Volkswagen ClimatePartner GmbH

Sankt-Martin-Straße 63, 81669 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 274557
Eingetragen
23.3.2022
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenBeteiligungsgesellschaftenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Identifizierung, Beschaffung, (Weiter- )Entwicklung und Durchführung von Projekten zur Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Emissionsminderung, Emissionsvermeidung und Aufnahme und Speicherung von Treibhausgasen (die "Projekte") sowie Beschaffung und Verkauf von CO2e-Zertifikaten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Ungelöste Beteiligungen (5)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
VW KRAFTWERK Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
50.10%
ClimatePartner GmbH
Germany
49.90%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volkswagen ClimatePartner GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 146.304,08 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.235,00 141.989,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 6.851,60
126.235,00 148.840,60
272.539,08 148.840,60
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
geleistete Anzahlungen 9.882.491,82 2.847.972,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.337.809,31
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.292.632,36 321.482,03
1.292.632,36 1.659.291,34
III. Guthaben bei Kreditinstituten 31.183.169,86 51.715.792,15
42.358.294,04 56.223.056,08
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 130.407,09 99.811,26
42.761.240,21 56.471.707,94

PASSIVA

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.100,00 25.100,00
II. Kapitalrücklage 44.974.900,00 44.974.900,00
III. Verlustvortrag -1.959.154,40 -1.993.930,44
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -673.459,48 34.776,04
42.367.386,12 43.040.845,60
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 163.478,72 184.537,02
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.784,05 11.017.138,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 155.716,78 170.021,24
3. sonstige Verbindlichkeiten 39.874,54 2.059.165,32
davon aus Steuern: EUR 37.942,80 (Vj. EUR 2.057.217,69)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.931,74 (Vj. EUR 1.947,63)
230.375,37 13.246.325,32
42.761.240,21 56.471.707,94

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 40.173.037,93 58.993.729,81
2. sonstige betriebliche Erträge 826.369,54 1.364.232,32
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -38.106.804,87 -55.924.528,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 -56.000,00
-38.106.804,87 -55.980.528,40
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -816.879,15 -810.595,65
b) soziale Abgaben und Aufwendungen -81.369,38 -103.485,16
für Altersversorgung und für Unterstützung
-898.248,53 -914.080,81
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -55.883,44 -41.347,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.782.491,50 -4.334.988,97
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.171.266,30 947.759,09
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -704,91 0,00
9. Ergebnis nach Steuern - -673.459,48 34.776,04
10. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -673.459,48 34.776,04

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeines

Die Volkswagen ClimatePartner Gesellschaft mit beschränkter Haftung, München, ist beim Registergericht München unter der Handelsregisternummer HRB 274557 gemeldet.

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst worden.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige nutzungsbedingte Abschreibung, angesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen linear und zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden sofort abgeschrieben. Von dem Wahlrecht, die Nutzungsdauer von IT-Ausstattung auf 1 Jahr anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht. IT-Ausstattung wird, wenn die Anschaffungskosten über EUR 800 netto liegen, über 3 Jahre abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen auf Projektentwicklungen werden zu aktuellen Anschaffungskosten bewertet. Sofern ein Wertminderungstatbestand in der Gesamtschau der Projekte eintritt, wird dem entsprechend Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Bilanzposten in ausländischer Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Des Weiteren ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden. Fremdwährungsgeschäfte werden am Transaktionstag mit dem an diesem Tag gültigen Kurs umgerechnet.

2. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens in Höhe von EUR 272.539,08 ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

(2) Umlaufvermögen

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
Geleistete Anzahlungen 9.882.491,82 2.847.972,59
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.337.809,31
davon gegen Gesellschafter (0,00) (1.337.809,31)
davon aus Lieferungen und Leistungen (0,00) (1.337.809,31)
Sonstige Vermögensgegenstände 1.292.632,36 321.482,03
davon aus Steuern (779.933,93) (230.728,37)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (2.750,78) 0,00
Bankguthaben 31.183.169,86 51.715.792,15
Gesamt 42.358.294,04 56.223.056,08

Die Forderungen gegen Gesellschafter sowie die restlichen sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Innerhalb des Postens "Bankguthaben" wird ein Guthaben bei einem Payment Service Provider (PSP) in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 45) ausgewiesen.

