VR-Bank Bonn eGLiquidiert

Bonn

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn GnR 317
Vorher
Raiffeisenbank Hardberg-Alfter eG
Eingetragen
31.5.1901
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagenn; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts enschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren, Grundstücken, Gebäuden und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR-Bank Bonn eG

Bonn

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

VR-Bank Bonn eG, Bonn

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur Wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit erbringen wir als regional tätige Kreditgenossenschaft und Universalbank vielfältige Finanzdienstleistungen. Unsere Geschäftstätigkeit besteht überwiegend darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Darüber hinaus vermitteln wir Produkte der Genossenschaftlichen FinanzGruppe an unsere Mitglieder und Kunden.

Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet in der Stadt Bonn und in den Gemeinden Alfter und Wachtberg.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsaktivitäten das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft sowie das Halten von Beteiligungen. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Der Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e. V., Düsseldorf, ist für unser Institut als Prüfungs- und Beratungsverband zuständig.

Darüber hinaus ist die Bank in die Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR), Berlin, einbezogen. Diese Einrichtung besteht aus einem Garantiefonds und einem Garantieverbund. Diese Sicherungseinrichtung ist ein zusätzlicher genossenschaftlicher Einlagenschutz neben dem institutsbezogenen Sicherungssystems der BVR Institutssicherung GmbH.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die der Kreditgenossenschaften

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland stand 2020 im Zeichen einer Krise, die durch das Coronavirus ausgelöst wurde. Die globale Virusverbreitung sowie die dagegen ergriffenen Maßnahmen ließen die bereits vorher eingetretene konjunkturelle Abschwächung in eine schwere Rezession münden. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % ein, nachdem es 2019 noch um 0,6 % expandiert war.

In den Monaten März und April kam es bundesweit zu einem weitgehenden Stillstand des Wirtschaftslebens. Hauptgrund hierfür waren Schutzmaßnahmen wie weitreichende Kontaktbeschränkungen und Grenzschließungen, die in Reaktion auf kräftig steigende Infektionszahlen eingeführt wurden und zu Unterbrechnungen von Produktions- und Lieferketten führten. Im Mai und den Folgemonaten setzte dann mit der Lockerung dieser Maßnahmen eine merkliche Belebung ein. Zum Jahresende ließen die Auftriebskräfte jedoch spürbar nach, auch wegen nochmals deutlich zunehmender Infektionszahlen, die verschärfte Schutzmaßnahmen erforderlich machten. Mit dem Ziel, die wirtschaftlichen Härten der Krise abzufedern, wurden weltweit staatliche Hilfsprogramme aufgelegt. Beispielsweise beschloss die Bundesregierung im März und im Juni große Hilfspakete, die unter anderem eine Ausweitung des Kurzarbeitergeldes und eine befristete Senkung der Umsatzsteuersätze im zweiten Halbjahr umfassten.

Die privaten Konsumausgaben sanken um 6,1 %, so stark wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Alleine der außerordentliche Rückgang dieser Ausgaben war rechnerisch für 3,2 Prozentpunkte des BIP-Einbruchs verantwortlich. Zudem mussten viele Verbraucher Einkommensverluste hinnehmen, etwa, weil sie von Kurzarbeit betroffen waren oder weil sie arbeitslos wurden. Die staatlichen Konsumausgaben legten hingegen um 3,3 % zu und wirkten so stabilisierend.

Der Arbeitsmarkt wurde durch die Coronapandemie ebenfalls merklich belastet. Die Arbeitslostenquote erhöhte sich von 5,0 % im Vorjahr auf 5,9 %. Allerdings wäre die Arbeitslosigkeit noch deutlicher gestiegen, wenn die Unternehmen nicht vermehrt das Instrument der Kurzarbeit genutzt hätten.

Im Zuge der Pandemie verminderte sich der Preisauftrieb spürbar. Die Inflationsrate, gemessen am amtlichen Verbraucherpreisindex, zeigte im Jahresverlauf einen Abwärtstrend. Maßgeblich hierfür waren die krisenbedingt vorübergehend niedrigeren Rohölnotierungen, deren dämpfende Wirkung auf die Inflationsrate nur wenig durch die krisenbedingt höheren Preissteigerungen bei anderen Gütern, etwa bei vielen Nahrungsmitteln, kompensiert wurde. Im Jahresdurchschnitt 2020 stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 % und damit deutlich schwächer als im Vorjahr (+1,4 %).

Die Entwicklung an den Finanzmärkten wurde im abgelaufenen Jahr maßgeblich vom Verlauf der Coronapandemie beeinflusst. An den Finanzmärkten herrschte zunächst hohe Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Die Aktienkurse brachen dramatisch ein. Auch an den Rohstoffmärkten hinterließ die Pandemie Spuren. Rohstoffpreise gaben spürbar nach. Insbesondere Rohöl verbilligte sich dramatisch. In den USA wurden gar erstmals negative Rohölpreise notiert. Weltweit stützte die Wirtschaftspolitik die Konjunktur durch breit angelegte expansive Maßnahmen. In Europa weitete das Eurosystem insbesondere die Wertpapierkäufe deutlich aus. Die Finanzmärkte erholten sich vergleichsweise rasch von dem Coronaschock. Bereits Ende August übertrafen die weltweiten Aktienkurse erstmals wieder das Vorkrisenniveau.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Geldpolitik im vergangenen Jahr nochmals deutlich expansiver ausgerichtet. Dabei wurden die Leitzinsen nicht verändert.

Der Deutsche Leitindex DAX legte im Jahresverlauf um 3,5 % zu und schloss zum Jahresende bei rund 13.719 Punkten. Unterjährig war das Jahr allerdings durch hohe Unsicherheit bezüglich des Verlaufs der Coronapandemie geprägt. Mit Ausbruch der Coronapandemie brachen die Aktienpreisnotierungen jedoch förmlich ein. Bis zum 18. März verlor der DAX rund 38,8 % seines Wertes. Im weiteren Jahresverlauf erholte sich der Index jedoch von diesem Einbruch. Zum einen stützte die Wirtschaftspolitik mit einer Vielzahl von Maßnahmen die Konjunktur. Zum anderen konnten Infektionsschutzmaßnahmen aufgrund weniger Neuinfektionen zurückgeführt werden und die Konjunktur zog im dritten Quartal spürbar an. Der erneute Anstieg des Infektionsgeschehens sowie der daraufhin beschlossene Teil-Lockdown ab November, welcher im Dezember verschärft wurde, ließen die Aktienmärkte jedoch nicht erneut einbrechen. Vielmehr beflügelten positive Nachrichten zur Wirksamkeit und Zulassung von COVID-19-Impfstoffen die Aktienpreisnotierungen.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Zuständigkeitsbereich des Genossenschaftsverbandes - Verband der Regionen e. V. (ohne Sonderinstitute) konnten im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter kräftig in allen Bereichen zulegen. Die addierte Bilanzsumme aller Mitgliedsbanken stieg zum 31.12.2020 um 9,4 % (Vorjahr: +5,1 %) auf EUR 419,3 Mrd. Diese Entwicklung wurde wie schon in den Vorjahren in etwa gleichermaßen vom Wachstum der Kundenkredite und Kundeneinlagen getragen. Mit großer Dynamik entwickelte sich das Kundenkreditgeschäft. Der Bestand an ausgeliehenen Krediten wuchs 2020 um 7,0 % (Vorjahr: +6,3 %) auf EUR 266,5 Mrd. Größere Verschiebungen und Veränderungen durch die Pandemie lassen sich im Kreditgeschäft durch einen deutlichen Rückgang im kurzfristigen und die anziehende Kreditnachfrage im langfristigen Bereich feststellen. Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen konnten in 2020 erneut die höchste Zuwachsrate erzielen. Das Volumen stieg um 8,0 % (Vorjahr: +5,7 %) auf EUR 311,0 Mrd. Die ausgeprägte Liquiditätspräferenz der Kunden wegen der andauernden Nullzinspolitik der EZB und die erzwungene Konsumzurückhaltung sowie die ankommenden Liquiditätshilfen im Lockdown haben den Einlagenstrom zusätzlich erhöht. Die Sparquote liegt aktuell deutlich oberhalb des Niveaus von vor dem Ausbruch der Coronapandemie.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: das Betriebsergebnis vor Bewertung in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme, die Cost Income Ratio (CIR), die harte Kernkapital- und die Gesamtkapitalquote, die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die gesetzten Wachstumsziele im Kundengeschäft.

