Maschinenfabrik Günther Zippel e. K.
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Funk seit 2.8.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EDC Europe Holdings LLC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zippel GmbHNeutraublingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2018 bis zum 31.03.2019Bilanz zum 31. März 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis 31. März 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2018/20191. Allgemeine Angaben Die Zippel GmbH hat ihren Sitz in Neutraubling und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Regensburg (Reg. Nr. HRB 14073). Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Gesellschaften geltenden Erleichterungen gemäß § 288 HGB in Anspruch, nicht jedoch die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 HGB. Zudem nimmt sie die Erleichterungen des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB in Anspruch. 2. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss der Zippel GmbH zum 31.03.2019 wurde nach den im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgrund der durch die ehemalige Muttergesellschaft Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, zur Verfügung gestellten Hilfen. Die ehemalige Gesellschafterin hat am 19.09.2019 sowie am 10.10.2019 Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von 3.800 TSD Euro geleistet. Zudem hat die ehemalige Gesellschafterin am 13.09.2019 auf Forderungen in Höhe von 3.148 TSD Euro verzichtet. Die Kapitalrücklage hat sich hierdurch um 6.948 TSD Euro erhöht. Im Geschäftsjahr 2020/2021 erfolgten durch die Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Summe von 22.200 TSD Euro. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer werden abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis entsprechend der betriebsindividuellen Nutzungsdauer (zwischen drei und fünfzig Jahren). Selbst erstellte Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den mindestens in die Herstellungskosten einzubeziehenden Aufwendungen gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und Abs. 2a HGB aktiviert. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 (Vorjahr EUR 800,00) werden voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Es werden keine neuen Sammelposten gebildet. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet und bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie die Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten oder Wiederherstellungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen. Dem Niederstwertprinzip wird - soweit erforderlich - durch die Bewertung zu niedrigeren Durchschnitts-Nettoverkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten und durch ausreichende Abschläge für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, Rechnung getragen. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel sowie das Eigenkapital sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken in Posten der Aktivseite ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit dem Nennwert bilanziert. Sie werden saldiert, soweit die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die Bildung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens umfasst Vorgänge mit Zahlungsausgängen vor dem Bilanzstichtag, die erst nach dem Bilanzstichtag aufwandswirksam werden. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages für ungewisse Verbindlichkeiten bzw. in Höhe der unter Berücksichtigung der zu erwartenden Vollkosten ermittelten Verpflichtungsüberschüsse für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag. Fremdwährungsposten werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des § 256a HGB bewertet. 3. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Im Geschäftsjahr gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: 1.601 TSD Euro). Umlaufvermögen Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Eigenkapital Die Kapitalrücklage beträgt 31.699 TSD Euro. Im Geschäftsjahr 2018/2019 erfolgten eine Bareinlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 4.000 TSD Euro sowie ein Erlass von Rückzahlungsansprüchen aus Darlehensforderungen der ehemaligen Alleingesellschafterin Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, in Höhe von 3.012 TSD Euro, die ebenfalls in die Kapitalrücklage eingestellt wurden. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (656 TSD Euro; Vorjahr: 1.102 TSD Euro), Drohverluste (2.285 TSD Euro; Vorjahr: 310 TSD Euro), Urlaubsverpflichtungen (156 TSD Euro; Vorjahr: 133 TSD Euro), Bonusrückstellungen (258 TSD Euro; Vorjahr: 175 TSD Euro), Jubiläumsrückstellungen (227 TSD Euro; Vorjahr: 0 TSD Euro), Vertreterprovision (123 TSD Euro; Vorjahr: 187 TSD Euro) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (113 TSD Euro; Vorjahr: 161 TSD Euro). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 926 TSD Euro (Vorjahr: 1.951 TSD Euro) und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 0 TSD Euro (Vorjahr: 1.000 TSD Euro). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der ehemaligen Muttergesellschaft Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, in Höhe von 922 TSD Euro (Vorjahr: 2.951 TSD Euro) enthalten. Die Besicherung der Verbindlichkeiten i. H. v. 10.000 TSD Euro (Vorjahr: 8.000 TSD Euro) erfolgte durch Garantien der ehemaligen Muttergesellschaft Sugino Machine Limited, Toyama, Japan. 4. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 610 TSD Euro (Vorjahr: 547 TSD Euro) beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (128 TSD Euro; Vorjahr: 62 TSD Euro). 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft nutzt Operating Leasing für Fahrzeuge und weitere Betriebs- und Geschäftsausstattung, um attraktive Finanzierungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Der Vorteil der Miet- und Leasingverträge gegenüber einem Kauf liegt in der Schonung der Liquidität bei dennoch gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten während der Vertragslaufzeit. Das Risiko besteht in der auf die Vertragslaufzeit begrenzten Nutzungsmöglichkeit. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Abs. 3a HGB setzt sich aus Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 175 TSD Euro (Vorjahr: 144 TSD Euro) sowie aus Verpflichtungen aus dem Bestellobligo in Höhe von 948 TSD Euro (Vorjahr: 1.066 TSD Euro) zusammen. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
Geschäftsführung Zur Geschäftsführung waren im Berichtsjahr Herr Akira Nishiyama (seit 08.06.2018) und Herr Munetsugu Miyao bestellt, wobei Herr Munetsugu Miyao am 14.05.2019 und Herr Akira Nishiyama am 21.10.2020 zurückgetreten sind. Seit 22.10.2020 ist Frau Dunja Simic zur Geschäftsführerin bestellt. Die Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die Zippel GmbH, Neutraubling, wird in den Konzernabschluss der Sugino Machine Limited, 2410 Hongo, Uozu-City, Toyama 937-8511, Japan, einbezogen. Der Konzernabschluss der Sugino Machine Limited wird in Japan nicht offengelegt. Der Einzelabschluss der Sugino Machine Limited ist beim Amt für regionale Rechtsangelegenheiten der Stadt Toyama unter Nr. 2300-01-007095 erhältlich. Es handelt sich bei dem Konzernabschluss der Sugino Machine Limited um den Konzernabschluss für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Abschluss der Sugino Machine Limited wird in Deutschland nicht offengelegt. 6. Nachtragsbericht Die ehemalige Alleingesellschafterin Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, hat in einer Vorstandssitzung am 13.09.2019 beschlossen, weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage und Forderungsverzichte von maximal 7.000 TSD Euro in Summe zu leisten. Die ehemalige Gesellschafterin hat auf Basis dieses Beschlusses am 19.09.2019 sowie am 10.10.2019 Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von 3.800 TSD Euro geleistet. Zudem hat die ehemalige Gesellschafterin am 13.09.2019 auf Forderungen in Höhe von 3.148 TSD Euro verzichtet. Die Kapitalrücklage hat sich hierdurch um 6.948 TSD Euro erhöht. Die Gesellschaft hat zum 31.03.2020 einen vorläufigen Umsatz von 8.034 TSD Euro und ein vorläufiges negatives Ergebnis vor Steuern von 7.765 TSD Euro ermittelt. Die ehemalige Alleingesellschafterin Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, hat in einer Vorstandssitzung am 31.07.2020 beschlossen, weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage zu leisten. Die Kapitalrücklage hat sich hierdurch um 8.000 TSD Euro erhöht. Die ehemalige Alleingesellschafterin Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, hat in einer Vorstandssitzung am 21.10.2020 beschlossen, weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage zu leisten. Die Kapitalrücklage hat sich hierdurch um 14.200 TSD Euro erhöht. Am 21. Oktober 2020 wurden 100% des Kapitals der Zippel GmbH von der EDC Europe Holdings LL.C. Miami, Florida, USA, einem Unternehmen der Flacks Group aus Florida, USA, übernommen. Herr Akira Nishiyama ist am 21.10.2020 als Geschäftsführer zurückgetreten. Seit 22.10.2020 ist Frau Dunja Simic zur Geschäftsführerin bestellt. Die aktuelle Corona-Pandemie hat aus Sicht der Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Auswirkungen. Durch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und die zeitweise vorhandenen Werksschließungen, vor allem der Kunden in der Automobilbranche, geht die Gesellschaft davon aus, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bis Ende des Geschäftsjahres 2020/2021 leicht negativ durch die Corona-Krise beeinflusst wird. Es haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ereignet.
