Mosel AcquiCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc-Michael Braun seit 8.10.2024 | Geschäftsführer |
Pascal Jacques Kube seit 5.6.2024 | Geschäftsführer |
Sebastian Peltzer seit 30.8.2021 | Prokura |
Danjela Baković seit 8.1.2021 | Prokura |
Nicolas Herpel seit 8.1.2021 | Prokura |
Andreas Schreiber seit 8.1.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mahr EDV GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGESCHÄFTSTÄTIGKEIT Die Mahr EDV GmbH (im Folgenden: "Mahr EDV" oder "Unternehmen") ist ein deutschlandweit agierendes IT-Systemhaus mit Sitz in Berlin und unselbständigen Betriebsstätten in Bremen, Düsseldorf, Dresden, Essen, Frankfurt (Main), Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Potsdam und Stuttgart, das seit mehr als 25 Jahren umfassende IT-Dienstleistungen vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen erbringt. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnik einschließlich der EDV und Datenübermittlung sowie der Handel und die Vermietung von Informationstechnologie einschließlich Hard- und Software sowie Zubehör. Zum Leistungsportfolio gehören Beratung, Installation, Support, Wartung und Entstörung sowie Cloud- und Managed Services. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Mahr EDV entwickelt Cloud- und Managed Services Lösungen, die als Software-as-a-Service und Managed Services bei Kunden eingesetzt werden. WIRTSCHAFTSBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die weltwirtschaftliche Entwicklung wurde im Jahr 2023 vor allem durch die weiterhin hohe, wenn auch weiter rückläufige, Inflation, insbesondere in den Bereichen Nahrungsmittel und Energie, das gestiegene Zinsniveau und strengere globale Finanzierungsbedingungen, den Krieg in der Ukraine sowie das Wiederaufflammen des Nahostkonflikts belastet. Dennoch hat sich die globale Wirtschaft als bemerkenswert robust gezeigt und die wirtschaftliche Entwicklung hat viele Prognosen übertreffen können. Die Gesamtinflation ist weiter zurückgegangen und näherte sich Ende 2023 in den meisten Volkswirtschaften erstmalig seit Beginn des weltweiten Inflationsanstiegs dem präpandemischen Niveau. Trotz aller Warnungen vor Stagflation und globaler Rezession wuchs die Wirtschaftstätigkeit, seitdem die Inflation im zweiten Quartal 2022 nach Erreichen ihres Höchststandes wieder sukzessive zurückging, stetig. Das Wachstum in den Bereichen Beschäftigung und Einkommen blieb dabei stabil, da staatliche Ausgaben und privater Konsum, der höher ausfiel als erwartet, die Nachfrage positiv beeinflussten.Vor diesem Hintergrund geht der Internationale Währungsfonds davon aus, dass für das Gesamtjahr 2023 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent erreicht wurde. Dies bedeutet ein um 0,4 Prozentpunkte höheres Wachstum als im Rahmen der Frühjahrsprognose 2023 zunächst formuliert. 1, 2 Auch in der Europäischen Union (EU) blieb das wirtschaftliche Wachstum im Jahr 2023 hinter den Erwartungen zurück. Mit einem voraussichtlichen Wachstum von 0,5 % wurden die ursprünglichen Prognosen der Europäischen Kommission um 0,4 Prozentpunkte verfehlt. 3,4 Dazu beigetragen hat vor allem die schwache Entwicklung im zweiten Halbjahr 2023, in der die europäische Wirtschaft nur knapp einer Rezession entging, so dass die Wirtschaftsleistung am Jahresende auf dem Niveau des dritten Quartals 2022 lag. Vor allem der Konsum und der Umfang der Investitionen blieben hinter den Erwartungen zurück. Dennoch konnte die Inflation, die im vierten Quartal 2022 einen Höchststand von 11 % verzeichnete, auf 3,4 % im vierten Quartal 2023 gesenkt werden. Vor allem die fallenden Energiepreise spielten hierbei eine große Rolle. Aber auch die geldpolitischen Maßnahmen trugen zum Rückgang der Inflation bei. So wurden von der Europäischen Zentralbank in den 15 Monaten zwischen Juli 2022 und September 2023 die Leitzinsen um insgesamt 450 Basispunkte angehoben, der schnellste Zinsstraffungszyklus in der Geschichte des Euroraums. In einigen Mitgliedstaaten außerhalb des Euroraums fiel die Straffung sogar noch deutlicher aus. Neben den positiven Effekten bei der Bekämpfung der Inflation haben die strengeren Kreditbedingungen jedoch das Investitionswachstum, insbesondere im Baugewerbe, gedämpft. Auch auf die Kaufkraft und damit auf den Konsum hatten diese Maßnahmen negative Effekte. Der Arbeitsmarkt hingegen erwies sich auch in der EU als äußerst robust: Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2023 EU-weit bei durchschnittlich 5,9 % und somit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Stand von Dezember 2022. Die Stagnation des EU-weiten Wirtschaftswachstums im letzten Quartal 2023 ist maßgeblich auf den Rückgang der Wirtschaftstätigkeit in Deutschland zurückzuführen, der nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 0,5 % betrug. Auch bei Betrachtung des Gesamtjahres 2023 war in Deutschland ein Rückgang der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen: Das Bruttoinlandsprodukt fiel in 2023 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. 