoloser Zins, eine Marktrisikoprämie sowie für den jeweiligen Unternehmensbereich spezifische Beta-Faktoren und Verschuldungsgrade zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung ist der Stufe 3 der Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 zugeordnet. Den Cash-Flows liegen Planungsrechnungen mit einem Zeithorizont von fünf Jahren zugrunde, die auf einer vom Management verabschiedeten Mittelfristplanung basieren. Die Planungen beruhen auf Erwartungen im Hinblick auf zukünftige Marktanteile, das Wachstum der jeweiligen Märkte sowie die Profitabilität der Erzeugnisse und Dienstleistungen und basieren auf Erfahrungswerten und konzerninternen Einschätzungen sowie, soweit verfügbar, Marktstudien. Hieraus werden die für die Bestimmung der zukünftigen Mittelzuflüsse relevanten Faktoren wie EBIT, Veränderungen des Nettoumlaufvermögens und geplante Investitionen abgeleitet. Mittelzuflüsse jenseits des Planungszeitraums werden unter Berücksichtigung eines erwarteten nachhaltigen Wachstumsfaktors ermittelt.
Die für den Werthaltigkeitstest verwendeten Parameter sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| In Prozent | Mobility Solutions | Industrial Technology | Consumer Goods | |||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Wachstumsfaktor | 1,0 | 1,0 | 1,0 | 1,0 | 1,0 | 1,0 |
| Diskontierungssatz nach Steuern | 10,2 | 9,0 | 10,0 | 8,8 | 9,2 | 7,9 |
| In Prozent | Energy and Building Technology | |
| 2022 | 2021 | |
| Wachstumsfaktor | 1,0 | 1,0 |
| Diskontierungssatz nach Steuern | 9,2 | 7,6 |
Aufgrund der Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung werden vom Berichtsjahr an Diskontierungszinssätze nach Steuern angegeben. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.
Als risikoloser Zins werden 2,0 % (Vorjahr 0,3 %) und als Marktrisikoprämie 6,5 % (Vorjahr 7,0 %) angesetzt. Der verwendete typisierte Steuersatz beträgt 30 % (Vorjahr 29 %).
Der jährliche Werthaltigkeitstest ergab im Berichtsjahr keinen Wertminderungsbedarf bei Firmenwerten (Vorjahr Wertminderung in Höhe von 108 Millionen EUR). Die Wertminderung des Vorjahres entfiel in voller Höhe auf den Geschäftsbereich Automotive Steering (Unternehmensbereich Mobility Solutions). Hintergrund der Wertminderung waren Verzögerungen bei der Erreichung des Sanierungserfolgs aufgrund einer angespannten Wettbewerbssituation verbunden mit zusätzlichem Preisdruck sowie die gleichzeitig erforderliche kostenintensive Einführung innovativer Technologien im Rahmen von Portfolioerweiterungen.
Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse der Cash Generating Units, denen die Firmenwerte zugeordnet sind, wurden eine Erhöhung des Diskontierungssatzes nach Steuern um 1,0 Prozentpunkte, eine Verminderung des Wachstumsfaktors um 0,5 Prozentpunkte oder eine Reduzierung des EBIT um 5 % angenommen. Für den dem Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions (Unternehmensbereich Mobility Solutions) zugeordneten Firmenwert hätte sich aus der Erhöhung des Diskontierungszinssatzes ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 123 Millionen EUR und aus der Reduzierung des EBIT ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 119 Millionen EUR ergeben.
Die Firmenwerte von 5.952 Millionen EUR (Vorjahr 5.026 Millionen EUR) verteilen sich nach Geschäftsbereichen (Cash Generating Units) wie folgt:
| Millionen Euro | |||
| Geschäftsbereich | Berichtssegment | 2022 | 2021 |
| Powertrain Solutions | Mobility Solutions | 400 | 400 |
| Automotive Aftermarket | Mobility Solutions | 371 | 350 |
| Cross-Domain Computing Solutions | Mobility Solutions | 123 | |
| Drive and Control Technology | Industrial Technology | 2.074 | 1.550 |
| Power Tools | Consumer Goods | 428 | 415 |
| BSH Hausgeräte GmbH | Consumer Goods | 548 | 548 |
| Building Technologies | Energy and Building Technology | 673 | 698 |
| Thermotechnology | Energy and Building Technology | 997 | 1.000 |
| Bosch Global Service Solutions | Energy and Building Technology | 137 | 9 |
| Sonstige | 201 | 56 | |
| 5.952 | 5.026 |
Die Veränderungen bei den Firmenwerten sind auf Unternehmenserwerbe sowie auf Währungseffekte zurückzuführen. Weitere Angaben zu Unternehmenserwerben sind in Kapitel 6 "Konsolidierung" im Abschnitt zu den Unternehmenszusammenschlüssen enthalten.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.729 | 9.927 |
| Wechselverbindlichkeiten | 32 | 21 |
| 10.761 | 9.948 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 522 Millionen EUR (Vorjahr 521 Millionen EUR) enthalten, für die die Bosch-Gruppe Reverse Factoring-Vereinbarungen abgeschlossen hat. Im Rahmen dieser Programme können Lieferanten ihre Forderungen gegen Gesellschaften der Bosch-Gruppe an die das Programm anbietende Geschäftsbank gegen einen Diskont abtreten und so frühzeitig den diskontierten Rechnungsbetrag erhalten. Die Gesellschaften der Bosch-Gruppe begleichen den Rechnungsbetrag zum ursprünglich vereinbarten Fälligkeitstermin an die Bank. Aufgrund des Bezugs zum operativen Geschäft wurde die Entscheidung getroffen, die entsprechenden Verbindlichkeiten nicht in die Finanzverbindlichkeiten umzugliedern.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht.
Weitere Angaben zu Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Kapitel 31 "Kapital- und Risikomanagement" im Abschnitt zu den Liquiditätsrisiken enthalten.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| bis 1 Jahr | über 1 Jahr | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | |
| Anleihen | 1.992 | 21 | 1.990 | |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 500 | 3.198 | 25 | 2.200 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 328 | 75 | 227 | 8 |
| Commercial Papers | 328 | 132 | ||
| Darlehensverbindlichkeiten | 102 | 49 | 72 | 40 |
| Derivate | 182 | 6 | 230 | 9 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 770 | 137 | 663 | 148 |
| 2.210 | 5.457 | 1.370 | 4.395 | |
In den übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind unter anderem finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern enthalten.
Weitere Angaben zu sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind in Kapitel 31 "Kapital- und Risikomanagement" im Abschnitt zu den Liquiditätsrisiken enthalten.
Gemäß IFRS 15 sind auf Vertragsebene bestehende Leistungsverpflichtungen gegenüber Kunden als Vertragsverbindlichkeit auszuweisen. Die Vertragsverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| bis 1 Jahr | über 1 Jahr | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | |
| Aus zeitraumbezogener Umsatzrealisierung | 35 | 53 | 23 | 0 |
| Aus Entwicklungsleistungen | 1.050 | 419 | 764 | 334 |
| Aus sonstigen Sachverhalten | 559 | 334 | 572 | 280 |
| 1.644 | 806 | 1.359 | 614 | |
Die Vertragsverbindlichkeiten aus Entwicklungsleistungen enthalten Anzahlungen von Kunden für gesondert beauftragte Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Die Vertragsverbindlichkeiten aus sonstigen Sachverhalten enthalten im Wesentlichen Anzahlungen von Kunden für Warenlieferungen sowie sonstige noch ausstehende Leistungsverpflichtungen.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| bis 1 Jahr | über 1 Jahr | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | |
| Abgegrenzte Verbindlichkeiten im Personalbereich | 3.190 | 2.919 | ||
| Abgegrenzte Verbindlichkeiten im Verkaufsbereich | 2.809 | 2.532 | ||
| Sonstige abgegrenzte Verbindlichkeiten | 1.244 | 1.112 | ||
| Steuerverbindlichkeiten (ohne Ertragsteuern) | 824 | 819 | ||
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 73 | 17 | 81 | 8 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 366 | 28 | 339 | 23 |
| 8.506 | 45 | 7.802 | 31 | |
Die abgegrenzten Verbindlichkeiten betreffen im Personalbereich im Wesentlichen Urlaubs- und Gehaltsansprüche sowie abgegrenzte Sonderzahlungen, im Verkaufsbereich vor allem Bonus- und Provisionszahlungen.
Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen dann gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht und diese wahrscheinlich zu einem künftigen Abfluss von Ressourcen führt. Außerdem muss deren Höhe zuverlässig geschätzt werden können. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn der Effekt wesentlich ist. Die Abzinsung erfolgt mit einem aktuellen fristenkongruenten Marktzins vor Steuern. Ansatz und Bewertung einzelner Rückstellungen im Personalbereich erfolgen gemäß IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer.
Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| bis 1 Jahr | über 1 Jahr | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | |
| Steuerrückstellungen (ohne Ertragsteuern) | 31 | 22 | 30 | 16 |
| Rückstellungen im Personalbereich | 1.008 | 2.720 | 1.243 | 3.239 |
| Rückstellungen im Vertriebsbereich | 2.178 | 1.452 | 2.416 | 1.710 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 1.633 | 2.122 | 2.832 | 1.091 |
| 4.850 | 6.316 | 6.521 | 6.056 | |
Rückstellungen im Personalbereich betreffen Verpflichtungen aus Personalanpassungsmaßnahmen, Mitarbeiterjubiläen, Altersteilzeit und weitere Sonderleistungen. Rückstellungen im Vertriebsbereich berücksichtigen überwiegend Verluste aus Liefer- und Garantieverpflichtungen einschließlich der Risiken aus Rückruf-, Austausch- und Produkthaftungsfällen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen werden unter anderem für Risiken aus Einkaufsverpflichtungen, Umweltschutzverpflichtungen, Prozessrisiken und rechtliche Risiken gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Millionen Euro | 1.1.2022 | Konzernkreisänderungen | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Sonstige Änderungen |
| Steuerrückstellungen (ohne Ertragsteuern) | 46 | -16 | -3 | 24 | 2 | |
| Rückstellungen im Personalbereich | 4.482 | -19 | -959 | -280 | 485 | 19 |
| Rückstellungen im Vertriebsbereich | 3.892 | -12 | -1.287 | -616 | 1.649 | 4 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 3.923 | -639 | -347 | 794 | 24 | |
| 12.343 | -31 | -2.901 | -1.246 | 2.952 | 49 |
| Millionen Euro | 31.12.2022 |
| Steuerrückstellungen (ohne Ertragsteuern) | 53 |
| Rückstellungen im Personalbereich | 3.728 |
| Rückstellungen im Vertriebsbereich | 3.630 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 3.755 |
| 11.166 |
Von den Zuführungen entfallen 21 Millionen EUR (Vorjahr 11 Millionen EUR) auf Aufzinsungen. Gegenläufig wirken Zinssatzänderungen in Höhe von rund 613 Millionen EUR.
Der Bestand der Rückstellungen im Vertriebsbereich wurde zum 1. Januar 2022 in Anwendung des geänderten IAS 37 erfolgsneutral um 234 Millionen EUR reduziert.
In den sonstigen Änderungen sind Effekte aus Währungsumrechnung sowie aus der Umgliederung in mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in direktem Zusammenhang stehende Schulden enthalten.
Mit Blick auf Dieselfahrzeug-Emissionen gibt es Ermittlungen in- und ausländischer Behörden gegen verschiedene Fahrzeughersteller, zum Teil auch gegen Bosch als Lieferant von Motorsteuergeräten. Gegen Bosch sind nach unserer Kenntnis in 2022 keine neuen Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Zudem ist Bosch im Hinblick auf die Ereignisse bei Dieselfahrzeug-Emissionen bei verschiedenen Herstellern auch weiterhin weltweit Beklagte in zahlreichen zivilrechtlichen Sammel- und Einzelklagen. In den USA konnte Bosch 2022 unter anderem in einer Zivilklage des California Attorney General eine Einigung über 25 Millionen USD erzielen. Bosch erkennt damit weder den klägerseits vorgetragenen Sachverhalt an, noch räumt Bosch Schuld ein.
Aus den noch anhängigen und etwaigen weiteren Klagen resultieren Risiken, die wir jedoch insgesamt nicht als größer einschätzen als schon bisher. Bosch wahrt in allen diesen Verfahren seine Rechte.
Mit Blick auf etwaige zivilrechtliche Risiken, die mit abgeschlossenen Kartellverfahren verbunden sind, führt Bosch zudem Gespräche mit Kunden über eine Kompensation. Ermittlungen von Kartellbehörden im Automobilzulieferbereich, auch gegen Bosch, dauern in einzelnen Ländern an. Zudem hat die französische Kartellbehörde ihre Ermittlungen gegen die BSH Hausgeräte in Frankreich wegen eines möglichen Kartellverstoßes abgeschlossen und im Rahmen des laufenden Verfahrens der BSH Frankreich die erhobenen Vorwürfe mitgeteilt.
Auf Basis der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden und von der Geschäftsführung beurteilten Sachverhalte zu den Themen Kartellrecht und Motorsteuergeräte wurde nach Auffassung der Geschäftsführung ausreichende Risikovorsorge in Form von Rückstellungen für rechtliche Risiken gebildet. Für die verschiedenen genannten Rechtsrisiken beläuft sich der Bestand an Rückstellungen im gesamten Konzern auf 505 Millionen EUR (Vorjahr 606 Millionen EUR).
Der erhöhte Bedarf der Automobilindustrie und die hohe Nachfrage nach Halbleitern aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Computer und Kommunikation führten zu globalen Lieferengpässen in der Halbleiterindustrie, die weiter verstärkt wurden durch Produktionsstörungen einiger Halbleiterhersteller. Das aus den globalen Lieferengpässen in der Halbleiterindustrie erwartete kommerzielle Risiko wurde unter Berücksichtigung der erforderlichen Annahmen und Schätzungen bewertet und im Konzernabschluss bilanziell abgebildet. Unter Anwendung von IAS 37.92 wird auf weitere Angaben verzichtet.
Für folgende Eventualverbindlichkeiten werden keine Rückstellungen gebildet, da der Eintritt des Risikos als wenig wahrscheinlich betrachtet wird:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Eventualverbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln | 12 | |
| Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften | 130 | 50 |
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten | 11 | 13 |
| 141 | 75 |
Pensionsrückstellungen werden nach IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet, das unter anderem zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Der Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen wird im Finanzergebnis unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften stehen in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes Ansprüche im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zu. Die Versorgungsleistungen umfassen sowohl bereits laufende Leistungen als auch Anwartschaften aktiver oder ausgeschiedener Mitarbeiter.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Versorgungsbeiträge an staatliche oder private Versorgungs- oder Versicherungsträger. Über die Zahlung der Versorgungsbeiträge hinaus bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Für leistungsorientierte Versorgungssysteme (Defined Benefit Plans) gibt es rückstellungs-, fonds- oder versicherungsfinanzierte Durchführungen.
Die Anlage des Planvermögens ist an den zugrundeliegenden leistungsorientierten Versorgungszusagen ausgerichtet. Zu diesem Zweck werden regelmäßig Asset-Liability-Studien durchgeführt. Eine wichtige Steuerungsgröße dabei ist der Finanzierungsstatus. Dieser wird von Bosch fortlaufend unter Beteiligung von externen Experten überwacht. Die Anlagestrategie ergibt sich aus entsprechenden Governance-Richtlinien. Für die Durchführung der Vermögensanlage sind externe Vermögensverwalter mandatiert.
Im Folgenden werden die für die Bosch-Gruppe bedeutendsten leistungsorientierten Altersvorsorgepläne sowie Pläne für die medizinische Versorgung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beschrieben. Diese Pläne unterliegen versicherungsmathematischen Risiken wie Langlebigkeitsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Kapitalmarktrisiken.
Der am 1. Januar 2006 eingeführte Plan zur betrieblichen Altersvorsorge (Bosch bAV Plan) ist ein beitragsbasierter Vorsorgeplan mit gehaltsabhängigen Versorgungsbeiträgen zum Aufbau von Altersleistungen. Der Bosch bAV Plan ist zum Teil über einen externen Versorgungsträger, die Bosch Pensionsfonds AG, finanziert. Der Wert der Vermögenswerte des externen Versorgungsträgers wird mit der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) ermittelten Pensionsverpflichtung verrechnet.
Während der Anwartschaftsphase werden Firmen- und Mitarbeiterbeiträge bis zur steuerlichen Höchstgrenze gemäß § 3 Nr. 63 EStG dem Vermögen der Bosch Pensionsfonds AG zugeführt. Versorgungsbeiträge, die die steuerliche Höchstgrenze überschreiten, werden der Direktzusage zugewiesen. Die Höhe der gesamten Anwartschaft, unabhängig davon, ob aus der Bosch Pensionsfonds AG zugeführten oder der Direktzusage zugewiesenen Versorgungsbeiträgen, entwickelt sich analog zur Wertentwicklung des Bosch Pensionsfonds. Anwartschaften aus Zusagen vor Einführung des Bosch bAV Plans wurden in den Bosch bAV Plan überführt. Für eine stetig abnehmende Anzahl von Mitarbeitern in der Anwartschaftsphase ist als Übergangsregelung eine feste Verzinsung der Anwartschaft garantiert.
Die erdienten Ansprüche werden bei Eintritt in den Ruhestand oder Tod nach Wahl des Anspruchsberechtigten in Form von Einmalzahlungen, Ratenzahlungen oder als lebenslange Rente ausgezahlt. Für Versorgungsfälle ab dem 1. Januar 2016 erfolgen die Rentenauszahlungen über die Bosch Pensionsfonds AG als fondsförmige Rente. Aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Einstandspflicht von Bosch wird der Bosch bAV Plan von Rentenbeginn an wie ein beitragsorientierter Plan behandelt.
Die Mehrheit der Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus Versorgungszusagen (Corporate Pension Plans; CPPs) in Form kapitalgedeckter Karrieredurchschnittspläne. Die Leistungen resultieren aus gehaltsabhängigen Versorgungsbeiträgen, die verzinst werden. Die Verzinsung ist abhängig von der Versorgungsplangestaltung.
Weiterhin bestehen Pensionsverpflichtungen aus nicht kapitalgedeckten Versorgungszusagen (Retirement Allowance Plans), deren Leistungen auf Betriebszugehörigkeit und Endgehalt basieren.
Alle Leistungen werden in Form von Einmalzahlungen bei Kündigung, Tod oder Eintritt in den Ruhestand ausgezahlt. Rentenzahlungen sind für Mitarbeiter in einigen CPPs ab einer bestimmten Betriebszugehörigkeit möglich.
Bosch unterhält einen kapitalgedeckten Pensionsplan. Der Bosch Pensionsplan hat die Rechtsform einer Stiftung. Alle demographischen und finanziellen Risiken werden durch die Stiftung getragen und vom Stiftungsrat regelmäßig beurteilt. Im Falle einer Unterdeckung können Anpassungen wie die Veränderung der Verrentungsfaktoren oder die Erhöhung zukünftiger Beiträge vorgenommen werden.
Pensionspläne unterstehen dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Alle Leistungen sind gesetzlich definiert, das BVG bestimmt die Höhe der zu gewährenden Mindestleistungen. Der Bosch Pensionsplan erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen.
Einzahlungen in den Bosch Pensionsplan erfolgen als Firmen- und Mitarbeiterbeiträge. Die Auszahlung der Leistungen erfolgt in Form von lebenslangen Renten oder Einmalzahlungen.
