Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 3503 RE
Eingetragen
16.9.2005
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von SportgerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Sicherheitssystemen und Durchführung von Sicherheits-Service zum Schutz von Menschen und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eric Neveling
seit 26.3.2026
Prokura
Prokura
Prokura
Horst Maiwald
seit 1.7.2024
Prokura
Enrico Drews
seit 18.9.2023
Prokura
Geschäftsführer
Tobias Dold
seit 15.6.2020
Prokura
Andreas Pipprich
seit 15.6.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BARTEC GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BARTEC GmbH
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BARTEC BENKE GmbH

Reinbek

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024

Bilanz zum 30. April 2024

Aktiva

Stand am 30.4.2024 Stand am 30.4.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.495.248,00 1.145.127,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 36.502,00 40.632,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 496.388,00 744.582,00
2.028.138,00 1.930.341,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.777.769,54 1.811.698,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 401.501,00 343.355,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.166.180,00 872.512,00
4. Geleistete Anzahlungen 757.534,68 459.873,82
4.102.985,22 3.487.439,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.781.358,19 8.082.925,33
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.773.111,80 2.555.678,52
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.651.711,11 4.323.070,57
4. Geleistete Anzahlungen 324.994,20 544.673,63
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -187.550,00 0,00
11.343.625,30 15.506.348,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.972.432,89 3.825.118,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.144.602,47 7.606.287,96
3. Sonstige Vermögensgegenstände 818.249,17 157.009,06
14.935.284,53 11.588.415,10
III. Flüssige Mittel 256.868,91 967.107,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 807.063,85 1.024.152,55
33.473.965,81 34.503.803,81

Passiva

Stand am 30.4.2024 Stand am 30.4.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 8.029.665,25 8.029.665,25
III. Gewinnvortrag 91.060,90 91.060,90
8.150.726,15 8.150.726,15
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 73.521,00 85.804,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.645.020,73 5.053.885,17
2.718.541,73 5.139.689,17
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.870.805,45 2.062.232,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.422.443,95 18.719.989,15
3. Sonstige Verbindlichkeiten 311.448,53 431.166,95
22.604.697,93 21.213.388,49
33.473.965,81 34.503.803,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024

2023/ 2024 2022/ 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 50.750.610,03 47.909.656,70
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -509.331,43 -524.866,81
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 750.078,00 283.166,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.778.336,15 4.122.614,52
53.769.692,75 51.790.570,41
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -20.826.142,85 -21.562.328,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.483.584,09 -1.829.339,74
-22.309.726,94 -23.391.668,03
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.860.078,29 -12.051.506,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.510.991,28 -2.444.672,98
-15.371.069,57 -14.496.179,72
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.044.594,03 -1.102.268,43
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.200.614,00 -7.997.735,76
7.843.688,21 4.802.718,47
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.577,17 228.821,99
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.104.667,35 -819.340,95
-1.028.090,18 -590.518,96
11. Ergebnis nach Steuern 6.815.598,03 4.212.199,51
12. Sonstige Steuern -34.303,12 -24.300,99
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -6.781.294,91 -4.187.898,52
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN

Der Jahresabschluss der BARTEC BENKE GmbH, Reinbek (eingetragen im Handelsregister Lübeck unter HRB 3503 RE) wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Vermerke zur Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Angaben, die auch wahlweise im Anhang gemacht werden können, sind zur besseren Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Mit der alleinigen Gesellschafterin BARTEC GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag, der auch eine Verlustausgleichsverpflichtung enthält. Wegen der steuerlichen Organschaft entfällt ein Ansatz latenter Steuern bei der Gesellschaft.

Mit Übertragungsvertrag vom 18. Oktober 2023 wurde der Geschäftsbereich Food der BARTEC BENKE GmbH am Standort in Gotteszell durch einen Asset-Kauf mit Wirkung zum 1. Februar 2024 verkauft. Der Käufer übernimmt sämtliche für den Geschäftsbereich Food tätigen Mitarbeiter/innen und tritt am Unterzeichnungstag in alle Rechte und Pflichten, die sich aus den bestehenden Arbeitsverhältnissen ergeben, ein. Weiterhin tritt der Käufer im Zuge der Rechtsnachfolge in alle bestehenden Verträge und Geschäftsbeziehungen ein.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN; WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Anlagevermögen

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden aktiviert. Es handelt sich um Aufwendungen für produktbezogene Entwicklungsleistungen. Sie sind mit Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2a Satz 1 HGB bewertet und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden hierbei 5 bis 8 Jahre angesetzt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um aufgelaufene planmäßige und ggfs. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden bei Software 3 bis 5 Jahre angesetzt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten, vermindert um aufgelaufene planmäßige und ggfs. außerplanmäßige Abschreibung, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear. Die Festlegung der Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2021/ 2022 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes (betreffend den Geschäftsbereich "EHT" der BACAB S.A.) wurde auf fünf Jahre festgelegt. Dadurch wird neben technischen Randbedingungen auch der zunehmende Wettbewerbsdruck in diesem Geschäftsfeld berücksichtigt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und die Fertigungskosten zuzüglich anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Leistungs- oder altersbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die planmäßigen Abschreibungen linear auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen die Gegenstände, voraussichtlich genutzt werden können. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden bei Gebäuden 25 bis 33 Jahre, bei Maschinen 4 bis 16 Jahre sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre angesetzt. Bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellkosten von mehr als 250 € bis zu 1.000 € werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird über eine Dauer von fünf Jahren linear aufgelöst.

Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken werden angemessene Abwertungen vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades am Bilanzstichtag zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und die Fertigungskosten zuzüglich anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für Bestandsrisiken werden angemessene Abwertungen vorgenommen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden, sofern am Bilanzstichtag vorliegend, nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Pauschal- und Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die Wertabschläge berücksichtigen sowohl individuelle als auch allgemeine Ausfallrisiken.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen der projected unit credit (puc) Methode unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden mit einem Rechnungszinssatz von 1,83 % p. a. (Vorjahr 1,80 % p. a.) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Dieser Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre, der sich laufzeitadäquat auf der Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Hierbei wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene Abzinsungssatz verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf 0 T€ (Vorjahr 1 T€).

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung in EURO

Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden jeweils bei Entstehung mit den Devisenkassamittelkursen in Euro umgerechnet. Am Stichtag werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips die jeweiligen Forderungen und unter Beachtung des Höchstwertprinzips die jeweiligen Verbindlichkeiten mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angepasst. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird gem. § 256a HGB das Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzip nicht beachtet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens" in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2023/ 2024 belief sich der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auf 2.397 T€ (Vorjahr 2.661 T€), davon entfallen auf die aktivierten selbst geschaffenen Vermögensgegenstände 750 T€ (Vorjahr 283 T€).

