FINOBA Automotive GmbHLiquidiert
Großenritter Straße 35, 34225 Baunatal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Köchy seit 4.4.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Automotive Engineering Corporation | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FINOBA Automotive GmbHBaunatalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Die FINOBA Automotive GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen. Die Gründung erfolgte im Jahr 1996. Die Gesellschaft ist ein klassischer Automobilzulieferer. Dabei erfolgte die Konzentration in den letzten Jahren verstärkt auf das Thema Leichtbau von Strukturteilen und Fahrwerksteilen. Die FINOBA Automotive GmbH versteht sich als engagierter Dienstleister und Problemlöser für die komplette Bearbeitung von Aggregat-, Struktur- und Fahrwerkteilen aus Aluminiumguss. Die Gesellschaft bietet als verlässliche Partnerin in der Automotive-Leichtbau-Kette zwischen Gießereien und OEMs die Bearbeitung und Behandlung von Bauteilen aus Leichtmetall über die gesamte Prozesskette hinweg aus einer Hand an. Die Bearbeitung umfasst die Wärmebehandlung, die händische Bearbeitung, die mechanische Bearbeitung und die Oberflächenbearbeitung. Die Gesellschaft investiert in Kapazitäten für die Großserienfertigung und baut das Kompetenzzentrum zur Bearbeitung von Struktur- und Fahrwerkteilen aus Aluminiumguss am Standort Baunatal mit einer geschlossenen Verfahrenskette aus, die in dieser Größenordnung bei Dienstleistern bisher einmalig in Europa ist. Am Standort Kassel-Mittelfeld bietet die FINOBA Automotive GmbH die komplette Bearbeitung von Leichtbaugehäusen und Aggregatteilen aus Aluminiumguss auf 5.000 qm unter einem Dach an. Die geschlossene Prozesskette reduziert Logistikkosten und vermeidet unnötige Qualitätsschnittstellen. Die Gesellschaft ist kunden- und serviceorientiert aufgestellt und hat sich folgende Leitlinien zum Ziel gesetzt:
2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten sind gut ausgelastet, die Beschäftigung ist auf Rekordniveau und die Verbraucherpreise sind stabil. Im Jahr 2017 ist die deutsche Wirtschaft so kräftig gewachsen wie seit 2011 nicht mehr: um 2,2 Prozent nahm das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt zu. Für das Jahr 2018 wird ein Zuwachs von 2,4 Prozent erwartet. Begünstigend für die deutsche Wirtschaft wirkt das wieder freundlichere weltwirtschaftliche Umfeld. Dies hat zur Belebung des Außenhandels und der Investitionen beigetragen. Zudem bleiben die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte eine solide Grundlage einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die sich insbesondere am Arbeitsmarkt und bei den öffentlichen Finanzen zeigt. Die Arbeitslosenquote hat im Jahr 2017 den niedrigsten Stand seit über 25 Jahren erreicht. Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren spürbare Reallohnsteigerungen erfahren. Die Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer haben seit 2010 preisbereinigt um durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr zugenommen. Die Preissteigerungsrate betrug im Jahr 2017 1,8 Prozent und lag in der Nähe der Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank (EZB) für das Eurowährungsgebiet insgesamt. Die bereits robuste binnenwirtschaftliche Entwicklung wurde zunehmend durch außenwirtschaftliche Impulse ergänzt und verstärkt. Denn die Belebung der Weltwirtschaft und die Erholung des Welthandels, die Ende des Jahres 2016 einsetzten, setzten sich im Jahr 2017 fort. Weitere positive Impulse kamen dabei von der Nachfrage nach Arbeitskräften, aber auch von den niedrigen Zinsen. Diese Auftriebskräfte wirken fort und die konjunkturellen Perspektiven der Weltwirtschaft dürften sich im Jahr 2018 sogar noch weiter aufhellen. Die gute Entwicklung der vorausschauenden Konjunkturindikatoren wie der Auftragseingänge oder der Stimmungsindikatoren legen eine Fortsetzung der dynamischen Entwicklung in der Industrie nahe. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hält an. Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2018, Herausgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Europa hat sich wirtschaftlich weiter erholt: Der breite wirtschaftliche Aufschwung in der Europäischen Union hat sich im Jahr 2017 noch einmal beschleunigt. Alle 28 EU Staaten verzeichnen Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union ist so niedrig wie seit neun Jahren nicht mehr. Die expansive Geldpolitik und die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar werden die Konjunktur weiterhin stützen. Wesentliche Nachfrageimpulse kommen im Eurogebiet vom privaten Konsum. Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2017, Herausgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Die Neuwagen-Nachfrage war auch 2017 weltweit hoch. Der Pkw-Weltmarkt wuchs im Jahr 2017 um 2 % auf 84,6 Mio. Neuwagen. Außer in den USA stiegen in allen großen Märkten die Neuzulassungszahlen. Der chinesische Automobilmarkt legte mit einem Plus von 2 % auf 24,1 Mio. Pkw erneut zu. Der US-amerikanische Light-Vehicle-Markt ging, erstmals seit 7 Jahren Wachstum, leicht um 1,9 % auf 17,13 Mio. Einheiten zurück. In der EU kamen 15,14 Millionen Pkw neu auf die Straße, 3,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das größte Wachstum gab es in den osteuropäischen Mitgliedsstaaten, wo die Verkaufszahlen um 12,8 Prozent auf 1,3 Millionen Fahrzeuge zulegten. Ein kräftiges Plus steht auch bei Japan in der Bilanz: 4,39 Millionen Neuwagen entsprechen einem Zuwachs von 5,8 Prozent gegenüber 2016. In Indien legte der Markt um 8,8 Prozent auf 3,23 Millionen Autos zu, in Brasilien um 9,4 Prozent auf 2,18 Millionen. Selbst der russische Markt erholt sich langsam, er kam auf 1,6 Millionen Neuzulassungen, was einem Plus von 11,9 Prozent entspricht. Quelle: PS Welt Auch die Entwicklung des Inlandsmarktes ist erfreulich: Die Nachfrage auf dem deutschen Pkw-Markt legte im Jahr 2017 erneut deutlich zu auf gut 3,4 Mio. Einheiten. Dies stellt das höchste Volumen des deutschen Pkw-Marktes seit acht Jahren dar und entspricht einem Plus von fast 90.000 Einheiten oder 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Quelle: Verband d. Int. Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK) Während die Auslandsproduktion um 7 Prozent auf 10,8 Mio. Einheiten stieg, sank die Inlandsproduktion in 2017 leicht auf rund 5,6 Mio. Einheiten (-2 %). Der deutsche Pkw-Export entwickelt sich 2017 mit knapp 4,4 Mio. Einheiten stabil. Das Autojahr 2017 war für die deutsche Industrie zufriedenstellend. Es wurden weltweit mehr Autos produziert als je zuvor. Der Weltmarktanteil beträgt knapp ein Fünftel, in Europa zählt jede zweite Neuzulassung zu einer deutschen Konzernmarke. Am Weltpremiummarkt haben die deutschen Konzernmarken einen Marktanteil von mehr als 70 Prozent. Auch für das kommende Jahr 2018 wird eine Steigerung des Pkw-Weltmarktes erwartet. Quelle: Verband der Automobilindustrie Das wichtigste Marktsegment der FINOBA Automotive GmbH ist das Geschäft mit den Herstellern von Pkw-Teilen. Die weltweite günstige Entwicklung in der Branche hat die FINOBA Automotive GmbH im Jahr 2017 ebenfalls positiv beeinflusst. Die ganzheitliche Bearbeitungskompetenz, welche die FINOBA Automotive GmbH im Leichtbau abdeckt, hat sich weiterhin positiv auf die Umsatzentwicklung des Unternehmens ausgewirkt, da die Leichtbauweise von Fahrzeugen zu einer Gewichtsreduzierung führt und somit der Treibstoffverbrauch gemindert werden kann, was eine CO 2-Reduzierung zur Folge hat. Da die Automobilhersteller sich diese Schlagworte auf die Fahne geschrieben haben, hat die FINOBA Automotive GmbH hierdurch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Die Geschäftsleitung schätzt den Einfluss der positiven Konjunkturentwicklung auf den Geschäftsverlauf der FINOBA Automotive GmbH als wesentlich ein. Die FINOBA Automotive GmbH steht nach wie vor unter Preis- und Konkurrenzdruck. Insbesondere ausländische Anbieter und inländische Produzenten, die die Produktion ganz oder teilweise in das Ausland verlagern, können lohnkosten- und standortbedingte Vorteile in Anspruch nehmen. 