Bosch finanziert einen endgehaltsabhängigen leistungsorientierten Pensionsplan, der geschlossen ist. Die Pensionsverpflichtung ist über eine Treuhandgesellschaft finanziert, die rechtlich unabhängig von Bosch ist und nach gesetzlichen Bestimmungen geführt wird. Die Treuhänder sind verpflichtet, die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten. Der Pensionsplan weist ein Finanzierungsdefizit aus, das mittels eines Sanierungsplanes geschlossen wird.
Die erdienten Ansprüche werden bei Eintritt in den Ruhestand, Erwerbsminderung oder Tod ausgezahlt.
Bosch unterhält den Bosch Pensionsplan und weitere kleinere leistungsorientierte Versorgungspläne, die alle kapitalgedeckt sind und den ERISA-Vorschriften genügen. Somit gelten die entsprechenden gesetzlichen Mindestfinanzierungsbestimmungen für diese Versorgungspläne. Der Bosch Pensionsplan ist ein Cash Balance Plan, dessen Versorgungsleistungen abhängig von Alter, Firmenzugehörigkeit und Gehalt sind. Versorgungsleistungen werden bei Eintritt in den Ruhestand oder Tod ausgezahlt. Der Bosch Pensionsplan ist für Neueintritte geschlossen.
Ebenfalls für Neueintritte geschlossen sind ungedeckte Versorgungspläne, die Leistungen für bestimmte Führungskräfte oder für Mitglieder des Bosch Pensionsplans bereitstellen, deren Einkünfte oberhalb der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrundlage liegen. Die Leistungen sind abhängig von Alter, Firmenzugehörigkeit sowie Gehalt und werden bei Eintritt in den Ruhestand oder Tod ausgezahlt.
Darüber hinaus finanziert Bosch Pläne für medizinische Versorgung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die nicht kapitalgedeckt sind. Mehrere Pläne sind bereits geschlossen. Das Niveau der Leistungen und die Beiträge für Rentner unterscheiden sich je nach Standort, Alter und Firmenzugehörigkeit. Zu den Unterstützungsleistungen gehören Gesundheitsfürsorgeleistungen und Lebensversicherungsleistungen für Rentner und deren Ehepartner.
Bei allen leistungsorientierten Versorgungssystemen erfolgen versicherungsmathematische Berechnungen und Schätzungen. Dabei spielen neben Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Rechnungsparameter unter Berücksichtigung dynamischer Entwicklungen eine Rolle, die von der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängen:
| In Prozent | Deutschland | Japan | Schweiz | |||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Abzinsungsfaktor | 4,1 | 1,0 | 1,1 | 0,5 | 2,1 | 0,3 |
| Gehaltstrend | 3,0 | 3,0 | 2,9 | 2,9 | 1,9 | 1,6 |
| Rententrend | 2,6 | 1,5 | n.a. | n.a. | 0,0 | 0,0 |
| In Prozent | UK | USA | Gesamt | |||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Abzinsungsfaktor | 4,8 | 2,0 | 4,9 | 2,7 | 4,2 | 1,3 |
| Gehaltstrend | 3,1 | 3,2 | 3,5 | 3,5 | 3,1 | 3,0 |
| Rententrend | 2,9 | 2,9 | n.a. | n.a. | 2,4 | 1,4 |
| n.a. | nicht anwendbar |
Zur Ermittlung des Abzinsungsfaktors in der Eurozone wurden Unternehmensanleihen berücksichtigt, die am Bilanzstichtag von mindestens einer der führenden Ratingagenturen mit AA bewertet wurden.
Der Gehaltstrend enthält zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation und der Inflation geschätzt werden.
Der Rententrend für die inflationsabhängigen Rentenzahlungen orientiert sich an der Entwicklung länderspezifischer, anerkannter Indizes.
Die Bewertung der Pensionspläne erfolgt unter Anwendung der aktuellen Sterbetafeln zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Die zum 31. Dezember 2022 verwendeten Sterbetafeln sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Deutschland | Heubeck Richttafeln 2018G |
| Japan | 2020 MHLW Standard Table |
| Schweiz | BVG 2020 with CMI_2016 improvement factors, LTR of 1,5 % |
| UK | 116 % for Males, 108 % for Females of S3PXA tables with 2019 CMI projections and 1,5 % long-term improvement |
| USA | Pri-2012, projected by MP2021; aggregate for some plans, collar adjustments for others |
Zum 31. Dezember 2021 wurden in den wesentlichen Ländern folgende Sterbetafeln verwendet:
| Deutschland | Heubeck Richttafeln 2018G |
| Japan | 2020 MHLW Standard Table |
| Schweiz | BVG 2020 with CMI_2016 improvement factors, long-term improvement of 1,5 % |
| UK | 116 % for Males, 108 % for Females of S3PXA tables with 2019 CMI projections and 1,5 % long-term improvement |
| USA | Pri-2012, projected by MP2021; aggregate for some plans, collar adjustments for others |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung kann für die wesentlichen Regionen wie folgt auf die Rückstellung übergeleitet werden:
| Millionen Euro | Barwert der Verpflichtung | Planvermögen | Sonstiger Vermögenswert | Nicht erfasster Vermögenswert | Rückstellung |
| 31.12.2022 | |||||
| Deutschland | 13.579 | -4.825 | 8.754 | ||
| Japan | 188 | -247 | 4 | 83 | 28 |
| Schweiz | 810 | -1.002 | 26 | 168 | 2 |
| UK | 222 | -272 | 50 | 0 | |
| USA | 1.551 | -1.443 | 85 | -1 | 192 |
| Sonstige | 631 | -237 | 12 | 2 | 408 |
| 16.981 | -8.026 | 177 | 252 | 9.384 | |
| 31.12.2021 | |||||
| Deutschland | 16.094 | -5.077 | 11.017 | ||
| Japan | 216 | -298 | 9 | 104 | 31 |
| Schweiz | 915 | -1.039 | 56 | 69 | 1 |
| UK | 353 | -401 | 48 | 0 | |
| USA | 1.869 | -1.819 | 169 | 219 | |
| Sonstige | 642 | -259 | 12 | 395 | |
| 20.089 | -8.893 | 294 | 173 | 11.663 |
Die Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
| Millionen Euro | Barwert der Verpflichtung | Planvermögen | Sonstiger Vermögenswert | Nicht erfasster Vermögenswert | Rückstellung |
| 1.1.2022 | 20.089 | -8.893 | 294 | 173 | 11.663 |
| Nettoaufwand der Periode | |||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 678 | 678 | |||
| Nachzuverrechnender früherer Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | |||
| Gewinne/Verluste aus Planabgeltung, die nicht in Zusammenhang mit nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand stehen | -1 | -1 | |||
| Zinsaufwand/-ertrag | 252 | -128 | 1 | 125 | |
| Sonstiges | 0 | 5 | 5 | ||
| 929 | -123 | 1 | 807 | ||
| Neubewertungen | |||||
| Gewinne/Verluste aus Planvermögen ohne bereits im Zinsaufwand/-ertrag erfasste Beträge | 1.255 | 1.255 | |||
| Gewinne/Verluste aus der Änderung demographischer Annahmen | 3 | 3 | |||
| Gewinne/Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen | -3.350 | -3.350 | |||
| Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste | -66 | -66 | |||
| Sonstige Anpassungen | 80 | 80 | |||
| -3.413 | 1.255 | 80 | -2.078 | ||
| Beiträge | |||||
| Arbeitgeber | -421 | -421 | |||
| Begünstigte der Pensionspläne | 16 | -16 | |||
| 16 | -437 | -421 | |||
| Rentenzahlungen 1 | -830 | 326 | -504 | ||
| Sondereffekte (Planabgeltung) | 0 | 0 | 0 | ||
| Transfers | 40 | -10 | 30 | ||
| Währungseffekte | 119 | -129 | -2 | -12 | |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 31 | -15 | 16 | ||
| Änderungen sonstige Vermögenswerte | -117 | -117 | |||
| 31.12.2022 | 16.981 | -8.026 | 177 | 252 | 9.384 |
| Millionen Euro | Barwert der Verpflichtung | Planvermögen | Sonstiger Vermögenswert | Nicht erfasster Vermögenswert | Rückstellung |
| 1.1.2021 | 20.562 | -7.916 | 78 | 87 | 12.811 |
| Nettoaufwand der Periode | |||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 561 | 561 | |||
| Nachzuverrechnender früherer Dienstzeitaufwand | 2 | 2 | |||
| Gewinne/Verluste aus Planabgeltung, die nicht in Zusammenhang mit nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand stehen | -6 | -6 | |||
| Zinsaufwand/-ertrag | 157 | -80 | 0 | 77 | |
| Sonstiges | 1 | 5 | 6 | ||
| 715 | -75 | 0 | 640 | ||
| Neubewertungen | |||||
| Gewinne/Verluste aus Planvermögen ohne bereits im Zinsaufwand/-ertrag erfasste Beträge | -572 | -572 | |||
| Gewinne/Verluste aus der Änderung demographischer Annahmen | -261 | -261 | |||
| Gewinne/Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen | -886 | -886 | |||
| Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste | 684 | 684 | |||
| Sonstige Anpassungen | 0 | 86 | 86 | ||
| -463 | -572 | 86 | -949 | ||
| Beiträge | |||||
| Arbeitgeber | -446 | -446 | |||
| Begünstigte der Pensionspläne | 14 | -14 | |||
| 14 | -460 | -446 | |||
| Rentenzahlungen 1 | -802 | 301 | -501 | ||
| Sondereffekte (Planabgeltung) | -1 | 1 | |||
| Transfers | |||||
| Währungseffekte | 173 | -207 | 0 | -34 | |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | -2 | 2 | |||
| Änderungen sonstige Vermögenswerte | 216 | 216 | |||
| Veräußerungsgruppen | -107 | 33 | -74 | ||
| 31.12.2021 | 20.089 | -8.893 | 294 | 173 | 11.663 |
Das Planvermögen setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:
| In Prozent | Deutschland | Japan | Schweiz | |||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4 | 3 | 0 | 2 | 3 | 3 |
| Eigenkapitalinstrumente | 52 | 50 | 29 | 28 | 26 | 30 |
| davon Europa | 62 | 57 | 10 | 10 | 42 | 43 |
| davon Nordamerika | 18 | 22 | 38 | 41 | 36 | 35 |
| davon Asien-Pazifik | 11 | 12 | 52 | 49 | 5 | 6 |
| davon Emerging Markets | 8 | 8 | 13 | 13 | ||
| davon Sonstige | 1 | 1 | 4 | 3 | ||
| Schuldinstrumente | 41 | 44 | 66 | 66 | 29 | 30 |
| davon Staatsanleihen | 35 | 34 | 75 | 72 | 21 | 21 |
| davon Unternehmensanleihen | 64 | 63 | 22 | 24 | 55 | 56 |
| davon sonstige Schuldinstrumente | 1 | 3 | 3 | 4 | 24 | 23 |
| Immobilien | 3 | 3 | 37 | 33 | ||
| davon selbst genutzt | 97 | 76 | ||||
| davon nicht selbst genutzt | 3 | 24 | 100 | 100 | ||
| Versicherungen | 5 | 4 | ||||
| Sonstige | 5 | 4 | ||||
| In Prozent | UK | USA | ||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1 | 1 | ||
| Eigenkapitalinstrumente | 24 | 40 | 10 | 10 |
| davon Europa | 27 | 34 | 14 | 12 |
| davon Nordamerika | 59 | 46 | 68 | 73 |
| davon Asien-Pazifik | 14 | 16 | 9 | 7 |
| davon Emerging Markets | 4 | 9 | 8 | |
| davon Sonstige | ||||
| Schuldinstrumente | 72 | 57 | 90 | 89 |
| davon Staatsanleihen | 94 | 44 | 42 | 39 |
| davon Unternehmensanleihen | 6 | 56 | 56 | 56 |
| davon sonstige Schuldinstrumente | 2 | 5 | ||
| Immobilien | ||||
| davon selbst genutzt | ||||
| davon nicht selbst genutzt | ||||
| Versicherungen | 3 | 3 | ||
| Sonstige | ||||
Für Eigenkapitalinstrumente liegen Marktpreisnotierungen in einem aktiven Markt vor. Für die übrigen Anlageklassen liegen überwiegend keine Marktpreisnotierungen in einem aktiven Markt vor. In der Kategorie "Sonstige" werden im Wesentlichen Infrastrukturanlagen ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2022 beträgt die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung 10,6 Jahre (Vorjahr 13,0 Jahre).
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Weniger als ein Jahr | 874 | 892 |
| Zwischen einem und zwei Jahren | 929 | 911 |
| Zwischen zwei und drei Jahren | 998 | 1.031 |
| 2.801 | 2.834 |
Die voraussichtlichen Zuwendungen zum Planvermögen im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 439 Millionen EUR (Vorjahr 436 Millionen EUR).
Die voraussichtlichen direkt zu erbringenden Versorgungsleistungen im Geschäftsjahr 2023 betragen 539 Millionen EUR (Vorjahr 561 Millionen EUR).
| In Prozent | Deutschland | Japan | Schweiz | |||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Abzinsungsfaktor | ||||||
| Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte | -1,2 | -2,0 | -1,9 | -2,0 | -2,5 | -3,1 |
| Verringerung um 0,25 Prozentpunkte | 1,3 | 2,1 | 1,9 | 2,1 | 2,7 | 3,3 |
| Gehaltstrend | ||||||
| Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte | n.a. | n.a. | 0,8 | 0,8 | 0,2 | 0,2 |
| Verringerung um 0,25 Prozentpunkte | n.a. | n.a. | -0,7 | -0,8 | -0,2 | -0,2 |
| Rententrend | ||||||
| Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte | 0,6 | 0,6 | n.a. | n.a. | 2,6 | 2,5 |
| Verringerung um 0,25 Prozentpunkte | -0,6 | -0,6 | n.a. | n.a. | -2,5 | -2,4 |
| Lebenserwartung | ||||||
| Zunahme um ein Jahr | 1,9 | 2,2 | n.a. | n.a. | 3,1 | 3,0 |
| In Prozent | UK | USA | ||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Abzinsungsfaktor | ||||
| Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte | -3,2 | -3,7 | -2,5 | -3,0 |
| Verringerung um 0,25 Prozentpunkte | 3,3 | 4,2 | 2,6 | 3,1 |
| Gehaltstrend | ||||
| Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte | 0,2 | 0,4 | 0,0 | 0,0 |
| Verringerung um 0,25 Prozentpunkte | -0,2 | -0,4 | 0,0 | 0,0 |
| Rententrend | ||||
| Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte | 1,9 | 1,7 | n.a. | n.a. |
| Verringerung um 0,25 Prozentpunkte | -1,7 | -1,7 | n.a. | n.a. |
| Lebenserwartung | ||||
| Zunahme um ein Jahr | 4,9 | 3,6 | 3,1 | 2,6 |
| n.a. | nicht anwendbar |
Die Sensitivitätsanalysen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen basieren auf dem gleichen Verfahren, das für die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses angewendet wurde (Anwartschaftsbarwertverfahren). Es wurde jeweils die Änderung einer Annahme angesetzt und die übrigen Annahmen unverändert gelassen. Mögliche Korrelationseffekte wurden somit nicht berücksichtigt.
Beitragsorientierte Versorgungspläne enthalten im Wesentlichen Arbeitnehmerbeiträge an staatliche Rentensysteme und Firmenbeiträge für Beitragszusagen des Unternehmens. Die Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne belaufen sich auf 1.642 Millionen EUR (Vorjahr 1.576 Millionen EUR).
Das gezeichnete Kapital von 1.200 Millionen EUR und die Kapitalrücklage von 4.557 Millionen EUR entsprechen den bei der Robert Bosch GmbH ausgewiesenen Bilanzwerten. Das gezeichnete Kapital verteilt sich auf die Gesellschafter wie folgt:
| In Prozent | Anteilsbesitz | Stimmrechte |
| Robert Bosch Stiftung GmbH | 93,99 | |
| Robert Bosch Industrietreuhand KG | 0,01 | 93,17 |
| ERBO II GmbH | 5,36 | |
| Familie Bosch | 0,00 | 6,83 |
| Robert Bosch GmbH (eigene Anteile) | 0,64 |
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, sowie die kumulierte übrige Eigenkapitalveränderung. Die im Berichtsjahr in der Position Finanzinstrumente erfolgsneutral erfassten Wertänderungen vermindern die Neubewertungsrücklage aus Eigenkapitalinstrumenten um 987 Millionen EUR (Vorjahr Erhöhung um 607 Millionen EUR) und die Neubewertungsrücklage aus Schuldinstrumenten um 483 Millionen EUR (Vorjahr 216 Millionen EUR). Die in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ausgewiesenen übrigen Veränderungen enthalten im Berichtsjahr wie im Vorjahr im Wesentlichen die Effekte aus dem Abgang von Eigenkapitalinstrumenten.
Darüber hinaus sind in den Gewinnrücklagen eigene Anteile in Höhe von 62 Millionen EUR (Vorjahr 62 Millionen EUR) berücksichtigt.
Die Geschäftsführung schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 162 Millionen EUR auszuschütten.
Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen betreffen im Wesentlichen die konzernfremden Gesellschafter der United Automotive Electronic Systems Co., Ltd., Shanghai, der Bosch Powertrain Systems Co., Ltd., Wuxi, der Bosch HUAYU Steering Systems Group, Shanghai, alle China, sowie der Bosch Ltd., Bengaluru, Indien.
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme aufgegliedert nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Ausgehend vom EBIT werden die Cash-Flows indirekt abgeleitet. Beim EBIT handelt es sich um das Ergebnis vor Steuern und vor Finanzergebnis. Bereinigt um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge -im Wesentlichen Abschreibungen des Anlagevermögens - und unter Berücksichtigung von Veränderungen des Working Capital sowie unter Einbeziehung zahlungswirksamer Finanzaufwendungen, Finanzerträge und Steuern ergibt sich der Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit.
Die Investitionstätigkeit umfasst im Wesentlichen die Zugänge des Anlagevermögens einschließlich vermieteter Erzeugnisse, den Erwerb und die Veräußerung von Tochterunternehmen sowie Veränderungen bei Wertpapieren und Termingeldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen.
In der Finanzierungstätigkeit sind Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der Aufnahme bzw. Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten und aus Dividenden zusammengefasst.
In der Kapitalflussrechnung enthaltene Veränderungen von Bilanzpositionen sind nicht unmittelbar aus der Bilanz abzuleiten, da sie um Wechselkurseffekte und Veränderungen des Konsolidierungskreises bereinigt sind.
In der Position Erhaltene Zinsen und Dividenden sind erhaltene Zinsen in Höhe von 464 Millionen EUR (Vorjahr 411 Millionen EUR) und erhaltene Beteiligungserträge in Höhe von 43 Millionen EUR (Vorjahr 41 Millionen EUR) enthalten.
Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität enthält Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 6.459 Millionen EUR (Vorjahr 6.196 Millionen EUR). Es bestehen im Berichtsjahr Verfügungsbeschränkungen für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 201 Millionen EUR (Vorjahr 26 Millionen EUR), darunter 185 Millionen EUR in Russland und in der Ukraine aufgrund jeweils geltender Kapitalverkehrsbeschränkungen.
Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit während des Berichtsjahres und des Vorjahres sind aus den folgenden Tabellen ersichtlich:
| Millionen Euro | Zahlungswirksame Veränderungen | Nicht zahlungswirksame Veränderungen | ||
| 1.1.2022 | Aufnahme | Tilgung | Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | |
| Anleihen | 2.011 | -21 | ||
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 2.225 | 1.497 | -25 | |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 367 | 545 | -194 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.066 | -590 | -5 | |
| 6.669 | 2.042 | -830 | -5 | |
| Millionen Euro | Nicht zahlungswirksame Veränderungen | |
| Wechselkursbedingte Änderungen | Sonstige Änderungen | |
| Anleihen | 2 | |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 1 | |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 10 | 4 |
| Leasingverbindlichkeiten | -3 | 699 |
| 7 | 706 |
| Millionen Euro | |
| 31.12.2022 | |
| Anleihen | 1.992 |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 3.698 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 732 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.167 |
| 8.589 |
| Millionen Euro | Zahlungswirksame Veränderungen | Nicht zahlungswirksame Veränderungen | ||
| 1.1.2021 | Aufnahme | Tilgung | Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | |
| Anleihen | 2.506 | -500 | ||
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 3.495 | -1.272 | ||
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 271 | 232 | -130 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.032 | -560 | ||
| 8.304 | 232 | -2.462 | ||
| Millionen Euro | Nicht zahlungswirksame Veränderungen | |
| Wechselkursbedingte Änderungen | Sonstige Änderungen | |
| Anleihen | 5 | |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 2 | |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | -6 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 36 | 558 |
| 36 | 559 |
| Millionen Euro | |
| 31.12.2021 | |
| Anleihen | 2.011 |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 2.225 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 367 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.066 |
| 6.669 |
In den sonstigen Änderungen der Leasingverbindlichkeiten sind im Wesentlichen die Auswirkungen aus neu abgeschlossenen oder geänderten Leasingverträgen enthalten.
| Millionen Euro | Mobility Solutions | Industrial Technology | Consumer Goods | |||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Umsatz mit Dritten | 52.477 | 45.319 | 6.944 | 6.099 | 21.342 | 21.022 |
| Umsatz mit anderen Segmenten | 193 | 2 | 664 | 270 | 507 | 197 |
| Gesamtumsatz | 52.670 | 45.321 | 7.608 | 6.369 | 21.849 | 21.219 |
| Operatives EBIT | 1.813 | 317 | 686 | 513 | 970 | 2.136 |
| darunter: Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden | -1 | -2 | ||||
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen (ohne Abschreibungen) | 2.506 | 4.074 | 255 | 331 | 710 | 757 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen 1 | 3.411 | 3.339 | 224 | 214 | 995 | 934 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen | 18 | 179 | 70 | 32 | ||
| Nicht zahlungswirksame Erträge | 988 | 872 | 104 | 102 | 151 | 138 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 3.270 | 2.900 | 316 | 198 | 845 | 656 |
| Net Working Capital | 15.125 | 12.412 | 2.522 | 2.128 | 6.310 | 5.511 |
| Millionen Euro | Energy and Building Technology | Sonstiges | Konsolidierung | |||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Umsatz mit Dritten | 6.952 | 5.934 | 353 | 374 | ||
| Umsatz mit anderen Segmenten | 440 | 30 | 153 | 2 | -1.957 | -501 |
| Gesamtumsatz | 7.392 | 5.964 | 506 | 376 | -1.957 | -501 |
| Operatives EBIT | 422 | 305 | -69 | -118 | ||
| darunter: Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden | ||||||
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen (ohne Abschreibungen) | 278 | 393 | 50 | 94 | ||
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen 1 | 229 | 207 | 78 | 78 | ||
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen | 8 | |||||
| Nicht zahlungswirksame Erträge | 87 | 114 | 36 | 16 | ||
| Zugänge zu Sachanlagen | 123 | 85 | 342 | 110 | ||
| Net Working Capital | 1.502 | 1.193 | -152 | -102 | ||
| Millionen Euro | Konzern | |
| 2022 | 2021 | |
| Umsatz mit Dritten | 88.068 | 78.748 |
| Umsatz mit anderen Segmenten | ||
| Gesamtumsatz | 88.068 | 78.748 |
| Operatives EBIT | 3.822 | 3.153 |
| darunter: Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden | -1 | -2 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen (ohne Abschreibungen) | 3.799 | 5.649 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen 1 | 4.937 | 4.772 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen | 96 | 211 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge | 1.366 | 1.242 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 4.896 | 3.949 |
| Net Working Capital | 25.307 | 21.142 |
1 Nach Verrechnung von Zuschreibungen in
Höhe von 2 Millionen EUR (Vorjahr 4 Millionen EUR)
Die Bosch-Gruppe ist entsprechend der internen Management- und Berichtsstruktur in vier Unternehmensbereiche gegliedert. Diese stellen die berichtspflichtigen Geschäftssegmente dar und resultieren aus der Zusammenfassung von Geschäftsbereichen entsprechend den in IFRS 8 Geschäftssegmente genannten Kriterien. Das operative Geschäft innerhalb der Unternehmensbereiche liegt in der Verantwortung der Geschäftsbereiche.
Der Unternehmensbereich Mobility Solutions umfasst im Wesentlichen die Geschäftsfelder Produkte und Lösungen in der Antriebstechnik, Systeme für die aktive und passive Fahrzeugsicherheit, Assistenz- und Komfortfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Konzepte, Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel, Lenkungstechnik für Personenwagen und Nutzfahrzeuge, vernetzte Mobilitätsdienstleistungen sowie ein umfassendes Portfolio für Elektrofahrräder.
Im Unternehmensbereich Industrial Technology sind folgende Aktivitäten zusammengefasst:
| ― |
Automatisierungstechnik (Technologien zum Antreiben, Steuern und Bewegen), |
| ― |
Softwareaktivitäten und Projekte im Bereich Industrie 4.0. |
Der Unternehmensbereich Consumer Goods umfasst die Herstellung und den Vertrieb von
| ― |
Elektrowerkzeugen (Geräte für Handwerk, Industrie und Heimwerker, Zubehör, Gartenwerkzeuge sowie Industrie- und Messwerkzeuge), |
| ― |
Hausgeräten (Anwendungen für Kochen, Spülen, Waschen, Trocknen, Kühlen, Gefrieren, Bodenpflege usw.). |
Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology umfasst die folgenden Aktivitäten:
| ― |
Sicherheitssysteme (Videoüberwachung, Beschallung, Evakuierung und Zutrittskontrolle), |
| ― |
Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz in gewerblichen Gebäuden, |
| ― |
Thermotechnik (Heizungs- und Warmwassergeräte inkl. Regelungen und Steuerungen), |
| ― |
Servicelösungen (Business Solutions für interne und externe Kunden, Shared Services für die Bosch-Gruppe). |
Geschäftssegmente, die nicht berichtspflichtig sind, werden in der Kategorie "Sonstiges" zusammengefasst und dargestellt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Finanz-, Holding- und sonstige Dienstleistungsgesellschaften, Aktivitäten, die keinem Unternehmensbereich zugeordnet werden, sowie die verbleibenden Aktivitäten im Bereich Photovoltaik.
Die den einzelnen Unternehmensbereichen zugeordneten Geschäftsbereiche werden jeweils zu einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst, weil sie vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen. Dazu gehört vor allem die vergleichbare Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung aller zu einem Geschäftssegment zusammengefassten Geschäftsbereiche von jeweils den gleichen Kernmärkten (Automobilproduktion, Investitionsgüter, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik).
Positionen, die zur Finanzierungstätigkeit gehören, sind nicht Bestandteil der Segmentdarstellung, da sie nicht Bestandteil der berichteten Ergebnisgröße sind.
Wesentliche Steuerungsgrößen, die an die Geschäftsführung berichtet werden, sind das Umsatzwachstum, das operative EBIT in Prozent vom Umsatz (EBIT angepasst um ergebnisbelastende Effekte aus Kaufpreisallokationen aus dem Geschäftsjahr 2015) sowie das Net Working Capital in Prozent vom Umsatz als Kennziffer für das im Wesentlichen kurzfristig gebundene Kapital. Das Net Working Capital ist eine Durchschnittsgröße aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten, jeweils vor Wertberichtigungen, sowie aktivierten abgegrenzten Gegenleistungen an Kunden abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vertragsverbindlichkeiten.
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt.
Wesentliche Posten unter den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen sind Wertberichtigungen auf Forderungen, Zuführungen zu Rückstellungen sowie Verluste aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.
Wesentliche Posten unter den nicht zahlungswirksamen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Umsatz | ||
| Umsatz der berichtspflichtigen Segmente | 89.519 | 78.873 |
| Umsatz Sonstiges | 506 | 376 |
| Konsolidierung | -1.957 | -501 |
| Unterschiede im Konsolidierungskreis | 133 | |
| Konzernumsatz | 88.201 | 78.748 |
| Ergebnis | ||
| Operatives EBIT der berichtspflichtigen Segmente | 3.891 | 3.271 |
| Operatives EBIT Sonstiges | -69 | -118 |
| Anpassungen aus Kaufpreisallokationen | -342 | -338 |
| Unterschiede im Konsolidierungskreis | -6 | |
| Finanzerträge | 3.829 | 2.728 |
| Finanzaufwendungen | -4.390 | -2.244 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.913 | 3.299 |
| Net Working Capital | ||
| Net Working Capital der berichtspflichtigen Segmente | 25.459 | 21.244 |
| Net Working Capital Sonstiges | -152 | -102 |
| Überleitung der Durchschnittswerte auf die Standwerte zum 31.12. | -976 | -1.294 |
| Wertberichtigungen auf Vermögenswerte der Segmente | -2.313 | -2.132 |
| Net Working Capital des Konzerns | 22.018 | 17.716 |
| Millionen Euro | Umsatz nach Sitz des Kunden | Langfristige Vermögenswerte 1 | ||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Europa | 44.334 | 41.337 | 22.590 | 21.003 |
| darunter Deutschland | 17.589 | 15.714 | 13.596 | 13.168 |
| darunter Vereinigtes Königreich | 3.563 | 3.444 | 719 | 532 |
| darunter Frankreich | 3.050 | 2.965 | 409 | 419 |
| darunter Italien | 2.596 | 2.406 | 566 | 564 |
| Amerika | 16.167 | 12.863 | 4.179 | 3.855 |
| darunter Vereinigte Staaten | 12.077 | 9.609 | 3.501 | 3.318 |
| Asien | 26.369 | 23.326 | 8.388 | 7.543 |
| darunter China | 17.580 | 16.031 | 5.476 | 5.448 |
| darunter Japan | 2.461 | 2.271 | 466 | 511 |
| Übrige Regionen | 1.331 | 1.222 | 179 | 153 |
| Konzern | 88.201 | 78.748 | 35.336 | 32.554 |
Die Kundenstruktur der Bosch-Gruppe weist im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine Konzentration auf einzelne Kunden auf.
Ein Finanzinstrument ist gemäß IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bilanziell erfasst, wenn die Bosch-Gruppe Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag entscheidend. Zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes sind finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und entsprechend der Vorschriften des IFRS 9 Finanzinstrumente zu klassifizieren. Sofern die Folgebewertung nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, sind direkt zurechenbare Transaktionskosten beim erstmaligen Ansatz zu berücksichtigen. Die Fair Value Option nach IFRS 9 wird nicht ausgeübt. Hedge-Accounting wird in der Bosch-Gruppe nicht angewendet.
Finanzielle Vermögenswerte sind beim erstmaligen Ansatz entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI) zu klassifizieren. Die Klassifizierung hängt ab von dem Geschäftsmodell, das den finanziellen Vermögenswerten zugrunde liegt, sowie von den Merkmalen der vertraglichen Zahlungsströme aus dem Vermögenswert. Entscheidend für die Klassifizierung ist
| ― |
ob das zugrundeliegende Geschäftsmodell darauf ausgerichtet ist, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme zu halten (Geschäftsmodell "Halten"), ob Zahlungsströme auch aus der Veräußerung (Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen") oder ausschließlich aus dem Verkauf (Geschäftsmodell "Verkaufen") erzielt werden sollen, und |
| ― |
ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen ("solely payment of principal and interest", SPPI). |
Die Bestimmung des Geschäftsmodells erfolgt auf Basis der Unternehmenssteuerung der Bosch-Gruppe. Die Finanzinstrumente werden zu diesem Zweck in Gruppen zusammengefasst, denen jeweils ein einheitliches Geschäftsmodell zugrunde liegt. Die Überprüfung der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme wird auf Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt.
Finanzielle Vermögenswerte, bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf das eingesetzte Kapital sind und die im Rahmen des Geschäftsmodells "Halten" gehalten werden, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised cost; AC) zu bewerten. Es handelt sich hierbei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Guthaben bei Kreditinstituten, Darlehensforderungen sowie übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte. Die Folgebewertung dieser Vermögenswerte erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode; Gewinne und Verluste aus Wertminderungen oder aus der Ausbuchung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Wenn daneben die Absicht besteht, Zahlungsströme auch aus dem Verkauf der finanziellen Vermögenswerte zu vereinnahmen (Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen"), sind die finanziellen Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (at fair value through OCI, with recycling; FVOCI wR) zu bewerten. In diesem Fall werden Gewinne und Verluste ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Fall der Veräußerung werden die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Wertminderungen werden ebenfalls aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam berücksichtigt. In der Bosch-Gruppe wird der überwiegende Teil der verzinslichen Wertpapiere entsprechend dieser Kategorie bewertet.
Finanzielle Vermögenswerte, bei denen die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt ist, weil nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen auf das eingesetzte Kapital vorliegen, sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at fair value through profit or loss; FVPL) zu bewerten. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sowie Erträge aus diesen Vermögenswerten sind unmittelbar ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen Beteiligungen an Personengesellschaften, Anteile an Investmentfonds, bestimmte verzinsliche Wertpapiere sowie Derivate mit positivem beizulegenden Zeitwert, die entsprechend des internen Risikomanagements zur Sicherung vor allem von Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken eingesetzt werden.
Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, kann beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich entschieden werden, die Bewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert, sondern erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (at fair value through OCI, no recycling; FVOCI nR) vorzunehmen. In diesem Fall sind sämtliche Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Auch bei Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt keine Umgliederung der kumulierten Wertänderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung. Dividendenerträge werden jedoch erfolgswirksam erfasst. In der Bosch-Gruppe wurde entschieden, diese Option für Beteiligungen an Kapitalgesellschaften sowie für in den Wertpapieren ausgewiesene Aktien auszuüben, weil diese Bewertungsmethode zur sachgerechten Darstellung der Vermögens- und Ertragslage führt.
Für finanzielle Vermögenswerte (ohne Eigenkapitalinstrumente), die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind gemäß IFRS 9 Wertminderungen für erwartete Kreditverluste zu erfassen. Der Umfang der Erfassung erwarteter Verluste richtet sich nach einem dreistufigen Modell, unterschieden danach, ob sich das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte seit ihrem Zugang wesentlich verschlechtert hat. Die Stufe 1 umfasst alle finanziellen Vermögenswerte, bei denen keine wesentliche Verschlechterung des Ausfallrisikos vorliegt und die ausstehenden Zahlungen bis zu 30 Tagen überfällig sind. In diesen Fällen sind Kreditverluste bezogen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit in den nächsten 12 Monaten zu erfassen. Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos des Schuldners wird das Finanzinstrument der Stufe 2 zugeordnet, und die Wertberichtigung wird in Höhe der über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erwarteten Verluste vorgenommen. Eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wird vermutet, wenn vereinbarte Zahlungen seit mehr als 30 Tagen überfällig sind oder Informationen über eine Verschlechterung der finanziellen Situation des Schuldners vorliegen. Kommen zusätzliche objektive Hinweise auf das Vorliegen einer Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten hinzu, erfolgt eine Zuordnung zur Stufe 3. Objektive Hinweise liegen vor bei Zahlungsverzug von mehr als 90 Tagen, Informationen über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, bedeutende Veränderungen des technologischen, ökonomischen oder rechtlichen Umfelds oder des Marktumfelds des Emittenten.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen gilt das vereinfachte Wertminderungsmodell, wonach unabhängig von der Veränderung des Ausfallrisikos seit Zugang des finanziellen Vermögenswertes eine Wertberichtigung stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste vorzunehmen ist. Als praktische Vereinfachung findet in der Bosch-Gruppe eine Wertberichtigungstabelle für nicht bonitätsbeeinträchtigte Forderungen Anwendung, welche die erwarteten Verluste über die Restlaufzeit als pauschalen Prozentsatz in Abhängigkeit von der Dauer der Überfälligkeit bestimmt. Hierbei werden historische Ausfallwahrscheinlichkeiten zugrunde gelegt, die um für das Kreditrisiko relevante Zukunftsparameter ergänzt werden. Liegen Informationen über finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners vor, erfolgt eine Einzelfallbetrachtung und eine Wertberichtigung für bonitätsbeeinträchtigte Forderungen wird berücksichtigt. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze bei Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen, wenn Forderungen besichert sind oder eine Kreditversicherung besteht.
Finanzielle Verbindlichkeiten sind in der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu bewerten. Dies gilt in der Bosch-Gruppe für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Papers, Darlehensverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Ausgenommen von dieser Regelung sind im Wesentlichen finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden. Diese sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Dies betrifft in der Bosch-Gruppe Derivate mit negativem beizulegendem Zeitwert.
Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden die Inputfaktoren der Bewertungsverfahren gemäß IFRS 13 wie folgt kategorisiert:
| ― |
Stufe 1: Nicht angepasste quotierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei der Bilanzierende am Bewertungsstichtag Zugang zu diesen aktiven Märkten haben muss |
| ― |
Stufe 2: Direkt oder indirekt beobachtbare Inputfaktoren, die nicht Stufe 1 zuzuordnen sind |
| ― |
Stufe 3: Nicht beobachtbare Inputfaktoren |
Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird unterstellt, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht.
Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt, wenn die Rechte auf Zahlungen erloschen sind, z. B. nach Beendigung eines Insolvenzverfahrens oder nach einer gerichtlichen Entscheidung. Zur Ausbuchung kommt es ebenfalls, wenn die Bosch-Gruppe im Wesentlichen alle Chancen und Risiken aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglich vereinbarten Verpflichtungen erfüllt oder aufgehoben sind oder auslaufen.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn ein Rechtsanspruch auf Verrechnung besteht und entweder der Ausgleich auf Nettobasis beabsichtigt ist oder Vermögenswert und Verbindlichkeit gleichzeitig beglichen werden sollen.
In der folgenden Tabelle werden die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Auswirkungen aus Finanzinstrumenten, gegliedert nach Kategorien gemäß IFRS 9, saldiert dargestellt:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | 540 | 435 |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI wR) | 172 | 516 |
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) | -922 | -138 |
| Eigenkapitalinstrumente, bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI nR) | 108 | 99 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | -325 | -291 |
Im Nettoergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten, bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert, sind Dividendenerträge enthalten. In allen anderen Kategorien werden Fremdwährungsgewinne und -verluste sowie Zinserträge und -aufwendungen ausgewiesen. Das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert, enthält darüber hinaus das Ergebnis aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von Beteiligungen, Wertpapieren und Derivaten. Im Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten, ist außerdem das Ergebnis aus Forderungs- und Darlehensbewertung ausgewiesen. Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert, enthält das Ergebnis aus der Auflösung der Rücklage aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital.
