CATENSYS Germany GmbH
Nägelsbachstraße 33, 91052 Erlangen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Fellmann seit 27.2.2024 | Prokura |
Mark Haberkorn seit 22.1.2024 | Geschäftsführer |
Axel Bauer seit 25.3.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CATENSYS Germany GmbHHerzogenaurachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023CATENSYS Germany GmbH, Erlangen1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell 1.1.1 Geschäftszweck Die Geschäftstätigkeit der CATENSYS Germany GmbH (im Folgenden: Gesellschaft) liegt in der Entwicklung und Herstellung von Kettenantriebssystemen für die Fahrzeugindustrie. Der Großteil des Umsatzes entfällt auf das Geschäft mit namhaften Automobil- und Nutzfahrzeugherstellern sowie Zulieferern der Fahrzeugindustrie. 1.1.2 Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschafter Die LEO II.-VV6 GmbH, München, ist die oberste Mutter- und Holdinggesellschaft des CATENSYS-Konzerns (im Folgenden: Unternehmensgruppe) und hält sämtliche Geschäftsanteile an der CATENSYS Holding GmbH mit Sitz in Erlangen. Die CATENSYS Germany GmbH in Herzogenaurach ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der CATENSYS Holding GmbH, Erlangen, mit den wiederum darunter angesiedelten Einheiten CATENSYS Chain Drive (Nanjing) Co., Ltd. (China/Nanjing), CATENSYS Japan K. K. (Japan/Yokohama), CATENSYS France S. A. S. (Frankreich/Calais), CATENSYS US Inc. (USA/Troy), CATENSYS Korea LLC (Korea/Ansan), CATENSYS Slovakia spol. s. r. o. (Slowakei/Skalica) und der CATENSYS INDIA PRIVATE LIMITED (Indien/Pune). Die operative Geschäftstätigkeit wird durch die CATENSYS Chain Drive (Nanjing) Co., Ltd. (China/Nanjing), die CATENSYS France S. A. S. (Frankreich/Calais), die CATENSYS Slovakia spol. s. r. o. (Slowakei/Skalica) und die CATENSYS INDIA PRIVATE LIMITED (Indien/Pune) ausgeübt. Bei der CATENSYS Japan K. K. (Japan/Yokohama), der CATENSYS US Inc. (USA/Troy) und der CATENSYS Korea LLC (Korea/Ansan) handelt es sich um reine Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaften. Die CATENSYS Holding GmbH ist eine reine Holdinggesellschaft. Die CATENSYS Germany GmbH ist eine operative Holdinggesellschaft, die unmittelbar Umsätze gegenüber Dritten realisiert und Dienstleistungen für Ihre Tochterunternehmen erbringt. Der Anteilsbesitz und die organisatorische Struktur innerhalb der Unternehmensgruppe sind in der nachfolgenden Grafik dargestellt: ![]() Bis in das Jahr 2022 war die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe in die „Automotive Technologies“-Sparte innerhalb des Unternehmensbereichs „Motorsysteme“ in den Konzern der Schaeffler AG, Herzogenaurach, eingegliedert. Der Unternehmensbereich Motorsysteme bestand aus den Geschäftsbereichen Ventilsysteme, Nockenwellenverstellungssysteme sowie Ketten- und Riementriebsysteme. Im Rahmen eines Carve-Outs - strukturiert als lokale Asset Deals - gingen zunächst die Vermögenswerte, Verträge (inkl. Arbeitsverträge) und Schulden betreffend den Geschäftsbereich Kettenantriebssysteme von den jeweiligen Landesgesellschaften der Schaeffler AG, Herzogenaurach, auf die Tochtergesellschaften der CATENSYS Germany GmbH, Herzogenaurach, über. Im Anschluss daran erfolgte zum 30.06.2022 der Verkauf aller Anteile an der CATENSYS Germany GmbH, Herzogenaurach, durch die Schaeffler AG, Herzogenaurach. an die CATENSYS Holding GmbH, Erlangen. 1.1.3 Produkte und Dienstleistungen Die Unternehmensgruppe verfügt über ein umfassendes Angebot an Komponenten für verschiedene Kettenantriebssysteme, um die kundenspezifischen Markterfordernisse vollumfänglich abdecken zu können. Zu den wesentlichen Komponenten der Kettenantriebssysteme zählen Steuerketten, Spannvorrichtungen, Führungssysteme und Kettenräder. In der Entwicklung und Herstellung der Kettenantriebssysteme liegt der Fokus der Unternehmensgruppe neben Antriebseinheiten für Motorräder und Boote, insbesondere auf Antriebseinheiten für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge. Mit den kundenspezifischen Kettenantriebssystemen werden Kunden in Europa, Asien und in Amerika beliefert. Im Aftermarket verkauft die Unternehmensgruppe überwiegend Teile, die bereits vorab in Serie an die OEMs geliefert wurden. 1.2 Ziele und Strategien Ziele Mission: Die Unternehmensgruppe stellt Kettenantriebssysteme für die globale Mobilität her. Dank der Erfahrung, dem technologischen Know-how, der Innovationen und vor allem der Spezialisierung der Unternehmensgruppe werden Produkte mit hoher Qualität angeboten. Vision: Die Unternehmensgruppe will der weltweit führende Anbieter von hocheffizienten Kettentriebsystemen sein. Mit seinen innovativen Produkten leistet die Unternehmensgruppe einen Beitrag zu effizienter, komfortabler, sicherer und nachhaltiger Mobilität. Strategie - Konzentration auf die Bedürfnisse der Kunden und ihre spezifischen Anforderungen, - Befähigung unserer Mitarbeiter für den gemeinsamen Erfolg, - Entwicklung innovativer Lösungen mit unserer Systemkompetenz, - Optimierung von Effizienz und Schaffung von Wert für unsere Stakeholder, - Sicherstellung der langfristigen Verfügbarkeit von Kettenantriebsprodukten bei Motorumrüstungen sicherstellen. 