Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 2605
Vorher
Motec Gesellschaft für mobiltechnische Electronic mbH
Eingetragen
2.4.1992
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind der Handel, die Entwicklung sowie die Fertigung von elektronischen Produkten in der Mobiltechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Veronika Wegelin
seit 13.2.2026
Prokura
Stefan Dr. Wirtz
seit 1.7.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EMA Corp.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AMETEK Material Analysis Holdings GmbH
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Motec GmbH

Hadamar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb kundenspezifischer, kamerabasierter Fahrerassistenzsysteme für Nutzfahrzeuge und mobile Maschinen samt der dazugehörigen robusten Kameras und Monitore, Steuergeräte, Software, Algorithmen und Kabelbäume. Unsere Produkte gehen größtenteils in den deutschen und europäischen Erstausrüster- und Nachrüstmarkt. Unsere Kunden sind überwiegend Hersteller von Nutz- und Kommunalfahrzeugen, Landmaschinen, Baumaschinen und Kranen, Flurförder- und Sonderfahrzeugen.

2. Forschung und Entwicklung

Mit dem Anspruch, die qualitativ zuverlässigsten Kamera-Monitor-Systeme für Nutzfahrzeuge und mobile Maschinen anzubieten, investieren wir kontinuierlich einen über Branchen- und Industriedurchschnitt liegenden Prozentsatz in die Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte. Der Schwerpunkt unserer Entwicklungen liegt dabei auf den Themen Digitalisierung, Virtualisierung und Autonomisierung. Die Softwarealgorithmenentwicklung für Nutzfahrzeug-Assistenzsysteme wird stetig weiterentwickelt sowie die Zusammenarbeit mit externen Forschungs- und Entwicklungspartnern vertieft. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte umfassen vorwiegend digitale Produkte sowie die Weiterentwicklung analoger Produkte und Systeme.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Stimmung der Wirtschaft im Euro-Raum wie auch International war im Jahr 2022 durch die starke Erholung nach der COVID Pandemie geprägt. In nahezu allen Segmenten erfolgte die Erholung. Im landwirtschaftlichen Sektor konnte eine überproportionale Steigerung verzeichnet werden, auf Grund der starken Nachfrage nach Equipment bei unseren Kunden. Im Jahr 2022 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als in 2021. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Europa, im speziellen auch in Deutschland, war in 2022 geprägt durch den Russland / Ukraine Krieg. Die weiterhin angespannte Material- und Liefersituation führte im Jahr 2022 ebenfalls zu signifikanten Preissteigerungen, die nur bedingt an Kunden weitergegeben werden konnten. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum Vorjahr und die einhergehende Erholung der globalen Wirtschaft wurde neben der Erholung der Industrie auch von gestiegenen privaten und staatlichen Konsumausgaben gestützt durch die Aufhebung fast aller Corona Beschränkungen. Die durchschnittliche Inflationsrate in 2022 von ca. 8 Prozent in Deutschland schränkte die weitere wirtschaftliche Erholung bei den privaten Konsumausgaben ein. Die Arbeitslosenquote in Deutschland wird im Vergleich zu dem Vor-Pandemie Jahr 2019 erhöhte sich um 0,3%, allerdings war eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen von 5,7% auf 5,3% in 2022. Für das Jahr 2023 wird eine weitere Erholung der weltweiten Wirtschaft erwartet. Lieferengpässe sowie die Rohstoffknappheit werden sich weiter entspannen. Vor allem in Halbleiterindustrie wird eine Abschwächung der Lieferengpässe in 2023 erwartet. Durch die globale Erholung der weltweiten Wirtschaft in 2022 konnte der Umsatz um 21,4% auf 47,8 Mio. EUR gesteigert werden. Das Segment Landwirtschaftsmaschinen trug hauptsächlich zur Erholung der Wirtschaft bei. Durch die Verbesserung der Materialverfügbarkeit und eine bessere Liefersituation konnten verzögerte Aufträge ausgeliefert werden.

