Südfleisch GmbHLiquidiert

80337 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 186985
Vorher
Berlin - Fleisch Gesellschaft mit beschränkter HaftungSüdfleisch Handelsgesellschaft mbH
Eingetragen
4.11.2004
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenEinzelhandel mit Fleisch und FleischwarenSchlachten von Tieren a. n. g.
Gegenstand
Betrieb von Großschlachtereien in eigenen und fremden Schlachthöfen, Handel mit Vieh und Fleisch sowie anderen Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Produkten, Herstellung und Vertrieb von Fleischwaren aller Art und anderen Nahrungsmitteln, Vermietung und Verpachtung von beweglichen und unbeweglichen Sachen sowie Vornahme aller Geschäfte, die mit der Betätigung auf den vorgenannten Gebieten zusammenhängen.

Historie

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Management

NameRolle
Erik Schöttl
seit 28.7.2010
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Alexander Spitzbarth
seit 28.7.2010
Prokura
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Südfleisch GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht

UNTERNEHMENSSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Südfleisch GmbH, München, (HRB 186 985), eine 100 Prozentige Tochtergesellschaft der Südfleisch Holding GmbH, München, ist mit ihren 9 Tochterunternehmen 1 innerhalb der Südfleischgruppe hauptsächlich in den Bereichen Schlachtung und Zerlegung tätig. Die Südfleisch Holding GmbH ihrerseits ist seit Ende 2005 eine Mehrheitsbeteiligung der BFU Beteiligungsgesellschaft für Food-Unternehmen mbH, Düsseldorf, einem Unternehmen der niederländischen VION Food-Group.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 24. August 2010 wurde die Südfleisch GmbH, München, auf die Südfleisch Handelsgesellschaft mbH, München (vormals Berlin Fleisch GmbH, Berlin), verschmolzen. Die Südfleisch Handelsgesellschaft mbH wurde nach der Verschmelzung in Südfleisch GmbH, München, umfirmiert.

Im Jahr 2009 wurden folgende operative Geschäftsbereiche eingestellt: Ende April 2009 die Südfleisch Würzburg GmbH einschließlich Nutzviehzentrum, Ende Juni 2009 die Exportabteilung der Südfleisch GmbH und im Juli die Südfleisch Bayreuth GmbH.

Zwischen den Tochtergesellschaften und der Südfleisch GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge, zwischen den Tochtergesellschaften und der Südfleisch Holding GmbH bestehen Beherrschungsverträge. Operativ betreibt die Südfleisch GmbH neben der Abteilung Importhandel nunmehr den Fleischmarkt München in Form einer Betriebsstätte. Die Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Insgesamt war die Südfleisch GmbH mit ihren Tochtergesellschaften zum Jahresende 2010 an 9 Standorten 2 operativ tätig. Die wichtigsten Schlacht- und Zerlegebetriebe sind sowohl QS als auch IFS zertifiziert. Sie erfüllen darüber hinaus im Bereich Rinderschlachtung bzw. -zerlegung den Mc Donalds-Standard des gleichnamigen Fastfood Unternehmens.

Überblick über das Geschäftsjahr 2010

Die deutsche Wirtschaft hat 2010 eine unerwartet starke Dynamik entfaltet: Laut ersten Berechnungen des Deutschen Statistischen Bundesamtes (destatis) stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6 Prozent und erzielte damit den größten Zuwachs seit der Wiedervereinigung. Die wirtschaftliche Erholung fand hauptsächlich im Frühjahr und Sommer 2010 statt. Im Vorjahr hatte Deutschland noch die stärkste Rezession der Nachkriegszeit erlebt: Das preisbereinigte BIP war 2009 um 4,7 Prozent eingebrochen. In den Jahren 2007 und 2008 hatte es hingegen mit plus 2,7 Prozent und plus 1,0 Prozent Zuwächse gegeben.

Der Anstieg des preisbereinigten BIP je Erwerbstätigen umgerechnet auf Erwerbstätigenstunden betrug 2010 lediglich 1,0 Prozent, da die geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen sehr viel stärker zugenommen haben als die Anzahl der Erwerbstätigen.

Die Entstehungsseite des BIP war im Jahr 2010 vor allem durch Aufholeffekte nach der Wirtschaftskrise geprägt, die sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen positiv auswirkten. Im besonders krisengeplagten Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe), wo es 2009 noch Rückgänge der Wirtschaftsleistung im zweistelligen Bereich gegeben hatte, ging es 2010 wieder aufwärts: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg um 10,3 Prozent. Auch im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr war die Trendwende deutlich sichtbar: Die Wirtschaftsleistung nahm 2010 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, nachdem es 2009 noch einen kräftigen Rückgang gegeben hatte. Die öffentlichen und privaten Dienstleister erzielten ebenfalls Zuwächse und steigerten ihre Bruttowertschöpfung preisbereinigt um 2,1 Prozent. Hingegen sank in der Land- und Forstwirtschaft mit Fischerei die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Berichtsjahr leicht (minus 0,3 Prozent). Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2010 um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und machte damit einen Großteil des Rückgangs aus dem Krisenjahr 2009 wieder wett.

1 Südfleisch Bad Neustadt GmbH, Südfleisch Bamberg GmbH, Südfleisch Bayreuth GmbH, Südfleisch Ingolstadt GmbH, Südfleisch Lauda GmbH, Südfleisch Traunstein GmbH, Südfleisch Waldkraiburg GmbH, Südfleisch Weiden GmbH und Südfleisch Würzburg GmbH
2 jeweils einen Standort in München, Bad Neustadt, Bamberg, Coburg, Ingolstadt, Lauda, Traunstein, Waldkraiburg und Weiden

Die Verwendungsseite des BIP war im Jahr 2010 durch positive Impulse aus dem In- und Ausland gekennzeichnet. Schon häufiger war der Außenhandel ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. Nach den negativen Wachstumsraten in den vergangenen zwei Jahren erwies er sich 2010 wieder als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Exporte stiegen preisbereinigt um 14,2 Prozent, die Importe etwas weniger stark um 13,0 Prozent. Der resultierende Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, steuerte dadurch im Jahr 2010 einen positiven Wachstumsbeitrag von 1,1 Prozentpunkten zum BIP bei (2009: minus 2,9 Prozentpunkte).

Im Jahr 2010 wurde wieder mehr konsumiert als ein Jahr zuvor, somit stiegen sowohl die staatlichen Konsumausgaben (plus 2,2 Prozent) als auch die privaten Konsumausgaben (plus 0,5 Prozent) preisbereinigt an. Bei einer Differenzierung der Konsumausgaben privater Haushalte im Inland nach Verwendungszwecken zeigt sich, dass lediglich für Verkehr und Nachrichtenübermittlung deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr (minus 4,2 Prozent). Hierzu zählen auch die privaten Kraftfahrzeugkäufe, die 2009 durch die sogenannte Abwrackprämie gestiegen und in der Folge im Jahr 2010 rückläufig waren. Die Ausgaben für fast alle anderen Verwendungszwecke waren dagegen höher als 2009. Nahrungsmittel verteuerten sich 2010 gegenüber 2009 um 1,6 Prozent.

Der deutsche Arbeitsmarkt hat 2010 von der starken wirtschaftlichen Erholung profitiert. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 ist die Arbeitslosigkeit gesunken und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit gestiegen: Im Jahresdurchschnitt 2010 waren in Deutschland 3,244 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet; 179.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit von Dezember 2009 bis Dezember 2010 sank um 260.000. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit belief sich auf 7,7 Prozent. Maßgeblich für diese positive Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung ist der Konjunkturanstieg, der zu einem deutlichen Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geführt hat.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm 2010 um 2,6 Prozent zu und belief sich auf rund 1.595 Milliarden Euro. Der Anstieg der in jeweiligen Preisen berechneten Konsumausgaben der privaten Haushalte fiel mit plus 2,4 Prozent etwas niedriger aus. 2009 waren beide Größen erstmals seit der Wiedervereinigung mit 0,2 bzw. 1,0 Prozent leicht zurückgegangen. Die Sparquote der privaten Haushalte war 2010 mit 11,4 Prozent noch etwas höher als 2009 mit 11,1 Prozent.

Die Bruttolöhne und -gehälter erhöhten sich 2010 um 2,7 Prozent und beliefen sich auf 1.019 Milliarden Euro. In dieser Zunahme spiegeln sich der massive Abbau der Kurzarbeit, tarifliche Lohnerhöhungen, die in zahlreichen Fällen als Einmalzahlungen gewährt wurden, sowie eine höhere Arbeitnehmerzahl (plus 0,5 Prozent) wider. Die von den Arbeitnehmern abgeführte Lohnsteuer ging aufgrund von Steuersenkungen um 2,3 Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen die Sozialbeiträge der Arbeitnehmer um 3,5 Prozent. Dies ist insbesondere auf die Zunahme der Bruttolöhne und -gehälter sowie auf die Einführung von Zusatzbeiträgen zur Krankenversicherung zurückzuführen. Im Ergebnis aller Faktoren stiegen Nettolöhne und -gehälter rechnerisch um 3,9 Prozent auf 664 Milliarden Euro und damit deutlich stärker als die Bruttolöhne und -gehälter.

