GALFA GmbH & Co. KG

03238 Finsterwalde, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRA 2857
Eingetragen
27.9.2013

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

OT Oberflächentechnik Holding GmbH
Kommanditist

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GALFA GmbH & Co. KG

Finsterwalde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

GALFA ist ein führender Beschichter von funktionellen Oberflächen in den Bereichen kathodischer Korrosionsschutz und Gewindesicherungen und bietet seinen Kunden anspruchsvolle und qualitativ hochwertige Beschichtungen mit kundenspezifischen Verbau- und Verschraubungseigenschaften von metallischen Verbindungselementen, Stanz- und Konstruktionsteilen. Das Unternehmen ist ein verlässlicher Dienstleister für die Automobilbranche, bedient jedoch auch die Hydraulik-, Bau-, Beschlags- und Elektroindustrie sowie den Metall- und Maschinenbau.

Ziel und Strategie des Unternehmens ist die kontinuierliche Verbesserung des Kundennutzens sowie ein weiterer Ausbau der Marktposition in Ost- und Mitteldeutschland, Polen und Tschechien.

2. Forschung und Entwicklung

GALFA entwickelt und optimiert laufend die eingesetzten Beschichtungsverfahren und technologischen Standards in Abstimmung mit Kunden und führenden Automobilherstellern. Ziel der Entwicklungen ist die Verbesserung von Korrosionsschutz, Verbau- und Verschraubungseigenschaften, die Optimierung von Logistikleistungen, ein umwelt- und ressourcenschonender Einsatz von Beschichtungsmaterialien, sowie die Umsetzung behördlicher Vorgaben (z.B. REACH).

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im ersten Quartal 2023 erreichten die Produktionszahlen der deutschen Automobilindustrie wieder ein gutes Niveau. Vermutlich bedingt durch die sich zunehmend auflösenden Schwierigkeiten auf den Beschaffungsmärkten und sicherlich auch durch Nachholeffekte bereits verkaufter aber noch nicht produzierter Fahrzeuge.

Im zweiten Quartal verringerten sich die Produktionszahlen bereits wieder, bevor dann im dritten und vierten Quartal ein deutlicher Abschwung sichtbar wurde. Dies ist wahrscheinlich auch auf eine gewisse Kaufzurückhaltung der Verbraucher zurückzuführen, die sich durch die anhaltende öffentliche Diskussion, um die Vorteile bzw. Sinnhaftigkeit von Elektrofahrzeugen stark verunsichert geben.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im 1. Quartal 2023 erreichten die Auftragseingänge bei Galfa einen historischen Höchststand.

Auch im zweiten Quartal lagen Sie noch auf einem erfreulich hohen Niveau. Im dritten und vierten Quartal gingen Sie dann den allgemeinen Branchentrend folgend deutlich zurück.

Für die während der Corona Krise bzw. durch die Invasion Russlands in der Ukraine starken Verwerfungen bei Rohstoff- und Energiebezugspreisen konnten wir durch die im Jahr zuvor eingeführten indexbasierte Zuschlagsätze wenigstens teilweise bei unseren Kunden eine Kompensation, im Sinne eines Pain Sharing, erhalten.

Im gesamten Geschäftsjahr wurde gegenüber dem Vorjahr insgesamt noch ein Umsatzanstieg um +13,3% erreicht.

Der Umsatzanstieg entsprach in etwa der allgemeinen Branchenentwicklung.

a) Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Ergebniskennzahlen T€ T€ T€ %
Rohertrag 21.594,9 19.645,2 1.949,7 9,9%
Betriebsergebnis 1.925,4 1.733,3 192,1 11,1%
Jahresergebnis 1.037,7 772,3 265,4 34,4%

Der Rohertrag hat sich wegen des höheren Umsatzes um +1.949,7 T€ (+9,9%) auf 21.594,9 T€ erhöht.

Das Betriebsergebnis konnte ebenfalls um +192,1 T€ (+11,1%) auf 1.925,4 T€ gesteigert werden.

Das Jahresergebnis erhöhte sich um +265,4 T€ (+34,4%) auf 1.037,7 T€.

b) Finanzlage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Cash Flow (CF) T€ T€ T€ %
Cash Flow aus Geschäftsbetrieb 2.528,6 1.752,6 776,0 44,3%
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -2.711,3 -1.545,7 -1.165,5 75,4%
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -442,0 -328,0 770,0 234,7%
259,3 -121,1 380,5 -314,1%

Der Cash Flow aus Geschäftsbetrieb betrug im Geschäftsjahr +2.528,6 T€. Damit erhöhte er sich um +776,0 T€ (+44,3%). Grund hierfür war das gute Jahresergebnis von 1.037,7 T€.

