Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 117026
Eingetragen
2.7.1997
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenReparatur und Instandhaltung von elektronischen und optischen GerätenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Vertrieb, Service und Entwicklung von elektronischen und elektronenoptischen Geräten wie Mikroskope, Analysiergeräten sowie weiterer artverwandter Geräte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Masayuki Kobayashi
seit 11.10.2023
Geschäftsführer
Matthias Dr. Rodewald
seit 10.8.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
JEOL HOLDING EUROPE SASFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
JEOL HOLDING EUROPE SAS
France
520.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JEOL (Germany) GmbH

Freising

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die JEOL (Germany) GmbH wurde am 1. Juli 1997 als Tochterunternehmen der JEOL Ltd., Tokyo, Japan, gegründet. Das Geschäftsjahr läuft konform mit dem des Mutterunternehmens vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des Folgejahres.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich im Wesentlichen auf Vertrieb, Installation und Wartung von Elektronenmikroskopen, Elektronenstrahlmikrosonden, Oberflächenanalysegeräten, und Elektronenstrahllithographiesystemen sowie Massenspektrometern und Kernresonanzspektrometern (NMR-Systemen) in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den nordischen Ländern, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland. Der Warenbezug erfolgt im Wesentlichen von der JEOL Ltd., Tokyo.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Jahresbericht 2023/2024 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, vorgestellt am 8. November 2023, steht unter dem Motto "Wachstumsschwäche überwinden - In die Zukunft investieren". Dieser Bericht wird als Grundlage zur Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland herangezogen und im folgenden Text teilweise zitiert. 1

Laut dem genannten Bericht des Sachverständigenrates liegt die deutsche Wirtschaftsleistung derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Wie der Titel des Berichts "Wachstumsschwäche überwinden..." bereits deutlich macht, verzeichnet Deutschland damit seit Beginn der Corona- Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie, während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach.

Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise zwar verhindert werden. Die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials weist aber, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, darüber hinaus auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin. 2

1 Jahresbericht 2023/2024 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 8. November 2023.

2 Jahresbericht 2023/2024 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 8. November 2023.

Insbesondere der demographische Wandel innerhalb Deutschlands hemmt ein mögliches künftiges Wirtschaftswachstum. Durch den Rückgang des Anteils der 20- bis 64-jährigen an der Bevölkerung sinkt die Anzahl der für die inländische Wertschöpfung zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte. Zudem sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, aber auch der Modernitätsgrad des Kapitalstocks, seit Jahrzehnten rückläufig. Deutschland droht somit eine Alterung nicht nur seiner Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis. 2

Laut dem genannten Bericht des Sachverständigenrates wirkt die demografische Alterung nicht nur dämpfend auf das Potenzialwachstum, sie erhöht auch den künftigen Finanzierungsbedarf der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Auf mittlere und lange Sicht werden sich die Beitragssätze zur GRV wie auch der Bundeszuschuss erhöhen. Dies erhöht die im internationalen Vergleich bereits hohen Arbeitskosten weiter und reduziert die verfügbaren Einkommen sozialversicherungspflichtig Beschäftigter.

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 leicht zurückgegangen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 %. Hauptgründe für diese Entwicklung waren, die trotz der jüngsten Rückgänge, nach wie vor hohen Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen. Diese gingen einher mit einer schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland. 3

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Im Jahr 2022 lag diese bei +6,9 %. Die Preise für Nahrungsmittel für die Verbraucherinnen und Verbraucher erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar um 12,4 % und die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. 4

Abschließend bleibt festzustellen, dass die Auswirkungen der weiterhin ungelösten Konflikte in der Ukraine sowie im Gaza-Streifen schwer einzuschätzende Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben. Beide Konflikte sind dabei von globaler Dimension.

Neben diesen globalen Faktoren stellen sich der Wirtschaftspolitik lokal auch weiterhin Herausforderungen im Bereich des Fachkräftemangels, der notwendigen weiteren Digitalisierung, des Klimawandels, des Bürokratieabbaus und verstärkt der Energieversorgung sowie des demografischen Wandels. Diese Faktoren beeinflussen auch unmittelbar die Rahmenbedingungen und den möglichen wirtschaftlichen Erfolg der Firmen in Deutschland.

Branchenentwicklung

Unser Marktbereich ist in hohem Maß von der Investitionsbereitschaft der Industrie und dem Ausgabeverhalten der öffentlichen Hand im Bereich Forschung und Entwicklung abhängig. Weitere Komponenten sind die Einführung von neuen, innovativen Produkten seitens der Hersteller sowie das Aufkommen von geförderten Forschungsschwerpunkten im naturwissenschaftlich-technischen Bereich.

3 Destatis - Statistisches Bundesamt - Pressekonferenz vom 15. Januar 2024 - Bruttoinlandprodukt 2023 für Deutschland.
4 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung vom 16. Januar 2024 - Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9%.

Die von uns gelieferten Systeme haben im Regelfall einen Beschaffungshorizont, von der Budgetierung der Mittel bis zur Bestellung, von drei Monaten (z.B. kleinere Rasterelektronenmikroskope, Präparationssysteme) bis zu eineinhalb oder mehreren Jahren (größere Transmissionselektronenmikroskope). Branchentypisch ist daher ein eher zeitversetzter Einfluss der allgemeinen Konjunkturentwicklung auf die Entwicklung der Branche zu erwarten.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hatten in den Jahren 2020/2021 zu einer Verzögerung in der Investitionsbereitschaft der Industrie für kleinere und mittlere Systeme (insb. Rasterelektronenmikroskope mit thermischem Emitter und Präparationsgeräte) geführt. Wie erwartet erholte sich die Industrie nach Abklingen der Pandemie zunächst, so dass wir auch eine Erholung der Nachfrage aus dem nicht öffentlichen Sektor bei kleineren Präparationstools und Rasterelektronenmikroskopen beobachten konnten. Im Berichtszeitraum ist es hier jedoch in Folge der allgemein schwachen Wirtschaftsentwicklung und der durch den Ukraine-Konflikt ausgelösten Energiekrise zu einem erneuten Einbruch gekommen. Kleinere und mittlere Unternehmen haben im Berichtszeitraum vielfach Investitionen in die Zukunft verschoben, eine untergeordnete Zahl hat geplante Investitionen gänzlich gestrichen.

Vorteilhaft für die aktuelle Entwicklung unserer Branche sind auch weiterhin Entwicklungen im Bereich alternativer Energien und Fahrzeugantriebe zu sehen. Insbesondere die Intensivierung der Li-Batterieforschung seitens der Automobilindustrie führte bereits zu einem Ausbau des Einsatzes von hochauflösender Abbildung und Analytik. Auch wenn die Investitionsbereitschaft hier grundsätzlich auch im Berichtszeitraum weiter bestanden hat, so haben wir doch insgesamt eine erste Beruhigung der Nachfrage beobachtet. Dies ist teilweise in Sättigungseffekten begründet, kann aber auch im aktuell schleppenden Umsatz von Elektrofahrzeugen begründet sein.