Neutraubling, den 22. Dezember 2020 Zippel GmbH Dunja Simic, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.04.2018 bis zum 31.03.20191. Grundlagen des Unternehmens Die Zippel GmbH ist ein Hersteller von industriellen Teilereinigungsanlagen. Das Unternehmen mit Sitz und Produktionsstätte in Neutraubling verfügt über ein breites Produktportfolio und über einen internationalen Kundenstamm aus den unterschiedlichsten Branchen mit Schwerpunkt aus der Automobilindustrie. Organisatorische und rechtliche Struktur Die Zippel GmbH war bis zum 20.10.2020 ein Tochterunternehmen der Sugino Machine Limited, Toyama, Japan. Am 21. Oktober 2020 wurden 100% des Kapitals der Zippel GmbH von der EDC Europe Holdings LL.C. Miami, Florida, USA, einem Unternehmen der Flacks Group aus Miami, Florida, USA, übernommen. Das Geschäftsjahr beginnt am 01.04. und endet am 31.03. Das Unternehmen besitzt eine eigene Betriebsimmobilie in der Pommernstraße 29 in Neutraubling. Zur Geschäftsführung waren im Berichtsjahr Herr Akira Nishiyama (seit 08.06.2018) und Herr Munetsugu Miyao bestellt, wobei Herr Munetsugu Miyao am 14.05.2019 und Herr Akira Nishiyama am 21.10.2020 abberufen wurden. Seit 22.10.2020 ist Frau Dunja Simic zur Geschäftsführerin bestellt. 1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Zippel GmbH ist Hersteller für diverse Industriebranchen im Bereich Sondermaschinenbau. Sie verfügt über einen eigenen Vertrieb und die Produkte werden größtenteils individuell auf die Anforderungen und Anwendungen der jeweiligen Kunden abgestimmt. Die Reinigungsanlagen unterscheiden sich in Größe und Ausstattung, da diese auf die jeweiligen Anforderungen der Kunden zugeschnitten werden, wobei als Basis je nach Anwendungsfall unterschiedliche Anlagentypen fungieren. Prinzipiell kann man zwischen den Anlagentypen Kammer-, Tauch-, Durchlauf-, Rundtakt-, Spritz-/Flut-/Tauch- und Hochdruckreinigungsanlagen unterscheiden. Diese Anlagentypen werden auf die jeweils zu reinigenden bzw. zu entgratenden Werkstücke sowie auf den Fertigungsprozess angepasst. 1.2. Ziele und Strategien Im Vordergrund stehen die Herstellung und der Vertrieb von innovativen Hoch- und Niederdruckreinigungsanlagen sowie der Verkauf von Sugino Produkten und dazugehörigen Services. Das unternehmerische Handeln ist durch die folgenden Kernpunkte definiert: - Sicherung und Ausbau der Marktposition: Die oberste Priorität liegt im Aufbau unserer Marktanteile in allen relevanten, insbesondere den europäischen, Märkten. - Strategische Ausrichtung auf bestimmte Branchen und Märkte: Die Automobil- und deren Zulieferindustrie ist für uns am bedeutsamsten, da in dieser Branche die nachhaltigsten und höchsten Umsätze weltweit erzielt werden. Dementsprechend zielt unsere Strategie darauf, Kunden aus dieser Branche durch guten Service zu halten und neue Kunden, insbesondere aus der asiatischen Automobilindustrie, zu gewinnen. Der Schwerpunkt liegt trotz der schwächelnden Konjunktur weiterhin bei der europäischen Automobilindustrie, jedoch wird nunmehr, unter Ausnutzung des Netzwerkes der Flacks Group und von Sugino, verstärkt versucht, die Geschäftsbeziehungen und die Marktpräsenz in Nord- und Südamerika auszubauen. Als innovatives Unternehmen ist Zippel bestrebt, regelmäßig neue Produkte und Services auf den Markt zu bringen. 1.3. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2018/2019 gab es wie im Vorjahr keine Aufwendungen für Forschung oder Entwicklung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Viele Kunden der Zippel GmbH sind in der Automobilindustrie tätig. Die Inlandsproduktion deutscher Automobil-Hersteller von Personenkraftwagen ist im Jahr 2019 gegenüber 2018 um 8,9% (Vorjahr: -9,3%) gesunken. Weltweit kam es zu einem Rückgang von 6,0%, wobei sich der Gesamtumsatz um 2,3% erhöht hat und sich auch die Bruttoanlageinvestitionen um 5,1% erhöht haben. 1 Das Bruttoinlandsprodukt hat sich gegenüber 2018 um 0,6% erhöht. Im Vorjahr' gab es ein Wachstum von 1,5% 2. Insgesamt wird deutlich, dass ein leichter Rückgang bzw. ein Wachstum auf niedrigem Niveau bezogen auf die Branche und das gesamtwirtschaftliche Umfeld vorliegt. Wobei insgesamt von einem stabilen Umfeld gesprochen werden kann.
