Rheinbraun Brennstoff GmbH

Ludwigstraße, 50226 Frechen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 30772
Vorher
Rheinbraun Handel Süd GmbH
Eingetragen
10.8.1990
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen ChemikalienGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugBraunkohlenbergbau
Gegenstand
a) der Handel mit Brenn- und Rohstoffen insbesondere Kohle, Koks, Briketts, Kohlestaub, Petroleumkoks, Mineralöl - und mit Energie sowie die Vermittlung solcher Geschäfte für Dritte; b) der Handel sowie die Veredelung und Produktion von Prozesskohlenstoffen und artverwandten Zuschlagstoffen für die Eisen- und Stahlindustrie, für die Aluminium- und Feuerfestindustrie und für artverwandte Industrien; c) die Spedition, der Umschlag, die Lagerung, die Sicherung und die Beförderung von Gütern aller Art, insbesondere solchen mit besonderen Sicherheitserfordenissen und die Einbringung von sonstigen Leistungen auf dem Gebiet der Logistik; d) die Verwertung und Entsorgung von Reststoffen und die Einbringung damit im Zusammenhang stehender Leistungen; e) die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern an Dritte; f) die Leitung von Unternehmen, die vornehmlich auf den unter lit. a), b) c) und d) genannten Geschäftsfeldem tätig sind; g) die Erbringung von Dienstleistungen für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Caroline Rodenkirchen
seit 2.10.2017
Prokura
Frank Koning
seit 5.9.2017
Prokura
Karsten Neubauer
seit 6.11.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rheinbraun Brennstoff GmbH

Köln

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht

Wirtschaftliche und konjunkturelle Gesamtentwicklung

Milde Witterung senkt Energieverbrauch

Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen sank der Energieverbrauch im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 5 % auf 457,6 Mio. t SKE. Ursache für diese Entwicklung war in erster Linie die milde Witterung, die zu einem deutlichen Verbrauchsrückgang bei Heizenergien geführt hat. Besonders deutlich wird dieser Temperatureinfluss bei dem Verbrauch von leichtem Heizöl (- 15 %) und Erdgas (- 10 %). Steinkohle verzeichnete einen leichten Rückgang von knapp 1 %, während Braunkohle einen Zuwachs von knapp 4% erzielen konnte. Der Beitrag der Kernenergie sank um fast 23 %. Gleichzeitig stieg der Verbrauch der erneuerbaren Energien um über 4 %. Mit einem Anteil von 11 % haben die erneuerbaren Energien die Kernenergie (9 %) überholt.

Marktentwicklung

Witterungsbedingter Rückgang bei Heizenergieverbrauch

Die Heizperiode, definiert für den Zeitraum Januar bis April und Oktober bis Dezember 2011, ist mit 5,3°C um 2,7°C milder ausgefallen als im Vorjahr. Laut Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hat dieser Temperatureffekt einen deutlichen Verbrauchsrückgang zur Folge. Aufgrund des bislang aufgelaufenen Absatzes und der aktuellen Schätzungen bis zum Jahresende wird für den inländischen Braunkohlenbrikettmarkt mit einem Volumen von knapp 1 Mio. t gerechnet. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt ca. 14 %.

Durch die Einstellung der Brikettproduktion in Tschechien wird der inländische Bedarf an Braunkohlenbriketts ausschließlich durch die beiden deutschen Reviere Rheinland und Lausitz gedeckt. Die Marktanteile betragen für beide Produzenten in etwa jeweils 50 %.

Braunkohlenbriketts bleiben preisgünstig

Während die Endverbraucherpreise für leichtes Heizöl und Erdgas auch in diesem Jahr wieder spürbar gestiegen sind, blieben die Preise für Braunkohlenbriketts weitgehend stabil. Eine 3.000 ltr.-Heizöllieferung kostete nach Information des Brennstoffstoffspiegels im Durchschnitt (Jan-Nov. 2011) 2.523,- € und damit 543,- € = 27 % mehr als vor einem Jahr. Das ist der höchste je ausgewiesene Durchschnittspreis für eine 3.000 ltr.-Lieferung. Im vergleichbaren Zeitraum stieg der durchschnittliche Gaspreis um 6 %, während der Preis für Braunkohlenbriketts auf Vorjahresniveau blieb. Auch der Festbrennstoff Holz ist als Wettbewerber zum Braunkohlenbrikett in den letzten Monaten deutlich teurer geworden. Laut Technologie- und Förderzentrum, Straubing, stiegen die Kosten um 9 %.

