Großhandel mit Blumen und Pflanzen
Stender AktiengesellschaftLiquidiert
Alte Poststraße 121, 46514 Schermbeck, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anja Grömping seit 1.9.2014 | Prokura |
Franziska Baumeister seit 18.8.2005 | Prokura |
Heinrich-Gerhard Hengstermann seit 18.8.2005 | Vorsitzender des Vorstands |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stender AktiengesellschaftSchermbeckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Stender AG produzierte im Geschäftsjahr 2017/2018 an zwei eigenen Fertigungsstandorten in Deutschland Substrate für den Erwerbsgartenbau sowie hochwertige Hobbyerden für den Fachhandel. Hinzu kam der Handel mit Standardsubstraten auf der Basis von Torf. Die Stender AG ist Konzerngesellschaft des mittelständischen Konzerns der H.-G. Hengstermann GmbH (vormals Blumenerdenwerk Stender GmbH). Über die Konzernschwestergesellschaften Euflor GmbH für Gartenbedarf, Schermbeck, und Gartenhilfe GmbH, Linz, ergibt sich vertriebsseitig im Konzern eine nachhaltige Marktpräsenz im Hobby-Markensegment, für das die Stender AG in Teilen als Produzent auftritt. Zum Konzern gehört zudem die Euflor Humuswerk GmbH, die auf eigenen Feldern in Norddeutschland Torfgewinnung betreibt. Dadurch befindet sich die Rohstoffversorgung der Stender AG zu einem wesentlichen Teil in Konzernhand. In der Konzernstruktur kommt dem Management und der Organisation der Stender AG eine zentrale Bedeutung zu. Zur Nutzung von Skaleneffekten sind alle operativen Konzerngesellschaften tief in die Verwaltungs- und Logistikstrukturen der Stender AG integriert. Die Stender AG stellt dabei für alle Konzerngesellschaften dauerhaft umfassende zentrale Serviceleistungen zur Verfügung. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs Der allgemeine Geschäftsverlauf ist sehr stark saisonal geprägt und konzentriert sich absatzseitig auf das dominierende Frühjahr sowie eine schwächere Nebensaison im Herbst. Produktionsseitig sind der Herbst für die Rohstoffbeschaffung und das 1. Kalenderjahresquartal für die Vorproduktion von Bedeutung. 1. Umsatzentwicklung Das Geschäftsjahr 2017/2018 stand im Zeichen der weiteren Konsolidierung. Größere Herausforderungen ergaben sich aus den großen Wetterkontrasten des Jahres in Europa mit einem späten, harten Winter und einem heißen, trockenen Sommer. Insgesamt konnte trotz dieser Rahmenbedingungen ein Umsatz auf Vorjahresniveau erzielt werden. Das Inland ist weiterhin der eindeutige regionale Schwerpunkt des Unternehmens. Hinsichtlich der regionalen Umsatzverteilung ergaben sich nur geringfügige Verschiebungen gegenüber dem Vorjahr:
Hauptabsatzbereich der Stender AG ist wie in den Vorjahren der Erwerbsgartenbau und damit das Profi-Segment. Die Dienstleistungen bilden im Wesentlichen die Shared Services für den Konzern ab:
Auch bei den Hauptwarengruppen zeigt sich im Berichtsjahr eine stabile Absatzstruktur mit nur geringfügigen Verschiebungen gegenüber dem Vorjahr:
2. Darstellung der Lage a. Ertragslage Die Stender AG bewegte sich im Geschäftsjahr 2017/2018 trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen in einem insgesamt stabilen Geschäftsumfeld und konnte einen Jahresüberschuss in Höhe von 341 T€ erzielen. Damit wurde die Jahresplanung weitgehend erfüllt und die Gewinnsituation verstetigt. Bei konstantem Umsatz sank die Betriebsleistung um 0,6% oder 149 T€. Da der relative Materialaufwand in annähernd gleichem Umfang sank (unter Berücksichtigung von Umgliederungen) reduzierte sich der Rohertrag nur um 36 T€. Der Anstieg der Personalkostenquote um 0,5% oder 139 T€ wurde durch Kosteneinsparungen bei den Frachten und den Leasingkosten kompensiert. Insgesamt fiel das Ebit mit 440 T€ um 35 T€ und damit in Höhe der Veränderung des Rohertrages geringfügig niedriger als im Vorjahr aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegten sich mit 197 T€ in der Größenordnung des Vorjahres. Sie sind in Höhe von 79 T€ wiederkehrender Natur. Das Zinsergebnis hat sich durch unterjährig höhere Finanzierungssalden um 24 T€ gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. In den Einzelsalden der Zinserträge und Zinsaufwendungen drücken sich die intensiven Konzernverflechtungen aus. Auf Grund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss vollständig an die H.