Auch im Bereich der Wasserstoff-Forschung hat sich das Interesse nach analytischen Systemen belebt. Der Bereich der Wasserstoffproduktion innerhalb der europäischen Gemeinschaft soll zudem seitens der EU künftig stärker gefördert werden, 5 entsprechend erwarten wir auch künftig eine gesteigerte Nachfrage nach Analysesystemen für den Bereich der Wasserstoffforschung.

In der Folge der Covid-19-Pandemie konnte erwartet werden, dass es auch im Bereich der biologischen Forschung an Viren sowie der pharmazeutischen Industrie, bedingt durch eine zu erwartende Intensivierung der Forschung in diesem Bereich, zu einer verstärkten Nachfrage nach analytischen Systemen, insbesondere Cryo- Elektronenmikroskopie, kommen würde. Diese Erwartung ist im Berichtszeitraum erneut nicht eingetreten. Aus heutiger Sicht ist ein Wachstum der Cryo-Elektronenmikroskopie aktuell nicht zu erwarten. Allerdings werden die zahlreichen in der Vergangenheit installierten Systeme künftig voraussichtlich zu Ersatzbeschaffungen führen.

In der Produktion von Halbleiter-Chips ist die EU aktuell in hohem Maße von Importen aus asiatischen Ländern (z.B. China und Taiwan) abhängig. Um die Abhängigkeit der EU von Importen aus Asien bei Halbleitern zu vermindern, plant die EU die Förderung der lokalen Chip-Industrie mittels des EU-Chip-Gesetzes mit einem Volumen von 43 Mrd. Euro. 6 Das EU-Chip-Gesetz soll ein europäisches Halbleiter-Ökosystem von der Forschung bis zur Produktion und eine resiliente Lieferkette schaffen. Der sich verstärkende Aufbau einer lokalen Halbleiterindustrie wird mittelfristig auch zu einer verstärkten Beschaffung von für die Halbleiterproduktion notwendigen Lithographie- und Elektronenmikroskopie-Systemen führen. Hier ergeben sich Wachstumschancen für unsere Branche.

5 Pressemitteilung IP/22/2829 der EU-Kommission vom 5. Mai 2022.
6 Pressemitteilung IP/22/729 der EU-Kommission vom 8. Februar 2022.

Im Berichtszeitraum konnten wir tatsächlich ein gesteigertes Interesse an Systemen für die Halbleiterfertigung und -entwicklung beobachten. Wir gehen davon aus, dass unsere Branche auch im kommenden Jahr von dieser Entwicklung profitieren wird.

Neben Ersatzbeschaffungen innerhalb unseres Marktes kann somit auch weiterhin ein leichtes Wachstum der Nachfrage nach abbildenden und analytischen Elektronenstrahlsystemen erwartet werden.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir anzahlmäßig 41 % mehr Systeme installiert als im Vorjahr (65 Systeme; Vorjahr: 46 Systeme). Das Umsatzvolumen aus dem Bereich Rasterelektronenmikroskope lag dabei deutlich über den Werten der Vorjahre (40 Systeme; Vorjahr: 18 Systeme). In der Folge sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreswert um ca. 7,8 % gestiegen (TEUR 42.514; Vorjahr: TEUR 39.456). Allerdings liegen die Umsatzerlöse um ca. 3,5 % unter den erwarteten Ansätzen.

Wie in der Vergangenheit betraf ein signifikanter Teil unserer Geschäftsaktivitäten die Wartung und Ersatzteilversorgung von JEOL-Geräten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in nordischen Ländern.

Trotz des gestiegenen Umsatzes führte der Anstieg der Personalkosten und anderer Betriebskosten aufgrund der stark gestiegenen Inflation dazu, dass das Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 4.023 im Vergleich zum Vorjahr um 20,9 % gesunken ist. Das erzielte Jahresergebnis entspricht den Erwartungen.

Der Auftragseingang des Berichtsjahres für den Bereich "Instrumente" beträgt Mio. EUR 31,8 und liegt um 10,5 % unter unseren ursprünglichen Ansätzen. Insbesondere der Gewinn des Auftrages über ein Transmissionselektronenmikroskops für die NTNU (Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens) mit einem Auftragsvolumen von Mio. EUR 2,7 und für die Universität Oslo mit einem Auftragsvolumen von Mio. EUR 3,3 haben hierzu ganz wesentlich beigetragen. Die Bereiche Elektronenstrahlmikrosonden, Rasterelektronenmikroskope und Elektronenstrahllithographie haben die ursprünglichen Prognosen deutlich übertroffen. Hingegen lagen die Produktgruppen Transmissionselektronenmikroskope und die Rasterelektronenmikroskope in Summe unter den Erwartungen, was insgesamt zu einem geringfügigen Rückgang führte.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft ist um TEUR 441 auf TEUR 66.690 (Vorjahr: TEUR 66.249) gestiegen. Auf der Aktivseite wirkte sich die Erhöhung des Sachanlagevermögens um TEUR 1.220 primär durch die Zunahme der Demo- und Leihgeräte aus. Des Weiteren haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.717 im Wesentlichen durch den Anstieg der Umsatzrealisierung in Folge der Projektabnahmen im März 2024 erhöht und die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.029 in Folge der Reduktion der Forderungen für Ertragsteuern und Umsatzsteuern vermindert. Der Rückgang der Liquiden Mittel um TEUR 1.540 resultiert aus der Tatsache, dass der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit TEUR 1.522 und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit TEUR 3.600 den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit TEUR 3.582 übersteigt.

Erhöhend auf der Passivseite der Bilanz wirkte sich der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 1.642, der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.226 sowie der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 391 aus. Vermindernd auf der Passivseite der Bilanz wirkte sich die Reduktion der sonstigen Rückstellungen um TEUR 731 vor allem in Folge der Abnahme der Rückstellung für ausstehende Rechnungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 783 durch den verminderten Leistungsbezug zum Bilanzstichtag sowie die Rechnungsabgrenzung um TEUR 593 aus.

Das Eigenkapital der Gesellschaft verminderte sich um TEUR 712, da die durchgeführte Ausschüttung in Höhe von TEUR 3.600 an den Gesellschafter den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 von TEUR 2.888 übersteigt. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft verringert sich von 19,8 % im Vorjahr auf 18,6 % zum 31. März 2024.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 3.582. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt TEUR 13.379 (Vorjahr: TEUR 14.919). Der kurz- und mittelfristige Finanzbedarf der Gesellschaft wird durch konzerninterne Finanzierung und durch den Bestand an liquiden Mitteln der Gesellschaft sichergestellt. In der Berichtsperiode wurden TEUR 2.266 (Vorjahr: TEUR 646) in das Anlagevermögen investiert.