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland stieg im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber 2009 um 1,1 Prozent. Damit lag die Jahresteuerungsrate zwar deutlich höher als im Vorjahr (2009: plus 0,4 Prozent gegenüber 2008), im längerfristigen Vergleich seit 1999 lag sie 2010 jedoch noch weit unter den jährlichen Teuerungsraten der meisten Jahre. Der für die Geldpolitik wichtige Stellenwert von zwei Prozent wurde sowohl im Jahresdurchschnitt als auch in den einzelnen Monaten unterschritten.

Den größten Inflationsbeitrag an der Jahresteuerungsrate hatte mit knapp 0,4 Prozentpunkten der Güterbereich Verkehr. Hier erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent, ein Preisanstieg, der vor allem auf die Teuerung der Kraftstoffe im Jahr 2010 um 11,2 Prozent zurückzuführen ist. Die Preise für Haushaltsenergie erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 0,3 Prozent.

Nahrungsmittel verteuerten sich 2010 um 1,6 Prozent; der Preisanstieg wurde für die Konsumenten vor allem bei Speisefetten und -ölen (plus 8,7 Prozent), Gemüse (plus 6,3 Prozent) und bei Obst (plus 5,2 Prozent) sowie bei Fisch und Fischwaren (plus 3,6 Prozent) spürbar. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen wurden 2010 auch für alkoholische Getränke (plus 1,5 Prozent) und Tabakwaren (plus 2,2 Prozent) ermittelt. Insgesamt waren in vielen Güterbereichen aber eher unterdurchschnittliche und moderate Preisanstiege zu beobachten.

Entwicklung der Fleischbranche

In Deutschland hat die gewerbliche Fleischerzeugung im Jahr 2010 wiederum zugenommen. Mit nach Angaben des Statistischen Bundesamts 8,0 Millionen Tonnen wurden 4 Prozent mehr Fleisch erzeugt als noch im Vorjahr. Hauptanteil an dieser Erzeugung hat Schweinefleisch mit 68 Prozent, während auf Rindfleisch rund 15 Prozent entfielen. Bei diesen beiden Fleischarten blieb der Anteil im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Dagegen nahm der Geflügelfleischanteil von 16 auf 17 Prozent zu.

Der Verbrauch konnte mit der rasanten Produktionsentwicklung nicht mithalten: Deutsche Verbraucher verzehrten 2010 insgesamt 7,3 Millionen Tonnen Fleisch. Mit dieser leichten Steigerung gegenüber 2009 von 1,1 Prozent erhöhte sich der Erzeugungsüberschuss um 10 Prozent auf 0,7 Millionen Tonnen. Damit stieg der Selbstversorgungsgrad für Fleisch von 110 Prozent im Jahr 2009 auf nunmehr 113 Prozent.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) nahm der Pro-Kopf Verzehr von Fleisch um 0,3 kg auf 60,7 kg zu. Während der Verzehr bei Rind- und Kalbfleisch mit 8,5 kg gegenüber dem Vorjahr unverändert blieb, wurde vor allem mehr Geflügelfleisch gegessen. Mit 11,3 kg lag der Pro-Kopf Verbrauch um 0,3 kg höher als 2009. Auch der Verzehr von Schweinefleisch nahm um 0,3 kg zu. Bei 39,2 kg Gesamtverzehr ist dies allerdings nur eine Steigerung von 0,8 Prozent gegenüber 3 Prozent beim Geflügelfleisch. Der Anstieg des Verbrauchs in den preisgünstigeren Fleischsegmenten zeigt noch eine Nachwirkung aus der Finanzkrise.

Ein Schwerpunktthema in der Schweinehaltung in Deutschland war 2010 das Verbot der Ferkelkastration ab 2018, zu dem sich EU-Spitzenverbände der Land- und Fleischwirtschaft sowie des Handels im Rahmen der "Brüsseler Deklaration" verpflichtet haben. Diskutiert wurden Lösungsmöglichkeiten für die zukünftige Produktionsausrichtung. Südfleisch favorisiert die Ebermast und eine spezielle Ebergeruchserkennung am Schlachtband durch besonders geschultes Personal.

Wurden in der Vergangenheit derartige Tierwohl-Themen weitgehend dem Bereich der Bio-Produkte zugeordnet, sind zunehmend Marktaktivitäten in Richtung spezieller Produkte außerhalb des Bio-Segments zu verzeichnen, die dem Verbraucherwunsch nach Gesundheit, Regionalität und Tierwohl gerecht werden.

Der Handel mit Bio-Produkten war in den letzten Jahren besonders im Discountbereich angestiegen. Im letzten Jahr verblasste allerdings die Bio-Euphorie bei den Discountern zunehmend. Besonders Discounter, die bisher im Bio-Sortiment breit aufgestellt waren, haben in diesem Geschäftsfeld deutlich reduziert. Nach wie vor haben reine Biomärkte beim Verbraucher einen hohen Vertrauensbonus. Der gesamte Biomarkt wuchs leicht gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Biofleisch leidet die Akzeptanz beim Verbraucher vor allem an den hohen Preisen. Fest etabliert haben sich im Biosegment nur gemischtes Hackfleisch und Gulaschprodukte.

Auch 2010 setzte sich im Fleischbereich der Trend bei den Angebotsformen zu mehr verpackter Frischware (SB) und weniger Thekenware fort. Laut Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stieg der Anteil von SB-Ware an den Fleischeinkäufen der Privathaushalte auf 56 Prozent. Einen großen Anteil an dieser Wachstumsentwicklung haben die Discounter: 30 Prozent ihres Fleischbedarfs deckten die Privathaushalte bei Discountern (Vorjahr: 29 Prozent). Zugenommen haben auch die Fleischeinkäufe im traditionellen Lebensmitteleinzelhandel, während die Einkaufsstätten Metzger, Verbrauchermärkte und SB-Warenhäuser dabei an Bedeutung verloren.

Rindfleisch

Auf dem deutschen Rindfleischmarkt lagen die Rinderschlachtungen mit 3,458 Mio. Stück (plus 0,2 Prozent) nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Die Bullenschlachtungen nahmen auf Basis der Meldungen zum Fleischgesetz deutlich um 5 Prozent zu. Das starke Exportgeschäft mit der Türkei in den letzten Monaten des Jahres 2010 führte bei Bullen besonders im 4. Quartal zu einer Steigerung der Schlachtungen von 9 Prozent. Die Kuhschlachtungen lagen dagegen um 2 Prozent niedriger als 2009.

Die produzierte Rind- und Kalbfleischtonnage belief sich auf 1,208 Mio. Tonnen, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Steigerung gegenüber der Entwicklung der Schlachtzahlen resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Schlachtgewichten in allen Kategorien. Der Verbrauch von Rindfleisch stieg insgesamt nur leicht um 0,5 Prozent auf 1,018 Mio. Tonnen. Daraus ergibt sich ein Selbstversorgungsgrad von 120 Prozent.

Die Rindfleischexporte erhöhten sich um 4,3 Prozent auf 600.000 t. Sie gingen vorwiegend in die Niederlande, nach Frankreich und Italien, wobei jedoch die Exportmenge in diese Länder, mit Ausnahme der Niederlande, im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Dagegen konnte der Absatz nach Russland und in die Türkei deutlich erhöht werden. Bei den Importen flachte das Geschäft mit Argentinien aufgrund des dortigen starken Angebotsrückganges deutlich ab. Dagegen setzte Brasilien wieder mehr Ware auf dem deutschen Markt ab. Hauptimportländer waren die EU-Staaten Niederlande, Polen, Frankreich und Dänemark.

Die starke Nachfrage der Türkei nach Rindfleisch in den Herbstmonaten 2010 hatte einen nachhaltigen Einfluss auf die Preisentwicklung auf dem deutschen Markt. Im Dezember lag der Jungbullenpreis in der Handelsklasse R3 mit durchschnittlich 3,74 Euro/kg um 0,64 Euro/kg (plus 21 Prozent) über dem Preis vom Dezember 2009 und erreichte damit den Höchststand der letzten Jahrzehnte. Im Jahresdurchschnitt kosteten die R3 Jungbullen 3,16 Euro/kg. Das sind 0,09 Euro/kg (plus 3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Auch die Kuhpreise zogen gegenüber dem letzten Jahr an. Im Mittel wurden in der Handelsklasse O3 2,30 Euro/kg gezahlt, ein Plus von 0,04 Euro/kg (plus 2 Prozent).

Schweinefleisch

Auf dem deutschen Schweinefleischmarkt setzte sich der starke Boom der letzten Jahre bei den Schweineschlachtungen fort. Mit nach ersten Angaben ermittelten 58,3 Millionen Stück wurde 2010 bei den Schlachtungen eine neue Rekordmarke erreicht. Die Zunahme resultierte vor allem aus einer Steigerung der inländischen Erzeugung um 3 Prozent auf 46,4 Millionen Stück.

Erste Schätzungen der AMI zeigen, dass die Einfuhr von Schlachtschweinen erstmals seit Jahren wieder leicht rückläufig sein könnte, vor allem durch weniger lebend importierte Tiere aus Dänemark. Insgesamt wurden aber immer noch rund 5 Millionen Schlachtschweine importiert. Die Ferkeleinfuhr stieg weiter an, jedoch nicht mehr so deutlich wie in den Vorjahren. Am Jahresende dürften schätzungsweise 9,75 Millionen Ferkel nach Deutschland verkauft worden sein, etwa 700.000 mehr als 2009. Insgesamt ist die Einfuhr lebender Schweine mit 14,75 Millionen Stück nochmals höher als im Vorjahr (plus 3,4 Prozent). Die Ausfuhr an Lebendschweinen sank um 8 Prozent auf 2,85 Millionen.

