ENGEL ElektroMotoren AG

Am Klingenweg 7, 65396 Walluf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 30752
Eingetragen
14.12.2018
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von TurbinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die industrielle und serielle Herstellung von Elektromotoren und deren Vertrieb

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Käfer
seit 12.2.2026
Vorstandsmitglied
Gabriele Klinkhammer
seit 9.12.2024
Prokura
Michael Brecht
seit 14.12.2018
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

81.36% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
61.36%
O***** P******** r***
20.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ENGEL ElektroMotoren AG

Walluf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

ENGEL ElektroMotoren AG, Walluf

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Engel ElektroMotoren AG mit Sitz in 65396 Walluf ist unter HRB 30752 beim Amtsgericht Wiesbaden geführt. Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von Elektromotoren, Getrieben und Regelungstechnik.

Die Engel ElektroMotoren AG produziert bürstenbehaftete und bürstenlose Elektromotoren für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Die Motoren werden oft mit Getrieben unterschiedlichster Bauart kombiniert und häufig mit der zugehörigen Regelungstechnik ausgeliefert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf

Die wirtschaftliche Situation im deutschen und europäischen Maschinen- und Anlagenbau hat sich im Kalenderjahr 2023 im Vergleich zu den Vorjahren stagnierend fortgesetzt. Die gefüllten Auftragsbücher unserer Kunden sind weitesgehend abgearbeitet und nennenswerte Auftragseingänge bleiben aus (Quelle: Deutsche Bundsbank Monatsbericht 07.03.2024 "Konjunkturlage in Deutschland - Auftragseingang in der Industrie").

Angesichts der sich verschlechterten wirtschaftlichen Situation im Maschinen- und Anlagenbau liegt der Umsatz im Kalenderjahr 2023 wie prognostiziert deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Die volle Auslastung des Standortes war nicht gegeben. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten lag bei 46 Mitarbeiter/innen auf Vorjahresniveau. Die Personalkostensteigerung steht im Zusammenhang mit der strategischen Entscheidung die Produktionstiefe am Standort in Walluf deutlich zu erhöhen, verbunden mit der Erfordernis höher qualifizierter Mitarbeiter.

2.2 Ertragslage

Die Nachfrage bei unseren Kunden war in 2023 im Vergleich zu 2022 über alle Branchen hinweg rückläufig, mit der Folge sinkender Kundenumsätze. Nach einem stetigen Anstieg der Umsätze über die Jahre hinweg war in 2023 ein Rückgang der Umsatzerlöse um 18,8% zu verzeichnen. Der erhöhte Vorjahresumsatz mit einem Umsatzanstieg von 28,2% im Jahr 2022 lässt sich durch das Aufbauen von Lagern unserer Kunden, um weiterhin lieferfähig zu sein, auch wenn es Probleme in den Lieferketten gibt, erklären. Auch in 2023 konnten wir neue Produkte und Kunden gewinnen.

Die Umsätze werden allerdings erst in den nachfolgenden Jahren sichtbar.

Der EBIT liegt mit 3.912 tsd € um 17,62% (Vorjahr: 4.749 tsd €) unter dem Vorjahresniveau.

Im Kalenderjahr 2023 konnte nach Abzug der Steuern ein Jahresüberschuss von 2.804 tsd € (Vorjahr 3.182 tsd €) erzielt werden.

2.3 Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war in 2023 zufriedenstellend. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen sowie Ersatz- und Neuinvestitionen in den Maschinenpark waren zu jeder Zeit sichergestellt.

Die finanziellen Verpflichtungen konnten zu jederzeit erfüllt werden.

2.4 Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur ist ausgewogen.

Die Bilanz zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von 14.706 tsd € (Vorjahr 12.401 tsd €), was 78,20 % der Bilanzsumme entspricht.

2.5 Investitionen

Im Kalenderjahr 2023 wurden umfangreiche Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 1.019 tsd € getätigt. Davon 31 tsd in Lizenzen, 815 tsd € in technische Anlagen und Maschinen, 163 tsd € in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie 10 tsd € in Beteiligungen an Kapitalgesellschaften.