1.3 Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung liegt im Bereich „Steuertriebe ausgeführt als Kettentriebe“ für alltagstaugliche Fahrzeuge, welche entweder mit einem Verbrennungsmotor (ICE) oder einem Hybridantrieb (ICE+E-Motor) ausgestattet sind. Die Entwicklung fokussiert sich hier auf Anwendungsentwicklungen, d.h. Anwendung existenter Produkte in einem bekannten Umfeld sowie der Serienbetreuung. Derzeitige Entwicklungsvorhaben haben zwischenzeitlich einen starken Fokus auf Effizienz (Reibungsreduzierung/-optimierung), möglichst geringe Geräuschentwicklung, Robustheit und Gesamtkosten. Für eine Vielzahl an Testaktivitäten wird ein externer Dienstleister eingebunden (vertragliche Bindungen, die im Rahmen des Carve-Outs übergingen). In den Entwicklungsabteilungen der Unternehmensgruppe waren zum Stichtag insgesamt 52 Mitarbeiter beschäftigt. Die Entwicklungsintensität der Unternehmensgruppe (Forschungs- und Entwicklungsaufwand /Umsatz) betrug dabei ca. 4,0 Prozent. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Unternehmensgruppe folgende Schwerpunkte in der Entwicklung gesetzt: 1. Erfolgreiche Umsetzung des Carve-Outs, dabei insbesondere volle Handlungsfähigkeit im Bereich R&D 2. Erhaltung/Fortentwicklung der bisherigen Kundenakzeptanz (Fortführung, Verlängerung bisheriger Projekte und Anfragen für Neuprojekte) Sowohl die Produktweiterentwicklungen und -optimierungen als auch die Festlegung der Produktstandards erfolgt für den Forschungs- und Entwicklungsbereich zentral im Headquarter in Erlangen. Die spezifischen Systemauslegungen entsprechend den Lastenheften der Kunden werden in den jeweiligen Projekte weitestmöglich regional konzipiert, wobei mit dem Know-how aus dem HQ unterstützt wird. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das globale Wirtschaftswachstum verlangsamte sich 2023 im Vergleich zu 2022, blieb aber insgesamt positiv. Die Weltwirtschaft stabilisierte sich auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr, wobei die Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter voranschritt. Im Euro-Raum schwächte sich das Wirtschaftswachstum deutlich ab. Das reale BIP-Wachstum verringerte sich von 3,4% im Jahr 2022 auf voraussichtlich 0,6 Prozent im Jahr 2023. Die Europäische Zentralbank erwartete für 2024 eine leichte Erholung auf 0,8 Prozent. Die Inflation blieb hoch, sank aber im Jahresverlauf. Die restriktive Geldpolitik und ungünstige Kreditbedingungen belasteten die Wirtschaft weiterhin. Die US-Wirtschaft zeigte sich 2023 robuster als erwartet. Das BIP erreichte einen Wert von etwa 27,3 Billionen Dollar. Investitionsprogramme und eine niedrige Arbeitslosenquote trugen zum Wirtschaftswachstum bei. Die Inflation ging im Jahresverlauf zurück, blieb aber über dem Zielwert der Notenbank. Die chinesische Wirtschaft erholte sich 2023 stärker als prognostiziert. Im dritten Quartal 2023 wuchs das BIP um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was die Erwartungen von Analysten übertraf. Die Erholung wurde hauptsächlich durch eine stärkere Binnennachfrage getrieben. Im Vergleich zu 2022 war das globale Wirtschaftswachstum 2023 gedämpfter. Während 2022 noch von einer starken Erholung nach der Pandemie geprägt war, sah sich die Weltwirtschaft 2023 mit anhaltenden Herausforderungen wie Inflation, geopolitischen Spannungen und Lieferkettenproblemen konfrontiert. Die Automobilindustrie konnte sich 2023 weiter von den Auswirkungen der Pandemie erholen. Die Produktion und der Absatz stiegen deutlich an, wobei insbesondere der Markt für Elektrofahrzeuge starkes Wachstum verzeichnete. Allerdings blieben Herausforderungen wie Rohstoffversorgung und wirtschaftliche Unsicherheiten bestehen. Insgesamt zeigte sich die globale Wirtschaft 2023 widerstandsfähiger als zunächst erwartet, wobei die Automobilindustrie von der anhaltenden Nachfrage und der Erholung der Lieferketten profitierte. 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Von zentraler Bedeutung für die Beurteilung der branchenbezogenen Rahmenbedingungen der Unternehmensgruppe ist der Absatz von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen (Light Vehicle) und die dafür notwendige Produktion von Antriebssystemen in Asien, Europa, sowie Nord- und Südamerika. Im Jahr 2023 ist die weltweite Produktion von Light Vehicle nach Angaben des Daten- und Informationsdienstes S&P Global (IHS Markit) um 9,8 Prozent von 82,0 Mio. Stück im Vorjahr auf 90,1 Mio. Stück gewachsen. China stellt dabei mit 28,9 Mio. Einheiten das größte Produktionsvolumen, welches im Vergleich zum Vorjahr mit 9,7 Prozent weiter angestiegen ist. Japan und Südkorea konnten die Fahrzeugproduktion um insgesamt 1,6 Mio. Einheiten auf 12,8 Mio. Einheiten steigern. Die Produktion in Südasien befand sich im Jahr 2023 im Sinkflug und verzeichnete einen Rückgang von 54,3 Prozent auf rund 4,3 Mio. Einheiten. Für den europäischen Raum ergab sich nach der rückläufigen Entwicklung im Vorjahr im aktuellen Jahr ein Anstieg von 13,5 Prozent auf 17,8 Mio. Einheiten. In Deutschland stieg die Produktion um 18,5 Prozentpunkte auf 4,3 Mio. Einheiten. Ebenfalls in Frankreich hat sich Produktion um 10,7 Prozent auf 1,5 Mio. Einheiten erhöht. Auch in Nordamerika