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftswachstum, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme.

Diese finanzielle Leistungskennzahl ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich des Steueraufwands und des Bewertungsergebnisses sowie bereinigt um periodenfremde Erfolgspositionen bzw. Einmaleffekte und stimmt mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen Beträgen überein.

Wir planen gemäß unserer Strategie mit einem langfristigen Ziel von 1,25 % der dBS.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar.

Hier streben wir gemäß unserer Strategie eine CIR von weniger als 60 % an.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen und für die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts. Wir streben ein strategisches Wachstum von 5 % bei den Kundenforderungen an.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dienen die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote sowie die harte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR, die sich ermittelt aus dem bilanziellen Eigenkapital und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken in Relation zu dem sogenannten Gesamtrisikobetrag. Die Mindestanforderung für das Gesamtkapital inkl. Kapitalpuffer und Eigenmittelzielkennziffer beträgt derzeit 11,2 %.

Als Leistungsindikator für die jederzeitige Zahlungsfähigkeit definieren wir die Liquidity Coverage Ratio (LCR). Die aufsichtsrechtliche Mindestanforderung beträgt 100 %. Wir haben für unser Institut eine Warngrenze von 110 % definiert.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Daneben haben wir als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator unser soziales Engagement in der Region definiert.

Wir haben dafür im Jahr 2006 die Stiftung der VR-Bank Bonn gegründet und mit einem Stiftungskapital von EUR 1,0 Mio. ausgestattet. Diese Stiftung ist eine gemeinnützig anerkannte rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Der Stiftungszweck ist breit angelegt und umfasst u. a. Kinder- und Jugendhilfe, Alten- und Behindertenhilfe, öffentliches Gesundheitswesen, Kunst und Kultur, Bildung und Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen. Gefördert werden ausschließlich Projekte in unserem unmittelbaren Marktgebebiet. Im Berichtsjahr 2020 sind insgesamt EUR 0,1 Mio. an Mitteln zur Förderung der genannten Stiftungszwecke wie geplant ausgegeben worden.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2020 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verminderte sich unwesentlich von EUR 9,6 Mio. auf EUR 9,5 Mio. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS sank im Vorjahresvergleich von 1,21 % auf 1,15 %. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2020 bei 58,1 % (Vorjahr: 59,6 %). Die Gesamtkapitalquote bzw. die harte Kernkapitalquote belief sich auf 22,1 % bzw. 20,0 %; ein Zuwachs von 3,3 % bzw. 5,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidity Coverage Ratio - LCR betrug 193,5 %; im Vorjahr lag sie bei 205,9 %.

Die Entwicklung aller bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt im Rahmen unserer Erwartungen und hat unsere Prognose erreicht bzw. übertroffen.

Der nichtfinanzielle Leistungsindikator bewegt sich auf Vorjahresniveau und erfüllt unsere Erwartungen.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme der VR-Bank Bonn eG erhöhte sich um EUR 57,2 Mio. (+7,2 %) auf EUR 847,9 Mio. Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum von 1,9 % wurde damit übertroffen. Ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme waren zum einen der Zuwachs in den Kundeneinlagen und zum anderen die Aufnahme von Termingeldern bei der genossenschaftlichen Zentralbank DZ BANK AG, Frankfurt am Main.

Im außerbilanziellen Geschäft sanken die Eventualverbindlichkeiten leicht um EUR 0,3 Mio. oder 2,7 % auf EUR 10,0 Mio. Die unwiderruflichen Kreditzusagen stiegen dem gegenüber um 18,9 % auf EUR 36,7 Mio.

Berichtsjahr 2019 Veränderung zu 2019
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 847.914 790.708 57.206 7,2
Außerbilanzielle Geschäfte *) 46.763 41.196 5.567 13,5

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen).

Aktivgeschäft

Die Kundenforderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 38,2 Mio. (+6,9 %) gestiegen. Das angestrebte Wachstumsziel (Prognose) von 5,0 % konnte damit übertroffen werden. Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden. Sie lässt sich insbesondere auf die durch das Niedrigzinsumfeld weiterhin niedrigen Kreditzinsen und die damit verbundene Nachfrage nach langfristigen Darlehen zurückführen.

Eine ausreichende Risikovorsorge ist vorhanden. Für erkennbare akute und latente Risiken wurden in angemessener Höhe Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet, die ebenso wie die vorhandenen Vorsorgereserven von den Kundenforderungen abgesetzt wurden.

Unsere Wertpapieranlagen haben sich im Berichtszeitraum um EUR 4,0 Mio. (+3,3 %) erhöht. Für diese Entwicklung waren insbesondere die Wiederanlagemöglichkeiten von fälligen Wertpapieren in adäquate Papiere sowie weiterer Investitionen in Immobilienfonds ursächlich. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgte ausschließlich nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2019 Veränderung zu 2019
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 593.292 555.075 38.217 6,9
Wertpapieranlagen 122.067 118.114 3.953 3,3
Forderungen an Kreditinstitute 70.256 56.563 13.693 24,2

Passivgeschäft

Die Kundeneinlagen sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 22,6 Mio. (+3,7 %) trotz der in 2020 breiten Einführung von Negativzinsen für höhere Einlagenvolumina gestiegen. Das geplante Wachstum von 1,0 % wurde übertroffen. Der Einlagenzuwachs entfällt im Wesentlichen auf die täglich fälligen Einlagen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Berichtszeitraum um EUR 27,5 Mio. (+46,9 %) erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf drei abgeschlossene Termingeldaufnahmen bei der genossenschaftlichen Zentralbank DZ BANK AG, Frankfurt am Main, in Höhe von insgesamt EUR 30,0 Mio. zurückzuführen.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2019 Veränderung zu 2019
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 86.018 58.538 27.480 46,9
Spareinlagen 205.287 221.013 -15.726 -7,1
andere Einlagen 435.787 397.359 38.428 9,7
Nachrangige Verbindlichkeiten 0 140 -140 -100,0

Dienstleistungs- bzw. Provisionsgeschäft

Bestandteile des Dienstleistungs- und Provisionsgeschäfts sind die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, das Wertpapiergeschäft sowie die Vermittlung von Versicherungen, Krediten, Immobilien und Bausparverträgen.

Die Vermittlungsgeschäfte haben sich zufrieden stellend entwickelt. Die Vorjahresprognose ist eingetreten. Der Wertpapierumsatz (einschließlich Verbundgeschäft) betrug im Berichtsjahr EUR 141,5 Mio. (Vorjahr: EUR 100,6 Mio.). Das Neugeschäftsvolumen bei den Kreditvermittlungen betrug EUR 16,8 Mio. (Vorjahr: EUR 19,8 Mio.).

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2019 Veränderung zu 2019
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 2.818 2.527 292 11,5
Vermittlungserträge 1.067 1.183 -116 -9,8
Erträge aus Zahlungsverkehr 3.285 3.212 72 2,2

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2019 Veränderung zu 2019
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 14.945 15.474 -529 -3,4
Provisionsüberschuss 2) 6.850 6.605 245 3,7
Verwaltungsaufwendungen 12.424 13.520 -1.096 -8,1
a) Personalaufwendungen 7.902 7.768 134 1,7
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.522 5.753 -1.231 -21,4
Betriebsergebnis vor Bewertung 9.508 9.582 -74 -0,8
Bewertungsergebnis 3) -1.294 -531 -763 143,7
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 8.247 8.242 5 0,1
Steueraufwand 3.278 2.651 627 23,6
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.800 3.300 -500 -15,2
Jahresüberschuss 2.169 2.291 -122 -5,3

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der anhaltende Druck auf die Zinsspanne, insbesondere getrieben durch das derzeitige Niedrigzinsumfeld, führte insbesondere aufgrund niedrigerer sonstiger Zinserträge (Vorfälligkeitsentgelten aus vorzeitig aufgelösten Kundendarlehen) zu einem niedrigeren Zinsüberschuss. Die Prognose des Vorjahres ist somit eingetreten.

