DACHSER Delmenhorst GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lennart Dinter seit 30.9.2025 | Prokura |
Mike Motschmann seit 30.9.2025 | Prokura |
Hendrik Jansen seit 30.9.2025 | Prokura |
Patrick Huhn seit 30.9.2025 | Prokura |
Jan-Ferdinand Lühmann seit 30.9.2025 | Prokura |
Sven Unterwerner seit 30.9.2025 | Prokura |
Ralf Hansen seit 30.9.2025 | Prokura |
Tim Wahlster seit 30.9.2025 | Prokura |
Aleksandar Beslic seit 24.7.2025 | Prokura |
Simon Kilian Schopper seit 24.7.2025 | Prokura |
Christian Kruse seit 24.7.2025 | Prokura |
Jens Wienstruck seit 3.6.2025 | Prokura |
Martina Dähn seit 3.6.2025 | Prokura |
Richard Brändle seit 3.6.2025 | Prokura |
Ralf Müller seit 3.6.2025 | Prokura |
Torben Koch seit 3.4.2025 | Prokura |
Michael Zoller seit 3.4.2025 | Prokura |
Jürgen Sakry seit 17.2.2025 | Prokura |
Christoph Weinmann seit 17.2.2025 | Prokura |
Frank Schlitzer seit 17.2.2025 | Prokura |
Salvatore Bertino seit 17.2.2025 | Prokura |
Sven Sievert seit 17.2.2025 | Prokura |
Thomas Hiemer seit 15.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Tobias Alexander Burger seit 18.1.2024 | Vorstandsmitglied |
Andreas Fritsch seit 18.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Stefan Hohm seit 11.1.2021 | Vorstandsmitglied |
Edoardo Podestà seit 29.11.2019 | Sonstige |
Alexander Dietrich Tonn seit 24.1.2017 | Vorstandsmitglied |
Wolfgang Reinel seit 1.12.2014 | Vorstandsmitglied |
Burkhard Eling seit 14.7.2014 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DACHSER Group SE & Co. KGKempten (Allgäu)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. Datum der Feststellung Die Feststellung bzw. Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 27.04.2022. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DACHSER Group SE & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DACHSER Group SE & Co. KG, Kempten, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DACHSER Group SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 1. April 2022 Ernst
& Young GmbH
Horbach, Wirtschaftsprüfer Rauser,Wirtschaftsprüfer Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
1) inklusive Aufstockung von konsolidierten
Anteilen an Tochterunternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 4.645)
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021I. Angaben zum Konzernabschluss1. Allgemeine Angaben Die DACHSER Group SE & Co. KG hat ihren Sitz in Kempten im Allgäu. Die Gesellschaft ist unter der Nummer 3038 im Handelsregister A des Amtsgerichts Kempten (Allgäu) eingetragen. 2. Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften Die DACHSER Group SE & Co. KG ist nach § 264a Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 3. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten erfasst und linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig und unter Anwendung der degressiven bzw. linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Finanzanlagen, mit Ausnahme der assoziierten Unternehmen, sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Der Ansatz der assoziierten Unternehmen erfolgt zum anteiligen Eigenkapital sowie fortgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwerten aus der erstmaligen Einbeziehung in den Konzern. Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden ausgehend von verfügbaren Daten der Vergangenheit im Rahmen der Analyse und Bewertung der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäftsbetriebe und Unternehmensanteile unter Berücksichtigung von Aspekten wie etwa der Dauer von Geschäftsbeziehungen vor dem Hintergrund erwarteter künftiger Entwicklungen abgeleitet. Die Bewertung der Vorräte erfolgte im Wesentlichen zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Bei ausgewählten Positionen für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde im Berichtsjahr die Vereinfachungsregel nach § 240 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen und ein Festwert gebildet. Am Bilanzstichtag vorhandene und noch nicht abgeschlossene Aufträge werden als unfertige Leistungen ausgewiesen. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten zzgl. anteiliger Gemeinkosten) bewertet. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr zu Nominalwerten und darüber hinaus zu Barwerten angesetzt sind, wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das Ausfallrisiko durch eine pauschalierte Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Dabei wurden von der Altersstruktur abhängige Abwertungssätze auf die Forderungen angewandt. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden mit den Kursen am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden unter Anwendung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Marktwerten angesetzt. Die Rückstellungen sind unter Beachtung des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen passiviert. Übersteigt der Wert des Deckungsvermögens den Rückstellungswert, wird der übersteigende Betrag gesondert auf der Aktivseite der Bilanz unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Höhe der Eventualverbindlichkeiten entspricht dem am Bilanzstichtag bestehenden tatsächlichen Haftungsumfang. 4. Konsolidierungsmethode Vollkonsolidierung Im Rahmen der Vollkonsolidierung bezieht die DACHSER Group SE & Co. KG als oberstes Mutterunternehmen alle in- und ausländischen Gesellschaften, an denen die DACHSER Group SE & Co. KG direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist, in den Konzernabschluss ein. Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Eigenkapital und Jahresüberschuss werden im Konzernabschluss gesondert ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Equity-Bilanzierung Assoziierte Unternehmen (Beteiligungsquote mindestens 20 % bis 50 %) werden mittels der Equity-Methode entsprechend den §§ 311 und 312 HGB nach der Buchwertmethode in den Konzernabschluss einbezogen. 5. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich für Erstkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode. Die Verrechnung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss oder beim Erwerb der Anteile zu verschiedenen Zeitpunkten zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich über eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die aus Erwerben resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte beruhen im Wesentlichen auf übernommenen Kundenstämmen. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich keine wesentlichen Änderungen. Die Veränderung resultiert aus der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte. Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.348 (Vj. TEUR 7.314). Equity-Bilanzierung Die assoziierten Unternehmen werden gemäß den Vorschriften des HGB nach der Buchwertmethode bilanziert und nach der Equity-Methode im Konzernabschluss erfasst. Bei den seit 2010 erfolgten Equity-Bilanzierungen wurde im Rahmen der Buchwertmethode ein anteiliger Firmenwert im Equity-Ansatz berücksichtigt und entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung sind unter den Aufwendungen bzw. Erträgen aus assoziierten Unternehmen und Beteiligungen ausgewiesen. Der Beteiligungsansatz der assoziierten Unternehmen setzt sich aus dem anteiligen Eigenkapital sowie gegebenenfalls einem Geschäfts- bzw. Firmenwert zusammen. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB gegenseitig aufgerechnet. Daneben werden auch aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten und konzerninterne Rückstellungen mit einbezogen. Die sich daraus ergebenden Fremdwährungsaufrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Sonstige Aufrechnungsunterschiede werden ergebniswirksam behandelt und unter den Speditionsaufwendungen ausgewiesen. Eliminierung von Zwischenerfolgen Da die aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen entstandenen Zwischenergebnisse unbedeutend sind, wird aus Wesentlichkeitsgründen auf die Zwischenergebniseliminierung verzichtet. Konsolidierung der Aufwendungen und Erträge Transaktionen zwischen einbezogenen Gesellschaften sind im Konzernabschluss gemäß § 305 HGB eliminiert. Dies betrifft in erster Linie untereinander berechnete Speditionsleistungen. Die von Konzerngesellschaften als Erlöse mit verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beträge werden mit der Summe der Speditionsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen verrechnet. Entsprechend wird mit sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verfahren, soweit sie ohne unverhältnismäßig hohen Aufwand zu ermitteln sind. Konzerninterne Gewinnausschüttungen Die im Beteiligungsergebnis der Einzelgesellschaften enthaltenen Gewinn- bzw. Verlustübernahmen und Dividenden von verbundenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Tochterunternehmen erfolgte nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode (§ 308a HGB). Die Posten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals wurden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Währungsumrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Wichtige Wechselkurse in EUR (1 EUR = Fremdwährung) und Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in Prozent:
6. Angaben zum Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert: Entkonsolidierte Unternehmen: Durch Verkauf wurden folgende Unternehmen im Berichtsjahr entkonsolidiert:
Erläuterungen zu weiteren Veränderungen im Konsolidierungskreis Im Berichtsjahr wurde die DF Services S.A.R.L., La Roche sur Yon / Frankreich in die DACHSER France Contract Logistics Normandie S.A.R.L., La Roche sur Yon / Frankreich umfirmiert. Außerdem wurde die Gestima (S.C.I.), Casablanca / Marokko in die Sertimag S.A.R.L., Casablanca / Marokko umfirmiert. Darüber hinaus wurden 70 % der Anteile an der Dachser Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur / Malaysia von der DACHSER (SINGAPORE) PTE. LTD., Singapur / Singapur zu der DACHSER SE, Kempten transferiert. Die Konsolidierungsmethode sowie das Beteiligungsverhältnis bleiben unverändert. Im Berichtsjahr ergaben sich im Konsolidierungskreis keine weiteren Veränderungen. Nicht konsolidierte Unternehmen Folgende Gesellschaft wird nicht in den Konzernabschluss der DACHSER Group SE & Co. KG einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nach § 311 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung ist.