5 Damit konnten die Prognosen, die ein leichtes Wachstum von 0,4 % in Aussicht gestellt hatten, nicht erfüllt werden. Die Inflation lag in Deutschland im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % und im Dezember 2023 bei 3,7 %. Trotz eines stabilen Arbeitsmarktes und einem leichten Anstieg der Reallöhne - dem ersten Anstieg seit 2019 - ist der private Konsum im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Aber auch die Konsumausgaben des Staates und insbesondere die Bauinvestitionen waren im Jahr 2023 rückläufig. BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Trotz der anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelte sich die IT-Branche im Jahr 2023 in Deutschland positiv und konnte die Erwartungen übertreffen. Im Bereich der ITK (Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik) ist nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom für 2023 ein Gesamtumsatz von 215,0 Mrd. EUR zu erwarten, nach 210,7 Mrd. EUR in 2022. Die Prognosen lagen bei einem Umsatz von 203,4 Mrd. EUR. 6 Konnten die Umsätze im Bereich Software um 9,6 % und im Bereich IT-Services um 5,1 % gesteigert werden, verzeichnete der Bereich IT-Hardware einen Umsatzrückgang von 5,4 %. Bitkom führt dies auf eine Normalisierung des Geschäfts nach dem außergewöhnlich starken Anstieg während der Corona-Pandemie zurück. Das in 2023 voraussichtlich erzielte Gesamtumsatzwachstum wirkte sich auch auf die Anzahl der Erwerbstätigen im Bereich der ITK aus. Bitkom erwartet, dass diese um 2,6 % auf 1,34 Mio. Beschäftigte gestiegen sind. Prognostiziert wurde ein Anstieg auf 1,35 Mio. Erwerbstätige. 7 Nach Angaben des Branchenverbandes erwies sich vor allem der Fachkräftemangel als Hemmnis, um eine stärkere Ausweitung der Anzahl der Erwerbstätigen zu erreichen. GESCHÄFTSVERLAUF
Im Geschäftsjahr 2023 folgte Mahr EDV konsequent und erfolgreich ihrem Wachstumskurs. Der Fokus lag dabei auf der Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter, der Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften, dem Ausbau der internen Strukturen für weiteres Unternehmenswachstum sowie auf der Erschließung weiterer regionaler Märkte in Deutschland. In diesem Zusammenhang wurden Optimierungen des Vertriebssystems und des Personal-Recruitings vorgenommen und weitere Standorte eröffnet. Als Ergebnis dieser Maßnahmen konnte das Rohergebnis um 29,4 % auf 22,2 Mio. EUR gesteigert werden. Maßgeblich hierfür waren die im Vergleich zum Vorjahr erzielten Umsatzsteigerungen von 25,4 %, die deutlich über dem Branchendurchschnitt von 2,0 % lagen. Die Planungen für das Rohergebnis sahen einen Zielkorridor von 22,8 Mio. EUR - 23,8 Mio. EUR vor und wurden somit nur knapp unterschritten. Dies lag im Wesentlichen daran, dass die Umsätze hinter den Erwartungen zurückblieben, weshalb auch das Umsatzwachstum mit 25,4 % die Planungen, die ein Umsatzwachstum zwischen 31 % und 36 % vorsahen, nicht erfüllen konnte. Die Umsätze im Bereich der Dienstleistungen resultieren aus zumeist langfristigen Vereinbarungen mit den Kunden und stellen den umsatzstärksten Bereich des Unternehmens dar. Im Berichtszeitraum konnten die Umsätze aus Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr um 31,9 % gesteigert werden. Die Zielvorgaben konnten auch hier nicht erfüllt werden, die Gesellschaft ging von einem Wachstum im Bereich der Dienstleistungsumsätze zwischen 39 % und 47 % aus. Dies ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die hierfür erforderlichen Fachkräfte nicht in ausreichendem Maße rekrutiert werden konnten. Die Umsetzung der Wachstumsstrategie führte daneben zu einem deutlichen Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Wurden im Vorjahr durchschnittlich 143,3 Mitarbeiter beschäftigt, so stieg dieser Wert im Jahresmittel 2023 auf 176 Mitarbeiter. Zum Stichtag 31.12.2023 beschäftigte das Unternehmen 186 Mitarbeiter (31.12.2022: 161 Mitarbeiter). Das Mitarbeiterwachstum lag somit bei 15,5 %. Gemäß eigener Planung sollte die Anzahl der Beschäftigten per 31.12.2023 auf 195 - 205 Mitarbeiter anwachsen. Dieses Ziel wurde zwar aufgrund des spürbaren Fachkräftemangels in der ITK-Branche verfehlt, dennoch wurde auch in diesem Bereich ein im Branchenvergleich deutlich überdurchschnittliches Wachstum erreicht. Durch die erwähnten Maßnahmen zur Umsetzung des Wachstumskurses des Unternehmens fielen im Vergleich zum Vorjahr zusätzliche Kosten an. Die Ausgaben für Personal und sonstige betriebliche Aufwendungen stiegen vor allem aufgrund der Neueinstellungen, aber auch aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 26,3 % auf 17,6 Mio. EUR. Insgesamt konnte das Geschäftsjahr mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von 4,4 Mio. EUR abgeschlossen werden. Damit lag das EBIT leicht unterhalb des Erwartungskorridors von 4,8 bis 5,3 Mio. EUR. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. EUR bzw. 43,6 % ist direkte Folge des im Jahr 2023 erfolgreich fortgesetzten Wachstumskurses des Unternehmens. Insgesamt zeigte sich Mahr EDV während der Herausforderungen des vergangenen Geschäftsjahres aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der ansteigenden Inflation durch die horizontale und vertikale Diversifizierung des Geschäftsmodells als krisensicher und robust. Die Unterschreitung der ambitionierten selbstgesteckten Ziele ist in Anbetracht des dennoch äußerst starken Wachstums im Bereich der Umsätze, des Betriebsergebnisses und der Mitarbeiteranzahl insofern als unkritisch einzustufen. Das erreichte Wachstum wirkt umso stärker, als dass das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd war und sich das Unternehmen signifikant besser als der Branchendurchschnitt entwickeln konnte. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ERTRAGSLAGE
Das Rohergebnis stieg im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,4 % auf 22,2 Mio. EUR (Vorjahr: 17,2 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür waren die Umsatzsteigerungen von insgesamt 25,4 % (Vorjahr: +30,1 %). Dabei konnte der Umsatz im Bereich der Dienstleistungen um 31,9 % gesteigert werden (Vorjahr: +29,0 %).
