Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 341242
Eingetragen
15.8.1995
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Anlagen zur Aufbereitung und Verwertung industrieller Abfälle, von Hart- und Weichzerkleinerungsmaschinen und von Maschinen zu Förder- und Transportzwecken.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Rolf Franke
seit 3.12.2025
Geschäftsführer
Stefan Lachenmayer
seit 3.12.2025
Geschäftsführer
Andrea Brigitte Frank
seit 26.1.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hillenbrand Luxembourg Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Herbold Meckesheim GmbH

Meckesheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Herbold Meckesheim GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Herbold Meckesheim GmbH, Meckesheim – bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlust-rechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herbold Meckesheim GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 30. September 2023 und 

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht 

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresab schlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab-schlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; 

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzu-geben; 

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. 

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Freiburg im Breisgau, 29. September 2025

EY GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nietzer                                 Landerer

Wirtschaftsprüfer                   Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva 30.09.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 168.683,50 215
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 51.559,00 62
2. Technische Anlagen und Maschinen 461.683,50 532
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.079.337,00 2.683
3.592.579,50 3.277
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 15
3.761.263,00 3.507
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige Erzeugnisse 19.619.240,16 18.483
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.916.370,60 1.962
3. Geleistete Anzahlungen 1.635.252,34 533
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -16.797.198,90 -20.978
6.373.664,20 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.487.166,73 7.414
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.864.047,64 4.756
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.323.042,82 1.757
12.674.257,19 13.927
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 195.369,96 734
19.243.291,35 14.661
C. Rechnungsabgrenzungsposten 206.475,58 171
D. Aktive latente Steuern 17.266,64 388
23.228.296,57 18.727
Passiva 30.09.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000
II. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) -843.168,06 1.350
III. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1.842.482,95 -2.193
3.999.314,89 2.157
B. Sonderposten für Zuschüsse 4.764,00 5
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.262.937,00 1.310
2. Sonstige Rückstellungen 12.750.114,06 8.065
14.013.051,06 9.375
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 18
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 3.209
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.343.509,55 2.065
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469.525,29 140
5. Sonstige Verbindlichkeiten 398.131,78 1.758
davon aus Steuern EUR 0,00 (Vj. TEUR 178)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 20.672,84 (Vj. TEUR 8)
5.211.166,62 7.190
23.228.296,57 18.727

Gewinn- und Verlustrechnung zum 30. September 2023

30.09.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 46.392.219,02 67.094
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands 
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.090.631,83 -2.689
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 709.097,31 131
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.335.725,25 1.000
54.527.673,41 65.536
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und 
Betriebsstoffe und für bezogene Waren 25.338.409,54 29.154
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.976.452,40 5.872
30.314.861,94 35.026
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.260.601,85 11.604
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für  2.167.707,29 2.537
Altersversorgung und für Unterstützung
11.428.309,14 14.141
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände 
des Anlagevermögens und Sachanlagen 757.430,15 1.015
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.957.283,30 18.311
2.069.788,88 -2.957,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.821,34 42
davon aus verbundenen Unternehmen
 EUR 56.167,93 (Vj. TEUR 0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.318,28 153
davon an verbundene Unternehmen
 EUR 54.880,42 (Vj. TEUR 0)
-14.496,94 -111
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 207.495,99 -881
12. Ergebnis nach Steuern 1.847.795,95 -2.187,00
13. Sonstige Steuern 5.313,00 6
14. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1.842.482,95 -2.193

Anhang der Herbold Meckesheim GmbH, Meckesheim

Amtsgericht Mannheim HRB 341242 für das Rumpfgeschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag erstmalig die Größenmerkmale einer großen Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.  

Auf den Jahresabschluss fanden sowohl die generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB als auch die besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274, 276‑278 HGB, Anwendung.

Der vorliegende Jahresabschluss ist mit Ausnahme der im Anhang erläuterten Sachverhalte grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Ansatz-, Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt. 

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. 

Im Jahr 2023 gibt es ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023. 

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den erworbenen Konzessionen, Rechte und Lizenzen liegt die Nutzungs­dauer zwischen 3 und 5 Jahren.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veran­lasste Abschreibungen einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. 

Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Zugänge des Geschäftsjahrs wurden linear abgeschrieben. Geringwertige materielle und immaterielle Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Altbestände werden pauschal über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten liegen zwischen 7 und 11 Jahren, die der technischen Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 20 Jahren und der sonstigen Betriebs- und Geschäfts­ausstattung zwischen 1 Monat und 33 Jahren.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. 

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Als Anschaffungs­nebenkosten werden anteilig zuzurechnende, normalisierte Eingangsfrachten, Kosten der Qualitätskontrolle und weitere Warenbezugskosten pauschal berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden wie folgt bewertet:

Einzelkomponenten, Gebrauchtmaschinen und einzelne Maschinen im Konsignationslager der Tochtergesellschaft werden mit den Anschaffungs- bzw. mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens soweit durch die Fertigung veranlasst. Als Anschaffungsnebenkosten werden anteilig zuzurechnende, normalisierte Eingangsfrachten, Kosten der Qualitätskontrolle und weitere Warenbezugskosten pauschal berücksichtigt.

