Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 532
Eingetragen
2.5.2006
Branche
Herstellung von Würzmitteln und SoßenGroßhandel mit Fisch und FischerzeugnissenGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
Der Ankauf, die Verarbeitung, der Vertrieb, Handel sowie der Im- und Export von Feinkostartikeln aller Art vornehmlich Ketchup, Senf und Mayonnaise sowie Weinen, Saft und Fruchtaufstrich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Walter Schult
seit 10.5.2023
Geschäftsführer
Tim Walter
seit 28.6.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Helena Saumweber-Mildenhall
35.40%
32.30%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Helena Saumweber-Mildenhall
Dubai
9.520 €
35.40%
Berg
8.680 €
32.30%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Werder Feinkost GmbH

Werder (Havel)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.528,00 166.118,00
75.528,00 166.118,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 414,00 2.043,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.703.107,00 1.441.482,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 484.829,00 445.167,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 899.000,00
4.188.350,00 2.787.692,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.533.005,00 1.533.005,00
1.533.005,00 1.533.005,00
5.796.883,00 4.486.815,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.527.646,93 3.335.691,63
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.056.305,64 3.296.167,96
13.583.952,57 6.631.859,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.654.447,14 9.227.650,49
2. Sonstige Vermögensgegenstände 264.378,95 1.441.131,37
9.918.826,09 10.668.781,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 137.875,80 527.801,16
23.640.654,46 17.828.442,61
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 59.924,66 35.638,42
29.497.462,12 22.350.896,03

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.880,00 26.880,00
II. Kapitalrücklage 476.411,98 476.411,98
III. Gewinnvortrag 14.744.341,80 12.379.607,18
IV. Jahresüberschuss 1.456.962,57 2.364.734,62
16.704.596,35 15.247.633,78
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.250.088,89 188.386,52
2. Sonstige Rückstellungen 4.048.676,60 2.152.403,86
5.298.765,49 2.340.790,38
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.127.383,49 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.300.577,30 4.699.696,09
3. Sonstige Verbindlichkeiten 66.139,49 62.775,78
- davon aus Steuern: EUR 49.028,53 (Vorjahr: EUR 43.189,73)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3,41 (Vorjahr: EUR 3.173,99)
7.494.100,28 4.762.471,87
29.497.462,12 22.350.896,03

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 17.665.216,21 14.930.483,19
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.415.460,13 -2.899.337,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -706.713,19 -591.055,34
- davon für Altersversorgung: EUR 28.660,49 (Vorjahr: EUR 4.025,00)
-4.122.173,32 -3.490.392,84
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vernögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -785.679,98 -751.897,41
-785.679,98 -751.897,41
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.889.682,96 -7.364.339,84
5. Betriebsergebnis 2.867.679,95 3.323.853,10
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 1.022,32
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57,04 180,44
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -123.664,38 -180,93
9. Finanzergebnis -123.607,34 1.021,83
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.284.093,37 -957.307,32
11. Ergebnis nach Steuern 1.459.979,24 2.367.567,61
12. Sonstige Steuern -3.016,67 -2.832,99
13. Jahresüberschuss 1.456.962,57 2.364.734,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 276 S. 1 HGB wurden nicht in Anspruch genommen. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Angaben zum Registergericht:

Firma: Werder Feinkost GmbH
Sitz: Werder (Havel)
Registergericht: Amtsgericht Potsdam
Registernummer: HRB 532 P

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige (linear und zeitanteilig) Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (drei Jahre) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (linear und zeitanteilig) entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bei beweglichen Anlagegegenständen (3 bis 15 Jahre), bei Bauten und Einbauten 4 bis 25 Jahre, abgeschrieben. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten aktiviert und Anschaffungskostenminderungen abgesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Wert von netto EUR 800,00 im Jahr des Zugangs aktiviert und vollständig abgeschrieben. Die Anschaffungskosten werden im Anschaffungsjahr als Abgang erfasst.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, die im Jahr 2023 fertiggestellt wurden, wurden im Vorjahr mit dem Nennwert als Anschaffungskosten bilanziert.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Der Posten enthält ausschließlich im Depot hinterlegtes Barrengold.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungsgemeinkosten wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensstände werden mit dem Nennwert bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern für das laufende Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalkosten (TEUR 53; Vj: TEUR 41), Jahresboni und Rabatte (TEUR 1.939; Vj: TEUR 1.740), sonstige Kosten (TEUR 47; Vj: TEUR 61), Umsatzvergütungen (TEUR 47; Vj: TEUR 58), Altersteilzeit (TEUR 101; Vj: TEUR 59), Drohverlustrückstellung aus Lieferabkommen (TEUR 1.700, Vj: TEUR 0) sowie Tantiemezahlungen (TEUR 161; Vj: TEUR 193).