(3) Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von EUR 25.100,00 wird zu 50,1 % von der ClimatePartner GmbH (Sitz: München) und zu 49,9 % von der VW Kraftwerk GmbH (Sitz: Wolfsburg) gehalten. Das Eigenkapital in Höhe von insgesamt EUR 43.040.845,60 ist durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 673.459,48 auf EUR 42.367.386,12 gesunken.

(4) Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen in Höhe von EUR 163.478,72 ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Rückstellungsspiegel.

(5) Verbindlichkeiten

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.784,05 11.017.138,76
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 155.716,78 170.021,24
davon gegenüber Gesellschaftern (155.716,78) (170.021,24)
davon aus Lieferungen und Leistungen (155.716,78) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 39.874,54 2.059.165,32
davon aus Steuern (37.942,80) (2.057.214,69)
Gesamt 230.375,37 13.246.325,32

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 40.173.037,93 (VJ EUR 58.993.729,81) wurden überwiegend durch Spot-/Forward- und Projektentwicklungsverträge mit verbundenen Unternehmen in Deutschland erzielt.

(7) Sonstige Erträge

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
Sonstige betriebliche Erträge 47.362,91 66.395,87
Erträge aus der Währungsumrechnung 779.006,63 1.297.836,45
Zinsen und ähnliche Erträge 1.171.266,30 947.759,09
Gesamt 1.997.635,84 2.311.991,41

(8) Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von EUR 38.106.804,87 (VJ EUR 55.980.528,40) ist überwiegend durch Spot-/Forwardverträge entstanden und wird korrespondierend zu den Umsatzerlösen erfasst. Zudem werden hier Wertminderungen im Rahmen der Projektentwicklungsverträge buchhalterisch erfasst.

(9) Abschreibungen

Der im Berichtsjahr auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen entstandene Werteverzehr umfasst die planmäßigen Abschreibungen.

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
Weiterberechnete Personalkosten CPG 1.556.892,20 1.244.887,33
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 649.357,37 1.433.350,27
Fremdleistung 520.688,63 644.456,35
Rechts- und Beratungskosten 90.030,75 176.707,88
Aufwendungen für Lizenzen, Konzessionen 259.875,16 120.191,23
Miete, unbewegliche Wirtschaftsgüter 94.598,64 94.598,64
Sonstige Aufwendungen 611.048,75 620.797,27
Gesamt 3.782.491,50 4.334.988,97

(11) Steuern

Aufgrund des Jahresfehlbetrags fallen in 2024 keine Ertragssteuern an.

4. Zusätzliche Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die Volkswagen ClimatePartner GmbH, München, ist ein verbundenes Unternehmen der ClimatePartner GmbH, München, und wird in den Konzernabschluss der Sustainable Partner GmbH, München, einbezogen. Dieser stellt den größten und kleinsten Konzernkreis dar und wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Forwarddeals und Anzahlungen für Projektentwicklungen in Höhe von insgesamt USD 124,0 Mio. (VJ USD 75,8 Mio.). Hiervon sind USD 60,5 Mio. (VJ USD 54,2 Mio.) innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag mit dem Gesellschafter i.H.v. insgesamt EUR 110.365,08. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis 28.02.2026. Jährliche Mietaufwendungen fallen in Höhe von EUR 94.598,64 an. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von EUR 37.342,98 mit einer Laufzeit von bis zu 3 Jahren.

Personal

Die Gesellschaft hatte 2024 durchschnittlich 2 fest angestellte Arbeitnehmende im Sinne des § 285 Nr. 7 HGB. Das für die Gesellschaft tätige Personal wird überwiegend von der Muttergesellschaft gestellt.