2.2 Geschäftsverlauf Seit Ende des Jahres 2016 gehört die FINOBA Automotive GmbH zur SINOMACH-Gruppe. Der Staatskonzern ist das wichtigste chinesische Maschinenbauunternehmen und belegt Platz 14 im chinesischen Außenhandel. SINOMACH wurde 1997 gegründet und besteht aus über 40 Unternehmen weltweit. In über 170 Ländern sind rund 110.000 Menschen bei der SINOMACH-Gruppe beschäftigt. SINOMACH ist mit seiner Automotive-Sparte, der AE Automotive Engineering Corporation und deren deutscher Tochter, der AE Industry GmbH, an FINOBA Automotive beteiligt. SINOMACH, das zu den 300 größten Unternehmen der Welt zählt, plant, FINOBA in Europa und darüber hinaus weiter zu stärken, zu internationalisieren und auszubauen. Dabei vertraut SINOMACH auch weiterhin auf das Management rund um den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Dipl.-Ing. Guido Barde und Geschäftsführer B.Sc. Ing. Rinze Dijkstra. Zum Bilanzstichtag 31.12.2017 beschäftigt die Firma 486 (i.V. 470) eigene Mitarbeiter. Hierbei handelt es sich um 120 (i.V. 118) Angestellte, 11 (i.V. 14) Auszubildende, 10 (i.V. 9) Aushilfen und 345 (i.V. 329) gewerbliche Mitarbeiter. Der zusätzliche Bedarf wurde im Wesentlichen mit Mitarbeitern aus der Zeitarbeit gedeckt. Aufgrund des Facharbeitermangels in der Vergangenheit setzen wir weiterhin auf die Ausbildung in unserem Unternehmen, um somit dem Facharbeitermangel in der Zukunft vorzubeugen. Weiterhin werden Facharbeiter aus der Zeitarbeit weiterentwickelt, um sie anschließend bei Eignung in Festanstellung zu übernehmen. Im Bereich der Automobilzulieferer konnten wir uns im Jahr 2017 weiter etablieren. Neue Serienaufträge mit bestehenden Großkunden wurden abgeschlossen. Im Berichtsjahr ergaben sich weitere Produktanläufe. Die FINOBA Automotive GmbH ist durch ihr Produktportfolio nur in sehr geringen Umfang von der Diesel Affäre im Volkswagenkonzern betroffen. Auch das aktuelle Urteil zu möglichen Fahrverboten bei älteren Dieselfahrzeugen hat keine negativen Auswirkungen auf die FINOBA Automotive GmbH. Die Prognose im Lagebericht des Vorjahres zur Entwicklung der Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2017 wurde nicht ganz erreicht, da einzelne Produktanläufe sich um bis zu 6 Monate verschoben haben. 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 7.110 auf TEuro 62.108, wesentlich beeinflusst durch Investitionen in Bearbeitungsmaschinen, Erhöhung der Vorräte sowie die Neuaufnahme von Darlehen. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um TEuro 7.078 auf TEuro 40.638. Der Anstieg beruht hauptsächlich auf der Erhöhung des Sachanlagevermögens (TEuro 6.962) aufgrund der Investitionen in Höhe von TEuro 12.477. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anlageinvestitionen über Darlehen / Mietkaufverträge mit Laufzeiten von bis zu 6 Jahren erfolgte. Das Anlagevermögen hat einen Anteil an der Bilanzsumme von ca. 65,4 % (i.V. 61,0 %) und ist somit wesentlicher Bestandteil der Bilanz. Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich um TEuro 163 auf TEuro 21.011. Dabei stiegen im Wesentlichen die Vorräte (+TEuro 2.771). Gegenläufig entwickelten sich im Wesentlichen die liquiden Mittel (TEuro -2.864). Der Anstieg der Vorräte ergibt sich aus der Ausweitung der Produktion und erhöhten Umlaufbeständen zum Bilanzstichtag. Das Eigenkapital der Gesellschaft inklusive der Einlagen stiller Gesellschafter zum 31. Dezember 2017 betrug TEuro 15.861 nach TEuro 12.653 im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote (unter Berücksichtigung der Einlagen der stillen Gesellschafter) erhöhte sich auf 25,5 % (i.V. 23,0 %). Der Anstieg des wirtschaftlichen Eigenkapitals ergibt sich aus dem im Geschäftsjahr 2017 erzielten Jahresüberschuss in Höhe von TEuro 1.257 und durch das im Geschäftsjahr 2017 in die stillen Einlagen