Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 9350
Eingetragen
26.3.2008
Branche
Herstellung von sonstigen Pumpen und KompressorenHerstellung von WärmepumpenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Herstellung und Handel von Pumpen aller Art, technischen Artikeln und Erwerb von anderen Unternehmen, Erwerb von Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie Verwaltung der erworbenen Unternehmen und erworbenen Beteiligungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Arnd Willamowski
seit 21.3.2023
Prokura
Geschäftsführer
Marc-André Loeven
seit 21.3.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GD Global Holdings II, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GD German Holdings II GmbH
Germany
2.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

seepex GmbH

Bottrop

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

(Amtsgericht Gelsenkirchen/HRB 9350)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.804,00 108.339,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.656.559,88 5.988.939,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.957.144,00 3.046.558,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.700.365,00 1.732.080,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.652,07 325.159,72
9.340.720,95 11.092.737,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 287.834,05 287.834,05
9.701.359,00 11.488.910,65
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.104.665,66 7.932.841,20
2. Unfertige Erzeugnisse 2.577.477,61 2.261.168,68
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 449.243,74 844.599,32
4. Geleistete Anzahlungen 200.850,93 116.566,70
11.332.237,94 11.155.175,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.534.692,95 4.531.917,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.451.103,26 58.079.401,68
3. Sonstige Vermögensgegenstände 650.950,88 1.298.978,65
27.636.747,09 63.910.297,67
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.211.848,81 5.466.091,82
50.180.833,84 80.531.565,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 657.198,85 707.730,48
60.539.391,69 92.728.206,52

Passiva

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 12.447.544,20 12.447.544,20
III. Bilanzgewinn 9.553.962,31 9.553.962,31
24.501.506,51 24.501.506,51
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 745.611,04 1.498.899,04
2. Sonstige Rückstellungen 6.295.812,73 7.382.394,43
7.041.423,77 8.881.293,47
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 710.726,16
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.642.656,31 680.410,09
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.851.276,69 3.831.936,96
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.497.979,15 2.319.670,12
5. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 10.594.223,45 51.236.839,19
6. Sonstige Verbindlichkeiten 410.325,81 565.824,02
28.996.461,41 59.345.406,54
60.539.391,69 92.728.206,52

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 109.837.480,73 106.850.786,01
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -106.228,27 -200.829,32
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.474.750,37 2.029.493,64
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -32.025.755,42 -33.324.676,42
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.152.707,02 -2.302.394,05
-34.178.462,44 -35.627.070,47
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -29.041.383,68 -30.197.719,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.216.599,09 -5.138.477,79
-34.257.982,77 -35.336.196,92
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.262.314,66 -2.686.611,86
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -268.737,16
-2.262.314,66 -2.955.349,02
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.603.830,70 -18.237.927,18
8. Aufwendungen/Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen -28.078,50 49.405.837,76
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.980.936,76 24.786,15
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -118.492,79
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.619.395,93 -119.938,90
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -22.127.979,23 -65.419.975,23
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -52.900,16 -252.878,62
14. Ergebnis nach Steuern 55.995,20 42.245,11
15. Sonstige Steuern -55.995,20 -42.245,11
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.553.962,31 9.553.962,31
18. Bilanzgewinn 9.553.962,31 9.553.962,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der seepex GmbH (nachfolgend SEEPEX GmbH) für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Sofern nicht anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Euro.

Im Jahr 2021 hat die GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck (Unternehmen der Ingersoll Rand-Gruppe), 100% der Anteile an der SEEPEX GmbH erworben. In der Folge hat die seepex GmbH bereits im Jahr 2021 ihre Bilanzierungsgrundsätze an konzerneinheitliche Bilanzierungsgrundsätze der Ingersoll Rand-Gruppe angepasst.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach allgemeinen handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen vorgenommen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln und vorsichtig nach folgenden Maßstäben bewertet worden:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear sowie - bei den Gebäuden - degressiv vorgenommen.

Der Abschreibungszeitraum entspricht den unternehmensindividuellen Nutzungsdauern der Anlagegüter. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 2 - 5
Gebäude und Außenanlagen 5 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 2 - 14
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 23

Geringwertige abnutzbare Anlagegüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Voraussichtlich dauernder Wertminderung wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert Rechnung getragen. Niedrigere Wertansätze werden beibehalten, sofern nicht wieder ein höherer Wertansatz bis an die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten geboten ist.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den beizulegenden Wert angesetzt. Sind die Gründe für eine vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung weggefallen, werden Finanzanlagen auf den beizulegenden Zeitwert, höchstens aber auf die Anschaffungskosten, zugeschrieben.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die geleisteten Anzahlungen des Vorratsvermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse sowie die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum beizulegenden Wert bewertet. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die auf die Produktion entfallenden Abschreibungen auf Sachanlagen eingerechnet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbaren Risiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko hat durch Bildung eines pauschalen Abschlags Berücksichtigung gefunden.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen decken ungewisse Verbindlichkeiten und Wagnisse sowie dem Geschäftsjahr zuzuordnende Aufwendungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag bilanziert. Eventualverbindlichkeiten aus Garantien entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.

Fremdwährungstransaktionen werden zu den zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Wechselkursen umgerechnet. Auf fremde Währungen lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Währungsgewinne und Währungsverluste werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

C. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben T€ 8 (i.V. T€ 10) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. T€ 21.451 (i.V. T€ 58.079) betreffen T€ 20.412 Lieferungen und Leistungen (i.V. T€ 16.107) und T€ 1.039 sonstige Forderungen (i.V. T€ 41.972).

Unter Berücksichtigung der zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden Erkenntnisse geht die SEEPEX GmbH davon aus, dass der tatsächliche Eingang von Teilen der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu einem Zeitpunkt erfolgen kann, der zum Abschlussstichtag die Restlaufzeit von einem Jahr überschreitet.

3. Latente Steuern

Zwischen der SEEPEX GmbH als beherrschtes Unternehmen und ihrer Muttergesellschaft, GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, als herrschendes Unternehmen besteht ab dem 01.01.2022 ein steuerliches Organschaftsverhältnis. Die Bilanzierung latenter Steuern auf temporäre Differenzen der SEEPEX GmbH erfolgt für die Zeit der Wirksamkeit des Organschaftsverhältnisses auf Ebene ihres Mutterunternehmens als Organträgerin. In der Folge sind die latenten Steuersalden im Geschäftsjahr 2022 erfolgswirksam ausgebucht und im Geschäftsjahr 2023 keine weitere gebildet worden.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (T€ 3.205; i.V. T€ 4.987), Gewährleistungen (T€ 862; i.V. T€ 1.060) sowie Waren- und Leistungsrechnungen (T€ 1.859; i.V. T€ 988).

5. Verbindlichkeiten

31.12.2023

von mehr als 1 Jahr
Gesamt Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.642.656,31 1.642.656,31 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.851.276,69 6.851.276,69 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.497.979,15 9.497.979,15 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.594.223,45 10.594.223,45 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 410.325,81 410.325,81 0,00 0,00
(davon aus Steuern) (362.166,51) (362.166,51) (0,00) (0,00)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (36.600,06) (36.600,06) (0,00) (0,00)
28.996.461,41 28.996.461,41 0,00 0,00

31.12.2022

von mehr als 1 Jahr
Gesamt Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 710.726,16 710.726,16 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 680.410,09 680.410,09 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.831.936,96 3.831.936,96 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.319.670,12 2.319.670,12 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 51.236.839,19 51.236.839,19 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 565.824,02 565.824,02 0,00 0,00
(davon aus Steuern) (472.449,89) (472.449,89) (0,00) (0,00)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (32.915,38) (32.915,38) (0,00) (0,00)
59.345.406,54 59.345.406,54 0,00 0,00

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023 31.12.2022
Miet- und Leasingverträge sowie Erbbauzinsverpflichtungen fällig: in € in €
- im Folgejahr 2.763.603,10 2.475.404,44
- im 2. - 5. Jahr 10.377.552,64 9.857.726,60
- nach dem 5. Jahr 1.969.303,98 1.862.683,40
Bestellobligo 24.647,32 14.296,00
Kapitaleinzahlungsverpflichtungen 68.987,60 74.215,44
15.204.094,64 14.284.325,88

Die Kapitaleinzahlungsverpflichtungen bestehen ebenso wie im Vorjahr gegenüber einem verbundenen Unternehmen.

7. Langfristige Abnahmeverpflichtungen

Die langfristigen Abnahmeverpflichtungen belaufen sich zum 31.12.2023 auf T€ 2.368 (i.V. T€ 2.537) und betreffen Vorräte.

