Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 729559
Vorher
INDAG Pouch Partners GmbH
Eingetragen
25.1.2018
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Der Handel mit Erzeugnissen des industriellen Bedarfs jeder Art. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, einschlägige Erzeugnisse selbst herzustellen und zu vertreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Schmitt
seit 25.11.2024
Geschäftsführer
Michael Nienhaus
seit 25.11.2024
Geschäftsführer
Frank Thomas Unfall
seit 7.12.2020
Prokura
Thomas Bausch
seit 30.4.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Pouch Partners AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Pouch Partners AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pouch Partners GmbH

Eppelheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.070.188,00 267.750,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.229,00 5.869,00
3. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung 0,00 865.500,00
1.074.417,00 1.139.119,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.837.734,48 4.923.153,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.427,00 765,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.510,00 167.416,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 53.650,15
5.139.671,48 5.144.984,63
6.214.088,48 6.284.103,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.899.081,24 1.480.037,78
2. Unfertige Erzeugnisse 26.034.882,67 18.780.679,86
3. Geleistete Anzahlungen 197.267,28 850.518,24
4. Erhaltene Anzahlungen -22.697.490,48 -14.176.344,81
5.433.740,71 6.934.891,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.163.797,43 732.271,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.202.433,86 1.933.818,88
3. Forderungen gegen Gesellschafter 3.560.642,85 2.556.247,05
4. Sonstige Vermögensgegenstände 138.800,08 141.428,39
6.065.674,22 5.363.765,56
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
11.499.414,93 12.298.656,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.583,33 8.047,62
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.000.113,80 4.331.726,23
21.721.200,54 22.922.534,11

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000
II. Verlustvortrag -4.356.726,23 -5.330.754,95
III. Jahresüberschuss 331.612,43 974.028,72
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.000.113,80 4.331.726,23
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.513.401,00 13.228.004,00
2. Steuerrückstellungen 492.498,14 485.866,14
3. Sonstige Rückstellungen 573.728,69 1.356.989,63
14.579.627,83 15.070.859,77
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.069.657,72 5.623.934,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.169.441,88 954.271,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 565.235,61 909.051,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 337.237,50 364.417,22
davon aus Steuern EUR 284.083,40 (Vj. EUR 195.278,09)
7.141.572,71 7.851.674,34
21.721.200,54 22.922.534,11

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.410.459,98 22.594.487,34
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.254.202,81 8.604.921,71
3. Sonstige betriebliche Erträge 506.200,75 557.788,42
25.170.863,54 31.757.197,47
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 16.005.944,09 20.115.639,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 626.989,55 899.591,33
16.632.933,64 21.015.230,64
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.488.557,55 4.185.928,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.195.547,08 1.219.743,67
davon für Altersversorgung EUR 1.195.547,08 (Vj. EUR 1.219.743,67)
5.684.104,63 5.405.672,51
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 264.576,10 249.153,49
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.083.464,80 3.957.691,10
8. Zinsen und ähnliche Erträge 89.298,95 45.726,82
davon an Gesellschafter EUR 89.189,95 (Vj. EUR 12.556,82)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 244.085,44 239.232,74
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
davon an Gesellschafter EUR 4.265,44 (Vj. EUR 796,74)
davon Aufzinsung der Rückstellungen EUR 233.188,00 (Vj. EUR 238.436,00 )
350.997,88 935.943,81
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -52.684,02
11. Ergebnis nach Steuern 350.997,88 988.627,83
12. Sonstige Steuern 19.385,45 14.599,11
13. Jahresüberschuss 331.612,43 974.028,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Sitz der Pouch Partners GmbH ist Eppelheim. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 729559 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Pouch Partners GmbH hat zum 1. Juli 2020 die mittelbaren Pensionsverpflichtungen der Capri Sun Unterstützungskasse e.V., Eppelheim, übernommen. Im Wesentlichen in Folge der Ablösung der satzungsmäßigen Leistungsverpflichtungen der Capri Sun Unterstützungskasse e.V. und der 2020 erfolgten erstmaligen Passivierung von Direktzusagen ist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 weiterhin bilanziell überschuldet. Der Abschluss wurde dennoch unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, da die Geschäftsführung der Auffassung ist, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgrund der nachfolgenden Gründe nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich und eine Überschuldung der Gesellschaft im Sinne des § 19 InsO somit nicht vorliegt. Zur Vermeidung der bilanziellen Überschuldung und Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit hat die Capri Sun AG, Zug/Schweiz, erneut eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung zugunsten der Pouch Partners GmbH abgegeben, in der sie sich verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, die Pouch Partners GmbH finanziell stets so auszustatten, dass diese jederzeit zur fristgerechten Erfüllung ihrer eingegangenen Verpflichtungen in der Lage ist. Wir verweisen hinsichtlich der Darstellung des Bestandsrisikos auf den Abschnitt "Finanzlage" des Lageberichts.