Strategisch wurde mit OEM-Kunden weiter an wichtigen Projekten für die Zukunft gearbeitet, um das weitere Wachstum der Motec GmbH nachhaltig auszubauen. Hierbei stand die Zusammenarbeit hinsichtlich neuer digitaler Produkte, wie z.B. Personenerkennung im Vordergrund. Durch die globalen Anstrengungen die Material- und Liefersituation weiter zu verbessern, wird für das nächste Geschäftsjahr 2023 mit einer weiteren Erholung aller Segmente erwartet welches im Weiteren zu einem darüberhinausgehenden Wachstum führen wird. Entwicklungsseitig konnten weitere Entwicklungsprojekte fertiggestellt werden. Neben kundenspezifischen Kameraentwicklungen liegt der Schwerpunkt primär auf der Entwicklung digitaler, hochauflösender, intelligenter und teilweise vernetzter Kameras. Die Entwicklung der Software ist bei digitalen Produkten besonders wichtig, da diese die Funktionalität erheblich beeinflusst. Zudem konnten weitere Softwareversionen fertiggestellt und in den Markt gebracht werden.

2. Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage)

Das Rohergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 32,8% und der Jahresüberschuss erhöhte sich um 206,6%. Neben dem starken Umsatzwachstum um 21,4% konnte durch konsequentes Kostenmanagement und die Einpreisung höherer Materialkosten das Ergebnis verbessert werden. Das Gesamtvermögen der Motec GmbH beläuft sich auf 37,1 Mio. EUR und liegt damit 5,1 Mio. EUR über dem Vorjahresbetrag. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 0,9 Mio. EUR, wobei sich das immaterielle Anlagevermögen um 0,3 Mio EUR erhöhte, das Sachanlagevermögen sich um 0,4 Mio. EUR reduziert und das Finanzanlagevermögen um 1,0 Mio. EUR erhöht wurde. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 4,4 Mio. EUR. Die Erhöhung des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung Materialbestandes (3,5 Mio. EUR) sowie der Forderungen a. Lieferung und Leistung (0,9 Mio. EUR). Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten sind stabil. Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist, wenn vertraglich möglich mit Skonto, beglichen und weitestgehend innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen; die Eigenkapitalquote beträgt 79,9% und liegt weiter deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Eigenkapitalrendite im Jahr 2022 betrug vor Steuern 18,4 %.

3 . Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich aus dem vorliegenden Jahresabschluss. Im aktuellen Geschäftsjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 9,6% der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

IV. Prognosebericht

Für 2023 rechnen wir aufgrund unserer zukunftsgerichteten Investitionen in neue Märkte und Technologien sowie die Einführung neuer Produkte mit einer positiven Entwicklung unseres Unternehmens. Die Gewinnung neuer strategischer Partner und Kunden unterstützt die weiterhin positiven Entwicklungsaussichten für das Geschäftsjahr 2023. Die konjunkturelle Entwicklung in Europa und weltweit wird durch globale wirtschaftliche Erholung geprägt sein. Ein weiteres nachhaltiges Wachstum wird für die nachfolgenden Jahre erwartet, was sich auf Grund der steigenden globalen Nachfrage wie auch durch strategische Neuentwicklungen ergibt. Die Risiken aus dem anhaltenden Russland / Ukraine Konflikt hinsichtlich Material- und Lieferabhängigkeiten wurden hierbei berücksichtigt. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Wir versuchen unsere Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und zu korrigieren, um den Fortbestand der Motec GmbH nicht zu gefährden.

Branchenspezifische Risiken

Unsere internationale Geschäftstätigkeit unterliegt einer Reihe von politischen, rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Risiken, die wir neben der allgemeinen Entwicklung der Weltwirtschaft sehr sorgfältig beobachten und bewerten. Durch langfristige Kooperationsverträge mit unseren wichtigsten Kunden sowie Partnerschaften mit anderen Gesellschaften der AMETEK Corp. versuchen wir das Absatzrisiko zu reduzieren. Beschaffungsrisiken durch Engpässe und Preiserhöhungen können nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Um dem Entgegenzutreten werden Lieferanten kontinuierlich bewertet. Alle strategischen Lieferanten unterliegen einem besonderen Risk-Management.

