GROUP7 AG

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 170073
Eingetragen
28.9.2007
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungVermittlungstätigkeiten für Post-, Kurier- und Expressdienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Logistik und Distribution sowie hierzu verwandten Tätigkeitsgebieten, wie z.B. Lagerung, Verpackung und Kommissionierung von Waren, Besorgung und Vermittlung von Transporten durch Dritte sowie Führung von allen mittelbar oder unmittelbar damit zusammenhängenden Geschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Spielmann
seit 25.5.2021
Prokura
Claudia Barrella
seit 27.1.2011
Prokura
Hubert Borghoff
seit 15.10.2007
Prokura
Günther Josef Jocher
seit 28.9.2007
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Günther Jocher Beteiligungen GmbH
0.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Günther Jocher Beteiligungen GmbH
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GROUP7 AG

Oberding, Ortsteil Schwaig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.451,75 227.928,63
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 3.292.906,90 2.160.359,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 940.926,06 917.602,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 611.583,08 676.449,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.420,00 1.654.096,48
4.858.836,04 5.408.507,98
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.579,04 3.579,04
2. Sonstige Ausleihungen 45.371.193,56 48.962.926,15
45.374.772,60 48.966.505,19
50.332.060,39 54.602.941,80
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.602.956,37 40.385.465,74
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.733.554,41 1.271.851,50
29.336.510,78 41.657.317,24
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 45.071.112,28 14.761.212,17
74.407.623,06 56.418.529,41
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 297.594,86 186.180,52
125.037.278,31 111.207.651,73

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.625.000,00 1.625.000,00
II. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 162.500,00 162.500,00
III. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag 74.221.523,92 47.699.463,91
2. Jahresüberschuss 17.668.939,02 26.522.060,01
91.890.462,94 74.221.523,92
93.677.962,94 76.009.023,92
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 4.036.808,59 11.106.922,22
2. Sonstige Rückstellungen 8.212.834,40 10.567.867,66
12.249.642,99 21.674.789,88
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.445.416,36 11.147.448,51
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.659.162,30 2.376.389,42
davon aus Steuern: EUR 434.558,03 (Vorjahr: EUR 275.297,05)
19.104.578,66 13.523.837,93
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.093,72 0,00
125.037.278,31 111.207.651,73

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2023

1.1. - 31.12.2023 1.1. - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 175.975.434,68 298.973.433,45
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.314.520,52 3.797.078,81
davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.117.232,96 (Vorjahr: EUR 2.401.303,61)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -104.871.124,06 -221.095.580,77
4. Rohergebnis 74.418.831,14 81.674.931,49
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -26.108.224,56 -24.711.979,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.840.653,72 -4.163.250,41
- davon aus Altersversorgung: EUR 15.077,48 (Vorjahr: EUR 11.978,46)
-30.948.878,28 -28.875.229,55
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.728.506,34 -1.660.253,68
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.853.849,37 -13.793.325,25
davon aus Währungsumrechnung: EUR 341.317,32 (Vorjahr: EUR 760.885,49)
8. Erträge aus Beteiligungen 4.745,58 9.178,96
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.523.716,60 209.455,96
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -37,48 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.730.027,87 -11.019.142,14
12. Ergebnis nach Steuern 17.685.993,98 26.545.615,79
13. Sonstige Steuern -17.054,96 -23.555,78
14. Jahresüberschuss 17.668.939,02 26.522.060,01
15. Gewinnvortrag 74.221.523,92 47.699.463,91
16. Bilanzgewinn 91.890.462,94 74.221.523,92

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die GROUP7 AG, Schwaig, ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 170073 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Über die angewandten Bewertungsmethoden wird wie folgt berichtet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen einem und fünf Jahren.

2. Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt je nach Vermögensgegenstand zwischen 3 und 20 Jahren.

Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

4. Umlaufvermögen

Die Bilanzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem jeweiligen Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

5. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Transaktionskurs eingebucht und in der Folgezeit zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Kursverluste, die bis zum Stichtag durch Realisation oder Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag entstehen, werden ergebniswirksam berücksichtigt. Nicht realisierte Kursgewinne aus der Währungsumrechnung werden nur bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr ergebniswirksam berücksichtigt.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Einzelnen wie folgt entwickelt:

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.816.146,22 54.133,14 0,00 0,00 3.870.279,36
II. SACHANLAGEN
1. Mietereinbauten 4.740.449,18 258.972,38 0,00 1.554.871,12 6.554.292,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.321.594,47 217.296,71 0,00 9.400,00 2.548.291,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.373.987,87 524.566,93 42.402,92 72.979,44 4.929.131,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.654.096,48 13.420,00 16.845,92 -1.637.250,56 13.420,00
13.090.128,00 1.014.256,02 59.248,84 0,00 14.045.135,18
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 3.579,04 0,00 0,00 0,00 3.579,04
2. Sonstige Ausleihungen 48.962.926,15 1.414.783,38 5.006.515,97 0,00 45.371.193,56
48.966.505,19 1.414.783,38 5.006.515,97 0,00 45.374.772,60
65.872.779,41 2.483.172,54 5.065.764,81 0,00 63.290.187,14
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.588.217,59 183.610,02 0,00 3.771.827,61
II. SACHANLAGEN
1. Mietereinbauten 2.580.089,73 681.296,05 0,00 3.261.385,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.403.992,07 203.373,05 0,00 1.607.365,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.697.538,22 660.227,22 40.217,20 4.317.548,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.681.620,02 1.544.896,32 40.217,20 9.186.299,14
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
11.269.837,61 1.728.506,34 40.217,20 12.958.126,75
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.451,75 227.928,63
II. SACHANLAGEN
1. Mietereinbauten 3.292.906,90 2.160.359,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 940.926,06 917.602,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 611.583,08 676.449,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.420,00 1.654.096,48
4.858.836,04 5.408.507,98
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 3.579,04 3.579,04
2. Sonstige Ausleihungen 45.371.193,56 48.962.926,15
45.374.772,60 48.966.505,19
50.332.060,39 54.602.941,80

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Forderungen Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr
EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.602.956,37 26.602.956,37 0,00
(VJ: 40.385.465,74) (VJ: 40.385.465,74) (VJ: 0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 2.733.554,41 2.598.273,88 135.280,53
(VJ: 1.271.851,50) (VJ: 1.133.326,06) (VJ: 138.525,44)
Gesamt 29.336.510,78 29.201.230,25 135.280,53
(VJ: 41.657.317,24) (VJ: 41.518.791,80) (VJ: 138.525,44)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (VJ: EUR 0,00).

3. Kapital

Die gesetzliche Gewinnrücklage beträgt zum Stichtag 10% des Grundkapitals.

4. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen für folgende Sachverhalte gebildet:

Personal EUR 5.431.034,94 (VJ: 6.844.563,26 )
Ausstehende Speditionsleistungen EUR 2.216.178,71 (VJ: 2.556.367,52)

5. Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 19.104.578,66 19.104.578,66 0,00 0,00
(VJ: 13.523.837,93) (VJ: 13.523.837,93) (VJ: 0,00) (VJ: 0,00)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (VJ: EUR 0,00).

6. Latente Steuern

Latente Steuern beruhen auf temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Zum Bilanzstichtag liegen keine Steuerlatenzen vor.

D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 60.547 61.390
EU 3.077 4.187
Drittland 112.351 233.397
Gesamt 175.975 298.974

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Es fielen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 333 (VJ: TEUR 240) an, die im Wesentlichen Erstattungen von Nebenkosten für Vorjahre betreffen. Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 187 (VJ: TEUR 280) resultieren im Wesentlichen durch IHK Beiträge für Vorjahre.

E. Sonstige Angaben

1. Mutterunternehmen

Zum Bilanzstichtag ist das Mutterunternehmen die GROUP7 Holding GmbH, Schwaig.

2. Angaben über Arbeitnehmer

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Anzahl
Angestellte 530
Aushilfen 12
Gesamt 542

Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 67 Auszubildende, welche in der oben genannten Gesamtzahl nicht enthalten sind.

3. Abschlussprüferhonorar

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 25
Steuerberatungsleistungen 3
Gesamt 28

4. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand im Berichtszeitraum war Herr Günther Jocher, Speditionskaufmann.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtszeitraum Frau Thea Jocher, Dipl.-Mathematikerin, Herr Hans-Ulrich Birkhofer, Rechtsanwalt und Herr Kurt Kürzinger, Rechtsanwalt. Aufsichtsratsvorsitzender war Herr Hans-Ulrich Birkhofer.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen Leasingverpflichtungen, die für Fahrzeuge sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung eingegangen wurden. Daneben hat die Gesellschaft ihren Verpflichtungen aus diversen Mietverträgen nachzukommen. Die Höhe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt für die Restlaufzeit der Verträge EUR 66 Mio. Hierin enthalten sind EUR 64 Mio. für Mietverpflichtungen, die sich auf eine Restlaufzeit von bis zu 9 Jahren verteilen.

6. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat mit der Gemeinde Oberding für den Standort Schwaig mit Vereinbarung vom 23. Januar 2023 eine Verpfändungsvereinbarung in Höhe von TEUR 5.000 übernommen. Die Verpfändung dieses zum 31. Dezember 2023 als Bankguthaben ausgewiesenen Betrags dient der Besicherung der vertragsgemäßen Erfüllung sämtlicher von GROUP7 Development GmbH als Erschließungsträger mit dem städtebaulichen Vertrag vom 15. Dezember 2022 übernommenen Verpflichtungen einschließlich der darin enthaltenen Zahlungsverpflichtungen.

7. Angaben nach dem Aktiengesetz

Das Grundkapital besteht aus 1.625.000 Inhaberaktien mit einem Nennbetrag von je EUR 1,00.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 91.890.462,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Neben dem seit Februar 2022 andauernden Krieg in der Ukraine hat sich der jahrzehntelange Konflikt in Israel und dem Gazastreifen seit Oktober 2023 in kriegerische Auseinandersetzungen verschärft und die politische Lage im Nahen Osten destabilisiert. Die allgemeine geopolitische Lage und mögliche Folgen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden laufend überwacht.

Die uns bekannten Abschätzungen und Annahmen sind im Prognosebericht beschrieben. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen Belastungen bekannt oder abschätzbar. Bei einem längeren Anhalten kriegerischer Aktivitäten sind jedoch Belastungen möglich.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

 

Schwaig, den 29. Juli 2024

Günther Jocher, Vorstand

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Kalenderbereinigt blieb die deutsche Wirtschaft in einem andauernden krisengeprägten Umfeld unverändert. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Inlands- und Auslandsnachfrage haben die Konjunkturentwicklung gedämpft. Insbesondere ist die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in energieintensiven Industriebereichen weiter zurückgegangen. Positive Wirtschaftsimpulse kamen im Wesentlichen aus dem Dienstleistungssektor im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Bauinvestitionen litten neben höheren Preisen an gestiegenen Bauzinsen und Fachkräftemangel.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik aufgrund der weiter gestiegenen geopolitischen Risiken und die schwache Binnennachfrage haben im Jahr 2023 zu einem Rückgang des Außenhandels geführt. Dabei sanken die Importe allerdings stärker als die Exporte, so dass unter dem Strich ein höherer positiver Außenbeitrag erwirtschaftet wurde. Deutschland erzielte im Jahr 2023 einen Außenhandelsüberschuss i. H. v. rund EUR 224 Mrd. auf einem Niveau vor der Corona-Pandemie.

Die harmonisierten Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,0% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Anstieg war insbesondere durch die hohen Inflationsraten in den ersten drei Quartalen geprägt. Im Jahresverlauf hat der Preisanstieg allerdings immer weiter abgenommen und lag im Dezember im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang bei Energiepreisen im Vergleich zum Vorjahresmonat bei +3,8 %. Das von der Europäischen Zentralbank ausgegebene mittelfristige Inflationsziel von 2 % wurde damit allerdings nach wie vor verfehlt.

Die Logistikbranche steht angesichts der anhaltend fragilen geopolitischen Lage und den wirtschaftlichen Folgen des sich verändernden Konsumverhaltens vor neuen Herausforderungen. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten durch Energie- und Lebensmittelpreissteigerungen und der dadurch hervorgerufene rückläufige Konsum sowohl im Online-Handel als auch im ohnehin bereits angeschlagenen stationären Handel werden ausschlaggebend für die kurz- und mittelfristige Entwicklung des Transport- und Logistikmarktes sein.