Absatz an Festbrennstoff-Heizgeräten leicht über Vorjahresniveau

Nach internen Informationen des Fachverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik, Frankfurt, hat sich der Absatz an Heizgeräten für Festbrennstoffe, insbesondere von Kaminöfen, im Zeitraum Januar bis Oktober 2011 positiv entwickelt und lag leicht über Vorjahr (+ 4,5 %). Aufgrund der aktuellen Entwicklung und Einschätzung von Heizgeräteherstellern gehen wir von einem stabilen Heizgerätebestand für Festbrennstoffe in der Bundesrepublik aus (15 Mio. Einheiten). Neben der Witterung und wettbewerbsfähigen Brikettpreisen ist ein hoher Bestand an Heizgeräten für Festbrennstoffe die wesentliche Voraussetzung für das Brikettgeschäft.

Nachfragebelebung der Industrie nach Braunkohlenprodukten

Die Konjunkturbelebung im abgelaufenen Geschäftsjahr wirkte sich bei Braunkohlenstaub weiterhin deutlich positiv auf den Absatz aus. Als Energieträger für Prozessfeuerungen in der Zement-, Kalk- und Trocknungsindustrie zeigte sich hier bei steigenden Preisen der Konkurrenzenergien die Planungssicherheit in der Preisentwicklung sowie die langfristig sichere Verfügbarkeit als stabile, verlässliche Größe.

Die gleiche positive Entwicklung zeigte sich auch bei Braunkohlenbrikett, Braunkohlenkoks und Wirbelschichtkohle.

Geschäftsentwicklung

Absatzentwicklung Braunkohleprodukte insgesamt positiv

Der Absatz von Braunkohlenstaub lag mit 2.998 kt deutlich über dem Vorjahresniveau (VJ 2.607 kt, + 15,0 %).

Der Brikettabsatz insgesamt konnte mit 1.167 kt auf Vorjahresniveau gehalten werden. Hiervon entfielen 688 kt auf das Privatkundengeschäft, das trotz der warmen Witterung von Oktober bis Dezember des Jahres nur knapp unter dem Vorjahreswert lag (-2,5 %).

Der Wirbelschichtkohle-Absatz lag mit 341 kt über Vorjahresniveau (294 kt, +16,0 %).

Der Absatz von Braunkohlenkoks lag mit 154 kt nur knapp unter dem Vorjahr mit 156 kt, -1,3 %, der Rohbraunkohle-Absatz stieg mit 362 kt deutlich gegenüber dem Vorjahr mit 296 kt um +22,3 % an.

Die Aschevermarktung und -deponierung konnte mit 87 kt leicht gesteigert werden.

Gestiegener Absatz Steinkohle

Der Steinkohlenabsatz lag mit 1.955 kt über Vorjahresniveau (1.813 kt, +7,8 %). Hiervon entfielen 1.276 kt auf die Lieferungen an das türkische Kraftwerk in Iskenderun (VJ 1.259 kt).

Positive Entwicklung beim Absatz an Grillprodukten

Der Absatz an Grillprodukten konnte im Vergleich zum Vorjahr um 20,0 % auf 35 kt gesteigert werden.

Positive Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz nach Abzug der Kohlesteuer entwickelte sich mit 707 Mio. € positiv gegenüber dem Vorjahr mit 605 Mio. €. Hiervon entfielen in diesem Geschäftsjahr auf Braunkohlenprodukte 457 Mio. € (VJ 394 Mio. €) und auf Steinkohlenprodukte 229 Mio. € (VJ 186 Mio. €).

Im Privatkundenbereich hielt der Preisdruck durch Vattenfall Europe Mining (VEM) zwar weiter an, es konnten jedoch Preiserhöhungen durchgesetzt werden.

Auch im Braunkohlensegment des Industriekundenbereichs konnten Preiserhöhungen durchgesetzt werden, die Steinkohlenpreise zogen ebenso wieder an.