Die Fristen der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamt bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichk.gegenüber Kreditinstituten 4.127 4.127
Vorjahr 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.301 3.301 0 0
Vorjahr 4.700 4.700 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 66 66 0 0
Vorjahr 63 63 0 0
Summe 7.494 7.494 0 0
Vorjahr 4.763 4.763 0 0

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um einen nicht besicherten Kontokorrentkredit.

IV. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (nach dem Bilanzstichtag fällige Zahlungsverpflichtungen) stellen sich wie folgt dar:

Gesamt bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus
- Mietverträgen 4.265 791 2.634 840
- Technik 33 11 22 0
Summe 4.298 802 2.656 840

Zudem sind Investitionen von rund TEUR 150 geplant.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 77 (Vj: 73) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 17 (Vj: 14) Angestellte und 60 (Vj: 59) gewerbliche Arbeitnehmer. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Jutta Geiger-Saumweber, Berg ausgeübter Beruf:
Gesellschafter-Geschäftsführer
Tim Walter, Werder ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer Personal, Produktion, Technik/EDV
Stefan Schult, Hamburg (seit 27.01.2023) ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer Beschaffung, Vertrieb, Logistik, Marketing

Zudem hat sich die Gesellschaft entschieden einen Beirat einzurichten. Der Beirat setzt sich zusammen aus Herrn Dr. Christian Kirnberger, Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 1.457 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Werder (Havel), 23.09.2024

gez.

Jutta Geiger-Saumweber, Geschäftsführer

Tim Walter, Geschäftsführer

Stefan Schult, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENS TÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.809,43 0,00 0,00 0,00 351.809,43
351.809,43 0,00 0,00 0,00 351.809,43
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 300.357,10 0,00 0,00 0,00 300.357,10
Technische Anlagen und Maschinen 7.982.825,78 1.931.912,79 899.000,00 1.639.264,31 9.174.474,26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.802.381,31 248.593,19 0,00 79.210,62 1.971.763,88
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 899.000,00 0,00 -899.000,00 0,00 0,00
10.984.564,19 2.180.505,98 0,00 1.718.474,93 11.446.595,24
FINANZANLAGEN 1.533.005,00 0,00 0,00 0,00 1.533.005,00
12.869.378,62 2.180.505,98 0,00 1.718.474,93 13.331.409,67
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENS TÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185.691,43 90.590,00 0,00 276.281,43
185.691,43 90.590,00 0,00 276.281,43
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 298.314,10 1.629,00 0,00 299.943,10
Technische Anlagen und Maschinen 6.541.343,78 509.039,79 1.579.016,31 5.471.367,26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.357.214,31 184.421,19 54.700,62 1.486.934,88
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.196.872,19 695.089,98 1.633.716,93 7.258.245,24
FINANZANLAGEN 0,00 0,00 0,00 0,00
8.382.563,62 785.679,98 1.633.716,93 7.534.526,67
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENS TÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.528,00 166.118,00
75.528,00 166.118,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 414,00 2.043,00
Technische Anlagen und Maschinen 3.703.107,00 1.441.482,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 484.829,00 445.167,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 899.000,00
4.188.350,00 2.787.692,00
FINANZANLAGEN 1.533.005,00 1.533.005,00
5.796.883,00 4.486.815,00

Lagebericht 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Ziele und Strategien.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II. Geschäftsverlauf

III. Lage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

a) Kapitalstruktur

b) Investitionen

c) Liquidität

3. Vermögenslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Risikobericht

a) Risiken

b) Risikobericht in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

3. Chancenbericht

4. Gesamtaussage

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Jahr 1873 ist der Ursprung des Unternehmens, das sich aus einer Vielzahl kleiner Firmen entwickelte, die bis zum 2. Weltkrieg frisches Obst und Gemüse aus Werder zu Fruchtsaft, Obstwein, Marmelade und Gemüsekonserven verarbeiteten. Nach dem 2. Weltkrieg wurden fünf dieser Firmen enteignet und in volkseigene Betriebe umgewandelt. Seit 1958 sind wir auf die Herstellung von Tomatenketchup sowie auf die Verarbeitung von Obst und Gemüse spezialisiert. 1980 entstand aus vier bis dahin noch existierenden Betrieben das Volkseigene Kombinat "Havelland Werder". Nach 1990 wurde aus Teilen des Kombinates die "Werdersche Wein & Früchte GmbH" gegründet, welche das bestehende Sortiment weiterführte, aber auch neue Produktideen entwickelte. Seit 1992 entwickelte sich die Werder Feinkost GmbH, im Folgenden WFK, durch Know How und starkes Engagement der heutigen Inhaber sowie durch die Erfahrungen der hoch motivierten Mitarbeiter zu einem leistungsfähigen und kompetenten Markenartikelunternehmen in Gesamtdeutschland mit führender Position in den neuen Bundesländern.

