Beteiligungsgesellschaften
EUROATLAS GmbH
Zum Panrepel 2, 28307 Bremen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Saile seit 9.12.2022 | Prokura |
Sabrina Einert seit 9.12.2022 | Prokura |
Eugen Helmuth Ciemnyjewski seit 2.2.2022 | Geschäftsführer |
Frank Hofmaier seit 13.2.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (8)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.50% | |
| 1.00% | |
| 1.00% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EUROATLAS GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die EUROATLAS GmbH (EUROATLAS) ist ein Unternehmen der Leistungselektronik, das statische Stromversorgungsgeräte sowohl für den militärischen als auch für den anspruchsvollen kommerziellen Anwendungsbereich entwickelt und produziert sowie opto-elektronische Sichtsysteme als Sonderlösung anbietet. Darüber hinaus bietet die EUROATLAS ihren Kunden verschiedene Serviceprodukte über den Produktlebenszyklus an. 2. Mitarbeiter und Geschäftsbetrieb Zum Stichtag 31.12.2023 waren insgesamt 70 Mitarbeiter * Innen einschließlich Auszubildende bei der EUROATLAS am Standort Bremen beschäftigt. Weitere Standorte bestehen nicht. II. Finanzielle Leistungsindikatoren Das operative Geschäft der Gesellschaft wird im Wesentlichen anhand der Leistungsindikatoren Auftragseingang, Umsatzerlöse, EBIT und Cash gesteuert:
III. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Aufgrund des anhaltenden Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine, den hohen Inflationsraten und steigende Zinsen wurde das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 belastet. Die Güternachfrage nahm erheblicher langsamer zu als die Nachfrage nach Dienstleistungen. Aus diesen Gründen befindet sich die EUROATLAS GmbH wie andere Unternehmen weiterhin in instabilen Märkten. Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist auf ungünstige Finanzierungsmöglichkeiten und steigende Zinsen zurückzuführen, die eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland zur Folge hatte. Das kalenderbereinigte BIP ging um 0,1% zurück. Damit kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in dem krisengeprägten Umfeld weiterhin ins Stocken. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die von der Bundesregierung benannte Zeitenwende innerhalb der Verteidigungspolitik, mit daher eingehenden Investitionen in die Wehrfähigkeit ist, wie auch von anderen wesentlich größeren Firmen der Rüstungsindustrie benannt wurde, nicht bei der EUROATLAS angekommen. Glücklicherweise ist die EUROATLAS GmbH international breit aufgestellt und die meisten Aufträge sind daher unabhängig von dem BAAIN Bw. Darüber hinaus sind von unseren internationalen Kunden viele Anfragen gekommen, so dass wir uns ultimativ eine weiterhin höhere Nachfrage erhoffen. 1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html 2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile 3 Winterprognose IfW Kiel: Haushaltskonsolidierung belastet Konjunkturaussichten, Inflation sinkt deutlich | Kiel Institute (ifw-kiel.de) 4 Prognosen zur Entwicklung des deutschen BIP 2024-2025 | Statista IV. Geschäftsverlauf und Ertragslage Das Geschäftsjahr ist für die Gesellschaft insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Nachdem im Vorjahr noch ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.420 