1
https://www.vda.de/de/services/zahlen-und-daten/jahreszahlen/automobilproduktion.html
(Stand: 01.09.2020)
2.2. Rahmenbedingungen und Marktstellung von Zippel Zippel ist als Spezialist für Reinigungsanlagen und Sonderlösungen bekannt. Zippel ist vor allem bei Automobilherstellern und deren Zulieferern vertreten. Markttrend Der weltweite Markt für industrielle Reinigungsmaschinen entwickelt sich in zwei Richtungen. Zum einen werden Maschinen, die auf spezifische Kundenwünsche zugeschnitten sind, zum anderen Standardmaschinen mit verschiedenen Optionen, um den jeweiligen Kundenanforderungen gerecht zu werden, nachgefragt. Dabei werden besonders bei den High-End-Kunden die Anforderungen an Sauberkeit, eine erhöhte Taktzeit und Automatisierung immer größer. Wichtig ist es, hierbei auch umweltfreundliche Lösungen anzubieten, die einen geringen Energieverbrauch aufweisen und möglichst wassersparend sind. Zum anderen wird die Standardmaschine von kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend nachgefragt. Um deren Anforderungen gerecht zu werden, entwickelt Zippel derzeit neue Standardmaschinen, die mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis überzeugen können. Mit der Verbesserung der Waschfähigkeit der Standardmaschinen können unsere Kunden ein qualitativ hochwertiges Sauberkeitsergebnis erzielen. Zippel erwartet hieraus zusätzliche Einnahmen in den nächsten Geschäftsjahren. Wettbewerb Weltweit sind zahlreiche Unternehmen im Bereich der Herstellung von Reinigungsanlagen für industrielle Werkstücke tätig, welche sich hauptsächlich durch ihr Produktangebot und die Größe der angebotenen Anlagen unterscheiden. Insgesamt sind drei Unternehmen im Hochtechnologie Segment als direkte Konkurrenten zu Zippel zu sehen. Es handelt sich hierbei um die Firmen Maschinenbau Silberhorn GmbH, Meißner Technik Müllenbach GmbH (MTM) und die SBS Ecoclean-Gruppe. Zippel positioniert sich im obersten Preissegment und differenziert sich vom Wettbewerb durch Kundenlösungen im Bereich des Sondermaschinenbaus. Kennzahlen des Unternehmens Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden Maschinen hauptsächlich nach Deutschland geliefert. Der Umsatz lag bei 10.290 TSD Euro (Vorjahr: 10.061 TSD Euro) und das Ergebnis vor Steuern (EBT) bei -8.172 TSD Euro (Vorjahr: -9.337 TSD Euro). Das Working Capital (Umlaufvermögen abzgl. Rückstellungen und Verbindlichkeiten) beträgt -8.875 TSD Euro (Vorjahr-: -7.493 TSD Euro) und die Eigenkapitalquote liegt aufgrund des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags bei 0,00% (Vorjahr: 0,00%). 2.3. Geschäftsverlauf Die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen der Zippel GmbH sind Umsatz und EBT. Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von insgesamt 10.290 TSD Euro erzielen, welcher hauptsächlich auf die Automotive Industrie entfällt. Die Umsatzsteigerung entfällt insbesondere auf die Erlöse für Reparaturen und Ersatzteile. Abweichend von der vorläufigen Planung für das Geschäftsjahr 2018/2019 im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2017/2018 fallen die Umsatzerlöse um 173 TSD Euro (Planung: 10.463 TSD Euro) und das negative Ergebnis vor Steuern (EBT) um 3.797 TSD Euro (Planung 4.375 TSD Euro) geringer aus. Auf die Veränderung des vorläufig ermittelten EBT aus der Planung haben sich im Rahmen der endgültigen Aufstellung des Jahresabschlusses für das am 31.03.2019 endende Geschäftsjahr insbesondere zusätzliche Kosten bei offenen Projekten (-2.275 TSD Euro) und Umsatzverminderungen sowie Forderungsausfälle (-1.149 TSD Euro) ausgewirkt. Umsatzentwicklung nach Ländern 2 Der Hauptumsatz im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde in Deutschland generiert. Umsatzentwicklung nach Produktklassen Der Hauptumsatz des Unternehmens wurde im Geschäftsjahr 2018/2019 wie bereits in den früheren Jahren weiterhin mit Durchlaufanlagen (ZD-Serie) erwirtschaftet, welche die größte Stückzahl an Maschinen darstellen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Auftragslage und Nachfrage ist davon auszugehen, dass im folgenden Geschäftsjahr 2019/2020 ebenfalls die Produktionsstückzahl von Durchlaufanlagen führend sein wird. Produktion und Beschaffung Das Unternehmen besitzt eine eigene mechanische Konstruktion, Elektrokonstruktion, Zerspanung, Blechbearbeitung, Montage-, Elektro-, Service-, Einkaufs- und Vertriebsabteilung. Personal- und Sozialbereich Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2018/2019 durchschnittlich 120 Mitarbeiter inkl. Auszubildende (Vorjahr: 124 Mitarbeiter). Investitionen Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden für 503 TSD Euro technische Anlagen und Betriebsausstattung angeschafft und 41 TSD Euro in die Software der IT-Infrastruktur investiert. Im Geschäftsjahr 2019/2020 sind Investitionen in Maschinen in Höhe von ca. 349 TSD Euro sowie weitere Investitionen im IT-Bereich in Höhe von ca. 65 TSD Euro durchgeführt worden. 2.4. Ertragslage Die Umsatzrentabilität der Gesellschaft beträgt -79,6% (Vorjahr -93,2%).