Die im Nettoergebnis aus Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente ausgewiesenen Dividendenerträge in Höhe von 108 Millionen EUR (Vorjahr 99 Millionen EUR) enthalten Dividendenerträge aus im Berichtsjahr ausgebuchten Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von 4 Millionen EUR (Vorjahr 5 Millionen EUR).
Die nicht ergebniswirksam erfassten Bewertungsgewinne und Bewertungsverluste aus Wertpapieren und Beteiligungen werden in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | |||
| Aktiva | Kategorie gemäß IFRS 9 | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 6.459 | 6.196 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 16.528 | 14.034 | ||
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.803 | 7.897 | |||
| Wertpapiere | FVPL | 2.003 | 2.003 | 3.434 | 3.434 |
| FVOCI wR | 362 | 362 | 454 | 454 | |
| Guthaben bei Kreditinstituten | AC | 636 | 3.454 | ||
| Darlehensforderungen | AC | 95 | 93 | ||
| Derivate | FVPL | 285 | 285 | 72 | 72 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | n.a. | 36 | 36 | ||
| Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 386 | 354 | ||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 14.021 | 15.864 | |||
| Wertpapiere | FVOCI nR | 2.821 | 2.821 | 3.396 | 3.396 |
| FVOCI wR | 4.521 | 4.521 | 5.119 | 5.119 | |
| FVPL | 4.260 | 4.260 | 4.623 | 4.623 | |
| Beteiligungen | FVPL | 164 | 164 | 151 | 151 |
| FVOCI nR | 1.701 | 1.701 | 1.939 | 1.939 | |
| n.a. | 138 | 145 | |||
| Guthaben bei Kreditinstituten | AC | 83 | 83 | 76 | 76 |
| Darlehensforderungen | AC | 14 | 14 | 15 | 15 |
| Derivate | FVPL | 33 | 33 | 71 | 71 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | n.a. | 147 | 147 | 143 | 143 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 139 | 139 | 186 | 187 |
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | |||
| Passiva | Kategorie gemäß IFRS 9 | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 10.761 | 9.948 | ||
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.210 | 1.370 | |||
| Anleihen | AC | 21 | |||
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | AC | 500 | 25 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 328 | 227 | ||
| Commercial Papers | AC | 328 | 132 | ||
| Darlehensverbindlichkeiten | AC | 102 | 72 | ||
| Derivate | FVPL | 182 | 182 | 230 | 230 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 770 | 663 | ||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.457 | 4.395 | |||
| Anleihen | AC | 1.992 | 1.916 | 1.990 | 2.317 |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | AC | 3.198 | 3.014 | 2.200 | 2.348 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 75 | 75 | 8 | 8 |
| Darlehensverbindlichkeiten | AC | 49 | 49 | 40 | 40 |
| Derivate | FVPL | 6 | 6 | 9 | 9 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 137 | 136 | 148 | 148 |
| AC | Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised cost) |
| FVPL | Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at fair value through profit or loss) |
| FVOCI wR | Bewertung erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert mit Reklassifizierung (at fair value through OCI, with recycling) |
| FVOCI nR | Bewertung erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Reklassifizierung (at fair value through OCI, no recycling) |
| n.a. | nicht anwendbar |
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9, stellen sich wie folgt dar:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | 24.340 | 24.408 |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI wR) | 4.883 | 5.573 |
| Eigenkapitalinstrumente, bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI nR) | 4.522 | 5.335 |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) | 6.745 | 8.351 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) | 188 | 239 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | 18.240 | 15.474 |
Bei finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes entsprechend der in den Tabellen dargestellten Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13:
| Millionen Euro | 2022 | ||||
| Kategorie gemäß IFRS 9 | Stufe 1 1 | Stufe 2 2 | Stufe 3 3 | Summe | |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Wertpapiere | FVPL | 251 | 5.550 | 462 | 6.263 |
| FVOCI wR | 53 | 4.830 | 4.883 | ||
| FVOCI nR | 2.808 | 13 | 2.821 | ||
| Beteiligungen | FVPL | 164 | 164 | ||
| FVOCI nR | 714 | 987 | 1.701 | ||
| Derivate | FVPL | 19 | 299 | 318 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate | FVPL | 15 | 173 | 188 | |
| Millionen Euro | 2021 | ||||
| Kategorie gemäß IFRS 9 | Stufe 1 1 | Stufe 2 2 | Stufe 3 3 | Summe | |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Wertpapiere | FVPL | 163 | 7.623 | 271 | 8.057 |
| FVOCI wR | 400 | 5.173 | 5.573 | ||
| FVOCI nR | 3.380 | 16 | 3.396 | ||
| Beteiligungen | FVPL | 151 | 151 | ||
| FVOCI nR | 1.082 | 857 | 1.939 | ||
| Derivate | FVPL | 14 | 129 | 143 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate | FVPL | 4 | 235 | 239 |
1 Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
erfolgt auf Basis notierter, nicht angepasster Marktpreise
auf aktiven Märkten.
2 Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
erfolgt auf Basis von Marktdaten wie Aktienkursen,
Währungskursen oder Zinskurven gemäß
marktbezogener Bewertungsverfahren.
3 Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
erfolgt auf Basis nicht beobachtbarer Marktdaten.
In den Beteiligungen, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind unter anderem enthalten die Beteiligung an der Ceres Power Holdings plc (beizulegender Zeitwert 134 Millionen EUR, Vorjahr 401 Millionen EUR), an der Husqvarna AB (182 Millionen EUR), an der Nikola Corporation (14 Millionen EUR, Vorjahr 101 Millionen EUR), an der Powercell Sweden AB (63 Millionen EUR, Vorjahr 106 Millionen EUR) und an der Weifu High Technology Group Co., Ltd. (321 Millionen EUR, Vorjahr 391 Millionen EUR).
Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird auf Basis von beobachtbaren Marktdaten wie Aktienkursen, Währungskursen oder Zinskurven ermittelt (Stufe 2).
Zum Ende des Geschäftsjahres wird überprüft, ob Umklassifizierungen zwischen einzelnen Stufen der Bewertungshierarchie vorzunehmen sind. Im Berichtsjahr wurden in geringem Umfang Umgliederungen von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Wertpapieren von Stufe 1 nach Stufe 2 vorgenommen, weil keine Bewertung zum Börsenkurs mehr vorgenommen wurde. Umgliederungen von Wertpapieren von Stufe 2 nach Stufe 1 erfolgten in geringem Umfang, da vom Berichtsjahr an eine Bewertung zum Börsenkurs möglich ist. Die Umgliederungen hinsichtlich der Stufe 3 sind in der Tabelle zu den Veränderungen der dieser Stufe zugeordneten finanziellen Vermögenswerte dargestellt.
Der Stufe 3 werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Beteiligungen zugeordnet. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden verschiedene Methoden herangezogen, im Wesentlichen basierend auf Preisinformationen Dritter sowie im Berichtsjahr erfolgter Finanzierungsrunden, außerdem wird die Discounted Cash-Flow-Methode angewendet. Darüber hinaus werden in bestimmten Fällen die Anschaffungskosten als beste Schätzung für den beizulegenden Zeitwert verwendet.
Ebenfalls werden der Stufe 3 Anteile an einem geschlossenen Fonds zugeordnet (Ausweis unter den Wertpapieren). Der beizulegende Zeitwert der Fondsanteile wird von der Kapitalverwaltungsgesellschaft zur Verfügung gestellt, die Ermittlung erfolgt auf Basis des Nettovermögenswertes des Fonds. Der beizulegende Zeitwert ist abhängig von den Marktwertänderungen der jeweiligen Anlagen innerhalb des Fonds.
Die Veränderung der der Stufe 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte während des Berichtsjahres und des Vorjahres ist aus den folgenden Tabellen ersichtlich:
| Millionen Euro | 1.1.2022 | Zugänge | Abgänge | Umgliederungen | Erfolgsneutrale Veränderungen | Erfolgswirksame Veränderungen |
| Beteiligungen FVOCI nR | 857 | 203 | -43 | -8 | ||
| Beteiligungen FVPL | 151 | 11 | -6 | 16 | ||
| Wertpapiere | 271 | 154 | 37 |
| Millionen Euro | Sonstige Änderungen | 31.12.2022 |
| Beteiligungen FVOCI nR | -22 | 987 |
| Beteiligungen FVPL | -8 | 164 |
| Wertpapiere | 462 |
| Millionen Euro | 1.1.2021 | Zugänge | Abgänge | Umgliederungen | Erfolgsneutrale Veränderungen | Erfolgswirksame Veränderungen |
| Beteiligungen FVOCI nR | 1.015 | 165 | -152 | -9 | 184 | |
| Beteiligungen FVPL | 100 | 20 | -16 | 43 | ||
| Wertpapiere | 199 | 21 | 51 |
| Millionen Euro | Sonstige Änderungen | 31.12.2021 |
| Beteiligungen FVOCI nR | -346 | 857 |
| Beteiligungen FVPL | 4 | 151 |
| Wertpapiere | 271 |
Die erfolgswirksamen Veränderungen werden im Finanzergebnis, die erfolgsneutralen Veränderungen werden in der Rücklage aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital erfasst.
Aufgrund des Börsengangs von Unternehmen im Vorjahr wurden die entsprechenden Beteiligungen der Bosch-Gruppe an diesen Unternehmen von Stufe 3 in Stufe 1 umgegliedert. Im Berichtsjahr fanden keine Umgliederungen statt. Bei Wertpapieren, die der Stufe 3 zugeordnet sind, fanden weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr Umgliederungen statt.
Ziel der Bosch-Gruppe ist, über Innovationen nachhaltig zu wachsen und zugleich die finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren. Zur Erreichung dieser Ziele ist neben dem Erhalt einer hohen Selbstfinanzierungskraft ein uneingeschränkter Kapitalmarktzugang erforderlich, der durch mindestens ein solides A-Rating gewährleistet wird. Kapitalstruktur und andere Finanzkennzahlen, wie z. B. der Free Cash-Flow, werden im Zuge der Finanzplanung verfolgt. Die Eigenkapitalquote der Bosch-Gruppe gemessen an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2022 bei 47 % (Vorjahr 45 %). Abhängig von Marktgegebenheiten, angestrebtem Volumen oder bevorzugter Währung erfolgt die Aufnahme von Fremdkapital in der Bosch-Gruppe in der Regel über den Kapitalmarkt in Form von Anleihen, Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen oder Commercial Papers. Daneben bestehen bilaterale und syndizierte Kreditlinien bei Banken.
Das operative Geschäft der Bosch-Gruppe ist insbesondere von Währungskurs- und Zinsschwankungen sowie auf der Beschaffungsseite von Rohstoffpreisrisiken betroffen. Geschäftspolitisches Ziel ist es, diese Risiken durch Sicherungsmaßnahmen zu begrenzen. Die Sicherungsmaßnahmen werden zentral gesteuert.
Interne Vorschriften und Richtlinien legen Handlungsrahmen und Verantwortlichkeiten bei Anlage- und Sicherungsvorgängen verbindlich fest. Gemäß diesen Vorschriften dürfen derivative Finanzinstrumente nur im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft sowie der Geldanlage bzw. bei Finanzierungsvorgängen eingesetzt werden, Spekulationsgeschäfte sind nicht zulässig. Wesentliche Bestandteile der Richtlinien sind Händlerlimite. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt grundsätzlich über Banken mit guter Bonität nach dem Rating führender Agenturen und unter Berücksichtigung der aktuellen Risikobewertungen der Finanzmärkte. Die Bonität der Bankpartner der Bosch-Gruppe wird eng verfolgt und das Risiko durch Kontrahentenlimite begrenzt.
Festgeldanlagen werden zur Reduzierung des Ausfallrisikos der Bank teilweise auch als besicherte Geldanlage in Form von Tri-Party Repo-Geschäften abgeschlossen. Hierbei werden von der Bank zuvor definierte Wertpapiere als Sicherheit bereitgestellt. Die Geschäftsabwicklung sowie Verwaltung und Bewertung der Wertpapiere werden von einer Clearingstelle übernommen. Weitere Angaben sind in Kapitel 16 "Sonstige kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögenswerte" enthalten.
Entscheidungsgremien sind regelmäßig tagende Ausschüsse für Rohstoffe und Währungen sowie für Kapitalanlagen. Es besteht eine funktionale Trennung zwischen den Bereichen Handel, Abwicklung und Kontrolle. Letzterer ermittelt vor allem Risiken nach der Value-at-Risk- sowie der Basis-Point-Value-Methode und kontrolliert laufend die Einhaltung von Vorschriften und Richtlinien.
Das Risiko der Finanzanlagen wird monatlich über ein Value-at-Risk-Konzept berechnet. Risiken für Finanzanlagen werden durch bedarfsorientiert durchgeführte Studien zur Anlagestrategie betrachtet und durch Anlagendiversifikation begrenzt. Die Geschäftsführung wird monatlich im Devisen- und Anlageausschuss über die Risikoanalysen und über die Ergebnisse von Anlage- und Sicherungsgeschäften informiert.
Durch die zentrale Steuerung von Fakturierungs- und Einkaufswährungen werden Währungsrisiken aus Zahlungsströmen des operativen Geschäfts reduziert. Die Ermittlung des Währungsrisikos erfolgt auf Basis weltweit konsolidierter Cash-Flows in den jeweiligen Währungen. Dabei werden auf Basis des Wirtschaftsplans erwartete Zu- und Abflüsse in den verschiedenen Währungen für den Planungszeitraum in einer Devisenbilanz aggregiert erfasst und die resultierenden Nettopositionen ermittelt, die Gegenstand des zentralen Währungsmanagements sind.
Die größten Nettowährungspositionen der geplanten Cash-Flows bestehen in CNY, USD, GBP und HUF.
Kurssicherungen erfolgen im Wesentlichen über Devisentermingeschäfte, in geringerem Umfang werden auch Devisenoptionen und Währungsswaps eingesetzt. Für diese Geschäfte, die ausnahmslos mit Banken abgewickelt werden, sind Mindestanforderungen hinsichtlich Art und Umfang festgelegt.
Das Risiko der wesentlichen operativen Fremdwährungspositionen wird mittels des Cash-Flow-at-Risk-Konzepts ermittelt. Diese Risikoanalysen sowie das Ergebnis der Sicherungen werden monatlich ermittelt und der Geschäftsführung ebenfalls im Devisen- und Anlageausschuss vorgelegt.
Zur Darstellung der Währungsrisiken gemäß IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben wurden für die wichtigsten Fremdwährungen der Bosch-Gruppe sämtliche monetären Vermögenswerte und monetären Verbindlichkeiten in Fremdwährung für alle konsolidierten Gesellschaften zum Bilanzstichtag analysiert und Sensitivitätsanalysen für die jeweiligen Währungspaare, bezogen auf das Nettorisiko, vorgenommen.
Eine Veränderung des EUR um 10 % (ausgehend vom Stichtagskurs) gegenüber den in der Tabelle genannten Fremdwährungen würde sich auf das Ergebnis vor Steuern wie folgt auswirken:
| Millionen Euro | Anstieg des EUR um 10
% |
Rückgang des EUR um 10
% |
||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| AUD | 0 | -1 | 0 | 1 |
| BRL | -6 | -7 | 6 | 7 |
| CAD | 5 | 5 | -5 | -5 |
| CHF | 2 | 13 | -2 | -13 |
| CNY | -23 | 35 | 23 | -35 |
| CZK | -16 | -15 | 16 | 15 |
| GBP | 33 | 28 | -33 | -28 |
| HUF | -24 | -18 | 24 | 18 |
| INR | -12 | -10 | 12 | 10 |
| JPY | -22 | -8 | 22 | 8 |
| KRW | 2 | 1 | -2 | -1 |
| MXN | -9 | -15 | 9 | 15 |
| PLN | -5 | -8 | 5 | 8 |
| RUB | -7 | -11 | 7 | 11 |
| TRY | -1 | -13 | 1 | 13 |
| USD | -69 | -32 | 69 | 32 |
Bei einer Veränderung des USD um 10 % (ausgehend vom Stichtagskurs) gegenüber der in der Tabelle genannten Fremdwährung würde sich folgende Veränderung des Ergebnisses vor Steuern ergeben:
| Millionen Euro | Anstieg des USD um 10
% |
Rückgang des USD um 10
% |
||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| CNY | -8 | -7 | 8 | 7 |
Die bilanziellen Ergebniseffekte resultieren überwiegend sowohl aus operativen Fremdwährungspositionen als auch Darlehensbeziehungen innerhalb der Bosch-Gruppe, wenn der Kredit ausnahmsweise in einer anderen als der lokalen Währung des Kreditnehmers gewährt worden ist, weil er zum Beispiel aus erwarteten CashFlows in dieser Währung zurückgezahlt werden kann. Das dargestellte bilanzielle Währungsrisiko weicht vom rein wirtschaftlichen Währungsrisiko ab, da letzteres ausschließlich auf Basis der geplanten operativen CashFlows ermittelt wird.
Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken aus Mittelanlagen und Mittelaufnahmen werden vereinzelt derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Dies sind hauptsächlich Zinsswaps und Zinsfutures.
Gemäß IFRS 7 wurde eine Analyse des Zinsrisikos vorgenommen. In einer Sensitivitätsanalyse wurden dazu die variabel verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die festverzinslichen Wertpapiere, Renten- und Geldmarktfonds sowie die Zinsderivate berücksichtigt.
Eine Veränderung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte (ausgehend vom Zinssatz zum Stichtag) hätte folgende Auswirkung auf die Rücklage aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital und auf das Ergebnis vor Steuern:
| Millionen Euro | Anstieg des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte | Rückgang des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte | ||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Rücklage aus Finanzinstrumenten | -220 | -289 | 220 | 289 |
| Ergebnis vor Steuern | -8 | 0 | 8 | 0 |
Die Bosch-Gruppe hält Aktien als Bestandteil der Finanzanlagen zur Deckung langfristiger Pensionsverpflichtungen sowie Beteiligungen an börsennotierten Gesellschaften. Für die Analyse des Aktienkursrisikos gemäß IFRS 7 wurden die Aktienbestände, die börsennotierten Beteiligungen, Aktienfonds sowie Aktienderivate mit einem Buchwert von insgesamt 4.854 Millionen EUR (Vorjahr 6.052 Millionen EUR) berücksichtigt.
Eine Veränderung des Aktienkursniveaus um 10 % (ausgehend vom Aktienkursniveau zum Stichtag) hätte folgende Auswirkung auf die Rücklage aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital und auf das Ergebnis vor Steuern:
| Millionen Euro | Anstieg der Aktienkurse um 10
% |
Rückgang der Aktienkurse um 10
% |
||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Rücklage aus Finanzinstrumenten | 353 | 448 | -353 | -448 |
| Ergebnis vor Steuern | 132 | 157 | -132 | -157 |
Zur Verringerung der Aktienkursrisiken wird eine breit diversifizierte Anlagestrategie über verschiedene Regionen und Sektoren verfolgt.
Zur Begrenzung der Risiken aus Schwankungen von Rohstoffpreisen werden Derivate eingesetzt. Für die Analyse des Rohstoffpreisrisikos gemäß IFRS 7 wurden die zum Bilanzstichtag bewerteten Rohstoffderivate berücksichtigt.
