Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 732577
Eingetragen
31.1.2019
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialWärme- und KältehandelHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von elektrischen Beheizungslösungen, Temperaturreglern und verwandter Produkte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Ernst
seit 9.7.2024
Vorstandsmitglied
Andreas Zenner
seit 31.1.2019
Vorstandsmitglied
Markus Medek
seit 31.1.2019
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Winkler GmbH
Germany
1.086.033 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Winkler AG

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Winkler AG entwickelt, fertigt und vertreibt flexible elektrische Beheizungslösungen und Temperaturregler für industrielle Anwendungen. Die Winkler AG bzw. ihre Tochtergesellschaft beschäftigen insgesamt über 200 Mitarbeiter an drei Standorten.

Die Produkte von Winkler kommen in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen zum Einsatz von Frostschutz bis zum Erhalt von Prozesstemperaturen von 900°C. Nicht bedient werden Anwendungen im Consumer-Bereich oder in Gebäuden und Automobilen. Die elektrische Beheizung hat gegenüber anderen Beheizungs-Technologien (wie z.B. mit Dampf) den Vorteil der besseren Regelbarkeit, der höheren Sicherheit und Sauberkeit sowie der besseren Energieeffizienz. Elektrisches Beheizen ist eine zunehmend wichtigere Querschnittstechnologie: Infrastruktur für Energie, Verkehr und Kommunikation muss ganzjährig zuverlässig auch in kalten Klimaregionen funktionieren und industrielle Prozesse erfordern eine zunehmend anspruchsvollere Temperaturführung. Die Erzeugung, Verteilung und Dosierung elektrisch erzeugter Wärmeenergie lassen sich durch kein bekanntes physikalisches Prinzip substituieren. Dadurch bietet sich Winkler ein sehr interessanter und vielfältiger Nischenmarkt, mit einem stetigen Wachstum und einem globalen Aktionsradius.

Unsere Produkte werden in zahlreichen Branchen und Anwendungen eingesetzt wie z. B. bei der Entwicklung und Zertifizierung von Verbrennungsmotoren, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Umwelt- und Prozessanalytik, der chemisch-thermischen Verfahrenstechnik, der Halbleiterindustrie, der Klebetechnik, der Abfüll- und Dosiertechnik sowie der Bahntechnik. Dies alles auch nach Bedarf in explosionsgeschützter Ausführung.

Organe

Die Winkler AG besteht aus einem zweiköpfigen Vorstand unter Vorsitz von Dipl.-Wirtsch.-Ing. Andreas Zenner und dem Finanzvorstand Markus Medek.

Der Aufsichtsrat der Winkler AG setzt sich aus dem Vorsitzenden German J. Schild, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Mentzner und Rolf Eiermann zusammen.

Aufsichtsratsausschüsse gibt es auf Grund der Struktur nicht. Es findet regelmäßige Kommunikation zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand zu allen relevanten Themen statt.

Rechtliche Struktur

Hauptsitz der Winkler AG ist Heidelberg. Die Gesellschaft betreibt einen Produktionsstandort in Walldorf. Die Winkler AG hat zum Abschlussstichtag eine unmittelbare Tochtergesellschaft.

Die Gesellschaft hält eigene Aktien im Nennwert von Euro 1.055,00. Auf die Angaben im Anhang wird verwiesen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Winkler AG ist abhängige Gesellschaft von der Zenius Holding GmbH (herrschendes Unternehmen). Zwischen den beiden Gesellschaften besteht kein Beherrschungsvertrag. Der Vorstand der Winkler AG hat daher innerhalb der ersten drei Monate des Geschäftsjahres einen Bericht über die Beziehungen der Winkler AG zu verbundenen Unternehmen aufzustellen (Abhängigkeitsbericht). Der Vorstand der Winkler AG ist dieser Pflicht mit Aufstellung des Abhängigkeitsberichts am 28.03.2024 nachgekommen. Die Schlusserklärung des Vorstands wird wie folgt wiedergegeben:

"Als Vorstand der Winkler AG erklären wir gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass die Gesellschaft bei den im vorstehenden Abhängigkeitsbericht aufgeführten und vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Situation und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger gegenüber dem Vorjahr. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind sehr unterschiedlich. Die Diversifizierung unserer Produkte in zahlreichen Branchen und Anwendungen ist seit jeher ein wichtiges Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb, der durchweg stärker fokussiert ist. Durch die Breite der Anwendungen, die Vielfalt und Komplexität des Produktportfolios und die kleinen Stückzahlen bietet Winkler nur geringe Angriffspunkte für Wettbewerber und kann konjunkturelle Rücksetzer in Einzelanwendungen auch besser auffangen.

Im Bereich der Verbrennungsmotoren rückt mit dem Verbrennerverbot in der EU für die Zulassung neuer PKW ab 2035 das Ende des Verbrennungsmotors immer näher, was sich auch an der strategischen Ausrichtung aller Automobilhersteller mit entsprechend konkreten Produktionsausstiegen für die Herstellung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren widerspiegelt. Mit der von der EU-Kommission beschlossenen Verschärfung der CO 2 -Grenzwerte wird diese Entwicklung weiter beschleunigt.

Gleichzeitig wächst die Halbleiterindustrie unverändert. Weltweit werden die Fertigungskapazitäten erhöht. Insbesondere Deutschland hat ein hohes Interesse an der Förderung dieser Schlüsseltechnologie im gemeinsamen europäischen Interesse und in der Ansiedlung entsprechender Fabriken zur Chipproduktion in Deutschland, wie die geplanten Förderungen zeigen.

Geschäftsverlauf

Mit einem Rückgang der Umsatzerlöse von -1,9 % lagen wir leicht über dem Rückgang des BIP (-0,3 %).

