PV-Two UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manuela Wieczorek seit 4.2.2009 | Prokura |
Marius Schnidrig seit 28.10.2004 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dresser Valves Europe GmbHViersenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Bilanz zum 31. Dezember 2008Aktiva
Anhang für das Geschäftsjahr 2008Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren beibehalten. Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDas Sachanlagevermögen sowie die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen EDV-Programme sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich aufgelaufener Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt; die zu Grunde liegenden Nutzungsdauern sind unverändert gegenüber dem Vorjahr. Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 (bis 31. Dezember 2007 EUR 410,00), die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft oder hergestellt wurden, wurden im Zeitpunkt ihrer Anschaffung oder Herstellung unmittelbar als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden analog § 6 Abs. 2a EStG im Zeitpunkt des Zugangs in einem Sammelposten je Geschäftsjahr aktiviert. Der jeweilige Sammelposten eines Geschäftsjahres wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu je einem Fünftel abgeschrieben. Die Bewertung des Vorratsvermögens ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt. Die Herstellungskosten beinhalten Materialkosten, Fertigungslöhne und anteilige Gemeinkosten. Für nicht gängige Bestände wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennbeträgen, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Dem weiteren allgemeinen Ausfallrisiko von Forderungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des Nettoforderungsbestandes abzüglich der einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Die liquiden Mittel und aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Nennwerten bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen sind gemäß § 6a EStG nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % p. a. unter Anwendung der Sterbetafeln von Dr. Klaus Heubeck aus dem Jahre 2005 mit ihrem Teilwert passiviert. Für den Anteil der Pensionsverpflichtung, für den eine kongruente Rückdeckungsversicherung besteht, erfolgte eine Zuschreibung auf den Wert des Rückdeckungsanspruches. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und entsprechen den Beträgen der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Beträge in Fremdwährungen wurden unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips und des Niederstwertprinzips zu den zum Entstehungszeitpunkt geltenden Kursen oder den Stichtagskursen des Abschluss-Stichtages umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage (Anlage zum Anhang) dargestellt. (2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich ausschließlich aus Bruttoforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (TEUR 4.418) abzüglich einer Einzelwertberichtigung von TEUR 16 und einer Pauschalwertberichtigung von TEUR 33 zusammen. (3) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 13.503, wovon TEUR 13.430 aus Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Cashpooling (i. Vj. TEUR 13.305) sowie TEUR 73 aus Lieferungen und Leistungen gegen verschiedene Konzerngesellschaften der Dresser Inc. bestehen. (4) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 413 beinhalten zum größten Teil Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung mit TEUR 382 (i. Vj. TEUR 342). (5) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 1.611. Im Wesentlichen beinhalten diese Prozessrisiken (TEUR 844), Bonus und Tantieme (TEUR 174), Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 131), sonstige Personalverpflichtungen (TEUR 120), nicht genommenen Urlaub (TEUR 81) sowie Garantieverpflichtungen (TEUR 44). (6) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.536 (i. Vj. TEUR 1.857) bestehen gegenüber verschiedenen Konzerngesellschaften der Dresser Inc. und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung(7) Umsatzerlöse Die Umsätze wurden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Ventilen für die Öl- und Gasindustrie, Armaturen für Messtechnik sowie von Kompressoren erzielt. Dabei wurden 24,8 % der Umsätze im Projektgeschäft und 75,2 % der Umsätze im Handel sowie Ersatzteilgeschäft realisiert. Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 23.224 (i. Vj. TEUR 19.111) entfallen in Höhe von TEUR 10.669 auf das Inland und in Höhe von TEUR 12.555 auf das Ausland. (8) Materialaufwand Der in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen enthaltene Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 12.801 (i. Vj. TEUR 10.520). (9) Personalaufwand Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen
(10) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr 2008 keine periodenfremden Erträge in wesentlicher Höhe. Sonstige Steuererstattungen enthalten periodenfremde Erträge aus der Rückerstattung von Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 163. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 210. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr 2008 keine periodenfremden Aufwendungen in wesentlicher Höhe. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen von TEUR 170 aus der Zuführung der Pensionsrückstellung. Sonstige Pflichtangaben(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen TEUR 976 und resultieren aus Miet- und Leasingverträgen. Von diesem Gesamtbetrag sind Verpflichtungen von TEUR 313 innerhalb eines Jahres fällig. (12) Anzahl der Arbeitnehmer Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 29 (i. Vj. 29), wovon 26 Angestellte (i. Vj. 26) und 3 gewerbliche Arbeitnehmer (i. Vj. 3) waren. (13) Geschäftsführer und Geschäftsführungsbezüge Geschäftsführer der Gesellschaft ist Marius Schnidrig, Kaufmann, Zürich/Schweiz. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist Gebrauch gemacht worden, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezieht. (14) Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Dresser Europe GmbH, Hamburg. Der Jahresabschluss der Dresser Valves Europe GmbH wird für den kleinsten Kreis von Unternehmen in den Teilkonzernabschluss der Dresser Europe S.P.R.L., Brüssel/Belgien, einbezogen. Der Teilkonzernabschluss ist am Sitz der Dresser Europe S.P.R.L. erhältlich. Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Dresser Inc., Addison/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Dresser Inc. erhältlich.
