b4
value.net GmbH
Kaiserslautern
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Grundlagen des Unternehmens
Der Hauptsitz der b4 value.net GmbH (im Folgenden
kurz "Gesellschaft", "b4 value.net" oder "b4") befindet
sich in Kaiserslautern, wo das Unternehmen 2004 als Spin
Off der Deutsches Forschungszentrum für
Künstliche Intelligenz GmbH, Kaiserslautern,
gegründet wurde. Das Hauptoffice befindet sich in
Grünstadt; für b4 arbeiten 77 Mitarbeiter an der
digitalen Transformation. Unsere Mitarbeiter arbeiten
kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer
cloudbasierten Softwaresuite und stehen unseren Kunden und
Partnern für Support und Consulting zur
Verfügung.
Unsere digitalen Services für den Dokumenten-
und Datenaustausch stehen unseren Kunden cloudbasiert als
Software as a Service (SaaS) zur Verfügung.
Das b4 Geschäftsmodell basiert auf der
Vernetzung von Firmen und Behörden mit Fokus auf den
automatisierten Dokumentenaustausch für alle
Belegarten (Rechnungen, Bestellungen, Lieferscheine,
Mahnungen, Bescheide etc.). Dabei liegt der Fokus auf dem
Austausch strukturierter Daten (XRechnung, EDI, ZUGFeRD,
PEPPOL, etc.) für die Automatisierung von
Geschäftsprozessen als auch auf die Unterstützung
papierbasierter Prozesse im Versand und im Belegeingang.
Der relevante Markt umfasst die digitale Transformation von
Milliarden von Geschäftsprozessdokumenten pro Jahr;
dabei soll die digitale Transformation Unternehmen und
Institutionen sicher, schnell und einfach mit ihren
Geschäftspartnern und Mehrwertdiensten verbinden, um
Kosten zu sparen, Prozesse zu optimieren und die Umwelt zu
schonen. Zu diesem Zweck haben wir TRAFFIQX® (
www.traffiqx.net) entwickelt und gegründet. Die
von b4 entwickelten Services werden über eine Vielzahl
von unabhängigen TRAFFIQX®-Providern im In- und
Ausland angeboten. Die Behördenplattform OZG-RE, die
unter anderem von Bund und Bundesländern eingesetzt
wird, basiert ebenfalls auf b4-Technologie.
Unsere Leistungen sollen Werte schaffen durch
intelligenten, automatisierten und vor allem papierlosen
Dokumentenaustausch. Davon sollen Unternehmen, Menschen in
Unternehmen und unsere Umwelt profitieren.
Unsere cloudbasierten Multichannel-Dokumenten- und
Datenaustauschdienste sollen einen hohen Wert für die
Kunden des TRAFFIQX®-Netzwerks schaffen und
transaktionsbasierte, wiederkehrende Einnahmen für b4
und die TRAFFIQX® Network Provider generieren.
2. Wirtschaftsbericht
1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine
Prognose für 2023 unterjährig leicht nach oben
korrigiert. Im Rahmen seines Konjunkturausblicks (World
Economic Outlook, Update Januar 2024) hat der IWF nach
vorläufigen Berechnungen für 2023 ein Plus von
3,1 % für die Weltwirtschaft ausgewiesen. Das Wachstum
lag damit geringfügig unter Vorjahresniveau (rd. 3,5
%) und gleichzeitig 0,2-Prozentpunkte über der
ursprünglichen IWF-Prognose vom Januar 2023 (2,9 %).
Ein deutlich schlechteres Bild der wirtschaftlichen
Lage ergibt sich bei einem Blick auf die für b4
value.net wichtige Euro-Zone. Für die Euro-Zone hat
der IWF insgesamt ein Wachstum um 0,5 % (Vorjahr: 3,4 %)
berechnet und damit die Prognose nochmal leicht gesenkt.
Auch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland,
dem aus Sicht von b4 value.net mit Abstand wichtigsten
Markt, blieb deutlich hinter dem Vorjahr und auch hinter
der ursprünglichen Erwartung des IWF zurück. So
hat der IWF für Deutschland einen Rückgang der
Wirtschaftsleistung um -0,3 % (Vorjahr: 1,8 %) gemeldet und
damit nochmals weniger als zuvor berechnet.