Materialwirtschaftliche Risiken

Materialwirtschaftliche Risiken werden stetig analysiert und bewertet. Durch eine vorausschauende Planung und langfristige Rahmenverträge werden potenzielle Risiken weiter minimiert. Spezifische elektronische Komponenten sind mit zusätzlichen Vereinbarungen abgesichert. Weiterhin konnten Material- und Lieferrisiken durch eine weiterführende Exit-China Strategie minimiert werden.

Qualitätswirtschaftliche Risiken

Das Qualitätsrisiko wird durch definierte Kontrollen der bezogenen Rohstoffe, Halbfertigteile und Fertigwaren stetig minimiert. Gleichzeitig werden die qualitätsbeeinflussenden Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt, das Qualitätsniveau mittels Kennzahlen regelmäßig transparent gemacht. Bei Bedarf werden notwendige Korrekturmaßnahmen kurzfristig beschlossen und umgesetzt.

Personalwirtschaftliche Risiken

Unser Personalrisiko besteht darin, dem im In- und Ausland erforderlichen Personalbedarf, insbesondere Fach- und Führungspositionen, nicht schnell genug decken zu können. Diesen Personalrisiken begegnen wir durch die systematische Einschätzung der Kompetenzen unseres Führungsnachwuchses, um daraus entsprechende Entwicklungsmaßnahmen zur gezielten Förderung individueller Fach- und Managementfähigkeiten abzuleiten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unserer stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Eventuelle Währungsrisiken werden minimiert, da Verkäufe und Einkäufe in Fremdwährung sich größtenteils ausgleichen (natural hedge).

2. Chancenbericht

Um Chancen zu erkennen, führen wir umfangreiche Analysen durch und werten dabei Marktdaten aus. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklungen werden beobachtet, um Trends zu antizipieren und unsere Geschäftsstrategie entsprechend auszurichten. Materialwirtschaftliche Risiken können frühzeitig analysiert werden durch die Nutzung geeigneter Planungsmodelle sowie die weitere Anpassung der Lieferzeiten. Die Risiken aus der Erhöhung der Materialkosten können überwiegend durch eine Erhöhung der Verkaufspreise ausgeglichen werden.

3. Gesamtaussage

Auf Basis unserer regelmäßigen Risikobeurteilung und durch geeignete Maßnahmen werden unsere Risiken minimiert. Aktuell sind keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

VI. Internes Kontrollsystem

Im Unternehmen existiert ein ISO 9001 zertifiziertes QS-Management-Handbuch, welches alle Arbeitsprozesse umschreibt und für alle Abteilungen bindend ist. Die Unternehmenslage sowie die Kernprozesse werden durch ein kontinuierliches, standardisiertes Controlling begleitet, um Fehlentwicklungen kurzfristig aufzuzeigen und notwendige Maßnahmen einleiten zu können.

VII. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Eigenkapital. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hinsichtlich des Finanzmanagements verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt. Bei erkennbaren Ausfalls- und Bonitätsrisiken, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen.

 

Hadamar-Steinbach, 7. Dezember 2023

gez. Wiebke Rumpf
gez. Emanuela Speranza

Bilanz

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen 15.398.445,95 14.531.858,29
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.708.444,95 1.403.328,94
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.347,14 135.596,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 646.400,00 0,00
II. Sachanlagen 8.190.001,00 8.628.529,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.079.616,73 6.403.583,91
2. technische Anlagen und Maschinen 1.103.227,80 758.701,18
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 434.260,88 571.207,91
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 572.895,59 895.036,35
III. Finanzanlagen 5.500.000,00 4.500.000,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.500.000,00 4.500.000,00
B. Umlaufvermögen 21.470.758,13 17.083.266,26
I. Vorräte 12.140.566,77 8.593.852,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.649.755,89 4.261.523,17
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 65.797,58 2.547,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.680.435,47 4.227.890,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.457,04 95.051,07
D. Aktive latente Steuern 169.000,00 318.000,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 37.112.661,12 32.028.175,62

