Schuhhof GmbHLiquidiert

86167 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 13395
Eingetragen
30.12.1968
Branche
Großhandel mit SchuhenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Schuhen, Lederwaren und ReisegepäckGroßhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Einzel- und Großhandel, Import und Export in Schuhwaren und artverwandten Erzeugnissen. Darin eingeschlossen sind alle Tätigkeiten, die mittelbar oder unmittelbar diesem Gesellschaftszweck dienen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten, sich bei anderen Unternehmungen des In- und Auslandes zu beteiligen und Unternehmungen im In- und Ausland zu erwerben und zu errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Liebich
seit 5.4.2011
Geschäftsführer
Manfred Kindler
seit 10.10.2007
Prokura
Renate Slobodecki
seit 31.7.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schuhhof GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 26.05.2018 bis zum 25.05.2019

Bilanz zum 25.05.2019

AKTIVA

25.05.2019 25.05.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.867,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.239.510,90 1.017.970,90
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.434,00 137.835,00
3. geleistete Anzahlungen 2.901,00 4.980,00
1.463.845,90 1.160.785,90
III. Finanzanlagenanlagen
1. sonstige Ausleihungen 711.365,27 711.365,27
2.187.078,17 1.872.151,17
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 4.018.197,41 5.788.681,35
2. geleistete Anzahlungen 5.354,96 51.818,19
4.023.552,37 5.840.499,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 37.472,44 56.436,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 821.912,42 933.225,64
3. sonstige Vermögensgegenstände 438.524,57 322.478,55
1.297.909,43 1.312.140,96
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 792.847,14 1.260.184,01
6.114.308,94 8.412.824,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.765,20 11.660,15
  8.318.152,31 10.296.635,83

PASSIVA

25.05.2019 25.05.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.500.000,00 6.500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 130.000,00 130.000,00
IV. Gewinn-/Verlustvortrag -3.647.960,22 -2.898.004,83
V. Jahresüberschuss -1.920.217,31 -749.955,39
2.061.822,47 3.982.039,78
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.527,00 3.484,00
2. Steuerrückstellungen 60.000,00 60.000,00
3. sonstige Rückstellungen 613.041,00 684.098,00
679.568,00 747.582,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.538.449,36 1.479.721,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.161.848,90 2.200.115,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 683.560,24 683.560,24
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.192.903,34 1.203.616,51
davon aus Steuern EUR 145.091,59 (im Vorjahr: TEUR 127)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 289.815,36 (im Vorjahr: TEUR 290)
5.576.761,84 5.567.014,05
8.318.152,31 10.296.635,83

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2017 bis 25. Mai 2018

25.05.2019 25.05.2018
EUR EUR
1. Umsatzerlöse   17.093.772,38 21.038.714,81
2. sonstige betriebliche Erträge 110.714,55 214.550,35
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.893.393,66 -9.953.010,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -71.555,12 -64.062,21
-8.964.948,78 -10.017.072,45
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.569.337,79 -2.987.851,32
b) und
und für Unterstützung -536.889,66 -618.536,47
davon für Altersversorgung EUR 3.484 (Vorjahr: TEUR 2)
-3.106.227,45 -3.606.387,79
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -243.442,12 -284.189,35
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.723.686,75 -7.965.877,77
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 332,37
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 39)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -86.399,14 -130.025,10
davon an verbundene Unternehmen EUR 9.947,07 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -0,46
10. Ergebnis nach Steuern -1.920.217,31 -749.955,39
11. sonstige Steuern 0,00 0,00
12. Jahresergebnis -1.920.217,31 -749.955,39

Anhang für das Geschäftsjahr vom 26.Mai 2018 bis 25. Mai 2019

1. Allgemeines

Die Schuhhof GmbH hat ihren Sitz in 86167 Augsburg, Steinerne Furt 76 und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg (HRB 13395).

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Ausweiswahlrechte wurden dahingehend ausgeübt, dass der Ausweis im Anhang erfolgt.