hat sich das Produktionsvolumen weiter erholt und stieg von 14,3 Mio. auf 15,6 Mio. Einheiten im Jahr 2023 (+ 9,1 Prozent). In Südamerika ist das Produktionsvolumen wie im Vorjahr weiter angestiegen. Hier ergab sich mit einem Wachstum von 3,2 Prozent ein Produktionsvolumen von 2,91 Mio. Einheiten. Das Wachstum resultiert überwiegend aus Argentinien (13,1 Prozent) und teilweise aus Brasilien (1,2 Prozent). Die Produktion von Benzinmotoren erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 8,7 Prozent auf 68,6 Mio. Einheiten. Dagegen reduzierte sich die Produktion von Dieselmotoren weiter um 0,4 Prozent auf 10,9 Mio. Einheiten. Batterieelektrische und Hybrid-Antriebssysteme konnten mit 28,1 Prozent ein hohes Wachstum vorweisen und haben damit ihren Marktanteil von 9,9 Prozent im Jahr 2022 auf 12,7 Prozent im Jahr 2023 weiter ausbauen. 2.3 Geschäftsverlauf Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Aufgrund der erstmaligen Aufnahme operativer Tätigkeiten nach dem Carve-Out im Juni/Juli 2022 sind in der Darstellung der Ertragslage keine beziehungsweise nur sehr eingeschränkte Vergleiche zwischen Berichts- und Vorjahreszeitraum möglich. 2.4 Ertragslage Die folgenden Angaben zur Ertragslage ergeben sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von EUR 28,41 Mio. (VJ EUR 14,46 Mio.). Der Anstieg resultiert im Vorjahresvergleich insbesondere aus dem Effekt der Geschäftstätigkeit, die statt 6 Monaten im Geschäftsjahr 2022 im Geschäftsjahr 2023 nun die vollen 12 Monate des Geschäftsjahres umfasst. Dieser Effekt spiegelt sich auch in den übrigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wider, die die operative Geschäftstätigkeit betreffen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr EUR 2,99 Mio. (VJ EUR 1,89 Mio.) und beinhalten Erträge aus Intercompany-Kostenerstattungen mit EUR 0 Mio. (VJ EUR 1,22 Mio.) sowie in Höhe von EUR 2,82 Mio. Erträge aus Rückzahlungen im Vorjahr wertberichtigter IC-Darlehen. Der Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr EUR 20,49 Mio. (VJ EUR 12,55 Mio.), wodurch sich eine Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 72,1% (VJ 86,8%) ergibt. Die Verbesserung der Materialaufwandsquote ist im Wesentlichen auf die Verbesserung der Preiskonditionen zurückzuführen. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr EUR 4,58 Mio. (VJ EUR 2,86 Mio.), wobei sich eine Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 16,15% (VJ 19,8%) ergibt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr EUR 9,21 Mio. (VJ EUR 4,76 Mio.) und resultieren insbesondere aus Verwaltungskosten in Höhe von EUR 6,68 Mio. (EUR 3,14 Mio.). Der im Branchenvergleich erhöhte Verwaltungsaufwand ist insbesondere auf die im Zusammenhang mit der Reorganisation des Geschäftsbetriebs sowie der Unternehmensgruppe angefallenen Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.716 (VJ TEUR 0) zurückzuführen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen insgesamt EUR 0,29 Mio. (VJ EUR 5,01 Mio.). Die Reduktion ist insbesondere auf die im Vorjahr erfolgten außerplanmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 3,97 Mio. zurückzuführen. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betragen insgesamt EUR 0,00 Mio. (VJ EUR 1,61 Mio.). Das saldierte Finanzergebnis beträgt EUR 0,87 Mio. (VJ EUR -0,61 Mio.) und resultiert im Wesentlichen aus im Geschäftsjahr erhaltenen Zinsen für Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1,10 Mio. Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft beträgt zum Stichtag EUR 2,91 Mio. (VJ EUR 53,05 Mio.). 2.5 Finanzlage 2.5.1 Investitionen Für das kommende Geschäftsjahr sind auf der Ebene der Gesellschaft keine wesentlichen operativen Investitionen geplant, da der Wertschöpfungsprozess vollständig in den Tochterunternehmen der Gesellschaft vollzogen wird und die Gesellschaft im folgenden Geschäftsjahr nicht plant, den Tochterunternehmen weitere finanzielle Mittel zur Umsetzung von Investitionsvorhaben, zur Verfügung zu stellen. Zur Finanzierung eines Tochterunternehmens ist der Abschluss einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion betreffend den Erwerb von technischen Anlagen und Maschinen geplant. 2.6.2 Liquiditätslage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr bei TEUR -4.501. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei TEUR -4. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei TEUR 4.934. Die Gesellschaft verfügte per Bilanzstichtag über flüssige Mittel in Höhe von EUR 0,63 Mio. (VJ EUR 0,20 Mio.), wobei zugleich gegenüber Kreditinstituten keine Verbindlichkeiten bestanden. 2.6 Vermögenslage 2.6.1 Bilanzsumme Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 25,84 Mio. (VJ EUR 19,35 Mio.). 2.6.2 Aktiva Zum Bilanzstichtag belief sich das Anlagevermögen auf EUR 8,85 Mio. (VJ EUR 9,12 Mio.), was einer Anlagenintensität von 34,2% (VJ 47,1%) entspricht. Bei einer absolut verhältnismäßig konstanten Entwicklung des Anlagevermögens ist die Veränderung der Anlagenintensität insbesondere auf den deutlichen Anstieg der IC-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 3,21 Mio. auf EUR 8,23 Mio. zurückzuführen. Die Finanzanlagen beinhalten Anteile an verbunden Unternehmen in Höhe von EUR 1,33 Mio. und sind weiterhin wie im Vorjahr mit einem Gesamtbetrag von EUR 14,23 Mio. wertberichtigt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit einem Gesamtbetrag in Höhe von EUR 28,04 Mio. (VJ EUR 21,88 Mio.) vollständig wertberichtigt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 16,27 Mio. (VJ EUR 9,89 Mio.) setzen sich aus EUR 1,97 Mio. (VJ EUR 2,13 Mio.) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, EUR 12,21 Mio. (VJ EUR 6,45 Mio.) an Forderungen gegen verbundene Unternehmen und mit EUR 2,09 Mio. (VJ EUR 1,31 Mio.) an sonstigen Vermögensgegenstände zusammen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten EUR 8,23 Mio. (VJ EUR 3,22 Mio.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und EUR 3,99 Mio. (VJ EUR 3,24 Mio.) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Der Anstieg der IC-Forderungen steht in unmittelbarem Zusammenhang Rekalkulation der gruppenweiten Leistungsverrechnung für die Managementdienstleistungen. Die sonstigen Vermögengegenstände bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Steuererstattungen in Höhe von EUR 2,03 Mio. (VJ EUR 1,26 Mio.). 2.6.3 Passiva Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 6,32 Mio. (VJ EUR 9,22 Mio.). Die Eigenkapitalquote liegt bei einer Bilanzsumme von EUR 25,84 Mio. (VJ EUR 19,34 Mio.) demnach bei 24,5% (VJ 47,7%). Der deutliche Rückgang der Eigenkapitalquote ist insbesondere auf den deutlichen Anstieg der IC-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 5,05 Mio. auf EUR 9,43 Mio. sowie den Anstieg der IC-Verbindlichkeiten aus sonstigen Verbindlichkeiten von EUR 2,34 Mio. auf EUR 7,69 Mio. zurückzuführen. Wiederum der Anstieg der IC-Verbindlichkeiten aus sonstigen Verbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit der zentral vorgenommenen Steuerung der Liquidität aller Gruppenunternehmen durch die CATENSYS Germany GmbH. Die Rückstellungen zum Bilanzstichtag belaufen sich auf EUR 1,80 Mio. (VJ EUR 1,64 Mio.), wovon EUR 1,15 Mio. (EUR 1,11 Mio.) im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie EUR 0,48 Mio. (VJ EUR 0,36 Mio.) aus Personalrückstellungen resultieren. Die Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,47 Mio. (VJ EUR 0,91 Mio.) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 17,11 Mio. (VJ EUR 7,39 Mio.). Davon entfallen EUR 7,69 Mio. (VJ EUR 2,34 Mio.) auf Darlehensverbindlichkeiten und EUR 9,43 Mio. (VJ EUR 5,05 Mio.) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 2.7 Gesamtaussage Die Ergebniserwartungen der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 konnten erreicht werden. Der Umsatz in Höhe von EUR 28,41 Mio. lag innerhalb des geplanten Zielkorridors und das Ergebnis vor Steuern in Höhe von -EUR 2,76 Mio. deutlich oberhalb des geplanten Zielkorridors. Die Prognose bezüglich des Ergebnisses vor Steuern ist insbesondere im Zusammenhang mit den Sondereffekten aus den Erträgen aus Rückzahlungen im Vorjahr wertberichtigter IC-Darlehen in Höhe von EUR 2,82 Mio. übertroffen worden. Die Zielkorridore konnten erreicht werden, da die Eigenproduktion der CATENSYS-Produkte im gewünschten Zeitraum umgesetzt werden konnte. Die Portfolio-Umstellung der Automobilhersteller verbunden mit geringeren Kundenabrufen und beschleunigten Modellausläufen wurde richtig eingeschätzt. Die hohen Einmalkosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Gruppe haben das Konzernergebnis wie erwartet belastet. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Grundlegende finanzielle Steuerungsgrößen der Gesellschaft ist der Umsatz mit EUR 28,41 Mio. (VJ EUR 14,46 Mio.), das EBITDA mit EUR -2,94 Mio. (VJ EUR -3,82 Mio.) und das Jahresergebnis vor Steuern mit EUR -2,76 Mio. (VJ EUR -53,00 Mio.). 4. Prognosebericht 4.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Die volatilen Preisentwicklungen an den Rohstoff- und Energiemärkten haben im Jahr 2023 ihren Höhepunkt erreicht. Durch die Inflation und den damit verbunden Kaufkraftverlust nahm die Volatilität der Abrufvolumina der OEMs zu. In Folge der Rekordinflation 2023 und der damit verbundenen Erhöhung der Leitzinsen prognostizierte die EZB für 2023 ein negatives Wirtschaftswachstum in der Eurozone - auf Grundlage der vorläufigen Meldedaten der Europäischen Kommission kam es im Vorjahresvergleich im Jahr 2023 zu einem geringfügigen Wachstum von 0,6 Prozent. Im Vergleich zu 2023 zeigte sich im Jahr 2024 eine leichte Verbesserung der globalen Wirtschaftslage, die sich voraussichtlich in 2025 stabilisieren wird. Die Inflationsraten sinken erwartungsgemäß in den meisten Regionen, bleiben dabei aber über den Zielwerten der Zentralbanken. Die Lieferkettenproblematik während der COVID-19 Krise hatte im Geschäftsjahr 2023 keine weiteren Auswirkungen zur Folge. Ein wesentliches Risiko für CATENSYS könnten starke Wachstumsraten bei xEV-Plattformen (= Hybrid-Antriebssysteme) weltweit sowie die erhöhte Substitution von Verbrennern durch vollelektrische Antriebssysteme sein. Absatzerwartungen Verbrennungsmotoren bis 2034 Der Absatzmarkt für Leichtfahrzeuge wächst langfristig - die Markterholung erfolgt aber kurzfristig mit langsamerer Geschwindigkeit