innotec Service GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nancy, geb. Flick Braun seit 8.12.2023 | Prokura |
Fabian von Zelewski seit 17.1.2022 | Geschäftsführer |
Ralf Schulze-Garg seit 17.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Innotec Abfallmanagement GmbHKielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht zum 31. Dezember 2009A. GrundlagenDie Innotec Abfallmanagement GmbH ist eine neunundsechzigprozentige Tochter der REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG, Lünen. Als führender Abfallmanagement-Dienstleister für die Wohnungswirtschaft betreut die Innotec Abfallmanagement GmbH mit Stand 31.12.2009 bundesweit ca. 630.000 Wohnungen. B. Geschäft, Marktstruktur und RahmenbedingungenDie Innotec Abfallmanagement GmbH bietet Systemdienstleistungen für die Wohnungswirtschaft zur Optimierung von Betriebskosten im Bereich Abfall. Es werden neben dem so genannten konventionellen Abfallmanagement auch verursachergerechte Systeme angeboten. Finanziert wird die Dienstleistung in der Regel nach dem Prinzip des Performance Contractings. Das Unternehmen verfügt in Deutschland über eine flächendeckende regionale Organisationsstruktur mit insgesamt 13 Niederlassungen. Somit können auch überregional agierende Wohnungsgesellschaften flächendeckend bedient werden. Die Innotec Abfallmanagement GmbH stellt somit langfristig den Zugang zu Abfallströmen der Wohnungswirtschaft sicher. Durch die 50 %- ige Beteiligung an der Innotec energie-management GmbH, Schwarzheide, ist langfristig das Know How an der mieterbezogenen Abrechnung der Betriebskosten gesichert. Die Innotec Abfallmanagement GmbH konnte im Jahr 2009 ihre Marktführerschaft in Deutschland bestätigen. Es konnten ca. weitere 150 Systeme zur verbrauchsbezogenen Erfassung von Abfällen (sog. Müllschleusen) installiert werden. Als weitere Wettbewerber sind neben einigen kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben im Wesentlichen die Firma ALBA, die Firma CCSP und die Firma Bischoff Umweltdienste zu nennen. Das Leistungsspektrum der Innotec Abfallmanagement GmbH wird durch Synergien innerhalb der REMONDIS Gruppe im Bereich der Abfalllogistik positiv unterstützt. C. ErtragslageIm Berichtsjahr ergibt sich ein Jahresumsatz lt. GuV von 17,1 Mio. € (Vorjahr: 15,4 Mio. €). Der Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres stieg um 19,6 % auf 1,3 Mio. €. Der Umsatz stieg um 11,3 % (Vorjahr: 11,9 %). Das Umsatzwachstum ist auf ein Wachstum der betreuten Wohneinheiten insbesondere der Niederlassungen Hamburg und Leipzig sowie auf Bestandsoptimierung zurückzuführen. Korrespondierend zum Umsatzanstieg ergaben sich Mehraufwendungen bei Aufwendungen für bezogene Leistungen, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwand. Die Abschreibungen stiegen aufgrund der Umstellung des Fuhrparks von Leasing- auf Darlehensfinanzierung und der Anwendung der degressiven Abschreibung überproportional um 50,4 % im Vergleich zum Vorjahr auf 0,4 Mio. €. Der Leasingaufwand des Fuhrparks sank entsprechend im Vergleich zum Vorjahr. Im Verhältnis zum Rohertrag konnten die Fuhrparkaufwendungen ohne Berücksichtigung der Abschreibungen insgesamt um 2,1 Prozentpunkte zum Vorjahr gesenkt werden. Dies wirkte sich positiv auf den sonstigen betrieblichen Aufwand aus, der im Verhältnis zum Rohertrag um 1,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr sank. Absolut stieg der sonstige betriebliche Aufwand auf 3,4 Mio. € (Vorjahr:3,2 Mio. €). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen auf 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio.). Die Aufwendungen für bezogene Waren stiegen im Vergleich zum Vorjahr durch die Übernahme von Fahrzeugen aus Leasingverträgen und den Kauf von Müllschleusen. Durch den Weiterverkauf der bezogenen Waren, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Personalgestellungen stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. In der Gesellschaft wurden durchschnittlich 353 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 313 Mitarbeiter). Die Gesamtzahl der Mitarbeiter setzte sich aus 261 (Vorjahr: 230) gewerblich Beschäftigten, 38 (Vorjahr: 33) angestellt Beschäftigten und 54 (Vorjahr: 50) Aushilfen zusammen. Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr auf 9,8 Mio. € (Vorjahr: 8,7 Mio. €). Die Rentabilität der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Cashflow = Jahresüberschuss vor EE-Steuern abzgl. Gewerbesteuern zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen abzgl. Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zzgl. des approximierten Tilgungsanteils aus den Leasingaufwendungen abzgl. der Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind zzgl. der Zunahme der Rückstellungen zzgl. der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Wertschöpfung = Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen abzgl. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren abzgl. Aufwendungen für bezogene Leistungen. D. FinanzlageCashflow aus operativer Tätigkeit: Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Entsprechend des angewandten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €). Der Finanzmittelfonds weist einen Wert von 1,6 Mio. € aus (Vorjahr: 0,2 Mio. €). Der Quotient aus Netto-Finanzschulden zu EBITDA beträgt 12,5 %:
Netto-Finanzschulden = Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzgl. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (jeweils zum Stichtag) EBITDA = Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen abzgl. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zzgl. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Cashflow aus Investitionstätigkeit: Die Investitionen des Jahres 2009 von 1,0 Mio. € gingen zu 98,2 % in den Erwerb von Sachanlagen sowie zu 1,8 % in den Erwerb immaterieller Vermögensgegenstände. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit nach Berücksichtigung der Erlöse aus Anlagenabgängen lag bei -0,9 Mio. € (Vorjahr: -0,7 Mio. €). Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 1,0 Mio. € auf 1,9 Mio. €. Der starke Anstieg resultierte aus der Umstellung des Fuhrparks von Leasing auf Darlehensfinanzierung sowie der Aufnahme eines Geldmarktdarlehens. Neben Schuldschein- und Geldmarktdarlehen fällt der größte Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 68,9 % ( Vorjahr: 74 %) auf Darlehen zur Finanzierung des Fuhrparks. Durch das gute Jahresergebnis 2009 und weitere Prozessoptimierungen in der Fakturierung sowie die Verstärkung der Liquidität durch ein Geldmarktdarlehen war die Liquidität jederzeit sichergestellt. Die Finanzierungsrahmen der Banken wurden nur zu einem geringen Grade ausgeschöpft. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -0,1 Mio. € (Vorjahr: -1,3 Mio. €) E. VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 23,4 % von 4,8 Mio. € in 2008 auf 5,9 Mio. € in 2009. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Darlehensfinanzierungen zurückzuführen. Auf der Aktivseite der Bilanz nahm das Anlagevermögen um 32,6 % bzw. 0,5 Mio. € zu. Der Anstieg des Umlaufvermögens (19,4 % bzw. 0,6 Mio. €) resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22,8 % bzw. 0,6 Mio. €) sowie einem Anstieg des Kassenbestands, Bankguthaben (426,6 % bzw. 1,3 Mio. €). Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital um 11,9 %. Bezogen auf die Bilanzsumme ergibt sich folgende Eigenkapitalquote:
Eigenkapital = Gezeichnetes Kapital zzgl. Gewinnvortrag zzgl. Jahresüberschuss (jeweils zum Stichtag) Bilanzsumme = Summe Aktiva oder Summe Passiva Die Rückstellungen veränderten sich nur geringfügig und lagen mit 1,0 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Die sonstigen Rückstellungen stiegen geringfügig, während die Steuerrückstellungen niedriger ausfielen als im Vorjahr. Die Summe der Verbindlichkeiten stieg um 0,9 Mio. € auf 2,9 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) aufgrund der gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. F. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem BilanzstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung sind für die Gesellschaft nach dem Bilanzstichtag nicht bekannt. G. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenZur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Zudem ist unsere Gesellschaft in das konzernweite formalisierte und dokumentierte Risikofrüherkennungssystem der Rethmann AG & Co. KG einbezogen. Zusätzlich zum Ad-hoc-Reporting werden halbjährlich die zum vorhergehenden Halbjahr aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechende Berichtswesen kommuniziert. Die Berichtsgesellschaft ist in das monatliche Ergebnisreporting und die jährliche Budgetierung inklusive Mittelfristplanung eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaften überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine verbesserte Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht. Als Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung im Einflussbereich der Niederlassung Duisburg haben, ist