Hujer Lasertechnik GmbH, Betrieb Drolshagen
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Picker seit 14.1.2019 | Geschäftsführer |
Erhard Hujer seit 3.3.2004 | Geschäftsführer |
Robert Muckhoff seit 3.3.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 55.00% | |
| 45.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hujer Lasertechnik GmbHHarsewinkelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Hujer Lasertechnik GmbH, HarsewinkelInhaltsverzeichnis A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen I. Organisation des Unternehmens II. Konjunktur- und Branchenentwicklung B. Wirtschaftsbericht I. Ertragslage des Unternehmens II. Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens IV. Finanzielle Leistungsindikatoren C. Mitarbeiter D. Prognosebericht E. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung F. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen I. Organisation des Unternehmens Wir sind im Bereich der Bearbeitung von Blechen aus Stahl, Edelstahl, Aluminium und anderen Werkstoffen mit Hilfe der 2D- sowie 3D- Lasertechnologie und dem zugehörigen Vorrichtungsbau tätig. Zum 31.12.2023 sind 14 Laserschneidanlagen im Einsatz. Wir beziehen die zu bearbeitenden Materialien vorwiegend von namhaften national tätigen Herstellern, vornehmlich aus der Automobilindustrie. Dabei werden zum Teil von den Auftraggebern beigestellte Teile bearbeitet ("Beistellung"), teilweise werden die zu bearbeitenden Teile von den Kunden eingekauft, verarbeitet und dann wieder an die Kunden verkauft ("Kaufteile"). Daneben werden durch uns auch Rohmaterialien ("Tafelmaterial") eingekauft, kundenspezifisch bearbeitet, und an diverse Kunden verkauft Einziger Standort der Gesellschaft ist Harsewinkel. Die drei eigenständigen Schwestergesellschaften mit den Betrieben in Drolshagen, Lohfelden und Iserlohn sind in den gleichen Geschäftsfeldern tätig. Die betrieblich genutzten Immobilien sind angemietet. II. Konjunktur- und Branchenentwicklung Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 ist laut dem statistischen Bundesamt im Jahresdurchschnitt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr (Vorjahr Anstieg 1,9 %). Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einem längerfristigen Strukturwandel, so dass die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie im Zeitraum 2024 bis 2028 mehr als 280 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (FuE) investieren wollen. Die konjunkturelle Abschwächung der Nachfrage auf den Weltmärkten nach 2019, die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs sowie die Lieferengpässe bei bestimmten Vorprodukten und Rohstoffen haben auch den Pkw-Absatz und die Pkw-Produktion in Deutschland in den Jahren 2021 und 2022 beeinträchtigt. In 2023 nahmen die Häufigkeit und Bedeutung von Lieferengpässen ab und die Produktion und der Absatz von Fahrzeugen erholten sich erheblich. Im Jahr 2023 verzeichnete der größte Pkw-Markt China einen Anstieg des Pkw-Absatzes um rund 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der Pkw-Absatz in Europa sogar um 14 Prozent zulegte. In den USA stiegen die Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen (Pkw, Vans) um rund 12 Prozent. In Deutschland nahm die Pkw-Produktion um 18,1 Prozent und der Pkw-Absatz um 6,1 Prozent zu. Zur deutschen Automobilindustrie zählen die Kraftfahrzeughersteller, die Zulieferer von Kfz-Teilen und Zubehör und die Hersteller von Anhängern und Aufbauten. Die Zahl der direkt Beschäftigten in der deutschen Automobilindustrie betrug im Durchschnitt des Jahres 2023 rund 780.000, rund 5.000 (+0,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Der Jahresumsatz der deutschen Automobilindustrie betrug 2023 rund 564 Milliarden Euro (Vj. 506 Milliarden Euro, Anstieg 11,5%). Nach China, den USA, Japan und Indien ist Deutschland die fünftgrößte automobilproduzierende Nation. Der Schwerpunkt der deutschen Automobilindustrie liegt in der Herstellung von Personenkraftwagen (Pkw). In Deutschland wurden im Jahr 2023 rund 4,1 Millionen Pkw hergestellt. Das ist eine Steigerung um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon wurden über 3,1 Millionen Pkw ins Ausland geliefert, das entspricht einem Exportanteil von knapp 76 Prozent. Noch mehr Pkw produzieren deutsche Hersteller im Ausland: Im Jahr 2023 wurden rund 10 Millionen Stück außerhalb Deutschlands gefertigt (deutsche Konzernmarken). Das entspricht einer Zunahme um 4 Prozent gegenüber dem Jahr 2022 mit 9,6 Millionen Stück. Mit insgesamt mehr als 14 Millionen produzierten Pkw gehören die deutschen Fahrzeughersteller in 2023 zu den weltweit führenden Anbietern. Die übrigen Geschäftsbereichte (Vorrichtungsbau, Laserschneiden für Industriekunden) sind durch die schwache