Die Personalaufwendungen summierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 11,0 Mio. EUR). Der Anstieg um 24,4 % ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl durch Neueinstellungen zurückzuführen. Für die steigende Nachfrage, sowohl aus den Maßnahmen zur Erschließung neuer regionaler Märkte sowie aus bestehenden Märkten, wurden zusätzliche personelle Kapazitäten benötigt, um die zusätzlichen Umsatzpotentiale zu realisieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Maßgeblich für den Anstieg sind unter anderem erhöhte Aufwendungen in den Bereichen Raumkosten (+15,9 %), Werbe- und Reisekosten (+32,3 %), Fuhrpark und Leasing (+41,9 %) sowie bei den sonstigen Aufwendungen (+38,5 %). Die Steigerungen auf der Ausgabenseite sind in dieser Größenordnung erwartet worden und stehen in direktem Zusammenhang mit der Umsetzung der Wachstumsstrategie des Unternehmens.
Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 4,4 Mio. EUR und stieg somit um 43,6 % (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen als Folge des verbesserten EBIT auf 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Das Jahresergebnis betrug 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR). VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 ist gegenüber dem Vorjahresstichtag nur leicht um 0,2 % gestiegen und betrug 6,0 Mio. EUR (31.12.2022: 6,0 Mio. EUR).Das Anlagevermögen sank auf 0,6 Mio. EUR (Vorjahresstichtag: 1,9 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür war die Auflösung einer stillen Beteiligung im Zuge des teilweisen Verkaufs des Unternehmens an neue Gesellschafter. Das Umlaufvermögen stieg um 34,5 % auf 5,2 Mio. EUR (31.12.2022: 3,9 Mio. EUR). Dabei sanken die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 14,2 %. Die liquiden Mittel hingegen stiegen um 82,3 % und lagen zum Bilanzstichtag bei 3,6 Mio. EUR (Vorjahresstichtag: 2,0 Mio. EUR). FINANZLAGE Wesentliche Ziele des Finanzmanagements der Mahr EDV sind die Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit des Unternehmens und die Begrenzung von Finanzrisiken. Spekulative Anlagen von Finanzmitteln werden nicht getätigt. Das Finanzmanagement fokussiert auf die Sicherstellung des Liquiditätsbedarfs für laufende Geschäftstätigkeit, Investitionen und Fälligkeiten von Verbindlichkeiten. Bei überschüssiger Liquidität wird zugunsten kurzfristiger Verfügbarkeit auf eine mögliche Ertragssteigerung verzichtet.
Das Eigenkapital hat sich aufgrund des gestiegenen Bilanzgewinns um 11,7 % auf 2,7 Mio. EUR erhöht. (31.12.2022: 2,4 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 45,3 % (31.12.2022: 40,6 %). Die Rückstellungen stiegen auf 1,6 Mio. EUR (31.12.2022: 1,0 Mio. EUR). Ein Anstieg war sowohl im Bereich der Steuerrückstellungen als auch im Bereich der sonstigen Rückstellungen zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten haben sich um 0,8 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR verringert. Der Rückgang resultiert vor allem aus geringeren Steuerverbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine.
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ein Mittelzufluss in Höhe von 3,2 Mio. EUR. Gewinnausschüttungen waren maßgeblich für die Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,8 Mio. EUR. Die Investitionen beliefen sich auf 0,3 Mio. EUR für Sachanlagen und 0,1 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände. Dem gegenüber standen Zuflüsse aus der Auflösung einer stillen Beteiligung in Höhe von 1,5 Mio. EUR. Daraus resultierte der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 1,2 Mio. EUR. Die Finanzlage der Mahr EDV wird als gut eingeschätzt. Die aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielten Liquiditätszuflüsse waren ausreichend, um erforderliche Investitionen finanzieren zu können. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Das primäre Ziel der Unternehmensentwicklung ist das weitere Wachstum und der Ausbau der überregionalen Geschäftstätigkeit durch weitere Standorte. Auf Grundlage der Geschäftsplanung erfolgt die Steuerung des operativen Geschäfts, um die Unternehmensziele zu erreichen. Durch regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche werden eventuelle Abweichungen frühzeitig erkannt und erforderliche Maßnahmen eingeleitet. Mahr EDV hat für die Steuerung des Unternehmens und Beurteilung der Geschäftsentwicklung die Kennzahlen Rohergebnis, Umsatzwachstum (bezogen auf die Gesamtsumme der Umsatzerlöse), Umsatzwachstum im Bereich Dienstleistungen (bezogen auf die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen, die auf Grundlage zumeist langfristiger Verträge erbracht werden) und Betriebsergebnis (EBIT) als relevante Leistungsindikatoren definiert. Die Mitarbeiter sind der Kernfaktor des wirtschaftlichen Erfolgs des Unternehmens und sind für die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie essentiell. Die Anzahl der Mitarbeiter ist daher ein weiterer bedeutsamer Leistungsindikator für die Erreichung der Unternehmensziele. Prognosebericht GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Nachdem sich die weltweite wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 als robust erwiesen hat und die Erwartungen übertraf, erwartet der IWF für das Jahr 2024 - und auch für 2025 - ein vergleichbares Gesamtwachstum von 3,2 %. 