Eine Veränderung des Terminkursniveaus um 10 % (ausgehend vom Terminkurs zum Bilanzstichtag) hätte folgende Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern:
| Millionen Euro | Anstieg der Terminkurse um 10
% |
Rückgang der Terminkurse um 10
% |
||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Ergebnis vor Steuern | 39 | 48 | -39 | -48 |
Für die Bosch-Gruppe sind zum Bilanzstichtag keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken im Sinne des IFRS 7 bekannt.
Das maximale Kreditrisiko entspricht für jede Kategorie von Finanzinstrumenten dem Buchwert der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte.
Das Kreditrisiko aus Kundenforderungen wird fortlaufend erfasst und überwacht. In einer internen Anweisung sind Zuständigkeiten und Aufgaben im Rahmen der Kreditverantwortung geregelt. Dies betrifft vor allem die Festlegung der Zahlungsbedingungen, die Festlegung des Kreditlimits, die Freigabe von Lieferungen sowie die Forderungsüberwachung.
Zur Verringerung des Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Rechnungen mit den entsprechenden Gutschriften in einem einzigen Arbeitsprozess verarbeitet, und in der Bilanz wird der Nettobetrag ausgewiesen. Dieses Vorgehen erfolgt nur, wenn ein Rechtsanspruch auf Saldierung besteht und vom Kunden beabsichtigt ist, den Ausgleich der Forderung auf Basis des Nettobetrags vorzunehmen beziehungsweise die Forderung gleichzeitig mit der dazugehörigen Verbindlichkeit zu begleichen. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise mit einem Eigentumsvorbehalt besichert. Weiterhin liegen für einige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sicherheiten in Form von Bürgschaften, Grundpfandrechten und Hypotheken vor.
Die folgende Tabelle zeigt das verbleibende Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vor Saldierung von Gutschriften) | 17.410 | 14.894 |
| Saldierung von Gutschriften | -882 | -860 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwert) | 16.528 | 14.034 |
| Erhaltene finanzielle Sicherheiten | -2.039 | -2.060 |
| Verbleibendes Kreditrisiko | 14.489 | 11.974 |
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (bonitätsbeeinträchtigt und nicht bonitätsbeeinträchtigt) sowie auf Darlehensforderungen und übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte (nach dem dreistufigen Wertminderungsmodell) für das Berichtsjahr und das Vorjahr dargestellt:
| Millionen Euro | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Darlehensforderungen und übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| Stufe 1 | Stufe 2/3 | ||
| 1.1.2021 | 261 | 6 | 126 |
| Konzernkreisänderungen | 3 | 0 | 0 |
| Zuführung | 76 | 3 | 12 |
| Inanspruchnahme | -42 | 0 | 0 |
| Auflösung | -47 | -3 | -30 |
| Währungsanpassungen | -1 | 0 | 0 |
| 31.12.2021 | 250 | 6 | 108 |
| Konzernkreisänderungen | 0 | 0 | 0 |
| Zuführung | 79 | 1 | 9 |
| Inanspruchnahme | -20 | 0 | 0 |
| Auflösung | -13 | -2 | -5 |
| Währungsanpassungen | -6 | 0 | 0 |
| 31.12.2022 | 290 | 5 | 112 |
Zum 31. Dezember des Berichtsjahres beläuft sich der Bestand an Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte auf 16 Millionen EUR (Vorjahr 14 Millionen EUR) und der Bestand an Wertberichtigungen auf Forderungen aus Finanzierungsleasing auf 2 Millionen EUR (Vorjahr 2 Millionen EUR).
Die folgende Tabelle enthält die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16.818 | 14.284 |
| davon nicht ausfallgefährdet | 5.123 | 4.538 |
| davon bonitätsbeeinträchtigt | 293 | 262 |
| davon nicht bonitätsbeeinträchtigt | 11.402 | 9.484 |
| nicht fällig | 10.096 | 8.679 |
| bis 30 Tage überfällig | 812 | 489 |
| 31-90 Tage überfällig | 271 | 155 |
| 91-180 Tage überfällig | 105 | 50 |
| mehr als 180 Tage überfällig | 118 | 111 |
Die Entwicklung des Bestands an Wertminderungen auf Wertpapiere, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Millionen Euro | Stufe 1 | Stufe 2/3 |
| 1.1.2021 | 16 | 66 |
| Konzernkreisänderungen | ||
| Zuführungen | 9 | 17 |
| Inanspruchnahme | ||
| Auflösung | -22 | -43 |
| Umgliederungen | 10 | -10 |
| Währungsanpassungen | ||
| 31.12.2021 | 13 | 30 |
| Konzernkreisänderungen | ||
| Zuführungen | 9 | 57 |
| Inanspruchnahme | ||
| Auflösung | -17 | -31 |
| Umgliederungen | 7 | -7 |
| Währungsanpassungen | ||
| 31.12.2022 | 12 | 49 |
Derivative Transaktionen werden nach dem Deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte oder ISDA (International Swaps and Derivatives Association) abgeschlossen. Diese erfüllen nicht die Aufrechnungsvoraussetzungen nach IAS 32, da die Saldierung nur im Insolvenzfall durchsetzbar ist.
Das Kreditrisiko für Derivate mit positivem beizulegenden Zeitwert, die gegenwärtig nicht die Saldierungskriterien nach IAS 32 erfüllen, da die Aufrechnungsvereinbarung nur im Fall der Insolvenz des Vertragspartners durchsetzbar ist, ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Derivate mit positivem beizulegenden Zeitwert | 318 | 143 |
| Nicht in der Bilanz saldierte Beträge | ||
| Derivate | -82 | -34 |
| Erhaltene Barsicherheiten | -77 | -13 |
| Verbleibendes Kreditrisiko | 159 | 96 |
Die Entwicklung von Finanzmitteln und -Verbindlichkeiten wird fortlaufend überwacht. In internen Richtlinien sind Aufgaben und Zuständigkeiten des Liquiditätsmanagements und der Liquiditätsplanung geregelt. Es bestehen Liquiditätsreserven in Form von kurzfristig verfügbaren Finanzmitteln in Höhe von 8.824 Millionen EUR (Vorjahr 10.084 Millionen EUR). Daneben steht ein US-Commercial-Paper-Programm mit einem Volumen von 2.000 Millionen USD zur Verfügung, unter dem im Berichtsjahr revolvierend bis zu 350 Millionen USD begeben wurden. Darüber hinaus bestehen bilaterale US-Kreditlinien mit einem Volumen von 950 Millionen USD. Eine bestehende syndizierte Kreditlinie mit ESG-Komponente wurde auf 5.000 Millionen EUR erhöht. Die Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen.
Zur Verringerung des Liquiditätsrisikos werden Rechnungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden erhaltenen Gutschriften in einem einzigen Abrechnungsprozess verarbeitet. Dieses Vorgehen erfolgt nur, wenn ein Rechtsanspruch auf Saldierung besteht und beabsichtigt ist, den Ausgleich der Verbindlichkeit auf Basis des Nettobetrags vorzunehmen beziehungsweise die Verbindlichkeit gleichzeitig mit der dazugehörigen Forderung zu begleichen. Darüber hinaus werden Sicherheiten in Form von Bürgschaften gestellt.
Die folgende Tabelle zeigt das verbleibende Liquiditätsrisiko für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (vor Saldierung von Gutschriften) | 11.643 | 10.808 |
| Saldierung von Gutschriften | -882 | -860 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Buchwert) | 10.761 | 9.948 |
| Gestellte finanzielle Sicherheiten | -8 | -3 |
| Verbleibendes Liquiditätsrisiko | 10.753 | 9.945 |
Das Liquiditätsrisiko für Derivate, die gegenwärtig nicht die Saldierungskriterien nach IAS 32 erfüllen, da die Aufrechnungsvereinbarung nur im Falle der Insolvenz durchsetzbar ist, ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Derivate mit negativem beizulegenden Zeitwert | 188 | 239 |
| Nicht in der Bilanz saldierte Beträge | ||
| Derivate | -82 | -34 |
| Gestellte Barsicherheiten | -1 | -7 |
| Verbleibendes Liquiditätsrisiko | 105 | 198 |
Die undiskontierten Zahlungsabflüsse der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten sind aus den folgenden Tabellen ersichtlich:
| Millionen Euro | Buchwert | Undiskontierte Zahlungsabflüsse | ||||
| 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.761 | 10.761 | ||||
| Anleihen | 1.992 | 48 | 798 | 35 | 35 | 35 |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 3.698 | 581 | 78 | 629 | 863 | 698 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 403 | 337 | 1 | 73 | 0 | 0 |
| Commercial Papers | 328 | 328 | ||||
| Leasingverbindlichkeiten | 2.167 | 583 | 482 | 342 | 260 | 206 |
| Darlehensverbindlichkeiten | 151 | 102 | 27 | 8 | 8 | 4 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 907 | 771 | 31 | 10 | 1 | 1 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Mit Bruttoausgleich | 145 | |||||
| Zahlungsabflüsse | 5.271 | 22 | 10 | |||
| Zahlungszuflüsse | 5.127 | 21 | 10 | |||
| Mit Nettoausgleich | 43 | |||||
| Zahlungsabflüsse | 38 | 3 | 2 | |||
| Millionen Euro | Undiskontierte Zahlungsabflüsse |
| 2028 ff. | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |
| Anleihen | 1.387 |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 1.370 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 |
| Commercial Papers | |
| Leasingverbindlichkeiten | 599 |
| Darlehensverbindlichkeiten | 6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 94 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Mit Bruttoausgleich | |
| Zahlungsabflüsse | |
| Zahlungszuflüsse | |
| Mit Nettoausgleich | |
| Zahlungsabflüsse |
| Millionen Euro | Buchwert | Undiskontierte Zahlungsabflüsse | ||||
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.948 | 9.948 | ||||
| Anleihen | 2.011 | 69 | 48 | 791 | 35 | 35 |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 2.225 | 51 | 524 | 23 | 151 | 818 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 235 | 230 | 2 | 2 | 2 | 1 |
| Commercial Papers | 132 | 133 | ||||
| Leasingverbindlichkeiten | 2.066 | 551 | 443 | 324 | 279 | 196 |
| Darlehensverbindlichkeiten | 112 | 73 | 8 | 10 | 9 | 6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 811 | 666 | 37 | 5 | 1 | 1 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Mit Bruttoausgleich | 212 | |||||
| Zahlungsabflüsse | 8.125 | 59 | ||||
| Zahlungszuflüsse | 7.917 | 55 | ||||
| Mit Nettoausgleich | 27 | |||||
| Zahlungsabflüsse | 22 | 1 | 0 | 4 | ||
| Millionen Euro | Undiskontierte Zahlungsabflüsse |
| 2027 ff. | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |
| Anleihen | 1.418 |
| Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen | 856 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |
| Commercial Papers | |
| Leasingverbindlichkeiten | 475 |
| Darlehensverbindlichkeiten | 7 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 105 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Mit Bruttoausgleich | |
| Zahlungsabflüsse | |
| Zahlungszuflüsse | |
| Mit Nettoausgleich | |
| Zahlungsabflüsse |
In den undiskontierten Zahlungsabflüssen sind Zins- und Tilgungszahlungen enthalten. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen wurden unter Verwendung des letzten vor dem jeweiligen Bilanzstichtag festgestellten Zinssatzes ermittelt.
Verträge, die zur Kontrolle der Nutzung eines identifizierbaren Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum berechtigen, werden entsprechend IFRS 16 als Leasingverhältnis bilanziert.
Der Leasingnehmer bilanziert Leasingverträge grundsätzlich nach dem Nutzungsrechtsansatz. Danach sind, von bestimmten Ausnahmen abgesehen, in der Bilanz Vermögenswerte für die gewährten Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten für die Zahlungsverpflichtungen aus dem Leasingverhältnis zu erfassen. Auf kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert werden die vorgenannten Bilanzierungsregeln nicht angewendet, die Leasingzahlungen werden in diesen Fällen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in den Funktionskosten erfasst. Die Vorschriften des IFRS 16 werden ebenfalls nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet.
Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses angesetzt. In die Leasingzahlungen werden neben fixen Zahlungen für die Leasingkomponenten und die Nicht-Leasingkomponenten auch variable Leasingzahlungen einbezogen, soweit diese auf einem Index oder einem Zinssatz beruhen. Die Abzinsung der Zahlungen erfolgt in der Regel mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz, der der Währung und Laufzeit des jeweiligen Vertrags entspricht. Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden auch Kündigungs- und Verlängerungsoptionen berücksichtigt, soweit deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde.
Nutzungsrechte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem Wert der Leasingverbindlichkeit erfasst, zuzüglich anfänglicher direkter Kosten und abzüglich erhaltener Anreizzahlungen. Nutzungsrechte werden in der Regel über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben, die Abschreibungen werden in den Funktionskosten erfasst.
Leasingverträge, bei denen Gesellschaften der Bosch-Gruppe Leasingnehmer sind, betreffen im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude sowie, in geringerem Umfang, Fahrzeuge, technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die in der Bilanz erfassten Nutzungsrechte und die darauf entfallenden Abschreibungen gliedern sich wie folgt:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 | ||
| Buchwert | Abschreibungen | Buchwert | Abschreibungen | |
| Grundstücke und Gebäude | 1.696 | 435 | 1.700 | 397 |
| Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 162 | 40 | 87 | 30 |
| Fahrzeuge | 210 | 134 | 213 | 142 |
| 2.068 | 609 | 2.000 | 569 | |
In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 24 Millionen EUR enthalten, die auf Nutzungsrechte der russischen Tochtergesellschaft des Geschäftsbereichs BSH Hausgeräte (Unternehmensbereich Consumer Goods) entfallen. Die Abschreibungen wurden aufgrund der geltenden Sanktionsbestimmungen und der damit einhergehenden Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld vorgenommen.
Die Zugänge zu den Nutzungsrechten belaufen sich im Berichtsjahr auf 856 Millionen EUR (Vorjahr 615 Millionen EUR).
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden des Weiteren die folgenden Beträge erfasst:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | 59 | 51 |
| Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse | 132 | 112 |
| Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert | 86 | 63 |
| Aufwendungen für variable Leasingzahlungen | 26 | 19 |
Die gesamten Zahlungsabflüsse aus Leasingverhältnissen belaufen sich im Berichtsjahr auf 893 Millionen EUR (Vorjahr 805 Millionen EUR). Die Fälligkeitsanalyse der künftigen Zahlungsabflüsse der Leasingverbindlichkeiten ist in Kapitel 31 "Kapital- und Risikomanagement" im Abschnitt zu den Liquiditätsrisiken enthalten.
Leasinggeber haben Leasingverhältnisse entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasing einzustufen.
Bei Finanzierungsleasing werden im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen. In diesem Fall wird eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswertes bilanziert und unter den finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Die Forderungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Erzeugnissen des Geschäftsbereichs Building Technologies. Die vereinbarte Laufzeit beträgt in der Regel zehn Jahre. Die Forderungen gliedern sich wie folgt:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Bruttoinvestitionen in Finanzierungsleasing, nicht diskontiert | ||
| fällig innerhalb eines Jahres | 42 | 42 |
| fällig zwischen einem und zwei Jahren | 36 | 36 |
| fällig zwischen zwei und drei Jahren | 30 | 30 |
| fällig zwischen drei und vier Jahren | 26 | 25 |
| fällig zwischen vier und fünf Jahren | 21 | 21 |
| fällig nach mehr als fünf Jahren | 49 | 47 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 204 | 201 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 36 | 36 |
| fällig zwischen einem und zwei Jahren | 32 | 32 |
| fällig zwischen zwei und drei Jahren | 27 | 27 |
| fällig zwischen drei und vier Jahren | 23 | 22 |
| fällig zwischen vier und fünf Jahren | 20 | 19 |
| fällig nach mehr als fünf Jahren | 46 | 45 |
| 184 | 181 | |
| Noch nicht realisierter Finanzertrag | 20 | 20 |
Im Zusammenhang mit Finanzierungsleasing-Verträgen sind im Berichtsjahr Finanzerträge in Höhe von 6 Millionen EUR (Vorjahr 7 Millionen EUR) und Veräußerungsverluste in Höhe von 4 Millionen EUR (Vorjahr 3 Millionen EUR) angefallen. Es liegen keine nicht garantierten Restwerte vor.
Operating-Leasing-Verträge liegen vor, wenn die mit dem Leasinggegenstand verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleiben. Die jeweiligen Vermögenswerte werden im Sachanlagevermögen ausgewiesen und die erhaltenen Leasingzahlungen werden, soweit sie nicht als Umsatz ausgewiesen werden, in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Die ausstehenden, nicht diskontierten Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasing-Verträgen, bei denen Gesellschaften der Bosch-Gruppe als Leasinggeber auftreten, resultieren vor allem aus Aktivitäten der Geschäftsbereiche Building Technologies und BSH Hausgeräte GmbH. Sie gliedern sich im Berichtsjahr wie folgt:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 41 | 32 |
| Fällig zwischen einem und zwei Jahren | 5 | 6 |
| Fällig zwischen zwei und drei Jahren | 3 | 4 |
| Fällig zwischen drei und vier Jahren | 2 | 2 |
| Fällig zwischen vier und fünf Jahren | 1 | 1 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 2 | 2 |
| 54 | 47 |
Die Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen belaufen sich im Berichtsjahr auf 51 Millionen EUR (Vorjahr 47 Millionen EUR).
Die Robert Bosch Industrietreuhand KG übt als Gesellschafterin der Robert Bosch GmbH die Stimmrechtsmehrheit bei dieser aus. Außerdem obliegt der Robert Bosch Industrietreuhand KG die interne Revision der Bosch-Gruppe. Die dafür angefallenen Kosten von 20 Millionen EUR (Vorjahr 20 Millionen EUR) wurden von der Robert Bosch GmbH erstattet. Weitere Transaktionen sowie ausstehende Salden zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr nur in unwesentlicher Höhe.
Ein Teil der Pensionszusagen und -mittel ist in die Bosch Pensionsfonds AG ausgegliedert. Alleinige Gesellschafterin der Bosch Pensionsfonds AG ist die Robert Bosch GmbH. Im Geschäftsjahr erfolgten Zuwendungen in das Planvermögen der Bosch Pensionsfonds AG zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen. Weitere Einzelheiten sind in Kapitel 26 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" enthalten.
Die Robert Bosch Stiftung GmbH, Stuttgart, ist Mieterin von mehreren Immobilien, deren Eigentümerin die Robert Bosch GmbH, Stuttgart, ist. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit der Robert Bosch GmbH gegenüber der Robert Bosch Stiftung GmbH in Höhe von 33 Millionen EUR (Vorjahr 11 Millionen EUR).
Zu den nahestehenden Unternehmen der Bosch-Gruppe gehören die Gemeinschaftsunternehmen, die assoziierten Unternehmen sowie die Unternehmen, an denen eine Minderheitsbeteiligung besteht (Beteiligungsunternehmen). Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Millionen Euro | Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen | Forderungen | |||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Gemeinschaftsunternehmen | 84 | 10 | 1 | 4 | 10 | 9 |
| Assoziierte Unternehmen und Beteiligungsunternehmen | 116 | 130 | 76 | 465 | 8 | 32 |
| Millionen Euro | Verbindlichkeiten | |
| 2022 | 2021 | |
| Gemeinschaftsunternehmen | 23 | 1 |
| Assoziierte Unternehmen und Beteiligungsunternehmen | 60 | 28 |
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Bei den Personen in Schlüsselpositionen des Managements handelt es sich um die persönlich haftenden Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG sowie deren Kommanditisten, soweit diese gleichzeitig Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH sind, die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.
