Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 172761
Vorher
Blitz 08-368 GmbHERS Holding GmbH
Eingetragen
14.3.2008
Branche
Reparatur und Instandhaltung von elektronischen und optischen GerätenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb und Reparatur von elektronischen, feinmechanischen und optischen Geräten, insbesondere von elektronischen Messgeräten und Bauelementen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Klemens Reitinger
seit 4.6.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

22.97% identifiziert77.03% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GIMV NVEigenbeteiligung
77.03%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Silicon Hill Holding GmbH
Germany
167.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERS electronic GmbH

Germering

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

ERS electronic GmbH, München

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

I. Geschäft

Die ERS electronic GmbH (ERS) stellt mit über 75 Mitarbeitern in der Halbleiteranlagenindustrie innovative thermische Chucks für das Waferprobing und Advanced Packaging Fertigungsanlagen her. Seit über 53 Jahren entwickelt und produziert ERS preisgekrönte, hochpräzise Temperaturlösungen für Halbleiterkunden auf der ganzen Welt. Seit einigen Jahren entwickelt, produziert und vertreibt ERS auch sehr erfolgreich Advanced Packaging Fertigungsanlagen.

Die Produktepalette umfasst folgende Segmente:

• Thermal Chucks

• ProbeSense

• Advanced Packaging Lösungen

o Thermal Debonding

o Photo Thermal Debonding

o Warpage Adjustments

o 3D Wafer Profile

Die ERS electronic GmbH ist der Wegbereiter für das thermische Testen von Wafern und hat die AirCool® Technologie zum Kühlen ohne Flüssigkeit erfunden. Seit 1972 hat ERS weltweit über 7.000 Chucks verkauft, davon sind heute fast immer noch 85% in Betrieb. Ein Großteil der ICs, die heute in der Automobil- und Sicherheitsindustrie genutzt werden, wurden mit ERS Chucks getestet. Mehr als zwei Milliarden ICs wurden mit ERS Debonding-Lösungen verarbeitet.

Zum 01. Juni 2023 fand ein Investorenwechsel bei ERS statt. Mit Gimv, einer belgischen Private-Equity-Gesellschaft, notiert an der Euronext 100, konnte ein neuer Investor gewonnen werden. Gimv kann auf eine lange Erfolgsbilanz bei strategischen Investitionen in hochinnovative und finanziell solide Unternehmen mit großem langfristigem Potenzial verweisen. ERS wird Teil des "Smart Industries"-Segments von Gimv, und reiht sich damit in ein beeindruckendes Portfolio von Branchen- und Innovationsführern in ihrem Bereich ein. Gimv wird als strategischer Investor die Gesellschaft auf ihrem Wachstumskurs weiter unterstützen. Die ERS wird hierbei ihre Autonomie und Kontrolle über das Tagesgeschäft behalten.

Neben dem Hauptsitz von ERS in Germering bei München, unterhält ERS eine eigenständige Tochtergesellschaft in den USA (Dallas). Anfang 2024 wurden zwei weitere Niederlassungen in Shanghai/China und Taipeh/Taiwan eröffnet.

II. Konjunktur- und Branchenentwicklung

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Das Wachstum im Euro-Raum war hingegen zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag dort laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger, als im Vorjahr1. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur.

1 Statistisches Bundesamt (Destatis), 2024

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 zwar sukzessive ab, hielten jedoch für einige wenige Zulieferteile an. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag lt. IWF bei geschätzt +6,8 %

Die ERS electronic GmbH konnte den politischen und finanziellen Umständen standhalten und war aufgrund langfristiger Rahmenverträge mit den Lieferanten sowie einer vorausschauenden Lagerhaltung nicht so stark von der Lieferkettenproblematik betroffen.

