Vattenfall Europe Sales GmbH

Amerigo-Vespucci-Platz, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 87512
Eingetragen
4.7.2002
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und KältehandelElektrizitätserzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Vermarktung und der Vertrieb von elektrischer Energie, Gas, Energieerzeugungsanlagen und dezentraler Energielösungen einschließlich Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge, sowie die Erbringung aller hiermit zusammenhängender Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten und Services aller Art, die mit dem Unternehmensgegenstand zusammenhängen oder geeignet sind, diesen zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Rockel
seit 11.5.2023
Geschäftsführer
Erika Knüppel
seit 20.6.2013
Prokura
Evert Geert den Boer
seit 14.3.2012
Geschäftsführer
Klas Liljegren
seit 16.11.2011
Geschäftsführer
Bernd Stoewenau
seit 24.10.2011
Prokura
Rainer Wittenberg
seit 22.9.2010
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Vattenfall ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
11.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vattenfall Europe Sales GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Geschäft und organisatorische Struktur

Die Unternehmen des deutschen Teilkonzerns von Vattenfall sind auf verschiedenen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. Dazu gehören die Strom- und Wärmeerzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern sowie der Vertrieb und die Wärmeverteilung.

Die Vattenfall-Gruppe gliedert sich grenzübergreifend in sechs Business Areas: Customers & Solutions, Distribution, Generation, Heat, Markets und Wind. Die Business Areas sind wiederum in Business Units und Operating Units untergliedert. Den unternehmensweiten Stabsfunktionen zugeordnete Fachabteilungen unterstützen das Business und üben eine funktionale Steuerung im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs aus.

Die Vattenfall Europe Sales GmbH, Hamburg, (VE Sales) führt Tätigkeiten in der Business Area Customers & Solutions aus und ist als Vertriebsgesellschaft auf den Gebieten des Strom- und Gasvertriebs im Privat- und Gewerbekundensegment in Deutschland und im Business Segment in Frankreich tätig.

Länderübergreifend agierende Service Bereiche als Teil der unternehmensweiten Stabsfunktionen erbringen Dienstleistungen auf den Gebieten Facility- und Immobilienmanagement, Personalmanagement, Rechnungswesen und Finanzen. In Deutschland werden diese Services durch die Gesellschaft Vattenfall GmbH, Berlin bereitgestellt.

Die VE Sales hat ihren Geschäftssitz in Hamburg und eine Niederlassung in Berlin.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Politisches und wirtschaftliches Umfeld

Deutschland ist von den Auswirkungen des Ukraine Kriegs auf die Energieversorgung und die Energiemärkte in besonderem Maße betroffen. Die Folgen sind vielschichtig und reichen von extrem gestiegenen Energiepreisen bis hin zu Bemühungen um Energiesicherheit und Diversifizierung der Energiequellen.

Die Förderung erneuerbarer Energien, wie Wind- und Solarenergie, stellt weiterhin einen wirtschaftspolitischen Schwerpunkt dar. Dieser erfordert unter anderem den Ausbau von Netzkapazitäten und die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien.

Der Anteil erneuerbarer Energien stieg im Vergleich zum Vorjahr. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur deckten erneuerbare Energien ca. 53 Prozent des verbrauchten Stroms ab (Vorjahr 48 Prozent).

Die deutsche Wirtschaft befand sich im gesamten Jahresverlauf 2023 in einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %).

Getrieben durch die explodierenden Beschaffungspreise nach Kriegsausbruch in der Ukraine im Jahr 2022 betrug der mengengewichtete durchschnittliche Strompreis für Haushaltskunden am 1. April 2023 ~45 ct/kWh und erreichte damit einen Höchststand (2022: ~36 ct/kWh). Der mengengewichtete durchschnittliche Gaspreis für Haushaltskunden lag zum Stichtag 1. April 2023 bei ~15 ct/kWh (2022; ~10 ct/kWh) und damit rund 50 Prozent höher als im Vorjahr.

Der Anstieg der Einzelhandelspreise für Strom und Gas im Laufe des Jahres 2022 ist insbesondere auf die deutlich gestiegenen Kosten der Energiebeschaffung zurückzuführen. Um die Preissteigerungen zu dämpfen, reagierte der Gesetzgeber mit einer vorzeitigen Abschaffung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 und einer vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 befristeten Absenkung der Mehrwertsteuer beim Gaspreis auf 7 Prozent.

Um die Bevölkerung und Industrie vor zu hohen Strom- und Gaspreisen zu schützen, wurde von der Bundesregierung beschlossen, dass ab Januar 2023 eine Strom- und Gaspreisbremse von den Vertriebsunternehmen implementiert wird, die für ein begrenztes Verbrauchsvolumen die Strom- und Gaspreise für das gesamte Jahr 2023 deckelt.

Wettbewerbsumfeld

Auf den Endkundenmärkten lagen die jeweiligen kumulierten Marktanteile der vier absatzstärksten Strom- und Gaslieferanten bei der Belieferung von leistungsgemessenen und Standardlastprofilkunden im Jahr 2023 wie auch in den vergangenen Jahren unter den gesetzlichen Vermutungsschwellen für eine marktbeherrschende Stellung. Angesichts dessen ist jedenfalls derzeit davon auszugehen, dass auf diesen Märkten kein Anbieter marktbeherrschend ist. Im Berichtsjahr sind vermehrt Wettbewerber mit Konkurrenzprodukten in den Markt zurückgekehrt, nachdem die starke Volatilität der Preis an den Börsen abgenommen hat. Dies hat zu höherem Wettbewerb im Vergleich zum Vorjahr geführt.

Die Energiebranche war 2023 nach wie vor von wesentlichen Umbrüchen infolge des Ukraine Krieges und den Maßnahmen zur Dekarbonisierung betroffen. Die zur Begrenzung der finanziellen Effekte auf die Unternehmen und Privathaushalte Ende Dezember 2022 beschlossenen Preisbremsengesetze für Strom, Gas und Wärme erzeugten einen hohen Implementierungs- und Umsetzungsaufwand in der Branche.

Bundesweit konnten Letztverbraucher im vergangenen Jahr zwischen 1.345 Strom- und 1.026 Gaslieferanten wählen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein grundlegender und vollständig integrierter Bestandteil der Geschäftstätigkeit und Strategie von Vattenfall. Die Strategie von Vattenfall spiegelt die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung wider, von denen sechs Ziele für das Unternehmen am relevantesten sind und zu denen Vattenfall den bedeutendsten globalen Beitrag leisten kann. Vattenfall konzentriert sich in seinen Geschäftsaktivitäten auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die Erhöhung der Kreislaufwirtschaft, die Zusammenarbeit mit Lieferanten zur nachhaltigen Beschaffung von Waren und Dienstleistungen, den Schutz der Artenvielfalt und die Förderung der sozialen Nachhaltigkeit.