Anzahl der Mitarbeiter gestiegen

Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 9 auf 185, die Anzahl der Auszubildenden verringerte sich um 4 auf 17.

Situation im Bereich Liegenschaften unverändert

Zum 31.12.2011 verfügt die Gesellschaft über ein Immobilienvermögen von rd. 8,4 Mio. €. An der Strategie, die nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften zu veräußern, wird unverändert festgehalten.

Keine Veränderungen im Beteiligungsbereich

Das Beteiligungsergebnis wird weiterhin von unserer 50%-igen Beteiligungsgesellschaft in den USA dominiert.

Betriebswirtschaftliche Ergebnisentwicklung

Das operative Ergebnis lag mit 38,8 Mio. € deutlich über Vorjahresniveau (VJ 27,8 Mio. €). Ursächlich hierfür waren die teils absatz- und teils preisbedingten Mehrerlöse bei Braunkohlen-Produkten, per Saldo um 2,7 Mio € höhere Währungskursgewinne sowie um 4,3 Mio. € geringere sonstige betriebliche Aufwendungen, i.W. für Marketing- und Werbemaßnahmen (- 1,5 Mio. €), Lager- und Umschlagskosten (- 0,8 Mio. €), Aufwendungen für Personalgestellung

(-0,5 Mio. €) sowie geringere Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (-1,2 Mio. €). Gegenläufig hat sich der Wegfall von Erträgen aus im Vorjahr angefallenen, verschiedenen Sondersachverhalten im Ergebnis ausgewirkt (3,2 Mio €). Der Rohertrag insgesamt betrug 80,8 Mio. € (VJ 72,0 Mio. €, + 12,2 %).

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mio. € auf 14,9 Mio. €. Ursächlich hierfür waren die höhere Mitarbeiterzahl, Gehaltssteigerungen sowie höherer Aufwand für Pensionen.

Das Ergebnis des Beteiligungsbereichs lag mit 5,7 Mio. € aufgrund geringerer Ausschüttungen unserer Beteiligungsgesellschaft in den USA unter dem Vorjahreswert von 7,4 Mio. €.

Die Verbesserung des Zinsergebnisses auf rd. -1,6 Mio. € resultiert aus geringeren Zinszahlungen für Steuernachforderungen sowie höheren Zinserträgen für das Guthaben auf dem Finanzierungsmittelkonto.

Der im Vorjahr angefallene außerordentliche Aufwand i.H. von 3,7 Mio. € resultierte ausschließlich aus der Neubewertung der langfristigen Rückstellungen gemäß der BilMoG-Umstellung zum 01.01.2010.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 43,9 Mio. € (VJ 28,7 Mio. €, + 53,0 %).

Das Jahresergebnis i. H. von 30,5 Mio. € wurde auf Grund des mit Wirkung zum 01.01.2008 neu gefassten Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an die Muttergesellschaft abgeführt.

Vermögenslage

Das Eigenkapital unserer Gesellschaft liegt unverändert bei 63,3 Mio. €, die Eigenkapitalquote beträgt 27,7 % (VJ 29,0 %), die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich auf 69,4 % (VJ 45,3 %). Das Umlaufvermögen beträgt 88,1 % der Bilanzsumme von 228,7 Mio. €.

Unsere Gesellschaft ist in das Cash-Pooling von RWE Power einbezogen, so dass zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität gesichert ist. Zum Bilanzstichtag betrugen die Cash-Pool-Forderungen gegen RWE Power 83,6 Mio. €.

Deckungsverhältnisse

Die Überdeckung des langfristigen Vermögens durch langfristiges Kapital beträgt 75,8 Mio. € (VJ 73,6 Mio. €). In gleicher Höhe übersteigt das kurzfristige Vermögen das kurzfristige Fremdkapital.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen i.H. von 2,2 Mio. € getätigt. Davon entfielen i.W. 0,4 Mio. € auf die Anschaffung von PKW sowie 1,4 Mio. € auf die Errichtung eines Braunkohlenstaubumschlagterminals.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung gegen Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Hierzu liegen konzernverbindliche Richtlinien vor, die Bindung an Grundgeschäfte ist zwingend.

Forschung und Entwicklung

Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung ist unsere Gesellschaft nicht tätig.