Geschäftsverlauf /Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Umsatz der GROUP7 AG ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt TEUR 175.975 gesunken. Insbesondere die Preise haben sich nach den Corona- und Ukraine-Krieg-bedingten Anstiegen der Jahre 2020 bis 2022 wieder auf einem niedrigeren Niveau konsolidiert, führten aber auch zu geringeren Einkaufspreisen, so dass ein Rohergebnis nur leicht unterhalb des Vorjahres erwirtschaftet werden konnte. Neu- und Bestandskunden profitierten von Planungssicherheit durch die von GROUP7 zur Verfügung gestellten Transportkapazitäten. Eine enge Zusammenarbeit mit Fluggesellschaften und Reedereien ermöglichten die Sicherung von Frachtraum zu guten Konditionen, welcher wiederum für Kunden enorme Flexibilität mit sich brachte. Alle GROUP7 Logistikcenter profitieren von einer sehr guten Auslastung. Diverse Effizienzsteigerungen und Synergien wirkten sich vorteilhaft auf den Rohertrag und das Geschäftsergebnisses aus.

Ertragslage

Mit insgesamt TEUR 74.419 wurde im Geschäftsjahr 2023 ein um 8,9% geringeres Rohergebnis knapp unter dem Vorjahresniveau i.H.v. TEUR 81.675 erzielt. Dieses nach wie vor sehr erfreuliche Resultat hat seine Ursache in der Fokussierung von GROUP7 auf effiziente Prozesse in allen Geschäftsbereichen und eine schnelle Reaktion auf wechselnde politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund der Erweiterung des Personalbestands von TEUR 28.875 auf TEUR 30.949.

Die Abschreibungen sind aufgrund von Neu- und Ersatzinvestitionen im Wesentlichen in neue Logistikstandorte von TEUR 1.660 auf TEUR 1.729 gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr höhere Mietaufwendungen insbesondere durch die Standorterweiterung in Hamburg führten zu einer Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 4.061 auf TEUR 17.854.

Das Ergebnis nach Steuern verzeichnete somit insgesamt einen Rückgang von TEUR 26.546 auf TEUR 17.686.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 13.830 auf TEUR 125.037 erhöht. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der liquiden Mitteln zurückzuführen, die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 30.310 auf TEUR 45.071 gestiegen sind. Gegenläufig haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um TEUR 13.783 auf TEUR 26.603 reduziert. Die Reduzierung im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 4.271 resultiert im Wesentlichen aus der Nettorückzahlung von Ausleihungen im Finanzanlagevermögen i. H. v. TEUR 3.592.

Das Eigenkapital stieg infolge des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 17.669 auf TEUR 93.678. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 74,9 % und konnte somit um 6,6 % Prozentpunkte gesteigert werden.

Die Rückstellungen reduzierten sich hauptsächlich durch einen niedrigeren Steuerrückstellungsbedarf von TEUR 21.675 auf TEUR 12.250.

Dagegen ist stichtagsbedingt eine Erhöhung der Verbindlichkeiten von TEUR 13.524 auf TEUR 19.105 zu verzeichnen.

Finanzlage

Das Anlagevermögen (TEUR 50.332) ist zu über 100 % durch Eigenkapital (TEUR 93.678) gedeckt. Langfristige Fremdfinanzierungen bestehen nicht.

Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 30.310 auf TEUR 45.071 erhöht. Der Anstieg resultiert aus dem deutlich positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 27.784. Aufgrund der Nettoinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.066 und Nettorückzahlungen von Ausleihungen in Höhe von TEUR 3.592 beträgt der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR 2.526. Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich 2023 kein Cashflow.

Sonstiges

Standorte

Neben dem Hauptsitz in Schwaig bei München werden weitere Niederlassungen in Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Neuss, Hannover, Hamburg und Bremen betrieben.

Transportlogistik

Im Geschäftsfeld Transportlogistik fasst GROUP7 alle Leistungen zusammen, die der Organisation von Gütertransporten zugerechnet werden können. Der Geschäftsbereich Transportlogistik splittet sich in die Sparten Luftfracht, Seefracht, Sea-Air, Landverkehre, eCommerce, Pharma & Healthcare sowie Aerospace auf.

Logistik

Das Geschäftsfeld Logistik beinhaltet logistische Dienstleistungen im Bereich Outsourcing/Kontraktlogistik/eFulfillment. Zu den vielseitigen Leistungen gehören weiterhin Lagerverwaltung, Kommissionierung, Etikettierung, Qualitätsmanagement, Retourenmanagement, verschiedene eCommerce-Services, Produktions- und Montagearbeiten sowie eigene Call-Center-Lösungen für Kunden. Alle GROUP7 Logistikcenter verzeichnen eine hohe Auslastung.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann als gut angesehen werden.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken

Risiken der einzelnen Geschäftsfelder

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Auftragslage im Rahmen der Transport- und Kontraktlogistik trotz neuer Herausforderungen positiv entwickelt. Dennoch bleibt als Hauptergebnisrisiko der generelle Margendruck. GROUP7 wirkt hier mit einem strengen Kostenmanagement, sowie der kontinuierlichen Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Innovationen entgegen.

