Böpple Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jacqueline Angelina Böpple seit 21.6.2023 | Geschäftsführer |
Madeleine Böpple seit 7.1.2015 | Geschäftsführer |
Dominik Böpple seit 2.9.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Böpple Automotive GmbHEsslingen am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtDarstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 spielte die Coronakrise im allgemeinen Wirtschaftsverkehr keine Rolle mehr. Zu Beginn des Jahres 2023 verschärfte allerdings der Krieg in der Ukraine die Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer zunehmend. Vor allem die Energiekosten waren zum Jahresbeginn 2023 ähnlich zum Jahr 2022 auf einem sehr hohen Niveau. Dies hatte weiterhin Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit der Marktteilnehmer. Durch politische Maßnahmen und durch Handlungen der Wirtschaft selbst wurde versucht, diese Entwicklung in den Griff zu bekommen. Dies ist im Verlauf des Jahres 2023 in Bezug auf die Energiepreise durchaus gelungen, was die Senkung der Inflationsrate bezogen auf die Energiekosten vom Wert im Jahr 2022 in Höhe von 29,7% auf nunmehr 5,3% im Jahr 2023 ergab. Der Markt war im Jahr 2023 aber weiterhin angespannt. Die Inflationsrate auf den gesamten Verbraucherpreisindex lag mit 5,9% im Vergleich zu 6,9% im Vorjahr immer noch deutlich über dem Zielwert der EZB. Größter Treiber waren die Nahrungsmittelpreise sowie die Haushaltsenergie (14%). Dagegen konnte bei den Kraftstoffen eine Preissenkung im Durchschnitt festgestellt werden, was mit einer Stärkung der Logistikbranche verbunden war. Ohne Berücksichtigung von Nahrungsmittelpreisen und Energie ergibt sich für das Jahr 2023 eine Inflation von 5,1%. Die geschilderte Situation wirkte sich auch auf das Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2023 aus. Nachdem im Vorjahr noch von einer Steigerung von 1,9% bzw. 0,7% zum Vorkrisenniveau berichtet werden konnte, ergab sich ein negatives Wachstum im Jahr 2023 von 0,3%. Gründe hierfür sind die Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Gerade die Baubranche war von dieser Entwicklung stark betroffen. Zu einem geringeren Anteil auch der Verkehr und Logistikbereich. Positive Impulse setzte die Automobilindustrie. Hinsichtlich der unternehmensindividuellen Auswirkungen aus dieser Situation wird auf die weiteren Erläuterungen des Lageberichts verwiesen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren mitunter 333.000 Personen (0,7%) mehr als im Jahr davor. Noch nie waren der Anzahl nach mehr Personen in Deutschland beschäftigt. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 u.a. durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu, was den demografischen Wandel überkompensierte. Der Beschäftigungsaufbau fand ausschließlich im Dienstleistungsbereich statt. Auch hinsichtlich der Beschäftigungssituation unserer Unternehmung wird auf die weiteren Erläuterungen im Bereich Mitarbeiter verwiesen. Die Vermutung aus dem Lagebericht 2022, dass sich ein negativer wirtschaftlicher Effekt aus der staatlichen Haushaltssituation ergeben wird, war leider zutreffend. Der Staat hat zwar sein Finanzierungsdefizit von rund 97 Mrd. Euro aus dem Vorjahr auf 83 Mrd. Euro im Jahr 2023 begrenzt, jedoch ergab sich in den Jahren 2020 bis 2023 nun in jedem Jahr ein erhebliches Finanzierungsdefizit. Begründet ist dies in der Finanzierung von nahtlos aufeinanderfolgenden Krisen (Flüchtlingsstrom, Coronapandemie, Ukrainekrieg). Gepaart mit dem deutlich gestiegenen Zinsniveau stellt die Staatsverschuldung allerdings ein erhebliches Risiko für die gesamtwirtschaftliche Lage der Bundesrepublik Deutschland dar. Geschäftsentwicklung Aus der Schilderung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wäre eigentlich auch für die Böpple Automotiv GmbH nicht zwingend eine positive Geschäftsentwicklung zu erwarten gewesen. Auch die Böpple Automotive GmbH kann sich vor den allgemeinen Rahmenbedingungen, trotz der langjährigen und an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnten ausgewogenen Geschäftspolitik, nicht vollständig freimachen. Umso erfreulicher