Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 1610
Eingetragen
30.11.1990
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Gegenstand
Der Vertrieb und die Fertigung von Industriesteuerungen und elektrotechnischen Anlagen, EDV-Geräten und elektronischen Bauteilen aller Art, sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Software und Hardware.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Gerold
seit 4.9.2024
Geschäftsführer
Frank Dommel
seit 4.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Frank Dommel GmbH & Co. KG
Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dommel GmbH

Wassertrüdingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlage des Unternehmens

Die DOMMEL GmbH, gegründet 1972 am heutigen Standort Wassertrüdingen, ist ein mittelständisches und inhabergeführtes Familienunternehmen. Als kompetenter Anbieter von industriellen Elektroniklösungen entwickelt und fertigt die DOMMEL GmbH leistungsstarke kundenspezifische elektronische Baugruppen und Systeme.

Dabei verstehen wir uns als Komplettanbieter von der Entwicklung bis hin zur Geräteendmontage.

Eine breite Branchen- und Kundenstreuung ist das Fundament für eine gering konjunkturanfällige Geschäftsentwicklung. Produkte, die wir im Kundenauftrag entwickeln bzw. produzieren, finden unter anderem in der Medizintechnik, elektronischen Prüfsystemen für die Automobilbranche, in industriellen Fernwartungsgeräten, im Gebäude- und Energiemanagement, didaktischen Lehrmitteln und vielen weiteren Branchen Anwendung.

Wir verfügen über umfassende Erfahrungen in der Entwicklung von Hardware, Firmware und Software, sowie bei der Fertigung von Prototypen und Serien. Unsere Produktionsmengen bewegen sich von Prototypen bzw. kleineren Stückzahlen bis hin zu Serien mit 150.000 Stück pro Jahr. Als Variantenfertiger bieten wir unseren Kunden Flexibilität und Schnelligkeit in höchstem Maße.

Mit dem Berichtsjahr 2023 haben wir uns vom bisherigen Geschäftsbereich Schaltschrankbau vollständig verabschiedet. Die räumlichen und personellen Kapazitäten wurden zur Entspannung des Prüffelds und der Geräteendmontage umfunktioniert.

Die DOMMEL GmbH fokussiert damit ihre Geschäftsaktivitäten in der neuen Ausrichtung explizit auf den Bereich der EMS-Services inklusive aller vor- und nachgelagerten Dienstleistungen. Diese Fokussierung dient der Stärkung der Kernkompetenz und damit der Sicherstellung der künftigen Wettbewerbsfähigkeit.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Jahr 2023 real um 1,2% gesunken. Dies war der zweite Rückgang in Folge nach einem Minus von 0,2% im Jahr 2022. Die Stimmungsindikatoren erreichten in 2023 Tiefpunkte.

Die Elektroindustrie verzeichnete 2023 in Deutschland einen Rückgang der Inlandsproduktion um 0,7% nach einem Plus von 4,7% im Jahr 2022. Dennoch ist die die Elektrobranche der einzige große Industriesektor (neben der Pharmaindustrie), in dem die Produktion +6,3% über dem Niveau von 2018 lag. (Quelle: Deutsche Bank; Deutschland-Monitor 27.02.2024)

Losgelöst von dieser Entwicklung verzeichnet der Europäische EMS-Markt als Teil der Elektroindustrie im Jahr 2023 eine Rekordentwicklung. Der europäische Markt für Elektronikfertigungsdienstleistungen stieg im Jahr 2023 um 10,9% auf ein Rekordhoch von 57,7 Mrd. Euro. (Quelle: https://in4ma.de/ems-industrie/)

Die Beschäftigung in der EMS-Branche wuchs im Jahr 2023 um 14.000 neue Mitarbeiter auf insgesamt 254.000 Personen. Dies entspricht einem Wachstum von 5,9%. (Quelle: https://epp-europe-news.com/top-news/european-pcba-production-achieves-record-revenues-in-2023-ipc/)

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2023 bei 15.755 T€. Bereinigt um die durch Beschaffungsschwierigkeiten angefallenen Mehraufwendungen aus dem Jahr 2022 in Höhe von 1.531 T€ zur Sicherstellung einer pünktlichen Lieferung für unsere Kunden stieg der Umsatz um 12%. Die Mehraufwendungen sind nicht produktiver Umsatz und wurden zur Sicherstellung der Produktion ohne Aufschläge an die Kunden 1:1 weiterverrechnet und werden daher von uns bei der Betrachtung der Umsatzsteigerung nicht berücksichtigt, um die reale Umsatzsteigerung als Vergleichswert zu erhalten.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Diversifizierung in Hinblick auf eine Verbreiterung der Kundenstruktur nachhaltig verbessert werden. Während im Vorjahr 2022 die sieben Top-Kunden noch 60% des Umsatzes auf sich vereinigten, reduzierte sich der Wert auf 55% im Jahr 2023. Mit einer breiteren Branchen- und Kundenstreuung konnten Risiken in Teilbereichen reduziert werden.

