Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 10457
Eingetragen
21.2.1989
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
die Fertigung und der Vertrieb von elektronischen Steuerungen und Geräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Matulka
seit 8.1.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Michael Matulka
86720 Nördlingen
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Matulka electronic GmbH

Nördlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Matulka electronic GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Nördlingen, das elektronische Baugruppen und Geräte auftragsbezogen herstellt. Gefertigt wird nach Vorgabe unserer langjährigen Kunden, die u. a. den Zukunfts- und Wachstumsmärkten Telekommunikation und Medizintechnik, der Laborgerätetechnik, der Gebäudeautomatisierung und dem Maschinenbau wie auch der Zulieferindustrie des Schiff- und Automobilbaus angehören.

Unser Leistungsspektrum reicht von der Materialbeschaffung bis zu verschiedenen Prüf- und Testverfahren, denen die von uns unter Verwendung modernster Anlagen bestückten und gelöteten Leiterplatten unterzogen werden. Im Zusammenspiel aller Fertigungsbereiche entwickeln unsere Spezialisten Lösungen für Probleme, die der rationellen Produktion der Kundenprodukte und dem Anspruch auf höchste Qualität und Liefertreue im Wege stehen. Ferner gehören zu den von uns angebotenen Dienstleistungen über den gesamten Produktlebenszyklus auch das automatische Lackieren von Baugruppen, "After-Sales-Service" und Reparaturdienstleistungen. Je länger die Zusammenarbeit währt, desto mehr nehmen unsere Kunden unser Komplettpaket in Anspruch.

Da wir keine eigenen Produkte entwickeln und vermarkten, spiegelt unsere Umsatzentwicklung die Wirtschaftslage unserer Auftraggeber bzw. der Endkunden wider. Um dieser Abhängigkeit entgegenzuwirken, haben wir von je her großen Wert auf eine breite Branchenstreuung unserer Kunden gelegt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft verzeichnete 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um rund 3 Prozent. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert, dass sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 auf 3,1 % stabilisieren wird. Damit liegt es jedoch weiterhin unter dem Durchschnitt von 3,8 % der Vor-Corona-Jahre 2000 bis 2019.

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um rund 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, nachdem es im Jahr 2022 um rund 1,8 Prozent gestiegen war.

Auf der Basis der Information von Herstellern elektronischer Baugruppen ermittelt das Unternehmen in4ma wesentliche Kennzahlen. Die aktuelle Umfrage hat ergeben, dass rund 81% (Vorjahr: 92%) der befragten Unternehmen ihren Umsatz in 2023 halten bzw. steigern konnten.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft verspürte auch unser Unternehmen im Verlauf des Jahres. Nach dem guten Start (I + II. Q.) und den noch positiven Aussagen der wichtigsten Kunden, lief die Produktion im III. Q. noch auf hohem Niveau. Leider blieben die avisierten Abrufe dann hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2023 war um ca. 11% höher gegenüber dem Umsatz im zweiten Halbjahr. Dennoch konnte 2023 der Umsatz um ca. 7% gegenüber Vorjahr erhöht werden. Der Auftragsbestand verringerte sich um ca. 14% im Vergleich zum Vorjahr.

b) Materialbeschaffung

Auch das Jahr 2023 wurde weiterhin durch die schlechte Beschaffungssituation geprägt. Zwar verbesserte sich die Gesamtsituation im Laufe des Jahres, doch gab es weiterhin vereinzelte Verschiebungen und Verzögerungen der Liefertermine.

c) Qualität

Unser Unternehmen ist bereits seit 1998 nach der Qualitätsnorm DIN ISO 9001 zertifiziert. Aufbauend auf dieser Grundlage haben wir im Geschäftsjahr 2010 erstmalig die Zertifizierung nach VDA 6.1 erhalten, die den Anforderungen der deutschen Automobilhersteller und ihrer Direktlieferanten entspricht. Beide Zertifizierungen werden regelmäßig aktualisiert und dienen dem Nachweis unseres nachhaltigen Qualitätssystems.

Auch 2 UL-Audits, 1 VDE -Audit sowie 1 Kundenaudit wurden im Jahr 2023 erfolgreich abgeschlossen.

Eine weitere Qualitätsauszeichnung erhielten wir zum ersten Mal in 2010 durch die erfolgreiche Teilnahme an einem IPC-Training, das alle zwei Jahre erneut absolviert werden muss. Seitdem führt unser hauseigener IPC-Trainer innerhalb des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses nach dem Rotationsprinzip Lötschulungen durch. Ziel unserer Bemühungen ist es, bei allen gewerblichen Mitarbeitern das Qualitätsbewusstsein derart zu fördern, dass im Rahmen einer sogenannten Werkerselbstkontrolle Defizite nach Möglichkeit unterbunden bzw. bereits am Entstehungsort erkannt werden.