Bei der Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse mit den Herstellungskosten kommt bei allen Erzeugnissen, denen konkrete Kundenaufträge zugrunde liegen, die handels­rechtliche Wertobergrenze zum Tragen. Diese beinhaltet neben der handelsrechtlichen Wertuntergrenze gemäß § 255 Absatz 2 Satz 2 HGB auch Verwaltungsgemeinkosten sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersvorsorge. Soweit Kundenaufträge bereits teilweise ausgeliefert waren oder sich auf den Transportweg befan­den, aber noch nicht vollständig realisiert sind, erfolgt die Bewertung retrograd vom Verkaufs­preis unter Herausrechnung nicht aktivierungsfähiger Vertriebskosten und Gewinn­aufschläge.  

Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Soweit die Herstellungskosten bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. 

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen kommt das Verbrauchsfolgeverfahren "First-In-First-Out" (FiFo) zur Anwendung.

Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen werden mit ihren hingegebenen bzw. empfangenen Beträgen angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden unter Anwendung des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB - soweit möglich - offen von den Vorräten abgesetzt. Der die Vorräte übersteigende Betrag wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. 

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werdengrundsätzlich mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschal­wertberichtigungen vorgenommen. 

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwands- bzw. Ertragsabgrenzungen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen den Posten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern wird für den Jahresabschluss 2023 Gebrauch gemacht.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach ver­nünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs­verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegen­stände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. 

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Ver­bindlich­keiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kauf­männischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durch­schnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Als Abzinsungs­methode kommt die Nettomethode zur Anwendung. 

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Beträgt die Restlaufzeit der zugrundeliegenden Forderung bzw. Verbindlichkeit mehr als ein Jahr, werden die Anschaffungskosten nicht über- bzw. unterschritten.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Folgenden dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 30.09.2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten Stand Zugang Umbuchung Abgang Stand
01.01.2023 30.09.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte

1.121.370,93 59.142,00 0,00 0,00 1.180.512,93
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 114.927,34 0,00 0,00 0,00 114.927,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.163.252,92 0,00 0,00 0,00 1.163.252,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.440.046,58 970.822,65 -939,83 208.890,26 7.201.039,14
7.718.226,84 970.822,65 -939,83 208.890,26 8.479.219,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.155,13 0 0 15.155,13 0,00
15.155,13 0,00 0,00 15.155,13 0,00
8.854.752,90 1.029.964,65 -939,83 224.045,39 9.659.732,33
kumulierte Abschreibungen Stand Zugang Umbuchung Abgang Stand
01.01.2023 30.09.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 906.576,43 105.253,00 0,00 1.011.829,43
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 52.622,34 10.746,00 0,00 0,00 63.368,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 631.295,42 70.274,00 0,00 0,00 701.569,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.757.187,08 571.157,15 -939,83 205.702,26 4.121.702,14
4.441.104,84 652.177,15 -939,83 205.702,26 4.886.639,90
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.347.681,27 757.430,15 -939,83 205.702,26 5.898.469,33
Buchwert Buchwert
30.09.2023 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 168.683,50 215
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 51.559,00 62
2. Technische Anlagen und Maschinen 461.683,50 532
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.079.337,00 2.683
3.592.579,50 3.277
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 15
0,00 15
3.761.263,00 3.507

2. Vorräte

Der Ausweis der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zusammengefasst in einer Position, weil die Abgrenzung zwischen den beiden Unterpositionen des Vorratsvermögens nicht eindeutig vorgenommen werden kann. So können bestimmte Artikel als Ersatzteile sofort verkauft werden oder als Komponenten in angearbeiteten Maschinen und Anlagen eingehen. Deshalb werden diese Bestandteile des Vorratsvermögens in einer Position innerhalb des Vorratsvermögens zusammengefasst und unter der Postenbezeichnung "Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige Erzeugnisse" ausgewiesen. Eine willkürfreie Zuordnung zu den einzelnen Posten wäre nicht möglich.  

Korrespondierend erfolgt der Ausweis der gemeinsamen Bestandsveränderung von unfertigen Erzeugnissen und von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen unter der Position "Verminderung des Bestands anfertigen und unfertigen Erzeugnissen".

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 

In der Position sind Forderungen aus Cash-Pooling gegen ein verbundenes Unternehmen als Poolführer in Höhe von Euro 442.712,35 enthalten. Das Cash-Pooling erfolgt, um das Liquiditäts­management innerhalb der Hillenbrand -Gruppe zu optimieren sowie jedem Teilnehmer zu ermöglichen, überschüssige Liquidität zu günstigen Konditionen anzulegen bzw. den Finanzierungsbedarf zu günstigen Konditionen zu decken. Darüber hinaus enthält die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 2.421.335,29 gegenüber Schwester-Gesellschaften. 

4. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von Euro 7.000,00 (VJ. Euro 19.600,00) enthalten.

5. Eigenkapital 

Der Gesamtbetrag der Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB (Ausschüttungssperre) beträgt Euro 48.246,64; er entfällt in Höhe von EUR 30.980 auf den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB sowie EUR 17.266,64 auf die aktiven latenten Steuern.

6. Sonderposten für Zuschüsse

Der Ausweis betrifft die Zuschüsse für Investitionen aus dem EU-Förderprogramm "Entwicklungs­programm ländlicher Raum". Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen. Im Berichtsjahr wurde kein Betrag aufgelöst.

7. Pensionsrückstellungen 

Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versicherungs­mathematischen sog. modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

- durchschnittlicher Marktzins von 1,81 % für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

- kein Gehaltstrend, weil es sich um Festzusagen handelt 

- Rententrend mit 1,50 % p.a. 

- Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Die Bestimmungen des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) wurden beachtet. 

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von Euro 75.531,00. Von der Übergangs­regelung gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurden grundsätzlich 1/15, also Euro 5.036,00 den Pensionsrück­stellungen zugeführt. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 beträgt der Betrag somit nur EUR 3.777,00. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 30.09.2023 beträgt Euro 6.286,00. 

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt Euro 30.980,00. Entsprechend besteht eine Ausschüttungssperre.  

Die verpfändeten Aktivwerte der aktivierungspflichtigen Deckungskapitalien (beizulegender Zeitwert bzw. fortgeführte Anschaffungskosten), die am Bilanzstichtag insgesamt Euro 196.434,00 betragen, wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung in Höhe von Euro 1.459.371,00 saldiert. Mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung wurde entsprechend verfahren, siehe dazu Ausführungen unter Finanzergebnis. 

8. Sonstige Rückstellungen 

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Leistungen und Nach­laufkosten, Urlaubsansprüche der Belegschaft, Prozessrisiken, Provisionen, pauschale Ge­währleistungsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Altersteilzeit und die voraus­sichtlichen Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses sowie der Anfertigung der Steuer­erklärungen. 

Die verpfändeten, aktivierungspflichtigen Wertguthaben aus Altersteilzeit (beizulegender Zeit­wert bzw. fortgeführte Anschaffungskosten), die an am Bilanzstichtag Euro 94.102,82 be­tragen, wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von Euro 185.650,00 saldiert. Mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung wurde entsprechend verfahren, siehe dazu Ausführungen unter Finanzergebnis

9. Verbindlichkeiten 

Verbindlichkeitenspiegel zum 30.09.2023

(Vorjahr kursiv) Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit länger als ein Jahr
Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
18.187,51 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
3.208.197,86 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.343.509,55 0,00
2.065.241,03 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  469.525,29 0,00
140.225,11 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 356.990,81 41.140,97
1.668.052,77 90.084,34
Gesamtsumme 5.170.025,65 41.140,97
7.099.904,28 90.084,34
davon: Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art und Form der Sicherheit
Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 Eigentumsvorbehalt, Sicherungsübereignung
0,00 18.187,51 18.187,51
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 ---
0,00 3.208.197,86
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 4.343.509,65 0,00 ---
0,00 2.065.241,03
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  0,00 469.525,29 0,00 ---
0,00 140.225,11
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 398.131,78 119.217,86 Eigentumsvorbehalt
0,00 1.758.137,11 247.166,50
Gesamtsumme 0,00 5.211.166,72 119.217,86
0,00 7.189.988,62 265.354,01

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. 

Die Position sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 2,12 (Vj. Euro 178.435,47) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 20.672,84 (Vj. Euro 8.387,48).

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft Herbold Meckesheim USA Resource Recycling Systems Inc. i.H. von 5,9 Mio. Euro enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEuro 275 (Vj. TEuro 664) enthalten. 

2. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 

In der Position sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von Euro 7.292,95 (Vj. Euro 572,82) enthalten. 

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 213 (Vj. TEuro 594) enthalten.

In 2022 waren periodenfremde Aufwendungen für Nachlaufkosten in Höhe von TEuro 4.488 enthalten.

Der Ertrag nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB (jährlichen Nachholung der Unterdeckung aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung nach BilMoG zum 1. Januar 2010) beträgt Euro 3.777,00.

4. Finanzergebnis

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von Euro 20,093,00 wurden mit Erträgen aus den zu verrechnenden Vermögenswerten im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von Euro 3.271,00 sowie Erträgen aus der Veränderung des Zinssatzes von Euro 6.117,00 verrechnet. Der Ausweis des saldierten Betrages in Höhe von Euro 10.705,00 (Vj. Nur Aufwendungen TEuro 48) erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“. 

