Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 4024
Eingetragen
12.3.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Vermarktung von Produkten (z. B. Internetportale, standardisierte Output- und Inputmanagement Services) Dienstleistungen (z. B. Datenerfassung, Archivierung, ASP etc.) und Netzwerken (value net) im Zusammenhang mit der Automatisierung von Geschäftsprozessen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Fiege
seit 16.7.2024
Geschäftsführer
Harald Roß
seit 21.7.2005
Geschäftsführer
Dieter Keller
seit 21.7.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
10.58%
10.58%
1.92%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
DATEV Beteiligungen GmbH
Germany
24.376 €
75.00%
H***** R**
3.437 €
10.58%
D***** K*****
3.437 €
10.58%
A****** D*****
625 €
1.92%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

b4 value.net GmbH

Kaiserslautern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens


Der Hauptsitz der b4 value.net GmbH (im Folgenden kurz "Gesellschaft", "b4 value.net" oder "b4") befindet sich in Kaiserslautern, wo das Unternehmen 2004 als Spin Off der Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Kaiserslautern, gegründet wurde. Das Hauptoffice befindet sich in Grünstadt; für b4 arbeiten 77 Mitarbeiter an der digitalen Transformation. Unsere Mitarbeiter arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer cloudbasierten Softwaresuite und stehen unseren Kunden und Partnern für Support und Consulting zur Verfügung.
Unsere digitalen Services für den Dokumenten- und Datenaustausch stehen unseren Kunden cloudbasiert als Software as a Service (SaaS) zur Verfügung.
Das b4 Geschäftsmodell basiert auf der Vernetzung von Firmen und Behörden mit Fokus auf den automatisierten Dokumentenaustausch für alle Belegarten (Rechnungen, Bestellungen, Lieferscheine, Mahnungen, Bescheide etc.). Dabei liegt der Fokus auf dem Austausch strukturierter Daten (XRechnung, EDI, ZUGFeRD, PEPPOL, etc.) für die Automatisierung von Geschäftsprozessen als auch auf die Unterstützung papierbasierter Prozesse im Versand und im Belegeingang. Der relevante Markt umfasst die digitale Transformation von Milliarden von Geschäftsprozessdokumenten pro Jahr; dabei soll die digitale Transformation Unternehmen und Institutionen sicher, schnell und einfach mit ihren Geschäftspartnern und Mehrwertdiensten verbinden, um Kosten zu sparen, Prozesse zu optimieren und die Umwelt zu schonen. Zu diesem Zweck haben wir TRAFFIQX® ( www.traffiqx.net) entwickelt und gegründet. Die von b4 entwickelten Services werden über eine Vielzahl von unabhängigen TRAFFIQX®-Providern im In- und Ausland angeboten. Die Behördenplattform OZG-RE, die unter anderem von Bund und Bundesländern eingesetzt wird, basiert ebenfalls auf b4-Technologie.
Unsere Leistungen sollen Werte schaffen durch intelligenten, automatisierten und vor allem papierlosen Dokumentenaustausch. Davon sollen Unternehmen, Menschen in Unternehmen und unsere Umwelt profitieren.
Unsere cloudbasierten Multichannel-Dokumenten- und Datenaustauschdienste sollen einen hohen Wert für die Kunden des TRAFFIQX®-Netzwerks schaffen und transaktionsbasierte, wiederkehrende Einnahmen für b4 und die TRAFFIQX® Network Provider generieren.