umqualifizierte Darlehen des Gesellschafters .von TEuro 1.950. Die Schulden beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf insgesamt TEuro 46.247 (i.V. TEuro 42.345). Dabei stiegen hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+ TEuro 3.662) aufgrund der Neuaufnahme von Darlehen in Höhe von insgesamt TEuro 7.261. Das Konsortialdarlehen in Höhe von TEuro 13.300 besteht aus einem Festdarlehen in Höhe von 8,3 Mio. mit einer Laufzeit von 3 Jahren sowie einer revolvierenden Fazilität mit einem Volumen von 5 Mio. Weiterhin wurde eine Kontokorrentlinie von 5,0 Mio. eingeräumt, welche zum Bilanzstichtag nur gering genutzt wurde. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 3.254) basiert auf der Umstellung von Zahlungskonditionen bei Lieferanten und geringeren Verbindlichkeiten aus Investitionen. Der Ausweis unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und zugleich Gesellschafter betrifft ein Darlehen in Höhe von TEuro 5.000 sowie Zinsen in Höhe von TEuro 169 gegenüber der AE Industry GmbH. 2.3.2 Finanzlage Im Geschäftsjahr 2017 betrug die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds TEuro -6.585. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr TEuro 1.500. Im Geschäftsjahr investierte die FINOBA Automotive GmbH in das Anlagevermögen (TEuro 12.666). Unter Berücksichtigung der erhaltenen Zinsen (TEuro 70) ergibt sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEuro -12.596. Die Investitionstätigkeit konnte im Wesentlichen aus mittelfristigen Finanzierungen beglichen werden. Im Berichtsjahr wurden Kredite in Höhe von TEuro 7.261 aufgenommen. Demgegenüber standen Tilgungen in Höhe von TEuro -7.319. Der Gesellschafter hat im Geschäftsjahr 2017 ein Darlehen über TEuro 5.000 zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde ein im Vorjahr ebenfalls vom Gesellschafter gewährtes Darlehen von TEuro 1.950 mit Wirkung zum 27. Dezember 2017 mit einem Rangrücktritt und einer gewinnabhängigen Vergütung ausgestattet, so dass eine Umqualifizierung in die stillen Einlagen erfolgte. Unter Berücksichtigung der gezahlten Zinsen (TEuro -2.381) betrug der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEuro 4.511. Am Ende des Geschäftsjahrs beträgt der Finanzmittelfonds TEuro -3.207. Dieser setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln (TEuro 517) sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEuro -3.724). Wir gehen davon aus, dass sich aufgrund der mittelfristig ausgerichteten Finanzierung zunächst keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzierungskosten aus Zinsänderungen ergeben werden. Die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens war zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes zufriedenstellend und die Planziele wurden erreicht. Wir waren jederzeit in der Lage, unsere finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und verfügen über nur zum Teil ausgenutzte Kreditlinien. 2.3.3 Ertragslage Die FINOBA Automotive GmbH schließt das Geschäftsjahr 2017 mit einem um TEuro 463 auf TEuro 1.257 gestiegenen Jahresüberschuss ab. Die Auftragslage war im gesamten Geschäftsjahr 2017 durch die leicht gestiegene Nachfrage gekennzeichnet. Aufgrund der Nachfrage konnte die Betriebsleistung um TEuro 5.916 bzw. 8,5 % auf TEuro 75.702 verbessert werden. Der Umsatz in Deutschland betrug im Berichtsjahr TEuro 66.902 nach TEuro 61.465 in 2016. Die Umsätze in anderen EU-Ländern betrugen TEuro 2.949 (i.V. TEuro 3.472). Die Umsätze im übrigen Europa betrugen TEuro 3.637 (i.V. TEuro 3.917). Der Materialaufwand ist um 12,2 % auf TEuro 21.471 angestiegen. Die Materialquote bezogen auf die Betriebsleistung liegt mit 28,4 % leicht über Vorjahrjahresniveau (i.V. 27,4 %). Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um 18,2 % auf TEuro 19.768 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegene Mitarbeiteranzahl zurückzuführen: die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2017 beträgt 462 Mitarbeiter (i.V. 404 Mitarbeiter). Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass sich der Mitarbeiteraufbau im Vorjahr in diesem Jahr voll ausgewirkt hat. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEuro -1.305 bzw. -5,0 % auf TEuro 24.814 vermindert. Ursächlich dafür war im Wesentlichen der Rückgang der Kosten für Fremdleistungen (TEuro -3.458). Das Finanzergebnis ist maßgeblich durch die kreditfinanzierten Investitionen im Geschäftsjahr 2017 beeinflusst und beträgt TEuro -2.310 nach TEuro -2.005 im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Periodenergebnis einschließlich der Ergebnisanteile stiller Gesellschafter in Höhe von TEuro 1.397 (i.V. TEuro 835). 2.4 Übersicht über die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Die FINOBA Automotive GmbH erzielt im Geschäftsjahr 2017 eine Eigenkapitalrendite unter Berücksichtigung der Einlagen typisch stiller Gesellschafter (Jahresüberschuss / (Eigenkapital + stille Einlagen)) von 7,9 % (i.V. 6,3 %). Die Gesamtkapitalrentabilität ((Jahresüberschuss + Zinsen) / Gesamtkapital) beträgt 5,9 % nach 5,1 % im Vorjahr. Die weiteren Kennzahlen betragen:
Als Unternehmen, das sich als verlässlicher Partner in der Automotive Leichtbaukette definiert und mit seinem Leistungsportfolio dazu beiträgt, CO 2-Emissionen zu reduzieren, ist der Umweltschutz Bestandteil der Unternehmenskultur. Unsere Unternehmens-Philosophie und unsere Unternehmens-Praxis sind darauf ausgerichtet, die Belastung der Umwelt zu vermeiden, Emissionen zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und Risiken zu minimieren. Wir werden die Entwicklung dieser nichtfinanziellen Leistungsindikatoren auch im nächsten Geschäftsjahr weiter forcieren. 3. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftsführung ist für das interne Risikomanagementsystem der FINOBA Automotive GmbH verantwortlich und bewertet dessen Wirksamkeit. Die Elemente der internen Kontrollfunktionen sind darauf ausgelegt, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu steuern und die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind so definiert, dass sie eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten und laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens liefern können. Mit dem monatlichen Berichtswesen wird die Geschäftsführung über die aktuelle wirtschaftliche Lage informiert. Auf allen Ebenen des Managements wird wöchentlich die Ist-Situation anhand des Projektcontrollings analysiert. Über festgelegte Parameter werden relevante Risiken erkannt, überwacht und durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt. Die Verpflichtung zur Qualität besteht auf allen Ebenen und in allen Prozessen. Die kontinuierliche Einhaltung der Normen und Verbesserung der Abläufe im Unternehmen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Handelns. Neben den internen Qualitätssicherungs- und Verbesserungsmaßnahmen wurden die Konditionen der Produkthaftpflichtversicherung weiter verbessert. Die Chancen und Risiken im Bereich der Automobilzulieferindustrie liegen sowohl positiv als auch negativ in der Entwicklung des Automobilsektors. Risiken können sich bei der FINOBA wie in der gesamten Automobilindustrie aus negativen Entwicklungen in den globalen Märkten ergeben, die negative Folgen auf das Geschäft, die Profitabilität und die Finanzierungskonditionen haben können. Ursache hierfür können auch Schwierigkeiten sein, die aus der Überschuldung einiger Länder innerhalb der Europäischen Währungsunion resultieren oder aus politischen Entwicklungen wie beispielsweise durch den Brexit. Des Weiteren können sich als Folge des Regierungswechsels in den USA Risiken aus veränderten Rahmenbedingungen ergeben. Auch die weiter zunehmende Wettbewerbsintensität kann negative Effekte auf die Umsatzentwicklung wie auch auf die Verkaufspreise haben. Gerade auf dem asiatischen Markt werden immer neue Anbieter auftreten und damit die Wettbewerbssituation verschärfen. Ein weiteres Ergebnisrisiko resultiert aus möglichen