Bestehende Geschäftsfelder wie z.B. Aerospace- und Pharmalogistik wurden im vergangenen Jahr fokussiert und weiter ausgebaut. Die GROUP7 Messe- und Eventlogistik wurde stark fokussiert und vermarktet und zeigt einen deutlichen Umsatzzuwachs. Beim Auf- und Ausbau der Geschäftsfelder wird die Entwicklung der Roherträge sehr genau überwacht. Das GROUP7 Projekt-Team für Transporte mit Übergröße ist mittlerweile vollständig etabliert.

Die Hauptrisiken im Geschäftsfeld Logistik liegen kurz- und mittelfristig in den unvorhersehbaren wirtschaftlichen Folgen durch ein rückläufiges bzw. stagnierendes Wirtschaftswachstum. Hervorgerufen wird dies unter anderem durch stagnierende Investitionsbereitschaft, sowie den Einbruch des Konsums im privaten Bereich. Proaktives Handeln und eine offene Haltung gegenüber neuen Innovationen und entstehenden Märkten minimieren das Risiko in diesem Geschäftsbereich.

Sicherheitsrisiko

Als zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (AEO) arbeiten wir ausschließlich mit Lieferanten und Dienstleistern zusammen, die ebenfalls über den Status des AEO verfügen oder alternativ eine AEO-Sicherheitserklärung zeichnen. Der Rücklauf der AEO-Sicherheitserklärungen wird überwacht und die Lieferanten und Dienstleister werden in einer entsprechenden Datei erfasst. Jährlich erfolgt durch die Zollbehörde ein entsprechendes Audit. Dies hat sehr positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit in der kompletten SUPPLY CHAIN mit der verladenden Industrie. Für viele GROUP7-Kunden ist der Status des AEO zur grundlegenden Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit geworden.

Risiken aus der Informationstechnologie

Nur dauerhaft verfügbare IT-Systeme gewährleisten die Wettbewerbsfähigkeit von GROUP7. Daher hat GROUP7 ein umfassendes Sicherheitskonzept für diesen Bereich erstellt. Eine Säule des Konzepts ist ein eigenes Rechenzentrum. Ein weiterer Punkt ist die redundante Struktur der IT-Systeme. GROUP7 arbeitet im Bereich IT nach den neuesten Sicherheitsrichtlinien und -vorschriften, um das Ausfallrisiko über den normalen Standard hinaus auf ein Minimum zu reduzieren. Es existiert ein breit gefächertes Schulungsangebot. Alle Mitarbeiter nehmen an Online-Schulungen teil, um gegen Phishing-Versuche, Spam, etc. ausreichend geschult zu sein und diese im Alltag entsprechend zu identifizieren. Stichprobenartig werden E- Mail-Tests durchgeführt, um die Kenntnisse zu testen. Um sich künftig noch besser zu positionieren, hat sich GROUP7 gemäß DIN EN ISO 27001 für Informationssicherheits-Managementsysteme zertifizieren lassen.

Zusätzlichen Schutz bietet ein neu implementierter Virenscanner. Die Software scannt aktiv Prozesse statt nur einfacher Daten und kann somit bei Verhaltensauffälligkeiten direkt eingreifen und Angriffe blockieren bzw. teilweise rückgängig machen. Die Software wird aktiv von künstlicher Intelligenz unterstützt und reduziert das Risiko von Cyber-Angriffen immens.

Wechselkurs- und Kreditrisiko

Aufgrund des internationalen Bezugs der Transportlogistik bestehen weiterhin Risiken von Wechselkursschwankungen, wenn auch in begrenztem Umfang. Diesem Risiko wirkt GROUP7 anhand einer vorausschauenden Planung und einem damit verbundenen Bestand an Devisen entgegen.

Ein striktes Bonitätsprüfungssystem und konsequentes Forderungsmanagement sorgen für eine Minimierung latenter Kreditrisiken. Eine weitere Absicherung stellt der Abschluss von Warenkreditversicherungen für nahezu alle Kunden dar.

Das breite Produkt- bzw. Dienstleistungsangebot sowie die große Streuung der Kunden in verschiedenen Branchen schließen ein bestandsgefährdendes Risiko aus.