Die Gesamtbezüge der Personen in Schlüsselpositionen des Managements setzen sich wie folgt zusammen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 24 | 36 |
| Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses | 37 | 17 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 6 | 7 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung von Dienstverhältnissen | 0 | 4 |
Für Verpflichtungen aus Pensionen und Entgeltumwandlung sind insgesamt 59 Millionen EUR (Vorjahr 141 Millionen EUR) zurückgestellt.
Anteilsbasierte Leistungen werden nicht gewährt.
Darüber hinaus haben Unternehmen des Bosch-Konzerns mit Personen in Schlüsselpositionen des Managements keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 25 Millionen EUR (Vorjahr 42 Millionen EUR) und die der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen auf 26 Millionen EUR (Vorjahr 20 Millionen EUR). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt 274 Millionen EUR (Vorjahr 362 Millionen EUR) zurückgestellt.
Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen rund 2 Millionen EUR.
Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für Prüfungs- und Beratungsleistungen in Deutschland betragen:
| Millionen Euro | 2022 | 2021 |
| Honorare für | ||
| Abschlussprüfungsleistungen | 7 | 6 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 1 | 1 |
| Sonstige Leistungen | 7 | 4 |
Am 3. Februar 2023 wurden 100 % der Anteile an der HydraForce Inc., Lincolnshire, IL, Vereinigte Staaten, erworben. Weitere Angaben sind im Kapitel 6 "Konsolidierung" im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse enthalten.
Am 8. Februar 2023 wurden die Verträge zur Veräußerung der Anteile an der OOO Robert Bosch Saratov sowie der OOO Bosch Power Tools, beide Engels, Russland, unterzeichnet. Weitere Angaben sind im Kapitel 6 "Konsolidierung" im Abschnitt Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen enthalten.
Ebenfalls am 8 Februar 2023 wurde der Vertrag zur Veräußerung der Anteile an der Bosch Heating Systems LLC, Engels, Russland, unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Quartal 2023 geplant.
| Region/Land | Name der Gesellschaft | Sitz |
Anteil am Kapital
in % |
| A. Tochterunternehmen | |||
| 1. Vollkonsolidierte Gesellschaften | |||
| Deutschland | AJNS New Media GmbH | Berlin | 100,0 |
| AS Abwicklung Dritte Produktion GmbH i.L. | Stuttgart | 100,0 | |
| AS Abwicklung und Solar-Service GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| AS Guss Beteiligungsgesellschaft mbH | Stuttgart | 100,0 | |
| Bosch Access Systems GmbH | Aachen | 100,0 1) | |
| Bosch Automotive Service Solutions GmbH | Pollenfeld | 100,0 1) | |
| Bosch Building Automation GmbH | Verl | 100,0 1) | |
| Bosch Charging Solutions GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Bosch Energy and Building Solutions GmbH | Ditzingen | 100,0 1) | |
| Bosch Engineering GmbH | Abstatt | 100,0 1) | |
| Bosch Global Software Technologies GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Bosch Healthcare Solutions GmbH | Waiblingen | 100,0 1) | |
| Bosch Hilfe GmbH | Stuttgart | 100,0 | |
| Bosch Industriekessel GmbH | Gunzenhausen | 100,0 1) | |
| Bosch KWK Systeme GmbH | Lollar | 100,0 1) | |
| Bosch Pensionsgesellschaft mbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Bosch Rexroth AG | Stuttgart | 100,0 1), 2) | |
| Bosch Rexroth Vermögensverwaltung GmbH i. L. | Lohr am Main | 100,0 1) | |
| Bosch Sensortec GmbH | Kusterdingen | 100,0 1) | |
| Bosch Service Solutions GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Bosch Service Solutions Leipzig GmbH | Leipzig | 100,0 1) | |
| Bosch Service Solutions Magdeburg GmbH | Magdeburg | 100,0 1) | |
| Bosch Sicherheitssysteme Engineering GmbH | Nürnberg | 100,0 1) | |
| Bosch Sicherheitssysteme GmbH | Stuttgart | 100,0 1), 2) | |
| Bosch Sicherheitssysteme Montage und Service GmbH | Weimar | 100,0 1) | |
| Bosch SoftTec GmbH | Hildesheim | 100,0 1) | |
| Bosch Solar Services GmbH | Arnstadt | 100,0 1), 2) | |
| Bosch Solar Thin Film GmbH | Arnstadt | 100,0 1) | |
| Bosch Solarthermie GmbH | Wettringen | 100,0 1) | |
| Bosch Technology Licensing Administration GmbH | Gerlingen | 100,0 1) | |
| Bosch Telecom Holding GmbH | Stuttgart | 100,0 1), 2) | |
| Bosch Thermotechnik GmbH | Wetzlar | 100,0 1), 2) | |
| Bosch Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG | Stuttgart | 100,0 3) | |
| Bosch.IO GmbH | Berlin | 100,0 1) | |
| BSH Hausgeräte GmbH | München | 100,0 1) ' 2) | |
| BSH Hausgeräte Service GmbH | München | 100,0 1) | |
| BSH Hausgeräte Service Nauen GmbH | Nauen | 100,0 1) | |
| BSH Hausgerätewerk Nauen GmbH | Nauen | 100,0 1) | |
| BSH Vermögensverwaltungs-GmbH | München | 100,0 1) | |
| Buderus Guss GmbH | Breidenbach | 100,0 1) | |
| COBI.Bike GmbH | Frankfurt/Main | 100,0 1) | |
| Constructa-Neff Vertriebs-GmbH | München | 100,0 | |
| DAA GmbH | Hamburg | 100,0 1) | |
| ELPRO Messtechnik GmbH | Schorndorf | 100,0 | |
| ETAS GmbH | Stuttgart | 100,0 1) ' 2) | |
| EVI Audio GmbH | Straubing | 100,0 1) | |
| Gaggenau Hausgeräte GmbH | München | 100,0 1) | |
| grow platform GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Holger Christiansen Deutschland GmbH | Wilnsdorf | 100,0 1) | |
| Hörburger AG | Waltenhofen | 100,0 | |
| ITK Engineering GmbH | Rülzheim | 100,0 | |
| ITK Holding GmbH | Rülzheim | 100,0 | |
| Moehwald GmbH | Homburg/Saar | 100,0 1) | |
| Neff GmbH | München | 100,0 1) | |
| Pollux Solar-Service GmbH | Arnstadt | 100,0 | |
| Residential IoT Services GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Automotive Steering GmbH | Schwäbisch Gmünd | 100,0 1), 2) | |
| Robert Bosch Elektronik GmbH | Salzgitter | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Elektronik Thüringen GmbH | Arnstadt | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH | Eisenach | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Hausgeräte GmbH | München | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Lollar Guss GmbH | Lollar | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Manufacturing Solutions GmbH | Stuttgart | 100,0 1), 2) | |
| Robert Bosch Power Tools GmbH | Leinfelden-Echterdingen | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Risk and Insurance Management GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Sechste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Gerlingen | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Semiconductor Manufacturing Dresden GmbH | Dresden | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Siebte Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Gerlingen | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Smart Home GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Steering Columns GmbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Venture Capital GmbH | Gerlingen | 100,0 1) | |
| Robert Bosch Wohnungsgesellschaft mbH | Stuttgart | 100,0 1) | |
| Security and Safety Things GmbH | München | 100,0 | |
| SEG Hausgeräte GmbH | München | 100,0 1) | |
| sia Abrasives Deutschland GmbH | Solingen | 100,0 | |
| WeWash GmbH | München | 100,0 1) | |
| WOGE Service- und Regiebetrieb GmbH | Stuttgart | 100,0 1) |
1) Diese Gesellschaften machen von der Befreiung
gem. § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.
2) Diese Gesellschaften machen von der Befreiung
gem. § 291 Abs. 2 HGB Gebrauch.
3) Diese Gesellschaft macht von der Befreiung
gem. § 264b HGB Gebrauch.
| Region/Land | Name der Gesellschaft | Sitz |
Anteil am Kapital
in % |
| Europa | |||
| Belgien | Bosch Rexroth N.V. | Anderlecht | 100,0 |
| Bosch Thermotechnology N.V. / S.A. | Mechelen | 100,0 | |
| BSH Home Appliances S.A. | Brüssel | 100,0 | |
| Robert Bosch Produktie N.V. | Tienen | 100,0 | |
| Robert Bosch S.A. | Anderlecht | 100,0 | |
| sia Abrasives Belgium N.V. / S.A. | Mollem | 100,0 | |
| The KOBI Company B.V. | Leuven | 100,0 | |
| Bulgarien | Bosch.IO EOOD | Sofia | 100,0 |
| BSH Domakinski Uredi Bulgaria EOOD | Sofia | 100,0 | |
| Dänemark | Bosch Rexroth A/S | Hvidovre | 100,0 |
| BSH Hvidevarer A/S | Ballerup | 100,0 | |
| ELPRO NORDIC ApS | Roskilde | 100,0 | |
| Holger Christiansen A/S | Esbjerg | 100,0 | |
| Kassow Robots ApS | Kopenhagen | 100,0 | |
| Robert Bosch A/S | Ballerup | 100,0 | |
| Finnland | Bosch Rexroth Oy | Vantaa | 100,0 |
| BSH Kodinkoneet Oy | Helsinki | 100,0 | |
| Minima Processor Oy | Oulu | 100,0 | |
| Robert Bosch Oy | Vantaa | 100,0 | |
| Frankreich | Bosch Automotive Service Solutions S.A.S. | Saint-Ouen | 100,0 |
| Bosch Rexroth DSI S.A.S. | Vénissieux | 100,0 | |
| Bosch Rexroth S.A.S. | Vénissieux | 100,0 | |
| Bosch Security Systems France S.A.S. | Drancy | 100,0 | |
| BSH Electroménager S.A.S. | Saint-Ouen | 100,0 | |
| e.l.m. leblanc S.A.S. | Drancy | 100,0 | |
| ETAS S.A.S. | Saint-Ouen | 100,0 | |
| Gaggenau Industrie S.A.S. | Lipsheim | 100,0 | |
| Holger Christiansen France S.A.S. | Olivet | 100,0 | |
| Robert Bosch (France) S.A.S. | Saint-Ouen | 100,0 | |
| Robert Bosch Automotive Steering Marignier S.A.S. | Marignier | 100,0 | |
| Robert Bosch Automotive Steering Vendôme S.A.S. | Vendôme | 100,0 | |
| Griechenland | BSH Ikiakes Syskeves A.B.E. | Athen | 100,0 |
| Robert Bosch S.A. | Koropi (Athen) | 100,0 | |
| Irland | Robert Bosch Ireland Ltd. | Dublin | 100,0 |
| Italien | ARESI S.p.A. | Brembate | 100,0 |
| Bosch Automotive Service Solutions S.r.l. | Parma | 100,0 | |
| Bosch Rexroth Oil Control S.p.A. | Mailand | 100,0 | |
| Bosch Rexroth S.p.A. | Cernusco | 100,0 | |
| Bosch Security Systems S.p.A. | Mailand | 100,0 | |
| BSH Elettrodomestici S.p.A. | Mailand | 100,0 | |
| Centro Studi Componenti per Veicoli S.p.A. | Modugno (Bari) | 100,0 | |
| EDiM S.p.A. | Villasanta | 100,0 | |
| Freud S.p.A. | Mailand | 100,0 | |
| Holger Christiansen Italia S.r.l. | San Lazzaro di Savena | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH S.p.A. Società Unipersonale | Mailand | 100,0 | |
| Tecnologie Diesel S.p.A. Società Unipersonale | Modugno (Bari) | 100,0 | |
| Kasachstan | TOO BSH Home Appliances | Almaty | 100,0 |
| TOO Robert Bosch | Almaty | 100,0 | |
| Kroatien | BSH kucanski uredaji d.o.o. | Zagreb | 100,0 |
| Lettland | Robert Bosch SIA | Riga | 100,0 |
| Luxemburg | BSH électroménagers S.A. | Senningerberg | 100,0 |
| Ferroknepper Buderus S.A. | Eschsur-Alzette | 100,0 | |
| Niederlande | Bosch Building Technology B.V. | Nieuwegein | 100,0 |
| Bosch Power Tools B.V. | Breda | 100,0 | |
| Bosch Rexroth B.V. | Boxtel | 100,0 | |
| Bosch Security Systems B.V. | Eindhoven | 100,0 | |
| Bosch Thermotechniek B.V. | Deventer | 100,0 | |
| Bosch Transmission Technology B.V. | Tilburg | 100,0 | |
| BSH Huishoudapparaten B.V. | Amsterdam | 100,0 | |
| Digicontrol Benelux B.V. | Apeldoorn | 100,0 | |
| ELPRO Benelux B. V. | s'-Hertogenbosch | 100,0 | |
| Hacousto Group B.V. | Berkel en Rodenrijs | 100,0 | |
| Hacousto Holland B.V. | Berkel en Rodenrijs | 100,0 | |
| Hacousto Protec B.V. | Amsterdam | 100,0 | |
| Hacousto Protec Projects B.V. | Berkel en Rodenrijs | 100,0 | |
| Hacousto Security Systems B.V. | Berkel en Rodenrijs | 100,0 | |
| Hacousto Videotechniek B.V. | Berkel en Rodenrijs | 100,0 | |
| Halin Communication Technology B.V. | Best | 100,0 | |
| ItoM Services B.V. | Eindhoven | 100,0 | |
| Nefit Vastgoed B.V. | Deventer | 100,0 | |
| Protec Brandbeveiliging B.V. | Berkel en Rodenrijs | 100,0 | |
| Protec Netherlands B.V. | Berkel en Rodenrijs | 100,0 | |
| Robert Bosch Asset Managing C.V. | Boxtel | 100,0 | |
| Robert Bosch B.V. | Boxtel | 100,0 | |
| Robert Bosch Finance Nederland B.V. | Boxtel | 100,0 | |
| Robert Bosch Holding Nederland B.V. | Boxtel | 100,0 | |
| Robert Bosch Investment Nederland B.V. | Boxtel | 100,0 | |
| Security and Safety Things B.V. | Eindhoven | 100,0 | |
| Norwegen | Bosch Rexroth AS | Ski | 100,0 |
| BSH Husholdningsapparater AS | Oslo | 100,0 | |
| Robert Bosch AS | Trolläsen | 100,0 | |
| Österreich | Bosch General Aviation Technology GmbH | Wien | 100,0 |
| Bosch Industriekessel Austria GmbH | Bischofshofen | 100,0 | |
| Bosch Rexroth GmbH | Pasching | 100,0 | |
| BSH Finance and Holding GmbH | Wien | 100,0 | |
| BSH Hausgeräte Gesellschaft mbH | Wien | 100,0 | |
| Robert Bosch AG | Wien | 100,0 | |
| Robert Bosch Holding Austria GmbH | Wien | 100,0 | |
| Polen | Bosch Rexroth Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 |
| BSH Sprzet Gospodarstwa Domowego Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | |
| SIA Abrasives Polska Sp. z o.o. | Goleniow | 100,0 | |
| Portugal | Bosch Car Multimedia Portugal, S.A. | Braga | 100,0 |
| Bosch Security Systems, S.A. | Ovar | 100,0 | |
| Bosch Termotecnologia S.A. | Lissabon | 100,0 | |
| BSHP Electrodomésticos, S.U., Lda. | Carnaxide | 100,0 | |
| Robert Bosch, S.A. | Lissabon | 100,0 | |
| Rumänien | Bosch Automotive S.R.L. | Blaj | 100,0 |
| Bosch Rexroth Sales S.R.L. | Blaj | 100,0 | |
| Bosch Service Solutions S.R.L. | Timisoara | 100,0 | |
| BSH Electrocasnice S.R.L. | Bukarest | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH S.R.L. | Bukarest | 100,0 | |
| S. C. Hörburger s.r.l. | Sibiu | 100,0 | |
| Russische Föderation | Bosch Heating Systems LLC | Engels | 100,0 |
| OOO "Construction & investments" | Khimki | 100,0 | |
| OOO Bosch Power Tools | Engels | 100,0 | |
| OOO Bosch Rexroth | Moskau | 100,0 | |
| OOO Bosch Thermotechnik | Moskau | 100,0 | |
| OOO BSH Bytowije Pribory | St. Petersburg | 100,0 | |
| OOO Robert Bosch | Moskau | 100,0 | |
| OOO Robert Bosch Saratow | Engels | 100,0 | |
| Robert Bosch Samara LLC | Chernovskiy | 100,0 | |
| Schweden | Bosch Rexroth AB | Stockholm | 100,0 |
| Bosch Thermoteknik AB | Tranäs | 100,0 | |
| BSH Home Appliances AB | Stockholm | 100,0 | |
| Robert Bosch AB | Kista | 100,0 | |
| Schweiz | Bosch Rexroth Schweiz AG | Buttikon | 100,0 |
| BSH Hausgeräte AG | Geroldswil | 100,0 | |
| Bosch Thermotechnik AG | Pratteln | 100,0 | |
| ELPRO-BUCHS AG | Buchs | 100,0 | |
| Elpro Group AG | Buchs | 100,0 | |
| Robert Bosch AG | Zuchwil | 100,0 | |
| Robert Bosch Internationale Beteiligungen AG | Zuchwil | 100,0 | |
| Scintilla AG | Zuchwil | 100,0 | |
| sia Abrasives Industries AG | Frauenfeld | 100,0 | |
| Serbien | BSH Kucni Aparati d.o.o. Beograd | Belgrad | 100,0 |
| Robert Bosch d.o.o. Beograd | Belgrad | 100,0 | |
| Slowakei | BSH Drives and Pumps s.r.o. | Michalovce | 100,0 |
| Robert Bosch spol. s.r.o. | Bratislava | 100,0 | |
| Robert Bosch Production Slovakia, s.r.o. | Bernolakovo | 100,0 | |
| Slowenien | Bosch Rexroth d.o.o. | Skofja Loka | 100,0 |
| BSH Hisni Aparati d.o.o. | Nazarje | 100,0 | |
| Spanien | Bosch Rexroth, S.L.U. | Madrid | 100,0 |
| Bosch Service Solutions, S.A.U. | Madrid | 100,0 | |
| BOSCH SISTEMAS DE FRENADO, S.L.U. | Madrid | 100,0 | |
| BSH Electrodomésticos España, S.A. | Zaragoza | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH ESPAÑA FÁBRICA ARANJUEZ S.A.U. | Aranjuez | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH ESPAÑA FÁBRICA CASTELLET S.A.U. | Castellet | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH ESPAÑA FÁBRICA MADRID S.A.U. | Madrid | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH ESPAÑA, S.L.U. | Madrid | 100,0 | |
| sia Abrasives Espana S.A.U. | Madrid | 100,0 | |
| Tschechische Republik | Bosch Powertrain s.r.o. | Jihlava | 100,0 |