Die Business Areas bei Vattenfall sind für ihre Nachhaltigkeitsleistung direkt verantwortlich und sind daher verpflichtet, soziale und ökologische Themen in ihren jeweiligen Strategien und Geschäftsplänen zu berücksichtigen. Diese werden dann auf Konzernebene zusammengefasst, wo die wichtigsten sozialen Ziele (Mitarbeiterengagement und Lost-Time-Injury-Häufigkeitsrate) und ein ökologisches Ziel (CO 2 -Emissionen) gleiches Gewicht wie die finanziellen Ziele erhalten.

Die VE Sales möchte Ihre Kunden bei der Dekarbonisierung unterstützen. Aus diesem Grunde werden grüne Energieprodukte vermehrt angeboten, die durch entsprechende Zertifikate nachgewiesen werden. Die VE Sales bietet Ihren Kunden weiterhin Photovoltaikanlagen wie auch Wärmepumpen an, um die CO 2 -Emissionen der jeweiligen Kunden zu vermindern.

Lage des Unternehmens

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis nach Steuern sowie die Kundenanzahl.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war sowohl in Deutschland als auch in Frankreich durch signifikante Einmaleffekte geprägt. Diese betrafen insbesondere die massiven Preiserhöhungen der Wettbewerber, welche bei der VE Sales erhebliche Kundenzuwächse generierten, da sie aufgrund ihrer Hedging Strategie attraktivere Tarife anbieten konnte.

Infolge der Sparaufrufe der Bundesregierung zur Abwendung der Gasmangellage zeigten sich signifikante periodenfremde Effekte im Zuge der Mehr-/Mindermengen-Abrechnungen der Strom- und Gasnetzbetreiber aufgrund des signifikanten Rückgangs des Energieverbrauchs, vor allen im privaten Sektor.

Zum Oktober 2023 erfolgte die komplette Umstellung der Grundversorgung auf Grünstrom. Auch bei den Sonderkunden werden vermehrt grüne Produkte angeboten. Der Anteil dieser Produkte soll in den Folgejahren stetig erhöht werden.

Die VE Sales vertreibt Strom und Gas an Privat- und Gewerbekunden in Deutschland und an Geschäftskunden in Frankreich.

In 2023 belieferte die VE Sales in Deutschland rund 5,3 Mio. (Vorjahr: 4,7 Mio.) Kunden mit Strom- und Gasprodukten. Der Stromabsatz an Endkunden in Deutschland betrug insgesamt ca. 12,5 TWh (Vorjahr: 11,5 TWh), der Gasabsatz ca. 9,4 TWh (Vorjahr: 11,0 TWh). Des Weiteren wurden ca. 2,2 TWh Strom (Vorjahr: 2,1 TWh) und 1,6 TWh Gas (Vorjahr 1,0 TWh) an die Tochtergesellschaft Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH, Berlin (VREES), weiterberechnet. Daneben wurden unmittelbar rund 26,6 TWh (Vorjahr: 11,2 TWh) Strom in Frankreich an Weiterverteiler und Endkunden abgesetzt.

Im "Consumer Sales" Bereich schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis über Plan ab. In den Heimatmärkten Berlin und Hamburg konnte auch in 2023 die Position als Marktführer behauptet werden. Im bundesweiten Vertrieb wurde der Stromabsatz um rd. 13,2 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Gasabsatz verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine Absatzminderung um 14,7 %. Die Strategie - eine führende Position unter den schnellst wachsenden Vertrieben in Deutschland einzunehmen - konnte mit weiterem Kundenwachstum fortgeführt werden. Erfolgsfaktoren sind verständliche und attraktive Produkte sowie die Nutzung eines breit aufgestellten Vertriebskanals.

Die wesentlichen Teile aus dem Geschäftsfeld des Non Consumer Bereichs (Geschäfts- und Gewerbekunden) wurden in früheren Jahren an die VREES- und an die Vattenfall Energies S.A. übertragen, wobei kleinere Geschäftskunden auch wieder von der VE Sales beliefert wurden. Die verbliebenen Geschäfte aus diesem Bereich erzielten insgesamt ein Ergebnis über Plan.

Die VE Sales erreichte insgesamt ein Ergebnis nach Steuern leicht über Vorjahresniveau und deutlich über der Prognose für 2023 aufgrund der vorhergehend beschriebenen Einmaleffekte und positiven Kundenentwicklung im Consumer Sales Bereich.

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. € 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse und übrige Erträge 7.247,5 4.941,2 2.306,3
Bestandsveränderungen -0,3 -0,3 -
Operative Aufwendungen *) -6.685,1 -4.399,4 -2.285,7
Finanzergebnis 28,2 4,5 23,7
Ergebnis nach Steuern 590,3 546,0 44,3

*) Zu den Operativen Aufwendungen zählen Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Umsatzerlöse und Erträge erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 2.306,3 Mio. € (46,7 %). Die Umsatzerhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Segment "Consumer Sales" (+1.368,4 Mio. €). Auch das Frankreichgeschäft (+468,9 Mio. €) und das in der VE Sales verbliebene Geschäft mit Groß- und kleineren Gewerbekunden aus dem Non Consumer Bereich (+184,5 Mio. €) wiesen eine positive Entwicklung auf.

Wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum im Consumer und Non Consumer Bereich waren Preisanstiege aufgrund der Weitergabe höherer Beschaffungspreise und Nebenkosten aus u.a. CO 2 -Abgaben und das Kundenwachstum.

Im Frankreichgeschäft konnte die Absatzmenge deutlich gesteigert werden. Auch in diesem Markt wurden zusätzliche höhere Umsätze aufgrund gestiegener Beschaffungskosten realisiert.

Von den Umsatzerlösen (7.207,1 Mio. €) entfielen nach Abzug der Energiesteuern auf Stromlieferungen 5.795,8 Mio. € (Vorjahr: 4.040,8 Mio. €), auf Gaslieferungen 1.396,9 Mio. € (Vorjahr: 871,4 Mio. €) und auf übrige Umsätze 14,4 Mio. € (Vorjahr: 8,9 Mio. €).

Die Umsatzerlöse konnten in etwa den im Vorjahr prognostizierten Wert erreichen, wobei die Anzahl der Kunden deutlich über dem Planwert liegt. Hier hat sich ausgezahlt, dass die VE Sales im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern auch in schwierigen Zeiten mit hohen Preisvolatilitäten am Markt geblieben ist und den Kunden attraktive Produkte angeboten hat.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 40,4 Mio. € (Vorjahr: 20,1 Mio. €) resultieren hauptsächlich aus dem Verbrauch von Drohverlustrückstellungen (15,1 Mio. €), aus der Auflösung von Rückstellungen (8,3 Mio. €), aus Nebenleistungen des Stromgeschäfts (6,6 Mio. €), aus der Herabsetzung von Pauschalwertberichtigungen (5,8 Mio. €) sowie Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen (1,9 Mio. €).

