Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH

Holländerstraße 42, 68219 Mannheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 8917
Eingetragen
5.12.1995
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und die Verwaltung eigenen Vermögens

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Heribert Wetzel
seit 14.10.2005
Geschäftsführer
Henrik Wetzel
seit 14.10.2005
Geschäftsführer
Rainer Wetzel
seit 14.10.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Im Horst 9, 76770 Hatzenbühl
9.000 €
33.33%
Modenbachstr. 5, 67376 Harthausen
9.000 €
33.33%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH

Mannheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Konzerns

a) Geschäftsmodell

In den Konzernabschluss der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH wurden folgende Konzernunternehmen einbezogen:

• Schrott-Wetzel GmbH, Mannheim

Die Schrott-Wetzel GmbH ist ein operatives Tochterunternehmen der Wetzel Beteiligungsgesellschaft, welches sich in der Schrottverarbeitung spezialisiert und am Markt etabliert hat. Sie verleiht dem Konzern mit seinem Anteil am Konzernergebnis auch das maßgebende Gepräge. So beruhen die nachfolgenden Aussagen zum Konzern im Wesentlichen auf Sachverhalten der Schrott-Wetzel GmbH.

Als familiengeführtes Unternehmen haben wir uns mit Beginn der 50er Jahre bis heute zu einem der führenden Anbieter in der Schrottaufbereitung und -verwertung am Markt fest etabliert. Wir verarbeiten die unterschiedlichsten Schrottqualitäten und Metalle. Hierbei sind wir an einer wesentlichen Schnittstelle des Recyclings tätig, um den Verbrauch der begrenzten Rohstoffressourcen möglichst gering zu halten. Immer im Blick ist dabei unser CO2 -Fußabdruck. Bereits im Jahr 2021 haben wir zum Ausgleich von CO2 e Emissionszertifikate erworben und stillgelegt. Durch ein intelligentes Energiemanagement aus dem Mix eigener Stromerzeugung durch Photovoltaiktechnik und Direktstromlieferverträge mit Solar- und Windkraftbetreibern konnten wir unsere CO2 -Emissionen in 2023 um 80% reduzieren.

Wir sind operativ im Bereich Schrottrecycling mit Eisen- (Fe) und Nicht-Eisenmetallen (Ne) tätig. Hierbei kaufen und sammeln wir, bereiten maschinell auf und wickeln Aufträge mit Groß- und Privatkunden an verschiedenen Standorten in Deutschland ab. Zum Kundenstamm gehören unter anderem Stahlwerke, Gießereien und Metallschmelzwerke in Deutschland, Europa und den fernöstlichen Ländern. Das Exportgeschäft von Schrotten wird unter anderem über die Tiefseehäfen in Gent und Rotterdam abgewickelt. Die Rohstoffe beziehen wir aus der metallverarbeitenden Industrie, insbesondere der Automobil- und Zulieferindustrie, des Maschinenbaus, der Bauindustrie, aus Industrieabbrüchen und Entsorgungsvorhaben sowie aus dem Handel.

b) Forschung und Entwicklung

Wir betätigen uns nicht in den Bereichen Forschung und Entwicklung

c) Zweigniederlassungen

Standort Umsatz
(Mio.EUR)
Mitarbeiter Invest.Vol.
(Mio.EUR)
Mannheim I - III 127,7 71 16,8
Karlsruhe 16,8 18 0,1

B Wirtschaftsbericht

a) Rahmenbedingungen

Laut dem Dezemberbericht der Deutschen Bundesbank stagnierte die deutsche Wirtschaft im vergangenen Sommerhalbjahr. Die erwartete Erholung blieb aus. Die Unternehmen weiteten ihre Investitionen indes im Einklang mit der Projektion vom Juni verhalten aus. Die Wohnungsbauinvestitionen gingen zurück.

Im letzten Quartal 2023 dürfte die Wirtschaftsleistung nochmals leicht zurückgehen. Darauf deuten die gedrückten Umfrageindikatoren hin. So stuften die Unternehmen laut ifo Institut ihre Geschäftslage zum Jahresende noch etwas schlechter ein als im dritten Quartal. Insbesondere die Industrie dürfte ihre Produktion nochmals verringern. Sie leidet weiterhin unter der gedrückten Nachfrage und den hohen Energiekosten. Beide Faktoren belasten auch die Exporte. Die schwache Industriekonjunktur beeinträchtigt auch den Ausblick für die gewerblichen Investitionen. Diese werden zudem durch die gestiegenen Finanzierungskosten und eine erhöhte Unsicherheit hinsichtlich staatlicher Förderungen im Bereich der Transformations- und Klimaschutzmaßnahmen gedämpft. Die höheren Zinsen wirken sich noch deutlich stärker auf den Wohnungsbau aus. Die Bauwirtschaft wird ihre Produktion wohl weiter an die gedrückten Neuaufträge anpassen müssen.

Die Erwartungshaltung und die Anzeichen sprachen dafür, dass 2023 das Jahr der Erholung werden könne. Doch die Rahmenbedingen blieben schwierig, nicht zuletzt durch die geopolitischen Konflikte und den schwelenden Haushaltsstreit. Viele Unternehmen stellen ihre Investitionsentscheidungen erstmal zurück.