II. Ziele und Strategien

Die Ertragslage von WFK ist durch Fokussierung auf Qualitätsprodukte gekennzeichnet. Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, überprüft WFK regelmäßig das Produktportfolio auf Marktaktualität und einer zukunftsorientierten Produktstrategie. Das Sortiment soll sich dafür konsequent an den Bedürfnissen der Verbraucher ausrichten. Die aktuellen Ernährungstrends werden kurz- und mittelfristig in den Produktinnovationen des Unternehmens aufgegriffen. Darüber hinaus ergeben sich durch die enge Vernetzung mit den Handelspartnern weiterhin gute Vermarktungsmöglichkeiten, um die Marke "Werder" in der nationalen Präsenz zu stärken.

Die Unternehmenspolitik von WFK ist darauf ausgerichtet, ein ganzheitliches Konzept zum Schutz der Umwelt umzusetzen, dass sowohl die Optimierung des betrieblichen Umweltschutzes als auch des regionalen Lebensumfeldes einschließt. Dazu zählen beispielsweise der effiziente Einsatz von Energie, der sparsame Einsatz von Wasser, die Vermeidung von Abfällen oder die Minimierung des Hilfsstoffverbrauchs. Aus Gründen der Umweltverträglichkeit wird außerdem fast ausschließlich mit recyclebaren Materialien, Verpackungen und Rohstoffen gearbeitet. So sind die Glasgefäße (Flaschen, Gläser und Karaffen) aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, wobei der wesentliche Bestandteil bei der Glasherstellung Recyclingmaterial ist, das mit bis zu 70 Prozent in die Neuherstellung einfließt; dies führt zur Verringerung der Schmelzenergie.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Festzuhalten ist, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % gesunken ist. Im Jahr 2022 war das BIP um 1,8 % verglichen zu 2021 gestiegen.

Die WFK war trotz der äußeren Rahmenbedingungen ein verlässlicher und fairer Partner und konnte gemeinsam mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) die besonderen Herausforderungen dieser Zeit meistern. Nach wie vor konnten hier durch nachhaltige Arbeit, Besinnung auf die Kernkompetenzen, Bündelung und Optimierung von Arbeitsprozessen die über viele Jahre bestehenden Kundenbeziehungen weiter ausgebaut und gestärkt werden.

II. Geschäftsverlauf

Auch das Jahr 2023 war geprägt von signifikant steigenden Preisen im Vergleich mit dem Jahr 2022. Dies betraf insbesondere die Bereiche Roh- und Verpackungsstoffe sowie Lohn- und Gehaltskosten. Die Lieferengpässe der vergangenen zwei Jahre haben sich etwas entspannt, was auch auf die deutliche Ausweitung des Lieferantenportfolios von WFK, sowie auf eine deutliche höhere Bevorratung von Roh- und Verpackung zurückzuführen ist.

Im Geschäftsjahr 2023 lagen die Umsätze der Gesellschaft mit TEUR 34.462 um TEUR 6.254 (22 %) über dem Vorjahr. Hintergrund für diese Steigerung sind die am Markt durchgesetzten Erhöhungen für Roh- und Verpackungsstoffe.

Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber 2022 aufgrund gestiegener Kosten und erhöhten Wareneinkäufen auf TEUR 2.865 verringert. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.457 (Vj: TEUR 2.365) ab.

Die Lieferketten für Roh- und Verpackungsmaterialien wurden trotz erheblicher Störungen erfolgreich verwaltet. Durch sofortige Abrufe nach Abschluss der Ernte sowie die Integration zusätzlicher Lieferanten von Tomatenmark konnte WFK Engpässen entgegenwirken. Der Mangel an Fachkräften in der gesamten Wirtschaft, insbesondere im produzierenden Gewerbe und in der Logistik, hat die Rahmenbedingungen im Vergleich zu 2022 weiter verschärft.