Angaben zu angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gem. § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr maßgebend:

Erworbene und selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt dabei gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt dabei gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Zugang bis zum 31. Dezember 2009 werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und z.T. degressiv abgeschrieben. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt bei abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens eine Minderung um lineare planmäßige Abschreibungen über die voraussichtliche Dauer der Nutzung.

Es kommen nachfolgende voraussichtliche Nutzungsdauern zur Anwendung:

Bauten: acht bis 33 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen: zwei bis 14 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: zwei bis 19 Jahre

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungszeitpunkt ab dem 1. Januar 2018 und mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den gewogenen Durchschnittseinstandspreisen bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den gem. § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet worden; dabei wurde bei den Rohstoffanteilen das Niederstwertprinzip beachtet. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Zinsen für Fremdkapital sind in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,50% bei den Entgelten und von 2,10% bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,82%; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer oder quasi-permanenter Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Der Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des bestehenden Aktivierungswahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Satz 1 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagespiegel dargestellt.

Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 194 (Vj. TEUR 94) an.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen den Gesellschafter entstanden wie im Vorjahr aus dem Cash Pooling heraus. Die Restlaufzeiten sämtlicher Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, letztere bestehen im Wesentlich aus geleisteten Anzahlungen und sonstigen Steuerforderungen, sind unverändert zum Vorjahr geringer als ein Jahr.

Rückstellungen

Die auf Direktzusagen der Gesellschaft begründeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 13.513. Davon entfallen TEUR 841 auf ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft. Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 189.

Die Steuerrückstellungen sind vollumfänglich kurzfristiger Art.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich (TEUR 350), Nacharbeiten und Gewährleistungen (TEUR 67) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 157) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 2.072 (Vj. TEUR 2.228) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen TEUR 1.169 (Vj. TEUR 954) gegenüber Dritten und TEUR 565 (Vj. TEUR 909) gegenüber verbundenen Unternehmen. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestanden wie im Vorjahr zum Stichtag nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 337 (Vj. TEUR 364) bestanden wie im Vorjahr vollumfänglich gegenüber Drittparteien. Die von Kunden erhaltenen passivischen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 5.070 (Vj. TEUR 5.624) sind unverändert zum Vorjahr als kurzfristig einzustufen.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen wie im Vorjahr nicht.

Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB betragen TEUR 179 (Vj. TEUR 215).

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen in Höhe von TEUR 114 aus Mietverträgen für Betriebsmittel mit einer Laufzeit bis längstens 30. September 2028.

Daneben bestehen Zahlungsverpflichtung aus Pkw-Leasing in Höhe von TEUR 65 mit einer Laufzeit bis längstens August 2026.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse
- Erlöse für eigene Erzeugnisse 9.937 14.921
- Erlöse für Handelswaren 7.192 6.765
- Erlöse für Dienstleistungen 172 742
- Erlöse Sonstige 117 181
Bruttoerlöse 17.418 22.609
Erlösschmälerungen -8 -15
Nettoerlöse 17.410 22.594

Die Umsätze wurden überwiegend in Europa in Höhe von TEUR 14.581 (84%) (Vj. TEUR 19.052; 84%) erwirtschaftet, gefolgt von Nordamerika mit TEUR 2.131 (12%) (Vj. TEUR 1.887; 8%) sowie dem Mittleren Osten/Afrika mit TEUR 469 (3%) (Vj. TEUR 285; 1%). 1% der Umsätze werden auf den restlichen Gebieten erwirtschaftet.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungskursgewinne von TEUR 1 (Vj. TEUR 3) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Währungskursverluste von TEUR 0 (Vj. TEUR 3) enthalten.