Auf dem Stahlmarkt und damit auch auf dem Schrottmarkt zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Der Schrottmarkt wurde im Dezember sowohl von der Exportnachfrage, die überwiegend aus der Türkei stammte, als auch von der für diesen Monat ungewöhnlich hohen inländischen Schrottnachfrage überrascht. Das Auffüllen der Lagerbestände stand bei der Auslands- und Inlandsnachfrage oftmals im Fokus. Die Werke wollten nicht mit ihren niedrigen Lagerbeständen in das neue Jahr gehen. Von den türkischen Verbrauchern war zu vernehmen, dass sie bereits Schrottmengen für die Februar-Verladung gekauft haben, was Nachfragedruck aus dem Januarmarkt nimmt. Jedoch ist die Materialverfügbarkeit zurzeit schwierig und wird sich vermutlich auch nicht im Januar merklich verbessern. Viele Stahlwerke haben in Deutschland nicht, wie vorher angekündigt, das Instrument der ausgeweiteten Stillstandzeiten für die Verkürzung der Produktionszeiten in Anspruch genommen. Inwiefern mit einer Nachfragebelebung in 2024 zu rechnen ist oder ob die Stahlwerke durch eine Ausweitung der Produktion lediglich ihre Fixkosten auffangen möchten, ist schwer einzuschätzen. Für große Nachfrageimpulse scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings keine Grundlage zu bestehen. (Quelle :BVSE, Bundesbank,Schrott Wetzel).

b) Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir rd. 404.000 Tonnen (Vorjahr 360 Tsd. To) an FE- und NE-Metallen verarbeitet und ausgeliefert und erzielten damit eine Gesamtleistung von 148 Mio. EUR (Vorjahr 149 Mio. EUR). Der Exportanteil belief sich auf 70% (Vorjahr 64%) der Gesamtleistung. Bezüglich der Details wird auf Abschnitt B) c) verwiesen.

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir durch den Erwerb von Produktions-, Lager- und Umschlagsflächen im Mannheimer Hafen unsere Kapazitäten erweitert. Damit haben wir nun den erforderlichen Platz, um an neuen Schrottqualitäten für „grünen Stahl“ zu arbeiten und unser Geschäft im Bereich der qualitativ höherwertigen Schrotte auszubauen. Der zusätzliche direkte Zugang zur Wasserstraße und die dadurch gewonnene Erweiterung der Verladekapazitäten ermöglicht es uns, auch Dienstleistungen für Dritte im Bereich von Schuttgütern anzubieten.

Das abgelaufene Jahr war erneut geprägt durch eine hohe Volatilität der Schrottpreise. Die Gründe hierfür sind vielfältig, Ukrainekrieg, Krieg im Gaza, Inflation, eine unsichere Haushalts-, Wirtschafts- und Finanzpolitik sind nur ein kleine Auswahl.

Durch stets der Lage angepasster Bevorratung waren wir jedoch während der gesamten Zeit uneingeschränkt lieferfähig und konnten die Bedürfnisse unserer Kunden auch in dieser volatilen Zeit stets erfüllen. Dabei haben sich unsere kurzen Entscheidungswege und flache Hierarchien wieder einmal bewährt.

Somit erzielten wir bei einem insgesamt geringeren Preisniveau eine Gesamtleistung von 149 Mio. EUR und lagen damit auf Vorjahresniveau und leicht über dem Plan mit 142 Mio. EUR. Der Rohertrag steigerte sich im Berichtsjahr um 1,5 Mio. EUR auf insgesamt 27 Mio. EUR oder 18,2% der Gesamtleistung. Das EBITDA bereinigt um Hinzu- und Abrechnung des außerordentlichen Ergebnisses beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 6,4 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR). Das Konzernergebnis lag bei 2,0 Mio. EUR und verfehlte unseren Plan aufgrund deutlich höherer Abschreibungen und Zinsen.

Unsere langjährige Erfahrung, Kompetenz und Zuverlässigkeit sowie kurze und schnelle Entscheidungswege stützen unseren Erfolg dabei nachhaltig. Gepaart mit modernen und leistungsstarken Verarbeitungstechnologien, Verfahrensabläufen und versierten Mitarbeitern. Eine breite regionale Präsenz in geografischer Standortnähe zu unseren Kunden und strategisch wichtigen Stützpunkten für unser Überseegeschäft, umsichtigen Investitionen sowie der Weiterentwicklung effizienter und flexibler Unternehmens- und Logistikprozesse. Unseren Fokus legen wir weiterhin auf den Ausbau unseres Kerngeschäfts mit dem Ziel der weiteren Steigerung unseres Mengendurchsatzes sowie der Sicherung und Stärkung unserer Marktposition im In- und Ausland.

c) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

ca) Übersicht Vermögens- und Ertragslage

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Bilanzsumme 54.024 40.891 13.133
Eigenkapital 14.796 12.756 2.040
Anlagevermögen 24.971 10.281 14.690
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten -18.594 -5.491 -13.103
Gesamtleistung 148.796 149.243 -447
Materialaufwand -121.673 -123.591 1.918
Personalaufwand -6.407 -5.733 -674
EBITDA 6.198 6.105 93
bereinigtes EBITDA1) 6.374 6.130 244
Finanzergebnis -1.110 68 -1.177
Ergebnis vor Steuern 3.072 4.511 -1.440
Konzernjahresüberschuss 2.040 3.816 -1.776
Net Working Capital2) 4.036 7.424 -3.388

1) bereinigtes EBITDA = EBITDA +/- außerordentliche Aufwendungen und Erträge

2) Net working Capital: Forderungen aLuL + Vorräte + liquide Mittel ./. Verbindlichkeiten aLuL

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des Zukaufs des neuen Standorts in Mannheim um 13 Mio. EUR auf 54 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen zum Stichtag im Wesentlichen aufgrund der Refinanzierung des Asset Deals sowie weiterer Investitionen in moderne Maschinen um 13 Mio. höher als im Vorjahr und betrugen zum Stichtag 18,6 Mio. EUR.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderungen) des Geschäftsjahres 2023 lag bei 149 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Der Rohertrag verbesserte sich dabei auf rund 18,2 % der Gesamtleistung (gegenüber dem Vorjahr 17,2 %). Wir lieferten im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. 404 Tsd. Tonnen Fe- und Ne Schrott und lagen 30 % über unserer Absatzplanung. Der Hauptabsatzmarkt war der Export mit rund 70 %, 30 % verblieben im Inland. Bestimmender Faktor dabei war die konsequente Weiterentwicklung unserer Produktions- und Logistikprozesse an allen Standorten, verbunden mit schneller und effizienter Lagerlogistik. Unser Beschaffungs- und Absatzmarkt ist durch kurzfristige Geschäftsabschlüsse gekennzeichnet, wenngleich Lieferanten- und Kundenbeziehung meist langjährig bestehen.