Bedingt durch die Projektstruktur und das Projektvolumen ist das Bruttoergebnis (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung, abzüglich Materialaufwand) auf TEUR 13.013 (Vorjahreswert: TEUR 13.552) gesunken. Die Zunahme der Personalaufwendungen um TEUR 785 auf TEUR 7.137 (Vorjahr: TEUR 6.352) ist auf Personaleinstellungen, Gehaltserhöhung und Strukturveränderungen zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 365 auf TEUR 3.476 (Vorjahr: TEUR 3.111) ist primär bedingt durch die Erhöhung der Fracht- und Kraftfahrzeugkosten, der Aufwendungen für Personalbeschaffung, Instandhaltung sowie Reisekosten.

Das Betriebsergebnis ist mit TEUR 3.542 (Vorjahr: TEUR 4.949) um 28,4 % gesunken. Es beträgt 8,3 % (Vorjahr: 13,5 %) der Betriebsleistung (Summe der Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträge).

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist insgesamt positiv zu beurteilen.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

In Deutschland soll laut Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,2 % steigen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine laste weiterhin auf der deutschen Wirtschaft, das historisch niedrige Wachstum des Welthandels treffe die Exportwirtschaft in Deutschland besonders. Hinzu kämen Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und weniger Investitionen wegen hoher Zinsen. Zudem seien die Löhne und die Sparquote gestiegen, die Binnennachfrage gesunken. Die Preissteigerung dürfte sich auf 2,8 % verringern. Zusammen mit einer erwarteten Steigerung von 3,8 % bei den verfügbaren Einkommen, ist daher wieder mit steigenden Reallöhnen zu rechnen. Eine Erholung wird für das Welthandelsvolumen erwartet, von +0,4 % im Jahr 2023 auf +3,3 % in 2024. Auch wenn dies weiterhin unterhalb des langfristigen Handelswachstums liegt, dürfte die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Wirtschaft hiervon profitieren. 7

7 Jahreswirtschaftsbericht 2024: "Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken" der Bundesregierung vom 22. Februar 2024.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts der hohen Inflation die Leitzinsen im Berichtszeitraum deutlich angehoben. Dies verschlechtert die Finanzierungsbedingungen für Haushalte und Unternehmen, was sowohl die Konsumnachfrage als auch die Investitionen dämpft. Zinssenkungen werden für das Jahr 2024 nach Rückgang der Inflation zwar allgemein erwartet, wurden aber bisher seitens der EZB nicht vorgenommen bzw. angekündigt. Der wichtigste Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank liegt aktuell bei 4,5 Prozent. Bei seiner Sitzung am 11. April 2024 hat der EZB-Rat die Leitzinsen erneut nicht verändert.

Zum Berichtszeitpunkt des neuen Geschäftsjahres sehen wir die folgenden Einflussfaktoren:

Beschaffungsvorhaben der öffentlichen Hand sind im Berichtszeitraum weiterhin stabil geblieben. Diese Beschaffungsvorhaben sind grundsätzlich langfristig und in der Regel stabil gegenüber kurzfristigen geopolitischen Entwicklungen. Mittelbeschränkungen, z.B. Haushaltssperren der öffentlichen Hand, sind bisher nicht erfolgt. Diese Projekte, die den überwiegenden Teil unseres Auftragsvolumens ausmachen, laufen bisher unverändert weiter. In der Regel werden zur Freigabe der entsprechenden, benötigten Mittel Anträge seitens der öffentlichen Forschungsinstitute bzw. Universitäten bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft bzw. den zuständigen Bundes- und Landesministerien gestellt.

Etwa die Hälfte der von uns pro Jahr insgesamt verkauften Systeme werden regelmäßig seitens privater Auftraggeber beschafft. Im Zuge der Covid-19 Pandemie wurden viele der privaten Beschaffungsvorhaben auf einen in der Zukunft liegenden Zeitpunkt verschoben. Mit dem Ende der Pandemie wurden die meisten dieser Beschaffungsvorhaben seitens der privaten Investoren wieder aufgenommen. Hier hatte sich im Berichtszeitraum erneut eine deutliche Eintrübung der Investitionsbereitschaft gezeigt. Viele Unternehmen haben angesichts der Energiekrise, der hohen Inflation sowie der gestiegenen Zinsen Investitionen erneut verschoben. Beschaffungen privater Auftraggeber hängen grundsätzlich in hohem Maße von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab, so dass eine weitere negative Beeinflussung der Investitionsbereitschaft angesichts der weiter unsicheren wirtschaftlichen Prognose auch im Geschäftsjahr 2024/2025 nicht ausgeschlossen werden kann.

Die von uns installierten Systeme werden von unseren Kunden über einen relativ langen Zeitraum im Bereich Forschung, Entwicklung sowie Qualitätskontrolle genutzt. Wir erwarten daher auch für die Zukunft eine stabile Nachfrage nach unseren Serviceleistungen.

Um die Effizienz unserer Installationsarbeiten zu verbessern, wurde im Berichtszeitraum ein zusätzlicher Mitarbeiter mit dem Aufbau eines internen Projektmanagements beauftragt. Dem Mitarbeiter wurde dabei der bestehende Bereich Auftragsbearbeitung zugeordnet. Ziel ist eine bessere Vorbereitung der Installation von Systemen sowie die Beschleunigung des Ablaufs. Dem gleichen Zweck (Effizienzsteigerung) dient auch die kontinuierliche Weiterbildung unserer Service-Techniker, die wir auch im aktuellen Geschäftsjahr weiterführen wollen.

Zahlungsausfälle oder Unterbrechungen unserer Lieferketten gab es bisher nicht. Das künftige Risiko von Zahlungsausfällen ist durch den hohen Anteil an öffentlichen Auftraggebern auch weiterhin als gering einzustufen.

In der Folge der Covid-19 Pandemie ist es zu Lieferverzögerungen seitens unseres Mutterhauses sowie von lokalen Lieferanten gekommen. Im Berichtszeitraum hat sich die Liefersituation zwar kontinuierlich verbessert, ist allerdings noch nicht auf dem Stand wie vor der Covid-19 Pandemie. Der Grund liegt für Systeme aus unserem Mutterhaus vor allem in einer aktuell sehr hohen Nachfrage nach unseren Systemen aus China. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir daher nur mit einer langsamen weiteren Verbesserung der Situation. Wir gehen daher auch weiterhin davon aus, dass Systeme, die ab Mitte des 2. Quartals des Geschäftsjahres bestellt werden, nicht mehr im aktuellen Geschäftsjahr installiert und als Umsatz realisiert werden können.

Die aktuelle Zahl geplanter Beschaffungsprojekte ist insgesamt stabil und im Bereich von Systemen mit großen Auftragsvolumina von über 2 Mio. Euro, insbesondere durch die öffentliche Hand, anzahlmäßig gestiegen. Wie bereits im Jahr zuvor lässt sich zudem eine Verschiebung dieser Projekte weg vom Bereich Life-Science hin zum Bereich Materialwissenschaften erkennen.