-G. Hengstermann GmbH, Schermbeck (vormals Blumenerdenwerk Stender GmbH) abgeführt. b. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Stender AG hat sich im Geschäftsjahr 2017/2018 im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs um 1,4% auf 11.322 T€ erhöht. Da das Eigenkapital auf Grund der Gewinnabführung konstant blieb, sank die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr leicht von 19,5% auf 19,2%. Der Cashflow aus dem operativen Bereich stieg demgegenüber auf 1.264 T€ nach 1.105 T€ im Vorjahr an. Beim Anlagevermögen standen Abschreibungen in Höhe von 365 T€ Investitionen in Höhe von 474 T€ gegenüber. Die Anschaffungen umfassten Erhaltungsinvestitionen in diverse Flurfördergeräte, eine größere Verpackungsanlage sowie in allgemeine Betriebs- und Geschäftsausstattung. Es wurde zudem in geringem Umfang Geschäftsausstattung angeschafft, deren Finanzierung zur Schonung der Betriebsmittelkreditlinien im Wege des Finanzierungsleasings durchgeführt wurde. Die Vorräte blieben etwa auf Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken hingegen rein stichtagsbedingt deutlich, wobei weiterhin am selektiven Einsatz des Factorings festgehalten wurde. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen durch Rückforderungen aus dem Logistikbereich an. Der Forderungsüberhang der Stender AG bei den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die sonstigen Rückstellungen blieben auf Vorjahresniveau, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen rein stichtagsbedingt leicht unter Vorjahr lagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten deutlich um 392 T€ auf 2.120 T€ gesenkt werden. Dem steht ein Zuwachs in Höhe von 254 T€ bei den Sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber, der auf objektbezogene Mietkauffinanzierungen bei Zugängen des Anlagevermögens zurückgeht. Überwiegend sind die Verbindlichkeiten kurzfristiger Natur, 455 T€ haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Produktion und Beschaffung Im ernteabhängigen Beschaffungsmarkt für Torf herrschte im Berichtsjahr aus der schlechten Vorjahresernte heraus in Quantität und Qualität zunächst eine angespannte Versorgungssituation. Die Absicherung der Produktqualitäten erforderte in unserer Produktion Mehraufwand bei höheren Ladegewichten. Allerdings verbesserte sich die Situation spürbar im Verlauf des Geschäftsjahres in Folge der europaweit sehr guten Erntesaison 2018. Wie in den Vorjahren hat die Konzern-Eigenversorgung mit Torf erheblich zu unserer Versorgungssicherheit beigetragen. Der wichtige Dieselpreis unterlag im Berichtsjahr einer Preissteigerung und wirkte bei den Produktionskosten unmittelbar, bei den Eingangs- und Ausgangsfrachten mit Zeitverzögerung im Vorjahresvergleich kostenerhöhend. III. Voraussichtliche Entwicklung Der Markt für Blumenerden und Substrate ist allgemein durch eine mengenmäßig weitgehend stabile Nachfrage gekennzeichnet. Diese Aussage wird auch durch den Branchenverband Industrieverband Garten e.V (IVG) gestützt. Gleichwohl entwickeln sich einzelne Marktsegmente sehr unterschiedlich. Dies gilt sowohl bezüglich bestimmter Kulturgruppen als auch regional. Die allgemeine Wirtschaftslage stützt weiterhin in unserem Kernmarkt Deutschland die Kaufkraft der Konsumenten, für die die Nachhaltigkeit der Produkte zunehmend wichtig ist. Da wir unsere Geschäfte "B2B" tätigen, sind für uns direkt und indirekt die Entwicklungen im organisierten Einzelhandel maßgebend. Dessen Preis- und Bestellverhalten hat zu einer Stauchung der ohnehin kurzen Hauptsaison geführt. Dadurch und durch die zunehmende Digitalisierung steigen die Anforderungen an die logistischen Prozesse. Im Profibereich nimmt die Kundenkonzentration weiter zu. Die Anforderungen im Erwerbsgartenbau an eine sichere Kulturführung steigen bei gleichzeitig hohem Kosten- und Margendruck. Auf Grund der sehr guten Torfernte in ganz Europa ist auf dem Beschaffungsmarkt für Torfe für die kommende Saison mit einer ausreichenden Versorgungslage zu rechnen. Preissenkungen sind jedoch mangels großer Vorräte nicht zu erwarten. Der Versorgung mit Eigentorf aus dem Konzern kommt damit nach wie vor eine sehr große Bedeutung zu. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir eine stabile Geschäftsentwicklung. Unter der Annahme eines normalen weiteren Saisonverlaufs gehen wir derzeit für die Gesellschaft von Umsatzerlösen sowie einem Ergebnis leicht über dem Vorjahresniveau aus. IV. Wesentliche Chancen und Risiken Die angespannte Situation in der LKW-Logistik wirkt für die gesamte Branche restriktiv. Zu den bestehenden Herausforderungen (Fahrermangel, Dieselpreis etc.) kommt in Deutschland noch die Ausweitung und deutliche Erhöhung der Maut hinzu, die in den Verkaufspreisen weitergegeben werden muss. Für das laufende Geschäftsjahr können dadurch voraussichtlich branchenweit Möglichkeiten der Absatzsteigerung nicht genutzt werden. Die integrierte kurz- und mittelfristige Konzernunternehmensplanung steht im Zeichen eines moderaten Wachstums, um die Anfälligkeit gegenüber Marktschwankungen weiter zu verringern. Zudem wird angestrebt, die Finanzierung in eine größere Langfristigkeit zu überführen, um Stabilität und Zinsniveau weiter zu sichern. In allen Kundengruppen gibt es weiterhin eine Tendenz hin zu größeren Marktteilnehmern mit entsprechender Nachfragebündelung. Diese benötigen umgekehrt Zulieferer mit entsprechender Schlagkraft und Sortimentsbreite. Die Stender AG wird auf Grund ihrer Expertise, der Marktpräsenz und ihren Produktionsmöglichkeiten als relevanter und etablierter Anbieter insbesondere im Erwerbsgartenbau wahrgenommen. Unterstützt wird dies durch die langfristige Verfügbarkeit eigener Rohstoffe. Hierin liegt weiterhin unsere große Vermarktungschance. Ertragsorientierung und das Vermeiden von Klumpenrisiken sind dabei wichtige Rahmenbedingungen. Bereits seit mehreren Jahren betreibt die Stender AG Produktentwicklungen hin zu einer Reduzierung des Torfeinsatzes in den Erzeugnissen. Damit wird einem Vermarktungserfordernis des Einzelhandels Rechnung getragen und die Vollständigkeit des eigenen Sortiments gewährleistet. Im Konzern dokumentieren die nachhaltige Renaturierung und der Moorschutz die verantwortliche Ressourcennutzung. Abgebaute, ehemals landwirtschaftliche Flächen werden dabei in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (NABU) und den Naturschutzbehörden wieder zu Moorflächen hergerichtet. So wurden in den vergangenen Jahren bereits mehr als 4.250.000 qm Moorflächen der Natur zugeführt. Das aktive und kompetente Mitwirken in diesem Segment ist eine wichtige Argumentationsgrundlage und stellt weiterhin eine große Vermarktungschance dar. Durch die in der Unternehmensgruppe langfristige Verfügbarkeit eigener regionaler Rohstoffe sind Beschaffungsrisiken aus Osteuropa deutlich minimiert. Die Rohstoffbasis ist qualitativ äußerst hochwertig und hervorragend für das Profi-Geschäft geeignet. Die Kontrolle der gesamten Wertschöpfungskette in einem immer enger werdenden Beschaffungsmarkt stellt einen künftig noch wichtigeren Wettbewerbsvorteil dar. Ende des Jahres 2018 wurde im Werk Aschhorn der Schwestergesellschaft Euflor Humuswerk GmbH eine neue Mischanlage in Betrieb genommen. Damit können dort rohstoffnah einfache Produkte in Substratqualität zu günstigen Kostpreisen hergestellt werden. Daraus ergeben sich für die Stender AG kurzfristig im logistisch nahen norddeutschen Absatzmarkt neue Vermarktungschancen bei preissensiblen Produkten. V. Bestehende Zweigniederlassungen Neben dem Stammwerk in Schermbeck, das zugleich Haupt- und Verwaltungssitz der Stender AG ist, besteht noch eine Zweigniederlassung in Papenburg mit einer eigenen Hafenanbindung.
