EuRec Environmental Technology GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bianca Brodrecht seit 31.1.2022 | Prokura |
Christian Hennig seit 31.1.2022 | Prokura |
Thomas Hayn seit 2.1.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.00% | |
| 2.50% |
| Name | Anteil |
|---|---|
ARJES GmbHEigenbeteiligung | 90.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ARJES GmbHKrayenberggemeindeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der ARJES GmbH, KrayenberggemeindeI) Grundlagen des Unternehmens1. UnternehmenDie Firma ARJES GmbH ist ein in den vergangenen Jahren nachhaltig gewachsenes mittelständisches Maschinenbauunternehmen, welches seit 2007 am Markt tätig ist. Hergestellt werden Recyclingmaschinen, hauptsächlich Schredder für den Zerkleinerungsprozess diverser Ausgangsstoffe (beispielsweise Holz, Müll, Biomasse, Papier, Plastik, Altreifen, Autokarosserien sowie Bauschutt/Beton u. v. m.). Des Weiteren runden die Separationstechnik und der Spezialanlagenbau das Produktspektrum der ARJES GmbH ab. Die ARJES GmbH sieht sich im Bereich der Recyclingtechnik als einer der weltweit wesentlichen Innovationstreiber. Die Firma agiert weltweit und nutzt dazu ein umfangreiches und kontinuierlich wachsendes internationales Händlernetz. Die konsequente Strategieverfolgung als Innovationstreiber sowie als Anbieter mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis der Branche zu sein und die damit verbundene Erschließung neuer Vertriebsmöglichkeiten, beeinflussten neben verschiedenen Sonder- und Einmaleffekten das Jahr 2023 der ARJES GmbH. Bereits in den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Müll-, Holz-, Metall-, Bauschutt- und Betonaufbereitung gestiegen, so dass die ARJES-Maschinen hinsichtlich der Materialzerkleinerung ständig angepasst und verbessert werden, um die Nachfrage bestmöglich bedienen zu können. Effiziente Produktion, gestiegene Maschinenverkäufe und neu verhandelte Komponentenpreise wurden fast vollständig in einem überzeugenden Preis-/Leistungsverhältnis an den Markt weitergegeben. Um sich in diesem zu behaupten zählen Innovationen, Erfahrungen, Zuverlässigkeit und Flexibilität. Mit technischer, ökonomischer und maßgeblicher Innovation bieten die Produkte die größte Anwendungsbreite im Markt und somit wettbewerbsüberlegene Vorteile. Ein weiterer Faktor ist die Nähe zum Kunden, welche durch ein kompetentes Serviceteam garantiert wird. Mit Vertrag vom 30. März 2023 wurden 100 % der Anteile der Firma EuRec Environmental Technology GmbH (EuRec) und eine entsprechende Geschäftsimmobilie in Krayenberggemeinde OT Merkers erworben. Die EuRec ist ein mittelständisches Unternehmen, welches sich seit Firmengründung im Jahr 1995 auf die Fertigung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur von Abfallbehandlungstechnik spezialisiert hat. Im Jahr 2023 erfolgte die Sitzverlegung und damit verbunden der komplette Umzug des Unternehmens von Leimbach nach Merkers, was die Produktionskapazitäten 2023 maßgeblich beeinflusst hat. Die Produktion der EuRec wurde in die Strukturen der ARJES integriert und die Gesellschaft fungierte ab Mitte 2023 als Vertriebsgesellschaft und eigene Marke. Die EuRec ist ein etabliertes Unternehmen und stellt grundsätzlich Maschinen im gleichen Segment, jedoch mit ergänzenden Anwendungsbereichen, wie der ARJES her. Die Maschinentypen sollen das Portfolio der ARJES ergänzen. Insbesondere soll die Marke für den Vertrieb genutzt werden. Zudem erfolgte im Zuge des Umzuges und des Erwerbs einer nun im Eigentum befindlichen Produktionsstätte mit Wirkung zum 1. Juli 2023 eine Umstrukturierung und Neujustierung der Geschäftsfelder. Insbesondere betrifft dies die Produktion und die Vermarktung der bisherigen Impaktor-Modellreihe (Impaktor EVO I und Impaktor EVO II) durch die ARJES Impaktor GmbH. Die ARJES GmbH beabsichtigt mit den vorhandenen und neu erworbenen Ressourcen vor dem Hintergrund eines sehr kompetitiven Marktumfeldes insbesondere für kleinere Maschinen eine Fokussierung und Spezialisierung in erster Linie auf größere und margenstarke Maschinenreihen. Diese Neuausrichtung ist aus Sicht der Gesellschaft die Basis für weiteres Wachstum und eine Fortführung einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben die Geschäftstätigkeit zudem auch im Jahr 2023 weiter geprägt. Die Folgewirkungen der Pandemie und insbesondere des Ukraine-Krieges mit deutlichen Preissteigerungen und anhaltenden Problemen in der Verfügbarkeit von Komponenten haben die operativen Abläufe und insbesondere die planmäßige Produktion deutlich erschwert. Im Absatzbereich setzte sich grundsätzlich der in 2023 bis zum Herbst noch positive Branchentrend und eingeschlagene Wachstumspfad der letzten Jahre fort, wenngleich die Produktions-, Umsatz- und Ertragsziele auch im Jahr 2023 durch die massiven Beeinträchtigungen der Produktion durch die erfolgten Umstrukturierungen und Beeinträchtigung von Zulieferungen durch den Ukraine-Krieg nicht erreicht werden konnten. Der bestehende Auftragsvorlauf war auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr sehr gut. Die grundsätzlich stabile Entwicklung im Inland und insbesondere auch in den Hauptabsatzregionen, getrieben von einem leistungsstarken Produktportfolio in Verbindung mit einem sehr geringen Zinsniveau, hatte die Entwicklung der Gesellschaft in den letzten Jahren und auch im Jahr 2023 trotz Corona und Ukraine-Krieg positiv beeinflusst. Die Verknappung der Rohstoffe sowie ein steigendes Umweltbewusstsein führen zu einem dynamischen Wachstum im Recyclingsektor. Daneben fördert der Bedarf an Maschinen zur Ersatzbrennstoffgewinnung und Metallaufbereitung im Kontext der Krisen den