Branchenentwicklung

Aufgrund eines Überangebots an Chips, das die Lagerbestände erhöht, einer geringeren Nachfrage und sinkender Chip-Preise musste die weltweite Halbleiterindustrie einen Umsatzrückgang von rund 11% auf fast 533 Mrd. US-Dollar hinnehmen, bezogen auf den Rekordwert des Vorjahres von knapp 600 Mrd. US-Dollar. Das Speichersegment verzeichnete im Jahr 2023 mit einem Rückgang von 37% den größten Rückgang (Quelle: Gartner, 2024). Damit schrumpften die Investitionsausgaben der Branche im Jahr 2023 um 1% auf 106 Mrd. USD, verglichen mit dem Rekordwert von 107 Mrd. USD im Jahr 2022. China, Korea und Taiwan machen 72 Prozent des globalen Anlagenmarktes aus, wobei China vier Jahre in Folge der größte Markt für Halbleiteranlagen bleibt. Obwohl die Investitionen in China im Jahresvergleich um 29% zunahmen, gingen die Ausgaben für Investitionen in Korea und Taiwan, aufgrund der Korrektur der Speicherbestände, um 7 bzw. 27 Prozent zurück. Auf der anderen Seite verzeichnete Nordamerika aufgrund der starken Investitionen in CHIPS und ACT einen deutlichen Anstieg der Investitionsausgaben um 15% (Quelle: SEMI, 2024).

B. Lage des Unternehmens

I. Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung im abgeschlossenen Geschäftsjahr entsprach den Erwartungen. Im operativen Geschäft erhöhte sich der Umsatz der ERS im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres von € 21,6 Millionen um 30 % auf € 28,1 Millionen. Am stärksten konnte die ERS Ihren Umsatz in der Asia Pazifik Region erhöhen. Hier stieg der Umsatz um € 3 Millionen (+17%) gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Das Umsatzwachstum ist hauptsächlich auf das Segment Thermal Chuck (+26% im Jahresvergleich) zurückzuführen.). Im Geschäftsbereich Advanced Packaging (APEqS) konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um +9% von € 2,5 Mio. auf € 2,7 Mio. gesteigert werden. In diesem Geschäftsbereich wäre eine deutlichere Umsatzsteigerung möglich gewesen, jedoch musste eine Lieferung, die ursprünglich für Ende Dezember 23 geplant war, in den Januar 24 verschoben werden. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 betrug € 15 Mio.

Besonders hervorzuheben ist eine im Berichtsjahr abgeschlossene Lizenz-Vereinbarung, die es dem Kunden ermöglicht, künftig Thermal Chuck Systeme selbst zu montieren. Die erste Rate aus dieser Lizenzvereinbarung floss im Dezember 2023 und ist im Jahresergebnis enthalten.

Die Materialaufwandsquote sank gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte auf 51 %. Durch eine gewissenhafte Vorausplanung konnten die gesetzten Ziele nahezu erreicht werden. Aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerung erhöhte sich der Rohertrag von T€ 10.943 auf T€ 14.631. Im Verhältnis zur Gesamtleistung stieg der Rohertrag auf rund 49,8%.

Die Personalkosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 13%, verursacht durch das hohe Umsatzwachstum der letzten Jahre und der dadurch notwendigen Neubesetzung weiterer Schlüsselpositionen. Auch wurden intern Stellen neu besetzt, um externe Dienstleistungen herunterfahren zu können.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 4.905 (VJ. T€ 3.626). Wesentlicher Kostentreiber sind die mit der Umsatzsteigerung im Zusammenhang stehenden gestiegenen Transport- und Versandkosten (+27%). Die Marketingaktivitäten und Messen, fanden im Jahr 2023 wieder wie geplant statt, und übertrafen das Vor-Corona-Niveau.

Geprägt durch das Umsatzwachstum wurde das Geschäftsjahr entsprechend mit einem Jahresergebnis in Höhe von T€ 3.086 (VJ T€ 1.840) abgeschlossen.

II. Finanz- und Vermögenslage

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr von 4,4 % auf 5,8 %.

Die Vorräte erhöhten sich insgesamt auf T€ 9.092. Die Erhöhung fand größtenteils im Bereich der Rohstoffe statt (+ € 1,9 Millionen). Im Bereich der fertigen Erzeugnisse und Waren (+ € 0,5 Millionen) sowie der unfertigen Erzeugnisse (+ € 0,8 Millionen) fiel die Erhöhung moderater aus.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt auf T€ 3.424 an.

Im Zuge der Thesaurierung des Jahresergebnisses erhöhte sich das Eigenkapital auf insgesamt T€ 7.647. Die Eigenkapitalquote stieg um 1 % von 47% im Jahr 2022 auf 48% im Jahr 2023.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit ausreichend gesichert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeiten war mit T€ 1.857 positiv. Die Finanzierung erfolgt überwiegend über erhaltene Anzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich von € 0,7 Millionen auf € 0,5 Millionen.

III. Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der Entwicklung des Rohertrages sowie der EBIT-Entwicklung. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die Zahl der Beschäftigten geführt. Der Rohertrag verbesserte sich auf T€ 14.631 und das EBIT beträgt T€ 4.388 (VJ. T€ 2.565). Zum Geschäftsjahresende 2023 belief sich die Zahl der Mitarbeiter, einschließlich Geschäftsführer, auf 77 (VJ. 62).

Alle Schlüsselpositionen sind mit hochqualifizierten Mitarbeitern besetzt. Diese sind der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der ERS. Ihr Knowhow, ihre Motivation und ihr Engagement sind die Grundlage für unsere erfolgreiche Entwicklung. Aus diesem Grund hat ERS 2023 erneut intensiv in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter investiert. Neben einer Vielzahl von arbeitsbezogenen Unterweisungen wurden von den ERS-Beschäftigten in großem Umfang Qualifizierungsmaßnahmen besucht. Durch den erneuten Ausbau qualifizierter Mitarbeiter ist die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft weiter erhöht worden.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

Risikobericht

Das Risikomanagement der ERS electronic GmbH gewährleistet, dass gefährdende Entwicklungen und wesentliche Risiken frühzeitig erkannt und adäquate Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Hierbei helfen auch die regelmäßig durchgeführten internen Besprechungen.

Die Risiko- und Finanzsituation der ERS wird von der Finanzabteilung permanent sorgfältig überwacht und gesteuert.

I. Finanzwirtschaftliche Risiken

Für die kurzfristige Finanzierung der Gesellschaft fließt durch den fakturierten Umsatz regelmäßig ausreichend Liquidität zu. Zur Absicherung eines eventuellen, kurzzeitigen höheren Liquiditätsbedarfs, sowie den Wachstumskurs weiter fortzuführen, steht der ERS darüber hinaus noch eine Kontokorrentlinie zur Verfügung. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungseffekten wurden im Jahr 2023 nicht eingesetzt.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch ein konsequentes Mahnwesen sowie durch stetige bereichsübergreifende Kommunikation minimiert. Das Ausfallsrisiko bei Forderungen wird angesichts der guten Bonität der Vertragspartner als gering eingestuft.

Mittel- bis langfristig ist das Finanzierungsrisiko von dem geplanten Umsatz, sowie der Ertragssteigerung der Gesellschaft abhängig, so dass hier von einem moderaten bis gar keinem Risiko auszugehen ist.

II. Marktrisiken

Nach der rückläufigen Marktentwicklung im Jahr 2023 wird für 2024 ein starker Aufschwung in der Halbleiterindustrie und bei den Anlagenverkäufen erwartet, gefolgt von einem ähnlichen Wachstum im Jahr 2025. Aufgrund des Ausgleichs von Angebot und Nachfrage auf dem Speichermarkt, des Anstiegs der Durchschnittspreise, und der zunehmenden Nachfrage nach KI-Prozessoren wird erwartet, dass der Branchenumsatz bis 2024 um 17 % auf 624 Mrd. USD, und bis 2025 um 16 % auf 721 Mrd. USD steigt.

Es wird erwartet, dass das Umsatzwachstum bei Halbleiteranlagen im Jahr 2024 leicht um 1% auf 105 Mrd. USD zurückgeht und damit ein Übergangsjahr darstellt. Mit einem prognostizierten Wachstum von 18% im Jahr 2025 ist ein deutlicher Anstieg zu erwarten, der auf neue Fab-Projekte, eine höhere Nachfrage nach fortschrittlichen Technologien, und Kapazitätserweiterungen zurückzuführen ist. Es wird erwartet, dass China, Taiwan und Korea die drei wichtigsten Länder für den Verkauf von Halbleiteranlagen bleiben werden.

Die ERS sieht sich hier gut aufgestellt. Für ERS ist das Jahr 2024 ein Übergangsjahr mit einem geringeren Umsatzanstieg als in den Vorjahren. Ein Risiko hier wird als sehr moderat eingestuft.