Konjunktur in Deutschland geprägt. B. Wirtschaftsbericht I. Ertragslage des Unternehmens Unsere Umsatzentwicklung hängt mit der Auftragsart (Beistellung oder Kaufteile) zusammen und ist insofern isoliert nur wenig aussagekräftig. Wirtschaftlich aussagefähig ist ausschließlich der Nettoumsatz, der sich bei Eliminierung der Kaufteile aus dem Wareneinsatz und dem Umsatz ergibt. Bei dieser Betrachtung ist der Nettoumsatz (incl. Schrotterlösse) von 15,9 Mio. auf 15,1 Mio. € gesunken. Hier sind die Nettoumsätze aus der Teilebearbeitung (ohne Einkauf / - Verkauf Kaufteile) weitgehend konstant geblieben, die Schrotterlöse haben sich durch den stark gesunkenen Schrottpreis deutlich vermindert. Der Rohertrag (Umsatz +/- Bestandsveränderungen abzgl. Wareneinsatz) ist trotz des rückläufigen Nettoumsatzes um 454 T€ auf 10.076 T€ gestiegen. Wesentliche Ursache ist der stark gesunkene Rohstoffpreis für Tafelmaterial. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 415 TEUR aufgrund gestiegener Anzahl der Mitarbeiter sowie der ausgezahlten Inflationsprämie und den gestiegenen Lohn und Gehältern im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 387 TEUR gesunken. Dies ist insbesondere auf den um 252 T€ rückläufigen Aufwand für Leiharbeiter und die um 156 T€ reduzierten Reparaturkosten zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 380 T€ erhöht. Hierzu haben hauptäschlich neutrale Erträge aus dem Verkauf einer Maschine in Höhe von 281 T€ sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 67 T€ beigetragen. Die Abschreibungen sind weitgehend konstant geblieben. Das Jahresergebnis hat sich durch die vorgenannten Effekte im Vergleich zum Vorjahr von - 40 T€ auf + 574 TEUR stark verbessert, ist aber nach wie vor nicht zufriedenstellend. II. Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens Die Bilanzsumme hat sich um 470 TEUR erhöht. Auf der Aktivseite der Bilanz ist das Anlagevermögen um 425 TEUR gesunken. Die Sachanlagen haben sich um 0,3 Mio. EUR vermindert. Hier standen den Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 1,1 Mio. EUR Neuinvestitionen in Höhe von 1,1 Mio. € sowie Abgänge zum Nettobuchwert in Höhe von 0,2 Mio. € gegenüber. An die Schwestergesellschaften besteht im Zusammenhang mit dem Neubau in Kassel-Niederzwehren Darlehen, die sich um 140 T€ reduziert haben. Das Umlaufvermögen hat sich um 0,9 Mio. € erhöht. Hierzu hat hauptsächlich der Anstieg der liquiden Mittel beigetragen, der unten erläutert wird. Das Eigenkapital ist durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss um 575 T€ auf 6,7 Mio. EUR angestiegen, die Eigenkapitalquote hat sich von 32,0 % auf 34,2 % der Bilanzsumme erhöht. Die Lieferverbindlichkeiten sind um 0,8 Mio. EUR angestiegen. Das Geschäftsvolumen mit Kaufteilen ist zum Ende des Geschäftsjahres 2023 angestiegen. Bei diesem Geschäft besteht für uns auf die bezogenen Teile ein Lieferantenkredit von 8 Wochen. Die von uns kurzfristig bearbeiteten und zurückgelieferten Teile werden aber bereits nach 4 Wochen bezahlt. Der Anstieg der Lieferverbindlichkeiten ist hierdurch verursacht. Aufgrund der in Vorjahren thesaurierten Gewinne verfügen wir über einen komfortablen Liquiditäts- und Risikopuffer, welcher uns gegen unvorhergesehene negative Entwicklungen schützt. Die Finanzlage entwickelte sich wie folgt:
Der wirtschaftlich aussagefähige operative Cash-Flow (Jahresergebnis vor Ertragsteuern zzgl. Abschreibungen) ist mit ca.+ 1,9 Mio. EUR (Vj. + 1,0 Mio. EUR) leicht gestiegen. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2,2 Mio. € (Vj. 5,8 Mio. EUR). Dieser ist beeinflusst durch die Geschäftsbeziehung mit einem Großkunden (Stichwort Lieferantenkredit 60 Tage). Aus der Investitionstätigkeit hat sich ein Mittelabfluss in Höhe von 0,548 Mio. EUR ergeben (Mittelabfluss im Vorjahr 1,9 Mio. €). Angeschafft wurde eine Laserschneidanlage. Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert durch planmäßige Kredittilgungen sowie durch eine Neukreditaufnahme ein Finanzmittelabfluss von 0,742 Mio. EUR (Vj. Finanzmittelabfluss 0,2 Mio. EUR). Der Finanzmittelfond (=liquide Mittel) hat sich damit im Geschäftsjahr 2023 um 910 T€ erhöht. Zur abschließenden Beurteilung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind auch die Beziehungen zu den Schwestergesellschaften sowie die im Anhang genannten Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen zu berücksichtigen. III. Finanzielle Leistungsindikatoren III.1. Leistungsindikatoren 2023 Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung den Rohertrag (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen abzgl. Materialaufwand) und Ergebnis vor Ertragsteuern heran. Der Rohertrag ist von 9,6 Mio. im Jahr 2022 um 0,5 Mio. € auf 10,1 Mio. EUR