Autohaus Lust Zittau GmbHLiquidiert

02763 Zittau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 11207
Eingetragen
21.3.1995
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen aller Art, der Betrieb von Kraftfahrzeug- und Maschinenreparaturwerkstätten und die Vornahme aller artverwandten Geschäfte. ferner: Erwerb und Betrieb von Fahrschulen

Historie

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Management

NameRolle
Jost Seiler
seit 21.10.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

469.900 €
98.69%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Lust Zittau GmbH

Zittau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht Geschäftsjahr 2010

Geschäftsverlauf

Die Autohaus Lust Zittau GmbH wurde am 03.12.1994 als Autohaus Lust & Glaubitz GmbH gegründet. Sie übernahm die Geschäftstätigkeit und den Vertrieb der Marke Opel von der Autohaus Lust & Co GmbH, die seit dem 21.05.1991 Inhaber eines Händlervertrages für die Marke Opel war. Weiterhin gehören zur Geschäftstätigkeit der Vertrieb von Gebrauchtfahrzeugen sowie alle dazugehörenden Service- und Werkstattleistungen. Seit dem 04.05.2000 wird nach dem Ausscheiden eines Gesellschafters unter dem Namen Autohaus Lust Zittau GmbH firmiert.

2003 erfolgte eine Geschäftserweiterung durch den Kauf der Fahrschule Safety Car . Im Jahr 2004 wurde ein Händlervertrag der Marke Citroen übernommen und die Filialen Görlitz, Friedrich-Engels-Straße und Zittau, Schrammstraße eröffnet.

2006 eröffnete die Citroen Filiale in Kamenz, Nordstraße.

Damit werden in 3 Städten 6 Filialen einschließlich der Fahrschule betrieben. In Zittau, werden Neufahrzeuge der Marke Opel und in Zittau, Görlitz und Kamenz Neufahrzeuge der Marke Citroen sowie Honda vertrieben. Weiterhin wird für die Marke Citroen ein Agenturnetz mit 7 Partnern auf Vermittlungsbasis betrieben.

Zum 01.01.2010 wurde die Autohaus Lust & Co GmbH sowie die Autohaus Lust Management und Beteiligungsgesellschaft mbH auf die Autohaus Lust Zittau GmbH verschmolzen. Der Geschäftsbetrieb wurde um eine Fahrzeuglackierung erweitert. Der Betrieb der Fahrschule wurde eingestellt, er wird von Herrn Böhmer als Einzelunternehmen weitergeführt.

An allen Standorten betreibt die Autohaus Lust Zittau GmbH neben dem fahrzeugbezogenen Servicegeschäft auch eine typenfreie Werkstatt sowie die Vermietung von Fahrzeugen.

Die Autohaus Lust Zittau GmbH hat ihre Betriebsimmobilien gemietet (siehe Aufstellung).

Vermieter Objekt
Lust & Winkel Grundstücks GbR Zittau Löbauer Str. 80
  Kamenz, Nordstraße 35
Lust & Sambohl Vermiet GbR Görlitz, Friedrich-Engels-Straße 14
Herr Hans-Joachim Lust persönlich Zittau, Schrammstraße 42
  Zittau, Äußere Weberstraße 28
HVS GbR Görlitz, Gewerbering 7

Die Autohaus Lust Zittau GmbH wird vertreten durch die Geschäftsführer Herr Hans-Joachim Lust und Herrn Jost Seiler.

Herr Lust vertritt stets einzeln und ist befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich selbst oder als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.