Seit 2014 werden Maßnahmen im Zusammenhang mit der Gebäudeklimatisierung getroffen, die die Qualität und Lebenserwartung der sensiblen Produkte unserer Kunden erhöht.

d) Investitionen

Die fortlaufende Aktualisierung der Produktionsanlagen bildete den Schwerpunkt bei den Investitionen.

e) Personal

Im Durchschnitt waren 85 Mitarbeiter beschäftigt, davon 4 Auszubildende/Studenten im kaufmännischen und technischen Bereich inbegriffen.

Damit verringerte sich die durchschnittliche Personalzahl um 1 MitarbeiterIn gegenüber Vorjahr.

Weiterhin besteht eine Kooperation, mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim, um mit Hilfe des dualen Studiums den großen Bedarf an qualifiziertem, leistungsstarkem Personal zum Teil abzudecken und nicht nur die Jugend, sondern auch junge Erwachsene zu fördern.

Die Schaffung eines angenehmen Arbeitsumfelds sowie die Weiterbildung von technischem und kaufmännischem Personal fördern neben weiteren attraktiven Arbeitsbedingungen die Identifikation mit und die enge Bindung an das Unternehmen. Das Durchschnittsalter beträgt 46 Jahre.

Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen tragen mit nützlichen Verbesserungsvorschlägen aktiv über unser Betriebliches Vorschlagwesen zum Erfolg des Unternehmens bei. Die kontinuierlichen Verbesserungsvorschläge zielen sowohl auf die Prozessoptimierung als auch auf die Senkung von Gemeinkosten ab.

Arbeitsmedizinische Maßnahmen, auch in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen, werden regelmäßig durchgeführt.

Der Arbeitssicherheit wie auch der Sicherheit im Allgemeinen wird seit jeher ein hoher Stellenwert beigemessen. Nach einer gründlichen Analyse der Arbeitsabläufe erfolgte im Frühjahr 2016 die offizielle Abnahme des Arbeitsschutzmanagementsystems OHRIS (occupational health and risk management system). Dieses System wurde vom bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in Zusammenarbeit mit der bayerischen Wirtschaft entwickelt und bereits wiederholt aktualisiert. Seitens der Unternehmen besteht nach der offiziellen Einführung die Verpflichtung, alle drei Jahre eine Rezertifizierung durchzuführen. Eine partielle Verknüpfung zwischen OHRIS und unserem Qualitätsmanagementsystem hat zum Ziel, Arbeitsschutz und Anlagensicherheit zu erhöhen und Schaden jedweder Art abzuwenden.

f) Umweltschutz

Im Hinblick auf die Vermeidung von unnötigen Umweltbelastungen erfolgt die Entsorgung von Müll, getrennt nach recyclefähigen Abfällen, Schadstoffen und Sondermüll gemäß den gesetzlichen Vorschriften.

g) Ertragslage

Die oben gennannten Faktoren hinsichtlich Auslastung und Materialbeschaffung wirkten sich entsprechend auf den Ertrag im Geschäftsjahr aus. Der Rohertrag beträgt 5.475 TEUR (Vj: 4.233 TEUR). Dies entspricht einer Erhöhung von ca. 4,8 %. Die Personalkosten erhöhten sich um 289 TEUR ggü. Vorjahr auf 3.834 TEUR , die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 208 TEUR . Die Materialaufwandsquote verringerte sich um ca. 5 % auf 63%. Somit ergibt sich im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 258 TEUR. Auch im Ertrag spiegelt sich die positive Entwicklung im 2. Halbjahr wider, in dem ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden konnte.

h) Finanzlage

Für die Finanzierung des großen Bedarfs an besonders hochwertigen Bauteilen, und zur Sicherung der Liquidität stehen Kreditlinien namhafter Institute zur Verfügung. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 565 TEUR (Vj. -60 TEUR).

Die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsziele wird kontinuierlich überwacht. Das Risiko des Forderungsausfalles bei Bestandskunden erachten wir als gering. Potenzielle Neukunden werden einer Kreditprüfung unterzogen.

i) Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 680 TEUR auf 8.743 TEUR erhöht.

Die Anlagenintensität lag bei 16% (Vj. 20%). Die Vorratsintensität lag bei 71% (Vj. 69%).

Das Eigenkapital beträgt TEUR (Vj. 4.308 TEUR). Mit 53,06% liegt die Eigenkapitalquote auf dem Vorjahresniveau (53,44 %). Die Rückstellungsquote liegt ggü. dem Vorjahr nahezu unverändert bei ca. 5%.

i) Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als mäßig ein.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der Folgen des Ukraine-Konflikts, des Mangels an Halbleitern und der hohen Rohstoff- und Energiekosten die gesetzten Ziele erreicht.

III. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung

In Abhängigkeit von der Branchenzugehörigkeit stellen wir auch im Geschäftsjahr 2024 bei einzelnen Kunden sowohl negative als auch positive Abweichungen von ihren selbst definierten Plandaten fest. Allerdings überwiegt der Anteil der negativen Abweichungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland, der EU und der Welt.

Für das Jahr 2024 rechnen wir auf Basis der aktuellen Plandaten mit einem leicht negativen Jahresergebnis.

Die langfristigen Verbindlichkeiten wurden bislang im Jahr 2023 planmäßig getilgt. Der Kontokorrentrahmen steht auch weiterhin für 2024 unverändert zur Verfügung.

2. Chancen und Risiken

Die fortschreitende Globalisierung der Welt macht sich nicht nur in Einkauf und Verkauf bemerkbar, sondern auch in dem Umstand, dass langjährige regionale Kunden in internationale Konzerne eingebettet werden und ihre Kaufentscheidungen nicht mehr selbständig treffen können. Neben diesem Risiko eröffnet sich auch die Chance, dass andere Konzerntöchter zu neuen Kunden heranreifen. Ferner werden Risiken, die sich aus der Abhängigkeit von großen Kunden ergeben, dadurch verringert.

Neben der Risikostreuung der Kunden auf mehrere Bezugsquellen erleben wir auch die bewusste Konzentration auf uns als alleinigen Dienstleister bei Aufgabe der früher genutzten parallelen Bezugsquellen. Im letzten Fall gehen eine bedeutende Auftragsbestands-, Lager- und Umsatzentwicklung Hand in Hand.

Aufgrund der restriktiven Preispolitik der Mitbewerber im In- und Ausland ist es erforderlich, insbesondere die Fertigungskosten zu reduzieren, da die Materialkosten Einflüssen unterliegen, auf die wir nur zum Teil einwirken können. Somit steht bei Kaufentscheidungen der Kunden oft der Aufwand für die Fertigung im Vordergrund. Demnach muss der Fertigungsbereich Schwerpunkt der Rationalisierung bleiben.

Wie eingangs erwähnt, kompensieren wir die Abhängigkeit vom Kundenverhalten, der wir uns als dienstleistendes Unternehmen ausgesetzt sehen, durch einen gezielten Branchen- und Größenmix unserer Kunden. Das Ziel einer stetigen Ausweitung unseres Kundenstammes wird Jahr für Jahr verfolgt. Die Abwicklung von Erstaufträgen in 2023 erfüllte vollkommen die Erwartungen unserer Neukunden und erlaubte uns, neue Marktfelder zu erschließen. Obwohl die Planung der Folgejahre in Absprache mit unseren Kunden erfolgt, unterliegen die Planzahlen - maßgeblich verursacht durch die globalen Krisen - immer einer gewissen Unsicherheit.

Der Branchenmix der Endabnehmer innerhalb unserer Bestandskunden ermöglicht auch hier eine kontinuierliche Fertigung und somit Belieferung, da "schwächelnde" Wirtschaftszweige durch "florierende" kompensiert werden.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Form von geringeren Wachstumsprognosen, ausgelöst durch weltweite wirtschaftliche (Energiepreise und -verfügbarkeit, Abkehr vom Verbrennungsmotor und fossilen Brennstoffen, künstlich herbeigeführter Chipmangel) und politische Krisen (Ukraine-Konflikt, Erhöhung des Lohnniveaus in Asien und Osteuropa und Covid19-Krise) und den damit verbundenen Folgen, führen bei vereinzelten Kunden zu einer rückläufigen Umsatzentwicklung. Als positiver Effekt dieser globalen Situation besteht weiterhin die Aussicht, dass eine Rückverlagerung der Produktion aus Fernost nach Europa als zukunftsträchtig angesehen wird, um eine Lösung von der globalen Lieferkette hin zu "Made in Europe" auf längerfristige Sicht zu erreichen.

Gegenwärtig sind keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken zu erkennen, da die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens überdurchschnittlich hoch ist.

3.) Prognoseunsicherheiten

Grundsätzlich beinhaltet der Lagebericht Aussagen und Angaben, die auf die Zukunft gerichtet sind und somit auch auf Annahmen und Erwartungen der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses beruhen. Marktbedingte oder auch konjunkturelle Einflüsse können sich somit im Laufe des Jahres ändern und zu einer Änderung der Strategie bzw. auch zu Änderungen der Ertragssituation führen.