III. Allgemeine Unternehmensrisiken

Auftragseingangsrisiko

In den laufenden Besprechungen wird die Forecast-Ermittlung quartalsweise aktualisiert. Dies ermöglicht, frühzeitig auf einen negativen Trend zu reagieren. Die bewusst hohe Bindung zu einzelnen Großkunden bietet Chancen, am Wachstum dieser Unternehmen gezielt zu partizipieren. Aus dieser Bindung entstehen intensive Geschäftsbeziehungen und gegenseitige Abhängigkeiten. Bedingt durch die enge Vernetzung mit den Prozessen der Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette wird eine hohe Sicherheit bezüglich der bestehenden Geschäfte und künftiger Aufträge erreicht. Der konsequente Auf- und Ausbau von Vertriebsstrukturen, mit dem Ziel einer weiteren Reduzierung bzw. Vermeidung von einseitigen Abhängigkeiten, stellt eines der wichtigsten Ziele der Gesellschaft dar.

Risiken aus der Finanzierung von Projekten bzw. Investitionen seitens der Kunden aufgrund gestiegener Leitzinsen werden als gering eingeschätzt.

Qualitätsrisiken

Das Qualitätsmanagement System der ERS ist nach DIN ISO 9001:2015 durch den TÜV SÜD zertifiziert. Wir legen einen sehr starken Fokus auf ein vorbeugendes Qualitätsmanagement, um potenzielle Fehler bereits im Entwicklungsstadium zu entdecken, und vorbeugende Maßnahmen zur Fehlervermeidung zu definieren. Auftretende Fehler werden durch definierte Prozesse analysiert, und erforderliche Maßnahmen umgesetzt. Zur Absicherung unseres Produkts, sowie der Prozessqualität, führen wir serienbegleitende Produkt- und Prozessaudits durch.

Bei der Fokussierung der Wertschöpfung und der damit verbundenen Verlagerung von Standard-Aktivitäten hin zu Lieferanten kam es sowohl während, als auch nach der Verlagerung, zu keinen nennenswerten Qualitätsausfällen. Die gewohnt hohe Qualität unserer Produkte wurde immer erreicht.

Technische Risiken

Die Entwicklung innovativer Produkte bedingt, dass erwünschte Produkteigenschaften nicht erreicht werden können. Solche Risiken werden bei der ERS durch die Anwendung eines industrieüblichen Entwicklungs-, Erprobungs- und Zertifizierungsprozesses auf ein Minimum reduziert. So werden Abweichungen frühzeitig erkannt, und durch geeignete Maßnahmen behoben.

Personalrisiken

Vor dem Hintergrund des aktuellen Verdrängungswettbewerbes und der demografischen Entwicklung gewinnt qualifiziertes Personal immer mehr an Bedeutung, und ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Es besteht generell das Risiko, qualifiziertes Personal zu verlieren, oder nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, entwickeln und binden zu können.

Große Vorteile der ERS um kompetente, motivierte und engagierte Mitarbeiter zu finden, sind die innovative Technologie, eine Bezahlung, die an die Gehaltsstruktur im Großraum München angepasst ist, kurze Entscheidungswege, flache Hierarchien, sowie ein professionelles und erfahrenes Management mit einem starken unternehmerischen Charakter. Alle Mitarbeiter können sich über ihre normale Tätigkeit hinaus abteilungsübergreifend entwickeln, und ihre Stärken im Unternehmen einbringen. ERS ist somit ein attraktiver Arbeitgeber.

ERS ist bestrebt, dass sich die Beschäftigten im Unternehmen eingebunden und zugehörig fühlen. So verfolgen wir unseren Ansatz zu Diversity, Equity & Inclusion mit dem gleichen Nachdruck wie unsere anderen konzernweiten Unternehmensziele. Obwohl das Unternehmen schon immer von Diversität geprägt war, - derzeit sind 75 Mitarbeitende aus über 23 verschiedenen Nationalitäten bei der ERS weltweit beschäftigt - ist es der Firmenleitung bewusst: Die Gesellschaft bleibt nur erfolgreich, wenn weiterhin Chancengleichheit und Inklusion gefördert werden. ERS erwartet, dass sich Ihre Führungskräfte und das Management umsichtig und rücksichtsvoll verhalten, wenn sie Mitarbeitende gewinnen, einstellen, binden und fördern. Das Ziel von ERS ist es, alle Beschäftigten dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen - unabhängig von geschlechtlicher Identität, Kultur, ethnischer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Nationalität, sozioökonomischem Status, Familienstand, Alter, Mentalität oder politischer Überzeugung. Auch die Sprache einer Person, ein möglicher Grad der Behinderung, oder Veteranenstatus spielen keine Rolle.