Schermbeck, 28. Februar 2019 gez. Heinrich-Gerhard Hengstermann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ErgebnisverwendungErgebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der GeschäftsleitungDer Jahresüberschuss wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 16.12.2002 vollständig an die H.-G. Hengstermann GmbH (vormals Blumenerdenwerk Stender GmbH) abgeführt. AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Berichtsfirma dieses Jahresabschlusses ist die Stender AG mit Sitz in Schermbeck. Die Gesellschaft wird im Handelsregister am Amtsgericht Duisburg unter der Handelsregisternummer HR B 11877 geführt. Der Jahresabschluss zum 30. September 2018 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung wurde - mit Ausnahme der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ausgelösten Änderungen - bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten. Das Berichtsjahr umfasst als Geschäftsjahr den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018. Die Stender AG ist zum 30. September 2018 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften befolgt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem Gliederungsschema nach § 266 HGB. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Anlagevermögen a) Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung linear abgeschrieben. b) Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung bzw. Herstellung linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegegenstände werden entsprechend § 6 Abs. 2a EStG angesetzt und über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 € wurden aus Vereinfachungsgründen voll abgeschrieben. 2. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Handelswaren erfolgte zu Anschaffungskosten. Falls der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt werden. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bei den restlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Soweit der Jahresabschluss Vermögensgegenstände enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten, erfolgte die Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. 4. Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapital Die liquiden Mittel, die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und die Positionen des Eigenkapitals wurden zum Nominalwert bilanziert. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Soweit der Jahresabschluss Verbindlichkeiten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten, erfolgte die Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Sachanlagen und der Finanzanlagen (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) wird am Ende des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Gesellschaft hat im Jahr 2011 einen Factoring-Vertrag abgeschlossen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Erfüllung des Kaufvertrags an den Factor abgetreten. Es erfolgt eine Übernahme des Delkrederisikos durch den Factor. Zum 30.09.2018 waren aufgrund des Factoring-Vertrages Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. insgesamt 990.730,27 € (Vorjahr: 894 T€) verkauft und aus der Bilanz des Gesellschaft ausgebucht. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind 214.007,92 € (Vorjahr: 216 T€) enthalten, die im Zusammenhang mit den Factoring-Vertrag stehen, und unter anderem Sperrkonten für nicht bevorschusste Beträge betreffen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen richten sich wie im Vorjahr vollständig gegen die Alleinaktionärin H.-G. Hengstermann GmbH (vormals Blumenerdenwerk Stender GmbH). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie im Vorjahr in voller Höhe aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 57 T€ (Vorjahr: 59 T€). Alle sonstigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten befindet sich ein Disagio in Höhe von 1 T€. 4. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt 1.975.000,00 € und ist eingeteilt in 395.000 Stückaktien (Aktien ohne Nennwert). Es wird zu 100 % von der H.-G. Hengstermann GmbH (vormals Blumenerdenwerk Stender GmbH) gehalten. Die gesetzliche Rücklage ist in Höhe von 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft vollständig dotiert. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. 5. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten einschließlich Berufsgenossenschafts- und Insolvenzausgleichslastbeiträgen (269 T€) sowie für Rabatte und ausstehende Gutschriften (132 T€). 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Pfandrechte und ähnliche Rechte wie folgt gesichert: - Grundpfandrecht auf dem Objekt Schermbeck. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr in voller Höhe aus sonstigen Verbindlichkeiten. 7. Haftungsverhältnisse Die Stender AG, die Euflor GmbH für Gartenbedarf, die Gartenhilfe Gesellschaft m.b.H, Linz/Österreich, und die H.