Im Berichtszeitraum wurden keine Umsätze mit Cryo-Elektronenmikroskopen mit Autoloader (CryoARM) getätigt und keine Auftragseingänge verzeichnet. Die nach der Covid-19-Pandemie erwartete stärkere Investitionsbereitschaft im Bereich der Virusforschung, die entsprechende Systeme notwendig gemacht hätte, ist nicht eingetreten. Tatsächlich wurde offenbar insbesondere im Bereich der SPA Cryo-Transmissionselektronenmikroskope (SPA = Single Particle Analysis) inzwischen eine Sättigung erreicht und erste Ersatzbeschaffungen stehen aufgrund des noch jungen Alters der Systeme erst in den kommenden Jahren an.

Im Bereich Materialwissenschaften zeigt sich weiterhin insbesondere bei Transmissionselektronenmikroskopen mit Laser-getriggerten Emittern eine gesteigerte Nachfrage. Hier verfügt JEOL mit seiner Tochterfirma Integrated Dynamic Electron Solutions, Inc. (IDES), USA, bereits über ein breites Angebot an Systemen, welches gute Marktchancen für uns eröffnet. Anfang 2023 konnten wir in diesem Zusammenhang das neu gegründete Regensburg Center for Ultrafast Nanoscopy (RUN) als Kunden für eines unserer Systeme gewinnen. Wir erwarten von der Zusammenarbeit mit RUN weitere Impulse für dieses aktuell aktive Geschäftsfeld.

Durch das gestiegene Preisniveau in Folge der hohen Inflation der Vorjahre, die hohen Energiepreise sowie die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Ukraine- und Gaza-Konfliktes bestehen für das Geschäftsjahr 2024/2025 auch weiterhin Risiken für eine Investitionszurückhaltung im Bereich der privaten Auftraggeber.

Im Gegenzug nachfragefördernd wird sich im aktuellen Geschäftsjahr die im industriellen Bereich zunehmende Integration von Bauteilen und Produkten auswirken. Hinzu kommen politisch weiterhin geförderte aktuelle Entwicklungsbereiche wie die Lithium-Batterieforschung und die europäische Halbleiterproduktion (EU-Chip-Gesetz). Wir gehen davon aus, dass die genannten Faktoren im neuen Geschäftsjahr zu einer steigenden Nachfrage nach hochauflösender Abbildung und Analytik führen werden. An dieser Stelle wirkt sich positiv aus, dass wir insbesondere mit Systemen zur Lithium-Analytik (Batterieforschung) über ein breites Angebot an unterschiedlichen Lösungen verfügen (z.B. Rasterelektronenmikroskope mit JEOL Leichtelementspektrometer SXES, neuer JEOL Leichtelementdetektor GatherX).

Der Schwerpunkt unserer Auftragsvolumina liegt im öffentlichen Bereich (Public). Der Anteil des Auftragsbestands öffentlicher Auftraggeber zum Bilanzstichtag beträgt ca. 92,1%. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir den überwiegenden Teil des Volumens unseres Auftragseingangs erneut aus dem Bereich der öffentlichen Auftraggeber.

Öffentliche Auftraggeber wie Universitäten und Forschungseinrichtungen stellen den überwiegenden Teil des Volumens unseres Auftragseinganges dar, entsprechend groß ist der Einfluss der Forschungsförderung seitens des Bundes und der Länder. Dies wird sich auch im aktuellen Geschäftsjahr nicht ändern. Aktuell ist weiterhin nicht sichtbar, dass seitens der Bundesregierung Einschnitte im Bereich der Forschungsmittel offiziell geplant sind. Wir gehen daher für das aktuelle Geschäftsjahr von einer weiterhin weitgehend stabilen Mittelausstattung der für uns relevanten öffentlichen Auftraggeber und damit von einem stabilen Marktumfeld aus.

Die Zusammenarbeit mit den JEOL-Gesellschaften in Europa in Bezug auf Vertrieb, Werbung, Gerätevorführungen und im Servicebereich wurde in der Vergangenheit und soll auch künftig weiter kontinuierlich intensiviert werden. Insbesondere in den auftragsschwächeren Bereichen der NMR-Systeme und Massenspektrometer wurden im Berichtszeitraum regelmäßige Abstimmungsmeetings unter Teilnahme unseres Mutterwerkes zur Verbesserung der Situation eingeführt. Diese Meetings werden im aktuellen Geschäftsjahr intensiviert.

Von unserem Mutterkonzern der JEOL Ltd. werden weiterhin verstärkt Anstrengungen hinsichtlich einer globalen Marketingstrategie insbesondere im Bereich von Webinaren und Online-Events unternommen. Schwerpunkte sind hier aktuell die Forschungsbereiche Life-Science, Batterietechnik und Halbleitertechnologie. Die beiden letztgenannten Bereiche sollen auch von der EU künftig stärker gefördert werden, so dass wir von den parallelen Aktivitäten unserer Mutterfirma positive Impulse für unsere Marktposition erwarten.

In diesem Jahr begeht unser Mutterkonzern, die JEOL Ltd., Ihr 75-jähriges Gründungsjubiläum. Auch in diesem Zusammenhang sind verstärkte Marketing-Aktivitäten geplant, die zu einer erweiterten Brand-Awareness führen sollen. Wir versprechen uns davon ebenfalls positive Impulse für unseren lokalen Markt.

Die Zusammenarbeit mit dem direkten Tochterunternehmen JEOL (Nordic) AB, Schweden, wurde in der Vergangenheit kontinuierlich verbessert. Vertrieb und technischer Service erfolgen firmenübergreifend und sollen auch im neuen Geschäftsjahr in dieser Form weitergeführt werden. Im Berichtszeitraum wurden Servicetechniker von JEOL (Nordic) AB verstärkt im Bereich der JEOL (Germany) GmbH eingesetzt, um Engpässe bei Servicearbeiten zu überbrücken. Die Zusammenarbeit der beiden Serviceteams sowie der Erfahrungsaustausch konnten dadurch weiter verbessert werden. Dieser Austausch soll auch im aktuellen Geschäftsjahr fortgeführt werden.

Bereits für das Geschäftsjahr 2022/2023 war auf Basis des eingeführten ERP-Systems der Aufbau eines verbesserten Projektmanagements geplant. Hierfür wurde die neue Position eines Projektmanagers innerhalb der JEOL (Germany) GmbH geschaffen. Ein gestrafftes Projektmanagement wird eine weitere Optimierung aller Abläufe und mehr Kosteneffizienz für beide Unternehmen bewirken. Die offene Stelle des Projektmanagers konnte nach langwieriger Suche jedoch erst im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 mit einem geeigneten Kandidaten besetzt werden. Das neue Projektmanagement-Team wurde zudem zu Beginn des Berichtszeitraumes durch einen japanischen Mitarbeiter aus unserem Werk mit dem Ziel der Optimierung der Kommunikation zwischen der JEOL (Germany) GmbH und unserem Mutterwerk sowie um eine lokale Mitarbeiterin verstärkt. Im Zuge der Einführung des Projektmanagements haben sich im Laufe des Berichtszeitraumes Verbesserungen in unseren Abläufen eingestellt, so konnten die Zeiten für die Prüfung von eingehenden Aufträgen und die technische Machbarkeit verbessert werden.