Im Jahresabschluss ist ein Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Buchwert von 496 T€ (Vorjahr 745 T€) ausgewiesen. Dieser entstand aufgrund der Übernahme eines Geschäftsbereiches der BACAB S.A. und wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von 14.935 T€ (Vorjahr 11.588 T€) innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von 259 T€ (Vorjahr 230 T€) solche gegenüber der Gesellschafterin.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Finanzforderungen (Darlehen, Ergebnisübernahmen und sonstige Finanzverrechnungen) in Höhe von 176 T€ (Vorjahr 98 T €) und im Übrigen in Höhe von 10.969 T€ (Vorjahr 7.508 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen abgegrenzte Gebühren für EDV- Nutzung, Lizenzen sowie Wartungsgebühren und Mietkosten. Weiterhin wurden Personalkosten abgegrenzt.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert T€ 30 und die Kapitalrücklage wie im Vorjahr 8.030 T€.

Nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegen bei der BARTEC BENKE GmbH von der Kapitalrücklage 1.495 T€ (Vorjahr 1.146 T€) einer Ausschüttungssperre. Diese ergibt sich am Bilanzstichtag 30. April 2024 aus den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 1.495 T€ (Vorjahr 1.145 T€) sowie aus dem Unterschiedsbetrag bei Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 1 T€).

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf 0 T€ (Vorjahr 1 T€). In dieser Höhe besteht bei den Kapitalrücklagen eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.645 T€ (Vorjahr 5.054 T€) enthalten vor allem Rückstellungen für Gewährleistungen und Produktrisiken in Höhe von 1.150 T€ (Vorjahr 3.365 T€) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 1.334 T€ (Vorjahr 1.434 T€).

Risikorückstellungen für Gewährleistungen und Produktrisiken werden auf Basis aktueller Erfahrungswerte gebildet. Hierfür werden interne und externe Untersuchungen sowie vertragliche Grundlagen einbezogen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr und von mehr als fünf Jahren liegen nicht vor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 17.319 T€ (Vorjahr 16.256 T€) solche gegenüber der Gesellschafterin.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von 18.079 T€ (Vorjahr 15.953 T€) Ergebnisübernahmen, Finanzverrechnungen und Darlehen und im Übrigen mit 2.343 T€ (Vorjahr 2.767 T€) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten 116 T€ (Vorjahr 312 T€) aus Steuern.

Haftungsverhältnisse

Zur Besicherung von Bankverbindlichkeiten (Konsortialkredit) sowie als Haftungsvermögen für verbundene Unternehmen hat die BARTEC BENKE GmbH Sicherheiten bestellt. Somit liegen Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sowie die Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten im Sinne von § 251 HGB vor. Bei den Sicherheiten handelt es sich um die Verpfändung der Bankguthaben sowie aller derzeitigen und künftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gegen verbundene Unternehmen und Versicherungen sowie weitere definierte Forderungen. Der Nominalbetrag der für die gesamtschuldnerische Haftung relevant ist, einschließlich Fremdwährungsbewertung zum Stichtag und auf die Kredite entfallenden Zinsabgrenzungen beträgt am 30. April 2024 40,3 Mio. €. Diese Haftungsverhältnisse betreffen verbundene Unternehmen.

Mit einer Inanspruchnahme aus den bestehenden Haftungsverhältnissen wird wegen der im BARTEC-Konzern in den Vorjahren bis Anfang 2021/ 2022 umgesetzten Refinanzierungsmaßnahmen nicht gerechnet. Die aktuellen vertraglichen Vereinbarungen auf Konzernebene bilden nach unserer Einschätzung die Grundlage für eine stabilisierte Vermögens-, Finanz- und Ertragssituation der beteiligten Gesellschaften.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Transaktionen, die dauerhaft keinen Eingang in die Bilanz finden oder einen dauerhaften Abgang von Vermögensgegenständen oder Schulden nach sich ziehen bestehen in Operating- Leasingverhältnissen und Bestellobligo. Hieraus hat die BARTEC BENKE GmbH finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 7.739 T€ (Vorjahr 15.268 T€), die sich wie folgt aufteilen:

30.04.2024 30.04.2023
T€ T€
Finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen 399 455
Leasingverträgen 298 273
697 727
Offene Bestellungen (Bestellobligo) 7.042 14.541
7.739 15.268

Vom Bestellobligo entfallen 422 T€ (Vorjahr 460 T€) auf verbundene Unternehmen.

Andere finanzielle Verpflichtungen bestehen in geschäftsüblichem Umfang.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen 15.438 T€ (Vorjahr 15.918 T€) auf das Inland, 20.683 T€ (Vorjahr 16.864 T€) auf Europa (ohne Deutschland) und 14.629 T€ (Vorjahr 15.128 T€) auf das außereuropäische Ausland.

Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen 2023/24 2022/23
T€ T€
Analyzer & Measurement Systems (AMS) 30.856 27.122
Electrical Heating Tracing (EHT) 19.402 20.187
Automation & Communication Systems (ACS) 493 600
50.751 47.910

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.029 T€ (Vorjahr 1.534 T€), Versicherungsentschädigungen 298 T€ (Vorjahr 1 T€) sowie Posten aus der Währungsumrechnung 106 T€ (Vorjahr 662 T€).

Insgesamt sind periodenfremde Erträge in Höhe von 2.431 T€ (Vorjahr 1.751 T€) wesentlich aus der Auflösung von Rückstellungen und Versicherungsentschädigungen enthalten.

Personalaufwand

Vom Personalaufwand in Höhe von 15.371 T€ (Vorjahr 14.496 T€) entfallen auf Aufwendungen für soziale Abgaben 2.449 T€ (Vorjahr 2.367 T€) und Altersversorgung 62 T€ (Vorjahr 78 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Konzernumlagen in Höhe von 1.900 T€ (Vorjahr: 1.714 T€), EDV-Aufwendungen 645 T€ (Vorjahr 517 T€), Aufwendungen für Dienstleistungen 725 T€ (Vorjahr: 579 T€), Instandhaltungsaufwendungen 570 T€ (Vorjahr: 600 T€), Energiekosten 473 T€ (Vorjahr 459 T€) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 139 T€ (Vorjahr 418 T€) enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von 13 T€ (Vorjahr 198 T€) angefallen. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungsausbuchungen.

Außerordentliche Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2023/ 2024 fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagevermögen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 0 T€) an.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In diesem Posten sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 76 T€ (Vorjahr 229 T€) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In diesem Posten sind Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.103 T€ (Vorjahr 818 T€) enthalten.

Die Zinsen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen betragen 1 T€ (Vorjahr 2 T€).

SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren in der Berichtsperiode 212 Mitarbeiter (Vorjahr 220) beschäftigt, davon 110 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 114) und 102 Angestellte (Vorjahr 106).

Mitglieder der Geschäftsführung

Dr. Martin Uwe Schefter, Bonn-Bad Godesberg, CEO BARTEC-Gruppe

Dr. Thomas Rudolph Fritzmann, Bad Dürkheim, CFO BARTEC-Gruppe

Bezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung werden von der BARTEC Top Holding GmbH getragen.