2. Wirtschaftsbericht

1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen



Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für 2023 unterjährig leicht nach oben korrigiert. Im Rahmen seines Konjunkturausblicks (World Economic Outlook, Update Januar 2024) hat der IWF nach vorläufigen Berechnungen für 2023 ein Plus von 3,1 % für die Weltwirtschaft ausgewiesen. Das Wachstum lag damit geringfügig unter Vorjahresniveau (rd. 3,5 %) und gleichzeitig 0,2-Prozentpunkte über der ursprünglichen IWF-Prognose vom Januar 2023 (2,9 %).
Ein deutlich schlechteres Bild der wirtschaftlichen Lage ergibt sich bei einem Blick auf die für b4 value.net wichtige Euro-Zone. Für die Euro-Zone hat der IWF insgesamt ein Wachstum um 0,5 % (Vorjahr: 3,4 %) berechnet und damit die Prognose nochmal leicht gesenkt.
Auch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, dem aus Sicht von b4 value.net mit Abstand wichtigsten Markt, blieb deutlich hinter dem Vorjahr und auch hinter der ursprünglichen Erwartung des IWF zurück. So hat der IWF für Deutschland einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um -0,3 % (Vorjahr: 1,8 %) gemeldet und damit nochmals weniger als zuvor berechnet.
Für den deutschen ITK-Markt hat der Branchenverband Bitkom im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz im Januar 2024 für das Jahr 2023 ein Wachstum um 2,0 % (Vorjahr: 6,8 %) unterstellt. Zu Jahresanfang 2023 war der Verband noch von einem Umsatzwachstum von 3,8 % für 2023 ausgegangen. Gleichwohl zeigte sich die Digitalbranche damit auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, sowie gestörter Lieferketten und Fachkräftemangel erneut sehr robust.
Gerade die Corona-Pandemie sowie makroökonomische Bedingungen und hoher Inflationsdruck haben die Digitalisierung seit 2020 in vielen Bereichen deutlich beschleunigt. Viele Unternehmen sehen inzwischen neue Technologien als wesentliche Werkzeuge zur Bewältigung von Krisen. In kürzester Zeit wurden so Tausende von Mitarbeitern im Home-Office vernetzt, neue digitale Kanäle für Vertrieb und Support eröffnet und viele Systeme und Daten in die Cloud verlagert.
Die Migration von Daten, Anwendungen und Infrastrukturen in die Cloud ist dadurch Bestandteil der meisten Strategien zur digitalen Transformation, mit dem Ziel, einen agileren und anpassungsfähigeren Betrieb zu schaffen.
Insbesondere der Bereich SaaS legt derzeit stark zu, da Unternehmen ihre IT-Modernisierungsinitiativen beschleunigen, um Risiken zu minimieren und Kosten zu optimieren. Die Verlagerung des Betriebs in die Cloud reduziert dabei aktuell anstehende Investitionsausgaben, indem sie die Investitionen über die Laufzeit eines Cloud-Abonnements streckt - ein entscheidender Vorteil in einem Umfeld, in dem Liquidität für die Aufrechterhaltung des Betriebs entscheidend sein kann.

1.2 Geschäftsverlauf


Im Geschäftsjahr 2023 konnte die b4 value.net GmbH ihren positiven Geschäftsverlauf fortsetzen. Der Umsatz stieg leicht auf rd. TEUR 18.308 (Vj. TEUR 17.534). Die Umsatzerlöse resultieren aus erbrachten Dienstleistungen und wurden überwiegend im Inland erbracht (TEUR 17.419; Vj. TEUR 17.325). Den Großteil ihres Dienstleistungsumsatzes (> 94 %) erzielte die b4 value.net GmbH durch wiederkehrende Einnahmen. Der Anteil des Umsatzes aus transaktionsbasierten Geschäften lag dabei bei einem Anteil von über 90 %.
Mit einem Anteil von rd. 88 % (Vj. rd. 89 %) am Aufwand für bezogene Leistungen war die DATEV eG, Nürnberg, auch im Geschäftsjahr 2023 der stärkste Partner der b4 value.net GmbH.
Der Geschäftsverlauf war insbesondere von einer deutlichen Zunahme der Substitutionsrate Briefpost zu elektronischem Rechnungsversand / Empfang sowie weiterer Mitarbeitergewinnung geprägt. Die b4 value.net GmbH setzt dabei auf kontinuierliche Weiterbildung und die Förderung von Talenten. Soziale Verantwortung wird durch diverse Initiativen und Projekte aktiv wahrgenommen.
Im als gut zu bezeichnenden Geschäftsjahr 2023 hat b4 mit durchschnittlich 77 Mitarbeitenden (Vj.: 68) ein um TEUR 412 verbessertes EBIT von TEUR 2.513 und einen im Vorjahresvergleich um TEUR 294 gestiegenen  Jahresüberschuss von TEUR 1.771 erzielt.