potentiellen Markt. Zudem konnte die ARJES GmbH weiter indirekt von der bisher sehr guten Auftragslage in der Bau- und Entsorgungsbranche partizipieren. Mit den ARJES-Zerkleinerungsmaschinen bildet das Unternehmen das Fundament für den immer stärker werdenden Trend der Energiegewinnung aus bestehenden Baustoffen und Müll. Durch den bestehenden hohen Auftragsvorlauf hat die sich abzeichnende Eintrübung der Baubranche bisher keinen wesentlichen Einfluss. Hiervon profitieren trotz eines intensiven Wettbewerbs auch die deutschen Maschinenbauer. Der Trend geht zunehmend zur Wiederverwertung von Primärrohstoffen. Auf staatlichen Ebenen werden zahlreiche Umweltprogramme und Recyclinglösungen gefördert. Der dadurch bedingte exponentiell wachsende Recyclinganteil führt nicht nur zur Entlastung der Umwelt, sondern auch zur Belebung der Maschinenbaubranche im Recyclingsektor. Ebenso wird die Thematik "Waste to Energy", d. h. Energiegewinnung aus Müll, immer populärer, so dass die ARJES GmbH auch hier mit ihren Produkten das Marktsegment bedienen kann. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck für Hersteller und Lieferanten der Recyclingtechnik weiter zu und die Gefahren eines massiven Preisdrucks werden größer. Die kontinuierliche Analyse der Zielmärkte und der Verkaufsregionen bedarf einer ständigen Weiterentwicklung und Erweiterung des Produktportfolios, um die verschiedenen Anforderungen flexibel bedienen zu können. Innovative, effiziente und wertbeständige Produkte unter kaufmännisch ökonomischen Aspekten sind hier maßgeblich, um auf dem Weltmarkt weiter erfolgreich zu bestehen. Nach wie vor geht es in Deutschland und den wesentlichen Zielmärkten darum, die Ressource Abfall in stofflicher und energetischer Hinsicht möglichst effizient zu nutzen. Stabil zeigte sich deshalb die Auslastung der Maschinenhersteller, insbesondere auch vor dem Hintergrund eines wachsenden Auslandsmarktes. Bestärkt wird dies u. a. durch die Erschließung neuer ausländischer Märkte. II) Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsentwicklung und Auftragslage Im Wirtschaftsjahr 2023 erzielte die ARJES GmbH einen Umsatz von Mio. EUR 56,1. Damit lagen die Umsatzerlöse in erster Linie durch die erfolgten Umstrukturierungen um Mio. EUR 12,2 unter dem Vorjahreswert von Mio. EUR 68,3. Bei der Gesamtleistung, der Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen wurde mit Mio. EUR 56,9 der Vorjahreswert von Mio. EUR 69,8 nicht erreicht. Die Umsatzerlöse beinhalten die Erlöse aus dem Verkauf von Miet- und Vorführmaschinen, wobei die Restbuchwerte im Materialaufwand ausgewiesen werden. Die kurzfristig als Miet- oder Vorführgeräte dienenden Maschinen sowie das Zubehör werden im Umlaufvermögen erfasst und entsprechend der Nutzung bewertet. Insbesondere wurden die Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland weiter durch das gefestigte und kontinuierlich erweiterte Händlergeschäft intensiviert. Dies ist - verbunden mit der Neuausrichtung - die Basis für ein weiteres Wachstum, wirtschaftliche Stabilität und ein verstärktes Exportgeschäft. Durch den hohen Auftragsbestand und Auftragsvorlauf konnten unterjährige Schwankungen durch ungünstige Rahmenbedingungen ausgeglichen werden. Dank des permanent erweiterten Produktportfolios und der vorhandenen vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sowie der Leistungsfähigkeit der Maschinen wurde der Kundenkreis ausgebaut. Sowohl der Vertriebsinnen- als auch der -außendienst und die international tätigen Händler haben dazu beigetragen. So war es möglich, nicht nur langjährige Kunden von dem Mehrwert der ARJES-Produkte zu überzeugen, sondern vor allem auch neuen Kunden und Interessenten die Marke näherzubringen und zu vermitteln. Die Suche nach weiteren Handels- und Kooperationspartnern und die Intensivierung bestehender Verträge spielen gegenwärtig, wie auch zukünftig, eine maßgebliche Rolle. Besonderes Augenmerk liegt hierbei weiterhin auf dem asiatischen, afrikanischen und auf dem nord- und südamerikanischen Markt. Unter den erschwerten Bedingungen der sich eintrübenden Konjunktur und der Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die laufende Produktion und insbesondere auch deren langfristigen Auswirkungen erwies sich das Geschäftsmodell als sehr robust und der nachhaltige Wachstumskurs konnte grundsätzlich fortgesetzt werden. Nach den allgemeinen Effekten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in den Vorjahren ergaben sich 2023 deutliche Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine. Neben den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen ist das Unternehmen durch die vorhandenen Geschäftsbeziehungen auch individuell besonders betroffen. Die Entwicklung hinsichtlich der Verfügbarkeit von Komponenten hatte sich Anfang des Jahres 2023 in Folge des Kriegs weiter verschärft. Bestehende Einkaufskontrakte konnten durch die Lieferanten nicht eingehalten werden. Teilweise wurde und wird hierdurch die Fertigstellung und Auslieferung von Maschinen verzögert. Weiterhin beeinträchtigten branchenweite logistische Einschränkungen das Geschäft. Die eingeschränkte Verfügbarkeit und Planbarkeit von LKWs, Containern und Schiffen beeinflusste sowohl die Beschaffung als auch den Vertrieb. Das Unternehmen bezieht wesentliche Vorprodukte (Stahlbauten) von Zulieferern mit Sitz in der Ukraine (Region Lemberg). Daneben erbringen Geschäftspartner in der Ukraine Leistungen im Bereich der Vormontage von einzelnen Produktreihen. Seit Beginn des Krieges sind diese Produktionsabläufe teilweise gestört. Die Geschäftsbeziehungen und Abläufe haben sich insgesamt verlangsamt und bewegen sich auf einem reduzierten Niveau. Durch den