Die Schweinefleischerzeugung nahm um 3,7 Prozent auf 5,460 Mio. Tonnen zu, während der Verbrauch mit dieser Entwicklung nicht mithalten konnte: Er stieg um 1 Prozent auf 4,455 Mio. Tonnen. Folglich gab es einen abermaligen Anstieg des Selbstversorgungsgrades auf nunmehr 111 Prozent nach 108 Prozent im letzten Jahr. Somit ist auch auf dem Schweinefleischmarkt der Export ein zunehmend wichtiges Marktventil. Die Schweinefleischexporte stiegen deutlich um 10 Prozent auf 2,23 Mio. Tonnen. Das gute Exportklima für deutsches Schweinefleisch wurde begünstigt durch den schwachen Euro sowie zurückhaltende Lieferungen für den Weltmarkt aus Nordamerika und Brasilien. Die Folge war ein deutlicher Anstieg der Drittlandsexporte, der auch von der Belebung der Weltwirtschaft getragen wurde. Neben den Hauptabnehmern Italien, den Niederlanden und Polen machte sich dies vor allem im Russland-Geschäft bemerkbar, hier verzeichneten sich die höchsten Zuwächse.

Der Schweinefleischimport stieg um 3 Prozent auf 1,225 Mio. Tonnen; Hauptlieferländer sind hier nach wie vor Dänemark, Belgien und die Niederlande.

Der Schlachtschweinepreis lag im Jahresdurchschnitt mit 1,41 Euro/kg um 0,02 Euro/kg (minus 1 Prozent) unter dem Vorjahr. Das größere Schweinefleischangebot und rückläufige Verbraucherpreise hatten Einfluss auf den Preisrückgang. Während der Preis in den ersten drei Quartalen unter der Vorjahreslinie verlief, lag das Preisniveau im 4. Quartal deutlich über dem Vorjahr. Der marktstützende Einfluss der wachsenden Exporte in diesem Zeitraum hatte einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung. Stark gestiegene Futtermittelpreise in der zweiten Jahreshälfte beeinträchtigten aber die Wirtschaftlichkeit der Produktion in den schweinehaltenden Betrieben.

Convenience

Convenienceprodukte sind aus der modernen Ernährung nicht mehr wegzudenken. Das liegt in den Lebensgewohnheiten der Deutschen begründet, beispielsweise in einer Veränderung der Haushaltsstruktur mit einem wachsenden Anteil an 1-Personen-Haushalten, deren Anteil laut destatis bis 2025 auf 41 Prozent steigen wird, sowie vermehrter Freizeit oder wachsender Mobilität durch mehr und mehr Berufspendler. Laut Nestlé-Ernährungsstudie 2010 "So i(s)st Deutschland" ist diese sukzessive Entstrukturierung des Alltags eine der wichtigsten Veränderungen des Alltags. Seit 2009 ist der Anteil derjenigen, die ständig oder zumindest teilweise wechselnde Tagesabläufe haben, weiter gestiegen - bei den 20 bis 29jährigen von 47 Prozent auf 52 Prozent, bei den Berufstätigen von 37 auf 41 Prozent. Daher fordern Verbraucher immer selbstverständlicher schnelle und bequeme, dabei aber gesunde Ernährungslösungen.

Convenience-Produkte im Tiefkühl-Bereich ermöglichen die gewünschte Flexibilität der Ernährung, sie sind neben dem längerfristigen Erhalt von Frische und Qualität auch saisonunabhängig und gut zur Bevorratung geeignet; zusätzlich reizen Aspekte wie Gelingsicherheit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis die deutschen Verbraucher. Deren Appetit auf Tiefkühlkost ist ungebrochen: Das Deutsche Tiefkühlinstitut rechnet für das Gesamtjahr 2010 mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 39,7 Kilogramm - nach 39,3 Kilogramm im Jahr 2009 und 38,7 Kilogramm 2008 erneut eine Steigerung. Beim Gesamtabsatz wäre das ein Zuwachs von mindestens einem Prozent auf 3,26 Mio. Tonnen.

Die Produkte im Coveniencebereich entwickelten sich unterschiedlich. 2010 hat nach Angaben der GfK die Privatnachfrage nach Wurst nur leicht zugenommen (+0,3 Prozent). Innerhalb des Wurstsortiments stieg allerdings die Nachfrage nach Würstchen und Bratwurst, während bei allen anderen Wurstsorten die Nachfrage unverändert bis rückläufig war. Besonders Pasteten gingen zurück. Nach den rohstoffbedingten Preiserhöhungen im Jahr 2009 sanken die Verkaufspreise 2010 in fast allen Produktgruppen. Auch bei den Wurstprodukten ist eine Veränderung der Angebotsformen zu verfolgen. Mittlerweile werden über 2/3 der Wurstwaren in Deutschland als SB-Artikel angeboten. 1990 lag dieser Anteil noch bei 30 Prozent. Wurstwaren werden von den Privathaushalten größtenteils im Discount (48 Prozent Anteil) eingekauft. Dahinter folgen Supermärkte, SB-Warenhäuser und Metzgereien, wobei die beiden letzteren stetig Marktanteile an den Discount verlieren. Dagegen hat der traditionelle LEH im letzten Jahr, insbesondere bei der offenen Ware, eine Trendwende geschafft.

Auf der Suche nach gesunden Lebensmitteln liegen regionale Produkte klar vor Bio-Angeboten: 37 Prozent der Bevölkerung kaufen regelmäßig Produkte aus der Region, weitere 44 Prozent zumindest gelegentlich. Bio-Produkte hingegen werden nur von 13 Prozent regelmäßig und von weiteren 32 Prozent gelegentlich gekauft. Bei Kauf von Bio-Produkten folgt der Verbraucher eher einem selbstbezogenen Motiv, wie dem, dass sie gut für seine Gesundheit sind. "Regional" hingegen steht im Gegensatz dazu für eine ganze Bandbreite an Themen wie Frische, Unterstützung der heimischen Wirtschaft, kurze Wege beim Transport und Wissen um die Herkunft der Produkte. Hier steht auch für einen immer größeren Verbraucherkreis der Preis nicht mehr alleine im Fokus der Kaufentscheidung.

Produktion und Absatz

Aufgrund der Schließungen von Südfleisch Bayreuth GmbH und Südfleisch Würzburg GmbH im 1. Halbjahr 2009 gingen die absoluten Schlachtzahlen 3 in 2010 gegenüber dem Vorjahr zurück. Bezogen auf die ganzjährig bei der Südfleisch GmbH befindlichen Betriebsstätten bzw. operativ tätigen Tochterunternehmen ist allerdings eine Stabilisierung der Schlachtzahlen festzustellen.

Die Großviehschlachtungen gingen im Jahr 2010 insgesamt mit rund 185.000 Stück (Vorjahr: 189.000 Stück) um 2 Prozent zurück. Bezogen auf die ganzjährig bei der Südfleisch GmbH-Gruppe operativ tätigen Betriebe, konnte die Schlachtzahl um 5 Prozent gesteigert werden (Vorjahr: 176.000 Stück).

Die Schweineschlachtungen 4 gingen im Jahr 2010 insgesamt mit rund 674.000 Stück (Vorjahr: 700.000 Stück) um 4 Prozent zurück. Bezogen auf die ganzjährig bei der Südfleisch GmbH-Gruppe operativ tätigen Betriebe lag die Schlachtzahl knapp 1 Prozent über dem Vorjahresniveau (669.000 Stück).

Insgesamt wurden im Jahr 2010 rund 53 Prozent des zur Eigenschlachtung eingekauften Großviehs (Vorjahr: 56 Prozent) und 72 Prozent der zur Eigenschlachtung eingekauften Schweine (Vorjahr: 76 Prozent) direkt von Landwirten bezogen. Auf den prozentualen Rückgang wirkt sich der Ausbau von Händlervieh in Waldkraiburg aus.

Die Absatzmenge - ohne Häute/Felle und ohne interne Warenströme - der Südfleisch GmbH-Gruppe (185,8 Tsd. To.) hat sich aus bereits beschriebenen Gründen ebenfalls reduziert und liegt 2010 um 1 Prozent unter dem Vorjahr (187,8 Tsd. To). Dabei stieg die Exportquote von 31,9 Prozent in 2009 auf 32,6 Prozent in 2010.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3 zur Eigenschlachtung eingekaufte Tiere.
4 Schweine, Sauen, Eber und Ferkel.

Die Südfleisch GmbH weist in 2010 einen Jahresüberschuss von 0,9 Mio. Euro aus und liegt damit um 3,3 Mio. Euro hinter dem Vorjahr. Dieses basiert im Wesentlichen auf einer Zuführung zur Rückstellung für Zuwendungen zum Unterstützungsfonds der Südvieh-Südfleisch GmbH in Höhe von 4,1 Mio. Euro. Hiervon betreffen 2,8 Mio. Euro die Vorjahre und sind in den außerordentlichen Aufwendungen enthalten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 3,7 Mio. Euro hat sich um 1,1 Mio. Euro gegenüber 2009 verschlechtert.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 55,3 Mio. Euro lagen um 3,3 Mio. Euro oder 6,3 Prozent über dem Vorjahr (52,0 Mio. Euro).