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, die um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert wurden, bewertet.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode. Die geringwertigen Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von bis EUR 800 wurden in voller Höhe abgeschrieben. Sie werden im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Die Nutzungsdauer richtet sich nach der AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter und orientiert sich in der Regel jeweils an den dort angegebenen zulässigen Höchstsätzen.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung von Handelswaren erfolgte grundsätzlich zu den Einkaufspreisen. Abschläge wurden für Preisnachlässe auf nicht mehr der Mode entsprechende Artikel vorgenommen. Es kamen nach der Altersstruktur gegliederte Abschlagssätze zur Anwendung.

Die Summe der Bewertungsabschläge beläuft sich auf TEUR 283 (Vorjahr: TEUR 346) bzw. 6,58 % des Bestandes (Vorjahr: 5,64 %).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert unter Abzug erforderlicher Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde auf nicht einzeln wertberichtigte Forderungen eine pauschale Wertberichtigung von 3 % gebildet.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden bisher versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wurde derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Renten von 1,5% ausgegangen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wurde ein Rechnungszins von 2,98 % (Vorjahr: 3,5 %) zugrunde gelegt. Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Auf Grund der Neuregelung durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Pensionsverpflichtungen gemäß dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre diskontiert. Der Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt im Geschäftsjahr TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) und unterliegt der Ausschüttungssperre.

Im Juli 2018 sind neue biometrische Rechnungsgrundlagen für die betriebliche Altersversorgung, die Heubeck-Richttafeln 2018 G, veröffentlicht worden. Diese wurden vorstehenden handelsrechtlichen Bewertungen zum 25.05.2019 zugrunde gelegt. Eine Bewertung auf Basis der bisherigen Richttafeln 2005 G ergibt zum 25.05.2019 einen BilMoG-Sollwert in Hohe von 6.619 €.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhen sich um TEUR 3 auf TEUR 7.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens per 25.05.2019 wird auf der folgenden Seite dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 26.05.2018 bis 25.05.2019

Anschaffungs- /Herstellungskosten
Wert 25.05.2018 Zugang 25.05.2019 Abgang 25.05.2019 Umbuchung 25.05.2019 Wert 25.05.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 485,00 14.175,74 0,00 0,00 14.660,74
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 485,00 14.175,74 0,00 0,00 14.660,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.407.253,84 563.824,07 619.588,09 4.980,00 3.356.469,82
2. Andere Anlagen,Betriebs-u.Geschäftsausstattung 3.219.550,91 214.854,31 830.832,57 0,00 2.603.572,65
3. geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.980,00 2.901,00 0,00 -4.980,00 2.901,00
Summe Sachanlagen 6.631.784,75 781.579,38 1.450.420,66 0,00 5.962.943,47
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 711.365,27 0,00 0,00 0,00 711.365,27
Summe Finanzanlagen 711.365,27 0,00 0,00 0,00 711.365,27
Summe Anlagevermögen 7.343.635,02 795.755,12 1.450.420,66 0,00 6.688.969,48
Abschreibungen
Wert 25.05.2018 Zugang 25.05.2019 Abgang 25.05.2019 Umbuchung 25.05.2019 Wert 25.05.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 485,00 2.308,74 0,00 0,00 2.793,74
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 485,00 2.308,74 0,00 0,00 2.793,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.389.282,94 171.331,07 443.655,09 0,00 2.116.958,92
2. Andere Anlagen,Betriebs-u.Geschäftsausstattung 3.081.715,91 69.802,31 769.379,57 0,00 2.382.138,65
3. geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.470.998,85 241.133,38 1.213.034,66 0,00 4.499.097,57
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.471.483,85 243.442,12 1.213.034,66 0,00 4.501.891,31
Restbuchwert
Wert 25.05.2019 Wert 25.05.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.867,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 11.867,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.239.510,90 1.017.970,90
2. Andere Anlagen,Betriebs-u.Geschäftsausstattung 221.434,00 137.835,00
3. geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.901,00 4.980,00
Summe Sachanlagen 1.463.845,90 1.160.785,90
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 711.365,27 711.365,27
Summe Finanzanlagen 711.365,27 711.365,27
Summe Anlagevermögen 2.187.078,17 1.872.151,17

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Leiser GmbH in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 208) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 625 (Vorjahr: TEUR 725).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 106) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 60) die Gewerbesteuer für 2012.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich ausstehende Rechnungen TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 211), Rückbauverpflichtungen TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 304), Personalkosten TEUR 103 (Vorjahr TEUR 93), Aufbewahrungsrückstellung für Unterlagen TEUR 53 (Vorjahr TEUR 52), Wirtschaftsprüferkosten TEUR 13 (Vorjahr TEUR 13) sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft TEUR 8 (Vorjahr TEUR 10).