7. Verzeichnis der konsolidierten Unternehmen Im Konzernabschluss sind folgende rechtliche Einheiten als Konzerngesellschaften einbezogen:
* wurde am 31.12.2021 um 24 Uhr verschmolzen
8. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird nach dem Bruttoprinzip im Anlagenspiegel am Ende des Konzernanhangs dargestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen In dieser Position sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 530 (Vj. TEUR 1.713) enthalten. In den Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.037 (Vj. TEUR 4.078) enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände Hierin sind sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 7.715 (Vj. TEUR 4.989) enthalten, die im Wesentlichen aus Forderungen aus Ertragsteuern resultieren. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 54 (Vj. TEUR 936) enthalten. Aktive und passive latente Steuern Latente Steuern werden auf temporäre und quasi permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Die handelsrechtlichen Wertansätze bestimmen sich dabei aus den in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüssen unter Berücksichtigung der konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden und Konsolidierungsmaßnahmen. In der Bilanz werden die passiven latenten Steuern in ihrer ermittelten Höhe vollständig erfasst und gesondert auf der Passivseite ausgewiesen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB gebildet und gesondert auf der Aktivseite der Bilanz zum Ansatz gebracht. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge aus latenten Steuern erfasst, soweit sie nicht erfolgsneutral zu berücksichtigen sind. Der Ausweis erfolgt saldiert innerhalb der Steuern vom Einkommen und Ertrag mit entsprechendem Davon-Vermerk (§§ 274 Abs. 2 und 306 Satz 5 HGB). Der Bewertung latenter Steuern werden die voraussichtlich geltenden individuellen Steuersätze zu Grunde gelegt, zu denen sich die Differenzen nach den jeweilig anzuwendenden Steuergesetzen voraussichtlich abbauen. Diese Steuersätze betrugen im Berichtsjahr:
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung sowie für sonstige erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurde vereinfachend ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 30,0 % zugrunde gelegt. Die in der Bilanz aufgenommenen bilanzierten latenten Steuersalden entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Die passiven latenten Steuern der Berichtsperiode beruhen im Wesentlichen auf Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen, ganz überwiegend betreffend den Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken. Aktive latente Steuern beruhen vorwiegend auf Bewertungsdifferenzen im Bereich der Rückstellungen für Pensionen und der sonstigen Rückstellungen, etwa in Zusammenhang mit in der Handelsbilanz gebotenen Drohverlustrückstellungen und Aufwandsrückstellungen, die in Steuerbilanzen zum Teil nicht oder nur in geringerer Höhe Anerkennung finden. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden unter Berücksichtigung steuerrechtlicher Maßgaben unter Heranziehung der Mittelfristplanung der Gesellschaft in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnungen ermittelt. Rückstellungen Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2021 stellt sich wie folgt dar:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die im Konzernabschluss bilanzierten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen die DACHSER Group SE & Co. KG, die DACHSER-Austria Ges. m.b.H., die DACHSER FRANCE S.A.S. und die DACHSER LIMITED. Die Zeitwerte der verrechneten Vermögenswerte (im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen, festverzinsliche Wertpapiere und liquide Mittel) entsprechen grundsätzlich den Anschaffungskosten. Aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie aus den entsprechenden Deckungsvermögen wurden im Geschäftsjahr 2021 folgende Beträge im Finanzergebnis erfasst:
DACHSER Group SE & Co. KG: Die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgte unter Zugrundelegung
Es erfolgte eine Verrechnung von Deckungsvermögen in Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten von TEUR 1.607 (Vj. TEUR 1.487) (entspricht beizulegendem Zeitwert) mit den Pensionsrückstellungen. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 24.297 (Vj. TEUR 22.114). Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.397 (Vj. TEUR 2.917). DACHSER SE: Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Barwert unter Zugrundelegung folgender Parameter gebildet:
DACHSER-Austria Ges. m.b.H.: Die versicherungsmathematische Berechnung des Barwerts der Abfertigungsverpflichtungen und der Jubiläumsgelder erfolgte unter Zugrundelegung
Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Abfertigungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 859 (Vj. TEUR 1.126), der Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Jubiläumsgelder beträgt TEUR 2.096 (Vj. TEUR 1.727). DACHSER FRANCE S.A.S.: Die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgte unter Zugrundelegung
Es erfolgte eine Verrechnung von Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 220 (Vj. TEUR 433) (entspricht beizulegendem Zeitwert) mit den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.734 (Vj. TEUR 3.894). Der nicht gedeckte Teil der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.514 (Vj. TEUR 3.461) ist im Einzelabschluss der Dachser France S.A.S. unter den Rückstellungen ausgewiesen. DACHSER LIMITED: Die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgte unter Zugrundelegung
Es erfolgte eine Verrechnung von Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 6.815 (Vj. TEUR 6.305) (entspricht beizulegendem Zeitwert) mit der Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 4.583 (Vj. TEUR 4.479). DACHSER Biebesheim GmbH: Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge sind von der DACHSER Biebesheim GmbH im Durchführungsweg der Unterstützungskasse erteilt worden. Die sich zum Ende der Berichtsperiode daraus ergebenen mittelbaren Verpflichtungen in Höhe von TEUR 663 (Vj. TEUR 685) wurden in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht zurückgestellt. Sonstige Rückstellungen Der Posten "Sonstige Rückstellungen" beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für Gehalts- und Urlaubsansprüche, ausstehende Speditionsrechnungen, Archivierungskosten, Prozessrisiken und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft. Im Berichtsjahr wurden Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen gebildet, davon im Wesentlichen bei der Dachser SE in Höhe von insgesamt TEUR 8.784 (Vj. TEUR 8.579). Die Bewertung erfolgte unter Anwendung der Projected Unit Credit Method unter Zugrundelegung
Verbindlichkeiten
1) durch Sicherungsübereignung bzw.
sonstige Pfandrechte gesichert
In den Verbindlichkeiten gegen assoziierte Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 4.450 (Vj. TEUR 4.371) und Verbindlichkeiten aus Dividenden von TEUR 1.108 (Vj. TEUR 1.095) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 65.511 (Vj. TEUR 57.276) enthalten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Ferner bestanden zum 31.12.2021 sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen sowie sonstigen Vertragsverhältnissen in Höhe von TEUR 725.409 (Vj. TEUR 768.952). Diese außerbilanziellen Geschäfte dienen grundsätzlich der mit den Kundenverträgen fristenkongruenten Finanzierung von Immobilien (insbesondere im Kontraktlogistikbereich). Risiken bestehen in teilweise unkündbaren Grundmietzeiten sowie im vorzeitigen Ausfall einzelner Kunden. Die Gesamtverpflichtung wurde jeweils durch Multiplikation der jährlichen Leasingrate bzw. Jahresmiete mit der Restlaufzeit der Verträge ermittelt.
9. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Darstellung erfolgt nach Ergebnisverwendung. Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt sowohl nach Business Lines als auch nach geographischen Gesichtspunkten.
* Die Umsatzerlöse der einzelnen Regionen
beinhalten auch die anteiligen Umsätze der
Equity-Gesellschaften des Konzerns, die im Rahmen der
Konsolidierung wieder eliminiert werden müssen. Die
Gesamtumsatzerlöse wurden entsprechend angepasst.