Das Investitionsvolumen 2023 lag bei rund 17 Mio. EUR. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um die Erweiterung unserer Standorte durch Zukauf eines Grundstücks nebst Gebäuden und Produktionsanlagen in Mannheim (Werk III), Neuinvestitionen in unserem Werk I in moderne Maschinen sowie den Ausbau unserer Photovoltaikanlagen. Ziel dabei ist die konsequente Umsetzung und Verfolgung unseres Umweltgedanken sowie die weitere Steigerung der Effizienz in Produktion und Logistik.

Die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 sind aufgrund der Eröffnung unseres neuen Terminals in Mannheim gegenüber dem Vorjahr um rund 0,7 Mio. EUR auf 6,4 Mio. EUR angestiegen.

Die Kosten der Warenabgabe beliefen sich mit 7,5 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 0,1 Mio. auf 9,5 Mio. EUR reduziert (Vorjahr 9,6 Mio. EUR).

In der Folge erzielten wir ein um das außerordentliche Ergebnis (außerordentliche Aufwendungen und Erträge) bereinigtes EBITDA von 6,4 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR). Das Konzernergebnis reduzierte sich aufgrund deutlich höherer Abschreibungen und Zinsen um 1,8 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR.

Zwischen der Muttergesellschaft, der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, und der Schrott-Wetzel GmbH wurde am 11. April 2012 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, in dem sich unsere Gesellschaft verpflichtet, ihr Jahresergebnis an die Muttergesellschaft abzuführen. Der Vertrag gilt seit dem 1. Januar 2012. Im Berichtsjahr ergibt sich ein Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 3,1 Mio. EUR. Durch den Ergebnisabführungsvertrag ergibt sich ein Gewinnabführungsanspruch der Muttergesellschaft in gleicher Höhe.

cb) Finanzlage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten wo immer möglich unter Ausnutzung von Skonti, ansonsten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und die Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen. Dies war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich zum Bilanzstichtag um rd. 13 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr durch Investitionen erhöht und belaufen sich auf rund 18,6 Mio. EUR. Die Inanspruchnahme der vorhandenen Linien lag stets innerhalb des eingeräumten Kreditrahmens; dieser ist zum Bilanzstichtag nicht ausgeschöpft. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag betrugen 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR). Das Finanzergebnis war mit rd. 1,1 Mio. EUR durch gestiegene Zinsen und unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten negativ (Vorjahr +0,1 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit belief sich auf rd. 4,7 Mio. EUR, der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit auf 16,3 Mio. EUR und der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit auf 5,5 Mio. EUR. Damit war der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag mit rd. 5,9 Mio. EUR negativ.

Insgesamt ist die Finanzlage des Konzerns zufriedenstellend; der Konzern war jederzeit fähig, seinen Verpflichtungen nachzukommen, das operative Geschäft innerhalb eingeräumter Kreditrahmen zu steuern und seine langfristigen Verbindlichkeiten weiter abzubauen.

cc) Unternehmenskennzahlen

Kennzahl Inhalt 2023 2022
Eigenkapitalquote in % Eigenkapital laut Bilanz x 100 Gesamtkapital 27,4% 31,2%
Eigenkapitalrentabilität in % Jahresergebnis vor Steuern lt. GuV x 100 Eigenkapital lt. Bilanz 20,8% 25,2%
Gesamtkapitalrentabilität in % (Ergebnis vor Steuern + Zinsaufwand) x 100 Gesamtkapital 7,7% 10,9%

d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung insbesondere die Kennzahlen bereinigtes EBITDA und Net Working Capital heran, die es uns erlauben, auf Marktveränderungen zeitnah und standortbezogen individuell zu reagieren.

Basis unserer Tätigkeit sind die intensiven und langjährigen Beziehungen zu Lieferanten und Abnehmern in ganz Europa. Wir sind von dem Wert dieser Geschäftsbeziehungen überzeugt und arbeiten intensiv an deren Pflege und Fortentwicklung, um unsere Marktposition weiter auszubauen.

Unsere Mitarbeiter sind unserer Gesellschaft besonders wichtig. Neue Mitarbeiter werden in den ersten Arbeitsmonaten sorgfältig mit den Besonderheiten unserer Branche vertraut gemacht und angeleitet. Regelmäßige und aktuelle Fortbildungen, die intern und extern durchgeführt werden, sichern die Fachkunde aller unserer Mitarbeiter. Dadurch erreichen wir, dass unsere Mitarbeiter stets über das notwendige technische und rechtliche Wissen verfügen, welches sie im Rahmen ihrer Tätigkeit benötigen.

Unsere Standorte sind mit Vorrichtungen zur Schadstofferfassung und -entsorgung versehen. Eingehende Ware wird teilautomatisiert auf Strahlenbelastung geprüft. Bei festzustellenden Belastungen wird die Ware abgelehnt. Zertifizierungen nach DIN EN 9001 und DIN EN ISO 14001 sowie jährliche Audits beweisen die Tauglichkeit unserer Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Unseren Strombedarf beziehen wir seit 2023 durch den Abschluss sogenannter Power Purchase Agreements und eigenen Anlagen zu 100% aus erneuerbaren Energien.

Bereits im Jahr 2021 haben wir unseren CO2 -Fußabdruck ermittelt und zum Ausgleich von CO2 e Emissionszertifikate erworben und stillgelegt. Link zur Projektseite: https://www.zukunftswerk.org/co2-50904.html

e) Zusammenfassung / Gesamtaussage

Mit dem Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2023 sind wir vor dem Hintergrund der genannten Rahmenbedingungen sehr zufrieden. Trotz der vielen negativen Auswirkungen in der deutschen Wirtschaft, verbunden mit einer volatilen Marktlage im Stahlschrott sowie außergewöhnlich starken Preisschwankungen im gesamten Jahr, erzielten wir ein bereinigtes EBITDA von 6,4 Mio. EUR. Das Konternergebnis nach Steuern beläuft sich auf 2,0 Mio. EUR. Auf Basis unserer Analysen und Planungen sowie aufgrund der konsequenten und zeitnahen Überwachung unserer Ziele erwarten wir für 2024 ebenfalls ein positives Ergebnis.