Wir haben mehrere Neukunden akquiriert und dadurch konjunkturbedingte, rückläufige Entwicklungen bei Bestandskunden kompensiert.

Einzelne Kunden konnten sich der aktuellen konjunkturellen Entwicklung nicht entziehen. Es befinden sich jedoch weitere Neukunden und Projekte in der Anbahnungsphase, mit dem Ziel diese Basis noch weiter zu verbreitern.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Jahresüberschuss 2023 hat sich auf 470 T€ erhöht und liegt damit über den Erwartungen.

Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 650 T€, was einem Zuwachs 271 T€ zum Vorjahr entspricht.

Das EBIT konnte um 281 T€ auf 734 T€ gesteigert werden. Durch strukturierte Materialbeschaffung und konsequente Kontrolle der Kosten über die gesamte Wertschöpfungskette konnte eine Materialeinsatzquote von 56,49% erreicht werden. Die Betriebskosten sind um ca. 10% gestiegen. Dies ist unter anderem durch höhere Marketingausgaben und durch den Beginn einer aktiven Kundenakquise zu begründen, um die Diversifizierung in der Kunden- und Branchenstruktur weiter auszubauen.

Die Vorräte sind trotz anhaltender Lieferengpässe auf dem Beschaffungsmarkt von 4.062 T€ auf 3.562 T€ gesunken. Die Bestandsreduzierung konnte durch Prozessoptimierungen erreicht werden.

Die Bilanzsumme hat sich zum Vorjahr um 390 T€ auf 4.716 T€ verringert. Das Eigenkapital liegt bei 1.812 T€ und hat sich in Höhe des Jahresüberschusses gesteigert. Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 38,4 %.

Die flüssigen Mittel sind stabil geblieben und die langfristigen Verbindlichkeiten wurden durch planmäßige Tilgungen abgebaut. Die Liquidität war jederzeit gewährleistet.

Trotz der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten haben unsere Kunden stets pünktlich bezahlt und wir hatten keinerlei finanzielle Ausfälle.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Fazit Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist trotz wirtschaftlich angespannter Marktlage konstant steigend.

4. Prognosebericht

Für das laufende Geschäftsjahr trübt sich gesamtwirtschaftlich die konjunkturelle Entwicklung zunehmend ein. Die EMS-Branche kann sich trotz langfristiger Wachstumsprognosen aufgrund von Sondereffekten dieser Entwicklung nicht entziehen. Durch vorgezogene Bestellungen im Jahr 2023 aus Gründen der Liefersicherheit wurden branchenweit Lagerüberhänge aufgebaut. Die Bestrebungen diese im Jahr 2024 zu reduzieren, führen in der europäischen Elektroindustrie 2024 zu moderaten Wachstumsraten von erwarteten +3,8% (Quelle: in4ma).

Dieser Entwicklung kann sich unser Stammkundengeschäft nicht entziehen. Wir erwarten in diesem Bereich leicht rückläufige Umsätze. Dennoch rechnen wir für 2024 aufgrund der Gewinnung von Neukunden und Neuprojekten insgesamt mit einem gleichbleibenden Umsatz- und Ertragsniveau im Vergleich zum Vorjahr.

5. Chancen und Risiken

Nach den Pandemiejahren ist der Wettbewerbs- und Kostendruck auf der Kundenseite zurückgekehrt. Mit zunehmender Normalisierung der Lieferzeiten an den Beschaffungsmärkten bzw. einer im vierten Quartal 2023 spürbaren Entspannung der Lieferketten geben unsere Kunden den Kostendruck an Ihre Vorlieferanten weiter.

Dafür spielen die Beschaffungsrisiken und materialbedingten Fertigungsausfälle zum Ende des Jahres 2023 eine geringere Rolle. Ein verbreitertes Lieferantenportfolio wird Auswirkungen bei Engpässen zukünftig entgegenwirken. Die Einhaltung von Terminwünschen verbessert die Kundenzufriedenheit.