gewachsen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich auf 0,8 Mio. EUR verbessert (VJ - 63 TEUR). Die Leistungsindikatoren zur Ertragslage sind für 2023 nicht zufriedenstellend. III.1. Vorjahresprognose und tatsächliche Geschäftsentwicklung Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 wurde ein um 1,0 Mio. € gestiegener Rohertrag in Höhe von 10,6 Mio. € und ein um 1,0 Mio. € verbessertes Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von + 1,0 Mio. € erwartet. Die Ziele wurden aufgrund von margenschwachen Aufträgen und Auftragsrückgängen im 4. Quartal 2023 leicht verfehlt. C. Mitarbeiter Mitarbeiter des kaufmännischen und des gewerblichen Bereiches sind auch für die Schwestergesellschaften tätig, um so den Aufbau der dortigen Fertigungen zentral zu steuern und die Flexibilität in Bezug auf schwankende Auslastungen der jeweiligen Standorte zu gewährleisten. Die daraus resultierenden Weiterbelastung der Kosten hat sich in 2023 im Bereich der Umsatzerlöse niedergeschlagen. Aufgrund der notwendigen Zertifizierungen unterlaufen die Mitarbeiter gezielte D. Prognosebericht Der Sachverständigenrat der Bundesregierung prognostiziert aktuell für die deutsche Wirtschaft für 2024 eine Veränderung des BIP von Minus 0,2%. Der VW-Konzern konnte gemäß Quartalsbericht Q3 2024 in den ersten drei Quartalen 2024 in Europa 13,9% mehr Fahrzeuge absetzen, für das Gesamtjahr 2024 rechnet der VW-Konzern mit weitgehend konstanten Neuzulassungen. Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der VW Konzern mit einem Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen in der Größenordnung von 2023. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 einen um 1,7 Mio. EUR gesunkenen Rohertrag in Höhe von 8,4 Mio. € sowie ein um 1,5 Mio. EUR reduziertes Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von - 0,7 Mio. EUR. Ursache hierfür sind insbesondere rückläufige Aufträge im Nicht-Automotive-Segment (2D). Für 2025 erwarten wir höhere Stückzahlen seitens unseres Großkunden, die unter anderem zur Steigerung des Umsatzes in 2025 führen wird. Wir sehen die Gesellschaft trotz der unbefriedigenden Ergebnissituation 2023 und 2024 im Verbund mit den Schwestergesellschaften für die Zukunft gut gerüstet. E. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die wesentlichen Risiken werden durch die Unternehmensleitung regelmäßig analysiert und ausgewertet. Hierfür steht ein monatliches Berichtswesen zur Verfügung. Gemäß unserer Firmenphilosophie werden unkalkulierbare und existenzbedrohende Risiken vermieden. Die geoglobale politische Entwicklung sowie konjunkturellen politischen Entscheidungen in Deutschland stellen für uns ein gering kalkulierbares Risiko dar. Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einer Krise. Der Branche fällt die Umstellung auf Elektromobilität schwer, hohe Preise, geringe Abnahmezahlen sowie politische Vorgaben und Änderungen setzen der Branche in 2024 zu. Das Hauptrisiko für die Hujer GmbH Harsewinkel besteht durch eine mögliche Abhängigkeit zu unserem Großkunden aus der Automobilindustrie. Der Umsatzanteil für diesen Hauptkunden hat sich im Jahr 2023 weiter erhöht. Unsere Integration in die kundenspezifischen Prozessabläufe sind hier mittlerweile derartig intensiv, dass eine abrupte Beendigung der Geschäftsbeziehung weitgehend ausgeschlossen ist. Des weiteren sind wir nach wie vor bemüht, diesem Risiko durch eine Ausweitung des Lieferanten- und Kundenkreises sowie durch höchstmögliche Service- und Produktqualität zu begegnen. Das Risiko, aus rechtlichen Rahmenbedingungen betrifft insbesondere Haftpflichtrisiken. Wir sind bestrebt, dieses Risiko durch Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollen zu minimieren und sichern uns gegen unvermeidbare Risiken durch Versicherungsverträge ab. Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen für uns Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit und der Preise von Rohstoffen, insbesondere von Stahl und Gas. Dieses Risiko reduziert sich dadurch, dass wir überwiegend Lohnfertigung mit Materialbeistellung durch unsere Kunden betreiben. Möglichen Risiken aus dem IT-Bereich begegnen wir durch zeitgemäße technische Schutzvorkehrungen. Unsere IT-Beauftragten durchlaufen ständige Fortbildungen bei uns intern im Haus, um immer auf dem neusten Stand unsere IT-Technik zu bringen und die notwendigen Standards zu erfüllen. Darüber hinaus wird das Bewusstsein der Mitarbeiter hinsichtlich des Umgangs mit Informationen und Informationssystemen ständig geschärft. Die Automobilindustrie befindet sich in einem epochalen Wandel (Stichworte alternative Antriebe, Elektromobilität). Die durch uns bearbeiteten Teile werden jedoch auch bei PKW mit alternativen Antrieben in mindestens gleichem Umfang