8. Anteilsbesitz

Die SEEPEX GmbH ist am Kapital folgender Gesellschaften beteiligt:

Anteil am Kapital Eigen-Kapital 31.12.2023 Ergebnis 2023
% T€ T€
seepex Beteiligungsgesellschaft mbH, Bottrop 100,0 1 12.526 0
SEEPEX (M) SDN. BHD, Petaling Jaya/Malaysia 100,0 1 1.125 231
SEEPEX INDIA PRIVATE LTD., Navi-Mumbai/Indien 100,0 3 40 28
Seepex Ltd., Moskau/Russland 100,0 4 -196 -120
SEEPEX France SARL, Croissy Beaubourg/Frankreich 100,0 2 4.032 1.019
SEEPEX Pumps (UK) Ltd., Yeovil/Großbritannien 100,0 2 4.830 1.485
SEEPEX Pumps (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China 100,0 2 12.149 616
SEEPEX Japan Co. Ltd., Yokohama/Japan 100,0 2 1.300 31
SEEPEX Nordic A/S, Humlebaek/Dänemark 100,0 2 2.510 423
SEEPEX ITALIA SRL, Milano/Italien 100,0 2 480 60
SEEPEX AUSTRALIA PTY.LTD., Tuggerah/Australien 100,0 2 72 124

1 davon 100,0 % in unmittelbarem Besitz
2 davon 100,0 % in mittelbarem Besitz
3 davon 33,9 % in mittelbarem Besitz
4 davon 99,0 % in mittelbarem Besitz

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2023 2022
T€ T€
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
- Pumpen und Ersatzteile 100.805 97.827
- Sonstige 9.032 9.024
109.837 106.851
Aufgliederung nach Regionen
- Bundesrepublik Deutschland 21.435 21.758
- EU-Länder ohne Bundesrepublik Deutschland 40.929 38.995
- UK 17.538 16.461
- Nordamerika 12.851 12.043
- China 5.928 6.854
- Sonstige Länder 11.156 10.740
109.837 106.851

2. Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
T€ T€
Währungsgewinne 401 1.265
Auflösung von Rückstellungen (periodenfremd) 462 587
Anlagenabgänge (periodenfremd) 0 1
Auflösung von Wertberichtigungen (periodenfremd) 28 47
Sonstige 583 129
1.474 2.029

3. Personalaufwand/Mitarbeiter

2023 2022
Löhne und Gehälter 29.041.383,68 30.197.719,13
Soziale Abgaben 5.216.599,09 5.138.477,79
davon für Altersversorgung (112.397,34) (137.169,91)
34.257.982,77 35.336.196,92

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Verwaltung und Vertrieb 281 279
Produktion 128 146
409 425

In den Durchschnittszahlen sind keine Auszubildenden in der Verwaltung (i.V. 4) und 9 Auszubildende (i.V. 10) im Produktionsbereich enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Währungsverluste in Höhe von T€ 787 (i.V. T€ 1.613) und periodenfremde Aufwendungen aus der Ausbuchung von geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von T€ 268.

5. Zinsergebnis

2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.980.936,76 24.786,15
(davon aus verbundenen Unternehmen) (2.979.059,21) (23.518,91)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.619.395,93 119.938,90
(davon periodenfremd) (0,00) (135,88)
(davon an verbundene Unternehmen) (2.615.580,92) (91.391,59)
Saldo Zinsertrag (+) / Zinsaufwand (-) 361.540,83 -95.152,75

E. Sonstige Angaben

1. Angaben über das Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers der SEEPEX GmbH, die PKF Fasselt Partnerschaft mbB, Duisburg, setzt sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfung 81 T€
Steuerberatungsleistungen 34 T€
Gesamt 115 T€

2. Angaben zur Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern bestellt sind

Frau Johanna Tuulia Aaltonen, CEO, Oberhausen

Herr Andrew Roger Schiesl, Vice CEO, Cornelius, North Carolina, Vereinigte Staaten von Amerika

Dr. Christian Hansen, CTO, ist im Geschäftsjahr 2023 aus der Geschäftsführung ausgetreten. Die Austragung der Geschäftsführung aus dem Handelsregister von Dr. Hansen erfolgte am 25.04.2024.

3. Verwendung des Bilanzgewinns

Zwischen der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, als herrschendes Unternehmen und der SEEPEX GmbH als beherrschtes Unternehmen besteht ein Gewinnabführungsvertrag, der ab dem 01.01.2022 zur Anwendung gekommen ist. Danach ist der gesamte Gewinn der SEEPEX GmbH an die GD German Holdings II GmbH abzuführen. In analoger Anwendung von § 302 AktG verpflichtet sich die GD German Holdings II GmbH, jeden während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen. Aufgrund dieses Gewinnabführungsvertrags hat die SEEPEX GmbH den Gewinn für das Geschäftsjahr 2023 an die GD German Holdings II GmbH abgeführt.

4. Konzernverhältnisse sowie kleinster und größter Konsolidierungskreis

An der Gesellschaft ist zu 100 % die GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, beteiligt. Über ihre Gesellschafterin gehört die Gesellschaft zum Konzern von Ingersoll Rand Inc., Davidson, USA.

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ingersoll Rand Inc., USA, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) unter der Registernummer 001-38095 eingesehen werden.

Der Konzernabschluss der Ingersoll Rand Inc. wird nach seiner Aufstellung im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht werden.

Die wesentlichen Rechnungslegungsunterschiede zwischen HGB und US GAAP im Konzernabschluss, die für unsere Gesellschaft zutreffen, sind:

Rechnungslegungsphilosophie und Gliederung

Bei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-Rechnungslegung stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Für die HGB Rechnungslegung sind das Vorsichts- und Gläubigerschutzprinzip vorrangig, während die US-Rechnungslegung ihren Schwerpunkt auf Informationen für gegenwärtige und potentielle Investoren legt. Generell steht bei der US-Rechnungslegung die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen (matching principle) mehr im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung.

Gemäß HGB müssen alle Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der in §§ 266, 275 HGB dargestellten Form und Reihenfolge dargestellt werden. Nach US GAAP ist eine andere Zusammenfassung erforderlich und die Reihenfolge der Bilanzpositionen beginnt mit den kurzfristigen Positionen. Die Aktiva sind nach abnehmender Liquidität, die Passiva nach zunehmender Laufzeit angeordnet. Darüber hinaus werden nach US GAAP die kurzfristigen Teile langfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten in einer separaten Bilanzposition ausgewiesen. Der Anteil, der innerhalb eines Jahres fällig ist, wird als kurzfristig behandelt.

Sachanlagen

Das Anlagevermögen wird zum Anschaffungswert bewertet und die Abschreibungen werden nach der linearen Bemessungsmethode vorgenommen, hierbei werden die folgenden Nutzungsdauern verwendet:

Anlageposten Nutzungsdauer in Jahren
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 7 bis 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10
Werkzeuge und Sonstige 3 bis 7

Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung des Anlagevermögens nach den unter Punkt A. beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Vorräte

Die Vorräte sind nach HGB ebenso wie nach US GAAP mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu bewerten. Die Herstellungskosten nach US GAAP beinhalten projektbezogene Vollkosten. Abwertungen zur Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Werts werden nach HGB je nach Art der Vorräte differenziert auf Basis des Absatz- und/oder Beschaffungsmarktes ermittelt. Nach US GAAP ist grundsätzlich der Absatzmarkt relevant.

Pensionsrückstellungen

Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen nach US GAAP erfolgt als Barwert der Verpflichtung zum Bilanzstichtag zuzüglich etwaiger in Folgeperioden zu berücksichtigender versicherungsmathematischer Gewinne abzüglich des am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Bei der Berechnung des Barwerts sind künftige Rentenanpassungen sowie Schätzungen über Fluktuationen von Arbeitnehmern zu berücksichtigen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich als Differenz zwischen der am Anfang der Periode ermittelten Soll-Rückstellung und der Ist-Rückstellung am Periodenende ergeben, werden erfolgsneutral erfasst. Der Diskontierungssatz orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung zum Anwartschaftsbarwert nach den in diesem Anhang beschriebenen Grundsätzen.

Übrige Rückstellungen

Nach US GAAP sind Rückstellungen nur zu bilden, wenn eine externe Verpflichtung besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Rückstellung zuverlässig zu schätzen ist. Bei der Bewertung der Rückstellung ist der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite gleichwahrscheinlicher Werte der niedrigste Wert anzusetzen, während Rückstellungen im HGB- Abschluss unter Beachtung des Vorsichtsprinzips zu bewerten sind. Nach HGB sind Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Bei der Bildung von Rückstellungen ist nicht grundsätzlich der höchstmögliche Betrag anzusetzen, in Zweifelsfällen jedoch gebietet das Vorsichtsprinzip indes die Rückstellung des höheren Betrags.