Für den deutschen ITK-Markt hat der
Branchenverband Bitkom im Rahmen seiner
Jahrespressekonferenz im Januar 2024 für das Jahr 2023
ein Wachstum um 2,0 % (Vorjahr: 6,8 %) unterstellt. Zu
Jahresanfang 2023 war der Verband noch von einem
Umsatzwachstum von 3,8 % für 2023 ausgegangen.
Gleichwohl zeigte sich die Digitalbranche damit auch unter
schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von
geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, sowie
gestörter Lieferketten und Fachkräftemangel
erneut sehr robust.
Gerade die Corona-Pandemie sowie
makroökonomische Bedingungen und hoher Inflationsdruck
haben die Digitalisierung seit 2020 in vielen Bereichen
deutlich beschleunigt. Viele Unternehmen sehen inzwischen
neue Technologien als wesentliche Werkzeuge zur
Bewältigung von Krisen. In kürzester Zeit wurden
so Tausende von Mitarbeitern im Home-Office vernetzt, neue
digitale Kanäle für Vertrieb und Support
eröffnet und viele Systeme und Daten in die Cloud
verlagert.
Die Migration von Daten, Anwendungen und
Infrastrukturen in die Cloud ist dadurch Bestandteil der
meisten Strategien zur digitalen Transformation, mit dem
Ziel, einen agileren und anpassungsfähigeren Betrieb
zu schaffen.
Insbesondere der Bereich SaaS legt derzeit stark zu,
da Unternehmen ihre IT-Modernisierungsinitiativen
beschleunigen, um Risiken zu minimieren und Kosten zu
optimieren. Die Verlagerung des Betriebs in die Cloud
reduziert dabei aktuell anstehende Investitionsausgaben,
indem sie die Investitionen über die Laufzeit eines
Cloud-Abonnements streckt - ein entscheidender Vorteil in
einem Umfeld, in dem Liquidität für die
Aufrechterhaltung des Betriebs entscheidend sein kann.
1.2 Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2023 konnte die b4 value.net
GmbH ihren positiven Geschäftsverlauf fortsetzen. Der
Umsatz stieg leicht auf rd. TEUR 18.308 (Vj. TEUR 17.534).
Die Umsatzerlöse resultieren aus erbrachten
Dienstleistungen und wurden überwiegend im Inland
erbracht (TEUR 17.419; Vj. TEUR 17.325). Den Großteil
ihres Dienstleistungsumsatzes (> 94 %) erzielte die b4
value.net GmbH durch wiederkehrende Einnahmen. Der Anteil
des Umsatzes aus transaktionsbasierten Geschäften lag
dabei bei einem Anteil von über 90 %.
Mit einem Anteil von rd. 88 % (Vj. rd. 89 %) am
Aufwand für bezogene Leistungen war die DATEV eG,
Nürnberg, auch im Geschäftsjahr 2023 der
stärkste Partner der b4 value.net GmbH.
Der Geschäftsverlauf war insbesondere von einer
deutlichen Zunahme der Substitutionsrate Briefpost zu
elektronischem Rechnungsversand / Empfang sowie weiterer
Mitarbeitergewinnung geprägt. Die b4 value.net GmbH
setzt dabei auf kontinuierliche Weiterbildung und die
Förderung von Talenten. Soziale Verantwortung wird
durch diverse Initiativen und Projekte aktiv wahrgenommen.
Im als gut zu bezeichnenden Geschäftsjahr 2023
hat b4 mit durchschnittlich 77 Mitarbeitenden (Vj.: 68) ein
um TEUR 412 verbessertes EBIT von TEUR 2.513 und einen im
Vorjahresvergleich um TEUR 294 gestiegenen
Jahresüberschuss von TEUR 1.771 erzielt.
1.3 Ertragslage
Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr
2023 TEUR 18.308 und stiegen leicht gegenüber dem
Vorjahr 2022 (TEUR 17.534) an.
Die Bruttomarge (Umsatzerlöse abzüglich
Aufwand für bezogene Leistungen bezogen auf die
Betriebsleistung) beträgt rd. 41 % gegenüber rd.
37 % im Vorjahr und hat sich somit leicht verbessert. Diese
Entwicklung ist insbesondere auf die höhere
Substitutionsrate Briefpost zu elektronischem
Belegaustausch zurückzuführen.