Der Provisionsüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Bereich Zahlungsverkehr und Wertpapiervermittlung konnte das Vorjahresergebnis aufgrund des veränderten Bezahlverhaltens der Kunden und der volatilen Börsenentwicklung gesteigert werden. Unsere Vorjahresprognose, die von einer in etwa gleichbleibenden Provisionsspanne ausging, wurde übertroffen.

Der Personalaufwand ist wie prognostiziert aufgrund von tariflichen Anpassungen leicht gestiegen. Nur die geplanten Neueinstellungen (Erhöhung der Mitarbeiterzahl um zwei Personen) konnten nicht erfolgen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich entsprechend unserer Prognose entwickelt und sind sogar um EUR 1,2 Mio. (Plan: Reduzierung um EUR 1,0 Mio.) auf Normalniveau gesunken.

Mit dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr und unserer Prognose sind wir zufrieden, da unsere Prognose eingetreten ist.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist neben dem Jahresüberschuss für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung und eine wichtige interne Steuerungsgröße unserer Bank.

Im Berichtszeitraum hat sich das Betriebsergebnis vor Bewertung mit EUR 9,5 Mio. bzw. 1,15 % der durchschnittlichen Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr (EUR 9,6 Mio. bzw. 1,21 %) leicht verschlechtert und liegt damit leicht über unserem Prognosewert von EUR 9,4 Mio.

Die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost Income Ratio - CIR) hat sich gegenüber dem Vorjahr von 59,6 % auf 58,1 % verbessert.

Unsere Vorjahresprognose, die von einer Steigerung der CIR ausging, ist erfreulicherweise nicht eingetreten.

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,26 % (Vorjahr: 0,29 %) und die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Eigenkapital lt. Bilanz) betrug 1,94 % (Vorjahr: 2,14 %).

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Liquiditätssteuerung unseres Institutes stellt sicher, dass wir stets in der Lage sind, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Die Steuerung und Messung erfolgt in unserem Hause auf Basis der Liquidity Coverage Ratio (LCR) und den hierfür definierten Stresstests.

Wir können uns im Rahmen des genossenschaftlichen Verbundes bei unserer Zentralbank der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, kurzfristig liquide Mittel beschaffen.

Zum Bilanzstichtag unterhalten wir Termingeldverbindlichkeiten mit einem Volumen von EUR 30,0 Mio. bei der DZ BANK AG, Frankfurt am Main.

Darüber hinaus besteht für uns als Kreditinstitut die Möglichkeit, Refinanzierungsmittel bei der Deutsche Bundesbank im Rahmen von Offenmarktgeschäften aufzunehmen. Ein wesentlicher Anteil der festverzinslichen Wertpapiere unseres Depot A (Bilanzposten A 5ba und bb) sind bei der Deutsche Bundesbank beleihbar.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden, neben den üblichen Anschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattungen, folgende wesentlichen Investitionen getätigt:

Im Sommer 2020 wurde ein Kaufvertrag mit Bauverpflichtung des Verkäufers über ein Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen und drei Reihenhäusern mit gemeinsamer Tiefgarage in Bonn über ein Investitionsvolumen von EUR 6,8 Mio. abgeschlossen. Der Kaufpreis wird in Raten nach Baufortschritt gemäß vereinbartem Zahlungsplan fällig. Der Abruf der Zahlungen erfolgt über den Verkäufer mittels Bautenstandsmitteilungen. Die erste Rate über EUR 2,0 Mio. wurde in 2020 gezahlt. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Der für 2020 geplante Neubau einer Tiefgarage auf dem Grundstück unserer Hauptstelle in Bonn-Duisdorf, Am Burgweiher 51 hat sich auf das Geschäftsjahr 2021 verschoben und wird voraussichtlich im Sommer 2022 fertiggestellt sein. Das Investitionsvolumen beträgt etwa EUR 1,4 Mio.

Darüber hinaus sind für das laufende Geschäftsjahr 2021 Renovierungsmaßnahmen an den bankeigenen Gebäuden, die Neuanschaffung von Geldausgabeautomaten bzw. Recyclern der neuesten Generation mit einem Investitionsvolumen von insgesamt EUR 0,7 Mio. geplant.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 100 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 193,5 % und wurde somit von uns eingehalten.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund besteht die Möglichkeit, bei unserer Zentralbank der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, kurzfristig liquide Mittel zu beschaffen.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

c) Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2019 Veränderung zu 2019
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 111.743 107.301 4.442 4,1
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 117.714 115.125 2.589 2,2
Harte Kernkapitalquote 20,0 % 18,9 %
Kernkapitalquote 20,0 % 18,9 %
Gesamtkapitalquote 22,1 % 21,4 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme blieb im Vorjahresvergleich nahezu unverändert.

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des harten Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Nach unserer Kapitalplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR zu den Meldestichtagen wurden eingehalten.

Kundenforderungen

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Gemäß der Empfehlung des Fachrates der Kreditgenossenschaften sollen alle Kreditengagements einer Branche 30 % des Kundenkreditvolumens und alle Großkredite maximal 30 % des Gesamtkreditvolumens nicht übersteigen bzw. überschreiten. Diese Empfehlungen wurden bei der vierteljährlichen Überprüfung eingehalten.

Die Kundenforderungen setzen sich aus nahezu fast gleichen Teilen aus Privat- und Firmenkrediten zusammen. Die bedeutendste Branche bei den Firmenkrediten war die Baubranche. Ihr Anteil am gesamten Kundenkreditvolumen betrug etwa 23 %.

Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2020 mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Akute Risiken im Kreditgeschäft wurden in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Latente Risiken sind durch Vorsorgereserven gedeckt.

Die Kundenforderungen machten zum 31.12.2020 nahezu unverändert 70,0 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 70,2 %).

Die Kundeneinlagen zuzüglich der verbrieften und nachrangigen Verbindlichkeiten machten im Berichtsjahr 75,6 % der Bilanzsumme aus, nach 78,2 % im Vorjahr.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Liquiditätsreserve 122.067 118.114 3.953 3,3

Unsere eigenen Wertpapieranlagen sind im Berichtsjahr um EUR 4,0 Mio. bzw. 3,3 % auf EUR 122,1 Mio. (Bilanzwerte) gestiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 14,4 % (Vorjahr: 14,9 %).

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 67,3 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 32,7 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Festverzinsliche Anleihen von Emittenten mit erstklassiger Bonität sind weiterhin wesentlicher Bestandteil. Der Bestand an Investmentfonds belief sich auf EUR 38,9 Mio. Es handelt sich überwiegend um Fonds unseres Verbundpartners Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main. Der Bestand beinhaltet sieben Anlagen in Immobilien-Spezialfonds mit einem gezeichneten Volumen von EUR 27,5 Mio.

Ferner tätigen wir Anlagen in Aktien im begrenzten Umfang. Zum Bilanzstichtag halten wir noch einen Bestand von EUR 1,0 Mio.

Die Bewertung der Wertpapieranlagen erfolgte ausschließlich nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Unsere Vorjahresprognose zur Entwicklung der Wertpapieranlagen wurde erreicht. Fällige Positionen konnten wieder adäquat in Wertpapiere angelegt werden.

Derivatgeschäfte

Zum Bilanzstichtag sind elf Zinsswapgeschäfte über ein Gesamtvolumen von nominal EUR 82,5 Mio. im Bestand. Im Berichtsjahr wurden zwei Neugeschäfte über insgesamt nominal EUR 10,0 Mio. abgeschlossen.