Mitglieder der Geschäftsführung

Angelika Hilger - Geschäftsführung

Michael Rumberg - Geschäftsführung

Mitglieder des Beirats

Olivia Henke - Vorsitz - Vorständin, Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima Sascha Lafeld - Head of Carbon Offset Services, ClimatePartner GmbH Klaus Rothhaar - Head of Trading, ClimatePartner GmbH

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

 

München, den 10. Februar 2025

Dr. Angelika Hilger

Geschäftsführung

Prof. Dr. Michael Rumberg

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 155.241,93 0,00 0,00 155.241,93
II. Sachanlagen 0,00 155.241,93 0,00 0,00 155.241,93
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 197.155,03 8.352,90 1.587,88 22.838,69 226.758,74
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.851,60 15.987,09 0,00 -22.838,69 0,00
204.006,63 24.339,99 1.587,88 0,00 226.758,74
204.006,63 179.581,92 1.587,88 0,00 382.000,67
Aufgelaufene Abschreibungen
1.1.2024 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 8.937,85 0,00 0,00 8.937,85
II. Sachanlagen 0,00 8.937,85 0,00 0,00 8.937,85
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.166,03 46.945,59 1.587,88 0,00 100.523,74
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
55.166,03 46.945,59 1.587,88 0,00 100.523,74
55.166,03 55.883,44 1.587,88 0,00 109.461,59
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 146.304,08 0,00
II. Sachanlagen 146.304,08 0,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.235,00 141.989,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 6.851,60
126.235,00 148.840,60
272.539,08 148.840,60

Entwicklung der Rückstellungen vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

Volkswagen ClimatePartner GmbH, München

Art der Rückstellung Buchwert 01.01.2024 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2024
Rückstellung für Personalkosten 82.880,00 79.880,00 3.000,00 82.880,00 82.880,00
Urlaubsrückstellungen 50.359,16 50.359,16 0,00 34.598,72 34.598,72
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 44.000,00 44.000,00 0,00 36.000,00 36.000,00
Sonstige Rückstellungen 7.297,86 7.297,86 0,00 10.000,00 10.000,00
Rückstellungen Gesamt 184.537,02 181.537,02 3.000,00 163.478,72 163.478,72

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Volkswagen ClimatePartner GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volkswagen ClimatePartner GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Volkswagen ClimatePartner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12. Februar 2025

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Merget, Wirtschaftsprüferin

Rettenmayr, Wirtschaftsprüfer

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2024

A. Grundlagen des Unternehmens

1.) Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Volkswagen ClimatePartner GmbH (VCP) ist ein Start-Up Joint Venture der Volkswagen Kraftwerk GmbH und der ClimatePartner GmbH. Die Gesellschaft wurde zum 23.03.2022 gegründet und hat zum 31.12.2024 20 Mitarbeitende (Vj. 20). Die Gesellschaft hatte 2024 durchschnittlich 2 fest angestellte Arbeitnehmende im Sinne des § 285 Nr. 7 HGB. Das für die Gesellschaft tätige Personal wird überwiegend von der Climate- Partner GmbH gestellt. Zusätzlich unterstützen 5 externe Experten in verschiedenen Zielregionen die Arbeit der VCP.

Gegenstand der Geschäftstätigkeit der VCP ist die Entwicklung und Finanzierung von hochwertigen Klimaschutzprojekten. Zielregionen für diese Klimaschutzprojekte sind Europa, Afrika, Asien und Südamerika. Die Projektarbeit der VCP fokussiert sich insbesondere auf Wald- und Landnutzungsprojekte (u.a. Aufforstung von degradierten Waldflächen, nachhaltige Landwirtschaft, Erhalt von Savannenlandschaften und Schutz von Wäldern), Projekte zu erneuerbaren Energien, Projekte zur Vermeidung von Methanemissionen sowie innovative Mobilitätskonzepte. Die Projekte werden mit lokalen Partnern zusammen entwickelt. Allen Projekttypen gemeinsam ist das Ziel, die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre zu reduzieren und damit zum Schutz des Weltklimas beizutragen. Die Projekte werden nach anerkannten internationalen Standards (v.a. Verified Carbon Standard (VCS), Gold Standard) zertifiziert. Wichtige Grundlage der Projektarbeit ist dabei, nicht nur zum Schutz des Klimas beizutragen, sondern auf Basis der Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung in der jeweiligen Projektregion gleichzeitig bessere sozio-ökonomische Bedingungen zu schaffen und zu einer lebenswerten Umwelt beizutragen. Damit sollen die Projekte die nachhaltige Entwicklung in der Zielregion unterstützen und im Einklang mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (UN SDGs) stehen bzw. diese umsetzen.