Periodenfremder Ertrag nach § 285 Nr. 32 HGB

In den Erträgen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, sind im Wesentlichen TEUR 376 aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre:

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände, was dem Gesamtbetrag von TEUR 1.070 (Vj. TEUR 1.133) entspricht, ergibt sich nach Abzug der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 319 (Vj. TEUR 334) (29,83%, Vj. 29,48%) eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 751 (Vj. TEUR 799).

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2023 2022
Produktion/Technik 49 52
Vertrieb 4 5
Logistik 5 4
Administration 3 2
61 63

Angaben zur Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 10 HGB

Zum Geschäftsführer waren bzw. ist bestellt:

Jörg Sander Diplom Ingenieur (FH)

Angaben zur Ergebnisverwendung gemäß § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 332 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterlassen von Angaben gemäß § 286 HGB

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Angaben zum Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 und 14a HGB

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Capri Sun Group Holding AG, Baar/Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Angaben zu mittelbaren Verpflichtungen gemäß Artikel 28 EGHGB

Es bestehen keine mittelbaren Verpflichtungen.

Nachtragsbericht

Es waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres zu verzeichnen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Eppelheim, den 26. Juni 2024

Pouch Partners GmbH,

Jörg Sander, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens ( erweiterte Bruttodarstellung )

Anschaffungs- und Herstellkosten
Vortrag zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 270.000,00 - - 865.500,00 1.135.500,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 527.475,19 - - - 527.475,19
3. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung 865.500,00 - - - 865.500,00 -
1.662.975,19 - - - 1.662.975,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.989.712,21 39.473,16 - 22.650,16 6.051.835,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.754.462,08 18.992,71 - - 4.773.454,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.682.583,52 136.095,08 - 30.999,99 2.849.678,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.650,15 - - - 53.650,15 -
13.480.407,96 194.560,95 - - 13.674.968,91
Gesamtsumme 15.143.383,15 194.560,95 - - 15.337.944,10
Abschreibungen
Vortrag zum 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge inkl. außerplanm. AfA Umbuchungen Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.250,00 63.062,00 - - 65.312,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 521.606,19 1.640,00 - - 523.246,19
3. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung - - - - -
523.856,19 64.702,00 - - 588.558,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.066.558,73 147.542,32 - - 1.214.101,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.753.697,08 1.330,71 - - 4.755.027,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.515.167,52 51.001,07 - - 2.566.168,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
8.335.423,33 199.874,10 - - 8.535.297,43
Gesamtsumme 8.859.279,52 264.576,10 - - 9.123.855,62
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.070.188,00 267.750,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.229,00 5.869,00
3. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung 0,00 865.500,00
1.074.417,00 1.139.119,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.837.734,48 4.923.153,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.427,00 765,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.510,00 167.416,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 53.650,15
5.139.671,48 5.144.984,63
Gesamtsumme 6.214.088,48 6.284.103,63

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Pouch Partners GmbH, Eppelheim, (im Folgenden kurz: "Pouch Partners" oder "Gesellschaft") ist im Maschinenbau für die Lebens- und Tiernahrungsmittelindustrie tätig.

Das Unternehmen fertigt Maschinen zur Herstellung von Standbodenbeuteln sowie Abfüll- und Verpackungsmaschinen für Capri-Sun-Lizenznehmer und Capri Sun Konzerngesellschaften, die Capri-Sun produzieren, sowie im Berichtsjahr die Fertigstellung der Aufträge von Drittkunden der Tiernahrungsmittelindustrie. Die eingesetzte Technik wurde auch im Laufe des Berichtsjahres insbesondere auf zukünftige geänderte Anforderungen im Bereich der Produktverpackungen weiterentwickelt.

Die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Geschäftsführung dar.

Um erfolgreich das Wachstum der Marke Capri Sun zu unterstützen und vom Markt geforderte Umstellungen im Bereich Folien und Verschlüsse für Capri Sun Konzerngesellschaften und für Capri-Sun-Lizenznehmer, die Capri-Sun produzieren, durchzuführen, hat das Management bereits im Vorjahr entschieden, keine Neukunden im Maschinengeschäft für Drittkunden mehr anzunehmen.