Neue Produkte

GROUP7 verfügt über eine große Palette an Dienstleistungen. Dazu gehört die Organisation von Luft-, See-, Sea-Air- und LKW-Transporten. Des Weiteren bietet GROUP7 Kontraktlogistik, eCommerce-Services/eFulfillment sowie ein umfassendes Qualitätsmanagement an, das auch textile Außenprüfungen beinhaltet. GROUP7 bietet zusätzlich auch Montage- und Produktionsarbeiten an. Schmalgangfähige Inventur-Drohnen sowie moderne Sortieranlagen stärken die Vielseitigkeit und Flexibilität und steigern die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig.

Der Bereich Messe- und Eventservice ist verstärkt fokussiert und ausgebaut worden. Globale Konzerte und Tourneen, sowie Messen und Events erleben einen anhaltenden Aufschwung. Die maßgeschneiderten Transport- und Logistiklösungen, welche ausschlaggebend für den Erfolg solcher Veranstaltungen sind, gehören zu den Spezialitäten von GROUP7. Für die Zukunft wird in diesem Geschäftsfeld ein enormer Zuwachs erwartet.

In den GROUP7 Projektabteilungen in Frankfurt, Stuttgart, Hamburg und Bremen wird die Durchführung von Transport- und Logistiklösungen für Projekte mit Sonder- und Übergrößen geplant und durchgeführt. Die Projektabteilungen decken sämtliche Verkehrsträger ab.

Dienstleistungen für die Aerospace Industrie, sowie der Pharma- und Healthcare-Branche haben auch im vergangenen Geschäftsjahr nicht an Bedeutung verloren. GROUP7 bietet maßgeschneiderte Lösungen für Fluggesellschaften, produzierende Unternehmen, medizinische Einrichtungen, sowie Labors an und verantwortet dabei die weltweite zeitkritische Versorgung von Spezialbauteilen und -equipment. Dabei zeichnet sich GROUP7 durch eine hohe Kompetenz in der Planung der kompletten Supply Chain und durch die Einhaltung der hohen Qualitätsansprüche dieser Branchen aus. Weiterhin konnten wieder Neukunden sowohl in der Transport-, als auch der Kontraktlogistik hinzugewonnen werden.

Umweltmanagement und Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Handeln stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Um dabei erfolgreich zu sein, müssen Ressourcen effektiv eingesetzt und Kosten eingespart werden. Ein umfassender Blick in Gesamtprozesse und Produkt-Lebenszyklen zeigt oftmals Möglichkeiten auf, die eigene Lieferkette nachhaltiger zu gestalten. GROUP7 bietet Kunden hierzu vielseitige Ansätze, die Stellschrauben neu zu setzen.

Transportlösungen

Kundenseitige Forderungen für CO 2 -neutrale und umweltfreundliche Transportlösungen werden immer häufiger. GROUP7 Kunden erhalten fachgerechte Beratung zur Wahl des richtigen Verkehrsträgers unter Berücksichtigung minimaler Umweltbelastung und entsprechender Liefertermine. Als Tool kann hierbei der TÜV-zertifizierte GROUP7 CO 2 -Rechner verwendet werden, welcher die CO 2 -Emissionen einzelner Verkehrsträger ermittelt. Die CO 2 -Emissionswerte können sendungsbezogen auf den Speditionsrechnungen angezeigt werden und in einer monatlichen oder jährlichen Öko-Bilanz ausgewiesen werden. GROUP7 ist weiterhin aktives Mitglied des Wasserstoffbündnis H2.Bayern, sowie des Umweltpakt Bayern.

Verpackungslösungen

Kunden haben die Möglichkeit, ihre Produkte in umweltfreundliche Polybeutel aus Maisstärke verpacken zu lassen und die Umkartons mit Füllmaterial aus Papier, Pappe, Holzwolle oder Füllchips aus Recyclingpapier, Stärke oder recyceltem Polystyrol auszustatten. Zudem werden Papierklebebänder verwendet und retournierte Kartons werden zum Teil für den Wiederversand aufbereitet, um Abfall zu reduzieren.