Einzug von Reservisten und operativen Beeinträchtigungen durch den Krieg sind die Produktivität und die Kapazität der Zulieferer eingeschränkt. Insbesondere ist der Abgang einzelner Arbeitskräfte durch Neueinstellungen gut zu kompensieren, diese müssen jedoch immer wieder neu angelernt bzw. in den Produktionsprozess integriert werden. Probleme bestehen auch in der Verfügbarkeit von in der Ukraine selbst beschafften Materialien sowie in der Funktionsfähigkeit der gesamten wirtschaftlichen Infrastruktur. Daneben gibt es logistische Einschränkungen und Beeinträchtigungen bei der Ein- und Ausfuhr von Waren. Bislang konnte schnell auf diese negativen externen Entwicklungen reagiert werden. Durch entsprechende Anpassungen in den Prozessen konnte im Wesentlichen die Produktion in der Ukraine bislang auf einem vertretbaren Niveau aufrechterhalten werden. Entsprechend der weiteren Entwicklung bestehen jedoch Unsicherheiten. Dennoch geht die Geschäftsführung mittelfristig von einem Fortbestand und einer Stabilisierung der Geschäftsbeziehungen aus und sieht den Partner als Chance. Dies begründet sich insbesondere dadurch, dass die Geschäftspartner in der Westukraine an der Grenze zu Polen mithin in einer bislang stabilen und vom Krieg nicht direkt betroffenen Region produzieren. Zur Minimierung der Risiken und Abhängigkeiten werden parallel Beziehungen zu neuen Geschäftspartnern entwickelt. Zudem wurden teilweise Prozessschritte zurück an den eigenen Produktionsstandort verlagert. Möglichen Lieferengpässen mit wichtigen Lieferanten wurde mit unterzeichneten Rahmenabrufverträgen begegnet. Auch der Vorratsbestand zum 31. Dezember 2023 lag aus Sicht der Geschäftsführung durch die Krise auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Ab April 2023 erfolgte die sukzessive Modernisierung des Standortes Merkers und ein kompletter Umzug. Hierdurch waren die Produktion und die sonstigen operativen Abläufe deutlich gestört und auch die Produktivität deutlich beeinträchtigt. Im August/September 2023 wurde der Umzug erfolgreich abgeschlossen und die Produktionsabläufe konnten wieder vollständig aufgenommen werden. Verbunden mit dem Umzug war die operative Trennung des Geschäftsbereiches Impaktor. Auch mussten die Mitarbeiter und Strukturen der erworbenen EuRec integriert werden. Der Erwerb und die Integration der EuRec, die Verlegung der gesamten Produktion an einen neuen Standort sowie die Trennung vom Geschäftsbereich Impaktor stellte im Jahresverlauf 2023 eine enorme Belastung und Kraftanstrengung für alle Strukturen der ARJES dar. Insbesondere haben diese Effekte auch die Produktion und andere operative Prozesse beeinflusst. Dies hat auch Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Daneben bieten diese Entwicklungen aber auch erhebliche Chancen. Diese liegen in einem hinsichtlich der Abläufe und produktionstechnischen Möglichkeiten sehr effizienten neuen Standort. Daneben konnten insbesondere die Leistungsträger im Unternehmen gebunden werden. Eine Fokussierung auf margenstarke mittlere und große Baureihen zusammen mit dem Produktportfolio und Kontakten der EuRec bieten mittel- und langfristig sehr gutes Potential für eine überdurchschnittliche Ertragslage und positive Entwicklung. Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen und einer sich eintrübenden Konjunktur konnte das für das Unternehmen überaus fordernde Geschäftsjahr 2023 und bislang auch 2024 gut und stabil abgeschlossen werden. Das Jahr 2023 blieb zwar insgesamt durch die teilweise auch nicht geplanten Umstrukturierungen hinter den Erwartungen zurück, konnte aber mit einem Umsatz von rd. Mio. EUR 56 und einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen werden. Wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben zudem steigende Kosten. Dies betrifft alle Bereiche wie die Energie-, Material- und Beschaffungskosten, bereits realisierte und erwartete Steigerungen im Personalbereich sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Teilweise konnten diese Steigerungen durch weitere Optimierungen in den Produktionsprozessen kompensiert werden. Daneben wurden und werden kurz- und mittelfristig die gestiegenen Aufwendungen auch durch Preiserhöhungen kompensiert, welche jedoch teilweise erst für Neubestellungen bzw. mit zeitlicher Verzögerung umsetzbar sind. Insgesamt verzichtete das Unternehmen anders als viele Wettbewerber bewusst darauf, die Preiserhöhungen direkt und z. T. vollständig an die Kunden weiterzugeben. Dies belastete auch das Jahresergebnis 2023 deutlich. Hierdurch konnte jedoch der sehr hohe Auftragsvorlauf und die sehr guten Kundenbeziehungen gesichert werden. Daneben sieht das Unternehmen darin aber auch das Fundament für ein weiteres Wachstum nach Überwindung der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Krise. Der Ausbau der Unternehmensstruktur und die Modernisierung und Erweiterung der Produktionskapazitäten erfolgt parallel zur Entwicklung des Unternehmens. Im Fokus der Geschäftstätigkeit stehen die weitere positive Entwicklung der Auftragseingänge und die Durchsetzung am Markt gegenüber der gestiegenen Anzahl an Wettbewerbern. 2. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 138 Beschäftigte (Vorjahr: 158 Beschäftigte). Hinsichtlich der Mitarbeiterzahl gibt es zwei sich überlagernde Effekte. Zum einen wurden die Mitarbeiter der EuRec im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 in die ARJES übernommen. Zum anderen gingen die Mitarbeiter für die Impaktor-Produktion zur ARJES Impaktor über. Das gute Niveau der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern im Rahmen von technischen und kaufmännischen Schulungen, Trainingsprogrammen, Förderprogrammen für Nachwuchskräfte und Vertiefungen des Managementwissens für Führungskräfte ist im abgelaufenen Geschäftsjahr weitergeführt und nochmals intensiviert worden. Der tendenziell wachsende ausländische Absatz und der damit einhergehende Einsatz der Mitarbeiterschaft haben zunehmend Einfluss auf Maßnahmen zur Entwicklung der Fach- und Führungskräfte der Firma. So wurden weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität eingeleitet, damit die ARJES GmbH den Herausforderungen des zukünftigen Wachstums und demografischen Wandels erfolgreich begegnen kann. Dazu wurde zum Zweck der verbesserten Händler- und Kundenbetreuung in Humankapital, vor allem in den Bereichen Vertrieb, Service und Logistik, investiert. Weiterhin konnte durch intensive Bemühungen zahlreiches adäquates neues Personal akquiriert werden, welches die Firma mit seinem Wissen tatkräftig unterstützt. Die ARJES GmbH stellt regional einen attraktiven Arbeitgeber dar. 3. Chancen und Risiken Die ARJES GmbH, als international tätiges Unternehmen, sieht sich mit vielfältigen Risiken konfrontiert. Das sich in einem stetigen Weiterentwicklungsprozess befindliche Risikomanagement ist ein Bestandteil der Geschäfts- und Entscheidungsprozesse und dient zum einen der frühzeitigen Identifikation, Quantifizierung und Berichterstattung von Risiken. Zum anderen sollen auf diese Weise Risiken durch geeignete Maßnahmen begrenzt und bestandsgefährdende Risiken verhindert werden. Das Risikomanagement - als Führungsinstrument und zum Erkennen und Beeinflussen von Einzelrisiken - sowie die Nutzung von Chancen haben im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Das Risikomanagement wird in den kommenden Jahren an die laufend wachsenden Anforderungen angepasst und durch neue Aktivitäten erweitert und ergänzt. Zunächst haben die Corona-Pandemie und im Anschluss die weltweiten Folgen des Ukraine-Krieges mit den Folgewirkungen wie steigenden Einkaufspreisen, Problemen in der Verfügbarkeit von Komponenten und Logistikschwierigkeiten diese Risiken bereits deutlich vergrößert und die Planungssicherheit verringert. Die Entwicklungen auf den Weltmärkten führen zu Herausforderungen im Bereich der Beschaffung im Hinblick auf die Verfügbarkeit und auch der Preisstruktur. Durch eine vorausschauende Produktions- und Bestandsplanung konnten bislang Unterbrechungen in der Produktion weitestgehend vermieden bzw. minimiert werden. Durch die Nutzung von Skaleneffekten konnten trotz teilweise gestiegener Einkaufspreise die Verkaufspreise, entgegen der wesentlichen Konkurrenten, auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Wesentliche Auswirkungen auf die aktuelle Geschäftstätigkeit hat jedoch die Ukraine-Krise. Einerseits verfügt das Unternehmen im Bereich der Vormontage und des Bezuges von Komponenten über wesentliche Geschäftsbeziehungen mit ukrainischen Unternehmen. Diese Beziehungen sind seit Beginn des Krieges beeinträchtigt, bestehen jedoch bislang auf stabilem aber etwas verlangsamtem Niveau fort. Besondere Herausforderungen gibt es insbesondere hinsichtlich des Produktionsvolumens, der Verfügbarkeit von Komponenten sowie der Logistik bei den Zulieferunternehmen. Um diesen Problemen und Risiken zu begegnen, wurden Produktionsprozesse umstrukturiert und z. T. auf interne Kapazitäten umgeschichtet. Zudem werden neue Lieferanten entwickelt. Daneben kam es im Zuge der Ukraine-Krise und auch noch als Folge der Corona-Pandemie zu Lieferschwierigkeiten für wesentliche Komponenten. Neben den Auswirkungen des Ukraine-Krieges stellen nicht vorhersehbare Konjunkturrisiken, allgemeine Risiken aus dem Projektgeschäft, insbesondere in Form des Gewährleistungsrisikos, sowie der Mangel an Fachkräften in Thüringen ein immer größer werdendes Problem für die ARJES GmbH dar. Dieser Entwicklung wirkt das Unternehmen mit der Ausbildung junger Menschen, der Vergabe von Praktika und einer konsequenten Bearbeitung des Marktes für potentielle Bewerber entgegen. Ein gerechtes Entlohnungssystem sowie weitere soziale Leistungen zur Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität sollen die Beschäftigungsfähigkeit weiterhin sichern. Sollte sich die Konjunktur in Deutschland, aber auch weltweit weiter abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten weiter negativ beeinflussen. Gleiches gilt für einen möglichen weiteren Anstieg des Zinsniveaus. Auch daraus können für die ARJES GmbH Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Allgegenwärtig sind ebenfalls Risiken aus Währungsschwankungen sowie der mögliche Anstieg der Inflation. Ebenfalls zu erwähnen sind die hohe Volatilität der Energiepreise sowie der Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Risiken bestehen auch vor dem Hintergrund neuer Produkte und Sonderprojekte in der Projektabwicklung und Gewährleistung. Weitere Risiken resultieren aus dem zunehmend komplexer werdenden Wertschöpfungsprozess und den Abhängigkeiten von Zulieferern. Hierdurch steigt auch der Koordinationsaufwand. Um diesen zu bewältigen, wird perspektivisch in spezielle EDV-Programme investiert und auf fachlich geschultes Personal gesetzt. Die ARJES GmbH steht vor ständig wachsenden Anforderungen. Die Globalisierung und ein zunehmend qualitätsbewusster und preissensibler Markt steigern den Wettbewerbsdruck. Um national und international langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, bedarf es einer Produkt- und Dienstleistungsqualität, die den Kunden langfristig zufriedenstellt. Aktives Betreiben von Qualitätsmanagement ist mit hohem Lenkungs- und Leitungsaufwand der Organisation verbunden. Die ARJES GmbH versucht in dem Gebiet weiterhin stabil zu bleiben und den Qualitätsprozess