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
(Vorjahr TEUR) (Vorjahr TEUR) (Vorjahr TEUR) (Vorjahr TEUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.538.449,36 € 1.538.449,36 €
(0) (1.480) (0) (1.480)
aus Lieferungen und Leistungen 2.161.848,90 € 0,00 € 0,00 € 2.161.848,90 €
(2.200) (0) (0) (2.200)
gegenüber verbundenen Unternehmen 483.560,24 € 200.000,00 € 0,00 € 683.560,24 €
(483) (200) (0) (683)
Sonstige 1.192.903,34 € 0,00 € 0,00 € 1.192.903,34 €
(1.204) (0) (0) (1.204)
Summe 5.376.761,84 € 200.000,00 € 0,00 € 5.576.761,84 €
Vorjahr in T€ (3.887) (1.680) (0) (5.567)

Die Kreditverträge der Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, der Leiser Handelsgesellschaft mbH und der Schuhhof GmbH beinhalten in der Regel eine gesamtschuldnerische Haftung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,5 Mio. EUR sind durch eine Sicherungsübereignung der Vorräte sowie eine Sicherungsabtretung aller Forderungen gesichert.

Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 145.091,59 (Vorjahr TEUR 127) ausgewiesen.

4. Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen durch die Sicherungsübereignung von Gegenständen des Umlaufvermögens beliefen sich auf TEUR 2.708 (Vorjahr TEUR 2.606).

Aus heutiger Sicht kann das Risiko einer Inanspruchnahme nicht ausgeschlossen werden.

5. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse aus dem Betrieb von Schuhfachgeschäften wurden in Höhe von TEUR 17.094 erwirtschaftet.

In den betrieblichen Erträgen sind u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 84 enthalten.

In den Verwaltungsumlagen sind anteilige Aufwendungen für die Geschäftsführung enthalten.

Aus der Währungsumrechnung haben sich analog zum Vorjahr keine Erträge und keine Aufwendungen ergeben.

Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 10.

6. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 25.05.2019 in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR) für Filialmieten einschließlich vertraglich festgelegter Nebenkosten-Vorauszahlungen. Die Mietverträge sind längerfristig abgeschlossen und gehen über das Jahr 2019 hinaus.

Zudem wurden zahlreiche Funktionen der Verwaltung, wie das Finanzwesen, Personalwesen, der Einkauf von Waren und die Verwaltung von Vertragsverhältnissen auf die Leiser KG ausgelagert, die diese Leistungen im Rahmen einer Verwaltungsumlage weiterberechnet. Die Höhe der Umlage ist von diversen Faktoren abhängig und kann daher für die Zukunft nicht pauschal angegeben werden. Zum 25.05.2019 wurden Umlagen in Höhe von TEUR 987 an die Schuhhof GmbH weiterberechnet.

7. Personalentwicklung

Im Berichtsjahr wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 152 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 35 in Vollzeitbeschäftigung und 117 Mitarbeiter im Teilzeitbeschäftigungsverhältnis.

8. Geschäftsführung

Geschäftsführer sind:

 

Steffen Liebich, Berlin (seit 09.03.2011) mit Alleinvertretungsbefugnis und von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Herr Liebich ist für die Bereiche allgemeine Verwaltung, Einkauf und Vertrieb verantwortlich.

 

Frank Pohl, Berlin (seit 16.07.2012); seit 27.11.2012 mit Alleinvertretungsbefugnis und von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Herr Pohl ist für den Immobilienbereich verantwortlich.

Die Geschäftsführer bezogen bis 25.05.2019 keine Vergütungen für ihre Tätigkeiten. Es erfolgte keine direkte Berechnung von Geschäftsführergehältern durch Dritte an die Schuhhof GmbH.

9. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar der Wirtschaftsprüfer für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 13.