Die Investitionen in Neubau, Umbau, Modernisierung und Erweiterung bestehender Maschinen und Anlagen haben im Berichtsjahr 2.711,3 T€ betragen. Die größten Investitionen sind: Logistikhalle im Werk 2 mit 1.454,1 T€, Umbau der Heizungsanlage im Werk 1 von Fernwärme auf Gas mit 111,4 T€, PV Anlagen 131,7 T€, Stapler 116,8 T€. Die restlichen Investitionen betrafen überwiegend Ersatzbeschaffungsmaßnahmen.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr +1.165,5 T€ mehr als im Vorjahr investiert.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 442,0 T€. Darin ist der Zugang eines Darlehens für den Bau der Logistikhalle mit 1.156,8 T€ und ein Mietkaufdarlehen in Höhe von 42,4 T€ sowie die Tilgungen auf Bankdarlehen in Höhe von -1.199,2 T€ enthalten.

Weiterhin haben sich die Forderungen gegenüber den Gesellschaftern um 1.180,1 T€ erhöht.

c) Vermögenslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 11.644,8 10.835,6 809,2 7,5%
Vorräte 1.856,9 2.241,3 -384,4 -17,2%
Forderungen, ARA 4.630,5 5.081,2 -450,7 -8,9%
liquide Mittel 3.092,3 1.332,2 1.760,1 132,1%
Summe Aktiva 21.224,5 19.490,3 1.734,2 8,9%
Eigenkapital 586,6 583,3 3,3 0,6%
Rückstellungen 963,3 1.734,9 -771,6 -44,5%
Verbindlichk. Kreditinstitute 7.736,1 7.614,6 121,5 1,6%
übrige Verbindlichk., RAP 11.938,5 9.557,5 2.381,0 24,9%
Summe Passiva 21.224,5 19.490,3 1.734,2 8,9%

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um +809,2 T€ (+7,5%) auf 11.644,8 T€ erhöht, da die Investitionen im Geschäftsjahr größer als die Abschreibungen waren.

Die Anlagenintensität betrug im Geschäftsjahr 54,9% (2022: 55,6%)

Der Bestand an Vorräten betrug 1.856,9 T€ und verringerte sich um -384,4 T€ (-17,2%).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Rechnungsabgrenzungsposten haben sich gegenüber dem Vorjahr um -450,7 T€ auf 4.630,5 T€ vermindert (-8,9%).

Die liquiden Mittel haben sich zum Jahresende um +1.760,1 T€ auf +3.092,3 T€ erhöht (+132,1%).

Das Eigenkapital blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Eigenkapitalquote betrug 2023 2,7% (2022: 3,0%) und die Eigenkapitalrentabilität 180,0% (2022: 132,4%).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch Neuaufnahme eines Darlehen abzüglich Regeltilgungen um +121,5 T€ erhöht, die übrigen Verbindlichkeiten haben sich insbesondere durch die Erhöhung gegenüber verbundenen Unternehmen um +2.384,3 T€ (+24,9%) erhöht.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Schwerpunkt der finanziellen Leistungsindikatoren der Geschäftsführung für die wirtschaftliche Unternehmenssteuerung liegt auf dem Rohertrag sowie dem Betriebsergebnis. Auf Grund wirtschaftlicher Erholung konnte der Rohertrag um +1.949,7 T€ und das Betriebsergebnis um +192,1 T€ gegenüber dem Vorjahresergebnis gesteigert werden.

4. Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere Prozessoptimierungen erfolgreich umgesetzt. Diese führen zu dauerhaft geringeren Personaleinsatz und Ressourcenverbrauch. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir daher weiterhin als gut ein. Unser Finanzmanagement ist bestrebt, alle Verbindlichkeiten unter Nutzung sämtlicher Skontoabzüge fristgerecht zu bezahlen. Durch langfristige gute Kundenbeziehung erhalten wir den Zahlungseingang für unsere Forderungen weitestgehend fristgerecht. Für überfällige Forderungen haben wir ein gut eingespieltes Mahnwesen. Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen werden durch liquide Mittel und das Vorratsvermögen abgedeckt.