erzielt wurde, schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 129. Die Auftragseingänge übertrafen in 2023 die Erwartungen. Der geplante Auftragseingang von insgesamt 11.500T€ wurde mit 17.666T€ um 6.166T€ (+ 53,6%) übertroffen. Der Auftragsbestand lag zum 31.12.2023 bei 22.428T€. Der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr (15.603T€) war damit um 6.825T€ deutlich höher (+43,7%). Die Gesamtleistung aus Umsatz, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen war mit 12.155T€ um 3.473T€ höher als im Vorjahr (8.682T€). Dies lag vorrangig an der positiven Bestandsveränderung. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 326T€ reduziert. Die Hauptursache dafür liegt in der Veränderung der Pensionsrückstellung. Ohne diesen Effekt würden sich die Personalaufwendungen ungefähr auf Vorjahresniveau bewegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 760 T€ - vor allem ein erhöhter Bedarf an bezogenen Leistungen in Höhe von 616T€ (Vorjahr 351T€), die Notwendigkeit der Erhöhung der Zuführung der Rückstellung für Gewährleistung in Höhe von 235T€ (Vorjahr 4T€) und höhere Software Kosten, die mit 114T€ mehr als doppelt so hoch ausfielen als im Vorjahr (53T€), sind hierfür ursächlich. Mit einem Ergebnis von Zinsen und Steuern (EBIT) von +3.406T€ schließt das Unternehmen positiv ab, welches um 241T€ höher liegt als prognostiziert. Der Cash-Flow aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit war negativ mit -422T€. V. Vermögens- und Finanzlage 1. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 beträgt 10.831T€, was einer Zunahme von TEUR 927 bzw. 9,36 % gegenüber 2022 entspricht. Das langfristige Vermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 418T€ verringert und liegt aktuell bei 1.639T€ (- 20,32 %). Dies resultiert vor allem aus Wegfall der Forderungen für die Verpflichtung gegenüber MagneTek (296T€). Der Anstieg des kurzfristigen Vermögens (+1.346T€) ist vorrangig auf den Anstieg der der Vorräte zurückzuführen. Die Bestände der Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sind aufgrund des erhöhten Auftragsbestandes erheblich aufgebaut worden (+669T€). Die Bestände der unfertigen Erzeugnisse sind aus gleichen Gründen ebenfalls stark gestiegen (+1.277T€). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind dagegen stark gesunken (494T€). Auf der Passivseite drückt sich der Anstieg im Wesentlichen durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 953 aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 53,4% (Vorjahr: 57,1%). Das langfristige Kapital deckt das langfristige Vermögen und das Vorratsvermögen vollständig. Es bestanden keine Finanzverbindlichkeiten gegenüber Bankinstituten und verbundenen Unternehmen.
* inklusive Rechnungsabgrenzungsposten 2. Investitionen Die Investitionstätigkeit der EUROATLAS ist im Kalenderjahr 2023 mit 390 T€ geprägt durch Investitionen in Software (+77T€) und Investitionen in die Netzwerk- und Serverstruktur (+28T€). Weiterhin wurde aus Modernisierungsgründen in die Grundstücks- und Gebäudeeinrichtung investiert (62T€) und ebenso in die Erneuerung der Technischen Anlagen und Maschinen (+62T€). 3. Liquidität Zur Beurteilung der Finanzlage dient die nachfolgende Kapitalflussrechnung mit entsprechendem Vorjahresausweis.