Die von der Geschäftsführung erwartete spürbare Umsatzsteigerung auf der Grundlage wurde erreicht. Die Einschätzung der Geschäftsführung, dass das Jahresergebnis etwa genauso hoch wie im Jahr 2022 ist, hat sich nicht bestätigt, da der Jahresüberschuss um TEUR 908 auf TEUR 1.457 gesunken ist.

III. Lage

1. Ertragslage

Die Gesellschaft hat bei einer Gesamtleistung von TEUR 36.222 und einem Materialaufwand von TEUR 18.771 ein Rohergebnis (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung - Materialaufwand) von TEUR 17.451 erzielt. Das Rohergebnis ist im Vergleich zu 2022 um TEUR 2.752 gestiegen. Nach der Addition der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 215 und nach Abzug der Personalkosten von TEUR 4.122, der Abschreibungen von TEUR 786 und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 9.893 (einschließlich der sonstigen Steuern) verbleibt ein Betriebsergebnis von TEUR 2.865. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (TEUR -124) und der Ertragsteuern (TEUR 1.284) endet das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.457 (Vj: TEUR 2.365). Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen betrieblichen Aufwendungen (2.526 TEUR), Personal- (632 TEUR) und Finanzierungskosten (125 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine gebuchte Drohverlustrückstellung von TEUR 1.700.

2. Finanzlage

a) Kapitalstruktur

Unter Einbeziehung des Jahresüberschusses beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag TEUR 16.704 (Vj: TEUR 15.248) und ist damit zum Vergleichsjahr 2022 um TEUR 1.456 gestiegen. Aufgrund der Zunahme der Rückstellungen (Steuer- und sonstige Rückstellungen, TEUR 2.959) und der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (TEUR 4.127) bei gleichzeitiger Minderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-1.399), ist die Eigenkapitalquote von 68 % in 2022 auf 57 % in 2023 gesunken.

Mit einem Eigenkapitalanteil von 57 % der Bilanzsumme ist die Kapitalstruktur weiterhin gut. Der Verschuldungsgrad ((Fremdkapital + Rückstellungen) / Eigenkapital) ist mit 77 % gegenüber 2022 gestiegen. Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen (TEUR 12.793) sind durch liquide Mittel (TEUR 138) nicht gedeckt.

b) Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die geplanten umfassenden Modernisierungsinvestitionen erfolgreich abgeschlossen. Daher sind für das Jahr 2024 keine größeren Investitionen geplant.

Aufgrund der bevorstehenden Planungen und Umbaumaßnahmen der Stadt Werder im Bereich des Bahnhofs und der Unterführung der Bahnstrecke wird es in absehbarer Zeit zu deutlich größeren logistischen Herausforderungen am jetzigen Standort kommen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 2.831 in technische Anlagen und Maschinen, davon TEUR 899 aus im Jahr 2022 geleisteten Anzahlungen, und TEUR 249 in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Das geplante Investitionsvolumen für 2024 wird wesentlich geringer ausfallen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft unverändert TEUR 1.533 im Finanzanlagevermögen angelegt.

Der Buchwert der Abgänge der technischen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt TEUR 85. Diesen Abgängen stehen Erlöse von TEUR 42 gegenüber. Die Abgänge betreffen voll abgeschriebene technische Anlagen und Maschinen, Fahrzeuge, sonstige Transportmittel, geringwertige Wirtschaftsgüter und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Jahr 2023 wurde der vollständige Markenrelaunch abgeschlossen. Dabei wurde die Produktpalette überarbeitet und bereinigt.

c) Liquidität

Die Gesellschaft ermittelt den Cash-Flow in Anlehnung an den DRS 21 der Deutschen Rechnungslegungsstandards Committee. Danach beträgt der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR -2.379 (Vj: TEUR 1.634). Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -2.139 (Vj: TEUR -1.943) und der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR 4.127 (Vj: TEUR 0). Die zahlungswirksamen Veränderungen betragen insgesamt TEUR -390 so dass sich der Bestand an liquiden Mitteln im Vorjahresvergleich auf TEUR 138 verringert hat.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag 2022 um TEUR 7.146 (32 %) erhöht. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite durch ein Anlagevermögen von insgesamt TEUR 5.797 (Vj: TEUR 4.486) und ein Umlaufvermögen von TEUR 23.640 (Vj: TEUR 17.829) geprägt. Unter Einbeziehung der Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 60 (Vj: TEUR 36) ergibt sich eine Bilanzsumme von TEUR 29.497 (Vj: TEUR 22.351).