Für die Zukunft des Service- und Ersatzteilgeschäfts für bestehende Maschinendrittkunden erwägt die Gesellschaft eine neue Strategie.

Ziel der Gesellschaft ist, die Technologieführung für Beutelherstell- und Fülltechnologie für Standbodenbeutel auszubauen, um aktiv zum angestrebten internationalen Marktanteilwachstum der Capri-Sun Produkte beizutragen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen durch steigende Zinsen ungünstigere Finanzierungsbedingungen für Investitionen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1% (Despatisnet: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024).

Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas bremst auch weiter das Wachstum in der Europäischen Union. Nach Daten des EU-Statistikamts Eurostat blieb die Wirtschaftsleistung sowohl in der Eurozone als auch in den 27 EU-Ländern im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal unverändert. Für das Jahr 2023 verzeichnete Eurostat insgesamt ein leichtes Wachstum von 0,5% im Vergleich zum Vorjahr.

Auffällig ist auch der deutliche Rückgang von Aufträgen im Maschinen- und Anlagenbau. In den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung. Eine weltweit insgesamt schwache Nachfrage nach Maschinen, höhere Zinsen und steigende Lohnkosten seien ein schwieriges Umfeld. Der Auftragsrückgang hatte bislang überschaubare Folgen auf Umsatz und Produktion in Deutschland, da die älteren Auftragsbestände aus den Vorjahren abgearbeitet werden.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse der Pouch Partners lagen im Berichtsjahr bei 17,4 Mio. EUR und damit signifikant um 5,2 Mio. EUR (-22,9%) unter denen des Vorjahres. Die im Vorjahr prognostizierte merkliche Umsatzsteigerung wurde damit nicht erreicht.

Der Umsatz im Maschinenbau ist dabei von 20,7 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR gesunken (-16%). Der Umsatz des Geschäftsbereichs Anlagenbau lag aufgrund der Veräußerung dieses Geschäftsbereiches bei 0,1 Mio. EUR und damit um 1,8 Mio. EUR (-96%) unter Vorjahr.

Im Jahr 2023 beträgt die Umsatzrentabilität1 2,8%. Damit ist sie 2,1%-Punkte niedriger als im Vorjahr. Die Gesamtkapitalrentabilität2 beträgt 2,2% und liegt damit auch 2,6%- Punkte unter dem Vorjahr.

Im Berichtsjahr ist ein deutlicher Rückgang im Auftragsbestand zum Jahresende zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf das Einstellen des Neumaschinengeschäftes für Drittkunden der Lebens- und Tiernahrungsmittelindustrie zurückzuführen ist.

Die Produktion war im Berichtsjahr geprägt durch deutlich gestiegene Aufwände bei der Inbetriebnahme von Neumaschinen und Upgrade-Lösungen für Bestandmaschine in Verbindung mit der Umstellung auf recycelbare Beutel und Verschlüsse.

Dies hat auch die Produktivität der Fertigung der Pouch Partners beeinträchtigt. Insbesondere längere Inbetriebnahmen haben auch zu Verzögerungen bei Projektabschlüssen geführt. Die Fertigstellung von Projekten sowie Serviceleistungen bei Kunden mussten verschoben werden.

Die Lieferketten zeigten hingegen eine deutliche Entspannung gegenüber den Vorjahren, auch wenn deren Regeneration durch die konjunkturellen und geopolitischen Rahmenbedingungen ins Stocken geraten ist. Die Stahlpreisentwicklung war in den ersten 3 Quartalen des Berichtsjahres von fallenden Preisen geprägt. Erst im vierten Quartal stiegen die Preise wieder kontinuierlich an. Die Verfügbarkeit und Lieferzeiten bei den Elektronikkomponenten hat sich ebenfalls deutlich verbessert. Eine befürchtete Verknappung der Energieversorgung ist nicht eingetreten.

Der Fokus bei der Beschaffung lag weiterhin auf aktivem Lieferantenmanagement. Die Verzögerungen im Beschaffungsprozess basierend auf den Engpässen bei Materialien und Elektrokomponenten für die Produktion konnten auf Terminverschiebungen reduziert werden.