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der höheren Erlöse aus Reparaturen und Ersatzteile um rd. 2% gestiegen. Der Material- und Wareneinsatz ist im Vorjahresvergleich aufgrund von Preisoptimierungen von 71% auf 64% gesunken. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind im Vergleich zum Vorjahr um rd. 12% gesunken. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um rd. 15% im Vorjahresvergleich gesunken, da zur Abwicklung der Aufträge ein geringerer Anteil an qualifizierter Fremdarbeit benötigt wurde. Die in der Bestandsveränderung erfassten Wertberichtigungen auf die unfertigen Erzeugnisse beliefen sich im Geschäftsjahr auf 277 TSD Euro (Vorjahr: 1.514 TSD Euro) und haben das Jahresergebnis belastet. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr - aufgrund der Auflösung von Rückstellungen und Erlösen aus bereits abgeschriebenen Forderungen gestiegen. Dies wurde teilweise durch die negative Wechselkursentwicklung des Unternehmens in Bezug auf die auf japanische Yen lautenden Verbindlichkeiten gegenüber Sugino Machine Limited ausgeglichen. Die Abschreibungen sind gesunken, da im Vorjahr eine außerplanmäßige Wertminderung in Höhe von 1.601 TSD Euro gebucht worden ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund von Wertberichtigungen auf Forderungen, periodenfremden Aufwendungen und zusätzlichen Fertigungskosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 2.5. Finanzlage Das Unternehmen verfügte im Geschäftsjahr 2018/2019 über ausreichende finanzielle Mittel zur Abwicklung der geplanten Umsätze. Die durch die ehemalige Gesellschafterin verbürgten Kreditlinien bei den Kreditinstituten Mizuho Bank und der Bank of Tokyo Mitsubishi betrugen insgesamt 10.000 TSD Euro (Vorjahr: 8.000 TSD Euro). Davon wurden zum Bilanzstichtag Kontokorrentkredite in Höhe von 10.000 TSD Euro in Anspruch genommen (offene Kreditlinie: 0 TSD Euro; Vorjahr: 2.000 TSD Euro). Im Rahmen des Finanz- und Liquiditätsmanagements wird besonderes darauf geachtet bei größeren Projekten entsprechende Anzahlungen und bei Auslandsgeschäften verstärkt Akkreditive zur Zahlungsabsicherung zu erhalten. Die uns zur Verfügung stehenden Avale nutzen wir hierbei üblicherweise, um erhaltene Anzahlungen von Kunden mit Bürgschaften abzusichern oder etwaige Gewährleistungsbürgschaften auszugeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Zuführung von 2.000 TSD Euro zur Kreditlinie auf 10.000 TSD Euro gestiegen. Die Zinsaufwendungen lagen bei 32 TSD Euro (Vorjahr: 17 TSD Euro). Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien hängt von den einzelnen Projekten bzw. Zahlungskonditionen unserer Kunden ab. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit -7.422 TSD Euro (Vorjahr: -2.212 TSD Euro) und der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit -586 TSD Euro (Vorjahr: -193 TSD Euro) negativ. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (+8.012 TSD Euro; Vorjahr: +2.500 TSD Euro) ist aufgrund einer Bareinzahlung von 5.000 TSD Euro durch die ehemalige Muttergesellschaft Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, und einer Zuführung in die Bankkreditlinie (+2.000 TSD Euro) positiv und hat den Finanzmittelbestand um 4 TSD Euro auf 898 TSD Euro erhöht. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich aufgrund geringerer Einzahlungen von Kunden im Vorjahresvergleich negativ entwickelt. Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag 31.03.2019 durch Verluste aufgebraucht und der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt -4.725 TSD Euro (Vorjahr: -3.552 TSD Euro). Die Bilanzsumme beträgt 18.383 TSD Euro (Vorjahr: 15.354 TSD Euro). Der Jahresfehlbetrag von 8.186 TSD Euro ist nur teilweise durch die Einlagen in die Kapitalrücklage von 7.012 TSD Euro gedeckt. Die Erhöhung der Bilanzsumme aufgrund gestiegener Rückstellungen (2.144 TSD Euro) sowie gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (2.000 TSD Euro) entspricht nahezu dem Aktivposten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von 4.725 TSD Euro. Die Überschuldungsquote zum Bilanzstichtag beträgt 25,7% (Vorjahr 23,1%). Um die