Viersen, den 31. August 2009 M. Schnidrig Die Geschäftsführung Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit
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| 2008 | 2007 | |
| TEUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 23.224 | 19.111 |
| 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -14.580 | -12.026 |
| 3. Bruttoergebnis vom Umsatz | 8.644 | 7.085 |
| 4. Vertriebskosten | -4.141 | -4.282 |
| 5. Allgemeine Verwaltungskosten | -998 | -1.424 |
| 6. Sonstige betriebliche Erträge | 340 | 434 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -519 | -351 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 421 | 370 |
| -- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 371 (i. Vj. TEUR 355) -- | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -26 | -18 |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.721 | 1.814 |
| 11. Steuern von Einkommen und Ertrag | -1.235 | -343 |
| 12. Sonstige Steuererstattungen (i. Vj. sonstige Steuern) | 159 | -47 |
| 13. Jahresüberschuss | 2.645 | 1.424 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| 01.01.2008 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2008 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software | 222 | 0 | 0 | 222 |
| Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 162 | 0 | 0 | 162 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 397 | 0 | 0 | 397 |
| 559 | 0 | 0 | 559 | |
| 781 | 0 | 0 | 781 | |
| Abschreibungen | ||||
| 01.01.2008 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2008 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software | 119 | 67 | 0 | 186 |
| Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 162 | 0 | 0 | 162 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 366 | 14 | 0 | 380 |
| 528 | 14 | 0 | 542 | |
| 647 | 81 | 0 | 728 | |
| Nettobuchwerte | ||
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | |
| TEUR | TEUR | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software | 36 | 103 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 0 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17 | 31 |
| 17 | 31 | |
| 53 | 134 | |
Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Armaturenbranche, insbesondere in der Erdölindustrie und Petrochemie, wie auch im Maschinenbau für den Export, verzeichnete einen sehr stark wachsenden Bedarf der sich auch bis weit gegen Herbst 2008 hielt. Mehrere lokale Raffinerien in unserem Verkaufsgebiet haben Erweiterungsanlagen und Umrüstungen für die Einhaltung der neuen Umweltschutzvorschriften bestellt. Dadurch war die Nachfrage bis dahin stabil. Stahlpreise sowie Preise für andere Rohstoffe und Baugruppen verzeichneten auf Grund der starken Nachfrage aus China, Indien und Brasilien einen starken Materialkostenanstieg. Darüber hinaus haben sich die Lieferzeiten im Einkauf auf bis zu 50 Wochen für Spezialarmaturen verlängert. Mehrkosten konnten teilweise an den Markt weitergegeben werden.
Die Fokussierung bei Dresser Valves Europe GmbH (DVE) auf die Masoneilan Regelarmaturproduktegruppe erlaubt gerade in diesen Zeiten auch trotz der nunmehr längeren Lieferzeiten ein weiteres Wachstum der Umsatzerlöse gegenüber 2007 um TEUR 4.113 auf TEUR 23.224. Das ganze DVE-Team war während des Berichtsjahres 2008 stark eingebunden in die Abwicklung von fälligen Lieferungen von den Hauptwerken und in vielen Fällen haben sich auf der Beschaffungsseite die Lieferungen von Gussteile aus Indien und China verspätet.