Dennoch bestätigt dieser moderate Rückgang, dass die Diversifizierung unserer Anwendungen auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zu einer stabilen Entwicklung beiträgt. Schwankungen in einzelnen Anwendungsbereichen wie der chemisch-thermischen Verfahrenstechnik (-6,9 %), Abfüll- und Dosiertechnik (-10,2 %) oder der Klebetechnik (-23,1 %) stehen deutliche Zuwächse wie in der Abgasmesstechnik (+10,8 %) gegenüber. Dazu haben insbesondere die Bereiche Laborheizhauben (+11,6 %) und Temperaturregler (+34 %) die Erwartungen erfüllt. Die außerordentlich gute Entwicklung dieser Bereiche war mit ein Faktor für die zufriedenstellende Gesamtentwicklung.

Qualitätswesen, Forschung u. Entwicklung

Die Zertifikate gem. DIN EN ISO9001:2015 und ATEX RL 2014/34/EU wurden erfolgreich verlängert.

Wir investieren kontinuierlich in die Entwicklung unserer Produkte. Dadurch entstehen maßgeschneiderte Beheizungslösungen, die höchste Standards in Bezug auf Normenkonformität, Ressourceneffizienz, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus erfüllen.

Die Ausgaben für Entwicklung lagen im Geschäftsjahr bei 6 % (Vorjahr: 5 %) des Umsatzes.

Insbesondere mit unserem selbst entwickelten und montierten vielseitigen Temperaturreglerprogramm sowie den technisch überarbeiteten und verbesserten PILZ®-Laborheizhauben haben wir hervorragende Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen.

Wachstum und Innovationen

Die Winkler AG betreibt eine langfristige Wachstums- und Innovationsstrategie. Ziel ist hier die branchenweite Position als Technologieführer auszubauen. Hierfür findet ein enger Austausch mit unseren Kunden statt. Insbesondere im Bereich der textilen Produkte werden neue Verfahren eingesetzt. Damit ist sichergestellt, dass Winkler-Produkte vom Wettbewerb nicht einfach ersetzt werden können.

Internes Steuerungssystem

Das Unternehmen verfügt über eine Mehrjahresplanung, detailliert nach GuV und Bilanz, die entsprechend aktualisiert wird. Daraus leitet sich die jährliche Budgetplanung ab.

Im Rahmen des monatlichen Reportings erfolgen Soll-/Ist-Vergleiche, insbesondere zu den relevanten Absatz-, Finanz- und Bestandskennzahlen. Die monatlichen Reports werden durch wöchentliche Informationen zu Umsatz- und Auftragseingangsentwicklung ergänzt.

Verhaltenskodex

Die Winkler AG verfügt über Compliance Richtlinien, die den Rahmen für alle ethischen und rechtlichen Themen bilden und Grundlage des Handels für alle Organe und Mitarbeitenden sind. Diese werden jährlich überprüft und angepasst.

Personalkosten und deren Entwicklung

Im Geschäftsjahr waren bei der Winkler AG durchschnittlich 83 Mitarbeiter beschäftigt.

Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
TEuro TEuro
Betriebsergebnis 994 1.323
Finanzergebnis -199 -117
Ergebnis vor Ertragsteuern 795 1.206
Steuerergebnis -214 -376
Jahresergebnis 581 830

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr TEuro 14.074 (Vorjahr: TEuro 14.351). Damit hatten wir einen konjunkturbedingten Rückgang um -1,9 % (Vorjahr: +18,4 %).

Die Materialeinsatzquote ist mit 31,0 % (Vorjahr: 31,6 %) der Gesamtleistung weiter zurückgegangen. Bei einem variierenden Produktmix und den durch die weltweite Rohstoffknappheit und der Inflation verursachten Preissteigerungen ist dies eine Bestätigung unserer Anstrengungen.

Die Personalkosten sind um TEuro -81 auf TEuro 5.219 gegenüber dem Vorjahr (TEuro 5.300) gesunken. Hier überwiegen die Reduzierungen durch den Entfall der flexiblen erfolgsabhängigen Vergütungen gegenüber der Schaffung und Besetzung neuer Funktionen.

Die Abschreibungen liegen mit TEuro 237 über dem Niveau des Vorjahres (TEuro 212). Investitionen in das Anlagevermögen wurden in bewährter Form über Leasing getätigt. Hier liegen die Ausgaben wie im Vorjahr bei TEuro 134 (Vorjahr: TEuro 134). Dies zeigt die unverändert anhaltende Investitionstätigkeit, auch in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld.

Die Werbe-, Reise- und Messekosten in Höhe von TEuro 231 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEuro 173) insbesondere durch eine weiter verstärkte Reisetätigkeit und Messeaktivitäten gestiegen.

Das operative Finanzergebnis liegt mit TEuro -199 auf Grund dem mit der Aufstockung der Vorräte verbundenen höheren Liquiditätsbedarf über Vorjahresniveau (TEuro -117).

Das EBIT liegt mit 6,7 % unter dem Vorjahr (Vorjahr: 9,2 %).

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist, insbesondere unter dem Eindruck des anhaltenden unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeldes, zufriedenstellend.

Finanzlage

Aufgrund der positiven operativen Ertragslage der Gesellschaft ist die finanzielle Situation des Unternehmens geordnet. Die Liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEuro 121 und sind im Vorjahresvergleich um TEuro 120 zurückgegangen. Im Geschäftsjahr wurde zur Finanzierung der Aufstockung des Lagerbestandes strategischer Materialien und der damit verbundenen Sicherstellung der Lieferfähigkeit ein Betriebsmittelkredit in Höhe von TEuro 1.000 aufgenommen. Damit sind die Liquiden Mittel sowie die eingeräumte Kreditlinien ausreichend, um auch in Zukunft sämtliche finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können.

Vermögenslage

Die wesentlichen Bilanzposten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEuro % TEuro %
Langfristig gebundenes Vermögen 3.068 33 3.054 34
Kurzfristig gebundenes Vermögen 6.320 68 5.899 66
Eigenkapital 4.425 47 3.976 44
Rückstellungen 490 5 965 11
Verbindlichkeiten 4.412 47 3.868 43
Bilanzsumme 9.388 8.953

Die Bilanzsumme beträgt zum Ende des Geschäftsjahres TEuro 9.388 und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEuro 435, was insbesondere auf den Anstieg der Bestände zurückzuführen ist. Hier wurde auf Grund der weltweiten unsicheren Liefersituation bereits im Jahr 2022 die Beschaffung von Mehrjahresbedarfe strategischer Materialien angestoßen und mit dem zusätzlichen Betriebsmittelkredit finanziert.