Unter dem Anlagevermögen sind im Wesentlichen Software (TEUR 76), Technische Anlagen und Maschinen (TEUR 3.703) sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 485) ausgewiesen. Einen weiteren wesentlichen Posten bilden die Wertpapiere des Anlagevermögens mit TEUR 1.533. Das Anlagevermögen stellt 20 % der Bilanzsumme und ist vollständig durch langfristiges Kapital (Eigenkapital) gedeckt.

Das Umlaufvermögen bildet 80 % der Bilanzsumme und setzt sich zum Bilanzstichtag 2023 im Wesentlichen aus Rohstoffen (TEUR 8.528), den fertigen Erzeugnissen und Waren (TEUR 5.056), den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 9.654), sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 264) sowie den flüssigen Mitteln (TEUR 138) zusammen. Künftige Aufwendungen sind mit TEUR 60 abgegrenzt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzrendite ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und beträgt 4,23%. Die Eigenkapitalquote beträgt 57 % (Vj: 68 %). Der EBITDA beträgt im Geschäftsjahr TEUR 3.653 und im Vorjahr TEUR 4.073. Die Minderung von TEUR 422 im Vergleich zum Vorjahr ist begründet durch erhöhte Kosten für Roh- und Verpackungswaren sowie eine Drohverlustrückstellung von TEUR 1.700 im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Vorgaben für das nächste Geschäftsjahr ergeben sich aus einer Planung, die jeweils im laufenden Geschäftsjahr für das künftige Geschäftsjahr verabschiedet wird. Im Hinblick auf kurzfristige Marktveränderungen steht WFK im engen Austausch mit seinen Händlern und Lieferanten, so dass die jeweiligen Erkenntnisse in Form eines monatlichen Reporting der Geschäftsführung als Entscheidungsgrundlage dient.

Die anhaltende Kriegssituation in der Ukraine führt weiterhin zu Problemen bei der Beschaffung. Inzwischen hat sich die Situation der Beschaffung aus dieser Region jedoch etwas entspannt. Seit Oktober 2023 kommen Spannungen aus dem Nahen Osten hinzu, was die Beschaffung aus Fernost beinträchtigen könnte. Aus diesem Grund hat sich die Gesellschaft entschlossen eine entsprechend hohe Eindeckung speziell mit Tomatenmark vorzunehmen.

Zudem hat sich die angespannte Logistiksituation aufgrund von Fahrermangel zusätzlich verschärft. Das Zinsniveau ist auf hohem Niveau stabil und wird sich tendenziell leicht absenken. Eine Fremdfinanzierung von Zukunftsinvestitionen bleibt aber unattraktiv. Das hohe Ausmaß an bürokratischen Anforderungen wird die Planungssicherheit für Investoren aus dem In-/Ausland weiter beeinflussen. Hinzu kommen die Effekte aus dem erheblichen Fachkräftemangel und die Kostenbelastung für Unternehmen u.a. aufgrund weiterhin steigenden Lohn- und Gehaltskosten.

Die Preise für einzelne Roh- und Verpackungswaren werden voraussichtlich stabil bleiben.

Deutliche Kostensteigerungen erwartet die Geschäftsführung weiterhin im Personal- und Logistikbereich, sowie bei den Instandhaltungskosten, was in der Jahresplanung berücksichtigt wurde.

Diese wesentlichen Annahmen zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 sind in die Planung eingeflossen. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung für 2024 von einer leicht defensiven Mengen- und Umsatzplanung aus. Der Jahresüberschuss 2024 wird voraussichtlich im Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2023 leicht ansteigen. Bei dem Umsatz geht die Geschäftsführung von einem moderaten Anstieg aus.

2. Risikobericht

a) Risiken

Der weitere Verlauf des Ukraine Konflikts und die jüngsten Entwicklungen in Nahost sowie deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind in Gänze zum heutigen Zeitpunkt noch nicht überschaubar.

Aufgrund von Marktverdrängung auf Industrie- und Handelsebene entsteht eine zunehmende Abhängigkeit. Weiterhin versuchen Mitbewerber Marktanteile im Stammgebiet von WFK für sich zu gewinnen. Wir werden weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität dieser Herausforderung begegnen. Die IFS-Zertifizierung (höheres Niveau im Rahmen eines unangekündigten Audits) und die Bio-Zertifizierung konnten wiederum erfolgreich abgeschlossen werden.

Wir erwarten auf der Beschaffungsseite eine leichte Entspannung in Form einer erhöhten Verfügbarkeit und stabilen Preisen von einigen Roh- und Verpackungswaren gegenüber 2023. Entgegengesetzt werden Energie-, Personal- und Logistikkosten weiterhin steigen.