Innerhalb der sonstigen Rückstellungen werden Aufstockungsbeträge von Altersteilzeitrückstellungen insoweit berücksichtigt, als diese auf die künftige Freistellungsphase entfallen und durch die Vorleistung des Arbeitnehmers bereits anteilig verdient sind. Hierzu wird eine Quote aus dem Verhältnis der tatsächlich geleisteten Dienstzeit seit Vertragsabschluss bis zum Bilanzstichtag zur gesamten Zeit von Vertragsabschluss bis zum Ende der Arbeitsphase gebildet und hiermit die Rückstellung gewichtet. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung nach den in diesem Anhang beschriebenen Grundsätzen.

Umsatzerlöse

Unterschiede in den Umsatzerlösen beruhen auf der Nutzung der Percentage-of-Completion- Methode im Rahmen der projektbezogenen Umsatzrealisation nach US GAAP, während unter HGB die Completed-Contract-Methode Anwendung findet

Leasingbilanzierung

ASC 842 schreibt vor, dass gemäß US GAAP der Leasingnehmer: (a) Nutzungsrechte entweder in der Bilanz oder im Anhang getrennt von anderen Vermögenswerten darzustellen hat. Stellt er die Nutzungsrechte in der Bilanz nicht gesondert dar, so hat er (i) diese Nutzungsrechte in den gleichen Bilanzposten aufzunehmen, in dem auch die zugrundeliegenden Vermögenswerte dargestellt würden, wenn sie sein Eigentum wären, und (ii) anzugeben, in welchen Bilanzposten diese Nutzungsrechte geführt werden oder (b) Leasingverbindlichkeiten entweder in der Bilanz oder im Anhang getrennt von anderen Verbindlichkeiten darzustellen. Stellt der Leasingnehmer Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz nicht gesondert dar, hat er anzugeben, in welchen Bilanzposten diese Verbindlichkeiten enthalten sind.

Im deutschen handelsrechtlichen Jahresabschluss folgt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen gemäß den ertragsteuerlichen Regelungen. Finanzierungsleasingkomponenten sind analog den Regelungen des ASC 842 zu bilanzieren. Operative Leasingverhältnisse werden dagegen nicht in der Bilanz erfasst, sondern entsprechend des Realisations- und Imparitätsprinzips periodengerecht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

5. Nachtragsbericht

Die SEEPEX GmbH ist einzige Komplementärin der im Geschäftsjahr 2024 gegründeten seepex Real Estate GmbH & Co. KG. Einzige Kommanditistin der seepex Real Estate GmbH & Co. KG ist die Ingersoll Rand Hold Co., Inc., Delaware, USA (Unternehmen der Ingersoll Rand-Gruppe). Die SEEPEX GmbH hat mit wirtschaftlicher Wirkung zum 30. September 2024 ihre Betriebsgrundstücke und Betriebsgebäude als Sacheinlage in die seepex Real Estate GmbH & Co. KG eingebracht. Die Übertragung und Übereignung der Betriebsgrundstücke und Betriebsgebäude ist am 26. September 2024 beurkundet worden. Der Buchwert der Betriebsgrundstücke und Betriebsgebäude zum Zeitpunkt der Einbringung hat T€ 5.318 betragen und aus der Einbringung hat sich ein Gewinn in Höhe von T€ 3.881 ergeben. Im Anschluss an die Einbringung mietet die SEEPEX GmbH zur Weiterverfolgung ihres Geschäftszwecks die vorgenannten Betriebsgrundstücke und Betriebsgebäude von der seepex Real Estate GmbH & Co. KG zurück.

 

Bottrop, den 11. März 2025

Die Geschäftsführer

Johanna Tuulia Aaltonen

Andrew Roger Schiesl

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Wert 01.01.2023 Zugang Umbuchung Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.762.581,56 29.450,10 0,00 0,00 4.792.031,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.639.945,40 118.072,59 0,00 0,00 15.758.017,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.345.942,23 5.643,07 0,00 0,00 12.351.585,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.384.478,73 589.271,87 47.608,03 479.859,75 8.541.498,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 325.159,72 0,00 -47.608,03 250.899,62 26.652,07
36.695.526,08 712.987,53 0,00 730.759,37 36.677.754,24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 718.527,77 0,00 0,00 0,00 718.527,77
42.176.635,41 742.437,63 0,00 730.759,37 42.188.313,67
Abschreibungen
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.654.242,56 64.985,10 0,00 4.719.227,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.651.005,52 450.452,59 0,00 10.101.458,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.299.384,23 1.095.057,07 0,00 10.394.441,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.652.398,73 651.819,90 463.084,75 6.841.133,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
25.602.788,48 2.197.329,56 463.084,75 27.337.033,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 430.693,72 0,00 0,00 430.693,72
30.687.724,76 2.262.314,66 463.084,75 32.486.954,67
Bilanzwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.804,00 108.339,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.656.559,88 5.988.939,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.957.144,00 3.046.558,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.700.365,00 1.732.080,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.652,07 325.159,72
9.340.720,95 11.092.737,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 287.834,05 287.834,05
9.701.359,00 11.488.910,65

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die seepex GmbH (nachfolgend SEEPEX GmbH oder SEEPEX) mit Sitz in Bottrop ist das Mutterunternehmen des SEEPEX-Konzerns (nachfolgend SEEPEX Group) und zugleich Teil der Ingersoll Rand Gruppe (nachfolgend INGERSOLL RAND) mit Sitz in Davidson, North Carolina, USA.

Die SEEPEX GmbH ist ein unmittelbares Tochterunternehmen der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck.

SEEPEX ist ein weltweit führender Hersteller von Exzenterschneckenpumpen, Maceratoren, digitalen Steuerungssystemen sowie digitalen Lösungen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Pumpentechnologien mit Vertriebsstandorten in Europa, Asien, Nordamerika und Australien. Neben dem deutschen Produktionsstandort werden in den USA und in China Pumpen und Komponenten gefertigt.

Die Gesellschaft hat sich in unterschiedlichen Industriebereichen etabliert, da Exzenterschneckenpumpen über ein breites Einsatzfeld verfügen. Insbesondere werden sie in kritischen Anwendungen eingesetzt, bei denen z. B. hochviskose, aggressive oder abrasive Medien zu fördern sind oder bei Förderaufgaben, bei denen ein präziser oder pulsationsarmer Transport erforderlich ist. Sie finden im Umwelt- und Energiebereich, in der Chemie- und Nahrungsmittelindustrie, in der Öl- und Gasindustrie und anderen Industrien, wie beispielweise Papierherstellung, Schiffbau und Landwirtschaft Anwendung.

Mit seinem modularen Baukastensystem bietet SEEPEX seinen Kunden passgenaue Komplettlösungen sowie kundenspezifisch entwickelte Einzellösungen an. Durch Beratung, Planung und Projektierung werden in Kooperation individuelle Lösungen gefunden, welche die Anlagen optimieren, die Produktivität steigern und Betriebskosten senken sollen. Diese Komplettlösungen werden durch digitale Lösungen zur Steuerung und Überwachung der Pumpen ergänzt, sodass durch ein Portfolio mobiler und vernetzter Services die Brücke zwischen der analogen Pumpenwelt und den digitalen Lösungen geschlagen wurde.

2. Ziele und Strategien

Die Ingersoll Rand Gruppe, zu der SEEPEX seit September 2021 gehört, hat sich unter dem Motto "make life better" das Ziel gesetzt, die Nachhaltigkeit und den Schutz des Planeten und der Menschen in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handels zu stellen. Dieses Ziel unterstützt SEEPEX schon seit vielen Jahren mit der Strategie, auf Grundlage von innovativen Spitzentechnologien profitables Wachstum zu erzielen. Grundvoraussetzungen für künftiges Wachstum sind daher die kontinuierliche Verbesserung von Produktentwicklungsprozessen sowie Effizienzverbesserungen.

Weltweit bietet SEEPEX seinen Kunden aus diversen Branchen innovative Technik und leistet so einen Beitrag für eine saubere Umwelt, bessere Lebensbedingungen sowie sichere und hygienische Lebensmittel. SEEPEX unterstützt Prozesse bei der Energiegewinnung und sorgt für moderne und nachhaltige Produktionstechnologien.

Darüber hinaus treibt SEEPEX in einem technologieorientierten Markt die digitale Transformation in der Pumpentechnologie konsequent voran. Durch neuartige Produkte und Dienstleistungen baut SEEPEX die Kompetenz auf, um den wachsenden Anforderungen der Kunden hinsichtlich der Digitalisierung gerecht zu werden und seine Rolle als Innovationsführer am Markt für Exzenterschneckenpumpen weiter zu festigen.

SEEPEX verfügt über ein weltweites Produktionsnetzwerk und hervorragend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche als globales Team permanent Unternehmensprozesse und die Wertschöpfungsketten mithilfe von LEAN-Methoden, Investitionen in modernste Technologien und konsequentem Projektmanagement weiterentwickeln.