Die Summe der operativen Aufwendungen von 6.685,1 Mio. € (Vorjahr: 4.399,4 Mio. €) setzt sich im Wesentlichen aus den im Materialaufwand enthaltenen Strom- und Gasbezugskosten, Netznutzungskosten und Abgaben für EEG und KWK sowie Aufwendungen des Kundenservice für Abrechnungsdienstleistungen und Kundenbetreuung zusammen. In den operativen Aufwendungen sind außerdem Personalaufwendungen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten.

Der Anstieg der operativen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus Steigerungen beim Materialaufwand durch höhere Bezugskosten für Strom und Gas, CO 2 -Kosten und bei den Kosten für Serviceleistungen, aus Zuführungen von Rückstellungen sowie Wertberichtungen auf Kundenforderungen. Der Anstieg ist sowohl preis- als auch mengenbedingt.

Das Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus internen Zinserträgen aus dem Cash-Pool. Der Unterschied zum Vorjahr erklärt sich aus dem stark gestiegenen Zinssatz.

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich insgesamt ein Jahresüberschuss i.H.v. 590,3 Mio. € (Vorjahr: 546,0 Mio. €), der aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt wurde.

Vermögens- und Finanzlage

Mio. € 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktiva
Anlagevermögen 62,2 58,6 3,6
Umlaufvermögen inkl. RAP 1.135,1 1.002,7 132,4
1.197,3 1.061,3 136,0
Passiva
Eigenmittel 170,0 170,0 -
Langfristige Fremdmittel 150,8 146,7 4,1
Mittel- und kurzfristige Fremdmittel 876,5 744,6 131,9
1.197,3 1.061,3 136,0

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Anstieg des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus Einzahlungen in den Gründungsstock der BEWAG Pensionskasse, Berlin, welche als sonstige Ausleihungen bilanziert werden. Die Zunahme des Umlaufvermögens beruht insbesondere auf höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die auf höhere Umsatzerlöse und der gestiegenen Anzahl an Kunden zurückzuführen sind. Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auch die Forderungen aus den Preisbremsen und der Gassoforthilfe bilanziert. Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich entsprechend.

Innerhalb der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich insbesondere die Cashpool Forderungen vermindert, was in Summe auch zu einem geringeren Ausweis der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen geführt hat.

Die Eigenkapitalquote verminderte sich von 16,0% auf 14,2% infolge des Anstiegs der Bilanzsumme. Die langfristigen Fremdmittel haben sich aufgrund höherer Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöht.

Der gestiegene Bestand an Mittel- und kurzfristigen Fremdmitteln ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und auf höheren Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Aufgrund der Integration der Gesellschaft in das konzernweite Cash-Pooling haben sich keine unmittelbaren Auswirkungen der Finanzmarktsituation auf die Finanzierung der Gesellschaft ergeben.

Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)

Mio. € 2023 2022 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 468,3 689,9 -221,6
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 20,4 -6,9 27,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -591,0 -546,0 -45,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -102,3 137,0 -239,3
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 581,7 684,0 -102,3

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Wesentlichen aufgrund von höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vermindert. Höhere Aufwendungen aus der Gewinnabführung haben den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit negativ beeinflusst.

Der Finanzmittelfonds vermindert sich gegenüber dem Vorjahr um 102,3 Mio. €.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Gesamtaussage

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens durch die Geschäftsführung als positiv beurteilt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2023 beschäftigte die VE Sales 471 aktive Mitarbeiter und 22 aktive Auszubildende.

Die Förderung und Wertschätzung unserer Mitarbeitenden sowie die Verankerung der "Principles & Purposes" der BA Customers & Solutions "Sicherheit, Offenheit, Positiv und Aktiv" sind wichtige Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Sie tragen wesentlich zu unserem Erfolg bei und stärken somit unsere Wettbewerbsposition. Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement haben innerhalb der VE Sales einen sehr hohen Stellenwert.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Linienmanagern, HR Business Partnern, Sicherheitsfachkräften und dem Bereich HRS Health Services Germany wurde in 2023 erfolgreich fortgeführt. Die Vielzahl zertifizierter Präventionsangebote über das Gesundheitsportal MachtFit steht allen Mitarbeitenden der VE Sales zur Verfügung. Des Weiteren erfolgte im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung der psychischen Gesundheit eine Folgebefragung.

Prognosebericht

VE Sales liefert Energielösungen für den Alltag und bietet den Kunden in Deutschland und Frankreich über den angebotenen Produktmix und den intelligenten Energieservice hinaus auch Möglichkeiten, ihren CO 2 Verbrauch zu reduzieren. Die im Berichtsjahr formulierte strategische Ausrichtung beinhaltet das Ziel eines stetigen Wachstums im Vertriebsgeschäft für die kommenden Jahre bei sukzessiv zunehmender Dekarbonisierung der Vertriebslösungen. Somit plant die VE Sales im Geschäftsjahr 2024, die Kundenzahl im Vergleich zu 2023 in Deutschland und Frankreich weiter leicht zu steigern und die Grünstromprodukte in den Vordergrund zu stellen.

VE Sales wird hauptsächlich das Privatkundengeschäft der Vattenfall Gruppe in Deutschland betreiben, darüber hinaus erfolgt die Energielieferung an Weiterverteiler und Geschäftskunden in Frankreich. Neben dem Strom- und Gasvertrieb in den Stammmärkten und bundesweit wird VE Sales in Zusammenarbeit mit anderen Vattenfall-Gesellschaften das Portfolio an energiebezogenen Lösungen erweitern. Dazu wird sich die VE Sales über Geschäftsbesorgungsverträge und Personalgestellung an der Errichtung, Belieferung und Abrechnung von Ladestationen, Vertrieb und Installation von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sowie anderen Lösungen für verbesserte Energieeffizienz und Energieberatung beteiligen.

VE Sales ist bestrebt, jedem Kunden das beste Preis-Leistungsverhältnis in Form von Verträgen, Serviceleistungen, Umweltprofilen und Zusatzdiensten anzubieten. Zur Stärkung der Position in den Stammmärkten Berlin und Hamburg werden auch in 2024 weitere moderne Vattenfall Stores eröffnet und der Direktvertrieb um die Stores entsprechend erweitert.

Die VE Sales strebt auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit in Deutschland und Frankreich insgesamt für 2024 ein Ergebnis nach Steuern deutlich unter Vorjahresniveau an. Dies resultiert im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr 2023 erzielten positiven Einmaleffekten, wobei die Energiekrise, Änderungen im Markt oder interne Strukturänderungen die Ergebnissituation beeinflussen können. Bei den Umsatzerlösen wird, trotz steigenden Kundenzahlen, ein leichter Rückgang erwartet, bedingt durch geringere Erlöse je Vertrag.