Mit der Ausgliederung der Schlachtbetriebe in eigenständige Tochterunternehmen zum 28. September 2008 gingen auch die Erträge von Dritten in 2010 nochmals zurück. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge auf 3,2 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (6,9 Mio. Euro) ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen.

Die Entwicklung des Materialaufwandes für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen folgte mit einer Erhöhung um 7,4 Prozent der Umsatzentwicklung.

Mit Wirkung zum 31. Mai 2006 wurde der Haustarifvertrag zwischen der Südfleisch GmbH und der Gewerkschaft NGG durch die Arbeitgeberseite gekündigt. Seitdem gab es keine generelle Tariferhöhung.

Im Geschäftsjahr 2010 lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 4,9 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau (4,9 Mio. Euro).

Die Bilanzsumme in Höhe von 32,9 Mio. Euro (Vorjahr: 26,0 Mio. Euro) beinhaltet im Anlagevermögen nur Finanzanlagen in Form von Anteilen an verbundenen Unternehmen (12,7 Mio. Euro). Das Umlaufvermögen beträgt 20,3 Mio. Euro und liegt damit um 7,0 Mio. Euro über dem Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 13,5 Mio. Euro und liegen damit um 7,4 Mio. Euro über dem Vorjahr. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen basiert im Wesentlichen auf der Verbesserung der Ergebnisse der Tochtergesellschaften um 2,9 Mio. Euro. Außerdem hat sich das Konto bei der VION Food Hamburg für die Kontenkonzentration (Cash Pooling) um 5,2 Mio. Euro erhöht.

Der Bestand an fertigen Erzeugnissen beläuft sich auf 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro) und befindet sich hauptsächlich im Fleischmarkt München, der operativen Betriebsstätte der Südfleisch GmbH. Das Kassen- und Bankguthaben hat sich um 0,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr reduziert und liegt bei 0,2 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,9 Mio. Euro sind gegenüber dem Vorjahr (2,9 Mio. Euro) gleichgeblieben.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 24. August 2010 wurde die Südfleisch GmbH, München auf die Südfleisch Handelsgesellschaft mbH, München (vormals Berlin Fleisch GmbH, Berlin) verschmolzen. Die Südfleisch Handelsgesellschaft mbH wurde nach der Verschmelzung in Südfleisch GmbH, München umfirmiert.

Im Geschäftsjahr 2009 hat VION ein langfristiges Projekt zur Optimierung des Working Capital gestartet. Das Projekt beinhaltet u. a. ein Programm zur Verbriefung eines Teils der kurzfristigen Forderungen. Zielsetzung dieses Projektes ist es, das gebundene Gesamtkapital zu reduzieren und die Liquidität zu erhöhen. Am Bilanzstichtag war ein Betrag in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in das Verbriefungsprogramm einbezogen. Da die im Rahmen des Verbriefungsprogramms rechtlich übertragenen Forderungen die Kriterien zur Ausbuchung nach den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften erfüllen, werden die einbezogenen kurzfristigen Forderungen im Zeitpunkt der Übertragung ausgebucht und in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Zusammenfassend ist die Lage der Gesellschaft durch stabile Geschäftsbeziehungen und solide Finanzdaten gekennzeichnet.

Investitionen

Die von der Südfleisch GmbH genutzten Anlagen befinden sich im Eigentum der Südfleisch Holding GmbH. Für die Nutzung wird eine Pacht an die Muttergesellschaft entrichtet. Investitionen der Südfleisch Holding GmbH erfolgten überwiegend für Ersatz-, Erhaltungs- und Rationalisierungsmaßnahmen.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2010 waren allein in der Südfleisch GmbH 57 Mitarbeiter beschäftigt. Zusammen mit den Tochterunternehmen waren es 416 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit durchschnittlich 464 Mitarbeitern. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Schließung des Tochterunternehmens in Bayreuth und Würzburg sowie die normale Fluktuation zurückzuführen.

Nachtragsbericht der Südfleisch GmbH

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

Risikobericht der Südfleisch GmbH

Die Südfleisch GmbH und ihre eigenständigen Tochterunternehmen sind in das Risikomanagementsystem der Südfleisch-Gruppe eingebunden.

Als Unternehmen der Lebensmittelbranche mit einem gegebenen krisenanfälligen Marktumfeld bewegt sich der Südfleisch Konzern operativ auf einem Markt mit einer Vielzahl an speziellen Risiken. Dies gilt gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung des Wettbewerbs sowie der sich schnell verändernden Strukturen in der deutschen Fleischwirtschaft. Daher zählt eine professionelle Bewertung und Bewältigung von Risiken für den Südfleisch Konzern zur Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften und somit zum gewählten Selbstverständnis.

Im Jahr 2010 hat der Südfleisch Konzern die Ausrichtung des Risikomanagements mit Hilfe des COSO 5-Rahmenwerks, einem weltweit verwendeten Modell zum Enterprise Risk Management, fortgesetzt. Dieses die dezentrale Unternehmensphilosophie unterstützende Rahmenwerk stellt klare Kernprinzipien und Konzepte, eine einheitliche Terminologie sowie klare Anweisungen und Hilfestellungen bereit. Das Risikomanagement innerhalb der Südfleisch-Gruppe wird auf allen organisatorischen Ebenen verwendet.

Internes Umfeld

Die Risikopolitik der Südfleisch-Gruppe ist ein Teil der Unternehmenspolitik und dient dem Ziel, den Wert der Unternehmensgruppe zu erhalten sowie stetig und nachhaltig zu steigern. Dies geschieht durch die

Einbeziehung aller Unternehmenseinheiten in ein institutionalisiertes und systematisches Risikomanagementsystem,

Erarbeitung von chancenbasierten Entscheidungen; Wahrnehmung der Chancen, die mit kalkulierbaren Risiken verbunden sind,

Identifikation und Bewertung von Gefahren für Vermögenswerte, Ertragsaussichten, Ruf oder Vertrauen der Unternehmensgruppe und der Anteilseigner,

Fokussierung der Managementmaßnahmen auf wesentliche Bereiche sowie

Begrenzung der Risiken auf ein akzeptables Niveau bei möglichst geringem Kostenaufwand.

5 Rahmenwerk des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission

Risiko und Risikomanagement

Unter Risiko versteht man die Gefahr, dass ein Unternehmen seine Ziele nicht erreichen oder seine Strategie nicht erfolgreich umsetzen kann. Der Risikobegriff umfasst alle internen und externen Ereignisse, Handlungen oder Versäumnisse, die eine potenzielle Bedrohung für den Erfolg oder sogar die Existenz des Unternehmens darstellen. Risiko ist daher nicht auf unerwartet eintretende, negative Entwicklungen oder Ereignisse beschränkt, sondern bezieht sich ausdrücklich auch auf das Versäumen oder die mangelhafte Nutzung positiver Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen.

Risikomanagement umfasst die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen - Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken - die zusammengenommen die Realisierung der Unternehmensziele unterstützen.

Grundsätze in der Risikobewältigung

Folgende Grundsätze des Risikomanagements bei der Südfleisch-Gruppe sind für alle Führungskräfte und Mitarbeiter bindend: Das Risikomanagement muss in den Geschäftsalltag integriert sein; das Management der Risiken erfolgt in erster Linie durch die Organisationseinheiten, die vor Ort die Geschäfte tätigen; Pflichten und Verantwortlichkeiten für Risikomanagement werden in der bestehenden Organisationsstruktur klar zugewiesen; Grundsätze und Richtlinien sind für jeden Risikobereich eindeutig festzulegen und an die betreffende Organisation des Risikomanagements zu kommunizieren; Informationen zu den wesentlichen Risiken müssen zur Unterstützung der Entscheidungsträger auf allen Ebenen rechtzeitig, zutreffend und vollständig zur Verfügung stehen; alle Mitarbeiter sind verpflichtet, in ihrem Verantwortungsbereich aktiv zielgerichtetes Risikomanagement zu betreiben.

Risikomanagementsystem

Die Risikomanagementsystem-Elemente zur Durchführung eines in der Südfleisch-Gruppe institutionalisierten Risikomanagements sind im Risikomanagement-Handbuch ausführlich dargestellt und erläutert.

Zielfestlegung

Ziel ist somit die Schaffung von Handlungsspielräumen, die ein bewusstes Eingehen von Risiken aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ermöglicht. Kurz: Es soll erreicht werden, dass potenziell bedeutende Bedrohungen aus Risiken ebenso wie ein mögliches Verpassen von Chancen rechtzeitig erkannt sowie geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden und dadurch das Unternehmensergebnis insgesamt verbessert wird. Die Möglichkeit eines kontrollierten Umgangs mit Risiken soll dazu beitragen, bestehende Chancen konsequent zu nutzen und dadurch den Unternehmenswert weiter zu steigern.

Ereignisidentifikation

Zwei Mal jährlich nimmt die Südfleisch-Gruppe durch Fragebögen und Selbstbewertungen des Enterprise Risk Managements in den individuellen Betrieben eine systematische Identifikation und Erfassung von Risiken und ihren Ursachen vor.

Risikobeurteilung

Die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts sowie seiner potenziellen Auswirkungen wird von den Geschäftsführern der Gesellschaften beurteilt.

Risikosteuerung

Die identifizierten und beurteilten Risiken werden von der Geschäftsführung und vom operativen Management gesteuert.