kontinuierlich zu verbessern. Die Logistikkompetenz stellt einen weiteren kritischen Erfolgsfaktor dar, der mit der Expansion des Auslandsgeschäftes sowie der Komplexität der Waren- und Finanzströme verbunden ist. Für die ARJES GmbH gilt es, diese so optimal wie möglich auszugestalten, um Marktanforderungen stabil entgegenzustehen. Es gilt, dass bereits sehr gute Serviceniveau weiter zu entwickeln und zu optimieren. Risiken, welche insgesamt den Fortbestand der ARJES GmbH gefährden könnten, bestanden weder im Berichtszeitraum, noch sind solche aktuell für die Zukunft erkennbar. Im Zuge des weltweit steigenden Umweltbewusstseins im Recyclingbereich und den damit guten Ertragschancen muss mit zunehmendem Wettbewerb gerechnet werden. Auch in den kommenden Jahren stehen die Entwicklung neuer Maschinen und Lösungen sowie der weitere Ausbau des Produktionsstandortes im Fokus der Unternehmensstrategie. So wurden zum Beispiel in den Vorjahren zwei komplett neue Produktlinien auf den Markt gebracht. Somit verfügt die ARJES GmbH über eines der jüngsten Produktportfolios der Branche. Chancen bestehen in einem weiteren nachhaltigen Wachstum. Hierfür ist die ARJES GmbH durch die vergangenen und die zukünftigen Investitionen sowie das ausgeweitete Produktportfolio gut gerüstet. Durch die sich weiter abzeichnenden Skaleneffekte in der Produktion und im Einkauf kann die Produktionsmenge durch die Intensivierung der Ressourcen erhöht werden. Auch Effizienzeffekte durch die gemeinsame Verwendung von Ressourcen zur Produktion der einzelnen Produkte stellen einen aktuellen Fokus in der Optimierung der Produktion dar. Der damit verbundenen Kostenersparnis steht die Gefahr von Verbundnachteilen, beispielsweise aufgrund möglicher steigender Transaktionskosten, gegenüber. III) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Die im Lagebericht des Vorjahres für das Geschäftsjahr prognostizierten Umsatzerlöse und Ertragsziele konnten in erster Linie durch die nicht geplanten Umstrukturierungseffekte nicht erreicht werden. Das hängt im Wesentlichen mit der ab Mitte Mai stattfindenden Umstrukturierung und Neuausrichtung der Produktion zusammen. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt TEUR 399 und liegt damit vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfeldes um TEUR 2.639 unter dem guten Vorjahreswert von TEUR 3.038. Ursächlich hierfür sind partielle Lieferschwierigkeiten und die Sondereffekte aus der Umstrukturierung. Die Umsatzerlöse haben sich um TEUR 12.199 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 56.072 vermindert. Im Jahr 2022 lagen die Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen bei TEUR 1.492 und beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 735. Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 43) resultieren im Wesentlichen aus der Modernisierung von Produktions- und Bürogebäuden sowie von Außenanlagen. Die Sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 523 deutlich unter dem Vorjahresniveau von TEUR 4.427. Im Vorjahr waren diese geprägt von periodenfremden Sondereffekten durch ein aufgrund eines Vergleichs beendeten Großprojektes aus früheren Jahren. Dafür in Vorjahren gebildete Rückstellungen und erhaltene Anzahlungen waren aufzulösen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren minderten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich von TEUR 52.324 auf TEUR 34.388. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen minderten sich von TEUR 3.502 auf TEUR 2.393. Die Personalaufwendungen minderten sich von TEUR 8.816 auf TEUR 8.028. Maßgeblich hierfür waren u. a. die Effekte 2023. Zum einen wurden die Mitarbeiter der EuRec zum 1.Mai 2023 übernommen, ein Teil der Belegschaft ging im Rahmen der Umstrukturierung zum 1. Juli 2023 zur ARJES Impaktor GmbH über. Die Abschreibungen betrugen TEUR 675 im Vergleich zu TEUR 700 im Jahr 2022. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 4.445 auf TEUR 10.989. Maßgeblich für diese Steigerung ist der in dieser Position erfasste direkte Aufwand aus Umstrukturierungen mit einem Betrag von TEUR 6.956. Demgegenüber stehen niedrigere Aufwendungen aus der Abwertung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie höhere Bestandsveränderungen aufgrund einer Umstellung der Bewertung der Vorräte im Geschäftsjahr, die sich mit TEUR 1.743 ergebniserhöhend auswirken. 2. Finanzlage Der Bank- und Kassenbestand inkl. Wertpapiere betrug zum Bilanzstichtag TEUR 1.578 und ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.819) um TEUR 6.241 gesunken. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war darüber hinaus während des gesamten Geschäftsjahres über die bestehenden Kontokorrentlinien jederzeit sichergestellt. Die Liquiditätslage ist weiterhin stabil und aufgrund der positiven Jahresergebnisse in Verbindung mit einer restriktiven Ausschüttungspolitik kontinuierlich. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte bis zum Jahr 2022 im Wesentlichen durch Eigenmittel. Im Zuge einer gesellschaftsrechtlichen Neuausrichtung durch den Erwerb eigener Anteile und vor dem Hintergrund der Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine und den entsprechenden Beeinträchtigungen durch den Ukraine-Krieg erfolgte im Wesentlichen eine Finanzierung 2022 einerseits durch ein langfristiges KfW-Förderdarlehen und daneben durch ein Darlehen 2023 im Zuge des Erwerbs der EuRec und der Geschäftsimmobilie in Merkers. Die EuRec weist zum Bilanzstichtag einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 427 sowie ein negatives Kapital in Höhe von TEUR 1.440 aus. Der Jahresfehlbetrag entfällt jedoch auf den Zeitraum vor dem Erwerb. Aus Sicht der Geschäftsführung ist der aktivierte Beteiligungsbuchwert in Höhe von TEUR 2.127 werthaltig. Dies deckt sich auch mit der betriebswirtschaftlichen Planung für die EuRec. Insbesondere soll die Marke weiter genutzt und ausgebaut werden. Hierzu plant die Geschäftsführung eine weitere Entwicklung der Marke und Verbesserung der Produktpalette. Hierzu werden verschiedene Maschinen exklusiv unter der Marke EuRec vertrieben. Erste Erfolge konnten bereits realisiert werden und die unterjährigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen der Gesellschaft bis zur Bilanzerstellung bestätigen den eingeschlagenen Weg Die Gesellschaft geht vor diesem Hintergrund und auf Basis einer weiterhin positiven Planung von einer stabilen Entwicklung und einer stabilen Finanzlage aus. 3. Vermögenslage Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine Bilanzsumme von TEUR 33.425 (Vorjahr: TEUR 35.316) und ein Eigenkapital von TEUR 12.226 (Vorjahr: TEUR 11.827) aus. Die Eigenkapitalquote erhöht sich von im Vorjahr 33,5 % auf 36,6 %. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 9.907 getätigt. Die Investitionen betrafen neben dem Erwerb der EuRec und diesbezüglicher Darlehen im Wesentlichen den Erwerb der Immobilie in Merkers sowie die Modernisierung und Erweiterung der vorhandenen Produktionsanlagen. Das Vorratsvermögen nach Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen ist stichtagsbedingt von TEUR 14.585 auf TEUR 16.717 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minderten sich von TEUR 7.714 auf TEUR 4.114. Die im Wesentlichen Umsatzsteuer- und Darlehensforderungen sowie die Forderung aus der Umstrukturierung beinhaltenden sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich stichtagsbedingt von TEUR 1.489 auf TEUR 2.215. Das Eigenkapital erhöht sich von TEUR 11.827 auf TEUR 12.226 und steht damit insgesamt in einem stabilen Verhältnis zur Bilanzstruktur. Die Sonstigen Rückstellungen sind mit TEUR 1.853 im Vergleich zu TEUR 4.266 deutlich gesunken. Die Steuerrückstellungen bewegen sich mit TEUR 2.006 (Vorjahr: TEUR 1.816) über dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich durch die Aufnahme eines langfristigen Darlehens von TEUR 9.875 auf TEUR 12.209. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen minderten sich stichtagsbedingt deutlich von TEUR 6.623 auf TEUR 3.355. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Darlehen bzw. Verbindlichkeiten aus Aufrechnungen sowie Lohn- und Steuerverbindlichkeiten und betrugen TEUR 1.774 im Vergleich zu TEUR 909 im Vorjahr. IV) Nachtragsbericht und Ausblick Aktuell beeinflussen der Ukraine-Krieg und die konjunkturelle Eintrübung, insbesondere in Deutschland, gepaart mit Lieferschwierigkeiten und Inflation das öffentliche Leben und die Geschäftsentwicklung. Auswirkungen der sich intensivierenden Spannungen im Nahen Osten sind noch nicht absehbar. Daneben liegt weiterhin eine individuelle Betroffenheit durch unternehmensspezifische Lieferantenbeziehungen mit ukrainischen Partnern vor. Diese sich stabilisierenden Beziehungen werden vom weiteren Verlauf des Krieges beeinflusst. Die diesbezüglichen Unsicherheiten für das Unternehmen sind gegeben. An der Minimierung der individuellen Risiken - bezogen auf den Ukraine-Krieg - wird permanent durch die Entwicklung alternativer Lieferanten und den Ausbau eigener Kapazitäten gearbeitet. Grundsätzlich führen die aktuellen Entwicklungen zu deutlich erhöhter Planungsunsicherheit, gestiegenen Absatz- und Forderungsrisiken sowie Risiken in den Bereichen Einkauf und Produktion. Hohe Unsicherheiten ergeben sich auch aus den entsprechenden wirtschaftlichen Folgen einer sich eintrübenden Konjunktur in den Exportmärkten. Mittel- und langfristige Folgen sind bislang schwer abzuschätzen. Auch vor diesem Hintergrund prüft die Gesellschaft das Eingehen strategischer Partnerschaften. Durch den Erwerb der Anteile an der EuRec Environmental Technology GmbH und insbesondere des Produktionsstandortes in Merkers sowie die strategische Neuausrichtung erwartet die Geschäftsführung eine Reihe von Chancen und Möglichkeiten für die zukünftige Entwicklung. Insbesondere durch den Erwerb der Immobilie konnte ein bereits entwickelter Produktionsstandort mit hervorragenden Produktionsmöglichkeiten übernommen werden. Durch den vorhandenen Platz und die vorhandene Logistik, wie z. B. Bahnanschluss und vorhandene Krananlagen, soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Serienfertigung weiter auszubauen. Die immer noch gute Auftragslage und die Firmenpolitik der vergangenen Jahre sind Gründe für den trotz des negativen Marktumfeldes noch stabilen Trend, der sich auch in 2024 abzeichnet. Durch weitere Expansionen und Erweiterungen des Produktportfolios sollen in den kommenden Jahren die Umsätze und Erträge weiter gefestigt bzw. mittelfristig wieder gesteigert werden. Mit dem bereits ausgeweiteten Produktportfolio, geplanten Produktneuheiten und einer Preis- und Garantieoffensive wird sich die ARJES GmbH weiter von Wettbewerbern abgrenzen und in der Lage sein, weitere Kundengruppen zu erschließen und somit Umsatzsteigerungen sowie höhere Produktionsstückzahlen zu realisieren. Um zukünftig das von der ARJES GmbH angestrebte Umsatz- und zu steigernde Ertragsniveau sowie die damit verbundene Neukundenakquise sicherzustellen, sind neben der Sicherstellung der Produktion die Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten Kernaufgabe der Geschäftsführung. Daneben gilt es, die Kernprozesse im Unternehmen an die aktuellen Entwicklungen anzupassen und diese zu optimieren. Wenngleich die expansive Umsatzentwicklung der letzten Jahre abflacht, konnte auch 2024 ein weiter stabiler Auftragseingang festgestellt werden. Stand Mai 2024 sind die vorhandenen Produktionskapazitäten für das Jahr 2024 im Wesentlichen mit der Abarbeitung bestehender Bestellungen ausgelastet. Die Gesellschaft geht für die Jahre 2024 und 2025 bei einer gleichbleibenden Wirtschaftslage und einer nicht weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges von einer grundsätzlich positiven und im Wesentlichen stabilen Geschäftsentwicklung aus. Basierend auf der strategischen Neuausrichtung und den Unternehmensplanungen wird für 2024 mit einem leicht steigenden Umsatzniveau bei einem wieder deutlich positiven Jahresergebnis gerechnet. Für das Jahr 2025 wird von einem weiter deutlich steigenden Umsatzniveau und einem moderat steigenden Jahresüberschuss ausgegangen.