Der Auftragsbestand im Bereich Regelventilprodukte sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 936 auf TEUR 6.906 zum Ende des Berichtsjahres 2008. Darüber hinaus hatten wir einen erfreulichen Zuwachs des Auftragsbestandes im Bereich der Regelamaturen von 5,6 % zu verzeichnen. Der Gesamtauftragseingang für 2008 betrug damit TEUR 22.260.
Die Fokussierung auf unser Kerngeschäft und die gesteigerte Nachfrage ermöglichte uns in manchen Bereichen eine weitere Steigerung der Marge und zwar trotz stark gestiegener Materialkosten.
Ab dem letzten Quartal 2008 hat sich jedoch die desolate Lage an den Finanzmärkten auf die Realwirtschaft übertragen und ein konjunktureller Abschwung zeichnet sich auch in der Armaturenbranche und insbesondere im Exportgeschäft ab. Große Unternehmen, insbesondere in der Petrochemie, haben zu kurzfristigen Kapazitätsanpassungen im letzten Quartal 2008 ihre Produktion drastisch heruntergefahren. Auf Grund des derzeit noch hohen Auftragsbestandes zum Jahresende 2008 ist der konjunkturelle Abschwung bei Dresser Valves Europe GmbH zunächst noch nicht spürbar geworden.
Forschung und Entwicklung
Die Forschung und Entwicklung wird zentral von unserer Konzernzentrale in Addison/USA, gesteuert. Sämtliche Projekte werden durch den "Management and Goaldeployment Process" definiert und umgesetzt.
DVE unterstützt aktiv die Projekte für unseren lokalen Markt. Darunter ein neues Level Projekt mit SIL 3 Zulassung, die SVI II AP Smart Entwicklung (ein intelligenter Stellungsregler), ein neues globales Ventilberechnungsprogramm ValSpeQ und Kunden-Zulassungen für neue Produkte, sowie weitere lokale kundenspezifischen Wünsche. Weiterhin wird die Vorbereitung und Unterstützung von Messen in Europa durch DVE durchgeführt. Verschiedene Mitarbeiter sind dabei in entsprechenden globalen Projektgruppen beteiligt.
Beschaffung und Produktion
Der Umsatz des Rapid Response Center Viersen, das mit kurzfristigen (Not- und Schnell-) Lieferungen Kunden in unserem Verkaufsgebiet, aber auch Kunden im Übrigen Europa, im Mittleren Osten und in Afrika versorgt, stagnierte in 2008. Die Lagerhaltung von intelligenten Stellungsreglern (Smarts), der Regelventilreihe 21000, Standardersatzteilen sowie Druckreglern wurde entsprechend dem Bedarf angepasst und um TEUR 15 reduziert.
Die Eigenproduktion von Masoneilan beschränkt sich auf einige Sonderarmaturen der HP Serien 600/700/31000 und spezielle kundenspezifische Fertigungen und Ersatzteile.
Die Beschaffung von DVE verteilt sich auf mehrere Werke, sogenannte Center of Excellence. Für bestimmte Ventilbaureihen und vor allem im Zubehör- und Stellungsreglerbereich gibt es spezielle Werke. Das französische Masoneilan Hauptwerk Conde/Frankreich sowie die Werke in Neapel/Italien, Massachusetts/USA, und auch in Tamli Nadu/Indien sind unsere konzerneigenen Stammlieferanten.
Die Beschaffung von großen Gussteilen durch unsere Werke, teilweise auch bereits bearbeitet, erfolgt heute zu einem großen Teil aus Indien, China und Brasilien. Die Werke vor Ort wurden entsprechend stark ausgebaut. Die Hochdruckventilproduktion inkl. Gusslieferungen erfolgt zum Teil aus Europa und USA.
Investitionen
Auf Grund der Investitionen in den Vorjahren, insbesondere im Bereich EDV, wurden im Berichtsjahr 2008 keine Investitionen durchgeführt.