Im Bereich "Analytical Services", der Dienstleistungsprojekte im Bereich Qualitätssicherung und Forschung anbietet, werden die im Applikationszentrum vorhandenen Geräte für entsprechende Messungen unterstützend eingesetzt. Im Berichtszeitraum konnte damit ein Umsatz in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 67) erzielt werden. Das Geschäftsfeld "Analytical Services" soll im aktuellen Geschäftsjahr durch die Organisation von Kundentreffen im Bereich TEM- sowie Focused Ion Beam-Systeme weiter promotet und ausgebaut werden.

Im 3. Quartal des Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgte die Markteinführung eines für JEOL neuen Produktes zur additiven Fertigung mittels Elektronenstrahlen (JEOL 3D-Printer). Es handelt sich für uns um ein neues Geschäftsfeld, welches anders als unsere bisherigen Forschungssysteme vor allem auf das Produktionsumfeld z.B. im Bereich der Luftfahrt- und Automobilindustrie, der Prothetik und dem Energiesektor zielt. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2023/2024 wurde ein Kooperationsvertrag mit der Technischen Universität München geschlossen, der es uns erlauben wird, ein entsprechendes JEOL 3D-Printersystem am Standort der TUM in Garching zu installieren und gemeinsam mit der TUM zu betreiben. Wir versprechen uns von der Zusammenarbeit mit der TUM, die im Bereich der additiven Fertigung über weitreichende Expertise verfügt, positive Impulse für unseren Markteintritt. Das System wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 gemeinsam mit der TU München in Betrieb genommen. Zu Beginn des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2024/2025 wird ein Kollege aus unserem Mutterwerk unser lokales Team verstärken und die Sales-Promotion für das 3D Printer System übernehmen.

Die Zahl der Mitarbeiter beläuft sich zum Berichtsdatum auf 70. Wir beabsichtigen, im neuen Geschäftsjahr die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Bereich des technischen Service weiter zu erhöhen und eine neue Stelle für ein übergreifendes Business-Development zu schaffen.

Im Bereich technischer Service ist insbesondere die IT inzwischen von sehr großer Bedeutung, so dass wir die Notwendigkeit sehen, neben unserem externen Dienstleister einen Mitarbeiter eigens für Aufgaben im Bereich der IT zu beschäftigen. Neben einer schnelleren Bearbeitung von IT-Problemen sowohl hausintern wie extern, werden sich dabei auch Kostenvorteile gegenüber der bisher erfolgten Beauftragung externer Dienstleister ergeben.

Um neben unseren etablierten Kernfeldern, wie z.B. Elektronenmikroskopie und analytische Systeme künftig stärker in neue Themenfelder, wie Batterieforschung, additive Fertigung, Massenspektrometrie etc. wachsen zu können, planen wir die Einführung eines eigenen Bereiches Business-Development mit einem dafür abgestellten Mitarbeiter. Der Mitarbeiter soll neue Geschäftsfelder und Potentiale zunächst in den genannten Themenfeldern aufdecken und ihr Potential für unsere Produkte evaluieren. Ergeben sich dabei konkreter werdende Beschaffungsvorhaben, soll die Übergabe an unseren Vertrieb erfolgen. Wir erwarten damit mittelfristig neue Kunden insbesondere im Bereich der Privatwirtschaft gewinnen zu können.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir mit Umsätzen, die voraussichtlich auf dem Niveau von 2023/2024 bleiben werden. Dies ist aus Sicht der Lage bei Planerstellung, entsprechender Lieferung und Abnahme der zum 31. März 2024 im Auftragsbestand befindlichen Aufträge und bei Realisierung des für das Geschäftsjahr 2024/2025 geplanten Auftragseingangs möglich.

Bezüglich der Ergebnisentwicklung erwarten wir durch die besser werdenden Margen ein Ergebnis vor Steuern um ca. 6,9 % über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/2024.

Um unser Ergebnis zu stabilisieren und positiv zu entwickeln, werden unsere Kostenstrukturen und Abläufe auch weiterhin kontinuierlich optimiert. Potenzial für weitere Optimierungen und Effizienzsteigerungen wird aktuell im Bereich der Projektrealisierung - von Auftragsbestätigung bis Systemabnahme - sowohl für die JEOL (Germany) GmbH als auch für die JEOL (Nordic) AB gesehen. Hier wird die neu geschaffene und inzwischen besetzte Position eines Projektmanagers vorhandene Strukturen und Abläufe überprüfen, strukturieren und im Sinne einer optimalen Kosteneffizienz optimieren.

Chancen- und Risikobericht

Auf Basis unserer Erfahrung der Vergangenheit ist für das Geschäftsjahr 2024/2025 im Bereich Cryo-Elektronenmikroskopie mit keinem Wachstum zu rechnen. In der Folge des Nobelpreises für Cryo-Elektronenmikroskopie im Jahr 2017 wurden sehr viele entsprechende Systeme in unserem Vertriebsgebiet beschafft, wir erwarten daher mittelfristig Ersatzbeschaffungen.

Der für uns relevante aktuelle Fokus der Forschung in Deutschland liegt besonders in Richtung Energie-, Batterie- und Halbleiterforschung.

Chancen sehen wir daher aktuell speziell im Bereich der Halbleiterforschung (JEOL Spot Beam Systeme). In diesem Bereich bearbeiten wir aktuell einige vielversprechende Projekte und rechnen mit einem signifikanten Beitrag zu unserem Auftragseingang im aktuellen Geschäftsjahr.

Chancen sehen wir auch in unserem Eintritt in die additive Fertigung mit dem neuen EBM System JAM-5200EBM, welches wir zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahres an der TU München installiert haben. Ein Risiko für unseren Erfolg bereits im aktuellen Geschäftsjahr ist, dass wir in dem Bereich der additiven Pulverbettfertigung mittels Elektronenstrahl derzeit noch nicht ausreichend im Markt bekannt sind. Erste Kontakte mit potentiellen Kunden haben aber gezeigt, dass unser System über viele technische Vorteile verfügt und wir gehen davon aus, dass wir bei gesteigerter Bekanntheit Aufträge werden erzielen können. An dieser Stelle ist die enge Kooperation mit der TU München ein positiver Einflussfaktor.

Im Bereich der Li-Batterieforschung bieten wir mit dem SXES-Spektrometer ein Gitterspektrometer an, welches die Detektion von Lithium erlaubt. Das System verfügt in seinem Aufbau und seiner Leistung über Alleinstellungsmerkmale für den Bereich der Li-Batterieforschung und ist daher für die entsprechende Forschung von hohem Interesse. Wir konnten dementsprechend in der Vergangenheit bereits viele Systeme im Bereich der Li- Batterieforschung installieren. Mittlerweile hat sich zwar ein gewisser Sättigungseffekt eingestellt, da die Forschung im Bereich der Batterietechnologie jedoch weiterhin hohe Aktualität genießt und wir im aktuellen Geschäftsjahr weitere Systeme (GatherX-Detektor) neu auf den Markt bringen können, versprechen wir uns auch im aktuellen Geschäftsjahr weiterhin Umsätze aus dem Bereich der Batterieforschung und -entwicklung.