Ebenso wurde mit dem Zinsaufwand in Höhe von Euro 1.667,00 aus der Aufzinsung der Altersteilzeitrückstellung sowie des Zinsertrags in Höhe von Euro 1.474,00 aus der Wert­änderung des zu verrechnenden Vermögenswertes verfahren. Der saldierte Betrag von Euro 2.124 (Vj. nur Aufwendungen TEuro 2) wurde unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ erfasst.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen in Höhe TEuro 371 (Vj. Ertrag TEuro 418) enthalten, die sich im Wesentlichen auf die Auflösung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge aus dem Vorjahr beziehen.  

       

D. SONSTIGE ANGABEN 

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB sind nicht zu vermerken.

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

TEuro
Verpflichtungen Pacht Firmengelände p.a. 564

Der Pachtvertrag hat noch eine Laufzeit bis 30.06.2032. 

An weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

2024 2025 2026-2032
TEuro TEuro TEuro
Verpflichtungen zu künftigen Aufwendungen (Provisionen)  987 0 0
Verpflichtungen aus sonst. Miet- und Pachtverträgen 963 914 3.807

2. Geschäftsführung 

Geschäftsführer im Geschäftsjahr (jeweils einzelvertretungsberechtigt)

Herr Werner Herbold, Kaufmann (bis 31.03.2023) 

Herr Dr. Klaus Beulker, Vice President Global Operations der Coperion-Gruppe (von 07.10.2022 bis 30.6.2023),  

Herr Markus Parzer, President der Division Polymer der Coperion-Gruppe (von 07.10.2022 bis 30.6.2023) 

Da die beiden letztgenannten Mitglieder der Geschäftsführung im Berichtsjahr keine Ver­gütungen von der Gesellschaft selbst erhalten haben, wurde auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 

Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 wurden zu Geschäftsführern bestellt (jeweils einzelvertretungs­berechtigt):

Herr Christian Raiser, Wirtschaftsingenieur

Herr Massimo Serapioni, Head of Business Unit Recycling der Coperion-Gruppe (bis 22.08.2025)

3. Arbeitnehmer 

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 253 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 94 gewerbliche Arbeitnehmer, 154 Angestellte sowie 5 geringfügig Beschäftigte.

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag  

Keine

5. Angaben nach § 285 Nr. 14 und 14a HGB 

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft ab dem 1.10.2022 einbezogen wird, ist die Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA. Dieser nach den Regelungen der US-GAAP erstellte Konzernabschluss ist am Sitz der Hillenbrand Inc., One Batesville Boulevard, Batesville, Indiana 47006, USA erhältlich und wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Washington D.C., USA, unter der Commission File Nummer 001-33794 hinterlegt.

Ergebnisverwendungsvorschlag 

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrech­nen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Meckesheim, den 26. September 2025

Christian Raiser  

Lagebericht der Geschäftsführung der Herbold Meckesheim GmbH, Meckesheim für das Rumpfgeschäftsjahr 2023

Die Herbold Meckesheim GmbH ist ein Spezialist für Maschinen und Anlagen zum Kunststoff­recycling. Schwerpunkt ist einerseits die Zerkleinerung, Feinmahlung und Kompaktierung (Agglomeration) sauberer Produktionsabfälle und andererseits die Wiederverwertung von gebrauchten, vermischten und verschmutzten Abfällen durch Waschen, Trennen und Trocknen. Mit mehr als 230 eigenen Mitarbeitern und dem Personal unserer internationalen Vertretungen begleiten wir die gelieferten Maschinen von der Inbetriebnahme bis ans Ende ihrer betrieblichen Nutzung. Unsere angemieteten Fertigungsstätten in Meckesheim und Umgebung umfassen eine Fläche von rd. 10.000 Quadratmetern. Für Tests unserer Maschinen mit kundenspezifischen Materialien unterhalten wir ein modernes Technikum. Wir liefern an Kunden in der gesamten Welt.

Seit dem 31. August 2022 ist die Herbold Meckesheim GmbH ein Konzernunternehmen der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA. Die Hillenbrand Inc. ist ein an der New Yorker Börse notiertes Unternehmen und stellt entsprechend den US-amerikanischen Vorschriften einen Konzernabschluss nach United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) auf.

Organisatorisch wird das Unternehmen innerhalb des Hillenbrand-Konzerns dem Segment Advanced Process Solutions zugeordnet. Die operativen Geschäftsbereiche werden durch Zentralfunktionen wie Operations und Procurement unterstützt. Weitere horizontale Funktionen sind Finance, IT, HR und Marketing.