Personal
Der Mitarbeiterstamm mit 29 Mitarbeitern ist unverändert zum Vorjahr. Wir planen für das kommende Jahr eine weitere Zentralisierung der Geschäftstätigkeit am Firmenstammsitz Viersen, und eine Reduktion der Außenbüros. Älteren Mitarbeitern bieten wir, soweit Interesse besteht, Altersteilzeitverträge an. Zurzeit haben zwei langjährige Mitarbeiter diese Möglichkeit wahrgenommen. Hierfür wurde eine entsprechende Rückstellung gebildet. Insgesamt ist die Personalaufwandsquote (definiert als Personalaufwendungen dividiert durch Umsatzerlöse) von 15,1 % in 2007 auf 10,9 % im Berichtsjahr gesunken.
Es wird besonderer Wert auf die Weiter- und Fortbildung unserer Mitarbeiter gelegt. Es wurden entsprechende Mitarbeiterschulungen und Personalgespräche durchgeführt und auch neue Qualitätsziele nach ISO 9000 festgelegt.
Unter Einbeziehung des TÜV-Rheinland (Auftragnehmer für Sicherheitstechnik und Arbeitsmedizin) und des eigenen Umwelt- und Sicherheitsbeauftragten werden regelmäßig auch Umweltaspekte und Verbesserungen diskutiert und notwendige Maßnahmen durchgeführt.
Besondere Ereignisse im Berichtsjahr 2008
Im Berichtsjahr 2008 gab es keine Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Ertragslage
Die Dresser Valves Europe GmbH konnte auf Grund der sehr guten Auftragslage im Berichtsjahr 2008 die Umsatzerlöse um 21,5 % auf EUR 23,2 Mio steigern. Dabei ist die Bruttoergebnismarge (definiert als Bruttoergebnis vom Umsatz dividiert durch Umsatzerlöse) von 37,1 % im Vorjahr auf 37,2 % im Geschäftsjahr 2008 nahezu unverändert.
Gesunkene Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen haben das Betriebsergebnis (definiert als Bruttoergebnis vom Umsatz abzüglich Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen sowie zuzüglich sonstige betriebliche Erträge) von TEUR 1.462 auf TEUR 3.326 steigen lassen. Ursächlich hierfür waren unter anderem niedrigere Personalkosten und niedrigere Kosten für EDV und Kommunikation. Im Vorjahr hatten wir im Zuge der Einführung eines neuen EDV-Systems höhere EDV-Beratungskosten. Die mit der Einführung verbundenen Überstunden haben darüber hinaus die Personalkosten ansteigen lassen. Dabei ist das Verhältnis der Vertriebskosten zu den Umsatzerlösen mit 17,8 % (i. Vj. 22,4 %) gesunken. Das Verhältnis der Verwaltungskosten zu den Umsatzerlösen hat sich mit 4,3 % (i. Vj. 7,5 %) auf Grund der niedrigeren Personalaufwendungen und EDV-Kosten verbessert. Insgesamt ist die Umsatzrentabilität (definiert als Betriebsergebnis dividiert durch die Umsatzerlöse) von 7,7 % in 2007 auf 14,3 % im Berichtsjahr gestiegen. Ebenfalls hat sich der Return on Investment (RoI; definiert als Betriebsergebnis dividiert durch das durchschnittliche Gesamtkapital) von 8,5 % auf 18,0 % verbessert.
Auf Grund des nahezu unveränderten Finanzergebnisses (definiert als sonstige Zinserträge und ähnliche Erträge abzüglich Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen) hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um TEUR 1.907 auf TEUR 3.721 verbessert.
Bei Steuern von Einkommen und Ertrag von TEUR 1.235 sowie sonstigen Steuererträgen von TEUR 159 konnte sich insgesamt der Jahresüberschuss von TEUR 1.424 auf TEUR 2.645 verbessern.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme ist von EUR 18,2 Mio auf EUR 18,9 Mio des Geschäftsjahres 2008 angestiegen.
Zum 31. Dezember 2008 konnte die Anlagenquote (definiert als Anlagevermögen dividiert zum Gesamtvermögen) auf 0,3 % weiter reduziert werden.
Das Umlaufvermögen ist um 4,0 % auf EUR 18,8 Mio zum 31. Dezember 2008 angestiegen.
Die Vorräte sind auf Grund geringerer erhaltener Anzahlungen um TEUR 288 auf TEUR 490 gestiegen.
Darüber hinaus sind die Forderungen und sonstigen Vermögensstände um TEUR 445 auf TEUR 18.285 gestiegen. Hier sind im Wesentlichen gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen ursächlich für den Anstieg. Insbesondere die Forderungen gegen den Cash Pool Führer sind um weitere TEUR 125 auf TEUR 13.430 gestiegen.