Die Winkler AG hat im Berichtsjahr weiter in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere die Erweiterung und Verbesserung der Produktionskapazitäten und das neue ERP-System.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 47 % (Vorjahr: 44 %).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten um TEuro 209 reduziert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEuro 176 (Vorjahr: TEuro 33).

Die mit Aufnahme des Darlehens zur Finanzierung des erworbenen Grundstücks in Walldorf im Vorjahr angestiegenen Finanzverbindlichkeiten wurden planmäßig um TEuro 120 zurückgeführt.

Die in der Hauptversammlung vom 06. Juli 2023 beschlossene Dividende in Höhe von Euro 0,25 je Aktie bestätigt die unverändert stabile wirtschaftliche Lage und wurde wie beschlossen ausgeschüttet.

Es konnten im Berichtsjahr alle Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist beglichen werden. Auf Grund unseres aktiven Forderungsmanagements mussten wir keine relevanten Zahlungsausfälle feststellen.

Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel und freie Kreditlinien.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

Alle risikorelevanten Posten wurden durch Bildung angemessener Rückstellungen berücksichtigt. Wesentliche Positionen hier sind Personalverpflichtungen aus Urlaubsansprüchen mit TEuro 62 (Vorjahr: TEuro 120 ) sowie Steuerrückstellungen mit TEuro 97 (Vorjahr: TEuro 213). Die Rückstellung für Risikobetrachtungen für Neuprodukte ist entsprechend der positiven Umsatzentwicklung leicht angestiegen auf TEuro 201 (Vorjahr: TEuro 170).

Risiken im Vorratsvermögen durch überdurchschnittliche Lagerdauer oder sonstigen Gründen wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung,

Betriebsergebnis und

Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz je Produktgruppe, Umsatzrendite und EBIT heran.

Für diese Leistungsindikatoren werden Prognosen zur voraussichtlichen Entwicklung geplant.

Die für 2023 gemachten Prognosen der Kennzahlen wie Umsatz (TEuro 15.200) und EBIT (9,5 %) konnten auf Grund, der durch die unverändert anhaltende geopolitische Situation und der damit verbundenen Zurückhaltung nicht bestätigt werden. Der Umsatz beträgt zum 31.12.2023 TEuro 14.074 und unterschreitet den prognostizierten Wert um TEuro 1.126. Im Berichtsjahr 2023 wurde ein EBIT von 6,7 % erzielt, das den ebenfalls höher prognostizierten Wert von 9,5 % unterschreitet.

Das Betriebsergebnis wurde für das Jahr 2023 über Vorjahresniveau geplant. Tatsächlich wurde im Berichtsjahr 2023 ein Betriebsergebnis von TEuro 994 erzielt, das den Wert von 2022 um TEuro 329 unterschreitet.

Gesamtaussage

Das für 2023 skizzierte Wachstum wurde konjunkturbedingt nicht erreicht. Unabhängig davon konnte in einem unverändert anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld mit einem EBIT von 6,7 % (Vorjahr: 9,2 %) ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.

Aufgrund der soliden Entwicklung unseres Betriebsergebnisses konnten wir unsere wirtschaftliche Lage trotz der anhaltenden geopolitischen Situation stabil halten.

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir, insbesondere in dem weiterhin wirtschaftlich unsicheren Umfeld, als gut ein.

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr ist im Kontext des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes zufriedenstellend.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Unser Ausblick für 2024 bleibt auch unter dem Eindruck der geopolitischen und weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen zuversichtlich.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit wieder steigenden Umsätzen von TEuro 15.330 im Jahresvergleich 2023 bei einem absoluten Betriebsergebnis über Vorjahresniveau in Höhe von TEuro 1.099 (2023: TEuro 994 ) geplant. Dadurch wird ein EBIT in Höhe von 7,2 % (Vorjahr: 6,7 %) erwartet.

Ungeachtet der bisherigen positiven Umsatzentwicklung mit Werkstattleitungen auf Grund der gesetzlichen Grundlagen für den Prüfzyklus nach WLTP-Messverfahren gehen wir von einem zunehmend stark rückläufigen Marktumfeld im Bereich des Verbrennungsmotors aus. Dieser Rückgang wird im Bereich der Werkstattleitung bereits im Jahr 2024 einsetzen.

Dagegen sind im Bereich der textilen Beheizungen, insbesondere auf Grund der weltweit steigenden Fertigungskapazitäten in der Halbleiterindustrie entsprechende Marktpotentiale vorhanden, die innerhalb der nächsten Jahre für eine kontinuierliche Umsatzausweitung sorgen werden. Gerade in Deutschland sind für die nächsten Jahre Milliardeninvestitionen für den Neubau und die Erweiterung von Halbleiterlinien angekündigt. Mit unseren Produkten können wir einen wichtigen Beitrag zur stabilen und effizienten Produktion leisten.

Dafür verstärken wir uns 2024 mit einem Team aus erfahrenen Brancheninsidern aus dem Halbleiterbereich. Zusammen mit dem seit 2023 tätigen Leiter Technik und den darüber hinaus zusätzlich geschaffenen personellen Ressourcen und Strukturen sehen wir uns für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

Der Auftragsbestand Ende des Geschäftsjahres 2023, insbesondere unter Berücksichtigung des weiterhin guten Bestandes an Rahmenaufträgen, zeichnete bereits einen positiven Ausblick für das erste Quartal und bleibt weiterhin auf gutem Niveau.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird sich damit positiv entwickeln.

Parallel dazu wird kontinuierlich in die Verbesserung der Unternehmensprozesse und der Infrastruktur investiert. Insbesondere die fortschreitende Einführung der ERP-Software trägt hierzu bei.