Zur Risikosteuerung stehen folgende Strategiealternativen zur Verfügung:

Risikovermeidung:

Einstellen der risikobehafteten Aktivität in den Fällen, in denen zusätzliche Maßnahmen zur Risikosteuerung nicht kosteneffizient oder die Erträge im Vergleich zu den Risiken unattraktiv sind;

Risikoverminderung:

Aktivitäten und Maßnahmen zur Verringerung der Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts bzw. zur Reduzierung der Risikoschwere (z. B. Hedging, Schadensverhütung, Krisenmanagement, Notfallpläne).

Risikotransfer:

Aktivitäten und Maßnahmen zur Übergabe der Verantwortung für das Risikomanagement bzw. der Haftung für die finanziellen Folgen bei Risikoeintritt auf Dritte (z. B. Auftragsvergabe an Unterauftragnehmer, Versicherungen).

Risikoakzeptanz:

Eingehen von Risiken in Fällen, in denen zusätzliche Maßnahmen zur Risikominimierung nicht kosteneffizient sind, die möglichen Erträge jedoch im Vergleich zu den Risiken attraktiv sind.

Der Ablauf dieser drei Teilschritte (Ereignisidentifikation, Risikobeurteilung und Risikosteuerung) des COSO-Modells liefert entscheidungsorientierte Risikoinformationen zur Unterstützung der Unternehmensleitung bei taktischen und strategischen Fragen des Risikomanagements.

Kontrollaktivitäten

Die Geschäftsführung der Südfleisch GmbH hat die wesentlichen Elemente des Risikomanagements in Grundregeln gefasst, die für alle Gesellschaften des Konzerns gültig sind. Diese Richtlinie erläutert die Grundsätze des Risikomanagements und definiert die Abgrenzung der Rollen und Verantwortlichkeiten. Zudem sind Kontroll- und Steuerungssysteme installiert, die die Entwicklung der Geschäfte und die damit verbundenen Risiken messen, bewerten und steuern. Für die Früherkennung und den Umgang mit den geschäftlichen Risiken trägt das Management der Gesellschaften die Verantwortung.

Information und Kommunikation

Für das Risikomanagement stehen der Geschäftsführung und dem operativen Management mehrstufige, integrierte Berichtssysteme zur Verfügung. Zweimal jährlich stattfindende Risikoumfragen in den Betrieben bilden die Grundlage für die Risikoberichte.

Im Hinblick auf die Vorschriften des KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich) unterziehen Wirtschaftsprüfer das Risikomanagementsystem einer periodischen Beurteilung. Über das Ergebnis dieser Prüfung wird die Geschäftsführung informiert.

Überwachung

Zeitnahe Berichterstattung und laufende Überwachung der Risiken sowie der Angemessenheit eingeleiteter Steuerungsmaßnahmen finden in den verschiedenen Risikobereichen der operativen Gesellschaften statt, um ein frühzeitiges Erkennen von sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen zu gewährleisten. Im unternehmensweiten Risikomanagement werden die operativen Gesellschaften von der zentralen Risikomanagementabteilung unterstützt. Die Festlegung und Überwachung der identifizierten und beurteilten Risiken findet in der Software Quality Online und BWise statt, ebenso wie die Datenerhebung der Selbstbewertung durch das Enterprise Risk Management.

Zusammenfassung der Risikosituation der Südfleisch GmbH

Für die Südfleisch Gruppe ergeben sich folgende wesentliche interne und externe Risiken, die sowohl unsere Geschäftsentwicklung als auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. Dies sind nicht die einzigen Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die wir jetzt noch als weniger signifikant erachten, können sich bei veränderter Sachlage gegebenenfalls nachteilig auf unser Unternehmen auswirken.

Strategische Risiken

Geschäftsrisiken

Nach wie vor ist unsere Branche gekennzeichnet durch schwierige Marktbedingungen; die globale Wettbewerbssituation hat sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung in der Fleischbranche weiter verschärft.

Starker Wettbewerb, schwierige Marktbedingungen infolge zunehmender Globalisierung und erhöhter Markttransparenz sowie die Konkurrenz von angebotenen Leistungen und Servicequalitäten kennzeichnen unsere Branche. Auch die typische Abhängigkeit der Branche von der Ausgabenneigung oder Beeinflussung der Verbraucher durch Tierkrankheiten oder -seuchen birgt Risiken.

Lieferanten- und Kundenrisiken

Um eventuellen Lieferengpässen bei der Rohstoffversorgung vorzubeugen, setzt Südfleisch neben einer genauen Marktbeobachtung sowie eigenen Kontrollen auf einkaufspolitische Maßnahmen und eine breite Basis von Zulieferern, um für die Unwägbarkeiten beim Bezug von Rohstoffen gerüstet zu sein. Die Auswahl der Zulieferer beruht zum Großteil auf deren Produktionseffizienz, wobei vor allem Qualität und individuelle Leistungsfähigkeit im Vordergrund stehen. Eine enge Verbindung zu den Lieferanten sorgt für die notwendigen Produktionskapazitäten, um den Risiken des Wettbewerbs zu begegnen. Unabhängig von den Beschaffungsrisiken bestehen auch auf Kundenseite Unwägbarkeiten durch z. B. Verlust oder Insolvenz von Großkunden.

Es bestehen keinerlei Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Lieferanten im Konzern.

Operationelle Risiken

IT-/Logistische Risiken

Eine effiziente Leitung und Lenkung der Konzerntätigkeiten erfordert ein umfassendes und komplexes Informationssystem, basierend auf moderner Informationstechnologie. Die laufende Pflege, Aktualisierung und Optimierung unserer IT-Systeme obliegt qualifiziertem internen und externen Fachpersonal.

Bestandteile des Systems sind unter anderem effektive technische und organisatorische Maßnahmen zum Ausschluss von Risiken durch unberechtigten Datenzugriff, Datenmissbrauch oder Datenverlust. Zu den erwähnten technischen Schutzmaßnahmen zählen beispielsweise der Einsatz von Virenscannern, Netzwerksicherheitskomponenten wie Firewalls sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen.

Personalrisiken

Personalrisiken bestehen vor allem im Verlust von qualifizierten Mitarbeitern und dem damit entstehenden Wissensverlust. Eine möglichst langfristige Bindung zu unseren Fach- und Führungskräften zu pflegen und gleichzeitig erfolgreich neue Mitarbeiter zu gewinnen und zu integrieren, ist daher ein wesentlicher Bestandteil unserer Personalpolitik. So bieten wir unseren Mitarbeitern umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowie leistungsbezogene Vergütungs- und attraktive Sozialsysteme. Denn Motivation, Engagement und Qualifikation unserer Mitarbeiter sind die Grundvoraussetzungen für unseren Erfolg.

Umweltrisiken

Im Rahmen der Minimierung von Umweltrisiken nimmt die Südfleisch sowohl bei der Strategie als auch bei ihrer Unternehmensführung eine auf Nachhaltigkeit zielende Abwägung zwischen wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Aspekten vor. Diesbezügliche Maßnahmen in den einzelnen Betrieben erstrecken sich unter anderem auf die Bereiche Energiereduzierung oder Senkung des Wasserverbrauchs an den Standorten sowie auf eine Senkung des Schadstoffausstoßes durch optimierte Logistikplanung und die Nutzung von Biodiesel für die Transportfahrzeuge des Unternehmens. Auch im Bereich der Produktion greift ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, zum Beispiel durch die Optimierung von Verpackungsgrößen und den Einsatz von Bio-Rohstoffen.

Es gibt derzeit keine erkennbaren umweltbedingten Einflüsse, die unserer Ansicht nach wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Südfleisch-Gruppe haben.

Weitere Risiken

Die Schlachtviehbestände haben sich stabilisiert. Trotzdem sind die Prognosen zur Entwicklung des deutschen Rindermarktes im Jahr 2011 mit Unwägbarkeiten behaftet. Die Erschließung neuer Exportmärkte und die Investition in partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden dienen der weitgehenden Minimierung dieses Risikos.

Ein erweitertes Risiko stellt die aktuelle Diskussion zum Thema Ferkelkastration dar. Ein gesellschaftlicher Wertewandel hat stattgefunden und Verbraucher widmen sich verstärkt dem Thema Tierwohlsein: Die früher praktizierte Kastration von Ferkeln ohne den Einsatz von Betäubungs- oder Schmerzmitteln lehnt der Verbraucher ab. Seit 2009 ist in Deutschland die Ferkelkastration nur noch in Kombination mit der Verabreichung von Schmerzmitteln zulässig.

Ein Weg zurück ist unumkehrbar: Die Ferkelkastration wird es mittelfristig in Europa nicht mehr geben, die Ebermast wird kommen. Der Südfleisch Konzern unterstützt das Ziel, künftig auf Kastration zu verzichten, ohne die Genussqualität des Fleisches zu gefährden.

Potenziellen Produkthaftungsrisiken begegnet der Südfleisch Konzern durch laufende Kontrollen der Qualitätsstandards. Beträchtliche Investitionen im Bereich Qualitätssicherung wurden in den letzten Jahren getätigt. So sorgen standorteigene Qualitätssicherungsabteilungen für eine Minimierung von Risiken in Bezug auf Hygiene und Fleischqualität.