Der Verantwortungsbereich der Geschäftsleitung gliedert sich im Innenbereich wie folgt auf:

Hans-Joachim Lust verantwortlich für: - kaufmännische Geschäftsführung

- Buchführung

- Controlling

- Personalwesen

- Service und Teiledienst

- Neu- und Gebrauchtfahrzeuge

Jost Seiler verantwortlich für: - Geschäftsbereich Fahrzeuglackierung

Die Personalstruktur stellt sich wie folgt dar:

  31.12.2009 31.12.2010
Geschäftsführer 2 2
Angestellte 33 46
Gewerbliche Arbeitnehmer 14 30
Auszubildende 7 4
  56 82

Branchenentwicklung

Die durch die Regierung im Jahr 2009 vorgenommene Stützung des Neufahrzeugverkaufes in Form der "Abwrackprämie" hatte zu einer bisher nicht gekannten Nachfragewelle geführt. Experten prognostizierten einen Einbruch des Marktes nach Auslaufen dieser Maßnahmen in 2010. Das Gegenteil ist eingetreten. Nicht alle Kaufverträge können zeitnah abgearbeitet werden, es entstanden teilweise erhebliche Lieferzeiten. Die erhöhte Nachfrage führte zu einer Verknappung des Fahrzeugbestandes und damit zu einer Stabilisierung des Preissystems. Dieser positive Trend hält bis heute an.

Entwicklung im Autohaus

Die Autohaus Lust Zittau GmbH konnte in den vergangenen Jahren umfangreiche Zuwächse an Umsatz sowie Standortpotential generieren. Es ist gelungen die Bestände maßgeblich zu reduzieren. Dadurch sanken die Zinsaufwendungen als auch die Abschreibungen.

Die Verschmelzung der drei benannten Betriebe hat zu einer Verschlankung der Verwaltung geführt, der interne Aufwand konnte gesenkt werden, das trägt positiv zum Betriebsergebnis bei.

Die Abwanderung der Bevölkerung aus den Regionen Zittau, Görlitz und Kamenz hat sich verlangsamt aber stellt weiterhin mit hoher Arbeitslosigkeit und Überalterung der Bevölkerung die größten Strukturprobleme dar. Dieser Trend führt zu einem Fach-kräftemangel.

Die Fahrzeugbestandsbereinigung ist abgeschlossen. Die Marke Opel hat sich stabilisiert. Deshalb haben wir die NW-Bestände leicht erhöht.

Die Ertragslage der Honda Betriebe ist stabil und ausgeglichen.

Der Geschäftsbereich Citroën konnte sich positiv entwickeln und hat in Kamenz noch weiteres Steigerungspotential. Die Marktanteile von Opel, Honda und Citroën stellen sich an den verschiedenen Standorten wie folgt dar.

Martanteile 201 Opel Citroen Honda
Zittau 9,12% 4,76% 2,13%
Görlitz   4,95% 1,76%
Kamenz   2,21% 1,96%

Die Entwicklung der Fahrzeugbestände stagniert. Der Bestand an Fahrzeugen verringert sich in den Städten Zittau, Görlitz und Kamenz und in den Landkreisen steigt er weiter an. Damit verlagern sich weiter Absatz- und Servicepotential von der Stadt auf das Land. Der flächendeckende Marktauftritt sorgt für einen wachsenden Markt. Dadurch sind Serviceumsätze in Werkstatt und Lager weiter auf leicht hohem bis gutem Niveau.

Bei älteren Fahrzeugen erhöht sich die Wettbewerbssituation durch eine Zunahme der Anzahl an "Freien Werkstätten".

Das Ergebnis der Fahrschule entsprach nicht unseren Erwartungen. Die geburtenschwachen Jahrgänge sorgen für weniger Fahrschüler. Der Wettbewerbs-Druck steigt, die Ertragslage sinkt in Folge. Der Betrieb der Fahrschule wurde deshalb eingestellt.

Das Betriebsergebnis setz die positive Entwicklung des Jahres 2009 fort und liegt im erwarteten Bereich.