als Anfang 2023 noch prognostiziert. Im Markt für Verbrennungsmotoren (ICE) ist, aufgrund der teilweisen Verbote, von einem starken Rückgang (CAGR 2020-2034: -6,4 %) auszugehen. Verstärkte regulatorische Eingriffe, verändertes Kundenverhalten und die Verfügbarkeit neuer Elektrofahrzeugmodelle führen zu hohen Wachstumsraten im xEV-Markt zulasten der Verbrennungsmotoren („ICE“). Dabei herrscht ein erhöhter politischer Druck auf den Technologiewandel mit strikter Regulatorik und Subventionsprogrammen: Die EU hat mit dem EU-Klimaschutzpaket „Fit for 55“ (= Paket reformierter und neuer Richtlinien und Verordnungen der Europäischen Kommission zur Klimapolitik der Europäischen Union) klare Restriktionen aufgestellt: Zielsetzung ist durch die Definition von Grenzwerten für die Flottenemissionen neu zugelassener PKW die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mind. 55 Prozent zu senken. Dagegen lehnt die chinesische Regierung einheitliche ICE-Verbote ab. Die zunehmenden ESG-Regulierungen durch die politischen Institutionen der EU-Behörden betreffen Kernprodukte der CATENSYS-Gruppe und haben zur Folge, dass die OEMs und Zulieferer bereits jetzt im EU-Markt ihre Geschäftsmodelle und Produktportfolios anpassen. Die aktuelle Volatilität am Markt schlägt sich in einem kontinuierlichen Rückgang der LMC-Forecasts („Light Vehicle“) nieder. Wesentlicher Treiber dafür war zuletzt eine angebotsseitige Verknappung (unter anderem durch die Halbleiterknappheit) in Kombination mit erwartetem Nachfragerückgang ab 2023. Regionsspezifische Inflationsentwicklung 2016 bis 2025 Weltweit ist seit 2020 ein Anstieg der Inflation zu verzeichnen, wobei nach den Höchstwerten im Jahr 2023 für die Folgejahre geringere Steigerungsraten erwartet werden. Europa und Deutschland erleben dabei durch die Auflösung der wirtschaftlichen Abhängigkeiten von Russland die stärksten Preisanstiege. Die Inflation auf dem asiatischen Markt entwickelt sich dagegen durch die geringere Produktionsabhängigkeit von westlichen Staaten gemäßigter. 4.2 Annahmen der Geschäftsführung Die volatilen Preisentwicklungen an den Rohstoff- und Energiemärkten haben im Jahr 2023 ihren Höhepunkt erreicht. Durch die Inflation und den damit verbunden Kaufkraftverlust nahm die Nachfrage ab und die Volatilität der Abrufvolumina der OEMs zu. 4.3 Ausblick und Gesamtaussage Der Schwerpunkt liegt im Geschäftsjahr 2024 weiterhin auf dem Ausbau der Marktposition in den internationalen Märkten sowie der Gewinnung von neuen Kunden. Dies erfordert neben den laufenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nach wie vor Investitionen in den Ausbau der Produktionsstandorte. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2025, auch unter Berücksichtigung der oben genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung einen Umsatz in Höhe von EUR 21,5 Mio. bis EUR 23,0 Mio., ein EBITDA in Höhe von EUR 0,0 Mio. bis EUR 0,5 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 0,3 Mio. bis EUR 0,8 Mio. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass mit der Fokussierung auf die Themen „Verkaufspreisqualität“, „F&E-Kosten“, „Produktionskostenoptimierungen“ und „Einkaufspreisverbesserungen“ die oben dargestellten finanziellen Ziele erreicht werden können. 5. Chancen- und Risikobericht 5.1 Chancenbericht In den Regionen, die weltweit gute Wachstumschancen bieten (unter anderem China und Indien), ist die Unternehmensgruppe sowohl vom Produktportfolio als auch vom lokalen Footprint sehr gut aufgestellt, um weiteres Geschäftsvolumen hinzuzugewinnen. Im Bereich Independent Aftermarket, Zweiräder, Bootsmotoren und Lifestyle Produkte werden deutliche Wachstumspotentiale gesehen, was zu einer Verringerung der Abhängigkeit vom Automobilmarkt führt. Die Preiserhöhungen in der Beschaffung können zum überwiegenden Teil und mit geringem zeitlichem Verzug an die Kunden weitergereicht werden. Gleichzeitig bestehen Chancen die angestrebte Verbesserung der Preisqualität sowie die Bereinigung von Verlustbringern schneller als geplant umzusetzen. Weitere Chancen sehen wir in den bislang erfolgreichen Bestrebungen zur Effizienzsteigerung in den Produktionswerken sowie die Konzentration der Produktion in Europa auf ein Werk. Die konsequente Umsetzung unseres ganzheitlichen Optimierungsprojektes „PIT 2026“ bietet neben den erwähnten Optimierungen des Bruttoergebnisses weitere Chancen auf die Verbesserung der Strukturkosten und des Working Capital. 5.2 Risikobericht 5.2.1 Allgemein Die Unternehmensgruppe liefert inzwischen die meisten der Produkte in Serie und bezieht eine Vielzahl von Komponenten für die Produktion von unterschiedlichsten Lieferanten. Abkündigungen, Qualitäts- und Lieferengpässe sowie Materialpreisanhebungen oder Transportkostensteigerungen können daher erheblichen Einfluss auf die Lieferfähigkeit und Materialkostenstruktur des Konzerns haben. Der Konzern versucht, dem Risiko durch ein umfangreiches Lieferantenmanagement und ein Lagermanagement mit ausreichenden Puffergrößen entgegenzuwirken, sowie die gestiegenen Beschaffungskosten an seine Kunden weiterzugeben. Die Unternehmensgruppe teilt seine Risiken auf Basis einer Wahrscheinlichkeitseinschätzung der Bruttorisiken derzeit in folgende Risikokategorien ein, die sich auf den möglichen Umsatz- oder Ergebniseffekt beziehen: Risiko-Kategorie A: hohes Risiko Risiko-Kategorie B: mittleres Risiko Risiko-Kategorie C: geringes Risiko Die folgenden Risikothemen sind jeweils mit der entsprechend zugeordneten Risikokategorie ergänzt. Im Nachfolgenden werden die Risikothemen prozessorientiert entsprechend dem Lauf einer gewöhnlichen Kundenprojektabwicklung dargestellt. 