Die Unternehmensgrundsätze (sowohl von SEEPEX als auch von INGERSOLL RAND) bilden die Grundlage der Unternehmenskultur und dienen allen Verantwortlichen als Orientierung bei strategischen Überlegungen und Entscheidungen. Die Einhaltung der geltenden Gesetze und der Compliance-Grundsätze ist dabei selbstverständlich. Die Beachtung dieser Unternehmensgrundsätze ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich.

3. Unternehmenssteuerung

Das übergeordnete Ziel ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswerts über eine nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft. Um dies zu erreichen, wendet SEEPEX ein umfassendes System von Kennzahlen zur Steuerung des Geschäftserfolgs an. Im Mittelpunkt dieses wertorientierten Steuerungssystems und zur Messung des operativen Geschäftserfolgs verwendet SEEPEX (ebenso wie INGERSOLL RAND) finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen. In dessen Mittelpunkt stehen Umsatz und operatives Ergebnis/ EBITDA. Für die Steuerung der Liquidität wendet SEEPEX die direkte Methode zur Cashflow-Ermittlung an. Dabei werden insbesondere die Kundeneinzahlungen, die Zahlungen an Lieferanten und Beschäftigte, Investitionen und Ein- und Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit berücksichtigt.

Zum wertorientierten Steuerungssystem im weiteren Sinne gehören auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, beispielsweise Fluktuation, Krankenquote und Unfallquote.

4. Forschung und Entwicklung

Die Produkte von SEEPEX sind innovativ und zukunftsorientiert, um die bestmöglichen Lösungen für die Kunden zu bieten. Dabei nimmt die Digitalisierung des Maschinen- und Anlagenbaus eine Schlüsselposition für die Zukunft ein. SEEPEX macht es sich zur Aufgabe, durch intensiven Kundenbezug und Fachkompetenz den technologischen Wandel im Markt zu begleiten und mit seinen modernen und intelligenten Produkten zu unterstützen. Dieses Ziel hat SEEPEX auch im Jahr 2023 konsequent weiterverfolgt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen mit einer Größenordnung von 3,1 Mio. € bei 2,8 % vom Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Aufwendungen von der Zukunftsforschung bis zur marktreifen Entwicklung der Produkte. Der Schwerpunkt lag ebenso wie im Vorjahr bei der Neu- und Weiterentwicklung des umfangreichen Pumpen-Produktprogramms und der neuen digitalen Produkte und Dienstleistungen. Das Ziel von SEEPEX ist es, das Wachstum und die Ertragskraft des Unternehmens durch marktgerechte Innovationen nachhaltig zu stärken.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2023

Die Weltwirtschaft konnte sich nach der Corona-Pandemie in 2023 weiter erholen. Die vom Internationalen Währungsfonds (IWF bzw. englisch IMF) ermittelten BIP-Zahlen stellen für SEEPEX als weltweit tätiges Unternehmen einen wesentlichen Maßstab für die Unternehmensentwicklung dar. Laut "World Economic Outlook" des IWF (veröffentlicht im Oktober 2024) lag der Zuwachs der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 bei rund 3,3 %. Dabei konnte in Europa mit 0,4 % nur ein marginales Wachstum erzielt werden. Dem gegenüber lag der Anstieg in den Schwellenländern wie Indien und China über dem Welt- Durchschnitt. In den USA war der Anstieg der Wirtschaftsleistung mit 2,9 % höher als im Vorjahr (2,5 %). Insgesamt wiesen die Industrieländer einen moderaten Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,7 % aus.

Die Entwicklung in wesentlichen Ländern bzw. Regionen zeigt die nachstehende Tabelle.

Wachstum Bruttoinlandsprodukt (in %) 2022 2023 2024 2025
Welt 3,6 3,3 3,2 3,2
Vereinigte Staaten 2,5 2,9 2,8 2,2
Eurozone 3,3 0,4 0,8 1,2
China 2,9 5,3 4,8 4,5
Deutschland 1,4 -0,3 0,0 0,8

Quelle: WEO Update Oktober 2024

Nach der Normalisierung der Wachstumszahlen in der Nach-Coronazeit stieg die Volkswirtschaftsleistung in 2023 in der Eurozone gegenüber dem Vorjahr nur um 0,4 %. In Deutschland sank das reale BIP hingegen um -0,3 %. Im Vergleich hierzu waren die Zuwächse in anderen westlichen EU-Ländern wie in Frankreich (1,1 %), Italien (0,7 %) und Spanien (2,7 %) deutlich im positiven Bereich. Bereits im Vorjahr 2022 war im Süden Europas ein höherer Anstieg zu verzeichnen, allerdings haben diese Länder während der Corona-Zeit drastischer unter dem Einbruch der Wirtschaftsleistung gelitten.

Der Kurs des US-Dollars lag in 2023 im Schnitt bei 1,0816 US-Dollar je Euro. Der US-Dollar begann auf Niveau des Vorjahres mit 1,1034, gewann bis zum Ende des dritten Quartals an Wert und endete mit 1,0891 zum Jahresende.

Der Ölpreis ist im Laufe des Jahres 2023 auf hohem Niveau verblieben und hat sich im Wesentlichen seitwärts bewegt. Zu Beginn des Jahres 2023 lag der Ölpreis bei 78,48 US- Dollar. Der Jahreshöchstwert wurde mit 94,25 US-Dollar im September erreicht, um zum Jahresende 2023 bei 77,26 US-Dollar je Barrel UK Brent zu enden.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt 2023 sank nach Berechnungen des IWF gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %.

Im Vorjahresvergleich nahm die inländische Nachfrage insgesamt ab. Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben sanken, ebenso die Bauinvestitionen, wohingegen die Investitionen in Ausrüstungen angestiegen sind.

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hatte ein schwieriges Jahr mit einem durchwachsenen Ergebnis. Nach den Angaben des VDMA gab es bei den Aufträgen im Kalenderjahr 2023 ein Minus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies beruht vor allem darauf, dass es in den großen Absatzmärkten Europa, USA und China an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung fehle.

3. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres

Innovationen

Erneut war das Jahr 2023 für SEEPEX von der starken Innovationskraft des Unternehmens geprägt, die stets darauf abzielt, durch eine integrierte Kombination von mechanischer, elektrotechnischer und digitaler Weiterentwicklung den Nutzen unserer Produkte für den Kunden zu optimieren.

Im Bereich der Industriepumpen lag im zurückliegenden Jahr der Fokus auf der Wartungsfreundlichkeit und der Reduzierung der Total Cost of Ownership. Hier wurde das Portfolio um eine Entwicklung für den Batteriemarkt erweitert. Die neue Pumpe zeichnet sich durch ihre hohe Präzision aus und ermöglicht eine signifikante Effizienzsteigerung in Kundenprozessen. Durch die Reduzierung des Wartungsaufwands und die Minimierung der Ersatzteilkosten trägt diese Innovation maßgeblich zur Senkung der Total Cost of Ownership bei. Das Produktportfolio der automatisch einstellenden Pumpen wurde um neue Baugrößen erweitert.

Das innovative Fördersystem SAI Smart Air Injection, bei dem stichfeste Medien mit einer Kombination aus Pumpe und Druckluft gefördert werden, wurde durch digitale Weiterentwicklungen kundenfreundlicher und anwendungsoptimierter gestaltet. Diese neue Technologie zeichnet sich durch ihre erweiterten Produktfeatures aus, darunter eine Bus- Kommunikation, die die Kommunikation der beteiligten Komponenten sowie die Steuerung und Überwachung für den Kunden optimiert. Die verbesserte Konnektivität ermöglicht zudem die Erweiterung des Geschäfts für Services, wie den Verkauf von Serviceverträgen, und stärkt somit die Kundenbindung.

Die Fortführung und Weiterentwicklung des SEEPEX Digital Ecosystem war auch in diesem Jahr zentraler Bestandteil, um das Unternehmen erfolgreich in eine digitale Zukunft zu leiten. Kernstück des Digital Ecosystem bildet die Cloud-Plattform SEEPEX Connected Services, die den Kunden digitale Services mit einfacher Ersatzteilbestellung bis hin zu datenbasierten Dienstleistungen im Bereich Monitoring und Analytics bietet. Hierbei bieten Prozessoptimierungen und prädiktive Wartung, basierend auf unserem Monitoring und Analytics Services, einen wertvollen Vorteil für unsere Kunden, die sich nicht zuletzt in Kosteneinsparungen durch reduzierten Energieverbrauch und Vermeidung von Produktionsausfällen niederschlagen. Die zugrundeliegende Architektur und die Algorythmen wurden in Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden weiterentwickelt, um den Kundennutzen weiter zu steigern. Somit konnte SEEPEX insbesondere das Angebot der Advanced Analytics als Teil der Connected Services erheblich ausbauen.