10. Planverfahren in Eigenverwaltung

Mit Beschluss des Amtsgerichtes Augsburg vom 24. März 2017 hat die Geschäftsführung der Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. KG, der Leiser Handelsgesellschaft mbH und der Schuhhof GmbH sowie der Leiser Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung das Planverfahren in Eigenverwaltung gemäß ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) eingeleitet. Das Insolvenzverfahren wurde am 26. Mai 2017 für die Leiser KG, Leiser GmbH und Schuhhof GmbH, sowie am 22. Juni 2017 für die Leiser Verwaltung, unter Anordnung der Eigenverwaltung eröffnet. Damit sind die Geschäftsleitungen der Leiser-Gesellschaften berechtigt unter Aufsicht des Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen (§ 270 Abs. 1 Satz 1 InsO). Das Amtsgericht Augsburg hat als Sachwalter die Herren Arndt Geiwitz, Wirtschaftsprüfer (Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. KG), Matthias Räupke, Rechtsanwalt (Leiser Verwaltungsgesellschaft mbH), Christian Plail, Rechtsanwalt (Leiser Handelsgesellschaf mbH) und Patrick Wahren, Wirtschaftsprüfer (Schuhhof GmbH) bestellt. Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens werden die Gesellschaften aufgrund gesetzlicher Anordnung (§ 60 Abs. 1 Nr. 4 GmbHG, §§ 161 Abs. 2, 131 Abs. 1 Nr. 3 HGB) aufgelöst. Das ist ein von Gesetzes wegen zwingend so vorgesehener Vorgang. Die Auflösung der Gesellschaften ändert jedoch nichts daran, dass der Geschäftsbetrieb aller vier Gesellschaften unverändert fortgeführt wird.

Das Planverfahren bietet der Geschäftsleitung die notwendigen Instrumente mit denen sich die Leiser-Gesellschaften von wirtschaftlich ungünstigen Vertragsverhältnissen innerhalb kurzer Zeit lösen können, ohne massive Abfindungen oder Schadensersatzansprüche befürchten zu müssen.

Nachdem inzwischen eine abschließende gesetzliche Regelung für die Besteuerung von Sanierungsgewinnen getroffen wurde, muss der bereits vorbereitete Insolvenzplan aktualisiert werden und kann durch die Eigenverwaltung voraussichtliche im 1. Quartal 2020 bei Gericht eingereicht werden.

11. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt dem Gesellschafter vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Augsburg, den 31.12.2019

Steffen Liebich

Frank Pohl

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis 25. Mai 2019

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

I. Unternehmensstruktur

Die Schuhhof GmbH (im Folgenden auch Schuhhof genannt) ist eine Vertriebsgesellschaft der Leiser-Gruppe und betreibt deutschlandweit den Einzelhandel mit Schuhen und artverwandten Erzeugnissen im Fachmarktsegment.

Zur Leiser-Gruppe gehören neben der Muttergesellschaft der Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. Kommanditgesellschaft (Leiser KG) die operativen Tochtergesellschaften Schuhhof und Leiser Handelsgesellschaft mbH (Leiser GmbH) und die Komplementärin Leiser Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin.

In der Leiser KG ist die Unternehmensverwaltung angesiedelt. Die Verwaltung schließt alle Querschnittsfunktionen der Gruppe ein.

Schuhhof gehört zu den großen Fachmarktunternehmen in Deutschland und nimmt seit Jahrzehnten in diesem Marktsegment des Schuheinzelhandels eine führende Stellung ein. Das Erscheinungsbild der Filialen symbolisiert sowohl die Modernität des Unternehmens als auch den Anspruch an Mode, Lifestyle und Qualität.

Das Filialnetz bestehend aus 26 Filialen gliedert sich in City-, Center- und Peripherie-Betriebstypen; das Hauptverbreitungsgebiet liegt in Süddeutschland, in den neuen Bundesländern sowie in Berlin. Die Zielgruppenansprache richtet sich an Verbraucher, die besonders qualitäts- und preisbewusst, aber auch mit modischem Anspruch einkaufen möchten. Langjährige Schuheinzelhandelserfahrung mit entsprechend aufgebautem Know-how sowie kompetente und motivierte Mitarbeiter sind hierfür die Grundlage, um den Kundenanspruch nach zielgruppengerechter modischer Ware, hervorragendem Preis-/ Leistungsverhältnis, zeitgemäßem Filialambiente und maximaler Servicebereitschaft zu erfüllen.

II. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Schuhhof GmbH unterliegt den handelsrechtlichen Buchführungspflichten nach §§ 238 ff. HGB.

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

III. Wirtschaftliche Entwicklung (Gesamtwirtschaft und der Branche)

Das Geschäftsjahr 26.05.2018 - 25.05.2019 war für den gesamten Textileinzelhandel und somit auch für den Schuhhandel ein sehr schweres und herausforderndes Jahr.

Für das gesamte Jahr 2019 prognostiziert die GFK einen realen Zuwachs der privaten Konsumausgaben in Deutschland in Höhe von 1,5 Prozent. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Verunsicherung der deutschen Verbraucher im Hinblick auf die Konjunktur nicht wesentlich zunimmt. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte bleiben weiterhin Motor einer binnenwirtschaftlichen getriebenen Konjunktur.

B. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Innerhalb der Schuheinzelhandelsbranche setzt sich der Konsolidierungsdruck fort.

I. Ertragslage

Ausgangspunkt der Ertragslage ist die Gewinn- und Verlustrechnung der Schuhhof GmbH, die für die Zwecke der nachfolgenden Darstellung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert wurde.

Im Vergleichszeitraum verzeichnete die Schuhhof GmbH einen Rückgang der Umsatzerlöse von EUR 21,0 Mio. um EUR 3,9 Mio. auf EUR 17,1 Mio. per 25.05.2019. Maßgeblich zu diesem Rückgang beigetragen haben die unterjährigen Schließungen von 8 Filialen im Berichtszeitraum.

Die Rohertragsmarge ist gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozentpunkte gesunken.

Durch die Verminderung des Filialbestandes im Berichtszeitraum verringerte sich der Vertriebsaufwand um 21,9 Prozent, die Umlage des Verwaltungsaufwandes um 27,8 Prozent, der Personalaufwand um 14 Prozent, die Raum- und Grundstücksaufwendungen um 13,9 Prozent sowie die planmäßigen Abschreibungen um 14,4 Prozent.

Das Finanzergebnis hat sich um TEUR 44 auf TEUR -86 verbessert.

II. Finanzlage

Die Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr per 25.05.2019 ist nachstehend dargestellt:

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 895 auf TEUR 270 verbessert. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen per Saldo die Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferung und Leistungen und andere Aktiva um TEUR 2.569.

Negativ ausgewirkt hat sich die Verschlechterung des Jahresergebnisses auf TEUR -1.920, als auch die Veränderung des Saldos aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 511.

Durch die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 796 ergibt sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit i. H. v. TEUR -796.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet Zinsenaufwendungen und beläuft sich auf TEUR 59.

Die zahlungswirksamen Veränderungen des Cashflows führten zu einem Gesamtmittelabgang von TEUR 467 und einem positiven Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 793 zum 25.05.2019.

III. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Schuhhof GmbH ist um TEUR 1.978 auf TEUR 8.318 gesunken.

Durch die Abnahme der Warenbestände haben sich auf der Aktivseite die Vorräte um TEUR 1.817 vermindert. Die flüssigen Mittel vermindern sich um TEUR 467 auf TEUR 793

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresergebnisses um TEUR 1.920 vermindert.

C. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement (Ziel und Methode)

Das Risikomanagement der Leiser-Gruppe ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Auftretende Risiken werden durch das Zusammenspiel von Planungs- und Überwachungsmechanismen in der Organisation durch die Geschäftsleitung frühzeitig erkannt und durch die sofortige Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen angemessen entgegengewirkt.

Regelmäßige Zeitvergleiche von Aufwendungen, Erträgen, betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und anderen Indikatoren sowie der stetige Austausch mit Experten unterstützen die frühzeitige Erkennung von negativen Entwicklungen. Dies umfasst auch die Erkennung von Liquiditätsrisiken, die eine gewichtige Rolle in der Gesamtrisikolage des Unternehmens spielen. Die kontinuierliche Liquiditätsplanung und -steuerung stellt somit die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicher. Aufgrund einer im Wesentlichen inländisch durchgeführten Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens, sind wir den Auswirkungen von Währungsschwankungen nur bedingt ausgesetzt.