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital 29.646.114,73 25.041.117,68
I. gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 5.432.478,00 5.432.478,00
III. Gewinnrücklagen 7.311.553,38 7.311.553,38
IV. Gewinnvortrag 12.267.086,30 10.765.374,36
V. Jahresüberschuss 4.604.997,05 1.501.711,94
B. Rückstellungen 3.237.744,87 2.496.281,15
C. Verbindlichkeiten 4.228.801,52 4.490.776,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 378.734,05 780.637,67
Bilanzsumme, Summe Passiva 37.112.661,12 32.028.175,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
1. Rohergebnis 27.490.145,44 20.736.074,78
2. Personalaufwand 10.640.679,12 10.170.622,94
a) Löhne und Gehälter 8.883.613,48 8.412.534,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.757.065,64 1.758.088,65
davon für Altersversorgung 141.131,44 152.893,14
3. Abschreibungen 1.158.391,30 1.307.115,34
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.158.391,30 1.307.115,34
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.166.954,10 7.388.749,33
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.835,69 15.930,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.265,15 10.865,19
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.923.121,93 321.379,06
8. Ergebnis nach Steuern 4.621.569,53 1.553.272,92
9. sonstige Steuern 16.572,48 51.560,98
10. Jahresüberschuss 4.604.997,05 1.501.711,94

Anhang

I. Allgemein

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Motec GmbH, Hadamar-Steinbach, (Amtsgericht Limburg a. d. Lahn, HRB 2605) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (teilweise) in Anspruch genommen. Soweit für Pflichtangaben ein Wahlrecht besteht, diese in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt im Rahmen der Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden bis zum 31.05.2018 zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2a S. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erfasst, die auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze unter Zugrundelegung der linearen Methode ermittelt werden. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Geschäfts- und Firmenwert/Kundenlisten 5 Jahre
Software 3 Jahre
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 9 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 15 Jahre

Für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten € 800 nicht übersteigen, hat die Gesellschaft die Bewertungsfreiheit gemäß § 6 Abs. 2 EStG durch Sofortabzug in Anspruch genommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten; hierbei wurden die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Der Grundsatz verlustfreier Bewertung wurde beachtet. Soweit der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen war, wurde dieser angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken werden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Abwertungen angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Geschäftsjahre.

Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Die Rückstellungen sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden in Höhe des durchschnittlichen Garantieaufwands des laufenden Geschäftsjahres unter Berücksichtigung einer Garantielaufzeit von zwei Jahren gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, kann eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern angesetzt werden. Dieses Wahlrecht wurde von der Motec GmbH in Anspruch genommen. Wesentliche Ursache für aktive / passive latente Steuern sind Bewertungsunterschiede bei

Sachanlagevermögen: (aktiv)

Fremdwährungsverbindlichkeiten: (passiv)

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wird ein (durchschnittlicher) Steuersatz von 29,125 % (15,0 % für KSt, 0,825 % für SolZ und 13,3 % für GewSt) zugrunde gelegt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesamten Anschaffungskosten, die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie die kumulierten Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergeben sich aus nachstehendem Anlagenspiegel. Die Ausleihungen umfassen solche an Gesellschafter in Höhe von TEUR 5.500 (Vorjahr: TEUR 4.500).