8 Damit bleibt die Prognose auf einem niedrigen Niveau, insbesondere im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie. Es wird erwartet, dass die Inflation in 2024 weiter zurückgedrängt werden kann, wobei die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihre Ziele in diesem Bereich voraussichtlich früher werden erreichen können als die Schwellen- und Entwicklungsländer. Zudem wird erwartet, dass mit sinkender Inflation auch die Zinsen wieder fallen und Investitionen steigen werden. Auf der anderen Seite ist in vielen Volkswirtschaften eine Verschärfung der Finanzpolitik zu erwarten, die darauf abzielt, die anhaltend hohe Staatsverschuldung durch höhere Steuern und geringere Staatsausgaben einzudämmen. Dies könnte das erwartete Wachstum belasten. Zudem wird eine Zunahme der Deglobalisierung vom IWF als kritisch gesehen, da dies zu einem Hemmnis für weitere Produktivitätszuwächse führen würde. Ein weiteres Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung stellen die geopolitischen Spannungen, einschließlich des Krieges in der Ukraine und des Konflikts im Nahen Osten, dar. Die Europäische Kommission erwartet vor diesem Hintergrund gemäß ihrer Frühjahrsprognose für das Jahr 2024 zwar ein im Vergleich zu 2023 leicht verbessertes, aber insgesamt nur schwaches Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,9 %. 9 Die im Vergleich zur Vorjahresprognose schneller sinkende Inflation im Zusammenhang mit dem stabilen Arbeitsmarkt werden als Grundlage für eine positive Entwicklung gesehen. Eine Ausweitung des privaten Konsums könnte die prognostizierte Entwicklung positiv beeinflussen, wird jedoch durch eine anhaltend hohe Sparquote als unwahrscheinlich angesehen. So fehlen insgesamt Anreize, die eine bessere Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung rechtfertigen würden. Für die deutsche Wirtschaft erwartet die Bundesregierung gemäß ihrer Frühjahrsprojektion für das Jahr 2024 ein ebenfalls nur geringes Wirtschaftswachstum von 0,3 %. 10 Impulse werden dabei vom privaten Konsum und einer Belebung der Exporte erwartet. BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Die im Januar 2024 vorgelegte Prognose des Branchenverbandes Bitkom geht für die ITK-Branche vom einem starken Umsatzwachstum von 4,4 % und einem Gesamtumsatz von 224,3 Mrd. EUR für das Jahr 2024 aus. Dabei wird im Vergleich zum Vorjahr ein überdurchschnittliches Wachstum im Bereich der Informationstechnik von 6,1 % erwartet, darunter IT-Software mit einem Wachstum von +9,4 %, IT-Hardware mit einem Plus von 4,6 % und IT-Services mit einem Anstieg um 4,8 %. Auch die Zahl der Arbeitsplätze soll sich den Prognosen nach erneut erhöhen, es wird die Besetzung von zusätzlichen 36 Tausend Stellen (+2,7 %) erwartet. Als Herausforderungen gelten dabei nach Einschätzung des Branchenverbandes die nur schleppend voranschreitende Digitalisierung sowie der anhaltende Fachkräftemangel. 11 GESCHÄFTSVERLAUF
Mahr EDV erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein im Branchenvergleich weiterhin überdurchschnittliches Wachstum. Einerseits hat sich die wachstumsorientierte Unternehmensentwicklung der Mahr EDV als sehr resilient gezeigt, auch unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie und der ansteigenden Inflation, was unter anderem durch die horizontale und vertikale Diversifizierung erreicht werden konnte. Andererseits wird das avisierte Wachstum durch zahlreiche Maßnahmen stetig begleitet: Durch weitere Optimierungen des Vertriebssystems, des Personal-Recruitings, der Verstärkung und Ausbildung von zusätzlichen Führungskräften, Optimierung von Strukturen und Kostenreduktionen sowie vielen weiteren kurzfristig wirksamen Maßnahmen. Zudem ist Mahr EDV hierdurch in die Lage versetzt worden, weitere Standorte schnell und effizient zu eröffnen, wodurch auch in 2024 zusätzliche regionale Märkte erschlossen werden können. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten wird auch künftig auf der Erbringung von IT-Dienstleistungen und Cloud-Services auf Basis langfristiger Geschäftsbeziehungen mit den Kunden liegen. Dadurch ist zu erwarten, dass im Vergleich zur Projekt-basierten Dienstleistungserbringung, die auch weiterhin nicht zum Kerngeschäft der Mahr EDV gehört, die Umsätze deutlich weniger starken Schwankungen unterliegen werden als bei Unternehmen, die in diesem Bereich einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten legen. Zudem hat sich gezeigt, dass solche langfristigen Vereinbarungen - auch in Krisenzeiten wie bspw. der COVID-19-Pandemie und der hohen Inflation - eine hohe Sicherheit im Hinblick auf zukünftige Umsatzerwartungen bedeuten. Auch das Geschäft mit IT-Hardware wird vom Management der Mahr EDV als weitestgehend krisensicher eingestuft, da das Unternehmen auch zukünftig