Es wurden keine materiellen Investitionen in Sachanlagen getätigt.

1 Definition Umsatzrentabilität: EBIT / Umsatzerlöse
2 Definition Gesamtkapitalrentabilität: EBIT / Bilanzsumme

Die Entwicklungsaktivitäten bezogen sich auf die Technologien zur Herstellung von Standbodenbeuteln sowie deren Abfüllung. Der wesentliche Fokus lag dabei weiterhin auf der Verarbeitung von innovativen Verbundlaminaten und sogenannten Tethered Caps, die aus einer Rohstofffamilie kommen und somit deutlich verbesserte Recyclingeigenschaften aufweisen.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Zur Umsatzentwicklung wird auf den Abschnitt "Geschäftsverlauf" verwiesen.

Das im Vorjahr prognostizierte leicht positive aber deutlich unter Vorjahresniveau liegende Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT3) ist in 2023 eingetreten. Im Geschäftsjahr wurde ein EBIT von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,1 Mio. EUR) verzeichnet. Ursächlich dafür war vor allem der deutlich geringere Deckungsbeitrag aufgrund der zurückgegangenen Umsatzerlöse. Die Umsatzrentabilität, berechnet als EBIT bezogen auf die Umsatzerlöse, betrug somit 2,8% (Vorjahr 4,9%) und lag damit etwa auf Niveau der Prognose.

Insbesondere aufgrund der erneut stärkeren Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen lag die Materialquote4 im Berichtsjahr wie im Vorjahr bei 64% und damit 7%- Punkte über dem Planwert. Ein wesentlicher Grund für die Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen war, dass Fertiggestellungstermine verschoben wurden.

3 Definition EBIT: Ergebnis vor Steuern
- Zinsen und ähnliche Erträge
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- Sonstige Steuern
= EBIT
4 Definition Materialquote: Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bezogen auf Nettoumsatz plus Bestandsveränderung ("Betriebsleistung")

Die Kosten für Personal lagen im Berichtsjahr im Wesentlichen begründet durch die allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerungen moderat über Vorjahr. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ging im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 2 auf 61 zurück. Wie in den Jahren zuvor, wurden auch in 2023 wieder interne und externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur weiteren Qualifikation der Mitarbeiter sowie zur besseren Motivation durchgeführt.

Die Höhe der Abschreibungen blieb gegenüber Vorjahr nahezu unverändert, lag jedoch aufgrund späterer Startzeitpunkte für Abschreibungen als vorgesehen signifikant unter dem Planwert.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Vergütung an eine Schwestergesellschaft in Höhe von 0,8 Mio. EUR für die Übernahme von Pensionsverpflichtungen aufgrund von Personaltransfers im Vorjahr. Weiterhin sind nach dem Einstellen von Geschäften mit Drittparteien deutlich geringere Reisekosten zu verzeichnen.

Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich vermindert.

Der Bestand an Vorräten ist gegenüber Vorjahr deutlich um 1,5 Mio. EUR gesunken. Dieser Rückgang liegt im Wesentlichen darin begründet, dass das signifikant höhere Volumen an unfertigen Kundenaufträgen durch die ebenfalls höheren aktivischen von Kunden erhaltenen Anzahlungen mehr als kompensiert wird.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich stichtagsbezogen und im Wesentlichen aufgrund des Cash Pooling um insgesamt 0,7 Mio. EUR.

Aufgrund des Jahresüberschusses von 0,3 Mio. EUR hat sich das Eigenkapital der Pouch Partners positiv entwickelt, es verbleibt jedoch ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 4,0 Mio. EUR zum Bilanzstichtag.

Die Rückstellungen insgesamt haben sich zum Vorjahr nur unwesentlich vermindert. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen haben sich um 0,3 Mio. EUR erhöht, die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen sind dagegen von 0,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,0 Mio. EUR gesunken. Die 2021 für Vorjahre betreffende Steuern und Zinsen gebildete langfristige Rückstellung in Höhe von 0,5 Mio. EUR wurde im Berichtsjahr weiterhin als kurzfristig klassifiziert.