1.3 Ertragslage


Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 18.308 und stiegen leicht gegenüber dem Vorjahr 2022 (TEUR 17.534) an.
Die Bruttomarge (Umsatzerlöse abzüglich Aufwand für bezogene Leistungen bezogen auf die Betriebsleistung) beträgt rd. 41 % gegenüber rd. 37 % im Vorjahr und hat sich somit leicht verbessert. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die höhere Substitutionsrate Briefpost zu elektronischem Belegaustausch zurückzuführen.
Der Personalaufwand ist von TEUR 3.618 auf TEUR 4.015 gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 68 auf 77 sowie Gehaltsanpassungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 965 in 2023 gegenüber TEUR 811 in 2022 und beinhalten als größte Posten Miete und Serviceaufwendungen für Hardware, Verkaufsprovisionen sowie Miete und Nebenkosten für Gebäude. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die erfolgte Zertifizierung des Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) nach ISO27001 für den Standort Grünstadt und den Geltungsbereich "Entwicklung, Betrieb und Support einer Plattform zum Dokumenten- und Datenaustausch" sowie durch Consultingaufwände begründet.
Vor diesem Hintergrund ist das EBIT im Vorjahresvergleich um TEUR 412 auf TEUR 2.513 gestiegen.
Der Ertragssteueraufwand beläuft sich auf TEUR 751 (Vj.: TEUR 610).
Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss geteilt durch Umsatzerlöse x 100) beträgt unverändert rd. 10 %.
Der Jahresüberschuss beträgt in der Folge TEUR 1.771 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 294 erhöht.
Aufgrund der positiven Entwicklung des elektronischen Anteils am Umsatz konnte die Bruttomarge erhöht werden, so dass in Folge der prognostizierten und eingetretenen leichten Umsatzerhöhung sowohl das EBIT als auch das Jahresergebnis prognosegemäß leicht gesteigert werden konnten.

1.4 Finanzlage


Die Gesellschaft ist im Wesentlichen durch Eigenkapital finanziert: Neben dem Stammkapital von TEUR 33 stehen der Gesellschaft einschließlich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr abzüglich der Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr 2023 und zuzüglich des laufenden Jahresüberschusses des Geschäftsjahres bilanzielle Eigenmittel von TEUR 3.891 (Vj.: TEUR 2.936) zur Verfügung. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rd. 46 % (Vj.: rd. 45 %). Am Abschlussstichtag überstieg das kurzfristige Vermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich. Das langfristig gebundene Vermögen ist durch Eigenkapital gedeckt.
Der Zahlungsmittelbestand liegt mit TEUR 4.489 deutlich über dem Vorjahresniveau (TEUR 3.113). Die Quote der flüssigen Mittel lag in 2023 bei rd. 53 % gegenüber einem Vorjahreswert von rd. 48 % bezogen auf die Bilanzsumme. Zur Absicherung der Liquidität bestehen Kreditlinien in Höhe von TEUR 600, die zum Stichtag 31. Dezember 2023 nicht genutzt wurden.
Neben den Zahlungsmittelabflüssen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fanden Zahlungsmittelabflüsse im Sinne von Finanzierungstätigkeiten statt: Ausschüttungen von TEUR 815 an die Gesellschafter wurden vorgenommen.
Die Investitionen in Höhe von TEUR 78 wurden aus dem Zahlungsmittelbestand finanziert und betreffen ausschließlich das Sachanlagevermögen.
Abgesehen von zukünftigen Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen keinerlei wesentliche finanzielle Verpflichtungen, wodurch die finanzielle Unabhängigkeit bestätigt und ein Wachstum aus eigener Kraft ermöglicht wird. Liquiditätsengpässe sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht entstanden und die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren bestehenden Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen.

1.5 Vermögenslage


Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 1.912 erhöht. Das entspricht einer Steigerung von rd. 29 %. Die Aktivseite der Bilanz besteht zum Bilanzstichtag zu rd. 5 % aus Anlagevermögen - im Wesentlichen EDV-Hardware - und zu rd. 95 % aus Umlaufvermögen. Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus Forderungsbeständen in Höhe von TEUR 3.388 sowie liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 4.489.
Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.771 und dem Ergebnisvortrag von TEUR 2.088 aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr unter Berücksichtigung erfolgter Gewinnausschüttung auf TEUR 3.891 gestiegen und entspricht am Bilanzstichtag rd. 46 % der Bilanzsumme.
Im Bereich Rückstellungen führte insbesondere der Anstieg der Steuerrückstellungen zu einer deutlichen Erhöhung der gesamten Rückstellungen um TEUR 254 auf TEUR 1.226.
Wesentliche Veränderung auf der Finanzierungsseite war die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 545.
Insgesamt stellte sich die wirtschaftliche Lage weiterhin als gut dar.