Der Personalaufwand ist von TEUR 3.618 auf TEUR 4.015
gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung
der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 68 auf 77 sowie
Gehaltsanpassungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen
TEUR 965 in 2023 gegenüber TEUR 811 in 2022 und
beinhalten als größte Posten Miete und
Serviceaufwendungen für Hardware, Verkaufsprovisionen
sowie Miete und Nebenkosten für Gebäude. Der
Anstieg ist im Wesentlichen durch die erfolgte
Zertifizierung des Informationssicherheits-Managementsystem
(ISMS) nach ISO27001 für den Standort Grünstadt
und den Geltungsbereich "Entwicklung, Betrieb und Support
einer Plattform zum Dokumenten- und Datenaustausch" sowie
durch Consultingaufwände begründet.
Vor diesem Hintergrund ist das EBIT im
Vorjahresvergleich um TEUR 412 auf TEUR 2.513 gestiegen.
Der Ertragssteueraufwand beläuft sich auf TEUR
751 (Vj.: TEUR 610).
Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss
geteilt durch Umsatzerlöse x 100) beträgt
unverändert rd. 10 %.
Der Jahresüberschuss beträgt in der Folge
TEUR 1.771 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR
294 erhöht.
Aufgrund der positiven Entwicklung des elektronischen
Anteils am Umsatz konnte die Bruttomarge erhöht
werden, so dass in Folge der prognostizierten und
eingetretenen leichten Umsatzerhöhung sowohl das EBIT
als auch das Jahresergebnis prognosegemäß leicht
gesteigert werden konnten.
1.4 Finanzlage
Die Gesellschaft ist im Wesentlichen durch
Eigenkapital finanziert: Neben dem Stammkapital von TEUR 33
stehen der Gesellschaft einschließlich des
Gewinnvortrags aus dem Vorjahr abzüglich der
Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr 2023 und
zuzüglich des laufenden Jahresüberschusses des
Geschäftsjahres bilanzielle Eigenmittel von TEUR 3.891
(Vj.: TEUR 2.936) zur Verfügung. Dies entspricht einer
Eigenkapitalquote von rd. 46 % (Vj.: rd. 45 %). Am
Abschlussstichtag überstieg das kurzfristige
Vermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich.
Das langfristig gebundene Vermögen ist durch
Eigenkapital gedeckt.
Der Zahlungsmittelbestand liegt mit TEUR 4.489
deutlich über dem Vorjahresniveau (TEUR 3.113). Die
Quote der flüssigen Mittel lag in 2023 bei rd. 53 %
gegenüber einem Vorjahreswert von rd. 48 % bezogen auf
die Bilanzsumme. Zur Absicherung der Liquidität
bestehen Kreditlinien in Höhe von TEUR 600, die zum
Stichtag 31. Dezember 2023 nicht genutzt wurden.
Neben den Zahlungsmittelabflüssen aus der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fanden
Zahlungsmittelabflüsse im Sinne von
Finanzierungstätigkeiten statt: Ausschüttungen
von TEUR 815 an die Gesellschafter wurden vorgenommen.
Die Investitionen in Höhe von TEUR 78 wurden aus
dem Zahlungsmittelbestand finanziert und betreffen
ausschließlich das Sachanlagevermögen.
Abgesehen von zukünftigen Miet- und
Leasingverpflichtungen bestehen keinerlei wesentliche
finanzielle Verpflichtungen, wodurch die finanzielle
Unabhängigkeit bestätigt und ein Wachstum aus
eigener Kraft ermöglicht wird.
Liquiditätsengpässe sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr nicht entstanden und die Gesellschaft
war jederzeit in der Lage ihren bestehenden
Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen.
1.5 Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 1.912 erhöht.
Das entspricht einer Steigerung von rd. 29 %. Die
Aktivseite der Bilanz besteht zum Bilanzstichtag zu rd. 5 %
aus Anlagevermögen - im Wesentlichen EDV-Hardware -
und zu rd. 95 % aus Umlaufvermögen. Das
Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus
Forderungsbeständen in Höhe von TEUR 3.388 sowie
liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 4.489.
Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgrund des
Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.771 und dem
Ergebnisvortrag von TEUR 2.088 aus dem vorangegangenen
Geschäftsjahr unter Berücksichtigung erfolgter
Gewinnausschüttung auf TEUR 3.891 gestiegen und
entspricht am Bilanzstichtag rd. 46 % der Bilanzsumme.
Im Bereich Rückstellungen führte
insbesondere der Anstieg der Steuerrückstellungen zu
einer deutlichen Erhöhung der gesamten
Rückstellungen um TEUR 254 auf TEUR 1.226.
Wesentliche Veränderung auf der
Finanzierungsseite war die Zunahme der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 545.
Insgesamt stellte sich die wirtschaftliche Lage
weiterhin als gut dar.
1.6 Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen
bei b4 value.net sind neben Umsatz und EBIT das
Jahresergebnis, deren Entwicklung in der Ertragslage
dargestellt sind. Nichtfinanzielle
Steuerungsgrößen sind u. a. die Summe der
Transaktionen, registrierte Teilnehmer, digitale
Verbindungen, erreichbare Geschäftspartner und der
Anteil der voll digitalen Transaktionen sowie die
Mitarbeiterzufriedenheit.
Das Unternehmen wird aus finanzieller Sicht auf Basis
von Monatsberichten gesteuert, welche die finanziellen
Leistungsindikatoren abbilden.
3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
1.7 Chancenbericht
Wir gehen auch für das Jahr 2024 weiter von
einem erfolgreichen geschäftlichen Verlauf der b4
value.net GmbH und des TRAFFIQX® Netzwerks aus. Neben
der Tatsache, dass die standardisierten Produkte der b4
value.net GmbH die Erwartungen der Kunden bei der
unumgänglichen Digitalisierung ihrer
Geschäftsprozesse sehr gut erfüllen, wird eine
wachsende Nachfrage nach unseren Lösungen erwartet.
Globale Megatrends rund um Digitalisierung und
Konnektivität und insbesondere die regulatorischen
Maßnahmen in der EU lassen in den nächsten
Jahren ein überproportionales Wachstum erwarten.
Gerade die Corona-Pandemie sowie makroökomische
Bedingungen und hoher Inflationsdruck haben die
Digitalisierung seit 2020 in vielen Bereichen deutlich
beschleunigt. Viele Unternehmen sehen inzwischen neue
Technologien als wesentliche Werkzeuge zur Bewältigung
von Krisen. In kürzester Zeit wurden so Tausende von
Mitarbeitern im Home-Office vernetzt, was eine
Digitalisierung der Geschäftsprozesse und insbesondere
den digitalen Dokumenten- und Datenaustausch unabdingbar
macht.
Die EU-Regierungen schreiben nach und nach vor, dass
alle Unternehmen die Rechnungslegung in Echtzeit
einführen, um die Steuertransparenz zu erhöhen;
z. B. Italien seit 2019. Die EU hat eine
verpflichtende elektronische Rechnungsstellung für
alle grenzüberschreitenden Rechnungen und die damit
verbundene Meldung von Steuerdaten bis 2028 vorgesehen.
Aufgrund von einigen zeitlichen Verschiebungen
seitens der Gesetzgebung der EU und der europäischen
Länder inklusive Deutschlands in Hinblick auf die
Einführung der B2B Verpflichtung zur elektronischen
Rechnungsstellung bzw. der Meldung von Steuerdaten kann
eine zeitliche Verschiebung der Marktentwicklung erwartet
werden.
Insgesamt bleibt die Einschätzung der positiven
Marktentwicklung für die b4 value.net davon
unbeeindruckt.
Mit Zustimmung des Bundesrats zum
Wachstumschancengesetz vom 22. März 2024 wird der
Empfang von E-Rechnungen zwischen Unternehmen vom 01.
Januar 2025 an verpflichtend.
Mit der Übernahme der Anteilsmehrheit an der b4
value.net durch die DATEV e.G. mit Wirkung zum
01. Januar 20241 und den geplanten gemeinsamen
Entwicklungen sowie dem Ausbau des TRAFFIQX® Netzwerks,
kann davon ausgegangen werden, dass sich die
Wachstumschancen der b4 value.net und des TRAFFIQX®
Netzwerks weiter verbessern.