Anschaffungs-,
Herstellungskosten
Zugänge davon FK-Zinsen Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-,
Herstellungskosten
01.01.2022 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene
gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
1.591.517,43 0,00 0,00 0,00 1.591.517,43
Geschäfts- oder
Firmenwert
0,00 767.600,00 0,00 0,00 767.600,00
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
4.118.568,52 767.600,00 0,00 0,00 4.886.168,52
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
8.941.050,96 0,00 0,00 0,00 8.941.050,96
technische Anlagen und Maschinen 1.324.388,10 497,00 0,00 561.496,62 1.886.381,72
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
2.209.024,05 2.007,94 1.250,70 54.007,02 2.263.788,29
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
895.036,35 293.362,88 0,00 615.503,64- 572.895,59
Summe Sachanlagen 13.369.499,46 295.867,82 1.250,72 0,00 13.664.116,56
Finanzanlagen
Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
4.500.000,00 1.000.000,00 0.00 0,00 5.500.000,00
Summe Finanzanlagen 4.500.000,00 1.000.000,00 0.00 0,00 5.500.000,00
Summe Anlagevermögen 21.988.597,69 2.063.467,82 1.250,72 0,00 24.050.285,88
kumulierte
Abschreibungen
Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte
Abschreibungen
01.01.2022 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene
gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
1.455.920,48 120.249,81 0,00 0,00 1.576.170,29
Geschäfts- oder
Firmenwert
0,00 121.200,00 0,00 0,00 121.200,00
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
2.753.727,44 423.996,13 0,00 0,00 3.177.723,57
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
2.537.467,05 323.967,18 0,00 0,00 2.861.434,23
technische Anlagen und Maschinen 565.686,92 217.467,00 0,00 0,00 783.153,92
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
1.637.816,14 192.960,99 1.249,72 0,00 1.829.527,41
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.740.970,11 734.395,17 1.249,72 0,00 5.474.115,56
Finanzanlagen
Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.494.697,55 1.158.391,30 1.249,72 0,00 8.651.839,13
Zuschreibungen
Geschäftsjahr
Buchwert Buchwert
31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögen
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene
gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
0,00 15.347,17 135.596,95
Geschäfts- oder
Firmenwert
0,00 646.400,00 0,00
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
0,00 1.708.444,95 1.403.328,94
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
0,00 6.079.616,73 6.403.583,91
technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.103.227,80 758.701,18
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
0,00 434.260,88 571.207,91
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
0,00 572.895,59 895.036,35
Summe Sachanlagen 0,00 8.190.001,00 8.628.529,35
Finanzanlagen
Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
0,00 5.500.000,00 4.500.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 5.500.000,00 4.500.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 15.398.445,95 14.531.858,29

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen solche aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

3. Aktive latente Steuern

Die Veränderung der im Geschäftsjahr 2022 aktive latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Stand zum 1.1.2022 Veränderung Stand zum 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 318 -149 169

4. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern aus vergangenen Geschäftsjahren.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen in erster Linie Personalrückstellungen, Gewährleistungen und ausstehende Rechnungen.

6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatten ebenfalls sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 597,8 und aus einem periodenfremden Sachverhalt in Höhe von TEUR 767,6.

IV. Sonstige Angaben

1. Ausschüttungssperre

Im Eigenkapital sind zum 31. Dezember 2022 ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 184,3 enthalten. Der Betrag betrifft die Buchwerte der zum Bilanzstichtag selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 15,3) und den aktiven latenten Steuern (TEUR 169,0).

2. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

T€
Mietverträge bis 2024 25,2
Leasingverträge bis 2025 285,8
Gesamt 311,0

3. Organe, Organkredite und Aufwendungen für Organe

Im Geschäftsjahr bzw. danach waren

Frau Wiebke Rumpf, Managing Director

Frau Emanuela Speranza, General Chief Commercial Officer

zu Geschäftsführerinnen bestellt.

4. Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Die Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

5. Anzahl Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB (ohne Geschäftsführer, Auszubildende und Praktikanten) 167 Arbeitnehmer beschäftigt. Diese gliederten sich durchschnittlich auf 38 direkt an der Produktion der Erzeugnisse beteiligte Arbeitnehmer und 129 indirekt an der Produktion der Erzeugnisse beteiligte Arbeitnehmer.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Motec GmbH wird in den Konzernabschluss der AMETEK Inc., Berwyn/USA (größter und kleinster Kreis von Unternehmen bzw. Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegt.

7. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 4.604.997,05 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 12.267.086,30 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäfts¬jahres haben sich nicht ereignet.

 

Hadamar-Steinbach, den 7. Dezember 2023

gez. Wiebke Rumpf
gez. Emanuela Speranza

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.01.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Motec GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Motec GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Motec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs¬legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Limburg a. d. Lahn, den 7. Dezember 2023

MNT Revision und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Gökhan Pektas
Wirtschaftsprüfer
André Schäfer
Wirtschaftsprüfer

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