C. Prognose, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

aa) Rückschau 2023

Die erwartete Erholung blieb in 2023 aus. Im letzten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung nochmals leicht zurückgehen. So stuften die Unternehmen laut ifo Institut ihre Geschäftslage zum Jahresende noch etwas schlechter ein als im dritten Quartal. Insbesondere die Industrie dürfte ihre Produktion nochmals verringern. Sie leidet weiterhin unter der gedrückten Nachfrage und den hohen Energiekosten. Beide Faktoren belasten auch die Exporte. Die schwache Industriekonjunktur beeinträchtigt auch den Ausblick für die gewerblichen Investitionen. Diese werden zudem durch die gestiegenen Finanzierungskosten und eine erhöhte politische Unsicherheit gedämpft. Die höheren Zinsen wirken sich noch deutlich stärker auf den Wohnungsbau aus. Insgesamt blieben die Rahmenbedingen schwierig, nicht zuletzt durch die geopolitischen Konflikte und den schwelenden Haushaltsstreit. Viele Unternehmen stellen ihre Investitionsentscheidungen erstmal zurück.

Indes hatten wir es erneut mit hohen Schwankungen der Schrottpreise zu tun. Gründe hierfür waren die Inflation, unverändert hohe Energiepreise, eine unsichere Haushalts-, Wirtschafts- und Geldpolitik, der Ukrainekrieg sowie der Nahostkonflikt. Durch unsere ausgeprägte Effizienz in der Logistik, angemessener Bevorratung und schneller Reaktion auf Marktveränderungen konnten wir trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen ein positives Ergebnis erwirtschaften.

ab) Prognose 2024

Die deutsche Wirtschaft erholt sich in den kommenden Jahren, wenn auch verzögert. Gegenwärtig bremsen vor allem noch die schwache Auslandsnachfrage in der Industrie, der zögerliche private Konsum und die infolge der geldpolitischen Straffung höheren Finanzierungskosten für Investitionen. Doch ab Beginn des Jahres 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Expansionspfad einschwenken und nach und nach Fahrt aufnehmen. Die Exporte steigen infolge wieder wachsender ausländischer Absatzmärkte, und die privaten Haushalte weiten ihre Konsumausgaben aus. Denn ihre realen Einkommen erhöhen sich dank eines stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation deutlich. Die privaten Investitionen sinken hingegen zunächst noch und liefern erst 2026 wieder moderate Impulse. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legt nach dieser Projektion 2024 kalenderbereinigt um 0,4 % zu, nach einem leichten Rückgang um 0,1% im laufenden Jahr. In den Jahren 2025 und 2026 wächst die Wirtschaft um 1,2 % beziehungsweise 1,3 %.

Klar ist auch, dass Stahl auch in der Zukunft ein zentraler Grundstoff bleibt, sei es für Windkraftanlagen, in der Automobilindustrie oder in der Bauwirtschaft. Ein wichtiger Schritt, um die Transformation bei der Stahlherstellung voranzutreiben, ist die Verlagerung weg vom Einsatz der Primärrohstoffe hin zu den Sekundärrohstoffen. Zukünftig ist die Erhöhung des Schrottanteils bei der Herstellung von Stahl zwingend notwendig, da nur so eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft möglich ist. (Quelle: Schrott Wetzel, Deutsche Bundesbank, BDSV, www.destatis.de)

Auf Basis der aktuellen Lage planen wir für das Geschäftsjahr 2024 vorsichtig mit einer Gesamtleistung von 165 Mio. EUR und sonstigen betrieblichen Erträgen von 1,5 Mio. EUR ein ähnlich positives Ergebnis wie im vergangenen Jahr. Als ein Garant für eine nachhaltig positive Weiterentwicklung unseres Konzerns sehen wir die in den letzten Jahren eingeführten Tools zur zeitnahen Messung wesentlicher Erfolgsparameter. Dies ermöglicht uns ein sofortiges Eingreifen und fokussiertes Gegensteuern. Dabei wird die Ergebnisentwicklung unterjährig sorgfältig verfolgt und mit den vorliegenden Planungen eng verglichen. Wir überwachen die Zielerreichung sowie die betriebswirtschaftliche Situation unseres Konzerns in regelmäßigen Analysen. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir im Rahmen unserer Umwelt- und Klimaziele Neuinvestitionen in den Ausbau unserer Photovoltaikanlagen, in weitere Elektro- und Hybridaggregate sowie Ersatz- oder Ergänzungsinvestitionen, wo dies nötig erscheint. Der Planung 2024 liegt die Annahme zugrunde, dass sich die Marktpreise auf aktuellem Niveau stabilisieren. Die Liquiditätsversorgung ist nach diesen Planungen jederzeit ausreichend. Auf die Ausführungen im Risikobericht wird verwiesen.

b) Chancen und Risikobericht

Durch die vorherrschenden Krisen und geopolitischen Ereignisse bleibt die Unsicherheit der wirtschaftlichen Perspektiven weiterhin hoch. Auswirkungen der bislang getroffenen Maßnahmen und Sanktionen sowie die weiteren Entwicklungen beobachten wir genau. Sowohl unser Einkaufs- als auch unser Absatzmarkt werden von der weltwirtschaftlichen Lage permanent beeinflusst. Daher rechnen wir im Jahr 2024 für unser Geschäft weiterhin mit einer volatilen Angebots- und Nachfrageentwicklung.

Inwieweit sich die prognostizierte konjunkturelle Entwicklung im Euro-Raum auf das Angebot und die Nachfrage nach Schrott und Metall genau auswirkt, wird abzuwarten sein. Damit stellen geopolitische Auseinandersetzungen stets ein Risiko dar, welchem wir mit Flexibilität durch kurzfristige Geschäftsabschlüsse sowie einer der jeweiligen Lage angemessenen Lagerhaltung begegnen.

Das übliche Währungsrisiko bei Aktivitäten außerhalb des Euroraumes besteht bei unseren internationalen Geschäftsbeziehungen unverändert fort. Wir fangen dieses Risiko durch projektbezogene Wechselkurssicherungsgeschäfte auf.