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ist die Weltwirtschaft nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,5 % wachsen. Für das Jahr 2022 wurde noch ein Wachstum von 3,5 % festgestellt. Im Jahr 2024 wuchs die Weltwirtschaft laut Internationalem Währungsfonds (IWF) um 3,3 % und somit etwas schwächer wie im Jahr 2023. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 gemessen am Bruttoinlandsprodukt gemäß dem statistischen Bundesamt um ca. -0,3 % zurückgegangen. Im Jahr 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt erneut -0,2 % gegenüber dem Vorjahr geschrumpft. Als ein wesentlicher Treiber für den Rückgang wird der geringe Export im Wesentlichen nach China und die USA in 2024 von der Europäischen Kommission angeführt. Der Rückgang begründet sich auf die allgemeine Unsicherheit und restriktive Finanzierungsbedingungen. Der private Konsum trug nur begrenzt zum Wirtschaftswachstum bei, da das Verbrauchervertrauen niedrig blieb und die Sparquote der Haushalte anstieg.

Die negativen Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit aufgrund der eingetrübten Markt­stimmung - verursacht durch die wachsenden globalen Spannungen und die verschlechterten Finanzierungsbedingungen - werden hierbei, durch zahlreiche Förderinitiativen vornehmlich in den USA und der EU, abgemildert.

Die für uns besonders wichtige Branche Kunststoffrecycling ist weiterhin im Auftrieb. Eine kunststoff­kritische Öffentlichkeit zwingt die Teilnehmer am Marktgeschehen rund um den Kunststoff, die Politik und die Verbände zu allergrößter Aufmerksamkeit auf die Kreislaufwirt­schaft. Kunststoffe eignen sich sehr gut für Kreislaufwirtschaft, sie müssen aber zuvor gesammelt, sortiert und recycelt werden und die Artikel aus Kunststoffen müssen ein recyclingfähiges Design aufweisen. Hier kann man stellvertretend für alle Bemühungen in vielen Ländern die UN‑Umweltversammlung UNEA (United Nations Environment Assembly) anführen, die im März 2022 in Nairobi die Ausarbeitung eines rechtlich verbindlichen Abkommens gegen die Verschmutzung der Umwelt mit Kunststoffabfällen binnen der nächsten zwei Jahre beschlossen hat. Jahr­zehntelang mussten Kunststoffrecyclate billiger sein als Kunststoffneuware, sonst wurden sie nicht eingesetzt. Das hat sich gedreht. Wenn der Kunststoffverarbeiter unbedingt Kunststoffrecylate einsetzen will oder dies per Gesetz gar muss, dann dürfen sie auch mehr kosten als die Neuware, sie werden trotzdem eingesetzt. Diese Preiswende öffnet große neue Investitions­möglichkeiten im  Kunststoffrecycling, allen voran das sog. Chemische Recycling, wie es nun die Hersteller von (neuen) Kunststoffen angehen.

B. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes

In das Geschäftsjahr 2023 starteten wir mit einem Auftragsbestand in Höhe von 69,6 Mio. EUR. Innerhalb des Rumpfgeschäftsjahres 2023 konnten rund 46,2 Mio. EUR neue Aufträge gewonnen werden, was zu einer hohen Auslastung im Unternehmen geführt hat. Das Jahr konnte mit einem Rekordauftragsbestand von 76,4 Mio. EUR abgeschlossen werden.

Der unveränderte Aufschwung der Abfalltechnik, auch unseres Geschäftsfeldes Kunststoff­recycling, war für unser Unternehmen stärker wirksam als alle negativen Einflüsse aus Pandemie und Weltkonjunktur.

Durch den Kriegsausbruch in der Ukraine im Vorjahr und der daraus resultierenden Energiekrise, kam es zu erhöhten Preisen im Einkauf, sowie teilweise erhebliche Verlängerung der Lieferzeiten, was eine optimierte Beschaffung stark beeinflusste.

Trotz der Belastung aus der Neueinschätzung von Projektrisiken konnte eine sehr gute Geschäfts­entwicklung mit einem positiven Ergebnis nach Steuern erzielt werden. Der Umsatz ist mit 46,4 Mio. EUR umgerechnet auf ein vollständiges Geschäftsjahr ungefähr auf Vorjahresniveau und entsprach dem prognostizierten Wert. Es konnten viele Anlagen- und Maschinenteile fertig­gestellt und geliefert werden. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. aktivierte Eigenleistungen und Bestandsveränderung) beträgt 48,2 Mio. EUR. Hochgerechnet auf 12 Monate beträgt die Gesamtleistung 64,3 Mio. EUR und liegt damit auf Vorjahresniveau (Vj. 64,5 Mio. EUR).

Die Wareneinsatzquote (Verhältnis der Gesamtleistung zum Materialaufwand) von 62,9 % (Vj. 54,3 %) hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Hauptsächlich bedingt durch den Krieg in der Ukraine kam es zu einer Erhöhung der Rohstoffpreise, aber auch erhöhte Baustellenkosten zur vollständigen Inbetriebnahme und Abnahme von teils in den Vorjahren fakturierten Aufträgen fallen ins Gewicht. Der Rohgewinn I (Gesamtleistung – Materialaufwand) beträgt 17,9 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 6,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (1,0 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Anteile an Herbold Meckesheim USA Resource Recycling Systems Inc.