Oberstes Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Das einzige Mutterunternehmen, das zum 30. April 2024 einen Konzernabschluss erstellt, in den die BARTEC BENKE GmbH einbezogen wird, ist die Shield Acquisition S.à r.l., Luxemburg. Dieser Konzernabschluss wird im Register de Commerce et des Sociétés in Luxemburg unter der Nummer B236067 eingereicht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für Leistungen im Geschäftsjahr 2023/ 2024 berechnete Gesamthonorar beträgt 75 T€. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 75 T€.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetroffen.

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn

Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023/ 2024 ist, wie bereits im Vorjahr, aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages an den Gesellschafter BARTEC GmbH abgeführt.

 

Reinbek, den 11. Juli 2024

BARTEC BENKE GmbH Die Geschäftsführung

Dr. Martin Uwe Schefter, Geschäftsführer

Dr. Thomas Rudolf Fritzmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der BARTEC BENKE GmbH, Reinbek, im Geschäftsjahr 2023/ 2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.5.202 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 30.04.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.915.267,08 750.078,00 0,00 1.410.060,28 4.255.284,80
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 690.512,92 14.400,65 0,00 113.767,13 591.146,44
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.540.970,14 0,00 0,00 0,00 4.540.970,14
10.146.750,14 764.478,65 0,00 1.523.827,41 9.387.401,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.664.867,56 61.412,47 16.876,43 86.892,01 11.656.264,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.612.751,41 33.987,59 111.221,00 882.890,32 1.875.069,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.797.552,78 508.852,55 118.602,39 3.994.997,37 5.430.010,35
4. Geleistete Anzahlungen 459.873,82 544.360,68 -246.699,82 0,00 757.534,68
23.535.045,57 1.148.613,29 0,00 4.964.779,70 19.718.879,16
33.681.795,71 1.913.091,94 0,00 6.488.607,11 29.106.280,54
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.5.2023 Zugänge Abgänge Stand am 30.04.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.770.140,08 316.861,00 1.326.964,28 2.760.036,80
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 649.880,92 17.093,65 112.330,13 554.644,44
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.796.388,14 248.194,00 0,00 4.044.582,14
8.216.409,14 582.148,65 1.439.294,41 7.359.263,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.853.169,02 90.135,90 64.810,01 9.878.494,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.269.396,41 87.062,59 882.890,32 1.473.568,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.925.040,78 285.246,89 3.946.457,32 4.263.830,35
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
20.047.606,21 462.445,38 4.894.157,65 15.615.893,94
28.264.015,35 1.044.594,03 6.333.452,06 22.975.157,32
Buchwerte
Stand am 30.04.2024 Stand am 30.04.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.495.248,00 1.145.127,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 36.502,00 40.632,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 496.388,00 744.582,00
2.028.138,00 1.930.341,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.777.769,54 1.811.698,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 401.501,00 343.355,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.166.180,00 872.512,00
4. Geleistete Anzahlungen 757.534,68 459.873,82
4.102.985,22 3.487.439,36
6.131.123,22 5.417.780,36

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/ 2024

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell und Geschäftstätigkeit

Die BARTEC BENKE GmbH, Reinbek, (Deutschland), nachfolgend "BARTEC BENKE" genannt, ist im Bereich des Explosionsschutzes sowie der Mess- und Wärmetechnik in der Entwicklung sowie als Produktions- und Vertriebsgesellschaft tätig. Entwickelt, produziert und vertrieben werden vor allem Sicherheitskomponenten und Systemlösungen einschließlich Montagedienstleistungen für Bereiche, in denen mit gefährlichen Stoffen wie brennbaren Flüssigkeiten, Gasen und Stäuben gearbeitet wird.

Die BARTEC BENKE hat zwei Standorte, Reinbek und Gotteszell. Beliefert werden schwerpunktmäßig Kunden der Öl-, Gas- und Chemieindustrie sowie des Maschinenbaus.

Die BARTEC BENKE konzentriert sich im Kerngeschäft auf vier Produktlinien:

Process Analyzer Technology (PAT) in Reinbek (Geschäftsbereich AMS)

Electrical Heating Tracing (Selbstlimitierende Heizkabel mit Zubehör) in Gotteszell (Geschäftsbereich EHT)

PETRO in Gotteszell (Geschäftsbereich AMS)

FOOD & BMS in Gotteszell (Geschäftsbereich AMS, Verkauf FOOD mit Wirkung zum 01.02.2024)

Organisationsstruktur

Die alleinige Gesellschafterin der BARTEC BENKE ist die BARTEC GmbH, Bad Mergentheim. Diese führt als Muttergesellschaft organisatorisch alle Produktions- und Vertriebstochtergesellschaften. Sie bildet zusammen mit BACAB S.A., St. Croix (Schweiz), und deren Tochtergesellschaften die BARTEC-Gruppe.

Steuerungssystem

Die BARTEC-Gruppe fokussiert sich auf den wachstumsstarken und innovationsgetriebenen Bereich der Sicherheitstechnik. Der Schutz von Mensch und Umwelt durch die Sicherheit von Komponenten, Modulen und Systemen ist unser Anspruch.

Als bedeutendste finanzielle Steuerungsgrößen nutzen wir die auf der deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegung (HGB) basierenden Steuerungsgrößen

Umsatzerlöse,

Nachhaltiges Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA),

Nettoumlaufvermögen (trade working capital) und

Nettoverschuldung (net debt).

Die nicht finanziellen Steuerungsgrößen für den Erfolg unseres Unternehmens betreffen vor allem die Optimierung unserer Produktion, die Qualität unserer Produkte sowie Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter.

Die "Umsatzerlöse" sind vorwiegend beeinflusst von der Attraktivität und Innovationskraft unseres Angebots an Produkten, Systemen und kundenspezifischen Lösungen, der Investitionsbereitschaft unserer Kunden und der konjunkturellen Entwicklungen in unseren Absatzbranchen und Absatzmärkten.

Auf das "nachhaltige EBITDA" wirkt sich zudem die Entwicklung der operativen Kosten, insbesondere des Materialaufwandes, der Personalaufwendungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Im Einzelfall festgelegte Sonder- und Einmalaufwendungen werden bei der Ermittlung bereinigt. Währungskursgewinne und -verluste aus Finanzierungsgeschäften werden ebenfalls bereinigt.

Das "Nettoumlaufvermögen" ist definiert als der Saldo aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte, Vorräten sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten. Es spiegelt im Wesentlichen das im operativen Geschäft kurzfristig gebundene Kapital wider.

Die "Nettoverschuldung" ist definiert als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten.