Vermögenslage der Gesellschaft

Die Vermögenslage der Gesellschaft gliedert sich wie folgt:

(in T€)

Aktiva   Passiva  
Immaterielles Anlagevermögen 2,4 Eigenkapital  
Sachanlagen 1.570,8 gezeichnetes Kapital 451,2
Vorräte 2.242,1 Rücklagen und Verlustvorträge 42,2
Forderungen 504,5 Jahresüberschuss 96,6
sonst. Vermögensgegenstände 535,8    
Flüssige Mittel 82,3 Rückstellungen 135,4
Rechnungsabgrenzungsposten 16,1 Kreditverbindlichkeiten 3.382,9
    erhaltene Anzahlungen 0,3
    Lieferantenverbindlichkeiten 453,8
    Verbindl.Gesellschafter 0,0
    sonst.Verbindlichkeiten 361,0
    Rechnungsabgrenzung 30,6
Bilanzsummen 4.954,0   4.954,0
(Vorjahr) (3.817,6) (Vorjahr) (3.817,6)

ie Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.136,4 erhöht.

Dies resultiert aus der Verschmelzung der Autohaus Lust & Co. GmbH und der Autohaus Lust Beteiligungs GmbH auf die Autohaus Lust GmbH zum 1.1.2010.

Auf der Vermögensseite erhöhte sich insbesondere der Bestand an Geschäfts- und Vorführwagen sowie die Vorräte.

Dem stehen auf der Kapitalseite korrespondierend höhere kurzfristige Verbindlichkeiten aus der Fahrzeug- und Ersatzteilfinanzierung durch den Hersteller gegenüber.

Das Eigenkapital beträgt T€ 590,0. Das Anlagevermögen in Höhe von T€ 1.573,2 ist ausschließlich kurzfristig finanziert. Die Geschäfts- und Vorführwagen (T€ 943,4) werden üblicherweise kurzfristig über die Hersteller finanziert. Den Vorführ- und Geschäftswagen sowie den Vorräten stehen ausreichend Kredite der Herstellerbank gegenüber. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet.

Finanzierungsprobleme sind zur Zeit aufgrund der Herstellergebundenen Finanzierung der Bestände nicht erkennbar.

Finanzlage der Gesellschaft

Die finanzielle Entwicklung des Unternehmens wird aus der nachfolgenden Kapitalflussrechnung ersichtlich:

  T€
Finanzmittelbestand 31.12.2009 72,8
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit*) 78,8
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -73,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0,0
Zufluss aus Verschmelzung 3,7
Finanzierungsmittelbestand 31.12.2010 82,3
*) darin enthalten  
Cashflow nach DVFA/SG 165,6

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit wurden durch die Zuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt. Darüber hinaus erhöhten sich die liquiden Mittel. Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gesichert.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war im Geschäftsjahr 2010 unter Inanspruchnahme der branchenüblichen Kontokorrentlinie der Hersteller und der Hausbanken stets gegeben. Die Finanzlage der Gesellschaft wird als geordnet beurteilt.

Ertragslage der Gesellschaft

Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 18,2 erhöht. Die Ertragslage ist gekennzeichnet durch einen starken Rückgang der Umsatzerlöse im Neuwagengeschäft. Der Rückgang stellt jedoch eine Normalisierung dar, da das Vorjahr erheblich durch die Sondereinflüsse aus der "Abwrackprämie" geprägt war.

Das Gebrauchtwagen- und Werkstattgeschäft bewegt sich auf einem stabilen Niveau.

Die Deckungsbeiträge haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

  2010
T€
2009
T€
Neufahrzeuge/ Geschäfts- und Vorführwagen 557,1 788,5
Geschäftswagen 233,4 25,1

Den Werkstatt- und Ersatzteilerlösen von T€ 3.709,6 stehen Materialaufwendungen von T€ 1.316,0 gegenüber.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Folgende wesentliche Kennzahlen zeigen die wirtschaftliche Leistungskraft des Unternehmens:

  2010 2009 2008 2007 2006
Eigenkapitalquote 11,9 % 8,7 % 0,0 % 0,0 % 0,0%
Investitionsquote 5,9 5 107,9 % 3,7 % 16,5 % 9,9 %
Vorratsquote 64,3 5 64,0 % 64,4 % 74,8 % 77,0 %
Lagerdauer Pkw 143 Tage 113 Tage 114 Tage 195 Tage 196 Tage
Debitorenlaufzeit 15 Tage 9 Tage 14 Tage 15 Tage 30 Tage
Personalaufwandsquote 14,3 % 10,0 % 9,9 % 12,6 % 10,7 %
Materialaufwandsquote 77,1 % 84,6 % 88,2 % 86,1 % 80,1 %

Finanzinstrumente

Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Flüssigen Mittel. Wesentliche Ausfallrisiken bestehen hinsichtlich der Forderungen nicht; diesen wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Es besteht außerdem ein entsprechendes Mahnwesen in der Gesellschaft, das den Einzug der Forderungen gewährleistet.

Auf der Passivseite sind insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. nahe stehenden Unternehmen als originäre Finanzinstrumente zu klassifizieren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen gegenüber der Herstellerbank und dienen der Finanzierung der Fahrzeuge sowie Werkstattausstattung. Die Verbindlichkeiten sind von kurzfristiger Natur. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. nahe stehenden Unternehmen handelt es sich in der Regel um kurzfristige Liquiditätsdarlehen.

Chancen und Risiken

Die Autohaus Lust GmbH kann mit ihren 6 Filialen in 3 Städten auf eine Vielzahl von Synergien und einen flächendeckenden Marktauftritt zurückgreifen, die sich positiv auf die Ertrags -und Kostenrelation auswirken. Ziel der Geschäftsleitung ist die weitere Optimierung aller betrieblichen Geschäftprozesse und bessere Ausschöpfung noch vorhandener Potentiale.

Dabei ist die Erreichung der Gewinnschwelle an jedem einzelnen Standort und der damit verbundene Beitrag zum Firmenergebnis die Hauptaufgabe, um die unterschiedlichen Marktsituationen der einzelnen Marken gegenseitig auszugleichen und die Existenz des Unternehmens zu sichern.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bietet gute Voraussetzungen im Geschäftsjahr 2011 einen stabilen Umsatz zu erreichen. Auch aufgrund des überalterten Fahrzeugsbestandes von 8,1 Jahren sehen wir hier Potential für eine verstärkte Inlandsnachfrage an Fahrzeugen.

Risiken der Entwicklung sehen wir insbesondere in den hohen Treibstoffkosten sowie diversen Diskussionen zu Russpartikelfiltern, Kfz-Steuern und der Einführung von Fahrverboten. Dies führt zu einer Verunsicherung der Verbraucher und kann sich letztendlich in einer andauernden Kaufzurückhaltung niederschlagen.

Die Verjüngung des Fahrzeugbestandes erhöht das Servicepotential der Marken-Betriebe.

Die Grenzlage zu Polen und Tschechien wird von uns nicht als Nachteil sondern als Vorteil und Chance gesehen. Verkaufsberater sowie Servicepersonal mit polnischen Sprachkenntnissen heben das Niveau der Bedienung ausländischer Kunden und sichern einen Anstieg der Umsätze.

Prognosebericht

Nach dem Jahr 2010 rechnen wir Aufgrund der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage für das Jahr 2011 mit einer Belebung der Fahrzeugnachfrage. Die Entwicklung der ersten zwei Quartale des Jahres 2011 bestätigt diese Prognose. Kostendisziplin, weiterhin straffes Bestandsmanagement und schlanke Betriebsstrukturen werden der Ertragssituation in 2011 positive Impulse verschaffen.