Durch die Optimierung der materialwirtschaftlichen Prozesse sind wir außerdem in der Lage, Kundenbedürfnisse innerhalb der offiziellen Wiederbeschaffungszeit der Hersteller zu bedienen. Diese Leistung bietet Chancen zu nachhaltigem Wachstum durch Neukundenakquise und Gewinnung von neuen Projekten.

Unsere Flexibilität und kurze Entscheidungswege bzw. flache Hierarchien sind die Basis für unseren Erfolg. Des Weiteren sind wir durch unseren eigenständigen Standort in Rumänien in der Lage, Produkte, die höheren manuellen Arbeitsaufwand beinhalten, wettbewerbsfähig zu produzieren.

Risiken bestehen für mittelständische Unternehmen im ländlichen Raum bei der Gewinnung qualifiziertem Personal. Der Fachkräftemangel in Verbindung mit dem Wettbewerb regionaler Zentren und größeren Konzernen gestaltet die Personalsuche zunehmend schwieriger.

Für Risiken bei den Forderungen oder im Bereich der Gewährleistung ist in ausreichendem Maße durch Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen Vorsorge getragen.

Bedeutende Währungsrisiken bestehen nicht.

Der Gefahr durch Cyberangriffe auch für mittelständische Unternehmen begegnen wir durch eine stetige Anpassung und Aktualisierung unserer IT-Struktur. Auf Basis einer GAP-Analyse wird unser Sicherheitskonzept kontinuierlich weiterentwickelt.

Kostensteigerungen im Bereich Personal und Energie versuchen wir durch weitere Prozessoptimierungen aufzufangen.

Krisen wie der Ukrainekrieg, die kritische Lage im Nahen Osten und zunehmende, globale Abschottungspolitik wesentlicher internationaler Märkte, wie beispielsweise USA, werden eine Herausforderung bleiben. Die fortlaufenden Weiterentwicklungen und Anpassungen werden ein Höchstmaß an Flexibilität erfordern. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen ihr Engagement ein, um diese Krisen als Chancen zur ständigen Verbesserung zu nutzen.

 

Wassertrüdingen, 22. Oktober 2024

gez. Frank Dommel

gez. Markus Gerold

gez. Markus Gerold

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 388.353,00 411.545,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.747,00 12.629,00
II. Sachanlagen 380.456,00 398.766,00
1. technische Anlagen und Maschinen 227.821,00 266.206,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.635,00 132.560,00
III. Finanzanlagen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 4.301.968,49 4.687.393,27
I. Vorräte 3.561.791,66 4.061.912,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 378.993,46 281.357,69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 24.697,07 24.558,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 361.183,37 344.122,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.439,27 8.150,48
Summe Aktiva 4.716.760,76 5.107.088,75

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.811.847,70 1.342.152,97
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 1.575.232,79 1.105.538,06
III. Bilanzgewinn 211.050,32 211.050,32
davon Gewinnvortrag 211.050,32 211.053,32
B. Rückstellungen 390.677,00 263.093,00
C. Verbindlichkeiten 2.504.642,31 3.493.717,78
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.210.921,07 1.488.257,55
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 449.293,09 482.533,90
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 761.627,98 1.005.723,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 349.321,61 636.680,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 349.321,61 636.680,04
3. sonstige Verbindlichkeiten 944.399,63 1.368.780,19
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 944.399,63 1.368.780,19
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.593,75 8.125,00
Summe Passiva 4.716.760,76 5.107.088,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.643.051,22 5.885.748,01
2. Personalaufwand 4.052.826,84 3.853.248,83
a) Löhne und Gehälter 3.355.046,19 3.190.266,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 697.780,65 662.982,42
davon für Altersversorgung 13.748,64 25.679,67
3. Abschreibungen 126.708,05 127.875,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 126.708,05 127.875,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.729.236,04 1.450.873,71
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 234,09 193,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3,05 6,63
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 84.165,36 74.722,70
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 168.382,14 11.233,03
8. Ergebnis nach Steuern 481.735,84 367.800,42
9. sonstige Steuern 12.041,11 1.928,10
10. Jahresüberschuss 469.694,73 365.872,32
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 211.050,32 211.053,32
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 469.694,73 365.875,32
a) in andere Gewinnrücklagen 469.694,73 365.875,32
13. Bilanzgewinn 211.050,32 211.050,32

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Dommel GmbH hat ihren Sitz in Wassertrüdingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ansbach unter Registernummer HRB 1610 eingetragen.

2. Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

Die Gliederung der Bilanz zum 31. Dezember 2023 entspricht der Vorschrift des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 S. 1 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB).

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB).

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 HGB) bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten gem. § 253 Abs. 1 S. 1 HGB bzw. dem Nominalwert bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind ebenfalls mit dem Nominalwert ausgewiesen (§ 253 Abs. 1 HGB).

Rückstellungen

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Abs. 2 HGB).

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.744,89 2.320,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 169.744,89 2.320,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 741.748,01 14.585,67 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.137.822,20 86.623,38 51.747,85
Summe Sachanlagen 1.879.570,21 101.209,05 51.747,85
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 150,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 150,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.049.465,10 103.529,05 51.747,85
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 172.064,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 172.064,89
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 756.333,68
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.172.697,73
Summe Sachanlagen 0,00 1.929.031,41
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 150,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.101.246,30
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 157.115,89 7.202,00 0,00 0,00 164.317,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 157.115,89 7.202,00 0,00 0,00 164.317,89
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 475.542,01 52.970,67 0,00 0,00 528.512,68
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.262,20 66.535,38 51.734,85 0,00 1.020.062,73
Summe Sachanlagen 1.480.804,21 119.506,05 51.734,85 0,00 1.548.575,41
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.637.920,10 126.708,05 51.734,85 0,00 1.712.893,30
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.747,00 12.629,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.747,00 12.629,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 227.821,00 266.206,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 152.635,00 132.560,00
Summe Sachanlagen 0,00 380.456,00 398.766,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 150,00 150,00
Summe Anlagevermögen 0,00 388.353,00 411.545,00

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt DM 50.000,00.

Gewinnvortrag

Der im Bilanzgewinn enthaltene Gewinnvortrag beträgt € 211.050,32.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Mitarbeiteransprüche (T€ 142), Gewährleistungen (T€ 142) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 43).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden am Bilanzstichtag i.H.v. T€ 177 (Vorjahr T€ 357).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Annuitätendarlehen. Bei der Ermittlung der Restlaufzeit wurde ein unveränderter Zinssatz bis zum Tilgungsende unterstellt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. T€ 1.205 (Vorjahr: T€ 1.367) sind durch Buchgrundschulden und Sicherungsübereignungen besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 349 (Vorjahr: T€ 636) sind gleichzeitig Verbindlichkeitne gegenüber Gesellschafter i.S.d. 42 Abs. 3 GmbHG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von T€ 259 jährlich, davon T€ 240 aus Mietverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen. Aus Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 188 jährlich.

5. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer (im Jahresdurchschnitt 2023)

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 101 (Vorjahr: 100) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon entfallen auf gewerbliche Arbeitnehmer: 67, Angestellte: 34.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Frank Dommel, Feingeräteelektroniker, geführt.

Seit dem 1. Juli 2024 ist außerdem Herr Markus Gerold, Dipl. - Betriebswirt (FH), zum Geschäftsführer bestellt.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wurde gemäß Gesellschafterbeschluss der Gesellschafterversammlung vom 19. September 2023 in die Gewinnrücklage im Sinne von § 272 Abs. 3 HGB eingestellt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag gem. § 285 Nr. 33 HBG haben sich nicht ergeben.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Wassertrüdingen, 22. Oktober 2024

gez. Frank Dommel

gez. Markus Gerold

gez. Markus Gerold

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dommel GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Dommel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Dommel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Ich wurde am 26. Oktober 2023 als gesetzlicher Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und Lageberichts der Dommel GmbH bestellt und habe daher die Inventur zum Ende des vorangegangenen Wirtschaftsjahres nicht beobachten können.

Ich war nicht in der Lage, mir durch alternative Prüfungshandlungen von den am 31. Dezember 2022 gehaltenen Vorratsmengen in Höhe von 4.062 T€ mit hinreichender Sicherheit zu überzeugen. Da die Vorräte zu Beginn der Periode in die Ertragslage eingehen, kann ich nicht ausschließen, dass Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres ausgewiesenen Jahresergebnisesses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufes im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellungen der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023 sind, wurden nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Nürnberg, 24. Oktober 2024

gez. Prof. Lothar Böhme, Wirtschaftsprüfer

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