Forschung und Entwicklung

Die BARTEC-Gruppe gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Sicherheitstechnik in explosionsgefährdeten Bereichen. Um diesem Anspruch weiterhin gerecht zu werden, wird die Produktpalette ständig weiterentwickelt, unterstützt durch den Einsatz neuester Technik in allen Entwicklungsphasen.

Unsere stetigen vielschichtigen Aktivitäten in der Forschung und vor allem in der Entwicklung sichern der BARTEC-Gruppe den Absatz von morgen auf den Märkten der Zukunft.

Schwerpunkte der konzernweiten Forschungs- und Entwicklungstätigkeit waren im Geschäftsjahr 2023/ 2024 Produkte und Lösungen in der Automatisierungstechnik sowie Steuer- und Verbindungstechnik. Für die BARTEC BENKE sind die Tätigkeiten in den Produktlinien Petro sowie Electrical Heating Tracing (EHT), die auch in der BARTEC BENKE selbst durchgeführt werden, besonders relevant.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zu den Kunden unserer global agierenden Unternehmensgruppe zählen vor allem die Öl- und Gasindustrie sowie Chemie-, Petrochemie- und Pharmakonzerne aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt.

Auch in 2023 war Mineralöl nach wie vor der größte Primärenergieträger sowohl global 1 als auch in Deutschland. Der Anteil an der Primärenergieversorgung bestand zu 29 % aus Öl (Deutschland 35,6 %) 2 , zu 27 % aus Kohle (Deutschland 17 %) und zu 24 % aus Gas (Deutschland 24,7 %). Zusammen sind dies 80 % (Deutschland 77,3 %) der gesamten Energieversorgung, wobei ergänzend noch die Kernkraft sowie erneuerbare Energieträger zur Primärenergieversorgung beitragen. In 2022 betrug der weltweite Anteil der erneuerbaren Energieträger wie z.B. Wasserkraft und Biomasse 15 % (Deutschland 19,6 %) am gesamten Bruttoendenergieverbrauch; mit steigender Tendenz. Dies auch im Zuge der Energiewende, die einen Übergang von fossiler zu erneuerbarer Energiegewinnung fordert.

Gesamtwirtschaftlich betrachtet entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das als eines der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren zur Messung der konjunkturellen Entwicklung der Volkswirtschaft herangezogen wird, im Jahr 2023 um -0,2 % gegenüber dem Vorjahr 2022 nach unten 3 bzw. 0,2 % im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 nach oben 4.

Der gesamtwirtschaftliche Auftragseingangsindex als Konjunkturindikator für das verarbeitende Gewerbe, zu dem die BARTEC-Gruppe zählt, liegt im April 2024 gesamthaft um 4,4 % unter dem Basisjahr 5. Gegenüber dem Vormonat schrumpfte er um 0,21 Prozentpunkte und gegenüber dem Vorjahreswert von 96,8 Prozentpunkten um 1,26 Prozentpunkte.

Im ersten Quartal 2024 stieg der Preis für Energie- und Rohstoffe auf den internationalen Märkten für Agrar- und Industrierohstoffe wieder leicht an. Der HWWI- Rohstoffpreisindex bildet die preisliche Veränderung der 30 wichtigsten internationalen Rohstoffe u.a. aus den Bereichen Energie- und Industrierohstoffe ab. Im April 2024 stieg er zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 5,7 %, befindet sich seitdem in Seitwärtsbewegung des Preisniveaus. Der Gesamtindex liegt mit 182,9 % unter dem Wert im April 20236.

1 https://energiestatistik.enerdata.net/gesamtenergie/welt-verbrauch-statistik.html
2 https://www.bdew.de/media/documents/Jahresbericht_2023_UPDATE_Mai_2024_final_V2.pdf
3 https://de.statista.com/themen/26/bip/
4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/
2284/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandsprodukts-der-deutschen-wirtschaft/
5 Das Basisjahr 2021 entspricht dabei der Indexzahl von 100. Sämtliche Verhältniszahlen sind gem. Destatis saison- und kalenderbereinigt.
https://wwwgenesis.destatis.de/genesis/online?operation=abruftabelleBearbeiten&levelindex
=1&levelid=1718116483818&auswahloperation=abruftabelleAuspraegungAuswaehlen&auswahlverzeichnis
=ordnungsstruktur&auswahlziel=werteabruf&code=42151-0001&auswahltext
=&werteabruf=Werteabruf#abreadcrumb

Nachdem sich der Rohölpreis der europäischen Referenzsorte Brent in den letzten Monaten zwischen 75,47 US-Dollar pro Barrel (159 I) (Monat Mai 2023) und 81,75 US- Dollar pro Barrel (Monat Mai 2024) aufwärts bewegte, betrug dieser im April 2024 durchschnittlich 89,94 US-Dollar pro Barrel (159 I). Im April 2023 waren es durchschnittlich 84,64 US-Dollar pro Barrel. 7

Die Ölpreise steigen tendenziell seit Beginn des Jahres an, was hauptsächlich auf die angespannte geopolitische Lage zurückzuführen ist.7 Neben der angespannten geopolitischen Lage deuten weitere Faktoren auf die Aufwärtssensibilität des Ölpreises hin, darunter sinkende Lagerbestände und die wahrscheinliche Beibehaltung der OPEC- Kürzungen. Die Lage im Gazastreifen verstärkt die Vorsicht bei Spekulationen für fallende Preise, ist jedoch nicht der alleinige Treiber für steigende Ölpreise. Die Aussicht auf eine Lockerung der US-Geldpolitik könnte den Aufwärtstrend der Ölpreise verstärken. 8

Trotz dem soeben beschriebenen leichten Aufwärtstrend des Ölpreises darf nicht außer Acht gelassen werden, dass weiterhin Billionen USD in saubere Energietechnologien und -infrastruktur investiert wird, so ein neuer Bericht von IEA (International Energy Agency). 9 Dies lässt mitunter die Szenarien als wahrscheinlich erachten, dass die Erdöl-Industrie, als eine der großen Abnehmer der BARTEC-Gruppe, sich neuen Geschäftsfeldern zuwendet, die auf erneuerbare Energien, Wasserstoff und Chemie setzt. Dies hat für die gesamte BARTEC-Gruppe eine sukzessive Neuorientierung zur Folge.

Branche

Eine der größten Abnehmerbranche für die Produkte der BARTEC-Gruppe ist traditionell die Öl- und Gasindustrie einschließlich der Petrochemischen Industrie. Daneben sind die Pharmaindustrie, die Energieerzeugung und die Lebensmittelindustrie wesentliche Abnehmer der Produkte und Leistungen der BARTEC-Gruppe. Sowohl die Anlageninvestitionen als auch die laufenden Wartungs- und Reparaturaufwendungen dieser Branchen sind dabei die entscheidenden Einflussfaktoren für die Geschäftsentwicklung der BARTEC-Gruppe.

Die Anlageninvestitionen insbesondere der Öl- und Gasindustrie hängen zum Großteil vom Rohölpreis und vom Rohölverbrauch ab.