Gemäß der Gründungssatzung der Winkler AG wurde der Vorstand ermächtigt für die Dauer von fünf Jahren ab der Eintragung des Formwechsels in das Handelsregister das Grundkapital einmal oder mehrfach, um bis zu insgesamt Euro 250.000 EUR durch die Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Das genehmigte Kapital, das durch die Gründungssatzung, die am 31. Januar 2019 in das Handelsregister eingetragen wurde, wäre mit Ablauf des 31. Januar 2024 unwirksam geworden.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juli 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab der Eintragung des Beschlusses in das Handelsregister das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrfach bis zu insgesamt Euro 169.145 durch Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Ausgegeben werden dürfen jeweils Stamm und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien.

Der Beschluss zur Schaffung eines genehmigten Kapitals wurde am 18. August 2023 in das Handelsregister eingetragen.

Chancen- und Risikobericht

Die geopolitischen Entwicklungen mit dem andauernden Ukraine-Krieg, aber auch der eingesetzten Entspannung an den Beschaffungsmärkten, Rückgang der Inflation sowie der allgemein erwarteten Anpassung der Leitzinsen im Jahresverlauf geben Anlass zu einem optimistischen Ausblick. Aus diesen vielschichtigen Einflussfaktoren heraus bleibt die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung dennoch weiterhin abzuwarten.

Die fortschreitende Elektrifizierung in der Automobilindustrie wird die bereits eingesetzte rückläufige Umsatzentwicklung außerhalb der Werkstattleitungen in diesem Bereich weiter verstärken.

Die unverändert dynamische Entwicklung am Halbleitermarkt, bietet uns die Chance hier mit unseren textilen Produkten und Produktionsmöglichkeiten an dieser Entwicklung teilzuhaben.

Im Bereich der Laborheizhauben können wir mit unseren technisch verbesserten PILZ®-Laborheizhauben sowie den Produktionskapazitäten, die sich bietenden Chancen noch aktiver nutzen.

Unser selbst entwickeltes Temperaturreglerprogramm erfährt immer mehr Aufmerksamkeit im Markt und wird damit in der Zukunft ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor in unserem Portfolio. Insbesondere diese beiden Bereiche bieten über das im Jahr 2023 erzielte Wachstum hinaus weiteres Potential für deutliche Umsatzsteigerungen.

Die Winkler AG ist in vielfältigen Branchen und Märkten aktiv. Damit wird die Abhängigkeit von einzelnen Kunden entsprechend reduziert. Darüber hinaus liegt der Fokus darauf, unsere Aktivitäten in wachstumsstarken Branchen auszubauen.

Auch mit den eingesetzten Entspannungen an den Beschaffungsmärkten bleibt die Sicherstellung der Bestände für die strategischen Materialien eine permanente Herausforderung.

Unsere führende Rolle werden wir auch weiterhin durch kontinuierliche Produktweiter- und Produktneuentwicklungen bestätigen. Gleichzeitig muss bewusst sein, dass es mehrere Jahre dauert bis neue Produkte am Markt eine entsprechende Relevanz haben.

Mit unserer Marke, jahrzehntelangen Erfahrung und breiten Produktpalette ist die Winkler AG für anspruchsvolle nationale und internationale OEM-Kunden der richtige Partner. Dies bildet die Basis für kontinuierliches Wachstum der nächsten Jahre.

Gestützt wird dies durch die kontinuierliche Internationalisierung unserer vertrieblichen Aktivitäten mit entsprechender Reduzierung der Abhängigkeit vom inländischen Markt auf eine Quote kleiner 50%.

Die großen Herausforderungen unserer Zeit wie Demographie, Klimawandel und Digitalisierung sehen wir als Chance.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder den Bestand unseres Unternehmens gefährden.

Neben den sonstigen allgemeinen Markt- und Branchenrisiken sind keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung erkennbar.

Unternehmerischen Risiken begegnen wir durch unsere internen Kontrollsysteme und durch unser internes Qualitätsmanagement sowie durch die kontinuierliche Qualifizierung unserer Mitarbeiter. In allen Unternehmensbereichen sind moderne EDV-gestützte Controlling-Verfahren im Einsatz, die Abweichungen von Vorgaben erkennen lassen. Die Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme wird regelmäßig geprüft. Die Beobachtung und Steuerung bestandsgefährdender Risiken ist Bestandteil der Unternehmensführung.

Auch für 2024 wird mit einer weiter angespannten geopolitischen Weltlage gerechnet, was unverändert negative Auswirkungen auf das Kundenverhalten haben kann. Die Erwartungen an die Entwicklung der Inflation Arbeitskosten, Zinsen, Beschaffungsmärkte und Energiepreise wirken sich unmittelbar auf die Geschäftstätigkeit aus. Wie stark bleibt abzuwarten, so dass eine Prognosefähigkeit deshalb weiterhin nur eingeschränkt möglich ist. Die Entwicklung bleibt unsicher und nicht planbar. Generell gehen wir aber davon aus, dass sowohl die Preise hoch als auch die Verfügbarkeit der für uns relevanten Vorprodukte anspruchsvoll bleiben. Sehen uns aber mit der Ausweitung unserer Beschaffungsmärkte gut aufgestellt.

Wir haben keine relevanten direkten Geschäftsbeziehungen mit russischen oder ukrainischen Unternehmen. Weder auf der Absatz- noch auf der Beschaffungsseite.

Mit unseren Kunden und Lieferanten stehen wir im regelmäßigen Austausch. Daraus ergibt sich trotz unverändert schwieriger Rahmenbedingungen ein optimistisches Bild, dass die Investitionstätigkeit nach der Zurückhaltung im vergangenen Jahr aller Unsicherheiten zum Trotz wieder zunimmt, insbesondere im internationalen Umfeld. Gleichzeitig erwarten wir eine unverändert anspruchsvolle Versorgungslage mit sich weiter verschlechternder Tendenz Richtung Osteuropa und China. Alternativ bauen wir neue Beschaffungsmöglichkeiten auf. Die sich aus der gesamten Entwicklung ergebenden Preissteigerungen können nur bedingt an unsere Kunden weitergegeben werden. Unter diesen Voraussetzungen erwartet der Vorstand dennoch einen Umsatz und ein Ergebnis vor Steuern über Vorjahresniveau. Auf Grund der notwendigen größeren Mengen in der Vorratsbeschaffung wird der Lagerbestand entsprechend zunehmen.