Risiken und Chancen sowie Ausblick

Die Rheinbraun Brennstoff GmbH ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der RWE AG/RWE Power AG integriert. Dadurch wird eine nach einheitlichen Standards erfolgende systematische Erfassung, Bewertung und Steuerung von Risiken gewährleistet.

Dem möglichen Risiko eines zeitweisen oder längerfristigen Produktionsausfalls bei der Brikettherstellung der RWE Power AG kann nur in sehr begrenztem Umfang durch entsprechende Bevorratung von Lagerware sowie durch den Brikettbezug von anderen Herstellern begegnet werden.

Der Steinkohlenabsatz wird weiterhin durch die Lieferungen an unseren türkischen Großkunden geprägt sein. Durch die Umstellung des Einkaufsvertrags in 2009 können wir Verluste bis zum Ende der Laufzeit des neuen Bezugsvertrages im Jahr 2013 ausschließen.

Der Preisdruck im Privatkundengeschäft wird auch im kommenden Jahr weiter anhalten, durch die hohe Zahl der modernen Zweitheizgeräte für Festbrennstoffe bieten sich jedoch Chancen auf eine positive Entwicklung. Der verstärkten Nachfrage nach verpackter Ware in kleineren Einheiten werden wir durch stetige Anpassung unserer Produktpalette gerecht. Wir gehen davon aus, dass moderate Preiserhöhungen durchsetzbar sind.

Die steigende Nachfrage im Industriekundengeschäft nach Braunkohlenstaub können wir infolge der Inbetriebnahme einer weiteren Walzenschüsselmühle Mitte 2012 durch unseren Vorlieferanten befriedigen.

Das Risiko des Forderungsausfalls werden wir auch weiterhin mit einem straffen Forderungsmanagement und Einforderung von harten Sicherheiten und Vorauszahlungen bei Ablehnung durch einen Warenkreditversicherer minimieren.

Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen, außer den beschriebenen branchenüblichen Risiken, nicht und sind aus heutiger Sicht auch nicht zu erwarten.

Insgesamt gehen wir von einem Ergebnis für die Folgejahre 2012 und 2013 aus, das über dem Niveau des Jahres 2011 liegen wird.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2011 haben sich nicht ereignet.

 

Köln, 10. Januar 2012

Die Geschäftsführung

Heuter

Dr. Müller

Winterberg

Bilanz

Aktiva

  Anhang 31.12.2011 31.12.2010
    Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Anlagevermögen (1)        
Immaterielle Vermögensgegenstände   21   3  
Sachanlagen   16.055   15.811  
Finanzanlagen   10.997   10.956  
      27.073   26.770
Umlaufvermögen          
Vorräte (2) 57.593   51.257  
Forderungen und sonstige          
Vermögensgegenstände (3) 143.739   140.097  
Flüssige Mittel (4) 217   151  
      201.549   191.505
Rechnungsabgrenzungsposten     118   122
      228.740   218.397

Passiva

         
Eigenkapital (5)        
Gezeichnetes Kapital   13.750   13.750  
Kapitalrücklage   25.912   25.912  
Gewinnrücklagen   23.654   23.654  
      63.316   63.316
Sonderposten (6)   1.269   367
Rückstellungen (7)   51.990   58.334
Verbindlichkeiten (8)   112.165   96.380
      228.740   218.397

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 2011 2010
    Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Umsatzerlöse (11) 706.921   604.988  
Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen   706   280  
Sonstige betriebliche Erträge (12) 15.074   13.362  
      722.701   618.630
Materialaufwand (13) -628.545   -533.728  
Personalaufwand (14) -15.107   -13.489  
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (15) -1.493   -1.504  
Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) -37.701   -41.947  
      -682.846   -590.668
      39.855   27.962
Ergebnis Finanzanlagen (17) 5.739   7.357  
Zinsergebnis (18) -1.673   -2.979  
      4.066   4.378
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     43.921   32.340
Außerordentliches Ergebnis (19)   -   -3.670
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20)   -13.471   -8.918
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne     -30.450   -19.752
Jahresüberschuss     -   -

ANHANG

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Zur Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt; die im Anhang genannten Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. EUR) angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände und Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten.