Erkenntnisse im Bereich Digital unterstützen den Aufbau und die Weiterentwicklung des Digital Ecosystem im Mutterkonzern Ingersoll Rand aktiv, sodass zusätzliche Synergien zwischen verschiedenen Technologien generiert werden.

LEAN-Management

Auch in 2023 wurde der Ansatz weiter verfestigt. Zum Thema LEAN Production wurden weitere Kollegen ausgebildet, die nun die Themen in der Produktion eigenständig übernehmen. Zudem wurde der "Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP)" neu aufgesetzt. Hierzu gibt es wöchentliche Treffen, wo Ideen der Mitarbeiter besprochen werden. Klassische LEAN Production Ansätze wie 5S, Schnittdatenoptimierung oder KANBAN werden ständig verfeinert und optimiert. Diese Themen sind der Motor für eine effiziente Fertigung am Standort Bottrop. Auch in den administrativen Prozessen können wir weitere Erfolge melden: In dem Projekt rund um die "Engineer-to-order"-Aufträge sind wir große Schritte weitergekommen, sei es bei den Schnittstellen oder auch in der Unterstützung der IT-Systeme. Das Projektteam trifft sich nun in ähnlichem Format, um die Produkt- Neuentwicklungen in unsere Geschäftsprozesse zu integrieren, u.a. die "Smart-Air-Injection" oder auch die Monitoring-Lösungen. Dies soll SEEPEX bei der künftigen Skalierung der Produkte unterstützen, um bestmöglich aufgestellt zu sein.

Gewinnabführungsvertrag / GD German Holdings II GmbH

Zwischen der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, als herrschendes Unternehmen, und der SEEPEX GmbH als beherrschtes Unternehmen besteht ein Gewinnabführungsvertrag, der ab dem 1. Januar 2022 zur Anwendung gekommen ist. Danach ist der gesamte Gewinn der SEEPEX GmbH an die GD German Holdings II GmbH abzuführen. In analoger Anwendung von § 302 AktG verpflichtet sich die GD German Holdings II GmbH, jeden während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen.

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags hat die SEEPEX GmbH ihren Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 vollständig an die GD German Holdings II GmbH abgeführt.

4. Geschäftsverlauf

4.1. Tatsächlicher Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang der SEEPEX GmbH stagnierte im Jahr 2023 wertmäßig bei -0,4 % bzw. 101,0 Mio. €. Wachstumsstärkste Regionen für die SEEPEX GmbH gegenüber dem Vorjahr waren Deutschland (+1,8 Mio. €), Frankreich (+1,5 Mio. €), Israel (+1,2 Mio. €), die Türkei (+0,4 Mio. €) und die Niederlande (+0,4 Mio. €).

Der Umsatz der SEEPEX GmbH hat sich im Jahr 2023 um 2,8 % von 106,9 Mio. € auf 109,8 Mio. € erhöht. Die Erlöse wurden in der EU (62,4 Mio. €; i. V. 60,8 Mio. €), in UK (17,5 Mio. EUR; i. V. 16,5 Mio. EUR), Nordamerika (12,9 Mio. €; i. V. 12,0 Mio. €), China (5,9 Mio. €; i. V. 6,9 Mio. €) und sonstigen Märkten (11,2 Mio. €; i. V. 10,7 Mio. €) erzielt.

Die Investitionen beliefen sich in 2023 auf 0,7 Mio. € (0,6 % vom Umsatz). Wesentliche Posten war die Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 0,6 Mio. €.

SEEPEX GmbH Ergebniskenngrößen 2023 2022
Bruttogewinn vom Umsatz 75.553 T€ 71.023 T€
Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 24.110 T€ 19.436 T€
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 21.847 T€ 16.749 T€
Finanzergebnis 334 T€ 49.192 T€
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 22.181 T€ 16.267 T€
Ertragsteuern 53 T€ 253 T€
Aufwendungen/Erträge aus Ergebnisübernahme von einem Tochterunternehmen -28 T€ 49.406 T€
Aufwendungen aus Ergebnisabführung an das Mutterunternehmen -22.128 T€ -65.420 T€
Jahresüberschuss /-fehlbetrag 0 T€ 0 T€

Es wird darauf hingewiesen, dass die zuvor dargestellte Ergebnisgröße EBT um Aufwendungen bzw. Erträge aus der Ergebnisübernahme von der seepex Beteiligungsgesellschaft mbH, Bottrop, (-28 T€; i.Vj. 49.406 T€) bereinigt worden ist.

4.2. Prognostizierter Geschäftsverlauf

Das ursprünglich im Lagebericht 2022 für das Jahr 2023 prognostizierte Umsatzwachstum von 13,0 % wurde mit einem Umsatzwachstum um lediglich 2,8 % deutlich verfehlt. Die Prognose basierte auf einer deutlichen Erholung der Wirtschaft in 2023. Wie ausgeführt stagnierte aber nicht nur die gesamte Volkswirtschaft, sondern insbesondere der Maschinenbau in 2023. Insofern ist das erzielte Umsatzwachstum von 106,9 Mio. € auf 109,8 Mio. € aus Sicht der Geschäftsführung als positiv zu bewerten.

Zudem wurde im Jahr 2023, wie prognostiziert, ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes EBIT erzielt.

5. Lage

5.1. Ertragslage

SEEPEX hat ein operatives Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2023 von 21,8 Mio. € nach 16,7 Mio. € im Vorjahr erzielt. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beträgt 22,2 Mio. €, gegenüber 65,4 Mio. € im Vorjahr. Das Vorjahresergebnis ist stark durch den Ertrag aus der Gewinnabführung eines Tochterunternehmens geprägt (49,4 Mio. €).

Der Umsatz der SEEPEX GmbH lag im Geschäftsjahr 2023 mit 109,8 Mio. € um 2,8 % über dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklung ist nachfolgend dargestellt:

Umsatzentwicklung 2023 2022 2021 2020
Umsatzerlöse in T€ 109.837 106.851 89.209 86.991
Veränderung zum Vorjahr 2,8 % 19,8% 2,5 % -0,8 %

Der Inlandsumsatz betrug 21,4 Mio. € (i. V. 21,8 Mio. €). Im Ausland wurde ein Umsatz von 88,4 Mio. € erzielt (i. V. 85,1 Mio. €). Die Umsatzverteilung nach Bereichen ist nachfolgend dargestellt:

Umsatz nach Bereichen in T€ 2023 2022
Pumpen und Ersatzteile 100.805 97.827
Sonstige 9.032 9.024
Gesamt 109.837 106.851

Der Rohertrag lag mit 75,6 Mio. € um 4,5 Mio. € über dem Vorjahr. Dies entspricht einer Rohertragsmarge von 68,8 %, wohingegen im Vorjahr eine Rohertragsmarge von 66,6 % erzielt wurde.

EBIT und EBITDA 2023 2022 Veränderung
Operatives Ergebnis (EBIT) in T€ 21.847 16.749 5.098
in % der Umsatzerlöse 19,9 15,7 4,2
EBITDA in T€ 24.110 19.436 4.674
in % der Umsatzerlöse 22,0 18,2 3,8

Mit dem gegenüber dem Vorjahr deutlich höherem Rohertrag sind das EBIT wie auch das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung ebenfalls deutlich gestiegen. Die Verbesserung des EBITDA betrug im Jahr 2023 24,1% bzw. 4,6 Mio. €.

5.2. Finanzlage

Das übergeordnete finanzpolitische Ziel von SEEPEX war immer die Gewährleistung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Finanzierungssicherheit, Eigenkapitalrentabilität und Wachstum.

Die Finanzstruktur des Unternehmens befindet in sehr guter Verfassung. Die Finanzschulden des Vorjahres (allesamt kurzfristig) sind im Geschäftsjahr 2023 vollständig zurückgeführt worden. Ende 2023 hatte die SEEPEX GmbH keine Finanzverbindlichkeiten.

Die seepex GmbH ist in die Finanzsteuerung der INGERSOLL RAND eingebunden. Dadurch ergeben sich weitere Möglichkeiten zur Stärkung der Finanzlage sowie verbesserte finanzielle Handlungsspielräume.

Zur Liquiditätssicherung verfügt die SEEPEX GmbH des Weiteren über umfangreiche zugesagte Kreditlinien. Diese bilden das Rückgrat der strategischen Kreditreserve und können im Bedarfsfall bis zu einem Betrag von 5 Mio. € in Anspruch genommen werden.

Im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit ist SEEPEX grundsätzlich Währungs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Aufgrund der Sicherheit durch die Konzernzugehörigkeit zur INGERSOLL RAND und die Einbindung in deren Finanzsteuerung, konnte auf die Absicherung der Fremdwährungsrisiken durch Devisentermingeschäfte verzichtet werden.