Gesellschaft wieder mit Eigenkapital auszustatten, hat die ehemalige Gesellschafterin Sugino Machine Limited im September/Oktober 2019 die Kapitalrücklage um weitere 6.948 TSD Euro erhöht. Dies wurde durch Einzahlungen in Höhe von 3.800 TSD Euro und den Erlass von Rückzahlungsansprüchen bestehender Verbindlichkeiten gegenüber Sugino Machine Limited in Höhe von 3.148 TSD Euro erreicht. Um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag für das am 31. März 2021 endende Geschäftsjahr zu reduzieren, hat die Sugino Machine Limited im Geschäftsjahr 2020/2021 die Kapitalrücklage durch zusätzliche Einzahlungen in die Kapitalrücklage um 22.200 TSD Euro weiter erhöht. Die Sugino Machine Limited hatte sich bis zum 31.03.2021 mit einem Betrag von bis zu 6.000 TSD Euro gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, diese auf schriftliche Anforderung so auszustatten, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit ordnungsgemäß zu erfüllen. Die Patronatserklärung ist mit dem Gesellschafterwechsel aufgrund einer Change of Control Klausel erloschen. 2.6. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr auf 18.383 TSD Euro (Vorjahr: 15.354 TSD Euro) erhöht. Das Anlagevermögen umfasst zum Bilanzstichtag 4.057 TSD Euro (Vorjahr 3.905 TSD Euro) und beinhaltet im Wesentlichen die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 486 TSD Euro (Vorjahr: 642 TSD Euro) und das Immobilienvermögen in Höhe von 2.925 TSD Euro (Vorjahr: 2.949 TSD Euro). Das Umlaufvermögen hat sich im Geschäftsjahr auf 9.509 TSD Euro (Vorjahr: 7.861 TSD Euro erhöht). Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich um 527 TSD Euro erhöht und die unfertigen Erzeugnisse sind um 200 TSD Euro zurückgegangen. Dies war aufgrund einer geringeren Anzahl offener Projekte der Fall. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 1.322 TSD Euro erhöht und sind überproportional zu den Umsatzerlösen gestiegen, wofür hauptsächlich Zahlungsverzögerungen von Großkunden ursächlich gewesen sind. Dies hat zu einem Anstieg des durchschnittlichen Zahlungsziels von rd. 222 Tagen auf rd. 232 Tage geführt. Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 2.144 TSD Euro erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Drohverlustrückstellung auf 2.285 TSD Euro (Vorjahr: 310 TSD Euro) zurück zuführen. 2.7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage hat sich bezogen auf das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Durch jährliche Einzahlungen in die Kapitalrücklage wird dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag entgegengewirkt und das Eigenkapital gestärkt. 3. Chancen- und Risikobericht Zippel ist im Rahmen seines unternehmerischen Handelns unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. 3.1. Risikomanagement Zeitnahes Erkennen von Chancen und Risiken bietet die Möglichkeit, Risiken von Fall zu Fall zielgerichtet zu steuern, das heißt, Risiken zu vermindern oder in Kauf zu nehmen. Im Sinne eines erfolgreichen Risikomanagements sind alle Mitarbeiter angehalten, etwaige Risiken und Bedrohungen, die über das normale Geschäft hinausgehen, unverzüglich an die Vorgesetzten zu berichten. Die Auswahl der geeigneten Steuerungskonzepte und Gegenmaßnahmen wird je nach Abteilung und Bedeutung entweder abteilungsintern durch den Vorgesetzten oder zusammen mit der obersten Führungsebene ggf. aufgrund der Wichtigkeit auch mit der Geschäftsleitung entschieden. In einem wöchentlichen Projektmeeting werden alle wichtigen, die Fertigung oder den Fertigungsplan gefährdende, Vorfälle oder Risiken mit sämtlichen Abteilungsleitern diskutiert und bewertet sowie mögliche Maßnahmen analysiert. Im Kreis der Führungsebene erfolgt regelmäßig eine Bestandsaufnahme und Bewertung möglicher Risiken, damit entsprechende Gegenmaßnahmen erarbeitet werden können. Die Gesellschaft überwacht das Liquiditätsrisiko durch Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation auf Basis von Planrechnungen und regelmäßigen Auswertungen der Finanzbuchhaltung. Die wesentlichen Risiken zum 31.03.2019, denen sich die Gesellschaft ausgesetzt sieht, lassen sich anhand der Nettomethode