Die flüssigen Mittel belaufen sich im Berichtsjahr mit 1.031 T€ auf einem geringeren Niveau im Vergleich zum Vorjahr (1.453 T€). Dies ist vorrangig darin begründet, dass das Unternehmen für die sich im Auftragsbestand befindlichen Projekte stärker und über einen längeren Zeitraum in Vorleistung gehen muss; die Vorräte sind entsprechend deutlich angestiegen. VI. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für die kommenden Jahre international als auch national aufgrund der noch unklaren langfristigen Auswirkungen der Krisen vorsichtig zu betrachten, wenn gleich sich das Unternehmen EUROATLAS GmbH in einer immer wichtiger werdenden Branche bewegt. Die größte Herausforderung sieht das Unternehmen in der aktuellen Schwierigkeit, geeignetes Fachpersonal zu rekrutieren. Durch die oben erwähnte Erhöhung der Militärhaushalte ist auch weiterhin aufgrund steigender Investitionstätigkeit im Verteidigungsbereich mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen. Neben Modernisierungsprogrammen zur Lebensdauerverlängerung vorhandener Plattformen (Überwasserschiffe, Unterwasserschiffe, Spezialsysteme) wird jetzt vermehrt für Neubauprogramme im Bereich Luftwaffe und Land angeboten. Durch die weiterhin hohe Unsicherheit wird für das Jahr 2024 davon ausgegangen, dass das preisbereinigte BIP lediglich um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen wird. Damit wurde die Wachstumsprognose im Vergleich zur Konjunkturprognose des Winters 2023 noch einmal um 0,7 Prozentpunkt herabgesetzt, was bedeutet, Deutschland befände sich in einer Stagnation. Bei der Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2025 sind sich die Institute weniger einig. Während das Handelsblatt Research Institute (HRI) nur noch von einem Wachstum von 0,2 Prozent ausgeht, hat das ifo-Institut die Prognose um 0,2 Prozentpunkte angehoben und geht von einem Wachstum von 1,5 Prozent aus. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch das IWH oder das RWI. Wie für das Jahr 2023 prognostiziert der IWF für die Weltwirtschaft auch für 2025 ein Wachstum von 3,2 Prozent. Insgesamt sieht die Geschäftsführung aufgrund der vorliegenden Informationen gute Chancen, dass sich das Unternehmen langfristig stabil weiterentwickeln und wachsen wird. Abgeleitet aus der strategischen Unternehmensplanung bis 2025 und den rollierenden Vorschauen erwartet das Unternehmen nachstehende Entwicklung der zur Geschäftssteuerung verwendeten Leistungsindikatoren: Aufgrund des höheren Auftragsbestandes in 2024 im Vergleich zum Vorjahr und der zum Teil immer noch angespannten Situation bei der kurzfristigen Materialverfügbarkeit sowie der extremen Kapazitätsauslastung intern als auch extern, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von 16.000T€ was deutlich über dem Niveau von 2023 liegt. Auf Basis dieses Umsatzvolumens erwarten wir für das Kalenderjahr 2024 ein positives Betriebsergebnis EBIT von ca. 531T€. Der Planwert für das Jahr 2025 sieht unter den Aspekten des aktuellen Auftragsbestandes einen Planumsatz von 18.200T€ vor bei einem positiven Betriebsergebnis EBIT von 967T€ Die Prognose der Auftragseingänge für das Jahr 2024 sieht unter den Aspekten der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage einen Planwert von 15.000T€ vor. 2. Risikobericht Als wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sehen wir: • Eingeschränkte Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal mit daher eingehenden Risiken für zukünftige Wachstumsprognosen • die unsichere weltpolitische Situation: Zunehmende geopolitische Spannungen in einigen Regionen (aktuell der Krieg in der Ukraine und die Spannungen China/Taiwan und der Konflikt um die Region Palästina (Nahostkonflikt)), protektionistische Tendenzen verbunden mit Profilierungsbestrebungen politischer Führungen in Ländern mit relevanter Wirtschaftskraft • eine eingeschränkte Verfügbarkeit und verlängerte Lieferzeiten insbesondere von leistungselektronischen Bauteilen durch die Zulieferindustrie bzw. durch den gestiegenen Bedarf benachbarter Branchen (Stichwort Digitalisierung und Elektromobilität), einhergehend mit deutlichen Preissteigerungen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken und vorzubeugen, werden folgende in den Vorjahren bereits eingeleitete Maßnahmen konsequent fortgeführt: • Weitere Optimierung und Erneuerung des Produktportfolios • Stärkung des Vertriebes zur Identifizierung und Bearbeitung aller sich weltweit bietenden relevanten Geschäftsmöglichkeiten und kontinuierliche Überprüfung und Entwicklung der Vertriebsinstrumente und -kapazitäten • Optimierung des Projektmanagements • Kontinuierliche Verbesserung interner Abläufe zur Senkung der Kosten und Erhöhung der Reaktionsfähigkeit durch Prozessoptimierungen und Prozessdigitalisierung • Flexibilisierung des Kapazitätsansatzes durch interne Weiterbildung und externe Partnerschaften • Striktes Kostenmanagement im Hinblick auf Herstell- und Gemeinkosten • Konsequentes Forderungsmanagement • Sofern notwendig Kapazitätsanpassungen im Falle von temporären Auslastungslücken (Nutzung von Gleitzeitkonten, Kurzarbeit in betroffenen Betriebsbereichen) • Ausbildungsinitiative sowohl im kaufmännischen als auch gewerblichen Bereich • Etwaige Preissteigerungen kann die Gesellschaft entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen im Wesentlichen an die Kunden weitergeben. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass den gegebenenfalls eintretenden Risiken durch die getroffenen Maßnahmen entscheidend entgegengewirkt werden kann, so dass keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zu erwarten sind. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, bestehen nicht. 3. Chancenbericht Darüber hinaus sehen wir weitere Möglichkeiten, die Marktposition der EUROATLAS nachhaltig auszubauen. Wesentliche Ziele in diesem Zusammenhang sind: • Steigerung des Geschäftsvolumens mit kundenspezifischen kommerziellen und militärischen Umformern im Luftfahrtsektor sowie mit optronischen Sichtsystemen für Landfahrzeuge • Geschäftsausweitung im Bereich Modernisierung bestehender Systeme und Anlagen mit neuen effizienteren Produkttechnologien und Service inklusive Ersatzteilgeschäft • Entwicklung und Vertrieb von Katalogprodukten • Erweiterung des Marktzugangs in neue Anwendungsfelder und Verbesserung des Servicegeschäftes. Durch die Nutzung der genannten Chancen geht die Geschäftsführung davon aus, dass die prognostizierte Umsatz- und Ergebnisentwicklung abgesichert und umgesetzt werden kann.
Bremen, 19. Juli 2024 Eugen Ciemnyjewski BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Die EUROATLAS GmbH hat ihren Sitz in Bremen. Das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Bremen, HRB 3113 HB. Der Jahresabschluss der EUROATLAS GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 in einer angespannten Liquiditätssituation. Zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen einer tatsächlichen Zahlungsunfähigkeit hat die Gesellschafterin, die Mimir Industries AB, mit der Gesellschaft eine Patronatserklärung bis zum 30. Juni 2025 abgeschlossen, wonach sie mit einem Höchstbetrag von TEUR 2.000 die Gesellschaft derart finanziell ausstattet, dass sie jederzeit in der Lage ist, den fälligen Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen. Ebenso wurde eine Planungsrechnung für den Zeitraum bis Ende 2025 aufgestellt, aus der hervorgeht, dass ab Kalenderwoche 14 2025 die geplante Liquiditätssituation deutlich verbessert sein wird. Daher erfolgte die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig linear in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen abgeschrieben. Das bewegliche Anlagevermögen wurde bis zum Geschäftsjahr 2007 degressiv abgeschrieben. Ein Wechsel von der degressiven Methode zur linearen erfolgte planmäßig, sobald diese zu höheren Abschreibungen führte. Ab dem Geschäftsjahr 2008 angeschaffte Anlagegüter werden grundsätzlich nach der linearen Methode ab dem Zugangsmonat abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gem. der amtlichen AfA-Tabellen zugrunde gelegt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden im Zugangsjahr sofort als Aufwand erfasst. Seit dem 01.01.2022 werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis € 800,00 sofort abgeschrieben. Die vor 2022 angeschafften im Bestand befindliche geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über € 250,00 bis € 1.000,00 befinden sich weiterhin im GWG-Sammelposten mit einer Abschreibzungsdauer über 5 Jahren. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zum Durchschnittspreis oder niedrigerem letzten Einkaufspreis bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bei langfristigen Aufträgen werden vertraglich vereinbarte Teilleistungen mit den vereinbarten anteiligen Erlösen und den auf sie entfallenden Herstellungskosten im Verhältnis der Gesamtaufwendungen zu den Gesamterlösen gemäß der Vorkalkulation abgerechnet. Erhaltene und geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken werden Wertabschläge vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung von den Forderungen abgesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Forderung für Umsatzssteuer in Höhe von T€ 108 (Vorjahr T€ 35). Die Forderungen aus Erstattungsansprüchen für die Übernahme einer Pensionszusage, die aus der Verschmelzung der Power Paragon (Deutschland) Holding GmbH zum 1. Januar 2012 resultierte, ist zum Bilanzstichtag nicht mehr vorhanden (Vorjahr T€ 296). Grund dafür ist das Ableben der Bezugsberechtigten. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Währungsposten werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages angesetzt. Die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt unter Anwendung der Regelungen des § 250 HGB. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen umfassen sowohl Rückstellungen der ehemaligen Power Paragon (Deutschland) Holding GmbH, die zum 1. Januar 2012 auf die ehemalige EUROATLAS verschmolzen wurde, als auch Pensionsrückstellungen der Gesellschaft selbst. Die Pensionsrückstellung wird gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurde die Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, verwandt. Für die Abzinsung wurde pauschal der im Dezember 2023 von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von T€ 14 ist nach gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Als Rententrend wurden 1,50 % (Vorjahr 1,50 %) angenommen. Für die Bewertung der Jubiläumsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der in 2018 veröffentlichten Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck ein Rechnungszinsfuß von 1,38 % zu Grunde gelegt. Für die Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der in 2018 veröffentlichten Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck ein Rechnungszinsfuß von 1,04 % zu Grunde gelegt bei einer restlichen Laufzeit von 2 Jahren und einem Gehaltstrend von 2,0 %. Die Steuerrückstellungen sind gemäß des Jahresüberschusses in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Verpflichtung angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen gegen Leasinggeber für die folgenden 5 Jahre in Höhe von T€ 475. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Erläuterungen und Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen T€ 292 (Vorjahr T€ 100) und entfallen vollständig auf sonstige Forderungen. Davon weisen T€ 108 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aus. Alle Forderungen betreffen ausschließlich den Gesellschafter EUROATLAS Holding GmbH. Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 263 (Vorjahr T€ 469) weisen T€ 124 (Vorjahr T€ 407) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. 3. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 11 (Vorjahr T€ 34) enthalten. Weiterhin sind Erträge aus der Neubewertung von bereits abgeschriebener Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von T€ 96 (Vorjahr T€ 230) enthalten. 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 23 (Vorjahr T€ 38) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Bestandteil der GuV. 3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von T€ 43 (Vorjahr T€ 41) enthalten. Sonstige Angaben Die Gesellschaft hat aus Miet- und Operating-Leasing-Verträgen für verschiedene Geräte der Geschäftsausstattung (z. B. Kopierer, Telefonanlage, EDV-Server, neues ERP- und Dokumentenmanagement System) sowie Pkws / E-Bikes Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 475 (Vorjahr: T€ 436), (Nominalwert). Zweck der Verträge ist die Nutzung der Gerätschaften. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 73 aktive Mitarbeiter (Vorjahr 69), davon 11 weibliche und 62 männliche Mitarbeiter (Vorjahr 12 weibliche und 57 männliche Mitarbeiter). Es handelt sich ausschließlich um Gehaltsempfänger. Die Geschäftsführung wurde wahrgenommen von Herrn Eugen Ciemnyjewksi. Zu den Vergütungen wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht.
Bremen, 19. Juli 2024 Eugen Ciemnyjewski Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) und Lagebericht handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EUROATLAS GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EUROATLAS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUROATLAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe zur Unternehmensfortführung im Anhang, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie im Anhang dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • eurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 19. Juli 2024 Clostermann & Jasper Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Leopold, Wirtschaftsprüferin Stuber, Wirtschaftsprüfer" |
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