Darüber hinaus haben wir eine nachrangige Wandelanleihe der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, über nominal EUR 0,9 Mio. im Bestand. Das Wandlungsrecht wird als Aktienoption des Nichthandelsbestandes getrennt vom zu bilanzierenden strukturierten Finanzinstrument behandelt und nach dem Restwertverfahren bewertet.

Im Berichtsjahr wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Devisenkassageschäfte wurden nur im Kundeninteresse über die genossenschaftliche Zentralbank DZ BANK AG, Frankfurt am Main, getätigt. Ihr Umfang ist von untergeordneter Bedeutung.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank dem BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als gut und zufriedenstellend, weil unsere Prognosen überwiegend mit Ausnahme der oben erläuterten Abweichungen eingetreten sind. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region setzte sich fort. Sowohl beim Kreditgeschäft, als auch im Einlagengeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung übertroffen.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übererfüllt wurden. Für erkennbare akute und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Darüber hinaus haben wir in die ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2020 in Sonderberichten zur Corona-Pandemie Analysen zur Liquidität (LCR), Kundenkreditgeschäft, Eigenanlagen in Wertpapieren, Risikotragfähigkeit, Kapitalplanung und Risikoinventur vorgenommen. Diese haben ergeben, das sich kaum Auswirkungen auf unsere wirtschaftliche Lage im kommenden Jahr ergeben werden.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellt.

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich insbesondere in Form von Kredit- und Marktrisiken (z. B. Zinsänderungs-, Währungs- und Aktienkursrisiken) sowie Liquiditäts, Immobilien- und operationellen Risiken zeigen.

Durch eine Eckwertplanung über einen Zeitraum von fünf Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Wir verwenden dabei folgende finanziell bedeutsame Leistungsindikatoren zur Steuerung: bilanzielles Kredit- und Kundeneinlagenwachstum sowie Betriebsergebnis vor Bewertung inkl. Betrachtung von Zinsergebnis und Verwaltungsaufwand.

Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen haben wir für Markt- und Kreditrisiken sowie für Beteiligungs-, Immobilien- und operationelle Risiken Verlust- und Volumenslimite bzw. in Teilbereichen auch Zielgrößen definiert.

Das Risikocontrolling beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung der Risiken. Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck durchgeführten Analysen und Auswertungen, die auch Stress-Szenarien umfassen, werden der Vorstand und die betreffenden Unternehmensbereiche zeitnah durch vierteljährliche Risikoreports informiert.

Für unsere Bank wurden die nachfolgenden Risikokategorien als wesentich eingestuft. Die für sie aus dem Gesamtbankrisikolimit abgeleiteten Teillimite werden zum 31.12.2020 wie folgt ausgelastet:

Wesentliche Risiken Limitbetrag
TEUR
Risikobetrag
TEUR
Kreditrisiko 16.900 10.508
Marktpreisrisiko 7.100 3.279
Sonstiges Risiko 8.000 4.848
Gesamtrisiko 32.000 18.635

Kreditrisiken

Unter Kreditrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern das erwartete Ausmaß übersteigen. Das Kreditrisiko umfasst vor allem das Ausfall-, Spread- und Migrationsrisiko sowie das Kontrahenten- und Emittentenrisiko.

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken) basiert insbesondere auf Kreditratings nach Verfahren der genossenschaftlichen Organisation. Die in den verschiedenen Risikoklassen ermittelten Blankoanteile werden in die Gesamtbanksteuerung einbezogen.

Das Verfahren ermöglicht, für alle wesentlichen Kreditsegmente Ausfallwahrscheinlichkeiten ("erwartete Verluste") zu ermitteln und die Kredite Risikoklassen zuzuordnen. Unser Kundenkreditvolumen ist zu 97,8 % mit diesem Verfahren klassifiziert.

Die Ausfallrisiken im Kreditportfolio bemisst die Bank nach aggregierten Blankoanteilen (Risikovolumen) in den einzelnen Risikoklassen. Die für die Höhe der Blankoanteile zugrunde liegenden Kreditsicherheiten werden nach Wertermittlungsrichtlinien, die sich an den Richtlinien der genossenschaftlichen FinanzGruppe orientieren, angesetzt.

Über die "erwarteten Verluste" hinaus ermitteln wir die "unerwarteten Verluste" mittels eines Credit Value at Risk (CVaR), der neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere nach der Größenstruktur der ungesicherten Kreditzusagen, berücksichtigt. Das Risikomaß CVaR gibt die "unerwarteten Verluste" an, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,0 % innerhalb von zwölf Monaten nicht überschritten werden.

Die zum 31.12.2020 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für Kreditrisiken zu 62 % aus.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter Basis u. a. nach Volumina, Blankoanteilen und Verlustpotenzial aus. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Risikogruppen, Bonitätsnoten, Berater und Filialen.

Verlust bzw. Volumenslimite dienen der Initiierung risikosteuernder Maßnahmen, z. B. Anpassung der Kreditvergabegrundsätze im Neugeschäft.

Die Streuung der Kundenforderungen nach Branchen- und Größenklassen ist ausgewogen. Die Blankoanteile im Kreditgeschäft betragen rund 35 % des Kreditvolumens (bezogen auf das Risikovolumen des gesunden Bestandes). Nennenswerte Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland bestehen nicht.

Durch die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kreditnehmer in den vergangenen Jahren macht der Anteil der nicht einwandfreien Engagements einen nicht unwesentlichen Teil unseres Kreditvolumens aus. Durch die intensive Betreuung und Überwachung dieser Engagements halten wir die Risiken im Hinblick auf unsere NPL-Quote von 1,8 % für überschaubar.

Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberichtigt. Der Umfang der vollwertigen, aber nach unserer Einschätzung mit erhöhten Risiken behafteten Forderungen ist überschaubar; für hierin enthaltene Ausfallgefahren bestehen nach unserer Einschätzung ausreichende Abschirmungsmöglichkeiten aus dem laufenden Ergebnis bzw. in Form von Vorsorgereserven.

Kreditrisiken in festverzinslichen Wertpapieren begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir Emittentenlimite festgesetzt haben und keine Papiere mit einem Rating schlechter als BBB (nach Standard & Poor's) in den Bestand nehmen. Aktien bzw. andere nicht festverzinsliche Wertpapiere halten wir derzeit in Höhe von EUR 39,9 Mio.; die Risiken steuern wir zusammen mit den Marktpreisrisiken über Value-at-Risk-Ansätze. Die Risikoberechnung für das Spread-, Migrations- und Ausfallrisiko erfolgt zum Berichtsstichtag über das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte zum Konfidenzniveau von 99,0 %.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich insbesondere durch den Anstieg im Adressrisiko Kunden und Eigengeschäft durch eine strengere Risikoparameterisierung ergeben.

Marktpreisrisiken

Banken sind angesichts von Inkongruenzen zwischen aktiven und passiven Festzinspositionen insbesondere dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Zinsänderungsrisiken messen wir mithilfe dynamischer Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt. Nach abgestuften Risikoszenarien haben wir für mögliche Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben, an deren Auslastung sich unsere Steuerungsmaßnahmen ausrichten. Nach den zum 31.12.2020 gemessenen Zinsänderungsrisiken (einschließlich Kursrisiken in festverzinslichen Wertpapieren) werden Zinsveränderungen, die in der Ad-hoc-Betrachtung die aktuellen Marktzinsen um einen Prozentpunkt übersteigen (bzw. unterschreiten) unser vorausberechnetes Ergebnis mit EUR 1,4 Mio. verschlechtern bzw. EUR 0,8 Mio. (vor Steuern) verschlechtern.

Die zum 31.12.2020 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für Zinsänderungsrisiken zu 46 % aus.

Zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken setzen wir Zinssicherungsinstrumente ein. Hierbei handelt es sich um Zinsswaps zur Aktiv-/Passivsteuerung.

Darüber hinaus berechnen wir den definierten Zinsrisikokoeffizienten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf der Basis eines Zinsschocks von + 200 / - 200 Basispunkten.

Die zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-/Passivsteuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung für drohende Verluste zu bilden.