Hauptsächlich durch die gesunkenen passivischen von Kunden erhaltenen Anzahlungen sind die Verbindlichkeiten merklich geringer als zum Stichtag des Vorjahres.

Die Bilanzsumme hat sich geringfügig vermindert. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich um den Jahresüberschuss leicht reduziert, die Vermögenslage ist weiterhin insgesamt stabil.

Finanzlage

Der aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cashflow betrug im Berichtsjahr 1,1 Mio. EUR (Vorjahr -1,4 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten belief sich auf 0,1 Mio. EUR. Aus dem Cash Pooling heraus bestanden Forderungen an die Muttergesellschaft von 3,6 Mio. EUR und damit 1,0 Mio. EUR mehr als am Vorjahresstichtag. Zum 31. Dezember 2023 bestanden aufgrund des Cash Pooling wie zum Vorjahresstichtag keine liquide Mittel. Der Cashflow aus Finanzierungsaktivitäten war unwesentlich. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Pouch Partners GmbH hat zum 1. Juli 2020 die mittelbaren Pensionsverpflichtungen der Capri Sun Unterstützungskasse e.V., Eppelheim, übernommen. In Folge der Ablösung der satzungsmäßigen Leistungsverpflichtungen der Capri Sun Unterstützungskasse e.V. und der erstmaligen Passivierung von Direktzusagen war die Gesellschaft bereits zum 31. Dezember 2020 bilanziell überschuldet. Durch den Jahresüberschuss hat sich die bilanzielle Überschuldung zum 31. Dezember 2023 leicht vermindert. Der Abschluss wurde dennoch unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, da die Geschäftsführung der Auffassung ist, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgrund der nachfolgenden Gründe nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist und eine Überschuldung der Gesellschaft im Sinne des § 19 InsO somit nicht vorliegt. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über selbst erwirtschafteten Cashflow. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit sich kurzfristig über das konzerninterne Cash Pooling zu finanzieren. Aus der Liquiditätsplanung ergibt sich, dass voraussichtlich kein weiterer externer Liquiditätsbedarf für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 besteht. Im Bedarfsfall könnte die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die Capri Sun AG zurückgreifen, die zuletzt mit Datum vom 15. November 2023 eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung zugunsten der Pouch Partners GmbH abgegeben hat, in der sie sich verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, die Pouch Partners GmbH finanziell stets so auszustatten, dass diese jederzeit zur fristgerechten Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen in der Lage ist. Die Patronats- und Rangrücktrittserklärung wurde bis zum 30. September 2025 gewährt. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt.

Gesamtaussage

Die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung stellt die wirtschaftliche Lage unserer Gesellschaft zutreffend dar. Vor dem Hintergrund der geschilderten Analysen und Kennzahlen können das erzielte Ergebnis und unsere wirtschaftliche Lage jedoch insgesamt als noch nicht zufriedenstellend bewertet werden.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die im nachfolgenden Risiko- und Chancenbericht aufgeführten Risiken und Chancen werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

1. Prognosebericht

Die Prioritäten der Gesellschaft für 2024 stellen sich wie folgt dar und sind Grundlage der nachfolgenden Prognose:

Fokussierung auf Verbesserung der Kerntechnologie in der Beutelherstellung und Abfüllung

Weiterentwicklung unserer Maschinen und Upgrade-Lösungen zur Herstellung und Abfüllung von recycelbaren Beuteln und Verschlüssen für Capri Sun Konzerngesellschaften und für CapriSun-Lizenzpartner

Starke Unterstützung der CapriSun Unternehmensgruppe der CapriSun Unternehmensgruppe bei Aufbau und Verlagerung von Produktionskapazitäten

Weiterer Ausbau des Ersatzteil- und Servicegeschäftes im Bereich Capri-Sun und CapriSun-Lizenzpartner

Optimierung der Produktion auf den Umbau von Bestandsmaschinen der CapriSun Konzerngesellschaften und für CapriSun-Lizenzpartner für die zukünftige Eignung von recycelbaren Beuteln und Verschlüssen

Die Pouch Partners GmbH konzentriert sich bei der Weiterentwicklung der Maschinen auf das Thema Nachhaltigkeit, das integraler Bestandteil unserer Unternehmens- und Konzernstrategie ist.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine deutliche Umsatzsteigerung prognostiziert. Aufgrund veränderter Kunden- und Projektstrukturen rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 erneut lediglich mit einem leicht positiven EBIT, jedoch mit merklicher Steigerung im Vergleich zum Vorjahresniveau.