Weitere potenzielle Risiken bestehen unter anderem im Zusammenhang mit der Rohstoffversorgung, die durch Absatzschwankungen infolge auftretender Tierseuchen gefährdet sein kann. In den vergangenen Jahren haben immer wieder Fälle von BSE, Maul- und Klauenseuche (MKS), Vogelgrippe, Blauzungenkrankheit und Schweinepest den Fleischmarkt beeinflusst.

Aus Seuchenfällen gewonnene Erkenntnisse können in Krisensituationen unterstützend wirken. Um Auswirkungen auf das Unternehmen abzumildern und eine zuverlässige, professionelle und sichere Vorgehensweise zu gewährleisten, verfügen alle Betriebe der Südfleisch-Gruppe über einen Krisenmanagementplan.

Darüber hinaus bestehen bei Produktionsbetrieben immer auch Risiken im Zusammenhang mit technischen Betriebsstörungen, in deren Folge beispielsweise Brände entstehen können, die wiederum zu kostspieligen Produktionsausfällen führen. Alle Risiken im Zusammenhang mit technisch bedingten Produktionsstillständen und -ausfällen werden durch innerbetriebliche Sicherheitsvorkehrungen und -kontrollen weitestgehend minimiert und sind im Schadensfall versicherungstechnisch abgedeckt.

Berichterstattungsrisiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken sind Risiken, die sich unmittelbar auf die Einnahmen- und Ausgabenströme des Unternehmens beziehen, wobei der Begriff "Risiko" hier die Unsicherheit in Bezug auf das Eintreten von Ereignissen sowie die Tragweite der daraus resultierenden Konsequenzen beinhaltet. Finanzwirtschaftliches Risikomanagement besteht damit im Konzern zum einen in der Beseitigung der beschriebenen Unsicherheit durch umfassende Informationsgewinnung, zum anderen in der Reduzierung der Tragweite durch wirkungsvolle Absicherungstechniken. Die Südfleisch-Gruppe ist ein weltweit operierender Unternehmensverbund mit internationalen Geschäftsverbindungen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Währungsströme mit sich bringen. Zins- und Liquiditätsrisiken sowie Währungsrisiken, die mit der Veränderung von Zins- und Wechselkursen einhergehen, begegnen wir sowohl mit derivativen als auch mit originären Finanzinstrumenten. Derivative Geschäfte schließen wir nur mit Banken erstklassiger Bonität oder mit verbundenen Unternehmen ab. Das Zins- und Währungsmanagement übernimmt im Wesentlichen zentral der Bereich Konzern-Treasury.

Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird ebenfalls zentral im Bereich Konzern-Treasury gemanagt. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden im Rahmen der durch Gesellschaften der VION Food Group gewährten Darlehen liquide Mittel bereitgestellt, um innerhalb der Südfleisch-Gruppe sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Letztere bestehen sowohl in operativen Zahlungsströmen als auch in der Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und werden aus der Liquiditätsplanung abgeleitet.

Die Südfleisch Holding GmbH sowie einige Tochtergesellschaften der Südfleisch Holding GmbH sind Vertragspartei eines am 30. November 2010 mit einem Bankenkonsortium vereinbarten Finanzierungspakets zur Finanzierung der VION Food Group über revolvierende Kreditlinien und Darlehen in einer Gesamthöhe von 1,1 Milliarden Euro. Durch die vorhandene Liquidität und die Teilnahme an der VION-Konzernfinanzierung ist eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Südfleisch-Gruppe sichergestellt.

Gesetze und Regelungen

Die Compliance-Risiken, mit denen die Südfleisch-Gruppe konfrontiert werden kann, wurden identifiziert und im Enterprise Risk Management System beschrieben. Die Südfleisch-Gruppe erfüllt alle relevanten gesetzlichen Bestimmungen und Regelungen.

Eine Bestandsaufnahme und anschließende Umsetzung erfolgt auch im laufenden Jahr wieder auf der Ebene der operationalen Unternehmen.

Einschätzung der Risikolage

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens bzw. des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen und zukünftige Bestandsgefährdende Risiken unserer Einschätzung nach gegenwärtig nicht vorliegen.

Alle finanziellen und rechtlichen Risiken sind vollständig bilanziell abgedeckt.

Prognosebericht

In der Jahreswirtschaftsprojektion 2011 erwartet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eine Fortsetzung des Aufschwungs mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 2,3 Prozent. Die deutsche Wirtschaft wächst damit spürbar stärker als der Durchschnitt der Eurozone. Trotzdem dürfte die Wachstumsdynamik aufgrund der etwas schwächeren weltwirtschaftlichen Impulse insgesamt etwas geringer als 2010 ausfallen. Mit einer ähnlichen Entwicklung rechnen auch das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) und das ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., die für 2011 einen Anstieg des BIP von 2 respektive 2,4 Prozent erwarten.

Die wirtschaftliche Erholung ist besonders ein Beschäftigungsaufschwung. Im Jahreswirtschaftsbericht des BMWi wird eine Verbesserung der Arbeitssituation erwartet: Im Jahresdurchschnitt wird eine Zunahme der Beschäftigten gegenüber 2010 um rund 320.000 Personen auf 40,8 Mio. Menschen prognostiziert. Die Arbeitslosenquote wird um rund 0,7 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent sinken; insgesamt rechnet das BMWi mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 2,94 Mio. Menschen. Das dürfte nicht ohne Auswirkungen auf den privaten Konsum und die Binnennachfrage bleiben. Die GfK erwartet, dass der private Konsum im Jahr 2011 mit einem Plus von 1,5 Prozent deutlich zulegen und seine Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr verdreifachen wird. Die Konsumfreude der Deutschen beflügelt nicht nur den Aufschwung, sondern entwickelt sich zu einer nachhaltigen und verlässlichen Stütze der Binnenkonjunktur.

Unsicherheit für die Wirtschaftsentwicklung geht indessen von den weltweiten Finanz- und Rohstoffmärkten aus. Auch die europäische Schuldenkrise hatte zuletzt für Turbulenzen gesorgt. Der deutsche Waren- und Agrarexport wird durch das Wechselkursverhältnis maßgeblich beeinflusst. Ein vergleichsweise schwacher Euro scheint hier zunächst aufgrund der höheren Wettbewerbsfähigkeit für deutsche Produkte ein Vorteil zu sein. Allerdings werden dem deutschen Staat und den Verbrauchern durch den EU-Rettungsschirm erhebliche Lasten aufgebürdet, die den ökonomischen Handlungsspielraum und den Konsum einschränken können. Die wachsende Schuldenlast Irlands, Portugals und Spaniens befinden sich im Visier der Finanzmärkte.

Das Risiko eines Preiseinbruchs an den globalen Rohstoffmärkten wächst: Dort sind die Preise zwar auch als Folge relativer Knappheiten wie Ernteausfälle gestiegen, vor allem aber wegen des wachsenden Zuflusses von spekulativem Kapital.

In Deutschland werden die staatlichen Maßnahmen zur Überwindung der Finanzkrise sukzessive beendet werden, beispielsweise die Sonderregelungen für die Kurzarbeit.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) rechnet für 2011 mit einem nominalen Plus beim Branchenumsatz von 2,5 Prozent. Dies setzt allerdings voraus, dass sich das Exportgeschäft weiter dynamisch entwickelt. Laut einer aktuellen Umfrage der BVE erwarten zwei Drittel der Unternehmen steigende Umsätze im Jahr 2011. Diese optimistische Erwartung geht auf die positive Konsumstimmung der deutschen Verbraucher zurück, die wesentlich auf steigenden Einkommenserwartungen beruht.

Im Agrarmarkt-Report 2011 prognostiziert die AMI für 2011 ein stabiles bzw. leicht schrumpfendes Rindfleischaufkommen. So wird die Bruttoeigenerzeugung von voraussichtlich 1,220 Mio. Tonnen auf geschätzte 1,210 Mio. Tonnen sinken. Die Rinderbestände dürften sich auf dem Vorjahresniveau behaupten. Rindfleischimporte aus Südamerika werden in der Summe kaum steigen und aufgrund des schwächelnden Euros zu relativ hohen Preisen am Markt vertreten sein. Der Exportmarkt wird sich weiterhin recht positiv darstellen. Der Rindfleischverbrauch in Deutschland könnte 2011 aufgrund weiter steigender Verbraucherpreise leicht rückläufig sein.

Die AMI geht davon aus, dass ein Ende der Wachstumsphase der Schweineproduktion in Deutschland nicht absehbar ist. Allerdings ist denkbar, dass eine Zunahme der Schweineschlachtungen 2011 etwas verhaltener als im Vorjahr ausfallen wird: Der Anstieg der Futtermittelpreise könnte den Produktionsanstieg beeinträchtigen. Für 2011 rechnet die AMI damit, dass die Zahl der Schweineschlachtungen sich in Richtung der 60 Millionen-Marke bewegen, diese aber nicht ganz erreichen wird. Das Produktionswachstum wird voraussichtlich im Bereich von 2 Prozent liegen, das heißt, es werden mindestens 1 Mio. Schweine mehr geschlachtet werden.

Wir erwarten derzeit keine massiven Auswirkungen aus dem Skandal um Dioxin verseuchtes Futtermittel im Januar 2011; der Einfluss auf den Schweinefleischkonsum war kurzfristig zwar deutlich spürbar, die wertmäßige Nachfrage stabilisierte sich aber im Laufe der ersten beiden Monate des Jahres wieder. Die EU-Agrarminister beschlossen als Maßnahme zur Marktstabilisierung kurzzeitig die Private Lagerhaltung (PLH) für Schweinefleisch.