5.2.2 Markt- / Wettbewerbs- / Branchenrisiken (Risiko- Kategorie C) Das im Rahmen der „Chain Initiative“ komplett überarbeitete Portfolio der Unternehmensgruppe ist für die Anforderungen moderner spritsparender Motoren, auch in Verbindung mit der Hybridisierung, sehr gut gerüstet. Neben Anwendungen im klassischen Automobilbereich ist die Unternehmensgruppe auch bei Anwendungen in Bootmotoren, Zweirädern und weiteren Fahrzeugen (wie zum Beispiel Schneemobilen) vertreten. Dennoch kann die branchen- und technologieinduzierte Veränderung im Automotive-Markt mit dem Wandel zur Elektromobilität Veränderungen des Abrufverhaltens der Kunden zur Folge haben. a) Ausfall- / Klumpenrisiken Es wird aktuell kein signifikantes Ausfall-/ bzw. Klumpenrisiko gesehen, da sich das Portfolio der Unternehmensgruppe gleichmäßig über die verschiedenen Regionen und eine große Anzahl an Kunden weltweit verteilt. Zusätzlich ist die Wechselmotivation der Kunden sehr eingeschränkt, da die meisten Produkte ausschließlich von der Unternehmensgruppe geliefert werden (überwiegend „Single-Sourcing“). 5.2.3 Beschaffungsrisiken (Risiko- Kategorie B) Preissteigerungen können überwiegend an Kunden weitergegeben werden. Allerdings besteht größtenteils das Risiko einer Verzögerung der Kompensationen. Geopolitischen Risiken wie die Konflikte zum Beispiel in der Ukraine und in Taiwan haben wenig Einfluss da die Produktion überwiegend regional produziert und verkauft werden. a) Metalle Für die Herstellung von Ketten wird vor allem Bandstahl verwendet. Dieser wird überwiegend in der Region zugekauft, wo er bei der Unternehmensgruppe verarbeitet wird. Um das Risiko von Lieferengpässen zu reduzieren, wurden zusätzliche Lieferanten in unterschiedlichen Ländern freigefahren bzw. befinden sich aktuell im Freifahren. Für Kettenspanner werden vor allem Aluminium-Druckgussgehäuse verwendet, die von verschiedensten Lieferanten weltweit zugekauft werden. Die „Supplyer Base“ ist groß genug und weltweit ausreichend verteilt, um hier bei Lieferschwierigkeiten reagieren zu können. Die für Schienen verwendeten Metalltragkörper sowie die Metallkettenräder (gesintert oder zerspant) kommen von verschiedensten Lieferanten weltweit. Auch hier ist die „Supplyer Base“ sowohl von weltweiter Aufteilung als auch der Anzahl zur Minimierung von Lieferschwierigkeiten ausreichend aufgestellt. b) Energie Die Herstellungsprozesse für die Fertigung von Kettenspannern und Schienen sind in der Unternehmensgruppe nicht sehr energieintensiv, da es sich überwiegend um Montageprozesse handelt. Neben Montageprozessen erfolgt bei der Kettenherstellung auch eine Komponentenfertigung in der Unternehmensgruppe. Der höchste Energiebedarf besteht hier bei der Wärmebehandlung der Komponenten. Zur Verbesserung der Energieeffizienz wurden verschiedene Maßnahmen implementiert (z.B. zur Wärmerückgewinnung am Produktionsstandort in Frankreich/Calais). Bei den Montageprozessen wurden verschiedenste Maßnahmen (z.B. zur Reduzierung des Druckluftverbrauchs) implementiert. c) Personelle Risiken Die Fluktuation ist in der Unternehmensgruppe gering. Ein wichtiger Baustein, um dies auch weiterhin so zu halten, ist die Firmenkultur, die auf Respekt und fairem Umgang miteinander basiert. Lediglich in China und Indien wird ein höheres Fluktuationsrisiko aufgrund der dortigen Arbeitsmarktgegebenheiten gesehen. Durch zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen und Querqualifizierung der Mitarbeiter sowie dem Einsatz von Leiharbeitern wird hier gegengesteuert. 5.2.4 Entwicklungs- und Projektrisiken (Risiko- Kategorie B) Auf Entwicklungsseite und bei den nominierten Projekten wird aktuell kein hohes Risiko gesehen. Trotz eines strukturierten Kalkulationsprozess bei Neuvergaben besteht bei der Akquisition von Neuprojekten ein begrenztes Risiko von Aufträgen mit unterdurchschnittlichen Deckungsbeiträgen. 5.2.5 Finanzwirtschaftliche Risiken (Risiko- Kategorie B) a) Währungsrisiken Die Unternehmensgruppe wird mit Hilfe von derivativen Finanzinstrumenten seine Fremdwährungsrisiken in USD und CNY absichern. Hierbei werden zukünftig unterjährig Forwards, Swaps und Spot-Geschäfte genutzt. Grundsätzlich achtet die Unternehmensgruppe darauf, seine Geldeinzahlungen und Geldauszahlungen weitgehend kongruent zu halten. So finanzieren sich die chinesischen Tochtergesellschaften weitgehend in lokaler Währung und erwirtschaften auch Umsätze in lokaler Währung. Die Umlagen innerhalb der Unternehmensgruppe werden soweit möglich in der lokalen Währung des Empfängers fakturiert und beglichen (sog. „Natural Hedges“). b) Liquiditätsrisiken Die Aufrechterhaltung der Liquidität ist ein Risikomanagementziel und die Unternehmensgruppe verfügt über ein Liquiditätsmanagement, welches den zusätzlichen externen Liquiditätsbedarf für einen definierten Zeitraum frühzeitig ermittelt. 