Sonstige betriebliche Erträge Die Position beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 19.704 (Vj. TEUR 23.106), der Auflösung von Wertberichtigungen aus Forderungen und Erträge aus der Devisenumrechnung. Erträge aus assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die ausgewiesenen TEUR 9.515 (Vj. TEUR 6.889) entfallen in Höhe von TEUR 3.122 (Vj. TEUR 6.542) auf Erträge aus der Equity-Bewertung sowie Dividendenausschüttungen von assoziierten Unternehmen und TEUR 6.393 (Vj. TEUR 348) aus Dividendenausschüttungen von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die ausgewiesenen TEUR 987 (Vj. TEUR 3) entfallen in voller Höhe auf Aufwendungen aus der Equity-Bewertung. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die DACHSER Gruppe ist im Rahmen ihrer weltweiten Tätigkeit Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung solcher Risiken werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Risikoabsicherung erworben; sie werden nicht zur Begründung neuer Risiken und Chancen aus spekulativen Gesichtspunkten eingesetzt. Darstellung der Derivate Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Konzern bestehenden derivativen Finanzinstrumente zum Ende der Berichtsperiode:
Das in der Tabelle dargestellte Nominalvolumen ergibt sich aus der unsaldierten Aufsummierung der einzelnen Kontraktwerte (keine Verrechnungen gegenläufiger Derivatepositionen). Die Nominalwerte der Derivate haben grundsätzlich nur einen untergeordneten Einfluss auf deren Marktwerte. Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich vorwiegend um Forwards und Devisenswaps zur Absicherung von Wechselkursrisiken und um Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken. Währungssicherungen werden grundsätzlich in Zusammenhang mit der Transformation von Fremdwährungspositionen in die Zielwährung, im Wesentlichen dem Euro, eingesetzt. Bewertungseinheiten In bilanzieller Hinsicht werden derivative Finanzinstrumente mit Grundgeschäften nach Maßgabe von § 254 HGB zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zu den als Bewertungseinheiten designierten Sicherungsbeziehungen:
In allen Fällen war eine wirksame Sicherungsbeziehung gegeben, da die wesentlichen risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften eine entsprechende (negative) Korrelation aufweisen. Für die Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen werden jeweils die gegenläufigen, sich aufhebenden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte bzw. der Zahlungsströme von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument ermittelt und einander gegenübergestellt. Des Weiteren wird stets die "Critical-Terms-Match"-Methode herangezogen. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgt nach der "Einfrierungsmethode". Der ineffektive Teil der Wertänderung wird unter Beachtung des Imparitätsprinzips unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen werden sich spätestens bis zum Ende des Jahres 2027 ausgeglichen haben. Übrige Derivate Derivative Finanzinstrumente sind dann nicht in Bewertungseinheiten einbezogen, wenn korrespondierende Grundgeschäfte vorzeitig entfallen sind oder Sicherungsinstrumente aus sonstigen Gründen nicht als Bewertungseinheit designiert werden. Die negativen Marktwerte in diesem Sinne freistehender Derivate werden aufwandswirksam zurückgestellt. Zum Ende der Berichtsperiode waren insoweit sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.440 (Vj. TEUR 544) bilanziert. Die positiven Marktwerte von nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen derivativen Finanzinstrumenten finden keinen Eingang in die Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung. 10. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung wurde entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 21 (DRS 21) erstellt. Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere des Umlaufvermögens" abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderer kurzfristiger Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören (im Wesentlichen in Anspruch genommene Kreditlinien und Dispositionskredite):
Im Finanzmittelfonds sind kurzfristig kündbare Geldmarktfonds in Höhe von TEUR 145.052 (Vj. TEUR 142.700) enthalten, welche sich aus Beständen der DACHSER SE in Höhe von TEUR 136.656 (Vj. TEUR 137.251) und der MELES INSURANCE A/S in Höhe von TEUR 8.396 (Vj. TEUR 5.449) ergeben. 11. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde in Einklang an den Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 22 (DRS 22) erstellt. 12. Befreiung von der Aufstellung und Offenlegung des Einzelabschlusses gem. § 264 Abs. 3 HGB Die nachfolgenden inländischen Gesellschaften machten im Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
13. Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gem. § 264b HGB Die nachfolgende inländische Gesellschaft machte im Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264b HGB Gebrauch:
14. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers
II. Sonstige Angaben Persönlich haftende Gesellschafterin ist die DACHSER Verwaltungs-SE, Kempten mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 120. Die Vorstände der persönlich haftenden Gesellschafterin sind:
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2021 betrug TEUR 8.684. Bezüglich der Angabe der Vergütung für ehemalige Mitglieder des Vorstandes wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Vergütung für den Verwaltungsrat betrug für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 735. Für ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrats und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 0. Mitglieder des Verwaltungsrats der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:
Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (inkl. Equity-Gesellschaften) betrug:
Die Arbeitnehmer von im Rahmen der Equity-Bilanzierung einbezogenen Unternehmen sind in der Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer enthalten. Auf die Unternehmen, die im Rahmen der Equity-Bilanzierung einbezogen werden, entfallen durchschnittlich 999 Mitarbeitende (Vj. 965). Somit betrug die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer exklusive der Equity Gesellschaften 30.136 (Vj. 29.684). Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeitenden (inkl. Equity-Gesellschaften) 31.756 (Vj. 30.782). Im Geschäftsjahr sind keine Geschäfte mit Nahestehenden zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommen. Die in den Konzernabschluss einbezogene Dachser-Spedition GmbH ist als Kommanditistin am Mutterunternehmen DACHSER Group SE & Co. KG mit EUR 42.598.992,00 (29,87 % Kommanditanteil) beteiligt. III. NachtragsberichtSeit dem Bilanzstichtag gab es im DACHSER Konzern keine nennenswerten operativen und strukturellen Veränderungen und Geschäftsvorfälle, welche die Aussage des Konzernabschlusses 2021 verändern würden. Andauernde Einschränkungen aufgrund des Ukraine-Krieges könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2022 haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht.
Kempten, den 1. April 2022 Die persönlich haftende Gesellschafterin DACHSER Verwaltungs-SE, Kempten, vertreten durch Burkhard Eling, Vorstandsvorsitzender Robert Erni, Vorstand Stefan Hohm , Vorstand Edoardo Podestà, Vorstand Alexander Tonn, Vorstand Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Der folgende Konzernlagebericht der DACHSER Group SE & Co. KG stellt den Geschäftsverlauf des Konzerns einschließlich der Geschäftsergebnisse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie die Lage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 dar. Das Geschäftsmodell von DACHSER umfasst Transportlogistik für die Distribution und Beschaffung, Warehousing und kundenindividuelle Value-Added-Services. Ziel ist es, die Logistikbilanz der Kunden aus Industrie und Handel zu optimieren. Die Business Lines European Logistics (Transport und Lagerung von Industriegütern) und Food Logistics (Lebensmittellogistik) bilden zusammen das Business Field Road Logistics. Die zweite tragende Säule des Unternehmens, DACHSER Air & Sea Logistics, ist auf den globalen Märkten mit Luft- und Seefracht-Transportdienstleistungen sowie Warehousing-Services aktiv. Übergreifende Aktivitäten wie das Management globaler Supply Chains sowie branchenspezifische Lösungen ergänzen das Angebot. Mit DACHSER DIY-Logistics und DACHSER ChemLogistics wurden zwei Corporate Solutions auf den internationalen Logistikmärkten etabliert. Das Stückgutnetz der Business Line DACHSER European Logistics bildet das Rückgrat des Unternehmens. Die eigenen Anlagen für den Umschlag und die Lagerung von Industriegütern sind durch tägliche Linienverkehre miteinander verbunden, damit Kunden zeitnah in der Beschaffung und Distribution bedient werden können. Die entargo-Produktwelt von DACHSER bietet fest definierte Laufzeiten je nach Anforderung und sichert damit europaweit einheitliche Qualitäts- und Servicemaßstäbe für Stückguttransporte. In den Warehouses für Industriegüter und an einigen europäischen Standorten, auch für Gefahrstoffe, verbindet DACHSER darüber hinaus die Kernleistungen Transport und Lagerung mit kundenindividuellen Mehrwertdienstleistungen. Das Leistungssegment Cargoplus realisiert Projektgeschäfte sowie Transporte, die nicht über das Stückgutnetzwerk erbracht werden können. Dazu gehören paneuropäische Komplettladungsverkehre für Großkunden innerhalb Europas sowie Stückgut- und Ladungsverkehre in die GUS Staaten, die Maghreb Staaten und die Türkei. Die Business Line DACHSER Food Logistics deckt alle Disziplinen der Lebensmittellogistik ab, von der Handelslogistik über die Beschaffungs- und Distributionslogistik bis zur Kontraktlogistik mit integrierten Multi-User-Warehouses. Die Business Line bewegt temperaturempfindliche Lebensmittel, darunter Fleisch- und Wurstwaren, Molkereiprodukte, Süßwaren, Weine und Spirituosen, Convenience-Produkte, Kaffee sowie verarbeiteten Fisch und Lebensmittelkonserven aller Art. Auf europäischer Ebene ist DACHSER Gründungsmitglied des European Food Network, dem Lebensmittel-Logistiknetz mit einer großen Flächendeckung in Europa. DACHSER Air & Sea Logistics steht für globale Supply Chains und ein weltweites Netz an Luft- und Seefrachtbüros sowie Warehouses. DACHSER Air & Sea Logistics verknüpft die Leistungen der Luft- und Seefracht-Organisation tiefgreifend mit denen des europäischen Landverkehrsnetzes. Wenn DACHSER die Services aus beiden Business Fields verbindet und globale End-to-End- Logistiklösungen für die Distribution und Beschaffung aus einer Hand anbietet, dann spricht das Unternehmen von DACHSER Interlocking. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die ökonomischen Folgen der Pandemie des Virus SARS-CoV-2 waren auch in 2021 zu spüren. Unsicherheiten aufgrund neuer Coronavirusvarianten und weltweite Lieferengpässe beeinflussten die Weltwirtschaft, welche in 2021 wuchs, aber hinter den ursprünglichen Wachstumsprognosen zurückblieb. 1 Das Institut für Weltwirtschaft (IFW) schätzt für das Jahr 2021 ein Wachstum um 5,7 %, 2 die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein Plus von 5,6 % gegenüber 2020. 3 Die seit 2019 erkennbaren Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik der fortgeschrittenen Volkswirtschaften vergrößerten sich im zweiten Jahr der SARS-CoV-2-Pandemie weiter. Während sich die Wirtschaft in den USA in 2021 um 5,6 % erholte, legte die Wirtschaft in China um 8,2 % und in Indien um 9,4 % zu. In Europa wuchs die Wirtschaft um 5,2 % im gleichen Zeitraum. 4 Für Deutschland schätzt das IFW ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2021 von 2,6 %, 5 die OECD von 2,9 %. 6 Zu den, nach wie vor von der Pandemie am stärksten betroffenen Branchen zählten die Gastronomie, der Tourismus und der stationäre Einzelhandel. Andere Branchen wie die Lebensmittelindustrie und der E-Commerce profitierten dagegen weiter von der Pandemie und einem sich daran anpassenden Konsumverhalten. Der europäische Logistikmarkt erholte sich in 2021 insgesamt um 3 % laut TOP 100 European Transport and Logistics Services, laut Transport Intelligence sogar um 8,6 % bei den europäischen Landverkehren im Vergleich zu 2020. 7 Umgerechnet wurden im Jahr 2021 etwa 1.150 Mrd. EUR Transportvolumen durch den europäischen Logistiksektor bewegt. 8 Weltweit wuchs die Logistik im ersten Halbjahr 2021 um knapp 20 %, davon am stärksten in Nordamerika (22,6 %) und in Asien (21,8 %). 9 Dabei lässt sich der Zuwachs größtenteils auf Preissteigerungen zurückführen. Die großen Industriestaaten, insbesondere in Europa und den USA, verfolgten ihre expansive Geldpolitik und Finanzpolitik zur Bekämpfung der Pandemie weiter. Die Zentral- und Notenbanken unterstützen mit mehreren Maßnahmen die expansive Geldpolitik. Die Teuerung stieg in Deutschland in 2021 um 3,1 %, 10 weltweit lag die Inflationsrate bei 3,8 %. 11
1 IFW Kiel Institut für Weltwirtschaft:
Kieler Konjunkturberichte Nr. 85 (2021 I Q4), Deutsche
Wirtschaft im Winter 2021
2.2. Geschäftsverlauf Umsatz-, Ergebnisentwicklung und Auftragslage Das Management beurteilt das Geschäftsjahr 2021 insgesamt als außerordentlichen Erfolg. Bei einem deutlichen Umsatzwachstum konnte das Ergebnis nach Steuern überproportional gesteigert werden. Dies gelang neben den außergewöhnlichen Marktbedingungen durch eine effizientere Auslastung der Logistikkapazitäten und einer konsequenten Ausrichtung auf Export und Qualität. Im Business Field Road Logistics war in 2021 sowohl die Anzahl der Sendungen als auch die Tonnage steigend. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Sendungen um 6,3 % und die Tonnage um 7,1 %. Dabei stiegen Umsatz als auch Rohertrag. Der Umsatz erhöhte sich um 12,3 % auf 5.049,9 Mio. EUR, der Rohertrag stieg um 12,7 % (Vj. 1,4 %). 12 Für das Business Field Air & Sea Logistics wurde ebenfalls ein Anstieg der Sendungen und Tonnagen um 9,1 % bzw. 20,9 % erfasst. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 78,5 % von 1.195,9 Mio. EUR auf 2.134,3 Mio. EUR. 13 Insgesamt betrachtet konnte DACHSER im Berichtsjahr 2021 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr signifikant steigern. Der Anstieg um 26,0 % von 5.607,6 Mio. EUR auf 7.065,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr korreliert mit der Steigerung des Rohertrags um 14,7% auf 2.360,8 Mio. EUR. Die wesentlichen Treiber hierfür sind nach wie vor das Wachstum in profitablen Erlösbereichen sowie die branchenbezogenen Marktbedingungen. Mitarbeitende Im Jahresdurchschnitt 2021 wurden im Konzern 31.135 Mitarbeitende (inkl. Equity-Gesellschaften) beschäftigt und damit 486 Mitarbeitende mehr als im Vorjahr. Zum Ende des Berichtsjahres waren 31.756 Mitarbeitende, davon 2.179 in Ausbildung bei DACHSER angestellt und damit insgesamt 974 Mitarbeitende mehr, jedoch 10 Auszubildende weniger als in 2020. Ohne Berücksichtigung der Equity-Gesellschaften beschäftigt der Konzern im Berichtsjahr 30.136 Mitarbeitende (Vj. 29.684).
12 Dieser Umsatz beinhaltet die anteiligen
Umsätze der at-Equity Gesellschaften.
2.3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1. Ertragslage Der konsolidierte Konzernumsatz veränderte sich mit 26,0 % von 5.607,6 Mio. EUR auf 7.065,9 Mio. EUR gegenüber Vorjahr. Die Anzahl der Sendungen nahm konzernweit um 6,3 % auf 83,6 Mio. zu, die beförderte Tonnage erhöhte sich um 7,7 % auf 42,8 Mio. t.
Im Gesamtkonzern stand dem Umsatzanstieg von 26,0 % ein Anstieg des Speditionsaufwandes um 32,9 % gegenüber. Der überproportionale Anstieg der Speditionsaufwendungen gegenüber den Speditionserlösen ist im Wesentlichen auf die branchenbezogenen Marktbedingungen innerhalb des Business Field Air & Sea Logistics zurückzuführen. Die sonstigen Materialaufwendungen stiegen um 29,2 % gegenüber dem Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem höherem Wareneinsatz, unter anderem im Bereich der Tankstellen. Der Rohertrag (Bruttospeditionsgewinn) stieg absolut um 301,8 Mio. EUR bzw. um 14,7 % auf 2.360,8 Mio. EUR. Die Konzernbelegschaft erhöhte sich im Jahresdurchschnitt um insgesamt 486 Personen (+1,6 %) auf 31.135 Mitarbeitende (inkl. Equity-Gesellschaften). Ohne Equity-Gesellschaften beschäftigte der Konzern 30.136 Mitarbeitende (Vj.29.684). Der Personalaufwand ist dabei um 6,1 % auf 1.314,6 Mio. EUR gestiegen, was im Wesentlichen auf Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen ist. Der übrige Betriebsaufwand (inkl. sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen, aktivierte Eigenleistungen und Bestandsveränderungen sowie sonstige Steuern) ohne Abschreibungen ist um 4,7 Mio. EUR auf 365,8 Mio. EUR (1,3 %) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Bestandsveränderungen, Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie höhere Verwaltungskosten zurückzuführen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, außer Geschäfts- oder Firmenwerten (Goodwill), stiegen im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr und betragen 104,6 Mio. EUR (Vj.98,7 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Investitionen und Baumaßnahmen gegenüber dem Vorjahr. Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwillabschreibungen) sind gegenüber dem Vorjahr stark zurückgegangen, da mehrere Geschäfts- oder Firmenwerte aufgrund der planmäßigen Abschreibung zwischenzeitlich vollständig abgeschrieben wurden. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr um 72,7 % auf 571,8 Mio. EUR gestiegen. Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 2,0 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR weiter verbessert. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Beteiligungsergebnis. Nach Abzug des Finanzergebnisses vom EBIT ergibt sich das Konzernergebnis (EBT) vor Ertragsteuern in Höhe von 574,6 Mio. EUR, das um 241,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert liegt. Der gesamte Ertragssteueraufwand hat sich im Berichtsjahr um 65,8 Mio. EUR auf 169,9 Mio. EUR erhöht. Die Ertragssteuerquote hat sich von 31,3 % im Vorjahr auf 29,6 % in 2021 verringert. Nach Abzug der Ertragsteuern verbleibt damit im Berichtsjahr ein Konzernjahresüberschuss von 404,7 Mio. EUR (Vj.228,9 Mio. EUR). 2.3.2. Finanzlage Die Kapitalstruktur des DACHSER Konzerns ist gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Sie ist durch folgende Anteile an der Bilanzsumme gekennzeichnet:
Die Eigenkapitalquote beläuft sich im Berichtsjahr auf 59,5 % gegenüber 61,3 % im Vorjahr. Die Fremdfinanzierung setzt sich im Wesentlichen aus einem Schuldscheindarlehen in Höhe von 51,0 Mio. EUR und aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Von einer syndizierten Kreditlinie in Höhe von 180,0 Mio. EUR wurden zum Jahresende 50,9 Mio. EUR vornehmlich für Bankavale ausgeschöpft. Zusätzlich bestehen bilaterale Kredit- und Avallinien in Höhe von 107,1 Mio. EUR, von denen zum Jahresende 79,1 Mio. EUR insbesondere für Bankavale in Anspruch genommen wurden. Der Anstieg der Rückstellungen in Höhe von 102,5 Mio. EUR resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Rückstellungen für ausstehenden Speditionsaufwand. Wesentlicher Treiber hierfür ist die Umsatz- und Geschäftsentwicklung. Dies spiegelt sich auch in dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 237,9 Mio. EUR wider. Im Berichtsjahr waren zum Bilanzstichtag kurzfristige Kapitalanlagen in Höhe von 145,1 Mio. EUR in mehrere Geldmarktfonds investiert, die dem Finanzmittelfond zugeordnet werden. Daneben bestehen Bankguthaben zum Jahresende in Höhe von 794,8 Mio. EUR. Finanzkennzahlen
Der Zinsdeckungsgrad beträgt im Berichtsjahr 109,5 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Der Return on Capital Employed (ROCE) erhöhte sich von 30,1 % im Vorjahr auf 48,2 % im Geschäftsjahr 2021. Durch den überproportionalen Anstieg des Konzernjahresüberschusses konnte trotz höherem Eigenkapital die Eigenkapitalrendite von 13,8 % im Vorjahr auf 19,9 % im Berichtsjahr gesteigert werden.
14 EBITDA im Verhältnis zum Zinsaufwand
Außerbilanzielle finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 725,4 Mio. EUR und sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Vertragslaufzeiten der Leasing,- Miet- und Pachtverträge auf Immobilien um 43,6 Mio. EUR gesunken. Kapitalflussrechnung Im Berichtsjahr getätigte Investitionen und Finanzierungen wurden wie im Vorjahr aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.