1.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren


Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen bei b4 value.net sind neben Umsatz und EBIT das Jahresergebnis, deren Entwicklung in der Ertragslage dargestellt sind. Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen sind u. a. die Summe der Transaktionen, registrierte Teilnehmer, digitale Verbindungen, erreichbare Geschäftspartner und der Anteil der voll digitalen Transaktionen sowie die Mitarbeiterzufriedenheit.
Das Unternehmen wird aus finanzieller Sicht auf Basis von Monatsberichten gesteuert, welche die finanziellen Leistungsindikatoren abbilden.

3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1.7 Chancenbericht


Wir gehen auch für das Jahr 2024 weiter von einem erfolgreichen geschäftlichen Verlauf der b4 value.net GmbH und des TRAFFIQX® Netzwerks aus. Neben der Tatsache, dass die standardisierten Produkte der b4 value.net GmbH die Erwartungen der Kunden bei der unumgänglichen Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse sehr gut erfüllen, wird eine wachsende Nachfrage nach unseren Lösungen erwartet.
Globale Megatrends rund um Digitalisierung und Konnektivität und insbesondere die regulatorischen Maßnahmen in der EU lassen in den nächsten Jahren ein überproportionales Wachstum erwarten.
Gerade die Corona-Pandemie sowie makroökomische Bedingungen und hoher Inflationsdruck haben die Digitalisierung seit 2020 in vielen Bereichen deutlich beschleunigt. Viele Unternehmen sehen inzwischen neue Technologien als wesentliche Werkzeuge zur Bewältigung von Krisen. In kürzester Zeit wurden so Tausende von Mitarbeitern im Home-Office vernetzt, was eine Digitalisierung der Geschäftsprozesse und insbesondere den digitalen Dokumenten- und Datenaustausch unabdingbar macht.
Die EU-Regierungen schreiben nach und nach vor, dass alle Unternehmen die Rechnungslegung in Echtzeit einführen, um die Steuertransparenz zu erhöhen; z. B. Italien seit 2019. Die EU hat eine verpflichtende elektronische Rechnungsstellung für alle grenzüberschreitenden Rechnungen und die damit verbundene Meldung von Steuerdaten bis 2028 vorgesehen.
Aufgrund von einigen zeitlichen Verschiebungen seitens der Gesetzgebung der EU und der europäischen Länder inklusive Deutschlands in Hinblick auf die Einführung der B2B Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung bzw. der Meldung von Steuerdaten kann eine zeitliche Verschiebung der Marktentwicklung erwartet werden.
Insgesamt bleibt die Einschätzung der positiven Marktentwicklung für die b4 value.net davon unbeeindruckt.
Mit Zustimmung des Bundesrats zum Wachstumschancengesetz vom 22. März 2024 wird der Empfang von E-Rechnungen zwischen Unternehmen vom 01. Januar 2025 an verpflichtend.
Mit der Übernahme der Anteilsmehrheit an der b4 value.net durch die DATEV e.G. mit Wirkung zum 01. Januar 20241 und den geplanten gemeinsamen Entwicklungen sowie dem Ausbau des TRAFFIQX® Netzwerks, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Wachstumschancen der b4 value.net und des TRAFFIQX® Netzwerks weiter verbessern.
Immer mehr Unternehmen - auch KMU - setzen auf E-Invoicing-Lösungen, da diese kostengünstig und effizient sind und den Rechnungsstellungsprozess rationalisieren können.

1.8 Risikobericht


Das Risikomanagementsystem der b4 value.net GmbH zielt darauf ab, Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Gesellschaft verfügt über ein internes Kontrollsystem, welches permanent an die aktuellen Anforderungen angepasst wird. Auf Basis von Monatsberichten erfolgt u. a. anhand der finanziellen Leistungsindikatoren sowie weiterer Kennzahlen und Vergleiche eine regelmäßige Auswertung sowie ein Abgleich gegenüber der Planung.
Trotz der positiven Aspekte der gegenwärtigen Geschäftslage sowie der aufgezeigten Zukunftschancen bestehen Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um für die IT- und Cloudanbieter generell bestehende Risiken.
· Es besteht ein Risiko, dass die garantierte Verfügbarkeit unserer Cloudservices nicht erreicht wird und sich daraus Haftungsansprüche gegen die Gesellschaft ergeben. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten werden redundante, hochsichere nach mehreren Standards zertifizierte Rechenzentren (u. a. ISO27001) eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2022 hat b4 begonnen ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) nach ISO27001 für den Standort Grünstadt und den Geltungsbereich "Entwicklung, Betrieb und Support einer Plattform zum Dokumenten- und Datenaustausch" zu implementieren. Die Zertifizierung wurde am 06. Juni 2023 erlangt.