Risiken bestehen hierbei insbesondere aufgrund einer schlechteren als prognostizierter Marktlage. In diesem Fall werden Anpassungen erforderlich und auch durchgeführt. Hierbei hat sich bisher unsere kurzfristige Ein- und Verkaufsstrategie bei Pflege langfristiger Kunden- und Lieferantenbeziehungen bewährt. Sie hat uns durch die stark volatilen Preisentwicklungen der vergangenen Jahre geholfen und uns dabei Chancen wie auch Risiken beschert, die wir unternehmerisch in gut gelöst haben. So versprechen wir uns auch weiterhin, durch unsere Erfahrung die künftigen Marktrisiken gut zu bewältigen.

Sicher ist, dass das Recycling von Stahlschrott aufgrund der gesetzten Klimaziele an immer größerer Bedeutung gewinnt. Neben der signifikanten Einsparung begrenzter Ressourcen ist das Recycling von Stahlschrott unerlässlich zur Erreichung der gesetzten Klimaziele. Einer Studie des Fraunhofer Instituts zur Folge hilft die Stahlwirtschaft durch die Produktion von 12,6 Mio. Tonnen Rohstahl auf Basis des Sekundärrohstoffs Schrott über die Elektrostahlroute, rund 17 Mio. Tonnen CO2 -Emissionen pro Jahr einzusparen. Dabei senkt der Einsatz von Stahlschrott den Energieverbrauch um 72% im Vergleich zur Erzeugung mit Primärrohstoffen. Mit unserer CO2 -neutralen Produktion und unseren Investitionen in den Ausbau unserer Photovoltaikanlagen wollen wir hierzu unseren Beitrag leisten.

Zudem sehen wir heute darin mittel- wie langfristig unsere Chance, gegenüber anderen Wettbewerbern im Vorteil zu sein, die gesetzlich vorgegebenen Klimaziele frühzeitig mitzuverfolgen und gegebenenfalls auf künftig noch andere Rahmenbedingungen vorbereitet zu sein.

Am neu erworbenen Standort Mannheim III wollen wir künftig den Platz nutzen, um an neuen Schrottqualitäten für „grünen Stahl“ zu arbeiten und unser Geschäft im Bereich der qualitativ höherwertigen Schrotte auszubauen. Der zusätzliche direkte Zugang zur Wasserstraße und die dadurch gewonnene Erweiterung der Verladekapazitäten ermöglichen es uns, auch Dienstleistungen für Dritte im Bereich von Schuttgütern anzubieten. Damit können wir weiter wachsen und unsere Chance nutzen, unsere Marktpräsenz weiter auszubauen. Von der stetigen Verbesserung unserer Marktpräsenz sowie der permanenten Optimierung unserer Verarbeitungstechnologien, mit denen alle unsere Betriebsstätten ausgestattet sind, versprechen wir uns, Risiken zu minimieren und zugleich hierin liegende Chancen zu nutzen.

Zentrale Bausteine unserer Unternehmensplanung sind die Konzentration der Geschäftstätigkeit auf unsere Kernkompetenzen sowie die Flexibilisierung von Kosten. Wir beherrschen unser Geschäft nach eigener Einschätzung sehr gut, belegt durch bisherige Geschäftsentwicklung und unsere Ergebnisse, und vertrauen darauf, dass die Konzentration auf unser Kerngeschäft weiterhin unsere Marktposition stärkt und langfristig absichert. Qualität und unser Fachwissen in der Branche stärken und garantieren uns unsere Kunden- und Lieferantenbeziehungen.

Die aktuellen globalen und gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben uns gezeigt, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung, der Art der Verfolgung unserer Geschäftsbeziehungen sowie unserem Einsatz von Personal- und technischen Ressourcen auch unter stets wechselnden Rahmenbedingungen erfolgreich sind. Dies bestätigt uns insoweit, dass wir weiterhin sehr zuversichtlich sind, trotz vorherrschender geopolitischer und fortbestehender Markt- sowie Währungsrisiken den künftigen Herausforderungen gut begegnen zu können, und wir unsere Geschäftstätigkeit weiterhin erfolgreich ausweiten können.

D. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Finanzinstrumente

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Konzern verfügt über langjährige Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend mit Eigenmitteln, Lieferantenkrediten und Kreditlinien verschiedener Banken. Daneben kommen mittel- und langfristige Finanzierungen (meist objektgebunden) durch Kredite verschiedener Banken, Mietkauf- und Leasinggesellschaften zur Anwendung. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken.

Der Konzern verfügt über ein angemessenes Debitorenmanagement. Üblicherweise werden Debitoren über Warenkreditversicherungen oder Akkreditive abgesichert.

 