herstellerunabhängig agieren wird, wodurch sich Lieferkettenprobleme minimieren lassen (s. a. Risikobericht). Durch die Verknappung der Hardwareverfügbarkeit und dem Anstieg der Energiekosten werden Cloud- bzw. Hosting-Lösungen für Kunden attraktiver, weshalb Mahr EDV bereits in den vergangenen Jahren die Ressourcen diesbezüglich bedarfsgerecht ausgeweitet hat und dies auch im Jahr 2024 fortführen wird. Mahr EDV erbringt für über 600 Unternehmen erfolgreich IT-Leistungen. Wenngleich einzelne Kunden durch die krisenbedingte Eintrübung ihrer jeweiligen Geschäftsaussichten für Mahr EDV entfallen könnten, entstehen gleichzeitig neue Geschäftsmodelle, die ebenfalls eine IT-Betreuung, wie durch Mahr EDV angeboten, benötigen, wodurch die positive Umsatzentwicklung der Mahr EDV gesichert ist. Die branchenübergreifende und überregionale Kundenstruktur der Mahr EDV ist so diversifiziert, dass der Dienstleistungs- und Cloud-Umsatzanteil einzelner Kunden am Gesamtumsatz unter 2 % liegt und die TOP 10 Kunden in Summe einen Anteil von weniger als 15 % zum Dienstleistungs- und Cloud-Umsatz beitragen. Mahr EDV ist in der Lage, die Preissteigerungen im Energiebereich durch einen hohen und auch weiterhin zunehmenden Anteil von Remote-Dienstleistungen abzufedern. Mahr EDV ermöglicht Mitarbeitern bereits seit vielen Jahren ein überwiegendes Arbeiten aus dem Home-Office und wird an dieser Strategie festhalten. Dem Fachkräftemangel entgegnet Mahr EDV unverändert durch den stetigen Ausbau seiner Position als besonders attraktiver Arbeitgeber. Die Resultate sind an der gestiegenen Mitarbeiteranzahl, aber auch an den regelmäßigen Auszeichnungen als herausragender Arbeitgeber (https://www.mahr-edv.de/auszeichnungen) ablesbar. Auf Grundlage eines anhaltenden Personalwachstums wird ein abermaliges deutliches Umsatzwachstum erwartet. Durch weitere Neueinstellungen soll die Anzahl der Mitarbeiter bis zum 31.12.2024 auf bis zu 236 Beschäftigte ansteigen. Basierend auf der Personalentwicklung wird für 2024 ein Rohergebnis von bis zu 29,3 Mio. EUR und ein Umsatzwachstum von bis zu 34 % erwartet. Vor diesem Hintergrund erwartet das Unternehmen, dass ein im Vergleich zu 2023 verbessertes Betriebsergebnis (EBIT) von 5,4 bis 6,0 Mio. EUR erreicht wird. Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage wird erwartet, dass sich die Bilanzstruktur nicht wesentlich verändert. Der Mittelzufluss aus dem operativen Cashflow soll auch zukünftig dazu führen, dass das geplante Wachstum aus eigenen Mitteln finanziert werden kann. Die Mittel, die für Investitionen eingesetzt werden sollen, werden voraussichtlich das Niveau des Vorjahres nicht überschreiten. Chancen- und Risikobericht GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND BRANCHENRISIKEN Die geopolitischen Spannungen, einschließlich des Krieges in der Ukraine und des Konflikts im Nahen Osten, könnten sich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 auswirken. Als Folgen sind insbesondere Störungen und Unterbrechungen in den Lieferketten, höhere Energiekosten und höhere Inflationsraten zu erwarten. Auch ein Ausbleiben des prognostizierten Rückgangs der Inflation oder ein Verharren der Zinsen auf hohem Niveau kann negative Auswirkungen haben. Diese Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung könnten sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen auswirken. Im Zuge des künftigen Wachstums des Unternehmens ist es beabsichtigt, die horizontale und vertikale Diversifizierung zu erhalten, die zu einer Abmilderung von Risiken aufgrund einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beiträgt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von gesamtwirtschaftlichen Risiken wird als mittel eingeschätzt. Die dargestellten Risiken können sich nachteilig auf die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken, das Risiko hierfür wird als mittleres Risiko eingestuft. UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE RISIKEN Der Verkauf von Hardware an Kunden der Mahr EDV ist von der entsprechenden Verfügbarkeit der benötigten Komponenten abhängig. Die bereits seit einiger Zeit weltweit bestehenden Lieferschwierigkeiten bei der Beschaffung von Hardware, Hardwarekomponenten und deren Vorprodukten, die durch Lockdown-Maßnahmen aufgrund der COVID-19-Pandemie entstanden sind, haben sich im vergangenen Jahr verringert, jedoch könnten insbesondere geopolitische Spannungen dazu führen, dass sich diese wieder verschärfen. Mahr EDV arbeitet mit einer Vielzahl von Herstellern und Distributoren eng zusammen, um Lieferengpässen entgegenzuwirken. Der Eintritt von Risiken aus den weltweiten Lieferengpässen vor allem im Hinblick auf länger anhaltende Störungen wird insgesamt für wenig wahrscheinlich erachtet. Als Folge wären nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zu verzeichnen. Lieferengpässe und Allokationen führen in der Regel zu höheren Einkaufskosten, die sich nachteilig auf die Margenentwicklung auswirken können. Geplante Investitionen in diesem Bereich können sich verteuern. Andererseits werden durch die Verknappung