Neben den Rasterelektronenmikroskopen hat insbesondere der Markt der sogenannten Zwei-Strahl-Systeme, dabei handelt es sich um Rasterelektronenmikroskope mit zusätzlicher Focused Ion Beam Säule (FIB-Säule), in unserem Marktumfeld eine große Bedeutung. Unsere Wettbewerber im Bereich der Rasterelektronenmikroskopie (Hitachi, Tescan, Thermo, Zeiss) sind ebenfalls mit leistungsstarken Systemen in diesem Markt aktiv und teilweise sehr erfolgreich. Der Markt der FIB Systeme ist dabei auch in Bezug auf den Wartungsaufwand, den diese Systeme erfordern und damit nachgelagertes Serviceeinkommen generieren, interessant.

In der Vergangenheit konnten wir aufgrund technischer Beschränkungen nur in einem Nischenbereich des FIB- Marktes Erfolge erzielen. Anfang 2023 hat unser Mutterwerk ein neues, sehr leistungsstarkes Focused Ion Beam System (JEOL JIB-PS500i) vorgestellt. Das neue System wurde gegen Ende des Berichtszeitraumes in unserem Demolabor als erstes System in Europa installiert, so dass wir mit der intensiven Promotion in unserem Markt beginnen können. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 ist in diesem Zusammenhang ein mehrtägiger Workshop in Zusammenarbeit mit der TU München geplant, um das System potentiellen Kunden vorzustellen. Wir gehen davon aus, unseren Erfolg im FIB-Markt im aktuellen Geschäftsjahr verbessern zu können.

Risiken für das kommende Geschäftsjahr sehen wir auch weiterhin vor allem in der aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland mit relativ niedriger Investitionsbereitschaft der Industrie. Zwar scheint die Unsicherheit, die im Jahr 2022 nach Beginn des Ukrainekonfliktes speziell in Bezug auf die Energieversorgung sowie die eskalierenden Sanktionen der EU gegenüber Russland bestand, inzwischen einer gewissen Planungsruhe bei privaten Auftraggebern gewichen zu sein, allerdings steht ein Ende des Ukraine-Konfliktes nicht unmittelbar bevor, so dass es hier im Geschäftsjahr 2024/2025 durchaus noch zu weiteren Entwicklungen mit negativem Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung kommen kann, die dann in der Folge zu einer eher zurückhaltenden Investitionsneigung im industriellen Bereich führen können.

Ein weiterer Risikofaktor ist der akute kriegerische Konflikt um den Gazastreifen. Die Fertigung unserer Systeme erfolgt in unserem Mutterwerk in Japan und die meisten der größeren Systeme erreichen uns auf dem Seeweg, wobei der Suezkanal zur gängigen Route gehört. Die Huthi Rebellen greifen im Zusammenhang mit dem Gaza- Konflikt regelmäßig Schiffe im Suez-Kanal an, um die Lieferwege nach Israel und Europa zu stören. Viele Reedereien vermeiden daher inzwischen den Suezkanal und wählen den Weg um das Kap der Guten Hoffnung, was unsere Lieferzeiten um mehrere Wochen verlängert. Dies stellt für uns einen Wettbewerbsnachteil und auch einen Nachteil in der zeitnahen Umsatzrealisierung dar.

Die Lieferzeiten seitens unseres Mutterwerks haben sich trotz hoher Nachfrage nach unseren Systemen im Berichtszeitraum stabilisiert und graduell verbessert. Viele der von uns verkauften Systeme mit hohen Umsatzvolumina stellen jedoch Sonderanfertigungen für Kunden dar und beinhalten lokale Zulieferteile, die in nur geringen Stückzahlen oder als Einzelanfertigung für den Kunden hergestellt werden. Ein Lieferverzug aufgrund nicht erreichter Spezifikationen oder aus anderen Gründen stellt hierbei ein Risiko für die zeitnahe bzw. vollständige Umsatzrealisierung dar.

Auch andere, kleinere lokale Zulieferteile, wie z.B. Kühler, Netzteile und Raumklimakomponenten, die für die abnahmereife Fertigstellung eines Systems benötigt werden, weisen trotz verbesserter Lieferketten weiterhin Lieferrisiken auf. So können komplexe Systeme in ihrer Fertigstellung und vollständigen Umsatzrealisierung durch fehlende Komponenten wie z.B. Netzteile verzögert werden. Alternativlösungen lassen sich hier häufig nicht einfach realisieren, da die Gesamtsysteme auf bestimmte Standardkomponenten abgestimmt sind.

Aufgrund der großen Bedeutung von Beschaffungen der öffentlichen Hand für unseren Erfolg bestehen grundsätzliche Risiken in der Bereitschaft und den Möglichkeiten der öffentlichen Hand, Beschaffungsprojekte an Forschungseinrichtungen und Universitäten zu genehmigen bzw. Mittel zu kürzen. Allerdings beurteilen wir diese Risiken momentan noch als eher gering, da seitens der Regierungen des Bundes und der Länder bisher keine entsprechenden Aussagen zu größeren Mittelkürzungen im Bereich Forschung und Entwicklung gemacht wurden. Gleichwohl wurden wir im Berichtszeitraum von unseren Kunden über Mittelkürzungen bei einzelnen Projekten durch öffentliche Fördergesellschaften (DFG) informiert.

In Bezug auf die Umsatzrealisierung bestehen auch weiter Risiken im Bereich der Bereitstellung der Installationsräume durch unsere Auftraggeber. Insbesondere auf dem für uns wichtigen deutschen Markt kann es auch im aktuellen Geschäftsjahr zu Verzögerungen durch kundenseitig nicht rechtzeitig fertig gestellte Installationsräume bzw. neue Gebäude kommen. Einfluss nimmt hier die allgemeine Situation in der Baubranche, die nach wie vor aufgrund Nachfrage und Fachkräftemangel deutlich verlängerte Zeiten für die Erstellung von Gewerken benötigt.

Die JEOL (Germany) GmbH konnte in den vergangenen Jahren ihren Auftragseingang und die Installationsbasis an Systemen im Markt steigern, dies eröffnet die Chance, insbesondere im Bereich Servicedienstleistungen, After-Sales-Service und Wartung weiter zu wachsen. Risiken für dieses Ziel aber auch für das grundsätzliche weitere Wachstum der Firma bestehen im akuten Bewerber- und Fachkräftemangel in Deutschland, der den zügigen, personellen Ausbau unseres Techniker-Teams erschwert. Es ist aktuell mit steigenden Kosten und hohem zeitlichen Aufwand verbunden, geeignete Bewerber zu finden und zu evaluieren. Diese Situation wird durch in naher Zukunft anstehende Pensionierungen innerhalb unserer Firma verstärkt.