Unseren Wertpapierbestand haben wir insgesamt der Liquiditätsreserve zugeordnet und dementsprechend nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Davon entfallen EUR 39,9 Mio. auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere.

Ein Handelsbuch unterhalten wir nicht.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Liquiditätsrisiken

Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Durch die überwiegende Refinanzierung durch Kundeneinlagen hat das Refinanzierungsrisiko für uns eine geringe Bedeutung.

Unplanmäßige Entwicklungen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Die LCR zum Berichtsstichtag hat 193,5 % betragen.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Sonstige Risiken

Immobilienrisiko

Gemäß der durchgeführten Risikoinventur zum Jahresende 2020 ist das Immobilienrisiko weiterhin ein wesentliches Risiko. Hierbei werden die direkten Immobilieninvestitionen im Eigenbestand mit einem Volumen von EUR 22,2 Mio. sowie die indirekten in Immobilien- und Spezialfonds mit einem Volumen von EUR 38,4 Mio. betrachtet.

Bei den direkten Immobilieninvestitionen berechnen wir dabei ein Mietertrags- und ein Marktwertrisiko; auch werden vorhandene stille Reserven bei der Berechnung des Risikowertes berücksichtigt. Die Risikoberechnung bei den Fondsanlagen erfolgt grundsätzlich über die vom jeweiligen Fondsmanagement gelieferten Risikokennziffern.

Die zum 31.12.2020 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für das Immobilienrisiko zu 44 % aus.

Beteiligungsrisiko

Auch das Beteiligungsrisiko ist zum 31.12.2020 als wesentlich einzustufen.

Hierbei werden alle von uns gehaltenen Beteiligungen mit einem Gesamtvolumen von EUR 28,3 Mio. betrachtet.

Das Risiko bemessen wir auf Basis einer Empfehlung des BVR mit einem pauschalen Risikowert von 10 % des Markt- bzw. Verkehrswertes. Vorhandene stille Reserven werden bei der Berechnung der Risikowerte berücksichtigt.

Die zum 31.12.2020 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für das Beteiligungsrisiko zu 89 % aus.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien "GuV-orientierte Risikosteuerung: Berücksichtigung OP Risiken" und "Operationelle Risiken fixiert und kommuniziert.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Versicherbare Gefahrenpotenziale, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Für operationelle Risiken werden angemessene Beträge in der Berechnung der Risikotragfähigkeit vorab im Risikobudget berücksichtigt.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das aufsichtsrechtlich wesentliche Risiko in betriebswirtschaftlicher Hinsicht als unwesentlich ein.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Gesamtbild der Risikolage

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum gegeben. Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Die Eigenmittelanforderungen hat das Institut zu den Meldestichtagen eingehalten. Zum Stichtag 31.12.2020 beläuft sich die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 Abs. 1 c) CRR auf 22,1 % und liegt damit über der Mindestanforderung. Die Eigenmittel belaufen sich auf EUR 117,7 Mio.

Zusammenfassend ist trotz der Corona-Pandemie die Risikolage insgesamt als günstig einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2020 sowohl unter den von uns definierten Standard- als auch den festgelegten Stressszenarien gegeben war.

Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2021 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation der Bank gegeben.

Zum jetztigen Zeitpunkt sind die Gesamtauswirkungen der von politischen und medizinischen Entwicklungen abhängigen Maßnahmen ungewiss. Wir beobachten und analysieren laufend Risikofaktoren bzw. -treiber, die mögliche Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell haben können.

Wir haben sowohl in unserem Kundenkreditportfolio als auch bei den Eigenanlagen Ausfallrisiken in Adressen indentifiziert, deren Geschäftsmodell durch die Kontaktbeschränkungen im Zusammenhang der Pandemie deutlich beeinflusst wurde und diese Risiken zum 31.03.2020 und 30.06.2020 eingehend untersucht. Akute Ausfallgefährdungen und daraus resultierender Wertberichtigungsbedarf wurde auf dieser Grundlage nicht festgestellt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass insbesondere diese Risiken im weiteren Verlauf der Pandemie akut werden.

D. Prognosebericht

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung unseres Institutes für das nächste Jahr beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme wird insbesondere infolge des von uns prognostizierten Kreditvolumenwachstums durchschnittlich um ca. EUR 25 Mio. steigen. Wir rechnen daher für das folgende Geschäftsjahr mit einem Bilanzsummenwachtstum von etwa 2,7 %.

Aktivgeschäft

In Erwartung einer positiven konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das nächste Jahr von einem Wachstum in Höhe von ungefähr 5,0 % im Kundenkreditgeschäft aus. Diese Prognose basiert auf der Prämisse eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus. Darüber hinaus unterliegt unsere Prognose zum Kundenkreditgeschäft einer Annahme der erhöhten Inanspruchnahme eingeräumter Kreditzusagen im kurzfristigen Bereich und der Entwicklung neuer Wohn- und Gewerbegebiete in unserem Geschäftsgebiet.

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Wertpapieranlagen werden insgesamt voraussichtlich nahezu unverändert bleiben. Fällige Wertpapiere wollen wir grundsätzlich wieder anlegen.

Passivgeschäft

Im Einlagengeschäft gehen wir von einem Nullwachstum aus. Basierend auf unserer von einem weiterhin niedrigen Zinsniveau ausgehenden Zinsprognose erwarten wir eine nahezu unveränderte Nachfrage im Einlagengeschäft bei den Sicht- und kurzfristigen Termineinlagen.

Dienstleistungs- und Provisiongeschäft

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir unter der Annahme schwankender Aktienkurse steigende Umsätze im Wertpapiergeschäft mit Kunden und aus der Vermittlung von Investmentfondsanteilen. Sowohl das Wertpapiergeschäft als auch die Vermittlung von Versicherungen und Bausparverträgen werden nach unserer Einschätzung von dem weiterhin vorhandenden Bedarf an privater Altersversorgung profitieren. Die Vermittlung von Wohnungsbaukrediten an die DZ Hyp AG, Münster, und Münchener Hypothekenbank eG, München, soll nach unseren Zielsetzungen weiter forciert werden.

Insgesamt prognostizieren wir für das nächste Geschäftsjahr einen zufrieden stellenden Geschäftsverlauf, wobei das voraussichtliche Wachstum insbesondere vom Zahlungsverkehrs- und Wertpapiergeschäft bestimmt sein wird.

Wesentliche Chancen sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf insbesondere, wenn sich die konjunkturelle Entwicklung besser als von uns unterstellt entwickelt und eine unerwartet gute Börsenentwicklung zu höheren Wertpapierumsätzen und Fondsvermittlungen als prognostiziert führen wird.

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung resultieren vorwiegend aus einem unerwartet hohen Zinsanstieg, der sich negativ auf die Kreditnachfrage auswirken und zu einem merklich negativen Bewertungsergebnis im Depot A führen kann. Unsere Prämisse einer konjunkturellen Verbesserung birgt das Risiko, dass im Falle des Nichteintritts dieser Annahme sich das Wertpapier- und Fondsvermittlungsgeschäft schlechter als voraus geplant entwickelt. Die deutliche konjunkturelle Verschlechterung kann zu einer stärker sinkenden Kreditnachfrage als geplant führen. Unser Planungsziel könnte dadurch ggf. nicht erreicht werden.

Vermögenslage

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten bzw. den zur Ertragslage dargestellten Prämissen beruhen, erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2020 wird, wenn die Vertreterversammlung dem Vorschlag zustimmt, zu einer Erhöhung um etwa EUR 4,5 Mio. der Eigenmittel im Sinne des Artikels 72 der CRR führen. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung werden wir auch in den beiden folgenden Jahren mit Spielraum einhalten

Wir rechnen in den nächsten beiden Jahren mit einer Gesamtkapitalquote von etwa 21,0 %.

Die in diesem Abschnitt dargestellten Risiken der künftigen Entwicklung, insbesondere die Risikolage im Kundenkreditgeschäft, werden nach unserer Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögenslage im nächsten Jahr haben.