Ziel ist es weiterhin, die Kundenbasis in den Heimatmärkten leicht zu steigern, bundesweit margenorientiert zu wachsen und die Profitabilität in den einzelnen Segmenten zu erhöhen. Dies wird auch durch das Vorantreiben der Digitalisierung der internen und externen Prozesse unterstützt.

Bezüglich des Ukraine Krieges ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass der Konflikt anhalten wird und es weiterhin zu sich ändernden politischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen kommen kann. Die konkreten Rahmenbedingungen werden fortlaufend durch die VE Sales analysiert. Je nach weiterem Verlauf können sich Unsicherheiten ergeben, die in der Prognose zu negativen, aber auch positiven Abweichungen führen können (sowohl beim Absatz als auch der Beschaffung).

Mittelfristig werden sowohl die Gas- als auch Stromkosten in Deutschland höher als vor dem Ukraine Krieg ausfallen. Dies wird weiterhin Auswirkungen auf das Abnahmeverhalten unserer Kunden haben.

Die Strom- und Gaspreisbremsen bringen nach wie vor einen erhöhten Umsetzungsaufwand mit sich, der sich durch höhere Kosten und mit einer Verzögerung der Unternehmensentwicklung durch gebundenes Personal widerspiegelt. Das vorzeitige Auslaufen der von der Bundesregierung veranlassten Preisbremsen könnte darüber hinaus zu einem Anstieg der Ausfallrisiken, im Vergleich zur Planung, führen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken

Die Risikosituation der VE Sales ist neben Absatzmarkt- und Adressenausfallrisiken maßgeblich geprägt von rechtlichen Risiken, IT-Risiken sowie Risiken aus Kundenservicedienstleistungen externer Partner.

Absatzmarkt- und Adressenausfallrisiken

In einem liberalisierten Marktumfeld mit starkem Wettbewerbsdruck ist die VE Sales Absatzmengen- und Preisrisiken ausgesetzt. Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenbindung sind unter anderem kundenoptimierte Produktangebote, eine differenzierte Preisstrategie und eine verbesserte Prognosequalität. Zur Begrenzung von Zahlungsausfällen sind Bonitätsprüfungen der Kunden sowie konzernweite Forderungs- und Kreditrisikomanagementprozesse implementiert. Bei Adressenausfall besteht neben dem Kreditrisiko das Wiederveräußerungsrisiko für bereits am Terminmarkt beschaffte Strommengen. Für alle Kontrahenten mit einem Kreditengagement (Zahlungsausfall- und Wiederveräußerungsvolumen) ab einer Million Euro wird regelmäßig eine detaillierte Bewertung der Kreditwürdigkeit (Rating) durchgeführt und auf dieser Basis ein Kreditlimit zur Steuerung und Überwachung des Kreditrisikos festgelegt.

Regulatorische Risiken

Die Grundversorgungspreise der VE Sales unterliegen der kartellrechtlichen Überprüfung. Es kann eine ungeplante Preiskorrektur erforderlich sein, wenn regulatorische Vorgaben nicht rechtzeitig umgesetzt werden und die Preise einer Vergleichsberechnung nicht standhalten. Die Grundversorgungspreise sind gegebenenfalls anhand der Kalkulation nachzuweisen, wobei VE Sales die Beweislast bei möglichen Rechtsstreitigkeiten trägt. Es besteht weiterhin das Risiko von Händlerkündigungen, wodurch Kunden ungeplant in die Grundversorgung durch die VE Sales aufgenommen werden müssen.

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Einhaltung der Schuldenbremse steigt das Risiko von wirtschaftlichen Effekten aus regulatorischen Eingriffen. Die überdurchschnittlichen Kostensteigerungen durch das Ausbleiben staatlich zugesagter Mittel an die Netzbetreiber kann dazu führen, dass preisgünstig kalkulierte Stromtarife nicht mehr kostendeckend erfüllt werden können.

IT-Risiken und Datensicherheitsrisiken

Eine Voraussetzung für die optimale Ausführung der Betriebs- und Geschäftsprozesse der VE Sales ist die Gewährleistung einer zuverlässigen IT-Infrastruktur. Um einen Ausfall, eine eingeschränkte Nutzung oder Fehler der notwendigen Informations- oder Kommunikationssysteme zu vermeiden, erfolgen umfassende Sicherungsmaßnahmen für eine anforderungsgerechte Verfügbarkeit, sorgsame Datensicherungen und stetige Überwachungen des Systembetriebs inklusive externer Audits der Online-Kundenportale. Die Sicherheit der Kundendaten und die Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes sowie der Datenschutzgrundverordnung liegen besonders im Fokus. Spezielle Schulungen und die konsequente Einstufung der Daten bezüglich ihrer Sensibilität gewährleisten die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und wirken dem Missbrauch vertraulicher Daten entgegen.

Risiken aus Kundenservicedienstleistungen

Die Steuerung der Prozessrisiken aus der Abwicklung der Kundenservice-Prozesse ist sukzessive auf externe Dienstleister verlagert worden. Zwischen VE Sales und den Dienstleistern existieren Verträge mit ausgefeilten Kennzahlen- und Steuerungssystemen. Die externen Dienstleister sind über Weisungen zur Auftragsdatenverarbeitung entsprechend §11 Bundesdatenschutzgesetz eingebunden und werden mittels Datenschutzaudits in regelmäßigen Abständen auf die Einhaltung der vereinbarten technisch organisatorischen Maßnahmen überprüft. Es besteht das Risiko von Ausfällen bei den Servicedienstleistern aufgrund von z.B. Insolvenzen, die derzeit am Markt nur schwer kurzfristig ersetzt werden könnten.

Finanzrisiken

Finanzierungen und das Cash-Management der VE Sales werden im Wesentlichen durch die Vattenfall GmbH, Berlin, betreut. Aus Marktzinsschwankungen können sich Risiken ergeben, die jedoch im Rahmen des Finanzmanagements des Vattenfall Konzerns übergreifend gesteuert werden.

Chancen

Chancen ergeben sich im Bereich der Privat- und Gewerbekunden durch eine verbesserte Steuerung der bundesweiten Vertriebskanäle, mittels derer eine bessere Fokussierung auf Zielkundensegmente erreicht werden soll. Durch verstärkte Anstrengungen im Bereich Kundenbindung und -akquisition wurde im Privatkundensegment die Zahl der Kunden auch in 2023 weiter auf ca. 5,3 Mio. ausgebaut. Es wird angestrebt, diese Kundenanzahl auch in den Folgejahren weiter zu steigern.

Gesamtrisikolage

Für die Gesellschaft ergab sich im Jahr 2023 weder durch Einzelrisiken noch durch die aggregierte Risikoposition eine Bestandsgefährdung. Auch für das Geschäftsjahr 2024 sind keine derartigen Risiken erkennbar.