Immer mehr Unternehmen - auch KMU - setzen auf
E-Invoicing-Lösungen, da diese kostengünstig und
effizient sind und den Rechnungsstellungsprozess
rationalisieren können.
1.8 Risikobericht
Das Risikomanagementsystem der b4 value.net GmbH
zielt darauf ab, Risiken frühzeitig zu erkennen und
entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu
können. Die Gesellschaft verfügt über ein
internes Kontrollsystem, welches permanent an die aktuellen
Anforderungen angepasst wird. Auf Basis von Monatsberichten
erfolgt u. a. anhand der finanziellen
Leistungsindikatoren sowie weiterer Kennzahlen und
Vergleiche eine regelmäßige Auswertung sowie ein
Abgleich gegenüber der Planung.
Trotz der positiven Aspekte der gegenwärtigen
Geschäftslage sowie der aufgezeigten Zukunftschancen
bestehen Risiken für die zukünftige
Geschäftsentwicklung. Im Wesentlichen handelt es sich
dabei um für die IT- und Cloudanbieter generell
bestehende Risiken.
· Es besteht ein Risiko, dass die
garantierte Verfügbarkeit unserer Cloudservices nicht
erreicht wird und sich daraus Haftungsansprüche gegen
die Gesellschaft ergeben. Um dieses Risiko so gering wie
möglich zu halten werden redundante, hochsichere nach
mehreren Standards zertifizierte Rechenzentren (u. a.
ISO27001) eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2022 hat b4
begonnen ein Informationssicherheits-Managementsystem
(ISMS) nach ISO27001 für den Standort Grünstadt
und den Geltungsbereich "Entwicklung, Betrieb und Support
einer Plattform zum Dokumenten- und Datenaustausch" zu
implementieren. Die Zertifizierung wurde am 06. Juni 2023
erlangt.
· Durch die Bedrohungen durch
Cyberkriminalität besteht ein Risiko, dass die
IT-Systeme der Gesellschaft geschädigt werden und es
zu Beeinträchtigungen der Verfügbarkeit,
Datenverlust oder Datendiebstahl kommt. Insbesondere die
Tatsache, dass die Angriffe immer mehr
Dienstleistungscharakter haben, ist besorgniserregend.
Ransomeware und Phishing bleibt auch dieses Jahr die
Hauptbedrohung.
Mit regelmäßigen ex- und internen
Sicherheitsüberprüfungen sowie kontinuierlichen
Investitionen in Software- und Hardware wird diesem Risiko
gegengesteuert. Die Resilienzen werden durch
regelmäßiges Patching, Updates, sicheres
Identity-Access-Management, kontinuierliche Sicherheits-
und Datenschutzschulungen sowie umfangreiche Backupprozesse
und Notfallpläne gestärkt. Die b4- Backupprozesse
sind so aufgestellt, dass im Fall eines erfolgreichen
Ransomeware-Angriffs die vollständigen
Produktivsysteme innerhalb von 24 Stunden von aus einem
nicht gefährdetem Speichermedium (Bandsysteme)
wiederhergestellt werden können.
· Das potenzielle Wachstum und die
Prognosen werden maßgebend durch die Gesetzgebung
(siehe Ziffer 3.1) beeinflusst; hier besteht
insbesondere ein Risiko in der Verzögerung bei der
Verabschiedung der Gesetze in der EU und den jeweiligen
Ländern.
· Das Erreichen des geplanten Wachstums
in der Zukunft hängt maßgeblich von der
erfolgreichen Rekrutierung erfahrener und
hochqualifizierter Mitarbeiter ab.
Im Hinblick auf Risiken in Bezug auf die Verwendung
von Finanzinstrumenten ist folgendes zu berichten:
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen insbesondere · Guthaben bei
Kreditinstituten · Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die
Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken
jeglicher Art; es wird daher eine konservative
Risikopolitik verfolgt. Risikobehaftete derivative
Finanzinstrumente (Termingeschäfte,
Options-Geschäfte und Swaps) werden nicht
abgeschlossen.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann
insbesondere das Zahlungsausfallrisiko zum Tragen kommen.
Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird
stets die Bonität des Kunden eingeschätzt. Zur
Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die
Gesellschaft über ein entsprechendes
Debitorenmanagement und Mahnwesen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen werden die fälligen Zahlungen fristgerecht
regelmäßig unter Inanspruchnahme von Skonto
geleistet.