Wesentliche Chancen, die zu einer besseren Entwicklung der Vermögenslage führen können, sehen wir im Falle einer Steigerung der Zinsspanne und somit einer Verbesserung des Betriebsergebnisses über unsere Planungen hinaus.

Finanz- und Liquiditätslage

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die LCR und NSFR werden wir auch im folgenden Jahr einhalten.

Wir planen eine unterjährige Überschreitung der aufsichtsrechtlichen Mindestkennziffer von 100 % sowie der internen Warngrenze von 110 %.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist aufgrund einer Liquiditätsvorsorge und zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten bei der genossenschaftlichen Zentralbank DZ BANK AG, Frankfurt am Main, auch im Jahr 2021 nicht zu rechnen.

Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die von einem leicht steigendem Zinsniveau ab der zweiten Jahreshälfte 2021 in den langfristigen Laufzeiten ausgeht, sowie unter Berücksichtigung unserer dargelegten Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit- und Einlagengeschäft rechnen wir für 2021 mit einer nahezu unveränderten Zinsspanne.

Unser Provisionsergebnis wird auch im nächsten Jahr durch die Erträge aus der Kontoführung und dem Zahlungsverkehr, aus dem Wertpapiergeschäft und aus dem Vermittlungsgeschäft geprägt sein. Für das Jahr 2021 rechnen wir mit einer in etwa gleichbleibenden Provisionsspanne.

Die Personalaufwendungen werden nach unseren Planungen in 2021 leicht um die tariflichen Anpassungen steigen. Unsere Personalplanung sieht für 2021 eine konstante Mitarbeiterzahl vor.

Für die anderen Verwaltungsaufwendungen rechnen wir für 2021 mit einem nahezu unveränderten Niveau.

Insgesamt erwarten wir für 2021 im Vergleich zum Berichtsjahr ein leicht verbessertes Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von etwa EUR 9,9 Mio. bzw. rd. 1,16 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Auf der Grundlage der erwarteten Erträge und Aufwendungen für das nächste Jahr rechnen wir mit einer leicht steigenden Cost-Income-Ratio in Höhe von ca. 58,8 %.

Aus der Bewertung von Forderungen erwarten wir für das folgende Jahr ein erheblich schlechteres Bewertungsergebnis von 0,2 % der geplanten dBS. Grundlage unserer Planungen sind insbesondere die in diesem Abschnitt beschriebenen Ratingmodelle.

Aus der Bewertung der Wertpapiere wird sich für 2021 bei der von uns unterstellten Zins- und Börsenentwicklung voraussichtlich ein leicht verbessertes Bewertungsergebnis ergeben.

Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen rechnen wir für das nächste Jahr mit einem Jahresüberschuss von etwa EUR 2,5 Mio.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage stehenden Risiken resultieren insbesondere aus dem Zinsänderungsrisiko und den Adressenausfallrisiken, die wir in diesem Abschnitt ausführlich erläutert haben.

Zusätzliche wesentliche Ertragsrisiken sehen wir bei einem deutlich über unseren Erwartungen liegenden Zinsniveau. Bei einem stärkeren Absinken der Zinsstrukturkurve erwarten wir einen Rückgang der Zinsspanne.

Gesamtaussage zur prognostizierten Lage und dem Geschäftsverlauf

Insgesamt erwarten wir, dass sich unsere Geschäfte wie geplant entwickeln werden.

Wir rechnen unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einer angemessenen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, das es uns - wie in den Vorjahren - gelingen wird, die gesteckten Ziele im Beratungs- und Dienstleistungssektor sowie einer dauerhaften Realisierung des von den über 16.000 Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells auch im Jahr 2021 zu erreichen.

Unsere Prognoseberechnungen beruhen auf der Annahme, dass es keine weiteren pandemiebedingten Verschärfungen (Verlängerung des Lockdown) geben wird. Es könnte sich somit besonders im Kundenkreditgeschäft ein erhöhtes Risiko ergeben. Negative Planabweichungen können unterjährig durch unser regelmäßiges Risikocontrolling festgestellt und geeignete Maßnahmen zeitnah eingeleitet werden.

Die konkreten Auswirkungen der Pandemie auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen.

Nach dem kräftigen Einbruch der deutschen Volkswirtschaft aufgrund der Pandemie im vergangenen Jahr deutet sich für das 2. Halbjahr 2021 eine konjunkturelle Belebung an. Ausmaß und Verlauf des Aufschwungs sind jedoch weiterhin mit erheblicher Unsicherheit behaftet und stark von der weiteren Entwicklung der Pandemie und den Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung abhängig.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nach dem Schluss des Berichtszeitraums nicht eingetreten.

 

Bonn, 18. März 2021

VR-Bank Bonn eG

Der Vorstand

Rainer Jenniches

Martin Ließem

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2020

VR-Bank Bonn eG, Bonn

Genossenschaftsregisternummer 317 beim Amtsgericht Bonn

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 6.458.447,01 8.899
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 6.458.447,01 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 57.451.194,67 53.777
b) andere Forderungen 12.805.137,28 70.256.331,95 2.786
4. Forderungen an Kunden 593.291.729,24 555.075
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 210.374.406,34 (186.308)
Kommunalkredite 14.940.012,91 (99)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 22.202.742,06 19.224
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 22.202.742,06 (19.224)
bb) von anderen Emittenten 60.008.692,12 82.211.434,18 60.467
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 48.773.612,90 (44.221)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 82.211.434,18 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 39.855.473,43 38.423
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 25.346.689,71 25.347
darunter:
an Kreditinstituten 14.035,55 (14)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.814.050,00 28.160.739,71 2.809
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 2.800.000,00 (2.800)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 188.155,34 188
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 1.548.000,00 0
darunter: Treuhandkredite 1.548.000,00 (0)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.190,00 4
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 7.190,00 0
12. Sachanlagen 23.296.267,70 21.192
13. Sonstige Vermögensgegenstände 2.514.612,15 2.355
14. Rechnungsabgrenzungsposten 28.062,69 61
16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 97.303,73 101
Summe der Aktiva 847.913.747,13 790.708

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 86.017.892,20 86.017.892,20 58.538
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 205.066.768,49 216.158
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 220.416,47 205.287.184,96 4.855
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 432.281.123,51 388.951
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3.505.715,51 435.786.839,02 641.074.023,98 8.407
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.548.000,00 0
darunter: Treuhandkredite 1.548.000,00 (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 641.476,01 644
6. Rechnungsabgrenzungsposten 236.195,59 329
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 4.562.827,80 4.279
b) Steuerrückstellungen 846.788,76 125
c) andere Rückstellungen 1.243.608,04 6.653.224,60 1.121
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 140
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 53.950.000,00 51.150
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 11.008.116,65 10.915
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 23.105.000,00 22.150
cb) andere Ergebnisrücklagen 21.510.000,00 44.615.000,00 20.650
d) Bilanzgewinn 2.169.818,10 57.792.934,75 2.296
Summe der Passiva 847.913.747,13 790.708
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 10.026.093,31 10.303
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 10.026.093,31 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 36.737.330,24 36.737.330,24 30.893
darunter: Lieferverpflichtungen
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 14.949.704,39 16.391
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 342.559,59 15.292.263,98 366
2. Zinsaufwendungen 1.521.830,65 13.770.433,33 3.434
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.031.250,36 1.348
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 33.015,15 657
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 110.078,50 1.174.344,01 146
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 2
5. Provisionserträge 7.631.988,50 7.354
6. Provisionsaufwendungen 781.708,78 6.850.279,72 750
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.707.641,09 1.985
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 6.536.111,11 6.389
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.365.695,56 7.901.806,67 1.378
darunter: für Altersversorgung 280.863,81 (265)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.521.764,32 12.423.570,99 5.753
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 749.911,44 719
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 780.758,16 1.053
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.294.074,59 531
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -1.294.074,59 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 7.755,11 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 8.246.627,86 8.242
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.229.234,47 2.608
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 48.668,57 3.277.903,04 43
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.800.000,00 3.300
25. Jahresüberschuss 2.168.724,82 2.291
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.093,28 5
2.169.818,10 2.296
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
2.169.818,10 2.296
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 2.169.818,10 2.296