III. Prognosebericht

Der Automobilmarkt zeigte sich zu Jahresbeginn 2024 in einer deutlich schlechteren Verfassung als noch im Jahr zuvor. Die Auftragseingänge bei Galfa lagen im ersten Quartal 24 im Schnitt 15% unterhalb des Vorjahresquartals und damit auch unterhalb der Erwartungen des Managements.

Allgemein herrscht scheinbar eine große Unsicherheit in Hinblick auf die Durchsetzbarkeit der politisch gewollten Umstellung von Verbrenner- auf Elektrofahrzeuge, was zu einer Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern führt.

Die bereits im letzten Geschäftsjahr begonnenen Zukunftsinvestitionen in Gebäude, Anlagen und Prozesse werden im Geschäftsjahr 2024 weiterverfolgt.

IV. Chancen- und Risikobericht

Ertragsorientierte Risiken für die Geschäftsentwicklung des Unternehmens liegen aus heutiger Sicht in der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Europa und der Welt bedingt durch die insbesondere in Deutschland vorhandene Rezession sowie den Geschäftsaussichten von für GALFA wesentlichen Automobilherstellern (z.B. Volkswagen, BMW, Daimler, Ford, JaguarLandrover), möglichen Auswirkungen protektionistischer Handelsbeschränkungen der EU gegenüber der Chinesischen Automobilindustrie, der weiterhin ungelösten Finanz- und Schuldenkrise der Euro-Staaten, dem zunehmenden Markteintritt chinesischer und taiwanesischer Firmen durch Akquisition deutscher Schraubenhersteller und den Folgen der nachlassenden Automobil-Exportnachfrage nach Asien, beispielsweise durch den schrittweisen Aufbau von lokalen Produktionskapazitäten durch die deutsche Automobilindustrie (insbesondere in China).

Mittelfristige Chancen ergeben sich für das Unternehmen möglicherweise durch den Anstieg an Hybridmotoren vor dem Hintergrund der erneuten öffentlich geführten Diskussion zum bereits beschlossenen Verbrenneraus. Auf Grundlage mehrerer Studien gehen wir davon aus, dass der Schraubenanteil von Hybridmotoren im Vergleich zu reinen Verbrennungsmotoren eher ansteigt und sich in diesem Bereich für GALFA zusätzliche Innovationsmöglichkeiten ergeben.

Wesentliche Kostenrisiken bestehen insbesondere aufgrund der gestiegenen Energie-, Chemie-, Metall-, und Transportkosten sowie der Lohnentwicklung für Fach- und Führungskräfte.

Technische Risiken bestehen bei der funktionellen, zeitlichen und kommerziellen Umsetzung von laufenden und geplanten Anlageninvestitionen.

Darüber hinaus stellt die Gewinnung von qualifiziertem Personal in strukturschwachen Regionen eine zunehmende Herausforderung dar, welcher durch verstärkte interne Ausbildung begegnet werden soll. Auch sind weitere umweltpolitische Restriktionen im Bereich von Beschichtungen (etwa durch weitere REACH-Verordnungen) mögliche Risiken für unseren Geschäftsverlauf.

Weitere schwerwiegende Risiken sind nicht zu erkennen. Die Produktionsverfahren sind technisch erprobt und werden durch kontinuierliche Verbesserungen laufend optimiert. Innovationen und Verfahrensanpassungen werden nur in enger Abstimmung mit unseren Kunden im Markt eingeführt. Zur Beherrschung von Qualitäts- und Umweltrisiken existiert ein zertifiziertes Qualitäts- und Umwelt-Managementsystem nach ISO/IATF 16949, ISO 14001 und ISO 50001.

Regelmäßige Wirtschaftlichkeitsanalysen und EDV-gesteuerte Kennzahlen ermöglichen eine transparente und zielgerichtete Steuerung des Unternehmens im Tagesgeschäft.