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird
monatlich ein Liquiditätsstatus erstellt, der einen
Überblick über die Geld Ein- und -ausgänge
vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten
Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden
entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Die Risikolage der Gesellschaft kann insgesamt als
entspannt beurteilt werden. Es gibt keine
außergewöhnlichen oder unkontrollierten
finanzintensiven und sonstigen risikoreichen Vorfälle.
Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere mit
Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft, sind
für die folgenden 12 Monate nicht zu erkennen.
1.9 Prognosebericht
Vor dem Hintergrund der beschriebenen Chancen und
unter Berücksichtigung der genannten Risiken ist das
Unternehmen optimistisch, dass es den eingeschlagenen Weg
auch in Zukunft erfolgreich fortsetzen wird. Für das
Geschäftsjahr 2024 wird vor dem Hintergrund des
Wachstumschancengesetzes und der damit verbunden
Verpflichtung zum elektronischen Rechnungsaustausch
zwischen Unternehmen im Vergleich zum abgelaufenen
Geschäftsjahr ein deutlicher Anstieg der
Umsatzerlöse, des EBITs und des Jahresergebnisses
erwartet.
Kaiserslautern, 23. Mai
2024
Dipl.-Kfm. Harald
Roß
|
|
Dieter Keller
|
b4 value.net GmbH
- Die Geschäftsführung -
1
https://www.datev.de/web/de/presse/pressemeldungen/meldungen-2024/datev-uebernimmt-mehrheit-an-b4value-net/
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
435.754,69 |
420.149,69 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
8.708,00 |
11.536,00 |
| II.
Sachanlagen |
427.046,69 |
408.613,69 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
288.945,00 |
307.587,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
2.448,00 |
|
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
135.653,69 |
101.026,69 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.910.084,59 |
6.056.459,24 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.421.405,51 |
2.943.568,05 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
2.097,07 |
2.097,07 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
4.488.679,08 |
3.112.891,19 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
69.816,28 |
27.095,18 |
| Aktiva |
8.415.655,56 |
6.503.704,11 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.891.480,47 |
2.935.947,33 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
32.500,00 |
32.500,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
2.088.447,33 |
1.426.364,21 |
| III.
Jahresüberschuss |
1.770.533,14 |
1.477.083,12 |
| B.
Rückstellungen |
1.225.770,07 |
971.919,46 |
| C.
Verbindlichkeiten |
3.298.405,02 |
2.595.837,32 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.298.405,02 |
2.500.503,30 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
0,00 |
95.334,02 |
| Passiva |
8.415.655,56 |
6.503.704,11 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
7.555.736,02 |
6.597.037,37 |
| 2.
Personalaufwand |
4.014.929,97 |
3.632.724,20 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.287.401,36 |
3.034.840,52 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
727.528,61 |
597.883,68 |
| davon
für Altersversorgung |
91.331,73 |
82.464,32 |
| 3.
Abschreibungen |
62.374,47 |
67.427,26 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
62.374,47 |
67.427,26 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
965.399,41 |
796.086,28 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
26.658,01 |
306,00 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
14.523,00 |
13.349,81 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
750.714,32 |
609.890,70 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
1.774.452,86 |
1.477.865,12 |
| 9.
sonstige Steuern |
3.919,72 |
782,00 |
| 10.
Jahresüberschuss |
1.770.533,14 |
1.477.083,12 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben
1. Anwendung gesetzlicher Vorschriften
Die b4 value.net GmbH ist im Handelsregister des
Amtsgerichts Kaiserslautern unter der Nummer HRB 4024
eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Kaiserslautern.
Dieser Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften
der §§ 242 ff. und 264 ff. Handelsgesetzbuch
(HGB) unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des
GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften
für mittelgroße Kapitalgesellschaften.
Für die Gliederung der Gewinn- und
Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren
gewählt.
Die für einzelne Posten geforderten
Zusatzangaben werden zum Teil in den Anhang
übernommen.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die
nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
maßgebend.