Generell sind die Ausfall- und Liquiditätsrisiken aus dem laufenden geldnahen Geschäftes als sehr gering einzustufen.

Finanzinstrumente

Der Einsatz von Finanzinstrumenten wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken und Zinsänderungsrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Im Einzelnen werden folgende Finanzrisiken gesteuert:

Preisänderungsrisiken können prinzipiell nicht ausgeschlossen werden und resultieren aus der Schwankung des Wertes eines Finanzinstrumentes sowie saisonaler Auswirkungen auf den Veräußerungspreis von Vorräten.

Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen gar nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste verursacht. Bereits identifizierten Ausfallrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt kann das Risiko, aufgrund einer regelmäßigen Risikovorsorge, als begrenzt angesehen werden.

Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn die Gesellschaft nicht in der Lage sein sollte, die notwendigen Finanzmittel zu beschaffen, um Verpflichtungen einzuhalten, die sich im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten ergeben. Die kontinuierliche Liquiditätsplanung und -steuerung stellt die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft sicher.

Die Gesellschaft unterliegt Zahlungsstromschwankungen, die sich beispielsweise aus einer deutlichen Saisonabhängigkeit ergeben. Diese werden durch eine kurzfristige Finanzplanung überwacht, um frühzeitig notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Jede im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Leiser-Gruppe getroffene unternehmerische Entscheidung basiert auf der Abwägung von damit verbundenen Chancen und Risiken. Die Bereitschaft, Risiken einzugehen, ist dabei die Voraussetzung, Chancen nutzen zu können.

Die aus heutiger Sicht antizipierbaren Risiken für die Geschäftstätigkeit der Gruppe umfassen insbesondere die folgenden aufgeführten Risiken:

Das größte Risiko, dem sich die Leiser-Gesellschaften ausgesetzt sehen, besteht im Scheitern des Planinsolvenzverfahrens. Sollten die angestrebten Sanierungsmaßnahmen nicht erfolgreich umgesetzt werden können, wäre der Fortbestand der Gesellschaft von der weiteren finanziellen Unterstützung durch den Gesellschafter abhängig.

Das Debitorenausfallrisiko, das aus bargeldlosen Umsätzen resultiert, wurde auf einen Dienstleister übertragen und stellt deswegen für die Unternehmen der Leiser-Gruppe ein zu vernachlässigendes Risiko dar.

Auf die Absicherung von Währungsrisiken konnte verzichtet werden, da über 99 % der Warenbezüge in der Unternehmensgruppe auf Eurobasis erfolgen.

Zur Absicherung gegen das IT-Risiko wurden detaillierte Notfallpläne erstellt, die mindestens einmal jährlich aktualisiert werden. Das IT - Systemrisiko und Hardwarerisiko wurde an einen IT-Dienstleister ausgelagert, der einen Großteil der IT-Infrastruktur für die Gruppe zur Verfügung stellt. Das im Februar 2018 neu angeschaffte Kassen- und Warenwirtschaftssystem unterliegt einer permanenten Wartung und wird durch Updates auf dem neuesten Stand der Technik gehalten.

 Als Handelsunternehmen ist die Leiser-Gruppe auf externe Lieferanten angewiesen. Im derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld besteht ein erhöhtes Risiko von Lieferausfällen oder -schwierigkeiten und damit zumindest die Möglichkeit einer temporär eingeschränkten Verfügbarkeit einzelner Waren oder Warengruppen. Um solchen Störungen vorzubeugen, pflegt die Leiser-Gruppe Geschäftsbeziehungen mit einer Vielzahl von Lieferanten und Herstellern. Die Geschäftsführung achtet darauf, dass keine Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen entsteht und vermeidet damit potenzielle Beschaffungsrisiken.