 

Finsterwalde, den 24. Juni 2024

Dr. Clemens Nöller, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.644.845,43 10.835.637,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.258,00 7.455,00
II. Sachanlagen 11.642.587,43 10.828.182,52
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.858.543,88 3.782.459,88
2. technische Anlagen und Maschinen 5.453.774,00 6.658.160,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.391,00 387.561,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.111.878,55
B. Umlaufvermögen 9.569.273,32 8.632.017,20
I. Vorräte 1.856.860,22 2.241.288,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.223.013,38 5.160.673,66
1. Forderungen gegen Gesellschafter 1.570.000,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 32.895,62 102.157,86
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.620.117,76 5.058.515,80
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.489.399,72 1.230.055,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.412,19 22.645,05
Summe Aktiva 21.224.530,94 19.490.299,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 576.403,57 583.073,12
I. Kapitalanteile 500.000,00 506.669,55
1. Kapitalanteile persönlich haftender Gesellschafter 476,00 7.145,55
2. Kapitalanteile Kommanditisten 499.524,00 499.524,00
II. Rücklagen 76.403,57 76.403,57
III. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 963.312,32 1.734.889,65
C. Verbindlichkeiten 19.684.815,05 17.172.337,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.736.112,78 7.614.649,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.653.500,00 1.981.400,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.082.612,78 5.633.249,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.598.723,22 8.233.779,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.598.723,22 8.233.779,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 222,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 222,64
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.349.979,05 1.323.685,64
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.349.979,05 1.323.685,64
Summe Passiva 21.224.530,94 19.490.299,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 21.912.360,47 19.948.677,69
2. Personalaufwand 9.678.504,21 8.699.280,78
a) Löhne und Gehälter 7.727.973,54 6.811.106,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.950.530,67 1.888.174,32
3. Abschreibungen 1.902.134,84 2.019.101,87
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.902.134,84 2.019.101,87
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.406.257,51 7.497.032,08
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.929,25 84,45
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 312.528,04 167.769,67
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 573.202,96 785.598,02
8. Ergebnis nach Steuern 1.044.662,16 779.979,72
9. sonstige Steuern 6.980,45 7.656,08
10. Jahresüberschuss 1.037.681,71 772.323,64
11. Gutschrift auf Kapitalkonten 0,00 735,25
12. Gutschrift auf Verbindlichkeitskonten 1.037.681,71 771.588,39
13. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen, zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Allgemeine Angaben

Firma: Galfa GmbH & Co. KG
Sitz: Finsterwalde
Handelsregister: Amtsgericht Cottbus, HRA 2857 CB

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der GALFA Industriegalvanik GmbH auf Grund des Umwandlungsbeschlusses vom 29.08.2013. Die Gesellschaft ist nunmehr eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus unter HRA 2857 CB. Die Eintragung des Formwechsels erfolgte am 27.09.2013.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die GALFA Verwaltung GmbH, Finsterwalde, (Amtsgericht Cottbus, HRB 11248 CB) mit einem Stammkapital von € 25.000,00. Es lagen Handelsregisterauszüge vom 26.03.2021 vor.

Die gesellschaftsrechtlich im Vertrag vom 29.08.2013 vereinbarten Kapitaleinlagen betragen:

EUR
GALFA Verwaltung GmbH als Komplementärin 476,00
OT Oberflächentechnik Holding GmbH als Kommanditistin 499.524,00
500.000,00

Gegenstand des Unternehmens ist die funktionelle Oberflächenbeschichtung von metallischen Massenartikeln.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der GALFA GmbH Co. KG für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Unfertige Leistungen werden aktiviert. Die Verrechnungskonten der Gesellschafter werden unter Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter und nicht innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der § 238 ff. HGB. Die Wertansätze aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden fortgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögensposten und Schulden erfolgt unter going-concern-Gesichtspunkten.

Die Bewertung der Wirtschaftsgüter erfolgte nach den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung. Der Grundsatz der Einzelbewertung nach § 252 HGB wurde beachtet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Einkaufspreisen bewertet. Unfertige Leistungen wurden zu Herstellkosten bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt und soweit notwendig gem. § 256a HGB zum Stichtag neu bewertet.

In den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich keine mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Geldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Bestandsaufnahmen bzw. Kontoauszügen vom Bilanzstichtag.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Veränderungen der Bewertungsparameter, Preis- und Wertsteigerungen wurden berücksichtigt. Bei der Bewertung wurde das Abzinsungsgebot beachtet. Die Abzinsung erfolgte auf Basis eines von der Bundesbank aus den Marktzinsen ermittelten Rechnungszinssatzes.

Der Ansatz der Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind abgestimmt.

C. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem dargestellten Verbindlichkeitenspiegel. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten TEUR 69,5 Verbindlichkeiten aus Steuern und TEUR 6,5 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Kommanditistin haben keine festgelegte Laufzeit.

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
1. Pensionen 251,8
2. Gewerbesteuer 81,6
3. Urlaub 149,0
4. Bonus 100,1
5. Gewährleistung 303,9
6. Überstunden 50,9
7. Jahresabschlusserstellung und Steuererklärungen 15,0
9. Jahresabschlussprüfung 11,0
963,3

Die Rückstellungswerte für die laufenden Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus dem versicherungsmathematischen Gutachten der AON Solutions Germany GmbH, vom 15.03.2024. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode i.S.v. IAS 19). Der Zinsatz für die Rückstellungsermittlung wurde auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung bestimmt und beläuft sich auf 1,82 %. Der Unterschiedsbetrag zur Pensionsrückstellung auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt und beträgt 4.189,- EUR.

Die Bewertung erfolgte unter Verwendung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln (RT 2018 G). Als Pensionsalter wurde das Alter des voraussichtlichen Renteneintritts von 65 festgelegt. Der Abzinsungsaufwand beträgt 3.632,- EUR, der Personalaufwand 44.088,- EUR.

Die Pensionsrückstellung entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:

Stand 01.01.2023
EUR
Auflösung (A) Verbrauch (V)
EUR
Zuführung 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
lfd. Pensionsverpfl. 204.085,00 0,00 47.720,00 251.805,00
204.085,00 0,00 47.720,00 251.805,00

In der Steuerbilanz zeigen die Pensionsrückstellungen folgende Entwicklung:

Stand 01.01.2023
EUR
Auflösung (A) Verbrauch (V)
EUR
Zuführung 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
lfd. Pensionsverpfl. 91.337,00 0,00 25.894,00 117.231,00
91.337,00 0,00 25.894,00 117.231,00

Die Rückstellungen entsprechen den steuerlichen Teilwerten der Verpflichtungen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 Prozent. Die Bewertung erfolgte unter Verwendung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln (RT 2018 G).

Die Gewährleistungsrückstellungen wurden für zwei Kundenreklamationen gebildet. Der darin enthaltene Betrag von TEUR 260,0 soll die voraussichtliche Kosten einer Abwehr von Ansprüchen aus einem möglichen Rechtsstreit mit zwei Kunden Rechnung tragen.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen überwiegend die Leistungen aus Oberflächenbeschichtungen.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es insbesondere um die Verrechnung von Sachbezügen in Höhe von TEUR 134,4 sowie um Transportkostenerstattungen in Höhe von TEUR 62,6.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind in Höhe von TEUR 1.879,9 vorgenommen worden.

In den sonstigen Aufwendungen sind u. a. Fahrzeugkosten mit TEUR 186,9, Instandhaltungsaufwendungen mit TEUR 2.640,7 und Kosten der Warenabgabe von TEUR 1.414,6 enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag sind mit TEUR 573,2 erfasst. Der Jahresüberschuss ist den Verrechnungskonten der Gesellschafter gutgeschrieben worden.

E. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 175 Arbeitnehmer ohne Auszubildende beschäftigt. Zum 31.12.2023 beschäftigte die Gesellschaft 176 Arbeitnehmer und 5 Auszubildende.

Die Bezüge der Geschäftsführer werden mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht genannt.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße GmbH & Co. KG und prüfungspflichtig, da die GmbH alleinige Komplementärin ist. Sie hat daher den Jahresabschluss bis spätestens zum Ablauf des zwölften Monats nach dem Abschlussstichtag mit dem Bestätigungsvermerk versehen zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB liegen nicht vor.

Die GALFA Verwaltung GmbH vertritt die Gesellschaft als persönlich haftende Gesellschafterin allein. Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

- Dr. Clemens Nöller (ab dem 09.01.2019)

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Frau Cirstin Rothe, Leiterin der Buchhaltung, ist Einzelprokura bei der GALFA GmbH & Co. KG erteilt. Herr Norbert Lewan vertritt die GALFA GmbH & Co. KG als Prokurist gemeinsam mit einem persönlich haftenden Gesellschafter oder einem anderen Prokuristen.