 

Zittau, den 30.06.2011

gez. Hans-Joachim Lust, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen 1.573.221,44
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.395,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.395,00
II. Sachanlagen 1.570.791,07
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 486.679,37
2. technische Anlagen und Maschinen 66.846,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.128,00
4. Geschäfts- und Vorführwagen 943.222,00
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.915,70
III. Finanzanlagen 35,37
1. Beteiligungen 35,37
B. Umlaufvermögen 3.364.697,18
I. Vorräte 2.242.081,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.040.348,50
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.040.348,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 82.267,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.057,89
Bilanzsumme, Summe Aktiva 4.953.976,51

Passiva

 
  31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital 589.953,51
I. gezeichnetes Kapital 451.150,00
II. Kapitalrücklage 159.858,01
III. Verlustvortrag 117.663,40
IV. Jahresüberschuss 96.608,90
B. Rückstellungen 135.437,35
C. Verbindlichkeiten 4.197.974,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.382.874,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.190.779,04
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 815.098,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 670.787,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 30.611,12
Bilanzsumme, Summe Passiva 4.953.976,51

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
1. Betriebsergebnis (GKV) 301.465,00
a) Gesamtleistung (GKV) 11.896.997,52
b) Materialaufwand 8.152.876,66
c) Personalaufwand 1.698.986,77
d) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 280.904,05
e) sonstige betriebliche Aufwendungen -1.462.765,04
2. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.893,84
3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 206.590,09
4. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 129.768,75
5. Steuern vom Einkommen und Ertrag 24.910,88
6. sonstige Steuern 8.248,97
7. Jahresüberschuss 96.608,90

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine "mittelgroße" Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB.

Ihre Rechnungs- und Buchführungspflichten regeln sich nach den Vorschriften des Dritten Buches HGB (§§ 238 ff.) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB).

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sowie des Anlagennachweises

entsprechen § 266 (2) und § 275 HGB.

Im Berichtsjahr sind erstmals die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden, nach den Regelungen des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes, anzuwenden.

Soweit sich durch das BilMoG Änderungen bei Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben haben, wurden die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden angepasst.

Für das Unternehmen besteht nach § 238 HGB Buchführungspflicht.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der § 252 - 256 HGB aufgestellt.

Die Verschmelzung der Autohaus Lust & Co. GmbH und der Lust Management- und Beteiligungs GmbH auf die Autohaus Lust GmbH erfolgte zum 1.1.2010. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst; somit ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nicht gegeben.

Die Verschmelzung erfolgte ohne Kapitalerhöhung gemäß den Regelungen der §§ 2 UmwG ff. in Verbindung mit den §§ 11 bis 13, 19 UmwStG. Es wurden keine neuen Geschäftsanteile im Rahmen der Verschmelzung durch Aufnahme gewährt, da der alleinige Anteilsinhaber aller beteiligten Rechtsträger darauf verzichtet hat. Gemäß § 11 Abs. 2 UmwStG wurden die übergehenden Wirtschaftsgüter mit dem Buchwert in der Schlussbilanz angesetzt.

AKTIVA

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt

und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 410,00 i.S.d. § 6(2) EStG werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und im Anhang als Abgang dargestellt. Der in Vorjahren gebildete Sammelposten wird fortgeführt und über die Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte bei den Neu-, und Vorführwagen auf Basis der Einkaufspreise. Die Bewertung der Gebrauchtwagen erfolgte retrograd. Auf die Gebrauchtwagen wurden im Geschäftsjahr Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Ersatzteile und Material wurden zum gewogenen Durchschnitt gemindert um Gängigkeitsabschreibungen bewertet. Heizölvorräte sind nach der FiFo-Methode bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert vermindert um Wertberichtigungen und unter Beachtung des Niedrigstwertprinzips angesetzt.

Die Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten.

Die im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Disagios werden über die Dauer der Zinsbindungsfrist abgeschrieben.