Materialpreissteigerungen. Weiterhin können wirtschaftliche Krisen in Ländern wie beispielsweise Osteuropa, Brasilien oder Indien zu Umsatzrückgängen führen. Die FINOBA Automotive GmbH hat durch die Ganzheitlichkeit von mehreren Produktionsschritten unter einem Dach einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Die Fertigungstechnologie von FINOBA aus dem Projekt C7 und weiteren wesentlichen Großprojekten heraus ist im Vergleich zum Wettbewerb derart weit fortgeschritten, dass mittelfristig nicht mit einer Substitution der FINOBA Automotive GmbH gerechnet werden kann, weil die Markteintrittsbarrieren aus Investitionsmaßnahmen hinsichtlich Kosten und Zeit und bezüglich der Erfahrungswerte der Fertigung derart hoch sind. Durch den ganzheitlichen Fertigungsansatz (Wärmebehandeln, händische Bearbeitung, mechanische Bearbeitung und Waschen/Beizen etc.) hat die FINOBA Automotive GmbH als "Vollsortimenter" die Möglichkeit, Kunden, die zunächst nur Teilleistungen nutzen, direkt vor Ort am funktionierenden Beispiel zu informieren, welche ergänzenden professionellen Wertschöpfungen ohne Zusatzkosten aus Transport / Logistik / Schnittstellenkoordination umsetzbar sind. Der Risikokonzentrationen auf der Abnehmerseite wird durch eine ausgewogene Kunden- und Produktstruktur entgegengewirkt. Hierzu wurden im Jahr 2017 weitere Serienaufträge begonnen. Das Einsetzen dieser Risiken halten wir für unwahrscheinlich, dafür aber für wesentlich. Als Risiko wird der jeweils hohe Investitionsbedarf bei Neuprojekten angesehen. Damit verbunden ist die geringe Auslastung der Maschinen zu Beginn von Projekten. Hierbei wurden in der Vergangenheit Erfahrungen gesammelt, welche heute bei Auftragsvergaben mit einfließen. Wesentlicher Ansatz ist hierbei die Verhandlung von Investitionszuschüssen bzw. höheren Teilepreisen in der Anlaufphase bei Kunden. Risiken aus diesem Bereich bewerten wir als wesentlich, deren Eintreten jedoch als unwahrscheinlich. Ein weiteres Risiko ist das Debitorenrisiko durch mögliche Überschreitungen von Zahlungszielen sowie die Vorfinanzierung von Umlaufbeständen. Hierdurch könnte die finanzielle Ausstattung möglicherweise nicht ausreichend sein, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Diese Risiken bewerten wir als unwahrscheinlich und dessen eventuelle Auswirkungen als gering. Als mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Nordhessen ergibt sich die Chance bei einem Großkunden verstärkt tätig zu werden, da dieser weiterhin beabsichtigt, seine Aufträge an Unternehmen in der Region zu vergeben. Da dieser Großkunde zu den TOP 3 der weltweiten Automobilproduzenten gehört und von einem enormen Wachstum insbesondere in den asiatischen Märkten profitiert, sehen wir hier besondere Chancen für unser Unternehmen. Weiterhin bieten sich durch die Beteiligung der SINOMACH-Gruppe Chancen, das Unternehmen in Europa und darüber hinaus zu internationalisieren und auszubauen. In Bezug auf die Rohstoff- und Energiepreise gehen wir davon aus, dass weiterhin Preissteigerungen im geringen Umfang erfolgen. Wir werden den Markt aufmerksam beobachten und durch entsprechende Anpassungen reagieren. Das Eintreten dieser Risiken bewerten wir als unwahrscheinlich und unwesentlich. Zurzeit sind keine Risiken zu erkennen, aus denen eine wesentliche Gefährdung für die FINOBA Automotive GmbH abgeleitet werden könnte. Angesichts der zukünftigen Konjunkturaussichten ist nicht davon auszugehen, dass die Risiken ansteigen. 4. Prognosebericht Die konjunkturellen Perspektiven der Weltwirtschaft dürften sich im Jahr 2018 noch weiter aufhellen. Die gute Entwicklung der vorausschauenden Konjunkturindikatoren wie der Auftragseingänge oder der Stimmungsindikatoren legen eine Fortsetzung der dynamischen Entwicklung in der Industrie nahe. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hält an. Die wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen für das Jahr 2018 sind gut und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt robust. Der Euroraum, Deutschlands wichtigster Absatzmarkt, steht erst am Anfang der zyklischen Erholung. Zudem befindet sich die deutsche Wirtschaft nur in einer leichten Überauslastung, sodass kein abrupter Abbruch des konjunkturellen Aufschwungs zu befürchten ist. Die Risiken und Chancen für die Wirtschaft sind gegenwärtig ausgeglichener als in der jüngeren Vergangenheit, auch wenn Unwägbarkeiten weiterhin beachtlich bleiben. Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2018, Herausgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Ein Pkw-Weltmarkt ist auch 2018 auf Wachstumskurs. Man geht davon aus, dass der Weltmarkt um 1 Prozent auf 85,7 Mio. Einheiten zulegen wird. Der gesamteuropäische Pkw-Markt wird sein Niveau mit 15,6 Mio. Einheiten halten. Westeuropa hingegen wird durch einen Rückgang in Großbritannien (-5 Prozent) gebremst, so dass ein leichtes Minus (-1 Prozent) auf gut 14,2 Mio. Pkw zu erwarten ist. Nach dem starken Verkaufsjahr 2017 wird der deutsche Markt leicht zurückgehen auf ein Volumen von rund 3,4 Mio. Neuzulassungen (-2 Prozent). Allerdings bewegt sich der Markt auch dann deutlich über dem langjährigen Mittelwert. Vor diesem Hintergrund ist für 2018 eine Steigerung der deutschen Pkw-Weltproduktion um 2 Prozent auf 16,7 Mio. Einheiten zu erwarten. Die Inlandsproduktion bleibt stabil mit 5,6 Mio. Pkw, dies gilt auch für den Export mit unverändert 4,3 Mio. Fahrzeugen. Die Auslandsproduktion legt um 3 Prozent auf 11,1 Mio. Einheiten zu. Quelle: VDA Verband der Automobilindustrie Die Automotive-Branche steht unter einem Kosten- und Produktivitätsdruck, der zu ständigen und teilweise massiven Einsparungs- und Rationalisierungsmaßnahmen führt. Die Branche wird von wenigen Großunternehmen beherrscht, die global agieren. Die Branche entwickelt sich sehr schnell und in wenigen Jahren rechnen Experten mit einer deutlichen Verschiebung der Marktanteile hin zu indischen und chinesischen Unternehmen. Die Strategien der deutschen Automotive-Unternehmen in diesem weltweiten Wettbewerb lauten: weniger Massenprodukte - mehr Premium und Nischenprodukte, weniger einfache Montagetätigkeiten - mehr hochwertige Produktion und vor allem mehr Forschung und Entwicklung bis hin zur Marktreife. Um eigene Entwicklungskosten und -risiken zu minimieren, wurden zunehmend Entwicklungs- und Fertigungsaufgaben an die Zulieferer weitergegeben, vor allem von den Herstellern von Massenmarken. Steigende Personalkosten, der intensive Wettbewerb auf den Automobilmärkten und anhaltend hohe Vorleistungen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sowie künftige Herausforderungen durch die Normalisierung des chinesischen Markts werden die Ergebnisdynamik in den nächsten zwei Jahren im Automotive Sektor dämpfen. Hier reagieren wir durch eine größtmögliche Flexibilisierung der eigenen Abläufe, intensive Steuerung der eigenen Lieferkette und größtmögliche Transparenz über die eigenen Kosten. Wir gehen davon aus, dass die Volatilität der Märkte eher zu- als abnehmen wird. Die Aussichten für das Jahr 2018 können im Jahresergebnis als positiv betrachtet werden. Zum 28.02.2018 realisierten wir eine Betriebsleistung von ca. TEuro 10.000. Wir haben in einer detaillierten Umsatzplanung eine voraussichtliche Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von ca. TEuro 78.200 ermittelt. Hierfür liegen bereits Mehrjahresverträge vor. Damit können die vorhandenen Ressourcen der FINOBA Automotive GmbH genutzt werden. Dementsprechend rechnen wir mit einer konstanten Entwicklung für das Geschäftsjahr 2018. 5. Sonstige Angaben Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Wir sind in der angewandten Forschung und Entwicklung tätig, um neue Produkte und Verfahren zu kreieren und die vorhandenen zu verbessern. Hierzu wird keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung unterhalten; die entsprechenden Tätigkeiten sind vielmehr integraler Bestandteil des Aufgabengebietes des mittleren und oberen Managements.