-G. Hengstermann GmbH (vormals Blumenerdenwerk Stender GmbH) haften für alle Ansprüche der Factorbank (siehe Abschnitt III.2) als Gesamtschuldner. Die Haftungshöchstsummen aus Gewährleistungsverträgen belaufen sich auf 250 T€ (Vorjahr: 250 T€). Diese bestehen vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen. Zum Abschlussstichtag sind die den Gewährleistungsverträgen zugrunde liegenden Kontokorrentverbindlichkeiten mit 0 T€ (Vorjahr 0 T€) in Anspruch genommen worden. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den entsprechenden Planungsunterlagen der betroffenen verbundenen Unternehmen derzeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet. 8. sonstige finanzielle Verpflichtungen Art und Zweck von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften (§ 285 Nr. 3 HGB): Der Nutzung eines Teils des Anlagevermögens liegen Operating-Leasingverträge zu Grunde, die eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren haben. Die Leasinggeschäfte dienen der Schonung der Betriebsmittelkreditlinien. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind (§ 285 Nr. 3a HGB): Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Miet- und Pachtverträgen zur Nutzung von Produktionsstätten. Die zukünftigen Verpflichtungen aus längerfristigen Verträgen betragen (Nominalwerte):
V. SONSTIGE ANGABEN 1. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich die folgende Anzahl von Arbeitnehmern:
2. Vorstand / Aufsichtsrat Zum Vorstandsmitglied der Stender AG war im Geschäftsjahr bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge des Vorstandes nach § 285 Nr. 9 a HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Zu Aufsichtsratsmitgliedern der Stender AG waren im Geschäftsjahr bestellt:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich für das Geschäftsjahr auf 27.000,00 €. 3. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die Auswirkung auf diesen Abschluss haben könnten, haben sich nicht ergeben.
Schermbeck, den 28. Februar 2019 Vorstandsvorsitzender Heinrich-Gerhard Hengstermann Anlagespiegel
Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2017/2018der Stender AG, SchermbeckDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017/2018 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Darüber hinaus hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet. Gegenstand der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattung waren neben der Gesamtlage des Unternehmens und der aktuellen Geschäftsentwicklung auch die mittelfristige Strategie des Unternehmens, einschließlich der Investitions-, Personal-, Finanz- und Ergebnisplanung sowie die strategische Ausrichtung im Rohstoff- und Absatzmarkt. Insbesondere berichtete der Vorstand über folgende strategischen Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres 2017/2018: - weitere Ertragsstabilisierung - weiterer Abbau der Bankverbindlichkeiten - geplante Umwandlung der AG in eine GmbH mit Wirkung zum 01.10.2019 Von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung hat sich der Aufsichtsrat überzeugt. Themen der Berichterstattung und Erörterung im Aufsichtsrat waren u.a. die regelmäßige Berichterstattung des Vorstandes zur Geschäftsentwicklung der Stender AG. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/2018 sind unter Einbeziehung der Buchführung vom gewählten Abschlussprüfer, der audalis Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dortmund, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Für das Geschäftsjahr 2017/2018 sind dem Aufsichtsrat gemäß §§ 170 AktG Jahresabschluss, Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses zur Prüfung vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Stender AG zusammen mit dem Vorstand in Anwesenheit des Abschlussprüfers beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss 2017/2018 gebilligt, der somit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Der Jahresüberschuss wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 16.12.2002 vollständig an die H.-G. Hengstermann GmbH (vormals Blumenerdenwerk Stender GmbH) abgeführt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand für seinen Einsatz und seine Leistung im Geschäftsjahr 2017/2018 Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stender AG und den verbundenen Gesellschaften für Ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Dortmund, den 07. Mai 2019 Werner Bergermann, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.05.2019 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stender AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dortmund, den 28. Februar 2019 audalis
Treuhand GmbH
durch gez. Patrick Andexer, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Michaela Blobel, Wirtschaftsprüferin |
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