Neben der Entwicklung und Finanzierung von eigenen Klimaschutzprojekten ist, insbesondere in den ersten 2-5 Jahren ab Gründung der Gesellschaft, die Auswahl und der Ankauf von Klimaschutzzertifikaten (auf Spot- und Forward-Basis) aus bereits existierenden Klimaschutzprojekten ein wichtiges Tätigkeitsfeld der VCP, um so den Zeitraum zu überbrücken, bis die eigenentwickelten Projekte eine Klimawirkung entfalten und Zertifikate generieren. Die bereits existierenden Projekte werden im Rahmen eines umfassenden Due Diligence-Prozesses vor dem Ankauf detailliert geprüft. Zielregionen und Projekttypen sind mit denen für eigene Projektentwicklung genannten identisch.

Die von VCP durch die eigene Projektentwicklung und die Auswahl und den Ankauf von bestehenden Klimaschutzprojekten bereitgestellten Zertifikate werden anschließend an die beiden Gesellschafter Volkswagen Kraftwerk GmbH und ClimatePartner GmbH als Kunden veräußert.

2.) Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlich war das abgelaufene Geschäftsjahr durch eine schwächelnde Konjunktur, internationale Krisenereignisse und Naturkatastrophen (u.a. andauernder Krieg in der Ukraine, Krise im Nahen Osten (Israel-Gaza), Überschwemmungen im Raum Valencia/Spanien) sowie eine ungewisse politische Lage (z.B. in Deutschland und den USA) gekennzeichnet. Die Bedeutung des Themas Klimaschutz hat sich für Regierungen wie auch Unternehmen verschoben bzw. reduziert, obwohl die Handlungsnotwendigkeit auch in 2024 durch zahlreiche im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehende Naturkatastrophen deutlich geworden ist. Inwieweit eine solche Entwicklung einen positiven oder negativen Einfluss auf das Thema Klimaschutzprojekte darstellt, die auch als Flexibilisierungsinstrument verstanden werden können, bleibt abzuwarten.

Der Markt für Klimaschutzprojekte stagnierte 2024 im Vergleich zu 2023. Während die Emissionen von Verra und Gold Standard von 210 Millionen im Jahr 2023 auf 189 Millionen im Jahr 2024 weiter zurückgingen, stiegen die Gesamtemissionen der zwölf größten Register um fast 17 % von 261 Millionen auf 305 Millionen Tonnen (Climate Focus VCM Dashboard). 1 Die Stilllegungen und der Marktwert blieben jedoch mit 180 Mio. Tonnen bzw. 1,4 Mrd. USD stabil (MSCI). 2

Die negative Presse und das Fehlen einer unterstützenden Gesetzgebung dämpfen ein Marktwachstum weiterhin. Einzelne Projekttypen wie Waldschutz sehen sich mit einer stark reduzierten Nachfrage konfrontiert. Gleichzeitig gab es Ende 2024 eine Reihe von politischen Signalen, die auf eine größere Akzeptanz von Offsets, insbesondere von Compliance-Märkten, hindeuten. Dazu gehören die internationale Einigung über die Operationalisierung des Mechanismus nach Artikel 6.4 auf der 2024 UN Council of Parties (COP29), die Ankündigung der ersten genehmigten Standards und Methoden im Rahmen des Integrity Council for the Voluntary Carbon Market (ICVCM) und die aktualisierten Zulassungskriterien im Rahmen von Phase 1 von Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation (CORSIA), die zu einer erheblichen Nachfrage im Jahr 2027 führen dürften (MSCI). 3

Nichtsdestotrotz blieben die Preise auf dem VCM-Markt in der Nähe ihrer Tiefststände von 2023, wobei Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien weitgehend unverändert blieben, während naturbasierte Lösungen im Durchschnitt einen leichten Anstieg verzeichneten.