Für 2024 sind weitere Anschaffungen von Maschinen und Ausstattungen zur Erweiterung von Geschäftsfeldern, Erhöhung des Automatisierungsgrades in der Produktion und Ersatzinvestitionen geplant. Die Fertigungstiefe soll am Standort weiter ausgebaut werden.

Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung stehen im Zusammenhang mit Renovierungsarbeiten.

2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung,

• Bilanzgewinn und

• Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran und führen Risikoanalysen unserer Lieferketten und Kundenprojekten durch. Die Engel ElektroMotoren AG ermittelt in regelmäßigen Abständen die Zufriedenheit der Kunden. Bei festgestellten Abweichungen werden Abhilfemaßnahmen, Ressourcen und Fristen zur Umsetzung definiert.

Als finanziellen Anreiz zur weiteren Leistungsverbesserung erhalten maßgebliche Mitarbeiter wie bisher freiwillige Sondervergütungen.

3. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als zufriedenstellend ein. Unsere Ergebnisentwicklung ist zufriedenstellend.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

4. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Die ENGEL ElektroMotoren AG erwartet, dass die deutsche Wirtschaft moderat wächst. Prognosen der führenden Wirtschaftsinstitute gehen von einem leichten BIP-Wachstum aus, getrieben durch eine stabile Inlandsnachfrage und einer Erholung des Exports. Auch die europäische Wirtschaft zeigt Anzeichen einer Erholung, angetrieben durch Eu-weite Konjunturprogramme.

Der hohe Umsatzanteil mit bürstenbehafteten Motoren der ENGEL ElektroMotoren AG hat sich über die letzten Jahre nicht verändert, doch soll der Umsatz an bürstenlosen Motoren in den nächsten Jahren steigen. Kunden in Deutschland und Europa suchen verstärkt nach zuverlässigen Zulieferern und stellen sich, was die Supply Chain anbelangt, neu auf. Auch mit neuen Produkten konnten mehr Kundenprojekte gewonnen werden.

Neben der intensiven Betreuung langjähriger Bestandskunden und dem Bemühen dort auch bei neuen zukünftigen Projekten der bevorzugte Motoren-Lieferant zu sein, wird parallel an der Weiterentwicklung und dem Ausbau neuer Motorbaureihen gearbeitet, um auch zukünftig wettbewerbsfähige Produkte anzubieten. Neue Projekte mit Neuentwicklungen konnten realisiert und erfolgreich umgesetzt werden.

Durch eine sorgfältige Planung und Umsetzung sollen möglichst marktgerechte und wettbewerbsfähige Produkte entstehen und das Risiko von Fehlentwicklungen minimiert werden.

Der Krieg in der Ukraine in Verbindung mit der weltweiten Instabilität führte zu deutlich erschwerten Arbeitsbedingungen. Hinzu kommen Probleme verschiedener Hersteller bei der Materialversorgung in der Lieferkette und Kunden aus stark schwankenden Abrufaufträgen. Große Schwierigkeiten bereiten uns die zunehmende Bürokratie, steigende Lohnkosten und Kostensteigerungen bei Material und Energie, die wir nicht in allen Fällen an unsere Kunden weitergeben können und den Produktionsstandort Deutschland selbst für kleinere mittelständische Unternehmen in Frage stellen. Längerfristige Planungen sind aufgrund schwankender Tagespreise oft nicht möglich.

Nach unserer Einschätzung wird für das Geschäftsjahr 2024 ein stabiles wirtschaftliches Umfeld erwartet. Wir rechnen damit, dass der Umsatz sowie die Kennzahl Umsatz je Mitarbeiter auf vergleichbarem Niveau bleiben oder sogar etwas ansteigen. Das EBIT wird aber etwas geringer ausfallen, da wir in Zukunft mit steigenden Materialkosten rechnen.