Mannheim, den 30. Juni 2024

Henrik Wetzel

Klaus Wetzel

Reiner Wetzel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 24.970.834,20 10.281.018,99
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 86.938,00 34.319,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.938,00 32.819,00
2. geleistete Anzahlungen 1.500,00
II. Sachanlagen 24.883.646,20 10.246.449,99
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.869.298,07 5.435.058,31
2. technische Anlagen und Maschinen 9.411.486,00 3.075.338,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.047.123,00 1.503.837,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.555.739,13 232.215,68
III. Finanzanlagen 250,00 250,00
1. Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
B. Umlaufvermögen 28.698.773,37 30.130.786,45
I. Vorräte 13.697.974,36 9.501.382,95
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 175.900,00 175.900,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 12.449.681,66 8.475.887,22
3. geleistete Anzahlungen 1.072.392,70 849.595,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.943.619,69 20.416.282,22
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.534.792,12 12.225.803,69
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.408.827,57 8.190.478,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 57.179,32 213.121,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 236.857,20 195.675,40
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 117.378,31 283.732,00
Aktiva 54.023.843,08 40.891.212,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.796.201,41 12.756.449,31
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Kapitalrücklage 290.000,00 290.000,00
III. Gewinnrücklagen 7.558.104,25 7.558.104,25
1. andere Gewinnrücklagen 7.558.104,25 7.558.104,25
IV. Gewinnvortrag 4.881.345,06
V. Jahresüberschuss 2.039.752,10
VI. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 4.881.345,06
B. Rückstellungen 2.815.175,96 7.340.919,78
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.331,00
2. Steuerrückstellungen 1.752.125,96 6.164.388,78
3. sonstige Rückstellungen 1.063.050,00 1.160.200,00
C. Verbindlichkeiten 36.412.465,71 20.793.843,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.594.398,42 5.491.027,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 18.594.398,42 5.491.027,70
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 106.991,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 106.991,80
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.253.960,86 14.516.470,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 17.253.960,86 14.516.470,20
4. sonstige Verbindlichkeiten 457.114,63 786.345,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 457.114,63 786.345,85
Passiva 54.023.843,08 40.891.212,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 144.822.080,93 148.451.160,95
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.973.794,44 791.627,49
3. sonstige betriebliche Erträge 2.549.685,18 3.384.182,60
4. Materialaufwand 121.673.156,14 123.591.066,34
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 121.673.156,14 123.591.066,34
5. Personalaufwand 6.406.827,40 5.733.070,02
a) Löhne und Gehälter 5.429.933,19 5.043.879,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 976.894,21 689.190,99
6. Abschreibungen 2.016.544,54 1.661.317,84
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.016.544,54 1.661.317,84
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 17.067.960,04 17.197.832,26
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 477.152,84 718.796,71
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.586.458,08 651.136,86
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.003.779,25 598.497,63
11. Ergebnis nach Steuern 2.067.987,94 3.912.846,80
12. sonstige Steuern 28.235,84 96.741,64
13. Jahresüberschuss 2.039.752,10 3.816.105,16
14. Ausschüttung 1.500.000,00
15. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 2.316.105,16

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH ist das Mutterunternehmen des Schrott-Wetzel Konzerns und hat ihren Sitz in Mannheim. Sie ist im Handelsregister des Registergerichts Mannheim unter der Nummer HRB 8917 eingetragen.

Der Konzernabschluss der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH für das am 31. Dezember 2023 abgelaufene Geschäftsjahr wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Der Konzernanhang enthält die erforderlichen Einzelangaben bzw. entsprechenden Erläuterungen. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Euro. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang darzustellen, werden diese aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit im Konzernanhang aufgeführt.

Die Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für die Konzern-Bilanz und des § 275 HGB für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 298 HGB beachtet. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Die Abschlusstage der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entsprechen dem des Mutterunternehmens.

II. Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierte Unternehmen:

Name und Sitz: Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2023
EUR
Ergebnis zum 31.12.2023
EUR
Schrott Wetzel GmbH, Mannheim 100,0 10.000.000,00 0,00

Der Konzernabschluss umfasst das im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene inländische Tochterunternehmen Schrott-Wetzel GmbH, Mannheim. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 01.01.2005 nach der Buchwertmethode.

Die Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf. Der geprüfte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger unter dem Mutterunternehmen, der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, veröffentlicht.

Zudem nimmt die Schrott-Wetzel GmbH, Mannheim, als in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht einbezogenes Tochterunternehmen der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH die Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.

Die sich ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung der Schrott-Wetzel GmbH beruhten auf während der Konzernzugehörigkeit, aber vor der Erstkonsolidierung durchgeführten Gewinnthesaurierungen des betreffenden Tochterunternehmens. Diese werden von der Norm des § 309 Abs. 2 HGB nicht erfasst. Es erfolgte eine Umgliederung des Unterschiedsbetrages in die Konzerngewinnrücklagen.

Konzerninterne Lieferungen werden grundsätzlich zu üblichen Marktbedingungen vorgenommen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Zur Anpassung an konzerneinheitliche Bewertung wurden in der Handelsbilanz II der Muttergesellschaft Rückstellungen um TEUR 229 höher als im Einzelabschluss angesetzt.

Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Für die Berichtsperiode war keine Steuerabgrenzung vorzunehmen.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet.

Danach waren folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Konzerntätigkeit (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, mit Ausnahme geringwertiger Software, werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit die Vermögensgegenstände einer zeitlich begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ermittelt und linear bzw. degressiv vorgenommen. Die Zugänge geringwertiger Vermögensgegenstände mit den Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass im Jahr der Vollabschreibung auch der Abgang erfolgt. Bewegliche Vermögensgegenstände mit einem Wert von bis zu EUR 250,00 werden im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung entsprechend § 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz wegfallen, werden entsprechend § 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vom Wahlrecht gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 248 Abs. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag.

Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, wurden Festwerte entsprechend § 298 Abs. 1 i.V.m. § 240 Abs. 3 HGB gebildet.

Geleistete Anzahlungen werden mit deren Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder niedrigeren Tageswerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bilanziert. Dem individuellen und dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Soweit diese Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben und auf Fremdwährung lauten, werden diese mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 256a HGB umgerechnet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für wesentliche Posten gebildet, soweit Ausgaben vor dem Bilanzstichtag getätigt werden, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der aktivische Überhang wird unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Das zur Saldierung herangezogene Deckungsvermögen, bestehend aus Guthaben bei Kreditinstituten mit am Bilanzstichtag ausgewiesenen Tagessalden in Höhe von € 411.981,68, € 420.747,72, € 327.992,91, damit insgesamt € 1.160.722,31, sowie aus Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen mit einem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag in Höhe von € 149.953,00 (im Vorjahr 1.311.488,00). Dieser entspricht gleichzeitig den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Bewertung kongruenter Bestandteile zwischen Pensionsverpflichtungen und Rückdeckungsversicherungen erfolgte im Jahr 2023 gemäß IDW RH FAB 1.021 als Aktivprimat unter Anwendung eines faktorbasierten Verfahrens (Deckungskapitalverfahren) mit erwarteter Gesamtverzinsung von 3,25 % p.a.. Insoweit haben sich im Geschäftsjahr 2023 Änderungen gegenüber dem Vorjahr in der Bewertung ergeben. Im Jahr 2023 erfolgte die Bewertung inkongruent gemäß IDW RH FAB 1.021.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected Unit Credit Methode ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eingeräumtem Wahlrecht eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,83 % (im Vorjahr 1,79 %) angesetzt. Künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Berechnung soweit erforderlich berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen gemäß § 249 Abs. 1 S. 1 HGB in Höhe von § 253 Abs. 1 S. 2 und 3. HGB vor Verrechnung mit dessen Deckungsvermögen betrug am Bilanzstichtag insgesamt TEUR 1.193. Nach Saldierung der Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 1.193 mit dem jeweiligen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird die Pensionsverpflichtung mit TEUR 0 ausgewiesen; es besteht ein Aktivüberhang in Höhe von TEUR 117. Entsprechend wurden Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 21 mit Zinserträgen in Höhe von TEUR 9 und Zinsaufwendungen aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 6 saldiert. Der insgesamt verrechnete Saldo in Höhe von TEUR 18 ist in der Position Zinsen und Aufwendungen enthalten.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei deren Ermittlung berücksichtigt. Soweit sich die Rückstellungen auf Sachleistungsverpflichtungen beziehen, werden sie auf Vollkostenbasis ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Soweit die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen liegen, kommt der höhere Tageswert am Bilanzstichtag zum Ansatz. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Erhaltene Anzahlungen sind um die darauf entfallende Umsatzsteuer entsprechend der Nettomethode vermindert.

