Fischer Energietechnik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arne Heuzeroth seit 2.5.2025 | Prokura |
Martin Krutz seit 31.1.2024 | Geschäftsführer |
Masaharu Tada seit 14.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DAIKIN Europe N.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DAIKIN Airconditioning Germany GmbHUnterhachingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024Markt & Produkte: Unsere Gesellschaft, zugehörig zur DAIKIN Gruppe mit Sitz in Osaka, Japan, vertreibt Produkte, die zur Klimatisierung, Heizung und Kühlung geeignet sind. Dazu zählen unter anderem auch Luft-Wasser-Wärmepumpen für Ein- und Mehrfamilienhäuser als auch kältetechnische Anlagen zur Kühlung und Tiefkühlung von Lebensmitteln und anderen Produkten. DAIKIN Airconditioning Germany GmbH (kurz DAIKIN Germany) ist vornehmlich auf dem deutschen Markt aktiv und wird neben der Unternehmenszentrale in Unterhaching bei München durch sechs regionale Vertriebsbüros und einem weiteren Standort in Leingarten (Kreis Heilbronn) repräsentiert. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/2024 bei einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Kalenderjahr 2023 um -0,3 % als gegenüber dem Vorjahr negativ zu werten. 1 Nach einer Stagnation im zweiten und dritten Quartal 2023 war die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal merklich rückläufig. Vor allem die Investitionen in Ausrüstungen und Bauten verringerten sich deutlich. 2 Die Inflationsrate betrug in 2023 +5,9 % nach +6,9 % in 2022. Der Anstieg der Verbraucherpreise verlangsamte sich ab September 2023 und konnte somit die privaten Konsumausgaben im 4. Quartal 2023 zumindest stabilisieren. 3 Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen entwickelten sich in 2023 aus unterschiedlichen Gründen und in unterschiedlichem Umfang insgesamt negativ.
1 Vgl. Statistisches Bundesamt; Online im
Internet
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Auch in 2023 fehlten im gewerblichen und industriellen Bereich wichtige Wachstumsimpulse. Anhaltend hohe Kreditzinsen 4 belasteten die Investitionsbereitschaft im gewerblich-industriellen Bereich ebenso wie im privaten Bereich und dort insbesondere im privaten Neubausektor 5. Im Jahr 2022 wurde durch den Ukraine-Krieg, mit der dadurch ausgelösten Energiekrise und der Sorge, im Winter 2022/2023 nicht ausreichend Gas und Öl zur Wohnraumheizung zur Verfügung zu haben, die Nachfrage nach Wärmepumpensystemen extrem positiv beeinflusst. Im Jahr 2023 drehte sich dieser Trend ebenso drastisch um. Im Winter 2022/2023 zeigte sich, dass der Bedarf an Erdgas und Erdöl für die industrielle Produktion genauso wie für die private Wohnraumheizung in ausreichendem Umfang durch alternative Anbieter gedeckt werden konnte. Zudem verursachte im Jahr 2023 die politische Diskussion über die Novellierung des Förderprogramms der Bundesregierung "Bundesförderung für effiziente Gebäude" (BEG) eine tiefgreifende Verunsicherung potenzieller Käufer von Wärmepumpensystemen. Der Vertrieb von Wärmepumpensystemen erfolgt, wie auch für andere Heizungssysteme, in großen Teilen 3-stufig über den Heizungsgroßhandel. Dadurch war der massive Einbruch der Marktnachfrage für die Wärmepumpenhersteller erst ab etwa dem 4. Quartal 2023 in den Absatzzahlen sichtbar, als die Absatzzahlen von Wärmepumpensystemen um ca. 40 % gegenüber dem Vorquartal einbrachen. 6 Bis zu diesem Zeitpunkt lieferten die Hersteller noch Auftragsrückstände aus dem Jahr 2022 und Anfang 2023 an den Großhandel, was mangels entsprechender Marktnachfrage dort zu extrem hohen Lagerbeständen führte.