Die Sachanlagen werden grundsätzlich unter Anwendung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sobald der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen für Aktivierungen bis zum 31. Dezember 2009 werden - soweit steuerlich zulässig - sowohl degressiv als auch linear vorgenommen. Bei der degressiven Abschreibungsmethode erfolgt der Wechsel auf die lineare Rechnung, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Für Aktivierungen ab dem 1. Januar 2010 wird grundsätzlich die lineare Methode angewendet. Auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden Abschreibungen monatsgenau verrechnet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis einschließlich 150 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € werden auf Grund untergeordneter Bedeutung einem Sammelposten zugeführt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die übrigen Beteiligungen zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden auf der Basis von Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden über angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Das Wahlrecht nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Ansatz von freiwilligen sozialen Leistungen und Kosten der betrieblichen Altersversorgung wird nicht angewendet. Fremdkapitalzinsen sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt; allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Sofern es sich dabei um Zweckvermögen zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen handelt, erfolgt eine Saldierung mit der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die Flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

PASSIVA

Sonderposten

Die Gesellschaft macht vom Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB Gebrauch. Seit dem 1. Januar 2010 werden keine neuen Sonderposten mit Rücklageanteil gebildet.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen und den handelsrechtlichen Normalabschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen worden.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde erstmals ein steuerpflichtiger Zuschuss der öffentlichen Hand als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert. Der steuerpflichtige Zuschuss wird linear entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände vereinnahmt.

Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung geschätzter zukünftiger Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre laufzeitadäquat abgezinst. Bei einer Mehrzahl von Erfüllungsbeträgen und -zeitpunkten pro Rückstellung wird ein einheitlicher Zahlungsschwerpunkt ermittelt, um einen einheitlichen durchschnittlichen Marktzinssatz für die Abzinsung der jeweiligen Rückstellung zu erhalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen und Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) gebildet. Sie werden zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 5,13 % (Vorjahr 5,16 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen werden zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 3,93 % abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 2 Jahren ergibt (Vorjahr: 5,16 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren).

Die Rückstellungen für Altersteilzeitleistungen werden zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 4,09 % abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 3 Jahren ergibt (Vorjahr: 5,16 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren).

Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden folgende jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen zu Grunde gelegt:

Rechnungsannahmen
in Prozent
Lohn- und Gehaltssteigerungen Rentensteigerungen
  31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Pensionsrückstellungen 2,75% 2,75% 1,75% 1,50%
Deputatverpflichtungen 1,00% 1,00% 1,00% 1,00%
Vorruhestandsleistungen 1,00% 1,00% - -
Jubiläumszuwendungen 2,75% 2,75% - -
Altersteilzeit 2,75% 2,75% - -

Die Pensionsrückstellungen umfassen neben den vertraglich zugesagten Barbezügen Rückstellungen für Deputatverpflichtungen, die auf der Basis des Ablösebetrages bzw. der Anschaffungskosten bewertet werden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam zum Bilanzstichtag gemäß § 256 a HGB berücksichtigt.

Latente Steuern

Auf Grund der ertragsteuerlichen Organschaft der Rheinbraun Brennstoff GmbH mit der RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen GmbH, Köln, bilanziert Rheinbraun Brennstoff GmbH als Organgesellschaft keine latenten Steuern.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB befindet sich auf der Seite 23.

(2) Vorräte

  31.12.2011
Tsd. EUR
31.12.2010
Tsd. EUR
Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.818 1.861
Fertige Erzeugnisse 5.621 4.915
Waren 50.146 44.478
Geleistete Anzahlungen 8 3
  57.593 51.257

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  31.12.2011
Tsd. EUR
31.12.2010
Tsd. EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.705 60.329
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 84.515 78.092
Sonstige Vermögensgegenstände 519 1.676
  143.739 140.097

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 906 Tsd. EUR (Vorjahr 257 Tsd. EUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten darüber hinaus das verzinsliche Verrechnungskonto mit der RWE Power AG in Höhe von 83.609 Tsd. EUR (Vorjahr 77 835 Tsd. EUR).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 79 Tsd. EUR (Vorjahr 85 Tsd. EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen haben im Berichts- und Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(4) Flüssige Mittel