Bei einer Palettenumwicklung mit Stretchfolie werden Folien mit einem hohen Recyclinganteil über mechanische Vorrichtungen gezogen. Dies führt zu einer höheren Anlegespannung bzw. Haltekraft. Die Folie wird dabei verlängert und es wird weniger Material verbraucht. Seit 2020 bietet GROUP7 aber auch innovative und wiederverwendbare Manschetten für den Palettentransport. Die Paletten werden mit den Manschetten umwickelt. Dies dient der Ladungssicherung und ersetzt die Folie komplett, was zu einer erheblichen Einsparung von Folie geführt hat.

Nachhaltig gebaute Multi-User-Logistikcenter

Alle GROUP7-Logistikcenter sind gemäß den Erfordernissen der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) mit dem Gold-Zertifikat ausgezeichnet. Alle Materialien werden ressourcenschonend und nach entsprechenden Kriterien wie Qualität und Recyclingfähigkeit eingesetzt. Bei der Nutzung steht Energie- und Betriebskosteneinsparung durch intelligente Steuerungssysteme und modernster Beleuchtungstechnik im Vordergrund. Der gesamte Lebenszyklus, inklusive eines möglichen Rückbaus, wird in die Planung einbezogen.

Nachdem 2023 das Logistikcenter Hamburg in Betrieb gegangen ist, wird auch das derzeit in Bau befindliche GROUP7-Logistikcenter am Flughafen München unter diesen Aspekten errichtet. Nur hocheffiziente Baumaterialen und Dämmstoffe kommen zum Einsatz, eine begrünte Dachfläche sorgt für Arten- & Pflanzen-Diversität und dient als Lebensraum für Bienen & Insekten. Sowohl im Verwaltungsgebäude, als auch im Dienstleistungszentrum kommen modernste Heiz- & Kühltechnologien zum Einsatz. Auf dem Dach wird eine großflächige Photovoltaik-Anlage, welche den eigenen Strombedarf komplett umweltfreundlich & CO 2 -Neutral produzieren lässt, installiert.

GROUP7 ist gemäß der DIN EN ISO 14001 für Umweltmanagement und der DIN EN ISO 50001 für Energiemanagement zertifiziert und ist aktiver Teilnehmer am Umweltpakt Bayern.

Profilierung GROUP7 im Wettbewerbsumfeld

GROUP7 fördert den Austausch und die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Gemeinsam mit Innovationszentren und Hochschulen werden Strategien und Projekte entwickelt, die zukünftig die Logistikprozesse verändern werden.

Die Ausbildung im eigenen Unternehmen ist unerlässlich, um motivierte und qualifizierte Mitarbeiter zu erhalten. Wir schaffen Ausbildungs- und duale Studienplätze, um damit dem Fachkräftemangel selbst vorzubeugen. Hierzu arbeitet GROUP7 eng mit der DHBW Heidenheim, sowie der DHBW Mannheim zusammen und bietet verschiedene duale Studiengänge an.

GROUP7 zählt weiterhin zu den 100 größten Playern im deutschen Logistikmarkt. Im Bereich logistischer Dienstleistungen agieren gemäß der Bundesvereinigung Logistik (BVL), ca. 60.000 Unternehmen. GROUP7 belegte im unregelmäßig erscheinenden Werk der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services "Top 100 der Logistik" in den vorangegangenen Geschäftsjahren stets einen Platz unter den 100 erfolgreichsten deutschen Logistiker.

Gesamtbild der Risikolage

Alle oben aufgeführten Chancen und Risiken bestehen zum Bilanzstichtag und betreffen auch die künftige Entwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Das neue Logistikcenter am GROUP7-Haupsitz am Flughafen München, das voraussichtlich 2025 fertiggestellt werden soll, besteht aus einem Verwaltungsgebäude, sowie einem Dienstleistungszentrum. Am erweiterten Standort München werden künftig alle bisherigen Transport- und Logistikdienstleistungen des GROUP7-Portfolios angeboten. Zusätzlich werden hier künftig sowohl in der Luftfracht als auch in der Seefracht eigene Sammelsendungen konsolidiert und dekonsolidiert. Der Standort München wird außerdem für neue Innovationen und Technologien genutzt.

Der Aufschwung in der Aerospace-Industrie ist nach wie vor deutlich spürbar. Die Nachfrage nach Linien- und Urlaubsflügen ist aktuell enorm hoch. Infolgedessen werden Airline-Flotten erweitert und der Bedarf an Dienstleistungen in diesem Segment steigt stetig an. Auch die Pharma- und Healthcare-Branche verliert nach den Pandemie-Jahren nicht an Bedeutung. GROUP7 konnte in beiden Geschäftsbereichen im vergangenen Jahr deutlichen Zuwachs verzeichnen.