zu nennen, dass die Bezirksregierung Düsseldorf am 15.12.2009 eine Ordnungsverfügung mit Anordnung zur sofortigen Vollziehung und Androhung von Zwangsgeld gegen das Unternehmen erlassen hat. Darin untersagt sie die Beschäftigung von Arbeitnehmern mit manueller Sortierung von Abfällen außerhalb von speziellen Behandlungsanlagen. Nach Ansicht der zuständigen Behörde ist dieses Verbot gerechtfertigt, weil die untersagte Tätigkeit gegen Arbeitschutzvorschriften verstößt. Die Innotec Abfallmanagement GmbH teilt diese Ansicht nicht und hat gegen dieses Verbot unverzüglich Anfechtungsklage vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf erhoben. Zeitgleich hat die Innotec Abfallmanagement GmbH einen Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung dieser Klage gem. § 80 Abs. 5 VwGO gestellt. Mit einer gerichtlichen Entscheidung im Eilverfahren ist im 1. Quartal 2010 zu rechnen. Das Preisniveau wird sich 2010 für die Innotec Abfallmanagement GmbH nicht wesentlich ändern. Da die Performance Verträge an die kommunalen Gebühren gekoppelt sind, ist mit undefinierbaren Störgrößen des Marktes nicht zu rechnen. Durch Umlage der tariflichen Entgelte des BDE und durch sinkende Erlöse aus der Wertstoffvermarktung wird in 2010 mit einer bundesweit geringfügigen Gebührenerhöhung zu rechnen sein - dieser Trend dürfte sich 2011 fortsetzen. Die konservative Mittelfristplanung der Innotec Abfallmanagement GmbH zeigt für 2011 und 2010 im Vergleich zu 2009 ein moderates Wachstum. Geschäftsausweitungen z.B. durch Unternehmensakquisitionen nach dem Bilanzstichtag wurden in die Planung nicht einkalkuliert.
Kiel, 05. Februar 2010 Wolfgang Stehen Walter Thomsen Dr. Sven Heincke Sven Kaerkes Dr. Ralph Hunklinger Bilanz zum 31. Dezember 2009Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009
Anhang zum 31. Dezember 2009I. GRUNDLAGENDie Innotec Abfallmanagement GmbH ist gemäß § 267 Abs. 2 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien wurden bei der Aufstellung beachtet. Alle Beträge werden in EURO (€) angegeben. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODENIm Rahmen der Aufstellung des Anhangs werden für das Berichtsjahr 2009 die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wird der Darstellungsstetigkeit Rechnung getragen. Das Gliederungsschema gemäß § 266 HGB wurde zur Anpassung an die Konzernrichtlinien um folgende Positionen erweitert:
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme des nachfolgenden Punktes beibehalten worden. Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Folgende Abweichungen von in Vorperioden praktizierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr vorgenommen: - Für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 wurde die degressive Abschreibung gem. § 7 Abs. 2 EStG für angeschaffte oder hergestellte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wieder eingeführt. Dieser Gesetzesänderung ist die Gesellschaft gefolgt. Es ergeben sich hierdurch höhere Abschreibungsbeträge von 32 T€. Aktiva: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter 150 €. Diese werden den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Auf die Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen wird die "Pro rata temporis"-Regelung angewandt. Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten / Herstellungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 € werden in der Finanzbuchhaltung auf Konten erfasst, welche den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet werden. Überschreiten die Nettoanschaffungskosten /-herstellungskosten den Betrag von 150 €, nicht aber den Betrag von 1.000 €, ist für selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter eine Gruppenbewertung durchgeführt worden. Danach wird für diese Vermögensgegenstände ein Sammelposten gebildet, welcher im Jahr der Bildung und in den folgenden 4 Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Waren sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG sind zum Barwert angesetzt. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Passiva: Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Bei der Bildung der Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Zur Absicherung von Zinsrisiken eingesetzte derivative Finanzinstrumente betreffen beiderseitig noch nicht erfüllte Verpflichtungen; sie werden - unter Berücksichtigung der Grundsätze für bilanzielle Bewertungseinheiten - als schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht bilanziert. Der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag ist unter Punkt V (Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten) angegeben. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAnlagevermögen: Das Anlagengitter gemäß § 268 Abs. 2 HGB enthält den Ausweis der Brutto-Anschaffungskosten mit deren Zu- und Abgängen sowie die darauf entfallene kumulierte Abschreibung. Das Anlagengitter ist dem Anhang als Anlage 1 beigefügt. Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind dort dargestellt. Die im Berichtsjahr gebuchten Abschreibungen werden im Anlagengitter ausgewiesen, welches dem Anhang beigefügt ist. Eine Übersicht über die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Berichtsgesellschaft mindestens 20 % der Anteile besitzt - ist dem Anhang als Anlage 2 beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Von den Forderungen des Umlaufvermögens haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 17 T€). Sämtliche andere Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche, kurzfristige Darlehen und sonstige Forderungen ausgewiesen. Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem gebildet für Verpflichtungen aus dem Personalbereich und ausstehende Eingangsrechnungen. Verbindlichkeiten: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1326 T€ (Vorjahr: 770 T€ durch Sicherungsübereignung von Kraftfahrzeugen sowie durch Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGSonstige betriebliche Erträge: In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge enthalten: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 86 T€ (Vorjahr: 3 T€), aus Anlagenabgängen von 1 T€ (Vorjahr: 3 T€), aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen von 5 T€ (Vorjahr: 12 T€), aus der Kündigung von Altersvorsorgeverträgen 7 T€ (Vorjahr: 0 T€). Sonstige betriebliche Aufwendungen: In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Aufwendungen enthalten: Aufwendungen aus Anlagenabgängen 23 T€ (Vorjahr: 1 T€). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag: Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten im Umfang von 620 T€ das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von 33 T€ (Vorjahr:0 T€) enthalten. V. ERGÄNZENDE ANGABENArbeitnehmerzahlen: Im Jahr 2009 waren durchschnittlich beschäftigt:
Im Jahr 2008 waren durchschnittlich 313 Mitarbeiter beschäftigt. Erläuterungen zu den derivative Finanzinstrumenten Zur Absicherung von Zinsrisiken wird ein Zinsderivat eingesetzt.
Der beizulegende Wert entspricht dem Marktwert des derivaten Finanzinstruments zum Bilanzstichtag. Die Bilanzierung erfolgt als Bewertungseinheit mit dem zugehörigen Grundgeschäft. Haftungsverhältnisse: Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft über 17,5 T€ für Finanzierungsverträge der Innotec energie-management GmbH, ehemals Innotec Mess- und Abrechnungsdienst GmbH, Schwarzheide. Die Bürgschaft erlischt mit Beendigung des Finanzierungsvertrags im Januar 2010. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Als sonstige finanzielle Verpflichtung nach § 285 Nr. 3 HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt 17 T€ und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. VI. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMENMitgliedschaft im Konzern: Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der REMONDIS AG & Co. KG mit Sitz in Lünen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann AG & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann AG & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. VII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANENDer Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehörten im Berichtsjahr an:
Herr Wolfgang Steen ist hauptberuflich Geschäftsführer der REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord, Melsdorf. Alle weiteren Mitglieder der Geschäftsführung sind als Geschäftsführer bei der Innotec Abfallmanagement GmbH tätig. Die Bezüge der Geschäftsführung haben 664 T€ (Vorjahr: 480 T€) betragen.
Kiel, 05. Februar 2010 Innotec Abfallmanagement GmbH Wolfgang Stehen Walter Thomsen Sven Kaerkes Dr. Ralph Hunklinger Dr. Sven Heincke ANLAGEN ZUM ANHANG
Anlage 2 Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Innotec Abfallmanagement GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Innotec Abfallmanagement GmbH, Kiel. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Rellingen, 19. Februar 2010 DPRT
GmbH
Holger Martens, Wirtschaftsprüfer Bernd Dankowski, Wirtschaftsprüfer |
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