Die o.g. Markttendenzen haben im Geschäftsjahr 2024 der VCP ihren Niederschlag gefunden. Die interne Steuerung der VCP erfolgt anhand finanzieller und nichtfinanzieller Leistungsindikatoren. Durch die Einbindung in den SustainablePartner-Konzern werden die Steuerungsgrößen auf HGB-Basis berichtet. Die finanzielle Steuerung erfolgt vornehmlich anhand des Ergebnisses vor Steuern. Das HGB-Ergebnis vor Steuern lag für 2024 bei einem Verlust in Höhe von - 674 TEUR (Vj. bei einem Gewinn in Höhe von +35 TEUR).

1 vgl. "Climate Focus VCM Dashboard" data: https://climatefocus.com/initiatives/voluntary-carbon-market-dashboard/
2 https://www.msci.com/www/blog-posts/frozen-carbon-credit-market-may/05232727859
3 https://www.msci.com/www/blog-posts/frozen-carbon-credit-market-may/05232727859

Das von der Planung (neutrales Ergebnis in Höhe von 0,0 Mio. EUR) abweichende negative Ergebnis resultiert insbesondere aus Nachfrageausfällen, die zu einem wesentlich geringeren Volumen an Klimaschutzzertifikaten führten, die von der VCP angekauft und an die Kunden weiter veräußert worden sind. Insbesondere der Ankauf von großvolumigen Waldschutzprojekten durch die Kunden der VCP wurde nahezu vollständig eingestellt. Die Ursachen hierfür sind strategische Neuausrichtungen zum Thema Klimaschutzprojekte bei einzelnen Endkunden der VCP-Kunden. Aufgrund der geringeren Nachfrage nach Klimaschutzzertifikaten entstanden bei VCP auch geringere Personal- und Sachgemeinkosten, sowie ein geringerer Liquiditätsbedarf, so dass der versus Planung geringere Umsatz bei den Klimaschutzzertifikaten durch ein zielorientiertes Kosten- und Liquiditätsmanagement teilweise ausgeglichen werden konnte.

Für die Steuerung des Unternehmens werden des Weiteren nichtfinanzielle Leistungsindikatoren mit einbezogen. Ein bedeutender Maßstab stellt die Ankauf- und Absatzmenge von Klimaschutzzertifikaten dar. Die Ankauf- und Absatzmenge lag im Jahr 2024 mit 5,4 Mio. Zertifikaten (Vj 7,8 Mio.) aufgrund der zuvor genannten Ursachen zwar unter dem prognostizierten Bereich, ist vor dem Hintergrund der Gesamtmarktentwicklung jedoch immer noch positiv zu beurteilen.

B. Lage des Unternehmens

1.) Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt bei 42,8 Mio. EUR (Vj. 56,5 Mio. EUR). Der wesentliche Effekt ist dadurch entstanden, dass zum Jahresende 2023 Verbindlichkeiten in Höhe von rd.

13,1 Mio. EUR bestanden, die zum Jahresbeginn 2024 ausgeglichen wurden. Das Eigenkapital beträgt 42,4 Mio. EUR (Vj. 43,0 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote liegt zum Jahresende bei 99,1 % und hat sich ebenfalls durch den Ausgleich der Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr (76,2 %) deutlich verbessert.

Die VCP hat durch die Gesellschafter in 2022 und 2023 Einlagen in Höhe von 45,0 Mio. EUR erhalten. Die gegebene Kapitalstruktur ermöglicht es VCP, Projektentwicklungen ohne zusätzliche Kapitalbeschaffungsprozesse zeitnah anzuarbeiten und flexibel zu realisieren.