benötigt, so dass insofern für uns langfristig bezogen auf den Gesamtmarkt kein Nachfragerückgang zu erwarten ist. Ein diesbezügliches Risiko kann sich aber für uns ergeben, sofern unsere Kunden den genannten Wandel nicht erfolgreich mitgestalten. Für den Automobilbereich sehen wir daher die Risiken in einer ggfs. veränderten Verteilung der Marktanteile der Anbieter. Aufgrund unserer derzeitigen Auftragslage und unserer hervorragenden Vermögensund Finanzlage sehen wir uns in dieser Krise gut aufgestellt. Wir erwarten, dass sich die deutsche Automobilindustrie mittelfristig wieder erholt. Bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind derzeit nicht erkennbar. Chancen sehen wir neben weiter möglichen Auftragszuwächsen aus der Automobilindustrie in der Ausweitung des Angebotes im Bereich der Komponentenund Hotformingtechnik, für die wir als Dienstleister tätig werden können. F. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen nur originäre, keine derivativen, im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Forderungen betreffen auch einen Großkunden. Ausfallrisiken bestehen nicht. Die zu zahlenden Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.
Harsewinkel, den 6.12.2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine AngabenGrundlagenDie Hujer Lasertechnik GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft mit Sitz in Harsewinkel und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh (Reg.Nr. HRB 4981). Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. BilanzierungsmethodenIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. BewertungsmethodenGrundlagen Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Ausleihungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Vorräte Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde berücksichtigt. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Ford. aus Lieferungen u. Leistungen u. sonst. Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, bilanziert. Aktive latente Steuern In Ausübung des Wahlrechts des § 274 (2) HGB werden aktive latente Steuern bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt. Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischer Methode nach dem modifizierten Teilwertverfahren bilanziert. Ein versicherungsmathematisches Gutachten liegt vor. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr werden mit dem Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Abschreibungen wurden bei immateriellen Vermögensgegenständen und beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Software 3 Jahre, bei Gebäuden 10 - 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 3 - 20 Jahre und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden sofort abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Forderungen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind Steuererstattungsansprüche enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 291 TEUR resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen sowie der Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen steuerlichen Verlustvorträgen. Pensionsrückstellungen Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischer Methode nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen werden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Für Pensionsverpflichtungen sind teilweise Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die an die Berechtigten verpfändet sind. Die Pensionsverpflichtungen wurden deshalb mit dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Die folgende Tabelle zeigt die in der Bilanz verrechneten Beträge:
Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen enthalten neben dem vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapital in Höhe von 101.634 EUR auch ein anteiliges Gewinnguthaben in Höhe von 4.738,32 EUR. Entsprechend werden die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen saldiert:
Die Berechnung erfolgte unter folgenden Annahmen:
Bei Verwendung eines Zinssatzes von 1,74% (7-Jahresdurchschnitt) resultiert eine Pensionsrückstellung in Höhe von 1.000.041,00 EUR (vor Saldierung der Rückdeckungsversicherung). Der Unterschiedsbetrag beträgt 9.855 EUR. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen u. a. mit 170 TEUR Resturlaub, mit 119 TEUR Gewährleistungsansprüche und mit 203 TEUR Nacherfüllungsverpflichtungen für Werkzeuge. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 323 TEUR (VJ 640 TEUR) eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Sämtliche andere Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung ausgewählter Maschinen des Sachanlagevermögens sowie durch Pfandrechte an den Guthaben auf den laufenden Bankkonten (Kontokorrentkonten) gesichert. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB bzw. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, gliedert sich im Einzelnen wie folgt:
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungSonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von 7.797,34 EUR enthalten; sie resultieren aus der Abzinsung von Rückstellungen für Nacherfüllungspflichten für Werkzeuge. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 18.054,00 EUR. Ergänzende AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Am Abschlussstichtag bestanden folgende in der Bilanz nicht ausgewiesene Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB: Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Verpfändung der Guthaben auf den Kontokorrentkonten für die Forderungen eines Kreditinstituts gegen die Unternehmen Hujer Lasertechnik GmbH, Harsewinkel, Hujer Lasertechnik GmbH, Betrieb Lohfelden, Harsewinkel und Hujer Lasertechnik GmbH, Betrieb Drolshagen, Harsewinkel. Für Darlehensverbindlichkeiten der Hujer Lasertechnik GmbH, Betrieb Lohfelden, Harsewinkel, in Höhe von 11 Mio. EUR haben wir die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen. Die Darlehen valutieren zum 31.12.2023 mit 11,0 Mio. EUR. Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften Betragsmäßig beschränkte Bürgschaft gegenüber der Kreissparkasse Halle für Darlehensverbindlichkeiten der HM Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. KG, Harsewinkel, bis zur Höhe von 2.380 TEUR. Die Darlehen valutieren zum 31.12.2023 mit 9 TEUR. Betragsmäßig beschränkte Bürgschaft gegenüber der Sparkasse Gütersloh - Rietberg für Darlehensverbindlichkeiten der Hujer Lasertechnik GmbH Betrieb Lohfelden, Harsewinkel, bis zur Höhe von 1.171 TEUR. Die Darlehen valutieren zum 31.12.2023 mit 309 TEUR. Gesamtschuldnerische Bürgschaft gegenüber der Deutsche Leasing AG zusammen mit der Hujer Lasertechnik GmbH, Betrieb Drolshagen und der Hujer Lasertechnik GmbH, Betrieb Iserlohn über 1.338 TEUR zu Gunsten der Hujer Lasertechnik GmbH, Betrieb Lohfelden. Die Bürgschaft dient der Absicherung von ausstehenden Leasingverpflichtungen. Die ausstehenden Leasingraten zum 31.12.2023 betragen 1.229 TEUR. Im Jahr 2024 sind bei der Hujer Lasertechnik GmbH, Betrieb Lohfelden weitere Leasingverpflichtungen in Höhe von bei der 5.361.927,97 EUR entstanden, für die wir ebenfalls bürgen. Risiko der Inanspruchnahme Das Risiko der Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen hängt von der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der genannten Unternehmen der Hujer-Gruppe ab. Bis zum Datum der Abschlusserstellung sind keine Entwicklungen eingetreten, die eine Inanspruchnahme erwarten lassen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus: Es bestehen Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen in Höhe von 896 TEUR. Hiervon entfallen 436 TEUR auf eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr und 460 TEUR auf eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre. Bei der Immobilienmiete ist der Zahlbetrag bis zum Ablauf der bestehenden Verträge dargestellt. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen i. H. v. 66 TEUR. Davon entfallen 30 T€ auf eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr und 36 TEUR auf eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren. Zweck der genannten Geschäfte ist die wirtschaftlich günstige Beschaffung von Anlagegütern sowie die Haftungsbegrenzung bei betrieblich genutzten Immobilien. Nach Auskunft der Geschäftsführung plant die Gesellschaft für den Folgezeitraum Wareneinkäufe aus den Finanzmitteln in Höhe von rd. 4.856 TEUR Angaben über Mitglieder der UnternehmensorganeGeschäftsführer
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. ArbeitnehmerDie Gesamtzahl der durchschnittlichen gewerblichen Mitarbeiter beträgt 75 (Vorjahr 74), die der Angestellten 21 (Vorjahr 21).
Harsewinkel, den 6. Dezember 2024 E. Hujer R. Muckhoff B. Picker Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hujer Lasertechnik GmbH, Harsewinkel Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Hujer Lasertechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Hujer Lasertechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ● identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ● gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. ● beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ● ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ● beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. ● beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. ● führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Minden, den 9. Dezember 2024 Thomas Walther, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 6.12.2024. |
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