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Vattenfall Europe Sales GmbH, Hamburg, HRB 87512, Amtsgericht Hamburg

Bilanz

AKTIVA

Mio. € Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,3 2,5
Sachanlagen 1,9 1,7
Finanzanlagen 59,0 54,4
62,2 58,6
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 58,5 66,3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 1.075,6 935,6
Flüssige Mittel (4) 0,4 0,2
1.134,5 1.002,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0,6 0,6
1.197,3 1.061,3

PASSIVA

Mio. € Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital (5)
Gezeichnetes Kapital 11,0 11,0
Kapitalrücklage 154,0 154,0
Andere Gewinnrücklagen 5,0 5,0
170,0 170,0
Rückstellungen (6) 365,4 361,5
Verbindlichkeiten (7) 661,9 529,8
1.197,3 1.061,3

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. € Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse (8) 7.207,1 4.921,1
Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -0,3 -0,3
Sonstige betriebliche Erträge (9) 40,4 20,1
Materialaufwand (10) -6.322,7 -4.090,1
Personalaufwand (11) -62,9 -66,8
Abschreibungen (12) -1,6 -1,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) -297,9 -241,3
Beteiligungsergebnis (14) 6,5 3,5
Zinsergebnis (15) 21,7 1,0
Ergebnis nach Steuern 590,3 546,0
Aufwendungen aus Gewinnabführung -590,3 -546,0
Jahresüberschuss - -

Kapitalflussrechnung

Mio. € 2023 2022
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 590,3 546,0
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1,6 1,2
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 3,9 -48,4
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen abzüglich entsprechender Erträge 27,7 13,7
+/- Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -0,1 -0,1
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -260,5 -79,7
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 132,1 261,2
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -26,7 -4,0
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 468,3 689,9
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -0,1 -0,5
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -0,4 -0,4
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6,5 -10,0
+ Erhaltene Zinsen 27,4 4,0
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 20,4 -6,9
- Gewinnabführung an Anteilseigner -590,3 -546,0
- Gezahlte Zinsen -0,7 -0,0
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -591,0 -546,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -102,3 137,0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 684,0 547,0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 581,7 684,0

Anhang

Allgemeine Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Vattenfall Europe Sales GmbH, Hamburg (VE Sales), wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Beachtung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Gesellschaft führt Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne § 6b Abs. 3 EnWG aus. Alle Werte sind in Millionen Euro ausgewiesen. Im Bericht dargestellte Beträge in Höhe von 0,0 Mio. € stellen Rundungen und ein "-" eine Fehlanzeige dar.

Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

VE Sales wird in den Konzernabschluss der Vattenfall AB mit Sitz in Solna/Schweden einbezogen. Vattenfall AB stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird nach den Vorschriften der von der EU-Kommission übernommenen IAS/IFRS erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Des Weiteren ist er beim Bolagsverket in Sundsvall erhältlich. Dort ist die Gesellschaft in das Register unter der Nummer 556036-2138 eingetragen.

Nach § 291 HGB ist die VE Sales damit von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.

Zwischen der Vattenfall GmbH und der VE Sales besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die VE Sales ist in den körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Organkreis der Vattenfall GmbH einbezogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

AKTIVA

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten in angemessenem Umfang anteilige Gemeinkosten. Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen.

Für angeschaffte oder hergestellte Sachanlagen wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese betragen im Wesentlichen bei den Immateriellen Vermögensgegenständen 1 bis 3 Jahre, bei den Sachanlagen 1 bis 15 Jahre.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn bei dauerhafter Wertminderung der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Sofern die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten des Vermögensgegenstands.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Bei Anschaffungskosten über 250,00 € und bis zu 1.000,00 € erfolgt die Aktivierung als jahresbezogener Sammelposten. Diese werden über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des Wertaufholungsgebots bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund vorübergehender Wertminderung werden nicht vorgenommen.

Ausleihungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt bzw., soweit erforderlich, auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten in Anwendung der gewogenen Durchschnittsmethode unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erhaltene Abschlagszahlungen auf den noch nicht abgerechneten Verbrauch verrechnet. Die Forderungen aus noch nicht abgerechnetem Verbrauch basieren auf Stichtagsablesungen bzw. auf nach anerkannten Methoden durchgeführten Hochrechnungen für den Leistungszeitraum.

Erstattungsansprüche aus dem Strompreisbremsegesetz (StromPBG) gegenüber dem regelverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber und Erstattungsansprüche aus dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, ebenso Erstattungsansprüche aus dem Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

PASSIVA

Rückstellungen

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in notwendigem Umfang Rechnung.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die unter den sonstigen Rückstellungen erfassten Jubiläumszuwendungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Verpflichtungen aus Aufstockungsbeträgen und dem angesammelten Erfüllungsrückstand bei Altersteilzeitverträgen sind mit dem versicherungsmathematischen Barwert angesetzt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt.

Versicherungsmathematische Prämissen

% 31.12.2023 31.12.2022
Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen 1,83 1,78
Abzinsungsfaktor für den Pensionsverpflichtungen vergleichbare und andere langfristige Personalrückstellungen 1,75 1,44
Abzinsungsfaktor für Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen 1,08 0,59
Langfristige Gehaltssteigerungsrate 2,50 2,50
Allgemeiner Rententrend 0,00 bis 2,50 0,00 bis 2,50
Langfristige Rentensteigerungsrate 0,00 bis 2,50 0,00 bis 2,50
Fluktuationsrate 0,00 bis 10,40 0,00 bis 10,40
Inflationsrate 2,25 2,25
Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze 3,50 3,5

Für die Abzinsung werden auf den 31. Dezember 2023 hochgerechnete Zinssätze angewandt. Basis für die Hochrechnung sind die von der Deutschen Bundesbank ermittelten und am 30. November 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze. Bei Pensionsrückstellungen sind zur Durchschnittszinsermittlung die vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei den anderen Rückstellungen die vergangenen sieben Geschäftsjahre einzubeziehen. Für langfristige Pensions- und Personalrückstellungen wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren und bei Altersteilzeitrückstellungen von 3 Jahren angenommen.

Soweit Pensionsverpflichtungen mit dem Aktivwert einer Versicherung rückgedeckt sind, werden diese mit den jeweiligen Rückstellungen saldiert.

Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsnehmers zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung).