4 Vgl. Statista.de; Online im Internet
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/899113/umfrage/zinssatz-fuer-kredite-neugeschaeftan-nichtfinanzielle-kapitalgesellschaften/
Der Markt für Wärmepumpensysteme wuchs nach Erhebungen des Bundesverbands Wärmepumpe e.V. 2023 mit +50,9 % (Luft/Wasser Monoblocks +77,7 % und Luft/Wasser Split-Wärmepumpen +15,4 %). 7 Dieses Wachstum reflektiert allerdings nicht die Marktnachfrage. Vielmehr kommt dieses Absatzwachstum wesentlich durch den Aufbau von Lagerbeständen im Großhandel zustande. Im Gegenzug stieg in 2023 die Nachfrage nach gas- und ölbetriebenen Heizungssystemen aufgrund einer scheinbar wieder gegebenen Preisstabilität und Versorgungssicherheit bei Öl und Gas wieder stark an. Dies hat Einfluss auf das mittel- bis langfristige Potential für Wärmepumpensysteme. 8 Das Geschäftsjahr 2023/2024 war wesentlich durch fünf Entwicklungen bestimmt:
7 Absatzstatistik Wärmepumpen 2023 vom
Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH)
und Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP) - Statistik
Inlandsabsatz von Heizungswärmepumpen.
Aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte, insbesondere wegen des Einbruchs der Nachfrage nach Wärmepumpen, konnte das Geschäftsjahr 2023/2024 die Erwartungen bei weitem nicht erfüllen. Der Umsatzeinbruch im Bereich der Luft/Wasser-Wärmepumpen von 20 % gegenüber dem Vorjahr konnte durch andere Produktgruppen bei weitem nicht kompensiert werden. Insgesamt war der Umsatz von DAIKIN Germany im Geschäftsjahr 2023/2024 mit 346,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um -51,9 Mio. EUR niedriger (-13 %). Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für DAIKIN Germany sind Umsatzerlöse und Jahresüberschuss. Die Steuerung erfolgt im Wesentlichen anhand des finanziellen Leistungsindikators "Umsatzerlöse". Die Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 wird im Kapitel zur Ertragslage erläutert, im Kapitel Prognosebericht werden Erwartungen in Bezug auf die Umsatzerlöse für das Jahr 2024/2025 formuliert. Die wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für DAIKIN Germany sind die Entwicklung des Mitarbeiterstamms und die Kundenzufriedenheit. Diese werden jedoch nicht zur Steuerung des Unternehmens verwendet. Die enorm gestiegene Nachfrage nach Wärmepumpensystemen erforderte einen weiterhin starken Ausbau des Mitarbeiterstamms in allen relevanten Funktionsbereichen. Dies sind insbesondere der Vertriebsaußendienst für Heiztechnik, der Vertriebsinnendienst, das Angebotswesen für Heiztechnik, der After Sales Service sowie das Personal- und das Finanzwesen. Durch die Einbeziehung externer Personaldienstleister ist es gelungen den Mitarbeiterstamm mit einem strukturierten und kontinuierlichen Rekrutierungsprozess um zusätzliche durchschnittlich 174 Mitarbeiter auszubauen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren damit durchschnittlich 651 Mitarbeiter bei DAIKIN Germany beschäftigt. Basierend auf Kundenaussagen konnte die Kundenzufriedenheit weiter verbessert werden. Gründe hierfür waren (a) fortgesetzte Prozess- und Strukturverbesserungen, (b) ein höheres Qualifikationsniveau im Vertriebsinnendienst durch kontinuierliche Schulungsmaßnahmen und (c) der weitere Ausbau des Mitarbeiterstamms. Die im letzten Quartal des Geschäftsjahres begonnene Neuausrichtung des Vertriebsinnendiensts hat eine deutliche Steigerung der Kundenorientierung zum Ziel und wurde deshalb kundenseitig sehr schnell als positiv bewertet. Die Kundenzufriedenheit war zum Ende des Geschäftsjahres auf demselben Niveau wie bei den Hauptwettbewerbern im Bereich Heiz- und Klimatechnik einzustufen. Ertragslage: Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben sich bedingt durch die Neufassung des Gebäude Energie Gesetzes (GEG) die Umsatzerlöse um -13,0 % auf 346,4 Mio. EUR (Vorjahr: 398,3 Mio. EUR) reduziert. Damit wurde das ursprüngliche Wachstumsziel von +16,0 % weit unterschritten. Aufgrund neu verhandelter Einkaufspreise steigerte sich das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) von DAIKIN Germany dennoch auf 102,4 Mio. EUR (+7,7 Mio. EUR). Die mit dem geplanten Umsatzwachstum einhergehende Prognose des Rohergebnisses wurde damit jedoch nicht erreicht. Die Personalpolitik im Rahmen der langfristigen Marktentwicklungsstrategie zur Stärkung der führenden Marktposition wurde auch im Geschäftsjahr 2023/2024 fortgesetzt. Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 174 Mitarbeiter (+36,5 %) zusätzlich eingestellt. Damit geht ein Anstieg der Personalkosten um +14,9 Mio. EUR (für Gehaltssteigerung, Umsatzboni und Neueinstellungen) einher. Die überproportionale Steigerung ist durch den fortgesetzten Ausbau des Servicebereichs, als auch der gezielten Erweiterung des Wärmepumpenvertriebs und der damit einhergehenden Einstellung neuer Mitarbeiter begründet. Die Abschreibungen blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 wie im Vorjahr auf einem Niveau von 1,0 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen bedingt durch den Personalaufbau im Berichtszeitraum um +5,8 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR an. Dies spiegelt sich in den höheren Aufwendungen verschiedener Bereiche wider: +1,2 Mio. EUR Mehraufwand in direktem Zusammenhang mit dem Personalaufbau, +0,5 Mio. EUR höherer Marketingaufwand, zusätzlich +0,5 Mio. EUR für Kommunikation, +1,2 Mio. EUR für gestiegene Mietaufwendungen und höhere Forderungsausfälle in Höhe von +0,6 Mio. EUR. Daneben hat sich die Zuführung zur Rückstellung für Garantieleistungen um +1,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Anstieg des Rohergebnisses in Verbindung mit den überproportional gestiegenen Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert in einem um -13,0 Mio. EUR reduzierten Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Berichtsjahr: 7,8 Mio. EUR; Vorjahr: 20,8 Mio. EUR). Insgesamt fällt der Jahresüberschuss mit 6,4 Mio. EUR für DAIKIN Airconditioning Germany gegenüber dem Vorjahr um -8,9 Mio. EUR geringer aus. Insgesamt hat sich die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Vermögens- und Finanzlage: Das Anlagevermögen hat sich von 3,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023/2024 erhöht. Im Berichtsjahr wurden Neu- und Ersatzinvestitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 1,7 Mio. EUR getätigt. Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um +0,9 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR erhöht. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf einen Wert von 81,9 Mio. EUR (-39,9 Mio. EUR) verringert. Im Wesentlichen erklärt sich dieser Rückgang durch die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 25,3 Mio. EUR (-26,7 Mio. EUR), die dem Umsatzrückgang geschuldet ist und auf 45,3 Mio. EUR reduzierte Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-13,8 Mio. EUR). Daneben trägt auch der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände auf 3,6 Mio. EUR (-0,3 Mio. EUR) zum reduzierten Umlaufvermögen bei. Die bereits erwähnte Erhöhung der Vorräte von +0,9 Mio. EUR wirkt der Reduktion des Umlaufvermögens entgegen. Die Liquidität der Gesellschaft ist jederzeit durch Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling der DAIKIN Gruppe gesichert, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen wie im Vorjahr nicht. Das Unternehmen weist (inkl. der in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen Cash-Pool-Forderungen) eine nach wie vor starke Liquiditätsposition in Höhe von 42,8 Mio. EUR (Vorjahr 57,7 Mio. EUR) aus. Die Reduktion dieser Forderung ist insbesondere durch den negativen operativen Cashflow des Berichtsjahrs nach Abzug der Dividendenzahlung von 8,1 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2022/2023 begründet. Ausfallrisiken bei Verbundforderungen sind aufgrund der ebenfalls soliden finanziellen Situation im Konzern nicht zu erwarten. Ausfallrisiken im Bereich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch die Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um -2,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 31,4 Mio. EUR reduziert. Der überwiegende Teil des Rückgangs entfällt dabei mit -4,1 Mio. EUR auf Rückstellungen für ausstehende, nicht abgerechnete Umsatzboni. Die Personalrückstellungen sind mit 6,9 Mio. EUR auf einem dem Vorjahr vergleichbaren Niveau geblieben. Im Gegenzug hat sich die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen im Berichtsjahr auf 9,9 Mio. EUR erhöht (+2,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr). Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen hat sich um -0,9 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR reduziert. Die Verbindlichkeiten im Unternehmen belaufen sich auf 22,6 Mio. EUR und haben damit gegenüber dem Vorjahr um -36,3 Mio. EUR abgenommen. Die Reduktion entfällt mit -33,7 Mio. EUR insbesondere auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Bedingt durch den Umsatzrückgang sind die Verbindlichkeiten für Umsatzsteuer ebenfalls um -6,5 Mio. EUR gesunken. Im Gegenzug dazu haben sich die Verbindlichkeiten für noch nicht an Kunden ausbezahlte Umsatzboni um +3,1 Mio. EUR erhöht. Kredite wurden im Berichtsjahr erneut nicht benötigt. Wie bereits erwähnt ist im Berichtsjahr eine Dividendenzahlung in Höhe von 8,1 Mio. EUR an die Muttergesellschaft geflossen. Das Unternehmen weist zum 31.03.2024 eine sehr solide Eigenkapitalquote von 29,0 % aus. Die Investitionen des Berichtsjahrs von 1,8 Mio. EUR betreffen fast ausschließlich die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Vermögens- und Finanzlage ist insgesamt als zufriedenstellend einzustufen. Forschungs- und Entwicklungsaufgaben: Diese Aufgaben werden in unserer Gruppe zentral in Belgien, Amerika und Japan erledigt. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung: Die Darstellung der Risiken erfolgt in der absteigenden Reihenfolge ihrer Bedeutsamkeit unter Berücksichtigung der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und der absehbaren finanziellen Auswirkung. Chancen und Risiken für die künftige Geschäftsentwicklung ergeben sich in noch stärkerem Maße aus der Entwicklung der deutschen Wirtschaft als dies bereits bislang der Fall war. Zudem macht der Krieg in der Ukraine und die Unsicherheit über die weitere Ausgestaltung und Umsetzung der Klimatransformation derzeit eine Risiko- und Chancenbeurteilung nur begrenzt möglich. Risikobericht: Der Krieg in der Ukraine hat für DAIKIN Germany weiterhin keine unmittelbaren Folgen. Dies könnte sich bei Eintritt weiterer Eskalationsstufen der kriegerischen Handlungen ändern. Eine Bewertung dieses Risikos ist derzeit nicht möglich. Die aktuelle Politik der Bundesregierung bezüglich der Maßnahmen zum Umstieg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien hat unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Derzeit sind seitens der Bundesregierung keine konkreten Impulse erkennbar, die eine kurzfristige Belebung der Nachfrage nach Wärmepumpensysteme herbeiführen könnten. Wurde der Markt für Wärmepumpen vom BWP Anfang 2024 noch mit 260.000 Geräten angenommen 10 , so ging der BDH im Mai 2024 nur noch von einer Marktgröße unterhalb von 200.000 Geräten aus 11 , nach 337.800 Geräten in 2023 12. Der zumindest kurzfristig anzunehmende Marktrückgang hat substantielle Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung des Unternehmens. Wie beschrieben hat das Unternehmen in Vorbereitung auf die bis Mitte 2023 abzusehende kurz- und mittelfristige Marktnachfrage hohe Investitionen in Marketingmaßnahmen, Ausbau des Mitarbeiterstamms und den Ausbau der Unternehmensstandorte getätigt. Im Budget für das Geschäftsjahr 2024/2025 wurde diese Entwicklung berücksichtigt. Es zeigt sich aber, dass der Nachfragerückgang hinsichtlich seiner Intensität und Dauer sich im Laufe des Jahres 2024 stärker entwickeln könnte als dies noch zu Beginn des Jahres 2024 angenommen wurde. Daikin hat deshalb wie oben beschrieben im September 2023 begonnen kostenbegrenzende und -senkende Maßnahmen für alle Unternehmensbereiche einzuleiten. Die größten Einsparpotentiale ergeben sich für die Marketing- und die Personalkosten. Im Bereich Personal wurde neben dem bereits erwähnten Einstellungs- und Nachbesetzungsstopp des Jahres 2023 im März 2024 eine erste Reduzierung des Mitarbeiterstamms notwendig. Die Entwicklung des Wärmepumpenmarktes und damit die Umsatzentwicklung werden zeigen, ob weitere Maßnahmen erforderlich werden. Inwieweit ein Risiko besteht, dass alle Unternehmensfunktionen zum Zeitpunkt einer anhaltenden Marktbelebung, die dann wieder gestiegenen Anforderungen ohne Einschränkungen erledigen können, kann hier nicht beurteilt werden.