der Hardwareverfügbarkeit und den Anstieg der Energiekosten Cloud- bzw. Hosting-Lösungen für Kunden attraktiver. Mahr EDV hat bereits in den Vorjahren in den Ausbau der eigenen Cloud-Kapazitäten investiert und kann daher den Kunden entsprechende Alternativen anbieten und somit negative Auswirkungen von Lieferengpässen abmildern. Das Risiko wird als geringes Risiko eingestuft. Weitere Preissteigerungen bei den Energiekosten können insbesondere zu höheren Kraftstoffkosten für den Fuhrpark der Mahr EDV führen. Dies könnte negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens haben. Die Preissteigerungen können jedoch durch einen hohen und auch weiterhin zunehmenden Anteil von Remote-Dienstleistungen abgefedert werden. Zudem ermöglicht Mahr EDV den Mitarbeitern bereits seit vielen Jahren ein überwiegendes Arbeiten aus dem Home-Office und wird an dieser Strategie festhalten. Darüber hinaus inkludieren die mit Kunden geschlossenen Dauerschuldverhältnisse jährliche faire Preisanpassungsmöglichkeiten zur Inflationsbereinigung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos hinsichtlich weiterer Preissteigerungen bei Energiekosten wird als gering erachtet. Das Risiko wird aufgrund der beschriebenen Gegenmaßnahmen als geringes Risiko bewertet. Das Geschäftsmodell von Mahr EDV erfordert in besonderem Maße den Einsatz von IT. Der Betrieb von IT sowohl für interne Geschäftsprozesse wie auch für Kunden führt zu verschiedenen immanenten Risiken, insbesondere hinsichtlich der Verfügbarkeit. Mahr EDV investiert regelmäßig in die Betriebssicherheit und Aktualität der verwendeten Hard- und Software, schafft redundante Systeme und arbeitet ausschließlich mit zertifizierten Rechenzentren namhafter Anbieter zusammen. Der Eintritt des Risikos einer Nicht-Verfügbarkeit des Datenzugriffs oder unternehmenskritischer IT-Systeme mit den daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Mahr EDV wird als insgesamt sehr gering eingestuft. Ein weiteres IT-Risiko, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß sich jedoch nur schwer einschätzen lassen, ist die zunehmende Gefahr durch das Eindringen Unbefugter in die von Mahr EDV betriebenen Systeme (auch als Cyberkriminalität bezeichnet). Durch Cyberkriminalität droht das Risiko des Datendiebstahls, des Datenmissbrauchs oder der Störung von IT-Systemen. Diese Risiken können unter anderem zu versuchten Lösegeldforderungen sowie Schadenersatzzahlungen und damit einhergehendem Reputationsverlust führen und sich dadurch erheblich negativ auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken. Mahr EDV begegnet dem Risiko von Cyberkriminalität durch die permanente Investition in aktuelle Sicherheitstechnologien und eine umfassende Backup-Strategie. Das Risiko wird aufgrund der beschriebenen Gegenmaßnahmen als beherrschbares Risiko eingestuft. Das Risiko des Fachkräftemangels ist im Bereich der IT-Spezialisten stark ausgeprägt. So hat der Branchenverband Bitkom auch in seiner jüngsten Prognose darauf hingewiesen, dass dies ein Wachstumshindernis für die ITK-Branche darstellt. 12 Eine wichtige Grundvoraussetzung für die Umsetzung der Wachstumsstrategie der Mahr EDV und die Erreichung der Unternehmensziele ist die Fähigkeit, neue Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Um die Gewinnung von neuen Mitarbeitern erfolgreich zu gestalten, baut das Unternehmen seine Position als besonders attraktiver Arbeitgeber kontinuierlich aus. So liegt der Fokus der Personalarbeit auf der Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit, der Gestaltung eines positiven Arbeitsumfeldes, der Förderung von Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern und Führungskräften sowie auf dem Personal-Recruiting. Der bestehende Fachkräftemangel ist in den bisherigen Planungen berücksichtigt, weshalb das Risiko, das geplante Personalwachstum nicht zu erreichen, als gering erachtet wird, insoweit der Fachkräftemangel sich nicht erheblich über die Planungen hinaus verschärft. Etwaige fehlende Personalkapazitäten können sich negativ auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken. Das Risiko wird aufgrund der bereits getroffenen Gegenmaßnahmen als geringes Risiko eingestuft. FINANZRISIKEN Im Rahmen des finanzbezogenen Risikomanagements der Mahr EDV sind Zuordnungen von Verantwortlichkeiten sowie zentrale Prozesse zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken detailliert geregelt und implementiert. Die Überwachung erfolgt durch die Abteilung Finanzen in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung. Liquide Mittel Um die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, ist die Gewährleistung ausreichender Liquidität für das Unternehmen essenziell. Die Steuerung und Überwachung der Liquiditätslage erfolgen regelmäßig. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Liquiditätsrisikos wird als sehr gering erachtet. Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln werden dadurch begrenzt, dass solche Anlagen ausschließlich im Rahmen festgelegter Limits und bei Banken sehr guter Bonität erfolgen. Der Zahlungsverkehr der Mahr EDV wird ebenfalls ausschließlich über Banken sehr guter Bonität abgewickelt. Forderungen Für die Mahr EDV ist die Bonität der Geschäftskunden von großer Wichtigkeit. Das Unternehmen könnte Risiken durch Forderungsausfälle ausgesetzt sein, sofern Kunden aufgrund ungünstiger Geschäftsentwicklung oder unzureichender Finanzierungsmöglichkeiten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht vollständig nachkommen können. Vor dem Hintergrund der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa hat sich dieses Risiko bislang nur in Einzelfällen und nur in geringem Ausmaß konkretisiert. Die Mahr EDV hat bereits seit vielen Jahren die fortlaufende Überwachung der Kundenbeziehungen inklusive regelmäßiger Bonitätsprüfungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement etabliert, um Risiken durch Forderungsausfälle entgegenzuwirken. Da sich die Maßnahmen und Prozesse, die zudem regelmäßiger Überprüfung und ggf. Verbesserung unterliegen, in diesem Bereich bislang sehr bewährt haben und dadurch Forderungsausfälle nur in sehr begrenztem Umfang zu verzeichnen waren, wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos auch weiterhin als gering erachtet. Das Risiko, dass Forderungsausfälle zu deutlich negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen, wird als gering bewertet. CHANCEN Das Geschäftsmodell der Mahr EDV bietet neben den aufgezeigten Risiken auch ausgeprägte Chancen. Es wird erwartet, dass der Ausbau der Digitalisierung in der Wirtschaft, aber auch auf Seiten des Staates, in den kommenden Jahren beschleunigt und intensiviert wird. In diesem Zusammenhang werden umfangreiche Investitionen in digitale Infrastruktur, Geräte, Software und Services notwendig werden. Sollte der Ausbau und die damit verbundenen Investitionen in größerem Umfang oder schneller als bislang erwartet erfolgen, bieten sich für die Mahr EDV zusätzliche Chancen, von einer solchen Entwicklung zu profitieren und ein größeres Unternehmenswachstum als prognostiziert zu erreichen. Mahr EDV könnte sich zudem durch einen zusätzlichen Fokus auf das Geschäftssegment der Handelswaren die Möglichkeit erschließen, die Handelswarenumsätze überproportional zu steigern. Insoweit Unternehmen über die heutigen Erwartungen hinaus Kosteneinsparungen realisieren müssen, werden diese über das Outsourcing von IT-Abteilungen und die Automatisierung durch Cloud-Angebote nachdenken, die Mahr EDV anbietet. Hierdurch können sich für Mahr EDV Wachstumsmöglichkeiten ergeben, die über die bisherigen Planungen hinausreichen. Neben dem allgemeinen Ausbau der Digitalisierung steckt vor allem im Cloud Computing unverändert großes Wachstumspotenzial. Nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom wird im Segment Software, insbesondere angetrieben durch das Cloud-Geschäft, das größte Wachstum für 2024 erwartet 13. Ist die Nutzung von Cloud- und Managed Services bei großen Unternehmen inzwischen weit verbreitet, werden diese Dienstleistungen und Produkte auch von mittelständischen Kunden, der Haupt-Zielgruppe der Mahr EDV, immer häufiger nachgefragt. Zudem kann durch verstärkte Virtualisierung der Einsatz von physischer Hardware bei den Kunden verringert werden; somit können Lieferschwierigkeiten in diesem Bereich umgangen werden. Mahr EDV hat die Kapazitäten in diesem Bereich zuletzt vergrößert und die zugehörigen Prozesse optimiert, so dass den Kunden maßgeschneiderte und jederzeit skalierbare Komplettlösungen angeboten werden können. Für das Unternehmen bietet sich die Chance, stärker vom überproportionalen Wachstum in diesem Sektor profitieren zu können als bislang erwartet. Durch die bereits erfolgte und fortgeführte Forschung und Entwicklung der Mahr EDV im Bereich Software, der Eigenentwicklung eigener und Veredelung von allgemeinverfügbaren Cloud-Produkten, heben diese sich hinsichtlich der Attraktivität vom Marktumfeld ab und bieten eine höhere Marge als die reine (i.d.R. branchenübliche) Vermittlung von Cloud-Produkten Dritter. Perspektivisch ist der Vertrieb dieser Produktangebote auch über den bisherigen Kundenkreis hinaus und unabhängig vom Dienstleistungsbezug bei Mahr EDV über die Planungen hinaus chancenreich. Zugleich bietet ein höherer Anteil von Cloud- und Managed-Services für Mahr EDV die Möglichkeit, standortunabhängiger zu werden, da die Einrichtung und Pflege der Cloud-Lösungen der Kunden nicht am Standort der Kunden erfolgen muss. Dies bietet Vorteile bei der Personalsuche, da auch die hierfür notwendigen IT-Spezialisten überregional angesprochen und rekrutiert werden können. Daraus entsteht die Chance, die Ziele für die Gewinnung von zusätzlichen Mitarbeitern für das Unternehmen und somit auch die selbst gesteckten Wachstumsziele besser erreichen zu können. Mahr EDV hat in den letzten Jahren Maßnahmen ergriffen, um ihre überregionalen Geschäftsaktivitäten zu etablieren und auszubauen. Die zunehmende Ortsunabhängigkeit bietet die Chance, schneller als bisher geplant überregional zu wachsen und somit neue Mitarbeiter- und Kundenmärkte zu erschließen.