Wie in allen Bereichen der Wirtschaft hatte der Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs große Verwerfungen zur Folge, die bis heute anhalten. Zudem hatte die spürbare konjunkturelle Abkühlung in Deutschland einen spürbaren Effekt auf die Geschäftsentwicklung in der Öl- und Gasindustrie. Wir sehen aber eine gestiegene Nachfrage in nachhaltige Energien, wo wir bereits vertreten sind.

In den Bereichen Chemie und Lebensmittelindustrie rechnen wir aus heutiger Sicht für die kommenden Jahre allenfalls mit einem moderaten Wachstum.

6 https://www.hwwi.org/wp-content/uploads/2024/05/HWWI_Pressemitteilung_RSPI.pdf
7 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1331/umfrage/preisentwicklung-
der-rohoelsorte-uk-brent-monatsdurchschnittswerte/#professional
8 https://www.fastenergy.de/heizoel-news/heizoel-news_2024_05_4737.htm
9 https://www.iea.org/news/investment-in-clean-energy-this
-year-is-set-to-be-twice-the-amount-going-to-fossil-fuels

Geschäftsverlauf

Entwicklung der finanziellen Steuerungsgrößen

Die in diesem Abschnitt erläuterten, auf den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) basierenden finanziellen Steuerungsgrößen der BARTEC BENKE haben sich im Geschäftsjahr 2023/ 2024 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Steuerungsgrößen *) 2023/ 24 2022/ 23 Δ
T€ T€ in %
Umsatzerlöse 50.751 47.910 5,9 %
Nachhaltiges EBITDA 9.174 4.591 99,8 %
Nettoumlaufvermögen (trade working capital) 12.445 17.269 -27,9 %
Nettoverschuldung (net debt) -257 -967 -73,4 %

*) Aufgrund der Berechnung mit exakten Zahlen können in dieser und in nachfolgenden Tabellen Rundungsunterschiede bei Summen und Prozentsätzen auftreten.

Die Steuerungsgrößen haben sich entsprechend im Lagebericht des Vorjahres dargestellten Erwartungen entwickelt, wenn wir den Verkauf der Produktbereiche FOOD & BMS berücksichtigen. Das Umsatzziel war sehr ambitioniert und konnte vor allem in den Bereichen Petro und PAT übererfüllt werden. Der Bereich "Electrical Heating Tracing" lag im Umsatz hinter den Erwartungen, was vor allem durch die Schließung der Vertriebsniederlassung in Russland zu Beginn des Geschäftsjahres begründet ist. Daraus resultierend konnten wir unser Ziel beim nachhaltigen EBITDA übererfüllen im Vergleich zum Vorjahr Auch das Nettoumlaufvermögen sowie die Nettoverschuldung haben sich wie erwartet entwickelt.

Umsatzerlöse

Die Nettoumsatzerlöse der BARTEC BENKE belaufen sich für den zum 30. April 2024 abgelaufenen Zwölfmonatszeitraum auf 50.751 T€ (Vorjahr 47.910 T€) was einem Zuwachs von 5,9 % entspricht. Der Zuwachs hängt im Wesentlichen am Abschluss von Großprojekten im Bereich PAT sowie in der sich wieder entspannten Liefersituation im Bereich Petro.

Nettoumlaufvermögen

Das Nettoumlaufvermögen im Geschäftsjahr 2023/ 2024 ist von 17.269 T€ im Vorjahr um 4.824 T€ auf 12.445 T€ gesunken und beträgt damit 37,2 % (Vorjahr 50,1 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Vorräte des Geschäftsbereiches FOOD, Forderungsbestand an Kunden sowie flüssige Mitteln, zurückzuführen.

Nachhaltiges Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA)

Als Saldo aus Erträgen und Aufwendungen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, ergibt sich nach Bereinigung von Sonderergebnissen ein nachhaltiges EBITDA in Höhe von 9.174 T€ oder 18,1 % der Umsatzerlöse (Vorjahr 4.591 T€ und 9,6 %). Die Bereinigungen sind so angesetzt, wie sie im Rahmen der internen operativen Unternehmenssteuerung klassifiziert werden. Die im Geschäftsjahr 2023/ 2024 vorgenommenen Bereinigungen betreffen Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches FOOD.

Nettoverschuldung

Die BARTEC BENKE hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Daher ergibt sich aus den liquiden Mittel eine Nettoverschuldung von -257 T€ (Vorjahr -976 T€). Der Überschuss der liquiden Mittel ist im Wesentlichen auf Maßnahmen des konzernweiten Cash Managements zurückzuführen.

Ertragslage

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen sowie Produktlinien (Product Lines) der BARTEC BENKE stellt sich wie folgt dar:

Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen (Produktbereichen) 2023/24 2022/23
TEUR TEUR
Analyzer & Measurement Systems (AMS) 30.856 27.122
Electrical Heating Tracing (EHT) 19.402 20.187
Automation & Communication Systems (ACS) 493 600
50.751 47.909

Der Geschäftsbereich Analyzer & Measurement Systems (AMS) umfasst die weltweiten Aktivitäten von Analysegeräten- und Systemen der Spurfeuchte- und Gasmesstechnik, der Seismischen Instrumentierung, berührungslosen Temperaturtechnik, sowie die Ausstattung von Tankwägen. Der Umsatz stieg vor allem durch die Durchführung von Großprojekten mit Analysengeräten, sowie eine verbesserte Materialverfügbarkeit im Vergleich zum Vorjahr.

Der Geschäftsbereich "Electrical Heating Tracing" konnte den Umsatz des Vorjahres nicht erreichen und lag um rund 4 % darunter. Der Hauptgrund für diese Entwicklung lag in der Schließung der Vertriebsniederlassung in Russland zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/ 2024, die in der Vergangenheit ein wichtiger Absatzkanal für die Produkte des Bereichs darstellte. Durch die gute Auftragslage in Deutschland konnten wir aber diesen Effekt abmildern. Durch eine weitere Fokussierung auf neue Produkte und eine verbesserte Vertriebsstrategie sehen wir aber in Zukunft weiteres Wachstumspotenzial.

Auf Basis der mittelfristigen Wachstumsstrategie blickt die BARTEC BENKE zuversichtlich auf die kommenden Jahre. Dazu werden weiter gezielt Ressourcen in R&D und Vertrieb aufgebaut.

In den nachfolgenden Abschnitten werden die neben den Steuerungsgrößen relevanten Einzelbestandteile des Jahresergebnisses für den zum 30. April 2024 beendeten Zwölfmonatszeitraum dargestellt.