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2020

VR-Bank Bonn eG, Bonn

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Unverzinsliche bzw. minderverzinsliche Forderungen wurden mit einem angemessenen Zinsfuß abgezinst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde eine Pauschalwertberichtigung nach den Grundsätzen des BMF-Schreibens vom 10. Januar 1994 gebildet. Ergänzend zu dieser nach einer vergangenheitsorientierten Betrachtungsweise gebildeten Pauschalwertberichtigung bestehen aufgrund der erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB, die nicht im Rahmen der bankaufsichtlichen Eigenmittelberechnung angesetzt werden. Des Weiteren bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Im Umlaufvermögen sind auch AT1-Anleihen, Eigenemissionen der DZ Bank AG, Frankfurt am Main, im Nominalwert von 1,0 Mio. EUR enthalten. Für diese Anleihen wurde der beizulegende Wert mittels eines Bewertungsmodells ermittelt. Soweit der Bewertungskurs des Stichtages über dem Buchwert lag, wurden die Wertpapiere mit dem höheren Wert, maximal mit den Anschaffungskosten, angesetzt.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet (Aktivposten 16).

Derivative Finanzinstrumente

Die zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellungsbildung erforderlich.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, werden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Eine getrennte Bilanzierung erfolgt insbesondere, wenn das eingebettete Derivat bedingte oder unbedingte Abnahmeverpflichtungen für weitere Finanzinstrumente vorsieht, sodass die Möglichkeit besteht, dass die Abnahme der weiteren Finanzinstrumente nicht zum künftigen beizulegenden Zeitwert erfolgt.

Die Anschaffungskosten der getrennt bilanzierten Einzelkomponenten ergeben sich aus der Aufteilung der gesamten Anschaffungskosten des strukturierten Finanzinstruments im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte der Einzelkomponenten. Sofern der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats nicht separat ermittelt werden kann, ergibt sich sein Wert als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert des strukturierten Finanzinstruments insgesamt und dem beizulegenden Zeitwert des Basisinstruments.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Einzelne Beteiligungen resultieren aus in Vorjahren geschlossenen Tauschgeschäften und sind nach Tauschgrundsätzen unter Gewinnrealisierung bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen.

Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) werden verrechnet.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Soweit der Erfüllungsbetrag höher als der Ausgabebetrag ist, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen; er wird planmäßig getilgt. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen wurden mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 2,30 % (Vorjahr: 2,72 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2020 ermittelten Zinssatzes festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftjahren (1,60 %) beträgt EUR 918.705,00.

Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 0,47 % p.a. bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit des Personenbestandes von zwei Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,60 % abgezinst.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Währungsumrechnung

Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden wie folgt auf Euro umgerechnet:

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, sind nicht vorhanden.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
1
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 285.206 8.570 (a) 0 (a) 293.776
0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 28.198.018 2.578.917 (a) 0 (a) 30.776.935
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.963.123 270.240 (a) 0 (a) 7.995.077
0 (b) 238.286 (b)
Summe a 36.446.347 2.857.727 (a) 0 (a) 39.065.788
0 (b) 238.286 (b)
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag
Geschäftsjahr (a) Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 281.534 5.052 (a) 0 (a) 0 (a) 286.586 7.190
0 (b) 0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 8.092.816 518.114 (a) 0 (a) 0 (a) 8.610.930 22.166.005
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.876.277 226.745 (a) 0 (a) 0 (a) 6.864.814 1.130.263
0 (b) 0 (b) 238.209 (b)
Summe a 15.250.627 749.911 (a) 0 (a) 0 (a) 15.762.330 23.303.458
0 (b) 0 (b) 238.209 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 134.305 -134.305 0
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 28.155.740 5.000 28.160.740
Anteile an verbundenen Unternehmen 188.155 0 188.155
Summe b 28.478.200 -129.305 28.348.895
Summe a und b 64.924.547 51.652.353

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden aufgrund von § 246 Abs. 2 HGB in der Bilanzposition Aktiva 16 ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 68.323.391,11 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 28.529.833,04 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 35.300.760,00 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 82.211.434,18 75.187.656,40 7.023.777,78 0,00
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 28.274.236,65 994.341,54 27.279.895,11 0,00

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0,00 0,00 68.323.391,11 54.577.895,34
Forderungen an Kunden (A 4) 30,00 30,00 55.892,68 74.652,99
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0,00 0,00 20.279.888,80 5.195.762,02

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB sind:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) VR Immobilienverwaltung GmbH, Bonn 100,00 2020 64 2020 0
b) V + R Immobilien GmbH, Bonn 100,00 2020 181 2020 35
c) VR-Immobiliengesellschaft Bonn mbH, Bonn 100,00 2020 72 2020 -4
d) DZ BANK AG, Frankfurt am Main 0,01 2020 10.831.000 2020 255.000
e) WGZ Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,01 2020 3.093.444 2020 -159
f) WGZ 2. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,69 2020 3.431.748 2020 -34
g) Fiducia & GAD IT AG, Frankfurt am Main 0,01 2019 431.556 2019 -114
h) GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG, Münster 0,26 2020 119.557 2020 3.020
i) UIR Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,75 2020 47.863 2020 3.310

Mit den unter Buchstaben a) bis c) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil die Tochterunternehmen für die Verpflichtung der Bank, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB).

Mit dem unter Buchstabe a) genannten Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Das im Geschäftsjahr übernommene negative Ergebnis beträgt EUR 7.755,11.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 2.702.019,54 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 1.130.262,82 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2020
EUR
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (Restbetrag nach Saldierung) 919.966,49
Provisionsansprüche gegenüber Verbundunternehmen 1.021.705,41

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 546,20 (Vorjahr EUR 3.534,47) enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind nachrangige Vermögensgegenstände, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) 892.684,14 892.679,54
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 2.203.856,39 2.198.007,85

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.381.582,24 enthalten. Sortenbestände sind zum 31.12.2020 nicht im Bestand.

Restlaufzeitspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 10.000.000,00 891.000,00 0,00 0,00
Forderungen an Kunden (A 4) 27.396.369,66 37.035.365,03 152.622.657,07 347.695.785,25

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 10.935.974,07 23.141.162,74 16.436.104,30 35.219.028,12
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0,00 61.849,40 158.567,07 0,00
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 1.557.335,83 375.482,99 1.441.473,70 98.022,45

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 81.849.950,27 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2020
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 261.358,66
Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzverwaltung (Steuern und Abgaben) 182.088,83
Optionsprämienanteil aus nachrangiger Wandelanleihe der DZ BANK AG 163.472,40

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 236.195,59 (Vorjahr EUR 327.817,08) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus der Bewertung von Rückstellungen stehen höhere aktive Steuerlatenzen aus der Bewertung von Kundenforderungen gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 33,1 % zugrunde gelegt.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 439,01 an.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine nachrangigen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0,00 0,00 81.849.950,27 54.314.181,91
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 302.790,11 914.758,12 209.544,06 651.322,59

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 10.792.067,51
b) der ausscheidenden Mitglieder 215.529,14
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 520,00

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2020 22.150.000,00 20.650.000,00
Einstellungen
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 955.000,00 860.000,00
Stand 31.12.2020 23.105.000,00 21.510.000,00

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Bei den auf unwiderrufliche Kreditzusagen entfallenden anderen Verpflichtungen gehen wir dagegen davon aus, dass der überwiegende Teil als Darlehen abgerufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenstände gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 51.564.319,96

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.381.582,24 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Sie umfasst auch die in Bewertungseinheiten einbezogenen sowie die in strukturierten Finanzinstrumenten eingebetteten, getrennt bilanzierten Derivate.

(Angaben in TEUR):

Nominalbetrag beizulegender Zeitwert
Restlaufzeit
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 20.000 62.500 82.500 -5.476
Aktien-/Indexbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Aktien-/Index-Opt. - Käufe 891 0 0 891 -24

Die Zinsderivate (Zinsswaps) wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossen; wir führen diese Geschäfte im Anlagebuch.