Bei der ENGEL ElektroMotoren AG haben wir die Situation der mittlerweile 4-jährigen Krise verhältnismäßig gut überstanden. Das Jahr 2024 wird ähnlich ausfallen wie das Vorjahr, so dass wir einem positiven Jahr entgegensehen.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Bankguthaben.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos werden Cashflow Kennzahlen berechnet, die Überblick über die Zu- und Abflüsse von Geldmitteln vermitteln.

Vor Eingehung von Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden und Lieferanten werden Auskünfte zu deren Bonität eingeholt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement sowie ein effizientes Mahnwesen.

6. Sonstige Angaben

Die ENGEL ElektroMotoren AG betreibt umfangreiche Entwicklungsbemühungen, insbesondere die Entwicklung einer Motorenbaureihe hochpoliger Synchronmotoren. Hierfür wird auch in neue Maschinentechnologien investiert, um die Qualität und Flexibilität auch im bürstenlosen Bereich beizubehalten. Weiterhin werden so Abhängigkeiten von externen Lieferanten gesenkt.

Im Besonderen arbeiten wir an der Erweiterung unserer Geschäftsfelder, um die ENGEL ElektroMotoren AG für die Zukunft wirtschaftlich breiter aufzustellen. So haben wir die Produktion, die in Tschechien angesiedelt war, nach Deutschland zurückgeholt, um die Abhängigkeit von Lieferanten weiter zu senken.

Die ENGEL ElektroMotoren AG hat aufgrund der Expansionspläne die Gelegenheit zum Erwerb eines Gewerbegrundstückes von der Gemeinde Walluf genutzt und in direkter Angrenzung an das Bestandsgebäude ein Baugrundstück erworben. Eine rein strategische Entscheidung um Entwicklungsmöglichkeiten erfolgreich umsetzen zu können. Die Planung eines neuen Büro- und Produktionsgebäudes wird für die folgenden Jahre angestrebt.

In Abstimmung mit den Abteilungen Vertrieb und Entwicklung erteilt und koordiniert der Vorstand die Entwicklungsziele und - vorgaben.

Der Entwicklungsfortschritt wird regelmäßig überprüft.

Entwicklungsergebnisse werden zentral und organisiert dokumentiert.

Unser Unternehmen unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Walluf, 31.03.2024

Michael Brecht, Vorstand

Jahresabschluss

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.070.026,03 7.738.426,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.521,00 73.575,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 47.697,00 69.364,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 21.824,00 4.211,50
II. Sachanlagen 7.990.233,03 7.664.850,70
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.770.103,70 2.770.103,70
2. technische Anlagen und Maschinen 4.284.520,00 3.269.916,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 888.726,00 919.831,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.883,33 705.000,00
III. Finanzanlagen 10.272,00
1. Beteiligungen 10.272,00
B. Umlaufvermögen 10.725.061,89 10.050.997,71
I. Vorräte 4.478.920,81 4.089.260,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.073.110,26 2.890.449,06
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.173.030,82 3.071.288,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.154,77 16.346,88
Aktiva 18.807.242,69 17.805.770,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.705.703,05 12.401.395,12
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 304.516,75 304.516,75
III. Bilanzgewinn 13.401.186,30 11.096.878,37
davon Gewinnvortrag 11.096.878,37 8.414.397,59
B. Rückstellungen 3.464.179,25 4.609.679,33
C. Verbindlichkeiten 637.360,39 794.696,34
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 337,55 182,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 337,55 182,54
2. sonstige Verbindlichkeiten 637.022,84 794.513,80
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 637.022,84 794.513,80
Passiva 18.807.242,69 17.805.770,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.358.267,67 11.091.558,94
2. Personalaufwand 3.387.645,58 3.954.279,78
a) Löhne und Gehälter 2.894.656,13 2.914.214,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 492.989,45 1.040.065,62
davon für Altersversorgung 130.857,07 137.338,94
3. Abschreibungen 687.604,80 640.071,34
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 687.604,80 640.071,34
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.370.607,47 1.746.468,15
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 3.189,36 3.837,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 586,00 42,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 39.372,00 81.072,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 39.372,00 81.072,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.068.035,89 1.486.033,89
8. Ergebnis nach Steuern 2.805.587,93 3.183.675,78
9. sonstige Steuern 1.280,00 1.195,00
10. Jahresüberschuss 2.804.307,93 3.182.480,78
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.096.878,37 8.414.397,59
12. Ausschüttung 500.000,00 500.000,00
13. Bilanzgewinn 13.401.186,30 11.096.878,37