Der Auftragsbestand hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 13.834 T€ verringert (30. April 2023: 16.626 T€). Dies lässt sich durch Verkauf der Bereiche Food & BMS zum 31. Januar erklären, die am 30. April 2023 zusammen einen Auftragsbestand von 1.267 T€ hatten. Weiterhin konnten wir eine Reihe an Großprojekten im Bereich PAT gewinnen und in 2023/2024 erfolgreich abschließen. Der Anstieg der anderen aktivierten Eigenleistungen um 467 T€ auf 750 T€ (Vorjahr 283 T€) resultiert aus der Fokussierung der Entwicklungsaktivitäten neuer Heizbänder aus dem Bereich "Electrical Heating Tracing". Die Aktivierungsquote liegt bei 31 % (Vorjahr 11 %) und die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten bei 317 T€ (Vorjahr 375 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf 2.778 T€ (Vorjahr 4.123 T€) gesunken. Der Rückgang resultiert wesentlich aus den Sondereffekten aus dem Vorjahr, Verkauf der Borsigstraße 7.

Der Materialaufwand beläuft sich zusammen mit den Bestandsveränderungen bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 22.819 T€ (Vorjahr 23.917 T€). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen zzgl./abzgl. Bestandsveränderung) der BARTEC BENKE beträgt 44,4 % (Vorjahr 49,4 %). Die Reduktion der Quote ergibt sich aus Veränderungen im Produktmix hin zu Produkten mit einer niedrigeren Materialaufwandsquote. Weiterhin haben sich die Materialverfügbarkeiten deutlich entspannt gegenüber dem Vorjahr, so dass weniger Teile auf dem Sekundärmarkt beschafft werden mussten.

Unser Rohertrag in Höhe von 27.931 T€ (Vorjahr 23.993 T€) ist definiert als Umsatzerlöse zzgl./ abzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand. Er wird beeinflusst von verschiedenen Faktoren, u. a. den Einkaufspreisen von Waren (einschließlich der von uns zu übernehmenden Frachtkosten) und anderen Änderungen unserer Fertigungskosten, Änderungen im Hinblick auf unseren Produkt- und Kunden-Mix, geographische Verschiebungen im Absatz sowie Änderungen infolge von Marketing- Initiativen, Einführungen von neuen Produkten und Produktverbesserungen. Durch die Anpassung des Angebots der von uns bezogenen Produkte im Hinblick auf die Erfüllung einer veränderlichen Nachfrage, kann der von uns erwirtschaftete Rohertrag im normalen Geschäftsgang Schwankungen unterliegen.

Der Personalaufwand für den am 30. April 2024 beendeten Zwölfmonatszeitraum beläuft sich auf 15.371 T€ oder 30,3 % der Umsatzerlöse (Vorjahr 14.496 T€, 30,3 % der Umsatzerlöse).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 7.998 T€ im Vorjahr um 798 T€ auf 7.200 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Vertriebsaufwendungen, Reisekosten, Beratungsdienstleistungen und Fremdpersonal, Konzernumlagen sowie sonstige Personalkosten. Der Rückgang ist weitestgehend auf die Rechts- und Beratungskosten und Aufwendungen aus Wechselkursverlusten zurückzuführen.

Als Saldo aus diesen Erträgen und Aufwendungen und bereinigt um Sonderergebnisse ergibt sich das nachhaltige EBITDA, das im Geschäftsjahr 2023/ 2024 9.174 T€ (Vorjahr 4.591 T€) beträgt. Die bereinigten Sonderergebnisse im Geschäftsjahr 2023/ 2024 betreffen Erträge aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches FOOD (39 T€). Im Vorjahr 1.314 T€ Erträge aus dem Verkauf der Borsigstraße 7.

Die Abschreibungen reduzierten sich um 58 T€ auf 1.045 T€ und betreffen im Wesentlichen die Betriebs- und Geschäftsausstattung, die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände und den Geschäfts- oder Firmenwert.

Das Finanzergebnis hat sich von -591 T€ um -437 T€ auf -1.028 T€ sehr stark verschlechtert. Der Rückgang des Finanzergebnisses resultiert im Wesentlichen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Die BARTEC BENKE weist für das Geschäftsjahr 2023/ 2024 ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 6.781 T€ (Vorjahr 4.188 T€) aus.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der BARTEC BENKE beträgt zum Bilanzstichtag 33.474 T€ (Vorjahr 34.504 T€).

Anlagevermögen

Die Kapitalbindung durch Anlagevermögen beträgt 18,3 % der Bilanzsumme (Vorjahr 15,7 %). Das Anlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 713 T€. Es beträgt zum Geschäftsjahresende 6.131 T€. Das Anlagevermögen ist durch Neuanschaffungen von Anlagen und Maschinen und aktivierte Entwicklungsprojekte gewachsen.

Umlaufvermögen

Die bedeutendsten Posten des Umlaufvermögens sind die Vorräte sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Vorräte sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilden den wesentlichen Teil der Steuerungsgröße "Nettoumlaufvermögen". Die Vorräte sind vor allem durch den Verkauf des Geschäftsbereiches FOOD um 4.163 T€ auf 11.344 T€ gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 3.538 T€ auf 11.145 T€ gestiegen, gestiegen, was überwiegend an der Erholung des Bereichs PAT begründet ist, welcher zu einem hohen Teil über das Vertriebsnetzwerk der BARTEC- Gruppe ihre Produkte vertreibt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 853 T€ auf 2.972 T€ gesunken, was vor allem auf die Veräußerung des Geschäftsbereichs FOOD zurückzuführen ist.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 661 T€ gestiegen, was im Wesentlichen auf die Forderung aus der Erstattung Jahresumsatzsteuererklärung 2022 zurückzuführen ist.

Finanzlage

Eigenkapital

Das Stammkapital beläuft sich unverändert auf 30 T€, ebenso die Kapitalrücklage mit 8.030 T€ und der Gewinnvortrag von 91 T€. Jahresergebnisse werden aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft, die BARTEC GmbH, abgeführt bzw. von dieser ausgeglichen.

Rückstellungen

In den Rückstellungen sind im Wesentlichen sonstige Rückstellungen enthalten, darin insbesondere für Gewährleistungen und Produktrisiken in Höhe von 1.150 T€ (Vorjahr 3.365 T€) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 1.334 T€ (Vorjahr 1.434 T€).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 22.605 T€ (Vorjahr 21.213 T€). Hierin enthalten sind vor allem Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 20.422 T€ (Vorjahr 18.720 T€). Sie betreffen im Wesentlichen die Finanzierung der BARTEC BENKE durch den Gesellschafter.

Liquiditätslage

Das Liquiditätsmanagement der gesamten BARTEC-Gruppe wird von der Gesellschafterebene im Zusammenwirken mit der BARTEC GmbH, Alleingesellschafter der BARTEC BENKE, gesteuert und koordiniert.

Die BARTEC-Gruppe hatte mit der Refinanzierung 2019 und 2020 eine neue Finanzierung mit einer Laufzeit von 7 Jahren abgeschlossen.