ist, dass unsere Unternehmung auch in diesen allgemein schwierigen Krisenzeiten erfolgreich ist und den Erfolg vielmehr ausbauen kann. Die Gesamtleistung konnte durch die qualitativ hochwertige Leistungserbringung auf 32 Mio. Euro und das Jahresergebnis auf 7,6 Mio. Euro gesteigert werden. Dies zeigt die gute und erfahrene Zusammenwirkung aller im Unternehmen beteiligten Personen und ist auch gegenläufig zur Entwicklung der gesamten Logistikbranche. Die Auftragslage konnte nicht nur stabilisiert werden, sondern im Jahr 2023 ausgebaut und für die mittelfristige Planung gesichert werden (Vertragslaufzeiten). Das in den Vorjahren neu begonnene Geschäftsfeld der Finanzanlagen entwickelt sich stetig fort bzw. wird von der Böpple Automotive GmbH auch bewusst fortentwickelt. Geschäftsfelder Die Kernkompetenz der Unternehmung umfasst weiterhin kundenspezifische, innovative Transportlösungen von Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten, im Besonderen geschlossene Fahrzeugtransporte für die Automobilhersteller sowie deren Lieferanten. Wir decken sämtliche Teilbereiche des Überlandtransportprozesses ab. Eine effiziente Projektabwicklung koordiniert und optimiert die Leistungserbringung und Leistungsfähigkeit unserer Unternehmensbereiche. Die Böpple Automotive GmbH ist an den drei Standorten vertreten - am Hauptsitz in Esslingen sowie an den Betriebsstätten in Ebersbach und Weil im Schönbuch. Dieser Geschäftsbereich wird auch weiterhin der Hauptbereich der Böpple Automotive GmbH sein, auch wenn die bereits erwähnte, positive Entwicklung des Finanzanlagebereichs erfreulich ist. Dieser Bereich soll den Kernbereich der Unternehmung flankieren und langfristig stabilisieren. Die beiden Bereiche unterstützen sich daher gegenseitig. Das Ergebnis ist nunmehr eine stetige Erweiterung der vorhandenen Betriebsstätten. Im Bereich der Finanzanlagen ist auch zu erwähnen, dass aufgrund der Steigerung der Marktzinsen auch Festgeldanlagen und Sparbriefe lukrativ für die Unternehmung sind. Dies ist der in den Vorjahren aufgebauten, guten Eigenkapitalsituation der Gesellschaft geschuldet. Eingangs wurden die schwierigen Marktbedingungen erwähnt, die für viele Unternehmungen durch die gestiegenen Zinsen ausgelöst wurden. Die Böpple Automotive GmbH profitiert aufgrund ihres wirtschaftlichen Erfolgs in den Vorjahren nun von dieser Situation. Mitarbeiter und Sozialbereich Dass es nicht nur in Deutschland, sondern sogar bezogen auf die gesamte EU einen erheblichen Fachkräftemangel gibt, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Ob sich hier in den nächsten Jahren eine Verbesserung zeigen wird, ist mehr als fraglich. Die Situation muss allerdings akzeptiert werden und es müssen Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Nur so kann der dauerhafte Erfolg der Unternehmung gesichert werden. Die Böpple Automotive GmbH hat bestehende Förderprogramme der Mitarbeiter im Bereich von Fort- und Weiterbildungen natürlich auch im Jahr 2023 durchgeführt. Dies auch, damit die hohe Qualität der Leistungserbringung der Unternehmung weiterhin gesichert werden kann. Gerade diese Qualität schätzen die Kunden des Unternehmens und honorieren dies mit langfristigen Vertragsabschlüssen, die für eine gute Planbarkeit in der Unternehmung sorgen. Neben einer marktgerechten Vergütung wurden auch alle Möglichkeiten der Nettolohnoptimierung für die Mitarbeiter (z.B. Bereich Reisekosten, Inflationsausgleichsprämien) genutzt. Neue gesetzliche Möglichkeiten wurden umgehend beachtet. Die internationalen Lieferstrecken sind darüber hinaus sehr interessant für die Mitarbeiter, da die steuerfreien Zulagen für die Mitarbeiter für Auswärtstätigkeiten im Ausland deutlich höher sind, wie bei Inlandstätigkeiten. Die Tatsache, dass die durchschnittliche Mitarbeiterzahl bei 100 Mitarbeitern vollständig stabilisiert werden konnte, zeigt, dass der Bereich Mitarbeiter und Soziales durch die Geschäftsleitung gut geführt wird. Investitionen Die Böpple Automotive GmbH hatte im Geschäftsjahr 2023 einen negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von ca. 1,9 Mio. Euro. Dieser Wert lag im Jahr 2022 noch bei ca. 2,1 Mio. EUR. Betrachtet man den Cashflow aber im Detail, ist ersichtlich, dass Investitionen in das Sachanlagevermögen von 2,8 Mio. Euro getätigt wurden. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 0,8 Mio. Euro. Gestiegen ist im Jahr 2023 vor allem der Rückfluss aus der Veräußerung von Anlagevermögen von ca. 0,7 Mio. Euro. Dieses Anlagevermögen war zu einem Großteil abgeschrieben und sorgte für erhebliche Buchgewinne. Da der Gesamtcashflow aus Investitionstätigkeit nur um 0,2 Mio. Euro gesunken ist, ist ersichtlich, dass das Anlagevermögen im Bereich der Zugmaschinen und Auflieger durch Investitionen modern gehalten wird. Ein Investitionsstau liegt in weiter Ferne. Auch das beeinflusst den Unternehmenserfolg positiv. Die Investitionen in die Finanzanlagen waren im Jahr 2023 gering. Für das Jahr 2024 sind aber deutlich größere Investitionen in diesem Bereich geplant. Darstellung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage Ertragslage Die Gesamtleistung der Gesellschaft liegt im Jahr 2022 bei rund 32 Mio. EUR. Im Vorjahr lag die Gesamtleistung bei ca. 28,2 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung der Gesamtleistung von rund 13,5% gegenüber dem Vorjahr, nachdem im Vorjahr noch ein Rekordanstieg von ca. 63% ausgewiesen wurde. Die Ertragslage ist auch im Jahr 2024 gleichbleibend gut. Die Unternehmung ist somit nachhaltig im Geschäftsumfang gewachsen. Die gestiegene Gesamtleistung der Unternehmung hatte selbstverständlich zur Folge, dass auch die bezogenen Fremdleistungen wie auch die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen sind. Die Fremdleistungen um 1,9 Mio. Euro, die Personalkosten um 0,4 Mio. Euro. Das Verhältnis von Umsatzsteigerung zu den nennenswerten, variablen Kosten ist aber positiv. Dies bedeutet, dass die Steigerung der Gesamtleistung wirtschaftlich sinnvoll war und es auch für die Zukunft sein wird. Daneben zeigt dieses Verhältnis die qualitativ gute Kalkulation von Projekten durch die Geschäftsführung. Die Fahrzeugkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. Euro gesunken. Dieser deutliche Rückgang basiert v.a. auf gesunkenen Treibstoffkosten. Zum einen wird in diesem Punkt auf die Ausführungen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zur Inflation verwiesen. Treibstoffkosten sind allgemein gesunken. Daneben konnte die Geschäftsführung durch gezielte Vereinbarungen mit einem bestimmten, europaweit tätigen Tankstellenbetreiber, Dauerrabatte vereinbaren. Auch dieser variable Kostenblock wurde damit gesenkt und fixiert. Das minimiert zusätzlich das Risiko bei einer Ausweitung der Gesamtleistung. Die Umsatzrendite gegenüber dem Vorjahr ist in der Konsequenz nochmals um 3,4% gestiegen. Selbst die Eigenkapitalrentabilität wie auch die Gesamtkapitalrentabilität befinden sich trotz thesaurierter Gewinne und somit erhöhter Bilanzsumme auf dem Vorjahresniveau. Finanzlage Bereits in den Geschäftsjahren vor Beginn der Pandemie hat die Geschäftsleitung eine Liquiditätsstrategie der nahezu vollständigen Gewinnthesaurierung verfolgt. Dies hat dafür gesorgt, dass die Unternehmung schon lange keine Liquiditätsprobleme hat und von steigenden Zinsen nicht negativ, sondern durch den Ausbau des Geschäftsfelds der Finanzanlagen eher positiv beeinflusst wird. Auch der Jahresüberschuss 2023 soll zunächst wieder vollständig thesauriert werden. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt daher mehr als 26 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag weisen die Girokonten der Unternehmung einen Stand von ca. 11,7 Mio. EUR aus. Mit diesen Geldmitteln könnten alle Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (inkl. Verbindlichkeiten 1 bis 5 Jahre) nicht nur vollständig, sondern fast vierfach, getilgt werden. Die Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen betragen zudem ca. 4,7 Mio. EUR wobei es zu erwähnen gilt, dass auch im Jahr 2023 wie in den Vorjahren keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnet wurden. Sonstige Vermögensgegenstände bestehen darüber hinaus noch in Höhe von 962 T€. Abschließend können noch die langfristigen Finanzanlagen in Höhe von fast 4 Mio. Euro aufgeführt werden. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung. Die Aufrechterhaltung dieser Struktur soll auch in der Zukunft beibehalten werden, da wir hierin auch die Basis sehen, zukünftig erfolgreich zu arbeiten und stets unsere finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Gleichzeitig sollen aber finanziell auch belastende Investitionen nicht unterbleiben, da auch dies eine Voraussetzung für dauerhaften, wirtschaftlichen Erfolg ist. Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5.890€ erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung von ca. 25%. Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahreswert um 964 T€ und somit um ca. 14,9% erhöht. Da die Abschreibungen nur unwesentlich erhöht sind, ergibt sich die Erhöhung aus Investitionen. Auf die Ausführungen unter der Rubrik Investitionen wird verwiesen. Die Finanzanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr sogar leicht verringert. Es wurden keine neuen Finanzanlagen ausgegeben. Vielmehr erfolgte eine Tilgung. Der Bereich wird im Jahr 2024 wieder erweitert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen auf 4.762 T€ und somit um 319 T€ gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen ca. 16,1 % des Gesamtvermögens. Forderungsverluste sind im laufenden Geschäftsjahr sowie in den Vorjahren nicht in nennenswerter Höhe vorhanden. Der Forderungsbestand ist daher gesichert. Die liquiden Mittel sind wie bereits im Vorjahr gestiegen. Dies ist der Thesaurierungspolitik der Geschäftsführung geschuldet. Die Steigerung lag trotz der Investition in den Finanzanlagebereich bei 3.789 T€. Mit den vorhandenen Geldmitteln könnten alle Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (inkl. Verbindlichkeiten 1 bis 5 Jahre) zum Bilanzstichtag 31.12.2023 mehrmals getilgt werden. Ein Liquiditätsengpass in den nächsten Jahren ist daher nicht zu erwarten. Das Eigenkapital der Gesellschaft konnte durch stetige Gewinnthesaurierung weiter gesteigert werden. Es beträgt zum Bilanzstichtag nunmehr 26.336 T€. Hierdurch nimmt das Eigenkapital einen Anteil von 89,2 % der Bilanzsumme ein. Die Eigenkapitalquote konnte gegenüber dem Vorjahr somit um ca. 10% erhöht werden. Gleichzeitig ist aber die Eigenkapitalrendite um ca. 1,7%-Punkte gesunken. Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, was v.a. auf die Bezahlung von Steuerrückstellungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren wie schon in den Vorjahren ausschließlich aus der Finanzierung der LKW-Flotte. Die Verbindlichkeiten haben sich um 1.066 T€ gegenüber dem Vorjahr auf 1.158 T€ verringert. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der nächsten zwei Jahre vollständig zurückgeführt. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken und die Darstellung der Investitionsvorhaben im folgenden Jahr / Prognosebericht Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit potentiellen Risiken ist ein wichtiger Bestandteil der soliden Unternehmensführung unserer Gesellschaft. Wir haben daher bereits in den Vorjahren Maßnahmen zur Risikoerkennung, Risikoanalyse und Risikokommunikation im Unternehmen implementiert. Die sind vor allem detaillierte Planungs- und Kontrollinstrumente (Controlling-Reports, laufende Ergebnisentwicklungsanalyse, Abweichungsanalyse). Gerade der Bereich der IT-basierten Kontrollsysteme und somit die laufende, automatisierte Kontrolle des laufenden Geschäfts wurde ausgeweitet, um auch in der Zukunft eine leistungsfähige aber stets auch finanzierbare Kontrolle der Unternehmung zu gewährleisten. Wir haben bereits in der Vergangenheit diese Kontrollmechanismen gezielt erweitert. Diese Erweiterungen betreffen v.a. KI basierte Lösungen im Bereich Automatisierung, Nutzung von Schnittstellen, Eliminierung von Mehrfachprozessen und hierdurch die Schaffung von Synergieeffekten. Ein großes Risiko für die gesamte Wirtschaft wird in den nächsten Jahren die digitale Transformation. Für diese sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Beispielhaft soll auf die Einführung der E-Rechnung durch eine EU-Richtlinie mit verpflichtender