Die internationale Nachfrage nach Schweinefleisch wird weiter zunehmen, allerdings könnte die Vermarktungssituation am Weltmarkt schwieriger werden, da die USA aufgrund der Euro-Dollar-Relation eine größere Konkurrenz darstellen könnte. Der Konsum von Schweinefleisch in Deutschland sollte sich auch 2011 auf einem konstanten Niveau bewegen, allenfalls sind aufgrund äußerer Umstände wie Wetterbedingungen und einer guten Grillsaison leichte Verbrauchszuwächse möglich.

Die Südfleisch GmbH trägt diesen Entwicklungen mit einem innovativen und am Markt hervorragend platzierten Warenangebot Rechnung. Die konsequente Umsetzung von durch Marktanalysen und Marktbeobachtung gewonnen Erkenntnisse ist nur einer der wesentlichen Faktoren, die als Grundlage zur Erreichung unserer Ziele dienen.

Trotz der klaren strategischen Ausrichtung sowie der unterschiedlichen Schwerpunkte und Maßnahmen, die durch verstärkten Wettbewerb, ein schwieriges Marktumfeld und die wirtschaftlich höchst angespannte Lage einmal mehr an Bedeutung gewinnen, sind die Aussichten für 2011 und die Folgejahre schwierig bis nicht vorhersagbar. Zu viele Variablen wirken zusammen. Die Umsatzentwicklung hängt weitgehend von der Entwicklung des Einkaufspreises für Lebendvieh ab, allerdings hat die Umsatzgröße für Unternehmen in unserer Branche keine Aussage, da das Geschäft bei ständig wechselnden Preisen im Ein- und Verkauf über Deckungsbeiträge gesteuert wird. Wir gehen jedoch für die Südfleisch GmbH davon aus, dass in 2011 und 2012 ein positives Ergebnis zu erreichen ist.

Als Muttergesellschaft erhält die Südfleisch GmbH Erträge insbesondere von ihren Tochtergesellschaften. Durch die Anbindung der operativen Tochtergesellschaften über Gewinnabführungsverträge werden deren Ergebnisse direkt bei der Südfleisch GmbH vereinnahmt. Die zuvor beschriebene positive Erwartung in Bezug auf die Geschäftsentwicklung dürfte sich auch auf das Ergebnis der Südfleisch GmbH auswirken.

Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen, die auf den heute bekannten wirtschaftlichen und finanzpolitischen Rahmenbedingungen und den Erwartungen der Geschäftsführung beruhen. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen, bestimmen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse. Die tatsächlichen Ergebnisse können dadurch wesentlich von den Erwartungen abweichen.

 

München, 30. März 2011

Die Geschäftsführung

BILANZ

AKTIVA

31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.657.885,67 12.657.885,67
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 43.808,85 25.948,31
2. unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren 1.279.287,75 854.243,41
1.323.096,60 880.191,72
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.915.825,40 2.891.609,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.534.969,38 6.105.352,67
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.300.323,72 3.196.540,85
18.751.118,50 12.193.503,31
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKS 209.950,53 273.937,37
32.942.051,30 26.005.518,07

PASSIVA

31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 102.258,38 25.564,59
II. KAPITALRÜCKLAGE 17.316.011,49 13.104.527,25
III. BILANZGEWINN
Gewinnvortrag 11.869,03 0,00
Jahresüberschuss 904.426,67 4.185.919,65
18.334.565,57 17.316.011,49
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.050.000,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 9.285,88 9.285,88
3. sonstige Rückstellungen 2.361.378,71 2.847.726,69
6.420.664,59 2.857.012,57
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.560.259,73 2.086.374,92
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.495.117,55 3.559.835,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 7.221,33
4. sonstige Verbindlichkeiten 131.443,86 179.062,14
davon - aus Steuern: 49.185,62 EUR (Vj. 81.305,01 EUR)
8.186.821,14 5.832.494,01
32.942.051,30 26.005.518,07

Gewinn- und Verlustrechnung

2010
EUR
2009
EUR
1. Umsatzerlöse 55.262.865,35 51.995.210,90
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 425.044,34 144.632,57
3. sonstige betriebliche Erträge 3.178.563,26 6.893.388,26
58.866.472,95 59.033.231,73
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 51.272.496,32 47.999.372,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 126.971,64 - 121.467,79
51.399.467,96 47.877.904,41
5. Rohergebnis 7.467.004,99 11.155.327,32
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 3.503.808,99 4.105.405,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, 1.184.900,96 619.964,66
davon für Altersversorgung: 651.724,71 EUR (Vorjahr: 131.402,38 EUR) 4.688.709,95 4.725.369,79
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.939.751,74 4.925.415,75
8. Betriebsergebnis - 2.161.456,70 1.504.541,78
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 6.793.306,21 6.259.800,82
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 72.735,36 165.328,28
davon aus verbundenen Unternehmen: 65.051,15 EUR (Vorjahr: 164.967,99 EUR)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 127.989,39 2.518.881,34
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 857.710,10 585.310,08
davon an verbundene Unternehmen: 215.491,05 EUR (Vorjahr: 545.670,23 EUR)
13. Finanzergebnis 5.880.342,08 3.320.937,68
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.718.885,38 4.825.479,46
15. außerordentliche Aufwendungen 2.800.000,00 0,00
16. außerordentliches Ergebnis 2.800.000,00 0,00
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1,27 633.162,82
18. sonstige Steuern 14.459,98 6.396,99
19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 904.426,67 4.185.919,65
20. Gewinnvortrag 11.869,03 0,00
21. Bilanzgewinn 916.295,70 4.185.919,65

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Südfleisch GmbH ist nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 24.08.2010 wurde die Südfleisch GmbH (HR B 121214), München, mit Wirkung zum 01.01.2010 auf die Südfleisch Handelsgesellschaft mbH, München, (vormals Berlin-Fleisch GmbH, Berlin) verschmolzen. Die Südfleisch Handelsgesellschaft mbH wurde nach der Verschmelzung in Südfleisch GmbH (HR B 186985), München, umfirmiert. Die Verschmelzung erfolgt im Wege der Aufnahme (§ 2 Nr. 1 UmwG). Eine Kapitalerhöhung bei der übernehmenden Gesellschaft der Südfleisch Handelsgesellschaft mbH findet nicht statt. Die Verschmelzung wurde nach § 24 UmwG (Buchwertverknüpfung) abgebildet.

Die im Jahresabschluss angegebenen Vorjahresbeträge wurden gemäß § 265 Abs. 2 HGB dem festgestellten Jahresabschluss der Südfleisch GmbH (HR B 121214) entnommen, da die Südfleisch Handelsgesellschaft mbH als der übernehmende Rechtsträger im Geschäftsjahr 2009 nicht operativ tätig war und deren Vermögensgegenstände für die Südfleisch GmbH (HR B 186985) von untergeordneter Bedeutung waren.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bei der Südfleisch GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB.

Die im Mai 2009 veröffentlichten Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes (BilMoG) wurden im Geschäftsjahr 2010 erstmals angewendet. Da gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet wurde, sind einzelne Bilanzpositionen nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Die Buchführung wurde bis Oktober 2010 mit Hilfe des EDV-Programms SAP R 3 entsprechend den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung abgewickelt. Im November wurde die Buchführung auf das EDV-Programm JD Edwards umgestellt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert nachhaltig unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten - unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag - angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten und produktionsbedingte Abschreibungen enthalten. Die Risiken der Lagerhaltung bzw. einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkener Verkaufspreise finden durch entsprechende Bewertungsabschläge Berücksichtigung. Zulässige Bewertungsvereinfachungsverfahren werden gegebenenfalls in Anspruch genommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden individuelle Wertberichtigungen gebildet bzw. Abschreibungen vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde darüber hinaus eine Pauschalwertberichtigung in Abzug gebracht.

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Teilwertverfahren bewertet. Sie wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 HGB); der Zinssatz beträgt 5,15 %. Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0 % und Rentensteigerungen von 1,75 % berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe und werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Latente Steuern werden gemäß der Vorschrift des § 274 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der Südfleisch GmbH nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, da Südfleisch GmbH im Rahmen der körperschafts- und gewerbesteuerlichen Organschaft als Organträger und somit als Steuerschuldner sämtliche latenten Steuern des Organkreises zuzurechnen ist, sofern die Organschaft voraussichtlich auch künftig fortbesteht. Latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB aufgrund eines Aktivüberhangs nicht bilanziert.

In Fremdwährungen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung der Vorschrift des § 256a HGB mit dem Stichtagskurs bewertet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Finanzanlagen

Veränderungen des Finanzanlagevermögens werden in der Entwicklung des Anlagenvermögens dargestellt. Der Anteilsbesitz ist in einer detaillierten Aufstellung auf der nachfolgenden Seite dargestellt. Die angegebenen Vorjahresbeträge wurden korrespondierend der für diesen Jahresabschluss geltenden Annahme gemäß § 265 Abs. 2 HGB dem festgestellten Jahresabschluss der Südfleisch GmbH (HR B 121214) entnommen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen unter "I. Allgemeine Angaben".