Zur Erfüllung der gesetzlichen und tarifvertraglichen Verpflichtungen hinsichtlich des Insolvenzschutzes von Wertguthaben der Mitarbeiter des über die Vattenfall GmbH geführten Teilkonzerns von Vattenfall hat die Vattenfall GmbH und der Vattenfall Europe Treuhand e.V. eine Treuhandvereinbarung geschlossen. Anstelle der Übertragung von Vermögensmitteln auf den Treuhandverein hat die Vattenfall GmbH von ihrem Recht Gebrauch gemacht, die Wertguthaben durch die Gestellung von Bankbürgschaften zu sichern. Die Bankbürgschaften sind ausdrücklich für den Sicherungsfall im Sinne der Treuhandvereinbarung abgeschlossen und verpflichten die Bank auf Antrag des Treuhandvereins im Sicherungsfall zur Zahlung des angeforderten Betrags.

Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensions- und sonstigen Rückstellungen wird im Zinsergebnis erfasst. Das Ergebnis aus Zinssatzanpassungen wird mit den anderen Zuführungsbeträgen zur Rückstellung im zugehörigen Aufwandsposten verrechnet. Im Falle eines sich daraus ergebenden Ertrags wird dieser innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen.

Die Steuer- und anderen sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die zum 30. November 2023 veröffentlichten Daten wurden dafür auf den 31. Dezember 2023 hochgerechnet. Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank regelmäßig veröffentlicht.

Die Rückstellungen, die für die Verpflichtung zur Abgabe von CO 2 -Emissionszertifikaten gegenüber der Deutschen Emissionshandelsstelle gebildet wurden, sind zum Buchwert der abzugebenden CO 2-Emissionszertifikate bzw. zum Marktwert bewertet.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäften sind mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Die VE Sales ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Vattenfall GmbH einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden unter Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Am Bilanzstichtag erfolgt für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten eine Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Das Niederstwertprinzip für Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und das Höchstwertprinzip für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Wertansatz beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten im Berichtsjahr 2023 ist in der Entwicklung des Anlagevermögens, beigefügt als Anlage, dargestellt.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz der VE Sales setzt sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Beteiligungsanteil
%
Eigenkapital 31.12.2023
Mio. €
Ergebnis 2023
Mio. €
Verbundene Unternehmen
- Vattenfall Energies S.A., Didenheim (Frankreich) 1) 100 29,4 6,7
- Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH, Berlin 2) 100 10,0 -
Beteiligungen
- tink GmbH, Berlin 3) 13,6 27,7 -4,5

1) Eigenkapital und Ergebnis 2023
2) Eigenkapital und Ergebnis 2023 nach Ergebnisübernahme
3) Eigenkapital und Ergebnis 2022

(2) Vorräte

Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,5 0,4
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 0,9 1,2
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 0,5 -
Gaszertifikate 5,2 4,3
CO 2 -Emissionszertifikate 51,4 60,4
58,5 66,3

In den Unfertigen Leistungen werden Vorleistungen auf Erfolgsbeteiligungsverträge ausgewiesen. Sie betreffen angefallene Ingenieurleistungen im Rahmen von Verträgen zu Energieeinspar-Projekten.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489,3 262,9
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 546,4 650,4
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -
Sonstige Vermögensgegenstände 39,9 22,3
1.075,6 935,6

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erhaltene Zahlungen auf den noch nicht abgerechneten Verbrauch von 3.244,3 Mio. € (Vorjahr: 2.432,9 Mio. €) verrechnet. Des Weiteren sind Erstattungsansprüche aus dem Strompreisbremsegesetz (StromPBG) gegenüber den Übertragungsnetzbetreibern und aus dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 35,6 Mio. € sowie 5,9 Mio. € aus dem Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland enthalten.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen (vor Aufrechnung mit Verbindlichkeiten) 581,3 Mio. € (Vorjahr: 683,8 Mio. €) verzinsliche kurzfristige Geldanlagen bei der Gesellschafterin Vattenfall GmbH und 127,8 Mio. € (Vorjahr: 78,8 Mio. €) Lieferungen und Leistungen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden in Höhe von 162,7 Mio. € (Vorjahr: 112,2 Mio. €) mit Verbindlichkeiten gegenüber den jeweiligen Unternehmen aufgerechnet.

Negative Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von 94,8 Mio. € (Vorjahr: 66,7 Mio. €) in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.

Forderungen gegen die Gesellschafterin Vattenfall GmbH bestehen (nach Aufrechnung) in Höhe von 477,9 Mio. € (Vorjahr: 613,3 Mio. €).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen auf noch nicht abzugsfähige Vorsteuern im Rahmen der Strom- und Gasabgrenzung und aus Vorauszahlung für Gassteuer ausgewiesen.

(4) Flüssige Mittel

Die Bestände setzen sich zusammen aus Kassenbeständen 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €).

(5) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der Vattenfall GmbH gehalten.

(6) Rückstellungen

Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 150,8 146,7
Steuerrückstellungen 1,0 15,8
Sonstige Rückstellungen 213,6 199,0
365,4 361,5

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um Aktivwerte bei Rückdeckungsversicherungen.

Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst. Bei einem Ansatz dieser Rückstellungen unter Anwendung einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ergäbe sich eine um 2,2 Mio. € höhere Rückstellung.

Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 151,5 147,3
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände -0,7 -0,6
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 150,8 146,7

Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (Langzeitkonten, Altersteilzeit, Jubiläum, leistungs- und ergebnisabhängige Zahlungen), nichtzustellbare Kundenguthaben, ausstehende Lieferantenrechnungen , Abrechnungsverpflichtungen gegenüber Kunden sowie für CO 2 Emissionszertifikate.

(7) Verbindlichkeiten

Mio. € 31.12.2023 davon Restlaufzeit ≤ 1 Jahr davon Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit ≤1 Jahr davon Restlaufzeit > 1 Jahr
Erhaltene Anzahlungen 1,0 1,0 - 1,6 1,6 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 226,1 226,1 - 132,5 132,5 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 420,0 420,0 - 375,0 375,0 -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 14,7 14,7 - 20,7 20,7 -
davon aus Steuern (14,0) (14,0) (-) (20,1) (20,1) (-)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,0) (0,0) (-) (0,0) (0,0) (-)
661,8 661,8 - 529,8 529,8 -

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 318,0 Mio. € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 305,5 Mio. €) sowie 102,0 Mio. € (Vorjahr: 69,5 Mio. €) Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer gegenüber der Vattenfall GmbH.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Mio. € 2023 2022
Stromlieferungen 5.795,8 4.040,8
Gaslieferungen 1.396,9 871,4
Übrige 14,4 8,9
7.207,1 4.921,1

Die Umsatzerlöse der Stromlieferungen wurden in Höhe von 4.475,0 Mio. € (Vorjahr: 3.188,8 Mio. €) in Deutschland und in Höhe von 1.320,8 Mio. € (Vorjahr: 852,0 Mio. €) in Frankreich erzielt. Für Gaslieferungen entfallen die Umsatzerlöse mit 1.396,9 Mio. € (Vorjahr: 871,4 Mio. €) auf Deutschland.