Das Wahlrecht gemäß § 274 HGB zur Aktivierung latenter Steuern wird nicht ausgeübt.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde im Wesentlichen nicht abgewichen.

V. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Konzern-Bilanz

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den nachstehenden Konzern-Anlagenspiegel verwiesen.

2023
TEUR
davon > 1 Jahr
TEUR
2022
TEUR
davon > 1 Jahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.535 0 12.226 0
Sonstige Vermögensgegenstände 7.409 5.421 8.190 6.012
14.944 5.421 20.416 6.012

Der Gesamtbetrag der Forderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 9.523 (Vorjahr TEUR 14.404).

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr belaufen sich auf TEUR 5.421 (Vorjahr TEUR 6.012). Sie betreffen Forderungen aus Darlehen aus dem Asset Deal im Jahr 2021 an die neu gegründete Gesellschaft am ursprünglichen Standort Ost. Die Angaben beziehen sich ebenso auf die wesentlichen Angaben mit nahestehenden Personen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vermögensgegenstände, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr TEUR 17) enthalten. Diese betreffen Vorsteuern, die erst im Folgejahr abziehbar sind.

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind TEUR 147 (Vorjahr TEUR 84) Damnum für aufgenommene Darlehen enthalten.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 12.

Der Posten der Steuerrückstellungen betrifft Ertragsteuern des aktuellen Veranlagungszeitraums.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In der Position sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten:

2023
TEUR
2022
TEUR
Berufsgenossenschaftsbeiträge 63 60
Urlaubsansprüche mit Sozialabgaben 108 101
Ausstehende Rechnungen 770 885
Schwerbehindertenabgabe 11 21
Andere Risiken 111 83
1.063 1.160

Die anderen Risiken setzen sich zusammen aus TEUR 100 Abschluss- und Prüfungskosten und TEUR 11 Aufbewahrungskosten.

Zur Entwicklung der Verbindlichkeiten wird auf den nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel verwiesen.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 35.848; davon sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 18.594 durch Sicherungsübereignungen des Warenbestands, Grundpfandrechte sowie Pfandrechte an Guthaben, Forderungen, Waren und Versicherungsansprüchen besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17.254 bestehen zudem die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern und Zinsen in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr TEUR 427) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 26 (Vorjahr TEUR 2). Die Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten in Höhe von TEUR 198 Lohnsteuerverbindlichkeiten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag mit Zufluss der Arbeitnehmerentgelte bei den Arbeitnehmern entstehen.

2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Lieferungen
Inland 43.315 53.237
Ausland 100.950 94.811
144.265 148.048
Erlösschmälerungen -1 -7
Vermietung 458 410
sonstige Nebenerlöse 100 0
144.822 148.451

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 476 (Vorjahr TEUR 491) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 592 (Vorjahr TEUR 289) enthalten.

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 143 (Vorjahr TEUR -22).

Die periodenfremden Erträge betrugen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 239 (Vorjahr TEUR 1.448).

Die periodenfremden Aufwendungen des Geschäftsjahres beliefen sich insgesamt auf TEUR 163 (Vorjahr TEUR 111).

Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen TEUR 21 (Vorjahr TEUR 23).

3. Die Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode gemäß DRS 21 erfolgt. Der Finanzmittelfonds umfasst den Bilanzposten B.III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen nachstehende außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen. Sie dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs, stellen einen aktuellen technischen Stand sicher und tragen zur Planungssicherheit bei. Durch den Abschluss entsprechender Leasingverträge kann dem sofortigen Liquiditätsentzug bzw. einer Ausweitung der Fremdfinanzierung vorgebeugt werden.

Gesamtbetrag
TEUR
Fälligkeit im Folgejahr
TEUR
Langfristige Mietverträge 4.434 523
Leasingverträge 1.927 538
Zinsanteil Mietkaufverträge 85 35
6.446 2.407

Es bestehen zudem für kurzfristige Mittelaufnahmen offene Kontokorrentlinien insgesamt in Höhe von 7.338 TEUR. Sie dienen dem kurzfristigen Liquiditätsbedarf im Rahmen der operativen Tätigkeit. Als wesentliche Risiken aus den vorstehenden Verpflichtungen sind bei deren Inanspruchnahme die daraus resultierenden Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft zu nennen.

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten haftet die Gesellschaft für eine fremde Schuld in Höhe von T€ 7.199 gesamtschuldnerisch. Weitere Haftungsverhältnisse entfallen auf Bürgschaften in Höhe von TEUR 8.000. Aufgrund der bisherigen Schuldentilgung des Schuldners wird mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht gerechnet. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bürgschaftsnehmer als gering eingeschätzt.

2. Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen (§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB):

2023 2022
Arbeiter 48 59
Angestellte 30 18
78 77

Im Konzern wurden im Jahresdurchschnitt 78 Mitarbeiter beschäftigt, davon 48 Arbeiter und 30 Angestellte.

3. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Zu Geschäftsführern des Mutterunternehmens waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Henryk Wetzel, Geschäftsführer, Pegau

Herr Klaus Wetzel, Geschäftsführer, Hatzenbühl

Herr Reiner Wetzel, Geschäftsführer, Harthausen

Für die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) und b) HGB wird die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich gemäß § 314 Nr. 9 a) HGB auf TEUR 94; davon entfallen TEUR 93 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 1 auf Steuerberatungsleistungen.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet. Über die voraussichtliche Entwicklung im Folgejahr und deren Ausflüsse berichten wir im Lagebericht.

6. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 2.040 zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von TEUR 4.881, damit insgesamt TEUR 6.921 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mannheim, den 30. Juni 2024

Henrik Wetzel

Klaus Wetzel

Reiner Wetzel

Konzern Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- oder HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I .Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 459.298,00 63.601,50 42.763,99 480.135,51
2. Geleistete Anzahlungen 1.500,00 0,00 1.500,00 0,00
460.798,00 63.601,50 44.263,99 480.135,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.064.730,60 5.776.363,00 284.429,33 15.801.977,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.554.360,39 6.711.629,04 106.194,40 20.842.281,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.102.468,70 1.092.579,11 209.300,82 3.985.746,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 232.215,68 3.251.323,50 0,00 2.555.739,13
26.953.775,37 16.831.894,65 599.924,55 43.185.745,47
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00 250,00
250,00 0,00 0,00 250,00
Summe 27.414.823,37 16.895.496,15 644.188,54 43.666.130,98
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I .Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 426.479,00 9.482,00 42.763,49 393.197,51
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
426.479,00 9.482,00 42.763,49 393.197,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.629.672,29 587.435,61 284.428,33 4.932.679,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.479.021,89 951.773,82 0,00 11.430.795,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.598.631,20 467.853,11 127.860,32 1.938.623,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.707.325,38 2.007.062,54 412.288,65 18.302.099,27
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 17.133.804,38 2.016.544,54 455.052,14 18.695.296,78
BUCHWERTE
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I .Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.938,00 32.819,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.500,00
86.938,00 34.319,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.869.298,07 5.435.058,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.411.486,00 3.075.338,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.047.123,00 1.503.837,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.555.739,13 232.215,68
24.883.646,20 10.246.449,99
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
250,00 250,00
Summe 24.970.834,20 10.281.018,99

Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten gegenüber / aus 2022
TEUR
RLZ < 1 Jahr
TEUR
RLZ > 1 Jahr
TEUR
RLZ > 5 Jahre
TEUR
Kreditinstituten 5.491,03 2.216,70 3.274,32 285,27
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.516,47 14.516,47 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 786,35 786,35 0,00 0,00
Summe 20.793,85 17.519,52 3.274,32 285,27
Verbindlichkeiten gegenüber / aus 2023
TEUR
RLZ < 1 Jahr
TEUR
RLZ > 1 Jahr
TEUR
RLZ > 5 Jahre
TEUR
davon gesichert
TEUR
Kreditinstituten 18.594,40 8.798,40 9.796,00 3.343,90 18.594,40
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1,00 1,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.254,00 17.254,00 0,00 0,00 17.254,00
Sonstige Verbindlichkeiten 457,10 457,10 0,00 0,00 0,00
Summe 36.306,50 26.510,50 9.796,00 3.343,90 35.848,40
Konzernkapitalflussrechnung 2023
TEUR
2022
TEUR
Periodenergebnis 2.040 3.816
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.017 1.661
-/+ Abnahme/ Zunahme der Rückstellungen (langfr.) -16 16
-/+ Abnahme/ Zunahme der Rückstellungen (kurzfr.) -97 -480
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 110 0
-/+ Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.453 2.363
+/- Abnahme / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.516 -5.261
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des AV -14 1
+/- Zinsaufwendungen/ Zinserträge 1.109 -68
- Sonstige Beteiligungserträge 0 0
+/- Ertragssteueraufwand/ -ertrag 1.004 598
+/- Ertragssteuerzahlungen/-erstattungen -5.416 884
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.706 3.531
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -64 -7
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 97 125
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -16.837 -2.350
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
+ Erhaltene Zinsen 477 719
+ Erhaltene Dividenden 0 0
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -16.327 -1.514
+ Einzahlung aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 9.372 2.596
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -2.235 -1.148
- Gezahlte Zinsen -1.586 -651
- Gezahlte Dividenden 0 -1.500
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 5.551 -703
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -6.070 1.314
Konsolidierungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 213 -1.101
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -5.857 213

Konzerneigenkapitalspiegel

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens am Konzerneigenkapital Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital = Gewinnrücklagen+ Bilanzgewinn
TEUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens gesamt
TEUR
Stand am 1. Januar 2023 27 290 12.439 12.756
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 2040 2040
Stand am 31. Dezember 2023 27 290 14.479 14.796
Anteil der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital
TEUR
Konzerneigenkapital gesamt
TEUR
Stand am 1. Januar 2023 0 12.756
Gezahlte Dividenden 0 0
Übrige Veränderungen 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 2040
Stand am 31. Dezember 2023 0 14.796

sonstige Berichtsbestandteile

 

Mannheim, den 30. Juni 2024

Henrik Wetzel

Klaus Wetzel

Reiner Wetzel

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Achern, 30. Juni 2024

Schultze & Braun GmbH
Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Schrott-Wetzel GmbH, Mannheim

Oksana Miglietti, Wirtschaftsprüfer

Bekanntmachung nach § 264 Abs. 3 HGB zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Die Gesellschafterversammlung der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim, hat am 25. März 2024 einstimmig beschlossen, dass Wahlrecht gemäß § 264 Abs. 3 HGB für die Veröffentlichung gemäß §§ 325 ff. HGB des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 in Anspruch zu nehmen.

Die Schrott-Wetzel GmbH, Mannheim, wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der geprüfte Konzernabschluss und der Konzernlageberichtsamt dem Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2023 werden unter dem Mutterunternehmen, der Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 8917 veröffentlicht.

Das Mutterunternehmen, die Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH ist aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Schrott-Wetzel GmbH gemäß § 302 AktG zur Übernahme etwaiger Verluste verpflichtet.

 

Mannheim, den 25. März 2023

Wetzel Beteiligungsgesellschaft mbH

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