Umsetzung zum 01.01.2025 verwiesen werden. Es wird dann für alle Unternehmen verpflichtend sein, elektronische Rechnungen zu empfangen und zu versenden. Unser Unternehmen ist europaweit tätig. Vor allem die korrekte Deklaration von Umsatzsteuerbeträgen in verschiedenen Mitglieds- und Drittstaaten ist elementar. Hier wurde im Laufe des Jahres ein sehr automatisierter Prozess geschaffen, der fehlerhafte Rechnungsstellungen ausschließt. Aufgrund der hohen Umsätze der Unternehmung ist dies ein nennenswertes Risiko, das eliminiert werden konnte. Für die Zukunft bildet die aktuelle Digitalstruktur im Unternehmen eine absolut ausreichende Basis für eine reibungslose Umsetzung der E-Rechnung zum 01.01.2025. Dieses allgemeine wirtschaftliche Risiko aller Unternehmen konnte bezogen auf die Böpple Automotive GmbH für die Zukunft bereits heute vermieden werden. Die Inflation ist für die Gesellschaft kein zu großes Risiko. Das zeigt sich gerade an den letzten beiden Jahren. Die Inflation hat sich nicht negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Für die Zukunft wird dies auch nicht erwartet, da die Geschäftsführung hier bereits vorausschauend gegengesteuert hat. Mit Treibstofflieferanten wurden gute Dauerkonditionen ausgehandelt. Darüber hinaus bestehen mit den wesentlichen Kunden des Unternehmens langfristige Verträge, die es ermöglichen, Preissteigerungen im Bereich Energie schnell weiterzugeben. Das Inflationsrisiko wird daher als gering eingestuft. Kostensteigerungen sind mit einer analogen Argumentation nicht zu erwarten. Hinsichtlich des Fachkräftemangels wird auf die Ausführungen im Bereich Mitarbeiter verwiesen. Für die Zukunft wird es keine einfache Lösung des Fachkräftemangels geben, auch nicht für die Böpple Automotive GmbH. Die möglichen Maßnahmen wurden wie beschreiben unternommen. Wenn dem Fachkräftemangel nicht in der Personenzahl begegnet werden kann, ist dies nur durch noch besseren Einsatz der vorhanden Arbeitskraft möglich. Das bedeutet Optimierung von Ablaufprozessen durch Logistik, aber auch durch Automatisierung von Arbeitsprozessen. Dass dies in der Vergangenheit gelungen ist, wird deutlich, indem die Mitarbeiterzahl gegenüber den Vorjahren gleich geblieben bzw. nicht geringer geworden ist, die Gesamtleistung aber gestiegen ist. Das Unternehmen sieht sich auch in diesem Bereich gut aufgestellt. Das Risiko wird als gering eingestuft. Der Strukturwandel in der Automobilindustrie könnte schon eher ein Risiko für die Gesellschaft darstellen. Der Strukturwandel ereignet sich in den Bereichen Produktionsverlagerung ins Ausland wie auch der Wandel von herkömmlichen Antriebstechniken zur Elektromobilität. Soweit die Produktionsverlagerung ins EU-Ausland erfolgt, würde die Böpple Automotive GmbH aufgrund ihrer europaweiten Tätigkeit hiervon eher profitieren. Es wären noch mehr Fahrzeugtransporte notwendig, wenn die Automobilindustrie durch die Verlagerung von Produktionsstätten eine Lohnkostenoptimierung anstrebt. Lediglich die Verlagerung der Produktion in Länder außerhalb des europäischen Kontinents könnte zu Problemen führen. Inwieweit hiermit zu rechnen ist, kann die Geschäftsführung nicht nachhaltig beziffern. Sollte es dazu kommen, würde ein spürbares Unternehmensrisiko bestehen. Gegen die Verlagerung spricht aber die unsichere Sicherheitslage außerhalb der EU. Das Risiko wird daher weiterhin als gering eingestuft. Der Transport wie auch die Einlagerung von E-Fahrzeugen ist schon lange Teil des Geschäftsmodells der Böpple Automotive GmbH. Die Kapazitäten in diesem Bereich wurden und werden stetig erweitert. Es wird hier auf die Modernisierung des Sachanlagevermögens wie auch die Erweiterung einzelner Standorte verwiesen. Auch hier besteht kaum ein Risiko für die Böpple Automotive GmbH. Eine Kundenkonzentration ist bei der Gesellschaft nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist dies branchenüblich. Der Bereich der Fahrzeugtransporte ist mit dem allgemeinen Logistiksektor kaum vergleichbar. Nur aus diesem Grund ergab sich in der Vergangenheit trotz allgemeiner Probleme der Logistikbranche für die Gesellschaft eine positive