· Durch die Bedrohungen durch Cyberkriminalität besteht ein Risiko, dass die IT-Systeme der Gesellschaft geschädigt werden und es zu Beeinträchtigungen der Verfügbarkeit, Datenverlust oder Datendiebstahl kommt. Insbesondere die Tatsache, dass die Angriffe immer mehr Dienstleistungscharakter haben, ist besorgniserregend. Ransomeware und Phishing bleibt auch dieses Jahr die Hauptbedrohung.
Mit regelmäßigen ex- und internen Sicherheitsüberprüfungen sowie kontinuierlichen Investitionen in Software- und Hardware wird diesem Risiko gegengesteuert. Die Resilienzen werden durch regelmäßiges Patching, Updates, sicheres Identity-Access-Management, kontinuierliche Sicherheits- und Datenschutzschulungen sowie umfangreiche Backupprozesse und Notfallpläne gestärkt. Die b4- Backupprozesse sind so aufgestellt, dass im Fall eines erfolgreichen Ransomeware-Angriffs die vollständigen Produktivsysteme innerhalb von 24 Stunden von aus einem nicht gefährdetem Speichermedium (Bandsysteme) wiederhergestellt werden können.

· Das potenzielle Wachstum und die Prognosen werden maßgebend durch die Gesetzgebung (siehe Ziffer 3.1) beeinflusst; hier besteht insbesondere ein Risiko in der Verzögerung bei der Verabschiedung der Gesetze in der EU und den jeweiligen Ländern.

· Das Erreichen des geplanten Wachstums in der Zukunft hängt maßgeblich von der erfolgreichen Rekrutierung erfahrener und hochqualifizierter Mitarbeiter ab.

Im Hinblick auf Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist folgendes zu berichten:
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere · Guthaben bei Kreditinstituten · Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art; es wird daher eine konservative Risikopolitik verfolgt. Risikobehaftete derivative Finanzinstrumente (Termingeschäfte, Options-Geschäfte und Swaps) werden nicht abgeschlossen.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann insbesondere das Zahlungsausfallrisiko zum Tragen kommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität des Kunden eingeschätzt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein entsprechendes Debitorenmanagement und Mahnwesen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden die fälligen Zahlungen fristgerecht regelmäßig unter Inanspruchnahme von Skonto geleistet.
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird monatlich ein Liquiditätsstatus erstellt, der einen Überblick über die Geld Ein- und -ausgänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Die Risikolage der Gesellschaft kann insgesamt als entspannt beurteilt werden. Es gibt keine außergewöhnlichen oder unkontrollierten finanzintensiven und sonstigen risikoreichen Vorfälle. Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere mit Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft, sind für die folgenden 12 Monate nicht zu erkennen.

1.9 Prognosebericht


Vor dem Hintergrund der beschriebenen Chancen und unter Berücksichtigung der genannten Risiken ist das Unternehmen optimistisch, dass es den eingeschlagenen Weg auch in Zukunft erfolgreich fortsetzen wird. Für das Geschäftsjahr 2024 wird vor dem Hintergrund des Wachstumschancengesetzes und der damit verbunden Verpflichtung zum elektronischen Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse, des EBITs und des Jahresergebnisses erwartet.