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ENGEL ElektroMotoren AG
Firmensitz laut Registergericht: Walluf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Wiesbaden
Register-Nr.: HRB 30752

Nach § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches nach § 264 ff. HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Es wurden die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Bei der Bewertung des Vorratsvermögens wurde die Durchschnittsmethode angewendet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen abgezinsten versicherungsmathematisch berechneten Erfüllungsbetrags bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags i.H.v. EUR 2.700,00 bewertet. Dieser Betrag wurde mit dem vorhandenen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB i.H.v. EUR 13.197,90 saldiert. Somit ergibt sich auf der Aktivseite ein Ausweis i.H.v. EUR 10.497,90.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken zum Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden nach § 256 a HGB zum Devisenmittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt.

Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 15 Jahren sind:

Das im Zuge der Akquisition übernommene Know how, die Produkte und Kundenbeziehungen unterliegen keinem modischen oder sonstigem Zeitwandel, so dass von einer langfristigen Entwicklung auszugehen war. Die Kunden- und Mitarbeiterbeziehungen sind langfristig gewachsen. Vor diesem Hintergrund wird von einem dauerhaften Nutzen ausgegangen, so dass eine Nutzungsdauer von mindestens 15 Jahren zugrunde gelegt wurde.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von EUR 1.000.000,00 ist eingeteilt in:

Grundkapital EUR
550.000 Stückaktien zum Nennwert von je 1,00 550.000,00
225.000 Stückaktien zum Nennwert von je 1,00 225.000,00
225.000 Stückaktien zum Nennwert von je 1,00 225.000,00

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die in der internationalen Rechnungslegung verwendete projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode gem. IAS 19) angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,40 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafel Heubeck 2018G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 28.821,00.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Überstundenrückstellungen: EUR 11.520,00 Rückstellung für Berufsgenossenschaft: EUR 14.000,00 Erfolgsbeteiligung Mitarbeiter: EUR 257.429,00 Gewährleistungsverpflichtung: EUR 97.470,00 Rückstellung für Abschluss und Prüfung: EUR 38.250,00

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 637.360,39 (Vorjahr: EUR 794.696,34). Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen i.H.v. EUR 39.372,00 (Vorjahr: EUR 81.072,00).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 422.835,36 p.a. sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Aus dem vereinbarten Gewerberaummietvertrag, der sich auf Verlangen des Mieters um jeweils 5 Jahre verlängert, entstehen Mietverpflichtungen i.H.v. EUR 377.379,60 zzgl. 19 % USt p.a.; aus einem weiteren Mietvertrag über Lagerflächen, der sich um jeweils 1 Jahr verlängert, entstehen Mietverpflichtungen i.H.v. EUR 45.455,76 zzgl. 19 % USt p.a.

Des weiteren besteht zum Bilanzstichtag ein Obilgo aus Bestellungen von Investitionsgütern i.H.v. 190.997 €.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne den Vorstand) waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
gewerbliche Arbeitnehmer 34,00
kaufmännische Arbeitnehmer 12,00
geringfügig Beschäftigte 0,00
Auszubildende 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 46,00

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Herr Michael Brecht ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Frau Susanne Engel ausgeübter Beruf: Psychologin
Frau Caroline Engel ausgeübter Beruf: Diplom-Kauffrau
Herr Dr. Oliver Hartkorn ausgeübter Beruf: Patentanwalt

Die Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Frau Susanne Engel.