2.) Finanzlage

Die Netto-Liquidität lag zum Jahresende bei 31,2 Mio. EUR (Vj. 51,7 Mio EUR). Folgender Effekt beeinflusste die Liquidität zum Jahresende im Wesentlichen: Durch den Ausgleich von Vorjahresverbindlichkeiten in Höhe von 13,1 Mio. EUR sowie Vorabinvestitionen in Höhe von zusätzlich 7,0 Mio. EUR für die Entwicklung von Klimaschutzprojekten (Vj. 2,8 Mio. EUR) ist die Liquidität gesunken. Durch die Vorabinvestitionen in Projektentwicklungen ist ein Teil des Umlaufvermögens längerfristig gebunden, da der Rückfluss sowie der daraus resultierende Erlös üblicherweise erst zeitverzögert zu erwarten ist. Aufgrund der üblichen Zahlungsziele gab es - wie in 2023 - auch in 2024 zu keinem Zeitpunkt Liquiditätsengpässe. Die zukünftige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist durch die vorhandenen Einlagen dennoch in der Höhe insofern begrenzt, als mit zunehmendem Fokus auf eigene Projektentwicklungen die zeitliche Lücke zwischen Pre-Invest/Ankauf und Rückfluss an Zertifikaten/Verkauf zum Teil erheblich sein kann. Die Inanspruchnahme einer Fremdfinanzierung durch Aufnahme eines Darlehens kann daher kurzfristig notwendig werden.

3.) Ertragslage

Die Ertragslage ist zunächst durch die Vermarktung von Klimaschutzzertifikaten gekennzeichnet, denen geringere Beschaffungskosten gegenüberstanden. Im Jahr 2024 haben die Personal- und sonstigen Aufwendungen den aus der Vermarktung von Klimaschutzzertifikaten resultierenden Ergebnisbeitrag vor dem Hintergrund des Nachfrageausfalls überstiegen.

Im Jahr 2024 lagen die Umsatzerlöse bei 40,2 Mio. EUR (Vj. 59,0 Mio. EUR), der Materialaufwand betrug 38,1 Mio. EUR (Vj. 56,0 Mio. EUR). Insgesamt lag der Rohertrag bei 2,1 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern betrug -674 TEUR (Vj. +35 TEUR).

Der Schwerpunkt der ergebniswirksamen Tätigkeit der VCP lag im Jahr 2024 in der Auswahl und dem Ankauf von Zertifikaten aus existierenden Klimaschutzprojekten. Es wurden Zertifikate aus Projekten in Afrika, Nord- und Südamerika und Asien kontrahiert und weiter veräußert.

4.) Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Aus Sicht der Geschäftsführung hat sich die VCP im Geschäftsjahr 2024 unterhalb der prognostizierten Werte bezüglich des Ergebnisses vor Steuern entwickelt. Grund hierfür waren insbesondere Unsicherheiten und volatile Entwicklungen am Markt für CO 2 -Zertifikate und damit eine reduzierte Kundennachfrage. Die internen Prozesse zur Herstellung von Klimaschutzzertifikaten werden als effizient und funktional betrachtet und wurden in 2024, dem zweiten vollen Geschäftsjahr der VCP, weiter optimiert. Dennoch ist das wirtschaftliche Ergebnis als nicht zufriedenstellend einzustufen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1.) Prognosebericht

Die VCP geht davon aus, dass es auch in den kommenden Jahren zu volatilen Entwicklungen und zu Preisschwankungen an den Beschaffungs- und Absatzmärkten für freiwillige Klimaschutzzertifikate kommt. Es wird erwartet, dass die Bedeutung des Themas Carbon Finance in Verbindung mit Dekarbonisierungsstrategien von Unternehmen mittelfristig weiter zunehmen, jedoch kurzfristig reduziert sein wird. Zum anderen sind die weitere Entwicklung der Kriterien für die Anrechenbarkeit von Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten in verschiedenen Initiativen (z.B. SBTi) und bei politischen Rahmensetzungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene und deren Auswirkung auf einzelne Projekttypen, aber auch des gesamten freiwilligen und verpflichtenden CO 2 -Marktes zu beobachten. Grundsätzlich wird jedoch davon ausgegangen, dass der Bedarf nach hochqualitativen Klimaschutzprojekten für Unternehmen - unter Beachtung der jeweils gültigen Rahmenbedingungen - auch weiterhin hoch sein wird. Dies setzt jedoch voraus, dass es den Institutionen des Marktes gelingt, die Regulierung und Qualitätssicherung nachhaltig zu verbessern.