Ein potenzielles Risiko aus dem nachfragebedingten Absatzrückgang kann gegebenenfalls zu erhöhten Warenbeständen führen. Durch aktives Warenmanagement und Nutzung verschiedener Vertriebswege werden die Bestände möglichst optimal vermarktet. Durch bundesweit durchgeführte Testkäufe wird die Kundenorientierung der Verkaufsmitarbeiter überprüft und -soweit erforderlich- im Rahmen von anschließenden Schulungen verbessert.

Durch die Anmietung von Verkaufsstellen werden Risiken infolge der Langfristigkeit der Mietverträge eingegangen. Die Leiser-Gruppe reduziert diese Risiken durch die Einholung von GfK-Gutachten vor Investitionsentscheidungen zu neuen Standorten.

Die mit dem Planinsolvenzverfahren verbundene betriebswirtschaftliche und organisatorische Neuausrichtung eröffnet für die Leiser-Gruppe die Chance, weitere Marktanteile auf dem Schuheinzelhandelsmarkt zu gewinnen und über die damit zusammenhängenden Absatzsteigerungen die Profitabilität zu steigern.

Durch die Liquidität, die sich aufgrund der Umstrukturierung aus dem operativen Geschäft ergibt (bei geplanter Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen), verspricht sich die Geschäftsführung der Leiser-Gruppe eine zunehmende Unabhängigkeit von Kreditinstituten und anderen Fremdkapitalgebern, was zu einer Reduktion der Fremdkapitalkosten führen würde.

D. Prognosebericht

Die Umsetzung der geplanten Sanierungsmaßnahmen verläuft aus Sicht der Geschäftsleitung zufriedenstellend. Wesentliche kritische Punkte des Sanierungskonzeptes konnten bereits verwirklicht werden. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Sanierung realisiert werden kann.

Die Sanierungsmaßnahmen sehen vor, dass die Leiser-Gruppe ihren operativen Finanzierungsbedarf vollständig aus den Mittelzuflüssen aus operativer Geschäftstätigkeit decken kann. Die Geschäftsführung der Gruppe geht davon aus, dass nach Abschluss der Sanierung die Gruppengesellschaften Jahresüberschüsse erwirtschaften.

Die Geschäftsführung erwartet für das restliche Jahr 2019 einen weiterhin anhaltenden Konsolidierungsdruck im Schuhmarkt. Der zunehmende Abgabedruck der Marktteilnehmer führt zu erhöhtem Wettbewerbsdruck in der Fläche und verhindert signifikante Margenanstiege trotz entsprechender Kostenanpassungsmaßnahmen. Der Konsolidierungsdruck wird ferner die Zahl der realen Wettbewerber verringern und aufgrund des geänderten Wettbewerbsumfeldes die Gesellschaft zu einer hohen Flexibilität auf aktuelle Marktentwicklungen zwingen.

Der Markteinfluss der Textilanbieter wird weiterhin zunehmen. Diese führen ihre Sortimente systemischer als der klassische Schuheinzelhandel und werden durch den ganzheitlichen Auftritt (Kollektionsgedanke) den klassischen Schuheinzelhandel in

i) Spezialisierung,

ii) nachhaltige Servicestabilität und

iii) lokale individuellere Sortimentsentwicklung zwingen.

Beurteilung der Gesamtrisikosituation

Die Gesellschaft wird sich auf die vorgenannten Risiken einstellen und Chancen nutzen.

Im Falle des Eintretens einzelner oder mehrerer der vorgenannten Risiken sind nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft möglich. Risiken für unsere Einrichtung ergeben sich aus Faktoren, die wir nicht direkt beeinflussen können. Hierzu gehört etwa die allgemeine Konjunkturentwicklung, die wir jedoch laufend beobachten. Unter Berücksichtigung der dargestellten Risiken und Chancen sowie den gegenwärtigen Geschäftsaussichten sind aus heutiger Sicht für unsere Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 keine Risiken absehbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft führen könnten.

 

Augsburg, den 31.12.2019

Steffen Liebich

Frank Pohl

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schuhhof GmbH, Augsburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schuhhof GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 26. Mai 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis zum 25. Mai 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schuhhof GmbH für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis zum 25. Mai 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 25. Mai 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis zum 25. Mai 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Angaben nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss oder im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Januar 2020

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

W. Fenn, Wirtschaftsprüfer

D. Hanxleden, Wirtschaftsprüfer

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