Auch im Geschäftsjahr 2024 wird GROUP7 weiterhin den Vertrieb ausbauen und verstärken, um die Gewinnung von Großkunden zu ermöglichen. Gleichzeitig investiert GROUP7 in die Erweiterung des internationalen Partnernetzwerks und der Erschließung neuer Märkte.

Der von GROUP7 ins Leben gerufene, KI-unterstützte "Control Tower" ist mittlerweile vollständig etabliert und wird von Kunden aus diversen Branchen im Tagesgeschäft eingesetzt. Control Tower ist eine flexibel anpassbare, modulare Lösung, welches alle Informationen aus der Supply Chain bündelt und für alle User transparent zur weiteren Nutzung darstellt. Das System wurde in-house durch GROUP7 entwickelt und in die Realität umgewandelt.

Zusätzlich zum anhaltenden Krieg in der Ukraine halten nun auch Konflikte in Nahmittelost die Welt in Atem. Damit gehen verlängerte Laufzeiten sowie gestiegene Transportkosten einher, welche unter anderem durch die Bedrohung der Huthi-Rebellen im Roten Meer und dem Suez Kanal hervorgerufen werden. Dennoch sind die Monatsergebnisse für die Monate Januar bis Juni 2024 auf Plan. Wir erwarten auch in den nächsten Monaten keine negative Geschäftsentwicklung.

GROUP7 erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein stabiles und annähernd konstantes Jahresergebnis.

Abhängigkeitsbericht

Der von uns nach § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält folgende Schlusserklärung:

"Im Geschäftsjahr 2023 lagen keine berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte, Maßnahmen oder Unterlassungen von Maßnahmen in Sinne von § 312 AktG vor."

Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht des Vorstands geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

 

Schwaig, den 29. Juli 2024

Günther Jocher, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GROUP7 AG, Schwaig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GROUP7 AG, Schwaig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GROUP7 AG, Schwaig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 29. Juli 2024

DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Dr. Petersen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Nagengast, Wirtschaftsprüfer

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde in der Aufsichtsratssitzung am 10. September 2024 festgestellt. Die Hauptversammlung hat am 10. September 2024 beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 die ihm gesetzlich und satzungsgemäß obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung sorgfältig und regelmäßig überwacht sowie beratend begleitet. Er hat sich vom Vorstand umfassend über die Lage des Unternehmens und dessen Entwicklung sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle mündlich und schriftlich unterrichten lassen. Strategisch relevante Vorhaben und Entscheidungen wurden ihm vom Vorstand vorgetragen.

Ausschüsse hat der Aufsichtsrat aufgrund der Struktur der Gesellschaft und der Größe des Aufsichtsrats nicht gebildet.

Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat am 25. Mai und am 04. Dezember Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Auch zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand von sich aus sowohl durch schriftliche Berichte als auch telefonisch über wichtige Vorgänge informiert.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft wurde für das Geschäftsjahr 2023 durch die Dr. Kleeberg & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, München, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In seiner Sitzung am 10. September 2024 hat der Aufsichtsrat unter Beteiligung des Abschlussprüfers den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 seinerseits geprüft. Die Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der die Bilanz feststellenden Sitzung vor. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat umfänglich berichtet und stand ausführlich für Fragen zur Verfügung. Nach ausführlicher Erläuterung ist der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer aufgrund seiner eigenen Prüfung beigetreten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss der GROUP7 AG zum 31. Dezember 2023 ist somit festgestellt.

Darüber hinaus prüfte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 10. September 2024 den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Abhängigkeitsbericht, der seinerseits vom Abschlussprüfer geprüft wurde. Das Prüfergebnis des Abschlussprüfers lautete wie folgt:

 

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind."

Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Aufsichtsrats vom 10. September 2024 teilgenommen und dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts informiert. Nach eingehender Prüfung und Erörterung stellte der Aufsichtsrat fest, dass keine Einwände gegen die Prüfung bestehen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung bestehen auf Seiten des Aufsichtsrats keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für seine Leistungen und seinen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch den Mitarbeitern der Gesellschaft gilt der Dank des Aufsichtsrats für ihr Engagement.

 

München, den 10. September 2024

Hans-Ulrich Birkhofer, Aufsichtsratsvorsitzender

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