Diese Refinanzierungsmaßnahmen betrafen nicht unmittelbar die BARTEC BENKE, hatten aber über die Einbindung der BARTEC BENKE in die Konzernfinanzierung als Folge einer Garantenstellung eine große risikomindernde indirekte Bedeutung für die BARTEC BENKE.

Die Steuerung dieses Kreditvertrags sowie das Liquiditätsmanagement wird zentral für die BARTEC-Gruppe von der BARTEC Top Holding GmbH, Bad Mergentheim, übernommen. Dabei werden auch die kurzfristige Finanzausstattung der Konzerngesellschaften sowie die Kreditrisiken zentral koordiniert und es wird über die Grundsätze der Währungsrisikosicherung entschieden. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel über einen Cash-Pool innerhalb Deutschlands bereitgehalten. Diese stehen sowohl für operative Zahlungsströme als auch für die Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten zur Verfügung.

Ziel der Finanzierungspolitik ist es, über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen der Unternehmensgruppe jederzeit erfüllen zu können.

Die operative Geschäftstätigkeit und die daraus resultierenden Einzahlungen stellen die wichtigste Liquiditätsquelle dar. Im Rahmen unseres Cash-Management-Systems werden die Liquiditätsüberschüsse der BARTEC BENKE genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Darüber hinaus reduziert die BARTEC- Gruppe kostenpflichtige Bankumsätze durch Verrechnung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften.

Aus heutiger Sicht ist über den künftigen Geschäftsverlauf und die nunmehr bestehenden Finanzierungsvereinbarungen zu erwarten, dass die BARTEC BENKE ihre finanziellen Verpflichtungen auch für die Zukunft erfüllen kann.

Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen ins Anlagevermögen über 1.913 T€ (Vorjahr 1.443 T€) getätigt. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen selbstgeschaffene Entwicklungen im Bau (750 T€), Betriebs- und Geschäftsausstattung (508 T€) sowie Grundstücke und Gebäude (61 T€).

Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage

Die BARTEC Top Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften haben ihren finanziellen Transformationsprozess der Vorjahre zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/ 2022 abgeschlossen. Der Fokus der Geschäftsleitung liegt nun in kontinuierlichen Effizienzsteigerungen und Erschließung neuer Marktpotenziale wie etwa im Bereich der nachhaltigen Energien.

Insgesamt ist das Jahresergebnis der BARTEC BENKE GmbH zufriedenstellend. Der abgeführte Gewinn an die BARTEC GmbH beträgt 6.781 T€. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BARTEC BENKE GmbH stellt sich insgesamt weiterhin als hinreichend dar.

Chancen- und Risikobericht

Die BARTEC BENKE ist in das Risikomanagementsystem der BARTEC Gruppe eingebunden, deren Risikopolitik darauf ausgerichtet ist, die nachhaltige Ertragskraft und damit den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern und die mittelfristig definierten strategischen Zielgrößen zu erreichen.

Die BARTEC-Gruppe verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Früherkennung und Minimierung von Risiken und Entwicklungen, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe auswirken können. Es erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette von Einkauf, Produktion, Vertrieb und Marketing. Das Risikomanagementsystem schließt eine kontinuierliche Beobachtung von Märkten, Kunden und Lieferanten ein und sorgt somit in Verbindung mit dem Controlling, dass Risiken erkannt und Chancen genutzt werden können.

Ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige, monatliche Berichterstattung des jeweiligen Managements der Konzerntochtergesellschaften an die Geschäftsführung der BARTEC-Gruppe über Entwicklungen in allen relevanten Geschäftsbereichen, die Auswirkungen auf die BARTEC-Gruppe haben können. Die direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken basiert vor allem auf finanzwirtschaftlichen Größen im Rahmen der laufenden monatlichen Finanzberichterstattung. Hinzu kommt die monatliche Bewertung von Produkthaftpflichtrisiken. Darüber hinaus werden steuerliche Risiken insbesondere aus gruppeninternen Transferpreisen regelmäßig überprüft. Aus der Überprüfung der Mittelbindung insbesondere bei Projektgeschäften erfolgt vor allem auch die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität durch Optimierung der Gruppenfinanzierung, die Erfüllung sämtlicher Anforderungen aus den Kreditverträgen und die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Die operativen Finanzrisiken beinhalten im Wesentlichen Projektgeschäft-, Forderungsausfall-, Währungsrisiken sowie Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen.

Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und im Hinblick auf ihr größtmögliches Schadenspotenzial und die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens bewertet und Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung bzw. -abwehr vorgeschlagen. Bei Bedarf werden erforderliche Maßnahmen zur Beherrschung des identifizierten Risikos definiert und umgesetzt.

Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken wie Währungs- und Zinsrisiken werden grundsätzlich nicht durch den Abschluss entsprechender Sicherungsinstrumente verringert. Auch zum 30. April 2024 bestehen weder Währungs- noch Zinssicherungsgeschäfte. Für die BARTEC BENKE ist das Währungsrisiko aufgrund des hauptsächlich innerdeutschen Geschäftsvolumens als gering einzuschätzen. Die Finanzierung der BARTEC-Gruppe wird auf Gruppenebene gesteuert. Die BARTEC BENKE selbst ist über konzerninterne Darlehen finanziert, weshalb das Zinsänderungsrisiko grundsätzlich greift und auf Basis des derzeitigen Finanzierungsvolumens als mittel eingeschätzt wird.

Als Gesamtbewertung der Chancen und Risiken, denen die Unternehmensgruppe marktbezogen ausgesetzt ist, kann zusammengefasst werden, dass die internationale konjunkturelle und politische Entwicklung für die BARTEC-Gruppe sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite einen wesentlichen Einfluss auf die Chancen- und Risikoposition hat.

Neben der allgemeinen konjunkturellen und politischen Entwicklung spielt deren Einfluss auf die branchenspezifischen Parameter wie Preis- und Mengenentwicklung (wie z. B. die Ölpreisentwicklung) eine entscheidende Rolle. Sie wirkt sich zudem auf die eigene wirtschaftliche Unternehmensentwicklung wichtiger Kunden aus, was wiederum deren Investitionsverhalten und damit unser Absatzpotenzial stark beeinflusst.

Die BARTEC Gruppe verfolgt die Marktentwicklung in den einzelnen Ländern sehr genau, um so mögliche Risiken ggf. auch durch entsprechende Ressourcenanpassung bzw. Ressourcenallokation und andere Maßnahmen zu begrenzen. Unsere breite internationale Ausrichtung in der gesamten Wertschöpfungskette reduziert dabei die Abhängigkeit von einzelnen Märkten. Gleiches gilt für die stark differenzierte Produkt-, Lieferanten- und Kundenstruktur. Die Finanzierung ist gesichert und hinreichend unter der Voraussetzung, dass keine zusätzlichen Marktrisiken oder Produktrisiken eintreten.