Die Strom- und Gaslieferungen beinhalten -97,3 Mio. € aperiodische Erlöskorrekturen (Vorjahr: 2,9 Mio. €).

In den Umsatzerlösen sind Aufwendungen für Stromsteuer in Höhe von 253,3 Mio. € (Vorjahr: 236,5 Mio. €) und Gassteuer in Höhe von 48,7 Mio. € (Vorjahr: 60,2 Mio. €) verrechnet.

Die Umsatzrealisierung bleibt durch die Gesetze zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher (Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz, Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz bzw. Strompreisbremsegesetz) unberührt. Unter den Umsatzerlösen des Berichtsjahres werden auch die Ausgleichsansprüche gegen Übertragungsnetzbetreiber nach dem Strompreisbremsegesetz bzw. die Bundesrepublik Deutschland nach dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz in Höhe der gewährten Entlastung der betroffenen Letztverbraucher erfasst.

Die übrigen Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH, weiteren Personalgestellungen, Energiedienstleistungsverträgen und dem Verkauf von energiebezogener Hardware.

(9) Sonstige betriebliche Erträge

Mio. € 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 8,3 9,3
Übrige Erträge 32,1 10,8
40,4 20,1

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere Erträge aus dem Verbrauch von Drohverlustrückstellungen, Erträge aus weiterberechneten Mahn- und Gerichtskosten, Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen, sowie Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung.

In den übrigen Erträgen sind 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) aus der Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung ausgewiesen.

(10) Materialaufwand

Mio. € 2023 2022
Strombezug 3.263,1 2.042,0
Gasbezug 1.415,3 730,1
Übrige 10,4 7,2
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.688,8 2.779,3
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.633,9 1.310,8
6.322,7 4.090,1

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus Netznutzungskosten, Konzessionsabgaben sowie Abrechnungsdienstleistungen und Kundenbetreuung zusammen.

Der Materialaufwand beinhaltet -145,2 Mio. € aperiodische Aufwandskorrekturen (Vorjahr: -7,9 Mio. €).

(11) Personalaufwand

Mio. € 2023 2022
Löhne und Gehälter 47,3 43,7
Soziale Abgaben 7,2 6,8
Aufwendungen für Altersversorgung 6,5 16,1
für Unterstützung 1,9 0,2
62,9 66,8

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)

2023 2022
Angestellte 459 438
459 438

(12) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Einzelnen aus der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Vertriebsprovisionen, Serviceleistungen, Forderungsverluste und Wertberichtigungen auf Forderungen, Werbung, Porti, Rechts- und Managementberatung, Kostenverrechnungen aus Stabsfunktionen, sonstige Personalaufwendungen sowie Mieten und Pachten enthalten.

In den übrigen Aufwendungen sind 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) aus der Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus Abgängen von Anlagevermögen in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) enthalten.

Honorare des Abschlussprüfers

Für Tätigkeiten des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden im Geschäftsjahr 183 T€ (Vorjahr: 83 T€) berechnet. Die Honorare entfallen mit 89 T€ (Vorjahr: 76 T€) auf Abschlussprüfungsleistungen, mit 72 T€ auf andere Bestätigungsleistungen und mit 22 T€ (Vorjahr: 0 T€) auf sonstige Leistungen.

(14) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis betrifft die Ergebnisabführung der Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH, Berlin (6,5 Mio. €, Vorjahr: 3,5 Mio. €).

(15) Zinsergebnis

Mio. € 2023 2022
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 0,0
davon aus verbundenen Unternehmen (-) (-)
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1,9 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27,4 4,0
davon aus verbundenen Unternehmen (-) (-)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3,8 -3,0
davon an verbundene Unternehmen (-0,7) (-)
21,7 1,0

Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensions- und Personalrückstellungen wird unter den "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" ausgewiesen. Es handelt sich um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen aus den Aktivwerten. Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (3,2 Mio. €; Vorjahr: 3,0 Mio. €) mit Erträgen aus den zugehörigen Aktivwerten (0,0 Mio. €; Vorjahr 0,0 Mio. €) verrechnet.

Aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen nach Verrechnung mit Erträgen aus Aktivwerten und aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen resultieren Aufwendungen von insgesamt 3,8 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €).

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen die Abzinsung eines weiteren gewährten Gründungsstocks gemäß § 178 Absatz 5 VAG an die Pensionskasse der Bewag VVaG (1,9 Mio. €; Vorjahr: 0,0 Mio. €).

Mindeststeuer

Zum 31. Dezember 2023 wurden die BEPS Pillar Two Regelungen (MinBestRL-UmsG) bereits in deutsches Recht überführt (MinStG). Das Unternehmen fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen.

Der Vattenfall-Konzern hat im Vorfeld des Abschlussstichtags eine erste indikative Analyse durchgeführt, um die grundsätzliche Betroffenheit und die Jurisdiktionen zu ermitteln, aus denen das Unternehmen möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar Two Top-Up Tax (Steuererhöhungsbetrag) ausgesetzt ist. Dabei wurde zunächst geprüft, ob die CbCR-Safe-Harbour Regelungen einschlägig sind, was für die Jurisdiktion, in der die VE Sales ansässig ist, insoweit zutrifft.

Der hiernach vereinfacht berechnete effektive Steuersatz für die Konzernunternehmen der sogenannten Mindeststeuergruppe innerhalb des deutschen Steuerhoheitsgebiets übersteigt den Übergangssteuersatz von 15%, weshalb sich ein möglicher Steuererhöhungsbetrag voraussichtlich auf Null reduziert.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in Anlehnung an die Empfehlungen des DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Abweichend zum DRS 21 werden Cashpool-Forderungen in den Finanzmittelfonds einbezogen.

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich aus verzinslichen kurzfristigen Cashpool-Forderungen gegenüber der Vattenfall GmbH in Höhe von 581,3 Mio. € sowie 0,4 Mio. € Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen zusammen.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund von langfristigen Verträgen für den Bezug von Strom und Gas im geschäftlichen Umfang von 5,0 Mrd. € (Vorjahr: 5,2 Mrd. €). Hiervon entfallen 5,0 Mrd. € (Vorjahr: 5,2 Mrd. €) auf Geschäfte mit verbundenen Unternehmen.

Außerdem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: 7,3 Mio. €) und aus Dienstleistungsverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 44,7 Mio. € (Vorjahr: 40,7 Mio. €).

Haftungsverhältnisse

Für bestimmte bestehende Pensionsverpflichtungen wurde teilweise auch die Gestaltung über Unterstützungs- und Pensionskassen, darunter die Pensionskasse der Bewag, gewählt. Die Gesellschaft macht vom Passivierungswahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB Gebrauch und verzichtet auf die Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen. Sofern zukünftig das Vermögen der Pensionskasse der Bewag nicht ausreicht, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen, gilt die Subsidiärhaftung durch die Gesellschaft. Nach den durch die Pensionskasse übermittelten Angaben werden die für sämtliche Trägerunternehmen insgesamt gebildeten Deckungsrückstellungen durch die Zeitwerte des Anlagevermögens überdeckt. Die Gesellschaft hat dabei für die Untersuchung eines Fehlbetrages unterstellt, dass Deckungsrückstellungen und Vermögen der Pensionskasse einer Gleichgewichtung unterliegen, da detaillierte Angaben nach Trägerunternehmen nicht vorliegen.