| Bosch Rexroth spol. s.r.o. | Brno | 100,0 | |
| Bosch Thermotechnika s.r.o. | Prag | 100,0 | |
| BSH domácí spotrebice s.r.o. | Prag | 100,0 | |
| Robert Bosch odbytova s.r.o. | Prag | 100,0 | |
| Robert Bosch, spol. s.r.o. | Ceske Budejovice | 100,0 | |
| Türkei | Bosch Fren Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. | Bursa | 84,5 |
| Bosch Rexroth Otomasyon Sanayi ve Ticaret A.S. | Bursa | 100,0 | |
| Bosch Sanayi ve Ticaret A.S. | Bursa | 100,0 | |
| Bosch Termoteknik Isitma ve Klima Sanayi Ticaret A.S. | Manisa | 100,0 | |
| BSH Ev Aletleri Sanayi ve Ticaret A.S. | Istanbul | 100,0 | |
| Ukraine | MBT Trade T.B.O. | Kiew | 100,0 |
| SC "Robert Bosch Production Ukraine" | Krakovets | 100,0 | |
| Robert Bosch Ltd. | Kiew | 100,0 | |
| TOV BSH Pobutova Technika | Kiew | 100,0 | |
| Zelmer Ukraine T.B.O. | Kiew | 100,0 | |
| Ungarn | Automotive Steering Column Kft. | Eger | 100,0 |
| Bosch Rexroth Kft. | Budapest | 100,0 | |
| BSH Háztartási Készülék Kereskedelmi Kft. | Budapest | 100,0 | |
| ELPRO Systems Kft. | Budapest | 100,0 | |
| Robert Bosch Automotive Steering Kft. | Maklár | 100,0 | |
| Robert Bosch Elektronika Gyártó Kft. | Hatvan | 100,0 | |
| Robert Bosch Energy and Body Systems Kft. | Miskolc | 100,0 | |
| Robert Bosch Kft. | Budapest | 100,0 | |
| Robert Bosch Power Tool Elektromos Szerszámgyártó Kft. | Miskolc | 100,0 | |
| Vereinigtes Königreich | Bosch Automotive Service Solutions Ltd. | Brixworth | 100,0 |
| Bosch Lawn and Garden Ltd. | Stowmarket | 100,0 | |
| Bosch Rexroth Ltd. | St. Neots | 100,0 | |
| Bosch Service Solutions Ltd. | Denham | 100,0 | |
| Bosch Thermotechnology Ltd. | Worcester | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Ltd. | Milton Keynes | 100,0 | |
| ELPRO UK Ltd. | Worthing | 100,0 | |
| Five AI Limited | Bristol | 100,0 | |
| Gas Alarm Systems Limited | Nelson | 100,0 | |
| Lynteck Limited | Nelson | 100,0 | |
| Protec Camerfield Limited | Nelson | 100,0 | |
| Protec Fire and Security Group Limited | Nelson | 100,0 | |
| Protec Fire Detection Plc | Nelson | 100,0 | |
| Protec Fire Detection (Export) Limited | Nelson | 100,0 | |
| Robert Bosch Investment Ltd. | Worcester | 100,0 | |
| Robert Bosch Ltd. | Denham | 100,0 | |
| Robert Bosch UK Holdings Limited | Denham | 100,0 | |
| sia Abrafoam Ltd. | Alfreton | 100,0 | |
| sia Abrasives (G.B.) Ltd. | Greetland | 100,0 | |
| sia Abrasives Holding Ltd. | Greetland | 100,0 | |
| sia Fibral Ltd. | Greetland | 100,0 | |
| Worcester Group Ltd. | Worcester | 100,0 | |
| Amerika | |||
| Argentinien | Bosch Rexroth S.A.I.C. | Buenos Aires | 100,0 |
| Robert Bosch Argentina Industrial S.A. | Buenos Aires | 100,0 | |
| Brasilien | Bosch Rexroth Ltda. | Itatiba-SP | 100,0 |
| Bosch Soluçôes Integradas Brasil Ltda. | Campinas | 100,0 | |
| Bosch Telecom Ltda. | Sào Paulo | 100,0 | |
| Robert Bosch Direçào Automotiva Ltda. | Sorocaba | 100,0 | |
| Robert Bosch Ltda. | Campinas | 100,0 | |
| Chile | Bosch Rexroth Chile S.p.A. | Santiago de Chile | 100,0 |
| Robert Bosch S. A. | Santiago de Chile | 100,0 | |
| Costa Rica | Robert Bosch Service Solutions - Costa Rica Sociedad Anonima | Heredia | 100,0 |
| Kanada | Bosch Rexroth Canada Corporation | Welland, ON | 100,0 |
| BSH Home Appliances Ltd./ Électroménagers BSH Ltée | Mississauga, ON | 100,0 | |
| Freud Canada Inc. | Mississauga, ON | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH INC. | Mississauga, ON | 100,0 | |
| Kolumbien | BSH Electrodomesticos S.A.S. | Bogotá | 100,0 |
| Robert Bosch Ltda. | Bogotá | 100,0 | |
| Mexiko | Bosch Rexroth, S.A. de C.V. | Mexico City | 100,0 |
| BSH Home Appliances S.A. de C.V. | Mexico City | 100,0 | |
| Frenados Mexicanos, S.A. de C.V. | Aguascalientes | 100,0 | |
| Robert Bosch México Sistemas Automotrices, S.A. de C.V. | San Luis Potosí | 100,0 | |
| Robert Bosch México Sistemas de Frenos, S. de R.L. de C.V. | Juárez | 100,0 | |
| Robert Bosch México Sistemas de Seguridad, S.A. de C.V. | Hermosillo | 100,0 | |
| Robert Bosch México, S.A. de C.V. | Mexico City | 100,0 | |
| Robert Bosch Sistemas Automotrices, S.A. de C.V. | Juárez | 100,0 | |
| Robert Bosch Tool de México, S.A. de C.V. | Mexicali | 100,0 | |
| Robert Bosch, S. de R.L. de C.V. | Toluca | 100,0 | |
| SPLT México, S.A. de C.V. | Mexico City | 100,0 | |
| Panama | Robert Bosch Panama Colón, S.A. | Colón | 100,0 |
| Peru | BSH Electrodomésticos S.A.C. | Callao/Lima | 100,0 |
| Robert Bosch S.A.C. | Lima | 100,0 | |
| Vereinigte Staaten | Automotive Steering Column LLC | Florence, KY | 100,0 |
| Bosch Automotive Service Solutions Inc. | Warren, MI | 100,0 | |
| Bosch Automotive Workshop Services LLC | Wilmington, DE | 100,0 | |
| Bosch Aviation Technology LLC | Novi, MI | 100,0 | |
| Bosch Brake Components LLC | Oakbrook Terrace, IL | 100,0 | |
| Bosch grow platform LLC | Wilmington, DE | 100,0 | |
| Bosch Rexroth Corporation | Lehigh Valley, PA | 100,0 | |
| Bosch Security Systems LLC | Burnsville, MN | 100,0 | |
| Bosch Thermotechnology Corp. | Londonderry, NH | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Corporation | Irvine, CA | 100,0 | |
| Climatec, LLC | Phoenix, AZ | 100,0 | |
| Elmo Motion Control Inc. | Nashua, NH | 100,0 | |
| ELPRO Services, Inc. | Marietta, OH | 100,0 | |
| ETAS Inc. | Wilmington, DE | 100,0 | |
| FHP Manufacturing Company | Fort Lauderdale, FL | 57,0 | |
| Five AI Inc. | Wilmington, DE | 100,0 | |
| Freud America Inc. | High Point, NC | 100,0 | |
| Nimbus Holdings LLC | Wilmington, DE | 100,0 | |
| Robert Bosch Automotive Steering LLC | Florence, KY | 100,0 | |
| Robert Bosch Battery Systems LLC | Orion, MI | 100,0 | |
| Robert Bosch Finance LLC | Mt. Prospect, IL | 100,0 | |
| ROBERT BOSCH FUEL SYSTEMS LLC | Kentwood, MI | 100,0 | |
| Robert Bosch LLC | Farmington Hills, MI | 100,0 | |
| Robert Bosch North America Corporation | Oakbrook Terrace, IL | 100,0 | |
| Robert Bosch Start-up Platform North America LLC | Wilmington, DE | 100,0 | |
| Robert Bosch Tool Corporation | Mt. Prospect, IL | 100,0 | |
| sia Abrasives, Inc. USA | Raleigh, NC | 100,0 | |
| Asien-Pazifik (einschl. sonstige Länder) | |||
| Ägypten | BSH Home Appliances Holding LLP | Neu-Kairo | 100,0 |
| BSH Home Appliances LLC | Neu-Kairo | 100,0 | |
| Australien | Bosch Automotive Service Solutions Pty. Ltd. | Clayton | 100,0 |
| Bosch Rexroth Pty. Ltd. | Kings Park | 100,0 | |
| Bosch Security Systems Pty. Ltd. | Sydney | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Pty. Ltd. | Heatherton | 100,0 | |
| MoTeC PTY LTD | Croydon South | 100,0 | |
| MoTeC Holdings PTY LTD | Docklands | 100,0 | |
| Protec Fire Detection Pty Ltd | Sydney | 100,0 | |
| Robert Bosch (Australia) Pty. Ltd. | Clayton | 100,0 | |
| sia Abrasives Australia Pty. Ltd. | Rowville | 100,0 | |
| Botswana | Bosch Rexroth Botswana (Pty) Ltd. | Gaborone | 100,0 |
| China | Bosch (Chengdu) Information Technology Service Co., Ltd. | Chengdu | 100,0 |
| Bosch (China) Investment Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Bosch (Donghai) Automotive Test & Technology Center Co., Ltd. | Donghai | 100,0 | |
| Bosch (Hulunbeier) Automotive Test and Technology Centre Co., Ltd. | Yakeshi | 100,0 | |
| Bosch (Ningbo) e-scooter Motor Co., Ltd. | Ningbo | 100,0 | |
| Bosch (Shanghai) Digital Technology Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Bosch (Shanghai) Investment Consulting Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Bosch (Shanghai) Security Systems Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Bosch (Shanghai) Smart Life Technology Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Bosch (Shanghai) Venture Capital Investment Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Bosch (Zhuhai) Security Systems Co., Ltd. | Zhuhai | 100,0 | |
| Bosch Automotive Aftermarket (China) Co., Ltd. | Nanjing | 100,0 | |
| Bosch Automotive Components (Changchun) Co., Ltd. | Changchun | 55,0 | |
| Bosch Automotive Products (Changsha) Co., Ltd. | Changsha | 100,0 | |
| Bosch Automotive Products (Chengdu) Co., Ltd. | Chengdu | 100,0 | |
| Bosch Automotive Products (Suzhou) Co., Ltd. | Suzhou | 100,0 | |
| Bosch Automotive Service Solutions (Suzhou) Co., Ltd. | Suzhou | 100,0 | |
| Bosch Automotive Steering (Jinan) Co., Ltd. | Jinan | 100,0 | |
| Bosch Automotive Systems (Wuxi) Co., Ltd. | Wuxi | 100,0 | |
| Bosch Automotive Technical Service (Beijing) Co., Ltd. | Beijing | 100,0 | |
| Bosch Connected Mobility Solutions Ltd. | Wuxi | 100,0 | |
| Bosch Electronics Trading (Suzhou) Co., Ltd. | Suzhou | 100,0 | |
| Bosch HUAYU Steering Systems (Nanjing) Co., Ltd. | Nanjing | 100,0 | |
| Bosch HUAYU Steering Systems (Wuhan) Co., Ltd. | Wuhan | 100,0 | |
| Bosch HUAYU Steering Systems (Yantai) Co., Ltd. | Yantai | 100,0 | |
| Bosch HUAYU Steering Systems Co., Ltd. | Shanghai | 51,0 | |
| Bosch Hydrogen Powertrain Systems (Chongqing) Co., Ltd. | Chongqing | 60,0 | |
| Bosch Innovation and Software Development (Wuxi) Co., Ltd. | Wuxi | 100,0 | |
| Bosch Laser Equipment (Dongguan) Limited | Dongguan | 100,0 | |
| Bosch Power Tools (Chengdu) Co., Ltd. | Chengdu | 100,0 | |
| Bosch Power Tools (China) Co., Ltd. | Hangzhou | 100,0 | |
| Bosch Powertrain Systems Co., Ltd. | Wuxi | 66,0 | |
| Bosch Rexroth (Beijing) Hydraulic Co., Ltd. | Beijing | 100,0 | |
| Bosch Rexroth (Changzhou) Co., Ltd. | Changzhou | 100,0 | |
| Bosch Rexroth (China) Ltd. | Hongkong | 100,0 | |
| Bosch Rexroth (Xi'an) Electric Drives and Controls Co., Ltd. | Xi'an | 100,0 | |
| Bosch Security Systems Ltd. | Hongkong | 100,0 | |
| Bosch Thermotechnology (Beijing) Co., Ltd. | Beijing | 100,0 | |
| Bosch Thermotechnology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Bosch Thermotechnology (Wuhan) Co., Ltd. | Wuhan | 100,0 | |
| Bosch Trading (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| BSH Electrical Appliances (Jiangsu) Co., Ltd. | Nanjing | 100,0 | |
| BSH Home Appliances (China) Co., Ltd. | Nanjing | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Co., Ltd. | Chuzhou | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Holding (China) Co., Ltd. | Nanjing | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Ltd. | Hongkong | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Service Jiangsu Co., Ltd. | Nanjing | 100,0 | |
| BSW Household Appliances Co., Ltd. | Wuxi | 100,0 | |
| ETAS Automotive Technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Gaggenau Home Appliances (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Guangzhou sia Abrasives Company Ltd. | Guangzhou | 100,0 | |
| Le-AutomatiX (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Le-HydrauliX (Suzhou) Co., Ltd. | Suzhou | 100,0 | |
| Le-HydrauliX BoWei (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | 50,0 | |
| Robert Bosch Company Ltd. | Hongkong | 100,0 | |
| Shanghai Bosch Rexroth Hydraulics & Automation Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| Taixiang Vehicle Replace Parts (Shenzhen) Co., Ltd. | Shenzhen | 100,0 | |
| United Automotive Electronic Systems (Chongqing) Co., Ltd. | Chongqing | 65,0 | |
| United Automotive Electronic Systems (Liuzhou) Co., Ltd. | Liuzhou | 100,0 | |
| United Automotive Electronic Systems Co., Ltd. | Shanghai | 51,0 | |
| Ghana | Bosch Rexroth Ghana Ltd. | Accra | 100,0 |
| Indien | Bosch Automotive Electronics India Private Ltd. | Bengaluru | 100,0 |
| Bosch Chassis Systems India Private Ltd. | Pune | 100,0 | |
| Bosch Electrical Drives India Private Ltd. | Chennai | 100,0 | |
| Bosch Global Software Technologies Private Limited | Bengaluru | 100,0 | |
| Bosch Ltd. | Bengaluru | 70,5 | |
| Bosch Rexroth (India) Private Limited | Ahmedabad | 100,0 | |
| BSH Household Appliances Manufacturing Private Limited | Mumbai | 100,0 | |
| ETAS Automotive India Private Ltd. | Bengaluru | 100,0 | |
| Robert Bosch Automotive Steering Private Limited | Pune | 100,0 | |
| Robert Bosch India Manufacturing and Technology Private Limited | Bengaluru | 100,0 | |
| Indonesien | PT. Robert Bosch | Jakarta | 100,0 |
| PT BSH Home Appliances | Jakarta | 100,0 | |
| Israel | BSH Home Appliances Ltd. | Herzlia | 100,0 |
| Elmo Motion Control Ltd. | Petach Tikva | 100,0 | |
| Japan | Bosch Corporation | Tokio | 100,0 |
| Bosch Engineering K.K. | Tokio | 100,0 | |
| Bosch Rexroth Corporation | Tsuchiura-shi | 99,9 | |
| Bosch Security Systems Ltd. | Tokio | 100,0 | |
| ETAS K.K. | Yokohama | 100,0 | |
| FA Niigata Co., Ltd. | Niigata | 100,0 | |
| Fuji Aitac Co., Ltd. | Gunma | 100,0 | |
| Gunma Seiki Co., Ltd. | Gunma | 100,0 | |
| Nippon Injector Corporation | Odawara | 50,0 | |
| Korea | Bosch Electrical Drives Co., Ltd. | Sejong | 100,0 |
| Bosch Rexroth Korea Ltd. | Busan | 100,0 | |
| ETAS Korea Co., Ltd. | Seoul | 100,0 | |
| KB Wiper Systems Co., Ltd. | Daegu | 100,0 | |
| Robert Bosch Korea Limited Company | Daejeon | 100,0 | |
| Malaysia | Bosch Power Tools Engineering Sdn. Bhd. | Penang | 100,0 |
| Bosch Rexroth Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur | 100,0 | |
| Robert Bosch (Malaysia) Sdn. Bhd. | Penang | 100,0 | |
| Robert Bosch Power Tools Sdn. Bhd. | Penang | 100,0 | |
| Robert Bosch Automotive Steering Sdn. Bhd. | Penang | 100,0 | |
| Robert Bosch Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur | 100,0 | |
| Robert Bosch Semiconductor Manufacturing Penang Sdn. Bhd. | George Town Pulau Pinang | 100,0 | |
| Marokko | BSH Electroménagers (SA) | Casablanca | 100,0 |
| Robert Bosch Morocco S.A.R.L.-A.U. | Casablanca | 100,0 | |
| Mosambik | Bosch Rexroth Mozambique Lda. | Maputo | 100,0 |
| Bosch Rexroth Matola Lda. | Matola | 100,0 | |
| Namibia | Bosch Rexroth Namibia (Pty) Ltd. | Walvis Bay | 100,0 |
| Neuseeland | BSH Home Appliances Ltd. | Auckland | 100,0 |
| Philippinen | Bosch Service Solutions, Inc. | Manila | 100,0 |
| Robert Bosch Inc. | Manila | 100,0 | |
| Sambia | Bosch Rexroth Zambia Ltd. | Kitwe | 100,0 |
| Singapur | AquaEasy Pte. Ltd. | Singapur | 100,0 |
| Bosch Rexroth Pte. Ltd. | Singapur | 100,0 | |
| BSH Home Appliances Pte. Ltd. | Singapur | 100,0 | |
| ELPRO Pte. Ltd. | Singapur | 100,0 | |
| Robert Bosch (South East Asia) Pte. Ltd. | Singapur | 100,0 | |
| Robert Bosch Security Solutions Pte. Ltd. | Singapur | 100,0 | |
| Südafrika | Bosch Rexroth South Africa (RF) (Pty) Ltd. | Johannesburg | 100,0 |
| BSH Home Appliances (Pty) Ltd. | Johannesburg | 100,0 | |
| Corgam Property Investments (RF) (Pty) Ltd. | Kempton Park | 100,0 | |
| Hydraulic and Automation Warehouse (RF) (Pty) Ltd. | Kempton Park | 100,0 | |
| Hytec Engineering (RF) (Pty) Ltd. | Kempton Park | 100,0 | |
| Hytec Fluid Technology (RF) (Pty) Ltd. | Kempton Park | 100,0 | |
| Bosch Rexroth Africa Development (RF) (Pty) Ltd. | Kempton Park | 100,0 | |
| Hytec South Africa (RF) (Pty) Ltd. | Kempton Park | 75,0 | |
| Robert Bosch (Pty) Ltd. | Midrand | 100,0 | |
| Tectra Automation (RF) (Pty) Ltd. | Kempton Park | 100,0 | |
| Taiwan | Bosch Rexroth Co. Ltd. | Taipei | 100,0 |
| BSH Home Appliances Private Limited | Taipei | 100,0 | |
| Robert Bosch Taiwan Co., Ltd. | Taipei | 100,0 | |
| Thailand | Bosch Automotive Thailand Co. Ltd. | Rayong | 87,9 |
| BSH Home Appliances Ltd. | Bangkok | 100,0 | |
| Robert Bosch Automotive Technologies (Thailand) Co., Ltd. | Rayong | 100,0 | |
| Robert Bosch Ltd. | Bangkok | 100,0 | |