Die Personalaufwandsquote hat sich durch erhöhte Anzahl von Mitarbeitern auf 23,7 % (Vj. 21,9 %) erhöht. Die hochgerechneten Abschreibungen liegen auf Vorjahresniveau. Es wird ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,1 Mio. EUR nach -2,9 Mio. EUR im Vorjahr erzielt. Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von -111 TEUR auf -14 TEUR reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 18,3 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR reduziert. Im Wesentlichen ist dies darauf zurückzuführen, dass ausstehenden Leistungen und Nachlaufkosten von bereits fakturierten Aufträgen nur den im Rumpfgeschäftsjahr realisierten Umsätzen zuzuordnen sind. Daher wurde der Aufwand unter dem Materialaufwand erfasst.

Alles in allem wird ein Jahresüberschuss im Berichtsjahr in Höhe von 1,8 Mio. EUR nach einem Fehlbetrag von 2,2 Mio. EUR im Vorjahr ausgewiesen. Insgesamt war die Geschäftsentwicklung, auch im Hinblick auf die Belastung aus der Neueinschätzung von Projektrisiken von fakturierten Aufträgen, zufriedenstellend. Die prognostizierte Steigerung im Rohgewinn I konnte durch höhere Materialkosten sowie den geänderten Ausweis der Nachlaufkosten nicht erreicht werden. Die Steigerung des Ergebnisses nach Steuern wurde erreicht.

Die Herbold Meckesheim GmbH nimmt an einem Notional Cash Pooling des Hillenbrand Konzerns teil. Zum 30. September 2023 hat die Herbold Meckesheim GmbH eine Nettoforderung in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vj. 4,5 Mio. EUR). Weiterhin stehen liquide Mittel in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR) zur Verfügung. Der Rückgang von Liquidität ergibt sich im Wesentlichen aus den geringeren erhaltenen Anzahlungen zu Kundenaufträgen. Daher war die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Ver­pflichtungen nachzukommen.

Die Vorräte stiegen deutlich von 0 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,4 Mio. EUR an. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen, die im Vorjahr eine vollständige Verrechnung mit den Vorräten ermöglichten. Der Anstieg spiegelt somit eine Veränderung in der Projektstruktur und der Anzahlungsbilanz wider.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte verringerten sich von 13,9 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR, was einerseits auf effizienteres Forderungsmanagement sowie andererseits wiederum auf eine veränderte Projektstruktur zum Bilanzstichtag (weniger schlussfakturierte Kundenaufträge) zurückzuführen ist.

Die Rückstellungen erhöhten sich deutlich von 9,4 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR. Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf höhere erwartete Verpflichtungen aus noch nicht vollständig in Betrieb genommenen Kundenaufträgen zurückzuführen.    

Bei über den Abschreibungen liegenden Auszahlungen in das Anlagevermögen kommt es im Geschäftsjahr zu einem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 1,0 Mio. EUR.

Die Anlagenintensität ist bei einer höheren Bilanzsumme von 18,7 % auf 16,2 % gesunken. Aufgrund der Investitionen von 1,0 Mio. EUR, die über den Abschreibungen liegen, hat sich das Anlagevermögen absolut um 0,3 Mio. EUR erhöht. Die Anlagenintensität verbleibt nach wie vor auf relativ niedrigem Niveau. Bei einem ansteigenden Umlaufvermögen hat sich die Bilanzsumme von 18,7 Mio. EUR auf 23,2 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich unter Berück­sichtigung des Jahresüberschusses von 11,5 % auf 17,2 % deutlich verbessert. 

C. Prognose der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Durch den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in der Ukraine haben sich die öko­nomischen Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Aktuell ist dieser räumlich auf die Ukraine begrenzt. Neben den direkten Auswirkungen auf das direkte Liefergeschäft durch Sanktionen in Form von weniger Umsatz gibt es zahlreiche und weitreichendere indirekte Folgen insbesondere in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Dazu zählen die Verteuerung von Energie und Rohstoffen, eine noch größere Belastung in den Lieferketten und ganz allgemein die erneut erhöhte Verunsicherung über die weitere Entwicklung.

Die deutsche Wirtschaft ist abermals heftigem Gegenwind ausgesetzt. Der Krieg in der Ukraine führt zu hohen Rohstoffpreisen, neuen Lieferengpässen und schwindenden Absatzmöglichkeiten. Dazu kommen weitere Unsicherheiten durch den wieder aufgeflammten Nah-Ost-Konflikt und zunehmende protektionistische Tendenzen zahlreicher Staaten. Die hohen Rohstoffpreise haben zu gestiegenen Inflationsraten geführt und verringern die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und dämpfen damit den privaten Konsum. Zudem belasten zusätzliche Lieferengpässe die Industrie spürbar. Schließlich verschlechtern sich zumindest vorübergehend die Absatz­möglich­keiten aufgrund der Sanktionen sowie der durch den Krieg gestiegenen Unsicherheit. All dies trifft die Wirtschaft in einer Phase, in der die dämpfenden Einflüsse der Pandemie nachlassen und eine kräftige Erholung angelegt war. Mit dem Angriff von Russland auf die Ukraine sind zuver­lässige Prognosen demzufolge schwieriger geworden. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie folgen.