Geschäfte größeren Umfangs nach § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die Einfluss auf die Höhe der Entgelte von regulierten Bereichen haben können, bestehen nicht.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung sind in einer gesonderten Übersicht als Anlage dargestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der VE Sales haben für ihre Tätigkeit 3 T€ (Vorjahr:7 T€) erhalten.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.

 

Hamburg, 21. Februar 2024

Geschäftsführung der Vattenfall Europe Sales GmbH

Rainer Wittenberg

Frank Rockel

Entwicklung des Anlagevermögens

Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,9 0,1 - - 4,0
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,9 0,1 - - 4,0
1. Technische Anlagen und Maschinen - - - - -
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,1 0,3 0,3 - 2,7
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,4 0,1 -0,3 - 0,2
II. Sachanlagen 2,5 0,4 0,0 - 2,9
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47,5 - - - 47,5
2. Beteiligungen 6,9 - - - 6,9
3. Sonstige Ausleihungen 0,0 6,5 - 0,0 6,5
III. Finanzanlagen 54,4 6,5 - 0,0 60,9
Anlagevermögen 60,8 7,0 0,0 0,0 67,8
Mio. € Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,4 1,3 - 2,7
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,4 1,3 - 2,7
1. Technische Anlagen und Maschinen - - - -
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,8 0,3 0,1 1,0
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
II. Sachanlagen 0,8 0,3 0,1 1,0
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
2. Beteiligungen - - - -
3. Sonstige Ausleihungen - 1,9 - 1,9
III. Finanzanlagen - 1,9 - 1,9
Anlagevermögen 2,2 3,5 0,1 5,6
Mio. € Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,3 2,5
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,3 2,5
1. Technische Anlagen und Maschinen - -
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,7 1,3
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,2 0,4
II. Sachanlagen 1,9 1,7
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47,5 47,5
2. Beteiligungen 6,9 6,9
3. Sonstige Ausleihungen 4,6 0,0
III. Finanzanlagen 59,0 54,4
Anlagevermögen 62,2 58,6

Mitglieder des Aufsichtsrates

Martijn Hagens

Vorsitzender des Aufsichtsrates Leiter der Business Area Markets, Vattenfall N.V., Amsterdam

Stephan Köppe

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Hamburg

Guido Egbers

Leiter Tax Germany, Vattenfall GmbH, Berlin

Tanja Gerstner

Leiterin HR Sales Germany, Vattenfall Europe Sales GmbH, Hamburg

Carsten Mikhart

Arbeitnehmervertreter, Betriebsrat Hamburg

Stefan Fischer

Arbeitnehmervertreter, Berlin

Mitglieder der Geschäftsführung

Rainer Wittenberg

Consumer Sales / Business Sales

Fabian Hagmann (bis 31.03.2023)

Arbeitsdirektor / Business Development

Frank Rockel (ab 10.05.2023)

Arbeitsdirektor / Business Development

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vattenfall Europe Sales GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vattenfall Europe Sales GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vattenfall Europe Sales GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Berlin, den 26. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Jörg Beckert, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der freiwillige Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr 2023 die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Geschäftsführung überwacht und beratend begleitet. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig und zeitnah über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der technischen Entwicklung, der Risikolage einschließlich des Risikomanagements sowie über andere grundsätzliche Fragen und besondere Ereignisse.

Alle Geschäftsführungsmaßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, sowie weitere wichtige Vorgänge sind vom Aufsichtsrat geprüft und in der ordentlichen Sitzung am 14. März 2023 eingehend beraten worden. Auf Wunsch des Aufsichtsrats nahmen alle Geschäftsführungsmitglieder an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil. Dies ermöglichte es dem Aufsichtsrat, im Rahmen der Debatte entstehende Fragen sofort klären und die Geschäftsführung bei Bedarf um nähere Erläuterungen und weitergehende Auskünfte bitten zu können. Durch Anregungen, kritische Fragen und sonstige Hinweise wirkte der Aufsichtsrat kontrollierend auf die Geschäftsführung ein und überprüfte sie nach den Kriterien Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit.

Am 20. März 2023 fand die konstituierende Sitzung des neuen freiwilligen Aufsichtsrates der VE Sales GmbH statt. Martijn Hagens und Stephan Köppe (IG Metall) wurden als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender erneut gewählt.

Die ordentliche Sitzung des freiwilligen Aufsichtsrates am 06. Dezember 2023 diente der Vorstellung des Businessplanes 2024. Dieser wurde auf Basis der aktuellen Planungssituation diskutiert und verabschiedet.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren die Umsatz-, Ergebnis und Beschäftigungsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Geschäftsfelder sowie die Finanzlage. Über die strategische Ausrichtung haben die Mitglieder des Aufsichtsrats anlässlich der Behandlung der Unternehmensplanung beraten.

Intensiv hat sich der Aufsichtsrat mit

der aktuellen Situation der VE Sales GmbH auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Veränderungen,

dem Business Plan 2024, der Markt- und Wettbewerbsentwicklung, den strategischen Weiterentwicklungen, sowie den finanziellen Auswirkungen beschäftigt.

den regulatorischen Herausforderungen sowie Möglichkeiten zur weiteren Stärkung der regulatorischen Kompetenz innerhalb der VE Sales GmbH und der Umsetzung der Dekarbonisierungsstrategie, insbesondere mit dem Fokus auf dem Aufbau des Solutions-Geschäftes.

den Aktivitäten im Zusammenhang mit der Digitalisierungsstrategie und den damit einhergehenden Herausforderungen.

Jahresabschluss

Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 und der Lagebericht wurden einschließlich der Buchführung von dem mittels Gesellschafterbeschluss der Vattenfall Europe Sales GmbH am 15. März 2022 gewählten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berlin geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Ein Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses war infolge des zwischen der Gesellschaft und der Vattenfall GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages nicht zu prüfen.

Der Jahresabschluss 2022 und der Lagebericht 2022 sowie der Prüfbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Die Abschlussunterlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. März 2023 - in Gegenwart und nach einem Bericht des Abschlussprüfers -ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Urteil der Abschlussprüfung zu. Auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht und gegen die darin enthaltenen Erklärungen der Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat billigt daher den Jahresabschluss.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Betriebsräten für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Berlin, 13. März 2024

Der Aufsichtsrat

M.F. Hagens

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. März 2024 festgestellt.

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