  31.12.2011
Tsd. EUR
31.12.2010
Tsd. EUR
Kassenbestand 4 4
Guthaben bei Kreditinstituten 213 147
  217 151

(5) Eigenkapital

  31.12.2011
Tsd. EUR
31.12.2010
Tsd. EUR
Gezeichnetes Kapital 13.750 13.750
Kapitalrücklage 25.912 25.912
Gewinnrücklagen    
Sonderrücklage gemäß § 27 Absatz 2 DMBilG 21.443 21.443
Andere Gewinnrücklagen 2.211 2.211
  63.316 63.316

Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten die Überdeckungsbeträge der langfristigen Rückstellungen aus der im Geschäftsjahr 2010 vorgenommenen erfolgsneutralen Umbewertung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB in Höhe von 22 Tsd. EUR.

(6) Sonderposten

Die steuerlichen Abschreibungen wurden bis zum 31. Dezember 2009 gemäß § 6b EStG vorgenommen. Die Veränderung des Sonderpostens mit Rücklageanteil hat das Ergebnis des Geschäftsjahres mit 23 Tsd. EUR positiv beeinflusst.

In den Sonderposten ist ein Sonderposten für Investitionszuwendungen in Höhe von 925 Tsd. EUR aus einer Gleisanschlussförderung enthalten.

(7) Rückstellungen

  31.12.2011
Tsd. EUR
31.12.2010
Tsd. EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.573 28.965
Steuerrückstellungen 5.975 12.874
Sonstige Rückstellungen 15.442 16.495
  51.990 58.334

Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist das Zweckvermögen aus dem Gegenwartswert von verpfändeten versicherungsförmig rückgedeckten Versorgungszusagen in Höhe von 692 Tsd. EUR (Vorjahr 613 Tsd. EUR) saldiert worden.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten i. W. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Personalaufwendungen (6.742 Tsd. EUR), für Preisnachlässe (4.073 Tsd. EUR), für Zinsverpflichtungen (1.575 Tsd. EUR), für drohende Verluste (1.356 Tsd. EUR), für Abbruchkosten (639 Tsd. EUR) und für Werbekostenzuschüsse (525 Tsd. EUR).

(8) Verbindlichkeiten

  31.12.2011
Tsd. EUR
31.12.2010
Tsd. EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.245 28.147
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 77.816 58.474
Sonstige Verbindlichkeiten 10.104 9.759
- davon aus Steuern (5.344) (5.849)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (51) (80)
  112.165 96.380

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 34.159 Tsd. EUR (Vorjahr 30.461 Tsd. EUR) auf Lieferungen und Leistungen.

Von den Sonstigen Verbindlichkeiten haben 2.665 Tsd. EUR eine Laufzeit von 1 - 5 Jahren (Vorjahr 2.691 Tsd. EUR). Alle anderen Verbindlichkeiten haben im Berichts- und Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(9) Haftungsverhältnisse

Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 18.549 Tsd. EUR (Vorjahr 17.961 Tsd. EUR).

Derzeit gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen aus.

(10) Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Durch konzernverbindliche Richtlinien sind Nutzung, Kontrolle und Verantwortlichkeiten klar geregelt, wobei die Bindung an Grundgeschäfte zwingend ist.

Zum Bilanzstichtag belief sich der Nominalbetrag der Devisenderivate auf 9.641 Tsd. EUR. Der positive Marktwert der Devisenderivate belief sich auf 14 Tsd. EUR. Der negative Marktwert betrug - 218 Tsd. EUR. In Höhe des negativen Marktwertes wurde eine Rückstellung für drohende Verluste passiviert.

Die Rheinbraun Brennstoff GmbH macht vom Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB keinen Gebrauch.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Umsatzerlöse

    2011   2010
  Bundesrepublik Deutschland Übrige EU Übriges Ausland Summe  
  Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Braunkohlenerzeugnisse 371.963 83.737 7.939 463.639 398.569
Sonstige Umsatzerlöse 238.302 11.596 2.858 252.756 212.552
Umsatzerlöse incl. Kohlesteuer 610.265 95.333 10.797 716.395 611.121
Kohlesteuer -8.012 -1.462 - -9.474 -6.133
  602.253 93.871 10.797 706.921 604.988

(12) Sonstige betriebliche Erträge

Die hierin enthaltenen Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil betragen 23 Tsd. EUR (Vorjahr 23 Tsd. EUR) und betreffen die Entnahmen wegen Realisation steuerrechtlicher Abschreibungen. Außerdem sind in diesem Geschäftsjahr erstmalig Erträge aus der Auflösung eines Sonderpostens für Investitionszuwendungen in Höhe von 49 Tsd. EUR angefallen.