Baunatal, 15.03.2018 gez. Dipl. - Ing. Guido Barde BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die FINOBA Automotive GmbH hat Ihren Sitz in Baunatal und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kassel HRB 6484. Gegenstand des Unternehmens ist Oberflächenbehandlung, Zerspanungstechnik, Finish (Oberflächenveredelung) und Produktbearbeitung. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde vom Fortbestand des Unternehmens ausgegangen (going-concern-Prinzip). 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Eine verlustfreie Bewertung wurde durch retrograde Kontrollrechnung berücksichtigt. Abwertungen auf den beizulegenden Wert werden, soweit erforderlich, zur Berücksichtigung minderer Gängigkeit der Vorräte vorgenommen. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, Verluste durch die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen erfolgte mit einem pauschalen prozentualen Betrag des garantiebehafteten Umsatzes der letzten beiden Geschäftsjahre. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 10.793.506,35 Euro haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr und kleiner 5 Jahren betragen 1.388.858,55 Euro, diese bestehen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.382.541,41 Euro und bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 6.317,14 Euro. Die umsatzsteuerliche Organschaft mit Herrn Barde wurde beendet. 3.3 Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Versicherungen, Kfz-Steuern, Beiträge, Gebühren sowie Leasingsonderzahlungen ausgewiesen. 3.4 Kapitalrücklage Im Geschäftsjahr 2017 wurden 0,00 Euro (i.V. 299.919,75 Euro) in die Kapitalrücklage eingestellt. 3.5 Einlagen der typisch stillen Gesellschafter Im Geschäftsjahr 2017 wurden Einlagen von 1.950.000,00 den Einlagen zugeführt; ein im Vorjahr gewährtes Darlehen wurde mit Wirkung zum 27. Dezember 2017 mit einem Rangrücktritt und einer gewinnabhängigen Vergütung ausgestattet, so dass eine Umqualifizierung in die stillen Einlagen erfolgte. Die Einlagen wurden langfristig gewährt und sind mit einem Rangrücktritt versehen. Die Einlagen von insgesamt 10.400.000,00 Euro entfallen in Höhe von 6.950.000,00 Euro (i.V. 5.000.000,00 Euro) auf den Gesellschafter. 3.6 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalaufwendungen in Höhe von 576.796,68 Euro, Gewährleistungsaufwendungen in Höhe 447.700,00 Euro sowie übrige Rückstellungen in Höhe von 280.768,27 Euro. Zusätzlich werden Steuerrückstellungen für Ertragssteuern für das Berichtsjahr und das Vorjahr bilanziert. 3.7 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr und über 1 Jahr Hinsichtlich der Restlaufzeiten ergeben sich die Verbindlichkeiten wie folgt:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 5.169.352,78 Euro (i.V. 1.951.817,91) enthalten. 3.8 Betrag und Aufgliederung der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 750.000,00 Euro (i.V. 0,00 Euro); diese bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. 3.9 Aufgliederung der Verbindlichkeiten und der Sicherungsrechte Die nachfolgende Darstellung zeigt Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 = Sicherheitsabtretung Forderungen 6 = Eigentumsvorbehalt 3.10 Haftungsverhältnisse Am Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. 3.11 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Aus Leasingverpflichtungen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 15.576.228,49 Euro, davon bis 1 Jahr 5.366.504,56 Euro, mehr als 1 Jahr und bis 5 Jahre 10.209.723,93 Euro und über 5 Jahre 0,00 Euro. Die Leasingverpflichtungen wurden im Wesentlichen aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft abgeschlossen. Aus diesen Geschäften könnten sich Risiken aus dem Abfluss liquider Mittel ergeben. 3.12 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 9.093.553,56 Euro (davon gegenüber verbundenen Unternehmen und zugleich gegen Gesellschafter: 8.618.077,80 Euro) sonstige finanzielle Verpflichtungen, davon bis 1 Jahr 1.577.664,36 Euro, mehr als 1 Jahr und bis 5 Jahre 3.735.889,20 Euro und über 5 Jahre 3.780.000,00 Euro. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen Mietverträge. 3.13 Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
3.14 Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Sonstige Pflichtangaben 4.1 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Beide Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. 4.2 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 13 Auszubildende beschäftigt. 4.3 Name und Sitz des Mutterunternehmens für den größten Kreis Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist: China National Machinery Industry Corporation (Sinomach), Peking, China. Der Konzernabschluss ist bei der Muttergesellschaft erhältlich. 4.4 Name und Sitz des Mutternehmens für den kleinsten Kreis Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist: AE Industry GmbH, Mannheim, Deutschland. Der Teilkonzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. 4.5 Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 berechnete Gesamthonorar beträgt 22.000,00 Euro und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. 4.6 Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. 4.7 Unterschrift der Geschäftsleitung
Baunatal, 15.03.2018 gez. Dipl. - Ing. Guido Barde sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.06.2018 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FINOBA Automotive GmbH, Baunatal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 28. März 2018 Greis
& Brosent GmbH
gez. Walter, Wirtschaftsprüfer gez. Brosent, Wirtschaftsprüfer |
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