Berlin, 27.09.2024 Mahr EDV GmbH gez. Fabian Mahr, Geschäftsführer gez. Pascal Kube, Geschäftsführer gez. Marc-Michael Braun, Geschäftsführer 1 International Monetary Fund, World Economic Outlook, April 2023. 2 International Monetary Fund, World Economic Outlook, April 2024. 3 Europäische Kommission, European Economic Forecast, Institutional Paper 268, February 2024 4 Europäische Kommission, European Economic Forecast, Institutional Paper 194, February 2023 5 Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung vom 30. April 2024 6 Bitkom e.V., Pressemitteilung vom 10. Januar 2024 7 Webseite Bitkom e.V., Anzahl der ITK-Erwerbstätigen, Stand Januar 2024 8 International Monetary Fund, World Economic Outlook, April 2024. 9 Europäische Kommission, European Economic Forecast, Institutional Paper 268, February 2024 10 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Pressemitteilung vom 24. April 2024 11 Bitkom e.V., Pressemitteilung vom 10. Januar 2024 12 Bitkom e.V., Pressemitteilung vom 10. Januar 2024 13 Bitkom e.V., Pressemitteilung vom 10. Januar 2024 HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des §267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie nimmt allerdings die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB sowie des § 276 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276-278 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt. Die Gesellschaft übt das Ansatzwahlrechte gem. § 274 Abs. 1 S. 3 HGB (unsaldierter Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern) aus. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Die Gesellschaft ist unter der Firma Mahr EDV GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 95579 eingetragen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wurden mit den Herstellungskosten angesetzt und um die lineare Abschreibung vermindert. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um die planmäßige Abschreibung vermindert. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geleistete Anzahlungen wurden zu Nennwerten aktiviert. Die sonstigen Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelsware wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Forderungen gegen Gesellschafter sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz wurden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstige Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt. GEGENÜBER DEM VORJAHR ABWEICHENDE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang). Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 50.734,19 EUR (Vorjahr: 25.917,91 EUR). ANGABE ZU RESTLAUFZEITVERMERKEN Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt 190.404,61 EUR (Vorjahr: 206.963,32 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 1.637.373,66 EUR (Vorjahr: 2.459.891,18 EUR). Es gibt keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. ANGABEN ZU VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER GESELLSCHAFTERN Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 366.728,05 EUR (Vorjahr: 15.351,01 EUR). LATENTE STEUERN Der Ausweis der latenten Steuern erfolgte nach § 274 Abs.1 S.3 HGB.
Die Grundlage für die Bildung der latenten Steuern ergibt sich aus den temporären Differenzen: Bei den Aktiva aus den immateriellen Vermögensgegenständen i. H. v. 4.386,00 EUR und dem Sachanlagevermögen i. H. v. 113.257,00 EUR, bei den Passiva aus den Rückstellungen i. H. v. 105.752,57 EUR. Der Gesamtsteuersatz, der der Berechnung der latenten Steuern zugrunde gelegt wurde, beträgt 30,52 %. RÜCKSTELLUNGEN Es wurden sonstige Rückstellungen nach § 285 Nr. 12 HGB i. H. v. insgesamt 1.107.163,82 EUR gebildet. Der Betrag setzt sich zusammen aus Rückstellungen für Personal i. H. v. 954.055,01 EUR, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i. H. v. 104.131,81 EUR und sonstige Rückstellungen i. H. v. 48.977,00 EUR. Sonstige Angaben Es erfolgte ein gesonderter Ausweis von Aufwendungen aus Währungsumrechnungen nach § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB i. H. v. 54,90 EUR. AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTE BETRÄGE Der Gesamtbetrag des ausschüttungsgesperrten Betrages i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB beträgt 4.386,00 EUR und gliedert sich in Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 4.386,00 EUR. ANGABEN ZUR BELEGSCHAFT Im Jahresdurchschnitt wurden 176,00 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt (Vorjahr: 143,25 Mitarbeiter). Dabei wurden durchschnittlich 115,00 IT-Systemadministratoren (Vorjahr: 93,50 Mitarbeiter) und 61,00 Mitarbeiter in der Administration (Vorjahr: 49,75 Mitarbeiter) beschäftigt. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 268 Abs. 7 HGB aus Mietverträgen und Leasingverträgen beläuft sich auf insgesamt 4.000.614,49 EUR KONZERNVERHÄLTNIS Der Jahresabschluss der Mahr EDV GmbH wird in den Konzernabschluss zum 31.12.2023 der Mosel Holding GmbH mit Sitz in Berlin einbezogen. Die Mosel Holding GmbH erstellt einen Konzernabschluss zum 31.12.2023 für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. ANGABEN ZUR GESCHÄFTSFÜHRUNG Mitglieder des Geschäftsführerorgans sind Herr Fabian Mahr, Geschäftsführer der Mahr Holding GmbH, Herr Pascal Kube, Geschäftsführer der Mosel AcquiCo GmbH (seit 24. Mai 2024) und Herr Marc-Michael Braun, Geschäftsführer der Mosel AcquiCo GmbH (seit 19. Juli 2024). Es wird auf die Schutzklausel nach § 286 Abs.4 HGB verwiesen. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den verbleibenden Jahresüberschuss in Höhe von 2.583.621,91 EUR (nach Abzug der Gewinnausschüttung aus dem laufenden Ergebnis des Geschäftsjahres 2023) entsprechend § 29 Abs. 1 und Abs. 2 GmbHG auf neue Rechnung vorzutragen. Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 beträgt 2.602.087,08 EUR und der Gewinnvortrag beträgt 18.465,17 EUR. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind: Herr Pascal Kube wurde mit Wirkung zum 24. Mai 2024 zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Die Eintragung in das für die Gesellschaft zuständige Handelsregister erfolgte am 5. Juni 2024. Herr Marc-Michael Braun wurde mit Wirkung zum 19. Juli 2024 zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Die Anmeldung zur Eintragung in das für die Gesellschaft zuständige Handelsregister erfolgte am 23. September 2024.
Berlin, 27.09.2024 Mahr EDV GmbH gez. Fabian Mahr, Geschäftsführer gez. Pascal Kube, Geschäftsführer Marc-Michael Braun, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mahr EDV GmbH, Berlin: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mahr EDV GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mahr EDV GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. UnsereVerantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 27. September 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Fehlauer, Wirtschaftsprüfer gez. Fischl, Wirtschaftsprüfer |
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