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital beträgt, wie auch im Vorjahr, insgesamt 24,5 Mio. €. Das Jahresergebnis der Gesellschaft wurde vollständig an das Mutterunternehmen abgeführt. Etwaige Kapitalmaßnahmen sind im Geschäftsjahr 2023 nicht erfolgt. Die Finanzschulden von SEEPEX belaufen sich auf 0,0 Mio. € (i. V. 0,7 Mio. €). Die Veränderung der Finanzschulden resultiert aus der planmäßigen Tilgung bestehender Kredite.

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 0,7 Mio. € (i. V. 1,8 Mio. €). Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Kapitalflussrechnung

2023 2022
T€ T€
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 22.128 65.420
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.262 2.805
Veränderung der Rückstellungen -1.087 1.478
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 36.147 -52.700
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -29.638 46.669
Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 268 -1
Zinsergebnis (saldiert) -362 95
Ergebnisabführung 0 -49.406
Ertragsteueraufwand 53 253
Ertragsteuerzahlungen -806 -1.021
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 28.965 13.592
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -29 -43
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 1
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -713 -1.761
Erhaltene Zinsen 2.981 25
Erhaltene Gewinnabführung 0 49.406
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 2.239 47.628
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -711 -2.936
Gezahlte Zinsen -2.619 -120
Gezahlte Gewinnabführung -22.128 -65.420
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -25.458 -68.476
Veränderung des Finanzmittelfonds 5.746 -7.256
Finanzmittelfonds 01.01. 5.466 12.722
Finanzmittelfonds 31.12. 11.212 5.466

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der liquiden Mittel der SEEPEX GmbH im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse. Sie ist gegliedert nach Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Die Erhöhung des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 13.592 T€ auf 28.965 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 2.239 T€ (i. V. 47.628 T€) war im Vorjahr durch die erhaltene Gewinnabführung der seepex Beteiligungsgesellschaft mbH (49.406 T€) geprägt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -25.458 T€ (i. V. -68.476 T€) und betrifft im Wesentlichen die Gewinnabführung an die Muttergesellschaft in Höhe von 22.128 T€ (i. V. 65.420 T€).

Insgesamt hat sich der stichtagsbezogene Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um 5.745 T€ erhöht.

5.3. Vermögenslage

Die Bilanzstruktur ist nachfolgend dargestellt:

Bilanzstruktur 2023 2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen 9.701 16,0 11.489 12,4
Umlaufvermögen/RAP 50.838 84,0 81.239 87,6
Aktiva 60.539 100,0 92.728 100,0
Eigenkapital 24.502 40,5 24.502 26,4
Fremdkapital 36.037 59,5 68.226 73,6
Passiva 60.539 100,0 92.728 100,0

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 60,5 Mio. € und hat sich damit im Vergleich zum 31. Dezember 2022 (92,7 Mio. €) um 32,2 Mio. € bzw. 34,7 % verringert. Die Abnahme der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die größten Vermögensposten bilden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 21,4 Mio. €, das Sachanlagevermögen mit 9,3 Mio. €, die Vorräte mit 11,3 Mio. €, die liquiden Mittel mit 11,2 Mio. € und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 5,5 Mio. €.

Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 16,0 % an der Bilanzsumme. Der Anteil des mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögens einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf 84,0 % der Bilanzsumme. Den höchsten Anteil an der Bilanzsumme haben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 35,4 %, die Vorräte mit 18,7 % und die flüssigen Mittel mit 18,5 %.

Das Eigenkapital der Gesellschaft mit 24,5 Mio. € (2,5 Mio. € Nennkapital, 12,5 Mio. € Gewinnrücklagen und 9,5 Mio. € Bilanzgewinn) ist im Vergleich zum Vorjahr (24,5 Mio. €) unverändert geblieben. Das Eigenkapital beträgt danach 40,5 % der Bilanzsumme nach 26,4 % im Vorjahr.

5.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

SEEPEX kann unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurückblicken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte trotz stagnierender Wirtschaft ein Umsatzzuwachs verzeichnet werden. Zudem konnten wesentliche operative Ergebnisgrößen (Rohertrag, EBIT, EBITDA) der Gesellschaft deutlich verbessert werden.

Die Umsatzerlöse der SEEPEX GmbH erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 2,8 % auf 109,8 Mio. € (i. V. 106,9 Mio. €).

Das EBITDA beläuft sich auf 24.110 T€ in 2023 (i. V. 19.436 T€) und liegt damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 40,5 % (i. V. 26,4 %) und befindet sich damit auf einem überdurchschnittlich guten Niveau. Vor dem Hintergrund der guten Ertrags- und Liquiditätslage trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage und der Auswirkungen im Ukraine-Konflikt ist die wirtschaftliche Lage der SEEPEX insgesamt sehr positiv zu beurteilen. Der Auftragseingang für das Jahr 2023 lag leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

5.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unter nichtfinanziellen Leistungsindikatoren versteht SEEPEX Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kundenbelange und Umweltbelange. Diese nichtfinanziellen Leistungsindikatoren lassen sich nur ausnahmsweise in Kennzahlen messen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wesentlicher Bestandteil des Erfolgs von SEEPEX ist die Qualität und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Am 31. Dezember 2023 beschäftigte SEEPEX 405 Mitarbeiter (i. V. 406) und 9 Auszubildende. Die Zahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende) hat sich somit im Jahr 2023 um einen Mitarbeiter verringert.

Die Ausbildung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für SEEPEX wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung und somit von unverändert großer Bedeutung. Durch die gezielte Unterstützung und Förderung der Auszubildenden bietet SEEPEX zum einen Perspektiven für eine mögliche Weiterentwicklung im Unternehmen und reagiert zum anderen auch auf fehlenden Nachwuchs von qualifizierten Fachkräften im Markt. Im Jahr 2023 befanden sich im Durchschnitt 9 Mitarbeiter in der technischen Ausbildung.

Um auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser eingehen zu können, gibt es bei SEEPEX ein flexibles Arbeitszeitmodell.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regelmäßig unterrichtet und technische Maßnahmen werden verwirklicht, um die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Das Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001:2015, die Arbeitssicherheit und das Gesundheitsmanagement nach BS OHSAS 45001:2018 und das Umweltmanagement nach ISO 14001:2015 + Cor 1:2009 zertifiziert.

Kundenbelange

Die Kunden entscheiden wesentlich über den Erfolg des Unternehmens. Den Erwartungen seiner Kunden versucht SEEPEX in enger Zusammenarbeit mit diesen gerecht zu werden und mit individuellen maßgeschneiderten Lösungen den hohen Qualitätsansprüchen zu genügen. Dabei werden die Kunden über den gesamten Lebenszyklus der Pumpen begleitet.

Durch den kontinuierlichen Aufbau von Know-How wird der technologische Wandel im Markt begleitet und mit modernen und intelligenten Produkten unterstützt. Durch Forschung und Innovationen sorgt SEEPEX stets für eine effiziente Weiterentwicklung seiner Produkte.

Umweltbelange

Mit seinem zertifizierten EHSQ-Managementsystem hat SEEPEX verbindliche Standards für den Umweltschutz festgelegt. Dazu gehört ein bewusster Umgang mit Ressourcen in allen Unternehmensbereichen, um Energie und Rohstoffe optimal einzusetzen und effektiv zu nutzen, anfallende Reststoffe dem Wertstoffkreislauf erneut zuzuführen und nicht wieder verwertbare Materialien umweltgerecht zu entsorgen.

Des Weiteren geben die überwachten Prozesse und Standards des Mutterkonzerns Ingersoll Rand den Umweltzielen einen stabilen Rahmen und unterstreichen das Engagement in Richtung Net Zero bzgl. der Treibhausgasemissionen, der Reduktion des Trinkwasserverbrauchs und des Abfalls.

C. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In den aktuellen Prognosen wird ein globales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,2 % im Jahr 2024 und 3,2 % im Jahr 2025 erwartet (Stand Oktober 2024).

Die nachfolgende Übersicht zeigt das geschätzte Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in wesentlichen weltwirtschaftlichen Zonen laut "World Economic Update" des IWF.

Wachstum Bruttoinlandsprodukt (in %) 2024 2025
Welt 3,2 3,2
Vereinigte Staaten 2,8 2,2
Eurozone 0,8 1,2
China 4,8 4,5
Deutschland 0,0 0,8

Quelle: WEO Update Oktober 2024

2. Entwicklung der geschäftsrelevanten Märkte

In den einzelnen Mitgliedsländern im Euroraum wird nach dem IWF ein realwirtschaftliches Wachstum für das Jahr 2024 von 0,8 % und in 2025 von 1,2 % erwartet. Für Deutschland geht der IWF in 2024 von einem 0 %-Wachstum und in 2025 von 0,8 % aus. In Frankreich wird ein Wachstum von 1,1 % sowohl in 2024, als auch in 2025 erwartet, für Österreich (-0,6 % in 2024 bzw. 1,1 % in 2025) und Finnland (-0,2 % in 2024 bzw. 2,0 % in 2025) wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2024, aber eine Erholung in 2025 prognostiziert.