Gesamtaussage

Die Gesamtsituation ist nach unserer Einschätzung weiterhin sehr gut, es bedarf jedoch unverändert entsprechender Aufmerksamkeit bezüglich der komplexen Marktveränderungen. Neben den Marktveränderungen wird das Thema Nachhaltigkeit, die Personalbeschaffung sowie weiterhin umfangreichere Vorgaben des Gesetzgebers unsere unternehmerische Entwicklung prägen. Wir sind dennoch der Auffassung, dass wir nach wie vor insgesamt sehr gut aufgestellt sind, um die Marktpotentiale in den kommenden Jahren entsprechend zu nutzen.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen aus unserer Sicht solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über bestehende Guthaben sowie ausreichende Kreditlinien bei verschiedenen Kreditinstituten sowie über das Eigenkapital.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen wesentlichen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Vorratsvermögen gedeckt.

Das Unternehmen verfügt über ein der Größe und der Komplexität angemessenes Reporting- und Controlling-System, das die Basis für die Erkennung eventueller Risiken schafft.

 

Heidelberg, 15. Mai 2024

Der Vorstand

Andreas Zenner

Markus Medek

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 480.787,00 151.509,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.903,00 23.365,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 312.759,94
500.690,00 487.633,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.682.034,20 1.683.566,20
2. technische Anlagen und Maschinen 163.484,00 171.067,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 417.610,00 417.730,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 231.804,11 221.242,41
2.494.932,31 2.493.605,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.784,79 71.784,79
2. Genossenschaftsanteile 750,00 750,00
72.534,79 72.534,79
Summe Anlagevermögen 3.068.157,10 3.053.774,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.673.775,79 2.987.164,45
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 156.862,83 174.686,90
3. fertige Erzeugnisse und Waren 601.867,86 874.855,20
4. geleistete Anzahlungen 26.590,30 69.190,41
4.459.096,78 4.105.896,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.159.567,58 1.077.309,89
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 268.520,23 273.298,01
3. sonstige Vermögensgegenstände 248.042,91 154.403,13
1.676.130,72 1.505.011,03
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 121.425,79 241.367,44
Summe Umlaufvermögen 6.256.653,29 5.852.275,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.241,05 47.507,79
9.388.051,44 8.953.557,56

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.080.855,00 1.066.830,00
eigene Anteile -1.055,00 -500,00
ausgegebenes Kapital 1.079.800,00 1.066.330,00
II. Kapitalrücklage 721.894,16 591.635,16
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 108.085,50 106.683,00
2. andere Gewinnrücklagen 8.518,76 14.596,01
116.604,26 121.279,01
IV. Bilanzgewinn 2.506.554,25 2.197.140,18
Summe Eigenkapital 4.424.852,67 3.976.384,35
B. andere Sonderposten 61.029,81 144.284,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 97.466,34 213.263,50
2. sonstige Rückstellungen 392.455,00 752.206,00
489.921,34 965.469,50
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.388.602,57 2.824.182,54
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.725,13 61.017,04
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 562.256,01 771.354,80
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 176.281,74 33.349,75
5. sonstige Verbindlichkeiten 245.382,17 177.515,58
4.412.247,62 3.867.419,71
9.388.051,44 8.953.557,56

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Winkler AG

Heidelberg

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 14.073.914,63 14.350.757,35
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -290.811,41 -1.940,79
3. sonstige betriebliche Erträge 219.978,19 92.396,01
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.267.089,82 -4.541.250,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.094.752,69 -1.107.812,99
-5.361.842,51 -5.649.063,68
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.321.117,15 -4.386.113,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -898.063,65 -913.903,18
-5.219.180,80 -5.300.016,68
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -237.178,96 -211.615,20
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.187.548,61 -1.953.192,47
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 22,50 22,50
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.759,82 1.994,72
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -201.909,56 -119.132,31
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -213.847,14 -375.760,09
12. Ergebnis nach Steuern 584.356,15 834.449,36
13. sonstige Steuern -3.450,83 -4.383,53
14. Jahresüberschuss 580.905,32 830.065,83
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.927.051,43 1.376.940,49
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -1.402,50 -9.866,14
17. Bilanzgewinn 2.506.554,25 2.197.140,18

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Winkler AG hat Ihren Sitz in Heidelberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgericht Mannheim unter HRB 732577 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 2, 266 ff. HGB).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstandes nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Ansonsten wird die Nutzungsdauer gem. § 253 Abs. 3 HGB mit drei Jahren angenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Zugänge zur Computerhard- und Software werden entsprechend steuerlicher Möglichkeiten im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr nach den steuerrechtlichen Vorschriften (Sammelposten) abgeschrieben.

Der Ansatz und die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Es werden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

-Software 3 bzw. 8 Jahre
-Hardware 1 bis 3 Jahre
-Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 10 Jahre.

Entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter, wie z. b. Domain-Adressen, werden nicht abgeschrieben. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände werden bis zu 15 Jahre abgeschrieben.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 bzw. 10 Jahre zu Grunde gelegt. Dies entspricht der voraussichtlichen Dauer der Nutzung der dem Geschäfts- oder Firmenwert zu Grunde liegenden Vermögenswerte.

Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 Satz 5, 6 HGB) waren danach nicht erforderlich.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen erfolgt nicht. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten angesetzt. Für alle erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Der Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ist zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten alle Geschäftsjahre, die noch nicht zu Steuer veranlagt sind.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Umrechnung etwaiger Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag. Änderungen des Wechselkurses werden unter Berücksichtigung des § 256a HGB bewertet.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung verursachungsgerecht zugeordnet.

Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich keine Änderungen in den Bilanzierungsmethoden.

D. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem im Folgenden beigefügten Anlagespiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibung des Geschäftsjahres.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenten an solchen Rechten und Werten 358.219,52 47.295,00 0,00 332.139,35 737.653,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 45.000,00 0,00 0,00 0,00 45.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 312.759,94 19.379,41 0,00 -332.139,35 0,00
715.979,46 66.674,41 0,00 0,00 782.653,87
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken 1.700.005,30 0,00 0,00 0,00 1.700.005,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 429.606,58 22.753,36 -143,48 0,00 452.216,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.246.509,98 151.837,10 -410,47 0,00 2.397.936,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 221.242,41 10.561,70 0,00 0,00 231.804,11
4.597.364,27 185.152,16 -553,95 0,00 4.781.962,48
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.784,79 0,00 0,00 0,00 71.784,79
2. Genossenschaftsanteile 750,00 0,00 0,00 0,00 750,00
72.534,79 0,00 0,00 0,00 72.534,79
5.385.878,52 251.826,57 -553,95 0,00 5.637.151,14
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenten an solchen Rechten und Werten 206.710,52 50.156,35 0,00 0,00 256.866,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 21.635,00 3.462,00 0,00 0,00 25.097,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
228.345,52 53.618,35 0,00 0,00 281.963,87
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken 16.439,10 1.532,00 0,00 0,00 17.971,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 258.539,58 30.206,12 -13,24 0,00 288.732,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.828.779,98 151.822,49 -275,86 0,00 1.980.326,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.103.758,66 183.560,61 -289,10 0,00 2.287.030,17
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.332.104,18 237.178,96 -289,10 0,00 2.568.994,04
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenten an solchen Rechten und Werten 480.787,00 151.509,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.903,00 23.365,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 312.759,94
500.690,00 487.633,94
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken 1.682.034,20 1.683.566,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 163.484,00 171.067,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 417.610,00 417.730,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 231.804,11 221.242,41
2.494.932,31 2.493.605,61
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.784,79 71.784,79
2. Genossenschaftsanteile 750,00 750,00
72.534,79 72.534,79
3.068.157,10 3.053.774,34

An folgenden Unternehmen werden mindestens 20 % der Anteile gehalten:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
(in %) TEuro TEuro
CALOTEX S.A.R.L., Tunesien 96,7 218,49 13,45

Forderungen haben in Höhe von Euro 0,00 (im Vorjahr: Euro 7.316,09) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstanden sind. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag Ergebnis wirksam erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:

Forderungen aus Abrechnungen gegenüber Dienstleistern

Kautionen

Forderungen aus geleisteten Kaufpreiszahlungen

debitorische Kreditoren

Das vollständig eingezahlte Grundkapital beträgt Euro 1.080.855,00. Es ist eingeteilt in 1.080.855 Stammaktien. Davon stammen aus der genehmigten Kapitalerhöhung 80.855 Stück. Vorzugsaktien existieren nicht.

Die Gesellschaft hält eigene Anteile von 1.055 Aktien im Nennwert von Euro 1.055,00. Der Anteil am Grundkapital beträgt 0,098%.

Der Erwerb von 500 Aktien erfolgte am 13. August 2020 aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 02. Juli 2020 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG und hatte zum Zweck die Zahl der Aktionäre zu begrenzen, nachdem Herr Schäfer als Aufsichtsrat aus der Gesellschaft ausgeschieden ist.

Der Erwerb von 200 Aktien erfolgte am 04. August 2023 aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 06. Juli 2023 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG und hatte zum Zweck die Handelbarkeit der Aktien zu gewährleisten. Auf die Aktien entfällt ein Betrag des Grundkapitals im Nennwert von Euro 200,00, was einem Anteil am Grundkapital von 0,019 % entspricht. Der Erwerbspreis betrug Euro 2.390,00.

Der Erwerb von 355 Aktien erfolgte am 05.Oktober 2023 aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 06.Juli 2023 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG und hatte zum Zweck die Handelbarkeit der Aktien zu gewährleisten und die Zahl der Aktionäre zu begrenzen. Auf die 355 Aktien entfällt ein Betrag des Grundkapitals im Nennwert von Euro 355,00, was einem Anteil am Grundkapital von 0,033 % entspricht. Der Erwerbspreis betrug Euro 4.242,25.

Der Vorstand ist ermächtigt das Grundkapital bis zum 18. August 2028 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig bis insgesamt Euro 169.145,00 zu erhöhen.

Mit Beschluss vom 22. August 2023 hat der Vorstand der Gesellschaft eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital um bis zu Euro 169.145,00 auf bis zu Euro 1.250.000,00 durch die Ausgabe von bis zu 169.145 auf den Namen lautende vinkulierte Aktien mit einem Nennbetrag von jeweils Euro 1,00 beschlossen. Der Ausgabebetrag der neuen vinkulierten, auf den Namen lautenden Nennbetragsaktien beläuft sich a u f Euro 12,10 je Aktie, wobei für Arbeitnehmer der Gesellschaft und Arbeitnehmer von inländischen Tochtergesellschaften, Vorständen und Aufsichtsräten eine Ermäßigung auf den Ausgabebetrag von 15 % gilt, mithin beläuft sich der Ausgabebetrag hier auf Euro 10,29 je Aktie. Im Fall der Übernahme von genau 111 Aktien durch die vorgenannten Personen gilt für diese 111 Aktien eine Ermäßigung von 25,55 % auf den Ausgabebetrag von Euro 12,10, sodass in diesem Fall der Ausgabebetrag EUR 9,01 je Aktie und der Gesamtausgabebetrag für die 111 Aktien Euro 1.000,11 beträgt. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die Einlage ist durch Bareinlage zu erbringen und auf ein Konto der Gesellschaft zu leisten. Die Zeichnungsfrist lief von 28. August 2023 bis zum 31. Oktober 2023. Der Aufsichtsrat hat den Beschlüssen des Vorstands mit Beschluss vom 22. August 2023 zugestimmt.

Die Kapitalerhöhung hat zum Zweck Geschäftspartner und Investoren zur Stärkung der Zusammenarbeit an der Winkler AG zu beteiligen, um die wirtschaftlichen Interessen der Gesellschaft dauerhaft zu sichern. Weiterer Zweck der Kapitalerhöhung ist die Bindung von Arbeitnehmern an die Gesellschaft und die Stärkung des Unternehmensklimas.