Geschäftsentwicklung. Daneben wurden mit den großen Automobilherstellern langfristige Verträge geschlossen. Die erbrachte Qualität der Dienstleistungen war bisher stets zufriedenstellend, was die geringe Reklamationsquote bzw. die geringen Fremdschäden zeigt. Die Geschäftsführung hat damit Vorkehrungen getroffen, das unweigerlich vorliegende Risiko eines jeden, von der Automobilbranche abhängigen Unternehmens, zu begrenzen. Wir erwarten daher für das kommende Geschäftsjahr, dass die Gesamtleistung und das Jahresergebnis auf dem Niveau des Jahres 2023 gehalten werden kann. Nicht zuletzt aufgrund unserer guten Kapitalausstattung sehen wir im Moment keine wesentlichen Risiken, die einen nachhaltigen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Esslingen, den 19.07.2024 Dominik Böpple Madeleine Böpple Jacqueline Böpple BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu ihrem Nennwert angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wurden am Bilanzstichtag vorliegende, niedrigere Werte für die Vermögensgegenstände angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken beachtet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für steuerliche Zwecke wurde eine Steuerbilanz erstellt. Bei den Abweichungen zwischen den Wertansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz handelt es sich um sich zeitlich ausgleichende (temporäre) Differenzen. Vom Aktivierungswahlrecht für die latenten Steuern wird kein Gebrauch gemacht. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. III. Angaben zur Bilanz: Angaben zum Anlagevermögen: Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen:
Angaben zu den Forderungen: Die Forderungen ergeben sich für die Bilanzstichtage 31.12.2023 und 31.12.2022 aus dem nachfolgenden Forderungsspiegel: Forderungsspiegel auf 31.12.2023:
Forderungsspiegel auf 31.12.2022:
Angaben zu Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 80), Jahresabschlussarbeiten (TEUR 39), Aufbewahrungspflichten (TEUR 21) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 23). Angaben zu den Verbindlichkeiten: Die Verbindlichkeiten ergeben sich für die Bilanzstichtage 31.12.2023 und 31.12.2022 aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Verbindlichkeitenspiegel auf 31.12.2022:
Bei den Sicherungsrechten handelt es sich um die Sicherungsübereignung von Fahrzeug. Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB in Höhe 500 TEUR aus einer Bürgschaft. Mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft ist nicht zu rechnen. Die nahestehende Person, für die die Bürgschaft abgegeben worden ist, ist den Zahlungsverpflichtungen stets pünktlich nachgekommen. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: - Mietaufwendungen für Geschäftsräume (auf unbestimmte Zeit) in Höhe von 787 TEUR pro Jahr. - Verpflichtungen aus Leasingverträgen (insgesamt) in Höhe von 1.890 TEUR mit Restlaufzeiten zwischen 0 und 4 Jahren. IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung: Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten: Anfang Juni 2024 ereignete sich in der Region Ebersbach ein Hochwasserereignis. Hiervon war der Standort Ebersbach und die dort angemieteten Gebäude und Freiflächen betroffen. Die Gebäude sind nicht nachhaltig beschädigt und konnten daher ohne große Unterbrechung fortgenutzt werden. Es ergab sich keine nennenswerte betriebliche Unterbrechung durch die Aufräumarbeiten. Inventar im Eigentum der Gesellschaft war versichert. VI. Sonstige Angaben: Es wurden nachfolgende Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung ausgegeben:
sonstige Berichtsbestandteile
Esslingen, 12.09.2024 gez. die Geschäftsführung Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 12.09.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Böpple Automotive GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Böpple Automotive GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Böpple Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 23. Juli 2024 DRS
Schwägerl Duffner & Braschel GmbH
gez. Duffner, Wirtschaftsprüfer gez. Braschel, Wirtschaftsprüfer |
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