Im Bereich der für uns bedeutenden High-end Transmissionselektronenmikroskope verzeichnen Systeme mit Laser-getriggerter Elektronenquelle ein steigendes Interesse in der Forschung. Wir sind an dieser Stelle durch einige Referenzinstallationen (z.B. an der Universität Göttingen und neu am RUN in Regensburg) bereits gut im Markt aufgestellt. Zudem hat unsere Mutterfirma JEOL Ltd. im Jahr 2020 einen US-amerikanischen Hersteller für entsprechende Elektronenquellen und -modifikationen, die Firma IDES, zu 100 % übernommen. Dies gibt uns im Bereich der dynamischen Transmissionselektronenmikroskopie (DTEM) Vorteile, die es uns erlauben, den aktuell wachsenden Markt der DTEM-Mikroskopie aktiv und mit guten Erfolgsaussichten zu adressieren.

Im Bereich der Elektronenstrahl-Lithographiesysteme verzeichnen wir weiterhin eine gesteigerte Nachfrage insbesondere aus dem universitären Umfeld. Angesichts der EU-Aktivitäten zur Förderung einer lokalen Chip-Fertigung erwarten wir hier weiter Wachstum.

Im Bereich der Elektronenstrahlmikrosonden haben wir uns in den vergangenen Jahren eine gute Marktposition gegen unseren Wettbewerber Cameca erarbeitet. Zwar ist der Markt für EPMA Systeme nicht groß, jedoch sehen wir gute Chancen, dieses Marktsegment auch im kommenden Geschäftsjahr in seinem Beitrag für unseren Gesamterfolg stabil zu halten. Im Berichtszeitraum wurde von uns in diesem Zusammenhang mit Erfolg ein Kundentreffen an der Universität Innsbruck abgehalten.

Forderungsausfallrisiken werden durch ein vorausschauendes Forderungsmanagement abgedeckt. Vor Eingehen von Kundenbeziehungen wird die Zahlungsfähigkeit der Kunden beurteilt. Bei Bedarf werden Sicherungsmaßnahmen definiert. Da unsere Gesellschaft im Wesentlichen in den EU-Ländern tätig ist, sind die Forderungen der Gesellschaft zum größten Teil in EUR und damit nur einem geringen Wechselkursrisiko ausgesetzt. Gegebenenfalls werden Wechselkursrisiken abgesichert.

Durch das implementierte ERP-System im Zusammenhang mit File-Server-Strukturen werden interne Abläufe konsequent abgebildet und entsprechende Kontrollmechanismen umgesetzt. Damit sind Grundzüge des Vieraugenprinzips und der Funktionstrennung gegeben.

Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren aus dem Bestand der liquiden Mittel finanziert. Im Bedarfsfall kann die Gesellschaft auf Konzernfinanzmittel zurückgreifen.

 

Freising, den 24. Mai 2024

Dr. Matthias Rodewald

Masayuki Kobayashi

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.3.2024 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 6.133,00 6.923,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.099.247,68 7.256.255,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.987.945,84 1.560.959,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 49.682,00
10.087.193,52 8.866.896,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 555.000,00 555.000,00
10.648.326,52 9.428.819,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Lieferungen und Leistungen 5.858.512,75 7.148.490,17
2. Waren 15.048.411,92 13.574.737,79
3. Geleistete Anzahlungen 1.751.618,11 1.951.099,43
22.658.542,78 22.674.327,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.803.748,55 2.086.499,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.152.786,89 15.104.572,60
davon gegen den Gesellschafter: EUR 15.000.000,00 (Vorjahr: EUR 15.012.994,52)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 400.225,51 1.429.679,41
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 116.990,40 (Vorjahr: EUR 92.679,15)
19.356.760,95 18.620.751,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.378.948,08 14.919.103,83
55.394.251,81 56.214.182,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 259.144,12 175.493,47
D. Aktive latente Steuern 387.800,00 430.500,00
66.689.522,45 66.248.995,56

Passiva

31.3.2024 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 520.000,00 520.000,00
II. Kapitalrücklage 1.977.909,15 1.977.909,15
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 90.180,58 90.180,58
IV. Gewinnvortrag 6.944.480,98 6.868.033,48
V. Jahresüberschuss 2.888.458,90 3.676.447,50
12.421.029,61 13.132.570,71
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.473.856,17 1.473.856,17
2. Sonstige Rückstellungen 3.936.485,41 4.667.401,42
5.410.341,58 6.141.257,59
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 34.502.771,53 32.860.755,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 215.379,68 997.956,79
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.342.654,05 9.117.079,89
davon gegenüber dem Gesellschafter: EUR 10.312.533,14 (Vorjahr: EUR 9.044.205,59)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 578.032,87 186.714,88
davon aus Steuern: EUR 520.865,25 (Vorjahr: EUR 108.137,66)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.950,14 (Vorjahr: EUR 8.232,94)
45.638.838,13 43.162.507,49
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.219.313,13 3.812.659,77
66.689.522,45 66.248.995,56

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

2023/2024 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 42.513.974,43 39.456.075,82
2. Verminderung des Bestands an unfertigen
Lieferungen und Leistungen -1.289.977,42 -4.058.849,95
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.717.816,19 1.392.844,39
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 127.737,48 (Vorjahr: EUR 95.985,95)
42.941.813,20 36.790.070,26
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -27.001.095,67 -20.202.292,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.209.608,25 -1.643.053,37
-28.210.703,92 -21.845.346,32
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.232.856,95 -5.529.924,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -903.665,63 -821.640,26
davon für Altersversorgung: EUR 85.781,34 (Vorjahr: EUR 79.443,66)
-7.136.522,58 -6.351.564,67
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -556.719,22 -514.692,96
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.476.223,86 -3.111.248,80
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 81.238,18 (Vorjahr: EUR 219.953,99)
3.561.643,62 4.967.217,51
8. Erträge aus Beteiligungen 254.154,72 285.847,69
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 254.154,72 (Vorjahr: EUR 285.847,69)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 596.178,35 161.006,24
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 532.454,77 (Vorjahr: EUR 152.999,98)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -369.173,92 -312.084,87
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 9.499,01 (Vorjahr: EUR 5.094,28)
481.159,15 134.769,06
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.134.849,79 -1.406.866,75
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: Aufwand EUR 42.700,00 (Vorjahr: Ertrag EUR 25.300,00)
12. Ergebnis nach Steuern 2.907.952,98 3.695.119,82
13. Sonstige Steuern -19.494,08 -18.672,32
14. Jahresüberschuss 2.888.458,90 3.676.447,50

(Amtsgericht München, HRB 117026)

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I Allgemeine Erläuterungen zur Bilanzierung

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Im Anlagengitter wird ihr Abgang gezeigt, wenn die geringwertigen Wirtschaftsgüter verschrottet oder verkauft werden.