Außerhalb von Europa sind insbesondere die Märkte in Asien und Nordamerika für SEEPEX von wesentlicher Bedeutung. Während der IWF in Asien (ASEAN-5) für 2024 von einem deutlichen Wachstum von 4,5 % in 2024 und in 2025 ausgeht, wird für die USA ein Wachstum von 2,8 % (2,2 % in 2025) prognostiziert.

3. Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft

Die nachfolgende Darstellung der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2024 erfolgt ohne Berücksichtigung des im Nachtragsbericht des Anhangs aufgeführten außergewöhnlichen Einbringungsvorgangs aus der Übertragung und Übereignung der Betriebsgrundstücke und Betriebsgebäude.

Trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Situation sowie der insgesamt angespannten Lage im Maschinenbau wird SEEPEX im Jahr 2024 ein Umsatzwachstum von ca. 5,5 % erzielen. Das EBT wird sich voraussichtlich um knapp 13 % erhöhen. Diese Wachstumserwartung basiert auf den Finanzkennzahlen des vorläufigen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024.

Darüber hinaus wird SEEPEX in 2024 einen Anstieg des EBITDA und des EBIT von jeweils 4,3 % erzielen. Im Geschäftsjahr 2024 hat sich das Geschäft hinsichtlich des EBITDA besser als erwartet entwickelt. Die deutsche Maschinenbauindustrie hatte für 2024 einen Rückgang der Produktion um ca. 4,0 % erwartet. SEEPEX liegt damit deutlich über dem Schätzwert der Branche. Allerdings wurde ein Auftragseingang unterhalb des Vorjahres erreicht.

Für das Jahr 2025 wird trotz des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes mit einer moderaten Umsatzsteigerung und einem dazu leicht überproportional steigenden Jahresergebnis gerechnet. Neben Neuentwicklungen in der eigenen Produktpalette wird die Umsatzsteigerung infolge von aktuell gut gefüllten Auftragsbüchern erzielt.

4. Finanzierung

SEEPEX konnte im Geschäftsjahr 2024 jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung in 2025 ist die Finanzierung von SEEPEX durch Kreditlinien und die Konzernzugehörigkeit zur INGERSOLL RAND gesichert. Ferner wird SEEPEX in die konzerninterne Liquiditätsplanung und -kontrolle der INGERSOLL RAND einbezogen und engmaschig überwacht. Von daher erwartet die Gesellschaft keine wesentlichen Auswirkungen auf durchschnittliche Finanzierungskosten, die sich aus Zinsänderungen ergeben können.

D. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

a) Vorbemerkungen

Risiken und Chancen sind Teil unternehmerischen Handelns. Erfolgreiches Risikomanagement fördert die Transparenz im Unternehmen und erleichtert somit Entscheidungsprozesse. SEEPEX hat Instrumente und Prozesse installiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen begegnen zu können. Dabei geht es nicht primär darum, alle potentiellen Risiken zu vermeiden, sondern durch die frühzeitige Diagnose möglicher Gefährdungen so rasch wie möglich Strategien zu entwickeln, zukünftige Risiken zu minimieren oder gegebenenfalls überschaubare Risiken in Anspruch zu nehmen, um unternehmerische Chancen zu nutzen.

b) Risikomanagement-System

Das Risikomanagement hat zum Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten, zu steuern und mit zielgerichteten Maßnahmen zu minimieren.

SEEPEX ist, wie sämtliche Gesellschaften der Ingersoll Rand Gruppe, in ein engmaschiges Reportingsystem eingegliedert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Durch regelmäßige Beurteilung und kontinuierliche Überwachung werden diese Risiken begrenzt und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Das interne Kontrollsystem ist darauf ausgerichtet, dass bestehende Regelungen zur Reduzierung von Risiken auf allen Konzernebenen eingehalten werden. Damit soll die Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse gewährleistet und Vermögensschäden entgegengewirkt werden. Das interne Kontrollsystem umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Kontrollmaßnahmen. Es erstreckt sich über alle wesentlichen Geschäftsprozesse einschließlich des Rechnungslegungsprozesses.

c) Erläuterung der relevanten Risiken

Geschäftsbezogene Risiken / Beschaffungsrisiken

Auch im Jahr 2023 war die Beschaffungssituation in Bezug auf Logistik, Kapazitäten, Lieferzeiten und Kosten weiter herausfordernd. Verfügbarkeit und die Preissituation der meisten Rohstoffe und Halbzeuge auf dem Markt haben sich für SEEPEX verbessert, wobei diese in Bezug auf die für uns wichtigen Polymere, Stähle und Kupfer angespannt blieb. Aufgrund unseres funktionierenden Risikomanagements konnten wir massive Auswirkungen auf die Versorgung unserer Produktion und unserer Kunden verhindern.

Wir haben es trotz der äußeren Einflüsse geschafft, etliche Projekte zur Kostenreduktion erfolgreich abzuschließen. Gleichzeitig ist es uns gelungen, inflationäre Effekte im Jahr 2023 zum Vorteil von SEEPEX zu beseitigen.

Leider mussten wir entgegen der geplanten neutralen Entwicklung der Materialkosten eine höher als geplante Kostensteigerung bei den Materialkosten akzeptieren. Es ist uns aber gelungen, die Auswirkungen von Kostensteigerungen bei Rohmaterialien für SEEPEX zu reduzieren, jedoch waren die Marktauswirkungen im Bereich Edelstahl, Elastomere und Antriebstechnik nicht zu unterdrücken.

Im Jahr 2024 haben sich die inflationären Effekte deutlich abgeschwächt, sodass im Zuge der neuen festgesetzten Standardpreise positive Beiträge erreicht werden konnten. Die Situation bei Polymeren und Antriebstechnik bleibt jedoch angespannt.

Aufgrund ausgelaufener Terminkontrakte werden wir deutliche Kostenerhöhungen im Bereich Energie sehen.

Mit den aktuellen politischen Entwicklungen insbesondere in den USA und der einhergehenden Gefahr von zunehmend protektionistischen Maßnahmen sind Einkaufsstrategien im Interesse der Risikovermeidung zu überdenken. Unsere Produktion in den USA und Einbindung in einen US-amerikanischen Konzern sind hier von Vorteil.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die gesamtwirtschaftlichen Risiken insbesondere infolge der anhaltenden militärischen Konflikte sowie die damit verbundene Beeinträchtigung der weltwirtschaftlichen Aktivitäten sorgen weiterhin für Unsicherheit. Umfassende Präventivmaßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität sowie der Ausbau einer Kosten- und Liquiditätsüberwachung mit Hilfe diverser Tools wurden bereits zu Beginn der Pandemie implementiert und durch weitere Reportingmaßnahmen innerhalb der INGERSOLL RAND erweitert. Diese Schritte haben sich als äußerst zweckmäßig erwiesen und werden ständig weiterentwickelt, um im Bedarfsfall rechtzeitig reagieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Produktions-, Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Dem Risiko von Betriebsunterbrechungen und Qualitätsproblemen sowie Risiken im Bereich der Produktsicherheit wird durch Routinewartungen, Qualitätssicherung und Prüfverfahren begegnet. Ferner besteht eine regelmäßige Abstimmung zwischen allen operativen Bereichen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu garantieren. Unausweichliche Betriebsunterbrechungen und Qualitätsprobleme sind zusätzlich durch Versicherung des Risikos abgesichert.

Mit dem Produktionsverfahren bei SEEPEX sind nur in geringem Umfang Umweltrisiken verbunden. Nichtsdestotrotz ist SEEPEX bestrebt, sämtliche Umweltrisiken zu vermeiden und sucht ständig nach Lösungen, etwaige Risiken weiter zu reduzieren. Entsprechend wird versucht, über gesetzliche Vorschriften und Verordnungen hinaus Maßstäbe für nachhaltiges Handeln zu setzen.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

SEEPEX erhält einen wesentlichen Teil seiner Umsatzerlöse in Fremdwährungen. Durch Wechselkursänderungen können sich negative Auswirkungen ergeben.

Die Währungsrisiken werden durch INGERSOLL RAND bei Transaktionen mit signifikanter Größenordnung abgesichert.

Der allgemeine Finanzbedarf wird durch Anzahlungen bzw. laufende Mittelzuflüsse gedeckt, sodass SEEPEX stets über ausreichende liquide Mittel verfügt.