Die Umsatz- und Ergebnischancen liegen für die BARTEC-Gruppe vor allem in der Entwicklung von Produktinnovationen, der weiteren Internationalisierung des Vertriebsnetzwerks, der kontinuierlichen Verbesserung unserer Produktionsprozesse und der konsequenten Kostenoptimierung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die BARTEC-Gruppe sieht sich angesichts der konjunkturellen Rahmenbedingungen und wettbewerbsintensiven Marktstrukturen mit einem herausfordernden Umfeld konfrontiert. Die hohen und als Folge des am 24. Februar 2022 ausgebrochenen Ukraine-Krieges nochmals verstärkten Unsicherheiten über den Fortgang der globalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung bestehen weiterhin. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass unser Kerngeschäft hinreichend attraktiv bleibt und wir weitere Bereiche in Zukunft erschließen werden.

Weitere Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Gruppe gefährden könnten, sind derzeit jedoch nicht erkennbar.

Prognosebericht

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Die Entwicklung der Industrierohstoffpreise als Indikator für die weltwirtschaftliche Konjunktur lässt seit dem Tiefpunkt im April 2020 erahnen, dass die Krise seit dem Ausbruch der Pandemie zu Beginn in 2020 sich stetig zu erholen scheint.

Fortwährend entwickelte sich der Energierohstoffindex ausgehend von April 2020 zunächst mit einem Wert von 50 stetig nach oben bis zum 3. Quartal 2022, wo er einen bislang einzigartigen Rekordwert von 337 erreicht. Jedoch war der Index seit September 2022 stark rückläufig, u.a. aufgrund der Ankündigung der US-Regierung zur Freigabe der strategischen Ölreserven und die vorübergehende Erhöhung der Ölproduktion der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) und befand sich im 2. Quartal 2023 bei einem Tiefpunkt von 195. Seitdem sank der Index tendenziell weiter ab, erholte sich jedoch bereits seit Februar 2024 wieder und lag im April 2024 bei 201. 10

In gleicher Weise lag der Industrierohstoffindex noch im 3. Quartal 2022 bei einem historischen Höhepunkt von etwas mehr als 143, angesichts der weltweit schwachen Konjunkturaussichten sank die Nachfrage nach Industrierohstoffen stetig weiter, sodass im 2. Quartal 2023 der Wert bei 120 lag, steigt tendenziell seit Februar 2024 wieder und lag im April 2024 bei 122. 10

10 https://www.hwwi.org/wp-content/uploads/2024/05/HWWI_Pressemitteilung_RSPI.pdf
11 https://www.spiegel.de/wirtschaft/wirtschaft-erholt-sich-iwf-traut-deutschland-ab-2025-
wieder-hoehere-wachstumsraten-zu-a-77d75b87-07de-4669-a10e-8df5deeee70b
12 https://www.elektrotechnik.vogel.de/iwf-prognose-deutsche-wirtschaftsaussichten-
2025-wachstumstrends-a-f9034752142c440af8fldc75b71f038e/
13 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/
umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/

Die Weltwirtschaft befindet sich, angesichts der internationale Währungsfonds (IWF), ab 2025 wieder auf einem guten Kurs und in Deutschland dürfte die Wirtschaft demnach aufgrund der aktuellen Prognose sogar im Jahr 2025 bis 2026 von 1 % bis 1,5 % zulegen. 11

Trotz vieler düsterer Vorhersagen des IWF sei die Welt von einer Rezession dennoch verschont geblieben. Dabei hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche Herausforderungen gegeben. Man denke an die Unterbrechungen der Lieferketten im Zuge der Coronapandemie, eine weltweite Energie- und Nahrungsmittelkrise wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, an den beträchtlichen Anstieg der Inflation und als Reaktion eine straffe Geldpolitik mit Zinsanhebungen. Positiv sei immerhin, dass die hohe Inflation keine unkontrollierte Lohn-Preis-Spirale ausgelöst habe 12.

Zuversichtlich werten wir, dass der IWF für 2025 wieder ein positives Weltwirtschaftswachstum über 3,2 % gegenüber dem Vorjahr prognositiziert. 13

Erwartete Entwicklung der Steuerungsgrößen

Nach aktuellen Prognosen rechnen wir bei der BARTEC BENKE im Geschäftsjahr 2024/ 2025 mit einem soliden Umsatzwachstum von ca. 6 % bezogen auf den Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023/ 2024 (50.751 T€).

Hierin spiegelt sich die Fokussierung auf neue Produkte und auf eine neue Vertriebsstrategie wider, die zu steigenden Umsätzen vor allem im Bereich "Electrical Heating Tracing" führen werden. Weiterhin sehen wir großes Potenzial im Bereich der nachhaltigen Energien, für die wir gezielte Initiativen weiter fortführen werden.

Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir ein leicht niedrigeres nachhaltiges EBITDA, da wir mit keinen sonstigen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen rechnen.

Die Geschäftsführung sieht die BARTEC BENKE mittelfristig weiterhin operativ hinreichend gut positioniert. Als Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit zielen wir für zukünftige Perioden auf weitere Verbesserungen in unserem Produktionsnetzwerk, auf Innovationen und auf eine fortlaufende Senkung unserer Kostenbasis ab.

Für die Steuerungsgrößen "Nettoumlaufvermögen" (30. April 2024: 12.445 T€) erwarten wir durch eine Optimierung der Lagerhaltung und des Forderungsmanagements eine leichte Reduzierung des Nettoumlaufvermögens trotz des Anstiegs der Umsatzerlöse. Die "Nettoverschuldung" (30.April 2024: -257 T€) bleibt weiterhin negativ, da liquide Mittel bestehen, es keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geben wird und die Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber anderen Konzernunternehmen nicht in diese Größe eingerechnet werden.

Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/ 2025 einen leichten Anstieg der Mitarbeiterzahl.

Die Prognosen beruhen auf verschiedenen Annahmen sowie derzeit verfügbaren Informationen und Markttendenzen. Die tatsächlichen Ergebnisse können bei Eintreten unterschiedlicher Umstände davon abweichen.

Die Prognosen beruhen auf verschiedenen Annahmen sowie derzeit verfügbaren Informationen und Markttendenzen. Die tatsächlichen Ergebnisse können bei Eintreten unterschiedlicher Umstände davon abweichen.

 

Reinbek, den 11. Juli 2024

Dr. Martin Uwe Schefter, Geschäftsführer

Dr. Thomas Rudolf Fritzmann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BARTEC BENKE GmbH, Reinbek

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BARTEC BENKE GmbH, Reinbek, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BARTEC BENKE GmbH, Reinbek, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 11. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Fuat Kalkan, Wirtschaftsprüfer

Max Waiz, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsbeschluss der BARTEC BENKE GmbH, Reinbek

Der Jahresabschluss der BARTEC BENKE GmbH, Reinbek, für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde am 23. Juli 2024 festgestellt.

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