PASSIVA

Die Bildung von Rückstellungen erfolgte nach den Vorschriften des § 249 HGB und § 306 HGB; sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des zukünftigen Erfüllungsbetrages bemessen. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhanges ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Für den Gesamtbetrag der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände ergibt sich die voraussichtliche Restlaufzeit von einem Jahr (wie Vorjahr).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

- Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenansprüche

- Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses

- Rückstellungen für Gewährleistungen

- Rückstellung für Kosten der Aufbewahrung

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst dargestellt:

Verbindlichkeiten Stand 31.12.10 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
gegenüber Kreditinstituten 3.382.874,79 Euro 3.371.442,75 Euro -
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 229,00 Euro 229,00 Euro -
aus Lieferungen und Leistungen 453.857,87 Euro 453.857,87 Euro -
gegenüber Gesellschaftern 1,00 Euro - -
sonstige Verbindlichkeiten 361.011,87 Euro 361.011,87 Euro -
Summe 4.197.974,53 Euro 4.186.541,49 Euro -

Zum Bilanzstichtag haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch für mit insgesamt T€ 5.304,8 durch nahestehende Gesellschaften in Anspruch genommene Kreditlinien zur Gebrauchtwagenfinanzierung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Gesamtbetrag der

Verbindlichkeiten Sicherheit
2.919.674,08 Euro Sicherungsübereignung der Fahrzeuge

Weiterhin sind die Verbindlichkeiten mit insgesamt eingetragenen Buchgrundschulden von 4,9 Mio. EUR sowie persönlichen Bürgschaften der Gesellschafter besichert.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt und verteilen sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:

Erlöse Neuwagenverkauf T€ 4.349,9
Erlöse Gebrauchtwagenverkauf T€ 2.756,7
Erlöse Werkstatt T€ 3.709,6
Sonstige Erlöse T€ 963,2

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u.a. Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 21,4), Versicherungsentschädigungen (T€ 63,6) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 23,2)

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Gewerbesteuer.

5. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres:

Arbeitnehmer Gesamt
Angestellte: 35
Arbeiter: 27
Azubi: 1
Gesamt 63

Abschlussprüferhonorar

Für den Abschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr 2010 folgende Honorare als Aufwand erfasst:

a) Abschlussprüfungsleistungen 17,1 T€
b) Andere Bestätigungsleistungen 0,0 T€
c) Steuerberatungleistungen 2,4 T€
d) Sonstige Leistungen 0,2 T€

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch:

Herrn Hans-Joachim Lust, Kfz-Meister

Herrn Jost Seiler, Lackierer-Meister

Der Geschäftsführer Herr Hans-Joachim Lust ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Vom Schutzrecht nach § 286 Abs.4 HGB bezüglich der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans (§ 285 Abs. 9 HGB) wird Gebrauch gemacht.

 

Zittau, den 30.06.2011

gez. Hans-Joachim Lust, Geschäftsführer

gez. Jost Seiler, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens

Autohaus Lust Zittau GmbH 31.12.2010

AHK 01.01.2010
EUR
Zugänge
Abgänge -
EUR
Umbuchungen
EUR
Kum. Abschreib. Zuschreibungen -
EUR
Buchwert 31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.813,52 870,59   13.289,11 2.395,00
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.722,91 36.534,85 408655,00 33.233,39 486.679,37
2. technische Anlagen und Maschinen 341.166,69 15.022,54 10.346,08 275.369,38 7.068,00
    -14.097,93      
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 431.989,00 22.451,64 -79.646,08 317.874,56 55.741,00
    -1.179,00      
4. Geschäfts- und Vorführwagen 878.865,22 1.471.182,43 21.373,68 227.070,80 943.387,00
    1.200.963,53-      
5. geleistete Anzahlungen im Bau 416.070,70   -408.655,00   7.415,70
Sachanlagen 1.549.825,82 1.545.191,46 47.926,32- 853.5484139 1.570.291,07
    1.216.240,46-      
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 35,37       35,37

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2011 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Autohaus Lust Zittau GmbH, Zittau, für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dresden, den 3. August 2011

Bavaria
Revisions- und Treuhand Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Will, Wirtschaftsprüfer

gez. Maier, Wirtschaftsprüfer

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