5.2.6 Bestandsgefährdende Risiken (Risiko- Kategorie A) Die Finanzlage der CATENSYS Germany GmbH, sowie des CATENSYS-Konzerns im Gesamten ist aufgrund von strukturellen Schwierigkeiten infolge des Carve-Outs seit Bestehen im Juli 2022 angespannt. Die im Zeitpunkt des Carve-Outs geplanten Umsätze wurden deutlich verfehlt und der geplante Materialaufwand war deutlich höher als geplant, nicht zuletzt aufgrund des Umzugs des chinesischen Werkes und der damit verbundenen Anlaufschwierigkeiten. Die Unternehmensgruppe hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stabilisierung des Cashflows und des Ergebnisses entwickelt und befindet sich hierbei in der Umsetzung. Seit 2023 wird mit dem ehemaligen Gesellschafter über Maßnahmen zur Stabilisierung der Unternehmensgruppe, insbesondere die Stundung eines Verkäuferdarlehens und der bestehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verhandelt. Mit Schreiben vom 3. März 2023 wurde ein IDW S11 Gutachten beauftragt, um die geplanten notwendigen Maßnahmen insbesondere die Unterstützung des ehemaligen Gesellschafters zu validieren. In den letzten Monaten wurden wesentliche Maßnahmen aus dem IDW S11 Gutachten umgesetzt. Insbesondere die Durchsetzung von Verkaufspreiserhöhungen zur Eliminierung von Verlustbringern, die Reorganisation der Wertschöpfungskette sowie die Professionalisierung des Einkaufs durch Konsolidierung des Lieferantennetzwerks. Es ist beabsichtigt, die verschiedenen bestehenden Vertragsbeziehungen zwischen dem ehemaligen Gesellschafter und der Unternehmensgruppe im Rahmen einer Gesamtvereinbarung („Vergleichsvereinbarung“) neu zu strukturieren. Die Bedingungen dieser zukünftigen Vergleichsvereinbarung sollen dabei vorab durch ein „Term Sheet“ festgelegt werden. Am 6. März 2024 wurde von dem ehemaligen Gesellschafter und der Unternehmensgruppe ein solches „Term Sheet“ unterzeichnet, das vorsieht, dass die Verbindlichkeiten gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 85,21 Mio. bis zum 31. Dezember 2035 einschließlich auflaufender Zinsen gestundet werden sollen. Eine vorzeitige Rückführung soll nur erfolgen, wenn sich aus einer halbjährlich zu aktualisierenden Liquiditätsplanung ein Liquiditätsüberschuss (über die Arbeitsliquidität hinaus) ergibt. Der Abschluss der Vergleichsvereinbarung zwischen dem ehemaligen Gesellschafter und der Unternehmensgruppe steht aber weiterhin aus. Zudem entfaltet das „Term Sheet“ bezüglich der Stundung von Verbindlichkeiten und der vorzeitigen Rückführung keine rechtliche Bindungswirkung für die unterzeichnenden Vertragsparteien. Der ehemalige Gesellschafter hat seine aus den Vertragsbeziehungen gegenüber der Unternehmensgruppe bestehenden Ansprüche seit dem jeweiligen Fälligkeitsdatum bis auf Weiteres nicht ernsthaft eingefordert. Die Geschäftsführung geht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Ansprüche des ehemaligen Gesellschafters entsprechend den im „Term Sheet“ dargelegten Bedingungen auch weiterhin nicht ernsthaft eingefordert werden. Im Zusammenhang mit dem „Term Sheet“ wurden unter Berücksichtigung der halbjährlich aktualisierten rollierenden Liquiditätsplanung im Geschäftsjahr 2024 insgesamt EUR 5,8 Mio. ausbezahlt. Die FTI-Andersch AG, Frankfurt am Main, bestätigt, dass auf Grundlage eines aktualisierten IDW S11 Gutachtens vom 18. August 2025 für die CATENSYS Germany GmbH und CATENSYS Holding GmbH keine Anhaltspunkte vorliegen, die die Fortführungsfähigkeit der Gesellschaften bis zum Dezember 2027 gefährden würden. Dabei wurde bis zum Ende des Planungszeitraums (Dezember 2027), als überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt, dass der ehemalige Gesellschafter seine bestehenden Ansprüche bis auf Weiteres nicht ernsthaft einfordert und die geplanten Betriebsmittellinien in Indien in Höhe von EUR 0,6 Mio. und in China in Höhe von EUR 11,7 Mio. fortlaufend prolongiert werden bzw. auf die angegebenen Höhen ausgeweitet werden können. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftet im Planungszeitraum bis einschließlich 2027 Verluste in erheblichem Umfang. Ein Turnaround erfolgt insoweit nicht. Das Plan-Eigenkapital zum 31. Dezember 2027 ist im aktualisierten IDW S11 Gutachten vom 18. August 2025 in Höhe von EUR - 55,0 Mio. negativ. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter sollen auf Grundlage des „Term Sheets“ bis Ende 2035 einschließlich weiterer auflaufender Zinsen gestundet werden. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft sowie der Gruppe im Gesamten ist von Entscheidungen des ehemaligen Gesellschafters bezüglich einer möglichen Durchsetzung seiner Forderungen abhängig. Insoweit besteht auch hierin eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit über den Planungszeitraum hinaus aufwerfen kann (bestandsgefährdende Tatsache). 6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zur Vermeidung von Forderungsausfällen wurde im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen des Factorings eine Versicherung abgeschlossen. Weitere Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen nicht.