In die Kapitalrücklage wurde ein Betrag von Euro 130.259 zugeführt.

Fortführung der Jahresergebnisses

Posten Betrag
Euro
Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 2.197.140,18
Jahresüberschuss 580.905,32
Einstellung in die gesetzliche Rücklage ./. 1.402,50
Gewinnausschüttung ./. 270.088,75
Bilanzgewinn Berichtsjahr 2.506.554,25

Die Gewinnrücklage hat sich im Geschäftsjahr durch den Erwerb eigener Anteile gemindert. Sie beläuft sich auf Euro 8.518,76.

Die gesetzliche Rücklage betrug zum 01. Januar 2023 Euro 106.683,00 und erhöht sich auf Grund der Zuführung 2023 in Höhe von Euro 1.402,50 zum 31. Dezember 2023 auf Euro 108.085,50.

Der Bilanzgewinn beläuft sich auf Euro 2.506.554,25.

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEuro 392 sind Beträge für Gewährleistung (TEuro 201), für Urlaub und Überstunden (TEuro 94), für die soziale Sicherheit (TEuro 44), für Abschluss- und Prüfungskosten (TEuro 36), nachlaufende Rechnungen zu entstandenem Aufwand (TEuro 9) und für die Aufbewahrung von Unterlagen (TEuro 9) enthalten.

Ein Ansatz von latenten Steuern erfolgte nicht.

Verbindlichkeitenspiegel

Art davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023 Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2022 Gesamt
Euro Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.388.603 575.602 2.622.387 190.614 2.824.183
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.725 39.725 0 0 61.017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 562.256 562.256 0 0 771.355
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 176.282 176.282 0 0 33.350
Verbindlichkeiten - gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0 0
- aus Steuern 101.585 101.585 0 0 59.987
- übrige Verbindlichkeiten 143.797 118.597 25.200 0 117.529
Summe 4.412.248 1.574.047 2.647.587 190.614 3.867.420

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren beläuft sich auf Euro 190.614.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Abtretungen beträgt Euro 5.659.964,36. Es handelt sich um Sicherheitsabtretungen zu Gunsten von Banken und einer Factoringgesellschaft.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Sicherungsabtretungen und Grundschulden (ohne Brief) gesichert sind, beträgt Euro 3.388.602,57.

Es bestehen keine ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind durch die Gesellschaft ausgegebene Genussrechte in Höhe von Euro 41.520,00 enthalten. Sie beinhalten keine Stimm- oder Beteiligungsrechte. Das Genussrechtskapital wird gesondert verzinst.

Im Berichtsjahr gab es keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen.

Es liegen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB vor.

E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt Euro 14.393,11, davon entfallen Euro 0,00 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgengenstände des Anlagevermögens.

Umsatzerlöse nach regionaler Verteilung

2023 2022
Inland 6.686 7.429
Europäische Union 4.858 5.094
Drittländer 2.614 1.940
14.158 14.463

Aufwendungen für Altersversorgung

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind solche für Altersversorgung in Höhe von TEuro 41 (Vorjahr: TEuro 44) enthalten.

F. Sonstige Angaben

Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen für Gebäude, Kfz sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 374.

2. Organe

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Name ausgeübter Beruf
Herr Andreas Zenner (Vorsitzender) CEO Vorstand Vertrieb und Operations
Herr Markus Medek CFO Vorstand, Finanzen, Personal, Organisation

Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wird unter der Anwendung der Schutzklusel gem.§ 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Name ausgeübter Beruf
German J. Schild (Vorsitzender) selbständiger Unternehmensberater
Ulrich Mentzner (stellvertretender Vorsitzender) leitender Angestellter
Rolf Eiermann freier Unternehmensberater

Die Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich auf TEuro 12,2 (Vorjahr: TEuro 12,3).

3. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 83 Mitarbeiter.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

5. Sonstiges

Für Teile der Forderungen aus Lieferung und Leistung wird Factoring betrieben. Aus wirtschaftlichen Gründen wird Factoring betrieben.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung dem Aufsichtsrat vor:

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von Euro 162.746,70 vorgesehen.

Der verbleibende Gewinnvortrag wird in Höhe von Euro 2.343.807,55 auf neue Rechnung vorgetragen.

7. Angabe nach § 20 Abs. 1 und 4 AktG

Die Zenius Holding GmbH hält an der Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung.

 

Heidelberg, 15. Mai 2024

Der Vorstand

Andreas Zenner

Markus Medek

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung gemäß §171 Abs. 2 AktG

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage, die Corona- Pandemie und der Krieg in der Ukraine spielten dabei eine eher untergeordnete Rolle.

Hatte der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden Sanktionen gegen Russland im Geschäftsjahr 2022 die Winkler AG vor neue Herausforderungen, wie Preissteigerungen, Beschaffungsschwierigkeiten und im geringen Umfang zum Entfall von Absatzmärkten, geführt, setzte sich dieser Trend im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der allgemeinen weltwirtschaftlichen Lage fort. Dennoch ist es der Winkler AG gelungen, die positive Entwicklung der vorangegangenen Jahre fortzuführen bzw. aufrechtzuerhalten. Trotz der rechtlichen und faktischen Beschränkungen durch den Krieg in der Ukraine und den Konflikt im Nahen Osten, und ein dadurch schwieriger gewordenes Geschäftsumfeld konnte die Winkler AG den Umsatz nahezu halten und in einigen Bereichen sogar noch steigern. Wir als Aufsichtsrat haben mit dem Vorstand eng zusammengearbeitet, um den sich stellenden Herausforderungen frühzeitig zu begegnen.