Der IT-Bereich hat in sämtlichen Geschäftsprozessen eine zentrale Bedeutung und die störungsfreie Funktion ist für den laufenden Geschäftsbetrieb unabdingbar. Die IT-Risiken werden durch hohe Sicherheitsstandards, sowie regelmäßige Sicherheits- und Qualitätsprüfungen gewährleistet. Den Schutz dieser Systeme stellt die Gesellschaft durch Firewall- und aktuelle Virenschutzprogramme sicher. Einem systemseitigen Ausfall wird durch intensive Betreuung und Wartung entgegengewirkt. Um aktuellen Anforderungen gerecht zu werden, sowie um Abläufe weiterhin effektiv betreiben zu können, investiert die Gesellschaft in 2023 und 2024 in ein neues ERP-System.

Ebenso gewinnt das Thema ESG immer weiter an Bedeutung. Bereits 2023 fand im Rahmen eines ESG-Reporting (Environmental, Social and Governance) eine sehr transparente Kommunikation innerhalb und außerhalb des Unternehmens statt. Das Reporting in diesem Bereich wird ab kommenden Jahr deutlich ausgebaut. Hierfür wird auch ein entsprechendes Budget zur Verfügung gestellt, um die Anforderungen an interne und externe Empfänger zu gewährleisten.

Unter anderem wollen wir damit:

• ein unternehmensindividuelles Nachhaltigkeitsnarrativ entwickeln, dass die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells am Kapitalmarkt vermittelt

• insb. quantitative Berichtselemente, Zuständigkeiten, Berichtswege und Berichtsfrequenzen definieren,

• die etablierten Berichts- und Kontrollsysteme für die Finanzberichterstattung um Nachhaltigkeitsinformationen ergänzen, damit eine hohe Datenqualität, -verfügbarkeit, und analoge Prüfbarkeit zu den Angaben im Abschluss und Lagebericht gewährleitet wird.

Rohstoffrisiko

Bei den Rohstoffen handelt es sich im Wesentlichen um Standardmaterialien und Geräte, die von auditierten Lieferanten zur Verfügung gestellt werden. Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben sich die Lieferzeiten von Rohstoffen, diversen Halbfertigprodukten, Elektronikbauteilen und Transportleistungen teilweise signifikant verlängert.

Durch langjährige Partnerschaften mit Lieferanten profitiert ERS in der aktuellen politischen Lage von einer präferierten Behandlung in den Lieferketten. Es gab bei ERS keine nennenswerten Verzögerungen in der Materialbeschaffung. Generell ist festzustellen, dass sich die Lieferkettenproblematik aufgelöst, bzw. auf ein normales Nivea abgesenkt hat. Wir gehen nicht davon aus, dass wir in den nächsten Jahren hier Risiken haben werden.

Chancenbericht

Das Chancenmanagement ist ebenso wie das Risikomanagement, zentraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Die einzelnen Chancenfelder werden im Rahmen des Strategieprozesses identifiziert. Im Einklang mit der Geschäftsstrategie werden die Chancen dezentral erhoben und gesteuert.

Das Reporting über die Chancensituation erfolgt monatlich im Zuge des Controllermeetings, sowie einem aussagefähigen Reporting an die Investoren. Auf diese Weise wird zeitnah erkannt, ob Markt- und Wettbewerbsentwicklungen, oder konzerninterne Ereignisse, eine Neubewertung einzelner Chancenfelder erfordern. Dies kann eine Reallokation der Budgets nach sich ziehen, die für die Wahrung von Chancen bereitgestellt werden. Die Entscheidung darüber fällt anhand des Chancenpotenzials, wobei Erfahrungswerte des Managements zugrunde gelegt werden. Ein der Risikosteuerung vergleichbares Managementsystem wird für die Evaluation der Chancen nicht eingesetzt.

I. Chancenkategorisierung

Zukunftsgerichtete Aussagen über Risiken und Chancen beruhen auf heutigen Kenntnissen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der ERS liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Leistungen wesentlich - sowohl positiv als auch negativ - von denen abweichen, wie sie hier als zu erwarten angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich insbesondere auf Grund folgender Faktoren: Änderungen der wirtschaftlichen Lage, politische Rahmenbedingungen, Einführung konkurrierende Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, sowie kundenseitig verursachte zeitliche Projektverschiebungen. Nicht zuletzt auch die allgemeine Preissteigerung und der zu beobachtende Inflationstrend können dabei Auswirkungen auf die Ertragslage haben.