Die Stimmung in der Abfall- und Recyclingtechnik hat sich nach neuesten Umfragen des VDMA verschlechtert. Die schwache Weltkonjunktur, Bürokratie und hohe Energiekosten bereiten der Branche Probleme. Eine schwache Weltkonjunktur, zu viel Bürokratie und hohe Energiekosten haben die Perspektiven der Abfall- und Recyclingindustrie belastet. Herrschte zu Beginn des Jahres 2023 noch Optimismus in der Branche, hat sich die Stimmung inzwischen deutlich eingetrübt. Und eine kurzfristige Konjunkturerholung ist für die Branche aktuell nicht in Sicht, stattdessen rechnen die Unternehmen für dieses Jahr mit einem Rückgang des Auftragseingangs von 0,8 Prozent. Ein Problem für die Branche ist auch, dass Kunststoff-Originalware derzeit vielfach günstiger ist als Recyclingware. Hohe Energiekosten schlagen auf die Herstellung heimischer Rezyklate durch und begünstigen damit Importe von Originalmaterial und auch von Rezyklaten. Das setzt der deutschen und europäischen Recyclingwirtschaft deutlich zu und hat bei den Recyclern auch zu Kurzarbeit und Firmenschließungen geführt.

Auf der politischen Seite sind die weltweiten Bestrebungen zu nennen, Abfälle zu vermeiden und den Rezyklateinsatzquoten zu erhöhen. Im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung in Deutschland ist beispielsweise der Kreislaufwirtschaft ein eigener Abschnitt gewidmet. Zudem sollen nach neuen EU-Vorschriften aus 2024 für Verpackungen strengere Anforderungen an die Recycling­fähigkeit gelten. Es werden auch Mindestziele für den Rezyklatanteil von Kunststoff­verpackungen und Mindestziele für das Recycling von Verpackungsabfällen nach Gewichts­prozent vorgegeben.

Prognose:

Im Zuge der neuen Konzernzugehörigkeit hatte die Herbold Meckesheim GmbH im Jahr 2023 erstmals ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr. Aufgrund des Gesellschafter­wechsels endet das Geschäftsjahr nunmehr am 30. September eines Kalenderjahres. Im Jahr 2023 ist die Umstellung erfolgt, so dass das berichtete Geschäftsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2023 darstellt. Das Geschäftsjahr 2024 wird sich wiederum über volle 12 Monate strecken. Folglich wird bei Prognosen nur eine begrenzte Vergleichbarkeit gegeben sein.

Unser Unternehmen ging vor dem Hintergrund dieser schwierigen und unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut mit einem Rekordauftragsbestand von 76,4 Mio. EUR ins Jahr 2024. Die Auslastung ist wieder auf Jahressicht gesichert und reicht in das Geschäftsjahr 2025 hinein.

Es wurde für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatz von knapp 50 Mio. EUR erzielt. Wegen eines Bestandsabbaus der Vorräte und geringen Aufwand durch Nachlaufkosten liegt die Waren­einsatzquote – trotz steigender Rohstoffkosten – bei 41,1 % somit weit unter dem derzeitigen Niveau von 2023, so dass wir auch beim Rohgewinn I entsprechende Steigerungen sehen. Im Bereich der Kosten ergaben sich v.a. höhere Personalaufwendungen und steigende Kosten der Warenabgabe (spürbar verteuerte Frachtraten). Die übrigen Ertrags- und Kosten­relationen sind im Vergleich zum Jahr 2023 gleichbleibend. Eine Sonderrolle nehmen dabei die Personal­aufwendungen ein. Wir stellen auf fast allen Ebenen Personal ein, sofern geeignete Bewerber und Bewerberinnen gefunden werden. Dies führt zu einem steigenden Personalkostenanteil. Beim Ergebnis vor Steuern von 0,6 Mio. EUR und dem Ergebnis nach Steuern von 0,5 Mio. EUR zum 30. September 2024 zeigt sich erneut ein positives Ergebnis nach Steuern. Der hohe Auftrags­eingang des Jahres 2023 war 2024 nicht zu erreichen, weshalb der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende 2024 gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Die Eigenkapitalquote blieb im Vergleich der beiden Bilanzstichtage einigermaßen konstant. Als Folge des erwartenden Ergebnisses nach Steuern entwickelte sich in 2024, abhängig auch von einzelnen Zahlungen von Kunden auf Bestellungen, der Cashflow besser als erwartet.