Das Forderungsausfallrisiko wird über ein konsequentes Forderungsmanagement gesteuert. Die systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig durchgeführt. Eventuelle Zahlungsausfallrisiken werden mittels Vorauszahlung oder Akkreditiv gesichert. Darüber hinaus ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden begrenzt.

Insgesamt verfügt SEEPEX über ausreichend liquide Mittel und Kreditlinien, um das operative Geschäft zu finanzieren, nachteilige Ereignisse abzufangen und weiter zu wachsen.

Das konzernweite Liquiditätsreporting ermöglicht, dass potenzielle Engpässe noch früher erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Risiken der Informationstechnologie

Gut funktionierende und auf die Strategie abgestimmte IT-Systeme stellen bei SEEPEX eine notwendige Voraussetzung für die operative Geschäftstätigkeit und für administrative Bereiche dar.

Aufgrund der zunehmenden internationalen Vernetzung und der damit verbundenen Möglichkeit des Missbrauchs von IT-Systemen ergeben sich für SEEPEX entsprechende Risiken, z. B. der Ausfall zentraler IT-Systeme, die Preisgabe von vertraulichen Daten und Geschäftstätigkeit, die Manipulation von IT-Systemen oder Beeinträchtigungen von IT- Systemen durch Virusattacken.

Um solchen Risiken zu begegnen, finden fundierte und systematische Auswahlprozesse für neue IT-Systeme statt. Aktuelle Soft- und Hardware stellen sicher, dass die Gefahr von Cyber-Angriffen möglichst gering bleibt. Es besteht darüber hinaus das Risiko eines Ausfalls und eines Datenzugriffs durch Unberechtigte. Solchen Gefahren beugt der Ingersoll-Rand- Konzern und damit auch SEEPEX mit regelmäßigen Trainings vor, um das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schärfen und darüber hinaus einen professionell organisierten IT-Betrieb gewährleisten zu können. Redundant ausgeführte IT-Systeme ermöglichen einen unterbrechungsfreien Betrieb auch im Störfall. Notfallsysteme sichern darüber hinaus regelmäßig relevante Daten und tragen dafür Sorge, dass das Ausfallrisiko deutlich reduziert wird.

Rechtliche Risiken

Das zur Beurteilung der rechtlichen Risiken des täglichen Geschäfts erforderliche Fachwissen wird durch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingebracht und durch Fortbildung weiterentwickelt. Zur weiteren Risikominimierung bedient sich SEEPEX im Bedarfsfall der Hilfe externer Berater. Derzeit bestehen keine Rechtsstreitigkeiten, deren Ausgang einen nennenswerten Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage haben kann.

Risiken, die über das allgemeine Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar.

Steuerliche Risiken

Die SEEPEX GmbH unterliegt als global handelndes Unternehmen international diversen Rechtsvorschriften und muss sich den spürbar verschärften Prüfungen der jeweiligen Finanzbehörden stellen. Ein weiteres Risiko sind hierbei immer kompliziertere Sachverhalte und oft wechselnde Rechtsvorschriften, insbesondere bei internationalen Transaktionen.

Zur Reduzierung etwaiger steuerlicher Risiken erfolgt eine kontinuierliche Überprüfung diverser Sachverhalte durch eigene Experten unter Einbeziehung externer Berater. So können jeweils auf neue Rechtslagen zeitnah reagiert und zusätzliche Steuernachzahlungen vermieden werden.

Das Eintreten wesentlicher nachteiliger Effekte wird als gering betrachtet.

d) Internes Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse ist ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Damit ist das Ziel verbunden, die Risiken auf allen Konzernebenen zu reduzieren bzw. die bestehenden Regelungen einzuhalten. Das interne Kontrollsystem umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Kontrollmaßnahmen und erstreckt sich über alle wesentlichen Geschäftsprozesse einschließlich der Rechnungslegungsprozesse.

Ziel des internen Kontrollsystems für den Rechnungslegungsprozess ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheiten zu gewähren, einen regelkonformen externen Abschluss zu erstellen und andererseits für die interne Rechnungslegung eine zeitnahe Bereitstellung von Informationen zu gewährleisten. Dabei soll die Berichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln.

Bei einer vertieften Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken als auch bei einer übergreifenden Betrachtung aller Risiken, stellt sich aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. Allerdings ist der weitere Fortgang der aktuellen Krisen nicht absehbar, sodass eine abschließende Risikoabschätzung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist. Auf Grundlage der bisher getroffenen Maßnahmen und der engmaschigen Überprüfung etwaiger Risikobereiche sehen wir jedoch eine gute Ausgangslage, um unsere mittelfristigen Unternehmensziele zu erreichen.

2. Chancenbericht

a) Chancenmanagementsystem

Der Chancenmanagementprozess der SEEPEX erfolgt in enger Abstimmung mit INGERSOLL RAND. Dazu ist SEEPEX in den internen Controlling-Prozess integriert und es werden auf Grundlage der Unternehmensstrategie diverse Prüfungen durchgeführt, indem Marktchancen im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse analysiert und bewertet werden. Ferner entstehen durch die Kombination der Geschäfte von SEEPEX und INGERSOLL RAND vielfältige Synergie-Potentiale im Vertrieb, die den Zugang zu neuen Märkten und Kunden erleichtern und somit weitere Wachstumspotentiale beinhalten.

SEEPEX beobachtet die Märkte kontinuierlich, um erkannte Chancen wahrzunehmen. Aufgrund der sehr engen Einbindung der Auslandsgesellschaften in die bei der SEEPEX implementierten Strategie- und Planungsprozesse ist die Gesellschaft in der Lage, Anforderungen der Märkte zeitnah zu erkennen. Dazu werden Markt- und Wettbewerbsinformationen gesammelt und analysiert und intensiv in regelmäßigen Sitzungen zentral mit dem Management aller Vertriebsgesellschaften diskutiert, um daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Die Bewertung von Chancen erfolgt in dem jeweiligen spezifischen Geschäftsumfeld, wobei bei der Wahrnehmung von Chancen auch gewisse Risiken eingegangen werden müssen, um das Chancenpotential zu nutzen.

b) Erläuterung der wesentlichen Chancen

Es wird grundsätzlich von einer Erholung der weltweiten Wirtschaft ausgegangen, auch wenn der Konflikt in der Ukraine in dieser Prognose nur schwer Berücksichtigung finden kann und insbesondere Deutschland und Österreich in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wahrscheinlich hinter dieser Entwicklung zurückbleiben werden. Wachstumsstarke Märkte bleiben voraussichtlich vor allem die asiatischen und amerikanischen Märkte, weshalb SEEPEX seine Präsenz in diesen Regionen weiter verstärkt. Zusätzliche Absatzchancen und Wachstumspotential ergeben sich hierbei aus der Zugehörigkeit zur Ingersoll Rand Gruppe, indem vertriebsseitig vielfältige Synergie-Potentiale aus der Kombination der Geschäfte von SEEPEX und INGERSOLL RAND gehoben werden. SEEPEX kann existierende und gut etablierte Vertriebs-Kanäle in neuen Regionen oder auch für verschiedene Industrien innerhalb von INGERSOLL RAND nutzen und dadurch sein Wachstum beschleunigen. Auch umgekehrt ergeben sich auf diese Weise Möglichkeiten für schnelleres Wachstum von verschiedenen Marken innerhalb der Ingersoll Rand Gruppe.

Künstliche Intelligenz und datenbasierte Services gelten mittlerweile als Schlüsselkompetenz und bergen erhebliche Wachstumspotenziale. Insofern wird der technologische Wandel im Markt als eine wesentliche Chance gesehen, die Technologieführerschaft durch die weitere Digitalisierung von Produkten sowie mit innovativen Dienstleistungen auszubauen und zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen. Wettbewerbsvorteile ergeben sich weiterhin aus der Smart Conveying Technology durch geringe Lebenszykluskosten und hohe Wartungsfreundlichkeit. Auch die neu entwickelten Technologien zur Unterstützung von Easy-Maintenance - also der erheblichen Vereinfachung von Wartungskonzepten an den Pumpen - und weitere Produktinnovationen stärken die Chancen im Markt.

Darüber hinaus sieht SEEPEX Absatzchancen und Wachstumspotential im Bereich der Energietechnik und im Lebensmittelbereich. Auch die Übernahme von Großprojekten kann zusätzliche Chancen eröffnen.

 

Bottrop, den 11. März 2025

Die Geschäftsführer

Johanna Tuulia Aaltonen

Andrew Roger Schiesl

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die seepex GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der seepex GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der seepex GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, den 11. März 2025

PKF Fasselt
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Müller-Kemler, Wirtschaftsprüfer

Norta, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einem Jahresüberschuss i. H. v. 0,00 EUR und einer Bilanzsumme i. H. v. 60.539.391,69 EUR wurde am 22. April 2025 festgestellt.

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