Die globale Ausrichtung der ERS eröffnet ständig neue Chancen, die die angestrebten Wachstumsziele unterstützen und weiter voranbringen. Durch die Weiterentwicklung der eigenen Technologie, den Ausbau der internationalen Präsenz sowie eine starke Serviceorientierung bieten sich Chancen weltweit neue Kunden zu gewinnen. Unter diesen Voraussetzungen wird die voraussichtliche Entwicklung der ERS mit ihren wesentlichen Chancen in Ergänzung zum Risikobericht wie folgt beurteilt:

Unter Chancen werden hierbei positive Abweichungen von den im Prognosebericht geäußerten Erwartungen an das wirtschaftliche Umfeld, sowie die Lage der ERS, verstanden. Dabei werden drei Chancenarten unterschieden:

• Marktseitige Chancen beschreiben die Potenziale aus Entwicklungen im Markt- und Wettbewerbsumfeld, sowie auf regulatorischer Seite.

• Strategische Chancen beruhen auf der Umsetzung der Konzernstrategie. Daraus können positive Effekte erwachsen, welche die Planungsannahmen übertreffen.

• Leistungswirtschaftliche Chancen sind mit operativen Maßnahmen, beispielsweise Restrukturierungen und Kostensenkungsmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette verbunden.

II. Ausblick

Nach einer Absenkung des Anlagenmarktes im Bereich der Halbleiterindustrie im zweiten Halbjahr 2023 wird im Jahr 2024 wieder mit einem Wachstum gerechnet, das bis weit in das Jahr 2025 anhalten wird. Es wird erwartet, dass der Markt zwischen 2024 und 2028 im zweistelligen Bereich wächst. Der Ausblick ist durch die nach wie vor hohe Investitionsbereitschaft, sowie den Drang nach Automatisierung geprägt.

Leistungswirtschaftliche Chancen resultieren zum einen aus den laufenden Modernisierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Produktion der ERS, sowie in der Verlagerung einzelner Produktionsschritte zu den Lieferanten bzw. auch zu Kunden. Der erste Schritt hierzu wurde Ende 2023 schriftlich besiegelt und wird bis Ende 2025 umgesetzt. Im Jahr 2024 werden wir die Wertschöpfungsstruktur der ERS weiter verbessern, und dadurch die Gross Profit Marge steigern.

Die Wachstumspläne für die Businessunit APEqS (Advanced Packaging Equipment Solution) sind in den nächsten Jahren sehr ambitioniert, und werden das Gesamtwachstum von ERS Electronic deutlich übertreffen. Im Jahr 2023 konnte die ERS ihren Kunden die neuen Produkte, unter anderen den Wave3000, einen 3D-Wafer-Profiler, vorstellen.

Es ist auch geplant, im Jahr 2024 größere Investitionen in diesen Bereich zu tätigen.

Trotz der bestehenden Unsicherheiten im weltwirtschaftlichen Umfeld geht das Management davon aus, dass ERS den im Januar 2024 festgelegten Plan erreichen wird.

Angestrebt ist ein Umsatzziel zwischen € 24,5 und 28 Millionen, und einem EBITDA im Bereich von rund € 4,5 bis 5,8 Mio. Dies basiert auf dem prognostizierten Auftragseingang, und den möglichen Investitionen in die Businessunit APEqS.

ERS ist gut positioniert, um sich im Jahr 2024 weitere Marktanteile zu sichern, das geplante Wachstum fortzusetzen, und somit die gesteckten Ziele im Jahr 2025 und 2026 zu erreichen.

 

Germering 15. Mai 2024

ERS electronic GmbH

Die Geschäftsleitung

gez. Laurent Giai-Miniet, Geschäftsführung

gez. Klemens Reitinger, Geschäftsführung

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 932.307,03 437.095,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.538,08 2.331,08
II. Sachanlagen 926.876,09 433.871,64
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.494,04 12,04
2. technische Anlagen und Maschinen 482.968,46 290.032,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.148,14 143.827,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 289.265,45
III. Finanzanlagen 892,86 892,86
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 892,86 892,86
B. Umlaufvermögen 14.981.631,24 9.211.485,41
I. Vorräte 9.092.488,89 5.307.050,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.015.864,76 3.020.876,99
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 333.280,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 264.972,05
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.750.892,71 2.687.596,79
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -79.069,03 17.820,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.873.277,59 883.557,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.256,81 48.426,86
D. Aktive latente Steuern 8.643,43
Summe Aktiva 15.977.838,51 9.697.007,85