 

Nördlingen, 22.04.2024

gez. Michael Matulka

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.346.793,00 1.634.008,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 70.217,00 126.400,00
II. Sachanlagen 1.276.576,00 1.507.608,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5,00 5,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.229.436,00 1.454.990,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.135,00 52.613,00
B. Umlaufvermögen 7.390.356,42 6.406.796,49
I. Vorräte 6.211.679,35 5.600.356,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.071.971,78 800.304,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 106.705,29 6.134,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.213,61 21.772,67
Aktiva 8.743.363,03 8.062.577,16

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.639.336,58 4.380.368,45
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Verlustvortrag 1.119.631,55 693.239,14
IV. Jahresüberschuss 258.968,13 -426.392,41
B. Rückstellungen 460.304,17 495.271,15
C. Verbindlichkeiten 3.643.722,28 3.186.937,56
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.340.968,36 2.234.643,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.495.794,26 938.572,89
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 845.174,10 1.296.070,14
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.302.753,92 952.294,53
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.291.297,62 932.751,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 11.456,30 19.543,10
Passiva 8.743.363,03 8.062.577,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.595.204,17 4.353.933,66
2. Personalaufwand 3.833.971,05 3.545.065,95
a) Löhne und Gehälter 3.072.518,71 2.898.200,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 761.452,34 646.865,71
davon für Altersversorgung 26.524,70 30.021,08
3. Abschreibungen 310.718,93 366.242,13
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 310.718,93 366.242,13
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.043.424,89 779.658,29
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 5.663,97 17.327,15
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 502,38 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 148.508,18 88.815,70
7. Ergebnis nach Steuern 259.083,50 -425.848,41
8. sonstige Steuern 115,37 544,00
9. Jahresüberschuss 258.968,13 -426.392,41

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Matulka electronic GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Nördlingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Augsburg
Register-Nr.: HRB10457

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 215.378,31 Euro.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 6.351.341,02 €
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 6.650.401,43 €
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 536.426,41 58.708,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 46.881,00 11.827,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 583.307,41 70.535,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.600,75 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 6.416.772,08 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 970.668,78 11.676,93 11.658,52
Summe Sachanlagen 7.402.041,61 11.676,93 11.658,52
Summe Anlagevermögen 7.985.349,02 82.211,93 11.658,52
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 595.134,41
2. geleistete Anzahlungen -58.708,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände -58.708,00 595.134,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 14.600,75
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 6.416.772,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 970.687,19
Summe Sachanlagen 0,00 7.402.060,02
Summe Anlagevermögen -58.708,00 7.997.194,43
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 456.907,41 68.010,00 0,00 0,00 524.917,41
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 456.907,41 68.010,00 0,00 0,00 524.917,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.595,75 0,00 0,00 0,00 14.595,75
2. technische Anlagen und Maschinen 4.961.782,08 225.554,00 0,00 0,00 5.187.336,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 918.055,78 17.154,93 11.658,52 0,00 923.552,19
Summe Sachanlagen 5.894.433,61 242.708,93 11.658,52 0,00 6.125.484,02
Summe Anlagevermögen 6.351.341,02 310.718,93 11.658,52 0,00 6.650.401,43
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 70.217,00 79.519,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 46.881,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 70.217,00 126.400,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5,00 5,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.229.436,00 1.454.990,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 47.135,00 52.613,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.276.576,00 1.507.608,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.346.793,00 1.634.008,00

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 7.445,58 (Vorjahr: Euro 13.833,78).

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 8.351,00 Euro. Diese resultiert aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck 2018 G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 8.351,00 Euro.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 769.769,95
Anschaffungskosten/Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 554.391,64
verrechnete Aufwendungen 27.636,10
verrechnete Erträge 32.122,57

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023
TEUR
Stand zum 31.12.2022
TEUR
Rückstellungen für Personalkosten 142.925,86 € 164.406,37 €
Rückstellungen für Gewährleistungen 71.000,00 € 66.000,00 €
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 25.000,00 € 40.000,00 €
Sonstige Rückstellungen 6.000,00 € 5.000,00 €
Sonsitge Rückstellungen gesamt 244.925,86 € 275.406,37 €

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0 TEuro (Vorjahr: 46 TEuro).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 2.241 TEuro.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 2.340,9 1.791,8 549,1 0,0
erhaltene Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 798,2 786,8 11,4 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 504,5 504,5 0,0 0,0
Summe 3.643,7 3.083,1 560,5 0,0

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 150.000,00 (Vorjahr: Euro 10.441,41)

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 513 TEuro sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

- Pachtverträge: 201 TEUR
- Miet- und Leasingverträge: 312 TEUR

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
gewerbliche Arbeitnehmer 42,00
kfm. und techn. Angestellte 42,75
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 84,75
Auszubildende 4,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Michael Matulka ausgeübter Beruf: Diplom-Ingenieur

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 258.968,13 Euro.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrages ergibt sich ein Betrag von -860.663,42 Euro, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden -860.663,42 Euro vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Nördlingen, 22. April 2024

gez. Michael Matulka, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Matulka electronic GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Matulka electronic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Matulka electronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungsle- gung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Donauwörth, 25.09.2024

dp Audit & Advisory GmbH
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Martin Demharter, Wirtschaftsprüfer

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