2. Chancenbericht

Die Marke Capri-Sun wächst weltweit schnell mit hohen einstelligen Raten, was sicherstellen wird, dass Pouch Partners weiterhin Beutelherstellmaschinen und Abfülllinien auf neue und vielversprechende Märkte bringen wird, einschließlich des Ausbaus der technischen Dienstleistungen und des Ersatzteilverkaufs. Durch Veränderungen in der europäischen Verpackungsrichtlinie besteht darüber hinaus ein sehr hoher Bedarf an neuer Technologie was zu einem vorzeitigen Austausch oder einer Erneuerung von Bestandsanlagen in den nächsten 3 Jahren führt.

3. Risikobericht

Die hohen Preisänderungsrisiken, die mittleren Risiken aus laufenden Aufträgen, sowie die als gering einzustufenden Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden von der Gesellschaft laufend überwacht. Weitere Preisänderungsrisiken sind bei der Beschaffung von Energie und Rohstoffen trotz der bereits eingetretenen signifikanten Steigerungen zu erwarten. Vor allem mit dem Zusammenlegen von Bestellungen zum Erreichen höherer Stückzahlen und dem Suchen nach Alternativlieferanten soll dem entgegengewirkt werden.

Dies beinhaltet auch die Möglichkeit einer sinkenden Nachfrage am Produkt Capri-Sun und der damit verbundenen benötigten Kapazität an Beutelherstellmaschinen und Abfülllinien.

Eine weltweit insgesamt schwache Nachfrage nach Maschinen, höhere Zinsen und steigende Lohnkosten sind ein schwieriges Umfeld. Insbesondere in Deutschlandsind die Auswirkungen wie fehlende Investitionsbereitschaft, Inflation und Rezession bereits deutlich sichtbar. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die erneute Verschärfung im Nahostkonflikt sind sehr besorgniserregend und tragen zusätzlich zu Unsicherheit bei. Pouch Partners hat keine Kunden in Russland, der Ukraine, Israel und Palästina. Ebenfalls sind derzeit keinerlei Kundenprojekte in diesen Ländern geplant.

Gegen Risiken aus laufenden Aufträgen erfolgt eine Absicherung durch Kontrollen, Reviews und verbindliche Abläufe, beginnend schon in der Angebotsphase.

Ausfallrisiken, die bei Kundenforderungen bestehen, wird durch die unter den Risiken aus laufenden Aufträgen erläuterten Maßnahmen bei der Auftragsannahme begegnet. Dennoch drohende Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt.

Gegen Liquiditätsrisiken, die durch die nicht fristgerechte Zahlung von Anzahlungs- und Schlussrechnungen entstehen könnten, ist die Gesellschaft in den maßgeblichen Fällen durch Akkreditive abgesichert. Weitere Liquiditätsrisiken und wie man diesen begegnet wurden im Abschnitt "Finanzlage" dargestellt.

Währungsrisiken bestehen nicht, da die Fakturierung unserer Rechnungen ausschließlich in EUR erfolgt.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen mangels Ausgabe solchen Risiken ausgesetzter Finanzinstrumente nicht.

Zusätzlich zu den üblichen geschäftsbezogenen Risikofaktoren achten wir auch auf andere bedeutende Risiken, denen wir möglicherweise ausgesetzt sind, wie z. B. Nachhaltigkeits-, politische, Reputations-, Regulierungs-, IT- und Compliance-Risiken.

Unter Berücksichtigung der im Abschnitt "Finanzlage" genannten bestandsgefährdenden Risiken sieht die Geschäftsführung keine weiteren Risiken, welche die künftige Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen und die Anwendung der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden, einschließlich wesentlicher Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, bleibt unverändert.