Es wird damit gerechnet, dass es 2025 angesichts der strategischen Neuausrichtung der Kunden der VCP, der hiermit verbundenen Vorlaufzeit in der Projektentwicklung und der schwierigen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Lage nicht gelingen wird, die Ergebnisse der Gesellschaft von 2024 zu halten, sondern mit einer Ergebnisverschlechterung zu rechnen ist. Ab dem Jahr 2027 wird erwartet, dass die projektseitige Anpassung der VCP an die Neuausrichtung der Kunden sich positiv im Ergebnis der VCP niederschlägt und hier die Gewinnschwelle erreicht wird. Als wichtige Faktoren für eine solch positive Entwicklung werden insbesondere der Aufbau größerer eigener Projektentwicklungskapazitäten, die Etablierung von stabilen Lieferantenbeziehungen in ausgewählten Zielmärkten sowie stabile Kundenbeziehungen und eine enge Abstimmung mit den Gesellschaftern gesehen.

Für die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird unter den oben beschriebenen Annahmen von folgenden Prognosewerten ausgegangen:

Prognose für 2025
HGB-Ergebnis vor Steuern -2,8 Mio. EUR
Absatzmenge Klimaschutzzertifikate 3,4 Mio. Zertifikate

Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen abweichen, wenn eine der genannten Chancen und Risiken, oder andere Entwicklungen eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

2.) Risikobericht

Im Zuge der geschäftlichen Aktivitäten ist die VCP einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen, wurde ein Compliance Management System sowie ein Risikomanagementsystem aufgebaut. Das Compliance Management System wurde im März 2023 erfolgreich extern validiert und auditiert und in 2024 nochmals extern im Rahmen eines Überwachungsaudits re-zertifziert. Für 2025 ist geplant, die vorhandenen Systeme wieder weiterzuentwickeln und zu verfeinern und somit die externe Zertifizierung des Compliance Management System aufrecht zu erhalten.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, um bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Limitierung der Risiken einzuleiten. Zur Aktualisierung findet regelmäßig eine Überprüfung bestehender Risiken und Maßnahmen statt. Weiterhin werden alle Beschäftigten im Rahmen regelmäßiger Compliance-Trainings über geschäftskritische Risiken geschult; zudem zeichnet ein Compliance Officer für individuelle Beratung und bei Bedarf für Prozessoptimierungen verantwortlich.

Wesentliche, für das Geschäftsmodell der VCP spezifische Risiken sind zum heutigen Stand:

Vertragspartner-Risiko (Supply): Die Klimaschutzprojekte der VCP werden in Entwicklungs- und Schwellenländern umgesetzt. Die dort ansässigen Vertragspartner verfügen teilweise nur über eine stark eingeschränkte finanzielle Bonität und Unternehmensstrukturen, die nicht immer durch ausgereifte Prozesse gekennzeichnet sind.

Vertragspartner-Risiko (Demand): Die Nachfrage nach Klimaschutzprojekten und -zertifikaten der VCP durch die Kunden kann aufgrund politischer, ökonomischer, gesellschaftlicher und/oder branchen- und marktspezifische Veränderungen stark schwanken. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland und Europa sowie der Ungewissheit bezüglich der weiteren Entwicklung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA, China und Europa.

Risiko der Vertragskündigung: Im Falle von Kündigungen bestehender Verträge von Angebots- oder Nachfrageseite, können erwachsende Regressansprüche Einfluss auf die Liquidität der Gesellschaft haben und gehen in Einzelfällen zu Lasten der Gesellschaft.

Länder-Risiken: die VCP entwickelt Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern mit entsprechenden rechtlichen, gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Strukturen. Nationale Regulierungen zu freiwilligen Klimaschutzprojekten sind erst im Entstehen und zum heutigen Zeitpunkt größtenteils unbekannt.