Im Berichtsjahr sind 3.146 Tsd. EUR aperiodische Erträge angefallen.

Die Erträge aus der Währungsumrechnung von ausländischen Geschäftsvorfällen betragen 7.420 Tsd. EUR (Vorjahr 4.678 Tsd. EUR).

(13) Materialaufwand

  2011
Tsd. EUR
2010
Tsd. EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 536.642 451.950
Aufwendungen für bezogene Leistungen 91.903 81.778
  628.545 533.728

(14) Personalaufwand

  2011
Tsd. EUR
2010
Tsd. EUR
Löhne und Gehälter 11.418 10.779
Soziale Abgaben 1.938 1.730
Aufwendungen für Altersversorgung 1.751 980
  15.107 13.489

Die Zahl der Mitarbeiter *) betrug im Jahresdurchschnitt:

  2011 2010
Angestellte 146 139
Gewerbliche Arbeitnehmer 31 29
  177 168
Auszubildende 16 19
  193 187

*) Die Angabe erfolgt in Mitarbeiteräquivalenten entsprechend dem prozentualen Beschäftigungsgrad

(15) Abschreibungen

Siehe Entwicklung der kumulierten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen im Anlagenspiegel.

(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierin enthalten sind Aufwendungen aus sonstigen Steuern in Höhe von 88 Tsd. EUR (Vorjahr 91 Tsd. EUR).

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von ausländischen Geschäftsvorfällen betragen 6.719 Tsd. EUR (Vorjahr 6.633 Tsd. EUR).

(17) Ergebnis Finanzanlagen

  2011
Tsd. EUR
2010
Tsd. EUR
Erträge aus Beteiligungen 5.738 7.356
davon aus verbundenen Unternehmen (200) (-)
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 1
davon aus verbundenen Unternehmen (-) (-)
  5.739 7.357

(18) Zinsergebnis

  2011
Tsd. EUR
2010
Tsd. EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 620 253
davon aus verbundenen Unternehmen (572) (237)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 2.293 - 3.232
davon an verbundene Unternehmen (-9) (-1)
  - 1.673 - 2.979

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten die Zinszuführung zu den Altersversorgungsrückstellungen in Höhe von 1.596 Tsd. EUR (Vorjahr 1.759 Tsd. EUR). Gegegenläufig sind verrechnete Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 26 Tsd. EUR (Vorjahr 22 Tsd. EUR) erfasst worden.

Desweiteren enthält diese Position die Aufwendungen aus der Aufzinsung der sonstigen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 371 Tsd. EUR (Vorjahr 283 Tsd. EUR).

(19) Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres enthielt ausschließlich außerordentliche Aufwendungen. Diese betrafen die erfolgswirksamen Umstellungseffekte aus der Bewertungsumstellung nach BilMoG zu Beginn des Geschäftsjahres. Sie resultierten im Wesentlichen mit 3.422 Tsd. EUR aus der Umbewertung der langfristigen Rückstellungen zum erhöhten Erfüllungsbetrag bei den Pensionsverpflichtungen.

Auf das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres entfielen keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

(20) Steuern vom Einkom-men und vom Ertrag

Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden 13.207 Tsd. EUR (Vorjahr 8.262 Tsd. EUR) dem Organträger erstattet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

(21) Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen zum einen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 5.003 Tsd. EUR und zum anderen aus einem Brikettherstellungs- und Verpackungsvertrag für Grillbriketts in Höhe von 903 Tsd. EUR. Das Bestellobligo für Investitionen beträgt 143 Tsd. EUR. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen 142 Tsd. EUR gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sonstige Angaben

(22) Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber unserem Gesellschafter RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen GmbH, Köln, bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32 Tsd. EUR (Vorjahr Verbindlichkeiten von 7 Tsd. EUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 43.657 Tsd. EUR aus Gewinnabführung und Steuerumlagen (Vorjahr 28.014 Tsd. EUR).