| Vereinigte Arabische Emirate | BSH Home Appliances FZE | Dubai | 100,0 |
| BSH Home Appliances General Trading LLC | Dubai | 100,0 | |
| Robert Bosch Middle East FZE | Dubai | 100,0 | |
| Vietnam | Bosch Vietnam Co., Ltd. | Dong Nai Province | 100,0 |
| Bosch Global Software Technologies Co. Ltd. | Ho Chi Minh City | 100,0 | |
| 2. Nicht konsolidierte Gesellschaften | |||
| Deutschland | AIG Planungs- und Ingenieurgesellschaft mbH | Stuttgart | 100,0 |
| Bosch Climate Solutions GmbH | Gerlingen | 100,0 | |
| Bosch Management Support GmbH | Leonberg | 100,0 | |
| Bosch Pensionsfonds AG | Stuttgart | 100,0 | |
| BSH Altersfürsorge GmbH | München | 100,0 | |
| BSH Digital Ventures GmbH | München | 100,0 | |
| Circular Economy Solutions GmbH | Göttingen | 100,0 | |
| Coup Mobility GmbH | Ludwigsburg | 100,0 | |
| eAx solutions GmbH | Stuttgart | 100,0 | |
| ECP Energiecontracting GmbH | Heidelberg | 81,0 | |
| Elmo Motion Control GmbH | Viernheim | 100,0 | |
| for you Insurance Services GmbH | Stuttgart | 100,0 | |
| GFI Gesellschaft für Infrastrukturdienste mbH | Reutlingen | 100,0 | |
| Home Connect GmbH | München | 100,0 | |
| Joos MSR GmbH | Spraitbach | 51,0 | |
| Kassow Robots GmbH | Ulm | 100,0 | |
| Koller + Schwemmer GmbH | Nürnberg | 100,0 | |
| Mobility Media GmbH | Gerlingen | 100,0 | |
| NEVONEX GmbH | Holzkirchen | 100,0 | |
| Prüfzentrum Boxberg GmbH | Boxberg | 100,0 | |
| Service- und Betriebsgesellschaft Heidehof mbH | Stuttgart | 100,0 | |
| Europa | |||
| Belarus | Robert Bosch OOO | Minsk | 100,0 |
| Bulgarien | Robert Bosch EOOD | Sofia | 100,0 |
| Estland | Robert Bosch OÜ | Tallinn | 100,0 |
| Georgien | Robert Bosch Ltd. | Tiflis | 100,0 |
| Griechenland | Bosch Rexroth S.A. | Athen | 100,0 |
| Italien | Elmo Italy S.R.L. | Arese | 100,0 |
| Kroatien | Robert Bosch d.o.o. | Zagreb | 100,0 |
| Litauen | UAB Robert Bosch | Vilnius | 100,0 |
| Niederlande | Semiconductor Ideas To The Market (ItoM) B.V. | Eindhoven | 100,0 |
| ItoM Enschede B.V. | Enschede | 100,0 | |
| European Semiconductor B.V. | Breda | 100,0 | |
| Österreich | ITK Engineering GmbH | Premstätten | 100,0 |
| Polen | Elmo Motion Control Poland Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 |
| Rumänien | Bosch Servicii Termotehnica S.R.L. | Bukarest | 100,0 |
| BSH Electrocasnice Manufacturing S.R.L. | Bukarest | 100,0 | |
| Schweiz | Elmo Motion Control AG | Biel | 100,0 |
| Slowakei | Bosch Electrical Drives SK s.r.o. | Bratislava | 100,0 |
| Slowenien | BSH I.D. Invalidska druzba d.o.o. | Nazarje | 100,0 |
| Robert Bosch d.o.o. | Ljubljana | 100,0 | |
| Spanien | Bosch Automotive Service Solutions S.A.U. | Madrid | 100,0 |
| ITK Systems Engineering, S.L.U. | Barcelona | 100,0 | |
| Tschechische Republik | KR Soft s.r.o. | Prag | 100,0 |
| Vereinigtes Königreich | Bosch Automotive Training Limited | Motherwell | 100,0 |
| Camerfield Limited | Nelson | 100,0 | |
| Elmo Motion Control UK Ltd. | Crawley | 100,0 | |
| ETAS Ltd. | York | 100,0 | |
| Face Macanda Limited | Nelson | 100,0 | |
| Firepro Systems Limited | Nelson | 100,0 | |
| LAGTA Group Training Limited | Motherwell | 100,0 | |
| MoTeC (Europe) Limited | Oxford | 100,0 | |
| XL Fire Detection Systems Ltd. | Nelson | 100,0 | |
| Amerika | |||
| Brasilien | Bosch Management Support Ltda. | Campinas | 100,0 |
| Metapar Usinagem Ltda. | Curitiba-Paraná | 100,0 | |
| Robert Bosch Centro de Comunicaçâo Limitada | Joinville | 100,0 | |
| sia Abrasivos Industriais Ltda. | Säo José dos Pinhais | 100,0 | |
| Ecuador | Robert Bosch Sociedad Anónima - Ecuabosch | Guayaquil | 100,0 |
| Kanada | ETAS Embedded Systems Canada Inc. | Waterloo, ON | 100,0 |
| Mexiko | Bosch Management Services México, S.C. | Mexico City | 100,0 |
| Paraguay | Robert Bosch Sociedad Anonima | Asunción | 100,0 |
| Peru | Bosch Rexroth S.A.C. | Lima | 100,0 |
| Urugay | Robert Bosch Uruguay S.A. | Montevideo | 100,0 |
| Venezuela | Bosch Rexroth S.A. | Caracas | 100,0 |
| Inversiones 421.10 (Venezuela Holding) | Caracas | 100,0 | |
| Robert Bosch S.A. | Caracas | 100,0 | |
| Skil Venezolana S.R.L. | Caracas | 100,0 | |
| Vereinigte Staaten | Bosch Management Services Corporation | Wilmington, DE | 100,0 |
| Bosch Solar Energy Corp. | Detroit, MI | 100,0 | |
| ITK Engineering, LLC | East Lansing, MI | 100,0 | |
| Asien-Pazifik (einschl. sonstige Länder) | |||
| Ägypten | Bosch Rexroth Egypt LLC | Kairo | 100,0 |
| RBEG LLC | Kairo | 100,0 | |
| Robert Bosch Holding-Egypt LLC | Kairo | 100,0 | |
| Robert Bosch Ltd. | Kairo | 100,0 | |
| Angola | Robert Bosch, Limitada | Luanda | 100,0 |
| Australien | Pacifica Group Pty. Ltd. | Melbourne | 100,0 |
| Bangladesh | Robert Bosch (Bangladesh) Ltd. | Dhaka | 100,0 |
| China | Elmo Motion Control Technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 |
| Freud International Trading (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | 100,0 | |
| ITK Engineering Technology (Wu Xi) Co., Ltd. | Wuxi | 100,0 | |
| KB Wiper Systems (JiangYin) Co., Ltd. | Jiangyin | 100,0 | |
| Shanghai Boyuan Jiacheng Venture Investment Partnership | Shanghai | 99,0 | |
| Ghana | Robert Bosch Ghana Ltd. | Accra | 100,0 |
| Indien | Automobility Services and Solutions Private Limited | Bengaluru | 100,0 |
| KB Wiper Systems India Private Ltd. | Oragadam | 100,0 | |
| MIVIN Engineering Technologies Private Ltd. | Bengaluru | 100,0 | |
| Newtech Filter India Private Limited | Nalagarh | 100,0 | |
| Precision Seals Manufacturing Ltd. | Chakan | 100,0 | |
| Indonesien | PT Robert Bosch Automotive | Jakarta | 100,0 |
| PT Bosch Rexroth | Jakarta | 100,0 | |
| PT KB Wiper Systems Indonesia | Cikarang | 100,0 | |
| Iran | Bosch Tejarat Pars | Teheran | 100,0 |
| Israel | Robert Bosch Technologies Israel Ltd. | Tel Aviv | 100,0 |
| Japan | Atlatec Japan K. K. | Tokio | 100,0 |
| Bosch Global Software Technologies Ltd. | Tokio | 100,0 | |
| Bosch Service Solutions Corporation | Siki | 100,0 | |
| ITK Engineering Japan, Inc. | Tokio | 100,0 | |
| Kanto Seiatsu Kogyo Co., Ltd. | Honjo | 92,9 | |
| Kambodscha | Robert Bosch (Cambodia) Co., Ltd. | Phnom Penh | 100,0 |
| Kenia | Robert Bosch East Africa Ltd. | Nairobi | 100,0 |
| Korea | Elmo Motion Control APAC Ltd. | Hwaseong | 100,0 |
| Laos | Robert Bosch (Lao) Sole Co., Ltd. | Vientiane Capital | 100,0 |
| Malaysia | Robert Bosch (Penang) Sdn. Bhd. | Penang | 100,0 |
| Marokko | Bosch Rexroth Morocco S.A.R.L. | Casablanca | 100,0 |
| Neuseeland | Bosch Rexroth Ltd. | Auckland | 100,0 |
| Robert Bosch Ltd. | Auckland | 100,0 | |
| Nigeria | Robert Bosch Limited | Lagos | 100,0 |
| Saudi Arabien | BSH Home Appliances Saudi Arabia LLC | Dschidda | 51,0 |
| Robert Bosch Saudi Arabia Ltd. | Riad | 100,0 | |
| Singapur | Elmo Motion Control (Singapore) PTE Ltd. | Singapur | 100,0 |
| WhatsEGG Pte. Ltd. | Singapur | 100,0 | |
| Sri Lanka | Robert Bosch Lanka (Pvt.) Ltd. | Colombo | 100,0 |
| Südafrika | Hägglunds Drives South Africa (Pty) Ltd. | Fourways | 100,0 |
| Thailand | FMP Distribution Ltd. | Bangkok | 50,1 |
| FMP Group (Thailand) Ltd. | Rayong | 50,7 | |
| Pacific BBA (Thailand) Ltd. | Bangkok | 100,0 | |
| WhatsEgg (Thailand) Co. Ltd. | Bangkok | 70,0 | |
| Tunesien | Robert Bosch Tunisie S.A.R.L. | Tunis | 100,0 |
| Vietnam | BSH Home Appliances (Vietnam) Co. Ltd. | Ho Chi Minh City | 100,0 |
| B. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen | |||
| 1. At Equity bewertete Gesellschaften | |||
| Deutschland | Bosch BASF Smart Farming GmbH | Köln | 50,0 |
| BS Systems GmbH & Co. KG | Zusmarshausen | 50,0 | |
| MAGURA Bosch Parts & Services GmbH & Co. KG | Bad Urach | 50,0 | |
| plc2 Design GmbH | Endingen am Kaiserstuhl | 25,0 | |
| Europa | |||
| Irland | ads-tec Energy plc | Dublin | 21,4 |
| Vereinigtes Königreich | BOXT Limited | Leeds | 20,0 |
| Amerika | |||
| Vereinigte Staaten | North America Fuel Systems Remanufacturing LLC | Kentwood, MI | 50,0 |
| Asien-Pazifik (einschl. sonstige Länder) | |||
| Indien | ZF Steering Gear (India) Ltd. | Pune | 25,8 |
| 2. Aus Wesentlichkeitsgründen nicht at Equity bewertete Gesellschaften | |||
| Deutschland | Alltrucks GmbH & Co. KG | München | 33,3 |
| Blauhut & Partner Informationssysteme GmbH | Egling | 42,9 | |
| European Center for Information and Communication Technologies -EICT GmbH | Berlin | 20,0 | |
| Aranea Battery Solutions GmbH | Heilbronn | 50,0 | |
| MAGURA Bosch Parts & Services Verwaltungs-GmbH | Bad Urach | 50,0 | |
| Siliconally GmbH | Dresden | 38,8 | |
| SupplyOn AG | Hallbergmoos | 42,1 | |
| Europa | |||
| Italien | BARI SERVIZI INDUSTRIALI Società consortile a r.l. | Modugno | 50,0 |
| Oleodinamica Gambini S.r.l. | Modena | 20,0 | |
| Niederlande | Euroradiators Holding B. V. | Boxtel | 49,0 |
| Tradeplace B.V. | Amsterdam | 20,0 | |
| Polen | Loos Centrum Sp.z o.o. | Warschau | 26,0 |
| Vereinigtes Königreich | Megasets Ltd. | London | 25,1 |
| Amerika | |||
| Mexiko | PartsTech S.A. de C.V. | Guadalajara | 49,0 |
| Vereinigte Staaten | Foldimate Inc. | Wilmington, DE | 39,6 |
| Asien-Pazifik (einschl. sonstige Länder) | |||
| Australien | FMP Group (Australia) Pty. Ltd. | Ballarat | 49,0 |
| The Yield Technology Solution Pty. Ltd. | Hobart | 28,7 | |
| China | HEFEI M&B Air Conditioning Equipment Co., Ltd. | Heifei | 40,0 |
| Indien | AMP Solar Infrastructure Private Limited | Neu-Delhi | 26,0 |
| Autozilla Solutions Pte. Ltd. | Hyderabad | 26,0 | |
| Hinduja Renewables One Pvt. Ltd. | Mumbai | 26,0 | |
| Prebo Automotive Pte. Ltd. | Pune | 40,0 | |
| Simyog Technology Pvt. Ltd. | Bengaluru | 24,7 | |
| Israel | Electra Industries Ltd. | Rishon Le'Zion | 40,0 |
| Japan | Advanced Driver Information Technology Corporation | Kariya-shi | 50,0 |
| C. Sonstige Beteiligungen | |||
| Europa | |||
| Niederlande | Intrinsic ID B.V. | Eindhoven | 28,2 |
| Österreich | RobArt GmbH | Linz | 24,8 |
| Vereinigtes Königreich | Sunlight.io Ltd. | Cambridge | 27,0 |
| Amerika | |||
| Vereinigte Staaten | Shop-Ware Inc. | San Francisco, CA | 21,0 |
| Asien-Pazifik (einschl. sonstige Länder) | |||
| China | Boyuan (Shanghai) Investment Management Co., Ltd. | Shanghai | 50,0 |
| Israel | Allegro Artificial Intelligence Ltd. | Ramat Gan | 20,4 |
Stuttgart, den 15. März 2023
Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Die Geschäftsführer
Dr. Stefan Hartung
Dr. Christian Fischer
Filiz Albrecht
Dr. Markus Forschner
Dr. Markus Heyn
Dr. Tanja Rückert
Wir haben den Konzernabschluss der Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Bericht zur Unternehmensführung" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Ferner umfassen die sonstigen Informationen weitere für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere die Abschnitte: "Vorwort der Geschäftsführung", "Geschäftsführung", "Bericht des Aufsichtsrats", "Aufsichtsrat", "Industrietreuhand und internationaler Beirat", "Höhepunkte 2022", "Robert Bosch Stiftung" sowie "Zehnjahresübersicht der Bosch-Gruppe", nicht aber den Konzernabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Konzern-Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; |
| ― |
holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 15. März 2023
Ernst
& Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer
Somes, Wirtschaftsprüferin
im Geschäftsjahr 2022 hatte die Bosch-Gruppe erneut anspruchsvolle Rahmenbedingungen zu bewältigen, die durch den Krieg in der Ukraine zusätzlich verschärft wurden. Hierzu gehörten zeitweise enorme Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie. Die weitere Erholung der weltweiten Konjunktur blieb trotz der sukzessiven Eindämmung der Coronavirus-Pandemie aus. Umso höher ist das außerordentliche Engagement zu bewerten, mit dem Umsatz und operative EBIT-Rendite im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr gesteigert wurden. Der Aufsichtsrat dankt Geschäftsführung und Beschäftigten der Bosch-Gruppe für diese Leistung. Ihr engagierter Einsatz und ihre Kompetenzen geben die Zuversicht, dass die Bosch-Gruppe auch das voraussichtlich nicht minder herausfordernde Geschäftsjahr 2023 erfolgreich meistern wird. Trotz schwieriger konjunktureller Bedingungen und erheblicher Vorleistungen für Zukunftsthemen wird für 2023 das Ziel verfolgt, weiter zu wachsen und die operative EBIT-Rendite zu verbessern.
Unser Dank als Aufsichtsrat gilt zudem Rolf Najork, bis zum Jahresende zuständig für den Unternehmensbereich Industrial Technology. Es ist ihm in den vergangenen Jahren gelungen, den Bereich durch Innovationen und Zukäufe auszubauen. Einen Großteil seiner Aufgaben hat zum Jahresanfang Finanzchef Markus Forschner übernommen. Zudem freuen wir uns als Aufsichtsrat, mit Tanja Rückert in der Geschäftsführung dem Zukunftsthema Digitalisierung stärkeres Gewicht zu verleihen. Durch die neue Geschäftsführerin erhöhte sich zudem die Diversität auf oberster Führungsebene.
Auch im Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat seine nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Das Aufsichtsgremium befasste sich ausführlich mit den schwierigen Rahmenbedingungen und der Geschäftslage der Bosch-Gruppe. Zudem ließ es sich über Maßnahmen mit Blick auf Compliance, das Risikomanagementsystem und bedeutende Risiken wie Cybergefahren, die Folgen des Kriegs in der Ukraine für Bosch, die Sicherheit der Energieversorgung sowie das Auslaufen der Geschäftsaktivitäten in Russland informieren. Zudem waren die Finanz- und Investitionsplanung sowie die Wirtschaftsplanung für 2023 wichtige Berichtsthemen. Einen großen Raum nahmen die Überlegungen der Geschäftsführung zur Weiterentwicklung der Strategie mit Blick auf Wachstumspotenziale in bestehenden, angrenzenden und neuen Geschäftsfeldern ein. Das Programm Mobility Company zur Weiterentwicklung der Organisation im Unternehmensbereich Mobility Solutions wurde intensiv besprochen. Der Aufsichtsrat informierte sich des Weiteren ausführlich über den Stand der Transformation im Geschäftsbereich Powertrain Solutions und Zukunftsprodukte wie die Brennstoffzelle. Darüber hinaus ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats außerhalb der Gremiensitzungen vom Vorsitzenden der Geschäftsführung regelmäßig über die aktuelle Entwicklung und die wesentlichen Vorgänge im Unternehmen ins Bild setzen.
"Der Aufsichtsrat dankt Geschäftsführung und Beschäftigten der Bosch-Gruppe für ihre große Leistung in schwierigen Zeiten."
Den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH zum 31. Dezember 2022 sowie die entsprechenden Lageberichte prüfte die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Sie erteilte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich umfassend mit den Unterlagen und prüfte sie selbst; allen Mitgliedern des Gremiums lagen dazu die Prüfungsberichte vor. Außerdem erläuterte der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, die dann ausführlich besprochen wurden.
Das Gremium erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen, stimmte den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu und billigte den Jahresabschluss der Robert Bosch GmbH sowie den Konzernabschluss. Dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Ergebnisses hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.
Stuttgart, im März 2023
Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Vorsitzender
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