Das Finanzmanagement von DACHSER wird zentral durch die DACHSER Group SE & Co. KG gesteuert. Dabei wird sichergestellt, dass alle Gesellschaften des Konzerns über eine ausreichende Deckung ihres Finanzbedarfes verfügen. Die hierfür notwendigen Informationen werden mit Hilfe eines wöchentlichen Liquiditätsstatusberichts erhoben. DACHSER betreibt über Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen hinweg ein Cash-Management. Grundsätzliches Ziel des Cash-Managements ist ein stetiges Monitoring und Controlling der Zahlungsströme, um fortlaufend die Mittelherkunft bzw. Mittelverwendung zu planen und somit jederzeit einen angemessenen Bestand an liquiden Mitteln zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen zu gewährleisten bzw. eine optimale Kapitalanlage zu ermöglichen. Die Kreditwürdigkeit von DACHSER wird von den Banken als ausgezeichnet eingestuft. 2.3.3. Vermögenslage und Investitionen Die Vermögensstruktur ist durch folgende Anteile an der Bilanzsumme gekennzeichnet:
Die Verminderung der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 2,7 Mio. EUR beruht im Wesentlichen auf planmäßigen Abschreibungen von Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 4,0 Mio. EUR. Das Sachanlagevermögen des Konzerns besteht weitgehend aus Grundstücken einschließlich Bauten, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Anzahlungen. In 2021 hat sich das Sachanlagevermögen um 22,1 Mio. EUR erhöht. Den Zugängen in Höhe von 123,1 Mio. EUR standen Abschreibungen in Höhe von 101,1 Mio. EUR entgegen. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR enthalten. Innerhalb der Zugänge zum Sachanlagevermögen entfallen auf Grundstücke und Bauten 28,3 Mio. EUR, auf Betriebs- und Geschäftsausstattung 48,1 Mio. EUR und auf Anzahlungen und Anlagen im Bau 46,6 Mio. EUR. Die Zugänge der Grundstücke und Bauten in Höhe von 28,3 Mio. EUR setzen sich im Wesentlichen aus Neubauten und Erweiterungen in Deutschland zusammen. In Frankreich und Österreich wurden weitere 6,3 Mio. EUR in Grundstücke und Neubauten investiert. Im Jahr 2021 sind noch im Bau befindliche Anlagen in Höhe von 29,8 Mio. EUR in Grundstücke und Bauten und in Höhe von 18,4 Mio. EUR in Betriebs- und Geschäftsausstattung umgegliedert worden. Der Anstieg der Kundenforderungen in Höhe von 332,3 Mio. EUR ist überwiegend durch die Umsatz- und Geschäftsentwicklung zu begründen und korrespondiert zu gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg des übrigen Umlaufvermögen um 366,0 Mio. EUR beruht im Wesentlichen auf gestiegene Bankguthaben bei Kreditinstituten. 2.3.4. Zusammenfassung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Neben den für DACHSER wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Optimierung der im Folgenden dargestellten Kennzahlen:
2.3.5. Prognose-Ist-Vergleich Insgesamt betrachtet stieg, entgegen der Vorjahresprognose mit einem erwarteten moderaten Umsatzwachstum, der Umsatz bei DACHSER in 2021 um 26,0 % gegenüber dem Vorjahr.
17 Umsatzerlöse abzüglich
Materialaufwand
Der starke Anstieg spiegelt die branchenbezogenen Marktbedingungen wider. Darüber hinaus konnte DACHSER seine Profitabilität im Berichtsjahr weiter steigern. Der Rohertrag stieg um 14,7 %, während das Ergebnis nach Steuern ebenso um 76,8 % deutlich verbessert werden konnte. Wie aus dem Geschäftsverlauf hervorgeht, konnte sowohl die Umsatz- als auch Ergebnisprognose im aktuellen Berichtsjahr deutlich übertroffen werden. Folglich beurteilt der Vorstand das Jahr 2021 insgesamt als sehr zufriedenstellend. 2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Leistungsfähigkeit von DACHSER zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Diese betreffen Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitenden sowie die Forschung und Entwicklung und die Nachhaltigkeit des Handelns. 2.4.1. Mitarbeitende Während der SARS-CoV-2-Pandemie sind die Logistikbranche insgesamt und deren Mitarbeitende, wie Lkw-Fahrer und Mitarbeitende im Umschlag und Warehouse, verstärkt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Denn der Mensch ist der entscheidende Faktor, der logistische Netze stabil und leistungsfähig macht. Die DACHSER Mitarbeitenden halten die Supply Chains der Kunden am Laufen - auch unter erschwerten Bedingungen. Das wurde im Jahr 2021 besonders deutlich, als die Blockade des Suez-Kanal Is durch das Containerschiff Ever Given und weitere Faktoren im Zusammenhang der Pandemie die weltweiten Lieferketten stark unter Druck setzten. Dafür investiert DACHSER unter anderem gezielt in die Aus- und Weiterbildung und bildet in verschiedenen speditionellen und kaufmännischen Disziplinen, der Informationstechnologie und der Lagerlogistik aus. Außerdem werden in Kooperation mit verschiedenen Hochschulen duale Studiengänge angeboten. Im Jahr 2021 starteten trotzt der SARS-CoV-2-Pandemie deutschlandweit 583 Auszubildende und 30 Studierende mit DACHSER ins Berufsleben. Über alle Jahrgänge hinweg befinden sich zum Ende des Berichtsjahres 1.637 angehende Logistiker bei DACHSER in Ausbildung oder absolvieren ein Studium. Mit 283 Startern sind die Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistern vor den Fachlageristinnen und Fachlageristen mit 121 Beginnern am stärksten unter den Berufsanfängern vertreten. Weiterhin positiv entwickelt sich darüber hinaus die Aus- und Weiterbildung von Berufskraftfahrern: 90 angehende Fahrerinnen und Fahrer starteten aktuell ihre Ausbildung mit DACHSER. 2.4.2. Forschung und Entwicklung DACHSER hat zum 1.1.2021 ein eigenes Vorstandsressort ,IT & Development" unter der Leitung von Chief Development Officer (CDO) Stefan Hohm geschaffen. IT & Development verantwortet die unternehmensweite IT-Landschaft, Forschung und Entwicklung, Kontraktlogistik, die Branchenlösungen sowie das Innovationsmanagement. Development umfasst Aktivitäten, die der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen, Services und Prozessen dienen und zur nachhaltigen Zukunftssicherung von DACHSER beitragen. DACHSER arbeitet bei der Entwicklung von Innovationen mit Kunden und Partnern, Produktanbietern, externen Forschungseinrichtungen sowie Hochschulen und Universitäten zusammen. Seit Anfang Juni 2021 bündelt DACHSER das in verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, u.a. mit dem Fraunhofer Institut IML, erlangte Know-how auf den Gebieten künstliche Intelligenz, Machine Learning und Data Science in einem internen Kompetenzzentrum. Die erste konkrete Machine Learning-Anwendung namens PAnDA One prognostiziert die Eingangsmengen in den Road Logistics-Niederlassungen und unterstützt damit die Entscheidungsfindung in der saisonalen Kapazitätsplanung. Weitere digitale Technologien, mit denen sich DACHSER in seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beschäftigt, sind Real-Time Location Systems, 5G und Internet of Things, sowie autonome Fahrzeuge und adaptive Warehouse-Systeme. 2.4.3. Kunden DACHSER verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio. Zu den größten Kundengruppen in der Business Line European Logistics zählen die Chemieindustrie, die Bau- und Gartenmarktbranche, Metallindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau. In der Business Line Air & Sea Logistics gehören Automobilzulieferer, Anbieter von Konsumelektronik sowie die Branchen Erneuerbare Energien, Verpackung und Maschinenbau zu den wichtigsten Kundenkategorien. Außerdem hat DACHSER mit der Business Line Food Logistics ein Standbein in der Lebensmittelindustrie. Ein Leuchtturmprojekt für Kunden aus den Branchen Lebensmittel und Verpackung entsteht seit April 2021 im DACHSER Logistikzentrum Memmingen: Bis Sommer 2022 wird dort ein neues voll automatisiertes Hochregallager gebaut. Mit einer Bauhöhe von 32 Metern bietet es auf lediglich 7.500 Quadratmetern Fläche Platz für 52.000 Paletten mit ungekühlten Waren. Über 22 Be- und Entladetore für Lkw werden pro Tag rund 5.000 Paletten ein- oder ausgelagert. Der Prozess läuft über die installierte Fördertechnik weitgehend automatisiert ab. 2.4.4. Nachhaltigkeit DACHSER hat das nachhaltige Wirtschaften in den Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales als einen seiner zentralen Unternehmenswerte festgelegt. Das Logistikunternehmen definiert sich als integralen Teil der Gesellschaft, das durch Versorgungsleistungen für Wirtschaft und Gesellschaft sowie durch verantwortungsbewusstes Handeln weltweit vorleben möchte, was es bedeutet, ein "Corporate Citizen" zu sein. Verantwortungsvolles Handeln mit Blick auf das Unternehmen, seine Kunden und Mitarbeitenden verbindet für DACHSER langfristig angelegtes wirtschaftliches Erfolgsstreben mit dem Engagement für die Zivilgesellschaft und deren ökologische und kulturelle Belange. Im Fokus