 

Kaiserslautern, 23. Mai 2024

Dipl.-Kfm. Harald Roß


Dieter Keller



b4 value.net GmbH
- Die Geschäftsführung -

1 https://www.datev.de/web/de/presse/pressemeldungen/meldungen-2024/datev-uebernimmt-mehrheit-an-b4value-net/

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 435.754,69 420.149,69
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.708,00 11.536,00
II. Sachanlagen 427.046,69 408.613,69
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 288.945,00 307.587,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.448,00  
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.653,69 101.026,69
B. Umlaufvermögen 7.910.084,59 6.056.459,24
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.421.405,51 2.943.568,05
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.097,07 2.097,07
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.488.679,08 3.112.891,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 69.816,28 27.095,18
Aktiva 8.415.655,56 6.503.704,11

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.891.480,47 2.935.947,33
I. Gezeichnetes Kapital 32.500,00 32.500,00
II. Gewinnvortrag 2.088.447,33 1.426.364,21
III. Jahresüberschuss 1.770.533,14 1.477.083,12
B. Rückstellungen 1.225.770,07 971.919,46
C. Verbindlichkeiten 3.298.405,02 2.595.837,32
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.298.405,02 2.500.503,30
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 95.334,02
Passiva 8.415.655,56 6.503.704,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.555.736,02 6.597.037,37
2. Personalaufwand 4.014.929,97 3.632.724,20
a) Löhne und Gehälter 3.287.401,36 3.034.840,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 727.528,61 597.883,68
davon für Altersversorgung 91.331,73 82.464,32
3. Abschreibungen 62.374,47 67.427,26
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 62.374,47 67.427,26
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 965.399,41 796.086,28
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.658,01 306,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.523,00 13.349,81
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 750.714,32 609.890,70
8. Ergebnis nach Steuern 1.774.452,86 1.477.865,12
9. sonstige Steuern 3.919,72 782,00
10. Jahresüberschuss 1.770.533,14 1.477.083,12

Anhang

I. Allgemeine Angaben

1. Anwendung gesetzlicher Vorschriften

Die b4 value.net GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kaiserslautern unter der Nummer HRB 4024 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Kaiserslautern.

Dieser Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben werden zum Teil in den Anhang übernommen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Abschreibungen wurden nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer berechnet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 wurden im Jahr des Zuganges sofort aufwandswirksam gebucht. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert worden.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von EUR 10.190,15 (Vj. TEUR 10) und betreffen ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 242,56) und betrafen im Vorjahr ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände.

Das Eigenkapital enthält nach erfolgter Gewinnausschüttung von TEUR 815 einen Gewinnvortrag von TEUR 2.088.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, sonstige Personalkosten, Jahresabschlusskosten, Gewährleistungsansprüche sowie Aufbewahrungspflichten gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (31. Dezember 2022) im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR



   davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit
Gesamt
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.295
2.295
0
0

(1.750)
(1.750)
(0)
(0)
2. Sonstige Verbindlichkeiten
1.004
289
715
0

(846)
(661)
(185)
(0)
   davon aus Steuern
248
248
0
0

(648)
(648)
(0)
(0)
GESAMT
3.299
2.584
715
0

(2.596)
(2.411)
(185)
(0)



Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten außergewöhnliche Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten (TEUR 16) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 32).

IV. Sonstige Angaben


Es bestehen Leasingverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften von TEUR 138. Die Laufzeiten der Leasingverträge enden zwischen Februar 2024 und Dezember 2027. Der Abschluss der Leasingverträge dient insbesondere einer gleichmäßigeren Belastung der verfügbaren Liquidität.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus 4 Mietverträgen von TEUR 276. Die Laufzeit von 3 Mietverträgen endet im Februar 2029, ein Mietvertrag ist mit einer Frist von 3 Monaten zum Quartalsende kündbar.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 77 Mitarbeiter, davon 77 Angestellte.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Harald Roß, Diplom-Kaufmann, Hirschberg Dieter Keller, Techniker, Göllheim
Die Geschäftsführer haben Alleinvertretungsbefugnis und sind von den Beschränkungen § 181 BGB befreit.

Für die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird die Erleichterungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Die Geschäftsführung schlägt als Ergebnisverwendung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.770.533,13 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kaiserslautern, 23. Mai 2024

Dipl.-Kfm. Harald Roß

  Dieter Keller

b4 value.net GmbH
- Die Geschäftsführung -

sonstige Berichtsbestandteile

 

Kaiserslautern, 23. Mai 2024

Dipl.-Kfm. Harald Roß


Dieter Keller



b4 value.net GmbH
- Die Geschäftsführung -

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die b4 value.net GmbH, Kaiserslautern
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der b4 value.net GmbH, Kaiserslautern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der b4 value.net GmbH, Kaiserslautern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und ·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
·  beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 23. Mai 2024


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