Krayenberggemeinde OT Merkers, 11. Juli 2024 Geschäftsführung ARJES GmbH BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der ARJES GmbH, Krayenberggemeinde1 Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der ARJES GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. 2 Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma ARJES GmbH mit Sitz in Krayenberggemeinde OT Merkers (bis 10. August 2023: Leimbach) im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 501675 eingetragen. 3 Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle erfolgte nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung. Die Bewertung der Bilanzposten erfolgte nach dem Prinzip der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, welche dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Bewertung der selbst erstellten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte vereinfachend retrograd ausgehend vom Absatzmarkt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Erfassung von kurzfristig zu Test- oder Demozwecken an Kunden überlassenen Maschinen erfolgt im Umlaufvermögen. Ab dem Geschäftsjahr 2017 werden die Erlöse aus dem Verkauf von Miet- und Vorführmaschinen unter den Umsatzerlösen und der Restbuchwert unter den Materialaufwendungen ausgewiesen. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten der Vorräte sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen pauschal einbezogen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte vereinfachend retrograd ausgehend vom Absatzmarkt unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigstellungsgrades. Hinsichtlich der Vergleichbarkeit und Bilanzierungsstetigkeit im Vergleich zu den Vorjahren wird auf Abschnitt 4 verwiesen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, das heißt, es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Die Vorräte unterliegen handelsüblichen Eigentumsvorbehalten bzw. dienen als Sicherheit für finanzierende Kreditinstitute. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Im erforderlichen Umfang erfolgte die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Flüssige Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in fremder Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 4 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist im Geschäftsjahr durch eine Umstrukturierung und Neujustierung der Geschäftsfelder (Impaktor Modellreihe) mit Wirkung zum 1. Juli 2023 beeinflusst. Darüber hinaus wurden mit Vertrag vom 30. März 2023 100 % der Anteile an der Firma EuRec Environmental Technology GmbH (EuRec), eine Geschäftsimmobilie und weitere Vermögensgegenstände erworben. Nachfolgend dargestellte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, sachverhaltsgestaltende Maßnahmen sowie die Ausnutzung von Ermessensspielräumen haben wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft: Die Vorratsbestände in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden einer pauschalen Abwertung unterzogen. Im Geschäftsjahr beläuft sich der Abwertungssatz auf 1,5 %, im Vorjahr auf 15,0 %. Die von der EuRec erworbenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden in Höhe von 10 % pauschal abgewertet. Dies führte im Jahresabschluss zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe von TEUR 1.433. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte im Geschäftsjahr ausgehend vom Verkaufspreis retrograd mit einem Wertansatz von 82 %. In den Vorjahren belief sich der vom Verkaufspreis ausgehende Wertansatz auf 60 %. Die fertigen Erzeugnisse in Form von Gebrauchtmaschinen wurden im Vorjahr einer pauschalen Abwertung in Höhe von 25 % unterzogen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine individuelle Beurteilung des Wertes der Gebrauchtmaschinen, so dass auf eine pauschale Abwertung verzichtet wurde. Dies führte im Jahresabschluss zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe von TEUR 310 5 Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel gemäß der Anlage zum Anhang dargestellt. Angaben zu den Finanzanlagen gemäß § 285 Nr. 11 i. V. m. § 271 Abs. 1 HGB:
1) Die Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2022, da der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 noch nicht vorliegt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Sie enthalten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 315.705,19 (Vorjahr: EUR 0,00). Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten zum Bilanzstichtag keine Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr: EUR 14.556,08). Darüber hinaus beinhalten die Sonstigen Vermögensgegenstände Aufrechnungen bzw. kurzfristige Darlehen, Umsatzsteuerforderungen und sonstige Forderungen, die alle innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig sind. Bei den Sonstigen Rückstellungen handelt es sich in erster Linie um Rückstellungen für Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten und Personalkosten. Die Sonstigen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 790; Vorjahr: TEUR 2.946) sind im Geschäftsjahr durch die erwähnte Umstrukturierung und Neujustierung der Geschäftsfelder (Impaktor Modellreihe) beeinflusst. Der in diesem Zusammenhang abgegangene Betrag der Rückstellung beläuft sich auf TEUR 1.761. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die zum Bilanzstichtag bestehenden Avale bestehen neben Grundschulden Sicherungsabtretungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sicherungsabtretungen diverser Fahrzeuge und Maschinen sowie Vorräte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen teilweise marktüblichen Sicherheiten wie Eigentumsvorbehalten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen neben laufenden Personalverbindlichkeiten nebst Steuern und Sozialabgaben im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Aufrechnungen und Darlehen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 169.728,49 (Vorjahr: 269.599,07 EUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 35.348,27). Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 13.789,17 (Vorjahr: EUR 0,00) ausgewiesen. Sie resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft setzen sich nach ihrer Fristigkeit wie folgt zusammen: Der Gesamtbetrag der besicherten Verbindlichkeiten i. S. d. § 285 Nr. 1b) HGB beträgt EUR 12.209.297,67 (Vorjahr EUR 9.874.601,27). Als Sicherheiten bestehen Pfandrechte, Sicherungsübereignungen sowie Forderungsabtretungen. Darüber hinaus bestehen geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte. 6 Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse teilen sich gemäß § 285 Nr. 4 HGB einerseits in rund 80 % Maschinenlieferungen und 20 % Servicegeschäft und Teileumsätze auf. Rund 25 % der Umsatzerlöse betreffen die EU, 42 % das Inland und 33 % Drittländer. Unter den Umsatzerlösen werden periodenfremde Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 280.000,00 ausgewiesen. Die in den Sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf EUR 250.000,00 (Vorjahr: EUR 1.858.704,52). Weitere für die Gesellschaft wesentliche periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen (Vorjahr: EUR 2.040.000,00, basierend auf einem geschlossenen Vergleich aus einem stornierten und bereits in Vorjahren angearbeiten und angezahlten Großprojekt). Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten EUR 0,00 Erträge aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: EUR 92,63). Unter dem Personalaufwand werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 14.237,67 (Vorjahr: EUR 20.355,04) ausgewiesen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 868,19). Unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 13.422,63 (Vorjahr: EUR 77.162,43) ausgewiesen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung aus im Geschäftsjahr erfolgten Umstrukturierungen in Höhe von EUR 6.956.014,77 (Vorjahr: EUR 0,00). Unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Zinserträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 81.170,23 (Vorjahr: EUR 0,00) ausgewiesen. 7 Sonstige Pflichtangaben Haftungsverhältnisse bestehen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 255. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des betreffenden Unternehmens als sehr gering eingeschätzt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen sowie sonstigen vertraglichen Verpflichtungen, welche jedoch noch von künftigen Ereignissen beeinflusst sein können, belaufen sich auf TEUR 1.585. Wesentliche und unübliche Verpflichtungen aus Bestellungen zu Anschaffungen von Gegenständen des Anlagevermögens bestehen nicht. Verpflichtungen zur Rücknahme von Waren liegen nicht vor. Daneben bestehen rollierende branchenübliche Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten für das Umlaufvermögen. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Thomas Hayn ausgeübter Beruf: Kaufmann, Geschäftsführer. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 20 (netto) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Das Unternehmen hat verschiedene Beziehungen mit Gesellschaftern bzw. nahestehenden Personen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB. Diese umfassen einerseits zu marktüblichen Bedingungen bzw. aus Sicht der Geschäftsführung nicht wesentliche Geschäftsführer- und Arbeitnehmertätigkeiten sowie Darlehensbeziehungen. Daneben bestanden im Geschäftsjahr gegenüber Nahestehenden erbrachte Lieferungen und Leistungen mit einem Jahresvolumen von rd. Mio. EUR 14,2 und bezogene Lieferungen und Leistungen mit einem Jahresvolumen von rd. Mio. EUR 10,5. Im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 138 Beschäftigte (Vorjahr: 158 Beschäftigte). Die Angabe betrifft 94 Arbeiter, 40 Angestellte und 1 Auszubildende sowie 3 geringfügig Beschäftigte. Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die noch in der Gewinn- und Verlustrechnung oder in der Bilanz zu berücksichtigen gewesen wären. 8 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 399.162,74 auf neue Rechnung vorzutragen.
Krayenberggemeinde OT Merkers, 11. Juli 2024 ARJES GmbH Geschäftsführung
sonstige Berichtsbestandteile
Krayenberggemeinde OT Merkers, 11. Juli 2024 ARJES GmbH Geschäftsführung Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die ARJES GmbH, Krayenberggemeinde Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ARJES GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARJES GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 11. Juli 2024 ECOVIS
Wirtschaftstreuhand GmbH
Christoph Daut, Wirtschaftsprüfer Sven Blechschmidt, Wirtschaftsprüfer |
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