Herzogenaurach, 27. August 2025 CATENSYS Germany GmbH Geschäftsführung Mark Haberkorn Axel von Bauer Bilanz zum 31. Dezember 2023der CATENSYS Germany GmbH, HerzogenaurachAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der CATENSYS Germany GmbH, Herzogenaurach,
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der CATENSYS Germany GmbH, ErlangenA. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der CATENSYS Germany GmbH, Erlangen (Amtsgericht Fürth, HRB 19186), die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. zehn Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und dreizehn Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % (VJ 1 %) gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten entspricht den Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,25 % bei den Entgelten und von 2,2 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt keine Fluktuationsrate Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt zum Abschlussstichtag 1,82 % (VJ 1,78 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 25 (Unterschiedsbetrag). Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 8.225 (i. V. TEUR 3.215) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 3.990 (i. V. TEUR 3.236) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 25. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich und für Prüfungs- und Abschlusskosten. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 9.425 (i. V. TEUR 5.047) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 7.685 (i. V. TEUR 2.344) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.976 (i. V. TEUR 304) ausgewiesen. Es handelt sich dabei in Höhe von TEUR 155 um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie in Höhe von TEUR 2.821 um Erträge aus Rückzahlungen im Vorjahr wertberichtigter sonstiger Vermögensgegenstände, die zugleich aufgrund ihrer Größenordnung als außerordentliche Erträge zu klassifizieren sind. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10 (i. V. TEUR 367) enthalten. 2. Personalaufwand Im Posten „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung“ sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 19 (i. V. TEUR 3) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 231 (i. V. TEUR 1.350). Weiter sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen außergewöhnliche Aufwendungen hinsichtlich ihrer Größenordnung in Höhe von TEUR 1.716 (Vj. TEUR 0) für Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Reorganisation des Geschäftsbetriebs sowie der Unternehmensgruppe enthalten. 4. Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 1.105 (i. V. TEUR 615) verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 21 (i. V. TEUR 6) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten mit TEUR 187 (i. V. TEUR 0) verbundene Unternehmen. C. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
2. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 839 (i. V. TEUR 986). 4. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren: Axel von Bauer, Rieden (Geschäftsführer Finanzen), seit 25. März 2022 Manfred Meyering, (Geschäftsführer operativ), bis zum 7. August 2023 Mark Haberkorn, (Geschäftsführer operativ), seit 22. Januar 2024 Markus Ottmüller, Erlangen (Geschäftsführer operativ), bis zum 27. Februar 2024 5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 90 und für sonstige Beratungsleistungen TEUR 4. 6. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein Enkelunternehmen der LEO II.-VV6 GmbH, München. Diese stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird in elektronischer Form im Unternehmensregister veröffentlicht. 7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von TEUR 55.952 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können (bestandsgefährdendes Risiko) Der Jahresabschluss wird unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Finanzlage der CATENSYS Germany GmbH, sowie des CATENSYS-Konzerns im Gesamten ist angespannt. Die weitere Finanzierung hängt im Planungszeitraum bis Ende 2027 von der durchgehenden vertraglichen Prolongation bzw. Ausweitung der Betriebsmittellinien in Indien und in China ab. Weiterhin ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der CATENSYS Germany GmbH sowie der Gruppe von Entscheidungen des ehemaligen Gesellschafters bezüglich der möglichen Einforderung seiner Ansprüche abhängig. Bezüglich der wichtigsten Ereignisse oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und sich hierauf beziehende Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf die entsprechenden Angaben im Abschnitt „5.2.6. Bestandsgefährdende Risiken (Risiko-Kategorie A)“ im Konzernlagebericht.
Erlangen, 27. August 2025 CATENSYS Germany GmbH GmbH Geschäftsführung Mark Haberkorn Axel von Bauer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023der CATENSYS Germany GmbH, Herzogenaurach,
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CATENSYS Germany GmbH, Herzogenaurach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CATENSYS Germany GmbH, Herzogenaurach,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CATENSYS Germany GmbH, Herzogenaurach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt „ 8. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können (bestandsgefährdendes Risiko)“ im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt „5.2.6 Bestandsgefährdende Risiken (Risiko-Kategorie A)“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass:
Wie im Abschnitt „8. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können (bestandsgefährdendes Risiko)“ im Anhang und im Abschnitt 5.2.6. des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. August 2025 RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer Jan Rossel, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 25.837.444,84 und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.905.688,26 wird festgestellt. Der im Jahresabschluss zum 31.12.2023 ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.905.688,26 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Den Mitgliedern der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. |
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