Sonstige Haftungsrisiken

Die Gesellschaft ist gegenüber der Sparkasse Elbe Elster verpflichtet folgende Sicherheiten zu leisten:

- Grundschulden über EUR 5 Mio. am Objekt Pflaumenallee 4, Finsterwalde

- Grundschulden über EUR 6 Mio. am Objekt Albert-Einstein-Str. 4, Massen

- Sicherungsübereignung von Sachen gemäß gesonderter Verträge

- Raumsicherungsübereignung Inventar

- Abtretung von Forderungen gemäß gesondertem Zessionsvertrag

Die Kommanditistin ist gegenüber der Sparkasse Elbe Elster verpflichtet folgende Sicherheiten zu leisten:

- Bürgschaft von EUR 8,7 Mio.

Haftungsrisiken - z. B. wegen Altansprüchen auf den Grundbesitz - sind nicht erkennbar. Auch Haftungen aus Garantien oder Schadensfällen sind bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht bekannt geworden. Weitere vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse bestehen mithin nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind:

Folgejahr
EUR
insgesamt
EUR
Mietverträge jährlich kündbar 127.048,80 127.048,80
Leasingverträge KFZ jährlich kündbar 55.717,68 135.222,97
Verpflichtungen aus Wartungsverträgen jährlich kündbar 74.325,48 74.325,48
257.091,96 336.597,25

Ergebnisverwendungsvorschlag gemäß § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, vom Jahresüberschuss von € 1.037.681,71 einen Betrag von € 1.037.681,71 dem Konto Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter gut zu schreiben.

 

Finsterwalde

Dr. Clemens Nöller, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 913.988,59 17.013,90 0,00 0,00 931.002,49
913.988,59 17.013,90 0,00 0,00 931.002,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.113.709,19 112.614,74 0,00 185.759,79 8.412.083,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.335.774,17 659.116,39 0,00 -1.209.299,12 26.785.591,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.017.285,71 312.798,02 377.048,24 521.460,48 2.474.495,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.609.799,70 0,00 502.078,85 2.111.878,55
37.466.769,07 2.694.328,85 377.048,24 0,00 39.784.049,68
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
38.380.757,66 2.711.342,75 377.048,24 0,00 40.715.052,17
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 906.533,59 22.210,90 0,00 0,00 928.744,49
906.533,59 22.210,90 0,00 0,00 928.744,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.331.249,31 222.290,53 0,00 0,00 4.553.539,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.677.613,50 1.462.418,39 0,00 -808.214,45 21.331.817,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.629.723,74 195.215,02 377.048,24 808.214,45 2.256.104,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
26.638.586,55 1.879.923,94 377.048,24 0,00 28.141.462,25
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
27.545.120,14 1.902.134,84 377.048,24 0,00 29.070.206,74
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.258,00 7.455,00
2.258,00 7.455,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.858.543,88 3.782.459,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.453.774,00 6.658.160,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.391,00 387.561,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.111.878,55 0,00
11.642.587,43 10.828.182,52
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen 0,00 0,00
0,00 0,00
11.644.845,43 10.835.637,52

Verbindlichkeitenspiegel

Laufzeit durch Grundpfandrechte
bis zu 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
gesichert
T€
Sparkasse Elbe Elster 1.051,2 3.425,3 0,0 4.476,5 11.000,0
Sparkasse Elbe Elster 25,0 420,3 711,5 1.156,8 9.400,0
KFW-Bank 375,0 562,5 0,0 937,5 0,0
Deutsche Leasing 166,7 703,7 201,2 1.071,6 0,0
Still Financial Service 8,5 31,0 0,0 39,5 0,0
Still Financial Service 6,9 13,8 0,0 20,7 0,0
SOS Rentals 20,2 13,4 0,0 33,6 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.854,0 0,0 0,0 1.854,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 9.598,7 0,0 0,0 9.598,7 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber U. mit Beteiligung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 496,0 0,0 0,0 496,0 0,0
13.602,2 5.170,0 912,7 19.684,9

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.02.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Galfa GmbH & Co. KG, Finsterwalde

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der GALFA GmbH & Co. KG, Finsterwalde, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GALFA GmbH & Co. KG, Finsterwalde, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichend geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit dafür zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

Ø identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

Ø gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystems und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

Ø beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

Ø ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

Ø beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

Ø beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

Ø führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientieren Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Berlin, den 10.10.2024

Dipl.-Kfm. Wolfgang Gehrmann, Wirtschaftsprüfer

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