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Auf die Angabe der Vergütung des Vorstandes wurde aufgrund § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung i.H.v. EUR 3.000,00 ausgezahlt.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
POINT-ERP4 GmbH, 65203 Wiesbaden 25,00% 17.795,24 50.105,31

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag (UVZ-Nr. 73/2024) vom 10.04.2024 hat die Engel ElektroMotoren AG einen Geschäftsanteil i.H.v. 30% an der EGB Getriebe GmbH (HRB 17707) erworben.

Ansonsten sind nach Ablauf des Geschäftsjahres keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 2.804.307,93.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Bilanzgewinns zum 01.01.2023 von EUR 11.096.878,37 (davon EUR 28.821,00 ausschüttungsgesperrt) abzüglich der in 2023 für das Jahr 2022 erfolgten Gewinnausschüttung von EUR 500.000,00 ergibt sich ein Betrag von EUR 13.401.186,30 (davon EUR 28.821,00 ausschüttungsgesperrt).

Von diesem Bilanzgewinn von EUR 13.401.186,30 ist eine Ausschüttung von EUR 0,25 pro Stückaktie = EUR 250.000,00 vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden EUR 13.151.186,30 vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Walluf, den 31. März 2024

gez. Michael Brecht

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 177.412,54 31.406,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 325.000,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 502.412,54 31.406,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.770.103,70 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.880.725,37 767.455,23 366.399,35
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.291.135,97 163.189,57 18.764,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 705.000,00 46.883,33 0,00
Summe Sachanlagen 12.646.965,04 977.528,13 385.163,35
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 10.272,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 10.272,00 0,00
Summe Anlagevermögen 13.149.377,58 1.019.206,13 385.163,35
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 208.818,54
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 325.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 533.818,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.770.103,70
2. technische Anlagen und Maschinen 699.500,00 6.981.281,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.500,00 3.441.061,54
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -705.000,00 46.883,33
Summe Sachanlagen 0,00 13.239.329,82
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 10.272,00
Summe Finanzanlagen 0,00 10.272,00
Summe Anlagevermögen 0,00 13.783.420,36
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 173.201,04 13.793,50 0,00 0,00 186.994,54
2. Geschäfts- oder Firmenwert 255.636,00 21.667,00 0,00 0,00 277.303,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 428.837,04 35.460,50 0,00 0,00 464.297,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.610.809,37 452.350,73 366.398,85 0,00 2.696.761,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.371.304,97 199.793,57 18.763,00 0,00 2.552.335,54
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.982.114,34 652.144,30 385.161,85 0,00 5.249.096,79
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.410.951,38 687.604,80 385.161,85 0,00 5.713.394,33
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 21.824,00 4.211,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 47.697,00 69.364,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 69.521,00 73.575,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.770.103,70 2.770.103,70
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 4.284.520,00 3.269.916,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 888.726,00 919.831,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 46.883,33 705.000,00
Summe Sachanlagen 0,00 7.990.233,03 7.664.850,70
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 10.272,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 10.272,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 8.070.026,03 7.738.426,20

Bericht des Aufsichtsrats / Feststellung des Jahresabschlusses

Der Aufsichtsrat hat auf Grund regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichterstattung die Geschäftsführung des Vorstands während des Geschäftsjahres überwacht. Der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstands, soweit er den Abschluss erläutert, sind von der BDS GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat billigt den Bericht des Vorstandes und den Jahresabschluss und stellt diesen einstimmig fest.

Der Jahresabschluss wird hiermit festgestellt.

 

Walluf, den 13.09.2024

gez. Susanne Engel, Aufsichtsratsvorsitzende

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ENGEL ElektroMotoren AG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENGEL ElektroMotoren AG, Walluf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENGEL ElektroMotoren AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Unsere nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung Internationaler Prüfungsstandards (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der Internationalen Standards (ISA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil unserer Prüfung in Übereinstimmung mit ISA üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren uns eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses, einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen.

 

Hofheim am Taunus, 20. Juni 2024

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