Der Fachkräftemangel, sowie die nach wie vor vorhandene Inflation bei relativ hohem Zinsniveau wird WFK belasten.

Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch langjährige partnerschaftliche Lieferantenkontakte sowie einer breiten Aufstellung mit europaweit tätigen Lieferanten. Seit vielen Jahren betreibt WFK eine Mehrlieferantenstrategie, die im Jahr 2023 nochmals erweitert wurde. Darüber hinaus war es unabdingbar, dass die Lagerbestandsvorhaltung stark erhöht werden musste, um die kontinuierliche Warenverfügbarkeit zu gewährleisten.

b) Risikobericht in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere des Anlagevermögens, sonstige Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. WFK finanziert sich im kurz -und langfristigen Bereich überwiegend aus Eigenkapital. Die Liquidität entwickelt sich gemäß unserer Planung, wobei die liquiden Mittel durch den Aufbau des Vorratsbestand im Wesentlichen aufgebraucht wurden. Rücklagen bestehen noch im Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens. Weitere Finanzinstrumente werden im Unternehmen nicht eingesetzt.

3. Chancenbericht

Die über die Region hinaus beliebten Ketchup-/Saucenprodukte in Verbindung mit der Traditionsmarke "Werder" haben einen starken Rückhalt im Markt. Darüber hinaus verfügt WFK über eine stabile Eigenkapitalbasis, mit der negative Entwicklungen aufgefangen werden können.

Des Weiteren hat Werder Feinkost das Sortiment in Bezug auf Verbraucher- und Markttrends überarbeitet und entsprechende neue Produktvarianten und Promotionsvarianten im Markt lanciert, die für eine Belebung des Absatzes sorgen sollen. Diese werden durch werbliche Maßnahmen entsprechend unterstützt.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine Vielzahl von langfristigen Lieferanten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in unseren eigenen Geschäftsräumen befindlichen Labor bzw. externen Laboren durch. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch langjährige partnerschaftliche Lieferantenkontrakte. Die wirtschaftlichen Entwicklungen eröffnen Möglichkeiten den Vertrieb auf andere Regionen Deutschlands auszudehnen.

4. Gesamtaussage

Unsere Ertragslage ist durch Fokussierung auf Qualitätsprodukte gekennzeichnet. Um die seit Jahren bestehende positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen und zu stärken, werden wir in Zukunft die Kundenakquisition durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Die führende Marktstellung in den neuen Bundesländern soll weiterhin gehalten und Potenziale in den alten Bundesländern verstärkt genutzt werden. Im Jahr 2024 werden wir weiterhin sukzessive die Unternehmensstrategie umsetzen. Risiken ergeben sich für uns vor allem durch unvorhergesehene Krisen in Verbindung mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland und daraus resultierenden Belastungen.

 

Werder/Havel, 23.09.2024

gez. Jutta Geiger-Saumweber, Geschäftsführer

Stefan Schult, Geschäftsführer

Tim Walter, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Werder Feinkost GmbH, Werder (Havel)

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Werder Feinkost GmbH, Werder (Havel), - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Werder Feinkost GmbH, Werder (Havel), für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Die Werder Feinkost GmbH hat am Jahresende des Geschäftsjahres 2023 mit einer nahestehenden Person einen Liefervertrag zu marktunüblichen Konditionen geschlossen. Die aufgrund dieses Vertrages gebuchte Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von TEUR 1.700 ist dem Grunde und der Höhe nach nicht hinreichend nachgewiesen, weil der Vertrag unbestimmt ist und die von der Geschäftsführung prognostizierte Preisentwicklung nicht nachvollzogen werden kann, und wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten.

Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere an der Passivierung der sonstigen Rückstellungen, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, des Jahresergebnisses, des Eigenkapitals und des Anhangs hätten vorgenommen werden müssen. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind steuerlich nicht abzugsfähig, so dass der Steueraufwand und die Steuerrückstellungen nicht betroffen sind. Die Werder Feinkost GmbH hat von dem Wahlrecht, aus diesem Sachverhalt resultierende aktive latente Steuern zu aktivieren, keinen Gebrauch gemacht.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 10.10.2024

WP-W Dr. von Waldthausen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. von Waldthausen, Wirtschaftsprüfer

Hinweis gem. § 328 Abs. 1a Satz 2

Es wurden Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Sonstiges:

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 24.10.2024.

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