Die
immateriellen Vermögensgegenstände sowie
die
Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten aktiviert. Abschreibungen wurden nach
der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer berechnet. Geringwertige Anlagegüter mit
Anschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 wurden im Jahr des
Zuganges sofort aufwandswirksam gebucht. Geringwertige
Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,01
bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll
abgeschrieben. Soweit erforderlich, wurde der am
Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die
Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung
getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale
Abschläge berücksichtigt.
Die
Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert
angesetzt.
Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
passiviert worden.
II. Erläuterungen zur Bilanz
Die
Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem
beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von EUR
10.190,15 (Vj. TEUR 10) und betreffen ausschließlich
sonstige Vermögensgegenstände.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände gegen Gesellschafter
bestehen in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 242,56) und
betrafen im Vorjahr ausschließlich sonstige
Vermögensgegenstände.
Das
Eigenkapital enthält nach erfolgter
Gewinnausschüttung von TEUR 815 einen Gewinnvortrag
von TEUR 2.088.
Die
Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht
veranlagten Steuern.
Die
sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen
für Urlaubsansprüche, sonstige Personalkosten,
Jahresabschlusskosten, Gewährleistungsansprüche
sowie Aufbewahrungspflichten gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (31.
Dezember 2022) im Einzelnen dargestellt.
Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
|
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
Art der Verbindlichkeit
|
Gesamt
|
bis 1 Jahr
|
über 1 Jahr
|
über 5 Jahre
|
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
|
2.295
|
2.295
|
0
|
0
|
|
(1.750)
|
(1.750)
|
(0)
|
(0)
|
2. Sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.004
|
289
|
715
|
0
|
|
(846)
|
(661)
|
(185)
|
(0)
|
davon aus
Steuern
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248
|
248
|
0
|
0
|
|
(648)
|
(648)
|
(0)
|
(0)
|
GESAMT
|
3.299
|
2.584
|
715
|
0
|
|
(2.596)
|
(2.411)
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(185)
|
(0)
|
Sämtliche
Verbindlichkeiten sind nicht besichert.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine
Haftungsverhältnisse.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die
sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten
außergewöhnliche Erträge aus ausgebuchten
Verbindlichkeiten (TEUR 16) sowie Erträge aus der
Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR
32).
IV. Sonstige Angaben
Es bestehen Leasingverpflichtungen aus
außerbilanziellen Geschäften von TEUR
138. Die Laufzeiten der Leasingverträge enden zwischen
Februar 2024 und Dezember 2027. Der Abschluss der
Leasingverträge dient insbesondere einer
gleichmäßigeren Belastung der verfügbaren
Liquidität.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
4 Mietverträgen von TEUR 276. Die Laufzeit von 3
Mietverträgen endet im Februar 2029, ein Mietvertrag
ist mit einer Frist von 3 Monaten zum Quartalsende
kündbar.
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr
durchschnittlich 77
Mitarbeiter, davon 77 Angestellte.
Die
Geschäftsführung der Gesellschaft setzt
sich wie folgt zusammen:
Harald Roß, Diplom-Kaufmann, Hirschberg Dieter
Keller, Techniker, Göllheim
Die Geschäftsführer haben
Alleinvertretungsbefugnis und sind von den
Beschränkungen § 181 BGB befreit.
Für die Angabe der
Bezüge der Geschäftsführung wird die
Erleichterungsvorschrift nach
§ 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
Die Geschäftsführung schlägt als
Ergebnisverwendung vor, den Bilanzgewinn in
Höhe von EUR 1.770.533,13 auszuschütten und den
Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Kaiserslautern, 23. Mai
2024
Dipl.-Kfm. Harald
Roß
|
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Dieter Keller
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b4 value.net GmbH
- Die Geschäftsführung -
sonstige Berichtsbestandteile
Kaiserslautern, 23. Mai
2024
Dipl.-Kfm. Harald
Roß
|
|
Dieter Keller
|
b4 value.net GmbH
- Die Geschäftsführung -
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die b4 value.net GmbH, Kaiserslautern
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der b4 value.net GmbH,
Kaiserslautern, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich
der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber
hinaus haben wir den Lagebericht der b4 value.net GmbH,
Kaiserslautern, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 und · vermittelt der
beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen
Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses
geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Hamburg, 23. Mai 2024
ASGB Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Müller, Wirtschaftsprüfer
gez.
Blidung, Wirtschaftsprüfer
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