(23) Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Josef Heuter, Erftstadt

Geschäftsführer operatives Geschäft Industrie

Dr. Klaus Müller, Düren

Spartenleiter Veredlung bei der RWE Power AG

Wilhelm Winterberg, Pulheim

Geschäftsführer kaufmännischer Bereich und operatives Geschäft Privatkunden

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Geschäftsführer bis auf einen Geschäftsführer bei anderen Konzernunternehmen der RWE Power AG angestellt und erhielten ihre Bezüge dort. Auf die Angabe der Bezüge des bei der Gesellschaft angestellten Geschäftsführers wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(24) Obergesellschaft

Das Stammkapital wird vollständig von der RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen GmbH, Köln, gehalten.

Unsere Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der RWE Aktiengesellschaft, Essen, einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wird. Dieser ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Wir sind deswegen von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

Zwischen RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen und der Rheinbraun Brennstoff GmbH besteht seit dem 01.01.2003 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der mit Wirkung zum 01.01.2008 neu gefasst wurde.

 

Köln, 10. Januar 2012

Rheinbraun Brennstoff GmbH

Die Geschäftsführung

Heuter

Dr. Müller

Winterberg

Entwicklung des Anlagevermögens

Bilanzposition Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 01.01.2011
Tsd. EUR
Zugänge
Tsd. EUR
Abgänge
Tsd. EUR
Umbuchungen
Tsd. EUR
Stand am 31.12.2011
Tsd. EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 435 24     459
Geschäfts- oder Firmenwert 940       940
Summe I.: 1.375 24     1.399
II. Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.479 32 493 35 27.053
Technische Anlagen und Maschinen 4.160 1.507   3.506 9.173
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.274 631 450 8 6.463
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.606     -3.549 57
Summe II.: 41.519 2.170 943   42.746
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.842       10.842
Beteiligungen 8.026       8.026
Sonstige Ausleihungen 80 50 9   121
Summe III.: 18.948 50 9   18.989
  61.842 2.244 952   63.134
Bilanzposition Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2011
Tsd. EUR
Zuführungen lt. Gewinn- und Verlustrechnung
Tsd. EUR
Entnahmen für Abgänge
Tsd. EUR
Umbuchungen
Tsd. EUR
Stand am 31.12.2011
Tsd. EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 432 6     438
Geschäfts- oder Firmenwert 940       940
Summe I.: 1.372 6     1.378
II. Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.566 289 179   18.676
Technische Anlagen und Maschinen 3.068 570     3.638
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.074 628 325   4.377
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau          
Summe II.: 25.708 1.487 504   26.691
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.992       7.992
Beteiligungen          
Sonstige Ausleihungen          
Summe III.: 7.992       7.992
  35.072 1.493 504   36.061
Bilanzposition Netto- Netto-
buchwerte zum 31.12.2011
Tsd. EUR
buchwerte zum 31.12.2010
Tsd. EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21 3
Geschäfts- oder Firmenwert    
Summe I.: 21 3
II. Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.377 8.913
Technische Anlagen und Maschinen 5.535 1.092
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.086 2.200
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 57 3.606
Summe II.: 16.055 15.811
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.850 2.850
Beteiligungen 8.026 8.026
Sonstige Ausleihungen 121 80
Summe III.: 10.997 10.956
  27.073 26.770

Aufstellung des Anteilsbesitzes (§ 285 HGB)

Name und Sitz Anteil am Kapital
in %
Währung Geschäftsjahr Eigenkapital Währung in Tausend Jahresergebnis
Direkte Beteiligungen          
Agenzia Carboni S.R.L., Genua/Ligurien (Italien) 100 EUR 2010 591 26
Rheinbraun Benelux N.V., Wondelgem/Gent/ Ost-Flandern/Flandern (Belgien) rd. 97,34 EUR 2011 9.577 328
TCP Petcoke Corporation, Dover/Delaware (USA) 1) 50 USD 2010 16.530 22.254

Fußnote

1) Auf der Basis eines konsolidierten Jahresabschlusses

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Rheinbraun Brennstoff GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, den 25. Januar 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Ralph Welter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ulrich Grafenschäfer, Wirtschaftsprüfer


Der Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde am 08.02.2012 festgestellt.

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