Die angewandten Abschreibungssätze für die entgeltlich erworbene Software und die Gegenstände des Sachanlagevermögens entsprechen den steuerlichen Vorschriften. Die Abschreibungen auf entgeltlich erworbene Software erfolgt unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren. Die Abschreibung auf unbewegliche Sachanlagen erfolgt unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 15 bis 33 Jahren. Die Abschreibung auf bewegliche Sachanlagen erfolgt unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 1 bis 15 Jahren.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden handelsrechtlich mit dem Verkehrswert zum Zeitpunkt der Einlage durch die Alleingesellschafterin, JEOL Ltd., Japan, aktiviert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Einstandspreisen zuzüglich angefallener Installationskosten sowie eines pauschalen Aufschlags für angefallene Nebenkosten. Der Ansatz wurde mit der Durchschnittswertmethode vorgenommen. Das Risiko der technischen Überalterung sowie sonstige Absatzrisiken sind durch Wertberichtigungen auf Waren erfasst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um pauschal ermittelte Wertberichtigungen in Höhe von 1 % gekürzt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Bank- und Kassenguthaben sowie die sonstigen Vermögensgegenstände entsprechen den Nennwerten; Forderungen sowie Bankguthaben in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages im Falle von Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Kostensteigerung von zwischen 2,2 % und 2 % berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze zum 31. März 2024 je nach Restlaufzeit 1,13 % bis 1,80 %.

Die Verbindlichkeiten einschließlich der erhaltenen Anzahlungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die erhaltenen Gebühren für Wartungsleistungen sind entsprechend der Laufzeit der Serviceverträge passivisch abgegrenzt.

Die Lieferung und die Installation von technischen Großgeräten (Werklieferungsverträge) wurden mit Abnahme durch den Kunden als Erlös erfasst. Soweit die Abnahme zurückgestellt wird, weil bestimmte Module noch nachgeliefert bzw. nachgebessert werden sollen, der Kunde die Grundfunktionen jedoch nutzen kann, und er das Gerät in den normalen Produktionsbetrieb eingliedert, erfolgt die Umsatzrealisierung mit der Inbetriebnahme. Verkäufe von Kleingeräten, Ersatz- und Verbrauchsteilen werden bei Lieferung als Umsatzerlöse erfasst.

2 Angaben zur Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens sind in der als Anlage beigefügten "Aufgliederung des Anlagevermögens" gesondert dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind vermerkt.

Die Gesellschaft hält sämtliche Anteile der JEOL (Nordic) AB, Schweden. JEOL (Nordic) AB, Schweden, weist zum 31. März 2024 ein Eigenkapital von SEK 36.447.825 (SEK = Schwedische Krone) und einen Gewinn von SEK 7.968.506 aus. Zum 31. März 2024 beträgt der Umrechnungskurs von SEK/EUR 11,52 (1 EUR = 11,52 SEK).

2.2 Vorräte

Die Vorräte beinhalten unfertige Lieferungen und Leistungen, zum Verkauf vorgehaltene wissenschaftlich-technische Geräte (Elektronenmikroskope) mit Zubehör, das Ersatzteillager für Kundengeräte sowie geleistete Anzahlungen auf Vorräte.

2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 15.000 (Vorjahr: TEUR 15.000) Darlehensforderung und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 13) Zinsforderung gegen den Gesellschafter.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 88) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 4) Forderungen aus Kostenweiterbelastungen.

2.4 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 520.000,00.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Juni 2023 wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 3.600.000,00 beschlossen.

In Höhe der aktiven latenten Steuern von EUR 387.800,00 steht das frei verfügbare Eigenkapital unter der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB.

2.5 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vornehmlich Verpflichtungen aus Gewährleistungen, Restarbeiten, Rücknahme für Altgeräte, Kundenboni, Mitarbeiterbonus, Rückstellung für Urlaub, Altersteilzeitverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen.

2.6 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 10.523 (Vorjahr: TEUR 9.160) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 43) Forderungen aus Kostenerstattungen.

Die erhaltenen Anzahlungen sind im Wesentlichen durch Bankavale besichert.

2.7 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen für Wartungsverträge, die entsprechend der jeweiligen vertraglichen Laufzeit abgegrenzt worden sind.

3 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 846) betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

III. Sonstige Angaben

1. Im Geschäftsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 68 Mitarbeiter beschäftigt.

2. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren als Geschäftsführer bestellt:

Dr. Matthias Rodewald

Toshihiko Kanayama (bis 25. September 2023)

Masayuki Kobayashi (seit 26. September 2023)

3. Alleingesellschafter der JEOL (Germany) GmbH ist die Nihon Denshi Kabushiki Kaisha (JEOL Ltd.), Tokio, Japan, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist beim Handelsregister in Tokio unter dem Aktenzeichen 0128-01-002438 erhältlich.

4. Außerbilanzielle Geschäfte und finanzielle Verpflichtungen: Der Nutzung eines Teils unserer Anlagen liegen Miet- und Operating-Leasingverträge zugrunde; dies trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Vermieter bzw. Leasinggeber. Die Verpflichtungen aus diesen Verträgen betragen insgesamt TEUR 795; davon sind innerhalb von einem Jahr TEUR 406 und zwischen ein und drei Jahren TEUR 389 fällig.

IV Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 TEUR 2.800 an den Gesellschafter auszuschütten und den Restbetrag von TEUR 88 zuzüglich des Gewinnvortrags von TEUR 6.944 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Freising, den 24. Mai 2024

Dr. Matthias Rodewald

Masayuki Kobayashi

Aufgliederung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
1.4.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 418.389,25 0,00 0,00 0,00 418.389,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 9.189.096,77 19.872,80 0,00 79.491,20 9.288.460,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.929.830,10 2.216.736,97 620.111,21 0,00 4.526.455,86
3. Geleistete Anzahlungen 49.682,00 29.809,20 0,00 -79.491,20 0,00
12.168.608,87 2.266.418,97 620.111,21 0,00 13.814.916,63
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 555.000,00 0,00 0,00 0,00 555.000,00
13.141.998,12 2.266.418,97 620.111,21 0,00 14.788.305,88
Abschreibungen
1.4.2023 Zugänge Abgänge 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 411.466,25 790,00 0,00 412.256,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.932.841,31 256.371,78 0,00 2.189.213,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.368.871,10 299.557,44 129.918,52 1.538.510,02
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.301.712,41 555.929,22 129.918,52 3.727.723,11
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.713.178,66 556.719,22 129.918,52 4.139.979,36
Buchwerte
31.3.2024 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 6.133,00 6.923,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.099.247,68 7.256.255,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.987.945,84 1.560.959,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 49.682,00
10.087.193,52 8.866.896,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 555.000,00 555.000,00
10.648.326,52 9.428.819,46

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die JEOL (Germany) GmbH, Freising

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der JEOL (Germany) GmbH, Freising, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JEOL (Germany) GmbH, Freising, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Braun, Wirtschaftsprüfer

Rita Baumli, Wirtschaftsprüferin

Auszug aus der Niederschrift über die Gesellschafterversammlung der JEOL (Germany) GmbH, Freising, zur Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung vom 15.Juni 2024.

"Vom Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.888.458,90 zuzüglich Gewinnvortrag aus den Vorjahren in Höhe von EUR 6.944.480,98 wird am 25. Juni 2024 eine Dividende von EUR 2.800.000,00 ausgeschüttet. Der Restbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen."

Der Jahresabschluss der JEOL (Germany) GmbH zum 31.März 2024 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15. Juni 2024 festgestellt.

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