Die Zinsswaps sind mit dem Barwert zum Bilanzstichtag angegeben. Dabei haben wir die variablen Zinszahlungsströme mit Forward Rates - abgeleitet aus der aktuellen Zinsstrukturkurve - berechnet und diese - ebenso wie die fixen Zahlungsströme - mit der Swapkurve diskontiert.

Die Optionen des Nichthandelsbestandes (aktien-/indexbezogene Geschäfte) sind als eingebettetes Derivat Bestandteil eines getrennt zu bilanzierenden strukturierten Finanzinstrumentes und werden nach dem Restwertverfahren bewertet. Der beizulegende Zeitwert dieser Optionen (Stillhalteroption aus nachrangiger Wandelanleihe) wurde aus der Barwertdifferenz zwischen Optionsprämie per Emissionsdatum und per Bilanzstichtag errechnet. Eine Rückstellungsbildung für die Option war nicht erforderlich, da der implizierte Optionswert zum Bewertungsstichtag höher war als bei Emission.

Die für die verkauften Optionen des Nichthandelsbestands erhaltenen Prämien in Höhe von EUR 163.472,40 werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten (Passivposten 5) ausgewiesen.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (Aktivposten 14) werden gezahlte Optionsprämien zu Optionen des Nichthandelsbestandes in Höhe von EUR 23.353,74 ausgewiesen.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 63.058,71 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 79.595,43 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 136,00 (Vorjahr EUR 151,00) vermindert.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Wertpapieren (EUR 2.078.734,66) nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Miet- und Pachterträge 1.592.749,38

Aufgrund von Sondervorschriften der §§ 340c Abs. 1, 2 und 340f Abs. 3 HGB sind Umrechnungserträge/-aufwendungen aus Fremdwährungen im Übrigen unter den GuV-Posten 13/14 bei Forderungen und Wertpapieren der Liquiditätsreserve ausgewiesen. Der Ausweis der Ergebnisse aus der Währungsumrechnung für besonders gedeckte Geschäfte erfolgte netto im sonstigen betrieblichen Ergebnis.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstige betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 702.375,63 (Vorjahr EUR 742.516,04) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 72.760,30 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 66.762,61 enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf den Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf EUR 23.800,00 und der früheren Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen auf EUR 208.569,48.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB aus Gründen des Datenschutzes verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2020 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 2.377.415,00.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 1.049.524,15 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 5.466.664,87.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 918.705,00, dem ausreichende frei verfügbare Rücklagen gegenüberstehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 2.016.928,00 in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund).

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystems der BVR Institutssicherung GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2020 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 3 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 68 51
71 51

Außerdem wurden durchschnittlich 9 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2020 16.285 43.671 11.354.460
Zugang 2020 460 1.505 391.300
Abgang 2020 460 1.231 320.060
Ende 2020 16.285 43.945 11.425.700
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 84.568,82
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 71.240,00
Höhe des Geschäftsanteils EUR 260,00
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 260,00

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Peter-Müller-Straße 26

40468 Düsseldorf

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Jenniches, Rainer, - Vorsitzender - , Bankvorstand für Kreditmarktbereich, Firmenkundengeschäft, Betriebsbereich, Revision

Ließem, Martin, Bankvorstand für Kreditmarktfolge, Privatkundengeschäft und Finanzen

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Halstrick, Thomas, - Vorsitzender - , Geschäftsführer der ppd paperproducts design GmbH, Meckenheim

Thimm, Volker, - stellvertretender Vorsitzender - , Dipl. Kaufmann, Vereidigter Buchprüfer, Steuerberater, selbstständig

Nelles, Sandra, Geschäftsführerin der F. und S. Nelles GmbH, Bornheim

Rüdell, Dr. Monique, Unternehmerin, selbstständig

Kolb, Josef, Geschäftsführer der Kolb GmbH, Bonn

Sistig, Thomas, Geschäftsführer der SistigEnergie GmbH, Alfter

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 HGB

In den Aufsichtsgremien folgender großer Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter unserer Bank Mandate wahr:

Name und Sitz Anzahl der Mandate
Münchener Hypothekenbank eG 1

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten:

Wir haben im Frühjahr 2021 mit dem Vorstand der VR-Bank Rhein-Sieg eG eine Fusionsabsichtserklärung unterzeichnet und beabsichtigen im Jahr 2022 den Zusammenschluss der beiden Institute.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.168.724,82 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 1.093,28 (Bilanzgewinn von EUR 2.169.818,10) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 432.315,83
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 900.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 835.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 2.502,27
2.169.818,10

 

Bonn, 18. März 2021

VR-Bank Bonn eG

Der Vorstand

Rainer Jenniches

Martin Ließem

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VR-Bank Bonn eG, Bonn

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR-Bank Bonn eG, Bonn (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Kundenforderungen:

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

1. a) Die Genossenschaft ist hauptsächlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern kann Auswirkungen auf die Höhe der zu bildenden Einzelwertberichtigungen bzw. Abschreibungen haben. Hieraus können sich erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere auf die Ertragslage der Genossenschaft ergeben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung der Forderungen neben der Bonitätsbeurteilung in der Regel die Nutzung geschätzter Werte für gestellte Sicherheiten erforderlich.

Da die hiermit verbundenen Einschätzungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen haben, und diese insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, haben wir die Bewertung der Kundenforderungen als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft.

1. b) Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten Internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse, zur Risikoklassifizierung, zur Sicherheitenbewertung sowie zur Risikovorsorge beurteilt. In dem Zusammenhang haben wir uns von der regelmäßigen Überprüfung der Angemessenheit der Schätzannahmen durch die Genossenschaft überzeugt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherheiten auf Basis risikoorientiert ausgewählter Einzelfälle beurteilt und mit den Einschätzungen der Genossenschaft abgeglichen.

1. c) Zur Bewertung der Forderungen an Kunden verweisen wir auf den Abschnitt B. des Anhangs.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten Internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts nach § 89 WpHG

- Prüfung der Aufstellung der Beträge der Abzugsposten für Zwecke der Antragstellung nach § 16j Abs. 2 Satz 2 FinDAG bei der BaFin

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Sebastian Dünzinger.

 

Düsseldorf, 11. Mai 2021

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Franz Hermann Deres, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Dünzinger, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 09.09.2021 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2020 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.168.724,82 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 1.093,28 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

VR-Bank Bonn eG, Bonn

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Im Berichtsjahr fanden sechs Aufsichtsratssitzungen sowie Sitzungen des Kredit- und Prüfungsausschusses statt.

Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrung in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs. 11 Satz 2 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft. Der Aufsichtsrat ist zudem frei von Interessenkonflikten. Die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 36 Abs. 4 GenG werden somit erfüllt.

Der vorliegende Jahresabschluss 2020 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Wir haben uns als Aufsichtsorgan selbst davon überzeugt, dass der Jahresabschluss zutreffend aus der Buchführung und den Inventaren unserer Bank entwickelt worden ist.

Der Aufsichtsrat hat gemäß § 3 Absatz 3 des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Umlaufbeschluss den aufgestellten und durch den Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e. V. geprüften Jahresabschluss zum 31.12.2020 festgestellt.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Volker Thimm und Herr Thomas Sistig aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern der VR-Bank Bonn eG seinen Dank für die geleistete und wirklich gute Arbeit aus.

Bei den Mitgliedern und Kunden bedanken wir uns für das der VR-Bank Bonn eG entgegengebrachte Vertrauen.

 

Bonn, 8. Juni 2021

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Thomas Halstrick

VR-Bank Bonn eG, Bonn

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2020

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die VR-Bank Bonn eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR-Bank Bonn eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR-Bank Bonn eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2020 TEUR 23.503.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 96,5.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 8.247.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 3.229 und betreffen laufende Steuern.

Die VR-Bank Bonn eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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