Für das darauffolgende Geschäftsjahr 2025 wird aufgrund des weiterhin geringen Auftrags­eingangs und des rückläufigen Umsatzes von 33,6 Mio. EUR ein negatives Ergebnis nach Steuern von etwa 5,5 Mio. EUR erwartet. Der schwache Auftragseingang ist insbesondere auf die Verschiebung von Investitionsentscheidungen durch die Kunden zurückzuführen. Zur Abfederung dieser Entwicklung wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. Dennoch bleibt die Situation angespannt und die Prognose insgesamt zurückhaltend. Für das Jahr 2026 werden wiederum geringere Umsätze in Höhe von 52,1 Mio. EUR erwartet, aber aufgrund der aktuellen marktseitigen Unsicherheiten ist vermutlich noch mit einem positiven Ergebnis nach Steuern von 0,2 Mio. EUR zu rechnen.

Chancen:

Der Grund für die positive Entwicklung der letzten Jahre liegt im Weg der Kunststoffwelt in eine Kreislaufwirtschaft, wie wir sie von Metallen oder Papier kennen. Alljährlich werden fast 500 Mio. Tonnen Kunststoff verbraucht, Tendenz steigend. Will man diesen gewaltigen Bedarf auch nur zu einem niedrigen zweistelligen Prozentsatz mit Recyclaten decken, werden weltweit Investitionen in Milliardenhöhe erforderlich, zu denen auch Maschinen und Anlagen gehören, die unser Unternehmen baut.

Risiken:

Jedoch ist es im Augenblick schwierig und mit großem Risiko verbunden, abzuschätzen, wie stark die krisen- und kriegsbedingten Gegenbewegungen wirken. Die sich verschärfenden Engpässe und Preissteigerungen vor allem im Bereich Material, Elektroteile und Logistik. Neben der drastischen Verteuerung von Energie und Rohstoffen belasten die Störungen in den weltweiten Lieferketten sowie eine allgemein erhöhte Unsicherheit in Folge der ganzen globalen Krisen die wirtschaftliche Erholung der Weltwirtschaft zusätzlich.

Darüber hinaus bestehen unverändert zum Vorjahr nachfolgend beschriebene moderate Risiken für unser Unternehmen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt und in absehbarer Zeit sind für uns keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken zu erkennen. Auch die Gesamtsumme der Risiken gefährdet aus heutiger Sicht nicht unseren Fortbestand.

Die Finanzrisiken beschränken sich auf Forderungsausfälle im begrenzten Umfang. Die Teil­nahme am Hillenbrand Cash Pooling sichert dabei zu jederzeit die Liquidität des Unter­nehmens. Darüber hinaus sind keine weiteren erwähnenswerten Finanzinstrumente im Einsatz, die der Absicherung von Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken dienen. Wir überwachen alle Finanzrisiken durch die Verwendung entsprechender Kontroll- und Steuerungsinstrumente. Ein monatliches Reporting ist eingerichtet.

Ein Absatzrisiko liegt in der Konjunkturentwicklung unserer wichtigen Absatzmärkte. Die Liste der globalen Risiken ist lang. Allgegenwärtig sind natürlich die Auswirkungen des Einmarsches der russischen Armee in die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen des Westens gegen Russland. Steigende Preise für Energie und Rohstoffe sind weitere unmittelbare Folgen. Als weitere Beispiele sind der wieder aufflammende Nah-Ost-Konflikt sowie die sich zuspitzenden Handelskonflikte zwischen USA, Europa und China zu nennen.

Es bestehen weiterhin Rechtsrisiken aus laufenden Gerichtsprozessen. Zum Teil ziehen sich diese noch, zum Teil können sie auch mit Vergleiche abgewendet werden. Dieses Risiko haben wir durch eine ausreichende Rückstellungsbildung Rechnung getragen. Die Rückstellungen beinhalten neben den eigenen voraussichtlichen Kosten für Rechtsanwälte usw. auch drohende Zahlungen in angemessener Höhe.

Beschaffungsrisiken sehen wir vor allem in der erhöhten Auslastung der Zulieferbetriebe. Um Verzögerungen der eigenen Projekte zu vermeiden und die Lieferbereitschaft zu wahren, setzen wir auf eine erhöhte Bevorratung und eine permanente Überwachung und Prüfung des Beschaffungsmarktes.

Durch die zahlreichen und immer komplexer werdenden Kundenaufträge können einzelne Projektrisiken und dadurch entstehende negative Effekte nicht vollständig ausgeschlossen werden. Durch ein wirksames Projektcontrolling sollen Projektrisiken frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Für nach dem Stichtag anfallende Nachlaufkosten und Risiken bis zur endgültigen Inbetriebnahme wurden durch Rückstellungsbildungen in ange­messener Höhe Vorsorge getroffen.

Meckesheim, 26. September 2025

Christian Raiser

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde am 29.09.2025 festgestellt.

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