Die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft konnte auf Grund des positiven Jahresüberschusses gestärkt werden. Die Eigenkapitalquote (definiert als Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital) beträgt nunmehr 75,6 % (im Vorjahr 63,8 %). Dabei ist die Eigenkapitalrentabilität (definiert als Jahresüberschuss dividiert durch das durchschnittliche Eigenkapital) von 13,1 % in 2007 auf 20,4 % in 2008 auf Grund des höheren Jahresüberschusses gestiegen.
Rückstellungen sind um TEUR 1.516 auf TEUR 2.761 gesunken. Dabei wurde der Rückgang der Steuerrückstellungen um TEUR 1.526 durch höhere Rückstellungen für Pensionen sowie höhere sonstige Rückstellungen geringfügig kompensiert. Verbindlichkeiten sind insgesamt um TEUR 483 auf TEUR 1.832 zurückgegangen, davon sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 26 auf TEUR 42 gesunken. Weiterhin sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 321 auf TEUR 1.536 und die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 136 auf TEUR 254 zurückgegangen.
Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2008 setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | Veränderung | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Kasse | 0 | 1 | -1 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 5 | 9 | -4 |
| Forderungen Cash-Pooling | 13.430 | 13.305 | 125 |
| 13.435 | 13.315 | 120 |
DVE führt seit den 15. Februar 1990 ein Cash-Pooling mit der deutschen Zweigniederlassung der Dresser Europe S.A. in Einbeck durch. An der Werthaltigkeit der Forderung aus dem Cash-Pooling zum Jahresende gibt es zurzeit keine Zweifel.
DVE finanziert sich im Wesentlichen durch Lieferantenverbindlichkeiten (überwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen) und durch Gewinnthesaurierung. Soweit möglich werden Lieferungen für größere Projekte über Kundenanzahlungen vorfinanziert.
Das Risikomanagementsystem der DVE ist unter Berücksichtigung der Größe und der Komplexität der Gesellschaft entsprechend ausgestaltet. Sämtliche erkennbaren Risiken werden erfasst und zusammen mit dem Risikomanagement der Konzernobergesellschaft bewertet und ggfs. Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen eingeleitet.
Die derzeitige Risikosituation berücksichtigt bereits die konjunkturellen Entwicklungen des Geschäftsjahres 2009 und den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010. Die Aktualisierung der Risikoinventur führte zum Ergebnis, dass keine bestandsgefährdenden Risiken zum derzeitigen Zeitpunkt erkennbar sind.
Folgende Risiken wurden zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses identifiziert:
Der Auftragseingang und damit einhergehende Umsatzerlöse sind von der Entwicklung im Energiebereich stark abhängig. In diesem Zusammenhang ist die Entwicklung des Rohölpreises sehr wichtig, da ein hoher Rohölpreis die Investitionsbereitschaft der Kunden von DVE erhöht und ein fallender Rohölpreis die Investitionsbereitschaft entsprechend zurückgehen lässt. Damit wird es bei fallenden und niedrigeren Niveau verharrenden Rohölpreis für DVE schwieriger, das in den letzten Jahren erreichte Umsatzniveau zu halten. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Rohölpreis zwar auf ca. 71 USD/Barrel gefallen, auf Grund unseres hohen Auftragsbestandes macht sich der Rückgang des Rohölpreises zunächst noch nicht bemerkbar.
Darüber hinaus kann sich die aktuelle Lage im Finanzsektor ebenfalls nachteilig auf den Auftragseingang auswirken, da große Investitionsprojekte zurzeit schwer und nur unter hohen Risikoaufschlägen zu finanzieren sind. Dies könnte sich nachteilig auf das bisher sehr starke Projektgeschäft auswirken. Dadurch kann es für DVE schwieriger werden, das erreichte Umsatzniveau langfristig zu halten. Das beschriebene Risiko ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses auf Grund des noch hohen Auftragsbestandes noch nicht eingetreten.
Auf Grund der schwierigen konjunkturellen Lage und der schwierigen Situation im Finanzsektor besteht das Risiko, dass Kunden in eine bestandsgefährende Situation kommen können. Dadurch können Forderungen gegen diese Kunden aus- und zukünftiges Auftragsvolumen wegfallen. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist dieses Risiko jedoch noch nicht eingetreten.