stehen dabei stets Zukunftsfähigkeit des Familienunternehmens und die Ausrichtung auf kommende Generationen. Als Logistikunternehmen ist DACHSER auch Teil des ökologischen Systems. Es entnimmt diesem Ressourcen, um die dann effizient und möglichst nachhaltig einzusetzen. Das Management der dabei entstehenden Emissionen ist für DACHSER eine Kernaufgabe auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und klimafreundlicheren Logistik. Effizienz, Innovation und integrative Verantwortung sind daher auch die Grundpfeiler der langfristig angelegten Klimaschutzstrategie von DACHSER. Mit seinen Initiativen will das Familienunternehmen einen Beitrag zur Erreichung des Pariser Abkommens sowie der Klimaschutzziele der Europäischen Union und weiterer Staaten leisten. DACHSER arbeitet dazu mit Partnern zusammen, die ebenfalls den Wandel der Logistik hin zu Niedrig- und Null- Emissionstechnologien gestalten wollen. Im Fokus stehen Maßnahmen zur Reduzierung von CO 2 - und Treibhausgasemissionen. Dazu gehören die Erhöhung der Prozesseffizienz, beispielsweise durch die 2021 angekündigte Umstellung auf sogenannte Megatrailer in Europa. Auch die weitere Erhöhung der Energieeffizienz zählt zum Maßnahmenpaket. Seit einiger Zeit in der Umsetzung ist die Umstellung der Beleuchtung auf sparsame LED-Technik oder die Umrüstung auf moderne Lithium-Ionen-Technologie bei Flurförderzeugen. Auch die stärkere Nutzung von regenerativen Energien steht auf der Agenda. Die Entwicklung alternativer Antriebe zu fördern, ist ebenfalls Teil der Klimaschutzstrategie. Neben batterieelektrischen Antrieben, die zum Beispiel bei der emissionsfreien Innenstadtbelieferung bis Ende 2022 in elf europäischen Metropolregionen (DACHSER Emission-Free Delivery) zum Einsatz kommen sollen, beschäftigt sich der Logistiker mit Brennstoffzellen-Lkw und der Nutzung von grünem Wasserstoff. DACHSER ist seit 2021 Mitglied im Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband und arbeitet u.a. mit der RWTH Aachen und der Hochschule Kempten sowie Nutzfahrzeugherstellern bei der Weiterentwicklung der Wasserstoff-Technologie zusammen. Nachhaltigkeit heißt für DACHSER aber auch, Verantwortung für eine gesunde, positive Entwicklung der Mitarbeitenden zu übernehmen und sich über die eigenen Unternehmensgrenzen und geografische Präsenz hinaus für Menschen einzusetzen, die negativ von den Folgen der Globalisierung betroffen sind. Schon seit 2005 engagiert sich DACHSER in mehreren gemeinsamen Grassroots-Projekten mit dem Kinderhilfswerk terre des hommes in Indien, Nepal, Brasilien und Namibia. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognoseberichterstattung Die wirtschaftliche Entwicklung von DACHSER hängt wesentlich von der Entwicklung der Weltwirtschaft und damit einhergehend von der branchenbezogenen Entwicklung des Logistikmarktes ab. 3.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Wirtschaftsinstitute erwarteten einen Zuwachs der Weltproduktion um 4,5 % für 2022, der sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen sollte. 28 Diese Prognosen verlieren insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der militärischen Invasion Russlands in die Ukraine mit an Aussagekraft. Für Februar 2022 testiert das IFW einen Einbruch des Welthandels um 5,6 %, auch der IWF rechnet mit einem spürbaren Rückgang des Welthandels. 29 30 Für Deutschland sagte das IFW für das Jahr 2022 eine wirtschaftliche Erholung von 3 % voraus. Der Weg zurück zur wirtschaftlichen Normalität in Deutschland nach der Coronakrise wird durch den Krieg in der Ukraine stark beeinträchtigt. Der Konflikt in der Ukraine wird das Wirtschaftswachstum für Deutschland für 2022 um 0,2 % und für 2023 um 0,7 bis 1,4 % geringer ausfallen lassen, als noch im Dezember 2021 prognostiziert. 31 32 Regierungen und Zentralbanken weltweit erweitern Schutzschirme und Hilfspakete, um einer weiteren Rezession mit umfangreichen geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen entgegen zu wirken. Die Zentralbank Großbritanniens erhöhte jedoch in 2021 erstmals seit Beginn der Pandemie die Leitzinsen, ob andere Notenbanken folgen werden, gilt abzuwarten. 33 3.1.2. Branchenentwicklung Ein Bericht der "Logistikweisen", welcher von der Deutschen Verkehrs-Zeitung (DVZ) und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur veröffentlicht wird, erwartete für das kommende Jahr ein Wachstum von real 3 % und nominal 6 % auf dem deutschen Logistikmarkt. 34 Für die Jahre 2022 bis 2025 prognostiziert Transport Intelligence für den europäischen Logistikmarkt ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 4,5 % 35 davon für die europäischen Landverkehre ein Wachstum von 4,3 %. 36 Global soll das Frachtaufkommen bis 2025 um jährlich 5,1 % wachsen, die Luftfrachtverkehre dabei um 5,6 % und die Seefracht um 4,5 %. 37 Es ist davon auszugehen, dass die SARS-CoV-2-Pandemie unmittelbar keine prägende Rolle mehr für die Logistik spielen wird. 38 Der Ukrainekrieg wird die Welthandelsaktivitäten und damit verbunden die Logistikbranche beeinträchtigen, wie stark, das bleibt abzuwarten. 39 3.1.3. Umsatz- und Ergebnisprognose
28 IFW Kiel Institut für Weltwirtschaft:
Kieler Konjunkturberichte Nr. 85 (2021 I Q4),
Weltwirtschaft im Winter 2021
Die Prognosen beruhen auf den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Annahmen sowie derzeit verfügbaren Informationen und Markttendenzen. Die tatsächlichen Ergebnisse können bei Eintreten unterschiedlicher Umstände davon abweichen. DACHSER kann mit eigenen europaweiten Umschlags- und Lagerkapazitäten flexibel auf Schwankungen im Beförderungsvolumen reagieren. Eine breite Kundenbasis und die geringe Abhängigkeit von einzelnen Branchen erweisen sich hier als risikomindernd. Dennoch wird sich DACHSER nicht von dem allgemeinen Wirtschaftstrend gänzlich entkoppeln können. Vor diesem Hintergrund ist der DACHSER Konzern trotz der Unsicherheit in Bezug auf den Ukraine-Krieg für den weiteren Geschäftsverlauf zuversichtlich. Unter Berücksichtigung der diesjährigen herausragenden Entwicklung sowie der Entwicklung der weltwirtschaftlichen Handelsvolumen geht DACHSER davon aus, dass der konsolidierte Nettoumsatz im nächsten Geschäftsjahr nahezu auf Vorjahresniveau liegen wird. Der Jahresüberschuss wird aufgrund der gegenwärtigen außerordentlichen Marktbedingungen leicht zurück gehen. Weiterhin wird DACHSER Investitionen in die Erweiterungen von Umschlaghallen und Warehouses sowie der IT-Systeme und technischer Ausstattung leisten. Damit wird die strategische Ausrichtung auf ein nachhaltiges und profitables Wachstum fortgesetzt. 3.1.4. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Trotz der aktuellen Unberechenbarkeit des Ukraine-Krieges und durch das zu erwartende Abebben der Pandemie des SARS-CoV-2 und unter der Berücksichtigung der wirtschaftlichen und branchenbezogenen Prognosen erwartet der DACHSER Konzern insgesamt für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz auf Vorjahresniveau und einen leicht rückläufigen Konzernjahresüberschuss. Durch weitere Investitionen in den Ausbau des logistischen Netzwerkes strebt DACHSER eine weitere Verbesserung seiner weltweiten Marktposition an. Dabei liegt der Fokus auf einem nachhaltigen profitablen Umsatz vor allem im nationalen sowie euronationalen Güterverkehr. DACHSER arbeitet aktiv an Lösungen für morgen und beschäftigt sich intensiv und umfassend mit logistischen Lösungen der Zukunft sowie der Weiterentwicklung des Digitalisierungsgrads der Prozesse und Abläufe. 