Dabei haben wir uns als Aufsichtsrat im Jahr 2023 mit folgenden Schwerpunktthemen beschäftigt:

Betrugsfall bei der CALOTEX S.A.R.L. und die wesentliche Begleichung des entstandenen Schadens durch den Verkauf der Immobilie der früheren Verwaltungsdirektorin

Arbeitsbeginn des Leiter Technik zum 01.01.2023 und den damit verbundenen Änderungen in der Geschäftsaufteiliung

Einführung des neuen ERP-Systems

Bildung des neuen VEB "SEMICON" und die damit verbundene Einstellung von zwei neuen Mitarbeitern

1. Überwachung und Beratung des Vorstands

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der Winkler AG alle ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen der ihm gesetzlich zugewiesenen Aufgaben den Vorstand kontinuierlich überwacht und den Vorstand bei der Leitung der Winkler AG, der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft sowie wesentlichen Einzelmaßnahmen beraten. Der Aufsichtsrat hat sich dabei von deren Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. In sämtliche Entscheidungen, die für die Winkler AG von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand unmittelbar, frühzeitig und umfassend eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat zur Lage der Gesellschaft, die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation sowie über die Finanz- und Investitionslage im Berichtszeitraum regelmäßig ausführlich unterrichtet. Dies erfolgte innerhalb und außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats durch schriftliche und mündliche Berichte. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und mit dem Vorstand erörtert. Dies betraf unter anderem folgende Themen:

Aktuelle Situation an allen Standorten bzgl. AE, Umsatz, Auftragsbestand und Forecast sowie die Personalsituation

Fortlaufende Liquiditätsplanung und Betriebsmittelkredit

Stand und fortlaufende Planung für den Neubau in Walldorf

Gespräche über mögliche Kooperationen

Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 mit folgenden Fragestellungen befasst:

Übernahme und Integration der Geschäftstätigkeit der Mohr & Co Laborhandelsgesellschaft mbH

Schaffung und Besetzung der Position der HR Generalistin

Fortlaufende Erweiterung der Kapazitäten bei der tunesischen Tochtergesellschaft

Soweit zu Einzelmaßnahmen des Vorstands nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsführungsordnung des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, hat der Aufsichtsrat darüber Beschluss gefasst. Im Geschäftsjahr 2023 betraf dies unter anderem die Zustimmungen zu

Zustimmung zur Kapitalerhöhung

Zustimmung zur Unternehmensplanung

Billigung des Jahresabschlusses 2022

Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 seinen gesetzlichen Pflichten nachgekommen und hat zu folgenden Punkten Beschlüsse gefasst:

Neubestellung des Vorstands

Anpassung der Satzung im Zuge der Kapitalerhöhung 2023

2. Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Aufsichtsratssitzungen und Teilnahme

Der Aufsichtsrat unterlag im Geschäftsjahr 2023 keinen personellen Veränderungen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden vier Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Mangels der Bildung von Ausschüssen gab es keine Ausschusssitzungen.

Der Vorstand hat ebenfalls an allen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, wobei dem Aufsichtsrat auch Gelegenheit zur Aussprache ohne den Vorstand gegeben wurde.

Die wesentlichen Themen die während der Sitzungen des Aufsichtsrats besprochen und beraten wurden, wurden im Vorfeld bereits aufgeführt.

3. Interessenkonflikte

Interessenskonflikte in der Person eines Aufsichtsrats sind nach Einschätzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023 nicht aufgetreten.

4. Prüfung des Jahresabschlusses 2023

Der Jahresabschluss der Winkler AG für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der PKF Riedel Appel Hornig GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft aus Heidelberg nach den Vorschriften des HGB erstellt und durch den Vorstand aufgestellt.

Bei der Winkler AG handelt es sich seit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2020 um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Merkmale des § 267 Abs. 1 HGB wurden weiterhin überschritten, sodass die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch einen Abschlussprüfer erneut erforderlich war. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zum 31.12.2023 ist wie bereits für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 durch die Treuhand Heidelberg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Wir haben die Unterlagen auch selbst geprüft. Der Bericht der Treuhand Heidelberg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Herrn Wirtschaftsprüfer Björn von Olnhausen, lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Bilanzsitzung vor. Die genannten Unterlagen wurden bereits in Vorbereitung der Sitzung sowie in Gegenwart des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 04.06.2024, in welcher der Vorstand den Abschluss ausführlich und umfassend erläuterte, insbesondere im Hinblick auf die Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit geprüft.

Der Abschlussprüfer hat detailliert über Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung berichtet. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet.

Bei der Durchführung der Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften sowie Tatsachen festgestellt, die den Bestand der Winkler AG gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten oder die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder die Satzung erkennen lassen.

Nach der pflichtgemäßen Prüfung ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass der Jahresabschluss der Winkler AG zum 31.12.2023 insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, der eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro je dividendenberechtigter Aktie vorsieht, intensiv erörtert. Unter Berücksichtigung der abgeschwächten Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023, der dennoch insgesamt aber stabilen Umsatzentwicklung und stabilen Finanzlage der Winkler AG hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung vom 04.06.2024 trotz der auch für die Winkler AG vorhandenen Auswirkungen der Corona- Pandemie, des Kriegs in der Ukraine, des Konflikts im Nahen Osten und der weltwirtschaftlichen Gesamtlage dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für den Bilanzgewinn 2023 angeschlossen.

Nach der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 ist der Aufsichtsrat zu dem abschließenden Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen zu erheben sind.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses in seiner Sitzung vom 04.06.2024 gebilligt; er ist damit festgestellt.

5. Prüfung des Abhängigkeitsberichts

Dem vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer Treuhand Heidelberg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Herrn Wirtschaftsprüfer Björn von Olnhausen, geprüften Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG wurde vom Abschlussprüfer der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt, wonach die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen auch selbst geprüft. Wir erheben nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmen dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

6. Dank

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Winkler AG und ihrer Tochtergesellschaft in Tunesien, dem Vorstand und der Geschäftsleitung für ihr entschlossenes Engagement im Geschäftsjahr 2023.

 

Heidelberg, den 06. Juni 2024

German J. Schild, Aufsichtsratsvorsitzender

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.06.2024 festgestellt.

Anmerkung:

Aus Vereinfachungsgründen kann gegebenenfalls auf eine geschlechtsneutrale Schreibweise verzichtet worden sein. Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass entsprechende Begriffe im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter gelten.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Winkler AG, Heidelberg,

Uneingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Winkler AG, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Winkler AG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 15. Mai 2024

Treuhand Heidelberg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Björn von Olnhausen, Wirtschaftsprüfer

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