wie folgt skizzieren: 3.2. Preisänderungsrisiken - Absicherung von Rohstoffen und Produkten Der für die Fertigung von Anlagen der Zippel GmbH wichtigste Rohstoff ist Edelstahl, welcher im Unterschied zu Stahl aufgrund des variablen Legierungszuschlags jedoch nicht abgesichert werden kann. Es wird dennoch versucht, eine gewisse Preisabsicherung für bestimmte Standardbleche bzw. Rohrgrößen zu erreichen, indem am Jahresbeginn der voraussichtliche Bedarf der einzelnen Blechgrößen mit Fixpreisen über eine Rahmenvereinbarung mit den Lieferanten abgesichert wird. Diese Mengen müssen allerdings im laufenden Geschäftsjahr abgerufen bzw. beim Lieferanten abgenommen werden. Ebenso werden mit den Hauptlieferanten bestimmter Produkte Rahmenverträge mit definierten Abnahmemengen und Preisen abgeschlossen. Nachdem die Absicherung ausschließlich nur für Standardmaterialgrößen oder Komponenten durchgeführt wird, besteht das größte Risiko in kurzfristigen Einlagerungskosten. Dieses Risiko wird als moderat eingeschätzt. 3.3. F&E- und Produkthaftungsrisiken Innovationen können die erwartete Akzeptanz bei den Kunden verfehlen. Indem wir den Marktbedarf genau analysieren, Pilotkunden einbinden und lediglich Produkte mit schnellem Return an Investment für den Kunden entwickeln, versuchen wir diesem vorzubeugen. Um keine Schutzrechte Dritter zu verletzen, werden alle relevanten Patentanmeldungen regelmäßig und im Rahmen der Entwicklungen der F&E-Abteilung bzw. durch Patentanwälte geprüft. Auch wenn Produkthaftungsfälle bisher noch nicht vorgekommen sind, so besteht eine Produkthaftpflichtversicherung in ausreichender Höhe. Das Risiko wird als gering eingeschätzt. 3.4. Konjunkturelle Risiken Die Stimmung in der deutschen Industrie hat sich eingetrübt. Einerseits erwartet Zippel angesichts des aktuellen Bedarfs an Reinigungssystemen weiterhin eine stabile Nachfrage, die jedoch durch den wirtschaftlichen Abschwung im Jahr 2020 aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgeglichen werden muss. Das Risiko wird als moderat eingestuft. 3.5. Corona-Pandemie Aus der Ausbreitung des Coronavirus seit Januar 2020 besteht das Risiko, dass die Zippel GmbH aufgrund eines reduzierten Auftragseingangs, vor allem auch von Kunden aus der Automobilbranche, in der es bereits zweitweise zu Werksschließungen gekommen ist, Absatzeinbußen erleiden wird. Sollte die Epidemie noch länger als erwartet andauern, kann es zu weiteren Umsatzrückgängen kommen. Das Risiko wird als moderat eingeschätzt. 3.6. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken bestehen bei der Analyse des Jahresabschlusses zum 31.03.2019 aufgrund der nicht fristenkongruenten Finanzierung mangels langfristigen Eigen- und Fremdkapitals sowie wegen des fehlenden Potenzials zur Innenfinanzierung aufgrund negativer Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Liquiditätssituation hat sich insbesondere durch die Dotierung der Kapitalrücklage im Jahr 2020 in Höhe von 22.200 TSD Euro deutlich verbessert. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 10.000 TSD Euro wurden durch die ehemalige Muttergesellschaft Sugino Machine Limited, Toyama, Japan, im Mai 2020 abgelöst. Damit hat sich die Kapital- und Liquiditätssituation deutlich verbessert. Das Unternehmen verwendet keine Finanzderivate. Zur Reduzierung des Kreditrisikos werden Forderungen permanent überwacht. Risiken im Forderungsbereich sind durch gebildete Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Ausfallrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden aufgrund der guten Bonität der Kunden als gering eingeschätzt. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko aufgrund der in 2020 ergriffenen Maßnahmen als moderat eingestuft. 