3.2. Chancen- und Risikoberichterstattung 3.2.1. Risikobericht Die Geschäftsaktivitäten des DACHSER Konzerns sind mit einer Vielzahl von Risiken verbunden, die es im Rahmen eines gut strukturierten Risikomanagements zu identifizieren als auch zu steuern gilt. Die dafür notwendigen Informationen werden regelmäßig aus den jeweiligen Fachbereichen erhoben und zu einem Risikoportfolio zusammengefasst. Marktbedingte Risiken Aus der Entwicklung des Ukraine-Krieges könnten marktbedingte Risiken resultieren. Im Hinblick auf den geringen Anteil am Geschäftsvolumen in der Ukraine sowie in Russland sind die Risiken derzeit jedoch als gering einzustufen. Durch die Folgewirkungen des militärischen Konflikts ist dies jedoch mit Unsicherheit behaftet und muss stetig neu bewertet werden. Dabei sind insbesondere die europäischen und weltwirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges für DACHSER relevant. Zudem resultiert nach wie vor ein Risiko aus der SARS-CoV-2-Pandemie. Dem wirkt DACHSER mit einem diversifizierten Kundenportfolio entgegen. Zudem profitiert das Unternehmen von seiner Verbundenheit zur weniger zyklischen Lebensmittelindustrie (d.h. zu Handelsketten und Lebensmittelherstellern insbesondere zu Unternehmen in der Milchverarbeitung, Fleischverarbeitung, im sonstigen Ernährungsgewerbe und im Lebensmittelhandel). Durch das Key Account Management und die Interlocking-Aktivitäten werden weitere Wachstumspotentiale generiert und zusammen mit einem verstärkten Monitoring des Marktes und des Kunden- und Lieferantenverhaltens den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie weiterhin entgegengewirkt, wobei bereits ein Abebben der Pandemie erwartet wird. Wie in der Branche üblich, haben Transportverträge eine kürzere Laufzeit (ca. von 1- 3 Jahren). Längere Vertragslaufzeiten finden sich in der Regel nur in Verbindung mit Leistungen, die über den reinen Transport hinausgehen, z. B. bei Warehouseprojekten oder wenn für Kunden Investitionen getätigt werden. Zur Minimierung des Ausfallrisikos werden derartige Kundenverträge mit einer analogen Laufzeit zum jeweiligen Mietvertrag bzw. Investitionen geschlossen. Objektrisiken Rechtsstreitigkeiten stellen ein potentielles Risiko für das Unternehmen dar. Um rechtzeitig über derartige Risiken informiert zu sein, besteht ein festes Regelwerk. Dabei verpflichten sich alle Konzernunternehmen dazu, die Rechtsabteilung über wesentliche Rechtsstreitigkeiten zu informieren bzw. aktiv einzubinden. Grundsätzlich soll dieses Instrument dazu dienen Risiken transparent darzustellen und ggf. durch eine zentrale Steuerung zu minimieren. Risiken aus bereits bekannten und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sind, soweit möglich, durch die Rechtsabteilung sowie die Verfahren betreuenden Anwälte beurteilt, und durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt worden. Bewertungsbedingte Risiken Die bewertungsbedingten Risiken beinhalten u.a. die Bewertung des Forderungsbestandes. In Deutschland sind Kundenforderungen grundsätzlich durch das Speditionspfandrecht abgesichert. Des Weiteren betreibt DACHSER ein Forderungsmanagement, welches unter anderem von restriktiven Zahlungszielen gegenüber den Kunden geprägt ist. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein aktives Forderungsmanagement gering gehalten. Der Aufwand abgeschriebener Forderungen beträgt im Geschäftsjahr 0,0 % des wertmäßigen Umsatzes (Vj. 0,1 %). Dem Ausfallrisiko von Forderungen wird zudem durch eine pauschale Wertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Dennoch kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass sich der Ausfall eines Kunden durch Insolvenz oder Dienstleisterwechsel negativ auf die Ertragslage auswirkt. Finanzwirtschaftliche Risiken DACHSER begegnet den finanzwirtschaftlichen Risiken durch ein zentrales Finanzmanagement. Das Finanzrisiko von DACHSER wird als mittel eingestuft (Vj. gering). Die Veränderung resultiert unter anderem aus dem derzeitigen Marktzinsniveau. Investitionen werden aus dem Cashflow finanziert. Getroffene Investitionsentscheidungen werden regelmäßig an die Marktverhältnisse angepasst. Die hohe Eigenkapitalausstattung bürgt für die konservative Finanzierungsstrategie und mindert das finanzwirtschaftliche Risiko. Im Geschäftsjahr 2021 betrug die Konzerneigenkapitalquote 59,5 % (Vj. 61,3 %). Durch ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 51,0 Mio. EUR und eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 180,0 Mio. EUR, vor allem aber durch die hohe Liquidität, steht DACHSER ausreichender finanzieller Spielraum zur Verfügung, der die Liquiditätsversorgung sichert. DACHSER setzt Finanzderivate ein, um die Vermögens- und Verbindlichkeitenpositionen gegen Währungs- und Zinsschwankungen abzusichern. Solche Finanzhandelsgeschäfte werden ausschließlich zur Absicherung und nicht zu spekulativen Zwecken abgeschlossen. Damit ergeben sich keine wesentlichen Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten. Zur Absicherung der Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken werden konzerneinheitliche Ansätze verfolgt. Risiken einzelner Grundgeschäfte werden durch jeweils einzelne Sicherungsgeschäfte abgesichert (Mikro-Hedge) sowie Risiken mehrerer gleichartiger Grundgeschäfte durch ein oder mehrere Sicherungsgeschäfte abgedeckt (Portfolio-Hedge). Die Absicherung von Nettorisiken einer Gruppe gleichartiger, gegenläufiger Grundgeschäfte durch ein oder mehrere Sicherungsgeschäfte werden ebenso vorgenommen (Makro-Hedge). Zur Absicherung des Währungsrisikos von konzerninternen und -externen Forderungen und Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag für die wesentlichen konzernrelevanten Währungen nicht börsengehandelte Devisentermingeschäfte. Hierbei wurden mehrere Fälligkeiten vereinbart, längstens bis zum 25. Februar 2022. Zahlungen zwischen Konzernunternehmen werden beim Konzernnetting zusammengefasst. Dabei wird nicht nur die Anzahl der Zahlungen zwischen den Konzernunternehmen signifikant reduziert, was auch zu einer Reduzierung des operativen Risikos führt, sondern auch die Risiken aus Devisenkursschwankungen minimiert. Im Geschäftsjahr wurden Zinsswaps zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus variabel verzinslichen Darlehen verwendet. Die Swaps haben unterschiedliche Laufzeiten, längstens bis zum Ende des Jahres 2027. Zur Absicherung der finanziellen Folgen von Haftungsrisiken und Schadensausfällen sind Versicherungen vorhanden. Aufträge unterliegen den Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) sowie internationalen Abkommen (CMR, Warschauer Abkommen, Montrealer Übereinkommen), die entsprechende Haftungsbeschränkungen für den Spediteur vorsehen. Sonstige Risiken Die größte personelle Herausforderung der vergangenen Jahre ist der anhaltende Lkw-Fahrermangel in Deutschland. Die Auswirkungen des Fachkräftemangels, die sich ggf. durch die Ukraine-Krise weiter verschärfen werden, können zu einer Verknappung des zur Verfügung stehenden Laderaums führen. Daraus entstehende Preissteigerungen bei Transporteuren würden sich negativ auf die Rohertragsmargen von DACHSER auswirken. DACHSER begegnet diesem Risiko mit der konzerneigenen DACHSER Service und Ausbildungs GmbH. Im Jahr 2020 konnten 47 Berufskraftfahrer ihre Ausbildung hier abschließen. Diese Zahl steigerte sich 2021 auf 50 erfolgreich abgelegte Prüfungen. Gleichzeitig starteten 90 Berufskraftfahrer neu in ihre Ausbildung. DACHSER will die Zahl der Fahrer-Auszubildenden jedes Jahr erhöhen und dieses Qualitäts-Konzept auch im europäischen Ausland etablieren. Eine systematische Weiterbildung und Weiterentwicklung der Mitarbeitenden schafft die Grundlage für ihren Aufstieg in verantwortungsvolle Positionen innerhalb des Unternehmens und wirkt der Gefahr von Kenntnisverlust durch Fluktuation der Belegschaft entgegen. DACHSER Career Management und DACHSER Academy beinhalten ein umfassendes Personalentwicklungsprogramm: Mit individuellen, anforderungsbezogenen Seminaren oder Einzelcoachings erweitert und aktualisiert DACHSER die Fach-, Sozial- und Führungskompetenzen der Mitarbeitenden. Im Rahmen des internen Innovationsprogramms Idea2net haben DACHSER Mitarbeitende die Möglichkeit, Ideen unmittelbar in einen digitalisierten Prozess einzubringen, zu kommentieren, zu bewerten und das Ergebnis direkt nachzuverfolgen. Risikomanagementsystem Das Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäfts- und Entscheidungsprozesse. Ziel ist es, die identifizierten Risiken zu begrenzen und bestandsgefährdende Risiken auszuschließen. In diesem Zusammenhang liefert die halbjährlich durchgeführte Risikoberichterstattung die Bewertung der identifizierten Risiken anhand von fünf Risikokategorien und dokumentiert die initiierten Vorsorgemaßnahmen und deren Effizienz über den Zeitverlauf. Unterstützt wird das Risikomanagementsystem durch ein internes Kontrollsystem, welches sich neben definierten Kontrollmechanismen im Wesentlichen auf die Trennung von Funktionen, das Vier-Augen-Prinzip sowie die Definition und Einhaltung von unternehmensweiten Richtlinien und Arbeitsanweisungen stützt. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend mit Blick auf Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in einer konzernweiten Bilanzierungsrichtlinie sowie anderen konzerninternen Richtlinien und Systemen berücksichtigt. Diese werden unter anderem durch Prüfungshandlungen der internen Revision, die als prozessunabhängiges Instrument ein wesentliches Element unserer Kontrollmechanismen darstellt, auf deren Wirksamkeit hin überprüft. 3.2.2. Bewertung der Risikokategorien Die Bewertung der Risikokategorien orientiert sich an der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen auf die Ertragslage. Diese beiden Faktoren werden mittels einer Bewertungsmatrix zu einer Gesamtbeurteilung aggregiert. Im Folgenden werden die darin verwendeten Begrifflichkeiten definiert. Definition der Begrifflichkeiten 1. Eintrittswahrscheinlichkeit