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.647.275,04 4.561.080,95
I. Gezeichnetes Kapital 167.500,00 167.500,00
II. Kapitalrücklage 4.904.001,78 4.904.001,78
III. Verlustvortrag 510.420,83
IV. Jahresüberschuss 3.086.194,09
V. Bilanzgewinn / Bilanzverlust -510.420,83
davon Gewinn-/Verlustvortrag -2.350.434,53
B. Rückstellungen 3.313.281,54 1.842.537,46
C. Verbindlichkeiten 5.017.281,93 3.290.442,01
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 509.666,47 720.494,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 211.400,00 210.615,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 298.266,47 509.879,01
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.249,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 40.249,70
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.467.365,76 2.569.948,00
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.467.365,76 2.569.948,00
D. Passive latente Steuern 0,00 2.947,43
Summe Passiva 15.977.838,51 9.697.007,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.630.936,68 10.942.582,98
2. Personalaufwand 5.052.739,31 4.574.468,02
a) Löhne und Gehälter 4.184.613,16 3.885.297,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 868.126,15 689.170,31
davon für Altersversorgung 13.917,55 14.646,04
3. Abschreibungen 152.089,27 176.404,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 152.089,27 176.404,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.038.431,86 3.626.412,55
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 9.645,61 6.413,01
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.282,72 387,25
davon Erträge aus Abzinsung 564,46 386,69
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.470,29 22.477,34
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.269.979,58 702.173,49
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 11.590,86
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.947,43
8. Ergebnis nach Steuern 3.087.509,09 1.841.034,20
9. sonstige Steuern 1.315,00 1.020,50
10. Jahresüberschuss 3.086.194,09 1.840.013,70
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.350.434,53
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust -510.420,83

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ERS electronic GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Germering
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 172761

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrags und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz werden im Anhang gemacht, wenn dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses erforderlich erscheint.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen sind auf der Grundlage anerkannter Höchstsätze bemessen. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, in dem die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich, sofern zutreffend, an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen orientiert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Zugänge beweglicher Anlagegüter werden handelsrechtlich einheitlich linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die bilanzierten Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden auf Basis von Stücklisten kalkuliert. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Gemeinkosten. Verwaltungs- und Vertriebskosten wurden nicht aktiviert. Bei sämtlichen Vorräten werden Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, in angemessenem und notwendigem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

In den übrigen Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Erfüllungsbeträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristenkongruenten Marktzinssätzen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Sollte der Kurs zum Bilanzstichtag zum Kurs im Entstehungszeitpunkt abweichen, so wird dieser nach § 256a Absatz 2 HGB für die Bewertung zugrunde gelegt.

Erläuterung zur Bilanz

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Höhe des Anteils am Kapital
in %
Eigenkapital 31.12.2023
in T$
Jahresergebnis 2023
in T$
ERS Americas LLC, Dallas, USA 100 40,7 * 22,6 *

*) Gem. der vorläufigen Fassung des Jahresabschlusses.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 9.470,85 €

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 3.381.263,45 €

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 3.494.499,20 €

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 994.687,95 5.000,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 994.687,95 5.000,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 122.095,47 8.785,76 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.955.895,06 320.844,64 72.985,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 729.474,13 52.704,42 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 294.097,38 0,00
Summe Sachanlagen 2.807.464,66 676.432,20 72.985,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.206,42 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 16.206,42 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.818.359,03 681.432,20 72.985,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 999.687,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 999.687,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.831,93 135.713,16
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.203.754,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 782.178,55
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -4.831,93 289.265,45
Summe Sachanlagen 0,00 3.410.911,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 16.206,42
Summe Finanzanlagen 0,00 16.206,42
Summe Anlagevermögen 0,00 4.426.806,23
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 992.356,87 2.793,00 0,00 0,00 995.149,87
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 992.356,87 2.793,00 0,00 0,00 995.149,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 122.083,43 1.135,69 0,00 0,00 123.219,12
2. technische Anlagen und Maschinen 1.665.862,60 83.151,64 28.228,00 0,00 1.720.786,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 585.646,99 54.383,42 0,00 0,00 640.030,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.373.593,02 138.670,75 28.228,00 0,00 2.484.035,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.313,56 0,00 0,00 0,00 15.313,56
Summe Finanzanlagen 15.313,56 0,00 0,00 0,00 15.313,56
Summe Anlagevermögen 3.381.263,45 141.463,75 28.228,00 0,00 3.494.499,20
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.538,08 2.331,08
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.538,08 2.331,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 12.494,04 12,04
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 482.968,46 290.032,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 142.148,14 143.827,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 289.265,45 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 926.876,09 433.871,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 892,86 892,86
Summe Finanzanlagen 0,00 892,86 892,86
Summe Anlagevermögen 0,00 932.307,03 437.095,58