Mit allen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2010

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Gez. Kapital
EUR
Eigenkapital
EUR
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
EUR
EAV
Tochterunternehmen der Südfleisch GmbH
1 Südfleisch Bamberg GmbH, Bamberg *) 100,00 % 25.100 636.055 0 x
2 Südfleisch Bayreuth GmbH, Bayreuth *) 100,00 % 25.100 25.100 0 x
3 Südfleisch Ingolstadt GmbH, Ingolstadt *) 100,00 % 25.100 52.024 0 x
4 Südfleisch Traunstein GmbH, Traunstein *) 100,00 % 25.100 220.496 0 x
5 Südfleisch Weiden GmbH, Weiden *) 100,00 % 25.100 401.050 0 x
6 Südfleisch Würzburg GmbH, Würzburg *) 100,00 % 25.100 422.452 0 x
7 Südfleisch Bad Neustadt GmbH, Bad Neustadt *) 100,00 % 25.100 25.100 0 x
8 Südfleisch Waldkraiburg GmbH, Waldkraiburg *) 100,00 % 25.100 10.325.664 0 x
9 Südfleisch Lauda GmbH, Lauda *) 100,00 % 25.100 549.945 0 x

*) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB

Anlagevermögen

Die Südfleisch GmbH hat von der Südfleisch Holding GmbH die für ihren Geschäftsbetrieb erforderlichen Gegenstände des beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögens gepachtet, soweit diese nicht von Dritten geleast wurden.

Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich hauptsächlich um fertige Erzeugnisse.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 13.535) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.457 (Vorjahr: TEUR 3.873), Forderungen wegen Gewinnabführung von TEUR 6.793 (Vorjahr: TEUR 6.260) und Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 39).

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Im Geschäftsjahr 2009 hat VION ein langfristiges Projekt zur Optimierung des Working Capital gestartet. Das Projekt beinhaltet u. a. ein Programm zur Verbriefung eines Teils der kurzfristigen Forderungen. Zielsetzung dieses Projektes ist es, das gebundene Gesamtkapital zu reduzieren und die Liquidität zu erhöhen. Am Bilanzstichtag war ein Betrag in Höhe von EUR 1.504.513 an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in das Verbriefungsprogramm einbezogen. Da die im Rahmen des Verbriefungsprogramms rechtlich übertragenen Forderungen die Kriterien zur Ausbuchung nach den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften erfüllen, werden die einbezogenen kurzfristigen Forderungen im Zeitpunkt der Übertragung ausgebucht.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Südfleisch GmbH (HR B 186985) beträgt EUR 102.258,38 und entspricht dem Vorjahreswert der Südfleisch Handelsgesellschaft GmbH, die der übernehmende Rechtsträger bei der Verschmelzung war. Das gezeichnete Kapital war zum Stichtag voll einbezahlt. 100 % des Kapitals werden von der Südfleisch Holding GmbH, München, gehalten.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage des übernehmenden Rechtsträgers der Südfleisch Handelsgesellschaft mbH betrug direkt vor der Verschmelzung EUR 0. Bei der Verschmelzung wurde der Differenzbetrag (Nettobuchwert der übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden der Südfleisch GmbH (HR B 186985)) in Höhe von EUR 17.316.011,49 unmittelbar in die Kapitalrücklage des übernehmenden Rechtsträgers eingestellt.

Bilanzgewinn

Für das Geschäftsjahr 2010 ergibt sich unter Einbeziehung der Gewinnvorträge der Südfleisch Handelsgesellschaft in Höhe von EUR 11.869,03 ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 916.295,70.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen beinhalten die Zuwendungen zur Unterstützungskasse der Südvieh - Südfleisch GmbH i. H. v. TEUR 4.050.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen an diversen Standorten (TEUR 312) sowie Rückstellungen für Bonus- und Provisionszahlungen (TEUR 125).

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 4.367 (im Vorjahr: TEUR 3.686), in denen sind Verbindlichkeiten gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 81 (im Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

IV. ERLÄUTERUNGEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Vom Gesamtumsatz in Höhe von EUR 55,3 Mio. (Vorjahr: EUR 52,0 Mio.) entfielen EUR 1,4 Mio. auf Auslandsumsätze (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Davon entfallen auf Italien EUR 0,3 Mio. und auf Österreich EUR 1,1 Mio.

Sonstige betriebliche Erträge

2010
TEUR
2009
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
(periodenfremd) 99 3.059
Miet- und Pachterträge 1.472 1.571
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Eingängen abgeschriebener Forderungen (periodenfremd) 21 15
Erträge aus Kostenumlagen 1.037 1.169
Übrige Erträge 550 1.079
- davon Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 15)
3.179 6.893

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2010
TEUR
2009
TEUR
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, einschließlich Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (periodenfremd) 18 279
Vertriebskosten 274 239
Sonstige Personalkosten 103 82
Kosten des Fuhrparks 459 406
Haus- und Grundstückskosten (inkl. Mieten und Pachten) 1.983 2.083
Betriebskosten 83 92
Sonstige betriebliche Aufwendungen 455 0
- davon Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 14)
Sonstige Verwaltungskosten 1.565 1.744
4.940 4.925

Für das Geschäftsjahr 2010 ist im Konzernabschluss ein Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen angegeben.

Finanzergebnis

2010
TEUR
2009
TEUR
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 6.793 6.260
Aufwendungen aus Verlustübernahme - 128 - 2.519
Beteiligungsergebnis 6.665 3.741
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73 165
- davon aus verbundenen Unternehmen (65) (165)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 858 - 585
- davon an verbundene Unternehmen (- 215) (- 546)
Zinsergebnis - 785 - 420
Finanzergebnis 5.880 3.321

Erstmalig im Geschäftsjahr 2010 ist im Zinsaufwand der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 625 enthalten.

Außerordentliche Aufwendungen

2010
TEUR
2009
TEUR
Sonderzuwendung zum Unterstützungsfonds der Südvieh - Südfleisch GmbH 2.800 (-)
2.800 (-)

Im Geschäftsjahr 2010 wurden einmalig die in den vergangenen Jahren unterlassenen Zuwendungen zum Unterstützungsfonds der Südvieh - Südfleisch GmbH nachgeholt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aus steuerlichen Verlustvorträgen (KSt EUR 2,2 Mio.; GewSt EUR 2,2 Mio.) resultieren aktive latente Steuern. Latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB aufgrund des vorliegenden Aktivüberhangs nicht bilanziert.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei der Südfleisch GmbH bestehen zum Bilanzstichtag langfristige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wie folgt:

2011
TEUR
2012 - 2015
TEUR
2016 ff.
TEUR
401 129 0
davon verbundene Unternehmen 272 0 0

Für alle Gegenstände des Anlagevermögens, die zum Betrieb des Viehhandels, des Schlacht-, Zerlege- und Fleischhandelsgeschäfts notwendig sind, hat die Südfleisch GmbH mit der Südfleisch Holding GmbH, München, einen Pachtvertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Der Pachtzins wird jährlich nach einer bestimmten Formel errechnet. Für das Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt TEUR 271,9 Pacht bezahlt.

Freiwillige Altersversorgung für Mitarbeiter

2010
TEUR
Tatsächliches Kassenvermögen des Unterstützungsfonds zum Tageswert 2.174
Rückstellung für Altersversorgung Unterstützungsfonds 4.050
6.224
Verpflichtungsbetrag der Altersversorgung nach BilMoG 17.529
Unterschiedsbetrag 11.305

Der ausgewiesene Verpflichtungsbetrag betrifft die Südfleisch GmbH und deren Tochtergesellschaften.

Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt und am Stichtag

2010 2009
Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB): *)
Angestellte 41 42
Arbeiter 16 19
insgesamt 57 61
Stand 31. Dezember: *)
Angestellte 43 40
Arbeiter 16 18
Auszubildende 1 1
insgesamt 60 59

*) ohne geringfügig Beschäftigte

Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Südfleisch GmbH

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben gemäß § 286 Absatz 4 HGB.

MITGLIEDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Geschäftsführung

 

Erik Schöttl, Managing Director Fresh Meat South VION Food Germany, Pforzen

 

Rüdiger Arndt, Senior Finance Director VION Food Germany, Hamburg

Angabe gem. § 285 Nr. 14 HGB

Die Südfleisch Holding GmbH, München, erstellt einen befreienden Konzernabschluss, in den die Südfleisch GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der VION Holding N.V., Best/Niederlande, einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der Handelskammer von Eindhoven unter der Nummer 17053901 hinterlegt.

 

München, 30. März 2011

Südfleisch GmbH

- Geschäftsführung -

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Südfleisch GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 28. Oktober 2011

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jahn, Wirtschaftsprüfer

Braunschläger, Wirtschaftsprüfer

Vorschlag der Geschäftsführung für die Ergebnisverwendung 2010

der Südfleisch GmbH

Der Jahresabschluss der Südfleisch GmbH zum 31. Dezember 2010 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 904.426,67 ab. Nach Verrechnung des Gewinnvortrages in Höhe von EUR 11.869,03 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 916.295,70.

Die Geschäftsführung der Südfleisch GmbH schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 30. Juni 2011

SÜDFLEISCH GMBH

- Geschäftsführung -

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2010
EUR
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.657.885,67 0,00 0,00 0,00 12.657.885,67
12.657.885,67 0,00 0,00 0,00 12.657.885,67
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 01.01.2010
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2010
EUR
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.657.885,67 12.657.885,67
12.657.885,67 12.657.885,67

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