2. Grad der Auswirkung
3. Bewertungsmatrix
4. Einstufung der Risikokategorien
3.2.3. Chancen Nach der Zäsur durch die SARS-CoV-2-Pandemie im Jahr 2020 und ihren Nachwehen in 2021 wird die Erholung des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 durch den Krieg in der Ukraine in den meisten entwickelten Volkswirtschaften belastet. 40 41 Da der Anstieg des Welthandels einer der stärksten Treiber für Wirtschafts- und Logistikwachstum ist und die Nachfrage nach Logistik- und Transportleistungen bestimmt, ist kurz- und mittelfristig mit einem verzögerten, mit Unsicherheiten behafteten Wachstum in der Branche zu rechnen. Zusätzlich ergeben sich aus den neuen Einkaufsverhalten und neuen Geschäftsbeziehungsformen des E-Commerce große Chancen. Entwicklungen innovativer Technologien sowie zukunftsweisender Informations- und Kommunikationsstrukturen beeinflussen das Konsumverhalten und die Anforderungen von Kunden. Dies betrifft insbesondere die Logistikbranche. Durch die Einschränkungen der SARS-CoV-2-Pandemie erlebte der E-Commerce einen zusätzlichen Schub. 42
40 Frankfurter Allgemeine Zeitung - IWF warnt
vor Folgen des Ukrainekriegs
Der fortschreitende Übergang von der industriellen hin zu einer Service-Ökonomie, die sogenannte Servitization, zeigt sich in der Logistik durch eine transparente Sendungsverfolgung, ein exaktes Avis und optimiert geplante und transparente Logistiksysteme. 43 DACHSER will diesen Trend nutzen, um mit dem Einsatz von selbst entwickelten und homogenen Transportmanagementsystemen sowie anhand einer weltweiten Kombination und Integration logistischer Netzkompetenzen seine Marktstellung auszubauen. Durch die digitale Abbildung der Geschäftsprozesse möchte DACHSER mehr Transparenz in der Supply Chain schaffen. Wie von der Studie "Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management" der Bundesvereinigung Logistik festgestellt wurde, können Unternehmen, die dem Trend der Digitalisierung folgen, besser mit den individuellen Anforderungen der Kunden umgehen. Trotz eines starken Fokus der öffentlichen Diskussion auf das SARS-CoV-2-Pandemiegeschehen wird nachhaltigeres Wirtschaften verfolgt. Neue Antriebstechnologien für die Güter- und Personenmobilität in Form von Elektroantrieben werden zunehmend einsatzbereit. Gleichzeitig fordern die Emissionsauflagen in den Städten die Entwicklung von Konzepten für eine emissionsfreie letzte Meile in der urbanen Logistik. DACHSER wird sein Engagement im umweltbewussteren, nachhaltigeren Wirtschaften mit der Belieferung per elektrisch unterstütztem Lastenrad im Rahmen des Projektes City Distribution weiter ausbauen und somit die Chancen im Bereich der sogenannten Grünen Logistik ergreifen. 44 Chancen ergeben sich für DACHSER insbesondere bei geschäftsfeldübergreifenden Kundenprojekten und den daraus resultierenden Cross-Selling Potentialen, einer weitreichenden Renditeanalyse bestehender, aber auch neuer Kundenverträge und anderen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation Das Chancen- und Risikomanagement umfasst die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken. Die Grundsätze hierfür werden von der Konzernleitung vorgegeben und konzernweit umgesetzt. Da sich das Geschäftsumfeld des DACHSER Konzerns stetig verändert, müssen Chancen genutzt und Risiken frühzeitig begegnet werden. Hierfür wird im Rahmen eines Früherkennungssystems dem Verwaltungsrat halbjährlich zur Chancen- und Risikosituation berichtet. Das implementierte Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und soll gewährleisten, dass Kontrollmechanismen sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung und Risikoreduktion wirksam sind. Aus dem Chancenmanagement sollen konkrete geschäftsbereichsspezifische Chancen abgeleitet und analysiert werden. Darauf aufbauend wird sich DACHSER nach den gegebenen Trends der Logistik richten, um sich gut auf dem Markt zu positionieren und die gegebenen Chancen zu nutzen. Risiken, die den Fortbestand der DACHSER Group SE & Co. KG oder ihrer Beteiligungen gefährden könnten, bestanden weder im Berichtsjahr noch sind solche für die Zukunft weder aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb noch aus den Auswirkungen des Ukraine-Krieges erkennbar.
43 Schwemmen, M; Pflaum, A. (2020): TOP 100 der
Logistik, Hamburg: DVV Media Group
3.3. Compliance Gemäß dem Compliance-Motto Integrity in Logistics hat DACHSER den Anspruch, dass sämtliche Geschäfte und Dienstleistungen in ethisch und rechtlich einwandfreier Art und Weise getätigt werden und orientiert sein unternehmerisches Geschehen an den entsprechenden Anforderungen. Das Verhalten von DACHSER und seinen Mitarbeitenden in der täglichen Praxis ist damit untrennbar verbunden. DACHSER hat die Erwartung an seine Mitarbeitenden, dass diese neben den internen Regeln ausnahmslos auch alle Gesetze befolgen, jegliche Interessenskonflikte vermeiden sowie die Sitten, Traditionen und gesellschaftlichen Werte der unterschiedlichen Länder und Kulturkreise achten. Bereits 2009 wurde innerhalb der DACHSER Unternehmensgruppe ein Compliance Management System (DACHSER CMS) aufgebaut. Dem DACHSER CMS wurde mit dem Compliance Committee, dem zentral zuständigen Chief Compliance Officer und den regional verantwortlichen Regional Compliance Officer eine klare Struktur verliehen. Das Corporate Compliance Office stellt auf Basis einer Risikoanalyse die notwendigen Compliance Dokumente inklusive konkreter Verhaltensrichtlinien zur Verfügung. Aufbauend auf dem "DACHSER Wertemanagement" spiegelt der "DACHSER Verhaltenskodex" die elementaren Werte und Maßstäbe wider, an denen sich das Unternehmen und seine Mitarbeitende orientieren. Die "DACHSER Verhaltensrichtlinie: Zuwendungen" und die "DACHSER Verhaltensrichtlinie: Wettbewerbsrecht" bilden die Basis für die Anstrengungen der Compliance Verantwortlichen in ihrem Bestreben nach einer unternehmensweiten Sensibilisierung für diese Thematik. Nach der ersten Implementierungswelle wurde und wird der Schwerpunkt weiterhin auf die Sensibilisierung und eine durchgängige Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des erreichten Kenntnisstandes innerhalb der DACHSER Unternehmensgruppe gesetzt. Um die Geschäftspartner in das Verständnis des DACHSER CMS einzubinden, wurde ein "DACHSER Verhaltenskodex für Geschäftspartner" erarbeitet und veröffentlicht. Dieser stellt als weiterer Baustein der Vertragsgestaltung eine belastbare Grundlage für eine Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern dar. Mit "supportDACHSER" - dem Compliance Meldesystem von DACHSER - steht allen Personen, die einen Beitrag zur Integrität leisten wollen, eine technisch unterstützte Möglichkeit zur Hinweisgebung zur Verfügung. Das hoch gesicherte System bietet volle Anonymität und entspricht allen einschlägigen datenschutzrechtlichen Anforderungen. Die Plattform soll sowohl internen Mitarbeitenden aber auch externen Drittparteien ermöglichen, potentielle Verstöße gegen Compliance Vorgaben ohne Angst vor Repressalien an das DACHSER Compliance Office zu melden. Zu erreichen ist "supportDACHSER" von überall und jederzeit sowohl über www.dachser.com, als auch über die jeweiligen Landesseiten. 3.4. Corporate Governance Als Familienunternehmen hat sich DACHSER klaren und transparenten Regeln einer Good Corporate Governance verpflichtet und die Eigentümer-Familien haben ihre Kontrollfunktion für die Gesellschaft einem Supervisory Board übertragen. Diesem gehören sowohl familienfremde Experten als auch Gesellschafter an. Die tatsächliche Besetzung des Supervisory Board ist eng mit der jeweils aktuellen Zusammensetzung des Executive Board verknüpft. Der Gesellschaftervertrag regelt unter anderem, dass das Executive Board mehrheitlich aus Nicht-Familienmitgliedern bestehen muss. Seit Beginn des Jahres 2021 besteht das Executive Board ausschließlich aus familienfremden Managern. Den Vorgaben der eigenen Governance entsprechend hat seit diesem Zeitpunkt ein Mitglied der Gesellschafterfamilie den Vorsitz im Supervisory Board inne. Gesellschafter und Executive Board treten für gemeinsame Werte und gesellschaftliche Verantwortung in drei Dimensionen ein-Ökonomie, Ökologie und Soziales. Klare Regelwerke steuern die Kommunikations- und Informationspflicht zwischen den Gremien. Im Interesse aller Stakeholder hat DACHSER somit eine klar gegliederte und zukunftsorientierte Führungsstruktur.
Kempten, den 1. April 2022 Die persönlich haftende Gesellschafterin DACHSER Verwaltungs-SE, Kempten, vertreten durch Burkhard Eling, Vorstandsvorsitzender Robert Erni, Vorstand Stefan Hohm, Vorstand Edoardo Podestà, Vorstand Alexander Tonn, Vorstand |
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