Projektumsetzungsrisiko: Insbesondere Wald- und Landnutzungsprojekte, aber auch andere Projekttypen sind komplexe Multi-Stakeholder-Vorhaben, die soziale Akzeptanz, ökonomische Tragfähigkeit und ökologische Vorteilhaftigkeit über einen langen Zeitraum nachweisen müssen.

Regulatorisch-politische Risiken: Die Regularien für Klimaschutzprojekte unter verschiedenen Standards ändern sich im Zeitablauf. Auch befinden sich die etablierten Standards aufgrund der stark angestiegenen Anzahl an Klimaschutzprojekten sowie der angestiegenen Qualitätsanforderungen in einer herausfordernden Wachstums- bzw. Entwicklungsphase. Parallel dazu hat öffentliche Kritik an den Regularien der Standards zu Unsicherheiten bei Projektentwicklern, Nutzern von Zertifikaten, aber auch den Standards selbst geführt. Die politischen Entscheidungen von z.B. der Weltklimakonferenz haben Einfluss auf den Markt für freiwillige Klimaschutzprojekte. Die Einbindung freiwilliger Klimaschutzprojekte in den Umsetzungsprozess des Pariser Klimaabkommens ist noch nicht final definiert.

Markt-/Finanzrisiken: Preise für Klimaschutzzertifikate sind stark schwankend, in Abhängigkeit u.a. von Marktrends und politischen Entwicklungen. Viele Projekte sind Währungsrisiken ausgesetzt. Der Markt ist insgesamt als sich entwickelnd, wenig reif und damit überaus volatil einzustufen.

Reputationsrisiken: Klimaschutzprojekte werden durch Umwelt-NGOs, Medien und Wissenschaft kritisch begleitet.

Den unterschiedlichen projektbezogenen Risiken begegnet die VCP durch im Rahmen der Vertragspartnerprüfung (KYC Supply) und Due Diligence-Prüfung vorgenommene detaillierte Untersuchungen von Partnerunternehmen, Projekt- und Rahmenbedingungen in den jeweiligen Gastländern. Marktrisiken und regulatorisch-politische Risiken werden im Rahmen der Marktbeobachtung kontinuierlich analysiert und falls notwendig mitigiert.

Den genannten Risiken wird des Weiteren durch Planungs- und Controllingsysteme begegnet, die gewährleisten, dass eine rechtzeitige Bestimmung von Abweichungen erfolgt, die es erlaubt, Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

3.) Chancenberichterstattung

Chancen werden insbesondere nach dem Abschluss der Start-Up-Phase in der Etablierung und Weiterentwicklung stabiler Partnerbeziehungen (auf Lieferanten- und Kundenseite, aber auch mit Projekt-, Vertrags- und Servicepartnern) und der Klärung offener klimapolitischer Fragen gesehen.

Darüber hinaus ergeben sich im Einzelnen vielfältige Chancen aus:

dem weiteren Auf- und Ausbau eines umfassenden Projektportfolios für Projektentwicklungen

der Ausdehnung der Geschäftstätigkeit auf neue Projekttypen im Bereich Wald- und Landnutzungsprojekte, Vermeidung von Methanemissionen, Mobilität und technische Projekte

der Etablierung von weiteren Kompetenzzentren für die Projektentwicklung in relevanten Zielländern

der Nutzung weiterer Zertifizierungs-Standards für den Aufbau des Portfolios nach deren Akzeptanz durch ICROA

die stärkere Nutzung der Projektentwicklungskompetenzen der VCP durch die ClimatePartner Gruppe

der Nutzung von Synergien bei übergreifenden Themen wie z.B. Geodaten-Monitoring

der Kooperation mit Partnerunternehmen

der weiteren Stärkung des VCP-Wettbewerbsvorteils auf Basis eines umfassenden Due Diligence-Prozesses und dessen effizienz-orientierter Optimierung

der weiteren Etablierung von VCP als ,kompetenter Stimme' im Voluntary Carbon Market.

 

München, den 10. Februar 2025

Dr. Angelika Hilger

Geschäftsführung

Prof. Dr. Michael Rumberg

Geschäftsführung

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