Auf Grund der starken Einbindung in den Dresser Inc.-Konzern werden weitere wesentliche Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft nicht gesehen.
Unter dem neuen Dresser Flow Technology Management werden der Vertrieb und die Beschaffung für die beiden Produktlinien der MASONEILAN Regelventile und CONSOLIDATED Sicherheitsventile wieder zusammengeführt. Man erwartet entsprechende Synergien in den bedienten Märkten, insbesondere für den Kraftwerksmarkt, sowie auch im Rahmen der globalen Materialbeschaffung. Nach dem außerordentlich guten Geschäftsjahr 2008 mit mehr als 21 % Umsatzsteigerung gegenüber 2007, und mit dem Abschwung am Anfang des Jahres 2009 sowie den derzeitigen Projektverzögerungen erwarten wir für 2009 einen um ca. 15 % niedrigeren Umsatz gegenüber 2008. Wir gehen dabei davon aus dass die geplanten Projekte in der zweiten Hälfte des Jahres nun ohne weitere Verzögerungen realisiert werden.
Zusätzliche Chancen für 2009 und in den folgenden Jahren ergeben sich aus den Veränderungen am Gasmarkt. Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland sind große Untergrundgasspeicher zur Sicherstellung einer stabilen Versorgung der Bevölkerung mit Erdgas geplant. Darüber hinaus wurde eine Reihe von neuen Gaskompressorstationen geplant, wobei für einen Großteil dieser Projekte die Finanzierung mehrheitlich gesichert ist.
Weitere Chancen ergaben sich im wachsenden Kraftwerksbereich. DVE versuchte mit großen Kessel- und Turbinenhersteller Rahmenverträge abschließen zu können.
Chancen im traditionellen Geschäft im Raffineriebereich ergaben sich durch geplante und notwendige Umrüstungen nach neuen Umweltvorschriften.
Im derzeitigen schwierigen konjunkturellen Umfeld und auf Grund des starken Einbruchs im Exportgeschäft und den derzeitigen Verzögerungen bei der Finanzierung von Projekten wird in 2009 ein Umsatz von ca. EUR 19,5 Mio und ein Bruttoergebnis vom Umsatz von EUR 7,6 Mio geplant. DVE wird dabei versuchen eventuelle Umsatzrückgänge im Erdölgeschäft mit neuen Aufträgen im Erdgasmarkt und Kraftwerkbau zu kompensieren. Darüber hinaus sehen wir einen gestiegenen Umrüstungsbedarf von Raffinerien auf Grund neuer Umweltvorschriften. Mit den geplanten Restrukturierungsmaßnahmen erwarten wir betriebliche Aufwendungen für 2009 von TEUR 4.653; das erwartete Betriebsergebnis beträgt TEUR 2.952 und 15,2 % der geplanten Umsatzerlöse.
Vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2009 zeigen, dass die geplanten Werte im ersten Halbjahr nicht erreicht werden konnten. DVE konnte einen Umsatz in Höhe von TEUR 8.945 verzeichnen und erzielte ein Bruttoergebnis von EUR 3,5 Mio. Es wurde dabei ein Betriebsergebnis von TEUR 1.232 (13,8 % der erzielten Umsatzerlöse) erzielt. Konsequente Sparmaßnahmen führten jedoch dazu, dass ein Betriebsergebnis von nur TEUR 521 unter den Planzahlen des ersten Halbjahres erreicht werden konnte. DVE geht davon aus, dass unter der Annahme einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im zweiten Halbjahr die geplanten Umsatzerlöse erreicht werden können.
Bei Berücksichtigung der derzeitigen wirtschaftlichen Lage werden für 2010 Umsatzerlöse auf dem Niveau von 2009 geplant. Auf Grund der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen erwarten wir dabei eine leichte Verbesserung des Betriebsergebnisses im Vergleich zu 2009.
Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Viersen, den 31. August 2009
M. Schnidrig
Die Geschäftsführung
Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dresser Valves Europe GmbH, Viersen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 31. August 2009
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(vormals
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)
Zender, Wirtschaftsprüfer
Meurer, Wirtschaftsprüfer
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