3.7. Chancen der zukünftigen Entwicklung Zippel konnte in den letzten Jahren seine Stellung unter den Herstellern im Bereich von Sonderreinigungslösungen behaupten. Die Anlagen werden an Kunden weltweit geliefert, wobei Zippel selbst sich aktuell ressourcenbedingt vornehmlich auf den deutschen Markt und dort auf bestimmte Kunden und den Automobilsektor konzentriert. Das Ziel bleibt jedoch, international zu expandieren und die internationalen Geschäftsaktivitäten sukzessive auszuweiten. Der Vertrieb und Service von Zippel wurden zusammen mit den anderen europäischen Standorten von Sugino umstrukturiert. Die Standorte in Paris und Prag bieten auch Produkte und Dienstleistungen von Zippel an. Ziel ist es, ein effizientes Vertriebs- und Servicenetz in Europa aufzubauen, das alle Synergieeffekte zwischen den einzelnen Standorten nutzt. Zippel geht davon aus, dass mit Hilfe der Vertriebs- und Servicestruktur künftig mehr Maschinen verkauft werden können, insbesondere in Nord- und Südamerika. Insgesamt ist das Unternehmen bestrebt, seinen Marktanteil in anderen Regionen der Welt und in anderen Branchen auszubauen sowie seine derzeitige Marktposition bei deutschen Automobilunternehmen zu behaupten oder weiter auszubauen. 4. Prognosebericht Im Marktsegment der Zippel GmbH gibt es viele Wachstumsmöglichkeiten. Sowohl unsere ehemalige als auch unsere aktuelle Muttergesellschaft glauben an die zukünftige Entwicklung der Zippel GmbH und bekräftigen diese Zuversicht durch die direkte finanzielle Unterstützung der Zippel GmbH. Ein neues Managementteam trat im Oktober 2020 in das Unternehmen ein und strukturierte die Organisation neu, um sie effizienter zu gestalten und um die Entwicklung guter Beziehungen zu bestehenden und zukünftigen Kunden zu fördern. Darüber hinaus wurden die Prozesse der Zippel GmbH überarbeitet, um Verschwendung und Ineffizienzen zu beheben. Dies wird sich auch positiv auf unsere zukünftigen Ergebnisse auswirken. Die Kundenzufriedenheit soll durch einen verbesserten Kundenservice gesteigert werden, was sich in einer Verbesserung des zukünftigen Auftragseingangs niederschlagen soll. Wir investieren in unsere Hauptressource - in unsere Mitarbeiter sowie in neue Maschinen und Technologien -, um die Qualität und Produktivität unserer Fertigung zu verbessern. Für das Geschäftsjahr 2019/2020 haben wir einen vorläufigen Umsatz von 8.034 TSD Euro und vorläufig ein negatives EBT von 7.765 TSD Euro ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2020/2021 erwarten wir ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020 und ein weiterhin negatives EBT, welches sich aber gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Mit Übernahme durch die EDC Europe Holdings LL.C. Miami, Florida, USA, einem Unternehmen der Flacks Group, Florida, USA, am 21. Oktober 2020 wurden Analysen zur Reorganisation und Optimierung der Geschäftsprozesse als auch zur Kundengewinnung angestoßen. Im erweiterten Prognosezeitraum für das Geschäftsjahr 2021/2022 wird mit einem weiteren deutlichen Umsatzanstieg und einem nahezu ausgeglichenen EBT geplant. Die eigenkapital- und liquiditätsstützenden Maßnahmen in den Geschäftsjahren 2019/2020 und 2020/2021 sind im Kapitel 2.5. dargestellt. Diese haben in verschiedenen Schlitten zu einer Dotierung der Kapitalrücklage in Höhe von 29.148 TSD Euro geführt. Durch diese Maßnahmen bestehen zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses ein positives Eigenkapital sowie ein positiver Cashbestand. Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus seit Januar 2020 wird deutlich, dass die wirtschaftliche Entwicklung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automobilindustrie vorerst rückläufig ist. Die längerfristigen Auswirkungen auf die Nachfrage nach Reinigungssystemen, die für den Herstellungsprozess der Kunden wichtig sind, sind derzeit noch ungewiss. Die Prognosefälligkeit für die Geschäftsjahre 2020/2021 und 2021/2022 ist somit aufgrund der hohen Unsicherheit der Entwicklung der Epidemie mit erhöhter Unsicherheit behaftet.
Neutraubling, den 22.Dezember 2020 Zippel GmbH Dunja Simic, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Zippel GmbH, Neutraubling Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Zippel GmbH, Neutraubling - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zippel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Regensburg, den 22. Dezember 2020 KPMG
Bayerische Treuhandgesellschaft
David, Wirtschaftsprüfer Hocker, Wirtschaftsprüfer |
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