 

Eppelheim, den 26. Juni 2024

Pouch Partners GmbH

Jörg Sander, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pouch Partners GmbH, Eppelheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pouch Partners GmbH, Eppelheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pouch Partners GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "Allgemeine Angaben" des Anhangs sowie die Angaben im Abschnitt "B. 3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage" Unterabschnitt "Finanzlage" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass infolge der Ablösung der satzungsmäßigen Leistungsverpflichtungen der Capri Sun Unterstützungskasse e.V. und der im Geschäftsjahr 2020 erfolgten erstmaligen Passivierung von Direktzusagen die Gesellschaft bereits zum 31. Dezember 2020 bilanziell überschuldet war. Durch den diesjährigen Jahresüberschuss hat sich die bilanzielle Überschuldung zum 31. Dezember 2023 leicht vermindert. Die gesetzlichen Vertreter beschreiben weiter, dass sich die Gesellschaft im Wesentlichen über selbst erwirtschafteten Cashflow finanziert und darüber hinaus die Möglichkeit besteht, sich kurzfristig über das konzerninterne Cash Pooling zu finanzieren. Aus der Liquiditätsplanung ergibt sich, dass voraussichtlich kein weiterer externer Liquiditätsbedarf für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 besteht. Im Bedarfsfall könnte die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die Capri Sun AG zurückgreifen, die eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung zugunsten der Pouch Partners GmbH bis zum 30. September 2025 abgegeben hat. Wie in Abschnitt "Allgemeine Angaben" des Anhangs und Abschnitt "B. 3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage" Unterabschnitt "Finanzlage" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 26. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bähr, Wirtschaftsprüfer

Braun, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss Shareholders Resolution
der of
Pouch Partners GmbH,
einer Gesellschaft mit Geschäftssitz in Eppelheim, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 729559 (die Gesellschaft) a company with business seat in Eppelheim, registered with the commercial register of the local court of Mannheim under HRB 729559 (the Company)
I. Vorbemerkung I. Preamble
Die Pouch Partners AG mit Sitz in Baar, Schweiz, eingetragen im Handelsregister des Kantons Zug unter CHE-113.639.034 ist alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft. Pouch Partners AG with its business seat in Baar, Switzerland, registered with the commercial register of the canton Zug under CHE-113.639.034 is the sole shareholder of the Company.
Es sollen folgende Beschlüsse gefasst werden: The following resolutions shall be passed:
• Feststellung des geprüften Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 • Approval of the annual audited accounts for the financial year 2023
• Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 • Approval of the actions of the managing director for the financial year 2023
• Bestellung der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 der Gesellschaft • Appointment of the auditors for the financial year 2024 of the Company
II. Beschlüsse II. Resolutions
Unter Verzicht auf alle durch Gesetz oder Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Form- und Fristerfordernisse wird hiermit eine Gesellschafterversammlung der Gesellschaft abgehalten und einstimmig Folgendes beschlossen: Waiving all requirements as to form and notice pursuant to law or under the Articles of Association, a shareholders' meeting is held and the following resolutions are unanimously passed:
1. Die Feststellung des geprüften Jahresabschlusses und des Lageberichtes zum 31. Dezember 2023, der eine Bilanzsumme von EUR 21.721.200,54 und ein Eigenkapital von EUR 0,00 bei einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 4.000.113,80 aufweist. 1. The approval of the annual audited accounts and of the Management Report as at 31 December 2023, with a balance sheet total of EUR 21'721'200.54 and a shareholders' equity of EUR 0.00 with a net loss not covered by equity of EUR 4'000'113.80.
Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen. The balance sheet loss will be carried forward onto new account.
2. Die Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023. 2. The approval of the actions of the managing director for the financial year 2023.
3. Die Bestellung der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024. 3. The appointment of KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, as auditors for the annual accounts of the financial year 2024 of the Company.
Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst und die Gesellschafterversammlung daraufhin geschlossen. Further resolutions were not passed and the shareholders' meeting was closed thereupon.
Bei Abweichungen zwischen der deutschen und der englischen Fassung dieses Gesellschafterbeschlusses ist die deutsche Fassung maßgeblich. In case of discrepancies between the German and the English version of this resolution, the German version shall prevail.

 

Baar, 03.07.2024

Für / on behalf of Pouch Partners AG

Roland Weening, CEO / Authorized Signatory

Remko Wessels, CFO / Authorized Signatory

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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