10 Vgl. Bundesverband Wärmepumpe e.V.
(BWP); Online im Internet
https://www.waermepumpe.de/bwp-inform-10-2023-1-1-1/
DAIKIN Germany bezieht Geräte ausschließlich von der Muttergesellschaft DAIKIN Europe N.V., Belgien. Die in 2022 eingetretene und für die Zeit ab 2025 wieder anzunehmende Belebung der Marktnachfrage nach Wärmepumpen birgt Beschaffungs- und Qualitätsrisiken. Dem Beschaffungsrisiko begegnet DAIKIN Europe mit (a) engmaschigen Planungs- und Forecast-Prozessen, die kurz- und mittelfristige Marktentwicklungsprognosen in die Produktionsplanungen einfließen lassen sowie (b) langfristigen geoökonomischen Entwicklungsstudien der relevanten Märkte, die in die Standortplanung der Produktionsstätten einfließen. Durch den Bau einer weiteren Fabrik in Polen wird insbesondere das Beschaffungsrisiko für Wärmepumpen weiter minimiert. Grundsätzlich setzt DAIKIN Europe verstärkt auf eine Multi-Supplier-Strategie, um dadurch das Beschaffungsrisiko bei Ausfall eines Lieferanten oder einer Transportkette zu minimieren. Durch effektive Qualitätssicherungsmaßnahmen in den DAIKIN Produktionsstandorten wie auch im Rahmen der Transportketten wird das Qualitätsrisiko auch bei hohen Auslastungsgraden der Produktionskapazitäten kontrolliert. DAIKIN Germany hat wie alle anderen Niederlassungen der DAIKIN Europe Gruppe seine IT-Funktionen zu DAIKIN Europe ausgelagert. Damit können zum einen Kosteneinsparungseffekte erzielt werden, zum anderen können so Maßnahmen zur Sicherung der IT-Systeme effizienter und effektiver dargestellt werden. Ein zusammen mit DAIKIN Europe erarbeiteter Business-Continuity-Plan stellt zudem sicher, dass der Geschäftsbetrieb auch bei einem teilweisen oder vollständigen Ausfall der IT-Systeme in seinen Kernbereichen fortgeführt werden kann. Die Gesellschaft begegnet dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein aktives Forderungsmanagement. Das Unternehmen finanziert sich überwiegend aus dem operativen Cashflow. Aufgrund der Finanzierungsstruktur und der engen Einbindung der Finanzierung in die DAIKIN Gruppe sind nennenswerte Zinsänderungsrisiken ebenso wenig gegeben wie kurzfristige Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken. Fremdwährungsrisiken oder -chancen sind von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäftsvolumens weitgehend in Euro abgewickelt wird. Die vorgenannten Risiken stuft das Unternehmen derzeit unter Berücksichtigung der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und der absehbaren finanziellen Auswirkung allesamt als "moderat" ein. Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind gegenwärtig keine weiteren Risiken erkennbar, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben oder sich bestandsgefährdend auswirken könnten. Chancenbericht: Die beschlossene Bepreisung von CO 2 Emissionen wird zu einem anhaltenden Anstieg der Betriebskosten von gas- und ölbetriebenen Heizungssystemen führen. Die bis 2026 bzw. 2028 vorliegende Wärmeplanung der Städte und Kommunen wird zu einem Ausstieg aus dem Heizen mit fossilen Energien führen, auch wenn dieser später erfolgt als zunächst angenommen. Beide Maßnahmen fördern die Marktchancen von Wärmepumpensystemen. Die Nutzung von Split-Klimageräten als Luft/Luft-Wärmepumpen als preisgünstige Alternative für die Wohnraumheizung steigt stetig. Im Wohnungsbau nimmt der Anteil von seriellen bzw. modularen Produktionsverfahren deutlich zu. Hier bieten Split- Klimageräte effiziente Einsatzmöglichkeiten als Heizungssysteme. DAIKIN Germany forciert die Nutzung dieser Marktchancen durch die Ausweitung der Vertriebskanäle auf den Heizungsgroßhandel. Für das Heizen von Mehrfamilienhäusern mit Wärmepumpensystemen hat DAIKIN Germany ein kaskadierbares Produkt für die Wohnraum- und Brauchwasserheizung von Gebäuden mit bis zu 60 Wohneinheiten entwickelt (Energie-Modul). Dieses Produkt bietet für Unternehmen der Immobilienbranche eine kostengünstige Möglichkeit bei der Renovierung ihres Wohnungsbestands. Erste Projekte sind bereits abgeschlossen. Eine mit DAIKIN Europe wegen der notwendigen Produktionskapazitäten abgestimmte Vermarktungsstrategie befindet sich in der Vorbereitung. Für das Heizen von Projekten mit mehr als 60 Wohneinheiten wurde im Jahr 2023 eine eigene Funktion mit Spezialisten aus der Heiztechnik und aus dem Bereich Applied Systems gegründet. Zur Sicherung der Marktchancen bleibt die Steigerung der Markenbekanntheit für DAIKIN von hoher Bedeutung. Das im Jahr 2023 begonnene Sportsponsoring im Bereich Handball wird fortgeführt. Damit werden auch die Absatzmöglichkeiten von Klimageräten nachhaltig unterstützt. Prognosebericht: Das Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal 2024 um +0,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. 13 Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert für 2024 ebenfalls ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von +0,2 %. 