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen weisen grundsätzlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen i. H. v. T€ 21 (Vj. T€ 17) mit einer Laufzeit von über einem Jahr enthalten.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristige Forderungen aus Leistungsbeziehungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 333) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungengegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 265 (Vj. T€ 0) enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verpflichtungen aus dem Personalbereich T€ 386 (Vj.T€ 452) aus ausstehenden Rechnungen T€ 840 (Vj. T€ 356) sowie Gewährleistungsrückstellungen T€ 212 (Vj. T€ 152).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr
T€
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt 31.12.2023
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 211 298 0 509
(Vorjahr) (210) (510) (0) (720)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.162 0 0 2.162
(1.309) (0) (0) 1.309)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.246 0 0 2.246
(Vorjahr) (1.192) (0) (0) (1.192)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40 0 0 40
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 58 0 0 58
- davon aus Steuern (69) (0) (0) (69)
(Vorjahr) 51 0 0 51
- davon im Rahmen der sozialen (61) (0) (0) (61)
Sicherheit 7 0 0 7
(Vorjahr) (6) (0) (0) (6)
Gesamt (Vorjahr) 4.717 298 0 5.015
(2.780) (510) (0) (3.290)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften und Sicherungsgarantien des EIF besichert. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt T€ 720.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method") sowie für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach HGB angesetzt. Die passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Bewertungsdifferenzen der Bilanzposition Anlagevermögen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 30% zu Grunde gelegt. Der Saldo der aktiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt € 8.643.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Wechselkursdifferenzen i. S. v. § 277 Abs. 5 Halbsatz 2 HGB in Höhe von T€ 233 (Vj. T€ 124) sowie außergewöhnliche Erträge im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Gesellschaft T€ 40 (Vj. T€ 181) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen i. S. v. § 277 Abs. 5 Halbsatz 2 HGB in Höhe von T€ 265 (Vj. T€ 154) sowie außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung in Höhe von T€ 42 (Vj. T€ 146) enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen i. S. v. § 277 Abs. 5 Halbsatz 1 HGB in Höhe von € 564,46 (Vj. € 386,69) enthalten.

Bürgschaften und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverträge für Büro- und Verwaltungsräume. Die Jahresmiete beträgt insgesamt ca. T€ 220; hiervon haben T€ 60 eine Restlaufzeit von 15 Monaten. Zur Optimierung der Vermögens- und Liquiditätsstruktur wurden Leasingverträge für bewegliche Wirtschaftsgüter geschlossen. Die sonstigen Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen pro Jahr ca. T€ 57 und haben eine durchschnittliche Laufzeit von 3 Jahren.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 39,00
Angestellte 31,00
leitende Angestellte 4,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 74,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 48,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 26,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Klemens Reitinger ausgeübter Beruf: Technischer Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Laurent Giai-Miniet ausgeübter Beruf: Kaufmännischer Geschäftsführer

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 2.575.733,26 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen mit Ausnahme des am 08.02.2024 mit der Silicon Hill Holding GmbH geschlossenen Gewinnabführungsvertrages sowie den Auswirkungen des seit Februar 2022 bestehenden Konfliktes in der Ukraine sowie der gestiegenen Inflation nicht vor. In Folge der Inflation hat die EZB ihre Leitzinsen auf 4,5% angehoben. Auf weitergehende Ausführungen im Lagebericht wird verwiesen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Germering, 16.07.2024

gez. Laurent Giai-Minet

gez. Klemens Reitinger

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die ERS electronic GmbH, Germering

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der ERS electronic GmbH, Germering, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der ERS electronic GmbH, Germering, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die im Risikobericht des Lageberichts gemachten zusätzlichen, freiwilligen Angaben und Informationen hinsichtlich des ESG-Reportings sowie über Arbeitnehmerbelange habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Mein Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit meiner Prüfung habe ich die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Augsburg, den 24. Juni 2024

gez. Peter Tress, Wirtschaftsprüfer

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