14 Die deutsche Wirtschaft befindet sich damit im Jahr 2024 in einer Stagnationsphase. War in 2023 die Inflationsrate mit +5,9 % noch ein Wachstumshemmnis, so dürfte eine Prognose der Inflationsrate von +2,3 % in 2024 und +1,8 % in 2025 15 den Trend für das Jahr 2024 bei den Bauinvestitionen mit prognostizierten -1,5 % und den privaten Konsumausgaben mit -0,6 % noch nicht umkehren können. 16 Erfahrungsgemäß geht mit dem Rückgang der Inflationsrate zeitlich versetzt ein Rückgang der Hypothekenzinsen einher, was bislang zu einer Belebung des Bausektors führte. Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 beurteilen wir die Geschäftsaussichten nach Produktbereichen differenziert. Für den Bereich der Heiztechnik beurteilen wir die Geschäftsaussichten wie ausgeführt negativ da eine nachhaltige und substantielle Belebung der Marktnachfrage im Geschäftsjahr nicht abzusehen ist. Für alle anderen Produktbereiche sehen wir ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr und damit verhalten positive Aussichten für das laufende Geschäftsjahr. Nach aktueller Planung sehen wir dennoch einen Umsatzrückgang um ca. 6 % gegenüber dem Vorjahr vor. Zur Wiedererlangung der Profitabilität des vorangegangenen Geschäftsjahrs werden die eingeleiteten personalpolitischen Maßnahmen fortgesetzt und geplante Investitionen in Abhängigkeit der Marktgegebenheiten und -erfordernissen umgesetzt.
Unterhaching, den 18.07.2024 Die Geschäftsführung
13 Vgl. Statista.de; Online im Internet
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_205_811.html
Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
Amtsgericht München HRB 119811ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft bilanziert nach den handelsrechtlichen Vorschriften und unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode in Einklang mit den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern und in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung vorgenommen. Entfällt der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahren, so wird eine Zuschreibung maximal bis zu Höhe der fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen. Vorräte Die Bewertung der Waren erfolgt teils zu durchschnittlichen, teils zu tatsächlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Für sogenannte Zweite-Wahl-Geräte sowie nicht mehr gängige Geräte wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt; zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten Die Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Von dem Wahlrecht zum Ansatz der aktiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Sie beruhen auf unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen. Die Bewertung der latenten Steuern würde mit einem Steuersatz von 29 %, der sich aus Körperschaftsteuersatz, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuersatz zusammensetzt erfolgen. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.564,59 und entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung im Handelsregister. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für sämtliche Pensionsverpflichtungen existieren verpfändete Rückdeckungsversicherungsverträge. Entsprechend werden die Pensionsrückstellungen und die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die Pensionsrückstellungen mit dem Wertansatz der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherung bewertet, wie diese von den Versicherungsunternehmen gemeldet werden, soweit dieser einen garantierten Mindestbetrag übersteigt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Bewertung der garantierten Mindestbeträge nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G erfolgen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird die Rückstellung pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) abgezinst. Es handelt sich um den durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie eine Fluktuationswahrscheinlichkeit werden nicht berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen bestehen in gleicher Höhe wie der Zeitwert der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen. Zum 31. März 2024 belaufen sich beide auf TEUR 612. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 11 wurden mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 12 im Zinsaufwand verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen den Wertansätzen der Altersversorgungsverpflichtungen auf Basis des sieben- und zehnjährigen Zeitraums beträgt TEUR 0. Verpflichtungen aus Zeitwertguthaben (Entgeltumwandlung) sind durch Fondsvermögen gesichert. Die an den Versorgungsberechtigten verpfändeten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB als Deckungsvermögen im Berichtsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die sonstigen Rückstellungen mit dem Wertansatz der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherung bewertet, wie diese von den Versicherungsunternehmen gemeldet werden, soweit dieser einen garantierten Mindestbetrag übersteigt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei den fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. März 2024 belaufen sich der Zeitwert der Aktivwerte und die Verpflichtung auf TEUR 98 für die Zeitwertguthaben und TEUR 112 für die Altersteilzeitvereinbarungen. Es wurden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen mit Erträgen in gleicher Höhe aus dem Deckungsvermögen verrechnet, dabei wurden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2 in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G ermittelt. Dabei wird ein Rechnungszinssatz von 1,78 %, ein Gehaltstrend von 2,0 % und ein Trend von 2,0 % zur Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherungen zu Grunde gelegt. Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen - durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre, bekannt gegeben von der Deutschen Bundesbank - abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Forderungen/Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Geldkurs/Briefkurs am Tag der Buchung der Forderung/Verbindlichkeit bewertet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. II. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagengitter zu entnehmen. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Incentive-Programme, Kundenboni, mögliche Kulanz- sowie Garantieleistungen, Mitarbeiterprovisionen, Tantiemen sowie nicht genommene Urlaubstage und Zeitguthaben. Die Rückstellungen haben sich um -2,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 31,4 Mio. EUR reduziert. Der überwiegende Teil des Rückgangs entfällt dabei mit -4,1 Mio. EUR auf Rückstellungen für ausstehende, nicht abgerechnete Umsatzboni (10 Mio. EUR im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr 14,1 Mio. EUR). Die Personalrückstellungen sind mit 6,9 Mio. EUR auf einem vergleichbaren Niveau mit dem Vorjahr geblieben. Im Gegenzug hat sich die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen im Berichtsjahr auf 9,9 Mio. EUR erhöht (+2,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. III. Angaben zur GuV Die nahezu ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 8) und Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2). Weitere periodenfremde Erträge sind nicht enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 1) und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 9) enthalten. Weitere periodenfremde Aufwendungen sind nicht enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 1.609 (Vorjahr: TEUR 251) aus verbundenen Unternehmen enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10) aus der Aufzinsung enthalten. IV. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde teilweise im Rahmen von sogenannten Operating-Leasingverträgen gemietet. Dies verringert die Kapitalbindung im Unternehmen und reduziert das Investitionsrisiko, da dieses beim Leasinggeber verbleibt. Zugleich besteht eine gewisse Abhängigkeit vom Vermieter. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen am Abschlussstichtag TEUR 17.749, wobei davon TEUR 4.433 eine Restlaufzeit von einem Jahr und TEUR 13.316 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren haben. Arbeitnehmerzahl im Durchschnitt Im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 wurden durchschnittlich: 205 Angestellte im Bereich Direct Sales, 238 Angestellte im Bereich Indirect Sales und 208 Angestellte im Bereich Supporting Functions beschäftigt. Abschlussprüferhonorar Das mit dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 vereinbarte Honorar aliedert sich wie folat:
Nachtragsberichterstattung Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gemäß § 285 Nr. 33 HGB haben sich nicht ereignet. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023/2024 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 6.391. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 20.632 auf neue Rechnung vorzutragen. Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören an:
Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Mitglieder des Verwaltungsrates Dem Verwaltungsrat gehören an:
Die Mitglieder des Verwaltungsrates haben keine Vergütung von DAIKIN Airconditioning Germany bezogen. Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Daikin Konzern fällt ab dem Geschäftsjahr 2024/2025 in den Anwendungsbereich dieser Regel. Daikin Germany erwartet auf Grundlage des aktuellen Kenntnisstandes keine wesentlichen Auswirkungen im kommenden Geschäftsjahr. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DAIKIN Europe N.V., Oostende, Belgien, einbezogen. Der Konzernabschluss wird in der Balanscentrale hinterlegt. Dieser Abschluss wiederum findet Eingang in den Konzernabschluss der DAIKIN Industries Ltd., Osaka, Japan, der in Osaka sowie auf der Internetseite des Konzerns (https://www.daikin.com/investor/library/annual/) veröffentlicht wird.
Unterhaching, den 18. Juli 2024 Die Geschäftsführung Martin Krutz Masaharu Tada Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Unterhaching Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Unterhaching, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Unterhaching, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 18. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Tanja Markert, Wirtschaftsprüferin Maximilian Wilsch, Wirtschaftsprüfer |
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